Busch- oder Stabtomaten: Welche Sorte passt zu Ihrem Garten?

Buschtomaten und Stabtomaten: Ein Gartenduell der Extraklasse

Tomaten sind der Stolz jedes Hobbygärtners. Doch welche Sorte passt am besten in Ihren Garten?

Tomaten-Tipps für Ihren Gartenerfolg

  • Buschtomaten: Kompakt, pflegeleicht, ideal für kleine Gärten
  • Stabtomaten: Höher, ertragreicher, benötigen mehr Pflege
  • Wuchsform und Genetik bestimmen Platzbedarf und Ertrag
  • Richtige Pflege ist entscheidend für eine reiche Ernte

Die Bedeutung von Tomaten im Hausgarten

Tomaten sind für viele Hobbygärtner das Herzstück ihres Gemüsegartens. Kaum eine andere Pflanze liefert so viele leckere Früchte auf so kleinem Raum. Ob als knackiger Snack zwischendurch, in Salaten oder als Basis für Soßen – selbst gezogene Tomaten sind ein Genuss, der seinesgleichen sucht.

In meinem eigenen Garten baue ich seit über 30 Jahren Tomaten an, und ich kann Ihnen sagen: Es gibt nichts Befriedigenderes, als die ersten roten Früchte zu ernten. Der Geschmack ist einfach unvergleichlich! Aber nicht nur das: Tomaten sind auch echte Vitaminbomben und tragen zu einer gesunden Ernährung bei.

Buschtomaten und Stabtomaten: Ein kurzer Überblick

Wenn es um den Tomatenanbau geht, stehen Hobbygärtner oft vor der Wahl: Buschtomate oder Stabtomate? Beide haben ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile.

Buschtomaten: Die Kompakten

Buschtomaten, auch determinierte Tomaten genannt, wachsen kompakt und bleiben relativ niedrig. Sie bilden von selbst einen buschigen Wuchs und brauchen in der Regel keine Stütze. Diese Eigenschaft macht sie besonders beliebt für kleine Gärten, Balkone oder Terrassen.

Stabtomaten: Die Hochgewachsenen

Stabtomaten, oder indeterminierte Tomaten, wachsen deutlich höher und benötigen eine Stütze, um die Last ihrer Früchte zu tragen. Sie können leicht mehrere Meter hoch werden und liefern über einen längeren Zeitraum Früchte.

Ziel des Vergleichs

In diesem Artikel stelle ich Ihnen beide Tomatentypen genauer vor und vergleiche sie. Wir sehen uns an, wie sie sich in Wuchsform, Platzbedarf und Pflege unterscheiden. Am Ende haben Sie eine gute Vorstellung davon, welche Tomatensorte am besten zu Ihrem Garten und Ihren Bedürfnissen passt.

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Grundlegende Unterschiede zwischen Busch- und Stabtomaten

Wuchsform und Erscheinungsbild

Der auffälligste Unterschied zwischen Busch- und Stabtomaten ist ihre Wuchsform. Buschtomaten bilden, wie der Name schon sagt, einen kompakten Busch. Sie werden selten höher als 1 Meter und breiten sich eher in die Breite aus. Ihre Seitentriebe wachsen wild und bilden eine dichte Struktur.

Stabtomaten hingegen wachsen hauptsächlich in die Höhe. Sie können locker 2 Meter und mehr erreichen. Ihr Wachstum ist schlanker und geradliniger. Ohne Unterstützung würden sie unter dem Gewicht ihrer Früchte zusammenbrechen.

Genetik: determiniertes vs. indeterminiertes Wachstum

Der Unterschied in der Wuchsform ist genetisch bedingt. Buschtomaten haben ein determiniertes Wachstum. Das bedeutet, ihr Wachstum ist begrenzt. Jeder Trieb endet mit einer Blütentraube, wodurch das Höhenwachstum gestoppt wird.

Stabtomaten dagegen zeigen ein indeterminiertes Wachstum. Sie wachsen theoretisch endlos weiter, solange die Bedingungen es zulassen. Zwischen den Blütenständen bilden sich immer wieder neue Blatttriebe.

In meinem Garten habe ich beide Typen nebeneinander angebaut. Der Unterschied ist beeindruckend! Während meine Buschtomaten schon nach wenigen Wochen ihre endgültige Höhe erreicht hatten, musste ich bei den Stabtomaten regelmäßig neue Stützstäbe einsetzen.

Platzbedarf und Standortansprüche

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Wuchsformen haben Busch- und Stabtomaten auch verschiedene Ansprüche an ihren Standort.

Buschtomaten benötigen weniger Platz in der Höhe, brauchen dafür aber mehr Raum in der Breite. Sie eignen sich hervorragend für kleine Gärten, Balkone oder sogar große Töpfe. Pro Pflanze sollten Sie etwa 40x40 cm einplanen.

Stabtomaten brauchen deutlich mehr Platz in der Höhe, dafür weniger in der Breite. Sie benötigen einen stabilen Stab oder ein Rankgerüst zur Unterstützung. Der Platzbedarf pro Pflanze liegt bei etwa 50x50 cm, dafür aber mit einer Höhe von mindestens 2 Metern.

Beide Tomatensorten lieben sonnige Standorte. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Stabtomaten etwas empfindlicher auf Wetterschwankungen reagieren. In windigen Lagen oder bei starkem Regen haben meine Buschtomaten oft besser standgehalten.

Anbau und Pflege von Busch- und Stabtomaten

Aussaat und Jungpflanzenaufzucht

Die Aussaat und Aufzucht der Jungpflanzen ist für beide Tomatensorten ähnlich. Ich säe meine Tomaten meist Anfang März in kleinen Töpfen auf der Fensterbank aus. Die Samen keimen bei etwa 20-25°C innerhalb von 7-14 Tagen.

Sobald die Pflänzchen zwei richtige Blätter haben, pikiere ich sie in größere Töpfe. Dabei setze ich sie etwas tiefer ein, da Tomaten am Stängel zusätzliche Wurzeln bilden können. Dies fördert ein kräftiges Wachstum.

