Kompost und Mulch: Naturdünger für prächtige Ziergärten

Natürliche Düngung im Ziergarten: Kompost und Mulch als wertvolle Helfer

Die Bedeutung natürlicher Düngung im Ziergarten wächst stetig. Kompost und Mulch erweisen sich dabei als echte Multitalente mit vielfältigen Vorteilen gegenüber künstlichen Düngern.

Wertvolle Ressourcen für Ihren Garten

  • Kompost und Mulch verbessern die Bodenstruktur nachhaltig
  • Natürliche Nährstoffversorgung fördert gesunde Pflanzen
  • Belebung des Bodenlebens und Steigerung der Biodiversität
  • Effektive Wasserspeicherung und Unkrautunterdrückung
  • Schaffung eines nachhaltigen Kreislaufs im eigenen Garten

Die Bedeutung natürlicher Düngung im Ziergarten

In meiner langjährigen Erfahrung als Gärtnerin hat sich immer wieder gezeigt: Ein gesunder Boden ist der Schlüssel zu üppigem Grün und prächtigen Blüten. Natürliche Düngemethoden wie Kompost und Mulch spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie versorgen die Pflanzen nicht nur mit wichtigen Nährstoffen, sondern verbessern langfristig die gesamte Bodenqualität.

Im Gegensatz zu Kunstdüngern, die oft nur kurzfristige Effekte zeigen, tragen Kompost und Mulch nachhaltig zum Aufbau der Bodenstruktur bei. Sie fördern das Bodenleben und schaffen ein ausgewogenes Ökosystem im Garten. Davon profitieren nicht nur die Zierpflanzen, sondern auch Insekten und Mikroorganismen.

Vorteile von Kompost und Mulch gegenüber künstlichen Düngern

Kompost und Mulch bieten gegenüber künstlichen Düngern einige entscheidende Vorteile:

  • Langsame, kontinuierliche Nährstoffabgabe über einen längeren Zeitraum
  • Deutliche Verbesserung der Bodenstruktur und des Wasserhaltevermögens
  • Aktive Förderung des Bodenlebens und der Biodiversität
  • Natürliche Unterdrückung von unerwünschtem Unkraut
  • Kostengünstig und einfach selbst herzustellen
  • Umweltfreundlich und im Einklang mit natürlichen Kreisläufen

Zwar liefern Kunstdünger oft schnellere Ergebnisse, können aber bei unsachgemäßer Anwendung den Boden versauern oder sogar Pflanzen schädigen. Kompost und Mulch wirken dagegen sanfter und unterstützen das natürliche Gleichgewicht im Garten.

Kompost als natürlicher Dünger

Was ist Kompost?

Kompost ist wahrhaftig ein wertvoller Schatz des Gartens. Er entsteht durch die Zersetzung organischer Materialien wie Gartenabfälle, Küchenreste oder Laub. Mikroorganismen, Pilze und Kleinstlebewesen verwandeln diese Stoffe in nährstoffreichen Humus - ein faszinierender Prozess.

Ich erinnere mich noch lebhaft an meinen ersten selbst hergestellten Kompost. Die dunkle, krümelige Erde, die nach einem Jahr aus meinem Komposthaufen hervorkam, war schlichtweg beeindruckend. Seitdem betrachte ich das Kompostieren nicht mehr nur als simple Abfallverwertung, sondern als eine Methode, die Bodenqualität aktiv zu verbessern.

Nährstoffzusammensetzung von Kompost

Reifer Kompost enthält eine erstaunliche Vielfalt wichtiger Nährstoffe:

  • Stickstoff (N): Kurbelt das Blattwachstum an
  • Phosphor (P): Unerlässlich für Wurzel- und Blütenbildung
  • Kalium (K): Stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen
  • Magnesium (Mg): Spielt eine Schlüsselrolle bei der Photosynthese
  • Spurenelemente: Eisen, Mangan, Zink und viele andere

Die exakte Zusammensetzung variiert je nach Ausgangsmaterial. Als Faustregel gilt: Je vielfältiger die Zutaten, desto ausgewogener und nährstoffreicher der Kompost.

Vorteile von Kompost für den Ziergarten

Bodenverbesserung

Kompost wirkt wahre Wunder bei der Bodenverbesserung. Er lockert verdichtete Böden auf und verbessert die Krümelstruktur spürbar. Sandige Böden profitieren von einer erhöhten Wasserspeicherfähigkeit, während schwere Lehmböden durchlässiger werden. In meinem eigenen Garten konnte ich über die Jahre beobachten, wie sich die Bodenqualität durch regelmäßige Kompostgaben deutlich verbesserte.

Förderung des Bodenlebens

Kompost ist ein wahres Paradies für Bodenlebewesen. Regenwürmer, Springschwänze und unzählige Mikroorganismen finden hier nicht nur Nahrung, sondern auch einen idealen Lebensraum. Diese fleißigen Helfer lockern den Boden auf, bauen organisches Material ab und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar - eine perfekte Symbiose.

Langfristige Nährstoffversorgung

Im Gegensatz zu Kunstdünger gibt Kompost seine Nährstoffe langsam und kontinuierlich ab. Das beugt einer Überdüngung vor und sorgt für eine gleichmäßige Versorgung der Pflanzen über einen längeren Zeitraum. Die Pflanzen können die Nährstoffe so besser aufnehmen und verwerten.

Herstellung von Kompost

Geeignete Materialien

Für einen hochwertigen Kompost eignen sich verschiedenste Materialien:

  • Gartenabfälle: Laub, Rasenschnitt, Unkraut (vorzugsweise ohne Samen)
  • Küchenabfälle: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen
  • Holzige Materialien: Häckselgut, unbehandelte Sägespäne
  • Sonstige organische Stoffe: Stroh, unbedrucktes Papier und Karton

Nicht in den Kompost gehören hingegen gekochte Speisereste, Fleisch, Fisch, Milchprodukte sowie kranke Pflanzenteile und Unkraut mit Samen. Diese Materialien können problematisch sein und den Kompostierungsprozess negativ beeinflussen.

Kompostiermethoden

Es gibt verschiedene Wege, um zu kompostieren:

  • Offener Komposthaufen: Einfach und platzsparend, ideal für größere Gärten
  • Geschlossener Komposter: Hygienisch und tiergeschützt, gut geeignet für kleinere Gärten
  • Thermokomposter: Beschleunigt den Prozess durch höhere Temperaturen
  • Wurmkomposter: Eine interessante Option für Balkone oder sogar Innenräume

Persönlich bevorzuge ich einen offenen Komposthaufen. Das ermöglicht mir, den Prozess genau zu beobachten und bei Bedarf steuernd einzugreifen. Jeder Gärtner muss hier seinen eigenen Weg finden.

