Buntnessel: Farbenfrohe Vielfalt im Garten

Die Vielfalt der Buntnessel: Ein farbenfroher Gartenschatz

Buntnesseln, auch als Coleus bekannt, sind wahre Schmuckstücke für jeden Garten. Mit ihren leuchtenden Blättern bringen sie eine tropische Note in unsere heimischen Beete. Ursprünglich aus den warmen Regionen Afrikas und Asiens stammend, haben sie sich zu beliebten Gästen in unseren Gärten entwickelt.

Buntnesseln im Überblick: Wissenswertes für Gartenfreunde

  • Tropischer Ursprung, vielseitige Verwendung
  • Bevorzugt halbschattige Standorte
  • Aussaat im Frühjahr als Lichtkeimer
  • Geeignet für Sommerbeete und Pflanzkübel
  • Möglichkeit zur Überwinterung im Innenraum

Was macht die Buntnessel so besonders?

Die Buntnessel, botanisch als Coleus blumei bezeichnet, fasziniert durch ihre farbenprächtigen Blätter. Anders als bei vielen anderen Zierpflanzen sind es hier nicht die Blüten, die im Rampenlicht stehen, sondern die Blätter mit ihren lebhaften Mustern und Farben. Von tiefen Purpurtönen über leuchtendes Rot und zartes Rosa bis hin zu frischem Grün und strahlendem Gelb – die Farbpalette der Buntnessel scheint schier endlos.

Von den Tropen in unsere Gärten

Die Heimat der Buntnessel liegt in den üppigen, feuchten Regionen Afrikas und Asiens. In diesen warmen Gefilden entwickelte sie ihre beeindruckende Vielfalt. Dank ihrer Schönheit und Anpassungsfähigkeit fand sie rasch ihren Weg in Gärten und Häuser weltweit. Heute wird sie in vielen Teilen der Welt kultiviert und erfreut sich großer Beliebtheit.

In unseren Breitengraden wird die Buntnessel meist als einjährige Pflanze genutzt, obwohl sie in ihrer Heimat mehrjährig wächst. Das liegt daran, dass sie unsere kalten Winter im Freien nicht übersteht. Mit etwas Pflege und dem richtigen Standort im Haus lässt sie sich jedoch auch bei uns über mehrere Jahre erhalten.

Vielseitig einsetzbar: Im Garten und als Zimmerpflanze

Die Vielseitigkeit der Buntnessel macht sie zu einem echten Allrounder. In Sommerbeeten sorgt sie für leuchtende Farbtupfer und bringt Leben zwischen grüne Blätter und einfarbige Blüten. Besonders reizvoll wirkt die Buntnessel in Kombinationen, wo ihre bunten Blätter einen spannenden Kontrast zu anderen Pflanzen bilden.

In Pflanzkübeln auf Terrasse oder Balkon ist die Buntnessel ein wahrer Blickfang. Hier lässt sich wunderbar mit verschiedenen Sorten experimentieren und farbenprächtige Arrangements schaffen. In meinem ersten Buntnessel-Arrangement auf meinem kleinen Stadtbalkon entstand ein regelrechtes Farbenmeer, das mich den ganzen Sommer über erfreute.

Als Zimmerpflanze bringt die Buntnessel tropisches Flair ins Haus und sorgt auch in der kalten Jahreszeit für farbenfrohe Akzente. Gerade in Räumen mit wenig direkter Sonneneinstrahlung, wo viele andere Pflanzen Probleme haben, fühlt sich die Buntnessel besonders wohl.

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Von der Anzucht bis zur Sommerpracht: Die Pflege der Buntnessel

Pikieren: Der erste Schritt zur Prachtentfaltung

Sobald die ersten echten Blättchen unserer kleinen Buntnessel-Sämlinge sichtbar werden, ist es Zeit für einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung: das Pikieren. Mit sanfter Hand und einem Pikierstäbchen heben wir die zarten Pflänzchen aus ihrer Aussaatschale. Vorsichtig setzen wir sie einzeln in kleine Töpfe mit lockerer, nährstoffarmer Erde. Dabei gilt: Bis zu den Keimblättern in die Erde, aber nicht tiefer! Nach dem Umsetzen gießen wir sie behutsam an - schließlich sollen sich unsere kleinen Grünlinge in ihrem neuen Zuhause wohlfühlen.

Das richtige Zuhause: Topf und Substrat

Für ein gesundes Wachstum brauchen unsere Buntnesseln den passenden Rahmen. Töpfe mit 8-10 cm Durchmesser bieten in der Anfangsphase genügend Raum zur Entfaltung. Als Substrat hat sich eine Mischung aus Komposterde, Torf und Sand im Verhältnis 2:1:1 bewährt. Diese Kombination sorgt für gute Drainage und verhindert Staunässe - ein wahrer Wohlfühlboden für unsere farbenfrohen Freunde.

Nährstoffe für leuchtende Farben

Etwa drei Wochen nach dem Pikieren können wir mit der Düngung beginnen. Ein flüssiger, organischer Dünger alle zwei Wochen in verdünnter Form reicht völlig aus. Hier gilt: Weniger ist oft mehr! Übermäßige Düngung kann zu üppigem Wachstum führen, aber auf Kosten der prächtigen Blattfärbung. Und das wäre doch schade, wo wir uns gerade an den leuchtenden Farben erfreuen wollen.

Der große Schritt ins Freie: Timing ist alles

Wann ist der richtige Moment?

Unsere Buntnesseln sind echte Sonnenanbeter, aber Frost mögen sie gar nicht. Daher warten wir geduldig, bis die Nachttemperaturen zuverlässig über 10°C klettern. In unseren Breiten ist das meist ab Mitte Mai der Fall. Ein Blick auf die Wettervorhersage lohnt sich, denn bei unerwarteten Kälteeinbrüchen müssen wir unsere farbenfrohen Schützlinge schützen.