Pflanzung und Standortvorbereitung

Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können die Jungpflanzen ins Freiland oder ins Gewächshaus umziehen. Der Boden sollte gut vorbereitet sein: locker, humusreich und gut drainiert. Ich mische immer etwas reifen Kompost unter die Erde.

Buschtomaten pflanze ich im Abstand von etwa 40 cm. Bei Stabtomaten halte ich einen Abstand von 50-60 cm ein und setze gleich bei der Pflanzung stabile Stäbe oder errichte ein Rankgerüst.

Stützsysteme und Aufbindung

Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Buschtomaten brauchen in der Regel keine Stütze. In sehr windigen Lagen oder bei besonders reicher Fruchtbildung kann ein niedriger Stab oder ein Tomatenkäfig hilfreich sein.

Stabtomaten hingegen benötigen zwingend eine Stütze. Ich verwende dafür 2,5 m lange Bambusstäbe oder ein stabiles Rankgerüst. Die Pflanzen werden regelmäßig, etwa alle 20 cm, locker angebunden. Dafür eignen sich spezielle Tomatenbänder oder weiche Schnüre.

Bewässerung und Düngung

Beide Tomatensorten haben einen hohen Wasserbedarf, besonders während der Fruchtbildung. Ich gieße meine Tomaten morgens und achte darauf, die Blätter trocken zu halten, um Pilzbefall vorzubeugen.

Bei der Düngung bin ich zurückhaltend. Zu viel Stickstoff fördert das Blattwachstum auf Kosten der Früchte. Ich dünge etwa alle zwei Wochen mit einem speziellen Tomatendünger oder selbst angesetzter Brennnesseljauche.

Interessanterweise habe ich festgestellt, dass meine Buschtomaten etwas weniger Wasser und Dünger benötigen als die Stabtomaten. Das macht sie zu idealen Kandidaten für Gärtner, die nicht täglich im Garten sein können.

Pflegemaßnahmen im Vergleich: Buschtomaten vs. Stabtomaten

Ausgeizen: Notwendigkeit bei Stabtomaten vs. Buschtomaten

Beim Thema Ausgeizen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Busch- und Stabtomaten. Stabtomaten erfordern regelmäßiges Ausgeizen, um ein kontrolliertes Wachstum zu gewährleisten. Dabei entfernt man die Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden. Bei Buschtomaten ist das Ausgeizen hingegen nicht nötig und sogar kontraproduktiv, da es den kompakten Wuchs stören würde.

Blatt- und Fruchtentfernung

Sowohl bei Busch- als auch bei Stabtomaten kann es sinnvoll sein, gelegentlich Blätter zu entfernen, besonders wenn diese vergilbt oder von Krankheiten befallen sind. Bei Stabtomaten empfiehlt es sich zudem, die unteren Blätter zu entfernen, um die Luftzirkulation zu verbessern. Eine Fruchtausdünnung ist bei beiden Arten in der Regel nicht erforderlich, kann aber bei sehr starkem Fruchtansatz die Qualität der verbleibenden Tomaten verbessern.

Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit

Buschtomaten gelten oft als robuster und weniger anfällig für Krankheiten, da sie näher am Boden wachsen und somit besser durchlüftet sind. Stabtomaten können aufgrund ihrer Höhe und dichten Belaubung anfälliger für Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule sein. Bei beiden Arten ist eine gute Vorbeugung wichtig: regelmäßiges Gießen am Wurzelbereich, nicht über die Blätter, und ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen können helfen, Krankheiten vorzubeugen.

Überwinterung mehrjähriger Sorten

Grundsätzlich sind Tomaten einjährige Pflanzen. Es gibt jedoch Hobbygärtner, die versuchen, ihre Lieblingssorte zu überwintern. Dies gelingt eher bei Buschtomaten, da sie kompakter sind und leichter ins Haus geholt werden können. Stabtomaten sind aufgrund ihrer Größe schwieriger zu überwintern. In beiden Fällen ist eine Überwinterung aufwendig und gelingt nicht immer, weshalb die meisten Gärtner jedes Jahr neue Pflanzen aufziehen.

Ernte und Ertrag: Busch- vs. Stabtomaten im Vergleich

Erntezeit und -dauer

Buschtomaten haben oft eine kürzere Vegetationsperiode und liefern ihre Früchte konzentriert über einen Zeitraum von etwa 4-6 Wochen. Sie eignen sich daher gut für eine einmalige, reiche Ernte, beispielsweise zum Einkochen. Stabtomaten hingegen produzieren über einen längeren Zeitraum, oft von Juli bis in den Oktober hinein. Sie liefern kontinuierlich Früchte, was für den frischen Verzehr über die gesamte Saison vorteilhaft ist.

Erntemenge im Vergleich

Was die Gesamterntemenge angeht, haben Stabtomaten die Nase vorn. Durch ihr fortlaufendes Wachstum und die längere Ernteperiode produzieren sie in der Regel mehr Früchte pro Pflanze als Buschtomaten. Allerdings kann der Ertrag pro Quadratmeter bei Buschtomaten höher sein, da man mehr Pflanzen auf derselben Fläche anbauen kann. Für kleine Gärten oder Balkone können Buschtomaten daher die effizientere Wahl sein.

Qualität und Geschmack der Früchte

Bei der Fruchtqualität und dem Geschmack gibt es keine pauschalen Unterschiede zwischen Busch- und Stabtomaten. Beides hängt stark von der jeweiligen Sorte ab. Generell gelten viele alte Tomatensorten, die oft als Stabtomaten wachsen, als besonders aromatisch. Aber auch unter den Buschtomaten gibt es Sorten mit hervorragendem Geschmack. Ein Vorteil von Buschtomaten kann sein, dass ihre Früchte oft gleichmäßiger ausreifen, was zu einer konstanteren Qualität führt.

