Gemüse · Exoten & Gemüse-Raritäten · Pflege

Maisland vorbereiten: von der Bodenprobe über Kalk bis zum Saatbett

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Bodenprobe im späten Herbst vor der Bearbeitung oder im zeitigen Frühjahr ziehen, vorher nicht düngen.
  • Bodenuntersuchung vor der Neuanlage machen und alle 3 bis 5 Jahre wiederholen.
  • Nur nach Befund kalken: Mais bevorzugt einen pH-Bereich von 5,5 bis 6,8.
  • Erst nach dem Abtrocknen bearbeiten; bestehende Beete mit dem Sauzahn lockern statt umgraben.
  • Saatbett locker, krümelig, verdichtungsfrei und rückverfestigt anlegen und säen, wenn der Boden über 10 °C warm ist.
Mais mit einzelnem Kolben, dicht gereihte gelbe Körner unter zurückgeschlagenen Hüllblättern und trockene Narbenfäden
Foto: Couleur · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wer Maisland vorbereitet, schafft vor der Saat die Bedingungen, unter denen der Mais die ganze Saison wächst. Er steht 90 bis 110 Tage auf derselben Fläche und will dort nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Ich fange deshalb nicht mit dem Spaten an, sondern mit einer Bodenprobe im späten Herbst. Erst mit dem Befund entscheide ich über Kalk, Kompost und die Art der Bearbeitung.

Maisland vorbereiten: die Schritte im Überblick

Die Vorbereitung folgt einer festen Reihenfolge: erst messen, dann verbessern, zuletzt das Saatbett anlegen. Die Tabelle zeigt dir, wann welcher Schritt dran ist.

Wann Schritt Worauf du achtest
Später Herbst vor der Bearbeitung oder zeitiges Frühjahr Bodenprobe ziehen vorher nicht düngen
Wenn der Befund vorliegt Kalkbedarf prüfen, nur bei Bedarf kalken oberhalb des Zielbereichs nicht kalken
Frühjahr Kompost einarbeiten oder bei No-Dig als Mulch aufbringen bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten einschränken
Meist etwa zwei bis drei Wochen vor der Saat Gründüngung flach einarbeiten Zeit für die beginnende Zersetzung
Nach ausreichendem Abtrocknen lockern, bei Neuanlage und sehr schweren Böden umgraben nassen Boden nicht betreten
Vor der Aussaat Saatbett herrichten locker, krümelig, verdichtungsfrei, rückverfestigt
April bis Juli säen Boden über 10 °C
Ab Mai oder Juni organisch mulchen erst auf den erwärmten Boden

Die Saattermine aller Arten dieses Bereichs kannst du dir mit dem Aussaatkalender für Exoten und Gemüse-Raritäten zum Ausdrucken an die Wand hängen.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Ein warmer Standort ist geeignet.

Bodenart

Für Zuckermais nährstoffreichen Boden wählen und vor der Kultur gut verrottetes organisches Material wie Gartenkompost einarbeiten oder bei Kultur ohne Umgraben als Mulch aufbringen.

Bodenreaktion

Böden mit pH 5,5–6,8 werden bevorzugt.

Substrat

Geeignet ist nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Kübel ziehen.

Pflege

Pflege

Während der Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit bereitstellen.

Düngung

Für Zuckermais: Bodenuntersuchung, Vorfrüchte und bisherige Nährstoffgaben zur Düngeplanung heranziehen. Bei sandigen Böden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, Auswaschung zu verringern.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist einjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Mais
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai, Juni, Juli; Blüte: Juni, Juli, August, September; Ernte: August, September, Oktober; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberErnteErnte: AugustErnte: SeptemberErnte: OktoberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Was Mais vom Boden erwartet

Mais will einen warmen, vollsonnigen Standort. Zuckermais braucht fruchtbaren Boden. Arbeite vor der Kultur gut verrottetes organisches Material wie Gartenkompost ein.

Wie gut Mais mit Wasser versorgt ist, hängt nicht nur vom Regen ab. Es zählen auch das Wasserspeicher- und Durchwurzelungsvermögen des Bodens und die Luftfeuchte. Kritische Wasserphasen sind die Blüte und die Kornfüllung. Wie viel Wasser der Mais in diesen Phasen im Boden findet, hängt also auch davon ab, wie locker und speicherfähig du den Boden vorher gemacht hast.

