Geranien optimal düngen: Balance und Menge

Geranien: Prachtvolle Blüten und richtige Pflege

Geranien haben sich als beliebte Balkonpflanzen etabliert. Ihre leuchtenden Blüten und die unkomplizierte Pflege machen sie zu einem Favoriten unter Hobbygärtnern.

Wichtige Pflegetipps für üppige Geranien

  • Sonniger Standort und nährstoffreiche Erde
  • Regelmäßige, aber maßvolle Düngung
  • Vorsicht vor Überdüngung und Staunässe
  • Ausgewogene Nährstoffversorgung für gesundes Wachstum

Die Bedeutung von Geranien in der Gartenkultur

Geranien haben sich einen festen Platz in unseren Gärten und auf Balkonen erobert. Ihre Vielfalt an Farben und Formen macht sie zu vielseitigen Pflanzen für unterschiedliche Bepflanzungen. Sie begeistern mit ihrer Blühfreudigkeit von Frühjahr bis Herbst, sei es als üppiger Blickfang in Balkonkästen oder als farbenfrohe Akzente in Beeten.

In meiner langjährigen Erfahrung als Gärtnerin habe ich beobachtet, dass Geranien besonders bei Einsteigern beliebt sind. Sie verzeihen kleinere Pflegefehler und belohnen uns mit einer beeindruckenden Blütenpracht. Gleichzeitig bieten sie erfahrenen Gärtnern interessante Gestaltungsmöglichkeiten durch die Kombination verschiedener Sorten und Farben.

Warum die richtige Düngung wichtig ist

Geranien benötigen für ihr üppiges Wachstum und die reiche Blüte eine gute Nährstoffversorgung. Die richtige Düngung spielt dabei eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Zu wenige Nährstoffe führen zu kümmerlichem Wuchs und spärlicher Blüte. Allerdings gilt hier auch: Zu viel des Guten kann schaden!

Eine ausgewogene Düngung fördert nicht nur das Wachstum, sondern stärkt auch die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge. Als Faustregel empfiehlt es sich, lieber öfter kleine Mengen zu düngen als selten große Portionen. So können die Pflanzen die Nährstoffe optimal aufnehmen und verwerten.

Das Problem der Überdüngung bei Geranien

Überdüngung ist leider ein häufiges Problem bei der Pflege von Geranien. Viele Hobbygärtner meinen es zu gut und versorgen ihre Pflanzen mit zu viel Dünger. Die Folgen können gravierend sein: Von verbrannten Wurzeln über Wachstumsstörungen bis hin zum Absterben der Pflanze.

Besonders tückisch ist, dass die ersten Anzeichen einer Überdüngung oft denen eines Nährstoffmangels ähneln. Die Blätter werden gelblich und die Pflanze wächst nicht richtig. Viele Gärtner greifen dann instinktiv zur Düngerflasche - und verschlimmern das Problem damit nur noch mehr.

Produktbild von Sperli Geranie Madeira rot mit leuchtend roten Blüten und Pflegehinweisen auf einem Stecketikett vor terrakottafarbenem Hintergrund.
Zum Produkt
Zum Produkt

Grundlagen der Geranienernährung

Der Nährstoffbedarf von Geranien

Geranien benötigen für ihr Wachstum und ihre Blütenbildung verschiedene Nährstoffe. Die wichtigsten sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff sorgt für kräftiges Blattwachstum, Phosphor fördert die Wurzelbildung und Kalium ist wichtig für die Blütenbildung und Frosthärte.

Daneben spielen auch Spurenelemente wie Eisen, Magnesium und Calcium eine wichtige Rolle. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann zu Wachstumsstörungen und Verfärbungen der Blätter führen.

Makro- und Mikronährstoffe für gesunde Geranien

Zu den Makronährstoffen, die Geranien in größeren Mengen benötigen, zählen neben den bereits genannten Hauptnährstoffen auch Schwefel, Calcium und Magnesium. Sie sind wichtig für den Aufbau von Pflanzenzellen und die Photosynthese.

Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan, Zink und Bor werden zwar nur in geringen Mengen benötigt, sind aber ebenso wichtig für die Gesundheit der Pflanze. Sie unterstützen verschiedene Stoffwechselprozesse und die Bildung von Chlorophyll.

Die Bedeutung des pH-Werts für die Nährstoffaufnahme

Der pH-Wert des Bodens spielt eine entscheidende Rolle bei der Nährstoffaufnahme von Geranien. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6,5. In diesem Bereich können die Pflanzen die Nährstoffe am besten aufnehmen.

Ist der Boden zu sauer oder zu alkalisch, können bestimmte Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden, obwohl sie im Boden vorhanden sind. Eine regelmäßige Kontrolle des pH-Werts ist daher ratsam, besonders wenn die Pflanzen trotz Düngung Mangelerscheinungen zeigen.

Ursachen der Überdüngung

Zu häufiges Düngen als Hauptproblem

Eine der häufigsten Ursachen für Überdüngung ist schlicht zu häufiges Düngen. Viele Hobbygärtner meinen es gut und düngen ihre Geranien wöchentlich oder sogar noch öfter. Dabei reicht es meist völlig aus, alle zwei bis drei Wochen zu düngen.

Besonders problematisch wird es, wenn zusätzlich zum regelmäßigen Düngen noch Langzeitdünger im Substrat enthalten ist. Die Pflanzen bekommen dann dauerhaft zu viele Nährstoffe, was zu Salzablagerungen im Boden und Wurzelschäden führen kann.

Verwendung zu hoch konzentrierter Dünger

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwendung zu hoch konzentrierter Dünger. Viele Hobbygärtner denken, mehr hilft mehr, und verdoppeln kurzerhand die empfohlene Dosis. Das kann fatale Folgen haben.

Hochkonzentrierte Dünger können die Wurzeln regelrecht verbrennen und im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze führen. Es ist daher wichtig, sich genau an die Dosierungsempfehlungen zu halten oder im Zweifel lieber etwas weniger zu düngen.

Ungeeignete Düngerarten für Geranien

Nicht jeder Dünger eignet sich gleich gut für Geranien. Reine Stickstoffdünger beispielsweise fördern zwar das Blattwachstum, können aber zu Lasten der Blütenbildung gehen. Auch Dünger mit einem zu hohen Phosphatanteil sind nicht optimal.

