Nährstoffmangel im Steingarten erkennen und beheben

Steingärten: Faszinierende Miniaturen alpiner Landschaften

Steingärten sind weit mehr als nur schmückendes Beiwerk. Sie bieten die einzigartige Gelegenheit, die markante Ästhetik alpiner Regionen im eigenen Garten nachzuempfinden. Ich bin immer wieder begeistert, wie diese Miniaturlandschaften die raue Schönheit der Berge einfangen können.

Schlüsselelemente für gelungene Steingärten

  • Standortwahl: sonnenverwöhnt und gut drainiert
  • Pflanzenauswahl: dürreresistent und kompakt wachsend
  • Bodenvorbereitung: karg und durchlässig
  • Pflege: sparsame Bewässerung und Düngung

Was macht einen Steingarten aus?

Ein Steingarten ist eine kunstvoll gestaltete Miniaturlandschaft, die die kargen Bedingungen alpiner Gebiete nachahmt. Hier finden sich Felsen, Kies und angepasste Pflanzen, die gemeinsam ein faszinierendes Bild ergeben. Der Reiz eines Steingartens geht über die reine Ästhetik hinaus – er schafft einen Lebensraum für spezialisierte Pflanzenarten und bringt ein Stück unverfälschte Natur in den eigenen Garten.

Typische Bewohner des Steingartens

Die Flora des Steingartens ist vielfältig und dennoch hochspezialisiert. Hier gedeihen vor allem:

  • Polsterpflanzen wie Blaukissen und Steinbrech
  • Sukkulenten wie Hauswurz und Fetthenne
  • Zwerghaft wachsende Nadelhölzer
  • Alpine Stauden wie Edelweiß und Enzian

Diese Pflanzen haben sich an extreme Bedingungen angepasst und kommen mit wenig Wasser und Nährstoffen aus. Ihre kompakte Wuchsform und oft auffälligen Blüten machen sie zu idealen Bewohnern des Steingartens.

Herausforderungen bei der Pflege von Steingärten

So robust die Pflanzen auch sein mögen, ein Steingarten stellt den Gärtner vor einige knifflige Aufgaben:

Den Wasserhaushalt in Balance halten

Obwohl die meisten Steingartenpflanzen Trockenheit gut vertragen, benötigen sie dennoch ab und zu Wasser. Die Kunst besteht darin, weder zu viel noch zu wenig zu gießen. Ein zu feuchter Boden kann schnell zu Staunässe und Wurzelfäule führen – ein Albtraum für jeden Steingärtner.

Nährstoffversorgung austarieren

Steingartenpflanzen sind an nährstoffarme Böden gewöhnt. Zu viel des Guten kann zu übermäßigem Wachstum führen und die charakteristische kompakte Form zerstören. Hier gilt wirklich: Weniger ist oft mehr.

Unkraut in die Schranken weisen

Der lockere, steinige Boden bietet leider auch unerwünschten Pflanzen ideale Keimbedingungen. Regelmäßiges, behutsames Jäten ist unerlässlich, um die zarten Steingartenpflanzen nicht zu verdrängen.

Nährstoffversorgung in alpinen Regionen

Um einen Steingarten erfolgreich zu pflegen, ist es hilfreich, die natürlichen Bedingungen alpiner Standorte zu verstehen. In den Bergen herrschen wahrlich extreme Verhältnisse:

  • Eine dünne Bodenschicht über felsigem Untergrund
  • Starke Temperaturschwankungen
  • Intensive UV-Strahlung
  • Hohe Windgeschwindigkeiten

Diese Faktoren führen zu einer langsamen Verwitterung des Gesteins und einer geringen Humusbildung. Der Boden ist daher von Natur aus nährstoffarm – eine Herausforderung, der sich alpine Pflanzen stellen müssen.

Raffinierte Anpassungsstrategien alpiner Pflanzen

Steingartenpflanzen haben faszinierende Strategien entwickelt, um mit den kargen Bedingungen zurechtzukommen:

  • Tiefes Wurzelsystem zur Verankerung und Wassersuche
  • Kompakter Wuchs zum Schutz vor Wind und Kälte
  • Wasserspeichernde Blätter und Stängel
  • Effiziente Nährstoffaufnahme und -verwertung

Diese Anpassungen ermöglichen es den Pflanzen, auch unter widrigen Umständen zu gedeihen. Im Steingarten nutzen wir diese Eigenschaften, um mit minimalem Aufwand ein attraktives Gartenbild zu schaffen.

