Futterhäuser und Nisthilfen: Gartenwelt für Vögel

Futterhäuser und Nisthilfen: Kleine Oasen für die Vogelwelt

Futterhäuser und Nisthilfen sind weit mehr als bloße Gartendekorationen. Sie bieten unseren gefiederten Freunden lebenswichtige Unterstützung und leisten einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.

Vogelparadies im eigenen Garten: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Futterhäuser und Nisthilfen fördern nachweislich die lokale Biodiversität
  • Es gibt verschiedene Typen für unterschiedliche Vogelarten und deren spezifische Bedürfnisse
  • Die richtige Platzierung und regelmäßige Pflege sind entscheidend für den Erfolg
  • Die Debatte um Ganzjahresfütterung versus saisonale Fütterung hält an

Die Bedeutung von Futterhäusern und Nisthilfen für den Naturschutz

Futterhäuser und Nisthilfen spielen eine zentrale Rolle im praktischen Naturschutz. Sie bieten Vögeln nicht nur Nahrung und Unterschlupf, sondern unterstützen auch maßgeblich die Erhaltung der Artenvielfalt in unseren Gärten. In Zeiten schwindender natürlicher Lebensräume können diese kleinen Oasen für manche Arten überlebenswichtig sein.

In meiner langjährigen Erfahrung als Hobbygärtnerin habe ich die positive Wirkung von Futterhäusern selbst beobachten können. Die Vielfalt der gefiederten Gäste ist oft beeindruckend und kann die Leidenschaft für Vogelbeobachtung wecken. Ein Garten ohne Futterstelle erscheint mir mittlerweile wie ein Haus ohne Einladung – wenig attraktiv für unsere gefiederten Nachbarn.

Beitrag zur lokalen Biodiversität

Futterhäuser und Nisthilfen tragen erheblich zur Förderung der lokalen Biodiversität bei. Sie schaffen für verschiedene Vogelarten die Möglichkeit, sich in unseren Gärten anzusiedeln und fortzupflanzen. Dies hat weitreichende positive Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem:

  • Steigerung der Artenvielfalt in städtischen und ländlichen Gebieten
  • Unterstützung potenziell bedrohter Vogelarten
  • Förderung der natürlichen Schädlingsbekämpfung
  • Sensibilisierung für Naturschutz im unmittelbaren Umfeld

Durch die Bereitstellung von Futter und Nistmöglichkeiten entstehen kleine Biotope, die als Verbindungselemente zwischen größeren Naturräumen fungieren können. So tragen wir dazu bei, die Vernetzung von Lebensräumen zu verbessern und die genetische Vielfalt von Vogelpopulationen zu erhalten.

Futterhäuser im Garten: Eine Oase für gefiederte Freunde

Futterhäuser sind mehr als nur eine freundliche Geste für unsere gefiederten Nachbarn. Sie können in Zeiten knapper natürlicher Nahrungsressourcen von entscheidender Bedeutung sein. Allerdings eignet sich nicht jedes Futterhaus für jeden Garten oder jede Vogelart. Lassen Sie uns die verschiedenen Typen genauer betrachten.

Arten von Futterhäusern

Offene Futterhäuser

Offene Futterhäuser gelten als klassische Variante und erfreuen sich bei vielen Vogelarten großer Beliebtheit. Sie bieten einen guten Überblick und ermöglichen mehreren Vögeln gleichzeitig zu fressen. Ein Nachteil ist jedoch der fehlende Witterungsschutz, was bei Regen oder Schnee problematisch sein kann.

Geschlossene Futterhäuser

Geschlossene Futterhäuser bieten besseren Schutz vor Witterungseinflüssen und sind hygienischer, da das Futter weniger leicht verunreinigt wird. Sie eignen sich besonders für kleinere Vogelarten wie Meisen oder Finken. Größere Vögel können hier gelegentlich Schwierigkeiten beim Zugang haben.

