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Witwenblumen im Steingarten: Arten, Partner und Ideen für trockene Standorte

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Witwenblumen gehören zur Gattung Knautia, Skabiosen zur getrennten Gattung Scabiosa.
  • Für sonnige, trockene Steingärten eignen sich Knautia macedonica und die Wiesen-Witwenblume.
  • 'Red Knight' wird etwa 60 bis 80 cm hoch und blüht von Juli bis September.
  • Kompakte Sorten wie 'Mars Midget' bleiben bei etwa 40 cm.
  • Lehmigen Boden magerst du mit Sand, Kies und Splitt ab.
  • Blaukissen und Schleifenblumen blühen im Frühjahr, die Witwenblumen übernehmen im Sommer.
Ein Großes Ochsenauge sitzt auf einer lila Witwenblumenblüte
Foto: Gundula Vogel · Pexels License · Quelle ↗

Dein Steingarten leuchtet im April und Mai mit Blaukissen und Schleifenblumen, und danach wird es auf den Polstern ruhig? Witwenblumen schließen diese Lücke: ‘Red Knight’ blüht von Juli bis September und hebt rubinrote Köpfe über die flachen Polster. Ich plane einen trockenen Steingarten deshalb nie nur vom Frühjahr her, sondern denke die Sommerblüte von Anfang an mit.

Damit das klappt, brauchen Witwenblumen Sonne und einen durchlässigen Boden. Außerdem müssen es echte Witwenblumen sein, also Arten der Gattung Knautia und keine Skabiosen.

Witwenblume oder Skabiose: erst den Namen prüfen

Witwenblumen gehören zur Gattung Knautia. Skabiosen bilden die Gattung Scabiosa, und beide Gattungen sind botanisch getrennt. Ein Beispiel für die Verwechslung ist ‘Butterfly Blue’: Die Sorte gehört zur Tauben-Skabiose Scabiosa columbaria und ist keine Knautia macedonica. Beim Kauf schreibe ich mir deshalb den botanischen Namen auf das Pflanzschild, damit ich später weiß, welche Gattung im Steingarten steht.

Kurz erklärt

Bei der Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis ist die Blütenkrone vierzipflig, Skabiosen besitzen fünf Kronzipfel. Eine volkstümliche Deutung verbindet den Namen Witwenblume mit genau diesem Unterschied.

Mehr über Namen, Sagen und Bedeutungen erfährst du im Beitrag über die Geschichte und Symbolik der Witwenblume. Für die Gestaltung ist die Trennung kein Ausschluss: Die Tauben-Skabiose eignet sich als Nachbar, dazu mehr bei den Partnern.

Welche Witwenblumen passen in den Steingarten?

Für sonnige, trockene Steinflächen kommen zwei Arten infrage. Knautia macedonica eignet sich als Bestandteil einer Staudenmischung für sonnige, trockene Standorte. Für die Art sind gut durchlässige Böden angegeben, deren Feuchte zwischen trocken und frisch liegt. In Saatgutbeschreibungen erreicht Knautia macedonica etwa 80 cm und blüht rot bis dunkelrot. Außerdem eignet sie sich als Schnittblume.

Die Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis bevorzugt trockene, sonnige Standorte. Man findet sie auf frischen bis mäßig trockenen Wiesen und auf Halbtrockenrasen. Die ausdauernde Art wird 30 bis 80 cm hoch und trägt blauviolette Blüten.

Zwei weitere Arten gehören nicht auf einen sonnigen Steingarten. Die Wald-Witwenblume Knautia dipsacifolia gilt als Halbschattenpflanze und zeigt frische bis feuchte Böden an. Knautia maxima wird für schattige, nährstoffreiche Standorte empfohlen, dort zusammen mit Klebrigem Salbei.

