Blumenwiese anlegen und pflegen: Schritt für Schritt vom Saatbett bis zur Nachsaat
- Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch vor der Aussaat mitsamt Wurzeln entfernen.
- Das umgegrabene Saatbett etwa 2 bis 4 Wochen setzen lassen und danach nur noch flach bearbeiten.
- Eine magere Blumenwiese nicht düngen, damit konkurrenzstarke Gräser nicht zusätzlich gefördert werden.
- Feines Saatgut mit trockenem Trägermaterial strecken, je zur Hälfte längs und quer streuen und nur andrücken.
- Nach der Aussaat die Fläche etwa 6 Wochen gleichmäßig feucht halten.
- Lücken schließen: Vegetationsdecke öffnen, Kräuter oberflächlich nachsäen, Gras bis zur Rosettenbildung kurz halten.
- Etablierte Garten-Blumenwiesen je nach Wüchsigkeit ein- bis dreimal im Jahr mähen und das Mähgut abräumen.
Eine Blumenwiese ist schnell gesät, die Vorbereitung braucht mehr Zeit. Nach dem Umgraben soll sich das SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind. etwa 2 bis 4 Wochen setzen. Vorher müssen Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch mitsamt den Wurzeln heraus, und auf nährstoffreichem Boden entscheidest du, wie du abmagerst. Ich kaufe das Saatgut deshalb erst, wenn ich meinen Boden kenne und weiß, wann das Saatbett fertig ist.
Hier gehe ich die Neuanlage der Reihe nach durch: Boden abmagern, Mischung wählen, Saatbett bereiten, gleichmäßig säen und anwalzen. Danach geht es um die NachsaatNachsaat heißt, Lücken in einem bestehenden Pflanzenbestand nachträglich mit frischem Saatgut zu schließen, ohne die Fläche komplett neu anzulegen. Im Garten betrifft das etwa lückigen Rasen oder Wiesenflächen. in Lücken, um Schutz vor Rehen und Hasen und um Nachbarn, die verstehen sollen, was da wächst. Für die Pflege bekommst du einen kurzen Überblick.
Blumenwiese oder einjährige Blühfläche?
Entscheide zuerst, ob die Fläche dauerhaft blühen oder jedes Jahr neu eingesät werden soll. Eine mehrjährige Blühmischung aus Wildblumen und Wildgräsern ist auf Dauer angelegt. Eine einjährige Sommerblumenansaat blüht schnell, wird aber jedes Jahr neu angelegt.
| Mehrjährige Blühmischung | Einjährige Sommerblumenansaat | |
|---|---|---|
| Bestand | auf Dauer angelegt, kann 10 Jahre und länger bestehen | jedes Jahr neue Einsaat |
| Aussaat | Frühjahr oder Spätsommer | ab Mitte April |
| Erste Blüte | Wiesenmargerite: im Jahr nach der Aussaat | nach etwa 6 bis 8 Wochen |
| Pflegezeit | etwa 1 bis 2 Minuten je m² und Jahr | etwa 5 bis 8 Minuten je m² und Jahr |
| Saisonende | mähen, Mähgut abräumen | im Spätherbst abmähen, im Frühjahr neu anlegen |
Die Sommerblumen blühen nach etwa 6 bis 8 Wochen, die Wiesenmargerite erst im Jahr nach der Aussaat. Eine mehrjährige Wiese beurteilst du deshalb nicht nach ihrem ersten Sommer.
Für einjährige Sommerblumen gibt es ein Verfahren auf flächiger Mulchauflage. Als Saatbett dient dabei eine 3 cm starke Schicht unkrautfreier Anzucht- oder Kulturerde über abbaubarem Mulchmaterial. Hast du nur ein Beet, einen Kleingarten oder einen Balkon, findest du Ideen, wie du auf kleiner Fläche eine Blumenwiese anlegst. Ab hier geht es um die mehrjährige Blumenwiese.
