Der Sonnenhut - ein strahlender Gartenschatz

Der Sonnenhut: Ein strahlender Stern im Garten

Der Sonnenhut verzaubert mit seinen leuchtenden Blüten und seiner robusten Natur. Lassen Sie uns erkunden, wie diese vielseitige Pflanze Ihren Garten bereichern kann.

Sonnenhut-Wissen kompakt

  • Vielfältige Arten für jeden Garten
  • Bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte
  • Blütezeit von Juli bis Oktober
  • Wichtige Nahrungsquelle für Insekten
  • Pflegeleicht und winterhart

Bedeutung des Sonnenhuts im Garten

Der Sonnenhut, botanisch als Echinacea oder Rudbeckia bekannt, ist weit mehr als nur eine hübsche Blume. Er ist ein wahres Multitalent im Garten. Mit seinen strahlenden Blüten in Gelb, Orange, Rot oder Pink bringt er Farbe und Leben in jede Ecke. Seine Bedeutung geht jedoch über die reine Ästhetik hinaus.

Als wahrer Bienenmagnet leistet der Sonnenhut einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge die Blüten umschwärmen. Gerade in Zeiten, in denen Insekten es zunehmend schwer haben, bietet der Sonnenhut eine verlässliche Nahrungsquelle.

Zudem ist der Sonnenhut eine robuste Staude, die auch mit schwierigen Bedingungen zurechtkommt. Das macht ihn zu einer guten Wahl für Gärtner, die nach pflegeleichten Pflanzen suchen. Selbst in trockenen Sommern hält er durch und belohnt uns mit einer langen Blütezeit von Juli bis in den Oktober hinein. In meinem Garten hat er sich als wahrer Überlebenskünstler erwiesen.

Arten und Sorten des Sonnenhuts

Die Vielfalt der Sonnenhut-Arten ist beeindruckend. Jede Art hat ihren eigenen Charakter und eignet sich für unterschiedliche Gartensituationen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Vertreter:

Echinacea purpurea - Der Purpur-Sonnenhut

Der Klassiker unter den Sonnenhüten. Seine pinkfarbenen Blüten mit dem charakteristischen Blütenkorb sind ein echter Hingucker. Er wird etwa 80-100 cm hoch und eignet sich hervorragend für Staudenbeete oder als Schnittblume.

Rudbeckia fulgida - Der Leuchtende Sonnenhut

Mit seinen goldgelben Blüten und der schwarzen Mitte ist er ein wahrer Sonnenanbeter. Er blüht von Juli bis Oktober und ist mit einer Höhe von 60-80 cm etwas kompakter als sein purpurner Verwandter.

Echinacea paradoxa - Der Gelbe Sonnenhut

Eine Besonderheit unter den Echinacea-Arten. Seine zitronengelben Blüten sind eine willkommene Abwechslung und harmonieren wunderbar mit anderen Sommerblühern.

Rudbeckia hirta - Der Rauhe Sonnenhut

Ein zweijähriger Sonnenhut, der sich durch Selbstaussaat erhält. Seine großen Blüten in Gelb, Orange oder Rotbraun sind echte Blickfänger im Garten.

In den letzten Jahren haben Züchter eine Vielzahl neuer Sorten entwickelt. Von kompakten Zwergformen für den Balkon bis hin zu imposanten Exemplaren für den Hintergrund einer Staudenpflanzung ist alles dabei. Besonders beliebt sind Sorten mit gefüllten Blüten oder ungewöhnlichen Farben wie Weiß oder Apricot.

Produktbild von Sperli Sonnenhut Denver Daisy mit goldgelben und schwarz-roten Blüten Nützlingsfreundlich Jun-Sep Schittblume beschriftung und Markenlogo
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Produktbild von Nelson Garden Sonnenhut Maya mit gelbblühenden Blumen, Pflanzinformationen und Markenlogo.
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Standortanforderungen

Ideale Lichtverhältnisse

Der Sonnenhut macht seinem Namen alle Ehre - er liebt die Sonne. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal für die meisten Arten. Je mehr Sonne, desto üppiger die Blüte. Interessanterweise wächst der Sonnenhut in meinem Garten auch im lichten Schatten unter Bäumen recht gut, blüht dort allerdings etwas spärlicher.

Bodenansprüche

Was den Boden betrifft, zeigt sich der Sonnenhut recht anpassungsfähig. Er bevorzugt zwar einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden, kommt aber auch mit weniger optimalen Bedingungen zurecht. Ein lehmiger Sandboden oder sandiger Lehmboden scheint ihm besonders zu behagen. Wichtig ist eine gute Drainage, denn Staunässe mag der Sonnenhut überhaupt nicht.

Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, den Boden mit reifem Kompost anzureichern. Das verbessert nicht nur die Nährstoffversorgung, sondern auch die Bodenstruktur. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 ist optimal, aber auch hier zeigt sich der Sonnenhut erstaunlich flexibel.

Klimatische Bedingungen

Der Sonnenhut ist winterhart und übersteht in der Regel auch strenge Fröste gut. Die meisten Arten sind bis -20°C frosthart. In besonders rauen Lagen kann eine Winterabdeckung mit Laub oder Reisig hilfreich sein, besonders im ersten Jahr nach der Pflanzung.

Im Sommer zeigt sich der Sonnenhut von seiner robusten Seite. Er übersteht auch längere Trockenperioden ohne nennenswerte Schäden. Bei extremer Dürre sollte man gelegentlich wässern, um die Blütenbildung zu unterstützen. In meinem Garten hat sich der Sonnenhut als wahrer Überlebenskünstler erwiesen, selbst in heißen, trockenen Sommern.

