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Mais richtig bewässern und düngen: Wasserbedarf je Phase und Düngefahrplan

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Blüte und Kornfüllung sind beim Mais die kritischen Wasserphasen.
  • Gieße gründlich und seltener, bevorzugt sehr früh am Morgen.
  • Welke allein ist kein sicheres Gießsignal, auch zu viel Wasser kann Wurzeln faulen lassen.
  • Im Frühjahr versorgen 3 Liter Kompost je Quadratmeter Zuckermais mit Phosphor, Kalium und Magnesium.
  • Den Stickstoff planst du gesondert, etwa mit Hornmehl vor der Saat und bei kniehohen Pflanzen.
  • Grundlage der Düngung sind Bodenprobe, Vorfrüchte und bisherige Nährstoffgaben.
Mais mit einzelnem Kolben, dicht gereihte gelbe Körner unter zurückgeschlagenen Hüllblättern und trockene Narbenfäden
Foto: Couleur · Pixabay Content License · Quelle ↗

Mais braucht über die ganze Saison ausreichend Feuchtigkeit, aber zwei Phasen sind kritisch: die Blüte und die Kornfüllung. Wer dort spart, setzt den Mais genau dann unter Trockenstress, wenn sich die Kolben füllen. Ich gieße und dünge meinen Mais deshalb nach dem, was die Pflanze gerade tut, und nicht nach einem starren Wochenplan.

Hier findest du beides: wie du Mais nach Wachstumsphase gießt und einen einfachen Düngefahrplan für den Hausgarten, vom Kompost im Frühjahr bis zur Stickstoffgabe bei kniehohen Pflanzen.

Wie viel Wasser braucht Mais?

Eine feste Literzahl pro Woche, die in jedem Garten stimmt, gibt es für Mais nicht. Wie gut er versorgt ist, hängt neben dem Regen vom Boden ab: wie viel Wasser er speichert und wie gut er sich durchwurzeln lässt. Auch die Luftfeuchte spielt mit.

Dazu kommen die Größen, die für jedes Gartengemüse gelten: Sorte, Witterung, Boden sowie Sonne und Wind am Standort. Wind trocknet Pflanzen selbst bei bedecktem Himmel und mäßiger Wärme stark aus. An meinem offenen Maisbeet prüfe ich die Erde deshalb auch an grauen, windigen Tagen.

Mythos-Check

Mais gilt als trockentolerant, also muss ich kaum gießen? Trockentolerant ist er, trotzdem braucht er während der ganzen Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit. In Blüte und Kornfüllung ist die Wasserversorgung kritisch, dort solltest du keinen Trockenstress zulassen.

Zahl im Blick

Für eingewachsene Gartenpflanzen gelten bei Trockenheit 10 bis 20 Liter je Quadratmeter pro durchdringendem Gießgang, verteilt auf mindestens zwei bis drei Teilgaben. Der Wert gilt für Gartenpflanzen allgemein. Beim Mais ersetzt er nicht den Blick auf Boden, Wetter und Blätter.

Wie viel Wasser aus deinem Schlauch kommt, findest du schnell heraus. Stopp die Zeit, bis eine 10-Liter-Gießkanne voll ist, und rechne sie auf deine Beetfläche hoch. Ich habe mir die Füllzeit auf einen Zettel an der Schlauchtrommel geschrieben.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Ein warmer Standort ist geeignet.

Bodenart

Für Zuckermais nährstoffreichen Boden wählen und vor der Kultur gut verrottetes organisches Material wie Gartenkompost einarbeiten oder bei Kultur ohne Umgraben als Mulch aufbringen.

Bodenreaktion

Böden mit pH 5,5–6,8 werden bevorzugt.

Substrat

Geeignet ist nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Kübel ziehen.

Pflege

Pflege

Während der Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit bereitstellen.

Düngung

Für Zuckermais: Bodenuntersuchung, Vorfrüchte und bisherige Nährstoffgaben zur Düngeplanung heranziehen. Bei sandigen Böden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, Auswaschung zu verringern.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Mais
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai, Juni, Juli; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: August, September, Oktober; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Mais nach Wachstumsphase gießen

Was der Mais an Wasser braucht, hängt an seiner Entwicklung. Die Übersicht zeigt, worauf du in welcher Phase achtest.

