Kleine Blumenwiese in der Stadt: Rasenecke, Wand, Schatten und wenig Wasser
- Auch ein Streifen am Weg oder eine Insel im Rasen trägt Wildblumen; an Wegen gehört neben eine hohe Wiese ein mindestens 50 cm breiter Rasenstreifen gegen umfallende Halme.
- Wo es eng ist, passt ein Kräuterrasen, der bis zu 20 cm hoch wird und betretbar bleibt.
- Die Ansaat braucht mindestens drei Wochen durchgehende Feuchtigkeit, eingewachsene Wiesen kommen im Sommer normalerweise ohne Gießen aus.
- Stark beschattete Flächen taugen nicht für die übliche mehrjährige Blumenwiese; an Gehölzrändern passt ein Schattsaum.
- An Wand und Geländer arbeitest du mit großen Gefäßen mit Abflusslöchern und kombinierst nur Arten mit ähnlichen Ansprüchen.
- Baumscheiben und Grünstreifen außerhalb deines Grundstücks säst du nur nach Absprache mit dem Eigentümer ein.
Ein Streifen am Zaun, eine Ecke im Rasen oder ein Balkongeländer können Wildblumen tragen, wenn Licht, Wasser und Platz zusammenpassen. Ich schaue mir deshalb jede kleine Fläche zuerst mit drei Fragen an. Wie viel Licht kommt an? Wie halte ich die Saat in den ersten Wochen feucht? Wird die Fläche betreten? Aus den Antworten ergibt sich, ob eine Wiesenansaat, ein Kräuterrasen, ein Schattsaum oder Gefäße an der Wand passen.
Boden, Saatgut, Aussaat und Mahd folgen auf kleiner Fläche denselben Regeln wie auf großer, deshalb fasse ich sie unten nur knapp zusammen. Ausführlich geht es um das, was in der Stadt dazukommt: Rasenecken, Schatten, knappes Wasser und die Senkrechte.
Welche Form passt zu deiner Fläche?
Auf kleiner Fläche gibt es mehr Formen als die hohe Wiese. Die Übersicht ordnet Flächen, wie sie im Stadtgarten vorkommen, den Formen zu, die dafür beschrieben sind.
| Deine Fläche | Passende Form | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| Sonniger Streifen an Weg oder Beet | Wiesenansaat | daneben ein mindestens 50 cm breiter Rasenstreifen, der umfallende Halme auffängt |
| Rasen, der betretbar bleiben soll | Kräuterrasen | wird bis zu 20 cm hoch |
| Teilstück eines Rasens | Blumeninsel | ein regelmäßig gemähter Rand fasst sie ein |
| Rasen ohne Obergräser, kein Sportrasen | Kräuternachsaat in den geöffneten Rasen | Gras kurz halten, bis die Kräuter RosettenRosetten sind Blattanordnungen, bei denen die Blätter dicht gedrängt stehen und scheinbar alle an derselben Stelle entspringen, weil die Sprossachse, also der Stängel, stark gestaucht ist. Ein bekanntes Beispiel ist die Dachwurz. bilden |
| Voll- bis teilschattiger Gehölzrand, wenig betreten | Schattsaum, unter dichten Gehölzen eine Gehölzsaum-Mischung | Aussaat vorzugsweise im Spätsommer |
| Balkon, Wand, Geländer | Wildpflanzen in Gefäßen, hängend oder kletternd | große Gefäße mit Abflusslöchern, Arten mit ähnlichen Ansprüchen |
Kleine Wiese im Rasen: Insel, Streifen oder Kräuterrasen
Für eine kleine Wiese musst du nicht den ganzen Rasen umgraben. Öffne den Rasen an einzelnen Stellen und säe standortgerechte Wildblumen in die Lücken. So entstehen Blumeninseln im Rasen, die ein regelmäßig gemähter Rand gestalterisch einfasst. Wege und Sitzplätze mähst du regelmäßig kurz, dann bleiben sie mitten in der Wiese nutzbar.
