Kurkuma anbauen: Tipps für Balkon und Terrasse

Kurkuma: Das goldene Gewürz für Balkon und Terrasse

Wenn Sie Lust auf ein exotisches Gartenabenteuer haben, sollten Sie den Anbau von Kurkuma in Erwägung ziehen. Mit ein wenig Pflege lässt sich dieses tropische Gewächs erstaunlich gut auch bei uns kultivieren.

Kurkuma-Anbau: Ein Leitfaden für Neugierige

  • Wärmeliebende Pflanze, die sich hervorragend für die Topfkultur eignet
  • Rhizome im Frühjahr in nährstoffreiche Erde setzen
  • Sonniger Standort und gleichmäßige Bewässerung sind entscheidend
  • Nach etwa 8-10 Monaten kann geerntet werden

Was verbirgt sich hinter Kurkuma?

Kurkuma, auch als Gelbwurz bekannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse. Ursprünglich aus Südostasien stammend, fasziniert diese Pflanze mit ihren leuchtend gelben Rhizomen. In diesen unterirdischen Sprossen findet sich der Wirkstoff Curcumin, der nicht nur für die charakteristische Farbe, sondern auch für die vielfach diskutierten gesundheitlichen Vorteile verantwortlich ist.

Vor einigen Jahren habe ich mich an den Anbau von Kurkuma in meinem Garten gewagt. Anfangs war ich skeptisch, ob das tropische Gewächs in unserem Klima überhaupt eine Chance hätte. Doch mit der richtigen Pflege hat sich die Pflanze als erstaunlich anpassungsfähig erwiesen.

Warum sich der Anbau auf Balkon und Terrasse lohnt

Die Kultivierung von Kurkuma in Töpfen auf Balkon oder Terrasse bietet einige verlockende Vorteile:

  • Flexibilität: Bei plötzlichem Kälteeinbruch können Sie die Pflanze problemlos ins Haus bringen.
  • Kontrolle: In Töpfen lassen sich Bodenbeschaffenheit und Bewässerung präzise steuern.
  • Platzersparnis: Selbst auf kleineren Balkonen findet sich Raum für ein oder zwei Kurkuma-Töpfe.
  • Dekorativer Wert: Die üppigen, grünen Blätter sind ein echter Blickfang.

Besonders praktisch finde ich die Möglichkeit, die Pflanzen bei Bedarf umzustellen. So können Sie Kurkuma an besonders heißen Tagen in den Schatten rücken oder bei Frostgefahr schnell in Sicherheit bringen.

Vorbereitung für den Anbau

Die richtige Wahl des Gefäßes

Für einen erfolgreichen Kurkuma-Anbau ist die Wahl des passenden Topfes entscheidend. Ich empfehle Gefäße mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm und einer Tiefe von 40 cm. Das bietet den Rhizomen genügend Raum, sich auszubreiten.

Achten Sie unbedingt auf ausreichende Drainage-Löcher im Topfboden. Kurkuma mag es zwar feucht, aber Staunässe führt schnell zu Fäulnis. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Eine Schicht Kiesel oder Tonscherben auf dem Topfboden verbessert den Wasserabfluss erheblich.

Die ideale Bodenmischung

Kurkuma gedeiht am besten in einer lockeren, nährstoffreichen Erde. Eine bewährte Mischung besteht aus:

  • 2 Teilen Gartenerde
  • 1 Teil reifem Kompost
  • 1 Teil Kokoserde oder Torf

Diese Kombination sorgt für gute Drainage und speichert gleichzeitig ausreichend Feuchtigkeit. Ich mische oft noch eine Handvoll Hornspäne unter, um die Nährstoffversorgung zu optimieren. Vermeiden Sie schwere, lehmige Böden, da diese zu Verdichtung neigen und das Wachstum der Rhizome behindern können.

Wo finde ich Kurkuma-Rhizome?

Für den Start benötigen Sie frische Kurkuma-Rhizome. Diese finden Sie in gut sortierten Bioläden, auf Wochenmärkten oder in asiatischen Supermärkten. Achten Sie darauf, dass die Rhizome prall und fest sind und keine Anzeichen von Fäulnis aufweisen.

Wählen Sie Stücke mit mehreren 'Augen' oder Knospen aus. Diese sehen aus wie kleine Erhebungen auf der Oberfläche und sind die Wachstumspunkte, aus denen neue Triebe entstehen. Ich hatte einmal den Fehler gemacht, Rhizome ohne sichtbare Knospen zu pflanzen - das Ergebnis war enttäuschend, da kaum etwas ausgetrieben ist.

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Pflanzung und Standort

Die richtige Pflanztiefe und -methode

Beim Pflanzen der Kurkuma-Rhizome ist die richtige Tiefe entscheidend. Setzen Sie die Rhizome etwa 5-7 cm tief in die vorbereitete Erde. Die Knospen sollten dabei nach oben zeigen. Bedecken Sie sie leicht mit Erde und drücken Sie diese sanft an.

Ein Trick, den ich gerne anwende: Ich lege die Rhizome zunächst für ein paar Tage in eine feuchte Umgebung, bevor ich sie einpflanze. Dazu wickle ich sie in ein feuchtes Tuch und lege sie an einen warmen Ort. So beginnen sie oft schon vor dem Einpflanzen auszutreiben, was den Wachstumsprozess beschleunigt.

Die optimalen Lichtverhältnisse

Kurkuma liebt Sonne, verträgt aber keine pralle Mittagshitze. Ein halbschattiger bis sonniger Standort ist ideal. Auf meinem Balkon habe ich die besten Ergebnisse erzielt, wenn die Pflanzen morgens und abends direkte Sonne bekommen, mittags aber etwas Schatten haben.

Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam: Werden die Blätter zu blass oder zeigen sie Verbrennungen, ist der Standort vermutlich zu sonnig. Werden die Stängel lang und dünn, brauchen sie wahrscheinlich mehr Licht.

