Bodenverbesserung mit Alexandrinerklee: Wie es funktioniert

Alexandrinerklee: Der Bodenverbesserer mit Tradition

Alexandrinerklee revolutioniert die Bodenqualität und fördert nachhaltiges Gärtnern.

Grüne Geheimnisse für gesunde Böden

  • Einjährige Kleeart mit beeindruckender Stickstoffbindung
  • Lockert den Boden und unterdrückt Unkraut effektiv
  • Fördert Bodenleben und dient als wertvolle Bienenweide
  • Vielseitig einsetzbar in Landwirtschaft und Gartenbau

Was verbirgt sich hinter Alexandrinerklee?

Alexandrinerklee, botanisch als Trifolium alexandrinum bekannt, ist eine einjährige Kleeart, die in der Welt der Bodenverbesserung für Furore sorgt. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und hat sich über die Jahrhunderte zu einem wahren Alleskönner in Sachen Gründüngung entwickelt.

Mit seiner schnellen Entwicklung und der Fähigkeit, große Mengen Biomasse zu produzieren, hat sich Alexandrinerklee als beliebte Zwischenfrucht etabliert. Gärtner und Landwirte schätzen ihn besonders für seine Vielseitigkeit und die positiven Auswirkungen auf die Bodengesundheit.

Die Bedeutung für die Bodenverbesserung

Alexandrinerklee ist ein echtes Multitalent, wenn es um die Verbesserung der Bodenqualität geht. Seine Wurzeln dringen tief in den Boden ein und lockern ihn auf natürliche Weise. Dabei hinterlassen sie ein Netzwerk feiner Kanäle, die die Bodenstruktur verbessern und die Wasserspeicherfähigkeit erhöhen.

Ein besonderes Merkmal des Alexandrinerklees ist seine Fähigkeit zur Stickstoffbindung. In Symbiose mit Knöllchenbakterien an seinen Wurzeln kann er beachtliche Mengen Luftstickstoff im Boden fixieren. Das macht ihn zu einem natürlichen Dünger, der den Boden mit diesem wichtigen Nährstoff anreichert.

Historischer Hintergrund und Herkunft

Die Geschichte des Alexandrinerklees reicht weit zurück. Seinen Namen verdankt er der ägyptischen Stadt Alexandria, wo er schon vor Jahrhunderten angebaut wurde. Von dort aus verbreitete er sich über den Mittelmeerraum und fand schließlich seinen Weg in die moderne Landwirtschaft Europas.

Interessanterweise wurde Alexandrinerklee zunächst hauptsächlich als Futterpflanze genutzt. Erst im Laufe der Zeit erkannte man sein Potenzial zur Bodenverbesserung. Heute ist er ein fester Bestandteil nachhaltiger Anbaumethoden und erfreut sich wachsender Beliebtheit im ökologischen Landbau.

Botanische Merkmale des Alexandrinerklees

Alexandrinerklee zeichnet sich durch seine charakteristische Erscheinung aus. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30 bis 80 Zentimetern und bildet aufrechte, verzweigte Stängel. Die typischen dreiteiligen Kleeblätter sind länglich-oval und von hellgrüner Farbe.

Die Blüten des Alexandrinerklees sind besonders auffällig. Sie erscheinen in dichten, kugeligen Köpfchen und haben eine weiße bis cremefarbene Färbung. Diese Blüten sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch äußerst attraktiv für Bienen und andere bestäubende Insekten.

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Wachstumszyklus und Entwicklung

Der Lebenszyklus des Alexandrinerklees ist beeindruckend schnell. Nach der Aussaat im Frühjahr oder Frühsommer keimt er rasch und entwickelt sich zügig. Innerhalb weniger Wochen bildet er eine dichte Pflanzendecke, die den Boden effektiv vor Erosion schützt.

Die Blütezeit beginnt etwa 60 bis 70 Tage nach der Aussaat und kann bis zu vier Wochen andauern. In dieser Phase ist der Alexandrinerklee besonders wertvoll für Bienen und andere Insekten. Nach der Blüte beginnt die Samenbildung, wobei die Pflanze allmählich verholzt.

Ansprüche an Boden und Klima

Alexandrinerklee ist erstaunlich anpassungsfähig, hat aber dennoch gewisse Vorlieben. Er gedeiht am besten auf gut durchlässigen, lehmigen Böden mit neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert. Staunässe verträgt er nicht gut, daher ist eine gute Drainage wichtig.

Klimatisch bevorzugt Alexandrinerklee gemäßigte bis warme Bedingungen. Er ist relativ frostempfindlich, weshalb er in kälteren Regionen hauptsächlich als Sommerzwischenfrucht angebaut wird. In milderen Klimazonen kann er auch als Winterzwischenfrucht dienen.

Vorteile der Bodenverbesserung mit Alexandrinerklee

Stickstoffbindung und -anreicherung

Eine der herausragenden Eigenschaften des Alexandrinerklees ist seine Fähigkeit zur Stickstoffbindung. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien kann er beachtliche Mengen Luftstickstoff im Boden fixieren - bis zu 150 kg pro Hektar! Dieser natürliche Prozess reduziert den Bedarf an künstlichen Stickstoffdüngern erheblich.

Verbesserung der Bodenstruktur

Das tiefreichende Wurzelsystem des Alexandrinerklees trägt maßgeblich zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Die Wurzeln lockern verdichtete Böden auf und hinterlassen nach ihrem Absterben feine Kanäle, die die Durchlüftung und Wasserinfiltration verbessern.

Förderung des Bodenlebens

Alexandrinerklee ist ein wahrer Segen für das Bodenleben. Seine Wurzelausscheidungen und die nach dem Absterben zurückbleibende organische Substanz bieten Nahrung für unzählige Bodenorganismen. Dies fördert die biologische Aktivität im Boden und trägt zu einem gesunden Bodenökosystem bei.

Unterdrückung von Unkraut

Durch sein schnelles Wachstum und die dichte Bodenbedeckung unterdrückt Alexandrinerklee effektiv unerwünschte Beikräuter. Dies reduziert den Bedarf an Herbiziden und macht ihn zu einer wertvollen Komponente in integrierten Pflanzenschutzkonzepten.