Essentielle Nährstoffe für Steingartenpflanzen

Auch wenn Steingartenpflanzen genügsam sind, benötigen sie dennoch bestimmte Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. Die wichtigsten sind:

Makronährstoffe

  • Stickstoff (N): Für Blattbildung und Wachstum
  • Phosphor (P): Fördert Wurzelwachstum und Blütenbildung
  • Kalium (K): Stärkt die Widerstandsfähigkeit
  • Magnesium (Mg): Wichtig für die Photosynthese
  • Calcium (Ca): Für stabile Zellwände

Mikronährstoffe

Eisen, Mangan, Bor und andere Spurenelemente sind in geringen Mengen ebenfalls wichtig für verschiedene Stoffwechselprozesse.

Eine sehr zurückhaltende Düngung mit einem speziellen Langzeitdünger für Steingartenpflanzen reicht oft aus, um diese Nährstoffe in ausreichender Menge bereitzustellen. In meiner Erfahrung hat sich bewährt, lieber etwas zu wenig als zu viel zu düngen.

Visuelle Symptome von Nährstoffmangel

Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit können auch Steingartenpflanzen Mangelerscheinungen zeigen. Hier die häufigsten Symptome, auf die Sie achten sollten:

Stickstoffmangel

Bei Stickstoffmangel werden die Blätter blassgrün bis gelblich. Die Pflanzen bleiben klein und wachsen nur langsam. Besonders ältere Blätter sind betroffen, da die Pflanze den Stickstoff in jüngere Blätter umlagert.

Phosphormangel

Ein Mangel an Phosphor zeigt sich durch dunkelgrüne bis violette Blattfärbung, besonders an den Blatträndern. Die Wurzelentwicklung ist schwach, was die Wasser- und Nährstoffaufnahme beeinträchtigt. Die Pflanzen bleiben oft zwergwüchsig.

Kaliummangel

Bei Kaliummangel kommt es zu einer Braunfärbung und zum Absterben der Blattränder, beginnend bei älteren Blättern. Die Pflanzen sind anfälliger für Trockenheit und Krankheiten.

Es ist wichtig, diese Symptome frühzeitig zu erkennen und behutsam gegenzusteuern. Dabei sollte man jedoch immer bedenken, dass zu viel des Guten oft schädlicher ist als ein leichter Mangel. Bei ersten Anzeichen von Mangelerscheinungen empfiehlt es sich, zunächst nur sehr vorsichtig und gezielt zu düngen. Ein sanfter Ansatz ist hier meist der beste Weg.

Wenn Steingartenpflanzen Hunger haben: Mangelerscheinungen erkennen

Auch wenn unsere Steingarten-Lieblinge meist genügsam sind, können sie manchmal doch Anzeichen von Nährstoffmangel zeigen. Hier ein Überblick über die häufigsten "Hungererscheinungen" und wie wir sie erkennen:

Calcium-Mangel: Wenn Blätter und Triebspitzen aus der Form geraten

Calcium ist für Pflanzen so wichtig wie Kalk für unsere Knochen. Fehlt es, sehen wir:

  • Junge Blätter und Triebspitzen, die wie zerknittert aussehen
  • Wurzelspitzen, die einfach aufgeben
  • Braune Flecken auf Blättern, als hätten sie einen Sonnenbrand

Besonders Säure-Fans wie Rhododendron oder Azaleen leiden oft unter Calcium-Mangel. Sie mögen es eben sauer, aber dann ist Calcium schwerer zu bekommen - ein echtes Dilemma für die Pflanzen!

Magnesium-Mangel: Wenn Blätter zwischen den Adern verblassen

Magnesium ist der Star im Blattgrün. Fehlt es, zeigen sich:

  • Gelbliche Verfärbungen zwischen den Blattadern, als hätte jemand mit einem Textmarker gemalt
  • Ältere Blätter leiden zuerst - die Pflanze opfert sie für die Jungen
  • Bei schwerem Mangel trocknen die Blattränder ein

Oft tritt Magnesium-Mangel auf, wenn der Boden zu sauer ist oder zu viel Kalium enthält. Es ist wie ein Nährstoff-Wettbewerb, bei dem Magnesium den Kürzeren zieht.