Ideal für Geranien sind ausgewogene Blumendünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 7-3-6. Diese Zusammensetzung fördert sowohl das Wachstum als auch die Blütenbildung optimal.

Mangelnde Berücksichtigung der Wachstumsphase

Der Nährstoffbedarf von Geranien ändert sich im Laufe der Saison. Während sie zu Beginn der Wachstumsperiode einen höheren Stickstoffbedarf haben, benötigen sie zur Blütezeit mehr Kalium.

Viele Gärtner beachten diese unterschiedlichen Bedürfnisse nicht und düngen das ganze Jahr über gleich. Eine angepasste Düngung, die die jeweilige Wachstumsphase berücksichtigt, führt zu gesünderen Pflanzen und einer reicheren Blüte.

Symptome der Überdüngung bei Geranien erkennen

Überdüngung kann bei Geranien zu verschiedenen Problemen führen. Hier sind die häufigsten Anzeichen, die ich in meiner langjährigen Erfahrung beobachtet habe:

Blattveränderungen

Ein deutliches Zeichen für Überdüngung sind Verfärbungen der Blätter. Oftmals werden die Blattränder zunächst gelb oder braun. In schweren Fällen kann es zu regelrechten Verbrennungen kommen, bei denen Teile des Blattes absterben. Es sieht aus, als hätte jemand die Blätter mit heißem Wasser übergossen.

Wachstumsstörungen

Interessanterweise führt zu viel Dünger nicht zu mehr Wachstum, sondern oft zum Gegenteil. Die Pflanze stellt ihr Wachstum ein oder wächst nur noch sehr langsam. In manchen Fällen werden die Triebe weich und instabil, als hätten sie keine Kraft mehr, sich aufrecht zu halten.

Blütenprobleme

Überdüngte Geranien bilden häufig weniger Blüten aus. Die vorhandenen Blüten können kleiner als gewöhnlich sein oder vorzeitig welken. Manchmal fallen Blütenknospen sogar ab, bevor sie sich öffnen - eine echte Enttäuschung für jeden Gärtner.

Wurzelschäden

Auch wenn man sie nicht direkt sieht: Überdüngung schädigt die Wurzeln. Sie können braun und matschig werden. Im schlimmsten Fall sterben ganze Wurzelbereiche ab. Das ist besonders tückisch, da man es erst bemerkt, wenn es fast zu spät ist.

So diagnostizieren Sie eine Überdüngung

Um sicherzugehen, dass wirklich eine Überdüngung vorliegt, empfehle ich folgende Schritte:

Visuelle Inspektion der Pflanze

Schauen Sie sich Ihre Geranien genau an. Achten Sie besonders auf die oben beschriebenen Symptome. Vergleichen Sie auch verschiedene Pflanzen miteinander, falls Sie mehrere haben. Manchmal fällt einem der Unterschied erst im direkten Vergleich auf.

Bodenanalyse

Eine professionelle Bodenanalyse gibt Aufschluss über den Nährstoffgehalt. In Gartenfachmärkten gibt es auch einfache Test-Kits für zu Hause. So können Sie feststellen, ob bestimmte Nährstoffe im Übermaß vorhanden sind. Ich selbst nutze diese Kits regelmäßig, sie sind wirklich praktisch.

Unterscheidung von anderen Problemen

Manche Symptome können auch andere Ursachen haben. Krankheiten oder Schädlinge zeigen oft ähnliche Anzeichen wie Überdüngung. Schauen Sie genau hin: Finden Sie Spuren von Schädlingen oder untypische Flecken auf den Blättern? Das könnte auf andere Probleme hindeuten. Im Zweifel lohnt sich immer ein Blick durch die Lupe.

Präventive Maßnahmen gegen Überdüngung

Mit diesen Tipps beugen Sie einer Überdüngung vor:

Richtige Wahl des Düngers für Geranien

Nicht jeder Dünger eignet sich für Geranien. Wählen Sie einen speziellen Geraniendünger oder einen ausgewogenen Blühpflanzendünger. Achten Sie auf ein ausgewogenes NPK-Verhältnis, wobei der Kaliumanteil etwas höher sein darf. Ich habe gute Erfahrungen mit organischen Düngern gemacht, sie sind meist schonender für die Pflanzen.

Anpassung der Düngermenge an die Wachstumsphase

Geranien brauchen nicht das ganze Jahr über gleich viel Dünger. In der Hauptwachstumszeit von Mai bis August benötigen sie mehr Nährstoffe als im Frühjahr oder Herbst. Im Winter sollten Sie gar nicht düngen. Es ist wie bei uns Menschen - auch wir essen nicht das ganze Jahr über gleich viel.

Verwendung von langsam freisetzendem Dünger

Langzeitdünger geben Nährstoffe über einen längeren Zeitraum ab. Das verringert die Gefahr einer plötzlichen Überdüngung. Solche Dünger müssen Sie nur alle paar Monate anwenden. Für mich ist das eine echte Arbeitserleichterung im Garten.

Bedeutung der richtigen Bodenbeschaffenheit

Ein guter Boden ist wichtig für gesunde Geranien. Er sollte locker und durchlässig sein. Zu schwere oder verdichtete Böden können dazu führen, dass sich Nährstoffe anreichern. Mischen Sie bei Bedarf Sand oder Perlit unter die Erde, um die Struktur zu verbessern. Denken Sie daran: Ein gesunder Boden ist die Basis für gesunde Pflanzen.

Korrekte Düngung von Geranien

Geranien sind wahre Blühwunder, vorausgesetzt, sie erhalten die richtige Ernährung. Eine ausgewogene Düngung fördert nicht nur üppige Blüten, sondern auch ein gesundes Wachstum. Doch wie oft und in welcher Menge sollte man düngen? Lassen Sie uns einen genaueren Blick darauf werfen.

Zeitpunkt und Häufigkeit der Düngung

Während ihrer Hauptwachstumsphase von April bis September haben Geranien einen erhöhten Nährstoffbedarf. In dieser Zeit hat sich eine Düngung alle 10-14 Tage bewährt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass regelmäßige, aber maßvolle Düngergaben deutlich bessere Ergebnisse liefern als sporadische Großportionen.

