Wurzelaktivator selber machen: Pflanzenjauche, Komposttee und Bokashi-Saft ansetzen
- Pflanzenjauche: 1 kg frisches, zerkleinertes Kraut auf 10 l Wasser ansetzen, mit einem Gitter statt Deckel sichern und täglich einmal umrühren.
- Fertig ist die Jauche, wenn sie dunkel ist und nicht mehr schäumt, bei Wärme nach etwa 14 Tagen.
- Für Wurzelgaben fertige Jauche 1:10 verdünnen und auf feuchte Erde gießen; eine allgemeingültige Menge oder Häufigkeit gibt es nicht.
- Komposttee nur aus reifem Kompost und für jede Anwendung frisch ansetzen, Bokashi-Saft 1:100 verdünnt draußen verwenden.
- Kein Gartenkompost an Rhododendron, Azaleen und Heidelbeeren; frisch gepflanzte Rosen frühestens im Folgejahr düngen.

Brennnesseln am Zaun, reifer Kompost und ein Eimer Küchenabfälle: Mehr Zutaten brauchst du nicht, um einen Wurzelaktivator selber zu machen. Was dabei entsteht, ist im Kern ein flüssiger organischer Dünger, und so behandle ich ihn auch. Ich gieße meine Jauche nur verdünnt und nur auf feuchte Erde, um Wurzelschäden durch hohe Salzkonzentrationen zu vermeiden.
Du bekommst hier die Grundrezepte für Pflanzenjauche, KompostteeKomposttee ist ein flüssiger Auszug aus Kompost: Ein Stoffbeutel mit Kompost hängt 3 bis 24 Stunden im Gießwasser. Der Tee enthält gelöste Nährstoffe und Mikroorganismen und wird zum Düngen und Stärken gegossen oder gesprüht. und Bokashi-Saft, das Wurzelbad beim Pflanzen und eine Übersicht nach Pflanzengruppen.
Im Handel werden Wurzelaktivatoren als Starthilfe für die Wurzelbildung angeboten und nach Packungsangabe dosiert. Selbst gemacht heißt: ein Ansatz aus Kraut, Kompost oder fermentierten Küchenabfällen, der verdünnt an die Wurzeln kommt.
Welche Arten gekaufter Präparate es gibt und wie Wurzelaktivatoren auf Wurzel, Nährstoffaufnahme und Bodenleben wirken, erklärt ein eigener Ratgeber. In diesem Text geht es um das, was du selbst ansetzt.
Pflanzenjauche ansetzen: das Grundrezept
Für Pflanzenjauche eignen sich zum Beispiel Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch. Das Rezept bleibt gleich, nur der Nährstoffgehalt schwankt mit Pflanzenart, Zustand und Erntezeit des Krauts.
| Schritt | Wert |
|---|---|
| Frisches Kraut, zerkleinert | 1 kg auf 10 l Wasser |
| Getrocknetes Kraut | 100 bis 200 g auf 10 l Wasser |
| Gärzeit | etwa 2 bis 3 Wochen, bei Wärme etwa 14 Tage |
| Fertig, wenn | Farbe dunkel, kein Schäumen mehr |
| Verdünnung für Wurzelgaben | 1:10 mit Wasser |
So setze ich an:
- Ich schneide das Kraut mit der Gartenschere grob klein und wiege es auf der Küchenwaage ab.
- Das Kraut kommt in einen Kübel, darauf die passende Menge Wasser.
- Über den Kübel lege ich ein luftdurchlässiges Gitter, damit keine Tiere hineinfallen.
- Einmal am Tag rühre ich kräftig um.
- Ist die Jauche dunkel und schäumt nicht mehr, ist sie fertig.
- Für Wurzelgaben verdünne ich sie 1:10 mit Wasser und gieße sie durch ein Sieb in die Gießkanne.
Den Jauchekübel mit einem geschlossenen Deckel abdecken. Gesichert wird der Ansatz mit einem luftdurchlässigen Gitter oder Netz, ein dichter Deckel gehört nicht darauf.