Die Fläche planen: Block statt langer Reihe

Zur Unterstützung seiner Windbestäubung baust du Mais in einem Block aus mehreren Reihen an statt in einer einzelnen langen Reihe. Bereite die Fläche deshalb als zusammenhängendes Beet vor, nicht als schmalen Streifen.

Maß Wert
Abstand in der Reihe 34 bis 45 cm
Reihenabstand 80 cm
Anordnung mehrere Reihen als Block
Empfohlener Abstand zwischen Zuckermais und Feldmais mindestens 500 m, gegen unerwünschte Bestäubung

Mais wird 120 bis 400 cm hoch. Lichtbedürftige Nachbarn setzt du nicht nördlich des Maises.

Bodenanalyse: Probe ziehen und Befund lesen

Die Bodenanalyse zeigt dir, was dein Boden schon mitbringt, bevor du Kalk oder Kompost verteilst. Auch die Düngeplanung für Zuckermais stützt sich auf die Bodenuntersuchung, die Vorfrüchte und die bisherigen Nährstoffgaben.

Wann und wo du die Probe nimmst

Die Probe nimmst du im späten Herbst vor der Bodenbearbeitung oder im zeitigen Frühjahr. Vor der Entnahme düngst du nicht. Jede einheitlich genutzte Fläche bekommt ihre eigene Mischprobe. Gemüse-, Rasen-, Obst-, Blumen- und Moorbeetflächen beprobst du getrennt, das Maisbeet zählt zur Gemüsefläche.

Marias Erfahrung

Ich ziehe meine Probe im späten Herbst, bevor ich das Beet anfasse. Jede Tüte beschrifte ich sofort mit dem Namen der Fläche und dem Datum.

So ziehst du die Mischprobe

Stich an verteilten Stellen der Fläche ein, sammle die Erde in einem sauberen Eimer und misch sie gründlich durch. Für die Probe aus dem Gemüsebeet gelten diese Werte:

Punkt Angabe
Einstiche je einheitlich genutzter Fläche 10 bis 15
Tiefe der Einstiche etwa 25 bis 30 cm
Menge ans Labor ungefähr 500 g der Mischung
Wiederholung vor der Neuanlage, danach alle 3 bis 5 Jahre

Soll das Labor auch den pflanzenverfügbaren Stickstoff bestimmen, hältst du diese Probe bis zur Abgabe gekühlt.

Was das Labor misst

Die Standarduntersuchung erfasst gewöhnlich Phosphat, Kalium, den pH-Wert und den Kalkbedarf. Humus, Stickstoff und weitere Werte beauftragst du gesondert. Weil der Kalkbedarf im Maisanbau auch vom Humusgehalt abhängt und Humus nicht zum Standardumfang gehört, lohnt es sich, ihn mitzubestellen.

Den Befund deuten

Im Prüfbericht steht für die Nährstoffe jeweils eine Versorgungsstufe von A bis E. Die Stufe passt die empfohlene Düngerzufuhr an den Nährstoffvorrat im Boden an. Bei Stufe E kann die Düngung mit diesem Nährstoff vorübergehend ohne Ertragsminderung unterbleiben. Zeigt der Bericht gegensätzliche Stufen, ergänzt du nur die fehlenden Nährstoffe gezielt mit Einzelnährstoffdüngern. Ein Nährstoffüberschuss im Boden fördert nämlich die Verlagerung und Auswaschung von Kalium, Magnesium und Nitratstickstoff.

Vom Befund zum Düngeplan

Kompost im Frühjahr versorgt Zuckermais mit Phosphor, Kalium und Magnesium, den Stickstoff planst du gesondert. Auf sandigen Böden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, die Auswaschung zu verringern. Welche Mengen aus deinen Werten folgen, zeigt der Ratgeber, wie du die Düngung von Mais von der Bodenanalyse bis zur Kopfdüngung planst.