Sobald die Pflanzen im Frühjahr neue Triebe bilden, können Sie mit der Düngung beginnen. Gegen Ende des Sommers empfiehlt es sich, die Düngung schrittweise zu reduzieren und schließlich einzustellen, um die Pflanzen sanft auf die Winterruhe vorzubereiten.

Berechnung der richtigen Düngermenge

Die optimale Düngermenge hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Pflanzengröße, dem Standort und der verwendeten Düngerart. Als Faustregel gilt: Pro Liter Blumenerde etwa 2-3 ml Flüssigdünger oder 1 g Langzeitdünger. Bei Topfpflanzen ist es ratsam, etwas vorsichtiger zu dosieren als bei Geranien im Freiland.

Um eine Überdüngung zu vermeiden, empfehle ich, mit der Hälfte der empfohlenen Menge zu beginnen und die Reaktion der Pflanze zu beobachten. Je nach Bedarf können Sie die Dosis dann anpassen.

Methoden der Düngung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Geranien mit Nährstoffen zu versorgen:

  • Flüssigdünger: Schnell wirksam und einfach zu dosieren. Ideal für die wöchentliche Anwendung beim Gießen.
  • Langzeitdünger: Praktisch für alle, die manchmal vergessen zu düngen. Gibt über mehrere Monate hinweg kontinuierlich Nährstoffe ab.
  • Organische Dünger: Natürlich und bodenverbessernd. Wirken zwar langsamer, fördern aber die Bodengesundheit.

In meinem Garten hat sich eine Kombination aus Langzeitdünger zu Saisonbeginn und gelegentlichen Gaben von Flüssigdünger während der Hauptblütezeit als besonders effektiv erwiesen.

Anpassung der Düngung an Standort und Witterung

Geranien an sonnigen Standorten haben oft einen höheren Nährstoffbedarf als solche im Halbschatten. Bei starker Hitze und Trockenheit sollten Sie die Düngung reduzieren, da die Pflanzen dann weniger Nährstoffe aufnehmen können.

An regnerischen Tagen rate ich davon ab zu düngen, da die Nährstoffe sonst zu schnell ausgewaschen werden könnten. Warten Sie besser auf trockenere Bedingungen.

Behebung von Überdüngungsproblemen

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass man es mit der Düngung übertreibt. Zum Glück gibt es Wege, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Sofortmaßnahmen bei erkannter Überdüngung

Wenn Sie Anzeichen einer Überdüngung bemerken, wie braune Blattränder oder Wachstumsstillstand, ist schnelles Handeln gefragt:

  • Entfernen Sie sichtbare Düngerreste von der Erdoberfläche.
  • Gießen Sie die Pflanze gründlich mit klarem Wasser, um überschüssige Salze auszuspülen.
  • Stellen Sie die Düngung vorübergehend ein.

Ausspülen überschüssiger Nährstoffe

Um angereicherte Salze aus dem Wurzelbereich zu entfernen, können Sie die Pflanze 'durchspülen'. Gießen Sie dazu mehrmals hintereinander mit reichlich klarem Wasser, bis es unten aus den Abzugslöchern läuft. Diese Methode hat sich in meiner Praxis oft als erfolgreich erwiesen.

Umtopfen und Bodenverbesserung

In schweren Fällen von Überdüngung kann ein Umtopfen nötig sein. Entfernen Sie dabei vorsichtig die alte Erde von den Wurzeln und pflanzen Sie die Geranie in frisches, nährstoffarmes Substrat. Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Kompost hat sich bei mir als gute Grundlage bewährt.

Regeneration der Pflanze nach Überdüngung

Nach einer Überdüngung braucht die Pflanze Zeit zur Erholung. Stellen Sie sie an einen halbschattigen Platz und versorgen Sie sie nur mit Wasser. Erst wenn sich neue, gesunde Blätter zeigen, können Sie vorsichtig mit einer sehr schwachen Düngerlösung beginnen.

Geduld ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Manchmal dauert es einige Wochen, bis sich eine überdüngte Geranie vollständig erholt hat. Aber mit der richtigen Pflege können selbst stark geschädigte Pflanzen oft gerettet werden. In meiner langjährigen Erfahrung als Gärtnerin habe ich schon so manche Geranie wieder aufgepäppelt, die zunächst hoffnungslos erschien.

Alternative Düngungsmethoden für Geranien

Geranien sind wirklich dankbare Pflanzen. In meiner Erfahrung gedeihen sie prächtig mit alternativen Düngungsmethoden, die oft kostengünstiger und umweltfreundlicher sind als herkömmliche Dünger.

Verwendung von Kompost und organischen Düngern

Kompost ist ein wahres Wundermittel für Geranien. Er versorgt die Pflanzen nicht nur mit Nährstoffen, sondern verbessert auch die Bodenstruktur. Ich mische etwa 20% reifen Kompost unter die Pflanzerde. Für Topfgeranien hat sich Wurmkompost als besonders geeignet erwiesen - nährstoffreich und feinkörnig, einfach perfekt.

Organische Dünger wie Hornspäne oder Guano sind ebenfalls eine gute Wahl. Sie setzen die Nährstoffe langsam frei und versorgen die Geranien über einen längeren Zeitraum. Das ist wie eine Slow-Food-Diät für Pflanzen!

Mulchen zur Nährstoffversorgung

Mulchen ist eine meiner Lieblingsmethoden, um Geranien zu düngen und gleichzeitig die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Ich verwende dazu Rasenschnitt, Laub oder sogar zerkleinerte Eierschalen. Eine dünne Mulchschicht um die Pflanzen herum versorgt diese kontinuierlich mit Nährstoffen - und sieht dabei noch gut aus.

Natürliche Düngemittel

Brennnesseljauche ist ein altbewährtes Hausmittel zur Düngung von Geranien. Ich weiche dafür Brennnesseln etwa zwei Wochen in Wasser ein und verdünne die entstandene Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser. Alle zwei Wochen gieße ich meine Geranien damit. Der Geruch ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber die Pflanzen lieben es!

Auch Bananenschalen sind ein natürlicher Kaliumlieferant. Ich lege sie einfach um die Pflanzen herum oder vergrabe sie leicht im Boden. Das klingt vielleicht seltsam, aber es funktioniert wirklich gut.

