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Rotkohlanbau für Anfänger: Typische Fehler von der Anzucht bis zur Ernte vermeiden

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Rotkohl nur 0,5 bis 1 cm tief säen und die Samen flach einarbeiten.
  • Keimlinge hell und kühl stellen, aber die Temperaturuntergrenzen für Kopfkohl einhalten.
  • Erst auspflanzen, wenn die Jungpflanzen 3 bis 5 gut ausgebildete Laubblätter haben und abgehärtet sind.
  • Pflanzraster: 40 bis 50 cm in der Reihe, 50 bis 60 cm zwischen den Reihen.
  • Kulturschutznetz direkt nach dem Pflanzen auflegen und bis zur Ernte geschlossen halten.
  • 4 Jahre Anbaupause einplanen, Gelbsenf, Ölrettich und Raps zählen als Kreuzblütler mit.
Rotkohlköpfe mit violetten Deckblättern, einer davon angeschnitten mit hellen Blattadern im Inneren
Foto: Daniel Dan · Pexels License · Quelle ↗

Bei Rotkohl zeigt sich ein Fehler oft erst lange nach dem Handgriff, der ihn verursacht hat. Von der Pflanzung bis zur Reife vergehen je nach Sorte und Witterung etwa 80 bis 160 Tage. Einen zu engen Pflanzabstand oder ein zu spät aufgelegtes Netz holst du in dieser Zeit kaum noch auf. Ich gehe deshalb vor jeder Kulturphase eine kurze Prüfliste durch, bevor ich den nächsten Handgriff mache.

Hier findest du die typischen Stolperstellen in der Reihenfolge, in der sie im Gartenjahr auftauchen: Planung, Anzucht, Pflanzung, Pflege, Schutz, Ernte und Fruchtfolge. Die Grundlagen, wie Aussaat, Anzucht und Pflanzung bei Kohl allgemein ablaufen, stehen im Kohl-Ratgeber. In diesem Beitrag geht es darum, was bei Rotkohl konkret schiefgeht und wie du es vermeidest.

Welche Fehler passieren schon bei der Planung?

Rotkohl steht gern sonnig, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Der Boden sollte tiefgründig, gut durchlässig und humusreich sein. Der pH-Wert sollte für Kohl im Garten bei 6,5 bis 7 liegen; mehr zu Lage und Boden steht im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden.

Fehler: Kalk nach Gefühl und Arbeit im nassen Beet

Ein typischer Planungsfehler ist Kalk auf Verdacht. Ob dein Beet Kalk braucht, entscheiden Bodenart und Bodenuntersuchung. Liegt der pH-Wert schon oberhalb des passenden Zielbereichs, kalkst du nicht.

Ebenso ungünstig ist es, ein nasses Beet zu bearbeiten. Warte mit Spaten und Grubber, bis keine Erde mehr daran kleben bleibt. Staunasse Stellen meidest du für Kohl ganz, weil feuchte bis staunasse Böden die Kohlhernie begünstigen. Wie du den Boden speziell für Rotkohl prüfst, lockerst und verbesserst, liest du im Ratgeber zur Bodenbearbeitung.

Fehler: Die Sortengruppe passt nicht zum Ziel

Bei Kopfkohl hängen Aussaat, Pflanzung und Ernte davon ab, ob du eine frühe, eine Sommer- oder eine späte Sorte wählst. Wer im Winter Rotkohl aus dem Vorrat holen möchte, braucht eine Winterform. Eine Sommerform passt nicht zu diesem Ziel.

Kurz erklärt

Rotkohl gibt es in Sommer- und Winterformen. Die Sommerformen bilden eher lockere Köpfe. Die Winterformen werden fester und eignen sich besser zum Lagern.

Prüf deshalb vor dem Kauf, zu welcher Gruppe eine Sorte gehört. Wann du welche Sortengruppe aussäst, erklärt der Aussaat-Ratgeber für Rotkohl. Auch ohne Beet musst du nicht verzichten, denn Rotkohl gilt als topfgeeignet. Wie Rotkohl im Kübel auf Balkon oder Terrasse gelingt, beschreibt ein eigener Beitrag.