Phase Wasser Worauf du achtest
Anzucht im Haus Erde gleichmäßig feucht, nicht nass vor dem Gießen mit dem Finger prüfen
Saat bis Jungpflanze ausreichend Feuchtigkeit Vlies bis etwa 20 cm Pflanzenhöhe möglich, nach mehreren kühlen Tagen kann der Mais vergilben
Wachstum bis zur Blüte gründlich und seltener gießen Stickstoff-Nachdüngung bei kniehohen Pflanzen
Blüte kritische Wasserphase keinen Trockenstress zulassen
Kornfüllung bis Milchreife kritische Wasserphase Boden prüfen, bevor die Blätter Stress zeigen

Anzucht und junge Pflanzen

In kühleren Regionen kannst du Zuckermais ab Ende April im Haus vorziehen. Die Anzuchterde hältst du gleichmäßig feucht, aber nicht nass, und prüfst sie vor dem Gießen mit dem Finger. Für die Anzucht eignet sich nährstoffarme, durchlässige Aussaaterde. Wann der Boden für die Saat im Beet warm genug ist, erklärt der Beitrag, wann du Mais im Hausgarten aussäst.

Im Beet kann junger Zuckermais von der Saat bis etwa 20 cm Pflanzenhöhe unter Verfrühungsvlies stehen, um die Anfangsentwicklung zu fördern. Unter dem Vlies fühle ich beim Kontrollgang mit der Hand nach, ob die Erde noch feucht ist.

Liegen die Lufttemperaturen mehrere Tage im Mittel unter 10 °C, kann junger Mais vergilben und nimmt weniger Nährstoffe auf. Gelbe Blätter nach einer kalten Phase sind dann kein sicheres Zeichen für Hunger. Eine schnelle Extragabe Dünger bringt wenig, solange die Pflanze kaum etwas aufnimmt.

Im ökologischen Maisanbau hält man den Bestand bis zum 8-Blattstadium unkrautfrei. Wie das nach ökologischen Regeln gelingt, zeigt der Ratgeber, wie du Mais biologisch anbaust.

Bis zur Blüte: gründlich statt oft

Sobald der Mais im Beet wächst, gießt du lieber gründlich und seltener als ständig ein wenig an der Oberfläche. Mit der Hacke bin ich in dieser Zeit zurückhaltend, denn unnötige Bodenbearbeitung kostet im Maisanbau Bodenwasser. Sind die Pflanzen kniehoch, steht im Düngefahrplan die zweite Stickstoffgabe an.

Blüte und Kornfüllung: keine Trockenphase zulassen

Die Blüte fällt beim Mais in die Zeit von Juni bis September, danach füllen sich die Körner bis zur Milchreife. In beiden Phasen ist die Wasserversorgung kritisch. Ich warte hier nicht, bis die Blätter Stress zeigen, sondern prüfe vorher den Boden mit dem Finger unter der Oberfläche. Organische Dünger setzen bei Trockenheit kaum Nährstoffe frei, eine späte Stickstoffgabe braucht also feuchten Boden.

Trockenstress oder zu viel Wasser?

Stumpf grüne, gerollte und starr aufstehende Blätter können bei Mais auf Trockenstress hindeuten. Welke allein ist dagegen kein sicheres Gießsignal. Auch Wurzeln, die bei zu viel Wasser faulen, können Pflanzen welken lassen. Bevor ich zur Kanne greife, fahre ich deshalb mit dem Finger in die Erde unter der Oberfläche.

Häufiger Fehler

Welken Mais sofort gießen, ohne den Boden zu prüfen. Ist die Erde unter der Oberfläche feucht und die Pflanze welkt trotzdem, kann zu viel Wasser die Ursache sein.

So gießt du Mais richtig

Am besten gießt du sehr früh am Morgen, ersatzweise früh am Abend. Dann kann der Mais das Wasser aufnehmen und danach abtrocknen. Nach kühlen Nächten hilft das Morgengießen dabei besonders. Ein weicher Gießstrahl hilft, Verschlämmung, Bodenabtrag und eine anschließende Kruste zu vermeiden.

Tropfschlauch im Maisbeet

Tropfbewässerung bringt das Wasser gezielt an die Pflanze und kann Wasser sparen. Sie braucht einen Filter, weil die Tropfer sonst verstopfen oder verkalken können. Plane beim Verlegen ein, dass Tropfschläuche und Einzeltropfer das Hacken einschränken können.