Kompostpflege

Für einen gelungenen Kompost sind einige Punkte zu beachten:

  • Mischungsverhältnis: Eine ausgewogene Mischung aus stickstoff- und kohlenstoffreichen Materialien ist entscheidend
  • Feuchtigkeit: Der Kompost sollte feucht, aber keinesfalls nass sein
  • Belüftung: Regelmäßiges Umsetzen fördert die wichtige Sauerstoffzufuhr
  • Temperatur: Die ideale Rottetemperatur liegt zwischen 50-60°C

Bei richtiger Pflege kann bereits nach 6-12 Monaten reifer Kompost geerntet werden. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann der Kompost reif ist, braucht etwas Erfahrung und Geduld. Doch der Aufwand lohnt sich ungemein. Es ist überaus befriedigend, die eigenen Pflanzen mit selbst hergestelltem Kompost zu versorgen und zu beobachten, wie sie darauf reagieren. Die Mühe wird mit gesunden, kräftigen Pflanzen belohnt - ein wunderbarer Kreislauf der Natur.

Mulch als natürlicher Dünger und Bodenverbesserer

Was ist Mulch?

Mulch ist eine Schicht organischen oder anorganischen Materials, die auf der Bodenoberfläche aufgebracht wird. Diese Methode ahmt den natürlichen Prozess der Laubschicht in Wäldern nach. In meinem Ziergarten habe ich die erstaunlichen Vorteile von Mulch entdeckt - es ist kaum zu glauben, wie viel Arbeit man sich damit ersparen kann!

Arten von Mulchmaterialien

Organische Mulchmaterialien

Zu den organischen Mulchmaterialien zählen unter anderem Rindenmulch, Holzhäcksel, Laub, Stroh, Grasschnitt und Kompost. Diese Materialien zersetzen sich im Laufe der Zeit und geben dabei wertvolle Nährstoffe an den Boden ab. Persönlich habe ich besonders gute Erfahrungen mit Rindenmulch gemacht - er sieht nicht nur ansprechend aus, sondern hält auch lange.

Anorganische Mulchmaterialien

Anorganische Mulchmaterialien umfassen Kies, Schotter, Lavasteine und Vlies. Im Gegensatz zu organischen Materialien zersetzen sich diese nicht, sondern behalten ihre Form und Farbe über einen langen Zeitraum. Sie eignen sich hervorragend für Steingärten oder moderne Gartengestaltungen.

Vorteile von Mulch im Ziergarten

Feuchtigkeitsregulierung

Eine der wichtigsten Funktionen von Mulch ist die Regulierung der Bodenfeuchtigkeit. Die Mulchschicht reduziert die Verdunstung erheblich und hält den Boden länger feucht. Das erweist sich besonders in trockenen Sommern als vorteilhaft. Früher musste ich täglich gießen, jetzt reicht es oft, alle paar Tage zu wässern - eine enorme Erleichterung!

Temperaturausgleich

Mulch fungiert als natürliche Isolierschicht für den Boden. Im Sommer bleibt der Boden angenehm kühl, im Winter hingegen wärmer. Das schützt die empfindlichen Pflanzenwurzeln vor extremen Temperaturschwankungen. Ich habe beobachtet, dass meine Stauden dank der schützenden Mulchschicht sogar harte Winter besser überstehen.

Unkrautunterdrückung

Eine ausreichend dicke Mulchschicht verhindert effektiv, dass Unkrautsamen keimen können. Das spart ungemein Zeit beim Jäten. In meinen gemulchten Beeten muss ich nur noch gelegentlich einzelne hartnäckige Unkräuter entfernen - ein wahrer Segen für den Rücken!

Nährstoffzufuhr (bei organischem Mulch)

Organische Mulchmaterialien zersetzen sich langsam und geben dabei kontinuierlich Nährstoffe an den Boden ab. Das wirkt wie eine sanfte, langanhaltende Düngung. Meine Rosen scheinen diese schonende Nährstoffversorgung besonders zu schätzen und belohnen mich mit einer üppigen Blütenpracht.

Richtige Anwendung von Mulch

Zeitpunkt des Mulchens

Ein idealer Zeitpunkt zum Mulchen ist das Frühjahr, wenn sich der Boden langsam erwärmt. Im Herbst empfiehlt es sich, etwas vorsichtiger zu sein - eine zu dicke Mulchschicht könnte dann unerwünschte Gäste wie Mäuse anlocken. Ich habe für mich den optimalen Zeitpunkt Ende April gefunden, wenn die Frühblüher bereits verblüht sind.

Auftragsstärke

Die Dicke der Mulchschicht spielt eine entscheidende Rolle. Eine geeignete Mulchschicht sollte etwa 5-10 cm dick sein. Ist sie zu dünn, verpufft der Effekt schnell, ist sie zu dick, kann es zu Fäulnis kommen. Bei robusten Stauden und Gehölzen kann man durchaus großzügiger sein, bei empfindlicheren Pflanzen wie Alpenveilchen rate ich zu einer dünneren Schicht.

Mulchtechniken

Beim Mulchen gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Den Boden vorher gründlich von Unkraut befreien
  • Einen kleinen Abstand zu Pflanzenstängeln einhalten, um Staunässe zu vermeiden
  • Bei Gehölzen den Wurzelhals freilassen
  • Mulch gleichmäßig verteilen
  • Bei Bedarf jährlich nachmulchen

Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gespür dafür, wie viel Mulch die einzelnen Pflanzen vertragen und bevorzugen. Manche Pflanzen gedeihen mit einer dicken Schicht prächtig, andere mögen es eher sparsam. Ein bisschen Experimentierfreude und Beobachtungsgabe sind hier gefragt - so lernt man seinen Garten immer besser kennen und verstehen.

Kompost und Mulch im Ziergarten: Natürliche Pflege für prächtige Pflanzen

Im Laufe meiner Gärtnererfahrung habe ich festgestellt, dass Kompost und Mulch wahre Wunder im Ziergarten bewirken können. Sie bilden eine perfekte Symbiose und schaffen ideale Bedingungen für gesunde, kräftige Pflanzen.

