Liliensorten: Von Asiatisch bis Orientalisch

Die Welt der Lilien: Vielfalt und Schönheit im Garten

Lilien bereichern unsere Gärten mit ihrer Eleganz und Farbenpracht. Von klassischen Sorten bis zu modernen Hybriden - die Auswahl ist wirklich beeindruckend und lässt das Herz jedes Hobbygärtners höher schlagen.

Lilien im Überblick: Wichtige Informationen

  • Große Sortenvielfalt: Von Asiatischen bis Orientalischen Hybriden
  • Blütezeit von Juni bis September, je nach Sorte
  • Bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte
  • Benötigen durchlässigen, humosen Boden
  • Vorsicht: Giftig für Katzen!

Lilien: Beliebte Zierpflanzen mit Tradition

Es ist kein Wunder, dass Lilien zu den beliebtesten Zierpflanzen in unseren Gärten zählen. Ihre großen, oft duftenden Blüten in vielfältigen Farben und Formen sind einfach atemberaubend. Ob als Blickfang im Beet, als Schnittblume oder im Topf auf Balkon und Terrasse: Lilien verleihen jedem Garten eine besondere Note.

In meinem eigenen Garten habe ich verschiedene Liliensorten angepflanzt und bin jedes Jahr aufs Neue fasziniert, wie unterschiedlich sie in Wuchs, Blütenform und Duft sein können. Besonders spannend finde ich, dass es für nahezu jeden Standort und Geschmack die passende Lilie zu geben scheint.

Die Vielfalt der Liliensorten: Ein Überblick

Die Welt der Lilien ist erstaunlich vielfältig. Züchter haben im Laufe der Jahre eine beeindruckende Palette an Sorten geschaffen, die sich in Größe, Blütenform, Farbe und Duft unterscheiden. Grob lassen sich Lilien in verschiedene Hauptgruppen einteilen:

Asiatische Hybriden: Vielseitig und robust

Merkmale und Eigenschaften

Asiatische Hybriden sind wahre Allrounder im Garten. Sie zeichnen sich durch ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit aus, was sie besonders für Einsteiger attraktiv macht. Diese Lilien wachsen kompakt, erreichen meist eine Höhe von 60 bis 120 cm und erfreuen uns in der Regel von Juni bis Juli mit ihrer Blütenpracht. Ihre aufrecht oder seitwärts gerichteten Blüten sind oft geruchlos oder nur schwach duftend, was sie für Allergiker interessant machen könnte.

Beliebte Sorten

Zu den beliebten Sorten der Asiatischen Hybriden gehören:

  • 'Enchantment' mit leuchtend orangefarbenen Blüten, die wirklich verzaubern können
  • 'Connecticut King' mit goldgelben Blüten, die wie kleine Sonnen im Beet strahlen
  • 'Navona' mit reinweißen Blüten, die an frisch gefallenen Schnee erinnern

Diese Sorten eignen sich hervorragend für Anfänger, da sie relativ pflegeleicht sind und in den meisten Gärten gut gedeihen. Ich selbst habe mit 'Enchantment' begonnen und war von der Leuchtkraft der Blüten begeistert.

Orientalische Hybriden: Duftende Schönheiten

Charakteristika und Besonderheiten

Orientalische Hybriden bestechen durch ihre großen, oft stark duftenden Blüten und ihre kräftigen Farben. Diese Lilien werden meist höher als Asiatische Hybriden, oft 90 bis 180 cm, und blühen später im Jahr, typischerweise von Juli bis August. Ihr intensiver Duft kann an lauen Sommerabenden den ganzen Garten erfüllen.

Populäre Varietäten

Einige der bekannten Sorten der Orientalischen Hybriden sind:

  • 'Stargazer' mit pink-weißen, duftenden Blüten, die wirklich den Blick in den Himmel lenken
  • 'Casa Blanca' mit großen, reinweißen Blüten, die an elegante Hochzeitskleider erinnern
  • 'Mona Lisa' mit zartrosa Blüten und dunklen Flecken, die wie ein lebendiges Gemälde wirken

Diese Sorten sind echte Hingucker im Garten und eignen sich auch hervorragend als Schnittblumen. In meiner Erfahrung ist 'Stargazer' ein wahrer Duftstar, der selbst hartgesottene Lilienskeptiker überzeugen kann.

Longiflorum-Hybriden: Elegante Trompeten

Typische Merkmale

Longiflorum-Hybriden, auch als Trompetenlilien bekannt, zeichnen sich durch ihre langen, trompetenförmigen Blüten aus. Sie haben meist weiße oder cremefarbene Blüten und einen angenehmen, subtilen Duft. Diese Lilien werden oft 80 bis 150 cm hoch und blühen von Juni bis Juli, wobei sie eine majestätische Präsenz im Garten entfalten.

Bekannte Sorten

Einige beliebte Sorten der Longiflorum-Hybriden sind:

  • 'White Heaven' mit reinweißen, duftenden Blüten, die wie kleine Engelsposaunen wirken
  • 'White American' mit großen, weißen Trompetenblüten, die an einen festlichen Empfang erinnern
  • 'Pink Heaven' mit zartrosa Blüten, die einen Hauch von Romantik in den Garten bringen

Trompetenlilien sind elegant und verleihen jedem Garten einen besonderen Charakter. Ich habe festgestellt, dass sie besonders gut in formalen Gartengestaltungen zur Geltung kommen.