Regenwasser oder Leitungswasser

Regenwasser spart Trinkwasser. Ist dein Leitungswasser neutral oder basisch mit einem pH über 7, verzichtest du zusätzlich auf basisch wirkende Düngung wie Kalkung.

Wasser im Boden halten

Mulch auf warmem Boden

Mais will einen warmen Standort. Organischen Mulch bringst du bei wärmeliebendem Gemüse erst ab Mai oder Juni auf den erwärmten Boden. Im Gemüsegarten trägst du ihn etwa 2 bis 3 cm dick auf. Angewelkten Rasenschnitt bringst du nur so dick aus, dass der Boden noch leicht durchscheint. Rindenmulch gehört nicht ins Gemüsebeet.

Stroh kann Stickstoff im Boden binden, und Stickstoff ist beim Mais genau der Nährstoff, den du gesondert planst. Mulchst du mit Stroh, beziehst du das in die Stickstoffgabe ein.

Boden und Bestand

Kompost lockert schwere Böden und verbessert bei leichten Böden die Wasser- und Nährstoffspeicherung. Auf leichten, trockenen Standorten kann eine geringere Bestandsdichte die Wasserkonkurrenz im Maisbestand vermindern. Wie du Abstände und Anordnung planst, zeigt der Beitrag, wie du den Platz für Mais im Garten gut nutzt.

Nachbarn im Maisbeet

In einer Milpa-Mischkultur dient Mais kletternden Bohnen oder Erbsen als Stütze, während Kürbisblätter den Boden bedecken und vor Austrocknung schützen. Kürbis und Prunkbohnen gelten als gute Mischkulturpartner für Mais. Wie gut so eine Kombination wirkt, hängt von Standort, Licht, Boden und Pflege ab.

Bei Trockenheit kann eine Untersaat mit dem Mais um Wasser konkurrieren. Zwischenkulturen erntest du, bevor sie den auflaufenden Mais bedrängen, sonst können Wuchshöhe und Kolbengröße leiden. Deine Kombinationen kannst du vorab im Mischkultur-Planer für Pflanzpartner prüfen.

Düngefahrplan für Mais im Hausgarten

Mein Düngefahrplan für Mais hat nur wenige Termine. Vorher kläre ich, was schon im Boden steckt.

Erst messen: Bodenprobe und Vorgeschichte

Für Zuckermais ziehst du drei Dinge zur Düngeplanung heran: eine Bodenuntersuchung, die Vorfrüchte und die bisherigen Nährstoffgaben. Die Standarduntersuchung erfasst gewöhnlich Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf.

Mini-Checkliste

So nimmst du die Bodenprobe fürs Maisbeet.

  • 10 bis 15 Einstiche aus einer einheitlich genutzten Fläche mischen
  • rund 500 g der Mischung einschicken
  • möglichst im späten Herbst vor der Bodenbearbeitung oder im zeitigen Frühjahr nehmen
  • vor der Probe nicht düngen
  • vor einer Neuanlage untersuchen, danach alle 3 bis 5 Jahre wiederholen
  • Stickstoff und Humus gesondert beauftragen, die Stickstoffprobe bis zur Abgabe gekühlt lassen

Mais bevorzugt einen pH-Wert von 5,5 bis 6,8. Ob du kalkst, hängt vom gemessenen pH-Wert, vom Humusgehalt und von der Bodenart ab. Eine pauschale Kalkmenge oder ein fester Turnus ersetzt die Untersuchung nicht. Wie du die Probe nimmst und das Beet anschließend herrichtest, zeigt der Ratgeber, wie du den Boden für Mais vorbereitest.

Haben Klee, Wicken oder Lupinen vorher auf dem Beet gestanden, rechnest du den zusätzlichen Stickstoff dieser Leguminosen bei der Maisdüngung ein. Auch Stickstoff aus dem Humusabbau zählt mit und kann die zusätzliche Gabe verringern oder ersetzen. Als Gründünger passen zu Mais Lein, Luzerne und Phacelia. Mais selbst kommt erst nach einer Anbaupause von 3 Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Den Wechsel über mehrere Jahre ordnest du im Beetplaner für deine Gemüseflächen.

