Harmonische Pflanzpartner für Dill: So planst du deinen Dill-Kräutergarten
- Gute Nachbarn für Dill sind Gurken, Melonen, Busch-, Stangen- und Prunkbohnen, Mangold, Rote Beete und Zwiebeln.
- Kerbel, Petersilie, Koriander, Fenchel, Möhren, Sellerie, Kümmel, Anis und Liebstöckel gelten als unverträgliche Nachbarn für Dill.
- Im Beet stehen Dillreihen mit 15 cm in der Reihe und 25 cm Reihenabstand, als Direktsaat in Reihen.
- Wer bis August alle 3 Wochen nachsät, erntet Dillblätter bis in den Herbst; das Erntefenster reicht von Mai bis Oktober.
- Dill ist einjährig, keine Dauerkultur und bekommt am selben Platz eine Anbaupause von 5 Jahren.

Du hast Dill, Petersilie und Kerbel zusammen in ein Eck gesetzt, weil sie in der Küche zusammengehören – und genau diese Nachbarschaft steht auf der Liste der schwierigen. Dill hat unter den Kräutern kaum ausgewiesene Freunde, dafür eine lange Reihe von Verwandten, die er nicht neben sich mag. Deshalb plane ich Dill nicht als Kräuterbeet-Mitbewohner, sondern als Gast zwischen Gemüse und als Solist in seiner eigenen Spiralwindung. Wie du das im Beet, in der KräuterspiraleEine Kräuterspirale ist ein spiralförmig ansteigendes Beet aus Steinen und Erde. Von der mageren, sonnigen Spitze bis zum nährstoffreichen Fuß mit kleinem Teich bietet sie auf engem Raum Plätze für Kräuter mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen. und im HochbeetEin Hochbeet ist ein erhöhtes, stabil eingefasstes Beet, das mit Erde gefüllt wird, etwa aus Holz, Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Es erlaubt rückenschonendes Gärtnern auf wenig Grundfläche. umsetzt, steht hier.
Welche Nachbarn passen zu Dill?
Die belegten Partner von Dill sind fast alles Gemüse: Gurken und Melonen, Prunk-, Stangen- und Buschbohnen, Mangold, Rüben und Rote Beete, dazu Endivie, Zichorie, Radicchio und Chicoree; umgekehrt steht Dill auch bei Zwiebeln und Asia-Salaten auf der Partnerliste. Unter den Kräutern gibt es keine ausdrücklichen Partner, aber Schnittlauch, Pimpinelle, Sauerampfer und Zitronenmelisse tragen keinen Konfliktvermerk. Was Dill für Gurken, Bohnen und Kohl tun kann und wo die Grenzen dieser Wirkung liegen, liest du in Dill als Beetnachbar – wie er andere Pflanzen im Garten unterstützt.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Bodenart
Lehmige, sandige oder humusreiche Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Leicht saure Böden werden bevorzugt; auch neutrale Böden sind geeignet.
- Substrat
Der Boden sollte gut durchlässig sein; gleichmäßig mit Wasser versorgen und Vernässung vermeiden.
- Anbauort
Die Kultur ist im Freiland oder Beet und im Topf möglich.
Pflege
- Pflege
Der Pflegeaufwand ist mittel.
- Düngung
Den Düngebedarf vor der Kultur durch eine Bodenuntersuchung bestimmen. Nach bedarfsgerechter Bodenvorbereitung ist keine zusätzliche Nährstoffgabe erforderlich.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Die Pflanze eignet sich als Würzkraut.
Was nicht neben Dill stehen sollte
Als unverträgliche Nachbarn gelten Kerbel, Petersilie, Koriander, Kümmel, Kreuzkümmel, Anis, Fenchel, Knollenfenchel, Liebstöckel, Möhren, Pastinaken sowie Stangen-, Knollen- und Schnittsellerie – fast alles DoldenblütlerDoldenblütler (Apiaceae) sind eine Pflanzenfamilie, deren Blüten meist in Doppeldolden, seltener in einfachen Dolden stehen. Dazu gehören Nutzpflanzen wie Möhre, Petersilie, Sellerie, Dill und Kümmel, aber auch tödlich giftige Wildpflanzen wie Schierling. wie Dill selbst. Für die Gestaltung heißt das: Kein Doldenblütler-Eck, sondern getrennte Reihen, getrennte Windungen oder getrennte Beete. Die Hintergründe stehen im Beetnachbar-Artikel; für eine konkrete Kombination hilft dir der Mischkultur-Planer, der Dill und seine Nachbarn direkt gegeneinander prüft.