Vorteile von Kompost und Mulch

Während Kompost als natürlicher Nährstofflieferant fungiert und die Bodenstruktur verbessert, schützt Mulch den Boden und speichert wertvolle Feuchtigkeit. Gemeinsam fördern sie das Bodenleben und erschaffen ein optimales Mikroklima für Pflanzenwurzeln. Das Ergebnis? Kräftigeres Wachstum und widerstandsfähigere Zierpflanzen, die selbst widrige Bedingungen besser meistern.

Anwendung im Ziergarten

Für Stauden und Blumenbeete

Bei Stauden und in Blumenbeeten hat sich eine Schicht Kompost von etwa 2-3 cm bewährt, die ich leicht in den Boden einarbeite. Darüber kommt eine 5-7 cm dicke Mulchschicht aus organischem Material wie Rindenmulch oder Holzhäcksel. Diese Kombination fördert nicht nur das Wurzelwachstum, sondern reduziert auch lästiges Unkraut - ein echter Zeitsparer!

Für Gehölze und Sträucher

Gehölze und Sträucher lieben eine etwas dickere Kompostschicht von 3-5 cm, die großzügig um den Wurzelbereich verteilt wird. Eine Mulchschicht von 7-10 cm schützt anschließend vor Austrocknung und Temperaturschwankungen. Wichtig ist allerdings, den Mulch nicht direkt an den Stamm zu legen, um Fäulnis zu vermeiden - ein Fehler, den ich anfangs selbst gemacht habe.

Für Rosen und andere anspruchsvolle Zierpflanzen

Meine Rosen und andere nährstoffhungrige Schönheiten bekommen eine besonders nährstoffreiche Mischung. Hier verwende ich eine Kompostschicht von 4-6 cm, die ich mit einer speziellen Rosenmulchmischung aus Rindenhumus und Hornspänen abdecke. Diese Kombination versorgt die Pflanzen nicht nur optimal mit Nährstoffen, sondern bietet auch einen gewissen Schutz vor Krankheiten.

Praktische Tipps zur Anwendung von Kompost und Mulch

Bodenvorbereitung

Bevor ich Kompost und Mulch auftrage, lockere ich den Boden gründlich und entferne hartnäckiges Unkraut. Ein leichtes Anfeuchten des Bodens erleichtert die Einarbeitung des Komposts und bringt die Bodenlebewesen auf Trab. Es ist faszinierend zu beobachten, wie schnell sich das Bodenleben entwickelt!

Ausbringungszeitpunkte und -mengen

In meinem Garten hat sich das Frühjahr als idealer Zeitpunkt für die Ausbringung von Kompost und Mulch bewährt, kurz bevor die Pflanzen richtig durchstarten. Eine zweite, etwas leichtere Gabe im Spätsommer hilft den Pflanzen, sich auf den Winter vorzubereiten. Die Menge variiere ich je nach Bedürfnissen der Pflanzen und Zustand des Bodens - hier ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt.

Spezielle Anforderungen verschiedener Zierpflanzen

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass nicht alle Zierpflanzen die gleichen Ansprüche an Nährstoffe und Bodenstruktur haben. Meine säureliebenden Rhododendren beispielsweise bekommen einen speziellen Rhododendronkompost und eine Mulchschicht aus Nadelholzrinde. Die mediterranen Kräuter in meinem Garten hingegen mögen es eher karg - sie erhalten nur eine dünne Kompostschicht und grobkörnigeren Mulch für eine bessere Drainage.

Vermeidung von Überdüngung

So wunderbar Kompost und Mulch auch sind, man kann des Guten auch zu viel tun. Zu viel Kompost kann zu übermäßigem Wachstum führen und die Pflanzen anfälliger für Krankheiten machen. Ich führe regelmäßig Bodenanalysen durch, um die richtige Balance zu finden. Sollten sich Anzeichen einer Überdüngung zeigen, wie gelbliche Blätter oder schwammiges Wachstum, reduziere ich die Kompostgabe umgehend.

Mit der richtigen Anwendung von Kompost und Mulch können Sie in Ihrem Ziergarten optimale Wachstumsbedingungen schaffen und gleichzeitig zu einem nachhaltigen und umweltfreundlichen Gartenbau beitragen. Die Kombination dieser natürlichen Dünge- und Pflegemethoden fördert die Gesundheit des Bodens und der Pflanzen langfristig. Glauben Sie mir, die Mühe lohnt sich - Ihr Ziergarten wird es Ihnen mit üppiger Blütenpracht und vitalen Pflanzen danken!

Nachhaltigkeit und Umweltaspekte

Reduzierung von Abfällen durch Eigenkompostierung

Eigenkompostierung ist ein wunderbares Beispiel für Kreislaufwirtschaft im Kleinen. Gartenabfälle und Küchenreste verwandeln sich in wertvolles Bodengold. Das spart nicht nur Entsorgungskosten, sondern verringert auch den CO2-Ausstoß durch Transport und industrielle Kompostierung. Es ist erstaunlich: Ein gut gepflegter Komposthaufen kann bis zu 150 kg organische Abfälle pro Person und Jahr verarbeiten - eine beachtliche Entlastung für Mülldeponien.

Förderung der Biodiversität im Garten

Kompost und Mulch sind wahre Magneten für Bodenlebewesen. Von winzigen Bakterien bis zu fleißigen Regenwürmern finden hier unzählige Organismen Nahrung und ein Zuhause. Diese Vielfalt lockt wiederum Vögel, Igel und andere Nützlinge an. So entsteht nach und nach ein lebendiges Ökosystem, das Schädlinge auf ganz natürliche Weise in Schach hält. In meinem eigenen Garten habe ich eine deutliche Zunahme der Artenvielfalt beobachtet, seit ich konsequent mulche und kompostiere.

Wassereinsparung durch Mulchung

Mulchschichten sind wahre Wunderwerke, wenn es um Wassereinsparung geht. Sie können die Verdunstung um bis zu 70% reduzieren und halten den Boden selbst an heißen Sommertagen erstaunlich lange feucht. Das bedeutet weniger Gießaufwand und schont wertvolle Wasserressourcen. Gerade in Zeiten zunehmender Trockenperioden ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Zusätzlich schützt Mulch bei Starkregen vor Erosion, indem er die Aufprallenergie der Regentropfen abfedert - ein faszinierender Nebeneffekt!

