Geranien kombinieren: Welche Begleitpflanzen und Farben zu ihnen passen
- Gute Partner teilen den sonnigen Platz der Geranie und kommen mit ihrem Gieß- und Düngerhythmus zurecht.
- Hängepetunien brauchen wie Geranien viele Nährstoffe, werden aber reichlicher gegossen.
- Husarenknopf gehört an den vorderen Kastenrand und verträgt wie die Geranie antrocknende Erde.
- Elfenspiegel und Lavendel setzt du in eigene Töpfe, weil Geranien Starkzehrer sind.
- Komplementär wirkt Gelb mit Violett oder Orange mit Blau, ruhig wirkt eine Pflanzung Ton in Ton.
- Lässt die Geranienblüte bei anhaltender Kühle nach, übernehmen Herbstastern bis zum Frost.
Ein Geranienkasten sieht im Mai mit fast jedem Partner gut aus. Die eigentliche Probe kommt im Hochsommer. In Prüfungen gemischter Balkonpflanzungen wurden schwache Partner bis dahin häufig zurückgedrängt, manche verschwanden fast völlig. Ich wähle Begleiter für meine Geranien deshalb zuerst nach ihren Ansprüchen und erst dann nach der Farbe. Bevor ein neuer Partner in den Kasten darf, stelle ich ihn im Verkaufstopf neben die Geranien und lese sein Etikett: Licht, Wasser, Nährstoffe.
Kurz beantwortet: Geranien kombinierst du am sichersten mit Pflanzen, die einen sonnigen Platz vertragen und beim Gießen und Düngen mithalten. Hängepetunien teilen mit ihnen den Lichtanspruch und den hohen Nährstoffbedarf, Husarenknopf passt an den vorderen Kastenrand. Lobelie und Ziersalbei ergänzen den Kasten als bienenattraktive Balkonpflanzen. Lavendel und Elfenspiegel stellst du besser in eigenen Töpfen daneben, Fuchsien und Knollenbegonien gehören in den Schattenkasten.
Bevor du kombinierst: Was die Geranie selbst braucht
Geranien, botanisch Hänge- und Zonalpelargonien, bevorzugen einen vollsonnigen Standort. Halbschatten vertragen sie, für vollschattige Nordlagen eignen sie sich nicht, und Staunässe vertragen Balkonpelargonien nicht. Wie du den idealen Standort für deine Geranien findest und Geranien im Kübel auf Balkon und Terrasse pflanzt, steht in eigenen Ratgebern.
Welche Pflanzen passen zu Geranien?
Ein guter Partner stellt dieselben Ansprüche an Licht, Wasser und Nährstoffe wie die Geranie. Weicht er in einem dieser Punkte ab, pflegst du im gemeinsamen Kasten immer einen Kompromiss. Für vier verbreitete Balkonblumen lassen sich die Ansprüche direkt vergleichen:
| Pflanze | Licht | Gießen | Nährstoffbedarf |
|---|---|---|---|
| Pelargonien (Geranien) | vollsonnig bis halbschattig | mäßig | hoch |
| Hängepetunien | vollsonnig bis halbschattig | reichlich | hoch |
| Fuchsien | Halbschatten bis Schatten | mäßig | mittel |
| Knollenbegonien | Halbschatten bis Schatten | reichlich | mittel |
Fuchsien gießt du so mäßig wie Geranien, beim Licht liegen die beiden aber weit auseinander. Fuchsien eignen sich für Halbschatten bis Schatten, Geranien bevorzugen volle Sonne. Ein gemeinsamer Kasten stünde damit immer für eine der beiden Pflanzen am falschen Platz. Für schattige Kästen kommen Begonien und Fuchsien eher als Begleiter für Fleißige Lieschen infrage.
Hängepetunien: gleiche Sonne, mehr Durst
Hängepetunien teilen mit Geranien den Platz an der Sonne und den hohen Nährstoffbedarf. Beim Wasser unterscheiden sich die beiden: Hängepetunien werden reichlich gegossen, Pelargonien mäßig. Im selben Kasten musst du deshalb einen Mittelweg finden, der keiner der beiden Pflanzen ganz entspricht. Ich hänge Petunien darum gern als eigene Ampel neben den Geranienkasten.