Erosionsschutz

Die dichte Pflanzendecke des Alexandrinerklees schützt den Boden wirksam vor Wind- und Wassererosion. Dies ist besonders wertvoll auf Flächen, die sonst brachliegen würden und der Erosion ausgesetzt wären.

Bienenweide und Förderung der Biodiversität

Die reichlich blühenden Pflanzen des Alexandrinerklees sind eine wahre Oase für Bienen und andere bestäubende Insekten. Sie tragen somit nicht nur zur Bodenverbesserung bei, sondern fördern auch die Biodiversität in der Agrarlandschaft.

Anbau und Pflege von Alexandrinerklee: So geht's richtig

Aussaat und optimaler Zeitpunkt

Beim Anbau von Alexandrinerklee ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Am besten säen Sie ihn im Frühjahr von April bis Mai oder im Spätsommer von August bis Anfang September aus. Die Bodentemperatur sollte mindestens 10°C betragen, damit die Samen gut keimen können. Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Experiment mit Alexandrinerklee - ich hatte ihn zu früh im März gesät und musste zusehen, wie die Pflänzchen vor Kälte zitterten. Seitdem warte ich lieber ein bisschen länger.

Saatgutmenge und Sätechnik

Für eine erfolgreiche Aussaat benötigen Sie etwa 20-25 g Saatgut pro Quadratmeter. Streuen Sie die Samen gleichmäßig aus und arbeiten Sie sie leicht in den Boden ein - etwa 1-2 cm tief. Dann walzen oder treten Sie den Boden vorsichtig an, um einen guten Bodenschluss zu gewährleisten. Tipp aus meinem Garten: Eine alte Holzplatte eignet sich hervorragend zum Andrücken!

Pflegemaßnahmen während des Wachstums

Alexandrinerklee ist relativ pflegeleicht. Achten Sie in der Anfangsphase auf ausreichende Feuchtigkeit. Bei Trockenheit sollten Sie gießen, aber Staunässe unbedingt vermeiden. Ein Mulchen mit Grasschnitt kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Unkraut sollten Sie nur in der Anfangsphase jäten - später unterdrückt der Klee das Unkraut von selbst.

Mischungen mit anderen Gründüngungspflanzen

Alexandrinerklee lässt sich gut mit anderen Gründüngungspflanzen kombinieren. Besonders bewährt haben sich Mischungen mit Phacelia, Senf oder Ölrettich. Diese Kombination sorgt für eine vielseitige Durchwurzelung des Bodens und eine optimale Nährstoffbindung. In meinem Garten habe ich letztes Jahr eine Mischung aus Alexandrinerklee und Phacelia ausprobiert - das Ergebnis war ein wahres Blütenmeer, das die Bienen magisch anzog!

Integration in die Fruchtfolge: Clever planen für gesunde Böden

Alexandrinerklee als Zwischenfrucht

Als Zwischenfrucht ist Alexandrinerklee ein echtes Multitalent. Er passt perfekt zwischen zwei Hauptkulturen und kann in kurzer Zeit viel Biomasse produzieren. Besonders gut eignet er sich nach früh räumenden Kulturen wie Frühkartoffeln oder Frühgemüse. In meinem Gemüsegarten baue ich ihn gerne nach der Ernte von Frühkohl an - so bleibt der Boden nicht lange unbedeckt.

Vor- und Nachfrüchte

Alexandrinerklee verträgt sich mit den meisten Kulturen gut. Als Vorfrucht eignet er sich besonders für stickstoffbedürftige Pflanzen wie Kohl, Kürbis oder Mais. Nach dem Alexandrinerklee sollten Sie jedoch keine anderen Leguminosen anbauen, da diese ähnliche Nährstoffansprüche haben. Gute Nachfrüchte sind zum Beispiel Getreide oder Hackfrüchte.

Umbruch und Einarbeitung in den Boden

Der richtige Zeitpunkt für den Umbruch ist gekommen, wenn der Alexandrinerklee in voller Blüte steht. Dann hat er die maximale Biomasse gebildet und den meisten Stickstoff gebunden. Mulchen Sie die Pflanzen und arbeiten Sie sie oberflächlich in den Boden ein. Lassen Sie das Material einige Tage antrocknen, bevor Sie es tiefer einarbeiten. So vermeiden Sie eine zu schnelle Zersetzung und Nährstoffauswaschung. Ein kleiner Trick aus meiner Praxis: Ich lasse immer ein paar Pflanzen stehen - die Bienen danken es mir!

Wirkung auf die Bodenfruchtbarkeit: Ein Booster für Ihren Garten

Kurzfristige Effekte

Schon nach wenigen Wochen zeigt der Alexandrinerklee seine positive Wirkung. Er lockert den Boden durch sein tiefreichendes Wurzelsystem und verbessert die Bodenstruktur. Zudem unterdrückt er effektiv Unkräuter und fördert das Bodenleben. In meinem Garten konnte ich beobachten, wie sich die Regenwurmpopulation nach dem Anbau von Alexandrinerklee deutlich erhöhte - ein sicheres Zeichen für einen gesunden Boden!

Langfristige Verbesserung der Bodenqualität

Über mehrere Jahre hinweg kann Alexandrinerklee die Bodenqualität nachhaltig verbessern. Er erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und verbessert die Durchlüftung des Bodens. Die Nährstoffverfügbarkeit steigt, und die Bodenstruktur wird stabiler. Mein Nachbar, der seit Jahren konsequent Gründüngung betreibt, hat mittlerweile einen regelrechten Traumgarten - sein Boden ist so fruchtbar, dass er kaum noch düngen muss.

Einfluss auf den Humusgehalt

Alexandrinerklee trägt erheblich zur Humusbildung bei. Durch die große Menge an organischer Substanz, die er produziert, wird der Humusgehalt im Boden langfristig erhöht. Dies verbessert nicht nur die Bodenfruchtbarkeit, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei, da Humus CO2 bindet. In meinem Garten habe ich über die Jahre eine deutliche Verbesserung der Bodenfarbe beobachtet - er ist jetzt viel dunkler und krümeliger, ein deutliches Zeichen für einen hohen Humusgehalt.

