Orchideen nach der Blüte richtig düngen: Tipps für gesundes Wachstum

Orchideen nach der Blüte: Pflege für neues Wachstum

Die wunderschöne Blütenpracht der Orchideen ist zweifellos ein Highlight für jeden Pflanzenliebhaber. Doch was geschieht, wenn die letzten Blüten verblüht sind? Die richtige Pflege in dieser Phase ist entscheidend für ein gesundes Wachstum und eine üppige Blüte im nächsten Zyklus.

Wichtige Aspekte der Orchideenpflege nach der Blüte

  • Die Nachblütephase dient der Regeneration und Nährstoffspeicherung
  • Gezielte Düngung unterstützt das Wurzelwachstum und die Blattbildung
  • Der richtige Zeitpunkt und eine angepasste Nährstoffversorgung sind entscheidend
  • Verschiedene Orchideenarten haben unterschiedliche Bedürfnisse

Den Lebenszyklus der Orchidee verstehen

Orchideen durchlaufen in ihrem Leben verschiedene Phasen. Nach der Blütezeit tritt die Pflanze in eine Ruhephase ein. Diese Zeit sollte keinesfalls unterschätzt werden, denn sie ist unerlässlich für die Regeneration der Pflanze.

Von der Blüte zur Ruhephase

Während der Blüte verbraucht die Orchidee enorm viel Energie. Nachdem die letzten Blüten verblüht sind, konzentriert sich die Pflanze auf ihre Erholung. In dieser Phase bildet sie neue Wurzeln und Blätter aus - das Fundament für den nächsten Blühzyklus.

Energiereserven und Nährstoffbedarf

In der Ruhephase baut die Orchidee ihre Energiereserven wieder auf. Sie speichert Nährstoffe in Wurzeln und Blättern. Diese Reserven sind essenziell für das spätere Wachstum und die Blütenbildung. Eine gut durchdachte Düngung unterstützt diesen Prozess optimal.

Die Bedeutung der Düngung nach der Blüte

Nach der Blüte benötigt die Orchidee besondere Aufmerksamkeit. Die richtige Düngung in dieser Phase ist der Schlüssel zu ihrer Gesundheit und zukünftigen Blühfreudigkeit.

Regeneration der Pflanze

Die Nährstoffe aus der Düngung helfen der Orchidee, sich von den Strapazen der Blütezeit zu erholen. Sie fördern die Bildung neuer Wurzeln und Blätter. Eine gut regenerierte Pflanze ist deutlich widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.

Vorbereitung auf neues Wachstum

Mit der richtigen Düngung legt man den Grundstein für kräftiges Wachstum. Die Orchidee bildet neue Triebe und Blätter aus. Diese sind die Basis für die nächste Blüte. Je besser die Pflanze in dieser Phase versorgt wird, desto üppiger wird höchstwahrscheinlich die nächste Blüte ausfallen.

Stärkung für den nächsten Blühzyklus

Eine gut gedüngte Orchidee speichert mehr Nährstoffe. Diese Reserven nutzt sie später für die Blütenbildung. So kann sie vermutlich mehr und größere Blüten entwickeln. Die Düngung nach der Blüte ist also eine Investition in die Zukunft der Pflanze.

Der richtige Zeitpunkt für die Düngung

Das Timing spielt bei der Orchideenpflege eine entscheidende Rolle. Besonders nach der Blüte ist es wichtig, den richtigen Moment für die Düngung zu erkennen.

Anzeichen für den Beginn der Wachstumsphase

Nach der Ruhephase zeigt die Orchidee deutliche Zeichen neuen Wachstums. Frische grüne Triebe oder neue Wurzelspitzen sind verlässliche Indikatoren. Sobald diese sichtbar werden, ist der ideale Zeitpunkt für den Start der Düngung gekommen.

Abstimmung auf verschiedene Orchideenarten

Nicht alle Orchideen folgen demselben Rhythmus. Phalaenopsis zum Beispiel wachsen fast das ganze Jahr über und benötigen regelmäßige Düngung. Andere Arten wie Cattleya haben ausgeprägtere Ruhezeiten. Hier sollte man mit der Düngung warten, bis deutliche Wachstumszeichen zu sehen sind.

In meiner langjährigen Erfahrung als Hobbygärtnerin habe ich gelernt, wie wichtig es ist, den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Einmal habe ich meine Phalaenopsis zu früh gedüngt und die empfindlichen Wurzeln geschädigt. Seitdem beobachte ich die Signale meiner Pflanzen sehr genau.

Mit diesem Wissen können Sie Ihre Orchideen nach der Blüte optimal pflegen. Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam und passen Sie die Pflege individuell an. So werden Sie sich aller Voraussicht nach bald wieder an prächtigen Blüten erfreuen können.