Gemeinsam gepflanzt werden die beiden trotzdem. Eine geprüfte sommerliche Gefäßkombination verband die Petunie ‘Ray Salmon’ mit Pelargonium ‘Brocade Fire Night’, Ziersalbei ‘GoGo Coral’ und Lysimachia ‘Goldi’. In Prüfungen solcher gemischten Pflanzungen wurden Petunien häufig dominanter, während schwache Partner teils verdrängt wurden. Ich schaue im Hochsommer beim Gießen nach, ob die Petunie schon über die Geranie wächst.
Petunien können an heißen Tagen 1 l Wasser oder mehr je Pflanze und Tag benötigen. Geranien gießt du dagegen erst wieder, wenn ihre Erde abgetrocknet ist.
Husarenknopf für die Kastenkante
Husarenknöpfchen setzt du in gemischten Kübeln vorzugsweise an den vorderen Rand. Mit 10 bis 20 cm Wuchshöhe bleibt der Husarenknopf dort niedrig. Er blüht von Mai bis Oktober, die Sorte ‘Solaris’ trägt leuchtend gelbe Blüten.
Beim Husarenknopf darf die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen. Geranien gießt du ebenfalls erst wieder, wenn die Erde abgetrocknet ist. Die beiden teilen also ihren Gießrhythmus, und am Kastenrand brauchst du keine Sonderbehandlung. Der Husarenknopf ist einjährig, im nächsten Frühjahr ziehst du ihn neu.
Lobelie, Ziersalbei und Co. für Bienen
Soll dein Geranienkasten auch Insekten etwas bieten, wähle Partner aus der Gruppe Zweizahn, Lobelie, Ziersalbei und Strohblume. Diese vier haben sich bei Untersuchungen einjähriger Blühpflanzen an der LWG als bienenattraktive Balkonpflanzen bewährt. An Ziersalbei ‘GoGo Coral’ wurden in einer Gefäßpflanzung mit Petunien Bienen oder Hummeln beobachtet. Die Lobeliensorte ‘Kaiser Wilhelm’ bleibt mit 10 bis 20 cm niedrig und blüht von Juni bis September.
Bei allen Partnern lohnt ein Blick in die Blüte. Ungefüllte und halbgefüllte Blüten eignen sich als Pollen- und Nektarquellen, stark gefüllte meidest du für eine bienenfreundliche Bepflanzung. Ein sicheres Kriterium ist die Füllung allein aber nicht, denn auch manche gefüllte Blüte bildet noch zugänglichen Pollen oder Nektar.
Sommerblumen aus Samen: Zinnien, Strohblumen, Tagetes
Auch Sommerblumen, die du selbst säst, ergänzen Geranien. Zinnien der Mischung ‘Profusion’ eignen sich für Gefäße und brauchen einen sonnigen Standort. Zwergsorten der Garten-Strohblume passen in Rabatten, Balkonkästen und Töpfe und vertragen Trockenheit mäßig. Kompakt bleibt auch die Serie ‘Taishan’ von Tagetes erecta mit etwa 25 bis 30 cm Wuchshöhe.
Ungefüllte Tagetes-Sorten bieten Insekten frei zugänglichen Nektar, die zierliche Tagetes tenuifolia eignet sich für Beeteinfassungen. Tagetes können allerdings Schnecken anlocken, die du dann gezielt absammelst. Wann du welche dieser Arten säst, zeigt dir der Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
So hoch werden die niedrigen Partner und so lange blühen sie:
| Partner | Wuchshöhe | Blütezeit | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Husarenknopf | 10 bis 20 cm | Mai bis Oktober | vorderer Rand gemischter Kübel |
| Lobelie ‘Kaiser Wilhelm’ | 10 bis 20 cm | Juni bis September | bienenattraktive Balkonpflanze |
| Zinnie ‘Profusion’ | 20 bis 30 cm | Juni bis Oktober | GefäßkulturGefäßkultur ist der Anbau von Pflanzen in Töpfen, Kübeln, Kästen oder Kisten statt direkt im Gartenboden. So kannst du Gemüse, Kräuter oder Blumen auch auf Balkon und Terrasse ziehen., sonniger Standort |
| Kissenaster ‘Rosenwichtel’ | 20 bis 30 cm | Ende September bis Ende Oktober | Herbstpartner im Beet, lilarosa |
Diese Partner stellst du besser daneben
Elfenspiegel reagiert empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen und sollte deshalb nicht mit StarkzehrernStarkzehrer sind Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff, etwa Kohl, Kürbis, Tomaten und Zucchini. In der Fruchtfolge kommen sie zuerst auf ein frisch versorgtes Beet, zum Beispiel nach einer Kompostgabe. kombiniert werden. Hänge- und Zonalpelargonien gehören genau zu diesen Starkzehrern. Im gemeinsamen Kasten müsstest du also die Geranie knapp halten oder den Elfenspiegel einer Düngung aussetzen, die er schlecht verträgt. Ein eigener Topf direkt daneben löst das, zumal Elfenspiegel regengeschützte Plätze bevorzugt und sehr empfindlich auf Staunässe reagiert.