Beet oder Kübel: Die Vorbereitung zählt

Egal ob im Beet oder im Kübel, eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Lockern wir die Erde gründlich auf und mischen etwas Kompost unter. Bei schweren Böden hilft eine Prise Sand für bessere Drainage. Für Kübelpflanzungen greifen wir am besten zu hochwertiger Kübelpflanzenerde. Und nicht vergessen: Ausreichend Drainage-Löcher im Topfboden sind ein Muss!

Platz zum Wachsen

Unsere Buntnesseln können je nach Sorte recht ausladend werden. Daher planen wir großzügig! Ein Abstand von 30-40 cm zwischen den Pflanzen im Beet ist ideal. In Kästen oder Kübeln können wir etwas enger pflanzen, etwa 20-25 cm Abstand reichen. Bedenken wir: Zu eng gepflanzte Buntnesseln konkurrieren um Licht und Nährstoffe, was zu schwächerem Wuchs und blasserer Färbung führen kann. Und das wollen wir ja vermeiden!

Sommerpflege: So bleiben unsere Buntnesseln in Topform

Die richtige Balance beim Gießen

Buntnesseln mögen es feucht, aber nicht nass. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, aber lassen wir die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. An heißen Sommertagen kann tägliches Gießen nötig sein, besonders bei Kübelpflanzen. Am besten gießen wir morgens oder abends und vermeiden es, die Blätter zu befeuchten. So beugen wir Pilzerkrankungen vor und unsere Buntnesseln bleiben gesund und munter.

Nährstoffe für leuchtende Farben

Auch nach dem Auspflanzen brauchen unsere Buntnesseln regelmäßig Nährstoffe. Alle zwei bis drei Wochen eine Portion flüssigen Düngers unterstützt die Pflanzen in ihrem Wachstum. Alternativ können wir auch Langzeitdünger in den Boden einarbeiten. Ein ausgeglichener Dünger mit leicht erhöhtem Kaliumanteil fördert die Farbintensität der Blätter - und sorgt so für ein echtes Farbenfeuerwerk im Garten oder auf dem Balkon.

Schnipp, schnapp: Rückschnitt für buschigen Wuchs

Regelmäßiges Zurückschneiden fördert einen buschigen Wuchs und verhindert kahle Stellen. Sobald unsere Buntnesseln etwa 15 cm hoch sind, zwicken wir die Triebspitzen ab. Das wiederholen wir alle paar Wochen. Verblühte Blütenstände entfernen wir, um die Blattschönheit zu erhalten. Ein beherzter Rückschnitt um bis zu ein Drittel im Hochsommer regt die Pflanze zu neuem Wachstum an und erhält ihre kompakte Form. So bleiben unsere Buntnesseln den ganzen Sommer über attraktiv und farbenfroh.

Mit diesen Pflegetipps entwickeln sich unsere Buntnesseln zu wahren Hinguckern im Garten oder auf dem Balkon. Freuen wir uns auf ein Sommerhalbjahr voller leuchtender Farben und üppiger Blattschönheit!

Buntnesseln überwintern: So bringen Sie Ihre farbenfrohen Freunde durch die kalte Jahreszeit

Als ich meine ersten Buntnesseln überwinterte, war ich ziemlich nervös. Diese tropischen Schönheiten vertragen nun mal keine Fröste, und ich wollte sie unbedingt für die nächste Saison erhalten. Mit der Zeit habe ich einige Tricks gelernt, die ich gerne mit Ihnen teile.

Vorbereitung ist alles

Bevor der erste Frost droht, müssen unsere Buntnesseln ins Warme. Hier ein paar Schritte, die sich bewährt haben:

  • Freilandpflanzen rechtzeitig eintopfen - am besten schon im September.
  • Die Pflanzen auf etwa 10-15 cm zurückschneiden. Das mag zunächst radikal erscheinen, fördert aber später neues Wachstum.
  • Abgestorbene oder kranke Teile entfernen. Ein gründlicher Check auf Schädlinge ist ebenfalls wichtig.
  • Einen hellen, kühlen Platz im Haus finden. Mein Wintergarten hat sich als idealer Überwinterungsort erwiesen.

Der richtige Winterplatz

Buntnesseln sind zwar Tropenpflanzen, brauchen im Winter aber keine Sauna. Folgende Bedingungen haben sich als optimal herausgestellt:

  • Temperaturen zwischen 10 und 15°C - klingt kühl, ist aber genau richtig.
  • Heller Standort, aber bitte kein grelles Sonnenlicht.
  • Eine Luftfeuchtigkeit um 50-60% - nicht zu trocken, nicht zu feucht.
  • Gute Luftzirkulation, um Schimmel vorzubeugen.

Ein kühler Wintergarten oder ein helles Treppenhaus eignen sich oft gut. Zu warme Räume führen zu schwachem, spindeligem Wuchs - das wollen wir vermeiden.

Winterpflege leicht gemacht

Auch im Winterschlaf brauchen unsere Buntnesseln etwas Zuwendung:

  • Sparsam gießen, aber die Erde nie völlig austrocknen lassen. Ich fühle regelmäßig mit dem Finger, ob die obere Erdschicht noch feucht ist.
  • Düngen ist tabu oder nur sehr schwach erlaubt. Die Pflanzen sollen ruhen, nicht wachsen.
  • Welke Blätter entfernen - das verbessert die Luftzirkulation.
  • Die Töpfe gelegentlich drehen für gleichmäßiges Wachstum.
  • An milden Tagen kurz lüften, um Schimmelbildung vorzubeugen.

Ab März steigere ich langsam die Wassergaben und beginne mit schwacher Düngung. Das sanfte Erwachen aus dem Winterschlaf hat begonnen!

Buntnesseln vermehren: Neue Farbenpracht für Ihren Garten

Die Vermehrung von Buntnesseln ist erstaunlich einfach. Ob durch Stecklinge oder Aussaat - mit etwas Geduld können Sie Ihren Bestand vergrößern und sogar neue Farbvarianten züchten. Ein spannendes Projekt für Hobbygärtner!