Die richtigen Temperaturen

Kurkuma ist wärmeliebend und gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 30°C. In unseren Breiten bedeutet das, dass Sie die Pflanzen erst nach den letzten Frösten ins Freie stellen sollten - in der Regel ab Mitte Mai.

Bei Temperaturen unter 15°C stellt Kurkuma das Wachstum ein. Daher ist es wichtig, die Pflanzen bei kühler Witterung zu schützen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Töpfe bei Kälteeinbrüchen einfach ins Haus zu holen oder mit einem Vlies abzudecken.

Mit diesen Grundlagen sind Sie gut gerüstet, um Ihre eigene Kurkuma-Kultur zu starten. Die Pflege während der Wachstumsphase, Überwinterung und Ernte sind weitere spannende Aspekte, die wir in den folgenden Abschnitten behandeln werden. Freuen Sie sich auf eine Reise voller aromatischer Entdeckungen!

Pflege während der Wachstumsphase

Bewässerung und Luftfeuchtigkeit

Während der Wachstumsphase braucht Kurkuma eine gleichmäßige Feuchtigkeit. In meinem Garten gieße ich die Pflanzen etwa zwei- bis dreimal pro Woche, je nach Wetterlage. Staunässe ist dabei unbedingt zu vermeiden. Ein simpler Trick hat sich bei mir bewährt: Einfach den Finger etwa 2 cm tief in die Erde stecken. Fühlt sich's trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. Kurkuma mag's feucht, aber nicht nass. Eine Luftfeuchtigkeit von 60-70% wäre ideal. An besonders heißen Sommertagen besprühe ich die Blätter gelegentlich mit Wasser, um die Luftfeuchtigkeit etwas anzuheben.

Düngung und Nährstoffversorgung

Kurkuma ist ein echter Nährstoff-Liebhaber und braucht regelmäßige Düngung. Wenn im Frühjahr das Wachstum beginnt, dünge ich alle zwei Wochen mit einem organischen Flüssigdünger. Dabei setze ich besonders auf einen hohen Kaliumanteil, der die Rhizombildung unterstützt.

Eine Alternative, die ich manchmal nutze, ist das Einarbeiten von Kompost oder gut verrottetem Mist in die obere Erdschicht. Das verbessert nicht nur die Nährstoffversorgung, sondern auch die Bodenstruktur.

Schutz vor Schädlingen und Krankheiten

Glücklicherweise zeigt sich Kurkuma recht widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten. Trotzdem lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die Pflanzen. Blattläuse können hin und wieder auftreten, lassen sich aber meist mit einem kräftigen Wasserstrahl oder Schmierseifenlösung in Schach halten.

Bei zu feuchten Bedingungen kann es zu Wurzelfäule kommen. Um dem vorzubeugen, sorge ich für gute Drainage und vermeide Staunässe. Sobald ich gelbliche oder welke Blätter entdecke, reduziere ich sofort die Wassergabe.

Überwinterung der Kurkuma-Pflanze

Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit

Wenn die Temperaturen im Herbst sinken, beginne ich mit der Wintervorbereitung. Ich fahre die Wassergabe schrittweise zurück und stelle die Düngung ein. Jetzt verlagert die Pflanze ihre Energie in die Rhizome.

Etwa vier Wochen vor dem erwarteten ersten Frost schneide ich das Laub zurück. Das mag auf den ersten Blick drastisch wirken, ist aber für eine erfolgreiche Überwinterung unerlässlich. Die Rhizome bleiben vorerst im Topf.

Möglichkeiten der Überwinterung

Für die Überwinterung gibt es verschiedene Optionen:

  • Wintergarten: Ideal wäre ein heller, aber kühler Wintergarten mit Temperaturen zwischen 10 und 15°C.
  • Innenräume: Ein kühler Kellerraum oder eine ungeheizte Garage tun's auch. Die Temperatur sollte aber nicht unter 5°C fallen.
  • Ausgrabung: Man kann die Rhizome auch ausgraben und in einer Kiste mit leicht feuchtem Sand oder Torf bei etwa 10°C lagern.

Pflegetipps während der Ruhephase

In der Winterruhe braucht Kurkuma kaum Pflege. Ich schaue nur regelmäßig nach, ob die Rhizome nicht austrocknen oder faulen. Gelegentliches, sehr sparsames Gießen kann nötig sein, aber Vorsicht ist geboten: Zu viel Feuchtigkeit fördert Fäulnis.

Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, hole ich die Pflanzen aus ihrem Winterquartier. Ich topfe sie um, gebe frische Erde und stelle sie an einen hellen, warmen Ort. Mit etwas Geduld zeigen sich bald die ersten neuen Triebe, und der Kreislauf beginnt von vorn.

Mit der richtigen Pflege während der Wachstumsphase und einer sorgfältigen Überwinterung lässt sich Kurkuma auch in unserem Klima erfolgreich kultivieren. Es erfordert zwar Aufmerksamkeit, aber der Aufwand lohnt sich - sowohl für die exotische Schönheit der Pflanze als auch für die aromatischen Rhizome in der Küche.

Ernte und Verarbeitung von Kurkuma

Nach monatelanger Pflege ist es endlich soweit: Die Kurkuma-Ernte steht an! Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn man die aromatischen Rhizome aus der Erde holt. Doch woran erkennt man eigentlich, dass die Kurkuma-Pflanze erntereif ist?

Anzeichen der Erntereife

In der Regel ist Kurkuma etwa 8 bis 10 Monate nach der Pflanzung erntereif. Ein deutliches Zeichen ist das Vergilben und Absterben der Blätter. Wenn die oberirdischen Teile der Pflanze beginnen, sich zu verfärben und einzuziehen, haben die Rhizome vermutlich ihre volle Größe erreicht. Bei manchen Sorten kann auch die Blüte ein Hinweis sein, allerdings blühen nicht alle Kurkuma-Pflanzen vor der Ernte. Es lohnt sich also, die Pflanze genau im Auge zu behalten.