Pflanzung und Etablierung des Sonnenhuts

Eine erfolgreiche Pflanzung und Etablierung bilden das Fundament für einen gesunden, blühfreudigen Sonnenhut. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Schritte werfen.

Vorbereitung des Pflanzbeetes

Unser Sonnenhut gedeiht am besten in einem lockeren, nährstoffreichen Boden. Vor der Pflanzung empfehle ich, das Beet gründlich umzugraben und mit reifem Kompost anzureichern. Eine Handvoll Hornspäne sorgt für eine langfristige Nährstoffversorgung. Achten Sie besonders darauf, dass der Boden gut durchlässig ist – Staunässe mag der Sonnenhut nämlich gar nicht.

Die richtige Pflanztechnik

Bei der Pflanzung des Sonnenhuts kommt es auf das richtige Maß an. Setzen Sie die Pflanze so ein, dass der Wurzelballen mit Erde bedeckt ist, der Vegetationspunkt jedoch knapp über der Erdoberfläche bleibt. Je nach Sorte sollten Sie einen Pflanzabstand von 40 bis 60 cm einhalten. Nach dem Einsetzen ist es wichtig, die Pflanzen gründlich anzugießen.

Pflege nach der Pflanzung

In den ersten Wochen nach der Pflanzung braucht unser Sonnenhut besondere Aufmerksamkeit. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Ein Mulch aus Stroh oder Rindenschnitzeln kann wahre Wunder bewirken – er hält die Feuchtigkeit und unterdrückt gleichzeitig lästiges Unkraut. Im ersten Jahr sollten Sie auftretende Blütenknospen entfernen, damit die Pflanze ihre Energie in die Wurzelbildung stecken kann.

Regelmäßige Pflege für üppigen Sonnenhut

Mit der richtigen Pflege entwickelt sich Ihr Sonnenhut zu einer kräftigen, blütenreichen Schönheit. Hier sind meine wichtigsten Pflegetipps:

Bewässerung

Obwohl der Sonnenhut recht trockenheitsverträglich ist, braucht er für eine üppige Blüte regelmäßig Wasser. Mein Tipp: Lieber seltener gießen, dafür aber durchdringend. Ein einfacher Trick ist es, den Finger in die Erde zu stecken – fühlt sich die obere Schicht trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Düngung

Im Frühjahr, wenn die ersten Triebe erscheinen, freut sich der Sonnenhut über eine Gabe Kompost oder organischen Dünger. Während der Blütezeit können Sie alle 4-6 Wochen mit einem Flüssigdünger nachdüngen. Vorsicht allerdings mit zu viel Stickstoff – er fördert das Blattwachstum auf Kosten der Blüten.

Mulchen

Eine 5-10 cm dicke Mulchschicht aus organischem Material wie Rindenmulch oder Laub leistet wahre Wunder. Sie hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und verbessert die Bodenstruktur. Ich empfehle, die Mulchschicht jedes Frühjahr zu erneuern.

Rückschnitt und Formgebung

Ein Rückschnitt ist beim Sonnenhut nicht zwingend notwendig, kann aber zu einer kompakteren Wuchsform und reicherer Blüte führen. Schneiden Sie die Pflanze im zeitigen Frühjahr, bevor die neuen Triebe austreiben, auf etwa 10-15 cm zurück. Entfernen Sie dabei auch abgestorbene oder kranke Pflanzenteile. Während der Blütezeit können Sie verblühte Blumen regelmäßig ausputzen, um die Blühdauer zu verlängern.

Mit diesen Pflegetipps wird Ihr Sonnenhut zu einem echten Blickfang im Garten. Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam und passen Sie die Pflege bei Bedarf an. So werden Sie lange Freude an dieser wunderbaren Staude haben.

Blütezeit und Blütenpflege beim Sonnenhut

Die Blütezeit des Sonnenhuts ist wirklich ein Highlight im Garten. Je nach Sorte und Standort können wir uns von Juni bis Oktober an den farbenfrohen Blüten erfreuen. Um dieses Schauspiel möglichst lange zu genießen, gibt es ein paar hilfreiche Kniffe.

Förderung der Blütenbildung

Für eine üppige Blüte braucht der Sonnenhut vor allem eins: Sonne! Ein sonniger Standort ist der Schlüssel zu einer reichen Blüte. Daneben spielt auch die Nährstoffversorgung eine wichtige Rolle. Eine Düngung im Frühjahr mit einem organischen Dünger unterstützt die Blütenbildung. Allerdings sollten wir es nicht übertreiben – zu viel Stickstoff fördert eher das Blattwachstum als die Blütenbildung.

Ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr regt die Pflanze zur Verzweigung an und fördert so die Bildung neuer Blütenknospen. Ich schneide die abgestorbenen Pflanzenteile bis kurz über dem Boden ab. Das sieht nicht nur ordentlicher aus, sondern beugt auch Pilzkrankheiten vor.

Verlängerung der Blütezeit

Um die Blütezeit zu verlängern, ist regelmäßiges Ausputzen der verblühten Blüten wichtig. Dadurch wird die Pflanze angeregt, neue Blüten zu bilden. Bei einigen Sorten kann man so bis in den Herbst hinein Blüten ernten. Gegen Ende der Saison sollten wir damit allerdings aufhören, damit die Pflanze noch Zeit hat, Samen für die Selbstaussaat zu bilden.

Eine ausreichende Wasserversorgung ist ebenfalls entscheidend für eine lange Blütezeit. Gerade in Trockenperioden sollten wir den Sonnenhut regelmäßig gießen. Dabei gilt: Lieber seltener, dafür aber durchdringend gießen.