Stecklinge: Die Express-Methode

Stecklinge sind mein Favorit zur Vermehrung. Es geht schnell und ist unkompliziert:

  • 8-10 cm lange Triebspitzen abschneiden. Ich nehme dafür immer eine scharfe, saubere Schere.
  • Die unteren Blätter entfernen. So können sich leichter Wurzeln bilden.
  • Die Stecklinge in feuchte Anzuchterde stecken. Ich verwende dafür kleine Töpfe oder eine Anzuchtschale.
  • Die Erde gleichmäßig feucht halten. Eine Abdeckung mit einer durchsichtigen Tüte schafft ein gutes Klima.
  • Bei 20-25°C und hoher Luftfeuchtigkeit bilden sich nach 2-3 Wochen Wurzeln. Manchmal geht es sogar schneller!

Stecklinge lassen sich das ganze Jahr über schneiden, am besten gelingt die Bewurzelung aber im Frühjahr oder Sommer. In dieser Zeit habe ich die besten Erfolge erzielt.

Aussaat: Das genetische Glücksspiel

Die Aussaat ist etwas aufwendiger, aber unglaublich spannend. Hier können völlig neue Farbkombinationen entstehen:

  • Ab Februar die feinen Samen in Anzuchtschalen aussäen. Sie sind echte Lichtkeimer, also nur leicht andrücken.
  • Das Substrat gleichmäßig feucht halten. Ich verwende dafür eine feine Sprühflasche.
  • Bei 20-22°C keimen die Samen nach 1-2 Wochen. Die Vorfreude steigt mit jedem Tag!
  • Sobald die Sämlinge 4-6 Blätter haben, pikiere ich sie in einzelne Töpfe.

Es ist jedes Mal eine Überraschung, welche Farbkombinationen sich entwickeln. Manchmal entstehen wahre Prachtexemplare, die völlig anders aussehen als die Elternpflanzen. Das macht die Aussaat so spannend!

Gesunde Buntnesseln: Krankheiten und Schädlinge im Griff

Obwohl Buntnesseln recht robust sind, können auch sie mal Probleme bekommen. Ein aufmerksamer Blick hilft, Schäden früh zu erkennen und zu behandeln. In meinen Jahren als Hobbygärtnerin habe ich einiges gelernt.

Die üblichen Verdächtigen

Folgende Krankheiten und Schädlinge treffen wir bei Buntnesseln öfter an:

  • Grauschimmel: Graue, pelzige Beläge auf Blättern und Stängeln. Ein Klassiker bei zu hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Echter Mehltau: Weißer, mehliger Belag auf den Blättern. Oft ein Zeichen für Stress bei der Pflanze.
  • Spinnmilben: Feine Gespinste und gelbliche Blattaufhellungen. Diese Plagegeister lieben es warm und trocken.
  • Weiße Fliegen: Kleine weiße Insekten an der Blattunterseite. Können sich rasant vermehren.
  • Blattläuse: Kräuselung junger Blätter, klebrige Ausscheidungen. Oft die ersten ungebetenen Gäste im Frühjahr.

Vorbeugen ist besser als heilen

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können wir vielen Problemen vorbeugen:

  • Gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzen. Ich stelle meine Buntnesseln nie zu eng.
  • Staunässe und übermäßiges Gießen vermeiden. Lieber einmal kräftig als oft ein bisschen.
  • Regelmäßig welke oder kranke Pflanzenteile entfernen. Das verbessert auch gleich das Erscheinungsbild.
  • Maßvoll düngen. Zu viel des Guten macht die Pflanzen anfällig.
  • Regelmäßige Kontrollen auf Befall. Ich schaue mindestens einmal pro Woche genau hin.

Sanfte Methoden bei Befall

Wenn es doch mal Probleme gibt, setze ich auf umweltfreundliche Methoden:

  • Spinnmilben: Regelmäßiges Besprühen mit Wasser. Die Biester mögen es feucht gar nicht.
  • Blattläuse: Abwaschen mit starkem Wasserstrahl oder Einsatz von Nützlingen. Marienkäfer sind meine Lieblingshelfer.
  • Weiße Fliegen: Gelbtafeln aufhängen. Die Insekten werden magisch angezogen.
  • Echter Mehltau: Besprühen mit verdünnter Magermilch oder Backpulver-Wasser-Lösung. Klingt seltsam, hilft aber oft.
  • Grauschimmel: Befallene Teile großzügig entfernen und Luftzirkulation verbessern. Weniger ist hier mehr.

Bei hartnäckigem Befall greifen wir auf biologische Pflanzenschutzmittel zurück. Immer die Anwendungshinweise beachten - das gilt auch für mich als alte Häsin.

Mit der richtigen Pflege und einem wachsamen Auge bleiben unsere Buntnesseln gesund und farbenfroh. Probleme früh erkennen und handeln - das ist das A und O. Oft lassen sich kleine Schwierigkeiten mit einfachen Mitteln beheben, bevor sie sich zu größeren Problemen auswachsen. Und wenn es mal nicht klappt? Nicht entmutigen lassen. Jeder Gärtner lernt ständig dazu - ich eingeschlossen!

Kreative Ideen für Buntnessel-Enthusiasten

Farbexplosionen und Gestaltungsträume

Die faszinierende Vielfalt der Buntnessel-Blätter lädt geradezu zum Experimentieren ein. Stellen Sie sich vor, wie Purpur und Lime nebeneinander leuchten oder Orange neben Dunkelrot erstrahlt - ein wahres Fest für die Augen! In meinem Garten habe ich entdeckt, dass ungerade Zahlen beim Gruppieren der Pflanzen besonders harmonisch wirken. Drei, fünf oder sieben Buntnesseln zusammen sehen einfach natürlicher aus als gerade Anzahlen. Und wenn Sie wirklich Eindruck schinden wollen, platzieren Sie eine besonders auffällige Sorte als Blickfang inmitten einer Gruppe - das sorgt garantiert für Gesprächsstoff bei Ihren Gästen!