Verringerung des Einsatzes chemischer Düngemittel

Kompost und organischer Mulch sind wahre Alleskönner, wenn es um die Nährstoffversorgung geht. Sie liefern Nährstoffe in einer idealen Zusammensetzung und Dosierung, die langsam und bedarfsgerecht an die Pflanzen abgegeben werden. Das reduziert nicht nur den Bedarf an synthetischen Düngern, sondern beugt auch Überdüngung und Auswaschung vor. Langfristig verbessert sich die Bodenstruktur spürbar, was die Nährstoffspeicherung optimiert. In meinem Ziergarten bin ich mittlerweile so gut wie unabhängig von Kunstdünger - eine Entwicklung, die mich sehr freut!

Häufige Fragen und Problemlösungen

Kompost- und Mulchprobleme

Frage: Mein Kompost riecht unangenehm. Was kann ich tun?
Antwort: Unangenehme Gerüche sind meist ein Zeichen für Fäulnis, verursacht durch zu viel Feuchtigkeit oder Stickstoff. Keine Sorge, das lässt sich beheben! Mischen Sie einfach trockenes, kohlenstoffreiches Material wie Stroh oder zerkleinerte Pappe unter und wenden Sie den Haufen gründlich um. Für die Zukunft empfehle ich, auf eine ausgewogene Mischung aus „grünem" (stickstoffreich) und „braunem" (kohlenstoffreich) Material zu achten.

Frage: Auf meinem Mulch wächst Schimmel. Ist das schädlich?
Antwort: In den meisten Fällen ist ein weißlicher Belag harmloser Saprophyt-Pilz, der organisches Material zersetzt. Er verschwindet in der Regel von selbst wieder. Ich würde mir darüber keine allzu großen Sorgen machen. Nur bei einem massiven, dauerhaften Befall sollten Sie vorsichtshalber den Mulch entfernen und durch frisches Material ersetzen.

Anpassung an verschiedene Bodentypen

Jeder Boden hat seine ganz eigenen Charakteristika, die wir bei der Verwendung von Kompost und Mulch berücksichtigen sollten:

  • Sandboden: Dieser Bodentyp ist regelrecht durstig nach organischem Material, um seine Wasser- und Nährstoffspeicherung zu verbessern. Ich empfehle, jährlich eine ordentliche Schicht Kompost aufzutragen.
  • Lehmboden: Hier hat sich grober Mulch wie Rindenhäcksel bewährt, um die Durchlüftung zu verbessern. Mit Kompost sollten Sie sparsamer umgehen - tragen Sie ihn nur in dünnen Schichten auf.
  • Tonboden: Grober Kompost und Mulch können wahre Wunder bewirken, um die Struktur aufzulockern. Allerdings erwärmen sich Tonböden langsamer, daher rate ich, im Frühjahr nur dünn zu mulchen.

Saisonale Anwendungsempfehlungen

Frühling: Eine hervorragende Zeit, um Kompost auszubringen. Mit dem Mulchen würde ich warten, bis sich der Boden erwärmt hat.
Sommer: Jetzt sind dicke Mulchschichten Gold wert, um den Boden vor Austrocknung zu schützen. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Bei Trockenheit empfiehlt es sich, vor dem Mulchen gründlich zu wässern.
Herbst: Die perfekte Gelegenheit, Laub als Mulch zu nutzen. Kompost können Sie jetzt ausbringen, damit er über den Winter schön einarbeiten kann.
Winter: Schützen Sie die Wurzelbereiche empfindlicher Pflanzen mit einer Schicht aus grobem Mulch. Ihren Komposthaufen können Sie mit Laub oder Stroh abdecken - das hält ihn schön warm.