Alles in allem ist Alexandrinerklee ein wahres Wundermittel für die Bodenverbesserung. Mit der richtigen Pflege und Einbindung in die Fruchtfolge können Sie Ihren Garten- oder Ackerboden nachhaltig aufwerten. Und das Beste daran? Sie tun nicht nur Ihren Pflanzen etwas Gutes, sondern leisten auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Also, ran an die Schaufel und los geht's mit dem Alexandrinerklee!

Praktische Anwendungen von Alexandrinerklee zur Bodenverbesserung

Im Gemüsegarten

Alexandrinerklee ist im Gemüsegarten ein echtes Multitalent. Er lässt sich prima als Gründüngung zwischen zwei Hauptkulturen einsäen. Nach der Frühjahrsernte von Salat oder Radieschen kann man ihn aussäen und im Spätsommer wieder umgraben. So bleibt kein Beet lange brach und der Boden wird optimal mit Nährstoffen versorgt. Besonders gut eignet er sich auch als Vorfrucht für starkzehrende Gemüsearten wie Tomaten oder Kohl.

Im Obstbau

Obstbauern schätzen Alexandrinerklee als Untersaat in Obstplantagen. Er unterdrückt Unkraut, lockert den Boden und liefert Stickstoff für die Bäume. Dabei konkurriert er weniger stark um Wasser und Nährstoffe als andere Kleearten. Ein weiterer Pluspunkt: Seine Blüten locken bestäubende Insekten an, was den Fruchtansatz verbessert.

In der Landwirtschaft

In der Landwirtschaft wird Alexandrinerklee häufig als Zwischenfrucht angebaut. Er passt gut in enge Fruchtfolgen, da er sich schnell entwickelt und viel Biomasse produziert. Nach Getreide gesät, bereitet er den Boden optimal für die nächste Hauptkultur vor. Dabei verbessert er die Bodenstruktur, bindet Stickstoff und unterdrückt Unkräuter. Landwirte können so Dünger und Herbizide einsparen.

Auf Brachflächen und im Landschaftsbau

Auch auf Brachflächen und im Landschaftsbau macht Alexandrinerklee eine gute Figur. Er eignet sich hervorragend zur Begrünung von Böschungen oder Straßenrändern. Dort verhindert er Erosion, verbessert den Boden und sieht mit seinen weißen Blüten auch noch hübsch aus. Naturschützer setzen ihn gerne ein, um artenarme Flächen aufzuwerten und Insekten Nahrung zu bieten.

Herausforderungen beim Anbau von Alexandrinerklee

Krankheiten und Schädlinge

Obwohl Alexandrinerklee als recht robust gilt, kann er von einigen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Zu den häufigsten Problemen gehören:

  • Kleekrebs: Ein Pilz, der besonders bei feuchter Witterung auftritt und braune Flecken auf Blättern und Stängeln verursacht.
  • Blattläuse: Sie saugen an den Pflanzen und können bei starkem Befall das Wachstum beeinträchtigen.
  • Kleespitzmäuschen: Kleine Käfer, die an Blättern und Blüten fressen.

Um Probleme zu vermeiden, sollte man auf einen luftigen Stand und eine ausgewogene Düngung achten. Bei starkem Befall kann eine Mahd helfen, den Schädlingsdruck zu reduzieren.

Konkurrenz mit Hauptkulturen

Alexandrinerklee wächst schnell und üppig - das kann manchmal zum Problem werden. Wenn er zu dicht an Hauptkulturen steht, konkurriert er mit ihnen um Wasser und Nährstoffe. Das gilt besonders für junge Pflanzen oder Kulturen mit flachem Wurzelsystem. Um das zu vermeiden, sollte man beim Einsäen genügend Abstand zu anderen Kulturen einhalten oder den Klee rechtzeitig mulchen.

Klimatische Einschränkungen

Alexandrinerklee stammt ursprünglich aus wärmeren Regionen und ist daher nicht überall problemlos anzubauen. In kühlen Lagen oder bei Spätfrösten kann es zu Wachstumsverzögerungen oder sogar Ausfällen kommen. Auch längere Trockenperioden verträgt er nicht gut. In Gegenden mit rauem Klima oder häufigen Dürren sollte man besser auf robustere Kleearten wie Rotklee zurückgreifen.

Alexandrinerklee im Vergleich zu anderen Gründüngungspflanzen

Vor- und Nachteile gegenüber anderen Kleearten

Im Vergleich zu anderen Kleearten hat Alexandrinerklee einige Besonderheiten:

  • Schnelleres Wachstum als Rot- oder Weißklee
  • Höhere Biomasseproduktion in kurzer Zeit
  • Geringere Winterhärte als mehrjährige Kleearten
  • Weniger Konkurrenz zu Hauptkulturen als beispielsweise Rotklee
  • Bessere Eignung für warme, trockene Standorte als viele andere Kleearten

Wegen seiner kurzen Vegetationszeit passt Alexandrinerklee oft besser in enge Fruchtfolgen als ausdauernde Kleearten. Allerdings ist seine bodenverbessernde Wirkung weniger nachhaltig als die von mehrjährigen Arten.

Alexandrinerklee vs. nicht-leguminose Gründüngungspflanzen

Im Gegensatz zu nicht-leguminosen Gründüngungspflanzen wie Senf oder Ölrettich kann Alexandrinerklee Luftstickstoff binden. Das macht ihn besonders wertvoll für die Bodenverbesserung. Er hinterlässt mehr Stickstoff im Boden als er entzieht. Nicht-Leguminosen dagegen 'recyceln' nur vorhandenen Stickstoff.

Andererseits haben nicht-leguminose Arten oft Vorteile bei der Unterdrückung bestimmter Krankheiten oder Schädlinge. Senf etwa wirkt gegen Nematoden. Für eine optimale Bodenverbesserung empfiehlt sich daher oft eine Mischung aus leguminosen und nicht-leguminosen Gründüngungspflanzen.

Alles in allem ist Alexandrinerklee eine vielseitige und effektive Gründüngungspflanze. Seine schnelle Entwicklung und hohe Biomasseproduktion machen ihn zu einer wertvollen Option für viele Anwendungen in Garten, Obstbau und Landwirtschaft. Wie bei allen Kulturen gilt aber auch hier: Der richtige Einsatz ist entscheidend für den Erfolg.