Buntnessel in guter Gesellschaft

Buntnesseln sind wahre Teamplayer im Garten. Sie vertragen sich prächtig mit Pflanzen, die ähnliche Ansprüche haben. Hier ein paar Ideen, die sich in meinem Garten bewährt haben:

  • Begonien: Ihre zarten Blüten bilden einen wunderbaren Kontrast zu den farbenfrohen Buntnessel-Blättern.
  • Farne: Die filigranen Wedel ergänzen die üppigen Blätter der Buntnessel auf eine fast poetische Weise.
  • Funkien: Große Blätter treffen auf bunte Vielfalt - ein Texturspiel der besonderen Art.
  • Impatiens: Diese üppig blühenden Schattenliebhaber sind wie geschaffen für eine Partnerschaft mit Buntnesseln.

Denken Sie daran, dass Ihre grünen Gefährten ähnliche Vorlieben bei Licht, Wasser und Nährstoffen haben sollten - so bleiben alle glücklich und gesund.

Hängende Gärten mit Buntnessel

Buntnesseln in Hängeampeln sind ein wahrer Hingucker! Besonders Sorten mit hängenden oder überhängenden Wuchsformen kommen hier zur Geltung. Auf meinem Balkon habe ich verschiedene Buntnessel-Sorten in einer Ampel kombiniert - das Ergebnis ist einfach atemberaubend. Wenn Sie mögen, können Sie noch hängende Blühpflanzen wie Petunien oder Verbenen dazwischen setzen. Das gibt zusätzliche Farbtupfer und lässt die Ampel richtig lebendig wirken.

Vom Garten in die Vase - und darüber hinaus

Blätter-Ernte für kreative Köpfe

Die farbenprächtigen Blätter der Buntnessel sind wahre Deko-Talente. Ob als Aufpepper für Blumensträuße oder als eigenständige Tischdekoration - sie ziehen alle Blicke auf sich. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Ernten Sie am besten morgens oder abends, wenn die Pflanzen gut mit Wasser versorgt sind. Und bitte nicht mehr als ein Drittel der Pflanze entfernen, damit sie sich gut erholen kann. Eine scharfe, saubere Schere ist dabei Ihr bester Freund - sie verhindert unnötige Verletzungen an der Pflanze.

Buntnesseln für die Ewigkeit

Wussten Sie, dass getrocknete Buntnesselblätter ihre Farben und Muster behalten? Ich war fasziniert, als ich das entdeckte! Hier sind ein paar Methoden, die ich ausprobiert habe:

  • Lufttrocknen: Kleine Bündel zusammenbinden und kopfüber aufhängen - fast wie ein bunter Kräutergarten.
  • Pressen: Einzelne Blätter zwischen saugfähiges Papier legen und mit einem dicken Buch beschweren - perfekt für Herbarium-Fans.
  • Mikrowelle: Blätter zwischen Küchenpapier in kurzen Intervallen trocknen - schnell, aber Vorsicht, nicht zu lange!

Die getrockneten Blätter eignen sich wunderbar für dauerhafte Dekorationen, Trockengestecke oder kreative Bastelarbeiten. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

Buntnesseln - ein Feuerwerk der Farben im Garten

Nach all den Jahren mit Buntnesseln in meinem Garten bin ich immer noch begeistert von ihrer Vielseitigkeit. Ob als farbenfroher Akzent im Schattenbeet, als Begleiter zu blühenden Sommerblumen oder als eigenständiges Gestaltungselement - diese Pflanzen sind echte Allrounder. Und das Beste: Mit ein bisschen Aufmerksamkeit und den richtigen Pflegetipps haben Sie lange Freude an diesen besonderen Gewächsen.