Ich schreibe das Ansatzdatum mit wasserfestem Stift außen an den Kübel. Beim Umrühren schaue ich jedes Mal auf Farbe und Schaum und notiere den Tag, an dem nichts mehr schäumt.
Wie viel Jauche und wie oft?
Die Mengen im Rezept gelten für den Ansatz, nicht für das Beet. Für Menge und Wiederholung einer Jauchedüngung gibt es keine allgemeingültige Vorgabe, weil Pflanzen unterschiedlich viel brauchen und Böden unterschiedlich viel vorhalten. Gibst du schon Kompost oder andere Dünger, zählen deren Nährstoffe mit. Was der Boden tatsächlich vorhält, zeigt eine Bodenuntersuchung. Ich gieße die verdünnte Jauche in den Wurzelbereich und schaue mir Blattfarbe und Zuwachs an, bevor ich nachlege.
Bevor die Jauche ans Beet geht, prüfe ich:
- Farbe dunkel, kein Schaum mehr
- im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt
- Erde feucht, mit dem Finger geprüft
- direkt in den Wurzelbereich gegossen, Laub trocken gelassen
- bei Hitze und Trockenheit niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden
Komposttee aus reifem Kompost
Komposttee setzt du für jede Anwendung frisch an, einen Vorrat hebe ich nicht auf. Die Grundlage ist reifer Kompost. Gartenkompost braucht je nach Material und Rotteführung etwa 4 bis 12 Monate, bis er so weit ist. Ob er reif ist, zeigt der KressetestDer Kressetest zeigt dir, ob dein Kompost reif ist: Du säst Kresse auf eine Kompostprobe und zum Vergleich auf Gartenerde. Werden die Kresseblätter auf dem Kompost gelb oder braun, ist er noch zu frisch.: Du säst Kresse in Kompost und zum Vergleich in Gartenerde. Wächst sie im Kompost nach 5 Tagen schwächer oder gelblich-braun, braucht er weitere Reifezeit.
Ich gebe gesiebten Kompost in einen Eimer mit Wasser, rühre kräftig durch und schöpfe die Flüssigkeit ab, sobald sich die groben Teile gesetzt haben. Tast dich heran, gieß auf feuchte Erde und schau danach auf Blattfarbe und Wuchs.
Gieß den Tee direkt in den Wurzelbereich und halte das Laub trocken. Krankheitserreger für Menschen, Tiere und Pflanzen tötet Gartenkompost nicht zuverlässig ab, weil ausreichende RottetemperaturenDie Rottetemperatur ist die Temperatur im Inneren eines Komposthaufens, die entsteht, weil Mikroorganismen beim Abbau des Materials Wärme freisetzen. Liegt sie in der Heißrotte über 55 °C, hilft sie, Krankheitserreger abzutöten. oft nicht durchgehend erreicht werden. An Rhododendron, Azaleen und Heidelbeeren gieße ich keinen Komposttee: Gartenkompost eignet sich für sie wegen seiner pH-erhöhenden Wirkung nicht.
Ohne Komposthaufen gewinnst du Kompost in der Wurmkiste. Die Würmer arbeiten bei 15 bis 25 °C unter günstigen Bedingungen. Je nach Feuchte, Temperatur und Ausgangsmaterial ist der Wurmkompost nach etwa 3 bis 6 Monaten fertig.
Bokashi-Saft und fermentierte Küchenabfälle
Bokashi ist eine milchsäurebasierte Vorbehandlung organischer Abfälle im verschlossenen Eimer. Nach dem letzten Befüllen bleibt der Eimer etwa 2 bis 3 Wochen zu. Je nach Verfahren kann die Fermentation bis etwa 6 Wochen dauern, bei Kälte auch länger.
Den Bokashi-Saft verdünnst du für Gartenflächen im Verhältnis 1:100 mit Wasser. Er kann stark riechen, deshalb verwende ich ihn nur draußen und nie im Wohnraum.