Wirtschaftliche Aspekte des Alexandrinerklees

Der Anbau von Alexandrinerklee als Gründüngung bietet nicht nur ökologische, sondern auch handfeste wirtschaftliche Vorteile. Schauen wir uns das mal genauer an.

Kosten-Nutzen-Analyse

Auf den ersten Blick mag der Einsatz von Alexandrinerklee als zusätzliche Investition erscheinen. Doch rechnet man's durch, zeigt sich schnell: Es lohnt sich! Die Saatgutkosten sind im Vergleich zu den langfristigen Vorteilen für den Boden eher gering. Zudem spart man bei Düngemitteln und Bodenbearbeitung.

Einsparungspotenzial bei Düngemitteln

Hier kommt der Clou: Alexandrinerklee bindet Luftstickstoff und reichert den Boden damit an. Das heißt, man kann bei der nächsten Hauptkultur ordentlich Dünger einsparen. Je nach Bodenqualität und Anbaubedingungen kann man locker 50-100 kg Stickstoff pro Hektar weniger ausbringen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Langfristige ökonomische Vorteile

Wer Alexandrinerklee regelmäßig in die Fruchtfolge einbaut, profitiert auf Dauer von einer verbesserten Bodenstruktur. Das bedeutet weniger Aufwand bei der Bodenbearbeitung, bessere Wasserspeicherung und höhere Erträge bei den Hauptkulturen. Klar, das macht sich nicht von heute auf morgen bemerkbar, aber über die Jahre summiert sich das zu einem echten wirtschaftlichen Plus.

Ökologische Bedeutung des Alexandrinerklees

Neben den wirtschaftlichen Aspekten spielt Alexandrinerklee auch ökologisch eine wichtige Rolle. Lasst uns mal einen Blick darauf werfen.

Reduzierung von Nitratauswaschung

Ein großes Problem in der Landwirtschaft ist die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser. Alexandrinerklee hilft hier gleich doppelt: Erstens bindet er überschüssigen Stickstoff im Boden, und zweitens reduziert er durch sein tiefes Wurzelsystem die Auswaschung. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für unser Trinkwasser.

Förderung der Artenvielfalt

Wer Alexandrinerklee anbaut, tut was Gutes für die Insekten. Die Blüten sind eine wahre Bienenweide und locken auch andere Nützlinge an. In Zeiten des Insektensterbens ist das Gold wert. Außerdem bietet der dichte Bewuchs Lebensraum für Kleintiere und Bodenorganismen.

Beitrag zum Klimaschutz

Auch beim Thema Klimawandel kann Alexandrinerklee punkten. Durch die Anreicherung von organischer Substanz im Boden wird Kohlenstoff gebunden. Zusätzlich reduziert der geringere Bedarf an synthetischen Düngemitteln den CO2-Ausstoß bei deren Herstellung und Transport. Jeder Hektar Alexandrinerklee ist also ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz.

Alexandrinerklee: Ein Allrounder für Boden und Umwelt

Fassen wir nochmal zusammen, was Alexandrinerklee alles kann:

  • Verbessert die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit
  • Bindet Luftstickstoff und reduziert Düngemittelbedarf
  • Schützt vor Erosion und Nitratauswaschung
  • Fördert die Biodiversität
  • Trägt zum Klimaschutz bei
  • Bietet wirtschaftliche Vorteile für Landwirte

Klar, Alexandrinerklee ist kein Wundermittel, das alle Probleme in der Landwirtschaft löst. Aber er ist definitiv ein vielversprechender Baustein für eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Landwirtschaft.

Was bringt die Zukunft?

Die Forschung an Alexandrinerklee und anderen Gründüngungspflanzen geht weiter. Züchter arbeiten an Sorten, die noch besser an verschiedene Klimabedingungen angepasst sind. Auch die Kombination mit anderen Pflanzen in Mischkulturen wird weiter untersucht.

Für Gärtner und Landwirte lohnt es sich auf jeden Fall, Alexandrinerklee auszuprobieren. Ob im kleinen Gemüsegarten oder auf dem großen Acker – die positiven Effekte werden sich bemerkbar machen. Und wer weiß, vielleicht wird der Alexandrinerklee ja bald genauso selbstverständlich in der Fruchtfolge wie Weizen oder Raps.