Richtige Erntetechnik

Bei der Ernte ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, um die wertvollen Rhizome nicht zu beschädigen. Folgende Vorgehensweise hat sich bei mir bewährt:

  • Zuerst lockere ich vorsichtig die Erde um die Pflanze herum auf.
  • Dann grabe ich mit einer Grabegabel oder einem Spaten in einem Abstand von etwa 15-20 cm um die Pflanze herum.
  • Anschließend hebe ich die gesamte Pflanze samt Wurzelballen behutsam aus der Erde.
  • Zum Schluss schüttle ich überschüssige Erde ab und trenne die Rhizome vorsichtig voneinander.

Bei Topfkulturen ist es noch einfacher: Einfach die Pflanze aus dem Gefäß stürzen und die Rhizome vorsichtig aus der Erde lösen.

Aufbereitung und Lagerung der Rhizome

Nach der Ernte müssen die Kurkuma-Rhizome gründlich gereinigt und aufbereitet werden. Dabei gehe ich folgendermaßen vor:

  • Die Rhizome vorsichtig unter fließendem Wasser waschen, um anhaftende Erde zu entfernen.
  • Wurzeln und abgestorbene Pflanzenteile entfernen.
  • Die Rhizome an der Luft trocknen, bis die Oberfläche nicht mehr feucht ist.
  • Für eine längere Lagerung die Rhizome in Scheiben schneiden und bei niedriger Temperatur trocknen.

Frische Kurkuma-Rhizome halten sich im Kühlschrank etwa zwei bis drei Wochen. Für eine längere Aufbewahrung eignet sich das Einfrieren. Dazu schneide ich die Rhizome in kleine Stücke und friere sie in einem luftdichten Behälter oder Gefrierbeutel ein.

Vermehrung von Kurkuma

Die Vermehrung von Kurkuma ist eine spannende Möglichkeit, den eigenen Bestand zu erweitern oder Gartenfreunde mit Ablegern zu überraschen. Am einfachsten geht das über die Teilung der Rhizome.

Teilung der Rhizome

Bei der Teilung der Rhizome gehe ich folgendermaßen vor:

  • Ich wähle gesunde, kräftige Rhizome aus, die mindestens zwei bis drei Augen (Wachstumsknospen) aufweisen.
  • Diese schneide ich mit einem scharfen, sauberen Messer in Stücke von etwa 5-7 cm Länge.
  • Dabei achte ich darauf, dass jedes Teilstück mindestens ein Auge hat.
  • Die Schnittstellen lasse ich einige Stunden an der Luft trocknen, um Fäulnis vorzubeugen.

Diese Teilstücke können dann direkt wieder eingepflanzt werden, um neue Kurkuma-Pflanzen zu erhalten.

Zeitpunkt und Methode der Vermehrung

Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung von Kurkuma ist meiner Erfahrung nach das Frühjahr, etwa 4-6 Wochen vor dem letzten Frost. So haben die neuen Pflanzen genug Zeit, sich zu entwickeln, bevor die Wachstumsperiode richtig losgeht.

Für die Vermehrung wende ich folgende Methode an:

  • Die Rhizomstücke pflanze ich in Töpfe mit nährstoffreicher, gut drainierter Erde.
  • Die Pflanztiefe sollte etwa 5-7 cm betragen, mit den Augen nach oben.
  • Die Erde halte ich feucht, aber nicht nass, und stelle die Töpfe an einen warmen, hellen Ort.
  • Nach etwa 3-4 Wochen zeigen sich in der Regel die ersten Triebe.

Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, können die jungen Pflanzen ins Freie oder in größere Gefäße umgesetzt werden.

Kurkuma in der Küche und als Heilpflanze

Kurkuma ist nicht nur eine dekorative Pflanze, sondern auch ein vielseitiges Gewürz und eine geschätzte Heilpflanze. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Küche bis zur traditionellen Medizin.

Verwendung in der Küche

In der Küche wird Kurkuma hauptsächlich als Gewürz eingesetzt. Sein charakteristischer Geschmack ist leicht bitter und pfeffrig mit einer leichten Schärfe. Hier einige Anwendungsbeispiele:

  • Als Zutat in Curry-Mischungen, wo es für die typische gelbe Farbe sorgt
  • Zur Verfeinerung von Reis-, Gemüse- und Fleischgerichten
  • In Suppen und Eintöpfen für eine würzige Note
  • Als natürlicher Farbstoff in Saucen und Dressings
  • In Smoothies oder als Zutat für Goldene Milch

Frische Kurkuma-Rhizome verwende ich gerne fein gerieben oder in dünne Scheiben geschnitten. Das Pulver aus getrockneten Rhizomen ist intensiver im Geschmack und sollte sparsamer dosiert werden.

Gesundheitliche Vorteile und traditionelle Anwendungen

Kurkuma wird seit Jahrtausenden in der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Moderne Forschungen bestätigen viele der überlieferten Anwendungen. Zu den potenziellen gesundheitlichen Vorteilen gehören:

  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Unterstützung der Verdauung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Antioxidative Eigenschaften
  • Mögliche positive Effekte bei Gelenkbeschwerden

Der Hauptwirkstoff Curcumin wird für viele dieser Effekte verantwortlich gemacht. Allerdings sollte man bedenken, dass die Bioverfügbarkeit von Curcumin relativ gering ist. Die Aufnahme kann durch die Kombination mit schwarzem Pfeffer verbessert werden.

In der Naturheilkunde wird Kurkuma oft als Tee oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen. Auch äußerliche Anwendungen, etwa als Paste bei Hautproblemen, sind verbreitet.

Es ist wichtig zu betonen, dass Kurkuma kein Ersatz für ärztliche Behandlung ist. Bei gesundheitlichen Problemen sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Zudem kann Kurkuma in hohen Dosen oder bei bestimmten Vorerkrankungen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Wie bei allen Heilpflanzen gilt also: Maß halten und im Zweifelsfall lieber nachfragen.