Die Vielfalt der Liliensorten bietet für jeden Garten und Geschmack die passende Pflanze. Ob man nun die robusten Asiatischen Hybriden, die duftenden Orientalischen Hybriden oder die eleganten Trompetenlilien bevorzugt - Lilien sind eine wahre Bereicherung für jeden Garten. In meiner Erfahrung lohnt es sich, verschiedene Sorten zu kombinieren, um über einen längeren Zeitraum hinweg blühende Lilien im Garten zu haben. So kann man von Juni bis in den September hinein die Pracht dieser faszinierenden Pflanzen genießen.

Vielfalt der Liliensorten: Von Tigerlilien bis Zwerglilien

Die Welt der Lilien ist wirklich erstaunlich vielfältig. Neben den bereits erwähnten Asiatischen und Orientalischen Hybriden gibt es noch weitere faszinierende Sorten, die jeden Garten bereichern können. Lassen Sie uns einen Blick auf einige dieser Schönheiten werfen.

Tigerlilien: Wilde Schönheiten im Garten

Tigerlilien (Lilium lancifolium) sind echte Hingucker mit ihren gefleckten Blüten. Die orangefarbenen Blütenblätter, übersät mit dunklen Punkten, verleihen ihnen ein unverwechselbares Aussehen. Diese robusten Pflanzen können beeindruckende 1,5 Meter Höhe erreichen und erfreuen uns typischerweise von Juli bis August mit ihrer Blütenpracht.

Was ich besonders faszinierend an Tigerlilien finde, ist ihre Fähigkeit zur Selbstvermehrung. An den Blattachseln bilden sich kleine Brutzwiebeln, die abfallen und neue Pflanzen bilden können. Das macht sie zu einer dankbaren Sorte für all jene, die ihren Lilienbestand erweitern möchten, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.

Im Garten setzen Tigerlilien wunderbare Akzente in Staudenbeeten oder dienen als prächtige Hintergrundpflanze für niedrigere Gewächse. Ihre lebhaften Farben harmonieren besonders gut mit Blau- und Violetttönen anderer Sommerblüher.

Gefüllte Lilien: Opulente Blütenpracht

Gefüllte Lilien sind wahre Schmuckstücke unter den Züchtungen. Bei ihnen haben sich die Staubblätter zu zusätzlichen Blütenblättern entwickelt, was zu einer üppigen und vollen Blüte führt. Die Blüten erinnern oft an kleine Rosen oder Pfingstrosen und verleihen dem Garten eine besondere Note.

Zu den beliebten gefüllten Sorten gehören beispielsweise die 'Double Sensation' mit cremefarbenen, pink geränderten Blüten oder die 'Lotus Wonder' mit zart rosa Blüten, die mich immer an Seerosen erinnern.

Als Schnittblumen sind gefüllte Lilien schlichtweg beeindruckend. Ihre opulenten Blüten halten sich in der Vase oft länger als einfache Liliensorten und sorgen für prachtvolle Arrangements. Ein einzelner Stängel kann schon einen atemberaubenden Blickfang schaffen.

Topf- oder Zwerglilien: Kompakte Schönheiten für Balkon und Terrasse

Für Gartenfreunde mit begrenztem Platz oder für die Kultur in Gefäßen sind Topf- oder Zwerglilien ideal. Diese kompakten Sorten wurden speziell für Töpfe und Kübel gezüchtet und bringen die Pracht der Lilien auch auf kleinste Flächen.

Zwerglilien erreichen meist eine Höhe von 30 bis 60 Zentimetern, was sie perfekt für kleinere Räume macht. Trotz ihrer geringen Größe versprühen sie den ganzen Charme und Duft ihrer größeren Verwandten - sei es im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon.

Besonders angetan bin ich von Sorten wie der 'Tiny Bee' mit ihren leuchtend gelben Blüten oder der 'Tiny Ghost' mit dunkelroten, fast schwarzen Blüten. Diese Zwerglilien machen sich hervorragend in Balkonkästen oder als Eyecatcher in Kübeln auf der Terrasse.

Ein großer Vorteil der Topflilien ist ihre Flexibilität. Je nach Blütezeit und Witterung können sie verschoben werden, und sie lassen sich wunderbar mit anderen Kübelpflanzen kombinieren. So können Sie immer wieder neue, abwechslungsreiche Gestaltungen kreieren.

Der perfekte Standort für Lilien

Nachdem wir uns verschiedene faszinierende Liliensorten angeschaut haben, ist es wichtig, den idealen Standort für diese prächtigen Pflanzen zu finden. Lilien haben spezifische Anforderungen an Licht, Boden und Feuchtigkeit, die erfüllt werden sollten, damit sie ihre volle Schönheit entfalten können.

Optimale Lichtverhältnisse für üppiges Wachstum

Lilien sind echte Sonnenanbeter, kommen aber auch mit Halbschatten zurecht. Der ideale Standort bietet ihnen 6 bis 8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein leicht schattiger Platz am Nachmittag die empfindlichen Blüten vor zu starker Hitze schützen.

Beobachten Sie den Sonnenverlauf in Ihrem Garten und wählen Sie einen Platz, der morgens und vormittags volle Sonne bietet, aber nachmittags etwas Schutz vor der prallen Mittagssonne gewährt. Dies ist besonders wichtig für Sorten mit zarten Blüten wie die gefüllten Lilien.

Bodenanforderungen für gesunde Lilien

Lilien gedeihen am besten in einem nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral sein, idealerweise zwischen 6,0 und 7,0. Haben Sie schwere, lehmige Böden, empfehle ich, diese vor der Pflanzung mit Sand oder Kompost zu verbessern, um die Drainage zu erhöhen.

Ein hoher Humusanteil im Boden ist für Lilien von Vorteil. Mischen Sie vor der Pflanzung großzügig gut verrotteten Kompost oder Lauberde unter die Gartenerde. Dies verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern versorgt die Pflanzen auch mit wichtigen Nährstoffen.