Am Ende des Tages geht's darum, mit der Natur zu arbeiten, nicht gegen sie. Und genau da kann Alexandrinerklee einen wertvollen Beitrag leisten. Also, ran an die Schaufel und dem Boden was Gutes tun!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Alexandrinerklee und woher stammt er ursprünglich?
    Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) ist eine einjährige Kleeart, die zur Familie der Leguminosen gehört. Diese vielseitige Gründüngungspflanze stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und verdankt ihren Namen der ägyptischen Stadt Alexandria, wo er bereits vor Jahrhunderten kultiviert wurde. Von dort aus verbreitete er sich über den gesamten Mittelmeerraum und fand schließlich Eingang in die moderne europäische Landwirtschaft. Charakteristisch für Alexandrinerklee sind seine dreiteiligen, länglich-ovalen Blätter und die auffälligen weißen bis cremefarbenen Blüten, die in dichten, kugeligen Köpfchen erscheinen. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 80 Zentimetern und bildet aufrechte, verzweigte Stängel. Heute wird er weltweit als Gründüngung geschätzt, da er schnell wächst, große Mengen Biomasse produziert und durch seine Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff im Boden fixiert.
  2. Wie funktioniert die Stickstoffbindung bei Alexandrinerklee?
    Die Stickstoffbindung bei Alexandrinerklee erfolgt durch eine faszinierende Symbiose mit speziellen Knöllchenbakterien (Rhizobien) an den Wurzeln. Diese Bakterien siedeln sich in kleinen Wurzelknöllchen an und können atmosphärischen Stickstoff aus der Luft aufnehmen und in pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen umwandeln. Im Gegenzug versorgt die Pflanze die Bakterien mit Kohlenhydraten und anderen Nährstoffen. Dieser biologische Prozess ermöglicht es dem Alexandrinerklee, beachtliche Mengen Stickstoff zu fixieren – bis zu 150 Kilogramm pro Hektar! Der gebundene Stickstoff wird zum Teil direkt von der Pflanze genutzt, ein erheblicher Anteil bleibt jedoch im Boden zurück und steht nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Nach dem Absterben und Zersetzen der Pflanze wird dieser Stickstoff allmählich freigesetzt und bereichert den Boden nachhaltig. Diese natürliche Stickstoffdüngung reduziert den Bedarf an synthetischen Düngemitteln erheblich.
  3. Welche Vorteile bietet Alexandrinerklee für die Bodenverbesserung?
    Alexandrinerklee bietet vielfältige Vorteile für die Bodenverbesserung. Das tiefreichende Wurzelsystem lockert verdichtete Böden auf und hinterlässt nach dem Absterben feine Kanäle, die die Bodenstruktur dauerhaft verbessern. Diese Kanäle fördern die Durchlüftung und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erheblich. Durch die Stickstoffbindung reichert er den Boden mit diesem wichtigen Nährstoff an, wodurch der Bedarf an synthetischen Düngern reduziert wird. Die große Menge produzierter Biomasse trägt zur Humusbildung bei und fördert das Bodenleben – Regenwürmer und andere Bodenorganismen profitieren von den Wurzelausscheidungen und der organischen Substanz. Gleichzeitig unterdrückt die dichte Pflanzendecke effektiv Unkräuter und schützt vor Erosion durch Wind und Wasser. Die reichhaltigen Blüten dienen als wertvolle Bienenweide und fördern die Biodiversität. Langfristig führt der regelmäßige Anbau zu einer stabilen, fruchtbaren Bodenstruktur mit verbesserter biologischer Aktivität.
  4. Wie schnell entwickelt sich Alexandrinerklee und wann blüht er?
    Alexandrinerklee zeichnet sich durch eine beeindruckend schnelle Entwicklung aus. Nach der Aussaat keimt er rasch und entwickelt sich zügig zu einer dichten Pflanzendecke. Innerhalb weniger Wochen bildet er bereits einen wirksamen Schutz vor Bodenerosion. Die Blütezeit beginnt etwa 60 bis 70 Tage nach der Aussaat und kann bis zu vier Wochen andauern. Diese relativ frühe und langanhaltende Blüte macht ihn besonders wertvoll für Bienen und andere bestäubende Insekten. Nach der Blüte setzt die Samenbildung ein, während die Pflanze allmählich verholzt. Diese schnelle Entwicklung ermöglicht es, Alexandrinerklee auch in kurzen Anbaupausen zwischen Hauptkulturen erfolgreich zu etablieren. Der gesamte Vegetationszyklus vom Keimen bis zur Samenreife dauert etwa 4 bis 5 Monate, je nach Klimabedingungen und Aussaatzeitpunkt. Diese Eigenschaft macht ihn ideal für den Einsatz als Zwischenfrucht in intensiven Anbausystemen.
  5. Welche Wuchshöhe erreicht Alexandrinerklee und wie sehen seine Blüten aus?
    Alexandrinerklee erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 80 Zentimetern und bildet dabei aufrechte, verzweigte Stängel aus. Die Pflanze zeigt einen buschigen, kompakten Wuchs mit charakteristischen dreiteiligen Kleeblättern, die länglich-oval geformt und von hellgrüner Farbe sind. Die Blüten sind das auffälligste Merkmal des Alexandrinerklees: Sie erscheinen in dichten, kugeligen Köpfchen und haben eine attraktive weiße bis cremefarbene Färbung. Diese Blütenstände sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch äußerst wertvoll für die heimische Insektenwelt. Die reichhaltigen Blüten locken Bienen, Hummeln und andere bestäubende Insekten magisch an und machen den Alexandrinerklee zu einer wichtigen Bienenweide. Die Blütenköpfchen stehen auf relativ kurzen Stielen und sind gleichmäßig über die gesamte Pflanze verteilt. Diese charakteristische Blütenpracht zusammen mit dem dichten Blattwerk verleiht ganzen Beständen ein attraktives, fast teppichartiges Aussehen während der Blütezeit.
  6. Worin unterscheidet sich Alexandrinerklee von Rotklee und Weißklee?