Bei der Kapuzinerkresse kommt es auf die Sorte an. Für Gefäße eignen sich kompakte Sorten, kletternde Kapuzinerkresse kann mit ihren langen Trieben andere Pflanzen unterdrücken. Für Lavendel gilt ebenfalls, dass er besser im eigenen Topf steht, mehr dazu bei der mediterranen Terrasse.
Verträgt der Partner volle Sonne? Darf seine Erde zwischen zwei Wassergaben abtrocknen? Kommt er mit einem Starkzehrer im selben Substrat zurecht? Bleibt er an seinem Platz im Kasten in der passenden Höhe? Blüht er in denselben Monaten oder schließt er eine Lücke?
Wuchsformen: Welche Geranie übernimmt welche Rolle?
Zu den klassischen Balkonpelargonien gehören aufrechte Formen von Pelargonium x hortorum und hängende Formen von Pelargonium peltatum. Die aufrechten bilden im Kasten die hintere Reihe, die hängenden fallen über die Vorderkante. Pelargonien der Stellar-Gruppe gibt es unter anderem in Rot, Weiß, Lachsfarben und Violett. Damit hast du schon innerhalb einer Gruppe Material für mehrere Farbkonzepte.
Viele Duftpelargonien blühen weniger stark als Zonalpelargonien und setzen ihre Akzente über Laub und Duft. Im Kasten übernehmen sie deshalb eher die ruhige Rolle neben den Blühern. Edelgeranien eignen sich als Zimmerpflanzen für ein sonniges Fenster. Wie du Geranien ganzjährig im Haus kultivierst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Beim Einkauf hilft der botanische Name. Die üblichen Balkon-Geranien gehören zur Gattung Pelargonium und sind von den Storchschnäbeln zu unterscheiden, die botanisch Geranium heißen. Die genetische Vielfalt der Pelargonien dokumentiert und erhält das Teilnetzwerk Pelargonium der Deutschen Genbank Zierpflanzen in dezentralen Sammlungen. Was die Forschung über das Erbgut weiß, liest du im Ratgeber zur Genetik der Geranien.
Farbkonzepte: Spannung oder Ruhe?
Bei der Farbe entscheidest du zuerst, ob der Kasten Spannung oder Ruhe zeigen soll. Spannung entsteht mit Komplementärfarben, Ruhe mit einer Pflanzung Ton in Ton.
Komplementär: Gelb mit Violett, Orange mit Blau
Im Farbkreis nach Itten bilden Gelb mit Violett sowie Orange mit Blau kontrastierende Komplementärpaare. Solche Paare eignen sich für kontrastreiche Pflanzungen.
Für Gelb und Violett setzt du violett blühende Geranien in die hintere Reihe und gelben Husarenknopf ‘Solaris’ davor. Für Orange und Blau kombinierst du Geranien in warmen Lachs- und Orangetönen mit blau blühenden Lobelien am Rand. Im Beet kann das Orange auch vom Partner kommen. Cosmos sulphureus ‘Mandarin’ blüht dunkelorange und bleibt mit 20 bis 30 cm niedrig. Dazu passen weiße Geranien und blau blühende Lobelien.
Ich probiere Kontraste aus, bevor ich pflanze. Dafür stelle ich die Töpfe in der späteren Anordnung auf und schaue sie aus der Entfernung an, aus der ich den Balkon sonst sehe.
Ton in Ton: eine Farbe in Stufen
Eine Ton-in-Ton-Pflanzung arbeitet mit helleren und dunkleren Nuancen derselben Farbe. Bei Geranien bietet sich Rot an, gestaffelt vom Lachston bis zum kräftigen Rot. Wer Violett mag, ergänzt violette Geranien um die Vanilleblume mit ihren violetten bis lavendelblauen Blüten. Ich nutze Weiß als Trenner, wenn ein Kasten mehrere kräftige Farben bekommt, und lege mich vorher auf eine Hauptfarbe fest.
Bei der Vanilleblume sind alle Pflanzenteile giftig, sie enthält Pyrrolizidinalkaloide. Stell sie nur dorthin, wo Kinder und Haustiere nicht an die Pflanze kommen.