Arten und Sorten im Vergleich

Art oder Sorte Höhe Blütezeit Eigenschaften
Knautia macedonica etwa 80 cm Juli bis August (Angabe eines Saatgutsortiments) rote bis dunkelrote Blüten, gut durchlässiger Boden, trocken bis frisch
Knautia macedonica ‘Red Knight’ etwa 60 bis 80 cm Juli bis September rubinrote Blüten, sonnig, trockenheitstolerant
Knautia macedonica ‘Mars Midget’ etwa 40 cm Juni bis Oktober kompakter Wuchs
Knautia macedonica ‘Midget Mauves’ etwa 40 cm mit Blüten nicht angegeben auch als blühende Topfpflanze geeignet
Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) 30 bis 80 cm nicht angegeben blauviolette Blüten, ausdauernd, trockene und sonnige Plätze

Die Höhe entscheidet über den Platz. In einem kleinen Steingarten nehme ich die kompakten Sorten um 40 cm, ‘Red Knight’ bekommt den Hintergrund einer größeren Fläche. ‘Midget Mauves’ kannst du auch in ein Gefäß setzen. Für Steingartenpflanzen im Gefäß eignet sich ein lockeres, nährstoffarmes Substrat.

Standort: sonnig, durchlässig und eher mager

Witwenblumen gehören in die Sonne. ‘Red Knight’ ist für sonnige Standorte angegeben, und auch die Wiesen-Witwenblume bevorzugt sonnige, trockene Plätze. Halbschattige Ecken überlässt du besser anderen Stauden.

Beim Boden zählen Durchlässigkeit und Nährstoffarmut. Steingartenpflanzen wachsen in durchlässigen, steinigen und meist nährstoffarmen Böden. Ein bepflanzter Steingarten braucht gut wasserdurchlässigen Boden ohne Verdichtungen und ohne Staunässe. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel an den Wurzeln und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule.

Trockenheitstolerant heißt bei Witwenblumen nicht, dass der Boden dauerhaft austrocknen darf. ‘Red Knight’ gilt zwar als trockenheitstolerant. Für Knautia macedonica ist aber ein Boden zwischen trocken und frisch angegeben. Die Staudenmischung ‘Farbenspiel’ mit dieser Art ist für sonnige Standorte gedacht, die nicht dauerhaft trocken sind.

Wie Witwenblumen außerhalb des Steingartens mit Licht, Boden und Klima zurechtkommen, beschreibt der Beitrag über die passenden Standortbedingungen für Witwenblumen.

Schweren Boden abmagern

Lehmigen Boden für Steingartenpflanzen magerst du mit Sand, Kies und Splitt ab, damit er durchlässiger und nährstoffärmer wird. Vorher entfernst du Wurzelunkräuter und lockerst verdichteten Boden. Bei Staunässe beseitigst du auch tiefer liegende Verdichtungen. Je nach Ausgangsboden gibt es mehrere Verfahren:

Verfahren Ausgangsboden Vorgehen
Abmagern lehmiger Boden Sand, Kies und Splitt einarbeiten
Kiesbeet bindiger Lehm- oder Tonboden obere 30 cm abtragen, Untergrund danach tiefgründig lockern
Kiesbeet steiniger oder sandiger Boden unkrautfreie Fläche 30 bis 40 cm tief lockern
Sandbeet für trockenheitsverträgliche Stauden vorhandener Gartenboden etwa 15 cm Sand aufbringen, die Wurzelballen behalten Kontakt zum Boden darunter
Mineralischer Mulch trockene Freifläche, Felssteppe, Steppenheide Kies oder Splitt mit 8 bis 16 mm Körnung, mindestens 5 cm, besser 7 cm dick

Beim Sandbeet bleibt die Oberfläche durchlässig, und die Wurzelballen erreichen den Gartenboden darunter. Das passt zu Knautia macedonica, die gut durchlässigen Boden zwischen trocken und frisch braucht. Rindenmulch gehört dagegen nicht ins trockene Kiesbeet, weil er ein feucht-saures Milieu schafft.