Verwendung als Schnittblume

Sonnenhut eignet sich hervorragend als Schnittblume. Die Blüten halten in der Vase bis zu zwei Wochen. Am besten schneidet man die Blüten am frühen Morgen, wenn sie noch taufeucht sind. Dabei sollten wir darauf achten, einen langen Stiel mitzuschneiden und die Blüten erst zu ernten, wenn sie sich voll geöffnet haben.

Um die Haltbarkeit zu verlängern, empfehle ich, die Stiele schräg anzuschneiden und sie sofort in lauwarmes Wasser zu stellen. Ein Blumenfrischhaltemittel kann die Haltbarkeit zusätzlich verlängern.

Krankheiten und Schädlinge beim Sonnenhut

Obwohl der Sonnenhut im Allgemeinen recht robust ist, kann er von einigen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Ein gesunder Standort und eine gute Pflege sind die beste Vorbeugung, aber manchmal lassen sich Probleme nicht vermeiden.

Häufige Probleme und deren Erkennung

Zu den häufigsten Problemen gehören:

  • Echter Mehltau: Zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern.
  • Blattläuse: Saugen an jungen Trieben und Blättern und hinterlassen klebrige Absonderungen.
  • Schnecken: Fressen besonders gerne an jungen Pflanzen und hinterlassen Schleimspuren.
  • Stängelbohrer: Bohren sich in die Stängel ein, was zu welkenden Pflanzenteilen führt.

Bei ersten Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall ist schnelles Handeln gefragt. Je früher wir eingreifen, desto besser sind die Chancen, größere Schäden zu vermeiden.

Biologische und chemische Bekämpfungsmethoden

Bei der Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen setze ich persönlich auf biologische Methoden. Gegen Blattläuse helfen zum Beispiel Marienkäfer oder eine Spritzbrühe aus Brennnesseln. Bei Mehltau hat sich eine Mischung aus Wasser und Milch bewährt.

Wenn biologische Methoden nicht ausreichen, kann man auf chemische Pflanzenschutzmittel zurückgreifen. Dabei sollten wir aber vorsichtig sein und die Anwendungshinweise genau beachten. Besonders bei blühenden Pflanzen ist Vorsicht geboten, um Bienen und andere nützliche Insekten nicht zu gefährden.

Präventive Maßnahmen

Vorbeugen ist bekanntlich besser als heilen. Einige Maßnahmen, die ich zur Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen empfehle:

  • Ausreichender Pflanzabstand für gute Luftzirkulation
  • Regelmäßiges Entfernen von welken Blättern und Pflanzenteilen
  • Mulchen des Bodens zur Verbesserung des Mikroklimas
  • Förderung von Nützlingen durch vielfältige Bepflanzung
  • Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf erste Anzeichen von Problemen

Mit diesen Maßnahmen können wir viele Probleme von vornherein vermeiden und uns lange an gesunden, blühenden Sonnenhüten erfreuen. Und sollte doch mal ein Problem auftauchen – nicht verzweifeln! Mit ein bisschen Pflege und Geduld erholen sich die robusten Pflanzen meist schnell wieder.

Sonnenhut im Winter: Pflege und Schutz

Mit dem Herannahen der kalten Jahreszeit ist es ratsam, unseren Sonnenhut auf den Winter vorzubereiten. Die meisten Arten sind zwar winterhart, aber ein paar Schutzmaßnahmen können nicht schaden, um im Frühling kräftige und gesunde Pflanzen zu haben.

Den Garten winterfest machen

Wenn der Herbst sich dem Ende neigt und die Blüten verblüht sind, schneide ich meine Sonnenhutsträucher auf etwa 10 cm zurück. Dabei lasse ich gerne ein paar Samenstände stehen - sie sehen nicht nur dekorativ aus, sondern dienen auch als Futter für Vögel und sorgen für eine natürliche Aussaat. Eine Schicht Mulch oder Laub über dem Wurzelbereich hat sich bei mir als guter Frostschutz bewährt und verbessert nebenbei den Boden.

Besondere Fürsorge für empfindliche Sorten

Während viele Sonnenhut-Arten recht robust sind, gibt es einige Sorten, die etwas mehr Aufmerksamkeit benötigen. Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist beispielsweise ziemlich winterhart, wohingegen der Gelbe Sonnenhut (Echinacea paradoxa) empfindlicher auf Kälte reagiert. Für diese empfindlicheren Arten verwende ich gerne eine Abdeckung aus Reisig oder Vlies. Sonnenhutsträucher in Töpfen überwintern bei mir in der Garage oder im unbeheizten Gewächshaus - dort sind sie vor extremer Kälte geschützt.

Frühlingserwachen

Sobald die Frostgefahr vorüber ist, entferne ich die Winterschutzmaterialien. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um abgestorbene Pflanzenteile zu beseitigen und den Boden vorsichtig zu lockern. Eine Düngergabe zu diesem Zeitpunkt gibt dem Sonnenhut einen guten Start in die neue Wachstumsperiode.

Sonnenhut vermehren: Drei bewährte Methoden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Sonnenhutsbestand zu vergrößern. Je nach persönlicher Vorliebe und verfügbarer Zeit kann man zwischen Teilung, Stecklingen oder Aussaat wählen.

Altbewährte Methode: Teilen

Die Teilung ist wohl die einfachste Vermehrungsmethode. Ich führe sie am liebsten im Frühjahr oder Herbst durch. Dazu grabe ich die gesamte Pflanze aus und teile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer. Wichtig ist, dass jedes Teilstück mehrere Triebe und gesunde Wurzeln hat. Die geteilten Pflanzen setze ich sofort wieder ein und gieße sie gründlich an.