Das feste Material ist nach der Fermentation noch kein Dünger fürs Beet, es muss erst mit Erde weiterverarbeitet oder kompostiert werden. Eine Möglichkeit: Du mischst es mit Gartenerde oder Kompost und lässt es in einem offenen Behälter weitere 3 Monate reifen. Dabei setzt du es gelegentlich um.
Erst gekaufte Mikroorganismen machen den Ansatz wirksam? In einem vierjährigen biologischen Feldversuch brachte die Zugabe Effektiver Mikroorganismen keinen zusätzlichen Nutzen für Ertrag oder Bodenqualität. Die beobachteten Wirkungen der Bokashi- und Mistgaben wurden auf das organische Material und die Nährstoffzufuhr zurückgeführt.
Mykorrhiza und Algen: kaufen statt ansetzen
Mykorrhiza-Pilze und Algenextrakte bekommst du nur fertig, selbst ansetzen lassen sie sich nicht. Bestimmte Bodenbakterien und Pilze können Phosphor und Stickstoff besser verfügbar machen oder das Wurzelwachstum anregen. Ob und wie ein mikrobielles Präparat wirkt, hängt von Boden, Klima, den bereits vorhandenen Mikroben und der Produktqualität ab.
Algen- und Pflanzenextrakte können Pflanzenhormone als biostimulierende Inhaltsstoffe enthalten, dosiert wird nach Packungsangabe. Welchen Platz gekaufte Wurzelaktivatoren im ökologischen Gartenbau haben und wo ihre Wirkung an Grenzen stößt, ordnet ein eigener Ratgeber ein.
Ausbringen: gießen oder einarbeiten
Flüssiges gießt du auf feuchte Erde in den Wurzelbereich. Festes wie Kompost arbeitest du nur oberflächlich ein, weil tiefer im Boden bei Sauerstoffmangel pflanzenschädigende Fäulnisprodukte entstehen können. Zeitpunkt, Dosierung gekaufter Mittel, Kombination mit Düngern und Lagerung behandelt der Ratgeber dazu, wie du Wurzelaktivatoren richtig anwendest.
Wurzelbad für selbst angesetzte Mittel
Vor dem Pflanzen tauche ich den Ballen in einen Eimer mit klarem Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Erst den nassen Ballen stelle ich in verdünnte, fertig vergorene Jauche, hebe ihn wieder heraus und lasse ihn abtropfen. Die Reihenfolge hat einen Grund: Düngerlösung gehört auf feuchte Erde, um Wurzelschäden durch hohe Salzkonzentrationen zu vermeiden. Unverdünnt kommt Jauche nie an die Wurzeln.
Nicht jede Neupflanzung braucht eine Extragabe:
- Rosen: Frisch gepflanzte Rosen werden frühestens im folgenden Jahr gedüngt, wenn sie eingewurzelt sind und kräftig wachsen. Pflanzenjauche ist eine Düngung über die Wurzel, ein Jauchebad beim Pflanzen wäre bei Rosen also eine Düngung zur falschen Zeit. Ich nehme dort klares Wasser.
- Koniferen: Eine Düngung beim Pflanzen ist nicht grundsätzlich nötig, sie richtet sich nach der untersuchten Nährstoffversorgung.
- Kübelpflanzen: In ausreichend vorgedüngter Blumenerde brauchen sie nach dem Umtopfen üblicherweise 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger.
- Sämlinge: Reinen Kompost gebe ich nicht an Keimlinge, weil seine hohe Nährsalzkonzentration ihren Wurzeln Wasser entziehen kann.
Welche Mischung passt zu welcher Pflanzengruppe?