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Die richtige Düngerwahl für Orchideen nach der Blüte

Nach der Blütezeit brauchen Orchideen besondere Aufmerksamkeit, um sich zu erholen und für die nächste Blühsaison zu wappnen. Ein Schlüsselelement dabei ist die Auswahl des passenden Düngers.

Spezielle Orchideendünger vs. Universaldünger

Für Orchideen empfiehlt sich die Verwendung spezieller Orchideendünger. Diese sind auf die besonderen Anforderungen dieser faszinierenden Pflanzen zugeschnitten und enthalten die benötigten Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis. Universaldünger sind oft zu stark konzentriert und könnten die sensiblen Wurzeln in Mitleidenschaft ziehen.

Das optimale NPK-Verhältnis für die Nachblütephase

In der Zeit nach der Blüte benötigen Orchideen ein NPK-Verhältnis mit erhöhtem Stickstoff- und Kaliumanteil. Ein Verhältnis von etwa 30-10-10 unterstützt das Wachstum neuer Triebe und kräftigt die Pflanze. Der Phosphoranteil sollte in dieser Phase etwas geringer sein, da er hauptsächlich für die Blütenbildung relevant ist.

Bedeutung von Spurenelementen

Neben den Hauptnährstoffen spielen Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink eine nicht zu unterschätzende Rolle für die Vitalität der Orchidee. Ein hochwertiger Dünger enthält diese Mikroelemente, um möglichen Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Effektive Düngermethoden für Orchideen

Die Art der Düngung kann den Erfolg maßgeblich beeinflussen. Hier sind die gängigsten Methoden:

Flüssigdünger: Vorteile und Anwendung

Flüssigdünger sind praktisch in der Handhabung und werden von der Pflanze zügig aufgenommen. Sie lassen sich einfach dem Gießwasser beimischen und ermöglichen eine gleichmäßige Verteilung der Nährstoffe. Bei der Konzentration gilt: Weniger ist oft mehr - eine zu hohe Dosierung sollte vermieden werden.

Langzeitdünger: Einsatzmöglichkeiten

Langzeitdünger in Form von Stäbchen oder Granulat geben über einen längeren Zeitraum kontinuierlich Nährstoffe ab. Sie sind praktisch für all jene, die mal eine Düngung vergessen könnten, bergen aber das Risiko einer Überdüngung. Verwenden Sie sie sparsam und beobachten Sie die Reaktion Ihrer Orchidee aufmerksam.

Blattdüngung: Wann sie sinnvoll ist

Eine Blattdüngung kann in bestimmten Situationen zweckmäßig sein, etwa wenn die Wurzeln beeinträchtigt sind. Sprühen Sie die Nährstofflösung fein auf die Blätter, vermeiden Sie dabei jedoch die Blüten. Diese Methode sollte nur ergänzend eingesetzt werden, da Orchideen ihre Nährstoffe vorwiegend über die Wurzeln aufnehmen.

Dosierung und Häufigkeit der Orchideendüngung

Die angemessene Dosierung und Frequenz der Düngung ist entscheidend für das Gedeihen Ihrer Orchidee.

Die richtige Konzentration des Düngers

Es hat sich bewährt, häufiger und dafür schwächer zu düngen. Eine zu hohe Konzentration könnte die Wurzeln schädigen. Verdünnen Sie den Dünger stärker als auf der Packung angegeben, etwa um die Hälfte. Im Zweifelsfall ist es ratsam, eher zu wenig als zu viel zu düngen.

Anpassung der Düngemenge an Jahreszeit und Wachstumsphase

Im Frühjahr und Sommer, wenn die Orchidee am intensivsten wächst, können Sie öfter düngen. Reduzieren Sie die Düngung im Herbst und Winter, wenn die Pflanze in eine Ruhephase eintritt. Beobachten Sie das Wachstum Ihrer Orchidee genau und passen Sie die Düngung entsprechend an.

Düngungsintervalle für optimales Wachstum

Ein bewährter Rhythmus ist das Düngen alle zwei Wochen während der Wachstumsphase. In der Ruhephase können Sie die Intervalle auf einmal im Monat oder seltener ausdehnen. Achten Sie dabei stets auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Orchidee und die Umgebungsbedingungen.

Mit der richtigen Düngerstrategie unterstützen Sie Ihre Orchidee in ihrer Regenerationsphase nach der Blüte und bereiten sie auf den nächsten Blühzyklus vor. In meiner langjährigen Erfahrung mit Orchideen habe ich gelernt, dass jede Pflanze einzigartig ist und unterschiedlich auf die Düngung reagieren kann. Beobachten Sie Ihre Pflanze aufmerksam und scheuen Sie sich nicht, die Pflege bei Bedarf anzupassen. Mit etwas Geduld und der richtigen Fürsorge werden Sie sich höchstwahrscheinlich bald wieder an einer prächtigen Blüte erfreuen können.