Für Experimentierfreudige: Stecklinge

Stecklinge schneide ich gerne im Frühsommer. Dafür wähle ich gesunde, nicht blühende Triebe von etwa 10 cm Länge aus. Die unteren Blätter entferne ich und stecke die Stecklinge in ein Gemisch aus Sand und Torf. Wichtig ist, die Erde feucht zu halten und die Stecklinge an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Ort zu platzieren. Nach einigen Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben.

Für Geduldige: Aussaat

Die Aussaat eignet sich besonders gut, um neue Sorten zu züchten oder eine große Anzahl an Pflanzen zu erhalten. Im Spätsommer oder Herbst sammle ich die Samen, wenn die Blütenköpfe trocken sind. Man kann sie direkt ins Freiland säen oder in Anzuchttöpfen vorziehen. Bei der Freilandaussaat im Herbst durchlaufen die Samen eine natürliche Kälteperiode, was die Keimung im Frühjahr begünstigt.

Sonnenhut: Ein Multitalent im Garten

Der Sonnenhut ist für mich mehr als nur eine attraktive Zierpflanze - er ist ein echter Allrounder im Garten. Mit seinen leuchtenden Blüten lockt er von Sommer bis Herbst Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten an. Im Winter bieten die Samenstände Nahrung für Vögel. Seine Anpassungsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit machen ihn zu einem vielseitigen Begleiter, der in verschiedene Gartenstile passt - vom naturnahen Wildgarten bis zum formalen Staudenbeet.

