Astern aussäen: So ziehst du Sommerastern Schritt für Schritt vor
- Sommerastern ziehst du im März oder April im Haus vor.
- Gartenastern gelten nicht als Lichtkeimer: Samen je nach Tüte 0,5 bis 2 cm tief mit Erde bedecken.
- Bei 15 bis 20 °C keimen Sommerastern-Mischungen innerhalb von 7 bis 20 Tagen.
- Pikieren, sobald die ersten echten Blattpaare da sind, bei einer Mischung nach 3 bis 4 Wochen.
- Abgehärtet pflanzen: 15 bis 30 cm in der Reihe, 20 bis 40 cm zwischen den Reihen, hohe Sorten stützen.

Beim Astern aussäen entscheidet sich viel in den Wochen nach der Keimung. Stehen die Sämlinge zu warm und zu dunkel, können ihre Triebe lang, weich und hellgrün werden. Ich säe meine Sommerastern deshalb in flache Schalen, stelle sie an den hellsten Platz und nehme nach dem Auflaufen die Wärme zurück. Hier gehst du jeden Schritt mit mir durch: vom Befüllen der Schale über Keimung und PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. bis zum Angießen im Beet.
Welche Astern du aus Samen ziehst
Die Anleitung gilt für Sommerastern, auch Gartenastern genannt (Callistephus chinensis): Diese Astern sind einjährig, nicht winterhart und kommen jedes Jahr neu aus Samen. Raublatt-Astern sind dagegen mehrjährige Herbststauden, deren Sorten über Teilung oder StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. vermehrt werden; Kissenastern kannst du als grober Richtwert im Herbst oder im Frühjahr säen. Wie sich die Gruppen in Wuchs, Blütezeit und Verwendung unterscheiden und welche Astersorten sich für den Einstieg eignen, zeigen eigene Ratgeber.
Wann du mit der Aussaat beginnst
Sommerastern ziehst du im März oder April im Haus vor; die Termine anderer Sommerblumen stehen im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken. Für kräftige Jungpflanzen von Sommerschnittblumen reichen häufig 6 bis 8 Wochen Vorkultur. Wie du den Aussaattermin für Astern auf eine frühe oder späte Blüte abstimmst, erklärt ein eigener Ratgeber.
Was du für die Aussaat brauchst
Für die Aussaat nimmst du frische Erde, die ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnet ist. Gute Aussaaterde ist nährstoffarm, humos und durchlässig. Ihr Salzgehalt sollte unter 0,5 g je Liter liegen. Die Gefäße müssen sauber sein und einen Wasserabzug haben, damit keine Staunässe entsteht. Ich säe Astern in eine flache Schale und pikiere die Sämlinge später einzeln in kleine Töpfe. Als Abdeckung dient eine durchsichtige Haube oder Folie, die die Feuchte hält, aber nicht luftdicht schließen darf.
frische Aussaaterde, flache Schale mit Wasserabzug, durchsichtige Abdeckung ohne luftdichten Abschluss, feine Brause, PikierstabDer Pikierstab ist ein Werkzeug zum Pikieren: Mit ihm bohrst du Pflanzlöcher in die Erde, hebst Sämlinge vorsichtig aus dem Aussaatgefäß und drückst ihre Wurzel ins neue Loch., kleine Töpfe mit PikiererdePikiererde ist ein humoses, nur schwach gedüngtes Substrat, in das du Sämlinge beim Pikieren einzeln umsetzt. Sie kommt nach der Aussaat zum Einsatz, wenn die Jungpflanzen aus der Aussaatschale in eigene Töpfe wandern., Etiketten für Sorte und Aussaattag.
Samen vom Vorjahr testest du vor der Aussaat mit einer KeimprobeDie Keimprobe ist ein einfacher Test vor der Aussaat: Du legst eine abgezählte Zahl Samen auf feuchtes Küchenpapier und zählst nach der Keimdauer, wie viele gekeimt sind. So siehst du, ob sich älteres Saatgut noch lohnt.. Lege sie auf feuchtes, nicht nasses Küchenpapier und decke sie gegen Austrocknen ab. Bis zur Aussaat bewahrst du die Tüten kühl und trocken auf.