Eignung für verschiedene Verwendungszwecke

Buschtomaten eignen sich besonders gut für die Verarbeitung, da sie oft zur gleichen Zeit reif werden. Das macht sie ideal zum Einkochen, für Saucen oder zum Trocknen. Viele Buschtomatensorten haben auch festeres Fruchtfleisch, was sie widerstandsfähiger beim Transport macht - praktisch, wenn man die Ernte verschenken möchte. Stabtomaten sind durch ihre kontinuierliche Ernte perfekt für den täglichen frischen Verzehr. Je nach Sorte gibt es sowohl bei Busch- als auch bei Stabtomaten Varianten für verschiedene Verwendungszwecke, von kleinen Cocktailtomaten bis hin zu großen Fleischtomaten.

Letztendlich hängt die Wahl zwischen Busch- und Stabtomaten von den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten des Gärtners ab. Wer wenig Platz und Zeit hat, ist mit Buschtomaten gut beraten. Für Tomatenliebhaber mit mehr Raum und Muße zur Pflege können Stabtomaten mit ihrem höheren Ertrag die bessere Wahl sein. Viele Hobbygärtner entscheiden sich auch dafür, beide Typen anzubauen, um von den Vorteilen beider zu profitieren.

Vor- und Nachteile von Busch- und Stabtomaten im Überblick

Jeder Hobbygärtner steht vor der Wahl: Buschtomaten oder Stabtomaten? Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Schauen wir uns das mal genauer an.

Vorteile von Buschtomaten

  • Platzsparend: Ideal für kleine Gärten oder Balkone
  • Pflegeleicht: Kein Ausgeizen nötig
  • Frühe Ernte: Oft schon ab Juli reif
  • Robust: Weniger anfällig für Krankheiten

Nachteile von Buschtomaten

  • Geringerer Ertrag: Weniger Früchte pro Pflanze
  • Kürzere Erntezeit: Oft nur 4-6 Wochen
  • Weniger Geschmacksvielfalt: Begrenzte Sortenauswahl

Vorteile von Stabtomaten

  • Hoher Ertrag: Viele Früchte über lange Zeit
  • Große Sortenvielfalt: Von Cocktail- bis Fleischtomaten
  • Lange Erntezeit: Oft bis in den Oktober hinein
  • Besserer Geschmack: Oft aromatischer als Buschtomaten

Nachteile von Stabtomaten

  • Platzintensiv: Brauchen viel Raum in Höhe und Breite
  • Pflegeaufwändig: Regelmäßiges Ausgeizen und Aufbinden nötig
  • Spätere Ernte: Erste Früchte oft erst ab August
  • Anfälliger: Höheres Risiko für Krankheiten wie Braunfäule

Sortenwahl: Die richtige Tomate für jeden Garten

Die Wahl der richtigen Tomatensorte kann über Erfolg oder Misserfolg im Garten entscheiden. Hier ein paar Tipps zur Orientierung:

Beliebte Buschtomatensorten und ihre Eigenschaften

  • Balkonzauber: Kompakt, ideal für Töpfe, rote Früchte
  • Tiny Tim: Sehr klein, perfekt für Blumenkästen, kirschgroße Früchte
  • Losetto: Resistent gegen Kraut- und Braunfäule, runde rote Früchte

Empfehlenswerte Stabtomatensorten

  • Harzfeuer: Robust, ertragreich, mittelgroße rote Früchte
  • Green Zebra: Auffällig gestreifte grün-gelbe Früchte, säuerlich-frisch
  • Ochsenherz: Große fleischige Früchte, ideal für Salate

Spezielle Sorten für besondere Ansprüche

Für Balkon und Kübel eignen sich besonders kompakte Sorten wie 'Balkonstar' oder 'Minibel'. Wer's exotisch mag, kann's mit der schwarzen 'Indigo Rose' oder der gelben 'Goldene Königin' versuchen.

Anbaumethoden und -systeme: So gedeihen Ihre Tomaten prächtig

Freilandanbau

Im Freiland brauchen Tomaten einen sonnigen, windgeschützten Platz. Ein Regendach schützt vor Braunfäule. Mulchen Sie den Boden, um Feuchtigkeit zu halten und Spritzwasser zu vermeiden.

Gewächshauskultur

Im Gewächshaus haben Sie optimale Bedingungen für Ihre Tomaten. Achten Sie auf gute Belüftung, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Hier können Sie auch empfindlichere Sorten anbauen.

Balkon- und Terrassenanbau

Auf Balkon und Terrasse sind Buschtomaten oder kompakte Stabsorten die beste Wahl. Verwenden Sie große Töpfe (mind. 10 Liter) und achten Sie auf regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung.

Vertikale Gartensysteme

Platzsparend und dekorativ: Vertikale Systeme wie Tomatentürme oder Rankgitter an der Wand ermöglichen auch auf kleinstem Raum eine reiche Ernte. Ideal für Cocktail- oder Cherrytomaten.

Wirtschaftliche Aspekte und Umweltfaktoren im Vergleich

Kosten und Aufwand: Buschtomaten vs. Stabtomaten

Beim Anbau von Tomaten spielen nicht nur der Geschmack und Ertrag eine Rolle, sondern auch wirtschaftliche Überlegungen. Buschtomaten sind oft die kostengünstigere Variante. Sie benötigen weniger Pflanzmaterial und Zubehör, da sie ohne Stützsysteme auskommen. Stabtomaten hingegen erfordern Investitionen in Stäbe, Schnüre oder Spaliere.

Der Zeitaufwand für Pflege und Ernte variiert ebenfalls. Buschtomaten sind pflegeleichter und benötigen weniger Aufmerksamkeit. Stabtomaten fordern mehr Zeit für das regelmäßige Ausgeizen und Aufbinden. Bei der Ernte gleicht sich der Aufwand wieder aus: Buschtomaten liefern ihre Früchte konzentriert, Stabtomaten über einen längeren Zeitraum.

Betrachtet man den Ertrag in Relation zum Aufwand, können Stabtomaten trotz höherer Investitionen oft vorteilhaft sein. Sie produzieren über eine längere Saison hinweg und liefern in der Regel mehr Früchte pro Pflanze. Buschtomaten haben zwar einen geringeren Gesamtertrag, überzeugen aber durch ihre Effizienz auf kleinem Raum.

