NPK-Werte: Geheimnisse einer ausgewogenen Pflanzendüngung

NPK-Werte: Grundlagen für gesundes Pflanzenwachstum

NPK-Werte sind für viele Hobbygärtner nicht immer leicht zu verstehen. Dabei spielen sie eine wichtige Rolle für üppiges Wachstum und reiche Ernte. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick in die faszinierende Welt der Pflanzennährstoffe werfen!

Das NPK-Trio: Grundbausteine des Pflanzenwachstums

  • N steht für Stickstoff: Fördert Blatt- und Stielwachstum
  • P bedeutet Phosphor: Essenziell für Wurzeln und Blüten
  • K ist Kalium: Stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen

Einführung in NPK-Werte

Definition von NPK

NPK ist die Abkürzung für die drei Hauptnährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen benötigen: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Diese Buchstaben stammen aus dem Periodensystem der Elemente. Jeder Gärtner sollte sich bewusst sein, dass diese drei Nährstoffe die Basis für eine gesunde Pflanzenentwicklung bilden.

Bedeutung für Pflanzenwachstum

Ohne die richtige Balance dieser Nährstoffe können Pflanzen nicht optimal gedeihen. Stickstoff sorgt für saftiges Grün, Phosphor unterstützt die Wurzelbildung und Kalium stärkt die Abwehrkräfte. In meinem eigenen Garten habe ich über die Jahre hinweg beobachtet, wie Pflanzen sich prächtig entwickeln, wenn sie die richtige Nährstoffmischung erhalten.

NPK-Werte auf Düngerpackungen

Auf Düngerpackungen finden Sie in der Regel drei Zahlen, beispielsweise 5-10-5. Diese Zahlen geben den prozentualen Anteil von N, P und K in dieser Reihenfolge an. Ein Dünger mit 5-10-5 enthält demnach 5% Stickstoff, 10% Phosphor und 5% Kalium. Der Rest besteht aus Füllstoffen oder Spurenelementen.

Stickstoff (N)

Funktion in der Pflanze

Stickstoff ist von entscheidender Bedeutung für das Pflanzenwachstum. Er ist Bestandteil des Chlorophylls, das für die Photosynthese unerlässlich ist. Darüber hinaus wird er für die Bildung von Aminosäuren benötigt, aus denen Proteine entstehen. Kurz gesagt: Ohne Stickstoff kein Wachstum!

Auswirkungen auf Blatt- und Stielwachstum

Ein hoher Stickstoffgehalt führt zu üppigem Blattwerk und kräftigen Stielen. Das ist besonders bei Blattgemüse wie Salat oder Kohl erwünscht. Bei Obstbäumen kann zu viel Stickstoff allerdings das Fruchtwachstum hemmen. Ich erinnere mich noch gut an meinen Apfelbaum, der ein Jahr lang fast nur Blätter, aber kaum Früchte trug - ein typisches Beispiel für Überdüngung mit Stickstoff.

Symptome bei Mangel und Überschuss

Bei Stickstoffmangel werden die Blätter hellgrün bis gelblich, beginnend bei den älteren Blättern. Die Pflanze wächst nur langsam und kümmert. Ein Überschuss führt zu dunkelgrünen, weichen Blättern und übermäßigem Wachstum. Die Pflanzen werden dadurch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Phosphor (P)

Rolle bei Wurzelentwicklung und Energieübertragung

Phosphor ist sozusagen der Energielieferant der Pflanze. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und damit für das Wurzelwachstum. Zudem ist er von zentraler Bedeutung bei der Energieübertragung in der Pflanze. Ohne ausreichend Phosphor kann die Pflanze die aufgenommene Energie nicht effizient nutzen.

Einfluss auf Blüten- und Fruchtbildung

Für eine reiche Blüte und gute Fruchtbildung ist Phosphor unverzichtbar. Er fördert die Bildung von Blütenknospen und unterstützt die Entwicklung der Samen. In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Tomaten mit ausreichend Phosphor nicht nur mehr, sondern auch größere und schmackhaftere Früchte tragen.

Anzeichen für Phosphormangel und -überschuss

Phosphormangel zeigt sich häufig durch violette Verfärbungen an den Blattunterseiten und Stängeln, besonders bei jungen Pflanzen. Das Wachstum ist gehemmt und die Blütenbildung verzögert sich. Ein Überschuss an Phosphor kommt in der Natur eher selten vor, kann aber zu Mangelerscheinungen bei anderen Nährstoffen führen, da er deren Aufnahme behindern kann.

Kalium (K) - Der Kraftspender für Pflanzen

Kalium spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und Robustheit unserer grünen Freunde. Es stärkt nicht nur die Zellwände, sondern hilft den Pflanzen auch, mit Stress besser umzugehen. Pflanzen, die ausreichend mit Kalium versorgt sind, zeigen sich widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und kommen mit Trockenperioden deutlich besser zurecht.

Wie Kalium Pflanzen stärkt und den Wasserhaushalt reguliert

Kalium ist der Türsteher der Pflanzenwelt - es regelt die Öffnung und Schließung der winzigen Spaltöffnungen in den Blättern. Diese Kontrolle ist entscheidend für den Wasserhaushalt und die Photosynthese. Fehlt Kalium, können die Pflanzen ihre Stomata nicht effektiv regulieren, was zu erhöhtem Wasserverlust führt. Zudem unterstützt Kalium den Aufbau stabiler Zellwände, was die Pflanzen widerstandsfähiger gegen unerwünschte Eindringlinge macht.