Spezielle Bedürfnisse verschiedener Orchideenarten

Die Welt der Orchideen ist unglaublich vielfältig, und jede Art hat ihre eigenen Vorlieben, wenn es um Pflege und Düngung geht. Besonders nach der Blüte ist es entscheidend, auf die individuellen Ansprüche der jeweiligen Orchidee einzugehen.

Phalaenopsis: Der Klassiker unter den Zimmerpflanzen

Phalaenopsis, auch als Motten-Orchidee bekannt, erfreut sich großer Beliebtheit bei Hobbygärtnern. Nach ihrer prächtigen Blütezeit gönnt sie sich eine kurze Auszeit von etwa 6-8 Wochen. In dieser Phase sollten Sie die Düngung zwar reduzieren, aber nicht komplett einstellen. Ein Dünger mit einem NPK-Verhältnis von 3-1-2 scheint hier gut zu funktionieren. Gießen Sie sparsam und düngen Sie alle 2-3 Wochen mit halber Konzentration - so bleiben Ihre Phalaenopsis fit und vital.

Cattleya: Die Diva unter den Orchideen

Cattleyen sind für ihre opulenten, duftenden Blüten bekannt und haben nach der Blüte einen größeren Ruhebedarf als ihre Phalaenopsis-Cousinen. Reduzieren Sie die Wassergabe und düngen Sie nur noch alle 3-4 Wochen mit einem phosphorarmen Dünger. Ein NPK-Verhältnis von 7-2-5 hat sich hier bewährt. Achten Sie darauf, dass das Substrat zwischen den Wassergaben leicht abtrocknet - Cattleyen mögen es eher trocken als zu feucht.

Dendrobium: Die Launische unter den Orchideen

Dendrobien haben einen ausgeprägten Wachstumszyklus und können nach der Blüte ziemlich anspruchsvoll sein. Sie legen eine deutliche Ruhepause ein, in der sie kaum Dünger benötigen. Reduzieren Sie die Wassergabe stark und düngen Sie nur alle 4-6 Wochen mit einer sehr schwachen Lösung. Sobald neue Triebe erscheinen, können Sie die Düngung wieder intensivieren. Es braucht etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, aber die Mühe lohnt sich!

Das Zusammenspiel von Düngung und anderen Pflegemaßnahmen

Düngung allein macht noch keine glückliche Orchidee. Es ist wie bei einem guten Rezept - alle Zutaten müssen stimmen und harmonieren.

Die Kunst der richtigen Bewässerung

Die Wassergabe sollte immer Hand in Hand mit der Düngung gehen. In der Ruhephase nach der Blüte sind die meisten Orchideen eher durstig als hungrig. Gießen Sie nur, wenn das Substrat fast vollständig abgetrocknet ist. Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser ist ideal. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Tauchen Sie den Topf für etwa 10 Minuten in Wasser und lassen Sie ihn danach gut abtropfen. So vermeiden Sie Staunässe, die Orchideen gar nicht mögen.

Das richtige Substrat - die Basis für gesundes Wachstum

Ein luftiges, gut drainiertes Substrat ist für Orchideen unerlässlich. Es sollte Rindenteile, Kokosraspeln und eventuell etwas Sphagnum-Moos enthalten. Nach der Blüte ist ein guter Zeitpunkt, um zu prüfen, ob ein Umtopfen nötig ist. Zersetztes Substrat kann die Wurzeln schädigen und die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen. Beim Umtopfen habe ich schon oft interessante Entdeckungen gemacht - manchmal findet man sogar kleine Ableger!

Licht - die oft unterschätzte Komponente

Obwohl Orchideen in der Ruhephase weniger Energie benötigen, brauchen sie dennoch ausreichend Licht. Platzieren Sie sie an einem hellen Standort, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Ein Ost- oder Westfenster ist oft ideal. Bei zu wenig Licht können die Pflanzen keine neuen Blütentriebe bilden. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, meine Orchideen im Sommer für einige Stunden auf den Balkon zu stellen - natürlich geschützt vor praller Sonne.

Typische Fehler bei der Düngung - und wie man sie vermeidet

Bei der Pflege von Orchideen nach der Blüte können einige Stolpersteine auftreten. Hier sind die häufigsten Fehler und wie Sie sie umgehen können.

Überdüngung - weniger ist oft mehr

Ein häufiger Fehler ist die Überdüngung. Zu viel des Guten kann zu Salzablagerungen im Substrat führen, was die Wurzeln schädigt. Symptome sind braune Blattspitzen, gelbe Blätter oder ein gehemmtes Wachstum. Bei Verdacht auf Überdüngung spülen Sie das Substrat gründlich mit klarem Wasser durch. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Orchidee, die ich aus lauter Fürsorge fast zu Tode gedüngt hätte!