Ich kann Sie nur ermutigen: Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten, Farbkombinationen und Mischpflanzungen. Die Vielfalt der Buntnesseln ist schier endlos und bietet für jeden Geschmack und jede Gartensituation etwas Passendes. Tauchen Sie ein in die bunte Welt der Buntnesseln und lassen Sie sich von ihrer Schönheit inspirieren. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie dabei ja Ihre ganz persönliche Lieblingssorte!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist eine Buntnessel und wodurch zeichnet sie sich aus?
    Die Buntnessel (Coleus blumei) ist eine tropische Blattschmuckpflanze, die sich durch ihre außergewöhnlich farbenprächtigen Blätter auszeichnet. Anders als bei herkömmlichen Zierpflanzen stehen nicht die Blüten im Mittelpunkt, sondern die spektakulären Blätter mit ihren leuchtenden Mustern und Farben. Die Farbpalette reicht von tiefen Purpurtönen über leuchtendes Rot und zartes Rosa bis hin zu frischem Grün und strahlendem Gelb. Ursprünglich aus den warmen Regionen Afrikas und Asiens stammend, bringt die Buntnessel eine tropische Note in heimische Gärten. Sie ist vielseitig einsetzbar - sowohl als Sommerbeet-Pflanze im Garten als auch als attraktive Kübelpflanze auf Terrasse und Balkon oder als farbenfrohe Zimmerpflanze. Ihre Anpassungsfähigkeit und die schier endlose Farbvielfalt machen sie zu einem echten Schmuckstück für jeden Pflanzenliebhaber.
  2. Welche Standortbedingungen bevorzugen Buntnesseln im Garten?
    Buntnesseln bevorzugen halbschattige Standorte im Garten, wo sie vor direkter Mittagssonne geschützt sind. Zu viel direktes Sonnenlicht kann die zarten Blätter verbrennen und die intensive Farbausprägung beeinträchtigen. Ideal sind Plätze mit morgendlicher oder später Nachmittagssonne. Der Boden sollte durchlässig, humusreich und gleichmäßig feucht sein, jedoch ohne Staunässe. Eine gute Drainage ist essentiell, da die Pflanzen empfindlich auf Wurzelfäule reagieren. Als tropische Gewächse benötigen Buntnesseln Temperaturen dauerhaft über 10°C - daher können sie erst nach den letzten Frösten, meist ab Mitte Mai, ins Freie gepflanzt werden. Eine Mischung aus Komposterde, Torf und Sand im Verhältnis 2:1:1 bietet optimale Bodenbedingungen. Windgeschützte Lagen sind vorteilhaft, da die großen Blätter bei starkem Wind leicht beschädigt werden können. Eine ausreichende Luftzirkulation ist dennoch wichtig, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
  3. Wie erfolgt die Aussaat von Coleus als Lichtkeimer?
    Coleus-Samen sind echte Lichtkeimer und benötigen eine spezielle Aussaat-Technik. Die Aussaat erfolgt idealerweise ab Februar in Anzuchtschalen mit feiner, nährstoffarmer Aussaaterde. Da die Samen sehr fein sind, werden sie nur leicht auf die Oberfläche gestreut und vorsichtig angedrückt, aber nicht mit Erde bedeckt - das Licht ist für die Keimung essentiell. Das Substrat muss gleichmäßig feucht gehalten werden, am besten mit einer feinen Sprühflasche, um die winzigen Samen nicht wegzuspülen. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 20-22°C. Bei konstanter Feuchtigkeit und ausreichend Licht keimen die Samen nach 1-2 Wochen. Eine Abdeckung mit Glas oder Folie kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen, muss aber täglich gelüftet werden. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten hochwertiges Coleus-Saatgut verschiedener Sorten an, das sich durch eine besonders gute Keimfähigkeit auszeichnet und für erfolgreiche Anzuchten sorgt.
  4. Welche besonderen Pflegetipps gelten für das Pikieren von Buntnessel-Sämlingen?
    Das Pikieren von Buntnessel-Sämlingen erfordert besondere Sorgfalt, da die jungen Pflänzchen sehr empfindlich sind. Der optimale Zeitpunkt ist erreicht, wenn sich neben den Keimblättern die ersten echten Laubblätter zeigen, meist nach 3-4 Wochen. Mit einem Pikierstäbchen werden die Sämlinge vorsichtig aus der Aussaatschale gehoben, dabei nur an den Blättern und nie am zarten Stängel anfassen. Die Wurzeln dürfen nicht verletzt werden. Einzelne Töpfe mit 8-10 cm Durchmesser und lockerer, nährstoffarmer Anzuchterde sind ideal. Die Sämlinge werden bis zu den Keimblättern in die Erde gesetzt, aber nicht tiefer. Nach dem Pikieren behutsam angießen und an einem hellen, warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung aufstellen. Die Temperatur sollte konstant zwischen 18-20°C liegen. In den ersten Tagen nach dem Pikieren benötigen die Pflänzchen erhöhte Luftfeuchtigkeit - eine transparente Abdeckung kann hilfreich sein. Erst nach etwa drei Wochen kann mit der ersten schwachen Düngung begonnen werden.
  5. Warum ist die Überwinterung von Buntnesseln im Innenraum notwendig?
    Die Überwinterung von Buntnesseln im Innenraum ist unbedingt notwendig, da sie als tropische Pflanzen keinerlei Frost vertragen. Bereits Temperaturen unter 10°C können zu irreversiblen Schäden führen. In ihren natürlichen Verbreitungsgebieten in Afrika und Asien herrschen ganzjährig warme Temperaturen, weshalb sie keine Kälteresistenz entwickelt haben. Im deutschen Klima würden sie bereits beim ersten Frost absterben. Für eine erfolgreiche Überwinterung benötigen Buntnesseln einen hellen, kühlen Raum mit Temperaturen zwischen 10-15°C - ein Wintergarten oder helles Treppenhaus eignet sich ideal. Zu warme Räume führen zu schwächlichem Wuchs und Schädlingsbefall. Die Pflege im Winter ist reduziert: sparsames Gießen ohne Düngung, da die Pflanzen in eine Ruhephase eintreten. Vor dem Einräumen sollten die Pflanzen auf 10-15 cm zurückgeschnitten und auf Schädlinge kontrolliert werden. Mit der richtigen Überwinterung können Buntnesseln mehrere Jahre erhalten werden und entwickeln sich zu prächtigen Exemplaren.
  6. Worin unterscheiden sich Buntnesseln von anderen Blattschmuckpflanzen?