Drainage und Feuchtigkeit: Schlüssel zum Erfolg

Lilien mögen es feucht, aber sie vertragen keine Staunässe. Eine gute Drainage ist daher unerlässlich. Stellen Sie sicher, dass das Wasser nach dem Gießen oder Regen schnell abfließen kann. Bei der Kultur in Töpfen und Kübeln sind Abzugslöcher und eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton wichtig.

Während der Wachstumsphase benötigen Lilien regelmäßige Bewässerung. Der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, eine Mulchschicht aus Rindenhäcksel oder Laub aufzubringen. Das hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und schützt gleichzeitig die Wurzeln vor Überhitzung.

Mit der richtigen Standortwahl und Bodenvorbereitung schaffen Sie beste Voraussetzungen für gesunde, prächtige Lilien. Ob im Gartenbeet oder im Kübel auf der Terrasse - diese vielseitigen Pflanzen werden Sie mit ihrer Blütenpracht belohnen und Ihren Garten in ein wahres Blütenparadies verwandeln.

Pflanzung von Lilien: Der richtige Zeitpunkt und die perfekte Technik

Wer Lilien im Garten haben möchte, sollte bei der Pflanzung besonders sorgfältig vorgehen. In meiner langjährigen Erfahrung hat sich gezeigt, dass der richtige Zeitpunkt und die passende Methode maßgeblich über den späteren Erfolg entscheiden.

Wann ist die beste Zeit für die Lilienpflanzung?

Man kann Lilienzwiebeln sowohl im Frühjahr als auch im Herbst pflanzen. Persönlich bevorzuge ich den Herbst, da die Zwiebeln dann noch vor dem Winter Wurzeln bilden können. Der Zeitraum von September bis November eignet sich meiner Meinung nach am besten.

Wie tief und mit welchem Abstand sollten Lilien gepflanzt werden?

Eine Faustregel besagt, dass Lilienzwiebeln etwa dreimal so tief gepflanzt werden sollten, wie sie hoch sind. Bei den meisten Sorten läuft das auf eine Tiefe von 10 bis 15 cm hinaus. Was den Abstand betrifft, empfehle ich 20 bis 30 cm zwischen den Zwiebeln - je nach Sorte und gewünschtem Effekt.

Vorbereitung der Lilienzwiebeln

Bevor Sie die Zwiebeln in die Erde bringen, lohnt sich ein genauer Blick. Entfernen Sie beschädigte oder weiche Stellen. Ein kurzes Bad in lauwarmem Wasser kann Wunder wirken und das Anwachsen fördern.

Lilien in Töpfen und Kübeln

Lilien eignen sich auch wunderbar für Gefäße. Ich rate zu einem Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser und guter Drainage. Verwenden Sie nährstoffreiche, gut durchlässige Erde und denken Sie an regelmäßiges Gießen.

So bleiben Ihre Lilien gesund und blühfreudig

Die richtige Pflege ist der Schlüssel zu üppig blühenden Lilien. Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie beachten sollten:

Wässerung: Der Schlüssel zu gesundem Wachstum

Lilien mögen es gleichmäßig feucht, vertragen aber keine Staunässe. Gießen Sie regelmäßig, besonders in Trockenperioden. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Ein einfacher Test: Stecken Sie Ihren Finger in die Erde. Ist sie in 5 cm Tiefe noch feucht, können Sie mit dem Gießen noch etwas warten.

Düngung für kräftige Lilien

Lilien sind echte Nährstoff-Liebhaber. Im Frühjahr verwende ich gerne einen organischen Volldünger. Während der Wachstumsphase dünge ich alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger nach. Nach der Blüte stelle ich die Düngung ein, um die Pflanze auf die Winterruhe vorzubereiten.

Mulchen: Schutz und Nährstofflieferant in einem

Eine Mulchschicht aus Kompost oder Rindenmulch ist Gold wert. Sie hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und liefert zusätzliche Nährstoffe. Achten Sie darauf, dass der Mulch nicht direkt an den Stängeln anliegt, um Fäulnis zu vermeiden.

Stützen für hohe Sorten

Viele Liliensorten werden über einen Meter hoch. Um Knicken zu verhindern, bringe ich rechtzeitig Stützen an. Dekorative Metallstäbe oder natürliche Bambusrohre fügen sich harmonisch ins Gartenbild ein.

Überwinterung: So kommen Lilien gut durch die kalte Jahreszeit

Die meisten Lilien sind zwar winterhart, brauchen aber etwas Schutz. Ich schneide die abgestorbenen Stängel bodennah ab und bedecke den Boden mit einer Schicht Laub oder Reisig. Lilien in Töpfen überwintern am besten an einem kühlen, frostfreien Ort.

Vermehrung von Lilien: So vergrößern Sie Ihren Bestand

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Lilien zu vermehren:

Teilung der Zwiebeln

Alle drei bis vier Jahre können Sie Lilienzwiebeln teilen. Der beste Zeitpunkt dafür ist meiner Erfahrung nach der Spätsommer oder frühe Herbst. Graben Sie die Zwiebeln vorsichtig aus und trennen Sie die Tochterzwiebeln ab. Diese sollten Sie sofort wieder einpflanzen.

Brutzwiebeln: Kleine Helfer zur Vermehrung

Viele Liliensorten bilden Brutzwiebeln an den Blattachseln oder unterirdisch. Diese können Sie vorsichtig abnehmen und in Anzuchttöpfe pflanzen. Nach ein bis zwei Jahren entwickeln sich daraus blühfähige Pflanzen.