Der Fahrplan für Zuckermais

Zeitpunkt Gabe je m² Worauf du achtest
Frühjahr, vor Aussaat oder Pflanzung 3 l Kompost versorgt mit Phosphor, Kalium und Magnesium; bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten einschränken
vor Aussaat oder Pflanzung 70 g Hornmehl erste Stickstoffgabe
Pflanzen kniehoch weitere 70 g Hornmehl auf feuchten Boden geben, nicht auf feuchte Blätter

Das ist ein Düngebeispiel für Zuckermais, keine feste Dosis für jedes Beet. Die Düngermenge richtet sich nach dem Bedarf der Pflanze und nach der Empfehlung zu deiner Bodenprobe. Du kannst die Nachdüngung auch auf den Zeitpunkt legen, an dem die Rispen erscheinen. Dann ersetzt dieser Termin die Gabe bei kniehohen Pflanzen, statt zusätzlich dazuzukommen.

Zahl im Blick

Zuckermais entzieht einem Hausgartenbeet 15 g Stickstoff je Quadratmeter. Das ist der Entzug der Pflanze, keine Düngerdosis. Stickstoff aus dem Humusabbau und aus einer Leguminosen-Vorfrucht rechnest du an, bevor du nachlegst.

Wie andere Arten aus diesem Bereich versorgt werden, zeigt der Überblick zum Gießen und Düngen von Exoten und Gemüse-Raritäten.

Hornmehl, Wetter und Sandboden

Hornmehl ist fein vermahlen und gibt seinen Stickstoff schneller frei als grobe Hornspäne. Die brauchen mehrere Monate, bis sie umgesetzt sind. Weil Mais nur 90 bis 110 Tage Kulturdauer hat, passt für den Fahrplan das schnellere Hornmehl.

Organische Dünger setzen bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe kaum Nährstoffe frei. Feucht-warme Witterung kann dagegen größere Schübe auslösen. Dünger gibst du möglichst auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Pflanzenteile, damit er wirken kann und keine Ätzschäden entstehen. Ist das Beet zur Nachdüngung trocken, gieße ich zuerst und streue das Hornmehl, wenn die Blätter wieder abgetrocknet sind.

Auf sandigen Böden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, die Auswaschung zu verringern. Der Fahrplan mit zwei Hornmehlgaben ist genau so aufgebaut.

Marias Erfahrung

Ich eiche meinen Dünge-Messbecher mit einer abgewogenen Menge Hornmehl und markiere den Füllstand. Für Dünger mit anderem Schüttgewicht nehme ich einen eigenen Becher.

Wann du weniger düngst

Zeigt deine Bodenprobe für einen Nährstoff die Versorgungsstufe E, kann die Düngung damit vorübergehend ohne Ertragsminderung unterbleiben. Bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten schränkst du auch den Kompost ein. In einem frisch mit verrottendem Gartenmaterial aufgebauten Hochbeet werden im ersten Standjahr besonders viele Nährstoffe frei. Dort richte ich mich zuerst nach der Bodenprobe und erst danach nach dem Plan.

Achtung

Auch Kompost und Hornmehl können überdüngen. Ein Nährstoffüberschuss im Boden fördert, dass Kalium, Magnesium und Nitratstickstoff verlagert und ausgewaschen werden.

Mais im Kübel

Im Kübel braucht Mais einen Wasserablauf, damit keine Staunässe entsteht. Kleine oder stark durchwurzelte Gefäße und poröse Tontöpfe erhöhen den Wasserbedarf. Bei torffreier Erde prüfst du die Feuchte auch unter der Oberfläche, weil eine trockene Oberfläche feuchtes Substrat darunter verdecken kann. Handelsübliche Pflanzerde ist meist schon grundgedüngt, und organischer Dünger kann in kleinen Kübeln verzögert wirken. Gefäßgröße und Anordnung auf dem Balkon behandelt der Beitrag zur Platzplanung im Maisbeet.

Kurz eingeordnet: Nährstoffe, Maistypen, Sorten und Ernte

Was die einzelnen Nährstoffe leisten

Mais braucht neben Stickstoff auch Phosphor, Kalium und Magnesium, mit denen ihn der Kompost im Frühjahr versorgt. Welche Aufgabe jeder Nährstoff hat, wann organische oder mineralische Dünger passen und woran du einen Mangel erkennen kannst, erklärt der Ratgeber, wie du Mais richtig düngst.