Natürliche Kreisläufe im Ziergarten nutzen

Die Verwendung von Kompost und Mulch im Ziergarten ist so viel mehr als nur eine Methode zur Bodenverbesserung. Es ist eine faszinierende Herangehensweise, die natürliche Kreisläufe nachahmt und fördert. Indem wir organische Abfälle in wertvolle Ressourcen umwandeln, schaffen wir nicht nur einen gesunden, lebendigen Boden, sondern tragen auch aktiv zum Umweltschutz bei. Jeder Garten, ob groß oder klein, kann von diesen Praktiken profitieren. Ich möchte Sie ermutigen, die Verwendung von Kompost und Mulch in Ihrem eigenen Ziergarten auszuprobieren. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Materialien und Techniken. Beobachten Sie, wie sich Ihr Garten verändert - wie er vitaler, widerstandsfähiger und artenreicher wird. Es ist ein spannender Prozess, der nicht nur Ihren Pflanzen, sondern auch der Umwelt und letztlich uns allen zugutekommt. Lassen Sie uns gemeinsam Gärten schaffen, die im Einklang mit der Natur stehen und dabei wunderschön blühen und gedeihen.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was versteht man unter natürlicher Düngung im Ziergarten?
    Natürliche Düngung im Ziergarten bezeichnet die Verwendung organischer Materialien zur Nährstoffversorgung der Pflanzen. Im Gegensatz zu synthetischen Düngern werden hier natürliche Substanzen wie Kompost, Mulch, Hornspäne oder verrottete Gartenabfälle eingesetzt. Diese Methode ahmt die natürlichen Kreisläufe nach, wie sie in der freien Natur vorkommen. Organische Dünger geben ihre Nährstoffe langsam und kontinuierlich ab, was eine schonende und nachhaltige Versorgung der Pflanzen gewährleistet. Zusätzlich verbessern sie die Bodenstruktur, fördern das Bodenleben und schaffen ein gesundes Ökosystem. Die natürliche Düngung unterstützt nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern trägt auch zur Bodengesundheit und Biodiversität bei, wodurch ein stabiles und widerstandsfähiges Gartensystem entsteht.
  2. Welche Vorteile bieten Kompost und Mulch gegenüber chemischen Düngern?
    Kompost und Mulch übertreffen chemische Dünger in mehreren wichtigen Bereichen. Sie geben Nährstoffe langsam und kontinuierlich ab, was eine Überdüngung verhindert und eine gleichmäßige Pflanzenversorgung gewährleistet. Im Gegensatz zu Kunstdüngern verbessern sie nachhaltig die Bodenstruktur und erhöhen das Wasserhaltevermögen erheblich. Das aktive Bodenleben wird gefördert, wodurch sich die Biodiversität im Garten steigert. Zusätzlich unterdrücken sie natürlich Unkraut und regulieren die Bodentemperatur. Ökonomisch sind sie kostengünstiger, da sie oft aus Eigenproduktion stammen oder günstig beschafft werden können. Umweltfreundlich sind sie allemal, da sie ohne energieaufwendige Herstellungsprozesse auskommen und zur Kreislaufwirtschaft beitragen. Während chemische Dünger bei unsachgemäßer Anwendung Pflanzen schädigen oder Böden versauern können, wirken organische Alternativen sanfter und nachhaltiger.
  3. Wie verbessern Kompost und Mulch die Bodengesundheit?
    Kompost und Mulch wirken wie eine Verjüngungskur für den Boden. Sie verbessern die Krümelstruktur, wodurch schwere Lehmböden durchlässiger und sandige Böden speicherfähiger werden. Das organische Material dient als Nahrung für unzählige Bodenorganismen - von Bakterien über Pilze bis hin zu Regenwürmern. Diese Lebewesen bauen das Material ab, schaffen Hohlräume für bessere Belüftung und produzieren wertvollen Humus. Der pH-Wert wird natürlich reguliert und stabilisiert. Mulchschichten schützen vor Erosion durch Regen und Wind, während sie gleichzeitig die Bodentemperatur ausgleichen. Die erhöhte Wasserspeicherfähigkeit reduziert Trockenstress, und die kontinuierliche Nährstofffreisetzung sorgt für eine ausgewogene Versorgung. Langfristig entsteht so ein lebendiger, widerstandsfähiger Boden, der weniger anfällig für Verdichtung, Nährstoffmangel oder extreme Witterungsbedingungen ist.
  4. Welche besonderen Eigenschaften hat Kompost bei der Nährstoffversorgung?
    Kompost besitzt einzigartige Eigenschaften als Nährstofflieferant. Seine wichtigste Eigenschaft ist die langsame, bedarfsgerechte Nährstofffreisetzung über Monate hinweg. Die Nährstoffe liegen größtenteils organisch gebunden vor und werden durch Mikroorganismen erst bei Bedarf der Pflanzen freigesetzt. Diese Pufferung verhindert Auswaschungsverluste und Überdüngung. Kompost enthält alle wichtigen Makronährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium) sowie zahlreiche Spurenelemente in einer ausgewogenen Zusammensetzung. Besonders wertvoll sind die enthaltenen Huminsäuren, die die Nährstoffaufnahme der Pflanzenwurzeln verbessern. Der hohe Gehalt an organischer Substanz fördert die Kationenaustauschkapazität des Bodens, wodurch Nährstoffe besser gespeichert werden können. Zusätzlich enthält reifer Kompost natürliche Wachstumsstoffe und nützliche Mikroorganismen, die das Pflanzenwachstum zusätzlich stimulieren.
  5. Wie funktioniert die Wasserspeicherung durch Mulchschichten?
    Mulchschichten funktionieren als natürliches Wasserspeicher- und Regulationssystem. Sie reduzieren die Verdunstung an der Bodenoberfläche um bis zu 70%, indem sie eine isolierende Barriere zwischen Boden und Atmosphäre bilden. Die organischen Materialien nehmen selbst Feuchtigkeit auf und geben sie langsam an den darunterliegenden Boden ab. Bei Regen verhindern sie das Aufprallen der Tropfen direkt auf die Erde, wodurch Verschlämmung und Erosion vermieden werden. Das Wasser kann gleichmäßig in den Boden eindringen, anstatt oberflächlich abzufließen. Die Mulchschicht hält die Bodentemperatur konstanter, was die Verdunstung zusätzlich reduziert. Durch die verbesserte Bodenstruktur unter dem Mulch erhöht sich auch die natürliche Wasserspeicherkapazität des Erdreichs. Das Ergebnis ist ein gleichmäßigerer Wasserhaushalt, der besonders in Trockenperioden lebensrettend für Pflanzen sein kann.
  6. Worin unterscheiden sich Thermokomposter und offene Komposthaufen?