Mit diesen Tipps zur Pflanzung, Pflege und Vermehrung von Lilien können Sie sich an diesen prachtvollen Blumen erfreuen. Denken Sie daran: Jeder Garten ist einzigartig, und manchmal braucht es etwas Experimentierfreude, um die optimale Methode für Ihre Lilien zu finden. Viel Spaß beim Gärtnern!

Wenn Lilien kränkeln: Herausforderungen und Lösungen

So robust Lilien auch sein mögen, sie sind nicht immun gegen Krankheiten und Schädlinge. Ein häufiger Übeltäter ist der Grauschimmel, der besonders bei feuchtwarmer Witterung sein Unwesen treibt. Entdecken Sie befallene Pflanzenteile, sollten Sie diese zügig entfernen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Das klingt drastisch, ist aber oft der beste Weg, um den Rest der Pflanze zu retten.

Ein weiterer Quälgeist ist das Lilienhähnchen - ein kleiner roter Käfer, der sich gerne über die Blätter hermacht. Oft reicht es aus, diese Plagegeister per Hand abzusammeln. Bei hartnäckigem Befall greifen viele Gärtner zu biologischen Pflanzenschutzmitteln, was ich persönlich nur als letzte Option empfehle.

Vorbeugen ist besser als heilen

Die beste Strategie gegen Krankheiten und Schädlinge ist immer noch die Prävention. Schaffen Sie optimale Wachstumsbedingungen für Ihre Lilien: ein sonniger Standort, gute Durchlüftung und auf keinen Fall Staunässe. Regelmäßiges Entfernen welker Blüten und Blätter hält die Pflanzen nicht nur optisch ansprechend, sondern auch gesund.

Lilien als Gartenstars und Schnittblumen

Lilien sind wahre Multitalente in der Gartengestaltung. In Gruppen gepflanzt, setzen sie kraftvolle Farbakzente. Die hohen Sorten eignen sich hervorragend als Hintergrund für niedrigere Stauden, während sich kleinere Lilien in Steingärten oder am Beetrand wunderbar machen.

Perfekte Partner für Lilien

In meinem Garten habe ich festgestellt, dass Lilien besonders gut mit Rittersporn, Phlox oder Sonnenhut harmonieren. Ein spannender Kontrast entsteht, wenn man sie mit Gräsern kombiniert. Wichtig ist bei der Planung, den Lilien genügend Raum zu geben - sie mögen es nicht, wenn ihnen andere Pflanzen zu sehr auf die Pelle rücken.

Vom Garten in die Vase

Viele Liliensorten machen sich auch prächtig als Schnittblumen. Für die längste Haltbarkeit in der Vase schneide ich die Blüten, wenn sich die ersten Knospen gerade öffnen. Ein kleiner Tipp: Entfernen Sie die Staubgefäße. Das verhindert nicht nur lästige Pollenflecken, sondern verlängert auch die Blütezeit.

Ein Wort der Vorsicht für Katzenbesitzer

So schön Lilien auch sind, für Katzenbesitzer gilt besondere Vorsicht. Alle Pflanzenteile, von den Pollen über die Blätter bis zum Stängel, können für unsere felinen Freunde gefährlich sein. Selbst kleine Mengen können zu ernsthaften Nierenproblemen führen.

Alternativen für Katzenliebhaber

Als Katzenbesitzer sollten Sie den Anbau von Lilien sorgfältig abwägen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, platzieren Sie die Pflanzen an Stellen, die für Ihre Katze unerreichbar sind. Alternativ gibt es viele katzenfreundliche Pflanzen, die ebenso schön sind und Ihren Garten bereichern können.

Die faszinierende Welt der Lilien

Die Vielfalt der Lilien ist wirklich beeindruckend. Von den opulenten Orientalischen Hybriden bis zu den zierlichen Asiaten - für jeden Geschmack und Garten ist etwas dabei. Ihre oft duftenden Blüten sind echte Hingucker und können einen Garten regelrecht verwandeln.

Trotz der möglichen Herausforderungen überwiegen für mich eindeutig die positiven Aspekte dieser Pflanzen. Mit der richtigen Pflege und am passenden Standort belohnen Lilien mit einer prächtigen Blüte, die sich über eine lange Zeit erstreckt.

Ob als einzelne Prachtexemplare, in Gruppen oder als Schnittblumen in der Vase - Lilien bereichern jeden Garten auf ihre ganz besondere Art. Ich kann nur jedem empfehlen, es selbst einmal mit Lilien zu versuchen. Der Moment, wenn die ersten selbst gezogenen Lilien erblühen, ist einfach unbeschreiblich. Für einen farbenfrohen und duftenden Sommergarten sind Lilien einfach unschlagbar.