Häufige Herausforderungen beim Kurkuma-Anbau und wie man sie meistert

Wenn die Blätter gelb werden und welken

Bei der Kultivierung von Kurkuma kann es vorkommen, dass die Blätter vergilben oder welken. Aus meiner Erfahrung gibt es dafür meist drei Gründe:

  • Zu viel des Guten beim Gießen: Stehendes Wasser führt zu Wurzelproblemen und Nährstoffmangel. Achten Sie auf guten Wasserabzug und lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen.
  • Hungrige Pflanzen: Besonders Eisenmangel kann zu Verfärbungen führen. Ein regelmäßiger Griff zum organischen Dünger wirkt hier Wunder.
  • Sonnenbrand: Kurkuma mag's lieber halbschattig. Wenn die Blätter Verbrennungen zeigen, suchen Sie der Pflanze ein geschützteres Plätzchen.

Keine Blüten in Sicht?

Manchmal lässt die Blüte trotz bester Pflege auf sich warten. Dafür kann es verschiedene Gründe geben:

  • Zu wenig Zeit zum Wachsen: Kurkuma braucht seine 8-10 Monate, bis es zur Blüte kommt. Starten Sie die Anzucht früh genug im Jahr.
  • Temperatur-Zicken: Für die Blütenbildung sind Temperaturen zwischen 20-30°C ideal. Zu kühl oder zu heiß, und die Pflanze streikt.
  • Falsche Ernährung: Zu viel Stickstoff lässt die Blätter wuchern, aber keine Blüten sprießen. Greifen Sie lieber zu einem Dünger mit mehr Phosphor und Kalium.

Wenn der Frost zuschlägt

Kurkuma ist eine echte Frostmimose. Schon leichter Frost kann ihr den Garaus machen. Um das zu verhindern, rate ich:

  • Topfpflanzen rechtzeitig ins Warme bringen, wenn die Nächte unter 10°C fallen.
  • Freilandpflanzen mit Vlies einpacken oder in ein frostfreies Gewächshaus umsiedeln.
  • Im Herbst weniger gießen, damit die Pflanzen sich auf den Winterschlaf vorbereiten können.

Haben Sie den Frost zu spät bemerkt? Bei leichten Schäden können Sie die betroffenen Teile zurückschneiden. Meist treibt die Pflanze im Frühjahr wieder aus. Bei schweren Frostschäden bleibt oft nur die Rettung der Rhizome.

Kurkuma auf Balkon und Terrasse: Ein Abenteuer, das sich lohnt

Kurkuma auf Balkon oder Terrasse zu ziehen, mag anfangs eine Herausforderung sein. Aber glauben Sie mir, mit etwas Knowhow und Geduld ist es definitiv machbar. Hier die wichtigsten Punkte für einen erfolgreichen Anbau:

  • Ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen aussuchen
  • Nährstoffreiche Erde mit guter Drainage verwenden
  • Regelmäßig, aber nicht übermäßig gießen
  • Für ausreichend Wärme sorgen (mindestens 20°C)
  • Vor Frost und kaltem Wind schützen
  • Geduld haben - Kurkuma braucht seine Zeit

Mit diesen Tipps im Gepäck können Sie sich an das Kurkuma-Abenteuer wagen. Und was erwartet Sie am Ende? Frische, aromatische Kurkuma-Rhizome direkt vom eigenen Balkon. Ich selbst baue seit Jahren Kurkuma an und freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn die ersten grünen Spitzen aus der Erde lugen.

Lassen Sie sich von anfänglichen Rückschlägen nicht entmutigen. Jeder Gärtner macht mal Fehler, das gehört dazu. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl für die Bedürfnisse Ihrer Kurkuma-Pflanzen. Der Anbau dieser exotischen Gewürzpflanze bereichert nicht nur Ihre Küche, sondern bringt auch ein Stückchen Tropen auf Ihren Balkon oder Ihre Terrasse. Also, trauen Sie sich und tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Kurkuma-Anbaus!

