Mischkultur mit Kohl: gute und schlechte Nachbarn je Kohlart
- Salat, Sellerie und Bohnen gelten bei Blumenkohl, Kohlrabi, Grünkohl und Wirsing als mögliche Partner.
- Tomaten stehen für Blumenkohl und Grünkohl ausdrücklich auf der Partnerliste.
- Andere Kreuzblütler wie Radieschen, Rettich oder Rucola gehören nicht direkt neben den Kohl.
- Für Wirsing gelten Zwiebeln, Knoblauch und andere Kohlarten als ungeeignete Nachbarn.
- Zwischenkulturen wie Frühsalat erntest du, bevor der Kohl die Reihen schließt.
- Nachbarschaftswirkungen sind schwer nachzuweisen: Mischkultur unterstützt, sie ersetzt weder Netz noch Fruchtfolge.

Ein Kohlbeet ist lange belegt. Rosenkohl, Wirsing und Grünkohl stehen bis in den Winter, und zwischen den jungen Pflanzen liegt im Frühsommer viel offene Erde. Ich nutze diese Lücken für Nachbarn, die rechtzeitig fertig werden und dem Kohl keinen Platz wegnehmen. Welche Partner zu welcher Kohlart passen und welche du besser woanders pflanzt, zeige ich dir hier.
Keine Nachbarliste garantiert dir eine gesunde Ernte. Dass sich Gemüsearten gegenseitig fördern, ist schwer nachzuweisen, und ob es klappt, hängt auch von Standort und Pflege ab. Mein Kohlbeet plane ich deshalb zuerst nach Platz, Pflanzenfamilie und Erntezeit. Die Partnerlisten kommen im zweiten Schritt dazu.
Was eine Mischkultur im Kohlbeet leisten kann
Mischkultur heißt, dass verschiedene Gemüsearten zur selben Zeit auf einem Beet wachsen. Die Fruchtfolge regelt dagegen, was in den folgenden Jahren auf derselben Fläche steht. Im Kohlbeet bringt die Mischkultur vor allem praktische Vorteile. Du nutzt die Fläche, solange der Kohl sie noch nicht braucht. Schnelle Nachbarn sind früher erntereif, sodass sich die Ernte über die Saison verteilt. Blühende Partner mit ungefüllten Blüten versorgen außerdem Nützlinge mit Nahrung.
Beim Planen zählt noch ein zweiter Punkt. Im Mischbeet stehen Stark- und SchwachzehrerSchwachzehrer sind Gemüse und Kräuter mit geringem Stickstoffbedarf, etwa Feldsalat, Radieschen, Rucola, Bohnen und Erbsen. Sie sind die genügsamste der drei Gruppen, nach denen man Kulturen für die Fruchtfolge einteilt. nebeneinander, jede Pflanze hat also andere Ansprüche an die Nährstoffe. Kohl selbst zählt zu den Starkzehrern und braucht bis zur Ernte viel Raum. Ein guter Partner lässt ihm deshalb genug Platz, Licht und Nährstoffe.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Ein sonniger Standort wird bevorzugt; auch Halbschatten ist geeignet.
- Bodenart
Für Wildkohl eignet sich nährstoffreicher, gut durchlässiger, vorzugsweise alkalischer Boden; auch schwere Lehmböden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Alkalische Böden werden bevorzugt; leicht saure und neutrale Böden sind ebenfalls geeignet.
- Substrat
Fruchtbarer, gut durchlässiger Boden bevorzugt; auch schwere Tonböden werden vertragen.
- Anbauort
Wildkohl kann an sonnigen Freilandstandorten wachsen und verträgt deutliche maritime Exposition.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Die Pflanze lässt sich durch Aussaat oder Stecklinge vermehren.
- Saattiefe
Die angebotenen Sorten von Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Rotkohl etwa 0,5-1 cm tief säen, den Grünkohl Halbhoher Grüner Krauser etwa 1-2 cm.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist zwei- bis mehrjährig; Wildkohl ist kurzlebig mehrjährig, viele Kulturformen sind zweijährig.
- Verwendung
Die Blätter des Wildkohls sind roh oder gekocht verwendbar; roh können sie etwas bitter schmecken.