Spezielle Düngungsanforderungen

Düngung von Balkongeranien

Balkongeranien sind echte Nährstoff-Gourmets. Sie haben einen höheren Bedarf als ihre Artgenossen im Gartenbeet. Ich gebe ihnen alle zwei Wochen einen flüssigen organischen Dünger. Vorsicht ist allerdings geboten bei der Dosierung - zu viel des Guten kann die Blütenbildung hemmen. Es ist wie beim Kochen: Die richtige Würze macht's!

Düngung von Geranien im Gartenbeet

Geranien im Gartenbeet profitieren von einer Grunddüngung im Frühjahr. Ich arbeite dazu Kompost oder gut verrotteten Mist in den Boden ein. Während der Blütezeit dünge ich alle vier Wochen mit einem organischen Flüssigdünger nach. Das hält die Pflanzen in Schwung, ohne sie zu überfordern.

Anpassung der Düngung für verschiedene Geraniensorten

Nicht alle Geranien haben die gleichen Bedürfnisse - das habe ich im Laufe der Jahre gelernt. Hänge-Geranien beispielsweise sind echte Nährstoff-Schluckspechte im Vergleich zu aufrecht wachsenden Sorten. Ich beobachte meine Pflanzen genau und passe die Düngung entsprechend an. Gelbe Blätter können auf Stickstoffmangel hindeuten, während eine mangelnde Blütenbildung oft auf zu viel Stickstoff zurückzuführen ist. Es ist wie eine Detektivarbeit im Garten!

Gesunde Geranien durch ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zu gesunden und blühfreudigen Geranien. Ich beobachte meine Pflanzen aufmerksam und reagiere auf Veränderungen. Zu wenig Dünger führt zu kümmerlichem Wachstum, während Überdüngung die Pflanzen anfällig für Krankheiten und Schädlinge macht. Es ist wie bei uns Menschen - das richtige Maß ist entscheidend.

Ich rate Ihnen, verschiedene Düngungsmethoden auszuprobieren. Jeder Garten ist anders und was in meinem Garten funktioniert, muss nicht unbedingt für Ihren optimal sein. Mit etwas Geduld und Aufmerksamkeit finden Sie sicher die passende Düngungsstrategie für Ihre Geranien.