    Thermokomposter und offene Komposthaufen unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Punkten. Thermokomposter sind geschlossene Systeme aus Kunststoff oder Metall, die höhere Temperaturen erreichen (50-70°C) und dadurch den Kompostierungsprozess beschleunigen. Sie benötigen weniger Platz, sind hygienischer und schützen vor Ungeziefer. Der Kompost ist meist nach 6-8 Monaten fertig. Offene Komposthaufen hingegen sind kostengünstiger, bieten bessere Belüftung und ermöglichen eine einfachere Kontrolle des Rotteprozesses. Sie bieten Lebensraum für nützliche Kleintiere und sind ideal für größere Mengen Gartenabfall. Die Rotte dauert länger (8-12 Monate), erfolgt aber natürlicher. Thermokomposter eignen sich besonders für kleine Gärten und Stadtlagen, während offene Haufen in ländlichen Gebieten mit viel Platz ihre Stärken ausspielen. Die Wahl hängt von verfügbarem Platz, Materialmenge und persönlichen Vorlieben ab.
  7. Was ist der Unterschied zwischen organischem Mulch und Rindenmulch?
    Organischer Mulch ist der Oberbegriff für alle biologischen Mulchmaterialien, während Rindenmulch eine spezifische Art davon darstellt. Organischer Mulch umfasst sämtliche pflanzliche Materialien wie Laub, Grasschnitt, Stroh, Holzhäcksel, Kompost oder zerkleinerte Äste. Rindenmulch besteht ausschließlich aus gehäckselter oder gemahlener Baumrinde, meist von Nadelbäumen. Der wesentliche Unterschied liegt in der Zersetzungsgeschwindigkeit: Während Grasschnitt oder Laub sich schnell zersetzen und Nährstoffe freisetzen, verrottet Rindenmulch sehr langsam und wirkt hauptsächlich als Bodenabdeckung. Rindenmulch kann anfangs Stickstoff binden und den Boden leicht ansäuern, weshalb er sich besonders für Rhododendren oder Heidelbeeren eignet. Andere organische Mulchmaterialien sind meist nährstoffneutraler. Rindenmulch hält länger und muss seltener erneuert werden, während andere organische Mulche häufiger nachgelegt, aber dafür mehr Nährstoffe liefern.
  8. Welche Nährstoffe sind in reifem Kompost enthalten?
    Reifer Kompost ist ein wahres Nährstoffreservoir mit einer komplexen Zusammensetzung. Die Hauptnährstoffe umfassen Stickstoff (N) für kräftiges Blattwachstum, Phosphor (P) für Wurzel- und Blütenentwicklung sowie Kalium (K) für die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen. Der N-P-K-Gehalt liegt typischerweise bei etwa 0,5-1,5% Stickstoff, 0,3-0,8% Phosphor und 0,5-1% Kalium. Zusätzlich enthält Kompost wichtige Sekundärnährstoffe wie Magnesium für die Chlorophyllbildung, Calcium für Zellwandstabilität und Schwefel für Proteinaufbau. Besonders wertvoll sind die enthaltenen Spurenelemente: Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Bor und Molybdän. Diese sind in organisch gebundener, pflanzenverfügbarer Form vorhanden. Der hohe Humusgehalt (20-40%) verbessert zusätzlich die Bodenstruktur. Die genaue Nährstoffzusammensetzung variiert je nach Ausgangsmaterial, aber die ausgewogene Mischung macht Kompost zu einem idealen Universaldünger für den Ziergarten.
  9. Wo kann man hochwertigen Kompost und Mulchmaterial kaufen?
    Hochwertigen Kompost und Mulchmaterial erhalten Sie über verschiedene Bezugsquellen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft eine große Auswahl an zertifizierten Kompost- und Mulchprodukten für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Lokale Kompostwerke und Recyclinghöfe verkaufen meist günstigeren, aber dennoch qualitativ guten Kompost direkt an Privatpersonen. Gartencenter und Baumärkte führen abgepackte Produkte verschiedener Hersteller, wobei die Qualität variieren kann. Bei größeren Mengen lohnt sich oft die Anlieferung durch regionale Erdenwerke. Wichtige Qualitätskriterien sind RAL-Gütezeichen, ein erdiger Geruch ohne Fäulnisanzeichen sowie eine gleichmäßige, krümelige Struktur. Achten Sie auf den Reifegrad - unreifer Kompost kann Pflanzen schädigen. Erfahrene Gartenfachhändler beraten Sie gerne bei der Auswahl des passenden Materials für Ihre spezifischen Bedürfnisse und Bodentypen.
  10. Welche Komposter eignen sich am besten für kleine Gärten?
    Für kleine Gärten sind kompakte, platzsparende Kompostierlösungen ideal. Thermokomposter aus Kunststoff mit 300-600 Liter Volumen sind besonders geeignet, da sie wenig Raum beanspruchen und den Rotteprozess beschleunigen. Trommelkomposter bieten den Vorteil einfacher Belüftung durch Drehung und nehmen nur etwa 1m² Grundfläche ein. Stapelkomposter ermöglichen flexibles Erweitern oder Verkleinern je nach Bedarf. Für Balkone oder sehr kleine Räume sind Wurmkomposter eine Alternative - sie arbeiten geruchsarm und produzieren gleichzeitig wertvollen Wurmhumus. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen verschiedene Modelle für unterschiedliche Platzverhältnisse. Wichtige Kriterien sind stabile Bauweise, gute Belüftung, einfache Handhabung und Wetterfestigkeit. Achten Sie auf Modelle mit zwei Kammern, die kontinuierliches Kompostieren ermöglichen. Ein abnehmbarer Deckel und eine Entnahmeklappe erleichtern die Bedienung erheblich. Auch die Optik spielt in kleinen Gärten eine Rolle.
  11. Wie beeinflusst Mulch das Mikroklima im Garten?
    Mulch schafft ein optimiertes Mikroklima, das Pflanzen in vielerlei Hinsicht zugutekommt. Die isolierende Wirkung gleicht Temperaturschwankungen aus - im Sommer bleibt der Boden bis zu 5°C kühler, im Winter entsprechend wärmer. Diese Temperaturstabilität schützt empfindliche Pflanzenwurzeln vor Extremen. Die reduzierte Verdunstung erhöht die Luftfeuchtigkeit in Bodennähe, was besonders feuchtigkeitsliebenden Pflanzen hilft. Gleichzeitig wird die Windgeschwindigkeit über dem Boden verringert, wodurch weitere Feuchtigkeitsverluste vermieden werden. Organischer Mulch setzt bei der Zersetzung CO₂ frei, was die Photosynthese der Pflanzen fördert. Die gedämpften Lichtverhältnisse unter der Mulchschicht verhindern Unkrautkeimung. Durch verbesserte Bodenstruktur entstehen mehr Hohlräume, die bessere Durchlüftung ermöglichen. Das resultierende Mikroklima ist ausgeglichener und pflanzenschonender als ungemulchte Böden, wodurch Stress reduziert und das Wachstum gefördert wird.
  12. Welche Rolle spielen Mikroorganismen bei der Kompostierung?