Aussaatkalender Rotkohl
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai; Blüte: Mai, Juni; Ernte: September, Oktober, November; Pflanzung: März, AprilJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniErnteErnte: SeptemberErnte: OktoberErnte: NovemberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Was geht bei Aussaat und Anzucht schief?

Gesät wird Rotkohl von April bis Mai. Für eine frühe Kultur beginnt die Anzucht schon im Februar oder März, dann im beheizten Gewächshaus oder Frühbeet. Wie du den geschützten Anbau im Frühbeet oder Gewächshaus nutzt, findest du im Frühbeet-Ratgeber. Alle Kohl-Termine auf einem Blatt liefert dir der Aussaatkalender für Kohl zum Ausdrucken.

Anzucht-Richtwert Wert
Saattiefe Rotkohl 0,5 bis 1 cm, Samen flach eingearbeitet
Keimdauer Rotkohl 7 bis 14 Tage
Kopfkohl bis zum Erscheinen der Keimblätter nicht unter 16 °C
Kopfkohl bis zum Pikieren nicht unter 14 °C
Kopfkohl vom Pikieren bis zum Pflanzen nicht unter 11 °C

Die drei Temperaturgrenzen gelten für Kopfkohl, zu dem auch Rotkohl gehört. Diese Grenzen sollen vermehrtes Schossen vermeiden.

Fehler: Die Samen liegen zu tief

Rotkohlsamen gehören nur 0,5 bis 1 cm tief in die Erde. Ich säe breitwürfig in eine Saatschale und arbeite die Samen flach ein. Nimm dafür nährstoffarme, durchlässige Aussaaterde und Gefäße mit Wasserabzug. Bis die ersten Keimlinge erscheinen, hältst du die Erde gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe.

Fehler: Die Keimlinge stehen zu warm und zu dunkel

Fehlt Licht, während es warm ist, werden die Jungpflanzen lang, dünn und instabil. Als Faustregel gilt: Je wärmer der Platz, desto heller muss er sein.

Häufiger Fehler

Die Saatschale bleibt nach dem Keimen abgedeckt am warmen Platz stehen. Nimm die Abdeckung ab, sobald die ersten Keimlinge erscheinen, und stell die Schale heller und kühler.

Fehler: Die Anzucht wird zu kalt

Kühl heißt nicht kalt. Unterschreitet die Anzucht die Grenzen aus der Tabelle, schossen bei Kopfkohl mehr Pflanzen. Zu warm und zu dunkel vergeilen die Jungpflanzen also, zu kalt schossen sie eher. Gesucht ist deshalb ein heller Platz, der kühl bleibt, ohne die Untergrenzen zu unterschreiten.

Marias Erfahrung

Neben meine Anzuchtschalen lege ich ein Minimum-Maximum-Thermometer. Daran lese ich am Morgen ab, wie kalt es in der Nacht am Fenster wirklich war.

Fehler: Alte Erde und ungereinigte Schalen

Werden Sämlingsstängel an einer Stelle wässrig-weich und stark eingeschnürt, kann das auf die Umfallkrankheit hinweisen. Vorbeugen kannst du mit frischem Anzuchtsubstrat, sauber gewaschenen Gefäßen und Erde, die nie im Wasser steht.

Fehler: Beim Pikieren knicken die Wurzeln

Pikieren kannst du, sobald die Keimblätter ausgebildet sind und sich die ersten Laubblätter zeigen. Heb die Sämlinge behutsam heraus und setz sie so ein, dass die Wurzeln gerade nach unten zeigen. Danach drückst du sie an und gießt sie an.

Wann kommt Rotkohl ins Freiland?