Dill, Petersilie, Kerbel und Koriander gemeinsam in eine „Küchenkräuter-Ecke” zu setzen. Alle vier stehen untereinander als schwierige Nachbarn – verteile sie auf verschiedene Beetseiten.
Wohin mit dem Dill?
Dill ist mit sonnigem bis halbschattigem Standort geführt und gehört damit nicht zu den mediterranen Arten, die volle Sonne verlangen. Er gehört zur frisch-feuchten Seite des Kräutergartens, nicht in die trockene Zone – wie sich die zwei Kräuter-Welten mediterran-trocken und frisch-feucht unterscheiden, erkläre ich in den Kräuter-Grundlagen. Was Wind, Wärme und Schatten für den Platz bedeuten, vertieft der Artikel zu den idealen Standortbedingungen für Dill im Garten.
Dill im Kräuterbeet planen: Reihen, Abstände, Nachsaat
Dill säst du direkt in Reihen: 15 cm Abstand in der Reihe und 25 cm Reihenabstand, ohne Stütze, als reine Reihenkultur. Für die Saatmenge rechne mit 40 Korn je laufenden Meter beziehungsweise 350 Korn je Quadratmeter; die Keimrate liegt bei 75 %, deshalb wird dichter gesät, als die Pflanzen am Ende stehen, und später ausgedünnt.
Der Kulturstart reicht von März bis September. Wer bis August alle 3 Wochen nachsät, erntet bis in den Herbst – das Erntefenster liegt insgesamt bei Mai bis Oktober. Für die Gestaltung bedeutet das: Ein Dillbeet ist kein Beet, sondern eine Abfolge. Ich lege eine Reihe an, lasse die nächsten zwei Reihenplätze leer und säe dort die folgenden Sätze. So steht immer junger Dill neben abgeerntetem, und die Blätter kommen jung in die Küche, wo sie sofort verarbeitet werden.
Der Boden braucht wenig Vorarbeit: Dill ist schwachzehrend. Als Faustzahl reichen 3 bis 5 l Kompost je Quadratmeter und Jahr, um Gartenpflanzen bedarfsgerecht zu ernähren, und bei Dill setze ich das komplett zum Start ein. Wann und wie du die Reihen aussäst, steht im Artikel Dill aussäen – der optimale Zeitpunkt und die richtige Methode.
15 cm in der Reihe, 25 cm Reihenabstand, DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. in Reihen – und NachsaatNachsaat heißt, Lücken in einem bestehenden Pflanzenbestand nachträglich mit frischem Saatgut zu schließen, ohne die Fläche komplett neu anzulegen. Im Garten betrifft das etwa lückigen Rasen oder Wiesenflächen. alle 3 Wochen bis August für Ernte bis in den Herbst.
Kräuterspirale mit Dill
Eine Kräuterspirale sortiert Kräuter nach Trockenheit und Sonne, und Dill hat darin einen klaren Platz: nicht oben. Die Spitze gehört Thymian, Rosmarin, Oregano und Lavendel, die alle mit sonnigem Standort geführt sind und die volle Sonne verlangen. Dill setze ich in den mittleren Bereich, wo der Platz sonnig bis halbschattig ist und die Erde nicht so schnell austrocknet wie oben.
Als Nachbarn in dieser Windung eignen sich Kräuter ohne Konfliktvermerk und mit passendem Standort: Schnittlauch (sonnig bis halbschattig, DauerkulturDauerkultur nennt man Pflanzen, die mehrere Jahre am selben Platz bleiben, immer wieder Ernte bringen und deshalb nicht in die Fruchtfolge eingebunden werden, etwa Rhabarber, Spargel oder Obst.), Pimpinelle (sonnig bis halbschattig, Dauerkultur), Sauerampfer und Zitronenmelisse. Petersilie und Kerbel, die viele in dieselbe Zone setzen würden, gehören auf die gegenüberliegende Seite der Spirale – Kerbel ohnehin in den halbschattigen Bereich, in dem er geführt ist.
Dill ist einjährig und nicht als Dauerkultur geführt. Ich säe ihn deshalb in die Lücken, die Schnittlauch und Melisse zwischen sich lassen, und wechsle die Stelle von Jahr zu Jahr, statt ihm einen festen Platz zu geben. In der Spirale bleibt er ein Gast, die Dauerkulturen bleiben die Bewohner.