    Mikroorganismen sind die wahren Helden der Kompostierung und leisten die gesamte Zersetzungsarbeit. Bakterien beginnen den Abbauprozess, indem sie einfache organische Verbindungen zersetzen und dabei Wärme produzieren. Actinomyceten, spezielle Bakterien, bauen komplexere Materialien wie Cellulose ab und verleihen reifem Kompost seinen erdigen Geruch. Pilze zersetzen holzige Bestandteile und schwer abbaubare organische Substanzen. Diese verschiedenen Mikroorganismengruppen arbeiten in aufeinanderfolgenden Phasen: Zuerst dominieren mesophile Bakterien, dann thermophile Arten bei höheren Temperaturen, schließlich wieder mesophile Organismen in der Reifephase. Sie wandeln organische Abfälle in Humus um, stabilisieren Nährstoffe und schaffen die typische Krümelstruktur. Für optimale Aktivität benötigen sie Sauerstoff, ausgewogene Feuchtigkeit und ein geeignetes C:N-Verhältnis. Ohne diese fleißigen Helfer wäre Kompostierung unmöglich - sie sind die Grundlage des gesamten natürlichen Recyclingprozesses.
  13. Wie entsteht ein natürlicher Nährstoffkreislauf im Garten?
    Ein natürlicher Nährstoffkreislauf entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener biologischer Prozesse. Pflanzen nehmen Nährstoffe aus dem Boden auf und bauen daraus ihre Gewebe auf. Abgestorbene Pflanzenteile, Laub und andere organische Materialien fallen zu Boden, wo sie von Mikroorganismen, Pilzen und Bodentieren zersetzt werden. Dabei werden die gebundenen Nährstoffe wieder freigesetzt und stehen erneut für Pflanzen zur Verfügung. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen durchmischen die Materialien und produzieren nährstoffreiche Ausscheidungen. Kompostierung und Mulchen verstärken diesen natürlichen Kreislauf erheblich. Küchenabfälle und Gartenreste werden zu wertvollem Humus umgewandelt, der dem Boden zurückgegeben wird. Wurzelausscheidungen der Pflanzen ernähren Bodenmikroben, die ihrerseits Nährstoffe mobilisieren. So entsteht ein geschlossenes System, das sich selbst erhält und sogar verbessert - ohne externe Düngemittelzufuhr und mit minimalen Verlusten.
  14. Warum ist Biodiversität im Boden wichtig für den Ziergarten?
    Biodiversität im Boden ist das Fundament für einen gesunden, widerstandsfähigen Ziergarten. Eine vielfältige Bodengemeinschaft aus Bakterien, Pilzen, Protozoen, Nematoden, Springschwänzen, Milben und Regenwürmern erfüllt verschiedene lebenswichtige Funktionen. Unterschiedliche Mikroorganismen bauen verschiedene organische Substanzen ab und setzen dabei spezifische Nährstoffe frei. Manche Bakterien fixieren Stickstoff, andere lösen Phosphor aus Gesteinspartikeln. Mykorrhiza-Pilze gehen Symbiosen mit Pflanzenwurzeln ein und verbessern deren Nährstoff- und Wasseraufnahme erheblich. Natürliche Feinde schädlicher Organismen sorgen für biologisches Gleichgewicht und reduzieren Pflanzenkrankheiten. Die verschiedenen Bodenlebewesen schaffen durch ihre Aktivitäten unterschiedliche Hohlraumsysteme, was die Bodenstruktur optimiert. Eine hohe Biodiversität macht das Bodensystem stabiler gegenüber Störungen und klimatischen Schwankungen. Monokulturen im Boden sind dagegen anfällig für Zusammenbrüche - Vielfalt bedeutet Sicherheit und Vitalität.
  15. Wie wird Kompost richtig ausgebracht und eingearbeitet?
    Die richtige Ausbringung von Kompost erfordert durchdachtes Vorgehen für optimale Ergebnisse. Verwenden Sie nur vollständig reifen Kompost, erkennbar an erdiger Farbe, krümeliger Struktur und angenehmem Geruch. Die beste Zeit ist das Frühjahr vor dem Austrieb oder der Herbst nach der Vegetationsperiode. Bringen Sie 2-5 cm Kompost auf die Beetfläche auf - bei Neupflanzungen können es bis zu 10 cm sein. Arbeiten Sie den Kompost mit einer Grabegabel oder Harke oberflächlich 5-10 cm tief in den Boden ein. Bei etablierten Staudenbeeten genügt oft oberflächliches Einharken, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Rund um Gehölze wird der Kompost im Wurzelbereich verteilt und leicht eingearbeitet. Nach der Ausbringung empfiehlt sich eine Mulchschicht zum Schutz. Wässern Sie anschließend gründlich, um die Aktivierung der Mikroorganismen zu fördern. Vermeiden Sie Kompost direkt an Pflanzenstängeln, um Fäulnis zu verhindern.
  16. Wann ist der beste Zeitpunkt zum Mulchen im Ziergarten?
    Der optimale Mulchzeitpunkt hängt von Jahreszeit und Pflanzenart ab. Das Frühjahr ist ideal, wenn sich der Boden erwärmt hat und die ersten Triebe sichtbar werden - meist ab Ende April bis Mai. Zu frühes Mulchen verzögert die Bodenerwärmung und kann das Wachstum bremsen. Im Sommer schützt Mulch vor Hitze und Trockenheit, sollte aber auf bereits feuchten Boden aufgetragen werden. Der Herbst bietet sich für eine schützende Wintermulchung an, besonders für empfindliche Pflanzen. Vermeiden Sie Mulchen im Spätherbst bei frostempfindlichen Gewächsen, da dies das Einziehen verzögert. Bei etablierten Staudenbeeten warten Sie, bis die ersten Austriebe erkennbar sind. Rosen mulcht man am besten nach dem Rückschnitt im März. Für einjährige Blumen ist der Zeitpunkt nach der Aussaat oder Pflanzung optimal, wenn die Pflänzchen gut angewachsen sind. Grundsätzlich gilt: Mulchen bei feuchtem, erwärmtem Boden für beste Ergebnisse.
  17. Ist es schädlich wenn Kompost oder Mulch schimmelt?
    Schimmel auf Kompost oder Mulch ist meist harmlos und sogar ein Zeichen aktiver Zersetzung. Der häufige weiße, flaumige Belag besteht aus Saprophyt-Pilzen, die organisches Material abbauen - ein natürlicher und erwünschter Prozess. Diese Pilze sind für Pflanzen ungefährlich und verschwinden normalerweise von selbst, sobald sich die Bedingungen ändern. Problematisch wird es nur bei massivem, dauerhaftem Schimmelbefall oder übelriechender Fäulnis. Ursachen für übermäßigen Schimmel sind meist zu hohe Feuchtigkeit, schlechte Belüftung oder zu dichte Mulchschichten. Abhilfe schaffen Sie durch Auflockern des Materials, Reduzierung der Feuchtigkeit oder teilweises Entfernen der Schicht. Bei gesunden Pflanzen und normalem Schimmelbewuchs ist keine Behandlung nötig. Sollten Pflanzen jedoch Krankheitssymptome zeigen oder der Mulch stark faulen, entfernen Sie das betroffene Material und ersetzen es durch frisches. Generell fördert gut belüfteter, nicht zu feuchter Mulch gesunde Zersetzung ohne problematische Schimmelbildung.
  18. Welche Mulchmaterialien eignen sich für verschiedene Jahreszeiten?