    Buntnesseln heben sich durch mehrere einzigartige Eigenschaften von anderen Blattschmuckpflanzen ab. Das markanteste Merkmal ist ihre außergewöhnliche Farbvielfalt und Musterung - kaum eine andere Blattschmuckpflanze bietet derart intensive und vielfältige Farbkombinationen von Purpur über Orange bis hin zu Lime-Grün, oft in einem einzigen Blatt vereint. Während viele Blattschmuckpflanzen wie Funkien oder Farne eher durch Blattform und -struktur wirken, steht bei Buntnesseln die reine Farbpracht im Vordergrund. Ein weiterer Unterschied liegt in der Pflegeleichtigkeit: Buntnesseln sind deutlich anspruchsloser als viele tropische Blattschmuckpflanzen und verzeihen Pflegefehler eher. Ihre schnelle Vermehrung über Stecklinge ist ebenfalls bemerkenswert - innerhalb weniger Wochen entstehen neue Pflanzen. Zudem sind Buntnesseln sowohl als Garten-, Balkon- als auch Zimmerpflanzen gleichermaßen erfolgreich kultivierbar, was bei vielen anderen Blattschmuckpflanzen nicht der Fall ist. Diese Vielseitigkeit macht sie zu echten Allroundern unter den dekorativen Blattpflanzen.
  7. Was unterscheidet Coleus blumei von anderen tropischen Zimmerpflanzen?
    Coleus blumei unterscheidet sich von anderen tropischen Zimmerpflanzen durch seine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lichtverhältnisse. Während viele Tropenpflanzen entweder volles Licht oder tiefen Schatten benötigen, gedeiht Coleus in halbschattigen bis hellen Bereichen ohne direkte Sonneneinstrahlung optimal. Seine Farbintensität passt sich sogar an die Lichtverhältnisse an. Ein weiterer Unterschied liegt in der einfachen Vermehrung - während andere Tropenpflanzen oft komplizierte Vermehrungsverfahren erfordern, lassen sich Buntnesseln problemlos über Stecklinge vermehren. Die Pflegeansprüche sind moderater: sie verzeihen gelegentliches Austrocknen besser als andere tropische Arten und kommen mit normaler Zimmerluft gut zurecht, ohne die hohe Luftfeuchtigkeit zu benötigen, die viele Regenwaldpflanzen fordern. Besonders bemerkenswert ist auch die ganzjährige Attraktivität - während andere tropische Zimmerpflanzen oft saisonale Ruhephasen haben, behält Coleus blumei seine farbenprächtigen Blätter das ganze Jahr über. Die kompakte Wuchsform macht ihn zudem ideal für kleinere Räume.
  8. Welche Temperaturen sind für die Keimung von Buntnessel-Samen erforderlich?
    Für eine erfolgreiche Keimung von Buntnessel-Samen sind konstante Temperaturen zwischen 20-22°C erforderlich. Diese Temperaturen sollten sowohl tags als auch nachts möglichst gleichmäßig gehalten werden, da Temperaturschwankungen die Keimung verzögern oder beeinträchtigen können. Temperaturen unter 18°C führen zu deutlich verlangsamter oder sogar ausbleibender Keimung, während Temperaturen über 25°C die zarten Keimlinge schädigen können. Die Bodentemperatur ist dabei entscheidender als die Lufttemperatur - ein beheiztes Gewächshaus, eine Anzuchtmatte oder ein warmer Platz auf der Heizung können optimale Bedingungen schaffen. Während der 1-2 wöchigen Keimphase ist es wichtig, dass diese Temperaturen konstant gehalten werden. Nach dem Keimen können die Sämlinge etwas kühlere Temperaturen um 18-20°C vertragen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 70-80% unterstützt zusätzlich den Keimprozess. Die Kombination aus konstanter Wärme, ausreichend Feuchtigkeit und Licht garantiert eine erfolgreiche Keimung der feinen Buntnessel-Samen.
  9. Wo kann man qualitative Buntnessel-Samen kaufen?
    Qualitative Buntnessel-Samen erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf hochwertiges Saatgut konzentrieren. Samen.de, ein etablierter Spezialist für Gartensaatgut, bietet eine breite Auswahl an Coleus-Sorten mit garantiert hoher Keimfähigkeit und sortenechten Eigenschaften. Beim Kauf sollten Sie auf frisches Saatgut achten - das Erntejahr sollte nicht länger als zwei Jahre zurückliegen, da die Keimfähigkeit mit der Zeit abnimmt. Seriöse Händler geben Keimfähigkeitswerte und detaillierte Aussaatanleitungen an. Vermeiden Sie Billigangebote, da minderwertiges Saatgut oft enttäuschende Keimergebnisse und schwache Pflanzen hervorbringt. Gartencenter vor Ort bieten den Vorteil der persönlichen Beratung, haben aber oft ein begrenzteres Sortiment. Online-Shops ermöglichen eine größere Sortenauswahl und detaillierte Produktbeschreibungen. Achten Sie auf Kundenbewertungen und wählen Sie Anbieter mit nachgewiesener Expertise im Bereich Zierpflanzen-Saatgut. Professionelle Saatgutbetriebe testen ihre Samen regelmäßig auf Reinheit und Keimfähigkeit.
  10. Welche Ausrüstung benötigt man für die Buntnessel-Anzucht und wo erhält man diese?
    Für die erfolgreiche Buntnessel-Anzucht benötigen Sie grundlegende Gartenausrüstung: Anzuchtschalen oder kleine Töpfe, hochwertiges Aussaatsubstrat, einen Pikierstab zum schonenden Umsetzen der Sämlinge, eine feine Sprühflasche für die Bewässerung und eventuell eine Anzuchtmatte für konstante Bodentemperaturen. Eine transparente Abdeckung aus Glas oder Folie hilft beim Schaffen eines optimalen Keimklimas. Später werden größere Töpfe für das Pikieren und eine scharfe, saubere Gartenschere für das Entspitzen benötigt. Erfahrene Gartenfachhändler wie die von samen.de führen komplette Anzuchtsets, die alle notwendigen Komponenten enthalten und sich besonders für Einsteiger eignen. Diese Sets sind oft kostengünstiger als Einzelkäufe und aufeinander abgestimmt. Gartencenter bieten eine große Auswahl an Einzelkomponenten, während Online-Shops den Komfort der Lieferung nach Hause bieten. Achten Sie bei der Ausrüstung auf Qualität - hochwertige Anzuchtschalen und Substrate zahlen sich durch bessere Ergebnisse aus. Viele Komponenten können mehrere Jahre verwendet werden, was die Anfangsinvestition rechtfertigt.
  11. Wie beeinflusst die Herkunft aus Afrika und Asien die Pflegeansprüche der Buntnessel?