Bedenken Sie: Weniger ist oft mehr. Eine moderate, aber regelmäßige Düngung ist besser als sporadische Überdüngung. Mit der richtigen Pflege werden Ihre Geranien Sie den ganzen Sommer über mit vielen Blüten erfreuen. Und glauben Sie mir, es gibt nichts Schöneres als einen Balkon voller blühender Geranien an einem Sommerabend!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie oft sollte man Geranien während der Wachstumsperiode düngen?
    Während der Hauptwachstumsphase von April bis September sollten Geranien alle 10-14 Tage gedüngt werden. Eine regelmäßige, aber maßvolle Düngung liefert deutlich bessere Ergebnisse als sporadische Großportionen. Balkongeranien haben dabei einen höheren Nährstoffbedarf als Geranien im Gartenbeet und benötigen oft eine Düngung alle zwei Wochen. Bei der Verwendung von Langzeitdüngern reicht eine Anwendung alle paar Monate aus. Wichtig ist, die Düngung gegen Ende des Sommers schrittweise zu reduzieren und schließlich einzustellen, um die Pflanzen sanft auf die Winterruhe vorzubereiten. Im Winter sollte komplett auf Düngung verzichtet werden. Die Faustregel lautet: Lieber öfter kleine Mengen düngen als selten große Portionen, da die Pflanzen so die Nährstoffe optimal aufnehmen und verwerten können.
  2. Welche Anzeichen deuten auf eine Überdüngung bei Geranien hin?
    Überdüngung bei Geranien zeigt sich durch verschiedene charakteristische Symptome. Die häufigsten Anzeichen sind Verfärbungen der Blätter, wobei die Blattränder zunächst gelb oder braun werden. In schweren Fällen kommt es zu regelrechten Verbrennungen, bei denen Teile des Blattes absterben. Paradoxerweise führt zu viel Dünger nicht zu mehr Wachstum, sondern oft zum Gegenteil - die Pflanze stellt ihr Wachstum ein oder wächst nur noch sehr langsam. Die Triebe werden weich und instabil. Bei der Blütenbildung entstehen weniger und kleinere Blüten, manchmal fallen Blütenknospen sogar ab, bevor sie sich öffnen. Wurzelschäden sind ebenfalls typisch - sie werden braun und matschig, im schlimmsten Fall sterben ganze Wurzelbereiche ab. Tückisch ist, dass erste Anzeichen einer Überdüngung oft denen eines Nährstoffmangels ähneln, weshalb viele Gärtner instinktiv noch mehr düngen und das Problem verschlimmern.
  3. Was ist die optimale NPK-Zusammensetzung für Geraniendünger?
    Die optimale NPK-Zusammensetzung für Geraniendünger liegt bei einem ausgewogenen Verhältnis von etwa 7-3-6 (Stickstoff-Phosphor-Kalium). Diese Zusammensetzung fördert sowohl das Wachstum als auch die Blütenbildung optimal. Der moderate Stickstoffanteil unterstützt das Blattwachstum, ohne zu üppiges Grün auf Kosten der Blüten zu fördern. Der niedrigere Phosphoranteil ist ausreichend für die Wurzelbildung, während der erhöhte Kaliumanteil die Blütenbildung und Frosthärte stärkt. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten verschiedene Geraniendünger mit dieser optimalen Nährstoffzusammensetzung. Während der Hauptwachstumszeit zu Beginn der Saison kann ein etwas höherer Stickstoffbedarf bestehen, zur Blütezeit benötigen Geranien dagegen mehr Kalium. Reine Stickstoffdünger oder Dünger mit zu hohem Phosphatanteil sind nicht optimal für Geranien. Ein ausgewogener Blühpflanzendünger mit der genannten NPK-Zusammensetzung gewährleistet gesundes Wachstum und reiche Blütenpracht.
  4. Warum ist der pH-Wert des Bodens wichtig für die Nährstoffaufnahme bei Geranien?
    Der pH-Wert des Bodens spielt eine entscheidende Rolle bei der Nährstoffaufnahme von Geranien. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6,5, in diesem leicht sauren bis neutralen Bereich können die Pflanzen die Nährstoffe am besten aufnehmen. Bei einem falschen pH-Wert entstehen Nährstoffblockaden - bestimmte Nährstoffe können nicht mehr aufgenommen werden, obwohl sie im Boden vorhanden sind. Ist der Boden zu sauer (unter pH 5,5), werden wichtige Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Magnesium schlecht verfügbar. Bei zu alkalischem Boden (über pH 6,5) können Spurenelemente wie Eisen und Mangan nicht ausreichend aufgenommen werden, was zu Chlorosen führt. Eine regelmäßige Kontrolle des pH-Werts ist daher ratsam, besonders wenn die Pflanzen trotz Düngung Mangelerscheinungen zeigen. Einfache Test-Kits aus dem Gartenfachmarkt ermöglichen eine schnelle Überprüfung. Bei Bedarf kann der pH-Wert durch Zugabe von Kalk (bei zu saurem Boden) oder Torf (bei zu alkalischem Boden) korrigiert werden.
  5. Welche Rolle spielen Spurenelemente bei der Geranienernährung?
    Spurenelemente sind für gesunde Geranien unverzichtbar, auch wenn sie nur in geringen Mengen benötigt werden. Sie unterstützen wichtige Stoffwechselprozesse und die Bildung von Chlorophyll. Eisen ist besonders wichtig für die Chlorophyllsynthese und beugt Blattchlorosen vor - ein Mangel zeigt sich durch gelbe Blätter mit grünen Blattadern. Magnesium ist zentraler Bestandteil des Chlorophylls und sorgt für die grüne Blattfarbe. Mangan aktiviert verschiedene Enzyme im Pflanzenstoffwechsel. Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Proteinbildung und dem Hormonhaushalt der Pflanze. Bor ist wichtig für die Zellwandbildung und den Kohlenhydrattransport. Calcium stärkt die Zellwände und verbessert die Standfestigkeit. Ein Mangel an Spurenelementen kann zu Wachstumsstörungen, Verfärbungen der Blätter und reduzierter Blütenbildung führen. Hochwertige Geraniendünger enthalten bereits alle wichtigen Spurenelemente in ausgewogener Zusammensetzung. Bei Mangelerscheinungen können spezielle Spurenelemente-Dünger gezielt eingesetzt werden.
  6. Worin unterscheidet sich die Düngung von Balkongeranien und Geranien im Gartenbeet?
    Balkongeranien und Geranien im Gartenbeet haben unterschiedliche Düngungsanforderungen aufgrund ihrer verschiedenen Standortbedingungen. Balkongeranien sind echte Nährstoff-Gourmets mit einem deutlich höheren Bedarf, da sie in begrenztem Substratvolumen wachsen und Nährstoffe schneller ausgewaschen werden. Sie benötigen alle zwei Wochen einen Flüssigdünger, während Beetgeranien nur alle vier Wochen gedüngt werden müssen. Topfpflanzen sind stärker der Witterung ausgesetzt, was zu schnellerem Nährstoffverlust führt. Bei Balkongeranien ist die Dosierung kritischer - zu viel Dünger kann in der begrenzten Erdmenge schnell zu Salzanreicherungen führen. Geranien im Gartenbeet profitieren von einer Grunddüngung mit Kompost oder gut verrottetem Mist im Frühjahr und haben Zugang zu einem größeren Bodenvolumen mit natürlichen Nährstoffreserven. Der Boden puffert Düngerfehler besser ab. Balkongeranien benötigen meist eine intensivere und regelmäßigere Pflege, während Beetgeranien oft mit weniger, aber kontinuierlicher Nährstoffversorgung auskommen.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Langzeit- und Flüssigdüngern für Geranien?