    Alexandrinerklee unterscheidet sich in mehreren wichtigen Punkten von Rotklee und Weißklee. Der Hauptunterschied liegt im Lebenszyklus: Alexandrinerklee ist einjährig, während Rot- und Weißklee mehrjährige Arten sind. Dies führt zu unterschiedlichen Einsatzgebieten – Alexandrinerklee eignet sich besser für kurze Anbaupausen und enge Fruchtfolgen. Wachstumstechnisch entwickelt sich Alexandrinerklee deutlich schneller und produziert in kurzer Zeit mehr Biomasse als seine mehrjährigen Verwandten. Die Blüten unterscheiden sich optisch stark: Alexandrinerklee trägt weiße bis cremefarbene Blütenköpfchen, während Rotklee rosa-rote und Weißklee kleine weiße Einzelblüten besitzt. Klimatisch ist Alexandrinerklee weniger winterhart als Rotklee, gedeiht aber besser in warmen, trockenen Bedingungen. In der Konkurrenz zu Hauptkulturen ist er weniger aggressiv als Rotklee, was ihn für Mischkulturen geeigneter macht. Die Stickstoffbindung erfolgt bei allen dreien, jedoch ist bei Alexandrinerklee die Fixierungsleistung pro Zeiteinheit aufgrund des schnellen Wachstums besonders hoch.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Alexandrinerklee und anderen Leguminosen wie Luzerne?
    Zwischen Alexandrinerklee und Luzerne bestehen erhebliche Unterschiede in Wuchsform, Ansprüchen und Nutzung. Luzerne ist eine mehrjährige, tiefwurzelnde Leguminose, die eine Wuchshöhe von bis zu 100 Zentimetern erreicht, während Alexandrinerklee einjährig ist und maximal 80 Zentimeter hoch wird. Luzerne entwickelt ein sehr tiefes Pfahlwurzelsystem (bis zu 4 Meter), das sie extrem trockenheitsresistent macht, während Alexandrinerklee eher flacher wurzelt und regelmäßige Wasserversorgung benötigt. In puncto Bodenbearbeitung ist Luzerne anspruchsvoller und bevorzugt gut drainierte, kalkhaltige Böden, während Alexandrinerklee flexibler bei verschiedenen Bodentypen ist. Die Nutzungsdauer unterscheidet sich erheblich: Luzerne wird 3-4 Jahre genutzt und mehrfach gemäht, Alexandrinerklee hat nur eine Vegetationsperiode. Bei der Stickstoffbindung sind beide effektiv, aber Luzerne fixiert über die Jahre hinweg deutlich mehr. Andere Leguminosen wie Wicken oder Lupinen unterscheiden sich ebenfalls durch ihre spezifischen Wuchsformen, Ansprüche und Nutzungsmöglichkeiten vom schnellwachsenden Alexandrinerklee.
  8. Wie viel Stickstoff kann Alexandrinerklee pro Hektar im Boden fixieren?
    Alexandrinerklee ist ein beeindruckender Stickstoffsammler und kann beachtliche Mengen atmosphärischen Stickstoff im Boden fixieren. Unter optimalen Bedingungen bindet er bis zu 150 Kilogramm Stickstoff pro Hektar während einer Vegetationsperiode. Diese Leistung ist besonders bemerkenswert, da sie in der relativ kurzen Wachstumszeit von etwa 4-5 Monaten erbracht wird. Die tatsächliche Fixierungsleistung hängt von verschiedenen Faktoren ab: Bodenbeschaffenheit, Wasserversorgung, Temperatur und der Qualität der Knöllchenbakterien-Symbiose. Bei suboptimalen Bedingungen können es auch 80-120 kg Stickstoff pro Hektar sein. Ein erheblicher Teil dieses fixierten Stickstoffs bleibt nach dem Absterben und Zersetzen der Pflanze im Boden zurück und steht nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Diese natürliche Stickstoffanreicherung entspricht etwa der Düngerwirkung von 300-500 kg Mineraldünger und reduziert somit den Bedarf an synthetischen Stickstoffdüngern erheblich. Die Stickstoffbindung erfolgt kontinuierlich während der gesamten Wachstumsphase, mit höchster Aktivität während der intensiven Wachstumsperiode.
  9. Wo kann man hochwertiges Alexandrinerklee Saatgut kaufen?
    Hochwertiges Alexandrinerklee-Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern und etablierten Online-Shops für Gartenbedarf. Fachkundige Anbieter wie samen.de bieten qualitätsgeprüftes Saatgut mit hoher Keimfähigkeit und reinrassigen Sorten. Landwirtschaftliche Genossenschaften und Raiffeisen-Märkte führen ebenfalls professionelles Alexandrinerklee-Saatgut, oft in größeren Gebinden für landwirtschaftliche Betriebe. Gartencenter vor Ort haben häufig eine Grundausstattung, wobei die Auswahl meist begrenzter ist. Online-Fachgeschäfte punkten mit breiterem Sortiment, detaillierter Beratung und oft besseren Preisen. Achten Sie beim Kauf auf die Angabe der Keimfähigkeit (sollte über 80% liegen), das Erntejahr des Saatguts (nicht älter als 2 Jahre) und eventuelle Bio-Zertifizierung. Seriöse Händler geben Auskunft über Sortenreinheit, Herkunft und Lagerungsbedingungen. Für größere Flächen lohnt sich der Bezug direkt beim Saatgut-Großhandel oder bei landwirtschaftlichen Genossenschaften, die oft günstigere Kilopreise anbieten.
  10. Was sollte man beim Bestellen von Alexandrinerklee Saatgut beachten?
    Beim Bestellen von Alexandrinerklee-Saatgut sollten Sie mehrere wichtige Qualitätskriterien beachten. Die Gartenexperten von samen.de raten, zunächst auf eine hohe Keimfähigkeit von mindestens 80-85% zu achten – diese wird meist auf der Verpackung angegeben. Das Erntejahr des Saatguts ist entscheidend: Saatgut sollte nicht älter als zwei Jahre sein, da die Keimkraft mit der Zeit abnimmt. Planen Sie etwa 20-25 Gramm Saatgut pro Quadratmeter ein, für größere Flächen entsprechend mehr. Achten Sie auf sortenreine Qualität und eventuelle Bio-Zertifizierung, falls Sie ökologisch gärtnern. Die Lagerungsbedingungen beim Händler sind wichtig – seriöse Anbieter lagern kühl und trocken. Prüfen Sie die Lieferbedingungen, besonders bei temperatursensiblem Versand im Sommer. Informieren Sie sich über Rückgabe- oder Umtauschbedingungen bei Problemen mit der Keimfähigkeit. Größere Mengen sind oft günstiger, achten Sie aber darauf, nur so viel zu kaufen, wie Sie in ein bis zwei Jahren verbrauchen können.
  11. Welche Rolle spielen Knöllchenbakterien bei der Symbiose mit Alexandrinerklee?