Eisen-Mangel: Wenn junge Blätter erblassen

Eisen ist ebenfalls ein Chlorophyll-Held. Bei Mangel sehen wir:

  • Junge Blätter, die fast weiß werden - nur die Adern bleiben grün
  • Pflanzen, die wie Zwerge wachsen
  • Im schlimmsten Fall sterben ganze Triebe ab

Interessanterweise tritt Eisen-Mangel oft bei zu hohem pH-Wert auf. Das Eisen ist zwar da, aber die Pflanze kann es nicht nutzen - als würde man ihr einen verschlossenen Eisensafe präsentieren.

Mangan- und Zinkmangel: Wenn alles irgendwie klein bleibt

Diese beiden Spurenelemente sind wie gute Freunde - sie fehlen oft gemeinsam:

  • Die Pflanzen bleiben klein, als hätten sie Wachstumshemmungen
  • Blätter werden hell zwischen den Adern (ähnlich wie bei Magnesium-Mangel)
  • Bei Zinkmangel bilden sich oft seltsame Blattrosetten an den Triebspitzen

Diese Mängel sieht man häufig, wenn der Boden zu alkalisch ist. Die Pflanzen mögen es eben nicht zu "basisch"!

Warum unsere Steingarten-Schätze manchmal hungern

Es gibt verschiedene Gründe, warum Steingartenpflanzen Nährstoffmangel entwickeln können:

Wenn der Boden nicht mitspielt

Der perfekte Steingartenboden ist etwas heikel - manchmal übertreiben wir es:

  • Zu viel Sand: Die Nährstoffe verschwinden schneller als Wasser in der Wüste
  • Zu viele Steine: Die Wurzeln finden keinen Halt
  • Zu wenig organisches Material: Nichts, was die Nährstoffe festhalten könnte

Ein guter Mix wäre etwa 70% Mineralisches und 30% Organisches. So bleiben die Pflanzen zufrieden, ohne zu verwöhnt zu werden.

Wenn der pH-Wert verrücktspielt

Der pH-Wert ist wie ein Dirigent für die Nährstoffe:

  • Zu sauer (pH unter 5,5): Calcium, Magnesium und Molybdän machen sich rar
  • Zu alkalisch (pH über 7,5): Eisen, Mangan, Zink und Bor verstecken sich

Die meisten Steingartenpflanzen mögen es leicht alkalisch (pH 6,5-7,5). Aber es gibt Rebellen wie Rhododendron, die es sauer lieben. Man muss eben die Vorlieben seiner grünen Freunde kennen!

Wenn es zu nass oder zu trocken wird

Wasser ist der Nährstoff-Taxifahrer im Boden. Probleme entstehen, wenn:

  • Es zu nass ist: Die Nährstoffe werden weggespült, und die Wurzeln ertrinken fast
  • Es zu trocken ist: Die Nährstoffe stehen rum wie Anhalter, die kein Auto kriegen

Steingartenpflanzen sind oft Trockenheitskünstler, aber gerade am Anfang brauchen sie regelmäßige Drinks. Es ist wie bei einer neuen Beziehung - man muss erst lernen, was der andere braucht.

Wenn das Wetter verrücktspielt

Steingärten sind wie eine Achterbahn für Temperaturen:

  • Tagsüber wird's heiß wie in der Sauna: Die Pflanzen trinken und essen mehr
  • Nachts wird's kühl wie im Kühlschrank: Alles verlangsamt sich

Ein Mulch aus Kies oder kleinen Steinen kann helfen, diese Extreme abzumildern. Es ist wie eine Decke für den Boden!

Richtig düngen im Steingarten - weniger ist mehr!

Beim Düngen im Steingarten braucht man Fingerspitzengefühl. Hier ein paar Tipps:

Den richtigen Dünger finden

Steingartenpflanzen sind wie Feinschmecker - sie brauchen Spezialitäten:

  • Wenig Stickstoff: Sonst wachsen sie wie verrückt
  • Langsam wirkend: Damit sie nicht überfordert werden
  • Mineralisch oder organisch-mineralisch: Je nachdem, was die Pflanze mag

Bewährt haben sich spezielle Steingartendünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 5-8-10. Das ist wie eine ausgewogene Diät für Pflanzen.