Tags: Kurkuma
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie kann man Kurkuma erfolgreich auf dem Balkon anbauen?
    Kurkuma lässt sich hervorragend auf dem Balkon kultivieren, wenn man einige Grundregeln beachtet. Wählen Sie Töpfe mit mindestens 30 cm Durchmesser und 40 cm Tiefe für ausreichend Wurzelraum. Eine lockere, nährstoffreiche Erdmischung aus zwei Teilen Gartenerde, einem Teil Kompost und einem Teil Kokoserde bietet ideale Bedingungen. Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein, wobei pralle Mittagssonne zu vermeiden ist. Wichtig ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe - achten Sie auf gute Drainage-Löcher im Topfboden. Kurkuma benötigt Temperaturen zwischen 20-30°C und sollte erst nach den letzten Frösten ins Freie. Bei Kälteeinbrüchen können die Töpfe flexibel ins Haus geholt werden. Mit regelmäßiger Düngung alle zwei Wochen und einer Wachstumszeit von 8-10 Monaten entwickeln sich aromatische Rhizome für Küche und Gesundheit.
  2. Was sind die idealen Bedingungen für den Kurkuma Anbau in Töpfen?
    Für den erfolgreichen Kurkuma-Anbau in Töpfen sind spezielle Bedingungen entscheidend. Das Gefäß sollte mindestens 30 cm Durchmesser und 40 cm Tiefe haben, um den Rhizomen genügend Entwicklungsraum zu bieten. Eine Drainage-Schicht aus Kieseln oder Tonscherben verhindert schädliche Staunässe. Die optimale Erdmischung besteht aus zwei Teilen Gartenerde, einem Teil reifem Kompost und einem Teil Kokoserde oder Torf. Temperaturen zwischen 20-30°C sind ideal, wobei die Mindesttemperatur nicht unter 15°C fallen sollte. Ein halbschattiger bis sonniger Standort mit Schutz vor praller Mittagshitze fördert das Wachstum. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60-70% liegen. Regelmäßiges Gießen ohne Staunässe und eine zweiwöchentliche Düngung mit organischem Flüssigdünger unterstützen die Entwicklung. In Töpfen haben Sie den Vorteil der Mobilität und können die Pflanzen bei ungünstigen Witterungsbedingungen schützen.
  3. Welche Pflege braucht Gelbwurz während der Wachstumsphase?
    Während der Wachstumsphase benötigt Gelbwurz kontinuierliche Aufmerksamkeit für optimale Entwicklung. Die Bewässerung erfolgt etwa zwei- bis dreimal wöchentlich, wobei die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen sollte. Ein einfacher Fingertest in 2 cm Tiefe zeigt den Feuchtigkeitsbedarf an. Alle zwei Wochen sollten Sie mit einem organischen Flüssigdünger mit hohem Kaliumanteil düngen, um die Rhizombildung zu fördern. Die Luftfeuchtigkeit kann durch gelegentliches Besprühen der Blätter an heißen Tagen erhöht werden. Regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge wie Blattläuse sind wichtig - diese lassen sich meist mit einem Wasserstrahl oder Schmierseifenlösung bekämpfen. Bei gelblichen oder welken Blättern sollten Sie die Wassergabe reduzieren, da dies oft auf zu viel Feuchtigkeit hinweist. Eine gleichmäßige Temperatur zwischen 20-30°C unterstützt das kontinuierliche Wachstum der wärmeliebenden Pflanze.
  4. Wie werden Kurkuma-Rhizome richtig gepflanzt und in welcher Tiefe?
    Die richtige Pflanzung von Kurkuma-Rhizomen ist entscheidend für den Anbauerfolg. Setzen Sie die Rhizome etwa 5-7 cm tief in die vorbereitete, lockere Erdmischung. Achten Sie darauf, dass die Knospen (kleine Erhebungen an der Oberfläche) nach oben zeigen - diese sind die Wachstumspunkte für neue Triebe. Wählen Sie nur pralle, feste Rhizome ohne Fäulnisanzeichen und mit mehreren sichtbaren Augen. Ein bewährter Trick ist das Vorkeimen: Wickeln Sie die Rhizome für einige Tage in ein feuchtes Tuch an einem warmen Ort, bis erste Austriebe sichtbar werden. Nach dem Einpflanzen bedecken Sie die Rhizome leicht mit Erde und drücken diese sanft an. Der optimale Pflanzzeitpunkt liegt im Frühjahr, etwa 4-6 Wochen vor dem letzten Frost. Bei Temperaturen um 25°C keimen die Rhizome nach 3-4 Wochen. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.
  5. Welche persönlichen Erfahrungen gibt es beim Kurkuma-Anbau in Deutschland?
    Nach mehrjähriger Erfahrung mit dem Kurkuma-Anbau in Deutschland zeigt sich, dass diese tropische Pflanze erstaunlich anpassungsfähig ist. Anfangs war ich skeptisch, ob das exotische Gewächs in unserem Klima überhaupt gedeihen würde. Doch mit der richtigen Pflege entwickeln sich kräftige Pflanzen mit üppigen, grünen Blättern, die einen echten Blickfang auf Balkon und Terrasse darstellen. Besonders praktisch ist die Mobilität in Töpfen - bei plötzlichen Kälteeinbrüchen lassen sich die Pflanzen schnell ins Haus bringen. Ein früher Fehler war die Verwendung von Rhizomen ohne sichtbare Knospen, was zu enttäuschenden Ergebnissen führte. Mittlerweile achte ich streng auf qualitative Ausgangsware mit mehreren Augen. Die Geduld wird nach 8-10 Monaten belohnt, wenn man die aromatischen, selbst gezogenen Rhizome ernten kann. Der Anbau bereichert nicht nur die Küche, sondern bringt auch tropisches Flair in den heimischen Garten.
  6. Worin unterscheiden sich Kurkuma und Ingwer beim Anbau?
    Obwohl beide zur Familie der Ingwergewächse gehören, unterscheiden sich Kurkuma und Ingwer in wichtigen Anbaupunkten. Kurkuma benötigt konstant wärmere Temperaturen (20-30°C) und ist deutlich frostempfindlicher als Ingwer. Während Ingwer auch bei kühleren Temperaturen wächst, stellt Kurkuma bei unter 15°C das Wachstum ein. Die Wachstumszeit von Kurkuma ist mit 8-10 Monaten länger als bei Ingwer. Kurkuma bevorzugt halbschattige Standorte und verträgt pralle Sonne schlechter, während Ingwer sonnigere Plätze toleriert. Bei der Bewässerung ist Kurkuma gleichmäßiger feucht zu halten, Ingwer verträgt kurze Trockenperioden besser. Die Rhizome unterscheiden sich optisch deutlich - Kurkuma leuchtet orange-gelb, Ingwer ist beige bis hellgelb. Geschmacklich ist Kurkuma milder und leicht bitter, während Ingwer eine deutliche Schärfe aufweist. Beide Pflanzen eignen sich für die Topfkultur, Kurkuma benötigt jedoch größere Gefäße für die optimale Rhizomentwicklung.