Unterdüngung - wenn die Orchidee hungert

Andererseits kann auch eine Unterdüngung problematisch sein. Zeichen dafür sind blasse, kleine Blätter und ein schwaches Wachstum. Wenn Ihre Orchidee lange Zeit nicht gedüngt wurde, beginnen Sie mit einer sehr schwachen Düngerlösung und steigern Sie die Konzentration langsam. Es ist wie bei einem Fastenkur - man sollte langsam wieder anfangen zu essen.

Die Wahl des richtigen Düngers - nicht jeder Dünger ist geeignet

Nicht jeder Dünger eignet sich für Orchideen. Verwenden Sie spezielle Orchideendünger oder solche für Bromeliengewächse. Diese haben ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis und enthalten oft wichtige Spurenelemente. Vermeiden Sie Dünger mit hohem Stickstoffanteil, da diese zwar das Blattwachstum fördern, aber die Blütenbildung hemmen können. In meinem Garten verwende ich oft einen selbst angesetzten Dünger aus Brennnesseljauche - aber Vorsicht, der ist für Orchideen viel zu stark!

In meiner langjährigen Erfahrung als Hobbygärtnerin habe ich festgestellt, dass viele Orchideenfreunde dazu neigen, ihre Pflanzen nach der Blüte zu vernachlässigen. Dabei ist gerade diese Phase entscheidend für eine erfolgreiche Regeneration und die Vorbereitung auf den nächsten Blühzyklus. Mit der richtigen Kombination aus angepasster Düngung, Bewässerung und Lichtversorgung können Sie Ihre Orchideen optimal unterstützen. Und glauben Sie mir, es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als wenn eine totgeglaubte Orchidee plötzlich neue Blütentriebe entwickelt!

Beobachtung und Anpassung der Düngung

Die Zeit nach der Blüte ist für Orchideen eine wichtige Regenerationsphase. Jetzt kommt es darauf an, die Pflanze genau im Auge zu behalten. Frische Triebe und kräftige Wurzeln sind oft die ersten Hinweise auf eine erfolgreiche Düngung. Bei Phalaenopsis bilden sich häufig neue Blätter oder sogar Kindel - kleine Tochterpflanzen, die am Blütenstängel wachsen.

Allerdings reagiert jede Orchidee anders. Manche brauchen einfach etwas mehr Zeit, bis sie sichtbare Fortschritte zeigen. Hier ist Geduld gefragt! Beobachten Sie über mehrere Wochen, wie sich Ihre Orchidee entwickelt.

Wann die Düngung anpassen?

Wenn sich keine neuen Triebe zeigen oder die Blätter blass wirken, könnte eine Anpassung der Düngung nötig sein. Vielleicht ist die Nährstoffkonzentration zu niedrig oder die Zusammensetzung passt nicht optimal. Andererseits können gelbe Blattspitzen oder braune Flecken auf eine Überdüngung hindeuten.

In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Düngermenge zu reduzieren oder auf einen anderen Dünger umzusteigen. Manchmal hilft es auch, die Düngungsintervalle zu verlängern. Experimentieren Sie vorsichtig und beobachten Sie die Reaktionen Ihrer Orchidee genau.

Langfristige Pflege für gesunde Orchideen

Für dauerhaft vitale Orchideen ist eine ganzjährige, angepasste Pflege wichtig. Im Frühjahr und Sommer, wenn das Wachstum am stärksten ist, dürfen Sie etwas mehr düngen. Im Herbst und Winter fahren Sie die Düngergaben langsam zurück.

Jahreszeitliche Anpassungen

Im Frühling erwachen die meisten Orchideen aus ihrer Winterruhe. Jetzt brauchen sie wieder mehr Nährstoffe, um neue Triebe und Blätter zu bilden. Erhöhen Sie die Düngermenge schrittweise.

Der Sommer ist die Hauptwachstumszeit. Düngen Sie regelmäßig, aber achten Sie darauf, die Pflanze nicht zu überfordern. An heißen Tagen verdunstet mehr Wasser - prüfen Sie öfter, ob nachgegossen werden muss.

Im Herbst bereiten sich viele Orchideen auf die Blüte vor. Jetzt ist eine ausgewogene Versorgung mit Phosphor und Kalium wichtig. Diese Nährstoffe fördern die Blütenbildung.

Im Winter brauchen die meisten Orchideen eine Ruhephase. Reduzieren Sie die Düngergaben deutlich oder setzen Sie sie ganz aus. Behalten Sie Ihre Pflanzen im Blick - manche Arten wie Phalaenopsis wachsen auch im Winter weiter und benötigen dann eine angepasste Pflege.