Tags: Lilien
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Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Liliensorten eignen sich am besten für Anfänger im Garten?
    Für Garteneinsteiger sind Asiatische Hybriden die beste Wahl. Sie zeichnen sich durch ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit aus, was sie besonders pflegeleicht macht. Bewährte Anfängersorten sind 'Enchantment' mit leuchtend orangefarbenen Blüten, 'Connecticut King' mit goldgelben Blüten und 'Navona' mit reinweißen Blüten. Diese Sorten erreichen eine moderate Höhe von 60-120 cm und blühen zuverlässig von Juni bis Juli. Sie sind weniger anspruchsvoll bezüglich Standort und Boden als andere Lilienarten und verzeihen kleinere Pflegefehler. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl hochwertiger Lilienzwiebeln für Anfänger und beraten kompetent bei der Sortenauswahl. Die meisten Asiatischen Hybriden sind zudem geruchlos oder nur schwach duftend, was sie auch für empfindliche Personen geeignet macht.
  2. Wann ist die optimale Blütezeit für verschiedene Liliensorten?
    Die Blütezeit von Lilien erstreckt sich von Juni bis September, abhängig von der jeweiligen Sorte. Asiatische Hybriden blühen als erste, typischerweise von Juni bis Juli, und läuten die Liliensaison ein. Longiflorum-Hybriden (Trompetenlilien) folgen von Juni bis Juli mit ihren eleganten, trompetenförmigen Blüten. Orientalische Hybriden blühen später im Jahr von Juli bis August mit ihren großen, oft stark duftenden Blüten. Tigerlilien zeigen ihre charakteristischen gefleckten Blüten von Juli bis August. Durch geschickte Sortenwahl kann man eine kontinuierliche Lilienblüte über drei bis vier Monate erreichen. Gefüllte Lilien blühen je nach Sorte zwischen Juni und August. Die genaue Blütezeit hängt auch von Witterung, Standort und regionalen Klimabedingungen ab. Frühe Sorten beginnen bereits Ende Mai, späte Sorten können bis in den September hinein blühen.
  3. Wie unterscheiden sich Asiatische Hybriden von Orientalischen Hybriden bei Lilien?
    Asiatische und Orientalische Hybriden unterscheiden sich in mehreren wichtigen Aspekten. Asiatische Hybriden sind kompakter und erreichen meist 60-120 cm Höhe, während Orientalische Hybriden größer werden und oft 90-180 cm erreichen. Die Blütezeit der Asiatischen Hybriden liegt früher im Jahr (Juni-Juli), Orientalische blühen später (Juli-August). Ein markanter Unterschied ist der Duft: Asiatische Hybriden sind geruchlos oder schwach duftend, während Orientalische Hybriden für ihre intensiven, oft süßlichen Düfte bekannt sind. Die Blütengröße variiert ebenfalls – Orientalische Hybriden haben meist größere, auffälligere Blüten. Asiatische Hybriden sind robuster und pflegeleichter, was sie für Anfänger ideal macht. Orientalische Hybriden sind anspruchsvoller, aber beeindrucken durch ihre opulenten, duftenden Blüten. Beide Gruppen bieten eine Vielzahl von Farben und Mustern für jeden Gartenstil.
  4. Warum sind Lilien für Katzenbesitzer besonders gefährlich?
    Lilien sind für Katzen extrem giftig und können bereits in kleinen Mengen lebensbedrohliche Vergiftungen verursachen. Alle Pflanzenteile sind toxisch – Blüten, Blätter, Stängel, Pollen und sogar das Blumenwasser in der Vase. Besonders gefährlich sind echte Lilien wie Orientalische und Asiatische Hybriden sowie Tigerlilien. Schon das Lecken von Pollen oder das Knabbern an Blättern kann schwere Nierenschäden verursachen. Symptome einer Lilienvergiftung sind Erbrechen, Appetitlosigkeit, Lethargie und verminderte Urinproduktion. Ohne sofortige tierärztliche Behandlung kann Nierenversagen zum Tod führen. Katzenbesitzer sollten entweder völlig auf Lilien verzichten oder sie an für Katzen unzugänglichen Stellen platzieren. Als Alternative gibt es viele katzenfreundliche Pflanzen, die ebenfalls schön blühen. Bei Verdacht auf eine Lilienvergiftung ist sofortige tierärztliche Hilfe erforderlich – jede Minute zählt.
  5. Welche besonderen Eigenschaften haben gefüllte Lilien im Vergleich zu einfachen Blüten?
    Gefüllte Lilien entstehen durch die Umwandlung der Staubblätter in zusätzliche Blütenblätter, was zu einer üppigen, vollen Blüte führt. Diese Blüten erinnern an Rosen oder Pfingstrosen und verleihen dem Garten eine besonders opulente Note. Ein großer Vorteil gefüllter Lilien ist ihre längere Haltbarkeit als Schnittblumen – die dichten Blüten bleiben in der Vase länger frisch. Da die Staubgefäße zu Blütenblättern umgewandelt sind, entsteht kein Pollen, was diese Lilien für Allergiker interessant macht und Pollenflecken verhindert. Beliebte gefüllte Sorten sind 'Double Sensation' mit cremefarbenen, pink geränderten Blüten und 'Lotus Wonder' mit zartrosa Blüten. Der Nachteil: Gefüllte Lilien können sich nicht über Samen vermehren, da die Fortpflanzungsorgane umgewandelt sind. Sie sind meist auch etwas anspruchsvoller in der Pflege als einfache Liliensorten, belohnen aber mit außergewöhnlicher Blütenpracht.
  6. Worin unterscheiden sich Trompetenlilien von anderen Liliensorten?