    Langzeit- und Flüssigdünger haben unterschiedliche Eigenschaften und Anwendungsbereiche bei Geranien. Flüssigdünger wirken schnell und sind einfach zu dosieren - sie sind ideal für die regelmäßige Anwendung beim Gießen und können flexibel an den aktuellen Bedarf angepasst werden. Sie eignen sich besonders für Balkongeranien mit ihrem höheren Nährstoffbedarf. Langzeitdünger hingegen geben Nährstoffe über mehrere Monate hinweg kontinuierlich ab, was das Überdüngungsrisiko verringert und praktisch für alle ist, die manchmal das Düngen vergessen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen beide Varianten in ihrer Produktpalette. Langzeitdünger eignen sich besonders für Beetpflanzungen und als Grundversorgung zu Saisonbeginn. Die Kombination beider Düngertypen hat sich als besonders effektiv erwiesen: Langzeitdünger als Basis und gelegentliche Flüssigdünger-Gaben während der Hauptblütezeit. Langzeitdünger sind wetterunabhängiger, während Flüssigdünger bei Regen schneller ausgewaschen werden können.
  8. Wie kann man überdüngte Geranien durch Ausspülen retten?
    Überdüngte Geranien lassen sich oft durch gezieltes Ausspülen der überschüssigen Nährsalze retten. Bei ersten Anzeichen einer Überdüngung sollten Sie sofort handeln: Entfernen Sie zunächst sichtbare Düngerreste von der Erdoberfläche und stellen die weitere Düngung ein. Anschließend spülen Sie die Pflanze gründlich mit klarem, lauwarmem Wasser durch. Gießen Sie dabei mehrmals hintereinander mit reichlich Wasser, bis es unten aus den Abzugslöchern läuft - dies schwemmt angereicherte Salze aus dem Wurzelbereich. Bei Topfpflanzen können Sie den Topf in eine Schale mit Wasser stellen und das Wasser von unten aufsteigen lassen, um die Salze gleichmäßig auszuspülen. In schweren Fällen ist ein komplettes Umtopfen in frisches, nährstoffarmes Substrat notwendig. Nach der Rettungsmaßnahme stellen Sie die Pflanze an einen halbschattigen Platz und versorgen sie zunächst nur mit Wasser. Erst wenn sich neue, gesunde Blätter zeigen, können Sie vorsichtig mit sehr schwacher Düngerlösung beginnen.
  9. Wo kann man hochwertigen Geraniendünger online kaufen?
    Hochwertigen Geraniendünger können Sie bequem online bei spezialisierten Gartenfachgeschäften bestellen. Samen.de, ein etablierter Spezialist für Gartenbedarf und Düngemittel, bietet eine umfangreiche Auswahl an qualitätsgeprüften Geraniendüngern verschiedener Hersteller. Dort finden Sie sowohl spezielle Geraniendünger als auch ausgewogene Blühpflanzendünger mit der optimalen NPK-Zusammensetzung. Der Vorteil des Online-Kaufs liegt in der großen Produktvielfalt, detaillierten Produktbeschreibungen und Kundenbewertungen, die bei der Auswahl helfen. Achten Sie beim Kauf auf Dünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 7-3-6 und zusätzlichen Spurenelementen. Seriöse Online-Händler bieten auch fachkundige Beratung per Telefon oder E-Mail. Der Versand erfolgt meist schnell und sicher verpackt. Besonders praktisch sind Kombipakete mit verschiedenen Düngerarten oder Jahresvorräten, die oft günstiger sind als Einzelkäufe. Vergleichen Sie verschiedene Anbieter hinsichtlich Produktqualität, Preis und Serviceleistungen, um den besten Dünger für Ihre Geranien zu finden.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Blumendünger für Geranien zu beachten?
    Beim Kauf von Blumendünger für Geranien sollten Sie auf mehrere wichtige Qualitätskriterien achten. Die NPK-Zusammensetzung ist entscheidend - optimal ist ein Verhältnis von etwa 7-3-6 mit zusätzlichen Spurenelementen wie Eisen, Magnesium und Calcium. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de beraten Sie gerne bei der Auswahl des passenden Düngers. Prüfen Sie, ob der Dünger speziell für Blühpflanzen entwickelt wurde und keine zu hohen Stickstoffanteile enthält, die das Blattwachstum auf Kosten der Blüten fördern würden. Die Düngerform sollte zu Ihren Pflegegeräten passen - Flüssigdünger für regelmäßige Anwendung oder Langzeitdünger für pflegeleichte Lösung. Achten Sie auf Qualitätssiegel und die Reputation des Herstellers. Organische Dünger sind oft schonender und verbessern zusätzlich die Bodenstruktur. Lesen Sie Produktbewertungen anderer Kunden und prüfen Sie die Dosierungsempfehlungen. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine ausführliche Anwendungsanleitung und die Verfügbarkeit von Beratung sind weitere wichtige Kaufkriterien für langfristigen Erfolg bei der Geranienpflege.
  11. Welche biochemischen Prozesse steuern die Nährstoffaufnahme bei Pelargonien?
    Die Nährstoffaufnahme bei Pelargonien (botanischer Name für Geranien) wird durch komplexe biochemische Prozesse gesteuert. Die Wurzeln nehmen Nährstoffe aktiv über Transportproteine in den Zellmembranen auf, was Energie in Form von ATP erfordert. Dabei spielen Ionenkanäle und Carrier-Proteine eine zentrale Rolle. Der pH-Wert der Rhizosphäre beeinflusst die Löslichkeit und Verfügbarkeit der Nährstoffe erheblich. Pelargonien scheiden über ihre Wurzeln organische Säuren aus, die den pH-Wert senken und schwer lösliche Nährstoffe wie Phosphat mobilisieren. Mykorrhiza-Pilze können die Aufnahmekapazität der Wurzeln erheblich erweitern und sind besonders wichtig für die Phosphorversorgung. Die Nährstofftransformation im Boden wird durch Bodenmikroorganismen katalysiert, die organische Verbindungen mineralisieren. Enzymatische Prozesse in den Wurzelzellen wandeln aufgenommene Nährstoffe in pflanzenverfügbare Formen um. Die Nährstoffverteilung in der Pflanze erfolgt über das Xylem und Phloem, wobei hormonelle Signale die Transportrichtung und -geschwindigkeit regulieren.
  12. Wie beeinflussen verschiedene Makronährstoffe die Blütenbildung bei Geranien?
