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Krümelstruktur

Krümelstruktur bedeutet: Die Bodenteilchen halten zu lockeren, mit bloßem Auge sichtbaren Krümeln zusammen, zwischen denen viele Hohlräume bleiben. Der Boden baut sie selbst auf, getragen von aktivem Bodenleben, gutem Humus und ausreichend Ton und Kalk.

Boden besteht aus Sand, Schluff, Ton und Humusteilchen. Liegen sie lose nebeneinander, zerrieselt er; sind sie durchgehend miteinander verklebt, bildet er eine zusammenhängende Masse ohne Krümel. Bei der Krümelstruktur halten die Teilchen dagegen zu Krümeln zusammen, die du mit bloßem Auge erkennst. Diese Anordnung prägt den Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt und das Wurzelwachstum. Der Boden baut sie selbst auf, wenn er belebt ist, guten Humus hat und genug Ton und Kalk enthält.

Verwechsle Krümel nicht mit Schollen, Bröckeln und Klumpen: Diese entstehen künstlich, wenn Erde bei der Bodenbearbeitung zerteilt oder zusammengeballt wird. Ungünstig für die Wurzeln sind dagegen plattige oder scharfkantig-blockige Strukturen, die vor allem im Unterboden durch Schrumpfen beim Austrocknen entstehen. Schau beim Beurteilen genau hin, denn Bodenfeuchte, Bearbeitung und Bewuchs können das Bild stark verändern.

Beispiel aus dem Garten

Wenn ich mit dem Spaten eine Scheibe Beeterde aushebe und sie in lockere, gut sichtbare Krümel zerfällt, ist das Krümelstruktur. Schollen oder Klumpen vom Umgraben zähle ich nicht dazu. Deshalb beurteile ich den Boden nicht direkt nach der Bearbeitung und nicht, wenn er gerade sehr nass ist.

Quelle: Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) ↗ – Bodenkundliche Grundbegriffe, Abschnitt „Struktur“. Geprüft am .

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