Futtersäulen

Futtersäulen sind platzsparend und ideal für Körnerfresser. Sie lassen sich mit verschiedenen Samenarten befüllen und bieten mehreren Vögeln gleichzeitig Platz. Ein möglicher Nachteil: Manche Vogelarten tun sich schwer, an ihnen zu landen und zu fressen.

Richtige Platzierung von Futterhäusern

Die Platzierung des Futterhauses ist entscheidend für seinen Erfolg und die Sicherheit der Vögel. Hier einige bewährte Tipps:

  • Wählen Sie einen ruhigen, aber übersichtlichen Ort
  • Achten Sie auf ausreichend Abstand zu Fenstern (Kollisionsgefahr)
  • Platzieren Sie das Futterhaus in der Nähe von Büschen oder Bäumen als Rückzugsmöglichkeit
  • Sorgen Sie für einen katzensicheren Standort

Ein gut platziertes Futterhaus entwickelt sich rasch zum beliebten Treffpunkt der lokalen Vogelgemeinschaft.

Geeignete Futtermittel für verschiedene Vogelarten

Nicht jeder Vogel bevorzugt die gleiche Nahrung. Um möglichst viele Arten anzulocken, empfiehlt es sich, verschiedene Futtermittel anzubieten:

  • Sonnenblumenkerne: beliebt bei vielen Arten, besonders Meisen und Finken
  • Hanfsamen: reich an Ölen, gut für Finken und Sperlinge
  • Erdnüsse: Lieblingsfutter von Kleibern und Spechten
  • Haferflocken: werden von vielen Weichfressern geschätzt
  • Rosinen und Obst: locken Amseln und Drosseln an

Es ist ratsam, auf Brot oder gewürzte Speisereste zu verzichten. Diese sind für Vögel schwer verdaulich und können sogar schädlich sein.

Saisonale Fütterung vs. Ganzjahresfütterung

Die Frage, ob man Vögel das ganze Jahr über füttern sollte, wird unter Experten kontrovers diskutiert. Hier die Pros und Contras:

Pro Ganzjahresfütterung:

  • Unterstützung bei Nahrungsknappheit in allen Jahreszeiten
  • Hilfe für Jungvögel im Sommer
  • Konstante Beobachtungsmöglichkeit für Vogelfreunde

Contra Ganzjahresfütterung:

  • Mögliche Abhängigkeit der Vögel von Futterstellen
  • Störung des natürlichen Fressverhaltens
  • Erhöhtes Risiko der Krankheitsübertragung bei dauerhafter Fütterung

Nach meiner Erfahrung kann eine moderate Ganzjahresfütterung durchaus sinnvoll sein, sofern man auf Hygiene und Abwechslung achtet. Im Sommer reduziere ich die Futtermenge, behalte aber die Situation im Auge, um bei besonderen Bedürfnissen, etwa anhaltender Trockenheit, reagieren zu können.

Futterhäuser und Nisthilfen bieten wunderbare Möglichkeiten, die Natur in unseren Garten zu holen und aktiv zum Artenschutz beizutragen. Mit der richtigen Auswahl, Platzierung und Pflege lässt sich ein kleines Paradies für unsere gefiederten Freunde schaffen und gleichzeitig die Biodiversität vor der eigenen Haustür fördern. Es lohnt sich, diese Möglichkeiten zu nutzen – Sie werden vermutlich erstaunt sein, wie viel Leben ein einfaches Futterhaus in Ihren Garten bringen kann!

Nisthilfen für Vögel: Mehr als nur ein Zuhause

Nisthilfen spielen eine zentrale Rolle im Vogelschutz und tragen maßgeblich zur Artenvielfalt in unseren Gärten bei. Sie bieten nicht nur sichere Brutplätze, sondern unterstützen auch die Erhaltung verschiedener Vogelarten in unserer unmittelbaren Umgebung. Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf die verschiedenen Typen von Nisthilfen werfen.