Bodenart bestimmen mit der Fingerprobe

Neben den Laborwerten brauchst du die Bodenart, denn nach ihr richtest du Kompost und Bearbeitung aus. Nimm etwas feuchte Erde zwischen Daumen und Finger und versuch, sie zu formen. Feuchter Sandboden lässt sich schlecht formen. Tonreicher Boden ist klebrig und gut formbar. Ich mache die Fingerprobe an mehreren Stellen des Beets und notiere das Ergebnis neben dem Laborbefund.

pH-Wert und Kalk: nur nach Befund

Für Mais liegt der bevorzugte pH-Bereich bei 5,5 bis 6,8. Das ist ein bevorzugter Bereich, keine absolute Toleranzgrenze.

Ob du kalkst, beurteilst du am gemessenen pH-Wert, an der Bodenart und an der Kultur. Beim Mais kommt der Humusgehalt hinzu. Liegt der pH-Wert oberhalb des Zielbereichs, wird nicht gekalkt. Den Kalkbedarf weist die Standarduntersuchung aus, an ihm orientierst du dich.

Achte auch auf dein Gießwasser. Ist dein Leitungswasser neutral oder basisch mit einem pH-Wert über 7, vermeidest du zusätzliche basisch wirkende Düngung wie Kalkung. Regenwasser spart dabei Trinkwasser.

Mythos-Check

„Alle paar Jahre gehört Kalk aufs Maisbeet.“ Das stimmt so nicht. Eine pauschale Kalkmenge oder ein fester Turnus ersetzt die Bodenuntersuchung nicht. Ich kalke erst, wenn der Befund einen Kalkbedarf zeigt.

Bodenstruktur verbessern: Kompost, Gründüngung, keine Verdichtung

Kompost und organisches Material einarbeiten

Gut verrottetes organisches Material wie Gartenkompost arbeitest du vor der Kultur in den Boden ein. Gärtnerst du ohne Umgraben, bringst du es bei No-Dig als Mulch auf. Zur Humusverbesserung schwerer Böden gilt im Gemüsegarten eine Frühjahrsgabe von 3 Litern Kompost je Quadratmeter. Regelmäßig eingearbeitet, verbessert Kompost bei schweren Böden die Krümelstruktur und damit Luftführung und Wasserdurchlässigkeit. Leichten Böden hilft er, Wasser und Nährstoffe besser zu speichern.

Kompost verbessert also schwere wie leichte Böden, bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten muss die Kompostanwendung aber eingeschränkt werden. Darum schaust du vor der ersten Schubkarre in den Befund.

Gründüngung vor dem Mais

Als Gründüngung vor Mais passen Lein, Luzerne und Phacelia. Phacelia ist mit keiner gängigen Gemüseart verwandt. Nach dem flachen Einarbeiten planst du bis zur Saat meist etwa zwei bis drei Wochen für die beginnende Zersetzung ein. Ich mähe die Gründüngung zuerst und arbeite sie dann mit der Hacke flach ein.

Leguminosen wie Klee, Wicken und Lupinen binden mithilfe ihrer Knöllchenbakterien Luftstickstoff. Diesen zusätzlich eingetragenen Stickstoff berücksichtigst du bei der Düngung des Maises.

Verdichtung vermeiden

Das Saatbett für Mais soll verdichtungsfrei sein. Nassen Gartenboden betrittst du deshalb nicht, weil das Verdichtungen verursacht. Maisflächen bearbeitest du erst nach ausreichendem Abtrocknen. Nasse Bearbeitung begünstigt Verdichtungen und Wachstumsprobleme. Ich arbeite vom Weg aus und lege auf breiten Beeten ein Brett als Trittfläche.

Häufiger Fehler

Der erste warme Frühjahrstag lockt aufs Beet, obwohl der Boden darunter noch nass ist. Klebt die Erde am Spaten oder schmiert sie zwischen den Fingern, deutet das auf zu viel Nässe hin. Dann wartest du mit dem Lockern, bis der Boden abgetrocknet ist.

Lockern oder umgraben: die Bodenbearbeitung für Mais

Unnötige Bodenbearbeitung vermeidest du im Maisanbau, weil dabei Bodenwasser verloren geht. Welches Verfahren passt, hängt vom Beet ab.