Gestaltungsideen für den Witwenblumen-Steingarten

Höhen staffeln

In einem Beet, das du von einer Seite aus betrachtest, stehen hohe Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorn. Im Steingarten übertrage ich das so: Polsterphlox, Blaukissen und Schleifenblume kommen an die Kante und zwischen die vorderen Steine, die Witwenblumen dahinter. In die Mitte passen mittelhohe Partner wie Steppensalbei ‘Blauhügel’, der buschig etwa 40 cm erreicht. ‘Red Knight’ musst du nicht als Block pflanzen, denn in Staudenmischpflanzungen lassen sich höhere Arten auch in Bändern anordnen.

Marias Erfahrung

Bevor ich pflanze, stelle ich alle Töpfe auf die Fläche und gehe an den Platz, von dem aus der Steingarten meist gesehen wird. Dann verschiebe ich die Töpfe, bis die Höhen von vorn nach hinten ansteigen, und grabe erst danach die Pflanzlöcher.

Blütenfolge planen

Blaukissen und Immergrüne Schleifenblume blühen im April und Mai. ‘Red Knight’ folgt von Juli bis September, für ‘Mars Midget’ ist eine Blütezeit von Juni bis Oktober angegeben. Setzt du beide Gruppen zusammen, trägt dieselbe Steinfläche im Frühjahr Polsterblüten und im Sommer die Köpfe der Witwenblumen. Zierlauch und Lilien können in passenden Steingartenpflanzungen ab dem Frühsommer die Blüte der Frühjahrsstauden ergänzen. Frühjahrsblühende Zwiebeln überbrücken außerdem die Zeit zwischen dem Winterrückschnitt und dem Austrieb der Stauden.

Farben und Laub kombinieren

‘Red Knight’ blüht rubinrot, Knautia macedonica allgemein rot bis dunkelrot und die Wiesen-Witwenblume blauviolett. Ich setze die roten Sorten gern vor die blaulaubigen Horste von Blauschwingel oder neben den Wollziest ‘Silver Carpet’. Der Wollziest wirkt über sein grausilbriges, filziges Laub und blüht nur selten. Weiße Frühjahrsblüten liefert die Immergrüne Schleifenblume. Der Sand-Thymian ‘Coccineum’ bildet flache Matten mit purpurroten Blüten.

Dichte und Abstände

Zahl im Blick

Für Knautia macedonica nennt Thompson & Morgan 40 cm Pflanzabstand, eine andere Saatgutangabe nennt 50 cm. In der Staudenmischung ‘Farbenspiel’ sind vier Knautia macedonica je 10 m² Gesamtpflanzfläche vorgesehen. Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m², die konkrete Dichte hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab.

Ich setze zuerst die Witwenblumen und fülle danach mit Polstern, Matten und Gräsern auf. Die Verteilung kannst du vorab im Beetplaner durchspielen.

An der Trockenmauer

Für Fugen, Spalten und überhängende Mauerkronen einer bepflanzten Trockenmauer sind Polsterstauden wie Blaukissen vorgesehen. Auch die Immergrüne Schleifenblume eignet sich für Trockenmauern, und Kriechendes Schleierkraut bildet kissenartige Polster, die über Kanten hängen. Witwenblumen setze ich nicht in die Fugen, sondern auf die Fläche hinter der Mauerkrone. Dort steht der Wurzelballen im Boden, und die Blüten ragen über die Polster hinaus.

Die Mittagsblume Delosperma cooperi braucht einen sonnigen, trockenen Platz mit sandig-kiesigem, mineralischem Substrat und reagiert empfindlich auf Winternässe. Wie du solche Pflanzen in Mauer und Steingarten setzt, zeigt der Ratgeber zu Mittagsblumen an Trockenmauer und Steingarten.