    Knöllchenbakterien (Rhizobium-Arten) spielen eine zentrale Rolle in der Symbiose mit Alexandrinerklee und ermöglichen erst die beeindruckende Stickstoffbindung dieser Leguminose. Diese spezialisierten Bakterien siedeln sich in den Wurzeln an und bilden charakteristische Knöllchen, die als kleine Biofabriken fungieren. In diesen Knöllchen wandeln die Bakterien atmosphärischen Stickstoff in pflanzenverfügbare Ammoniumverbindungen um – ein Prozess, der normalerweise nur unter extremen Bedingungen möglich ist. Die Bakterien besitzen das Enzym Nitrogenase, welches die starke Dreifachbindung des Luftstickstoffs aufbrechen kann. Im Gegenzug versorgt der Alexandrinerklee die Bakterien mit Kohlenhydraten, Aminosäuren und anderen lebensnotwendigen Nährstoffen. Diese win-win-Situation ermöglicht beiden Partnern optimales Wachstum. Die Knöllchen sind an ihrer rosa bis rötlichen Farbe erkennbar – ein Zeichen aktiver Stickstoffbindung. Ohne diese Bakterien-Symbiose wäre Alexandrinerklee nur eine gewöhnliche Pflanze ohne die Fähigkeit zur natürlichen Bodendüngung. Die Bakterien sind meist bereits im Boden vorhanden oder können durch spezielle Impfpräparate zugeführt werden.
  12. Wie beeinflusst Alexandrinerklee das Bodenleben und die Bodenorganismen?
    Alexandrinerklee wirkt sich außerordentlich positiv auf das Bodenleben und die Bodenorganismen aus. Das beginnt bereits bei den Wurzelausscheidungen, die wertvolle Nährstoffe und organische Verbindungen abgeben und damit ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Mikroorganismen schaffen. Regenwürmer profitieren besonders von den weichen Pflanzenresten und der verbesserten Bodenstruktur – ihre Population steigt oft deutlich an. Die symbiotischen Knöllchenbakterien an den Wurzeln bereichern nicht nur das Bakterienspektrum im Boden, sondern regen auch andere Mikroorganismen zur Aktivität an. Pilze und andere Bodenlebewesen finden in der organischen Substanz des absterbenden Alexandrinerklees ideale Lebensbedingungen. Die gelockerte Bodenstruktur durch das Wurzelsystem verbessert die Sauerstoffversorgung, was aerobe Organismen fördert. Gleichzeitig entstehen Mikrohabitate für verschiedene Bodenorganismen. Die erhöhte biologische Aktivität führt zu einer besseren Nährstoffverfügbarkeit und stabileren Bodenstruktur. Langfristig entwickelt sich ein vielfältiges, gesundes Bodenökosystem, das resistenter gegen Schädlinge und Krankheiten ist.
  13. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zur Humusbildung durch Alexandrinerklee?
    Wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung von Alexandrinerklee auf die Humusbildung im Boden. Forschungen zeigen, dass die große Biomassemenge, die Alexandrinerklee in kurzer Zeit produziert, erheblich zur organischen Substanz im Boden beiträgt. Nach dem Absterben werden die Pflanzenreste durch Bodenorganismen zersetzt und in stabilen Humus umgewandelt. Studien dokumentieren eine Zunahme des Humusgehalts um 0,1-0,3% nach einer Vegetationsperiode mit Alexandrinerklee. Besonders wertvoll ist das günstige C/N-Verhältnis (Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis) der Pflanzenreste, das eine optimale Zersetzung und Humusbildung fördert. Untersuchungen zur Wurzelbiomasse zeigen, dass etwa 40-60% der Gesamtbiomasse im Boden verbleibt und dort kontinuierlich zu Humusaufbau beiträgt. Die Forschung bestätigt auch die positive Wirkung auf die Humusqualität – der entstehende Humus ist besonders stabil und trägt langfristig zur Kohlenstoffbindung bei. Mehrjährige Feldversuche zeigen, dass regelmäßiger Alexandrinerklee-Anbau den Humusgehalt nachhaltig steigert und damit die Bodenfruchtbarkeit sowie die Wasserspeicherfähigkeit verbessert.
  14. Wie wirkt sich Alexandrinerklee auf die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens aus?
    Alexandrinerklee verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens durch mehrere Mechanismen erheblich. Das tiefreichende Wurzelsystem lockert verdichtete Bodenschichten auf und schafft ein Netzwerk feiner Poren und Kanäle, die Wasser besser aufnehmen und speichern können. Nach dem Absterben der Wurzeln bleiben diese Kanäle als dauerhafte Strukturverbesserung erhalten. Die organische Substanz, die durch die Zersetzung der Pflanzenreste entsteht, wirkt wie ein Schwamm und kann das Mehrfache ihres Eigengewichts an Wasser speichern. Humus kann bis zu 20-mal mehr Wasser binden als mineralische Bodenbestandteile. Die verbesserte Krümelstruktur des Bodens erhöht sowohl die Wasserspeicherung als auch die Wasserinfiltration bei Regenfällen. Gleichzeitig reduziert die dichte Pflanzendecke die Verdunstung während der Wachstumsphase. Feldversuche zeigen, dass Böden nach Alexandrinerklee-Anbau 15-25% mehr Wasser speichern können. Diese verbesserte Wasserspeicherfähigkeit hilft Folgekulturen, Trockenperioden besser zu überstehen und reduziert den Bewässerungsbedarf.
  15. Wie integriert man Alexandrinerklee richtig in die Fruchtfolge?
    Die richtige Integration von Alexandrinerklee in die Fruchtfolge erfordert strategische Planung. Als Zwischenfrucht eignet er sich hervorragend nach früh räumenden Kulturen wie Frühkartoffeln, Wintergerste oder Frühgemüse. Die Aussaat erfolgt idealer Weise von April bis Mai für Sommeranbau oder August bis September für Winterzwischenfrucht in milderen Klimazonen. Als Vorfrucht ist Alexandrinerklee besonders wertvoll vor stickstoffbedürftigen Kulturen wie Kohl, Kürbis, Mais oder Getreide, die von der Stickstoffanreicherung profitieren. Vermeiden sollten Sie jedoch die direkte Folge mit anderen Leguminosen wie Bohnen oder Erbsen, da diese ähnliche Nährstoffansprüche haben und Fruchtfolgekrankheiten fördern können. Der optimale Umbruchzeitpunkt liegt in der Vollblüte, wenn die maximale Biomasse und Stickstoffbindung erreicht ist. Nach dem Mulchen und oberflächlichen Einarbeiten sollten 2-3 Wochen Verrottungszeit eingeplant werden, bevor die nächste Hauptkultur gesät wird. In intensiven Anbausystemen kann Alexandrinerklee auch in kurzen 6-8 Wochen-Pausen zwischen Hauptkulturen erfolgreich genutzt werden.
  16. Welche Aussaatmenge und -technik empfiehlt sich für Alexandrinerklee?