    Trompetenlilien (Longiflorum-Hybriden) zeichnen sich durch ihre charakteristische Blütenform aus – lange, trompetenförmige Blüten, die meist weiß oder cremefarben sind. Sie erreichen eine imposante Höhe von 80-150 cm und entfalten eine majestätische Präsenz im Garten. Die Blüten sind horizontal oder leicht nach unten geneigt, im Gegensatz zu den oft aufwärts gerichteten Blüten anderer Liliensorten. Trompetenlilien haben einen angenehmen, subtilen Duft – weniger intensiv als Orientalische Hybriden, aber deutlicher als Asiatische. Ihre Blütezeit liegt von Juni bis Juli. Bekannte Sorten sind 'White Heaven' und 'White American' mit reinweißen Blüten sowie 'Pink Heaven' mit zartrosa Tönen. Diese Lilien eignen sich besonders gut für formale Gartengestaltungen und schaffen elegante Akzente. Sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte mit gut durchlässigem, humusreichem Boden. Als Schnittblumen sind Trompetenlilien sehr beliebt und halten sich lange in der Vase.
  7. Welche Pflanztiefe ist bei Lilienzwiebeln richtig und warum?
    Die Faustregel für Lilienzwiebeln lautet: Pflanztiefe = dreimal die Zwiebelhöhe. Bei den meisten Sorten entspricht dies einer Tiefe von 10-15 cm. Diese Tiefe ist wichtig, da Lilien Stängelwurzeln ausbilden, die oberhalb der Zwiebel aus dem Stängel wachsen. Diese Wurzeln sind entscheidend für die Nährstoff- und Wasserversorgung der Pflanze. Bei zu flacher Pflanzung können sich diese wichtigen Wurzeln nicht richtig entwickeln. Die richtige Tiefe schützt die Zwiebeln auch vor Temperaturschwankungen und Frost. Große Zwiebeln werden tiefer gepflanzt als kleine. In schweren Böden kann die Pflanztiefe etwas reduziert werden, in leichten Böden entsprechend erhöht. Die Zwiebel wird mit der Spitze nach oben in das Pflanzloch gesetzt und mit lockerer, humusreicher Erde bedeckt. Eine Drainageschicht aus Sand am Boden des Pflanzlochs verhindert Staunässe und Fäulnis.
  8. Wie lassen sich Tigerlilien durch Brutzwiebeln natürlich vermehren?
    Tigerlilien (Lilium lancifolium) besitzen die einzigartige Fähigkeit, sich über Brutzwiebeln zu vermehren, die sich an den Blattachseln bilden. Diese kleinen, dunklen Zwiebeln entwickeln sich während der Sommermonate zwischen Juli und September. Sie fallen von selbst zu Boden und können dort anwurzeln – so entstehen neue Pflanzen auf natürliche Weise. Für die gezielte Vermehrung sammelt man die reifen Brutzwiebeln im Spätsommer oder Herbst. Sie sind bereit zur Ernte, wenn sie sich leicht ablösen lassen und eine dunkle Farbe haben. Die Brutzwiebeln können sofort wieder eingepflanzt oder über Winter kühl und trocken gelagert werden. Sie werden etwa 2-3 cm tief in nährstoffreiche, gut durchlässige Erde gesetzt. Im ersten Jahr entwickeln sich nur Blätter, die Blütenfähigkeit erreichen die Jungpflanzen nach 2-3 Jahren. Diese Vermehrungsmethode ist besonders effektiv, da eine einzelne Tigerlilie bis zu 20 Brutzwiebeln produzieren kann.
  9. Wo kann man hochwertige Lilienzwiebeln am besten kaufen?
    Hochwertige Lilienzwiebeln erhält man am besten bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die auf Qualität und Sortenvielfalt setzen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl erstklassiger Lilienzwiebeln verschiedener Sorten und beraten kompetent bei der Auswahl. Wichtige Qualitätskriterien sind feste, unbeschädigte Zwiebeln ohne Schimmel oder weiche Stellen. Die Zwiebeln sollten trocken und kühl gelagert worden sein. Gute Anbieter informieren über Herkunft, Sortenreinheit und Pflanzanleitungen. Online-Gartenshops haben oft das größere Sortiment, während lokale Gärtnereien persönliche Beratung bieten. Der beste Kaufzeitpunkt ist von August bis November für die Herbstpflanzung. Beim Kauf sollte man auf die richtige Größe der Zwiebeln achten – größere Zwiebeln blühen meist im ersten Jahr zuverlässiger. Seriöse Händler bieten Garantien auf die Blühfähigkeit und ersetzen nicht blühende Zwiebeln.
  10. Bei welchen Gartenshops findet man die größte Auswahl an Liliensorten?
    Die größte Sortenauswahl findet man bei spezialisierten Online-Gartenshops und Fachhändlern, die sich auf Blumenzwiebeln spezialisiert haben. Etablierte Gartencenter wie samen.de führen umfangreiche Sortimente mit Asiatischen Hybriden, Orientalischen Hybriden, Trompetenlilien, Tigerlilien und gefüllten Sorten. Online-Shops haben meist das breiteste Angebot, da sie nicht durch Lagerflächen begrenzt sind. Viele führen 50-100 verschiedene Liliensorten von bekannten Züchtern. Besonders gut sortierte Anbieter haben auch seltene Sorten und Neuheiten im Programm. Große Gartencenter bieten oft 20-30 Standardsorten, dafür mit persönlicher Beratung. Spezialisierte Staudengärtnereien konzentrieren sich auf bewährte Sorten in Spitzenqualität. Der Vorteil großer Sortimente liegt in der Möglichkeit, verschiedene Blütezeiten, Höhen und Farben zu kombinieren. Wichtig ist, dass der Shop Sorteninformationen zu Wuchshöhe, Blütezeit und Standortansprüchen bereitstellt.
  11. Welche Bodenbeschaffenheit benötigen Lilienpflanzen für optimales Wachstum?