Umweltaspekte: Wasser, Dünger und Biodiversität

Der Wasserbedarf von Tomaten hängt stark von Sorte und Standort ab. Tendenziell benötigen Stabtomaten mehr Wasser, da sie größer werden und länger produzieren. Buschtomaten sind oft genügsamer, besonders in Töpfen oder Kübeln. Eine gute Mulchschicht kann bei beiden Typen den Wasserbedarf senken.

Beim Düngemitteleinsatz zeigen sich ähnliche Muster. Stabtomaten mit ihrem längeren Wachstum und höheren Ertrag brauchen mehr Nährstoffe. Buschtomaten kommen mit weniger aus, was besonders für Bio-Gärtner interessant sein kann. Eine ausgewogene organische Düngung ist für beide Typen empfehlenswert.

In Sachen Nachhaltigkeit und Biodiversität haben beide Tomatentypen ihre Vor- und Nachteile. Buschtomaten benötigen weniger Ressourcen und eignen sich gut für urbanes Gärtnern. Stabtomaten können durch ihre Höhe Lebensraum für Nützlinge bieten und lassen sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren. Eine Mischkultur fördert die Artenvielfalt im Garten.

Tomatentypen im Garten: Welcher passt zu Ihnen?

Empfehlungen für verschiedene Gartensituationen

Die Wahl zwischen Busch- und Stabtomaten hängt von Ihren individuellen Gegebenheiten ab. Für Balkone, Terrassen oder kleine Gärten sind Buschtomaten oft die bessere Wahl. Sie passen gut in Töpfe und brauchen wenig Platz. Stabtomaten eignen sich hervorragend für größere Gärten oder Gewächshäuser, wo sie ihre volle Pracht entfalten können.

Wenn Sie wenig Zeit für die Gartenpflege haben, greifen Sie zu Buschtomaten. Für Hobbygärtner, die gerne experimentieren und viel Zeit im Garten verbringen, bieten Stabtomaten interessante Möglichkeiten. Sie lassen sich vielfältig kultivieren und erlauben eine längere Erntezeit.

Die perfekte Mischung: Kombination beider Typen

Eine Mischung aus Busch- und Stabtomaten im Garten kann vorteilhaft sein. Buschtomaten liefern frühe Erträge, während Stabtomaten für eine langanhaltende Tomatensaison sorgen. So haben Sie von Juni bis Oktober frische Tomaten aus eigenem Anbau.

Probieren Sie verschiedene Sorten beider Typen aus. Pflanzen Sie beispielsweise robuste Buschtomaten in Kübel auf der Terrasse und ziehen Sie gleichzeitig ertragreiche Stabsorten im Gartenbeet. So können Sie die Unterschiede hautnah erleben und Ihre persönlichen Favoriten finden.

Tomatenglück im eigenen Garten

Ob Busch- oder Stabtomaten - beide haben ihren ganz eigenen Charme. Buschtomaten überzeugen durch ihre Kompaktheit und Pflegeleichtigkeit, Stabtomaten durch hohe Erträge und Vielseitigkeit. Es kommt auf Ihre persönlichen Vorlieben, den verfügbaren Platz und die Zeit an, die Sie investieren möchten.

Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und sammeln Sie eigene Erfahrungen. Mit der Zeit werden Sie herausfinden, welche Tomaten am besten zu Ihrem Garten und Ihrem Lebensstil passen. Egal, für welchen Typ Sie sich entscheiden: Selbst gezogene Tomaten sind ein Genuss, der jede Mühe wert ist. Machen Sie sich ans Werk und gestalten Sie Ihr persönliches Tomatenparadies!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Buschtomaten und Stabtomaten?
    Der grundlegendste Unterschied liegt in der Wuchsform: Buschtomaten wachsen kompakt und erreichen maximal 1 Meter Höhe, während Stabtomaten schlank und hochgewachsen bis über 2 Meter erreichen können. Genetisch unterscheiden sich die beiden Typen durch determiniertes versus indeterminiertes Wachstum. Bei Buschtomaten endet jeder Trieb mit einer Blütentraube, was das Höhenwachstum stoppt. Stabtomaten wachsen theoretisch unbegrenzt weiter und bilden kontinuierlich neue Blatttriebe zwischen den Blütenständen. Buschtomaten benötigen weniger Platz in der Höhe, aber mehr Raum in der Breite (40x40 cm), während Stabtomaten mehr Höhenraum brauchen, aber weniger Grundfläche (50x50 cm). Der Pflegeaufwand variiert erheblich: Buschtomaten sind pflegeleichter und benötigen normalerweise keine Stütze, Stabtomaten erfordern stabiles Rankgerüst und regelmäßige Pflege.
  2. Welche Tomatensorte eignet sich besser für kleine Gärten und Balkone?
    Für kleine Gärten und Balkone sind Buschtomaten eindeutig die bessere Wahl. Sie wachsen kompakt, benötigen wenig Platz und gedeihen hervorragend in Töpfen oder Kübeln. Beliebte Sorten wie 'Balkonzauber', 'Tiny Tim' oder 'Balkonstar' wurden speziell für den Anbau auf kleinem Raum entwickelt. Diese Sorten erreichen selten mehr als 60 cm Höhe und breiten sich buschartig aus. Sie benötigen keine aufwendigen Stützsysteme und sind deutlich pflegeleichter als Stabtomaten. Für Balkonkästen eignen sich besonders kleine Sorten wie 'Minibel' oder 'Tiny Tim' mit kirschgroßen Früchten. Bei der Topfgröße sollten mindestens 10 Liter Volumen eingeplant werden. Der kompakte Wuchs und die frühe Ernte machen Buschtomaten zur perfekten Lösung für urbanes Gärtnern. Auch Anfänger haben mit diesen robusten und genügsamen Sorten schnell Erfolg.
  3. Wie unterscheidet sich der Tomatenanbau zwischen determinierten und indeterminierten Sorten?
    Der Anbau unterscheidet sich grundlegend durch das genetisch bedingte Wachstumsverhalten. Determinierte Sorten (Buschtomaten) haben begrenztes Wachstum, da ihre Triebe mit Blütentrauben enden. Dies führt zu kompakterem Wuchs und konzentrierter Fruchtbildung über 4-6 Wochen. Sie benötigen weniger Pflegeaufwand, kein Ausgeizen und meist keine Stützen. Indeterminierte Sorten (Stabtomaten) wachsen kontinuierlich weiter und produzieren fortlaufend neue Blütenstände zwischen den Blatttrieben. Sie erfordern regelmäßiges Ausgeizen der Seitentriebe und stabiles Stützsystem. Der Anbau erstreckt sich über längere Zeit mit kontinuierlicher Ernte von Juli bis Oktober. Determinierte Sorten eignen sich für Verarbeitung durch gleichzeitige Reife, indeterminierte für frischen Verzehr durch gestaffelte Ernte. Die Düngung und Bewässerung muss bei indeterminierten Sorten über längere Zeit erfolgen, während determinierte Sorten kompakter zu versorgen sind.
  4. Warum benötigen Stabtomaten regelmäßiges Ausgeizen, Buschtomaten aber nicht?
    Das liegt am unterschiedlichen genetischen Wachstumsmuster der beiden Tomatentypen. Stabtomaten haben indeterminiertes Wachstum und bilden kontinuierlich neue Seitentriebe (Geiztriebe) in den Blattachseln. Diese Geiztriebe würden ungehindert weiterwachsen und der Pflanze Energie entziehen, die besser in die Fruchtbildung investiert wird. Ohne Ausgeizen würde die Pflanze zu dicht werden, was Luftzirkulation verschlechtert und Pilzkrankheiten fördert. Zudem würden sich zu viele Früchte bilden, die kleiner und weniger aromatisch ausfallen. Bei Buschtomaten ist das Ausgeizen kontraproduktiv, da sie determiniertes Wachstum haben. Ihr kompakter, buschiger Wuchs ist genetisch vorprogrammiert und die Seitentriebe sind Teil der natürlichen Wuchsform. Das Entfernen würde die Pflanze schwächen und den Ertrag reduzieren. Die natürliche Verzweigung sorgt bei Buschtomaten für optimale Fruchtbildung ohne menschlichen Eingriff.
  5. Welche besonderen Erfahrungen hat der Autor in 30 Jahren Tomatenanbau gesammelt?
    Der Autor betont aus drei Jahrzehnten Gartenerfahrung, dass selbst gezogene Tomaten einen unvergleichlichen Geschmack haben und das Ernten der ersten roten Früchte besonders befriedigend ist. Eine wichtige Erkenntnis: Buschtomaten sind oft robuster und wetterresistenter - in windigen Lagen und bei starkem Regen haben sie besser standgehalten als Stabtomaten. Bei der praktischen Arbeit stellte er fest, dass Buschtomaten weniger Wasser und Dünger benötigen, was sie ideal für Gärtner macht, die nicht täglich im Garten sein können. Beim Nebeneinander-Anbau beider Typen wurde der beeindruckende Unterschied deutlich: Während Buschtomaten schnell ihre endgültige Höhe erreichten, mussten bei Stabtomaten regelmäßig neue Stützstäbe eingesetzt werden. Seine Empfehlung bei der Düngung: Zurückhaltung ist wichtig, da zu viel Stickstoff das Blattwachstum auf Kosten der Früchte fördert. Diese langjährigen Beobachtungen fließen in seine praktischen Anbautipps ein.
  6. Wie unterscheiden sich Buschtomaten und Stabtomaten im Ertrag und der Erntezeit?