Bevor ich eine Insel im Rasen öffne, stecke ich ihren Umriss mit einer Schnur ab. Den Rand mähe ich danach zusammen mit dem Rasen, damit die Form erkennbar bleibt.
Kräuter in den Rasen nachsäen
Eine Variante ist die Kräuternachsaat in den bestehenden Rasen. Sie setzt einen Bestand ohne Obergräser voraus und ist für Sportrasen ausgeschlossen. Die Fläche wird stark vertikutiert, dann kommen 1 bis 2 g/m² reines Kräutersaatgut oberflächlich darauf und werden angewalzt. Danach hältst du das vorhandene Gras kurz, bis die neuen Kräuter Rosetten gebildet haben.
Streifen am Weg oder Kräuterrasen?
Grenzt eine hochwachsende Blumenwiese an Weg oder Beet, wird daneben ein mindestens 50 cm breiter Rasenstreifen empfohlen. Er fängt Halme auf, die umfallen. Ein Kräuterrasen bleibt dagegen bis zu 20 cm hoch, ist blütenreich und lässt sich weiter betreten. Ist dein Streifen schmal und liegt direkt am Weg, passt deshalb oft der Kräuterrasen besser. Der Randstreifen ist für hochwachsende Wiesen gedacht, über den niedrigen Kräuterrasen kannst du laufen.
Eine mehrjährigeMehrjährige oder ausdauernde Pflanzen leben mehrere Jahre und überstehen den Winter mit Überdauerungsorganen, Speicherorganen oder ausgedehnten Wurzeln. Krautige Mehrjährige heißen Stauden, auch Zwiebel- und Knollenpflanzen gehören dazu. Wiese wechselt außerdem ihr Bild. Auf kurzen Bewuchs im Frühjahr folgen die Blüte im Sommer, die gemähte Fläche und neuer Aufwuchs im Herbst, und auch von Jahr zu Jahr sieht sie anders aus.
Die Grundlagen kurz: was auf kleiner Fläche gleich bleibt
Ausführlich erklärt diese Punkte der Wildblumen-Ratgeber. Wer eine Wiese im Garten komplett neu anlegt, findet die Anleitung vom Saatbett bis zum Anwalzen in einem eigenen Beitrag.
Standort und Boden
Eine Blumenwiese braucht Licht und einen mageren, durchlässigen Boden. Nach Bauarbeiten lockerst du verdichteten Boden vor der Aussaat, und Quecke und Giersch holst du mitsamt den Wurzeln heraus. Ist dein Gartenboden nährstoffreich, nimm eine Mischung, die dafür ausgelegt ist; wie du ihn stattdessen abmagerst, steht im Ratgeber zu Standort und Boden für Wildblumen.
Mischung und Herkunft
Wildblumen auf der Packung heißt noch nicht heimisch, für eine dauerhafte heimische Wiese prüfst du die Artenliste und die Angaben heimisch und mehrjährig. Deutschland ist für gebietseigenes Saatgut krautiger Arten in 22 Ursprungsgebiete gegliedert, frag also nach, aus welchem deine Mischung stammt. Die Herkunft belegen die Zertifikate VWW Regiosaaten und Regiozert, mehr dazu steht im Wildblumen-Ratgeber unter Mischungen und Saatgut.
Ein- oder mehrjährig
EinjährigeEinjährige, auch Annuelle genannt, sind Pflanzen, deren Lebenszyklus üblicherweise innerhalb eines Jahres beendet ist. Sie legen als Pflanze keine Ruhezeit ein, nur ihre Samen überdauern ungünstige Zeiten. Sommerblumenmischungen säst du ab Mitte April, unter passenden Bedingungen blühen sie etwa 6 bis 8 Wochen später, und jedes Jahr wird neu eingesät. Eine auf Dauer angelegte mehrjährige Garten-Blühmischung kann 10 Jahre und länger stehen. Ihr Pflegeaufwand liegt bei etwa 1 bis 2 Minuten je m² und Jahr.