Vorbereitung auf den nächsten Blühzyklus

Um den nächsten Blühzyklus optimal vorzubereiten, ist eine ausgewogene Ernährung über das ganze Jahr wichtig. Achten Sie besonders in der Wachstumsphase auf eine gute Versorgung mit Stickstoff für kräftige Blätter und Triebe.

Etwa zwei Monate vor der erwarteten Blütezeit können Sie auf einen Dünger mit erhöhtem Phosphor- und Kaliumanteil umstellen. Das regt die Blütenbildung an. Beobachten Sie dabei immer die individuellen Bedürfnisse Ihrer Orchideen - jede Art hat ihren eigenen Rhythmus.

Regelmäßige Kontrolle der Pflanzengesundheit

Eine gesunde Orchidee hat pralle, grüne Blätter und feste Wurzeln. Untersuchen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Achten Sie besonders auf:

  • Verfärbungen oder Flecken auf Blättern und Wurzeln
  • Welke oder schlaffe Blätter
  • Klebrige Rückstände (können auf Schädlingsbefall hindeuten)
  • Veränderungen in der Blattstruktur

Bei Auffälligkeiten sollten Sie am besten sofort reagieren. Oft hilft schon eine Anpassung der Pflege oder ein vorsichtiges Entfernen befallener Pflanzenteile. Im Zweifelsfall fragen Sie in einer Gärtnerei oder einem Fachgeschäft nach.

Orchideenpflege - eine Herausforderung für Pflanzenliebhaber

Die richtige Düngung nach der Blüte ist ein wichtiger Baustein für gesunde, blühfreudige Orchideen. Doch letztlich ist jede Pflanze ein Individuum. Was bei der einen Orchidee gut funktioniert, kann bei der anderen völlig anders sein.

Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam und lernen Sie ihre Bedürfnisse kennen. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Ihren Orchideen gut tut. Scheuen Sie sich nicht, auch mal etwas Neues auszuprobieren - so werden Sie zum Experten für Ihre ganz persönliche Orchideensammlung.

Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld werden Sie mit prächtigen Blüten belohnt. Es ist immer wieder faszinierend, eine selbst großgezogene Orchidee in voller Blüte zu bewundern. In diesem Sinne: Viel Freude und Erfolg mit Ihren Orchideen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Warum ist die Orchideenpflege nach der Blüte so wichtig für die Pflanzengesundheit?
    Die Pflege nach der Blüte ist entscheidend, da Orchideen in dieser Phase ihre Energiereserven wieder aufbauen müssen. Während der Blütezeit verbraucht die Pflanze enorm viel Energie, weshalb sie anschließend in eine Regenerationsphase eintritt. In dieser Zeit konzentriert sich die Orchidee auf die Bildung neuer Wurzeln und Blätter - das Fundament für den nächsten Blühzyklus. Eine gezielte Düngung unterstützt diesen Erholungsprozess optimal und hilft der Pflanze, sich von den Strapazen der Blütezeit zu erholen. Gut versorgte Orchideen sind deutlich widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Die richtige Nachblütepflege legt den Grundstein für kräftiges Wachstum und bereitet die Pflanze auf eine üppigere nächste Blüte vor. Ohne angemessene Regeneration können Orchideen schwächeln und ihre Blühfreudigkeit verlieren.
  2. Welche Nährstoffe benötigen Orchideen in der Nachblütephase besonders?
    In der Nachblütephase benötigen Orchideen ein ausgewogenes NPK-Verhältnis mit erhöhtem Stickstoff- und Kaliumanteil. Ein Verhältnis von etwa 30-10-10 hat sich bewährt, wobei der Stickstoff das Wachstum neuer Triebe und Blätter fördert, während Kalium die Pflanze kräftigt. Der Phosphoranteil sollte in dieser Phase geringer sein, da Phosphor hauptsächlich für die Blütenbildung relevant ist. Besonders wichtig sind auch Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink, die für die Vitalität der Orchidee unerlässlich sind. Diese Mikroelemente beugen Mangelerscheinungen vor und unterstützen wichtige Stoffwechselprozesse. Hochwertige Orchideendünger enthalten diese Spurenelemente bereits in optimaler Zusammensetzung. Die Nährstoffe helfen der Orchidee dabei, Energiereserven in Wurzeln und Blättern zu speichern, die später für Wachstum und Blütenbildung genutzt werden.
  3. Wie erkennt man den richtigen Zeitpunkt für die Düngung nach der Orchideenblüte?
    Der richtige Zeitpunkt für die Düngung zeigt sich durch deutliche Wachstumssignale der Orchidee. Frische grüne Triebe oder neue Wurzelspitzen sind verlässliche Indikatoren dafür, dass die Ruhephase beendet ist und die Wachstumsphase beginnt. Bei Phalaenopsis können Sie oft neue Blätter oder sogar Kindel am Blütenstängel beobachten. Wichtig ist, nicht zu früh zu düngen, da dies die empfindlichen Wurzeln schädigen kann. Nach der Blüte benötigen die meisten Orchideen zunächst eine 6-8-wöchige Ruhepause. Verschiedene Orchideenarten folgen unterschiedlichen Rhythmen: Während Phalaenopsis fast ganzjährig wachsen, haben Cattleya und Dendrobium ausgeprägtere Ruhezeiten. Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam - sobald sichtbare Zeichen neuen Wachstums erkennbar sind, ist der ideale Moment für den Düngungsstart gekommen. Eine zu frühe Düngung kann kontraproduktiv sein.
  4. Was sind die spezifischen NPK-Verhältnisse für Orchideen in verschiedenen Phasen?
    Die NPK-Verhältnisse sollten je nach Wachstumsphase der Orchidee angepasst werden. In der Nachblütephase eignet sich ein NPK-Verhältnis von 30-10-10, das das Wachstum neuer Triebe und Blätter durch den erhöhten Stickstoffanteil fördert. Während der Hauptwachstumszeit im Frühjahr und Sommer kann ein ausgewogeneres Verhältnis von 20-20-20 verwendet werden. Zur Vorbereitung auf die Blüte, etwa zwei Monate vor der erwarteten Blütezeit, sollten Sie auf einen Dünger mit erhöhtem Phosphor- und Kaliumanteil umstellen, beispielsweise 10-30-20. Dieses Verhältnis regt die Blütenbildung an. Für Phalaenopsis hat sich ein 3-1-2-Verhältnis in der Ruhephase bewährt, während Cattleya ein 7-2-5-Verhältnis bevorzugt. Dendrobium benötigt in der ausgeprägten Ruhephase nur sehr schwache Düngerlösungen. Die richtige Anpassung der NPK-Verhältnisse ist entscheidend für eine optimale Orchideenentwicklung und erfolgreiche Blütenbildung.
  5. Welche artspezifischen Unterschiede gibt es bei der Düngung von Phalaenopsis, Cattleya und Dendrobium?
    Jede Orchideenart hat spezifische Düngungsansprüche nach der Blüte. Phalaenopsis, die beliebte Motten-Orchidee, gönnt sich nur eine kurze Ruhepause von 6-8 Wochen. Sie sollte auch während dieser Zeit alle 2-3 Wochen mit halber Konzentration gedüngt werden, da sie fast ganzjährig wächst. Ein NPK-Verhältnis von 3-1-2 funktioniert hier gut. Cattleya, die Diva unter den Orchideen, benötigt eine längere Ruhephase und sollte nur alle 3-4 Wochen mit einem phosphorarmen Dünger versorgt werden. Ein NPK-Verhältnis von 7-2-5 hat sich bewährt, und das Substrat sollte zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. Dendrobium ist am anspruchsvollsten und legt eine deutliche Ruhepause ein. In dieser Zeit benötigt sie kaum Dünger - nur alle 4-6 Wochen eine sehr schwache Lösung. Erst wenn neue Triebe erscheinen, kann die Düngung wieder intensiviert werden.