Kalium - Der Geschmacksverbesserer im Garten

Kalium ist nicht nur ein Bodyguard für Pflanzen, sondern auch ein Feinschmecker. Es verbessert die Fruchtqualität und Lagerfähigkeit erheblich. Bei Obst und Gemüse fördert es die Bildung von Zucker und Stärke, was sich positiv auf Geschmack und Haltbarkeit auswirkt. Bei Kartoffeln sorgt Kalium beispielsweise für eine bessere Kochqualität und verhindert unerwünschte Verfärbungen.

Wenn Kalium fehlt oder im Übermaß vorhanden ist

Ein Kaliummangel zeigt sich oft zuerst an den älteren Blättern. Die Blattränder verfärben sich gelb bis braun und rollen sich nach oben ein. Die Pflanze sieht insgesamt eher schlapp aus. Bei starkem Mangel können sogar abgestorbene Bereiche auftreten. Eine Überdüngung mit Kalium ist seltener, kann aber dazu führen, dass Magnesium oder Calcium schlechter aufgenommen werden - es ist also, wie so oft im Leben, alles eine Frage der Balance.

Universaldünger - Der Allrounder für Hobbygärtner

Viele Hobbygärtner greifen gerne zu Universaldüngern, und das aus gutem Grund. Sie enthalten alle wichtigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis und sind kinderleicht anzuwenden.

Die magischen Zahlen auf der Verpackung

Auf den meisten Universaldüngern finden Sie Zahlenkombinationen wie 7-7-7 oder 15-15-15. Das bedeutet, dass die Anteile an Stickstoff, Phosphor und Kalium gleich sind. Es gibt auch Varianten mit leicht abweichenden Verhältnissen wie 8-8-6 oder 12-8-10, die für bestimmte Pflanzengruppen oder Bodenverhältnisse optimiert sind.

Universaldünger - Fluch oder Segen?

Vorteile:

  • Kinderleicht anzuwenden, perfekt für Garten-Neulinge
  • Vielseitig einsetzbar für verschiedenste Pflanzen
  • Liefert eine solide Grundversorgung mit allen wichtigen Nährstoffen

Nachteile:

  • Nicht die beste Wahl für Pflanzen-Diven mit Sonderwünschen
  • Könnte zu viel oder zu wenig von einzelnen Nährstoffen liefern
  • Oft weniger umweltfreundlich als organische Spezialdünger

 

Wo Universaldünger glänzen können

Universaldünger machen eine gute Figur bei:

  • Rasen und Zierpflanzen im Garten
  • Balkon- und Kübelpflanzen
  • Jungpflanzen in der Wachstumsphase
  • Gemüsebeeten mit bunter Vielfalt

Für anspruchsvolle Spezialisten wie Rhododendren, Rosen oder Tomaten greifen Sie besser zu maßgeschneiderten Spezialdüngern.

 

Organisch vs. mineralisch - Der große Dünger-Showdown

Die Entscheidung zwischen organischen und mineralischen Düngern ist oft eine Frage der persönlichen Philosophie und der gewählten Anbaumethode. Beide haben ihre Stärken und Schwächen, ähnlich wie bei der Wahl zwischen Vollkornbrot und Weißbrot.

Was steckt drin? Die Nährstoff-Zusammensetzung

Organische Dünger kommen aus der Natur - Kompost, Mist oder Hornspäne sind typische Beispiele. Sie enthalten in der Regel weniger konzentrierte Nährstoffe als ihre mineralischen Gegenspieler, dafür aber eine bunte Mischung an Mikronährstoffen. Mineralische Dünger sind sozusagen die Kraftpakete unter den Düngern. Sie können gezielt einzelne Nährstoffe in hoher Konzentration liefern - quasi wie ein Proteinshake für Pflanzen.

Schnell oder langsam? Die Nährstoff-Freisetzung

Organische Dünger wirken wie eine Zeitkapsel - sie setzen ihre Nährstoffe langsam und stetig frei. Das reduziert die Gefahr der Auswaschung und Überdüngung. Mineralische Dünger sind eher wie ein Energydrink - sie wirken schnell, da die Nährstoffe sofort verfügbar sind. Allerdings müssen sie häufiger und in kleineren Portionen verabreicht werden, um eine gleichmäßige Versorgung zu gewährleisten.

Was passiert unter der Erde? Auswirkungen auf den Boden

Organische Dünger sind wie eine Wellnesskur für den Boden. Sie fördern das Bodenleben, verbessern die Struktur und erhöhen den Humusgehalt. Der Boden kann dadurch mehr Wasser speichern - ein echter Vorteil in trockenen Zeiten. Mineralische Dünger hingegen haben kaum positive Effekte auf die Bodenstruktur. Bei übermäßigem Einsatz können sie sogar das Bodenleben beeinträchtigen und zu Versauerung führen - ähnlich wie zu viel Fast Food für uns Menschen. In meinem eigenen Garten setze ich daher hauptsächlich auf organische Dünger und greife nur bei Bedarf zu mineralischen Varianten.

Richtige Anwendung von NPK-Düngern: Nährstoffe im richtigen Maß

Die optimale Versorgung unserer grünen Schützlinge mit Nährstoffen ist eine Kunst für sich. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wie wir NPK-Dünger richtig einsetzen können.

Bodenanalyse: Der Schlüssel zum Düngererfolg

Bevor wir wild drauflos düngen, sollten wir wissen, was unser Boden eigentlich braucht. Eine Bodenanalyse ist dafür unerlässlich. In vielen Gartencentern finden Sie einfache Bodentests, die schon einmal einen guten Überblick geben. Für die Gartenprofis unter uns empfiehlt sich eine detailliertere Analyse im Labor. So erfahren wir genau, welche Nährstoffe im Überfluss vorhanden sind und wo Nachholbedarf besteht.