Gute Nachbarn für Kohl: die Partner je Kohlart
Die Empfehlungen unterscheiden sich von Kohlart zu Kohlart. Ich schaue deshalb in die Liste der Art, die ich tatsächlich pflanze, statt eine Sammelliste für jeden Kohl zu nehmen.
| Kohlart | Mögliche Partner |
|---|---|
| Blumenkohl | Sellerie, Tomaten, Bohnen, Salat, Erbsen |
| Kohlrabi | Salat, Bohnen, Sellerie, Gurken |
| Grünkohl | unter anderem Salat, Spinat, Sellerie, Tomaten, Stangenbohnen, Erbsen |
| Wirsing | Spinat, Sellerie, Salat, Paprika, Möhren, Kartoffeln, Bohnen |
| Kohl allgemein | Schnittsellerie |
Salat, Sellerie und Bohnen stehen bei allen vier Kohlarten in der Tabelle. Wenn du nur wenige Partner einplanen willst, fängst du mit diesen dreien an. Weitere Gemüsepaare prüfst du im Mischkultur-Werkzeug für passende Beetnachbarn.
Salat und Spinat füllen die Lücken
Zwischen jungen Blumenkohlpflanzen ist Platz für Frühsalat, solange du ihn abräumst, bevor der Kohl die Reihen schließt. Das gilt für jede kurzlebige ZwischenkulturEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht.: Ernte sie ab, bevor sie dem länger stehenden Kohl zu nahe kommt. Ich setze den Salat mittig zwischen zwei junge Kohlpflanzen und ernte ihn, sobald die äußeren Kohlblätter an ihn heranreichen. Spinat steht in den Listen für Grünkohl und Wirsing und passt vor spät gepflanztem Rotkohl auch als Vorkultur.
Der Salat bleibt stehen, weil er noch nicht ganz ausgewachsen ist. Dann bedrängt er den Kohl genau in der Zeit, in der dieser seine Blätter ausbreitet. Ernte die Zwischenkultur lieber etwas früher.
Sellerie: Partner mit Erfahrungswert
Sellerie taucht bei Blumenkohl, Kohlrabi, Grünkohl und Wirsing als Partner auf. Schnittsellerie wird ausdrücklich als Kohlpartner beschrieben. Dass er Schädlinge abhält, ist aber eine Erfahrung aus der Praxis, die je nach Standort zutrifft oder nicht. Ich pflanze ihn für die Vielfalt im Beet und für die Küche, nicht als Ersatz für das Netz.
Bohnen und Erbsen: Stickstoff für die Folgekultur
Bohnen stehen bei Blumenkohl, Kohlrabi und Wirsing auf der Liste. Für Grünkohl werden Stangenbohnen und Erbsen genannt, Erbsen auch für Blumenkohl. Den Stickstoffvorteil der Hülsenfrüchte nutzt du über die Fruchtfolge: Als Vorfrucht lassen sie Stickstoff im Boden zurück, deshalb eignen sie sich etwa vor Rotkohl. Eine verlässliche Düngewirkung auf den Kohl nebenan lässt sich daraus nicht ableiten. Ich plane die Düngung meines Kohls deshalb so, als stünden keine Bohnen daneben.
Tomaten, Paprika, Gurken und Wurzelgemüse
Tomaten werden als Partner für Blumenkohl und Grünkohl genannt. Paprika, Möhren und Kartoffeln stehen in der Liste für Wirsing, Gurken in der für Kohlrabi. Diese Angaben gelten für die jeweilige Kohlart und lassen sich nicht ungeprüft auf jeden Kohl übertragen. Kohl bevorzugt einen sonnigen Platz, deshalb setze ich hohe Nachbarn so, dass sie ihm kein Licht wegnehmen.
Tomaten gelten oft als schlechte Nachbarn für Kohl. Für Blumenkohl und Grünkohl stehen sie aber ausdrücklich unter den möglichen Partnern. Entscheidend ist der Platz: Beide müssen sich bis zur Ernte voll entfalten können.