Passt deine Fläche? Licht und Boden in Kürze
Stark beschattete Gartenflächen eignen sich für schattenverträgliche Stauden oder passende Saummischungen, aber nicht für die übliche mehrjährige Blumenwiese. Wie du Licht, Boden und Feuchte deiner Fläche einschätzt, erklärt der Ratgeber zu geeigneten Standorten. Für Ecken unter Bäumen findest du Hinweise zu Saummischungen und Wiesen im Schatten.
Boden abmagern: drei Wege bei nährstoffreichem Boden
Eine artenreiche, magere Blumenwiese bekommt keinen Dünger. Der Verzicht soll verhindern, dass konkurrenzstarke Gräser zusätzlich gefördert werden. Wie viel Nährstoff in deinem Boden steckt, zeigt eine Bodenuntersuchung. Standardmäßig erfasst sie Phosphat, Kalium und den pH-Wert, auf Wunsch auch den Humusgehalt. Die Bodenart schätzt du grob mit der Fingerprobe ein, an feuchtem, aber nicht nassem Feinboden. Ich lasse vor jeder neuen Wiese eine Probe untersuchen und mache die Fingerprobe an derselben Stelle.
Den Boden umbauen
Wandelst du ohnehin eine Rasenfläche um, kannst du den Boden beim Umbau mit mineralischem Material abmagern.
Nach dem Entfernen der GrasnarbeDie Grasnarbe ist die zusammenhängende Pflanzendecke, die Gräser auf Wiesen, Weiden und Rasenflächen bilden. Ist sie dicht, hält die Fläche Tritt gut aus und Unkräuter finden kaum Platz. kommt eine etwa 5 cm starke Sand- oder Kiesschicht auf die Fläche. Dieses Material arbeitest du etwa 10 bis 15 cm tief in den Oberboden ein.
Über die Mahd abmagern
Regelmäßige Mahd mit vollständigem Abräumen des Schnittguts entzieht der Fläche allmählich Nährstoffe. Auf wüchsigen Wiesenstandorten kann das bei nicht zu spätem Schnitt innerhalb von 5 bis 10 Jahren eine Abmagerung bewirken. Verlass dich aber nicht darauf, dass es auf deiner Fläche so kommt.
Die Mischung an den Boden anpassen
Für nährstoffreichen Gartenboden kannst du eine entsprechend angepasste Blumenwiesenmischung wählen. Auf lehmigem Wiesenboden kommen zum Beispiel Wiesenmargerite, Wiesenflockenblume, Rote Lichtnelke und Wiesenglockenblume infrage.
Die Abmagerung über die Mahd kann Jahre dauern, und es gibt Mischungen für nährstoffreichen Boden. Mit der Aussaat musst du also nicht warten: Säe passend zum heutigen Boden und räume das Mähgut trotzdem jedes Mal ab. Ob eine Wiese überhaupt Nährstoffe braucht und wann Kompost, Mulch oder Gründüngung infrage kommen, klärt der Ratgeber zur natürlichen Düngung.
Blumen und Gräser: was gehört in die Mischung?
In artenreichen Wiesen bieten Gräser und Kräuter Tieren Nahrung und Deckung. Gräser sind in einer Blumenwiese also kein Fehler, sie gehören zur Mischung. Für mehrjährige Wiesen gibt es dafür Wildblumen-Wildgräser-Mischungen.
Die mehrjährige Mischung Blumenwiese Schwäbische Alb besteht zu 50 Prozent aus Gräsern und zu 50 Prozent aus Blumen. Ausgesät werden davon 4 g/m².
Für die Nachsaat in eine geeignete Wiesen- oder Rasenfläche wird dagegen Saatgut mit 100 Prozent Kräutern verwendet. Der Gräseranteil hängt also davon ab, ob du neu anlegst oder in einen Bestand nachsäst, in dem schon Gras wächst. Ich lese bei jeder Mischung zuerst die Artenliste und schaue, welche Gräser und welche Blumen darin stehen.