Die Düngermenge: Weniger ist manchmal mehr

Haben wir die Bodenanalyse in der Hand, geht's ans Rechnen. Keine Sorge, wir müssen keine höhere Mathematik beherrschen! Als grobe Faustregel gilt: Auf 10 m² Gartenfläche kommen etwa 50-100 g Volldünger. Aber Vorsicht: Bei Spezialdüngern oder für anspruchsvolle Pflanzen kann das anders aussehen. Ein Blick auf die Packung lohnt sich immer - überdüngen wollen wir ja nicht.

Timing ist alles: Wann düngen wir am besten?

Der Frühling ist die Hauptsaison für unsere Düngergaben. Wenn unsere Pflanzen aus dem Winterschlaf erwachen, freuen sie sich über einen kräftigen Nährstoffschub. Im Sommer können wir noch einmal leicht nachdüngen. Zum Herbst hin wird's dann Zeit, langsam den Fuß vom Gaspedal zu nehmen - unsere Pflanzen bereiten sich auf die Winterruhe vor. Bei Stauden und Gehölzen habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, nach der Blüte zu düngen. Das gibt ihnen Kraft, um für die nächste Saison neue Knospen zu bilden.

Spezielle Düngeranforderungen: Jede Pflanze hat ihren eigenen Geschmack

Unsere Gartenbewohner sind wie eine große Familie - jeder hat seine Eigenheiten und Vorlieben, auch wenn es um die Ernährung geht.

Gemüse und Obst: Die Feinschmecker unter den Pflanzen

Gemüsepflanzen sind wahre Nährstoffschlucker, besonders wenn es um Stickstoff geht. Sie lieben üppiges Grün! Tomaten, Gurken und Kürbisse mögen's dagegen eher kaliumreich - das sorgt für leckere Früchte. Wurzelgemüse wie Möhren freuen sich über einen Extraschuss Phosphor. Bei Obstbäumen und -sträuchern starte ich im Frühjahr gerne mit stickstoffbetontem Dünger, später im Jahr erhöhe ich dann den Kaliumanteil für eine gute Fruchtreife.

Zierpflanzen und Blumen: Die Diven im Garten

Für prächtige Blüten braucht es oft einen ausgewogenen NPK-Dünger mit etwas mehr Phosphor und Kalium. Meine Rosen gedeihen prächtig mit einem NPK-Verhältnis von 6-4-5. Grünpflanzen sind da genügsamer, sie kommen mit weniger Phosphor aus, lieben aber Stickstoff für saftige Blätter.

Rasen und Bodendecker: Die Dauerläufer

Unser Rasen ist ein wahrer Nährstoffhunger - besonders Stickstoff lässt ihn saftig grün erstrahlen. Im Frühjahr und Sommer verwende ich gerne einen Dünger mit dem NPK-Verhältnis 20-5-8. Zum Herbst hin reduziere ich den Stickstoffanteil, damit sich die Gräser auf den Winter einstellen können. Bodendecker sind da etwas genügsamer, eine ausgewogene Ernährung tut ihnen aber auch gut.

Umweltaspekte der NPK-Düngung: Mit Bedacht zum grünen Daumen

So wichtig die richtige Düngung auch ist, wir sollten dabei immer an unsere Umwelt denken. Schließlich wollen wir nicht nur einen schönen Garten, sondern auch eine gesunde Natur um uns herum.

Überdüngung: Wenn gut gemeint nach hinten losgeht

Zu viel des Guten kann schnell nach hinten losgehen. Überdüngung kann den Boden versauern und das Bodenleben schädigen. Pflanzen, die mit Nährstoffen überschüttet werden, wachsen zwar wie verrückt, sind aber oft anfälliger für Krankheiten. Und was unsere Pflanzen nicht aufnehmen, landet im Grundwasser - keine gute Sache.

Gewässer und Grundwasser: Unsichtbare Folgen unseres Handelns

Was im Garten passiert, bleibt nicht im Garten. Überschüssige Düngemittel können ins Grundwasser sickern oder in Bäche und Seen gelangen. Dort sorgen sie für unerwünschte Algenblüten und Sauerstoffmangel - ein echtes Problem für die Wasserbewohner. Und wer möchte schon Nitrat im Trinkwasser haben?

Nachhaltige Düngepraktiken: Kleine Schritte, große Wirkung

Zum Glück können wir als Hobbygärtner einiges tun, um unseren grünen Daumen umweltfreundlich auszuleben:

  • Kompost ist Gold wert - er versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen und verbessert gleichzeitig den Boden
  • Mulchen schützt nicht nur vor Unkraut, sondern gibt auch langsam Nährstoffe ab
  • Gründüngung mit Leguminosen ist wie ein natürlicher Stickstoffdünger
  • Mischkulturen und Fruchtfolgen nutzen die Nährstoffe im Boden optimal aus
  • Mineraldünger sparsam und gezielt einsetzen - manchmal ist weniger mehr
  • Regenwasser zum Gießen nutzen - das spart nicht nur Wasser, sondern reduziert auch die Nährstoffauswaschung

Mit diesen Methoden können wir unseren Garten in eine blühende Oase verwandeln, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Ein bewusster Umgang mit Düngern schützt Boden und Gewässer und fördert nebenbei noch die Artenvielfalt in unserem grünen Paradies. In meinem eigenen Garten habe ich damit schon wunderbare Erfahrungen gemacht - probieren Sie es aus!

Alternative Düngungsmethoden für gesunde Pflanzen

Neben den klassischen NPK-Düngern gibt es eine Fülle natürlicher Alternativen, die unseren Garten auf umweltfreundliche Weise mit Nährstoffen versorgen. Lassen Sie uns einen Blick auf einige dieser Methoden werfen, die ich im Laufe der Jahre schätzen gelernt habe.