Aussaat
Feines Kräutersaatgut streust du auf die Bodenoberfläche und drückst es an, statt es einzuarbeiten; auf kleiner Fläche nehme ich dafür den Schaufelrücken. Damit es sich gleichmäßig verteilt, kannst du es mit trockenem Trägermaterial auf insgesamt 10 g/m² strecken und je zur Hälfte längs und quer streuen. Bevorzugte Saatzeiten sind Anfang März bis Ende April und Mitte August bis Ende September; mehr zu Zeitpunkt und Technik der Aussaat findest du separat.
Pflege und Mahd
Eine etablierte Blumenwiese mähst du ein- bis dreimal im Jahr, wie oft genau, hängt von Standort und Wüchsigkeit ab. Das getrocknete Mähgut trägst du ab, weil das der Wiese Nährstoffe entzieht; Einzelheiten stehen im Wildblumen-Ratgeber unter Mähen und Pflege. Kommt im Ansaatjahr schnell BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt., setzt du den ersten SchröpfschnittEin Schröpfschnitt ist ein früher Schnitt im ersten Jahr nach dem Aussäen einer Blumenwiese. Er kürzt schnell wachsende Beikräuter zurück, damit die langsameren eingesäten Wildkräuter nicht überwuchert werden und genug Licht bekommen. etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat.
Nutzen für Insekten
Nicht nur die Blüten zählen: Gräser und Kräuter einer artenreichen Wiese geben Tieren Nahrung und Deckung. Für Insekten sind ungefüllte Blüten wichtig und ein Blütenangebot, das gestaffelt vom Frühjahr bis in den Spätherbst reicht. Ich mähe in Teilabschnitten zu verschiedenen Zeiten, damit ungemähte Rückzugsbereiche bleiben; mehr dazu steht im Wildblumen-Ratgeber unter Nutzen für Insekten.
Wenig Wasser: Gießen musst du vor allem am Anfang
Frisch gesäte Wildblumen brauchen zum Quellen und Keimen durchgehend Feuchtigkeit, und zwar mindestens drei Wochen lang. Andere Anleitungen setzen die feuchte Phase länger an.
Wie lange eine Ansaat feucht bleiben soll, wird je nach Anleitung unterschiedlich angegeben. Genannt werden mindestens 3 Wochen durchgehende Feuchtigkeit zum Quellen und Keimen, durchgehend feucht in den ersten 5 bis 6 Wochen und etwa 6 Wochen gleichmäßig feucht nach der Aussaat. Ich plane mit der längeren Spanne, wenn ich den Saattermin wähle.
Damit der Regen einen Teil des Gießens übernimmt, säst du möglichst vor feuchter Witterung. Bis sich der Bestand geschlossen hat, gehört das Wässern bei neuen Blühmischungen zur Etablierungspflege. Nach der Etablierung kehrt sich das um: Eine eingewachsene Blumenwiese oder eine kräuterreiche, extensiv gepflegte Fläche kommt im Sommer normalerweise ohne Gießen aus. Weil die Ansaat Feuchte braucht, der etablierte Bestand aber normalerweise nicht, entscheidet vor allem der Saattermin, wie viel Wasser du selbst tragen musst.
Einjährige Sommerblumenansaaten werden in Trockenphasen der Auflaufphase täglich bewässert, wenn sie früh blühen sollen. Wildblumen auf einem eingewachsenen, trockenen und mageren Standort bleiben dagegen konkurrenzfähiger, wenn du dort weder gießt noch düngst. Ich gieße frische Ansaaten mit einer feinen Brause, damit das Saatgut an der Oberfläche liegen bleibt. Vorher prüfe ich mit dem Finger, ob die oberste Schicht noch feucht ist. Für Gefäße an Wand und Geländer gelten eigene Regeln, die stehen weiter unten.