  7. Welche Unterschiede bestehen zwischen Kurkuma und anderen Gewürzpflanzen?
    Kurkuma unterscheidet sich grundlegend von anderen Gewürzpflanzen durch seine spezifischen Anbauanforderungen und Eigenschaften. Als tropische Rhizompflanze benötigt Kurkuma deutlich wärmere Bedingungen als mediterrane Gewürzpflanzen wie Rosmarin oder Thymian. Die Kultivierung erfolgt über unterirdische Rhizome statt über Samen oder Stecklinge. Mit einer Wachstumszeit von 8-10 Monaten dauert die Entwicklung länger als bei den meisten anderen Gewürzkräutern. Kurkuma bevorzugt konstant feuchte Bedingungen, während viele Gewürzpflanzen Trockenheit besser vertragen. Der Wirkstoff Curcumin macht Kurkuma zu einem natürlichen Farbstoff, was bei anderen Gewürzpflanzen selten der Fall ist. Geschmacklich ist Kurkuma milder und erdiger als scharfe Gewürze wie Chili oder Pfeffer. Die Überwinterung erfordert frostfreie Bedingungen, während winterharte Kräuter draußen bleiben können. Kurkuma dient sowohl als Gewürz als auch als traditionelle Heilpflanze, was seine Vielseitigkeit gegenüber rein kulinarischen Gewürzen unterstreicht.
  8. Wie lange dauert es vom Pflanzen bis zur Ernte der Kurkuma-Rhizome?
    Die Zeitspanne vom Pflanzen bis zur Ernte der Kurkuma-Rhizome beträgt in der Regel 8 bis 10 Monate. Diese lange Entwicklungszeit ist typisch für tropische Rhizompflanzen und erfordert Geduld vom Gärtner. Nach dem Einpflanzen im Frühjahr zeigen sich die ersten Triebe nach etwa 3-4 Wochen bei optimalen Temperaturen um 25°C. Während der Sommermonate entwickelt sich das üppige Blattwerk, während gleichzeitig unterirdisch die wertvollen Rhizome heranreifen. Die Erntezeit beginnt im Herbst, wenn die oberirdischen Pflanzenteile beginnen zu vergilben und abzusterben - ein natürliches Zeichen dafür, dass die Rhizome ihre volle Größe erreicht haben. Bei manchen Sorten kann auch die Blüte ein Hinweis auf die Erntereife sein. Die lange Wachstumsphase ist notwendig, damit sich der charakteristische Geschmack und die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe wie Curcumin vollständig entwickeln können. Frühere Ernten führen zu kleineren, weniger aromatischen Rhizomen.
  9. Wo kann man qualitative Kurkuma-Rhizome für den Anbau kaufen?
    Qualitative Kurkuma-Rhizome für den Anbau finden Sie in verschiedenen Bezugsquellen. Gut sortierte Bioläden führen oft frische, unbehandelte Rhizome, die sich für die Anzucht eignen. Wochenmärkte bieten häufig regionale Qualität mit Beratung durch erfahrene Händler. Asiatische Supermärkte haben meist eine große Auswahl verschiedener Kurkuma-Sorten. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft gezielt für den Anbau vorbereitete Rhizome mit garantiert keimfähiger Qualität. Beim Kauf sollten Sie auf pralle, feste Rhizome ohne Fäulnisanzeichen achten. Wichtig sind mehrere sichtbare 'Augen' oder Knospen - kleine Erhebungen auf der Oberfläche, aus denen neue Triebe entstehen. Vermeiden Sie weiche, verschrumpelte oder bereits austreibende Rhizome. Die beste Qualität erhalten Sie meist im Frühjahr vor der Pflanzsaison. Online-Händler ermöglichen auch den Bezug spezieller Sorten, die regional nicht verfügbar sind. Achten Sie auf Bio-Qualität, da unbehandelte Rhizome bessere Keimergebnisse zeigen.
  10. Welches Zubehör benötigt man für den erfolgreichen Kurkuma-Anbau?
    Für den erfolgreichen Kurkuma-Anbau benötigen Sie spezielles Gartenzubehör, das optimal auf die Bedürfnisse dieser tropischen Pflanze abgestimmt ist. Große Pflanzgefäße mit mindestens 30 cm Durchmesser und 40 cm Tiefe sind essentiell für die Rhizomentwicklung. Drainage-Material wie Kiesel oder Tonscherben verhindert schädliche Staunässe. Eine hochwertige Erdmischung aus Gartenerde, Kompost und Kokoserde schafft optimale Bodenverhältnisse. Organische Flüssigdünger mit hohem Kaliumanteil fördern die Rhizombildung. Eine Grabegabel erleichtert die schonende Ernte ohne Beschädigung der wertvollen Rhizome. Ein Gießschlauch oder eine Gießkanne mit Brause ermöglicht gleichmäßige Bewässerung. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten oft komplette Anzuchtsets mit allen benötigten Komponenten. Zusätzlich sind Vlies oder mobile Abdeckungen für den Frostschutz sinnvoll. Ein Thermometer hilft bei der Überwachung der optimalen Temperaturbedin​gungen. Scharfe, saubere Messer sind für die Rhizomteilung bei der Vermehrung unverzichtbar. Eine Sprühflasche unterstützt die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit an heißen Tagen.
  11. Welche gesundheitlichen Vorteile bietet Curcumin aus selbst angebautem Kurkuma?
    Curcumin aus selbst angebautem Kurkuma bietet vielfältige gesundheitliche Vorteile, die durch moderne Forschung bestätigt werden. Der Hauptwirkstoff zeigt starke entzündungshemmende Eigenschaften und kann bei Gelenkbeschwerden unterstützend wirken. Curcumin besitzt antioxidative Eigenschaften, die Zellschäden durch freie Radikale reduzieren können. Die Verdauung wird durch die Anregung der Gallensaftproduktion gefördert, was besonders nach fettreichen Mahlzeiten hilfreich ist. Studien deuten auf eine mögliche Stärkung des Immunsystems hin. Selbst angebautes Kurkuma hat den Vorteil der garantiert pestizidfreien Qualität und maximalen Frische. Der Curcumin-Gehalt ist in frischen Rhizomen oft höher als in lange gelagerten Produkten. Traditionell wird Kurkuma in der ayurvedischen Medizin bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. Die Bioverfügbarkeit von Curcumin kann durch die Kombination mit schwarzem Pfeffer verbessert werden. Wichtig ist jedoch, dass Kurkuma kein Ersatz für ärztliche Behandlung darstellt und bei gesundheitlichen Problemen fachlicher Rat gesucht werden sollte.