  6. Worin unterscheiden sich Flüssigdünger und Langzeitdünger bei der Orchideenpflege?
    Flüssigdünger und Langzeitdünger haben verschiedene Vor- und Nachteile für die Orchideenpflege. Flüssigdünger werden schnell von der Pflanze aufgenommen und lassen sich einfach dem Gießwasser beimischen. Sie ermöglichen eine gleichmäßige Verteilung der Nährstoffe und eine präzise Dosierung. Die Konzentration kann flexibel angepasst werden - besonders wichtig bei der empfindlichen Orchideenpflege. Langzeitdünger in Form von Stäbchen oder Granulat geben über einen längeren Zeitraum kontinuierlich Nährstoffe ab. Sie sind praktisch für Gärtner, die mal eine Düngung vergessen könnten, bergen aber das Risiko einer Überdüngung. Bei Orchideen sollten Langzeitdünger sehr sparsam verwendet werden, da eine zu hohe Salzkonzentration die empfindlichen Wurzeln schädigen kann. Flüssigdünger bieten mehr Kontrolle und sind daher für die meisten Orchideenarten die bessere Wahl, besonders in der sensiblen Nachblütephase.
  7. Was ist der Unterschied zwischen speziellen Orchideendüngern und Universaldüngern?
    Spezielle Orchideendünger sind optimal auf die besonderen Bedürfnisse dieser anspruchsvollen Pflanzen abgestimmt. Sie enthalten die benötigten Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis und wichtige Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink. Die Salzkonzentration ist niedriger als bei Universaldüngern, was für die empfindlichen Orchideenwurzeln entscheidend ist. Universaldünger sind oft zu stark konzentriert und können die sensiblen Wurzeln schädigen. Sie sind für normale Topf- und Gartenpflanzen entwickelt, die robuster sind als Orchideen. Orchideendünger berücksichtigen auch die epiphytische Natur vieler Orchideen, die in der Natur auf Bäumen wachsen und an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind. Die speziellen Formulierungen unterstützen das langsame, aber stetige Wachstum von Orchideen optimal. Ein hochwertiger Orchideendünger enthält zudem oft organische Zusätze, die die Wurzelgesundheit fördern und die Nährstoffaufnahme verbessern.
  8. Welche häufigen Düngerfehler können Orchideen schädigen und wie vermeidet man sie?
    Der häufigste Fehler ist die Überdüngung, die zu Salzablagerungen im Substrat und Wurzelschäden führt. Symptome sind braune Blattspitzen, gelbe Blätter oder gehemmtes Wachstum. Bei Verdacht sollte das Substrat gründlich mit klarem Wasser gespült werden. Ein weiterer Fehler ist die Verwendung ungeeigneter Dünger - Universaldünger oder solche mit hohem Stickstoffanteil können das Blattwachstum fördern, aber die Blütenbildung hemmen. Unterdüngung zeigt sich durch blasse, kleine Blätter und schwaches Wachstum. Eine zu frühe Düngung nach der Blüte kann empfindliche Wurzeln schädigen. Vermeiden Sie diese Fehler durch: sparsame Dosierung (lieber zu wenig als zu viel), Verwendung spezieller Orchideendünger, Beobachtung der Wachstumssignale vor Düngungsbeginn, regelmäßige aber schwache Düngergaben und bei Problemen sofortiges Spülen des Substrats. Die Devise lautet: häufiger und dafür schwächer düngen.
  9. Wo kann man hochwertigen Orchideendünger mit optimaler Nährstoffzusammensetzung kaufen?
    Hochwertigen Orchideendünger finden Sie in verschiedenen Bezugsquellen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an Qualitätsdüngern mit optimaler Nährstoffzusammensetzung für verschiedene Orchideenarten. Diese Experten können auch fachkundige Beratung zur artspezifischen Düngung liefern. Gartencenter führen meist eine Grundausstattung an Orchideendüngern, wobei die Auswahl begrenzt sein kann. Online-Shops bieten oft ein größeres Sortiment und detaillierte Produktbeschreibungen. Orchideenfachgeschäfte sind die beste Anlaufstelle für spezielle Sorten und professionelle Beratung. Achten Sie beim Kauf auf: ausgewogene NPK-Verhältnisse, enthaltene Spurenelemente, niedrige Salzkonzentration und positive Kundenbewertungen. Qualitätsdünger enthalten oft organische Zusätze und sind frei von schädlichen Chemikalien. Vergleichen Sie die Inhaltsstoffe und wählen Sie Produkte etablierter Hersteller. Eine gute Beratung ist oft wichtiger als der günstigste Preis.
  10. Welche Orchideen-Pflegeartikel sind für die optimale Nachblütebehandlung empfehlenswert?
    Für die optimale Nachblütebehandlung benötigen Sie verschiedene Pflegeartikel. Ein hochwertiger Orchideendünger mit ausgewogener Nährstoffzusammensetzung ist das wichtigste Element. Transparente Orchideentöpfe mit Drainage ermöglichen die Kontrolle der Wurzelgesundheit. Spezielles Orchideensubstrat aus Rindenteilen, Kokosraspeln und Sphagnum-Moos ist für die luftigen Wurzeln unerlässlich. Ein pH-Messgerät hilft bei der Kontrolle des Gießwassers - Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser sind ideal. Eine feine Sprühflasche für die gelegentliche Blattdüngung und zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist hilfreich. Gartenfachhandlungen wie samen.de führen komplette Orchideen-Pflegesets mit allen notwendigen Komponenten. Zusätzlich empfehlenswert sind: scharfe, desinfizierte Scheren für das Entfernen alter Blütenstängel, Drainagematerial für besseren Wasserabzug und bei Bedarf eine Pflanzenlampe für ausreichende Beleuchtung. Die richtige Ausrüstung erleichtert die Pflege erheblich.