Wann und wie oft düngen?

Bei Steingartenpflanzen gilt: Lieber zu wenig als zu viel!

  • Hauptmahlzeit im Frühjahr (März/April)
  • Vielleicht ein kleiner Snack im Sommer (Juni/Juli)
  • Nach August nichts mehr - sonst werden sie zu weichlich für den Winter

Bei Neupflanzungen im Herbst kann ein kleiner Willkommens-Snack sinnvoll sein.

Wie bringen wir den Dünger aus?

Die Art der Düngung ist entscheidend:

  • Granulate: Vorsichtig zwischen den Pflanzen verteilen, wie Brotkrümel für Vögel
  • Flüssigdünger: Bei Trockenheit direkt an die Wurzeln gießen - wie ein erfrischendes Getränk
  • Langzeitdünger: In den oberen Bodenschichten einarbeiten - wie eine Zeitkapsel für Nährstoffe

Wichtig: Kein Dünger auf den Blättern - das ist, als würde man Salz in die Augen streuen!

Mit diesen Tipps können Sie Nährstoffmängel bei Ihren Steingarten-Schützlingen vorbeugen und behandeln. Denken Sie daran: Jede Pflanze ist ein Individuum mit eigenen Vorlieben. Beobachten Sie Ihre grünen Freunde genau und passen Sie die Pflege entsprechend an. So werden Sie zum echten Steingarten-Flüsterer!

Organische vs. mineralische Düngung im Steingarten: Was ist besser?

Bei der Pflege von Steingärten stellt sich oft die Frage: Organisch oder mineralisch düngen? Beide haben ihre Stärken und Schwächen, und ich habe im Laufe der Jahre einiges darüber gelernt.

Organische Dünger: Natürlich, aber mit Tücken

Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne sind wahre Alleskönner. Sie verbessern langfristig die Bodenstruktur und setzen Nährstoffe langsam frei - perfekt für die kargen Böden im Steingarten. Allerdings haben sie oft einen höheren Stickstoffgehalt, was unsere Steingarten-Schützlinge zu übermäßigem Wachstum anregen könnte.

Kompost & Co: Weniger ist mehr

Kompost ist großartig zur Bodenverbesserung, aber Vorsicht: Eine dünne Schicht pro Jahr reicht meist völlig aus. Für einzelne Pflanzen können Hornspäne oder Guano gezielt eingesetzt werden. Es ist wie bei einer Diät - man muss die Portionen im Auge behalten!

Mineralische Spezialdünger: Maßgeschneiderte Nährstoffversorgung

Mineralische Dünger sind wie ein Maßanzug für Steingartenpflanzen. Sie enthalten typischerweise weniger Stickstoff, dafür mehr Phosphor und Kalium. Das fördert Wachstum und Blütenbildung, ohne dass die Pflanzen in die Höhe schießen. Langzeitdünger sind besonders praktisch - sie versorgen die Pflanzen über Monate hinweg.

Dem Boden auf den Zahn fühlen: Prävention ist alles

Um Nährstoffmangel vorzubeugen, sind regelmäßige Bodenanalysen Gold wert. Sie verraten uns, was im Boden los ist und wie wir am besten nachjustieren können.

Bodenanalysen: Alle paar Jahre mal nachschauen

Ich empfehle, alle zwei bis drei Jahre eine Bodenprobe zu analysieren. Das geht ganz einfach mit einem Bodentest-Set oder durch Einsenden an ein Labor. Die Ergebnisse helfen ungemein bei der gezielten Düngung.

pH-Wert anpassen: Mit Fingerspitzengefühl

Die meisten Steingartenpflanzen mögen es leicht alkalisch. Ist der Boden zu sauer, hilft vorsichtiges Kalken. Für Säure-Liebhaber wie Rhododendren kann man den Boden mit Schwefel ansäuern. Aber Vorsicht: Hier gilt wirklich 'Weniger ist mehr'!