Passt dazu

Soll die Witwenblume nicht in die Steinfläche, sondern in eine üppige Rabatte, findest du Farbspiele und Höhenstaffelung im Beitrag darüber, wie du Witwenblumen im Staudenbeet in Szene setzt.

Partner mit denselben Ansprüchen

Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Deshalb suche ich Partner für Witwenblumen zuerst nach dem Standort aus und erst danach nach der Farbe.

Vorbilder für Kombinationen

Die Staudenmischung ‘Farbenspiel’ kombiniert Knautia macedonica unter anderem mit Rutenhirse Panicum virgatum ‘Rehbraun’, Katzenminze Nepeta racemosa ‘Superba’ und Anaphalis triplinervis ‘Sommerschnee’. Gedacht ist sie für sonnige Standorte, die nicht dauerhaft trocken sind. Die Rutenhirse gilt auf lehmigem Boden als sehr trockenheitsverträglich. Liegt dein Steingarten auf lehmigem Untergrund, kannst du dich an dieser Mischung orientieren.

Für die Wiesen-Witwenblume gibt es eine einfache Kombination: An sonnigen, nährstoffreicheren Stellen passt sie zu Wiesen-Salbei.

Polster und Matten für die vordere Zone

Blaukissen, Schleifenblumen und Polsterphlox gelten als geeignete Polsterstauden für bepflanzte Steingärten, die Silberwurz kommt als weitere Polsterstaude hinzu. Steinkraut liefert gelbe Blüten und damit einen Kontrast zu violettem Blaukissen. Der Storchschnabel Geranium cinereum ‘Giuseppii’ bleibt mit 15 bis 20 cm niedrig und verträgt trockene bis frische Böden in Sonne bis Halbschatten. Kriechender Thymian eignet sich für sonnige, leichte Böden.

Gräser für Struktur

Blau- und Schafschwingel eignen sich für warme, eher trockene, durchlässige Sand- bis Steinböden. Den Blauschwingel Festuca cinerea setzt du an besonders trockene Stellen, weil er empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchte reagiert. Das Mittlere Zittergras Briza media mag sonnige, magere und mäßig trockene Plätze. Das Pracht-Federgras Stipa pulcherrima braucht einen sonnigen, trockenen und kalkhaltigen Standort. Moskitogras und Wimper-Perlgras bevorzugen trockene, durchlässige Kalkböden in voller Sonne. Ziergräser der Freifläche pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr bei bereits erwärmtem Boden, denn Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen.

Skabiosen als Nachbarn

Scabiosa ochroleuca und die Tauben-Skabiose Scabiosa columbaria eignen sich für sonnige, magere Standorte. Bei der Tauben-Skabiose unterstützt die tiefe Pfahlwurzel ihre Trockenheitsverträglichkeit. Die Art bevorzugt relativ trockenen, schwach basischen Boden und kommt unter anderem in Kalkmagerrasen vor. Ihre Blütenstängel werden 20 bis 80 cm hoch, die Blüte reicht von Juli bis Oktober. Kombinieren lässt sich die Tauben-Skabiose mit Federgras, Echtem Lavendel, Steppen-Salbei und Katzenminze.

Partner Höhe Blüte Hinweis
Polsterphlox (Subulata-Gruppe) etwa 5 bis 15 cm späteres Frühjahr, weiß, rosa oder violett Polsterstaude für bepflanzte Steingärten
Blaukissen ‘Superbissima Mischung’ etwa 10 bis 20 cm April und Mai, Blau-, Violett- und Rosatöne sonnig, für Steingarten und Trockenmauer
Immergrüne Schleifenblume etwa 25 cm April und Mai, weiß sonnig bis vollsonnig, durchlässig, trocken bis frisch
Geranium cinereum ‘Giuseppii’ 15 bis 20 cm Juni bis August trocken bis frisch, Sonne bis Halbschatten
Steppensalbei ‘Blauhügel’ etwa 40 cm nicht angegeben buschiger Wuchs, mittlere Zone
Blauschwingel Laub etwa 10 bis 15 cm, Blütenstände 20 bis 30 cm Laubwirkung warm, eher trocken, durchlässig; bei Festuca cinerea mehrere Horste mit 35 bis 45 cm Abstand
Mittleres Zittergras etwa 20 bis 60 cm nicht angegeben sonnig, mager, mäßig trocken
Tauben-Skabiose Blütenstängel 20 bis 80 cm Juli bis Oktober sonnig, relativ trocken, schwach basisch
Häufiger Fehler