Der Klassiker: Traditionelle Nistkästen

Traditionelle Nistkästen erfreuen sich bei vielen Vogelarten großer Beliebtheit. Diese geschlossenen Holzkästen mit Einflugloch eignen sich je nach Größe für verschiedene gefiederte Freunde:

  • Kleine Löcher (26-28 mm) locken Meisen und Kleiber an
  • Mittlere Löcher (32-34 mm) sind ideal für Stare und Sperlinge
  • Große Löcher (45-50 mm) werden von Dohlen und Hohltauben bevorzugt

Bei der Montage ist es ratsam, den Kasten leicht nach vorne zu neigen, damit Regenwasser problemlos abfließen kann.

Für Frischluftliebhaber: Halbhöhlen und offene Nistplätze

Nicht alle Vögel mögen es kuschelig eng. Rotkehlchen, Hausrotschwanz oder Bachstelze bevorzugen halboffene Nisthilfen. Diese bieten mehr Licht und Luft - sozusagen die Penthouse-Variante unter den Vogelbehausungen. Gänzlich offene Nistplätze, wie Nistschalen, sind bei Amseln und Drosseln hoch im Kurs.

Maßgeschneiderte Lösungen: Spezielle Nisthilfen

Manche Vögel haben ganz besondere Ansprüche an ihr Zuhause:

  • Mauersegler benötigen Kästen mit schmalem, ovalem Einflugloch - quasi ihre eigene Designervilla
  • Schwalben bevorzugen künstliche Lehmnester oder Nisthilfen mit nach oben offener Vorderseite - ein Loft mit Ausblick sozusagen
  • Eulen und Käuze brauchen große, geräumige Kästen mit Anflugstange - die Suite unter den Vogelbehausungen

Diese Vielfalt an Nisthilfen ermöglicht es, eine bunte Vogelgemeinschaft im Garten zu beherbergen und zu fördern.

Der perfekte Platz: Optimale Anbringung von Nisthilfen

Die richtige Platzierung ist entscheidend für den Erfolg einer Nisthilfe. Hier einige bewährte Tipps:

  • Suchen Sie einen ruhigen Ort, fernab vom Trubel stark frequentierter Wege
  • Die Öffnung sollte idealerweise nach Osten oder Südosten zeigen
  • Eine Höhe von 2 bis 4 Metern hat sich als optimal erwiesen
  • Achten Sie auf einen freien Anflug ohne störende Äste vor dem Einflugloch
  • Bieten Sie verschiedene Nistmöglichkeiten in unterschiedlichen Höhen an - Abwechslung macht das Leben interessant, auch für Vögel

Ich erinnere mich noch gut an meinen Anfängerfehler: Einmal platzierte ich einen Nistkasten direkt neben unserem Gartentisch. Kein Wunder, dass die Vögel einen großen Bogen darum machten - wer möchte schon neben Grillgeruch und Stimmengewirr brüten?

Saubere Sache: Pflege und Reinigung von Nisthilfen

Regelmäßige Pflege ist der Schlüssel zur Langlebigkeit und Attraktivität der Nisthilfen:

  • Eine jährliche Reinigung im Herbst oder Winter ist ratsam
  • Entfernen Sie altes Nistmaterial und Kot - sozusagen der Frühjahrsputz für Vogelhäuser
  • Überprüfen Sie die Nisthilfen auf Schäden und reparieren Sie diese bei Bedarf
  • Verzichten Sie auf chemische Reinigungsmittel - heißes Wasser reicht völlig aus
  • Tragen Sie bei der Reinigung Handschuhe zum Schutz vor möglichen Parasiten

Eine gründliche Reinigung beugt nicht nur Parasiten und Krankheiten vor, sondern erhöht auch die Chancen auf eine Wiedervermietung im nächsten Jahr.

Mehr als nur ein Dach über dem Kopf: Positive Auswirkungen auf die lokale Vogelwelt

Nisthilfen leisten einen wertvollen Beitrag zum Vogelschutz und zur Biodiversität in unseren Gärten. Sie bieten zahlreiche Vorteile:

Hilfe bei der Nahrungssuche

Vögel, die in Ihrem Garten brüten, finden in der Umgebung leichter Nahrung. Sie unterstützen uns bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung, indem sie fleißig Insekten und deren Larven vertilgen. Wussten Sie, dass ein Meisenpaar während der Brutzeit bis zu 10.000 Raupen an seine Jungen verfüttern kann? Das nenne ich mal einen effizienten Gartenhelfer!