Duft und Laub als zweite Ebene
Duftpflanzen nimmst du an Sitzplätzen, Terrassen und Gartenwegen gut wahr. Für den Geranienkasten am Sitzplatz bieten sich deshalb Duftpelargonien an, die über ihr Laub wirken. Bei der Zitronenverbene duften die Blätter beim Zerreiben nach Zitrone, ein sonniger Platz gilt für sie als Richtwert. Die Gartenverbene ‘Duftmix’ verbindet duftende Blüten in Weiß, Pink und Blau. Auch die Vanilleblume duftet stark und angenehm.
Die Levkojenmischung ‘Duftbouquet’ duftet besonders in den Abendstunden. In heißem Sommerklima verkürzt sich allerdings die Blütezeit von Garten-Levkojen. Am vollsonnigen Platz der Geranien rechnest du in heißen Sommern deshalb mit einer kürzeren Levkojenblüte.
Gestaltungsideen für Kasten, Terrasse und Beet
Der klassische Balkonkasten
Im klassischen Kasten stehen aufrechte Geranien hinten, davor hängende Geranien oder ein niedriger Partner wie Husarenknopf. Rot mit Weiß ist dabei ein Klassiker, der mit Geranien allein auskommt. Plane beim Setzen die endgültige Größe jeder Pflanze ein, nicht die Größe im Verkaufstopf. Ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen einschließlich Geranien die Ausbreitung von Grauschimmel.
Hängt dein Kasten ohne Dach im Wetter, wähle einfach blühende Geranien. Gefüllt blühende reagieren empfindlicher auf Regen, weil das Wasser länger in ihren Blüten bleibt. Bei Petunien sind Multiflora-Typen wetterfester, großblütige Grandiflora-Petunien brauchen einen geschützten Platz.
Mediterrane Terrasse
Für ein südliches Bild stellst du Geranien in warmen Farben in Tontöpfen an eine sonnige Hauswand. Dazu passen Pflanzen, die sich für sonnige Steingärten eignen, etwa Thymian, Lavendel und Heiligenkraut.
Lavendel bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort mit gutem Wasserabzug und braucht nur wenig Dünger. Geranien dagegen gehören zu den Starkzehrern. Im gemeinsamen Kasten würde also einer der beiden Partner falsch gedüngt. Bei mir bekommt Lavendel deshalb einen eigenen Topf, der direkt neben den Geranien steht.
Bauerngarten-Beet
Beetgeranien bringen auch ins Gartenbeet Farbe. Ringelblumen, Kosmeen, Tagetes und Zinnien gehören zu den Sommerblumen, deren Blüte bis zum Spätherbst anhält. Sommerblumen eignen sich außerdem als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Duft bringt die Gartenverbene ‘Duftmix’, die du mit 30 cm Pflanz- und Reihenabstand setzt.
Schmuckkörbchen, also Kosmeen, benötigen im Beet keine zusätzliche Düngung und bevorzugen lockeren, nährstoffarmen Boden. Geranien sind dagegen Starkzehrer. Im gemischten Beet düngst du deshalb gezielt an den Geranien statt flächig über alle Pflanzen. Die Verteilung kannst du vorher mit dem Beetplaner für deine Beetfläche durchspielen.
Modern und reduziert
Für einen modernen Look reicht eine einzige Geraniensorte in schlichten, großen Gefäßen, ganz in Weiß oder Ton in Ton. Große Gefäße haben einen praktischen Vorteil, denn mehr Erdvolumen bevorratet mehr Wasser. In windiger Lage kann ein großer, schwerer Übertopf außerdem die Standfestigkeit eines Kübels erhöhen. Gräser oder Blattschmuck setze ich in eigene Gefäße daneben. So lese ich ihre Ansprüche in Ruhe auf dem Etikett nach und gieße jedes Gefäß nach seinem eigenen Bedarf.
Gießen und Düngen im gemischten Kasten
Im Mix gießt und düngst du nach der Pflanze mit den engsten Grenzen. Bei Geranien sind das die Empfindlichkeit gegenüber Staunässe und der hohe Nährstoffbedarf.
Gießen nach Feuchte, nicht nach Kalender
Hänge- und Zonalpelargonien werden gründlich durchfeuchtet und erst wieder gegossen, wenn die Erde abgetrocknet ist. Überschüssiges Wasser muss dabei frei aus Kasten oder Kübel ablaufen können. Wie oft das nötig ist, richtet sich nach Pflanzenbedarf, Bodenfeuchte und Witterung. Einen allgemein festen Tagesabstand gibt es nicht.