Schlechte Nachbarn: Was nicht direkt neben den Kohl gehört
Andere Kreuzblütler
Vorbeugend setzt du Gemüse aus derselben Pflanzenfamilie nicht direkt nebeneinander. Kohl gehört zu den Kreuzblütlern, genau wie Radieschen, Rettich, Rucola, Kresse und Pak Choi. Auch die Gründüngungspflanzen Senf, Ölrettich und Raps zählen dazu. In der Fruchtfolge zählen sie alle mit, denn über die Verwandtschaft mit dem Kohl kann die KohlhernieKohlhernie ist eine Wurzelkrankheit von Kohl und anderen Kreuzblütlern, verursacht durch den Schleimpilz Plasmodiophora brassicae. Befallene Pflanzen welken und kümmern, an den Wurzeln bilden sich knötchenartige Verdickungen oder fingerförmige Wucherungen. begünstigt werden. Radieschen säe ich deshalb nicht als Lückenfüller zwischen den Kohl, sondern in ein anderes Beet.
Zwiebeln, Knoblauch und andere Kohlarten beim Wirsing
Für Wirsing gelten Zwiebeln, Knoblauch und andere Kohlarten als ungeeignete Nachbarn. In der Fruchtfolge kann die Zwiebel dem Kohl dagegen im nächsten Gartenjahr folgen; die beiden teilen sich die Fläche also nacheinander statt nebeneinander. Neben meinen Wirsing setze ich deshalb weder Zwiebeln noch Knoblauch.
Zu dicht ist auch ein schlechter Nachbar
Bis zur Ernte braucht in einer Mischkultur jede Gemüseart genug Platz für ihre endgültige Größe. Ein passender Partner wird zum Problem, wenn er dem Kohl diesen Raum nimmt. Gegen den Falschen Mehltau an jungen Kohlpflanzen helfen vorbeugend gute Lüftung, möglichst keine Taubildung und Blätter, die rasch abtrocknen. Ich lasse deshalb zwischen jungen Kohlpflanzen und ihren Nachbarn so viel Luft, dass die Blätter nach Regen schnell abtrocknen.
Allelopathie: Hemmen sich Kohl und Nachbarn gegenseitig?
Allelopathie bedeutet, dass Pflanzen über Stoffe, die sie abgeben, das Wachstum ihrer Nachbarn beeinflussen. Das kann fördern oder hemmen.
In vielen Gartenratgebern stehen Pflanzen, die den Kohl auf diese Weise stärken oder bremsen sollen. Ob solche Wirkungen zwischen Gemüsearten tatsächlich auftreten, lässt sich häufig schwer nachweisen, und die Erfahrungen von Gärtnern gehen teils auseinander. Dazu kommt, dass Standort, Licht, Boden und Pflege mitbestimmen, ob ein Effekt in deinem Beet überhaupt auftritt. Eine Liste angeblicher Hemmstoff-Pflanzen findest du hier deshalb nicht.
Kümmert dein Kohl neben einem bestimmten Nachbarn, lohnt zuerst der Blick auf das Naheliegende. Das kann auf zu wenig Platz, zu wenig Licht, knappe Nährstoffe oder Wassermangel hindeuten. Blumenkohl etwa ist besonders empfindlich, wenn die Kopfbildung beginnt und dann Wasser oder Nährstoffe fehlen.
Schädlingsabwehr durch Mischkultur: Was du erwarten kannst
KohlerdflöheErdflöhe sind winzige, sprungstarke Blattkäfer, die Blätter von Kohlgewächsen wie Radieschen, Rucola und Kohl siebartig durchlöchern. Am häufigsten sind Kohlerdflöhe, kleine Käfer mit gelben Streifen an der Seite., die Kleine KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge. und Raupen wie die des Kohlweißlings sind typische Schädlinge im Kohlbeet. Dass Nachbarpflanzen sie fernhalten, wird oft versprochen. Verlässlich ist das nicht: Eine Nachbarliste ist kein Wirkungsversprechen.
Was die Mischkultur leisten kann, ist Lebensraum für Nützlinge. In ungefüllten Blüten finden sie Nahrung, in Laub- und Totholzhaufen einen Rückzugsort. Ein Kulturschutznetz bleibt bis zur Ernte geschlossen, die Blüten sollen aber Nützlinge versorgen; die Blühpflanzen gehören deshalb außerhalb des Netzes an den Beetrand.