    Lilien gedeihen am besten in nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden mit hohem Humusanteil. Der Boden sollte locker und krümelig sein, damit sich die wichtigen Stängelwurzeln gut entwickeln können. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Zwiebelfäulnis führt. Bei schweren, lehmigen Böden ist eine Verbesserung mit Sand, Kompost oder Lauberde notwendig. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0 – leicht sauer bis neutral. Ein hoher Humusgehalt ist vorteilhaft, da er Nährstoffe speichert und die Bodenstruktur verbessert. Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber nie nass sein. Eine gute Drainage ist essentiell – bei Bedarf sollte eine Drainageschicht aus Kies oder grobem Sand eingebaut werden. Der Boden sollte tiefgründig gelockert werden, da Lilienwurzeln tief reichen. Eine Mulchschicht aus Kompost oder Lauberde schützt vor Austrocknung und liefert zusätzliche Nährstoffe.
  12. Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens das Wachstum von Liliengewächsen?
    Der pH-Wert des Bodens hat enormen Einfluss auf das Wachstum und die Gesundheit von Lilien. Der optimale Bereich liegt zwischen 6,0 und 7,0 – von leicht sauer bis neutral. In diesem pH-Bereich können Lilien Nährstoffe am besten aufnehmen. Bei zu saurem Boden (pH unter 6,0) können wichtige Nährstoffe wie Phosphor und Kalzium schwer verfügbar werden, was zu schwächerem Wachstum führt. Zu alkalische Böden (pH über 7,5) können Eisenmangel verursachen, erkennbar an gelben Blättern mit grünen Adern. Die meisten Liliensorten reagieren empfindlich auf stark alkalische Bedingungen. Eine pH-Wert-Messung mit einem Bodentestkit gibt Aufschluss über die aktuellen Verhältnisse. Saure Böden können mit Gartenkalk angehoben werden, alkalische Böden mit Kompost oder Schwefel gesenkt werden. Regelmäßige pH-Kontrollen alle 2-3 Jahre sind empfehlenswert, da sich der Wert durch Düngung und Witterung verändern kann.
  13. Welche Nährstoffe sind für die Düngung von Gartenlilien besonders wichtig?
    Lilien benötigen eine ausgewogene Nährstoffversorgung für optimales Wachstum und reiche Blüte. Besonders wichtig sind die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff fördert das Blattwachstum und sollte vor allem in der Wachstumsphase im Frühjahr gegeben werden. Phosphor ist entscheidend für die Blütenbildung und Wurzelentwicklung. Kalium stärkt die Pflanzen und verbessert die Winterhärte. Ein ausgewogener NPK-Dünger im Verhältnis 10-10-10 oder ähnlich ist ideal. Zusätzlich benötigen Lilien Spurenelemente wie Magnesium, Eisen und Bor. Organische Dünger wie Kompost oder gut verrotteter Mist sind besonders wertvoll, da sie langfristig Nährstoffe freisetzen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen spezielle Liliendünger mit optimaler Nährstoffzusammensetzung. Gedüngt wird im Frühjahr beim Austrieb und nach der Blüte zur Stärkung der Zwiebeln. Überdüngung, besonders mit Stickstoff, sollte vermieden werden, da sie zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blüten führt.
  14. Wie entwickelt sich das Wurzelsystem von Zwiebellilien im Jahresverlauf?
    Das Wurzelsystem von Lilien entwickelt sich in zwei Phasen und besteht aus Zwiebel- und Stängelwurzeln. Die Zwiebel bildet bereits im Herbst nach der Pflanzung erste Wurzeln aus der Basis, die zur Verankerung und grundlegenden Nährstoffaufnahme dienen. Diese Wurzeln sind mehrjährig und bleiben auch im Winter aktiv. Im Frühjahr beim Austrieb entwickeln sich zusätzlich die charakteristischen Stängelwurzeln oberhalb der Zwiebel direkt aus dem Stängel. Diese sind besonders wichtig für die Wasser- und Nährstoffversorgung während der Wachstumsphase. Stängelwurzeln sterben nach der Blüte ab und werden jedes Jahr neu gebildet. Nach der Blüte konzentriert die Pflanze ihre Energie auf die Einlagerung von Nährstoffen in die Zwiebel für das nächste Jahr. Die Zwiebel verdickt sich und bildet eventuelle Tochterzwiebeln. Im Herbst stirbt der oberirdische Teil ab, aber die Zwiebel bleibt aktiv und bildet bereits Knospen für das Folgejahr.
  15. Wie schneidet man Lilien nach der Blüte richtig ab?
    Nach der Blüte sollten Lilien stufenweise zurückgeschnitten werden, um die Pflanze optimal zu stärken. Zunächst entfernt man nur die verblühten Blütenstände, lässt aber den Stängel mit den Blättern stehen. Dies verhindert die Samenbildung und lenkt die Energie zur Zwiebel. Die Blätter sind wichtig für die Photosynthese und Nährstoffeinlagerung. Erst wenn die Blätter im Herbst gelb werden und absterben, schneidet man den Stängel bodennah ab. Der beste Zeitpunkt ist meist Ende Oktober bis November. Für den Rückschnitt verwendet man saubere, scharfe Gartenscheren, um Infektionen zu vermeiden. Professionelle Gärtner setzen auf hochwertige Schneidwerkzeuge, wie sie etablierte Gartenfachhändler wie samen.de anbieten. Wichtig ist, nie grüne Pflanzenteile zu entfernen, da diese noch Nährstoffe produzieren. Bei Schnee sollte der abgestorbene Stängel als natürlicher Schutz stehen bleiben. Das abgeschnittene Material kann kompostiert werden, sollte aber bei Krankheitsbefall entsorgt werden.
  16. Welche Werkzeuge benötigt man für die professionelle Lilienpflege?