Mit der richtigen Pflege wird der Sonnenhut zu einem treuen Gefährten in Ihrem Garten, der Sie Jahr für Jahr mit seiner Blütenpracht und seinem ökologischen Wert erfreut. Ob als Einzelpflanze, in Gruppen oder als Schnittblume - der Sonnenhut bereichert jeden Garten und das Herz jedes Gärtners.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist ein Sonnenhut und welche botanischen Namen gibt es für diese Pflanze?
    Der Sonnenhut ist eine mehrjährige, winterharte Staude aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die beiden wichtigsten botanischen Gattungen sind Echinacea und Rudbeckia. Diese nordamerikanischen Präriestauden zeichnen sich durch ihre charakteristischen Blütenköpfe mit einer zentralen Scheibe und den umgebenden Zungenblüten aus. Der Name 'Sonnenhut' bezieht sich auf die Form der Blüten, die an einen breitkrempigen Hut erinnern. Echinacea-Arten werden auch als Purpur-Sonnenhut oder Igelkopf bezeichnet, während Rudbeckia-Arten oft Leuchtender Sonnenhut oder Goldball genannt werden. Diese robusten Stauden sind nicht nur attraktive Zierpflanzen, sondern auch wichtige ökologische Partner im Garten. Sie locken Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten an und bieten gleichzeitig eine lange Blütezeit von Sommer bis Herbst. Ihre Anpassungsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit machen sie zu idealen Gartenpflanzen für verschiedenste Standorte.
  2. Welche verschiedenen Sonnenhut-Arten gibt es und worin unterscheiden sie sich?
    Die Sonnenhut-Familie umfasst verschiedene Arten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist der Klassiker mit pinkfarbenen Blüten und wird 80-100 cm hoch. Der Leuchtende Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) beeindruckt mit goldgelben Blüten und schwarzer Mitte bei einer kompakteren Höhe von 60-80 cm. Eine Besonderheit stellt der Gelbe Sonnenhut (Echinacea paradoxa) mit seinen zitronengelben Blüten dar. Der Rauhe Sonnenhut (Rudbeckia hirta) ist zweijährig und erhält sich durch Selbstaussaat, seine Blüten variieren von Gelb über Orange bis Rotbraun. Die Arten unterscheiden sich in Blütenfarbe, Wuchshöhe, Lebensdauer und Standortansprüchen. Während Rudbeckia-Arten meist robuster und anspruchsloser sind, zeigen Echinacea-Arten oft intensivere Blütenfarben. Moderne Züchtungen bieten zusätzlich gefüllte Blüten, Zwergformen für Balkonkästen oder ungewöhnliche Farbvarianten wie Weiß oder Apricot, wodurch für jeden Gartentyp die passende Sorte verfügbar ist.
  3. Wie pflegt man Sonnenhut richtig und welche Standortansprüche hat die Pflanze?
    Sonnenhut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 ist optimal, aber die Pflanze zeigt sich sehr anpassungsfähig. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Die Pflege ist unkompliziert: Im Frühjahr wird eine Kompostgabe oder organischer Dünger empfohlen. Während der Wachstumsphase sollte regelmäßig, aber durchdringend gegossen werden - lieber seltener, dafür intensiver. Eine 5-10 cm dicke Mulchschicht hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut. Der Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr auf 10-15 cm Höhe. Verblühte Blüten können regelmäßig entfernt werden, um die Blühdauer zu verlängern. Gegen Ende der Saison sollten einige Samenstände stehenbleiben für die Vogelfütterung und natürliche Aussaat. Die winterharten Stauden benötigen meist keinen besonderen Winterschutz, empfindlichere Sorten können mit Reisig oder Laub abgedeckt werden.
  4. Warum ist der Sonnenhut als Bienenweide und Insektennahrung so wertvoll?
    Sonnenhut ist ein wahrer Bienenmagnet und leistet einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem. Die offenen Blütenköpfe bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen leicht zugängliche Pollen- und Nektarquellen. Besonders wertvoll ist die lange Blütezeit von Juli bis Oktober, die eine kontinuierliche Nahrungsversorgung in einer Zeit gewährleistet, in der viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Die großen Blütenscheiben ermöglichen es mehreren Insekten gleichzeitig, Nahrung zu sammeln. Verschiedene Sonnenhut-Arten blühen zeitversetzt, wodurch das Nahrungsangebot über einen noch längeren Zeitraum gesichert wird. Die Pflanzen sind nicht nur für Honigbienen, sondern auch für Wildbienen, Schwebfliegen und verschiedene Schmetterlingsarten attraktiv. Im Herbst und Winter bieten die stehengelassenen Samenstände zusätzlich Nahrung für körnerfressende Vögel wie Distelfink und Stieglitz. Diese ökologische Vielseitigkeit macht den Sonnenhut zu einer unverzichtbaren Komponente naturnaher und bienenfreundlicher Gärten.
  5. Welche besonderen Eigenschaften machen den Sonnenhut zu einer pflegeleichten Staude?
    Der Sonnenhut zeichnet sich durch mehrere Eigenschaften aus, die ihn besonders pflegeleicht machen. Seine ausgeprägte Trockenheitstoleranz ermöglicht es ihm, auch längere Dürreperioden ohne nennenswerte Schäden zu überstehen. Die robusten Pfahlwurzeln erschließen tiefere Bodenschichten und sichern die Wasserversorgung. Seine Winterhärte bis -20°C macht besonderen Winterschutz meist überflüssig. Die Pflanze ist sehr anpassungsfähig bezüglich der Bodenverhältnisse und gedeiht auf verschiedenen Bodentypen, solange Staunässe vermieden wird. Sonnenhut ist weitgehend resistent gegen Schädlinge und Krankheiten. Die natürliche Selbstaussaat sorgt für eine problemlose Vermehrung ohne gärtnerisches Zutun. Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Blühdauer verlängern. Die Staude kommt mit wenig Düngung aus und benötigt keine regelmäßigen Teilungen. Diese Kombination aus Robustheit, Anspruchslosigkeit und geringem Pflegeaufwand macht den Sonnenhut ideal für Gartenanfänger und alle, die pflegeleichte, aber dennoch attraktive Pflanzen schätzen.
  6. Worin unterscheiden sich Echinacea und Rudbeckia als Sonnenhut-Gattungen?