Mulchen: Der Trick mit der Decke

Eine Mulchschicht aus Kies oder Schotter ist wie eine schützende Decke für den Boden. Sie reguliert die Nährstoffversorgung, verhindert Auswaschung und hält Feuchtigkeit. Organischer Mulch sollte im Steingarten eher sparsam zum Einsatz kommen - wir wollen ja keine Dschungel-Atmosphäre schaffen!

Spezielle Pflegetipps: Jede Pflanze tickt anders

Im Steingarten hat jede Pflanzengruppe ihre eigenen Vorlieben. Hier ein paar Insider-Tipps:

Sukkulenten: Die Sparfüchse unter den Pflanzen

Sukkulenten wie Sedum oder Sempervivum sind wahre Überlebenskünstler. Sie brauchen kaum Nährstoffe. Ein bisschen Kakteendünger ab und zu reicht völlig. Zu viel des Guten macht sie weich und frostempfindlich - also Vorsicht!

Polsterstauden: Mögen's mager und durchlässig

Polsterstauden wie Blaukissen oder Steinbrech sind echte Steingarten-Stars. Sie lieben mageren, durchlässigen Boden. Eine leichte Frühjahrsdüngung mit phosphor- und kaliumbetontem Dünger lässt sie richtig aufblühen. Und sie mögen es leicht alkalisch - fast wie ein Wellnessprogramm für Pflanzen!

Alpine Gräser: Die Genügsamen

Alpine Gräser wie Blauschwingel oder Bergschilf sind ziemlich pflegeleicht. Eine einmalige, leichte Frühjahrsdüngung mit stickstoffarmem Langzeitdünger reicht meist völlig aus. Der Boden sollte durchlässig und mager sein - das hält sie in Form und erhält ihr typisches Aussehen.

Letztendlich gilt bei Steingartenpflanzen oft: Weniger ist mehr. Eine zurückhaltende, gezielte Düngung und die richtige Bodenbeschaffenheit sind der Schlüssel zu einem blühenden, gesunden Steingarten. Mit etwas Geduld und genauer Beobachtung findet man schnell heraus, was die eigenen grünen Schützlinge am liebsten mögen. Es ist wie bei guten Freunden - man muss einfach lernen, ihre Sprache zu verstehen!

Fortgeschrittene Techniken zur Nährstoffoptimierung

Blattdüngung bei akutem Mangel

Manchmal brauchen unsere Steingarten-Schützlinge trotz bester Pflege einen schnellen Nährstoff-Boost. Hier kommt die Blattdüngung ins Spiel. Die Pflanzen nehmen die Nährstoffe direkt über ihre Blätter auf – quasi wie ein Energie-Drink für Pflanzen! Allerdings sollten wir vorsichtig sein: Am besten sprühen wir den speziellen Blattdünger früh morgens oder abends auf, sonst riskieren wir Verbrennungen. Es ist ein bisschen wie Sonnencreme auftragen – zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge.

Mykorrhiza-Pilze: Die unsichtbaren Helfer

Eine meiner Lieblingsmethoden zur Verbesserung der Nährstoffaufnahme ist der Einsatz von Mykorrhiza-Pilzen. Diese winzigen Helfer gehen eine Partnerschaft mit den Pflanzenwurzeln ein und vergrößern deren Oberfläche enorm. Es ist, als würden die Wurzeln plötzlich Tentakel bekommen! Bei Neupflanzungen gebe ich immer etwas Mykorrhiza-Präparat direkt ins Pflanzloch. Die Pflanzen danken es mit kräftigerem Wuchs und besserer Widerstandsfähigkeit.

Innovative Düngermethoden

In letzter Zeit habe ich mit modernen Düngetechniken experimentiert, die sich als wahre Geheimwaffen im Steingarten erwiesen haben. Hydrogele sind wie kleine Wasserspeicher im Boden – sie geben Feuchtigkeit ab, wenn die Pflanzen sie brauchen. Depotdünger wiederum sind wie Nährstoff-Zeitkapseln, die über Monate hinweg wirken. Besonders bei meinen anspruchsvolleren Steingartenpflanzen haben sich diese Methoden bewährt. Sie sorgen für eine gleichmäßige Versorgung, ohne dass ich ständig nachdüngen muss.