    Für die professionelle Lilienpflege sind einige spezielle Werkzeuge unverzichtbar. Eine scharfe, saubere Gartenschere ist das wichtigste Tool zum Rückschnitt verblühter Stängel und Blätter. Für das Pflanzen und Umpflanzen benötigt man einen stabilen Spaten oder eine Pflanzschaufel. Ein Handgrubber ist hilfreich zum Lockern des Bodens um die Pflanzen herum. Zur Kontrolle der Bodenfeuchtigkeit ist ein Feuchtigkeitsmesser oder einfach ein langer Holzstab nützlich. Gießkannen mit feiner Brause schonen empfindliche Triebe beim Wässern. Stützstäbe aus Bambus oder Metall sind für hohe Sorten unerlässlich, ebenso wie Bindedraht oder weiche Pflanzenbinder. Spezialisierte Gartenhändler wie samen.de führen komplette Werkzeugsortimente für die professionelle Lilienpflege. Ein pH-Testset hilft bei der Bodenanalyse. Für die Düngung sind Streuwagen oder Sprühgeräte praktisch. Wichtig ist, alle Werkzeuge sauber zu halten und regelmäßig zu desinfizieren, um Krankheitsübertragung zu verhindern.
  17. Stimmt es, dass alle Lilienblumen stark duften?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum – nicht alle Lilien duften stark oder überhaupt. Die Intensität des Dufts variiert erheblich zwischen den verschiedenen Liliengruppen. Orientalische Hybriden wie 'Stargazer' oder 'Casa Blanca' sind bekannt für ihre intensiven, oft süßlichen Düfte, die ganze Gärten erfüllen können. Trompetenlilien haben einen angenehmen, aber subtileren Duft. Asiatische Hybriden hingegen sind meist völlig geruchlos oder haben nur einen sehr schwachen Duft. Das macht sie für Allergiker und Menschen mit Duftempfindlichkeit besonders geeignet. Auch gefüllte Lilien haben oft weniger Duft als ihre einfachen Verwandten. Tigerlilien haben einen charakteristischen, aber nicht besonders intensiven Duft. Die Duftintensität kann auch von Tageszeit, Wetter und Standort beeinflusst werden – meist ist der Duft abends am stärksten. Wer duftlose Lilien bevorzugt, sollte sich für Asiatische Hybriden entscheiden. Für intensive Düfte sind Orientalische Hybriden die beste Wahl.
  18. In welchen Klimazonen können Lilien ganzjährig im Freien überwintern?
    Die meisten gängigen Liliensorten sind in den deutschen Klimazonen winterhart und können problemlos ganzjährig im Freien überwintern. Die Winterhärtezonen (USDA-Zonen) für verschiedene Lilien variieren: Asiatische Hybriden sind bis Zone 3 winterhart (bis -35°C), Orientalische Hybriden meist bis Zone 4-5 (bis -25°C), und Trompetenlilien bis Zone 5-6 (bis -20°C). In Deutschland, das größtenteils in den Zonen 6-8 liegt, überwintern die meisten Liliensorten ohne zusätzlichen Schutz. Kritisch können sehr strenge Winter mit Temperaturen unter -20°C für empfindlichere Sorten werden. In rauen Lagen oder bei jungen Pflanzen ist eine Abdeckung mit Laub, Reisig oder Vlies empfehlenswert. Besonders wichtig ist ein gut drainierter Boden, da Staunässe im Winter zu Frostschäden führt. Topflilien benötigen Winterschutz oder frostfreie Überwinterung. Die robusten Tigerlilien und viele Asiatische Hybriden überstehen auch extreme Winter problemlos.
  19. Was ist der Unterschied zwischen echten Lilien und Taglilien?
    Echte Lilien (Lilium) und Taglilien (Hemerocallis) sind völlig verschiedene Pflanzen, die oft verwechselt werden. Echte Lilien wachsen aus Zwiebeln, haben aufrechte Stängel mit wechselständigen Blättern und große, meist duftende Blüten in Trauben oder einzeln. Sie gehören zur Familie der Liliengewächse. Taglilien dagegen wachsen aus fleischigen Wurzelstöcken, bilden grundständige, grasartige Blätter und haben Blüten, die nur einen Tag blühen – daher der Name. Sie gehören zu den Affodillgewächsen. Echte Lilien werden 50-200 cm hoch, Taglilien meist 40-120 cm. Die Blütezeit echter Lilien ist sortentypisch begrenzt, während Taglilien durch ständig neue Knospen wochenlang blühen. Echte Lilien sind für Katzen giftig, Taglilien nicht. Echte Lilien vermehren sich über Zwiebelteilung und Brutzwiebeln, Taglilien durch Teilung der Wurzelstöcke. Beide sind wertvolle Gartenpflanzen, haben aber unterschiedliche Pflegeansprüche und Verwendungsmöglichkeiten.
  20. Wie unterscheidet man Liliengewächse von anderen Zwiebelpflanzen?
    Liliengewächse lassen sich durch mehrere charakteristische Merkmale von anderen Zwiebelpflanzen unterscheiden. Echte Lilien haben schuppenförmige Zwiebeln ohne trockene Außenhaut, im Gegensatz zu Tulpen oder Narzissen mit ihren kompakten, häutigen Zwiebeln. Die Blätter echter Lilien sind wechselständig am aufrechten Stängel verteilt, während Tulpen und Narzissen grundständige Blätter haben. Lilienblüten sind meist groß, haben sechs Blütenblätter und oft prominente Staubgefäße, die bei vielen anderen Zwiebelpflanzen weniger auffällig sind. Die Stängelwurzeln sind ein einzigartiges Merkmal echter Lilien – sie bilden zusätzliche Wurzeln oberhalb der Zwiebel. Die Pflanztiefe ist bei Lilien größer (10-15 cm) als bei den meisten anderen Zwiebelpflanzen. Auch die Blütezeit unterscheidet sich: Lilien blühen vorwiegend im Sommer, während Tulpen und Narzissen Frühjahrsblüher sind. Die Wuchsform ist aufrecht und unverzweigt, im Gegensatz zu verzweigten Zwiebelpflanzen wie Fritillarien.
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