    Buschtomaten haben eine kürzere, konzentrierte Erntezeit von etwa 4-6 Wochen und eignen sich daher ideal für einmalige Verarbeitung wie Einkochen oder Saucenherstellung. Ihre Früchte reifen oft gleichzeitig, was bei Konservierung vorteilhaft ist. Stabtomaten produzieren kontinuierlich von Juli bis Oktober und liefern frische Früchte für den direkten Verzehr über die gesamte Saison. Beim Gesamtertrag pro Pflanze haben Stabtomaten meist die Nase vorn durch längere Vegetationszeit und fortlaufende Fruchtbildung. Jedoch kann der Ertrag pro Quadratmeter bei Buschtomaten höher sein, da mehr Pflanzen auf derselben Fläche angebaut werden können. Für kleine Gärten oder Balkone erweisen sich Buschtomaten daher oft als effizienter. Stabtomaten punkten mit größerer Sortenvielfalt und längerer Genusszeit. Die Wahl hängt vom Verwendungszweck ab: Buschtomaten für Verarbeitung, Stabtomaten für frischen Verzehr über längere Zeit.
  7. Was sind die Vor- und Nachteile von Freilandanbau gegenüber Gewächshauskultur bei Tomaten?
    Im Freiland gedeihen Tomaten an sonnigen, windgeschützten Standorten, benötigen aber Schutz vor Regen zur Vorbeugung der Kraut- und Braunfäule. Ein Regendach oder Überdachung ist empfehlenswert. Vorteile sind geringere Kosten, natürliche Bestäubung und robustere Pflanzen durch Witterungseinflüsse. Nachteile sind Wetterabhängigkeit, höhere Krankheitsanfälligkeit und begrenzte Sortenauswahl auf wetterresistente Typen. Die Gewächshauskultur bietet optimale, kontrollierte Bedingungen mit Schutz vor Witterung und Krankheiten. Hier können auch empfindlichere Sorten angebaut werden, und die Saison verlängert sich. Wichtig ist gute Belüftung zur Pilzvorbeugung. Nachteile sind höhere Investitionskosten, Energieverbrauch und aufwendigere Bestäubung. Freiland eignet sich besonders für robuste Buschtomaten und resistente Stabtomatensorten, während im Gewächshaus die Sortenvielfalt größer ist. Mulchen im Freiland reduziert Spritzwasser und hält Bodenfeuchtigkeit.
  8. Welche Stützsysteme und Rankgerüste eignen sich für verschiedene Tomatenpflanzen?
    Buschtomaten benötigen normalerweise keine Stütze, da sie kompakt wachsen. In sehr windigen Lagen oder bei reicher Fruchtbildung können niedrige Stäbe oder Tomatenkäfige hilfreich sein. Stabtomaten erfordern zwingend stabile Stützsysteme. Bewährt haben sich 2,5 Meter lange Bambusstäbe, die tief in den Boden eingesetzt werden. Die Pflanzen werden alle 20 cm locker mit speziellen Tomatenbändern oder weichen Schnüren angebunden. Alternativ eignen sich stabile Rankgerüste aus Holz oder Metall, besonders für mehrere Pflanzen nebeneinander. Tomatentürme oder spiralförmige Stützen sind platzsparend und dekorativ. Für Balkon und Terrasse bieten sich kompakte Rankhilfen oder Wandspaliere an. Wichtig ist, dass das Stützsystem das Gewicht der ausgewachsenen Pflanze mit Früchten trägt. Professionelle Gartenfachhändler bieten verschiedene Lösungen für jeden Bedarf - von einfachen Bambusstäben bis hin zu ausgeklügelten Spalier-Systemen für maximale Raumnutzung.
  9. Wo kann man hochwertige Tomatensamen und Jungpflanzen für den Hausgarten bestellen?
    Für hochwertiges Tomatensaatgut und gesunde Jungpflanzen gibt es mehrere vertrauenswürdige Bezugsquellen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an Tomatensorten, von klassischen bis hin zu seltenen Heirloom-Varieties. Online-Gartenshops punkten mit detaillierten Sortenbeschreibungen, Anbautipps und oft auch Bewertungen anderer Gärtner. Lokale Gärtnereien haben den Vorteil persönlicher Beratung und regional angepasste Sorten. Bio-Saatguthändler führen samenfeste Sorten, die sich zur eigenen Samengewinnung eignen. Beim Kauf sollte auf Qualitätskriterien geachtet werden: hohe Keimrate, resistente Sorten und renommierte Züchter. Jungpflanzen sollten kräftig, gesund und nicht überdüngt sein. Viele Anbieter versenden mittlerweile deutschlandweit mit spezieller Pflanzenverpackung. Saatgut-Tauschbörsen und Gärtnervereine sind weitere Quellen für besondere Sorten. Wichtig ist der richtige Bestellzeitpunkt: Saatgut im Winter, Jungpflanzen ab März für die Aussaat nach den Eisheiligen.
  10. Welche Rolle spielt spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de beim Tomatensaatgut-Kauf?
    Erfahrene Gartenfachhändler wie samen.de spielen eine entscheidende Rolle als Bindeglied zwischen Züchtern und Hobbygärtnern. Sie kuratieren ihr Sortiment sorgfältig und führen nur bewährte, qualitativ hochwertige Sorten von renommierten Züchtereien. Das Fachwissen der Mitarbeiter ermöglicht kompetente Beratung bei der Sortenwahl - welche Tomate eignet sich für welchen Standort und Verwendungszweck? Spezialisierte Händler testen oft selbst neue Sorten und können aus Erfahrung berichten. Sie bieten detaillierte Anbauanleitungen, Resistenzeigenschaften und realistische Ertragsprognosen. Qualitätssicherung durch richtige Lagerung gewährleistet hohe Keimraten. Viele Fachhändler führen auch seltene oder historische Sorten, die im normalen Handel nicht verfügbar sind. Der Service umfasst oft zusätzlich passende Produkte wie Anzuchterde, Aussaatzubehör oder Pflanzenschutzmittel. Durch direkten Kontakt zu Züchtern können sie auch Neuheiten und Trends frühzeitig anbieten. Diese Expertise macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg im Tomatenanbau aus.
  11. Wie beeinflusst die Genetik das Wachstumsverhalten verschiedener Tomatensorten?
    Die Genetik ist der entscheidende Faktor für das Wachstumsverhalten von Tomaten. Der grundlegende Unterschied liegt in den Genen für determiniertes versus indeterminiertes Wachstum. Bei determinierten Sorten (Buschtomaten) stoppen spezifische Gene das Höhenwachstum durch Blütenbildung am Triebende. Diese genetische Programmierung führt zu kompaktem, buschigem Wuchs und konzentrierter Fruchtreife. Indeterminierte Sorten (Stabtomaten) besitzen Gene für kontinuierliches Wachstum, wodurch sie theoretisch unbegrenzt weiterwachsen können. Weitere genetische Faktoren beeinflussen Fruchtgröße, -form und -farbe, Resistenzen gegen Krankheiten, Aromabildung und Reifezeit. Moderne Züchtung nutzt diese genetischen Eigenschaften gezielt: F1-Hybride kombinieren vorteilhafte Eigenschaften verschiedener Elternlinien, während samenfeste Sorten ihre Eigenschaften stabil vererben. Die Genetik bestimmt auch die Anpassung an verschiedene Klimazonen, Trockenresistenz und Nährstoffbedarf. Verstehen dieser genetischen Grundlagen hilft Gärtnern bei der optimalen Sortenwahl für ihre spezifischen Anbaubedingungen.