Verfahren Was mit dem Boden passiert Einsatz
Umgraben der Boden wird gewendet vor allem bei Neuanlage und sehr schweren Böden
Lockern mit dem Sauzahn der Boden wird gelockert, aber nicht gewendet bestehende Gemüsebeete
No-Dig kein Umgraben, gut verrottetes organisches Material kommt als Mulch obenauf Gartenbeete ohne Umgraben
Konservierende Bearbeitung nach der Bestellung bleiben mindestens 30 % der Oberfläche mit Pflanzenresten bedeckt Ackerbau
Direktsaat seit der vorigen Ernte keine Bodenbearbeitung Ackerbau

Bestehende Beete lockere ich mit dem Sauzahn und ziehe ihn in Bahnen durch die Fläche. Den Spaten nehme ich nur für eine Neuanlage auf sehr schwerem Boden. Wer mit Maschinen arbeitet, kann durch Gerätekombinationen die Zahl der Arbeitsgänge verringern.

Staunässe vermeiden: Wasserabzug im Maisbeet

Mais braucht gut durchlässigen Boden. Ob dein Beet Wasser abführt, siehst du nach einem kräftigen Regen. Bleiben Pfützen auf der Fläche stehen, kann das auf Verdichtung oder sehr schweren Boden hindeuten.

Verdichtete Stellen lockerst du, bevor du das Saatbett anlegst. Auf schwerem Boden arbeitest du Kompost regelmäßig ein, weil er dort die Wasserdurchlässigkeit verbessert. Bei einer Neuanlage auf sehr schwerem Boden kommt Umgraben infrage.

Welke Maispflanzen auf nassem Boden brauchen nicht unbedingt Wasser. Welke kann auch durch faulende Wurzeln bei zu viel Wasser entstehen. Prüf deshalb erst die Feuchte im Boden, bevor du zur Gießkanne greifst.

Erosion und Verschlämmung verhindern

Zwischen Bearbeitung und Saat liegt der Boden offen. Pflanzenreste an der Oberfläche können die Erosionsgefahr durch kräftige Niederschläge vermindern. Gießt du das vorbereitete Beet, nimm einen weichen Strahl. Er hilft, Verschlämmung, Bodenabtrag und anschließende Verkrustung zu vermeiden.

Organischen Mulch bringst du etwa 2 bis 3 cm dick auf. Angewelkten Rasenschnitt verteilst du wiederholt dünn, sodass der Boden noch leicht durchscheint. Rindenmulch ist für Gemüsebeete ungeeignet. Holzhäcksel, Holzfasern und Stroh können Stickstoff im Boden binden, das berücksichtigst du bei der Düngung.

Mais will einen warmen Standort, und bei wärmeliebendem Gemüse kommt organischer Mulch erst ab Mai oder Juni auf den erwärmten Boden. Das Maisbeet mulchst du deshalb nicht direkt nach der Frühjahrsbearbeitung, sondern erst, wenn der Boden warm ist.

Planst du eine Untersaat zwischen dem Mais, bedenke die Wasserkonkurrenz. Bei Trockenheit kann sie dem Mais Wasser streitig machen.

Das Saatbett anlegen

Das Saatbett ist der letzte Schritt vor der Aussaat. Für Mais soll es locker, verdichtungsfrei, krümelig und rückverfestigt sein. Dabei ebnest du die Oberfläche ein.

Kurz erklärt

Rückverfestigt heißt, dass der Boden unter der Ebene, in der das Saatgut liegt, nach dem Lockern wieder verfestigt wird. Die Oberfläche bleibt eben und krümelig.

Ich ziehe die Fläche mit dem Rechen glatt und zerkleinere dabei grobe Klumpen. Danach drücke ich den Boden mit einem Brett leicht an, damit die Schicht unter der Saat wieder fest wird.

Gesät wird, wenn der Boden über 10 °C warm ist. Miss die Temperatur mit einem Bodenthermometer, bevor du säst.

Achtung

Mehrere Tage mit Lufttemperaturmitteln unter 10 °C können bei jungem Mais Blattvergilbungen auslösen. Auch Assimilation und Nährstoffaufnahme können dann zurückgehen. Ein fertiges Saatbett ist deshalb noch kein Grund, bei kaltem Wetter zu säen.