Zuckermais und andere Maistypen

Die Mengen im Fahrplan gelten für Zuckermais im Hausgarten. Für Popcorn-, Zier- und Futtermais gibt es hier keine eigenen Mengen, dort richtet sich die Düngung nach Pflanzenbedarf und Bodenprobe. Worin sich die Typen sonst unterscheiden, zeigt der Vergleich, wie sich Zuckermais und Futtermais unterscheiden.

Sorten und Ernte

Für den Hausgarten eignen sich frühe Zuckermaissorten, weil ihre Kolben zuverlässig ausreifen sollen. Zuckermais ist erntereif, wenn die Fäden braun werden und beim Anritzen eines Korns milchiger Saft austritt. Sortenwahl, Ernte und Lagerung beschreibt die Anleitung, wie du Mais Schritt für Schritt bis zur Ernte anbaust.

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Häufige Fragen

Stimmt es, dass Mais sehr viel Wasser braucht und den Boden auslaugt?
Mais braucht während der ganzen Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit, kritisch sind Blüte und Kornfüllung. Wie viel Wasser das konkret ist, hängt von Regen, Boden, Witterung sowie Sonne und Wind am Standort ab. Nährstoffe entzieht er durchaus: Zuckermais nimmt einem Hausgartenbeet 15 g Stickstoff je Quadratmeter. Kompost im Frühjahr, eine auf die Bodenprobe abgestimmte Stickstoffgabe und eine Anbaupause von 3 Jahren gehören deshalb zur Kultur.
Welche Bewässerungsmethoden eignen sich am besten für Mais im Hausgarten?
Tropfbewässerung bringt das Wasser gezielt an die Pflanze und kann Wasser sparen, braucht aber einen Filter gegen verstopfte oder verkalkte Tropfer. Mit Schlauch oder Kanne gießt du besser gründlich und seltener als ständig oberflächlich, und zwar mit weichem Strahl gegen Verschlämmung. Bevorzugt gießt du sehr früh am Morgen, ersatzweise früh am Abend, damit die Pflanzen danach abtrocknen können.
Wie düngt man Mais richtig und welche Nährstoffe sind besonders wichtig?
Grundlage sind eine Bodenuntersuchung, die Vorfrüchte und die bisherigen Nährstoffgaben. Im Frühjahr versorgen 3 Liter Kompost je Quadratmeter Zuckermais mit Phosphor, Kalium und Magnesium. Den Stickstoff planst du gesondert: Ein Düngebeispiel sieht 70 g Hornmehl je Quadratmeter vor der Aussaat oder Pflanzung vor und dieselbe Menge noch einmal bei kniehohen Pflanzen.
Was macht die verschiedenen Wachstumsphasen von Mais so besonders für die Pflege?
Junger Mais kann vergilben und weniger Nährstoffe aufnehmen, wenn die Lufttemperatur mehrere Tage im Mittel unter 10 °C liegt. Im weiteren Wachstum gießt du gründlich und seltener, bei kniehohen Pflanzen ist eine Stickstoff-Nachdüngung fällig. In Blüte und Kornfüllung ist die Wasserversorgung kritisch, dort sollte kein Trockenstress entstehen.
Wie beeinflusst die Bodenstruktur das Wachstum und die Nährstoffaufnahme von Mais?
Wie gut Mais mit Wasser versorgt ist, hängt auch davon ab, wie viel Wasser der Boden speichert und wie gut er sich durchwurzeln lässt. Ein gutes Saatbett ist locker, verdichtungsfrei, krümelig und rückverfestigt. Bearbeitet wird erst nach ausreichendem Abtrocknen, weil nasse Bearbeitung Verdichtungen und Wachstumsprobleme begünstigt. Kompost lockert schwere Böden und verbessert bei leichten Böden die Wasser- und Nährstoffspeicherung.
Welche Rolle spielt der pH-Wert des Bodens für die Maiskultur?
Mais bevorzugt einen pH-Wert von 5,5 bis 6,8. Ob du kalken musst, hängt vom gemessenen pH-Wert, vom Humusgehalt und von der Bodenart ab, eine pauschale Kalkmenge ersetzt die Bodenuntersuchung nicht. Liegt der Wert bereits über dem Zielbereich, wird nicht gekalkt.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Maisernte und woran erkennt man reife Maiskolben?
Mais wird im Hausgarten von August bis Oktober geerntet. Zuckermais ist erntereif, wenn die Fäden braun werden und beim Anritzen eines Korns milchiger Saft austritt. In dieser Milchreife erntest du die Kolben für die Küche.
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