Am Rand meines Kohlbeets lasse ich einen schmalen Streifen mit ungefüllt blühenden Pflanzen stehen. Diesen Streifen lege ich außerhalb des Netzes an, damit er frei zugänglich bleibt. In einer Gartenecke liegt ein Laubhaufen, den ich über den Winter liegen lasse.
Das Netz als Ergänzung
Leg das Kulturschutznetz mit 0,6 bis 0,8 mm Maschenweite gleich nach Aussaat oder Pflanzung auf und halte es bis zur Ernte geschlossen. Bei Brokkoli kann sich darunter Hitze stauen, bei Chinakohl trocknen die Blätter bei feuchtem Wetter langsamer ab. Wie du Schädlinge kontrollierst und wann du eingreifst, steht im Abschnitt über Schädlinge und Pflanzenschutz im Kohl-Ratgeber.
So legst du ein Kohl-Mischkulturbeet an
Erst den Kohl einzeichnen, dann die Lücken füllen
Plane zuerst, wo die Hauptkulturen stehen; Vor-, Nach- und Zwischenkulturen trägst du danach mit ihrer Belegungsdauer ein. Im Kohlbeet ist der Kohl die HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant.. Ich zeichne die Kohlpflanzen mit ihren Abständen auf und trage erst dann die Partner in die freien Flächen ein. Für die Aufteilung nutze ich den Beetplaner für Gemüsebeete.
Kohlart festlegen und ihre Partnerliste prüfen. Kohlpflanzen mit Abstand in der Reihe und Reihenabstand einzeichnen. Keine anderen Kreuzblütler direkt daneben einplanen. Zwischenkulturen so wählen, dass sie vor dem Reihenschluss abgeerntet sind. Den Blühstreifen außerhalb des Netzes an den Rand legen.
Welche Abstände braucht der Kohl?
Abstand in der Reihe und Reihenabstand planst du immer zusammen. Die Werte gelten für die Pflanzung in Reihen im Freilandbeet.
| Kohlart | Abstand in der Reihe | Reihenabstand |
|---|---|---|
| Kohlrabi | 20 bis 50 cm | 25 bis 50 cm |
| Kohlrübe (Steckrübe) | 20 bis 30 cm | 40 cm |
| Weißkohl | 40 bis 60 cm | 40 bis 60 cm |
| Blumenkohl | 40 bis 60 cm | 40 bis 60 cm |
| Rotkohl | 40 bis 50 cm | 50 bis 60 cm |
| Wirsing | 40 cm | 50 cm |
| Grünkohl | 40 bis 50 cm | 50 bis 60 cm |
| Rosenkohl | 50 cm | 60 cm |
| Brokkoli | 50 cm | 60 cm |
Diese Abstände gelten für den Kohl selbst. Die Partner nutzen den Raum dazwischen nur so lange, wie der Kohl ihn noch nicht braucht. Wie das auf kleiner Fläche aussieht, zeigt der Beitrag darüber, wie Kohlgemüse im Hochbeet Platz findet.
Wann kommen Vor-, Zwischen- und Nachkultur ins Beet?
Ein Kohlbeet lässt sich über die Saison mehrfach nutzen. Diese Kombinationen passen zeitlich zusammen:
| Stellung im Beet | Kultur | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Vorkultur vor Rotkohl, der ab Juni ins Freiland kommt | Salat oder Spinat | vor der Rotkohlpflanzung |
| Vorkultur vor Brokkoli, gepflanzt Anfang bis Mitte Juli | Salate, Erbsen oder Zwiebeln | rechtzeitig abgeerntet |
| Zwischenkultur bei jungem Blumenkohl | Frühsalat | Ernte vor dem Reihenschluss |
| NachkulturEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen. nach im Sommer abgeerntetem Brokkoli oder Blumenkohl | Endivie | Pflanzung Mitte Juli bis Mitte August |
| Nachkultur auf rechtzeitig geräumtem Beet | Feldsalat | Aussaat Anfang August bis Mitte September |
Ziehst du den Kohl vor, während die Vorkultur noch im Beet steht, kann die erste Kultur länger bleiben. Wie das geht, liest du im Beitrag darüber, wie du Kohljungpflanzen selbst vorziehst und abhärtest. Die Aussaattermine je Kohlart hast du mit dem druckbaren Aussaatkalender für Kohl im Blick. Welche Vorfrüchte über die Jahre passen und wie lange Kreuzblütler pausieren, erklärt der Beitrag zur Fruchtfolge mit Vorfrüchten und Anbaupausen für Kohl.