Mini-Checkliste

Vor der Saat prüfe ich das Beet auf diese Punkte:

  • Der Boden ist abgetrocknet und klebt nicht am Werkzeug.
  • Die Oberfläche ist eben und krümelig.
  • Es gibt keine verdichteten Stellen.
  • Unter der Saatebene ist der Boden rückverfestigt.
  • Der Boden ist über 10 °C warm.
Tipp

Ausgesäte Maiskörner schützt du gegebenenfalls mit einem Netz vor Vogelfraß. Leg es direkt nach der Saat über das Beet.

Mais säst du von April bis Juli, und wie es nach dem Saatbett weitergeht, zeigt die Anleitung, wie du Mais Schritt für Schritt säst, pflegst und erntest.

Sonderfälle: Sandboden, schwerer Boden, Kleegras und Hochbeet

Leichter, sandiger Boden

Sandboden erkennst du daran, dass er sich bei der Fingerprobe schlecht formen lässt. Kompost verbessert hier die Wasser- und Nährstoffspeicherung. Auf leichten, trockenen Standorten kann eine geringere Bestandsdichte die Wasserkonkurrenz im Maisbestand vermindern.

Schwerer, toniger Boden

Tonreicher Boden ist bei der Fingerprobe klebrig und gut formbar. Hier lockert Kompost die Struktur, und bei einer Neuanlage kommt Umgraben infrage. Mit jeder Bearbeitung wartest du, bis der Boden ausreichend abgetrocknet ist.

Neues Beet nach Kleegras

Vor einer Neuanlage lässt du den Boden untersuchen. Folgt Mais auf mehrjähriges Kleegras, kontrollierst du den Boden beim Lockern auf Drahtwürmer.

Mais im Hochbeet

Mais lässt sich auch im Hochbeet ziehen. Ein frisch mit verrottendem Gartenmaterial aufgebautes Hochbeet setzt im ersten Standjahr besonders viele Nährstoffe frei. Kommt der Mais in ein solches neues Hochbeet, bringt die Füllung schon viel mit, und zusätzlichen Kompost wägst du dort besonders sorgfältig am Befund ab.

Ökologisch anbauen

Im ökologischen Maisanbau sollte der Bestand bis zum 8-Blattstadium unkrautfrei bleiben. Als Vorfrucht eignet sich dort ein Erbse-Wick-Gemenge. Welche Regeln ohne chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel gelten, erklärt der Ratgeber, wie du Mais nach ökologischen Regeln anbaust.

Technik und Hilfsmittel im Hausgarten

Im Hausgarten machen ein paar Hilfsmittel die Vorbereitung genauer:

  • Laboranalyse: Sie liefert die Werte, auf die sich Kalk und Düngung stützen.
  • Bodenthermometer: Es zeigt dir, ob der Boden schon warm genug für die Saat ist.
  • Tropfschläuche: Verlege sie erst, wenn Lockern und Saatbett fertig sind. Liegen Tropfschläuche oder Einzeltropfer im Beet, kann die mechanische Bodenbearbeitung eingeschränkt sein.
  • Anbauplan: Für den Fruchtwechsel führst du einen Plan über mindestens vier Jahre. Er dokumentiert Flächen, Haupt- und Nebenkulturen sowie Saat- und Pflanztermine.

Digital kannst du deine Beete über mehrere Jahre im Beetplaner planen. Ich lege die Prüfberichte der Bodenproben zum Anbauplan, damit ich beim nächsten Befund vergleichen kann.

Was an die Bodenvorbereitung anschließt

Gießen

Stumpf grüne, gerollte und starr aufstehende Maisblätter können Trockenstress anzeigen. Wie du je nach Wachstumsphase gießt, zeigt der Ratgeber, wie du Mais im Hausgarten bedarfsgerecht bewässerst.

Fruchtfolge und Mischkultur

Mais kommt erst nach einer Anbaupause von 3 Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Als Partner passen Kürbis und Prunkbohnen, und der Ratgeber zeigt, wie du eine Mais-Mischkultur nach dem Drei-Schwestern-Prinzip anlegst. Die Anbaupausen aller Arten dieses Bereichs stehen im Überblick zu Fruchtfolge und Mischkultur bei Exoten und Gemüse-Raritäten.