  12. Welchen Einfluss haben Wasserbedarf und Nährstoffversorgung auf die Tomatenentwicklung?
    Wasserbedarf und Nährstoffversorgung sind entscheidend für gesunde Tomatenentwicklung. Tomaten haben grundsätzlich hohen Wasserbedarf, besonders während der Fruchtbildung. Gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtiger als die Gesamtmenge - Schwankungen können zu Platzen der Früchte oder Blütenendfäule führen. Stabtomaten benötigen durch längere Vegetationszeit und größere Biomasse mehr Wasser als kompakte Buschtomaten. Morgens gießen und Blätter trocken halten beugt Pilzkrankheiten vor. Bei der Düngung ist Ausgewogenheit wichtig: Zu viel Stickstoff fördert Blattwachstum auf Kosten der Früchte, während Phosphor und Kalium Blüten- und Fruchtbildung unterstützen. Organische Dünger wie Kompost oder Brennnesseljauche wirken langanhaltend und verbessern Bodenstruktur. Mulchen reduziert Verdunstung und hält Nährstoffe verfügbar. Buschtomaten sind oft genügsamer in Wasser- und Nährstoffbedarf. Regelmäßige, moderate Düngung alle zwei Wochen ist besser als seltene Überdüngung. Kalzium-Mangel kann zu Blütenendfäule führen, daher ist ausgewogene Mineralstoffversorgung essentiell.
  13. Wie wirkt sich die Biodiversität im Gemüsegarten auf den Tomatenanbau aus?
    Biodiversität im Gemüsegarten hat vielfältige positive Auswirkungen auf den Tomatenanbau. Mischkulturen mit verschiedenen Pflanzenarten fördern natürliche Schädlingsregulierung - Basilikum und Tagetes neben Tomaten können Schädlinge fernhalten. Unterschiedliche Pflanzen locken Nützlinge wie Marienkäfer, Schwebfliegen und Schlupfwespen an, die Tomatenschädlinge biologisch bekämpfen. Vielfältige Wurzelsysteme verschiedener Pflanzen lockern den Boden auf und verbessern Nährstoffverfügbarkeit. Leguminosen fixieren Stickstoff und können Tomaten zugutekommen. Artenvielfalt reduziert das Risiko von Monokulturen-spezifischen Krankheiten und Schädlingen. Blühende Begleitpflanzen unterstützen Bestäuber, was indirekt auch der Gartengesundheit dient. Tiefwurzelnde Pflanzen holen Nährstoffe aus unteren Bodenschichten nach oben. Unterschiedliche Wachstumszeiten sorgen für ganzjährige Bodenbedeckung. Stabtomaten bieten durch ihre Höhe Lebensraum für Nützlinge, während Buschtomaten sich gut in niedrige Mischkulturen integrieren lassen. Diese natürliche Vielfalt schafft ein stabiles Ökosystem, das Tomaten optimal gedeihen lässt.
  14. Welche Bedeutung hat die Sortenwahl für die verschiedenen Anbausituationen?
    Die Sortenwahl ist fundamental für erfolgreichen Tomatenanbau und muss an die spezifische Anbausituation angepasst werden. Für Balkone und Terrassen eignen sich kompakte Buschtomaten wie 'Balkonzauber' oder 'Tiny Tim', die in Töpfen gedeihen. Kleine Gärten profitieren von platzsparenden Sorten mit hohem Ertrag pro Quadratmeter. Gewächshäuser ermöglichen den Anbau empfindlicher, aber aromareicher Sorten, die im Freiland versagen würden. Für windige oder regenreiche Standorte sind robuste, resistente Sorten wie 'Losetto' unverzichtbar. Die Verwendung bestimmt die Wahl: Verarbeitungstomaten sollten gleichzeitig reifen (Buschtomaten), für frischen Verzehr sind kontinuierlich tragende Stabtomaten ideal. Klimazone und Mikroklima erfordern angepasste Sorten - nordische Gebiete benötigen früh reifende, kältetolerante Varietäten. Erfahrungsgrad spielt eine Rolle: Anfänger fahren mit pflegeleichten Buschtomaten besser, Profis können anspruchsvolle Heirloom-Sorten kultivieren. Krankheitsresistenzen sind in problematischen Lagen wichtiger als Geschmack. Die richtige Sortenwahl entscheidet oft zwischen Erfolg und Misserfolg im Tomatenanbau.
  15. Wie erfolgt die richtige Aussaat und Pikierung von Tomatenpflanzen?
    Die Aussaat erfolgt idealerweise Anfang März in kleine Töpfe auf der warmen Fensterbank. Tomatensamen keimen bei 20-25°C optimal innerhalb von 7-14 Tagen. Die Aussaaterde sollte nährstoffarm und gut drainiert sein - spezielle Aussaaterde oder selbst gemischte Erde aus Sand, Torf und Kompost eignen sich gut. Samen etwa 0,5-1 cm tief säen und gleichmäßig feucht halten. Nach der Keimung brauchen Sämlinge viel Licht, um kräftig zu wachsen - eventuell Zusatzbeleuchtung verwenden. Das Pikieren erfolgt, sobald die Pflänzchen zwei echte Blätter entwickelt haben (nach den Keimblättern). Dabei werden sie vorsichtig mit einem Pikierstab oder Löffel aus der Erde gehoben und in größere Töpfe (8-10 cm) umgesetzt. Wichtig: Sämlinge beim Pikieren tiefer einsetzen als zuvor, da Tomaten am Stängel zusätzliche Wurzeln bilden können. Dies fördert kräftiges Wurzelwachstum. Nach dem Pikieren bei 15-18°C weiterkultivieren und mäßig gießen. Ab Mai können abgehärtete Jungpflanzen ins Freiland.
  16. Welche Pflegemaßnahmen sind bei verschiedenen Tomatensorten im Jahresverlauf nötig?