Die Werte im Überblick
Die Werte gelten für Gartenastern allgemein oder für einzelne Sommerastern-Mischungen. Steht auf deiner Saatguttüte eine eigene Angabe, richtest du dich nach der Tüte.
| Schritt | Wert | Gilt für |
|---|---|---|
| Vorkultur im Haus | März oder April | Sommerastern-Mischung |
| Saattiefe | 0,5–2 cm, je nach Saatgutangebot | Gartenaster |
| Saattiefe im Beispiel | 1 cm, mit Substrat bedeckt | Sommerastern-Mischung |
| Keimtemperatur | 15–20 °C | Sommerastern-Mischungen |
| Keimdauer | 7–20 Tage bei 15–20 °C | Sommerastern-Mischungen |
| Pikieren | 3–4 Wochen nach der Aussaat | Sommerastern-Mischung |
| Abstand in der Reihe | 15–30 cm | Gartenaster |
| Reihenabstand | 20–40 cm | Gartenaster |
| Abstand im Beispiel | 30 × 15 cm | Sommerastern-Mischung |
| Wuchshöhe | 10–90 cm, je nach Sorte | Gartenaster |
| Blütezeit | Juli bis Oktober | Gartenaster |
Schritt für Schritt: Astern in der Schale aussäen
1. Schale befüllen und anfeuchten
Fülle die saubere Schale mit Aussaaterde, streiche die Oberfläche glatt und drücke sie leicht an. Die Erde soll feucht und gut durchlässig sein, bevor die Samen daraufkommen. Ich gieße die gefüllte Schale vorher mit einer feinen Brause an und lasse überschüssiges Wasser ablaufen.
2. Samen auslegen und mit Erde bedecken
Lege die Samen einzeln auf die Erde, sodass sie sich nicht berühren. So kannst du die Sämlinge später sauber voneinander trennen. Anschließend bedeckst du sie mit Aussaaterde, denn die Gartenaster wird nicht als Lichtkeimer geführt. Wie dick die Schicht wird, hängt vom Saatgutangebot ab: Die Angaben reichen von 0,5 bis 2 cm. Für eine Sommerastern-Mischung ist zum Beispiel 1 cm angegeben. Weil die Werte je Angebot verschieden sind und keines eine Oberflächensaat vorsieht, nimmst du die Saattiefe von deiner Tüte statt einer Pauschalzahl.
„Astern sind Lichtkeimer und dürfen nicht bedeckt werden.“ Für die Gartenaster stimmt das nicht. Die Art wird nicht als Lichtkeimer geführt, und alle Saattiefen-Angaben sehen eine Erdschicht über dem Samen vor.
3. Feucht halten und abdecken
Befeuchte die Oberfläche nach dem Bedecken noch einmal vorsichtig mit der Brause. Die Saat darf während und unmittelbar nach der Keimung nicht austrocknen. Lege danach die durchsichtige Abdeckung auf und lüfte sie bis zur Keimung täglich. Beim Lüften prüfe ich mit dem Finger, ob die Oberfläche noch feucht ist.
Die Folie wird stramm über die Schale gezogen und bleibt zu. Eine Abdeckung darf nicht luftdicht schließen, und bis zur Keimung lüftest du sie täglich kurz.
4. Keimen lassen
Stell die Schale an einen hellen Platz mit 15 bis 20 °C. In diesem Bereich keimen Sommerastern-Mischungen innerhalb von 7 bis 20 Tagen. Keimen nicht alle Samen gleichzeitig, ist das bei dieser Spanne normal.
5. Nach dem Auflaufen: Haube ab, kühler und hell
Sobald die Keimlinge zu sehen sind, nimmst du die Abdeckung ab. Dann senkst du die Temperatur, weil viel Wärme bei Lichtmangel lange, weiche Triebe begünstigt. Die Sämlinge bekommen jetzt den hellsten Platz, den du hast. Schau dabei auf die Triebe: Werden sie lang, instabil und hellgrün, kann das auf Lichtmangel hindeuten.
6. Pikieren
Pikieren heißt, die Sämlinge aus der Saatschale zu heben und einzeln in eigene Töpfe zu setzen.
Pikieren kannst du, sobald nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. die ersten echten Blattpaare entwickelt sind. Bei einer Sommerastern-Mischung ist das 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat der Fall. Hast du genug Platz, setzt du jeden Sämling zunächst in einen 8-cm-Topf und später bei Bedarf in einen größeren Endtopf. Die Pikiererde enthält etwas Dünger, die spätere Topferde ist stärker vorgedüngt.
So gehst du vor:
- Heb die Sämlinge mit einem Pikierstab vorsichtig aus der Schale.
- Halte jeden Sämling an einem Keimblatt, ohne daran zu ziehen.
- Stich ein Pflanzloch vor und setze den Sämling mit gerader, nicht umgebogener Wurzel hinein.
- Schließe das Loch seitlich behutsam, gieße an und drück die Erde leicht an.
Danach stehen die Jungpflanzen hell und nicht zu warm, damit die Triebe kompakt bleiben.