    Die tropische Herkunft der Buntnesseln aus Afrika und Asien prägt entscheidend ihre Pflegeansprüche in unseren Breiten. In ihren natürlichen Lebensräumen herrschen ganzjährig warme Temperaturen zwischen 20-30°C, weshalb sie keinerlei Frostresistenz entwickelt haben und bereits bei Temperaturen unter 10°C Schäden erleiden. Die gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit der tropischen Regionen erklärt, warum Buntnesseln bei zu trockener Luft mit Schädlingsbefall reagieren. In ihrer Heimat wachsen sie oft im lichten Schatten größerer Pflanzen, was ihren Bedarf an halbschattigen Standorten ohne direkte Mittagssonne erklärt. Die regelmäßigen, aber nie staunassen Niederschläge in den Tropen spiegeln sich im Wasserbedarf wider - gleichmäßig feucht, aber mit guter Drainage. Der nährstoffreiche Humusboden der tropischen Wälder macht deutlich, warum Buntnesseln humose, lockere Erde bevorzugen. Diese evolutionäre Anpassung an tropische Bedingungen macht die Überwinterung im warmen Innenraum und die Kultur als einjährige Sommerpflanze in unseren Breitengraden zur logischen Konsequenz.
  12. Welche physiologischen Prozesse stehen hinter der intensiven Blattfärbung bei Buntnesseln?
    Die spektakuläre Blattfärbung der Buntnesseln entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Pigmente in den Blattzellen. Anthocyane sind für die roten, violetten und bläulichen Farbtöne verantwortlich - diese wasserlöslichen Pigmente lagern sich in den Zellvakuolen ein und reagieren empfindlich auf pH-Wert-Änderungen. Carotinoide erzeugen die gelben und orangenen Farbnuancen, während Chlorophyll für die grünen Anteile sorgt. Die Farbintensität wird durch die Konzentration und Verteilung dieser Pigmente bestimmt. Lichtverhältnisse spielen eine entscheidende Rolle: bei zu wenig Licht werden die Anthocyan-produzierenden Gene weniger aktiv, was zu blasseren Farben führt. Zu starke Sonneneinstrahlung kann hingegen die Pigmente zerstören. Auch Nährstoffversorgung und Wasserstress beeinflussen die Pigmentproduktion. Die genetische Veranlagung bestimmt, welche Pigmente in welchen Zellbereichen produziert werden, weshalb verschiedene Sorten unterschiedliche Farbmuster aufweisen. Temperaturschwankungen können ebenfalls die Pigmentverteilung beeinflussen und zu interessanten Farbveränderungen führen.
  13. Warum reagieren Buntnesseln empfindlich auf Staunässe und wie vermeidet man diese?
    Buntnesseln reagieren extrem empfindlich auf Staunässe, da ihre Wurzeln aus tropischen Regionen stammen, wo trotz hoher Niederschläge durch lockere Waldböden eine gute Drainage gewährleistet ist. Bei dauerhaft nassen Böden können die Wurzeln nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen, was zu Wurzelfäule führt. Die zarten Wurzeln beginnen zu verfaulen, wodurch die Nährstoffaufnahme gestört wird - erkennbar an welkenden Blättern trotz feuchter Erde. Zur Vermeidung von Staunässe ist eine gute Drainage essentiell: In Töpfen müssen ausreichend große Abflusslöcher vorhanden sein, ergänzt durch eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton am Topfboden. Das Substrat sollte locker und durchlässig sein - eine Mischung aus Komposterde, Torf und Sand bietet optimale Bedingungen. Im Garten schwere, lehmige Böden mit Sand und Kompost auflockern. Übertöpfe regelmäßig leeren und nie längere Zeit Wasser darin stehen lassen. Die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen. Lieber seltener, dafür durchdringend gießen als täglich kleine Mengen.
  14. Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit bei der erfolgreichen Buntnessel-Kultur?
    Die Luftfeuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle für das gesunde Wachstum von Buntnesseln, da sie aus tropischen Regionen mit natürlich hoher Luftfeuchtigkeit stammen. Optimal sind Werte zwischen 50-60%, während die normale Zimmerluft oft nur 30-40% aufweist. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit werden die Blattränder braun, die Pflanze wird anfälliger für Schädlinge wie Spinnmilben und das Wachstum verlangsamt sich. Die großen, dünnen Blätter verdunsten viel Wasser, wodurch bei trockener Luft ein Wassermangel in der Pflanze entsteht, selbst wenn der Boden feucht ist. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit können mehrere Methoden angewendet werden: Wasserschalen in der Nähe der Pflanzen aufstellen, die Pflanzen in Gruppen arrangieren (sie schaffen sich gegenseitig ein feuchteres Mikroklima), oder die Blätter regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen - allerdings nur morgens, damit sie bis zum Abend abtrocknen können. Luftbefeuchter sind besonders im Winter hilfreich, wenn die Heizungsluft sehr trocken ist. Im Freien reguliert sich die Luftfeuchtigkeit meist natürlich.
  15. Wie gestaltet man ein harmonisches Pflanzarrangement mit Buntnesseln auf dem Balkon?
    Ein harmonisches Buntnessel-Arrangement auf dem Balkon entsteht durch durchdachte Farbkombinationen und geschickte Partnerwahl. Ungerade Gruppierungen (3, 5 oder 7 Pflanzen) wirken natürlicher als gerade Zahlen. Eine besonders auffällige Sorte als zentraler Blickfang, umgeben von ruhigeren Farbtönen, schafft spannende Kontraste ohne Unruhe. Komplementärfarben wie Purpur und Lime oder Orange und Blau erzeugen lebendige Effekte, während Ton-in-Ton-Kombinationen elegante Harmonie schaffen. Als Begleitpflanzen eignen sich Begonien mit zarten Blüten, Farne mit filigranen Wedeln oder Funkien mit strukturierten Blättern. Hängeampeln mit überhängenden Buntnessel-Sorten schaffen vertikale Akzente. Bei der Anordnung verschiedene Höhen berücksichtigen: hohe Pflanzen nach hinten, niedrige nach vorn. Pflanzgefäße sollten farblich zurückhaltend sein, um die Blattfarben nicht zu konkurrieren. Wichtig ist auch die einheitliche Pflege aller Pflanzen - ähnliche Ansprüche an Wasser, Licht und Nährstoffe erleichtern die Pflege und sorgen für gleichmäßiges Wachstum. Saisonale Ergänzungen mit Blühpflanzen bringen zusätzliche Abwechslung.
  16. Welche Schritte sind bei der Stecklingsvermehrung von Coleus zu beachten?