  12. Wie wirkt sich die Bioverfügbarkeit von Curcumin auf die Nutzung aus?
    Die Bioverfügbarkeit von Curcumin spielt eine entscheidende Rolle für die gesundheitliche Nutzung von Kurkuma. Reines Curcumin wird vom Körper nur schlecht aufgenommen und schnell wieder ausgeschieden, was die therapeutische Wirkung begrenzt. Die Kombination mit schwarzem Pfeffer, speziell dem Wirkstoff Piperin, kann die Aufnahme um bis zu 2000% steigern. Auch Fette und Öle verbessern die Bioverfügbarkeit erheblich - deshalb wird Kurkuma traditionell oft in fettreichen Gerichten oder mit Milch als 'Goldene Milch' konsumiert. Frische Kurkuma-Rhizome aus eigenem Anbau enthalten natürliche Begleitstoffe, die die Aufnahme fördern können. Die Verarbeitung zu Pulver reduziert zwar die Haltbarkeit, konzentriert aber die Wirkstoffe. Moderne Nahrungsergänzungsmittel nutzen spezielle Formulierungen zur Verbesserung der Bioverfügbarkeit. Für den Hausgebrauch empfiehlt sich die Verwendung von frischem Kurkuma in Kombination mit etwas Öl und schwarzem Pfeffer. Die optimale Dosierung und Einnahmeform sollte bei therapeutischer Nutzung mit einem Arzt besprochen werden.
  13. Welche Rolle spielt Kurkuma in der traditionellen Medizin und im Ayurveda?
    Kurkuma nimmt in der traditionellen Medizin und im Ayurveda eine zentrale Stellung als vielseitige Heilpflanze ein. Seit über 4000 Jahren wird Kurkuma in der ayurvedischen Medizin als 'Haridra' geschätzt und gilt als eine der wichtigsten Heilpflanzen. Im Ayurveda wird Kurkuma traditionell zur Reinigung des Blutes, zur Unterstützung der Verdauung und zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt. Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha sollen durch Kurkuma harmonisiert werden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Kurkuma als 'Jiang Huang' zur Förderung der Durchblutung und Lösung von Qi-Stagnationen verwendet. Äußerliche Anwendungen umfassen die Behandlung von Hautproblemen, Wunden und Ekzemen durch Kurkuma-Pasten. Die goldene Farbe symbolisiert in vielen Kulturen Reinheit und göttliche Energie. Moderne Forschung bestätigt viele traditionelle Anwendungen, besonders die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften. Kurkuma wird auch in der traditionellen Küche als verdauungsförderndes Gewürz geschätzt. Diese jahrtausendealte Erfahrung macht Kurkuma zu einer der am besten erforschten Heilpflanzen der Welt.
  14. Wie kann man Turmeric als natürlichen Farbstoff verwenden?
    Turmeric eignet sich hervorragend als natürlicher Farbstoff und verleiht Speisen, Textilien und anderen Materialien eine leuchtend gelbe bis goldene Farbe. In der Küche sorgt bereits eine kleine Menge für die charakteristische Färbung von Reis, Currys und Saucen. Für intensive Farbwirkung lösen Sie Kurkuma-Pulver in etwas warmem Öl oder Wasser auf, bevor Sie es zu den Gerichten geben. Bei der Textil​färbung wird Kurkuma traditionell für Seide und Baumwolle verwendet - die Stoffe werden in einem Sud aus Kurkuma-Pulver und Wasser gekocht. Als Beizmittel verstärkt Alaun oder Essig die Farbfixierung. Kurkuma färbt auch Kosmetik wie selbstgemachte Seifen oder Gesichtsmasken. Achtung: Kurkuma-Flecken sind hartnäckig und können Küchenoberflächen und Kleidung dauerhaft verfärben. Arbeiten Sie daher mit Handschuhen und schützen Sie Arbeitsflächen. Die Farbe verblasst bei Lichteinwirkung, weshalb gefärbte Gegenstände dunkel gelagert werden sollten. Im Gegensatz zu synthetischen Farbstoffen ist Turmeric völlig unbedenklich für Lebensmittel und hautverträglich.
  15. Wie behandelt man häufige Probleme beim Kurkuma-Anbau wie gelbe Blätter?
    Gelbe Blätter bei Kurkuma können verschiedene Ursachen haben und erfordern gezielte Behandlungsmaßnahmen. Überwässerung ist der häufigste Grund - reduzieren Sie sofort die Wassergabe und verbessern Sie die Drainage durch zusätzliche Löcher im Topfboden oder eine Kiesschicht. Bei Staunässe können die Rhizome faulen, daher ist schnelles Handeln wichtig. Nährstoffmangel, besonders Eisenmangel, zeigt sich durch gelbliche Verfärbungen - organischer Flüssigdünger schafft Abhilfe. Zu intensive Sonneneinstrahlung verursacht Verbrennungen - stellen Sie die Pflanze an einen halbschattigen Platz. Temperaturschwankungen unter 15°C führen ebenfalls zu gelben Blättern - sorgen Sie für konstante Wärme zwischen 20-30°C. Schädlinge wie Blattläuse schwächen die Pflanze - bekämpfen Sie diese mit Schmierseifenlösung oder einem kräftigen Wasserstrahl. Vorbeugend helfen regelmäßige Kontrollen, angepasste Bewässerung und ein optimaler Standort. Bei starkem Befall entfernen Sie befallene Blätter sofort. Die richtige Balance aus Feuchtigkeit, Nährstoffen und Standortbedingungen verhindert die meisten Probleme effektiv.
  16. Welche praktischen Tipps gibt es für die Überwinterung von Gelbwurz?