Kompostierung: Das schwarze Gold des Gärtners

Kompost ist für jeden Gärtner ein wahrer Schatz. Er entsteht durch die Zersetzung organischer Materialien und versorgt unsere Pflanzen mit einer Vielzahl wichtiger Nährstoffe. Für die Eigenkompostierung sammeln Sie einfach Küchen- und Gartenabfälle in einem Komposter. Wichtig dabei sind eine gute Durchlüftung und regelmäßiges Umsetzen. Nach einigen Monaten - je nach Jahreszeit und Zusammensetzung - erhalten Sie nährstoffreichen Humus, der Ihren Boden verbessert und Ihre Pflanzen kräftigt.

Gründüngung: Wenn Pflanzen andere Pflanzen nähren

Bei der Gründüngung nutzen wir spezielle Pflanzen, um den Boden zu verbessern. Besonders beliebt sind Klee, Lupinen oder Phacelia. Diese fleißigen Helfer lockern den Boden, binden Stickstoff und halten unerwünschtes Unkraut in Schach. Nach einigen Wochen werden sie untergegraben oder als Mulch liegen gelassen. So gelangen die wertvollen Nährstoffe direkt in den Boden - eine Methode, die ich in meinem eigenen Garten sehr schätze.

Natürliche Düngemittel aus dem Garten

Viele Gartenpflanzen eignen sich hervorragend zur Herstellung von Pflanzenjauchen oder -brühen. Brennnesseln beispielsweise sind wahre Kraftpakete, reich an Stickstoff und Mineralien. Für eine Jauche werden die Pflanzen einfach in Wasser eingeweicht und nach einigen Tagen abgesiebt. Die verdünnte Lösung ist ein äußerst wirksamer Flüssigdünger, der Ihre Pflanzen regelrecht zum Strahlen bringt.

NPK-Werte in Spezialdüngern: Maßgeschneiderte Nährstoffversorgung

Während Universaldünger für viele Pflanzen eine solide Grundversorgung bieten, sind Spezialdünger die Feinschmecker unter den Nährstofflieferanten. Sie bieten angepasste NPK-Verhältnisse für bestimmte Pflanzengruppen oder Wachstumsphasen.

Beispiele für angepasste NPK-Verhältnisse

  • Rasendünger: Oft mit hohem Stickstoffanteil (z.B. 20-5-8), um kräftiges Blattwachstum zu fördern und einen satten grünen Rasen zu erhalten.
  • Tomatendünger: Ausgewogen mit leichtem Kaliumüberschuss (z.B. 5-6-8), ideal für eine reiche Fruchtbildung und aromatische Tomaten.
  • Rhododendrondünger: Sauer und mit wenig Phosphor (z.B. 4-1-6), perfekt auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen abgestimmt.

Wann lohnen sich Spezialdünger?

Spezialdünger sind besonders bei anspruchsvollen Pflanzen oder spezifischen Bodenproblemen sinnvoll. Wenn Ihre grünen Schützlinge trotz guter Pflege nicht so recht in die Gänge kommen, könnte ein Spezialdünger der richtige Weg sein. Auch für Topfpflanzen oder im Gewächshaus haben sich diese maßgeschneiderten Nährstoffmischungen bewährt.

Die Kunst der Kombination: Universal- und Spezialdünger im Einklang

Oft ist eine geschickte Mischung aus Universal- und Spezialdüngern der Schlüssel zum Erfolg. Verwenden Sie Universaldünger als solide Grundversorgung und ergänzen Sie bei Bedarf mit Spezialdüngern. So können Sie flexibel auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen reagieren und ihnen genau das geben, was sie gerade brauchen.

Nährstoffe im Einklang: Der Schlüssel zu einem blühenden Garten

Die richtige Düngung ist eine Kunst, die Erfahrung und ein gutes Auge erfordert. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • NPK-Werte sind wie ein Fingerabdruck des Düngers und verraten uns viel über seine Zusammensetzung.
  • Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist das A und O für gesundes Pflanzenwachstum.
  • Alternative Düngungsmethoden wie Kompost oder Gründüngung sind nicht nur umweltfreundlich, sondern oft auch besonders effektiv.
  • Spezialdünger können bei besonderen Anforderungen wahre Wunder bewirken.

Für eine nachhaltige Gartenpflege empfiehlt es sich, verschiedene Methoden zu kombinieren. Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam und passen Sie die Düngung bei Bedarf an. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Ihre grünen Schützlinge wirklich brauchen - es ist wie eine stille Unterhaltung mit Ihrem Garten.