Ich zeichne meine Spirale jedes Frühjahr auf einen Zettel und trage ein, wo im Vorjahr Dill stand. Ohne Zettel weiß ich es im April nicht mehr, und dann landet er zweimal an derselben Stelle.
Hochbeet und Topf
Im Hochbeet ist Dill am einfachsten zu kombinieren, weil dort meist Gemüse steht – und genau da sitzen seine Partner. Die Gartenakademie empfiehlt für ein Hochbeet 70 bis 80 cm Höhe, je nach Körpergröße sind 70 bis 100 cm üblich; die lichte Breite liegt ideal bei 1,40 bis 1,50 m, damit du die Mitte von beiden Seiten erreichst. Ich setze Gurken oder Buschbohnen in die Mitte, Dill in eine Randreihe mit 15 cm in der Reihe und 25 cm Abstand zur nächsten Reihe, Rote Beete oder Mangold auf die andere Seite. Möhren und Sellerie kommen in ein anderes Beet.
Im Topf oder Kübel steht Dill allein oder mit Schnittlauch. Nimm ein tiefes Gefäß mit Abzugsloch, damit Wasser nicht stehen bleibt, und säe auch hier in Sätzen: einen Topf jetzt, den nächsten in drei Wochen. Ich prüfe bei Topfdill die Erde mit dem Finger, bevor ich gieße, und schaue morgens, ob die Fiedern aufrecht stehen.
- Dill nicht neben Petersilie, Kerbel, Koriander, Möhren, Sellerie, Fenchel, Kümmel, Anis, Liebstöckel
- Gurken, Bohnen, Rote Beete, Mangold, Zwiebeln als Beetnachbarn
- Reihen mit 15 cm in der Reihe, 25 cm Reihenabstand, Direktsaat
- Reihenplätze für Nachsaat alle 3 Wochen bis August freihalten
- Kompost zum Start, danach kein Dauerdünger
- Platz im nächsten Jahr wechseln
Fruchtfolge: Dill wandert
Dill bekommt am selben Platz eine AnbaupauseDie Anbaupause ist die Zeit, die vergehen sollte, bevor dieselbe Pflanzenart oder eine Art derselben Pflanzenfamilie wieder auf demselben Beet wächst. Sie beugt Krankheiten und Schädlingen vor, die sich im Boden anreichern. von 5 Jahren. Weil er einjährig ist und nicht als Dauerkultur zählt, plane ich ihn wie Gemüse: Er zieht jedes Jahr ein Beet weiter, während Schnittlauch und Pimpinelle stehen bleiben. Das spricht gegen den festen „Dillplatz” im Kräutergarten und für einen wandernden Gast zwischen den Gemüsen.
Die SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat. passt dazu nur bedingt. Lässt du im Herbst Dolden stehen, säen sie sich selbst aus – auf genau dem Platz, den du eigentlich wechseln willst. Ich ernte deshalb die Samen, sobald sie braun sind, und lasse nur dort Dolden stehen, wo ich Sämlinge im Frühjahr ohnehin ausdünne oder umsetze. Beim Umplanen hilft dir der Beetplaner, der Anbaupausen und Zehrer-Einstufung für Dill hinterlegt hat.
Pflege und Ernte im Dill-Beet
Dill ist schwachzehrend und kommt mit der Kompostgabe zum Start aus; üppige Stickstoff- und Wassergaben machen das Kraut weicher und flacher im Aroma. Gegossen wird gleichmäßig, bevor die Pflanzen schlappen, am Fuß statt über das Blatt. Gießen, Düngen und Pflegen mit Maß beschreibe ich in den Kräuter-Grundlagen, die Dill-Details stehen unter Dill pflegen – für üppige und aromatische Pflanzen.
Geerntet wird von Mai bis Oktober, die Blätter jung und für den sofortigen Gebrauch. Getrocknet verlieren Dillblätter ihr Aroma; für den Vorrat wird Dill eingefroren oder in Essig eingelegt. Ich schneide die Fiedern morgens ab, hacke sie gleich und friere sie portioniert ein, was nicht in die Küche wandert.
Alle Dill-Artikel findest du gesammelt auf der Übersichtsseite zu Dill; die Aussaat- und Erntemonate zum Ausdrucken liefert der Aussaatkalender für Dill.