Die Bezeichnung Wildblumen allein garantiert keine heimischen Arten, prüfe deshalb Artenliste, Herkunft und die Angaben heimisch und mehrjährig. Für gebietseigenes Saatgut krautiger Arten ist Deutschland in 22 Ursprungsgebiete eingeteilt, als Herkunftsnachweis dienen die Zertifikate VWW Regiosaaten und Regiozert. Welche Mischungen zu Wildbienen und Schmetterlingen passen, zeigt der Überblick über Saatmischungen für Bienen und Schmetterlinge.
Das Saatbett vorbereiten: Schritt für Schritt
Das Saatgut liegt später an der Oberfläche. Darunter brauchst du ein Saatbett, das frei von Wurzelunkraut, gesetzt und eben ist.
- Wurzelunkräuter entfernen. Konkurrenzstarke Pflanzen wie Quecke und Giersch holst du mitsamt ihren Wurzeln heraus. Liegt auf der Fläche heute Rasen, kommt zuerst die Grasnarbe herunter. Wie du eine Rasenfläche in eine Blumenwiese verwandelst, erklärt ein eigener Ratgeber.
- Verdichtungen lockern. Legst du die Wiese nach Bauarbeiten an, beseitigst du vorhandene Bodenverdichtungen vor der Aussaat durch Lockern.
- Umgraben und abmagern. Baust du den Boden um, arbeitest du Sand oder Kies beim Umgraben gleich mit ein.
- Setzen lassen. Nach dem Umgraben lässt du das Saatbett etwa 2 bis 4 Wochen ruhen, damit es sich setzt.
- Samenunkraut flach bekämpfen. Bei starkem Samenunkrautbesatz bearbeitest du den Boden vor der abschließenden Saatbettbereitung wiederholt flach.
- Zum Schluss nur noch flach arbeiten. Vor der Ansaat lockerst du nur noch die oberste Schicht, nach der Berliner Anleitung bis etwa 3 cm tief.
Die Wartezeit zum Setzen und die flachen Durchgänge gegen Samenunkraut fallen in dieselben Wochen. Während sich der Boden setzt, erwischst du aufgelaufenes BeikrautBeikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt., bevor die Wildblumen gesät sind.
Ich ziehe die Fläche am Ende mit dem Rechen glatt und fülle Mulden auf, in denen sich Wasser sammeln würde. Mit dem Spaten gehe ich dann nicht mehr hinein. Wie du unerwünschte Pflanzen in der fertigen Wiese mit natürlichen Methoden zurückhältst, liest du in einem eigenen Ratgeber.
Wann säen und wie viel Saatgut?
Für Wildblumenwiesen eignen sich bevorzugt Anfang März bis Ende April oder Mitte August bis Ende September, jeweils vor beginnender feuchter Witterung. Für feines Kräutersaatgut werden meist 1 bis 3 g/m² verwendet, maßgeblich bleibt die Empfehlung der jeweiligen Mischung. Wann und wie du Blumenwiesensamen ausbringst, steht im Aussaat-Ratgeber, und wie du die Saatgutmenge für deine Fläche berechnest, in einem eigenen Beitrag.
Gleichmäßig säen: strecken und kreuzweise streuen
Damit sich die kleine Saatmenge gleichmäßig verteilen lässt, kannst du feines Wildwiesensaatgut mit trockenem Trägermaterial strecken. Gestreckt wird dabei auf insgesamt 10 g/m² ausbringbare Mischung. Diese Mischung teilst du in zwei gleiche Hälften. Die erste streust du in Längsbahnen über die Fläche, die zweite quer dazu. Säst du mit einer Maschine, bleiben Säscharen und Striegel angehoben, damit das Saatgut unbedeckt an der Oberfläche liegt.