Kalkliebende und kalkmeidende Partner landen auf derselben Fläche. Das Pracht-Federgras braucht kalkhaltigen Boden, die Heide-Nelke meidet Kalk. Kläre vor der Auswahl, wie dein Boden reagiert, und nimm nur Partner aus einer der beiden Gruppen.

Für andere Gartenbereiche findest du Kombinationen im Beitrag darüber, welche Begleitpflanzen zu Witwenblumen passen.

Mini-Checkliste

  • Bei der Witwenblume steht Knautia auf dem Etikett, nicht Scabiosa.
  • Der Platz liegt in der Sonne.
  • Der Boden ist durchlässig, ohne Verdichtung und ohne Staunässe.
  • Lehmiger Boden ist mit Sand, Kies und Splitt abgemagert.
  • Die Partner haben ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchte und Licht.
  • Hohe Witwenblumen stehen hinten, niedrige Polster vorn.

Pflege, Gießen und Vermehrung in Kürze

Die Grundlagen stehen im Stauden-Ratgeber, der erklärt, wie du Stauden gießt, düngst, schneidest und gesund hältst. Für den Witwenblumen-Steingarten fasse ich hier nur die Kernpunkte zusammen.

Gießen

Neu gepflanzte Stauden wässerst du in den ersten ein bis zwei Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend. Ein Gießgang bringt dabei etwa 25 l/m² auf die Fläche. Im vollsonnigen Steingarten kann je nach Bodengüte auch später zusätzliches Gießen nötig werden, vor allem nach längeren Trockenphasen.

Düngen

An karge Standorte angepasste Steingartenpflanzen brauchen auf magerem Boden keinen Zusatzdünger. Für Polster- und Wildstauden sowie trockenheitsliebende mediterrane Stauden ist Kompost nicht sinnvoll, weil sie einen kargen Boden benötigen. Stauden nährstoffarmer Standorte düngst du erst bei erkennbaren Mängeln, denn zu viel Dünger kann untypisch starkes Wachstum und eine geringere Winterhärte fördern.

Schnitt, Winter und Beikraut

Nach der ersten Blüte kann ein leichter Rückschnitt bei ‘Red Knight’ einen zweiten Blütenflor fördern. Im Herbst wird ‘Red Knight’ zurückgeschnitten. In jungen Steingartenpflanzungen entfernst du Beikräuter und überzählige Sämlinge rechtzeitig, auch im Winter, und ziehst oder stichst sie aus, statt zu hacken.

Krankheiten

Echter Mehltau kann Stauden auch bei trockenem Wetter befallen, weil für die Keimung der Pilze schon 70 % relative Luftfeuchte reichen können. Ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung können vorbeugen. Bei beginnendem Befall entfernst du erkrankte Blätter und schneidest befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück.

Aussaat und Vermehrung

Für ‘Red Knight’ ist die Vorkultur von März bis Mai bei 18 bis 22 °C Keimtemperatur angegeben. Die vorgezogenen Sämlinge kannst du ab dem Sommer verpflanzen. Passende Aussaattermine für Stauden findest du im Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Witwenblumen und Wildbienen

Die Knautien-Sandbiene Andrena hattorfiana sammelt den Pollen für ihre Nachkommen an Witwenblumen und an der Tauben-Skabiose, für ihre Nester braucht sie offenen Boden. Ein Steingarten mit beiden Pflanzen und einigen offenen, spärlich bewachsenen Stellen kann ihr also Nahrung und Nistplatz zugleich bieten. Welche Witwenblumenarten in naturnahe Gärten passen und was sie für Insekten leisten, beschreibt der Beitrag über Witwenblumen im naturnahen Garten.