Rotkohl kommt ins Freiland, wenn er pflanzreif und abgehärtet ist. Bei der Kohlvorkultur gilt eine Jungpflanze mit 3 bis 5 gut ausgebildeten Laubblättern als pflanzreif. Früh im beheizten Gewächshaus oder Frühbeet vorgezogener Rotkohl wird von März bis April gepflanzt. Aus der Aussaat im April und Mai pflanzt du entsprechend später, sobald die Jungpflanzen so weit sind. Kommt Rotkohl erst ab Juni ins Beet, kann dort vorher noch Salat oder Spinat als frühe Vorkultur stehen.

Pflanzung Rotkohl
nach früher Anzucht unter Wärme März bis April
nach Aussaat im April und Mai sobald pflanzreif, auch ab Juni
Pflanzreife 3 bis 5 gut ausgebildete Laubblätter
Abstand in der Reihe 40 bis 50 cm
Reihenabstand 50 bis 60 cm
Wuchsbreite ausgewachsen 50 bis 60 cm

Fehler: Die Jungpflanzen sind nicht abgehärtet

Pflanzen von der Fensterbank stellst du vor dem Auspflanzen tagsüber ins Freie, zunächst windgeschützt und schattig. Dann gewöhnst du sie allmählich an direkte Sonne und die kühlere Luft draußen.

Fehler: Zu eng gesetzt

Frisch gesetzte Jungpflanzen sehen im weiten Raster klein aus, deshalb liegt es nahe, enger zu pflanzen. Halte in der Reihe trotzdem 40 bis 50 cm ein. Zwischen den Reihen brauchst du 50 bis 60 cm. Eine ausgewachsene Rotkohlpflanze wird 50 bis 60 cm breit, also so breit wie der Reihenabstand. Zur Ernte berühren sich die Pflanzen deshalb auch im empfohlenen Raster.

Ich spanne vor dem Pflanzen eine Schnur und stecke die Pflanzstellen mit Stäben ab. Nach dem Setzen drückst du die Erde an und gießt an.

Mini-Checkliste

Jungpflanzen mit 3 bis 5 gut ausgebildeten Laubblättern, abgehärtet, Beet so weit abgetrocknet, dass keine Erde an den Geräten klebt, Kompost eingearbeitet, Pflanzstellen im Raster markiert, Kulturschutznetz griffbereit.

Welche Fehler passieren beim Gießen, Mulchen und Düngen?

Fehler: Täglich ein kleiner Schluck

Den Wasserbedarf bestimmen Sorte, Wetter, Boden, Sonne und Wind mit. In Hitzeperioden gießt du Rotkohl regelmäßig, am besten am Abend. Die Grundlagen dazu stehen im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Gießen.

Tägliches Gießen in kleinen Mengen bringt wenig. Die Bayerische Gartenakademie rechnet das an einem Beispiel vor. Wer täglich 2 Liter pro Quadratmeter gießt, verliert einen Teil davon an die Luft. Gut ein Liter verdunstet wieder, ohne der Pflanze zu nützen. Die Akademie rät deshalb, Gemüse lieber seltener und dafür gründlich zu gießen. Wie oft und wie viel Wasser Rotkohl in jeder Wachstumsphase braucht, klärt der Gieß-Ratgeber.

Fehler: Zu dick gemulcht, zu spät gehackt

Zu Kulturbeginn hackst und jätest du. Wo kein Mulch liegt, hältst du Beikraut mit flachem Hacken klein und senkst zugleich die Verdunstung. Mulch bremst im Sommer Verdunstung und Verschlämmung. Rasenschnitt lässt du erst antrocknen, legst ihn nur so aus, dass der Boden gerade bedeckt ist, und füllst lieber öfter nach. Welches Mulchmaterial im Rotkohlbeet passt, erklärt der Mulch-Ratgeber.

Fehler: Düngen nach Gefühl

Rotkohl bekommt bei der Pflanzvorbereitung Kompost. Für die jährliche Grundgabe rechnest du mit höchstens 3 Litern Kompost je Quadratmeter. Den Stickstoffbedarf von Gemüse deckt Kompost allein allerdings nicht.