    Echinacea und Rudbeckia sind beide Sonnenhut-Gattungen, unterscheiden sich aber in mehreren wichtigen Merkmalen. Echinacea-Arten haben typischerweise nach unten geneigte Zungenblüten und eine stachelige, kegelförmige Blütenmitte (daher der Name Igelkopf). Die Blütenfarben reichen von Pink über Purpur bis hin zu Weiß und Gelb. Echinacea-Arten sind oft etwas anspruchsvoller und bevorzugen nährstoffreiche Böden. Sie werden hauptsächlich als Heilpflanzen genutzt und haben eine wichtige Rolle in der Naturmedizin. Rudbeckia-Arten hingegen haben meist horizontal abstehende oder leicht aufwärts gerichtete Zungenblüten und eine flachere, oft dunkelbraune bis schwarze Blütenmitte. Die Blüten sind typischerweise goldgelb bis orange gefärbt. Rudbeckia-Arten sind generell robuster und anspruchsloser, vertragen auch ärmere Böden besser und sind langlebiger. Während Echinacea oft als mehrjährige Staude kultiviert wird, gibt es bei Rudbeckia auch ein- und zweijährige Arten. Beide Gattungen ergänzen sich hervorragend im Garten und bieten unterschiedliche Blütenformen und -farben.
  7. Was unterscheidet Sonnenhut von anderen Sommerblühern und Blütenstauden?
    Sonnenhut hebt sich durch mehrere charakteristische Eigenschaften von anderen Sommerblühern ab. Seine markante Blütenform mit der prominenten, oft kegelförmigen Blütenmitte und den umgebenden Zungenblüten ist unverwechselbar. Während viele Sommerblüher nur wenige Wochen blühen, erstreckt sich die Blütezeit des Sonnenhuts über mehrere Monate von Juli bis Oktober. Seine außergewöhnliche Trockenheitstoleranz unterscheidet ihn von vielen anderen Stauden, die regelmäßige Bewässerung benötigen. Die Winterhärte bis -20°C macht ihn robuster als viele mediterrane Sommerblüher. Besonders hervorzuheben ist sein ökologischer Wert: Während viele Zierpflanzen hauptsächlich optische Reize bieten, ist Sonnenhut gleichzeitig eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten und Vögel. Seine Fähigkeit zur Selbstaussaat ermöglicht eine natürliche Vermehrung, die bei vielen Hybridstauden nicht gegeben ist. Die Verwendbarkeit als Schnittblume mit langer Haltbarkeit in der Vase ist ein weiterer Vorteil. Diese Kombination aus Schönheit, ökologischem Nutzen, Pflegeleichtigkeit und Vielseitigkeit macht den Sonnenhut zu einem einzigartigen Vertreter unter den Blütenstauden.
  8. Wann ist die Blütezeit des Sonnenhuts und wie lange dauert sie?
    Die Blütezeit des Sonnenhuts erstreckt sich je nach Art und Sorte von Juni bis Oktober und gehört damit zu den längsten Blütezeiten im Staudengarten. Die Hauptblütezeit liegt zwischen Juli und September, wobei verschiedene Arten zeitversetzt blühen und so für kontinuierliche Blütenpracht sorgen. Frühe Sorten wie einige Rudbeckia-Arten beginnen bereits im Juni, während Echinacea-Arten meist ab Juli ihre Blüten öffnen. Durch regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten kann die Blühdauer erheblich verlängert werden, da die Pflanze zur Bildung neuer Knospen angeregt wird. Späte Sorten blühen bis zum ersten Frost und können bei mildem Herbstwetter sogar bis in den November hinein Blüten tragen. Die Blütezeit wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Sonnige Standorte fördern eine frühere und reichere Blüte, während ausreichende Bodenfeuchte die Blühdauer verlängert. In idealen Jahren können einzelne Exemplare bis zu fünf Monate lang blühen. Diese außergewöhnlich lange Blütezeit macht den Sonnenhut zu einem der wertvollsten Dauerblüher im Garten.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Sonnenhut-Pflanzen und Saatgut kaufen?
    Qualitativ hochwertige Sonnenhut-Pflanzen und Saatgut erhalten Sie in verschiedenen Bezugsquellen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten ein breites Sortiment verschiedener Sonnenhut-Arten und -Sorten mit detaillierter Beratung und Qualitätsgarantie. Staudengärtnereien sind besonders empfehlenswert, da sie oft auch seltene Sorten und Neuzüchtungen führen und fachkundige Beratung bieten können. Gartencenter vor Ort ermöglichen es, die Pflanzen vor dem Kauf zu begutachten und sich über den aktuellen Zustand zu informieren. Online-Händler mit Spezialisierung auf Stauden bieten oft eine größere Sortenvielfalt und können auch außerhalb der lokalen Saison liefern. Beim Saatgut sollten Sie auf Herkunftsangaben und Keimfähigkeitsdaten achten. Etablierte Anbieter gewährleisten meist bessere Qualität und sortenechte Eigenschaften. Tauschbörsen und Gartentreffs können für seltene Sorten interessant sein, hier ist jedoch die Sortenreinheit nicht immer gewährleistet. Wichtig ist, dass die Anbieter über entsprechende Fachkenntnisse verfügen und Beratung zu Standortansprüchen und Pflege bieten können.
  10. Welche Kriterien sollte man beim Kauf von Sonnenhut-Stauden beachten?
    Beim Kauf von Sonnenhut-Stauden sollten verschiedene Qualitätskriterien beachtet werden. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de empfehlen, zunächst auf den Zustand des Wurzelballens zu achten: Er sollte gut durchwurzelt, aber nicht völlig durchwurzelt sein. Die oberirdischen Pflanzenteile sollten kräftig, gesund und frei von Schädlingen oder Krankheitszeichen sein. Gelbe oder welke Blätter können auf Stress oder Krankheiten hindeuten. Die Sortenauswahl sollte zum geplanten Standort passen - informieren Sie sich über Wuchshöhe, Blütenfarbe und spezielle Ansprüche. Achten Sie auf die Pflanzgröße: Zu kleine Pflanzen benötigen länger bis zur ersten Blüte, zu große können Pflanzschock erleiden. Der Kaufzeitpunkt ist ebenfalls wichtig: Frühjahr und Herbst sind ideal für die Pflanzung. Container- oder Topfpflanzen sind meist eine sichere Wahl, da sie jederzeit gepflanzt werden können. Prüfen Sie auch, ob es sich um sortenechte Pflanzen oder Hybriden handelt, je nachdem ob Sie Samen sammeln möchten. Qualifizierte Händler bieten zusätzlich Pflanz- und Pflegehinweise sowie oft eine Anwachsgarantie.
  11. Wie wirkt sich der pH-Wert des Bodens auf das Wachstum von Sonnenhut aus?