Pflege im Mischbeet: gießen, mulchen, hacken
Wie viel Wasser das Beet braucht, hängt von Art und Sorte, vom Wetter, vom Substrat und von der Lage im Garten ab. Weil im Mischbeet verschiedene Arten dicht beieinanderstehen, prüfe ich den Boden, bevor ich gieße. Grab nach dem Gießen vorsichtig nach, ob die Erde 15 bis 20 cm tief durchfeuchtet ist. Gieß früh am Morgen und bodennah, ohne die Blätter zu benetzen.
Trockener Grasschnitt oder Stroh, als dünne Schicht aufgelegt, lässt weniger Wasser aus dem offenen Boden verdunsten. Weil Pak Choi bei gleichmäßig feuchtem Boden weniger von Erdflöhen befallen wird, kann die Mulchschicht dort zusätzlich gegen Erdflöhe helfen. Auf Flächen ohne Mulch hältst du Beikräuter mit regelmäßigem, flachem Hacken zurück, und auch dabei verdunstet weniger Wasser. Zwischen Kohl und Partnern hacke ich nur flach, um die Wurzeln der Nachbarn zu schonen. Mehr dazu findest du im Beitrag zur Kohlpflege mit Hacken, Anhäufeln und Schosserentfernung.
Boden, Düngung, Krankheiten und Ernte: kurz eingeordnet
Welcher Boden passt?
Kohl wächst in fruchtbarem, gut durchlässigem Boden, und empfohlen wird für Kohl im Garten ein Boden-pH von 6,5 bis 7. Die Grundlagen stehen im Kohl-Ratgeber unter Standort und Boden; wie du den Boden untersuchst, kalkst und lockerst, erklärt der Beitrag zur Bodenverbesserung für Kohl mit Analyse und Kalkung.
Was ist beim Düngen zu beachten?
Der Stickstoffbedarf von Weißkohl ist hoch, Kohlrabi zählt dagegen zu den Mittelzehrern. Wirsing und Grünkohl bekommen während der Kultur regelmäßig Nachschub an Dünger. Die Grundregeln stehen im Kohl-Ratgeber unter Düngen, Mengen und Zeitpunkte im Beitrag darüber, wie du Kohlgemüse nach Bedarf düngst.
Was tun bei Kohlhernie?
Bis zu 20 Jahre können sich die DauersporenDauersporen sind mikroskopisch kleine Sporen, mit denen manche Krankheitserreger im Boden überdauern, etwa der Erreger der Kohlhernie. Sie bleiben über mehrere Jahre lebensfähig und können dann erneut Pflanzen infizieren. des Kohlhernie-Erregers im Boden halten. Zieh befallene Pflanzen mit den Wurzeln heraus und gib sie in den Restmüll statt auf den Kompost. Mehr zu Kohlhernie und Falschem Mehltau steht im Kohl-Ratgeber unter Krankheiten, die Anbaupause im Fruchtfolge-Beitrag.
Wann ist Erntezeit?
Jede Kohlart hat ihr eigenes Erntefenster. Bei Kohlrabi kann die Ernte im Hausgarten etwa 6 bis 8 Wochen nach dem Pflanzen beginnen, während Rosenkohl und Grünkohl bis in den Winter stehen. Die Erntezeiten je Art findest du im Kohl-Ratgeber unter Ernte und Lagerung.
Was ich mir für das nächste Kohlbeet notiere
Weil Mischkultureffekte von Standort und Pflege abhängen, zählt am Ende, was du in deinem eigenen Beet siehst.
Führe ein Beetheft. Ich trage jedes Jahr ein, welche Partner neben welcher Kohlart standen, wann ich sie geerntet habe und wo es eng wurde. So planst du das nächste Kohlbeet mit deinen eigenen Beobachtungen.