Viel hilft viel gilt beim Kompost nicht. Bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten fällt die Kompostgabe kleiner aus. Ob das bei dir zutrifft, zeigt eine Bodenuntersuchung. Die Standardanalyse liefert pH-Wert, Phosphor, Kalium und Magnesium; Stickstoff und Humus musst du extra bestellen. Ich nehme Bodenproben im Herbst oder Frühjahr und nie direkt nach einer Düngung.

Wie du Rotkohl düngst, erntest und lagerst, beschreibt der Rotkohl-Anbauratgeber ausführlich. Die Düngung je Kohlart steht im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Düngen.

Wie schützt du Rotkohl rechtzeitig?

Fehler: Das Netz kommt zu spät

Im Kohlbeet sind unter anderem Kohlerdflöhe, die Kleine Kohlfliege und Raupen wie die des Kohlweißlings unterwegs. Die überwinterten Kohlerdflöhe tauchen meist ab April auf. Die erste Generation der Kleinen Kohlfliege fliegt witterungsabhängig im April oder Anfang Mai. Ungefähr 8 bis 10 Tage danach legt sie ihre Eier. Wer mit dem Netz wartet, bis Fraßspuren zu sehen sind, ist also zu spät dran.

Ein Kulturschutznetz mit 0,6 bis 0,8 mm Maschenweite gehört unmittelbar nach dem Pflanzen über die Reihe. Es bleibt bis zur Ernte geschlossen, und die Ränder liegen dicht auf. Ich lege es noch am Pflanztag auf und beschwere die Ränder rundum. Ab April kontrollierst du Saaten und Jungpflanzen regelmäßig, auch unter dem Netz.

Liegt stattdessen wärmehaltendes Vlies auf, nimmst du es ab, sobald es richtig warm wird, damit sich darunter keine Hitze staut. Vorbeugen, Kontrolle und Eingreifen erklärt der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Schädlinge und Pflanzenschutz.

Fehler: Kohlhernie wird verschleppt

Bei der Kohlhernie sitzt der Befall an den Wurzeln. Der Erreger kann sich mit seinen Dauersporen bis zu 20 Jahre im Boden halten. Welkt eine Pflanze und zeigt beim Herausziehen Wucherungen an den Wurzeln, kann das auf Kohlhernie hinweisen.

Befallene Pflanzen ziehst du mit allen Wurzeln heraus und gibst sie in den Restmüll, der Kompost ist tabu. Spaten und Hacke, die im Beet waren, reinigst du danach gründlich.

Falschem Mehltau an Jungpflanzen beugst du mit guter Lüftung vor, indem du Tau vermeidest und die Blätter rasch abtrocknen lässt. Gieß deshalb an den Fuß der Pflanze statt über die Blätter. Ein Fleck auf dem Blatt ist ein Hinweis, noch keine Diagnose; die Krankheitsbilder ordnet der Kohl-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten ein.

Was geht bei Ernte und Lagerung schief?

Im Herbst- und Winteranbau erntest du Rotkohl ab dem Spätherbst bis in den Winter, und Wintersorten dürfen dabei im Beet stehen bleiben. Einen festen Erntetermin gibt es nicht, weil die Kulturdauer von Sorte und Witterung abhängt.

Prüf die Köpfe deshalb mit der Hand, statt nach Kalender zu ernten. Rotkohl bildet einen geschlossenen Kopf aus Blättern. Bei Sommerformen bleibt er eher locker, bei Winterformen wird er fester.

Beim Lagern zeigt sich, ob die Sortenwahl vor der Aussaat gepasst hat. Für den Wintervorrat sind die Winterformen die bessere Wahl. Wie du die Köpfe erntest und einlagerst, steht im Rotkohl-Anbauratgeber, und die Erntezeiten aller Kohlarten findest du im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Ernte und Lagerung.

Welche Fruchtfolge-Fehler wirken bis ins nächste Jahr?

Rotkohl kommt erst nach einer Pause von 4 Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Zur Pause zählen alle Kreuzblütler, also auch Radieschen, Rettich und Rucola. Die Gründüngungen Gelbsenf, Ölrettich und Raps gehören ebenfalls dazu.