    Der pH-Wert des Bodens hat durchaus Einfluss auf das Wachstum von Sonnenhut, obwohl sich die meisten Arten als relativ tolerant erweisen. Der optimale pH-Bereich liegt zwischen 6,5 und 7,5, also im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. In diesem Bereich können die Pflanzen Nährstoffe am effektivsten aufnehmen und zeigen das beste Wachstum mit üppiger Blütenbildung. Bei zu sauren Böden (pH unter 6,0) kann die Nährstoffverfügbarkeit eingeschränkt sein, besonders bei Phosphor und Kalium, was sich in schwächerem Wachstum und blasseren Blüten zeigt. Stark alkalische Böden (pH über 8,0) können zu Eisenmangel führen, erkennbar an gelblichen Blättern mit grünen Blattadern. Echinacea-Arten reagieren generell empfindlicher auf extreme pH-Werte als Rudbeckia-Arten. Glücklicherweise lässt sich der pH-Wert relativ einfach korrigieren: Saure Böden können mit Kalk angehoben werden, alkalische Böden mit Kompost oder Torf gesenkt werden. Eine Bodenanalyse vor der Pflanzung ist empfehlenswert, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.
  12. Welche Rolle spielt die Selbstaussaat bei der Vermehrung von Sonnenhut?
    Die Selbstaussaat spielt eine wichtige Rolle bei der natürlichen Vermehrung von Sonnenhut und ist ein charakteristisches Merkmal vieler Arten. Besonders Rudbeckia-Arten wie der Rauhe Sonnenhut (Rudbeckia hirta) sind für ihre zuverlässige Selbstaussaat bekannt. Nach der Blüte bilden sich in den Samenständen zahlreiche kleine, dunkle Samen, die im Herbst und Winter von Wind und Vögeln verbreitet werden. Die Samen benötigen oft eine Kälteperiode (Stratifikation) für die Keimung, was erklärt, warum die Sämlinge meist im Frühjahr erscheinen. Selbstausgesäte Pflanzen sind oft robuster und besser an den Standort angepasst als gekaufte Exemplare. Allerdings können bei Hybridsorten die Nachkommen von den Elternpflanzen abweichen. Die Selbstaussaat ermöglicht eine natürliche Verjüngung des Bestandes und schafft naturnahe Gartenbilder. Um die Selbstaussaat zu fördern, sollten im Herbst einige Samenstände stehenbleiben. Unerwünschte Sämlinge lassen sich leicht entfernen oder versetzen. Diese natürliche Vermehrung macht den Sonnenhut zu einem idealen Partner für naturnahe Gärten und extensive Pflanzungen.
  13. Wie beeinflusst die Horst- und Rhizombildung das Wachstumsverhalten des Sonnenhuts?
    Die Horst- und Rhizombildung prägt das charakteristische Wachstumsverhalten von Sonnenhut-Arten erheblich und variiert zwischen den Gattungen. Echinacea-Arten bilden typischerweise kompakte Horste mit einer zentralen Pfahlwurzel und kurzen, dicken Rhizomen. Diese Wuchsform führt zu einem eher langsamen, aber stabilen Wachstum. Die Horste werden über die Jahre dichter und kräftiger, breiten sich aber nur begrenzt aus. Dies macht sie ideal für definierte Pflanzplätze in formalen Gärten. Rudbeckia-Arten hingegen bilden oft längere, dünnere Rhizome und können sich dadurch stärker ausbreiten. Sie neigen zur Bildung lockerer Kolonien und können größere Flächen besiedeln. Dieses Wachstumsverhalten macht sie wertvoll für naturnahe Pflanzungen und Präriengärten. Die Rhizombildung ermöglicht auch eine einfache vegetative Vermehrung durch Teilung. Horstbildende Arten sind meist langlebiger, aber weniger ausbreitungsfreudig, während rhizombildende Arten dynamischer wachsen, aber gelegentlich Kontrolle benötigen. Das Verständnis dieser Wachstumsmuster hilft bei der Gartenplanung und der Auswahl geeigneter Begleitpflanzen.
  14. Welche ökologischen Funktionen erfüllen Sonnenhut-Samenstände im Winter?
    Sonnenhut-Samenstände erfüllen im Winter wichtige ökologische Funktionen und sind wertvolle Elemente im naturnahen Garten. Die stehengelassenen Samenstände bieten körnerfressenden Vögeln wie Distelfinken, Stieglitzen, Grünfinken und Meisen eine wichtige Nahrungsquelle in der nahrungsarmen Winterzeit. Ein einzelner Sonnenhut-Samenstand kann hunderte von nahrhaften Samen enthalten. Die hohlen Stängel und Samenstände dienen vielen Insekten als Überwinterungsquartier. Marienkäfer, Ohrwürmer und verschiedene Wildbienenarten nutzen die Strukturen als Schutz vor Kälte und Wind. Spinnen und andere Nützlinge finden ebenfalls Unterschlupf. Die architektonischen Formen der Samenstände schaffen auch bei Raureif und Schnee attraktive Winterbilder im Garten und bieten optische Struktur in der kargen Jahreszeit. Die Samenstände fungieren als natürliche Windschutz für niedrigere Pflanzen und helfen, Schnee zu sammeln, der im Frühjahr langsam schmilzt und den Boden gleichmäßig durchfeuchtet. Durch das Stehenlassen der Samenstände wird also nicht nur die heimische Tierwelt unterstützt, sondern auch das Mikroklima im Garten positiv beeinflusst.
  15. Wie integriert man Sonnenhut optimal in verschiedene Gartenkonzepte wie Bauerngarten oder Naturgarten?
    Sonnenhut lässt sich vielseitig in verschiedene Gartenkonzepte integrieren und bereichert jeden Gartenstil. Im Bauerngarten harmoniert er perfekt mit der traditionellen Mischung aus Nutz- und Zierpflanzen. Hier kann er zwischen Gemüsebeeten als farbenfroher Blickfang stehen oder zusammen mit Ringelblumen, Kornblumen und Malven für die charakteristische üppige Blütenpracht sorgen. Die robusten Eigenschaften passen zur pflegeleichten Philosophie des Bauerngartens. Im Naturgarten wird Sonnenhut zu einem wichtigen ökologischen Baustein. Kombiniert mit einheimischen Gräsern, Astern und anderen Wildstauden entstehen naturnahe Pflanzgemeinschaften, die Insekten und Vögeln Lebensraum bieten. Präriengärten profitieren besonders von der nordamerikanischen Herkunft des Sonnenhuts - hier kann er mit Gräsern wie Rutenhirse und anderen Präriestauden authentische Landschaften nachahmen. In modernen Staudengärten sorgt Sonnenhut für strukturelle Akzente und lange Blütezeiten. Seine Vielseitigkeit ermöglicht die Verwendung in Einzelstellung als Solitär oder in Gruppen für Masseneffekte, wobei er sich jeder Gartensituation anpasst.
  16. Welche Pflanzpartner harmonieren besonders gut mit Sonnenhut in Staudenbeeten?