    Die Stecklingsvermehrung von Coleus ist eine einfache und erfolgreiche Methode zur Pflanzenvermehrung. Schneiden Sie 8-10 cm lange, gesunde Triebspitzen mit einer scharfen, sauberen Schere - am besten von der Mutterpflanze, die nicht blüht. Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur 4-6 Blätter an der Spitze verbleiben. Die Schnittstelle sollte sauber und schräg sein. Die Stecklinge können in Wasser oder direkt in feuchte Anzuchterde gesteckt werden. Bei der Wassermethode in ein Glas mit lauwarmem, kalkarmem Wasser stellen und alle 2-3 Tage das Wasser wechseln. Erste Wurzeln zeigen sich nach 1-2 Wochen. Bei der Erdmethode die Stecklinge 3-4 cm tief in lockere, feuchte Anzuchterde stecken. Eine transparente Abdeckung erhöht die Luftfeuchtigkeit und fördert die Bewurzelung. Der Standort sollte hell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung sein, bei konstanten 20-25°C. Die Erde gleichmäßig feucht halten, aber nicht nass. Nach 3-4 Wochen sind die Stecklinge bewurzelt und können in größere Töpfe umgepflanzt werden.
  17. Stimmt es, dass Buntnesseln keine Blüten entwickeln können?
    Nein, das ist nicht richtig - Buntnesseln können durchaus Blüten entwickeln. Sie bilden kleine, meist bläuliche oder weißliche Blütenähren aus, die jedoch im Vergleich zu den spektakulären Blättern eher unscheinbar wirken. Die Blüten erscheinen typically im Spätsommer oder Herbst, wenn die Tage kürzer werden und die Pflanze in ihre generative Phase übergeht. Allerdings werden die Blütenstände bei der Kultur als Blattschmuckpflanze meist systematisch entfernt, da sie mehrere Nachteile haben: Sie kosten der Pflanze viel Energie, was auf Kosten der Blattschönheit und -färbung geht. Die Blätter verlieren an Intensität und die Pflanze wächst weniger buschig. Nach der Blüte neigt die Pflanze dazu, zu vergreisen und ihre Attraktivität zu verlieren. Das regelmäßige Auskneifen der Blütenansätze, auch 'Entspitzen' genannt, fördert hingegen einen kompakten, buschigen Wuchs und erhält die intensive Blattfärbung. In ihrer natürlichen Heimat durchlaufen Buntnesseln normale Blüh- und Samenbildungszyklen, aber für die gärtnerische Nutzung steht eindeutig die Blattschönheit im Vordergrund.
  18. Sind Buntnesseln in Deutschland winterhart oder müssen sie jährlich neu gepflanzt werden?
    Buntnesseln sind in Deutschland nicht winterhart und müssen daher entweder jährlich neu gepflanzt oder frostfrei überwintert werden. Als tropische Pflanzen aus Afrika und Asien vertragen sie bereits Temperaturen unter 10°C schlecht und sterben bei Frost vollständig ab. In ihrer Heimat sind sie mehrjährige Pflanzen, aber das deutsche Klima mit seinen kalten Wintern macht eine Freilandkultur unmöglich. Es gibt zwei Möglichkeiten: Die meisten Hobbygärtner kultivieren Buntnesseln als einjährige Sommerblumen und erneuern den Bestand jährlich durch Aussaat oder Jungpflanzenkauf. Alternativ können die Pflanzen vor dem ersten Frost ins Haus geholt und bei 10-15°C in einem hellen, kühlen Raum überwintert werden. Die Überwinterung erfordert reduzierten Wasserbedarf und eine Ruhepause ohne Düngung. Erfahrene Gärtner schneiden die Pflanzen vor der Überwinterung stark zurück und vermehren sie im Frühjahr über Stecklinge. So entstehen aus einer überwinterten Mutterpflanze mehrere neue Exemplare für die folgende Saison. Die Überwinterungsmethode ist arbeitsaufwendiger, ermöglicht aber das Erhalten besonders schöner Sorten.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Buntnessel und Zierbuntnessel?
    Zwischen Buntnessel und Zierbuntnessel besteht kein botanischer Unterschied - beide Begriffe bezeichnen dieselbe Pflanze (Coleus blumei bzw. Solenostemon scutellarioides). Der Begriff 'Zierbuntnessel' wird oft verwendet, um die gärtnerische Verwendung als Zierpflanze zu betonen und sie von eventuell wild wachsenden Verwandten abzugrenzen. In der Praxis werden beide Bezeichnungen synonym verwendet. Manchmal wird 'Zierbuntnessel' auch für besonders züchterisch bearbeitete Sorten mit außergewöhnlichen Farbmustern oder kompakterem Wuchs verwendet, um sie von einfacheren Formen zu unterscheiden. Die Bezeichnung 'Zierbuntnessel' unterstreicht den dekorativen Charakter und die Verwendung als Schmuckpflanze im Gegensatz zu Nutzpflanzen. Regional können die Begriffe unterschiedlich verwendet werden - manche Gärtner bevorzugen 'Buntnessel' als traditionellen Namen, während andere 'Zierbuntnessel' als modernere Bezeichnung empfinden. Wissenschaftlich korrekt ist heute der Name Solenostemon scutellarioides, aber im Gartenbau wird meist noch der alte Name Coleus blumei verwendet. Unabhängig von der Bezeichnung handelt es sich um dieselbe farbenfrohe Blattschmuckpflanze mit identischen Pflegeansprüchen.
  20. Wie unterscheidet man zwischen Solenostemon und Plectranthus bei Buntnesseln?
    Die Unterscheidung zwischen Solenostemon und Plectranthus ist botanisch relevant, da beide Gattungen zur Familie der Lippenblütler gehören und oft verwechselt werden. Solenostemon scutellarioides (früher Coleus blumei) ist die 'echte' Buntnessel mit den charakteristischen, intensiv gefärbten Blättern in spektakulären Farbkombinationen. Die Blätter haben meist gesägte Ränder und samtige Oberflächen. Die Blütenstände sind endständige Ähren mit kleinen, meist bläulichen Blüten. Plectranthus-Arten, manchmal als 'Weihrauchpflanze' oder 'Mottenkönig' bezeichnet, haben oft behaarte, aromatisch duftende Blätter mit weniger intensiver Färbung. Ihre Blüten stehen in lockeren Rispen oder Ähren und sind meist weiß oder rosa. Die Blätter von Plectranthus sind häufiger einfarbig grün oder mit dezenten Mustern, während Solenostemon für seine bunten, mehrfarbigen Blattmuster berühmt ist. Praktisch erkennt man Solenostemon an der intensiven Farbausprägung, der Blattform und dem typischen Geruch beim Zerreiben der Blätter. Beide Gattungen haben ähnliche Pflegeansprüche, aber Solenostemon ist eindeutig die farbprächtigere Zierpflanze für Garten und Balkon.
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