Arten für trockene, sonnige Ecken
Liegt deine Fläche trocken und sonnig, helfen Arten, denen Trockenheitsverträglichkeit bescheinigt wird.
| Art | Wasser | Standort | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Gewöhnliche Nachtkerze | hohe Trockenheitstoleranz | sonnig, verträgt Nachmittagsschatten, bevorzugt sandige Böden | zweijährig, Wuchshöhe 200 cm, sät sich selbst aus |
| Kranz-Lichtnelke | verträgt trockene bis sehr trockene Bedingungen | gut durchlässiger Boden | SaattiefeDie Saattiefe gibt an, wie dick die Erdschicht über einem Samenkorn nach der Aussaat ist. Als Faustregel bedeckst du einen Samen höchstens dreimal so dick mit Erde, wie das Korn selbst ist. 0 cm |
| Kornrade | zeitweilige Trockenheit verträglich | volle Sonne, gut durchlässiger, frischer Boden | einjährig, Wuchshöhe 80 cm, giftig |
| Klatsch-Mohn | trockentolerant | sonnig | einjährig, Wuchshöhe 40 bis 80 cm, topfgeeignet |
| Blaue Rasselblume | gute Trockenheitsresistenz | volle Sonne, gut durchlässiger Boden | kurzlebig mehrjährig, auf schweren Böden oft kurzlebig, Wuchshöhe 50 bis 60 cm |
Die Tabelle sagt nichts darüber, ob eine Art in deiner Region heimisch ist. Für eine dauerhafte heimische Wiese prüfst du das an der Artenliste deiner Mischung.
Die Kornrade gilt als giftig für Menschen, Vögel und Nutztiere. Setz sie nicht als Futter- oder Nahrungspflanze ein.
Schatten: Hinterhof, Gehölzrand und Hauswand
Schatten fällt im Stadtgarten von Bäumen, Hecken und Häusern, und er entscheidet, welche Form auf der Fläche funktioniert. Im HalbschattenHalbschatten nennt man einen Standort, an den die Sonne nur einen Teil des Tages direkt scheint, bis zu etwa vier Stunden. Typisch sind die Ost- und Westseite von Gebäuden und Mauern oder Plätze unter Bäumen mit dichter Krone. kommen Arten infrage, die für sonnige bis halbschattige Lagen beschrieben sind, etwa Margerite, Gänseblümchen und Gemeine Nachtviole. Die Gewöhnliche Nachtkerze verträgt Nachmittagsschatten. Ich schaue mir eine Schattenecke zu verschiedenen Tageszeiten an, bevor ich mich zwischen Halbschattenarten und einem Saum entscheide.
Eine normale Wiesenmischung in den tiefen Schatten säen. Für die übliche mehrjährige Blumenwiese ist eine stark beschattete Fläche ungeeignet; nimm dort schattenverträgliche Stauden oder eine passende Saummischung.
Schattsaum am Gehölzrand
Ein Schattsaum passt an Gehölzränder, die voll- bis teilschattig liegen und wenig betreten werden. Der Boden darf dort trocken und nährstoffärmer bis mäßig nährstoffreich sein. Wirken dichte Gehölze auf die Fläche ein, nimmst du eine spezielle Gehölzsaum-Mischung. In einer Schattsaum-Mischung für Ursprungsgebiet 11 stecken unter anderem Frühlings-Platterbse, Nesselblättrige Glockenblume und Rote Lichtnelke, dazu Hain-Rispengras, Waldzwenke und Wald-Segge.
Gesät wird der Schattsaum vorzugsweise im Spätsommer. Er erreicht 60 bis 120 cm Höhe. Manche seiner Arten werden erst nach 3 bis 4 Jahren blühreif. Auf kleiner Fläche ist ein Schattsaum damit eine hohe Pflanzung mit langem Vorlauf und kein schneller Farbfleck vor dem Fenster. Ist der Saum eingewachsen, mähst du ihn möglichst in Abschnitten, im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr.
Liegt dein Schatten an einer Hauswand statt unter Gehölzen, lies die Standortbeschreibung der Mischung genau, denn der Schattsaum ist für Gehölzränder beschrieben. Wie du eine Blumenwiese im Schatten anlegst und pflegst, findest du in einem eigenen Ratgeber.