    Die erfolgreiche Überwinterung von Gelbwurz erfordert sorgfältige Vorbereitung und angepasste Pflegemaßnahmen. Beginnen Sie vier Wochen vor dem ersten Frost mit der schrittweisen Reduzierung der Wassergabe und stellen Sie die Düngung komplett ein. Schneiden Sie das vergilbende Laub zurück, um die Energie in die Rhizome zu lenken. Für die Überwinterung bieten sich drei Optionen: Ein heller, kühler Wintergarten bei 10-15°C ist ideal. Alternativ eignen sich ungeheizte Keller oder Garagen, wobei die Temperatur nicht unter 5°C fallen sollte. Die dritte Möglichkeit ist das Ausgraben der Rhizome und deren Lagerung in leicht feuchtem Sand oder Torf bei konstanten 10°C. Während der Ruhephase benötigt Gelbwurz minimal Wasser - kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Rhizome nicht austrocknen oder faulen. Zu viel Feuchtigkeit fördert Fäulnis. Im Frühjahr, wenn die Tage länger werden, topfen Sie die Pflanze in frische Erde um und stellen sie an einen hellen, warmen Ort. Mit Geduld zeigen sich bald neue Triebe für die nächste Wachstumsperiode.
  17. Ist es ein Mythos, dass Kurkuma in Deutschland nicht wachsen kann?
    Es ist definitiv ein Mythos, dass Kurkuma in Deutschland nicht wachsen kann - mit der richtigen Herangehensweise gedeiht diese tropische Pflanze auch bei uns erfolgreich. Der Schlüssel liegt in der Anpassung der Anbaumethoden an unser gemäßigtes Klima. Kurkuma benötigt zwar warme Bedingungen, aber die Topfkultur ermöglicht flexibles Reagieren auf Witterungsveränderungen. Die Pflanze kann bei Kälteeinbrüchen ins Haus geholt werden, was den entscheidenden Unterschied macht. Viele Hobbygärtner berichten von erfolgreichen Ernten nach 8-10 Monaten Wachstumszeit. Wichtig ist der Start im geheizten Innenbereich und das Aussetzen erst nach den letzten Frösten ab Mitte Mai. Die Überwinterung in frostfreien Räumen ist problemlos möglich. Moderne Gewächshäuser und Wintergärten schaffen optimale Bedingungen. Regional gibt es sogar Freilandversuche in weinbaugeeigneten Lagen. Die wachsende Community von Kurkuma-Anbauern in Deutschland beweist, dass dieser Mythos längst widerlegt ist. Mit Geduld und angepasster Pflege lässt sich das goldene Gewürz auch in deutschen Gärten kultivieren.
  18. Welche saisonalen Besonderheiten sind beim Kurkuma-Anbau in Mitteleuropa zu beachten?
    Der Kurkuma-Anbau in Mitteleuropa erfordert besondere Aufmerksamkeit für saisonale Gegebenheiten und klimatische Unterschiede. Im Frühjahr beginnt die Anzucht bereits Ende Februar bis März in geheizten Innenräumen, da Kurkuma eine lange Wachstumszeit benötigt. Das Aussetzen ins Freie erfolgt erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Der kurze mitteleuropäische Sommer erfordert maximale Nutzung der warmen Monate - ein geschützter, halbschattiger Standort optimiert das Wachstum. Besonders im August und September ist intensive Pflege wichtig, da sich die Rhizome ausbilden. Im Herbst müssen die Pflanzen rechtzeitig vor dem ersten Frost eingeräumt werden. Die Überwinterung bei 10-15°C in frostfreien Räumen ist zwingend erforderlich. Im Gegensatz zu tropischen Regionen mit ganzjähriger Vegetationszeit hat Kurkuma hier eine definierte Ruheperiode. Regionale Klimaunterschiede berücksichtigen - in wärmeren Lagen wie Rheinebene oder geschützten Alpentälern sind längere Außenperioden möglich. Die Anpassung des Gießrhythmus an die niedrigere Luftfeuchtigkeit in Mitteleuropa ist ebenfalls wichtig.
  19. Was unterscheidet Kurkumawurzel von Safranwurzel in der Verwendung?
    Kurkumawurzel und Safranwurzel unterscheiden sich grundlegend in Herkunft, Eigenschaften und Verwendungszwecken, obwohl beide als Gewürze und Farbstoffe dienen. Kurkuma stammt aus den Rhizomen der Curcuma longa Pflanze und verleiht Speisen eine goldgelbe Farbe mit mild-würzigem, leicht bitterem Geschmack. Safran hingegen besteht aus den Staubfäden der Crocus sativus Blüte und erzeugt eine intensiv orange-rote Färbung mit süßlich-aromatischem, hochkomplexem Geschmack. In der Küche wird Kurkuma großzügig verwendet und ist erschwinglich, während Safran als teuerstes Gewürz der Welt sparsam dosiert wird. Kurkuma eignet sich für alltägliche Curry-Gerichte, Reis und Gemüse, Safran für exklusive Gerichte wie Paella, Bouillabaisse oder persische Reisgerichte. Gesundheitlich bietet Kurkuma entzündungshemmende Eigenschaften durch Curcumin, Safran enthält antioxidative Carotinoide. Beim Anbau lässt sich Kurkuma in Töpfen kultivieren, während Safran als Zwiebelpflanze im Freiland gedeiht. Beide haben kulturell-religiöse Bedeutung, werden aber in völlig unterschiedlichen Traditionen verwendet.
  20. Wie grenzt sich Curcuma von anderen Rhizompflanzen ab?
    Curcuma grenzt sich durch charakteristische Merkmale deutlich von anderen Rhizompflanzen ab und nimmt eine einzigartige Position ein. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal ist die intensive orange-gelbe Farbe der Rhizome, die durch den hohen Curcumin-Gehalt entsteht - andere Rhizome sind meist beige, braun oder weiß. Geschmacklich ist Curcuma mild-erdig mit leichter Bitterkeit, während Ingwer scharf-brennend und Galgant würzig-pfeffrig schmeckt. Die Rhizomstruktur zeigt bei Curcuma charakteristische Verzweigungen mit deutlich sichtbaren Wachstumsknoten. Botanisch gehört Curcuma zur Familie der Zingiberaceae, unterscheidet sich aber durch spezifische Blattformen und Blütenstände von verwandten Arten. Medizinisch ist der Curcumin-Wirkstoff einzigartig und bietet andere gesundheitliche Eigenschaften als die Scharfstoffe des Ingwers. Beim Anbau benötigt Curcuma längere Reifezeiten (8-10 Monate) als viele andere Rhizompflanzen. Als natürlicher Farbstoff ist Curcuma unübertroffen - keine andere Rhizompflanze erzeugt vergleichbare Gelbfärbung. Die kulturelle Bedeutung in der indischen Küche und im Ayurveda unterscheidet Curcuma fundamental von anderen Rhizomgewächsen.
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