Ein gesunder Boden ist das Fundament für kräftige Pflanzen. Wenn Sie die NPK-Werte im Blick behalten und natürliche Düngungsmethoden clever nutzen, werden Sie schon bald die Früchte Ihrer Arbeit ernten - im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr Garten wird es Ihnen mit üppigem Wachstum und reicher Blüte danken.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was bedeuten die NPK-Werte auf Düngerpackungen und wie werden sie gelesen?
    NPK-Werte stehen für die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Die Zahlen auf Düngerpackungen, beispielsweise 5-10-5, geben den prozentualen Anteil dieser Nährstoffe in genau dieser Reihenfolge an. Ein Dünger mit 5-10-5 enthält demnach 5% Stickstoff, 10% Phosphor und 5% Kalium. Der verbleibende Anteil besteht aus Füllstoffen oder Spurenelementen. Diese Werte helfen Gärtnern dabei, den passenden Dünger für ihre Pflanzen auszuwählen. Universaldünger zeigen oft ausgeglichene Verhältnisse wie 7-7-7 oder 15-15-15, während Spezialdünger angepasste NPK-Verhältnisse für bestimmte Pflanzengruppen bieten. Das Verständnis dieser Zahlen ist der Schlüssel für eine erfolgreiche und bedarfsgerechte Düngung im Garten.
  2. Welche Rolle spielen Stickstoff, Phosphor und Kalium für das Pflanzenwachstum?
    Stickstoff fördert das Blatt- und Stielwachstum und ist essentieller Bestandteil des Chlorophylls für die Photosynthese. Er wird für die Bildung von Aminosäuren und Proteinen benötigt - ohne Stickstoff kein Wachstum. Phosphor spielt eine zentrale Rolle bei der Wurzelentwicklung, Energieübertragung und Zellteilung. Er ist unverzichtbar für Blüten- und Fruchtbildung sowie die Samenentwicklung. Kalium stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen und reguliert den Wasserhaushalt über die Stomata. Es stabilisiert Zellwände, verbessert die Fruchtqualität und hilft Pflanzen dabei, mit Stress und Trockenheit besser umzugehen. Diese drei Hauptnährstoffe bilden das Fundament für gesundes Pflanzenwachstum und müssen in ausgewogener Balance vorhanden sein, damit Pflanzen optimal gedeihen können.
  3. Wie erkenne ich Nährstoffmangel oder Überschuss bei meinen Pflanzen?
    Nährstoffmangel zeigt sich durch charakteristische Symptome: Stickstoffmangel verursacht hellgrüne bis gelbliche Blätter, beginnend bei älteren Blättern, und langsames Wachstum. Phosphormangel äußert sich oft durch violette Verfärbungen an Blattunterseiten und Stängeln, besonders bei jungen Pflanzen. Bei Kaliummangel verfärben sich die Blattränder gelb bis braun und rollen sich nach oben ein. Ein Überschuss führt zu anderen Problemen: zu viel Stickstoff verursacht dunkelgrüne, weiche Blätter und übermäßiges Wachstum, was die Pflanzen anfälliger für Krankheiten macht. Phosphorüberschuss kann die Aufnahme anderer Nährstoffe behindern. Kaliumüberschuss ist seltener, kann aber Magnesium- oder Calciummangel zur Folge haben. Eine regelmäßige Beobachtung der Pflanzen hilft dabei, Unausgewogenheiten frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.
  4. Warum führt eine Bodenanalyse zum besseren Düngererfolg?
    Eine Bodenanalyse ist der Schlüssel zum Düngererfolg, weil sie zeigt, welche Nährstoffe tatsächlich im Boden fehlen oder im Überfluss vorhanden sind. Ohne diese Information düngen Gärtner oft nach Gefühl und riskieren Über- oder Unterdüngung. Die Analyse verrät den pH-Wert, der die Nährstoffverfügbarkeit beeinflusst, sowie die genauen Gehalte an Stickstoff, Phosphor, Kalium und anderen wichtigen Elementen. Mit diesen Informationen können Gärtner gezielt nur die fehlenden Nährstoffe ergänzen, statt blind zu düngen. Das spart nicht nur Geld, sondern schützt auch die Umwelt vor Überdüngung. Einfache Bodentests sind in Gartencentern erhältlich, für detailliertere Analysen empfiehlt sich eine Laboruntersuchung. So wird die Düngung zur präzisen Wissenschaft statt zum Glücksspiel und führt zu gesünderen Pflanzen und besseren Erträgen.
  5. Welche persönlichen Erfahrungen mit NPK-Düngern werden im Gartenbau gemacht?
    Aus der Praxis zeigen sich vielfältige Erfahrungen mit NPK-Düngern. Viele Gärtner berichten von übermäßigem Stickstoffeinsatz, der bei Obstbäumen zu üppigem Blattwachstum, aber wenig Fruchtbildung führt - ein typisches Beispiel für Überdüngung. Besonders bei Tomaten haben sich kaliumreiche Dünger bewährt, die nicht nur mehr, sondern auch größere und schmackhaftere Früchte hervorbringen. Die Erfahrung zeigt, dass eine ausgewogene Kombination aus organischen und mineralischen Düngern oft die besten Ergebnisse erzielt. Organische Dünger wirken wie eine Zeitkapsel und verbessern langfristig die Bodenstruktur, während mineralische Dünger bei akutem Nährstoffbedarf schnelle Hilfe leisten. Viele Hobbygärtner haben gelernt, dass weniger oft mehr ist und eine bedarfsgerechte Düngung basierend auf Bodenanalysen deutlich bessere Ergebnisse liefert als pauschaleres Vorgehen.
  6. Worin unterscheiden sich organische und mineralische Dünger in ihrer Wirkung?