Ich wiege die Saat für die ganze Fläche ab, bevor ich sie strecke. Danach verteile ich die Mischung auf zwei Eimer, einen für die Längsbahnen und einen für die Querbahnen. Auf großen Flächen stecke ich zusätzlich Teilstücke mit einer Schnur ab und teile jede Portion passend auf.
Anwalzen oder andrücken: Bodenkontakt statt Einarbeiten
Feines Kräutersaatgut für die Blumenwiese verteilst du auf der Bodenoberfläche und walzt es an. Auf kleinen Flächen drückst du die Saat mit einem Brett oder dem Schaufelrücken an, auf größeren mit einer Walze. So bekommen die Samen Kontakt zum Boden und bleiben trotzdem unbedeckt. Margerite, Klatsch-Mohn und Gänseblümchen sind Lichtkeimer. Die Margerite säst du höchstens etwa 0,5 cm tief.
Nach dem Streuen mit dem Rechen über die Fläche gehen. Damit arbeitest du feines Saatgut ein, das an die Oberfläche gehört. Andrücken reicht.
Säe möglichst vor feuchter Witterung und halte die Fläche danach etwa 6 Wochen gleichmäßig feucht. Ich gieße dafür mit einer feinen Brause. Bleibt der Regen aus, liest du im Bewässerungs-Ratgeber, wie du deine Blumenwiese bewässerst.
Die junge Wiese vor Wildverbiss schützen
Wo Rehe oder Hasen in den Garten kommen, können sie an Keimlingen und jungen RosettenRosetten sind Blattanordnungen, bei denen die Blätter dicht gedrängt stehen und scheinbar alle an derselben Stelle entspringen, weil die Sprossachse, also der Stängel, stark gestaucht ist. Ein bekanntes Beispiel ist die Dachwurz. fressen. Ich schaue mir die junge Fläche deshalb aus der Nähe an und suche nach abgebissenen Spitzen und Trittspuren. Findest du solche Spuren, kann ein Zaun aus Maschendraht die Tiere von der Fläche fernhalten. Ich lasse ihn stehen, bis der Bestand geschlossen ist und die Pflanzen kräftiger sind.
Haare oder stark duftende Kräuter am Rand werden oft als Abwehr genannt. Ob sie auf deiner Fläche wirken, ist offen, deshalb verlasse ich mich nicht auf sie.
Blumenwiese pflegen: der Ablauf in Kürze
Im ersten Jahr
Bis sich der Bestand geschlossen hat, gehört die Wasserversorgung zur Pflege einer neuen Ansaat. Wächst Beikraut schnell hoch, kappst du den konkurrierenden Aufwuchs mit einem SchröpfschnittEin Schröpfschnitt ist ein früher Schnitt im ersten Jahr nach dem Aussäen einer Blumenwiese. Er kürzt schnell wachsende Beikräuter zurück, damit die langsameren eingesäten Wildkräuter nicht überwuchert werden und genug Licht bekommen., den ersten etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat. Gießen, Jäten und Schnitthöhen im Detail findest du im Ratgeber, wie du die junge Wiese im ersten Jahr pflegst.
Ab dem zweiten Jahr
Etablierte Garten-Blumenwiesen werden je nach Wüchsigkeit und Standort ein- bis dreimal im Jahr gemäht, das Mähgut räumst du jedes Mal ab. Auf nährstoffarmen, durchlässigen und trockenen Wiesen kann eine einzige Mahd im Herbst reichen, etwa Mitte bis Ende September. Zeitpunkte, Schnitthöhen und das versetzte Mähen von Teilflächen beschreibt der Abschnitt, wie du die Wiese im Jahreslauf mähst und pflegst.
Lücken schließen: Nachsaat und Ergänzung
Bleiben Lücken oder fehlen Arten, die in der Mischung standen, ergänzt du gezielt. Ich gehe zur Blütezeit mit der Artenliste über die Fläche und notiere, was ich finde und wo offene Stellen bleiben.