Ein sicherer Hafen: Bereitstellung geschützter Brutplätze

In unseren oft allzu aufgeräumten Gärten und Parks fehlen häufig natürliche Nistmöglichkeiten. Nisthilfen gleichen diesen Mangel aus und bieten Vögeln sichere Orte zur Aufzucht ihrer Jungen. Dies gewinnt angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Verstädterung immer mehr an Bedeutung.

Bunte Vielfalt: Förderung der Artenvielfalt im Garten

Durch das Angebot verschiedener Nisthilfen können Sie eine breite Palette von Vogelarten in Ihren Garten locken. Das erhöht nicht nur die Biodiversität, sondern macht den Garten auch zu einem faszinierenden Beobachtungsort. Von der quirligen Blaumeise bis zum eleganten Gartenrotschwanz - jede Art zeigt ihre ganz eigenen, fesselnden Verhaltensweisen.

Erst kürzlich durfte ich ein kleines Wunder beobachten: Ein Meisenpaar, das unermüdlich Raupen zu seinem Nistkasten brachte. Das Gezwitscher der hungrigen Jungen war nicht zu überhören! Solche Momente zeigen mir immer wieder, wie sehr diese kleinen Hilfen das Leben in unserem Garten bereichern können.

Herausforderungen und Lösungen beim Vogelfüttern

Das Füttern von Vögeln bereitet viel Freude, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Glücklicherweise gibt es für jedes Problem eine passende Lösung.

Umgang mit Krankheitsübertragung an Futterstellen

Futterhäuschen können leider zu Hotspots für Infektionen werden. Die Vögel drängen sich dort eng zusammen, was Krankheitserregern ideale Bedingungen bietet. Um dem entgegenzuwirken, empfehle ich folgende Maßnahmen:

  • Futterhäuschen wöchentlich mit heißem Wasser reinigen
  • Alte Futterreste entfernen, bevor sie verschimmeln
  • Mehrere Futterstellen im Garten verteilen
  • Bei Anzeichen kranker Vögel die Fütterung kurzzeitig aussetzen

Diese Vorkehrungen reduzieren das Risiko erheblich. Trotzdem sollten wir unsere gefiederten Freunde im Auge behalten und bei Auffälligkeiten entsprechend handeln.

Schutz vor Fressfeinden

Wo Vögel sind, lassen auch ihre natürlichen Feinde nicht lange auf sich warten. Besonders Katzen und Marder können zur Gefahr werden. Hier einige bewährte Schutzmaßnahmen:

  • Futterstellen mindestens 1,5 Meter über dem Boden anbringen
  • Schützende Büsche oder Hecken in der Nähe pflanzen
  • Futterhäuschen mit Dach und seitlichem Schutz wählen
  • Glatte, nicht erkletterbare Pfosten verwenden

Mit etwas Kreativität lassen sich Futterstellen gestalten, die Vögel anlocken und gleichzeitig Fressfeinde fernhalten.

Vermeidung von Abhängigkeit bei der Fütterung

Regelmäßiges Füttern ist gut gemeint, sollte die Vögel aber nicht völlig von uns abhängig machen. Schließlich müssen sie auch in der freien Natur zurechtkommen. Hier einige Anregungen:

  • Fütterung im Frühling langsam reduzieren
  • Natürliche Nahrungsquellen im Garten schaffen
  • Abwechslungsreiches Futter anbieten
  • Fütterungspausen einlegen

So unterstützen wir die Vögel, ohne sie zu sehr zu verwöhnen. Sie bleiben fit für die selbstständige Nahrungssuche in der Natur.

Ergänzende Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität

Futterhäuschen sind ein guter Anfang, aber es gibt noch viel mehr, was wir für die Vogelwelt und die Artenvielfalt in unseren Gärten tun können. Lassen Sie uns einige Ideen betrachten.