    Organische und mineralische Dünger unterscheiden sich grundlegend in ihrer Wirkungsweise. Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne wirken langsam und stetig, da sie erst von Bodenorganismen zersetzt werden müssen. Sie enthalten weniger konzentrierte Nährstoffe, dafür aber eine vielfältige Mischung an Mikronährstoffen. Ihre Langzeitwirkung reduziert die Gefahr von Auswaschung und Überdüngung erheblich. Mineralische Dünger hingegen wirken wie ein Energydrink - schnell und direkt verfügbar. Sie können gezielt einzelne Nährstoffe in hoher Konzentration liefern. Organische Dünger fördern das Bodenleben, verbessern die Bodenstruktur und erhöhen die Wasserspeicherkapazität - eine Wellnesskur für den Boden. Mineralische Dünger haben kaum positive Effekte auf die Bodenstruktur und können bei Überdosierung sogar schaden. Die beste Strategie kombiniert beide Arten für optimale Ergebnisse.
  7. Was sind die Vor- und Nachteile von Universaldüngern gegenüber Spezialdüngern?
    Universaldünger bieten eine einfache Lösung für Garten-Einsteiger. Sie enthalten alle wichtigen Nährstoffe in ausgeglichenen Verhältnissen wie 7-7-7 oder 15-15-15 und sind vielseitig einsetzbar. Vorteile sind die kinderleichte Anwendung, die solide Grundversorgung und die Eignung für verschiedenste Pflanzen. Sie eignen sich gut für Rasen, Zierpflanzen, Balkonpflanzen und Gemüsebeete mit bunter Vielfalt. Nachteile sind die mangelnde Anpassung an spezielle Pflanzenbedürfnisse und das Risiko von Über- oder Unterversorgung einzelner Nährstoffe. Spezialdünger hingegen bieten maßgeschneiderte NPK-Verhältnisse für bestimmte Pflanzengruppen. Rasendünger mit hohem Stickstoffanteil (20-5-8) oder Tomatendünger mit Kaliumüberschuss (5-6-8) zeigen oft bessere Ergebnisse bei anspruchsvollen Pflanzen. Die optimale Strategie kombiniert Universaldünger als Grundversorgung mit gezielten Spezialdüngern bei besonderen Anforderungen.
  8. Welche NPK-Verhältnisse eignen sich für verschiedene Pflanzenarten am besten?
    Verschiedene Pflanzenarten haben unterschiedliche NPK-Bedürfnisse. Gemüsepflanzen sind echte Nährstoffschlucker und lieben stickstoffbetontes Düngen für üppiges Grün. Tomaten, Gurken und Kürbisse bevorzugen kaliumreiche Mischungen für schmackhafte Früchte. Wurzelgemüse wie Möhren freut sich über einen Phosphor-Extraschuss. Bei Obstbäumen startet man im Frühjahr mit stickstoffbetontem Dünger, erhöht später den Kaliumanteil für gute Fruchtreife. Rosen gedeihen prächtig mit NPK-Verhältnissen von 6-4-5. Zierpflanzen benötigen für prächtige Blüten oft ausgewogene Mischungen mit etwas mehr Phosphor und Kalium. Rasen liebt stickstoffreiche Dünger wie 20-5-8 im Frühjahr und Sommer, zum Herbst wird der Stickstoffanteil reduziert. Grünpflanzen kommen mit weniger Phosphor aus, lieben aber Stickstoff für saftiges Laub. Bodendecker sind genügsamer und kommen mit ausgewogener Ernährung gut zurecht.
  9. Wo kann man hochwertige NPK-Dünger für den Hobbygarten kaufen?
    Hochwertige NPK-Dünger finden Hobbygärtner in verschiedenen Bezugsquellen. Gartencenter und Baumärkte bieten eine große Auswahl an Universal- und Spezialdüngern für jeden Bedarf. Online-Shops haben oft ein noch breiteres Sortiment und ermöglichen detaillierte Produktvergleiche. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten nicht nur qualitätsgeprüfte Dünger, sondern auch kompetente Beratung für die richtige Auswahl. Dort finden sich sowohl bewährte Markenprodukte als auch spezielle Düngemischungen für unterschiedliche Pflanzengruppen. Landwirtschaftliche Genossenschaften führen oft auch Hobbyartikel und können bei größeren Mengen günstige Preise bieten. Wichtig ist, auf Qualitätsmerkmale wie genaue NPK-Angaben, Haltbarkeitsdatum und Herstellerinformationen zu achten. Bio-Märkte und Reformhäuser haben zudem eine gute Auswahl an organischen Düngern. Der Kauf beim Fachhändler bietet den Vorteil persönlicher Beratung für optimale Ergebnisse.
  10. Welche Kriterien sind beim Kauf von Spezialdüngern zu beachten?
    Beim Kauf von Spezialdüngern sollten Hobbygärtner mehrere wichtige Kriterien beachten. Zunächst muss das NPK-Verhältnis zur geplanten Verwendung passen - Rasendünger benötigt hohen Stickstoffanteil, Tomatendünger mehr Kalium. Die Nährstoffkonzentration bestimmt Dosierung und Anwendungshäufigkeit. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen geprüfte Produkte mit detaillierten Anwendungshinweisen und garantierten Nährstoffgehalten. Organische oder mineralische Zusammensetzung sollte zur gewünschten Wirkungsgeschwindigkeit passen. Das Haltbarkeitsdatum ist besonders bei organischen Düngern wichtig. Zusätzlich enthaltene Spurenelemente können den Wert des Produkts erhöhen. Die Korngröße beeinflusst die Verteilbarkeit und Aufnahmegeschwindigkeit. Umweltfreundliche Verpackungen und nachhaltige Herstellung werden zunehmend wichtiger. Kundenbewertungen und Herstellerreputation geben Aufschluss über Produktqualität. Der Preis sollte im Verhältnis zur Nährstoffkonzentration und Anwendungsmenge betrachtet werden.
  11. Wie beeinflusst die Zellteilung die Nährstoffaufnahme bei Pflanzen?