    Die drei Hauptmakronährstoffe beeinflussen die Blütenbildung bei Geranien in unterschiedlicher Weise. Stickstoff fördert primär das vegetative Wachstum und die Chlorophyllbildung - zu viel Stickstoff kann jedoch zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung führen. Ein moderater Stickstoffgehalt ist wichtig für gesunde Blätter, die durch Photosynthese die Energie für die Blütenbildung liefern. Phosphor ist essentiell für die Blüten- und Samenbildung, da es an der Energieübertragung (ATP/ADP) und Zellteilung beteiligt ist. Phosphormangel führt zu verzögerter und reduzierter Blütenbildung. Kalium spielt eine Schlüsselrolle bei der Blütenknospenentwicklung und -öffnung, es reguliert den Wasserhaushalt und aktiviert blütenbildende Enzyme. Kalium verbessert auch die Qualität und Haltbarkeit der Blüten. Das optimale Verhältnis der Makronährstoffe ist entscheidend: Während der Blütephase benötigen Geranien weniger Stickstoff, aber mehr Kalium. Calcium und Magnesium unterstützen als sekundäre Makronährstoffe die Blütenqualität - Calcium stärkt die Blütenstruktur und Magnesium ist wichtig für die Photosynthese.
  13. Welche Auswirkungen hat die Bodentemperatur auf die Düngeraufnahme?
    Die Bodentemperatur hat erhebliche Auswirkungen auf die Düngeraufnahme bei Geranien, da sie direkt die Wurzelaktivität und biochemischen Prozesse beeinflusst. Bei niedrigen Bodentemperaturen unter 10°C ist die Nährstoffaufnahme stark reduziert, da die Wurzeln weniger aktiv sind und Transportprozesse verlangsamt ablaufen. Die optimale Bodentemperatur für Geranien liegt zwischen 18-22°C - in diesem Bereich funktioniert die Nährstoffaufnahme am effizientesten. Bei zu hohen Temperaturen über 25°C können Wurzeln gestresst werden, was ebenfalls die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt. Kalte Böden verzögern auch die mikrobielle Aktivität, wodurch organische Dünger langsamer mineralisiert werden. Die Löslichkeit verschiedener Nährstoffe verändert sich temperaturabhängig - warme Böden können zu schneller Stickstoff-Freisetzung führen, was Auswaschungen begünstigt. In der Praxis bedeutet dies, dass Düngung bei kalten Frühjahrs- oder Herbsttemperaturen weniger effektiv ist. Mulchen kann helfen, die Bodentemperatur zu stabilisieren und gleichmäßigere Nährstoffaufnahme zu gewährleisten.
  14. Wie interagieren organische und mineralische Dünger im Boden?
    Organische und mineralische Dünger interagieren im Boden auf vielfältige Weise und ergänzen sich optimal bei der Geranienernährung. Mineralische Dünger liefern sofort verfügbare Nährstoffe, die schnell von den Wurzeln aufgenommen werden können. Organische Dünger hingegen werden durch Bodenmikroorganismen langsam abgebaut und setzen Nährstoffe kontinuierlich frei. Diese Kombination sorgt für sowohl Sofort- als auch Langzeitwirkung. Organische Substanzen verbessern die Bodenstruktur, erhöhen die Wasserspeicherkapazität und fördern das Bodenleben, was die Effizienz mineralischer Dünger steigert. Humus aus organischen Düngern kann Nährstoffe binden und vor Auswaschung schützen - ein natürlicher Langzeiteffekt. Die organische Substanz puffert den pH-Wert und schafft optimale Bedingungen für die Nährstoffverfügbarkeit. Mikroorganismen, die organische Dünger zersetzen, produzieren Enzyme und organische Säuren, die schwer lösliche mineralische Nährstoffe mobilisieren. Eine ausgewogene Kombination beider Düngertypen führt zu gesünderen Geranien mit besserer Stressresistenz und reicherer Blüte als die alleinige Verwendung eines Düngertyps.
  15. Wie erstellt man einen saisonalen Düngeplan für Geranien?
    Ein durchdachter saisonaler Düngeplan optimiert die Nährstoffversorgung von Geranien entsprechend ihrer natürlichen Wachstumsrhythmen. Im Frühjahr (März-April) beginnen Sie mit einer Grunddüngung aus Kompost oder Langzeitdünger, sobald die ersten neuen Triebe erscheinen. Während der Hauptwachstumsphase (Mai-August) düngen Sie alle zwei Wochen mit einem ausgewogenen Flüssigdünger - dies ist die Zeit des höchsten Nährstoffbedarfs für Wachstum und Blütenbildung. In der Hochblütephase (Juni-Juli) können Sie den Kaliumanteil leicht erhöhen, um die Blütenpracht zu fördern. Ab Ende August reduzieren Sie die Düngung schrittweise auf einmal monatlich, um die Pflanzen auf die Winterruhe vorzubereiten. Im Herbst (September-Oktober) stellen Sie die Düngung komplett ein, damit die Pflanzen ihre Widerstandskraft für den Winter aufbauen können. Während der Wintermonate wird nicht gedüngt. Wichtig ist die Anpassung an die Witterung - bei kühlen Temperaturen unter 15°C wird die Düngung reduziert oder pausiert. Führen Sie ein Düngtagebuch, um optimale Intervalle für Ihre spezifischen Bedingungen zu ermitteln.
  16. Wie kann man den Nährstoffbedarf von Geranien durch Blattanalyse bestimmen?
    Eine Blattanalyse ist eine wissenschaftlich fundierte Methode zur präzisen Bestimmung des Nährstoffbedarfs von Geranien. Dabei werden Blattproben in einem Labor auf ihre Nährstoffgehalte untersucht. Für aussagekräftige Ergebnisse entnehmen Sie junge, voll entwickelte Blätter aus der Mitte der Pflanze - idealerweise am Vormittag bei trockenem Wetter. Die Proben sollten repräsentativ von mehreren Pflanzen stammen und schnell verarbeitet oder getrocknet werden. Das Labor bestimmt die Gehalte an Makronährstoffen (N, P, K, Ca, Mg, S) und Mikronährstoffen (Fe, Mn, Zn, B, Cu, Mo). Die Werte werden mit Referenzbereichen für optimale Geranienernährung verglichen. Niedrige Werte zeigen Mangelerscheinungen an, während hohe Werte auf Überversorgung oder Überdüngung hindeuten. Basierend auf den Ergebnissen lässt sich ein maßgeschneiderter Düngeplan erstellen. Die Blattanalyse ist besonders wertvoll bei unerklärlichen Wachstumsproblemen oder zur Optimierung bestehender Düngungsprogramme. Wiederholte Analysen im Jahresverlauf zeigen Trends auf und helfen bei der kontinuierlichen Verbesserung der Nährstoffversorgung.
  17. Ist es wahr, dass mehr Dünger immer zu besseren Blüten führt?