Anlegen von vogelfreundlichen Gärten

Ein naturnaher Garten ist wie ein Paradies für Vögel. Hier finden sie nicht nur Nahrung, sondern auch Nistplätze und Schutz. Zwei Aspekte sind dabei besonders wichtig:

Heimische Pflanzen als Nahrungsquelle

Unsere einheimischen Vögel haben sich über Jahrtausende an die hier wachsenden Pflanzen angepasst. Deshalb sind heimische Gewächse besonders wertvoll:

  • Beerensträucher wie Holunder, Vogelbeere oder Schlehe
  • Samenstände von Wildblumen stehen lassen
  • Obstbäume pflanzen, auch alte Sorten
  • Wilde Ecken mit Brennnesseln zulassen

Diese Pflanzen bieten Vögeln das ganze Jahr über Nahrung - von Insekten im Frühjahr bis zu Beeren und Samen im Winter.

Schaffung von Strukturvielfalt

Ein zu aufgeräumter Garten mag für uns schön aussehen, für Vögel ist er aber oft wenig attraktiv. Sie brauchen verschiedene Ebenen und Verstecke:

  • Hecken und Sträucher in verschiedenen Höhen
  • Totholzhaufen oder Reisighaufen als Unterschlupf
  • Wilde Ecken mit hohem Gras und Wildkräutern
  • Kletterpflanzen an Hauswänden oder Zäunen

Je vielfältiger die Strukturen, desto mehr Vogelarten fühlen sich wohl. Vom Bodenbrüter bis zum Baumhöhlenbewohner - für jeden ist etwas dabei.

Bereitstellung von Wasserstellen

Wasser ist für Vögel lebenswichtig - zum Trinken und zum Baden. Eine Vogeltränke im Garten wird schnell zum beliebten Treffpunkt:

  • Flache Schalen oder spezielle Vogelbäder aufstellen
  • Wasser regelmäßig wechseln, um Verunreinigungen zu vermeiden
  • Im Winter eisfrei halten, z.B. mit einem Teichheizer
  • Wenn möglich, einen kleinen Teich anlegen

Achten Sie darauf, dass die Tränke katzen- und mardersicher aufgestellt ist. Die Vögel sollen sich beim Trinken und Planschen sicher fühlen.

Verzicht auf Pestizide und chemische Düngemittel

Gift im Garten schadet nicht nur Schädlingen, sondern auch Vögeln und ihren Nahrungstieren. Ein naturnaher Garten kommt ohne aus:

  • Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichten
  • Nützlinge fördern, die Schädlinge natürlich in Schach halten
  • Kompost statt Kunstdünger verwenden
  • Gründüngung und Mulchen zur Bodenverbesserung nutzen

Mit der Zeit stellt sich ein natürliches Gleichgewicht ein. Natürlich knabbert mal eine Raupe an unseren Pflanzen. Aber dafür haben wir später umso mehr Schmetterlinge im Garten!

All diese Maßnahmen zusammen schaffen ein Paradies für Vögel und andere Tiere. Unser Garten wird zu einem lebendigen Ökosystem, in dem sich Mensch und Natur wohlfühlen. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie dabei sogar eine neue Leidenschaft für die Vogelbeobachtung. In meinem Garten habe ich jedenfalls schon viele faszinierende Stunden damit verbracht, das bunte Treiben zu beobachten.

Beobachtung und Dokumentation der Vogelwelt

Futterhäuser und Nisthilfen sind nicht nur eine Unterstützung für unsere gefiederten Freunde, sondern eröffnen auch faszinierende Einblicke in die Natur vor unserer Haustür. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen dabei ihre Leidenschaft für die Vogelbeobachtung entdecken.

Vogelbeobachtung als spannendes Hobby

Mit etwas Geduld und einem guten Fernglas lässt sich eine ganz neue Welt erschließen. Besonders im Frühjahr wird es spannend, wenn die Vögel mit dem Nestbau beginnen und später ihre Jungen füttern. Man kann regelrecht zusehen, wie die kleinen Federbällchen heranwachsen!