    Die Zellteilung ist ein fundamentaler Prozess, der die Nährstoffaufnahme maßgeblich beeinflusst. Während der aktiven Teilungsphasen haben Pflanzenzellen einen erhöhten Energiebedarf, der durch verstärkte Nährstoffaufnahme gedeckt werden muss. Phosphor spielt dabei eine zentrale Rolle, da er für die DNA-Synthese und Energieübertragung unverzichtbar ist. Junge, sich teilende Zellen benötigen mehr Stickstoff für die Proteinbiosynthese und den Aufbau neuer Zellstrukturen. Der Prozess der Zellteilung findet hauptsächlich in Wachstumszonen wie Wurzel- und Sprossspitzen statt, weshalb diese Bereiche besonders nährstoffbedürftig sind. Die Geschwindigkeit der Zellteilung bestimmt auch den zeitlichen Nährstoffbedarf - in Wachstumsphasen ist der Bedarf deutlich höher als in Ruhephasen. Eine ausreichende Nährstoffversorgung ermöglicht normale Zellteilungsraten und gesundes Wachstum, während Mangel zu verlangsamter Teilung und Kümmerwuchs führt.
  12. Welche Rolle spielt das Chlorophyll bei der Stickstoffverwertung?
    Chlorophyll und Stickstoff sind untrennbar miteinander verbunden - ohne Stickstoff kein Chlorophyll, ohne Chlorophyll keine Photosynthese. Stickstoff ist ein essentieller Bestandteil des Chlorophyllmoleküls, das grüne Pflanzen für die Lichtabsorption benötigen. Etwa 75% des Stickstoffs in Blättern ist in Chlorophyll und anderen photosynthetischen Proteinen gebunden. Bei Stickstoffmangel kann die Pflanze kein ausreichendes Chlorophyll bilden, was zu den charakteristischen gelblichen Verfärbungen führt. Das Chlorophyll fungiert als Lichtsammler und leitet die eingefangene Sonnenenergie an das Photosynthesezentrum weiter. Dieser Prozess ist nur mit ausreichend Stickstoff möglich, da auch die Enzyme der Photosynthese stickstoffhaltige Proteine sind. Die Effizienz der Photosynthese hängt direkt von der Chlorophyllkonzentration ab, die wiederum von der Stickstoffversorgung abhängt. Daher führt optimale Stickstoffdüngung zu sattem Grün und kräftiger Photosyntheseleistung.
  13. Wie funktioniert die Energieübertragung durch Phosphor in Pflanzen?
    Phosphor ist der Energieträger der Pflanzenwelt und funktioniert über das ATP-System (Adenosintriphosphat). ATP speichert und überträgt Energie in Form von energiereichen Phosphatverbindungen, die bei Bedarf aufgebrochen werden können. Dieser Prozess findet in jeder lebenden Pflanzenzelle statt und ermöglicht alle energieabhängigen Stoffwechselvorgänge. Bei der Photosynthese wird Lichtenergie genutzt, um ATP zu bilden, welches dann für die Zuckerproduktion verwendet wird. Phosphor ist auch Bestandteil der DNA und RNA, die für Zellteilung und Proteinbiosynthese unentbehrlich sind. Die Energieübertragung funktioniert durch das Anhängen und Abspalten von Phosphatgruppen - jeder Vorgang setzt Energie frei oder verbraucht sie. Ohne ausreichend Phosphor kann die Pflanze keine effiziente Energiewirtschaft betreiben, was zu verlangsamtem Wachstum und schwacher Entwicklung führt. Besonders in Wachstumsphasen und bei der Fruchtbildung ist der Phosphorbedarf daher erhöht.
  14. Wie regulieren Stomata den Wasserhaushalt und welche Rolle spielt Kalium dabei?
    Stomata sind die winzigen Spaltöffnungen in den Blättern, die wie Türsteher den Gas- und Wasseraustausch regulieren. Kalium spielt dabei die Hauptrolle als Steuerelement für das Öffnen und Schließen dieser Poren. Die Schließzellen der Stomata nehmen bei Wassermangel Kalium auf, wodurch sie anschwellen und die Poren schließen - dies reduziert den Wasserverlust. Bei ausreichender Wasserversorgung geben sie Kalium ab, schrumpfen und öffnen die Poren für Gasaustausch und Photosynthese. Dieser Mechanismus funktioniert nur mit ausreichend verfügbarem Kalium in der Pflanze. Bei Kaliummangel können die Stomata nicht effektiv reguliert werden, was zu unkontrolliertem Wasserverlust führt. Die Pflanze wird dadurch anfälliger für Trockenstress und kann ihre Photosynthese nicht optimal steuern. Kalium fungiert somit als natürliches Regulierungssystem, das der Pflanze hilft, mit wechselnden Umweltbedingungen umzugehen und ihren Wasserhaushalt optimal zu managen.
  15. Wie wird eine Kompostierung richtig durchgeführt und welche Nährstoffe entstehen?
    Richtige Kompostierung beginnt mit der ausgewogenen Mischung aus stickstoffreichen grünen Materialien (Küchenabfälle, frischer Grasschnitt) und kohlenstoffreichen braunen Materialien (Laub, Stroh, Pappe). Das optimale Verhältnis liegt bei etwa 1:3. Wichtig sind ausreichende Belüftung durch regelmäßiges Umsetzen und gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe. Der Komposthaufen sollte eine Mindestgröße von einem Kubikmeter haben, um die nötige Wärmeerfahrung für den Zersetzungsprozess zu erreichen. Nach 6-12 Monaten entsteht nährstoffreicher Humus mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis von etwa 0,5-0,3-0,8. Zusätzlich enthält Kompost wertvolle Spurenelemente wie Magnesium, Calcium und Eisen sowie Millionen nützlicher Mikroorganismen. Diese verbessern die Bodenstruktur, erhöhen die Wasserspeicherkapacität und fördern das Bodenleben. Kompost wirkt als Langzeitdünger und schützt vor Nährstoffauswaschung.
  16. Welche Methoden der Gründüngung verbessern die Bodenfruchtbarkeit?