Häufige Fehler bei der Nährstoffversorgung im Steingarten

Überdüngung: Weniger ist oft mehr

Ein Fehler, den ich leider selbst schon gemacht habe, ist die Überdüngung. Viele Steingartenpflanzen sind wahre Asketen – zu viele Nährstoffe machen sie geradezu unglücklich. Ich erinnere mich noch gut an meinen Steingartenthymian, den ich aus lauter Fürsorge zu stark gedüngt hatte. Das Ergebnis war ein wucherndes Ungetüm ohne eine einzige Blüte – eine harte Lektion in Sachen Zurückhaltung!

Die vernachlässigte Bodenstruktur

Ein weiterer Stolperstein ist die Vernachlässigung der Bodenstruktur. Ein zu schwerer Boden ist wie ein enges Korsett für die Wurzeln, während ein zu lockerer Boden die Nährstoffe regelrecht wegspült. Der Trick liegt in der richtigen Mischung aus mineralischen und organischen Bestandteilen. Es ist wie beim Kuchenbacken – die richtige Balance macht's!

Der tückische pH-Wert

Nicht zu unterschätzen ist auch die Bedeutung des pH-Werts. Viele Steingartenpflanzen mögen es leicht alkalisch. Ignoriert man Veränderungen im pH-Wert, kann das zu echten Nährstoffdramen führen – selbst wenn eigentlich genug da wäre. Ich messe den pH-Wert regelmäßig und passe ihn bei Bedarf an. Manchmal braucht's etwas Kalk, manchmal etwas Schwefel – es ist wie eine kleine Chemie-Stunde im Garten.

Nährstoffversorgung im Steingarten - Ein Balanceakt der Natur

Kernpunkte für eine erfolgreiche Nährstoffversorgung

Nach Jahren der Erfahrung habe ich gelernt, dass die erfolgreiche Nährstoffversorgung im Steingarten vor allem eines erfordert: ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Pflanzen. Hier meine wichtigsten Erkenntnisse:

  • Zurückhaltend, aber gezielt düngen
  • Den pH-Wert im Auge behalten
  • Langzeitwirkende, stickstoffarme Dünger bevorzugen
  • Regelmäßige Bodenanalysen durchführen
  • Die Düngung an die Jahreszeiten anpassen

Nachhaltige Pflege für langfristige Gesundheit

Nachhaltigkeit im Steingarten bedeutet für mich, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Ich setze gerne auf organische Dünger, die ihre Nährstoffe langsam und stetig freigeben – wie ein Slow-Food-Menü für Pflanzen. Auch ein gesundes Bodenleben liegt mir am Herzen. Schonende Bodenbearbeitung und der Einsatz von Mulch sind dabei meine treuen Helfer.

Blick in die Zukunft der Steingartenpflege

Die Zukunft der Steingartenpflege sehe ich in einer Mischung aus Hightech und Naturnähe. Sensoren zur Messung von Bodenfeuchtigkeit und Nährstoffen werden immer erschwinglicher – ein Traum für jeden Daten-Nerd im Garten! Biobasierte Dünger gewinnen an Bedeutung, und ich bin gespannt auf die Wiederentdeckung alter, robuster Sorten. Der Trend geht eindeutig zu naturnahen Steingärten, die nicht nur schön aussehen, sondern auch Lebensraum für viele Arten bieten. Es ist, als würden wir kleine Naturschutzgebiete in unseren Gärten anlegen!

Ein Steingarten voller Leben und Farbe

Am Ende ist die richtige Nährstoffversorgung im Steingarten eine Mischung aus Wissenschaft und Intuition. Jede Pflanze hat ihre Eigenheiten, und es liegt an uns, diese zu entdecken und zu respektieren. Mit etwas Beobachtungsgabe und Experimentierfreude können wir wahre Wunderwerke erschaffen – Steingärten, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch ein Zuhause für spezialisierte Pflanzen und Tiere bieten. Für mich ist es eine ständige Herausforderung und zugleich eine große Freude, die Schönheit der Natur in meinem Garten zu bewahren und zu fördern. Es ist wie eine nie endende Entdeckungsreise – anstrengend manchmal, aber immer lohnend!

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