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Häufige Fragen

Was sind Witwenblumen und welche botanischen Merkmale zeichnen sie aus?
Witwenblumen bilden die Gattung Knautia und sind von den Skabiosen der Gattung Scabiosa botanisch getrennt. Bei der Wiesen-Witwenblume ist die Blütenkrone vierzipflig, Skabiosen besitzen fünf Kronzipfel. Die Wiesen-Witwenblume ist ausdauernd, wird 30 bis 80 cm hoch und trägt blauviolette Blüten.
Warum eignen sich Witwenblumen für Steingärten und trockene Standorte?
Die Wiesen-Witwenblume bevorzugt trockene, sonnige Standorte, und Knautia macedonica eignet sich als Teil einer Staudenmischung für sonnige, trockene Plätze. Die Sorte 'Red Knight' gilt als trockenheitstolerant. Wichtig ist ein gut durchlässiger Boden ohne Staunässe, denn für Knautia macedonica sind trockene bis frische Verhältnisse angegeben.
Welche Arten von Witwenblumen passen in den Steingarten?
Für sonnige, trockene Steingärten kommen Knautia macedonica mit roten bis dunkelroten Blüten und die blauviolett blühende Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis infrage. Die Wald-Witwenblume ist dagegen eine Halbschattenpflanze und zeigt frische bis feuchte Böden an. Knautia maxima wird für schattige, nährstoffreiche Standorte empfohlen und passt deshalb ebenfalls nicht auf einen sonnigen Steingarten.
Welche Witwenblumen-Sorten eignen sich für besondere Gestaltungseffekte?
'Red Knight' trägt rubinrote Blüten, wird etwa 60 bis 80 cm hoch und blüht von Juli bis September. Kompakter bleibt 'Mars Midget' mit etwa 40 cm, für diese Sorte ist eine Blütezeit von Juni bis Oktober angegeben. 'Midget Mauves' erreicht mit Blüten ebenfalls etwa 40 cm und eignet sich auch als blühende Topfpflanze. 'Butterfly Blue' ist dagegen keine Witwenblume, sondern eine Sorte der Tauben-Skabiose Scabiosa columbaria.
Welchen ökologischen Wert haben Witwenblumen für Wildbienen und Vögel?
Die Knautien-Sandbiene Andrena hattorfiana sammelt den Pollen für ihre Nachkommen an Witwenblumen und an der Tauben-Skabiose. Für ihre Nester braucht sie zusätzlich offenen Boden. Stieglitze fressen die noch grünen Samen der Wiesen-Witwenblume, und Ameisen verbreiten ihre Früchte wegen des nahrhaften Anhängsels.
Wie legt man einen Steingarten mit Witwenblumen an?
Der Boden muss gut wasserdurchlässig sein und darf weder verdichtet sein noch zu Staunässe neigen. Lehmigen Boden magerst du mit Sand, Kies und Splitt ab und machst ihn so durchlässiger. Als Abdeckung eignet sich mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt, Rindenmulch dagegen nicht. Bis die Pflanzung geschlossen ist, entfernst du Beikräuter rechtzeitig und wässerst bei Bedarf.
Stimmt es, dass Witwenblumen häufig gegossen werden müssen?
Nein, die Sorte 'Red Knight' gilt als trockenheitstolerant, und die Wiesen-Witwenblume bevorzugt trockene Standorte. Neu gepflanzte Stauden brauchen in den ersten ein bis zwei Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit trotzdem wiederholt durchdringende Wassergaben. Im vollsonnigen Steingarten kann zusätzliches Gießen auch später nach längeren Trockenphasen nötig werden.
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