    Die Pflege variiert erheblich zwischen Busch- und Stabtomaten über das Gartenjahr. Bei beiden erfolgt die Aussaat im März und Auspflanzung nach den Eisheiligen. Stabtomaten benötigen sofort nach der Pflanzung stabile Stützstäbe und werden regelmäßig alle 20 cm angebunden. Das wichtigste bei Stabtomaten ist wöchentliches Ausgeizen der Seitentriebe von Mai bis September. Buschtomaten benötigen meist keine Stütze und kein Ausgeizen. Beide Typen brauchen gleichmäßige Wasserversorgung - morgens gießen, Blätter trocken halten. Düngung erfolgt alle zwei Wochen mit Tomatendünger oder Brennnesseljauche. Bei beiden Arten sollten kranke oder vergilbte Blätter entfernt werden. Stabtomaten erfordern zusätzlich das Entfernen unterer Blätter für bessere Luftzirkulation. Ende August wird bei Stabtomaten die Haupttriebspitze gekappt, damit vorhandene Früchte noch ausreifen. Herbstpflege umfasst den Schutz vor ersten Frösten und das Nachreifen grüner Früchte im Haus. Buschtomaten sind pflegeextensiver und benötigen deutlich weniger Aufmerksamkeit.
  17. Stimmt es, dass Buschtomaten grundsätzlich weniger schmackhaft sind als Stabtomaten?
    Nein, diese Verallgemeinerung ist nicht korrekt. Der Geschmack hängt primär von der jeweiligen Sorte ab, nicht vom Wuchstyp. Es gibt sowohl bei Busch- als auch bei Stabtomaten Sorten mit hervorragendem Aroma und andere mit weniger intensivem Geschmack. Historisch gewachsen ist dieser Mythos dadurch, dass viele kommerzielle Buschtomaten für Massenproduktion und Transport optimiert wurden, was oft auf Kosten des Geschmacks ging. Gleichzeitig wurden viele traditionelle, aromareiche Sorten als Stabtomaten kultiviert. Moderne Züchtungen haben jedoch auch bei Buschtomaten den Fokus wieder auf Geschmack gelegt. Sorten wie 'Resi' oder 'Phantasia' beweisen, dass kompakte Tomaten durchaus aromatisch sein können. Ein Vorteil von Buschtomaten kann sogar sein, dass ihre Früchte durch die konzentrierte Reifung oft gleichmäßigere Qualität aufweisen. Stabtomaten haben durch längere Erntezeit mehr Variabilität im Geschmack. Entscheidend für das Aroma sind Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Wassermanagement, Nährstoffversorgung und vor allem die genetischen Eigenschaften der jeweiligen Sorte.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Tomatenanbau in verschiedenen Klimazonen?
    Der Tomatenanbau variiert stark je nach Klimazone und regionalen Bedingungen. In südlichen Regionen mit warmem, trockenem Klima gedeihen Tomaten im Freiland problemlos und können lange Wachstumsperioden nutzen. Hier sind auch spät reifende, große Fleischtomaten möglich. Nördliche und kühlere Gebiete erfordern früh reifende Sorten und oft Gewächshaus- oder Folientunnel-Kultur. Regenreiche Regionen haben verstärkt Probleme mit Pilzkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule - hier sind resistente Sorten und Regenschutz essentiell. Kontinentales Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten kann Tomatenwachstum beeinträchtigen. Küstengebiete profitieren von ausgeglichenen Temperaturen, haben aber oft hohe Luftfeuchtigkeit. Gebirgige Lagen benötigen besonders frostresistente Sorten und geschützte Standorte. In alpinen Regionen ist Gewächshauskultur oft unumgänglich. Mediterrane Gebiete ermöglichen mehrfache Aussaaten und ganzjährige Kultur. Windexposition erfordert stabilere Stützen und windresistente Sorten. Bodenbeschaffenheit variiert regional: schwere Lehmböden brauchen Drainage, sandige Böden mehr Bewässerung und Düngung. Diese regionalen Anpassungen sind für erfolgreichen Tomatenanbau entscheidend.
  19. Worin unterscheiden sich Paradeiser, Solanum lycopersicum und andere Bezeichnungen für Tomaten?
    Diese Begriffe bezeichnen alle dieselbe Pflanze, unterscheiden sich aber in Herkunft und Verwendung. 'Solanum lycopersicum' ist der botanische, wissenschaftliche Name der Tomate und wird international in der Fachliteratur verwendet. Früher wurde auch 'Lycopersicon esculentum' genutzt, diese Bezeichnung ist aber veraltet. 'Paradeiser' ist die österreichische und teilweise auch bayerische Bezeichnung für Tomaten und leitet sich vom italienischen 'pomodoro' (Goldapfel) ab. In der Schweiz wird meist 'Tomate' gesagt, gelegentlich auch 'Paradeisli'. Historisch wurden Tomaten auch 'Liebesapfel' oder 'Goldapfel' genannt, da sie ursprünglich gelb waren. Im Deutschen setzte sich 'Tomate' durch, abgeleitet vom aztekischen 'tomatl'. Regional gibt es weitere Variationen: 'Paradiesapfel' im süddeutschen Raum oder mundartliche Formen. Alle diese Begriffe beschreiben die gleiche Pflanzenart mit ihren verschiedenen Sorten und Wuchsformen. Die Verwendung ist meist kulturell oder regional bedingt, ohne inhaltliche Unterschiede. Fachhandel und Gärtnerei verwenden oft mehrere Bezeichnungen parallel, um alle Zielgruppen anzusprechen.
  20. Wie lassen sich Cocktailtomaten, Fleischtomaten und Roma-Tomaten voneinander abgrenzen?
    Diese Tomatentypen unterscheiden sich hauptsächlich in Größe, Form und Verwendungszweck. Cocktailtomaten (auch Cherry- oder Kirschtomaten) sind kleine, meist runde Früchte von 1-3 cm Durchmesser. Sie wachsen in Rispen, sind sehr süß und eignen sich perfekt für Snacks, Salate oder Dekoration. Beliebte Sorten sind 'Sweet 100' oder 'Black Cherry'. Fleischtomaten sind große, oft gerippte Früchte ab 200g Gewicht, manchmal bis 1kg schwer. Sie haben viel Fruchtfleisch, wenig Kerne und eignen sich ideal für Scheiben, Salate oder Sandwiches. Klassische Sorten sind 'Ochsenherz' oder 'Beefsteak'. Roma-Tomaten sind mittelgroße, längliche Früchte mit festem Fleisch und wenig Saft. Ihre Form erinnert an Pflaumen, sie eignen sich hervorragend zum Kochen, für Saucen oder zum Trocknen. Alle drei Typen gibt es sowohl als Busch- als auch als Stabtomaten. Die Abgrenzung erfolgt rein nach Fruchtcharakteristika, unabhängig von der Wuchsform. Moderne Züchtungen haben die Grenzen verwischt - es gibt mittlerweile Cocktailtomaten in Pflaumenform oder kleine Fleischtomaten. Die Wahl hängt vom gewünschten Verwendungszweck ab.
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  • Busch-vs. Stabtomaten

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