Ich richte mich nach dem Bedarf der Gruppe, nicht nach einem Universalrezept. Kompost ist die Grundversorgung, Hornmehl liefert vor allem Stickstoff, und verdünnte Jauche kommt dort dazu, wo eine Gruppe viel braucht.
| Pflanzengruppe | Was ich gebe | Worauf ich achte |
|---|---|---|
| Fruchtgemüse wie Tomaten | BrennnesseljaucheBrennnesseljauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Brennnesselblättern, die zehn bis 14 Tage in Wasser gären. Sie liefert schnell verfügbaren Stickstoff und eignet sich besonders für stark zehrendes Gemüse., 1:10 verdünnt, in den Wurzelbereich | Tomaten haben einen höheren Stickstoffbedarf als Erbsen und Bohnen. Viel Stickstoff im Boden kann die Nitratanreicherung in Gemüse fördern, deshalb gebe ich nach Bedarf. |
| Feldsalat und Radieschen im Spätsommer | meist keine Zusatzgabe | Eine Stickstoffdüngung kann hier meistens entfallen. |
| Wurzelgemüse, Zwiebeln, Kohl | nur reifen Kompost | Frischer Kompost kann schädliche Gemüsefliegen anlocken. |
| Junge Obstbäume und Beerensträucher | jährlich 1 bis 1,5 l reifer Kompost je Pflanze, ergänzt um 10 g Hornmehl als Stickstoffquelle | Zu viel Stickstoff kann starkes Triebwachstum zulasten von Blüten und Früchten fördern. |
| Kleinkronige Apfel- und Birnbäume im Vollertrag | zur jährlichen Kompostgabe 70 bis 100 g Hornmehl je Baum, Ende März bis Anfang April leicht eingearbeitet | Eine BaumscheibeDie Baumscheibe ist die Bodenfläche rund um den Stamm eines Baums oder Strauchs, die du frei von Gras und Unkraut hältst oder mulchst. So nehmen Gräser und Unkraut dem Gehölz weniger Wasser und Nährstoffe weg. von etwa 1 m Durchmesser mindert die Konkurrenz der Gräser um Wasser und Nährstoffe. |
| Prachtstauden | im Frühjahr 3 l Kompost je m²; bei starkwachsenden wie Rittersporn, Phlox und Pfingstrosen zusätzlich bis zu 50 g Hornmehl je m² | Stark überhöhte Phosphor- oder Kaliumvorräte sprechen gegen die Kompostgabe. |
| PolsterstaudenPolsterstauden sind niedrige, winterharte Stauden, die flach in die Breite wachsen und dabei dichte Polster oder Teppiche bilden. Sie werden vor allem im Steingarten und als Bodendecker verwendet. und mediterrane Stauden auf mageren Standorten | keine Kompostgabe | Übermäßige Düngung kann zu untypisch starkem Wachstum und schlechterer Winterhärte führen. |
| Lavendel | zurückhaltend düngen | Stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können zu weichem, instabilem Wuchs führen. |
| Rhododendron, Azaleen, Heidelbeeren | keinen Gartenkompost und keinen Komposttee | Gartenkompost wirkt pH-erhöhend. |
| Pelargonien auf dem Balkon | als Starkzehrer verdünnte Jauche, im selben Gießgang aufgebraucht | Angesetztes Gießwasser mit organischem Flüssigdünger kann sonst gären. |
| Rasen | abgesiebter Kompost mit Bestandteilen kleiner als 10 bis 15 mm, etwa 2 l je m² | Gröberen Kompost nehme ich zur Bodenverbesserung im Beet. |
Ob sich gekaufte Präparate bei Gehölzen lohnen, klärt der Ratgeber darüber, was Wurzelaktivatoren Bäumen und Sträuchern kurz- und langfristig bringen.
Wann ansetzen, wann aufhören?
| Zeitraum | Was gilt |
|---|---|
| Frühjahr | Eine Frühjahrsdüngung ist der Herbstdüngung vorzuziehen, weil sie Auswaschungsverluste mindert. |
| warme Witterung | Jauche ansetzen, bei Wärme ist sie nach etwa 14 Tagen fertig. |
| Ende April bis August | Düngezeit für Kübelpflanzen mit winterlicher Ruhephase. |
| Hitze und Trockenheit | Flüssiges nur niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden, ohne das Laub zu benetzen. |
| nach Mitte Juli | Obst- und Ziergehölze bekommen keinen stickstoffhaltigen Dünger wie Hornmehl mehr, damit die Triebe ausreifen. |
| Herbst | Keine Jauche auf abgeräumte Beete; eine Gründüngung bindet frei werdende Nährstoffe. |
Auf leeren Beeten nimmt keine Pflanze mehr auf, was der Boden an Nährstoffen freisetzt, deshalb sind diese auswaschungsgefährdet. Jauche ist eine Wurzeldüngung. Im Herbst auf ein abgeräumtes Beet gegossen, bringt sie also Nährstoffe, die keine Pflanze mehr aufnimmt und die ausgewaschen werden können.