    Verschiedene Jahreszeiten erfordern angepasste Mulchmaterialien für optimale Ergebnisse. Im Frühjahr eignen sich helle, schnell erwärmende Materialien wie gehäckseltes Stroh oder feiner Kompost, die den Boden nicht zu stark kühlen. Grasschnitt ist ideal, sollte aber angetrocknet und nicht zu dick aufgetragen werden. Im Sommer sind dickere Schichten aus Rindenmulch, Holzhäcksel oder Laub perfekt zum Schutz vor Hitze und Verdunstung. Diese Materialien reflektieren Sonnenlicht und isolieren gut. Der Herbst ist die Zeit für schützende Materialien wie Laub, Tannenzweige oder groben Rindenmulch, die Frostschutz bieten. Laub von gesunden Bäumen ist kostenlos und nährstoffreich. Im Winter schützen grobe, lockere Materialien wie Fichtenzweige oder grobes Häckselgut vor Kahlfrost, ohne Fäulnis zu fördern. Vermeiden Sie im Winter dichte, feuchte Materialien, die Mäusen Unterschlupf bieten könnten. Ganzjährig bewähren sich qualitative Rindenmulchprodukte, die wetterbeständig sind und langsam verrotten.
  19. Was unterscheidet Gartenkompost von Komposterde aus dem Handel?
    Gartenkompost und Handelskompost unterscheiden sich in Herstellung, Zusammensetzung und Eigenschaften erheblich. Selbst hergestellter Gartenkompost entsteht aus den individuellen Garten- und Küchenabfällen des jeweiligen Haushalts. Die Nährstoffzusammensetzung variiert daher stark je nach verwendeten Materialien, Kompostierungszeit und -methode. Er ist meist gröber strukturiert und kann noch unzersetzte Bestandteile enthalten. Handelskompost durchläuft hingegen kontrollierte industrielle Prozesse mit standardisierten Materialien wie Bioabfällen, Grünschnitt und oft Zuschlagstoffen. Er wird gesiebt, auf Schadstoffe geprüft und oft mit RAL-Gütezeichen zertifiziert. Komposterde aus dem Handel ist meist gleichmäßiger in Struktur und Nährstoffgehalt, oft bereits mit Torf oder Sand gemischt und direkt anwendungsbereit. Gartenkompost ist kostenlos, aber zeitaufwendig in der Herstellung. Handelsware bietet Bequemlichkeit und gleichbleibende Qualität, ist jedoch kostenpflichtig. Beide haben ihre Berechtigung - Eigenkompost für nachhaltige Kreislaufwirtschaft, Fertigkompost für gezielten Nährstoffeinsatz.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Mulch und Bodenabdeckung?
    Mulch und Bodenabdeckung werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber unterschiedliche Konzepte. Mulch ist spezifisch organisches oder anorganisches Material, das zur Bodenverbesserung aufgebracht wird und dabei vielfältige Funktionen erfüllt: Feuchtigkeitsregulierung, Temperaturausgleich, Unkrautunterdrückung und bei organischem Mulch auch Nährstoffzufuhr durch Verrottung. Bodenabdeckung ist der übergeordnete Begriff für alle Materialien oder Methoden, die den nackten Boden schützen - dazu gehören neben Mulch auch Bodendeckerpflanzen, Vlies, Folien oder Steinschüttungen. Während Mulch immer lose aufgebracht wird, kann Bodenabdeckung auch flächige Materialien umfassen. Mulch zielt auf Bodenverbesserung ab, während Bodenabdeckung primär Schutz und Optik dienen kann. Organischer Mulch verrottet und muss erneuert werden, andere Bodenabdeckungen können dauerhaft sein. Samen.de, als erfahrener Gartenfachhandel, führt verschiedene Mulch- und Abdeckmaterialien für unterschiedliche Anwendungszwecke und kann bei der optimalen Auswahl beraten.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Ziergarten Dünger
Topseller
Produktbild von Dr. Stähler Neem Aktiv organischer Spezialdünger in einer weißen Verpackung mit grünem Deckel und Informationen zur Eignung für Gemüse und Zierpflanzen sowie Angabe des Inhalts von 1, 3, kg. Dr. Stähler Neem Aktiv Spezialdünger 1,3kg
Inhalt 1.3 Kilogramm (11,42 € * / 1 Kilogramm)
14,85 € *
Produktbild von Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergärten Minigran in einer 5kg Verpackung mit Informationen zur Langzeitwirkung und Anwendungsempfehlung für verschiedene Pflanzen sowie einer abgebildeten Gartenlandschaft. Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran...
Inhalt 5 Kilogramm (4,52 € * / 1 Kilogramm)
22,59 € *
Produktbild von Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran 10kg Packung mit Gartenmotiv und Produktinformationen. Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran...
Inhalt 10 Kilogramm (3,36 € * / 1 Kilogramm)
33,59 € *
Produktbild von Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran in einer 20kg Packung mit Angaben zur Anwendung und Wirkungsdauer, dargestellt neben einer blühenden Gartenlandschaft. Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran...
Inhalt 20 Kilogramm (2,90 € * / 1 Kilogramm)
57,99 € *
Passende Artikel
Produktbild von Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergärten Minigran in einer 5kg Verpackung mit Informationen zur Langzeitwirkung und Anwendungsempfehlung für verschiedene Pflanzen sowie einer abgebildeten Gartenlandschaft. Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran...
Inhalt 5 Kilogramm (4,52 € * / 1 Kilogramm)
22,59 € *
Produktbild von Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran in einer 20kg Packung mit Angaben zur Anwendung und Wirkungsdauer, dargestellt neben einer blühenden Gartenlandschaft. Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran...
Inhalt 20 Kilogramm (2,90 € * / 1 Kilogramm)
57,99 € *
Produktbild von Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran 10kg Packung mit Gartenmotiv und Produktinformationen. Cuxin DCM Spezialdünger für Ziergarten Minigran...
Inhalt 10 Kilogramm (3,36 € * / 1 Kilogramm)
33,59 € *
Produktbild von Dr. Stähler Neem Aktiv organischer Spezialdünger in einer weißen Verpackung mit grünem Deckel und Informationen zur Eignung für Gemüse und Zierpflanzen sowie Angabe des Inhalts von 1, 3, kg. Dr. Stähler Neem Aktiv Spezialdünger 1,3kg
Inhalt 1.3 Kilogramm (11,42 € * / 1 Kilogramm)
14,85 € *
Produktbild von Oscorna-Kompost-Beschleuniger in einer 10kg Verpackung mit Darstellung eines Komposthaufens, Gartenwerkzeugen und Hinweis auf natürliche Rohstoffe. Oscorna-Kompost-Beschleuniger 10kg
Inhalt 10 Kilogramm (3,00 € * / 1 Kilogramm)
29,95 € *
Produktbild von Oscorna-Kompost-Beschleuniger in einer 5kg Verpackung mit einem illustrierten Gartenkompost und Hinweis auf 100 Prozent natürliche Rohstoffe. Oscorna-Kompost-Beschleuniger 5kg
Inhalt 5 Kilogramm (3,89 € * / 1 Kilogramm)
19,45 € *