Bei torffreier Topferde kann die Oberfläche schon trocken sein, während tiefere Schichten noch nass sind. Das Abtrocknen, auf das die Geranie wartet, erkennst du in torffreier Erde deshalb nicht an der Oberfläche. Prüfe stattdessen mit dem Finger im unteren Bereich oder über das Gewicht des Gefäßes.
Gieße möglichst morgens und bei Bedarf zusätzlich abends direkt in den Wurzelbereich. Hohe Luftfeuchte und lange nasse Pflanzenteile begünstigen bei Pelargonien Pilzkrankheiten, darum bleibt das Laub trocken. Welkt eine Pflanze im Mix, prüfst du vor dem nächsten Gießen die Erdfeuchte, denn auch Staunässe mit Wurzelfäule lässt Pflanzen welken. Braune, weiche und leicht abreißende Geranienwurzeln sind ein Hinweis auf Staunässeschäden.
Steht ein durstiger Partner im Kasten, hilft ein größeres Gefäß. Mehr Erdvolumen kann den raschen Wasserverlust an heißen Tagen abpuffern. Feuchteabhängige Tropfsysteme versorgen Kästen und Kübel abhängig von der Substratfeuchte mit Wasser. In Kästen mit Wasserreservoir gießt du zunächst normal, bis die Pflanzen ausreichend eingewurzelt sind.
Ich hebe meine Kästen vor dem Gießen kurz an und stecke einen Finger tief ins Substrat. Ist der Kasten schwer und unten feucht, lasse ich die Kanne stehen, auch wenn die Oberfläche trocken aussieht.
Düngen, wenn ein Starkzehrer im Kasten steht
Geranien gehören zu den Starkzehrern, Hängepetunien haben einen ebenso hohen Nährstoffbedarf. Diese beiden kannst du nach einem gemeinsamen Plan düngen. Knollenbegonien und Fuchsien liegen mit mittlerem Bedarf darunter.
Prüfe vor der ersten Nachdüngung auf der Verpackung der Erde, wie lange ihre Nährstoffversorgung reicht. Bei Kübelpflanzen reicht die GrunddüngungDie Grunddüngung ist die Düngergabe unmittelbar zu Beginn einer Kultur oder der Wachstumszeit. Was die Pflanzen danach noch brauchen, bekommen sie mit einer oder mehreren Nachdüngungen, den sogenannten Kopfdüngungen. üblicher Pflanzerde im Regelfall für etwa 4 bis 6 Wochen. Ohne LangzeitdüngerEin Langzeitdünger, auch Depotdünger genannt, gibt seine Nährstoffe nicht sofort, sondern verzögert über einen längeren Zeitraum an die Pflanzen ab. Das gilt für entsprechend gekennzeichnete Mineraldünger und ebenso für organische Dünger. erhalten eingewurzelte Geranien bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssigen VolldüngerEin Volldünger, auch NPK-Dünger genannt, enthält die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem Produkt. Häufig sind zusätzlich Magnesium, Kalzium oder Schwefel beigemischt.. Alternativ mischst du mineralischen Langzeitdünger beim Pflanzen unter das Substrat. Die Menge richtet sich in beiden Fällen nach der Dosierungsanweisung des jeweiligen Produkts.
Bei torffreier Erde kann trotz VordüngungVordüngung nennt man den Dünger, der fertiger Blumen- und Pflanzerde schon ab Werk beigemischt ist. Er versorgt frisch eingetopfte Pflanzen in den ersten Wochen, danach musst du selbst nachdüngen. zu wenig Stickstoff verfügbar sein. Kräftig grüne Blätter und zügiges Wachstum zeigen dir dagegen eine gute Nährstoffversorgung an. Zu viel schadet ebenfalls: Überdüngung oder salzbelastetes Gießwasser kann bei Pelargonien zunächst Welke und später braune Blätter und Wurzelschäden verursachen.
Schwache oder geschädigte Geranienblüten allein belegen keinen Nährstoffmangel. Lichtmangel kann bei Pelargonien dagegen zum Absterben der Blütenknospen führen. Wächst im Kasten ein Partner über die Geranie hinaus, prüfst du deshalb zuerst, ob er ihr das Licht nimmt, bevor du nachdüngst. Wie du Sommerblumen nach Phase und Bedarf versorgst, steht im Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen.
Flüssigdünger auf einen ausgetrockneten Kasten geben. Düngerlösung kommt bei Kübelpflanzen nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Trockenes Geraniensubstrat feuchtest du deshalb zuerst mit reinem Wasser an.