    Gründüngung nutzt lebende Pflanzen zur natürlichen Bodenverbesserung. Leguminosen wie Klee, Lupinen oder Wicken binden atmosphärischen Stickstoff über Knöllchenbakterien und reichern den Boden damit an. Kreuzblütler wie Senf oder Ölrettich lockern mit ihren Pfahlwurzeln verdichtete Böden und mobilisieren tieferliegende Nährstoffe. Phacelia gilt als Bienenweide und universeller Bodenverbesserer, der gleichzeitig Unkraut unterdrückt. Die Gründüngungspflanzen werden nach 6-8 Wochen Wachstumszeit entweder untergegraben oder als Mulch liegen gelassen. Beim Untergraben zersetzen sich die Pflanzenreste und geben ihre Nährstoffe frei - ein NPK-Verhältnis von etwa 3-1-4 ist typisch. Gründüngung erhöht den Humusgehalt, verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben und schützt vor Erosion. Winterharte Arten wie Winterroggen schützen den Boden ganzjährig und verhindern Nährstoffauswaschung in der kalten Jahreszeit.
  17. Stimmt es, dass mehr Dünger immer zu besserem Pflanzenwachstum führt?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Mehr Dünger führt keineswegs immer zu besserem Pflanzenwachstum - im Gegenteil kann Überdüngung erheblichen Schaden anrichten. Das Liebig'sche Minimum besagt, dass das Wachstum durch den Nährstoff begrenzt wird, der im Verhältnis am geringsten verfügbar ist. Werden einzelne Nährstoffe überdosiert, können sie die Aufnahme anderer blockieren. Zu viel Stickstoff führt zu weichem, krankheitsanfälligem Gewebe und hemmt die Blüten- und Fruchtbildung. Phosphorüberschuss behindert die Aufnahme von Eisen und Zink. Überdüngung versauert den Boden, schädigt das Bodenleben und belastet Grundwasser sowie Gewässer durch Auswaschung. Pflanzen zeigen bei Überdüngung oft Verbrennungserscheinungen, Wachstumsstörungen oder erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge. Die goldene Regel lautet: Weniger ist oft mehr. Eine bedarfsgerechte Düngung basierend auf Bodenanalyse und Pflanzenbeobachtung führt zu den besten Ergebnissen.
  18. Wie unterscheidet sich die Düngung in verschiedenen Klimazonen und Jahreszeiten?
    Die Düngung muss an Klimazonen und Jahreszeiten angepasst werden, da Temperatur und Niederschlag die Nährstoffverfügbarkeit stark beeinflussen. In gemäßigten Klimazonen beginnt die Hauptdüngesaison im Frühjahr, wenn Pflanzen aus der Winterruhe erwachen. Warme Böden aktivieren das Bodenleben und verbessern die Nährstoffumsetzung. In tropischen Gebieten ist ganzjährige Düngung möglich, aber Regenzeiten erfordern schnell verfügbare Dünger, da Nährstoffe leicht ausgewaschen werden. Kalte Winter verlangsamen alle Bodenprozesse - organische Dünger wirken dann kaum. Im Sommer bei Hitze und Trockenheit steigt der Kaliumbedarf, da es die Wasserhaushaltsregulation unterstützt. Herbstdüngung sollte stickstoffarm sein, damit Pflanzen richtig abhärten können. In ariden Gebieten sind Langzeitdünger vorteilhaft, um seltene Niederschläge optimal zu nutzen. Die Bodentemperatur beeinflusst die Aktivität von Bodenorganismen und damit die Freisetzung von Nährstoffen aus organischen Düngern erheblich.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Hauptnährstoffen und Spurenelementen?
    Hauptnährstoffe und Spurenelemente unterscheiden sich vor allem in der benötigten Menge, nicht aber in ihrer Wichtigkeit für die Pflanzen. Die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) werden in größeren Mengen benötigt - typischerweise mehrere Gramm pro Quadratmeter. Sekundäre Hauptnährstoffe sind Calcium, Magnesium und Schwefel, die in mittleren Mengen gebraucht werden. Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Bor und Molybdän werden nur in winzigen Mengen benötigt - oft nur wenige Milligramm pro Quadratmeter. Trotz der geringen Mengen sind sie unverzichtbar für spezielle Stoffwechselprozesse. Eisenmangel führt beispielsweise zu Chlorose (Gelbfärbung), obwohl nur winzige Mengen fehlen. Spurenelemente fungieren oft als Aktivatoren von Enzymen und sind für spezialisierte Funktionen wie Chlorophyllbildung oder Hormonproduktion essentiell. Ein Mangel zeigt sich meist durch charakteristische Symptome, die trotz ausreichender Hauptnährstoffversorgung auftreten können.
  20. Wie unterscheiden sich Volldünger von Flüssigdüngern in der Anwendung?
    Volldünger und Flüssigdünger unterscheiden sich wesentlich in ihrer Anwendungsart und Wirkungsgeschwindigkeit. Volldünger sind feste Granulate oder Körner, die auf den Boden gestreut und eingearbeitet werden. Sie geben ihre Nährstoffe langsamer ab und wirken über längere Zeiträume - ideal für die Grundversorgung. Die Anwendung erfolgt meist zwei bis dreimal pro Jahr, wobei die Dosierung je nach Produkt bei 50-100g pro Quadratmeter liegt. Flüssigdünger werden in Wasser aufgelöst und gegossen oder gespritzt. Sie wirken sofort, da die Nährstoffe bereits gelöst sind und direkt von den Wurzeln aufgenommen werden können. Die Anwendung erfolgt häufiger aber in geringerer Konzentration - typisch sind wöchentliche bis 14-tägige Gaben. Flüssigdünger eignen sich besonders für Topfpflanzen, akute Mangelerscheinungen oder während der Wachstumsphase. Volldünger sind praktischer für größere Flächen und bieten gleichmäßige Langzeitversorgung, während Flüssigdünger präzise Dosierung und schnelle Wirkung ermöglichen.
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