Eine bestehende Wiese mit Kräutern anreichern
Zum Anreichern einer bestehenden Wiese sieht die Berliner Anleitung vor, etwa 50 Prozent der Vegetationsdecke zu öffnen. Dafür vertikutierst du kräftig oder schälst die Narbe streifenweise ab. In die offenen Stellen säst du standortgerechte Wildblumen. Die Kräuternachsaat setzt einen Bestand ohne Obergräser voraus, für Sportrasen ist sie ausgeschlossen.
Auf stark vertikutierte, geeignete Wiesen- oder Rasenflächen kommen 1 bis 2 g/m² Saatgut mit 100 Prozent Kräutern. Du bringst es oberflächlich aus und walzt es an.
Danach hältst du das vorhandene Gras kurz, bis die neuen Kräuter Rosetten gebildet haben.
Einzelne Arten als Jungpflanzen setzen
Einzelne Arten kannst du auch vorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus. und als Jungpflanzen in Lücken setzen. Staudensämlinge werden pikiert, sobald sich die KeimblätterKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. und die ersten Folgeblätter entfaltet haben. In die Wiese kommen sie erst als kräftige Jungpflanzen, die du vorher mit mehr Belüftung und einer niedrigeren Temperatur abgehärtet hast. Rechne mit unterschiedlichen Keimzeiten: Manche Stauden keimen innerhalb von 14 Tagen, andere erst nach mehreren Wochen oder einem Jahr.
Stellst du die Saatschalen ins Freie, deck sie mit Maschendraht ab. Das kann die Saat vor Vogelfraß schützen.
Verständnis in der Nachbarschaft: damit die Wiese gewollt aussieht
Nicht jeder in der Nachbarschaft sieht in einer hohen Wiese auf Anhieb Absicht. Das Bild der Wiese wechselt im Jahr zwischen kurzem Frühjahrsbewuchs, sommerlichem Blühaspekt, gemähter Fläche und erneutem Herbstaufwuchs. Von Jahr zu Jahr verändert es sich zusätzlich. Ich erzähle den Nachbarn davon, bevor die Wiese zum ersten Mal gemäht daliegt.
Klare Ränder machen sichtbar, dass hier jemand gärtnert:
- Wege, Spiel- und Sitzbereiche hältst du durch regelmäßiges Kurzmähen frei.
- Neben hochwachsenden Wiesen fängt entlang von Wegen und Beeten ein mindestens 50 cm breiter Rasenstreifen umfallende Halme auf.
- Blumeninseln im Rasen fasst du mit regelmäßig gemähten Randbereichen ein.
- Ein kleines Schild am Rand erklärt, was dort wächst.
Das Bild der Wiese wechselt also ständig, die gemähten Ränder bleiben gleich. So hat der Blick von außen einen festen Rahmen, auch wenn die Fläche gerade verblüht oder frisch gemäht ist.
Bei geeigneten Mischungen können die Stängel über Winter stehen bleiben und erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Auch das kündige ich vorher an. Welche Arbeiten im Herbst auf der Wiese anstehen, steht im Ratgeber zur Herbstpflege.
Fürs Gespräch hilft ein konkretes Beispiel: Einzelne Scherenbienenarten sammeln ihren Pollen ausschließlich an Glockenblumen. Warum Blumenwiesen für Artenvielfalt und Stadtökologie wertvoll sind, erklärt ein eigener Beitrag.
Wer selbst anfangen will, bekommt von mir Samen aus meiner Wiese. Willst du eine Fläche außerhalb deines Gartens einsäen, frag vorher den Eigentümer. Er darf andere grundsätzlich von Einwirkungen auf sein Grundstück ausschließen, soweit Gesetze oder Rechte Dritter nichts anderes bestimmen. Die Stadt Köln etwa bietet abgestimmte Patenschaften für Baumbeete und öffentliche Grünflächen an.