Ich schreibe auf jedes Etikett die Sorte und den Aussaattag. Beim Pikieren zähle ich daran die Wochen nach und stelle die Töpfe gleich nach Sorten sortiert zusammen.
7. Abhärten
Vor dem Auspflanzen gewöhnst du die Jungpflanzen an draußen, indem du die Temperatur senkst und mehr lüftest. An milden Tagen stellst du sie tagsüber zuerst geschützt in den Schatten und nach einigen Tagen auch in die Sonne. Werden die Nächte kalt, holst du die Töpfe wieder herein.
Das Beet für Astern vorbereiten
Gartenastern stehen gern geschützt und sonnig. Der Boden sollte nährstoffreich, feucht und gut durchlässig sein, dazu neutral bis alkalisch. Ob dein Beet dazu passt, klärt eine Bodenuntersuchung, die auch den Kalkbedarf zeigt. Gekalkt wird nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig liegt. Vor dem Pflanzen lockerst du den Boden, entfernst Unkraut und harkst die Fläche fein.
Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet. Ich trage deshalb ein, wo die Astern standen, zum Beispiel im Beetplaner für deine Gartenbeete.
Astern auspflanzen: Abstand, Tiefe, Angießen
Weil Sommerastern nicht winterhart sind, pflanze ich sie erst aus, wenn keine Frostnächte mehr angesagt sind. In der Reihe bekommen Gartenastern 15 bis 30 cm Platz. Zwischen den Reihen lässt du 20 bis 40 cm frei. Hohe Sorten brauchen zusätzlich eine Stütze, die ich beim Pflanzen gleich mit einstecke. Je nach Sorte werden Gartenastern 10 bis 90 cm hoch, deshalb lohnt vor dem Setzen der Blick auf die Tüte.
Setze jede Pflanze so tief, wie sie im Topf stand, fülle Erde auf und drück sie leicht an. Gieße anschließend bodennah an, denn so kommt das Wasser an die Wurzeln und weniger geht durch Verdunstung verloren.
Astern direkt ins Beet säen
Statt der Vorkultur kannst du Gartenastern auch direkt am endgültigen Standort säen. Dafür bereitest du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind. vor. Die Samen bedeckst du wie in der Schale nach der Angabe auf der Tüte und hältst die Saat feucht, bis sie aufgelaufen ist. Nach der Keimung vereinzelst du die Sämlinge rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand. Den passenden Termin dafür findest du im Ratgeber zum Aussaatzeitpunkt.
Sommerastern im Topf und im Staudenbeet
Die Zwergastern-Mischung von Callistephus chinensis ist eine einjährige Topf- und Balkonpflanze; ob sich eine Sorte für Gefäße eignet, hängt von der Sorte ab. Das Gefäß braucht Abzugslöcher, damit keine Staunässe entsteht. Im Staudenbeet füllen Sommerblumen wie Sommerastern Lücken und eignen sich als Folgebepflanzung nach früh blühenden Zwiebelgewächsen.
Wie es nach dem Pflanzen weitergeht
Pflege
Hohe Sorten stützt du rechtzeitig, und wenn du Verblühtes entfernst, kann sich die Blüte verlängern. Was die Pflanzen sonst brauchen, steht im Ratgeber dazu, wie du Astern nach dem Pflanzen bis zum Herbst pflegst.
Gießen und Düngen
Gartenastern brauchen einen feuchten Boden, und gedüngt wird nach dem Bedarf, den die Bodenuntersuchung zeigt. Wie du Astern auch in trockenen Sommern richtig gießt und Astern übers Jahr mit Nährstoffen versorgst, erklären eigene Ratgeber.
Krankheiten und Schädlinge
Von Asternwelke befallene Pflanzen gehören nicht auf den Gartenkompost, weil sich widerstandsfähige Erregerstadien darüber weiterverbreiten können. Wie du Sommerblumen vor Krankheiten und Schädlingen schützt und von Hand eingreifst, liest du im Ratgeber zu Sommerblumen.
Schnittblumen
Gartenastern eignen sich als Schnittblumen. Geschnitten wird bevorzugt morgens bei trockenem Wetter. Wie du Pompon-Astern im Garten einsetzt und als Schnittblume frisch hältst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Samen für das nächste Jahr
Gartenastern werden von Insekten bestäubt und verkreuzen sich mit anderen Sorten ihrer Art. Stehen mehrere Sorten nebeneinander, können Pflanzen aus selbst geernteten Samen deshalb anders aussehen als ihre Mutterpflanze. Zum Ernten lässt du einzelne Blüten bis zur SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. stehen und lagerst die nachgetrockneten Samen kühl, dunkel und trocken.