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Führen Sie ein Vogeltagebuch. Es muss nichts Aufwendiges sein - schon ein paar Notizen zu beobachteten Arten und ihrem Verhalten können überraschende Erkenntnisse liefern. Sie werden staunen, wie sich Ihr Blick für die kleinen Wunder der Natur schärft.

Teilnahme an Citizen-Science-Projekten

Viele Naturschutzorganisationen rufen zu Mitmach-Aktionen auf, bei denen Hobbyornithologen Vögel zählen und melden. Diese Projekte liefern wertvolle Daten für die Vogelforschung und den Naturschutz. Die 'Stunde der Gartenvögel' des NABU ist ein bekanntes Beispiel.

Die Teilnahme ist denkbar einfach: Man beobachtet eine Stunde lang die Vögel im Garten oder Park und meldet die Ergebnisse. So kann jeder einen Beitrag leisten und gleichzeitig viel über die heimische Vogelwelt lernen. Es ist erstaunlich, wie viel man in nur einer Stunde entdecken kann!

Rechtliche Aspekte und Verantwortung

Bei aller Begeisterung für die Vogelfütterung und -beobachtung gibt es einige rechtliche Aspekte zu beachten.

Tierschutzrechtliche Bestimmungen bei der Vogelfütterung

Die Vogelfütterung ist grundsätzlich erlaubt und wird von Naturschutzbehörden sogar begrüßt. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Verwenden Sie nur geeignetes, artgerechtes Futter
  • Halten Sie die Futterstellen sauber, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden
  • Füttern Sie regelmäßig, besonders im Winter, damit sich die Vögel darauf verlassen können

In manchen Gemeinden gibt es spezielle Verordnungen zur Vogelfütterung. Ein kurzer Anruf bei der lokalen Behörde kann hier Klarheit schaffen.

Rücksichtnahme auf Nachbarn

So schön die Vogelbeobachtung auch ist, sie sollte nicht zu Lasten der nachbarschaftlichen Beziehungen gehen. Hier einige Anregungen für ein harmonisches Miteinander:

  • Platzieren Sie Futterhäuser nicht direkt an der Grundstücksgrenze
  • Achten Sie darauf, dass kein Futter auf Nachbars Grundstück fällt
  • Besprechen Sie Ihre Pläne für größere Nisthilfen mit Ihren Nachbarn
  • Seien Sie aufmerksam für mögliche Lärmbelästigungen, besonders in den frühen Morgenstunden

Mit etwas Rücksichtnahme und offenem Gespräch lassen sich meist gute Lösungen finden, die allen Freude bereiten.

Naturschutz im eigenen Garten: Ein Gewinn für alle

Futterhäuser und Nisthilfen sind wertvolle Instrumente, um die Artenvielfalt in unseren Gärten zu fördern. Sie bieten nicht nur Unterstützung für die Vogelwelt, sondern auch faszinierende Einblicke in das Leben unserer gefiederten Nachbarn.

Die Beobachtung und Dokumentation der Vogelwelt kann zu einem erfüllenden Hobby werden, das gleichzeitig einen Beitrag zum Naturschutz leistet. Durch die Teilnahme an Citizen-Science-Projekten können wir sogar aktiv die Vogelforschung unterstützen.

Wichtig ist, dass wir bei all unserem Engagement für die Vogelwelt die rechtlichen Aspekte und die Rücksichtnahme auf unsere menschlichen Nachbarn nicht aus den Augen verlieren. Mit etwas Umsicht und Verantwortungsbewusstsein kann jeder Garten zu einem kleinen Paradies für Mensch und Tier werden.

Letztendlich ist der Naturschutz im eigenen Garten ein Gewinn für alle Beteiligten: Die Vögel finden Nahrung und Nistplätze, wir Menschen erfreuen uns an der Vielfalt und Schönheit der Natur direkt vor unserer Haustür. Jeder noch so kleine Beitrag zählt - warum nicht heute damit beginnen, den eigenen Garten vogelfreundlicher zu gestalten?

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