    Nein, diese weit verbreitete Annahme ist falsch - mehr Dünger führt definitiv nicht immer zu besseren Blüten bei Geranien. Tatsächlich kann eine Überdüngung das genaue Gegenteil bewirken und die Blütenbildung erheblich beeinträchtigen. Das Prinzip 'weniger ist oft mehr' gilt besonders bei der Geraniendüngung. Eine moderate, aber regelmäßige Düngung ist deutlich effektiver als sporadische Überdüngung. Zu viel Stickstoff fördert übermäßiges Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung - die Pflanzen werden zwar grün und buschig, bilden aber weniger Blüten aus. Überdüngung kann zudem zu Salzanreicherungen im Boden führen, die die Wurzeln schädigen und die Nährstoffaufnahme blockieren. Die Qualität der Blüten leidet ebenfalls - sie werden kleiner, weniger intensiv gefärbt und verwelken schneller. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung entsprechend der Wachstumsphase ist der Schlüssel zu prächtigen Geranienblüten. Das optimale NPK-Verhältnis und die richtige Dosierung sind wichtiger als die absolute Düngermenge. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau - gesunde, gleichmäßig grüne Blätter und reiche Blüte zeigen optimale Ernährung an.
  18. Welche regionalen Besonderheiten gibt es bei der Geranien-Düngung in Deutschland?
    Die Geranien-Düngung in Deutschland muss an verschiedene regionale Gegebenheiten angepasst werden. In Norddeutschland mit seinen meist sandigen Böden und höheren Niederschlägen werden Nährstoffe schneller ausgewaschen, weshalb häufigere, aber schwächere Düngergaben empfehlenswert sind. Langzeitdünger eignen sich hier besonders gut. In süddeutschen Regionen mit oft schwereren, lehmigen Böden können Nährstoffe besser gespeichert werden, allerdings ist die pH-Wert-Kontrolle wichtiger, da kalkhaltige Böden die Verfügbarkeit von Spurenelementen beeinträchtigen können. Gebirgsregionen wie die Alpenvorländer haben kürzere Vegetationsperioden und niedrigere Durchschnittstemperaturen, was eine angepasste Düngung mit weniger Stickstoff im Herbst erfordert. Regionen mit hartem, kalkreichem Leitungswasser benötigen eventuell saure Dünger oder Regenwasser für optimale Nährstoffaufnahme. Industriegebiete können erhöhte Schadstoffbelastung aufweisen, wodurch organische Dünger bevorzugt werden sollten. Weinbauregionen mit ihren oft kalkhaltigen Böden erfordern besondere Aufmerksamkeit bei der Eisenversorgung. Küstenregionen müssen salzhaltige Luft und Böden berücksichtigen, die die Nährstoffaufnahme beeinflussen können.
  19. Was unterscheidet Geraniendünger von allgemeinem Blumendünger?
    Geraniendünger unterscheidet sich von allgemeinen Blumendüngern durch seine spezifisch auf Geranien abgestimmte Nährstoffzusammensetzung. Während allgemeine Blumendünger oft ein ausgewogenes NPK-Verhältnis von 10-10-10 haben, weisen Geraniendünger typischerweise ein Verhältnis von etwa 7-3-6 auf - mit moderatem Stickstoff-, niedrigem Phosphor- und erhöhtem Kaliumanteil. Diese Zusammensetzung fördert optimal die für Geranien charakteristische reiche Blütenbildung ohne übermäßiges Blattwachstum. Spezialisierte Geraniendünger enthalten oft zusätzliche Spurenelemente wie Eisen und Magnesium in höherer Konzentration, da Geranien anfällig für Eisenmangel-Chlorosen sind. Der pH-Wert ist meist leicht sauer eingestellt, um die optimale Nährstoffverfügbarkeit für Geranien zu gewährleisten. Allgemeine Blumendünger sind oft alkalischer formuliert. Geraniendünger haben häufig eine langsamere Nährstofffreisetzung, um das Überdüngungsrisiko zu minimieren. Während allgemeine Blumendünger für verschiedene Pflanzenarten entwickelt werden müssen, können Geraniendünger spezifischer auf die Bedürfnisse von Pelargonien abgestimmt werden, was zu besseren Ergebnissen bei Blütenpracht und Pflanzengesundheit führt.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Storchschnabel und echten Geranien bei der Düngung?
    Der Unterschied zwischen Storchschnabel und echten Geranien bei der Düngung ergibt sich aus ihrer völlig verschiedenen botanischen Herkunft und den daraus resultierenden unterschiedlichen Nährstoffbedürfnissen. Echter Storchschnabel (Geranium) ist eine winterharte Staude, die meist im Garten wächst und deutlich genügsamer ist. Diese Pflanzen kommen oft mit einer einmaligen Kompostgabe im Frühjahr aus und benötigen nur wenig zusätzliche Düngung. Sie sind an nährstoffärmere Standorte angepasst und können bei Überdüngung sogar schlaff werden. Die als 'Geranien' bekannten Balkonpflanzen sind botanisch Pelargonien - tropische Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf für ihre kontinuierliche Blütenpracht. Sie benötigen regelmäßige Düngung alle 1-2 Wochen während der Wachstumsperiode. Während Storchschnabel-Arten oft in normaler Gartenerde gedeihen und Stickstoffüberschuss schlecht vertragen, brauchen Pelargonien nährstoffreiche Substrate und ausgewogene NPK-Düngung. Storchschnabel bevorzugt organische Dünger wie Kompost, während Pelargonien auch mineralische Dünger gut vertragen. Die Verwechslung der Namen führt oft zu Düngungsfehlern - wichtig ist die korrekte botanische Zuordnung für erfolgreiche Pflege.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Geraniendünger
Topseller
Produktbild von COMPO Geraniendünger Flasche mit Angaben zu 30 Prozent mehr Inhalt und Hinweisen auf den hohen Nährstoffgehalt für Blüten und Blattgrün in deutscher Sprache. COMPO Geraniendünger 1,3l
Inhalt 1.3 Liter (10,38 € * / 1 Liter)
13,49 € *
Produktbild von Mairol Geraniendünger Liquid 1l Flasche mit Markenzeichen, Verwendungshinweisen und Abbildung blühender Geranien. Mairol Geraniendünger Liquid 1l
Inhalt 1 Liter
12,49 € *
Produktbild von Cuxin DCM Flüssigdünger für Geranien BIO in einem 0, 8, l Behälter mit roten Geranien auf dem Etikett und Hinweisen auf biologischen Landbau und recycelten Kunststoff. Cuxin DCM Flüssigdünger für Geranien BIO 0,8l
Inhalt 0.8 Liter (13,11 € * / 1 Liter)
10,49 € *
Passende Artikel
Produktbild von Sperli Geranie Madeira rot mit leuchtend roten Blüten und Pflegehinweisen auf einem Stecketikett vor terrakottafarbenem Hintergrund. Sperli Geranie Madeira, rot
Inhalt 1 Stück
2,89 € *
Kiepenkerl Geranie Orbit Rot F1 Kiepenkerl Geranie Orbit Rot F1
Inhalt 1 Portion
2,89 € *
Produktbild von Cuxin DCM Flüssigdünger für Geranien BIO in einem 0, 8, l Behälter mit roten Geranien auf dem Etikett und Hinweisen auf biologischen Landbau und recycelten Kunststoff. Cuxin DCM Flüssigdünger für Geranien BIO 0,8l
Inhalt 0.8 Liter (13,11 € * / 1 Liter)
10,49 € *
Produktbild von COMPO Geraniendünger Flasche mit Angaben zu 30 Prozent mehr Inhalt und Hinweisen auf den hohen Nährstoffgehalt für Blüten und Blattgrün in deutscher Sprache. COMPO Geraniendünger 1,3l
Inhalt 1.3 Liter (10,38 € * / 1 Liter)
13,49 € *
Produktbild von Mairol Geraniendünger Liquid 1l Flasche mit Markenzeichen, Verwendungshinweisen und Abbildung blühender Geranien. Mairol Geraniendünger Liquid 1l
Inhalt 1 Liter
12,49 € *