Wenn Pflanzen schlapp wirken: erst die Ursache
Gelbe Blätter und schwacher Wuchs können auf Nährstoffmangel hindeuten, ähnliche Symptome können aber auch Trockenheit, Staunässe, Wurzelschäden oder Verdichtung verursachen. Bei Frost, Trockenheit und Staunässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei, eine weitere Gabe behebt das akute Problem dann nicht zuverlässig. Bevor du nachlegst, hilft dir der Abschnitt zu Mangel und Überdüngung im Ratgeber Düngen, Boden und Kompost.
Mulch, Lockerung und Fruchtfolge in Kürze
Im Gemüsebeet ist eine organische Mulchschicht von etwa 2 bis 3 cm üblich. Ich mulche erst, wenn die Pflanzen ungefähr 10 cm hoch sind, und halte Saatrillen frei. Stroh, Holzhäcksel und Rindenmulch können beim Abbau Stickstoff binden.
Im Frühjahr lockere ich Gemüsebeete mit dem Sauzahn kreuzweise in etwa 20 cm Abstand, ohne die Schichten umzuwenden. Ich fange erst an, wenn keine Erde mehr am Gerät haftet.
Leguminosen wie Klee, Wicken und Lupinen können mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden. Im Werkzeug zur Mischkultur prüfst du, welche Kulturen als Nachbarn zusammenpassen; eine Mischkultur unterstützt, garantiert aber nichts. Anbaupausen und Zehrer-Einstufung kannst du bei der Beetplanung im Beetplaner berücksichtigen.
Mulchen, Gründüngung und Bodenpflege vertieft ebenfalls der Ratgeber Düngen, Boden und Kompost.
Lohnt sich das Selbermachen?
Die Zutaten wachsen im eigenen Garten oder fallen in der Küche an. Kompost und Mist können neben der Nährstoffzufuhr auch BodenstrukturDie Bodenstruktur, auch Bodengefüge genannt, beschreibt, wie die festen Bestandteile des Bodens räumlich angeordnet sind. Sie bestimmt, wie viele und welche Poren es gibt, in denen sich Luft und Wasser halten. und Bodenleben verbessern. Dafür kostet das Selbermachen Zeit, denn Jauche braucht ihre Gärzeit und Bokashi muss nach der Fermentation noch nachreifen.
Den Nährstoffgehalt deines Ansatzes kennst du nicht genau, weil er mit Kraut, Zustand und Erntezeit schwankt. Auch organische Dünger können bei übermäßiger Anwendung Pflanzen und Umwelt belasten, natürlich heißt also nicht automatisch harmlos. Bokashi-Saft kann außerdem stark riechen, und im Haus gehören organische Flüssigdünger nur an Pflanzen in Erde, nicht in HydrokulturHydrokultur ist eine Kulturmethode ohne Erde: Die Wurzeln wachsen in einem neutralen Füllsubstrat wie Blähton, und eine Nährlösung aus Wasser und gelösten Nährstoffen versorgt die Pflanze..
Ich setze jedes Frühjahr einen Kübel Brennnesseljauche abseits der Terrasse an und rühre ihn beim ersten Gang durch den Garten um.
Schneide frisches Kraut, wiege 1 kg ab und setze es mit 10 l Wasser in einem Kübel an. Leg ein luftdurchlässiges Gitter auf, schreib das Datum an den Kübel und rühre ab jetzt einmal am Tag kräftig um.