Fehler: Senf als Gründüngung und zu kurze Pausen

Ein typischer Fehler ist Gelbsenf als Gründüngung auf dem Kohlbeet. Senf ist ein Kreuzblütler; eine Senf-Gründüngung zwischen zwei Kohljahren unterbricht die Pause also, obwohl gerade kein Kohl dort steht. Vor Kohl säst du stattdessen Phacelia oder Buchweizen. Nach einem Kohlhernie-Befall sollte die Fläche mindestens 7 Jahre frei von Kreuzblütlern bleiben.

Fehler: Zu viel von Vorfrucht und Mischkultur erwarten

Hülsenfrüchte sind eine gute Vorfrucht, denn sie lassen Stickstoff im Boden zurück. Nach dem Kohl, der viel Nährstoff zieht, passen Möhren, Kopfsalat oder Spinat aus anderen Pflanzenfamilien. Bei der Mischkultur liegt der Fehler eher in zu hohen Erwartungen. Ob sich Gemüsearten gegenseitig fördern, ist schwer nachzuweisen, deshalb ist eine Nachbarliste kein Wirkversprechen. Welche Pflanzen du neben Rotkohl setzen kannst, zeigt der Mischkultur-Beitrag.

Die Grundlagen stehen im Kohl-Ratgeber im Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur. Damit du die Anbaupause über die Jahre im Blick behältst, hilft dir der Beetplaner für deine Gemüsebeete.

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Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für Aussaat und Pflanzung von Rotkohl?
Gesät wird Rotkohl von April bis Mai. Für eine frühe Kultur ziehst du ihn schon im Februar oder März im beheizten Gewächshaus oder Frühbeet vor und pflanzt ihn von März bis April. Ins Beet kommt er, sobald die Jungpflanzen 3 bis 5 gut ausgebildete Laubblätter haben und abgehärtet sind.
Welche häufigen Anfängerfehler sollten beim Rotkohlanbau vermieden werden?
Typisch sind zu tief gesäte Samen, denn Rotkohl gehört nur 0,5 bis 1 cm tief in die Erde. Keimlinge, die zu warm und zu dunkel stehen, werden lang und weich. Im Beet folgen zu enge Abstände, ein zu spät aufgelegtes Kulturschutznetz und eine zu kurze Anbaupause.
Wie wähle ich den optimalen Standort für den Rotkohlanbau aus?
Such einen sonnigen Platz aus, Halbschatten verträgt Rotkohl ebenfalls. Der Boden sollte tiefgründig, gut durchlässig und humusreich sein und keine Staunässe bilden. Für Kohl im Garten sollte der pH-Wert bei 6,5 bis 7 liegen, und ob du kalken musst, klärt eine Bodenuntersuchung.
Warum ist Fruchtwechsel beim Kohlanbau besonders wichtig?
Der Erreger der Kohlhernie kann sich mit seinen Dauersporen bis zu 20 Jahre im Boden halten. Rotkohl kommt deshalb erst nach einer Pause von 4 Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Zur Pause zählen alle Kreuzblütler, auch Radieschen, Rettich und Gründüngungen wie Gelbsenf, Ölrettich oder Raps.
Wie erkenne ich den richtigen Erntezeitpunkt bei Rotkohlköpfen?
Einen festen Termin gibt es nicht, denn von der Pflanzung bis zur Reife vergehen je nach Sorte und Witterung etwa 80 bis 160 Tage. Im Herbst- und Winteranbau erntest du ab dem Spätherbst bis in den Winter. Prüf die Köpfe mit der Hand: Winterformen werden fester, Sommerformen bleiben eher locker.
Wie lässt sich Rotkohl im Kübel anbauen?
Rotkohl gilt als topfgeeignet. Achte auf ein Gefäß mit freien Ablauflöchern, damit sich unten kein Wasser staut, und auf ein faserreiches, möglichst torffreies Kompostsubstrat. Steht der Kohl länger im Kübel, kann er im Sommer eine stickstoffbetonte Nachdüngung brauchen. Erde aus Gefäßen mit Kohlhernie verwendest du nicht wieder.
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