Senkrecht: Wildpflanzen an Wand, Zaun und Geländer
Eine Wand kannst du nicht einsäen und mähen wie eine Wiese. Senkrecht arbeitest du deshalb mit Gefäßen und mit Wildpflanzen, die hängen oder klettern. Ein Geländer kannst du mit hängenden und kletternden Wildpflanzen begrünen, Kletterpflanzen dienen dir zudem als Raumteiler.
Für jedes Gefäß gelten drei Punkte. Ein großes Gefäß gleicht Schwankungen bei Wasser und Temperatur besser aus als ein kleiner Topf, und es braucht funktionierende Abflusslöcher. Das Substrat richtest du nach dem natürlichen Standort der Arten: Mit Sand wird es magerer, mit Kompost nährstoffreicher. Teilen sich mehrere Wildpflanzen ein Gefäß, sollten sie bei Licht, Substrat, Wasser und Nährstoffen ähnlich anspruchsvoll und etwa gleich konkurrenzstark sein.
Für eine Wand heißt das: lieber wenige große Kästen mit Arten gleichen Wasserbedarfs als viele kleine Taschen mit gemischter Bepflanzung. Als topfgeeignet beschrieben sind unter anderem Gänseblümchen, Klatsch-Mohn, Kornrade und Wegwarte. Ich stelle neue Kombinationen zuerst nach dem Wasserbedarf zusammen und erst danach nach der Farbe.
- Gefäß so groß wählen, wie Wand oder Geländer es zulassen
- Abflusslöcher prüfen, bevor Substrat hineinkommt
- Substrat nach dem Herkunftsstandort mischen: Sand für magere, Kompost für nährstoffreichere Ansprüche
- nur Arten mit ähnlichem Bedarf an Licht, Wasser und Nährstoffen zusammensetzen
- auf vergleichbare Konkurrenzkraft achten
- Kletterpflanzen als Raumteiler, hängende Arten ans Geländer
Weitere Ideen für Gefäße, Hochbeete und platzsparende Gestaltung im kleinen Garten sammelt ein eigener Ratgeber.
Baumscheibe und Grünstreifen: erst klären, wem die Fläche gehört
Eine BaumscheibeDie Baumscheibe ist die Bodenfläche rund um den Stamm eines Baums oder Strauchs, die du frei von Gras und Unkraut hältst oder mulchst. So nehmen Gräser und Unkraut dem Gehölz weniger Wasser und Nährstoffe weg. oder ein Grünstreifen vor dem Haus sieht nach ungenutzter Fläche aus. Bevor du dort säst, klärst du, wem sie gehört. Grundsätzlich darf der Eigentümer einer Fläche andere von Einwirkungen darauf ausschließen, solange Gesetze oder Rechte Dritter nichts anderes vorsehen. Die Stadt Köln zum Beispiel vergibt abgestimmte Patenschaften für Baumbeete und öffentliche Grünflächen, frag also bei deiner Stadt nach einem solchen Angebot.
Rechtlich zählt außerdem die Lage. Ein Garten, der zu einem Gebäude gehört, zählt grundsätzlich nicht zur freien Natur im Sinne von § 40 BNatSchG; entscheidend bleibt, wie die Fläche im Einzelfall tatsächlich zuzuordnen ist. Umgekehrt kann freie Natur unter Umständen auch innerhalb eines Ortes liegen. Was du im eigenen Garten aussäst, ist deshalb nicht automatisch auch für den Grünstreifen davor in Ordnung.
Am Straßenrand spielt auch die Höhe eine Rolle. Für den innerstädtischen Straßenraum bleiben die Veitshöchheimer Sommerblumenmischungen Sommertöne, Gelbtöne und Pastelltöne unter 1 m Wuchshöhe, damit Sichtachsen weniger leiden. Wie Initiativen, Schulen und Unternehmen mehr Blüten in die Stadt bringen und wie sich Wildblumenflächen in die Stadtplanung einfügen, behandeln eigene Ratgeber.