    Für eine erfolgreiche Alexandrinerklee-Aussaat empfiehlt sich eine Saatmenge von 20-25 Gramm pro Quadratmeter bei Reinsaat. In landwirtschaftlichen Betrieben entspricht dies etwa 20-25 kg pro Hektar. Bei Mischungen mit anderen Gründüngungspflanzen kann die Menge auf 15-20 g/m² reduziert werden. Die optimale Saattiefe liegt bei 1-2 Zentimetern – nicht tiefer, da die kleinen Samen sonst nicht genügend Kraft zum Durchstoßen haben. Die Aussaattechnik ist entscheidend: Säen Sie gleichmäßig aus und arbeiten Sie das Saatgut leicht mit einem Rechen oder einer Harke ein. Anschließend den Boden vorsichtig andrücken oder walzen für guten Bodenschluss. Der Boden sollte feinkrümelig und gut abgesetzt sein. Bei größeren Flächen eignen sich Drillmaschinen oder Grubber mit nachgeschalteter Walze. Die Bodentemperatur sollte mindestens 10°C betragen. Nach der Aussaat für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgen – bei Trockenheit behutsam wässern, Staunässe jedoch vermeiden. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de geben detaillierte Aussaatempfehlungen für verschiedene Anwendungsbereiche.
  17. Stimmt es, dass Alexandrinerklee andere Kulturen stark bedrängt?
    Diese Befürchtung ist nur teilweise berechtigt und hängt stark vom richtigen Management ab. Tatsächlich wächst Alexandrinerklee sehr schnell und üppig, was bei unsachgemäßem Anbau zu Konkurrenz mit Hauptkulturen führen kann. Im Vergleich zu mehrjährigen Kleearten wie Rotklee ist Alexandrinerklee jedoch deutlich weniger konkurrenzstark und aggressiv. Sein einjähriger Charakter macht ihn kontrollierbarer. Probleme entstehen hauptsächlich bei zu dichter Aussaat nahe Hauptkulturen oder wenn er nicht rechtzeitig umgebrochen wird. Bei korrekter Anwendung als Zwischenfrucht zwischen Hauptkulturen oder mit ausreichendem Abstand zu anderen Pflanzen ist die Konkurrenz minimal. Der Schlüssel liegt im richtigen Timing: Alexandrinerklee sollte gemulcht werden, bevor er zu dominant wird, idealerweise in der Vollblüte. Seine schnelle Entwicklung kann sogar von Vorteil sein, da er Unkräuter unterdrückt, ohne langfristig im Boden zu verbleiben. Für Mischkulturen eignet sich Alexandrinerklee gut mit robusten Partnerpflanzen. Bei sachgerechter Anwendung überwiegen die Vorteile der Bodenverbesserung deutlich gegenüber möglicher Konkurrenz.
  18. In welchen Klimazonen und Regionen gedeiht Alexandrinerklee am besten?
    Alexandrinerklee gedeiht am besten in gemäßigten bis warmen Klimazonen und zeigt seine Herkunft aus dem Mittelmeerraum durch seine Wärmeliebe. Optimal sind Regionen mit milden Wintern und warmen Sommern, wie sie in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz zu finden sind. Die Pflanze bevorzugt Temperaturen zwischen 15-25°C während der Hauptwachstumsphase. In kontinentalen Klimazonen mit strengen Wintern wird er hauptsächlich als Sommerzwischenfrucht angebaut, da er frostempfindlich ist. Küstenregionen mit ihrem ausgeglichenen Klima bieten ideale Bedingungen für längere Anbauzeiträume. Alexandrinerklee verträgt mäßige Trockenheit besser als anhaltende Nässe und gedeiht gut in Weinbauregionen oder anderen wärmebegünstigten Lagen. In nördlicheren Breiten oder Höhenlagen über 600 Metern ist der Anbau riskanter, da Spätfröste die Entwicklung beeinträchtigen können. Besonders erfolgreich ist der Anbau in Regionen mit 500-700mm Jahresniederschlag. Mediterrane Gebiete, das Rheintal, die Pfalz und das Burgenland bieten optimale Anbaubedingungen. In Gebirgsregionen sollte auf frostresistentere Alternativen ausgewichen werden.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Alexandrinerklee und Berseem-Klee?
    Alexandrinerklee und Berseem-Klee sind tatsächlich identisch – es handelt sich um dieselbe Pflanzenart (Trifolium alexandrinum), nur mit verschiedenen Namen. "Berseem" ist die arabische Bezeichnung für diese Kleeart, die sich in der internationalen Literatur etabliert hat, während "Alexandrinerklee" die deutsche Bezeichnung ist, die sich von der ägyptischen Stadt Alexandria ableitet. Beide Namen werden synonym verwendet und beziehen sich auf die gleiche einjährige Leguminose mit ihren charakteristischen weißen bis cremefarbenen Blüten. In der Fachliteratur und bei Saatguthändlern werden beide Begriffe parallel verwendet, manchmal sogar kombiniert als "Alexandrinerklee (Berseem)". Die Verwendung des jeweiligen Namens hängt oft von der regionalen Tradition oder der Herkunft der Informationsquelle ab. International ist "Berseem" gebräuchlicher, während im deutschsprachigen Raum "Alexandrinerklee" häufiger verwendet wird. Spezialisierte Gartenfachhändler führen die Pflanze meist unter beiden Bezeichnungen, um Verwechslungen zu vermeiden. Unabhängig vom Namen handelt es sich um dieselbe wertvolle Gründüngungspflanze mit identischen botanischen Eigenschaften und Anbauvorteilen.
  20. Wie grenzt sich Alexandrinerklee von einjährigem Klee und Inkarnatklee ab?
    Alexandrinerklee unterscheidet sich deutlich von anderen einjährigen Kleearten wie dem Inkarnatklee. Während Alexandrinerklee weiße bis cremefarbene Blüten in kugeligen Köpfchen trägt, hat Inkarnatklee charakteristische rote, ährenförmige Blütenstände. Inkarnatklee ist zudem winterhart und wird meist im Herbst gesät, während Alexandrinerklee frostempfindlich ist und hauptsächlich als Sommerzwischenfrucht dient. Beim Wuchs erreicht Alexandrinerklee 30-80 cm Höhe, Inkarnatklee wird meist etwas niedriger (20-60 cm). Die Blattform unterscheidet sich ebenfalls: Alexandrinerklee hat länglich-ovale Blättchen, Inkarnatklee eher herzförmige. Bei der Stickstoffbindung ist Alexandrinerklee überlegen und kann bis zu 150 kg/ha fixieren, während Inkarnatklee etwa 80-120 kg/ha schafft. Alexandrinerklee entwickelt sich schneller und produziert mehr Biomasse in kürzerer Zeit. Klimatisch ist Alexandrinerklee wärmeliebender und für mediterrane Bedingungen besser geeignet, während Inkarnatklee kühlere, feuchtere Standorte bevorzugt. Bei der Nutzung eignet sich Alexandrinerklee besser für kurze Anbauperioden zwischen Hauptkulturen, Inkarnatklee eher für Überwinterungsbrachen.
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