Ausputzen und gesunde Pflanzen im Mix
Das Entfernen verblühter Blüten fördert bei Balkonpflanzen wie Petunien die weitere Blüte und vermindert zugleich Krankheitsherde. Vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können bei Balkonpflanzen zu Befallsstellen für Grauschimmel werden. Wie du ausputzt, vorbeugst und von Hand eingreifst, beschreibt der Sommerblumen-Ratgeber in seinen Abschnitten zu Pflege sowie zu Krankheiten und Schädlingen.
Geranien durchs Jahr: Partner für jede Saison
Der Sommer gehört den Partnern, die du nach Licht, Wasser und Nährstoffen ausgewählt hast. Für Frühjahr und Herbst brauchst du andere Begleiter, die den Kasten vor und nach den Geranien füllen.
Frühling: der Kasten vor den Geranien
Bevor die Geranien einziehen, kann derselbe Kasten schon blühen. Ein Vorschlag für eine Frühlingsschale kombiniert gelbe Stiefmütterchen mit gelben Narzissen ‘Tête à Tête’, blauen Vergissmeinnicht und weißem Tausendschön. Rote oder weiße Tulpen gelten als Gestaltungspartner für blaue Stiefmütterchen.
Wald-Vergissmeinnicht blüht als Frühjahrsblüher von März bis Mai. Vor Mitte Mai bepflanzte Balkonkästen brauchen bei drohendem Spätfrost dagegen Schutz. Der Frühjahrsflor füllt damit genau die Wochen, in denen Geranien draußen noch gefährdet wären. Im Mai räumst du ihn ab und setzt die Geranien mit ihren Sommerpartnern.
Herbst: wenn die Geranienblüte nachlässt
Bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C legen Pelargonien keine neuen Blüten an. Herbstastern setzen dagegen bis zum Frost Blütenakzente. Im Beet übernehmen Astern also genau dann, wenn die Geranie im kühlen Herbst nachlässt.
Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost und werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht. Für den vorderen Beetrand bleibt die Kissenaster ‘Rosenwichtel’ mit 20 bis 30 cm niedrig. Sie blüht lilarosa von Ende September bis Ende Oktober.
Im Kasten lösen Garten-Stiefmütterchen und Hornveilchen die Geranien ab. Die Sorte ‘Goldgelb mit Auge’ blüht von September bis November und im Frühjahr noch einmal von März bis Mai.
Winter: Geranien ins Quartier, der Kasten bleibt draußen
Geranien überwinterst du kühl und hell und gießt sie dabei nur wenig, ohne die Erde ganz austrocknen zu lassen. Dünger brauchen sie in dieser Zeit nicht. Vor dem Einräumen kontrollierst du die Pflanzen auf Schädlinge und stellst befallene getrennt auf.
Der Herbstkasten draußen braucht in frischer Blumenerde über den Winter keinen zusätzlichen Dünger. Winterharte Herbstpflanzen wie Hornveilchen musst du aber auch im Kasten bei frostfreiem Wetter gießen, damit sie nicht vertrocknen. Breite und tiefe Kästen schützen ihre Wurzeln besser vor Frost als kleine Gefäße. Einjährige Partner wie Husarenknopf und Zinnien der Mischung ‘Profusion’ sind nicht winterhart und werden im Frühjahr neu gezogen.
Gelungene Farben behältst du über StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze., denn die Stecklingsvermehrung gibt die Eigenschaften der Mutterpflanze weiter. Bei Samen von F1-HybridenF1-Hybriden sind Sorten, deren Saatgut aus der gezielten Kreuzung zweier ausgewählter Elternlinien stammt. Die Pflanzen dieser ersten Nachkommengeneration (F1) wachsen häufig sehr einheitlich, ihre eigenen Samen bringen die Sorte aber nicht zuverlässig wieder hervor. spalten die Merkmale in der Folgegeneration dagegen wieder auf. Wer die Farbe einer Kombination behalten will, schneidet deshalb im Sommer Stecklinge, statt selbst geerntete Samen auszusäen. Dafür wählst du gesunde, möglichst blütenfreie Triebe mit 3 bis 4 Blattpaaren. Hell, aber vor greller Sonne geschützt, bilden sie nach etwa 2 bis 3 Wochen erste Wurzeln. Geranien aus gekauftem Saatgut wie ‘Horizon F1’ ziehst du von Dezember bis Februar in Gefäßen vor.