Passendes Saatgutaus dem samen.de Shop
Culinaris BIO Zuckermais Golden Bantam
Culinaris BIO Zuckermais Golden Bantam
Zum Shop
Culinaris BIO Popcornmais NegroCine
Culinaris BIO Popcornmais NegroCine
Zum Shop
Culinaris BIO Popcornmais Bear Paw
Culinaris BIO Popcornmais Bear Paw
Zum Shop
Kiepenkerl Popcorn-Mais Dobosz F1
Kiepenkerl Popcorn-Mais Dobosz F1
Zum Shop

Häufige Fragen

Wie bereitest du Maisland Schritt für Schritt vor?
Zuerst ziehst du im späten Herbst vor der Bearbeitung oder im zeitigen Frühjahr eine Bodenprobe und düngst vorher nicht. Nach dem Befund kalkst du nur bei Bedarf und arbeitest gut verrotteten Kompost ein. Ist der Boden ausreichend abgetrocknet, lockerst du ihn, bei Neuanlage und sehr schweren Böden gräbst du um. Zuletzt legst du ein lockeres, krümeliges, verdichtungsfreies und rückverfestigtes Saatbett an.
Wie ziehst du eine Bodenprobe für das Maisbeet richtig?
Je einheitlich genutzter Fläche mischst du 10 bis 15 Einstiche zu einer Probe. Gestochen wird aus etwa 25 bis 30 cm Tiefe. Von der Mischung schickst du ungefähr 500 g ans Labor. Die Untersuchung machst du vor der Neuanlage und wiederholst sie danach alle 3 bis 5 Jahre.
Welcher pH-Wert ist für Mais günstig und wann solltest du kalken?
Mais bevorzugt einen pH-Bereich von 5,5 bis 6,8, das ist keine absolute Toleranzgrenze. Ob du kalkst, hängt vom gemessenen pH-Wert, vom Humusgehalt und von der Bodenart ab. Eine pauschale Kalkmenge oder ein fester Turnus ersetzt die Bodenuntersuchung nicht. Liegt der Wert oberhalb des Zielbereichs, wird nicht gekalkt.
Muss das Maisbeet jedes Jahr umgegraben werden?
Nicht zwingend: Bestehende Gemüsebeete kannst du mit dem Sauzahn lockern, ohne den Boden zu wenden. Umgraben kommt vor allem bei Neuanlage und sehr schweren Böden infrage. Unnötige Bodenbearbeitung vermeidest du, weil dabei Bodenwasser verloren geht.
Welche Gründüngung passt vor Mais?
Als Gründüngung vor Mais eignen sich Lein, Luzerne und Phacelia. Du arbeitest sie flach ein und planst bis zur Saat meist etwa zwei bis drei Wochen für die beginnende Zersetzung ein. Stand eine Leguminose als Gründüngung auf dem Beet, berücksichtigst du ihren zusätzlich eingetragenen Stickstoff bei der Düngung des Maises.
Wie muss das Saatbett für Mais beschaffen sein?
Das Saatbett für Mais ist locker, verdichtungsfrei, krümelig und rückverfestigt. Die Oberfläche wird eingeebnet, und unter der Ebene, in der das Saatgut liegt, wird der Boden wieder verfestigt. Bearbeitet wird erst nach ausreichendem Abtrocknen, gesät, wenn der Boden über 10 °C warm ist.
Was bedeutet konservierende Bodenbearbeitung beim Mais?
Bei konservierender Bodenbearbeitung bleiben nach der Bestellung mindestens 30 % der Oberfläche mit Pflanzenresten bedeckt. Diese Reste können die Erosionsgefahr durch kräftige Niederschläge vermindern. Bei der Direktsaat wird der Boden seit der vorigen Ernte gar nicht bearbeitet. Im Garten arbeitet No-Dig ähnlich: Statt umzugraben, bringst du gut verrottetes organisches Material als Mulch auf.
Wie bereitest du leichten und schweren Boden für Mais unterschiedlich vor?
Bei schweren Böden verbessert regelmäßig eingearbeiteter Kompost die Krümelstruktur und damit Luftführung und Wasserdurchlässigkeit. Bei leichten Böden verbessert Kompost die Wasser- und Nährstoffspeicherung. Auf leichten, trockenen Standorten kann eine geringere Bestandsdichte die Wasserkonkurrenz im Maisbestand vermindern. Auf sandigen Böden helfen aufgeteilte Stickstoffgaben, die Auswaschung zu verringern.
Zuletzt geprüft:
↑