    Sonnenhut harmoniert mit vielen Stauden und ermöglicht attraktive Kombinationen für jeden Geschmack. Als klassische Partner eignen sich andere Sommerblüher wie Phlox, deren pastellfarbene Blütendolden einen schönen Kontrast zu den leuchtenden Sonnenhut-Blüten bilden. Herbstastern ergänzen perfekt die späte Blütezeit und schaffen fließende Übergänge in den Herbst. Gräser wie Lampenputzergras, Rutenhirse oder Pfeifengras bilden strukturelle Gegensätze und unterstreichen die natürliche Ausstrahlung. Ihre beweglichen Halme schaffen Dynamik zwischen den statischeren Sonnenhut-Blüten. Rittersporn und Delphinium bieten vertikale Akzente, während Fetthenne und Sedum für späte Herbstblüte sorgen. Katzenminze und Lavendel harmonieren sowohl optisch als auch ökologisch, da sie ebenfalls Bienen anlocken. Eisenkraut und Sonnenhut bilden eine traumhafte Kombination in Violett und Gelb. Ziergräser wie Blauschwingel oder Bronze-Segge sorgen für interessante Texturen. Bei der Auswahl sollten ähnliche Standortansprüche beachtet werden - die meisten Partner bevorzugen ebenfalls sonnige Standorte mit durchlässigen Böden. Diese Kombinationen schaffen lebendige, pflegeleichte Staudenbeete mit langen Blütezeiten.
  17. Stimmt es, dass Sonnenhut schwierig zu kultivieren ist und viel Pflege braucht?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Sonnenhut gehört tatsächlich zu den pflegeleichtesten Stauden und ist besonders für Gartenanfänger geeignet. Diese robuste Pflanze hat sich als wahrer Überlebenskünstler erwiesen und kommt auch mit schwierigen Bedingungen zurecht. Die Trockenheitstoleranz ermöglicht es, längere Gießpausen zu überbrücken, und die Winterhärte bis -20°C macht aufwendige Winterschutzmaßnahmen überflüssig. Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Blühfreudigkeit fördern. Die Ansprüche an den Boden sind gering - durchlässige, nicht zu feuchte Erde genügt meist. Eine jährliche Kompostgabe im Frühjahr reicht als Düngung aus. Krankheiten und Schädlinge treten selten auf, und wenn, sind sie meist leicht zu behandeln. Die natürliche Selbstaussaat sorgt für mühelose Vermehrung, und etablierte Pflanzen benötigen nur bei extremer Trockenheit zusätzliches Wasser. Viele Gärtner berichten, dass Sonnenhut zu den dankbarsten Pflanzen in ihrem Garten gehört - einmal etabliert, blüht er jahrelang zuverlässig mit minimalem Aufwand. Diese Pflegeleichtigkeit macht ihn ideal für alle, die schöne Blütenpracht ohne großen Aufwand wünschen.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es beim Anbau von Sonnenhut in verschiedenen Klimazonen?
    Beim Anbau von Sonnenhut zeigen sich durchaus regionale Unterschiede, die bei der Sortenwahl und Pflege berücksichtigt werden sollten. In milden Weinbauregionen und städtischen Wärmeinseln können auch weniger winterharte Echinacea-Sorten kultiviert werden, während in rauen Berglagen und kontinentalen Klimazonen robuste Rudbeckia-Arten bevorzugt werden sollten. In küstennahen Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit ist auf bessere Luftzirkulation zu achten, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Hier eignen sich kompaktere Sorten besser als hochwüchsige Arten. In niederschlagsreichen Regionen ist eine besonders gute Drainage wichtig, während in trockenen Gebieten regelmäßigere Bewässerung erforderlich sein kann. Die Blütezeit variiert je nach Region: In wärmeren Süddeutschland beginnt sie früher, in kälteren Norddeutschland später. Höhenlagen verkürzen oft die Vegetationsperiode, hier sind früh blühende Sorten vorteilhaft. Starke Winde in Küstenregionen oder exponierten Lagen erfordern eventuell Stützen für hochwüchsige Sorten. Die Sortenwahl sollte immer an die lokalen Bedingungen angepasst werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
  19. Was unterscheidet eine Wildstaude wie den Sonnenhut von gezüchteten Gartenstauden?
    Wildstauden wie der ursprüngliche Sonnenhut unterscheiden sich in mehreren wichtigen Punkten von modernen Gartenzüchtungen. Wildformen sind meist robuster und anpassungsfähiger, da sie sich über Jahrtausende an ihre natürlichen Standorte angepasst haben. Sie kommen mit weniger Pflege aus, sind trockenheitstoleranter und winterhärter. Ihre Blüten sind oft einfacher aufgebaut, dafür aber besonders wertvoll für Insekten, da Pollen und Nektar leichter zugänglich sind. Wildstauden vermehren sich zuverlässig durch Selbstaussaat und bleiben dabei sortenecht. Gezüchtete Gartenstauden hingegen bieten oft spektakulärere Blüten in ungewöhnlichen Farben, gefüllte Blütenformen oder kompakteren Wuchs. Sie sind auf optische Wirkung optimiert, können aber anspruchsvoller in der Pflege sein und sind manchmal weniger ökologisch wertvoll. Hybridsorten sind oft steril oder bringen nicht sortenechte Nachkommen hervor. Wildstauden fügen sich natürlicher in ökologische Gartensysteme ein und unterstützen die heimische Tierwelt besser. Beide haben ihre Berechtigung: Wildstauden für naturnahe Gärten, Züchtungen für gestalterische Akzente und besondere Farbeffekte.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Korbblütlern wie Sonnenhut und anderen Pflanzenfamilien?
    Korbblütler (Asteraceae), zu denen der Sonnenhut gehört, unterscheiden sich durch ihre charakteristische Blütenstruktur von anderen Pflanzenfamilien. Was auf den ersten Blick wie eine einzelne Blüte aussieht, ist tatsächlich ein Blütenstand aus vielen winzigen Einzelblüten. Der Blütenkopf besteht aus Röhrenblüten in der Mitte und Zungenblüten am Rand. Diese Konstruktion ermöglicht eine sehr effiziente Bestäubung, da viele Blüten auf engem Raum konzentriert sind. Andere Pflanzenfamilien haben meist einzelne, deutlich abgrenzbare Blüten. Bei Rosengewächsen beispielsweise besteht jede Blüte aus fünf Blütenblättern, bei Liliengewächsen aus sechs. Korbblütler produzieren charakteristische Samen mit oft fedrigen Anhängen (Pappus) für die Windverbreitung. Die Familie ist mit über 20.000 Arten eine der größten im Pflanzenreich und umfasst neben Zierpflanzen wie Sonnenhut auch Nutzpflanzen wie Sonnenblumen und Gemüse wie Kopfsalat. Diese Vielfalt zeigt die evolutionäre Erfolgsgeschichte der Korbblütler-Strategie: maximale Bestäubungseffizienz durch die Bündelung vieler kleiner Blüten zu einem attraktiven Gesamtpaket.
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