  11. Wie beeinflusst die Energiereserven-Speicherung die Regeneration von Orchideen?
    Die Energiereserven-Speicherung ist fundamental für die erfolgreiche Regeneration von Orchideen nach der Blüte. Während der Blütezeit verbraucht die Pflanze enorme Mengen an gespeicherten Nährstoffen und Energie für die Bildung und Erhaltung der Blüten. Nach dieser anstrengenden Phase müssen diese Reserven wieder aufgebaut werden. Orchideen speichern Energie hauptsächlich in Form von Stärke und anderen Kohlenhydraten in ihren Wurzeln, Blättern und bei manchen Arten in Pseudobulben. Diese Energiespeicher sind entscheidend für das Überleben der Ruhephase und den Start des nächsten Wachstumszyklus. Eine gezielte Düngung in der Nachblütephase unterstützt diesen Speicherungsprozess durch die Bereitstellung essentieller Nährstoffe. Je besser eine Orchidee ihre Energiereserven wieder auffüllen kann, desto kräftiger wird ihr neues Wachstum und desto üppiger die nächste Blüte. Ohne ausreichende Energiereserven können Orchideen schwächeln und ihre Blühfähigkeit verlieren.
  12. Welche Rolle spielen Spurenelemente wie Eisen und Mangan in der Orchideenernährung?
    Spurenelemente wie Eisen und Mangan sind für Orchideen von entscheidender Bedeutung, auch wenn sie nur in geringen Mengen benötigt werden. Eisen ist essentiell für die Chlorophyllbildung und damit für die Photosynthese - ein Eisenmangel zeigt sich durch Gelbfärbung der Blätter bei grün bleibenden Blattadern. Mangan aktiviert wichtige Enzyme im Pflanzenstoffwechsel und ist an der Sauerstoffproduktion beteiligt. Weitere wichtige Spurenelemente sind Zink für das Wachstum, Kupfer für die Zellatmung und Bor für die Zellwandbildung. Diese Mikroelemente sind besonders in der Regenerationsphase nach der Blüte wichtig, wenn intensive Stoffwechselprozesse ablaufen. Mangelerscheinungen können das Wachstum hemmen und die Widerstandsfähigkeit schwächen. Hochwertige Orchideendünger enthalten diese Spurenelemente bereits in der richtigen Konzentration. In der Natur erhalten epiphytische Orchideen diese Nährstoffe über Regenwasser und zersetzende organische Materialien auf den Wirtsbäumen.
  13. Wie wirkt sich das Substrat auf die Nährstoffaufnahme bei Orchideen aus?
    Das Substrat spielt eine entscheidende Rolle für die Nährstoffaufnahme von Orchideen, da es die Wurzelumgebung maßgeblich beeinflusst. Ein luftiges, gut drainierendes Substrat aus Rindenteilen, Kokosraspeln und Sphagnum-Moos imitiert die natürlichen Bedingungen epiphytischer Orchideen. Die lockere Struktur ermöglicht den Wurzeln optimalen Zugang zu Sauerstoff, was für die Nährstoffaufnahme essentiell ist. Staunässe oder verdichtetes Substrat kann die Wurzeln schädigen und die Aufnahme von Dünger behindern. Das pH-Niveau des Substrats beeinflusst die Verfügbarkeit der Nährstoffe - Orchideen bevorzugen einen leicht sauren pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Zersetztes oder zu altes Substrat kann die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und sollte regelmäßig erneuert werden. Die Pufferwirkung des Substrats verhindert schädliche Salzansammlungen aus der Düngung. Ein qualitativ hochwertiges Orchideensubstrat bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Düngung und gesunde Pflanzenentwicklung.
  14. Was passiert biochemisch in Orchideen während der Ruhephase nach der Blüte?
    Während der Ruhephase nach der Blüte laufen in Orchideen wichtige biochemische Regenerationsprozesse ab. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, aber stoppt nicht vollständig. Die Pflanze konzentriert sich auf die Reparatur und Erneuerung zellulärer Strukturen, die während der energiezehrenden Blütezeit beansprucht wurden. Kohlenhydrate werden in Speichergeweben wie Wurzeln, Blättern und Pseudobulben eingelagert. Die Photosynthese läuft weiter, aber die produzierte Energie wird primär für Regenerationsprozesse genutzt. Enzyme für Wachstumsprozesse werden reduziert aktiviert, während reparative Enzyme verstärkt arbeiten. Die Hormonproduktion verändert sich - wachstumshemmende Hormone dominieren, während wachstumsfördernde zurückgehen. Wurzelzellen erneuern sich und bereiten sich auf die nächste Wachstumsphase vor. Diese biochemischen Anpassungen sind evolutionär entwickelt, um Ressourcen zu schonen und die Pflanze optimal auf den nächsten Zyklus vorzubereiten. Die Dauer dieser Prozesse variiert je nach Orchideenart.
  15. Wie kann man Orchideen beim Umtopfen nach der Blüte richtig versorgen?
    Das Umtopfen nach der Blüte ist ein idealer Zeitpunkt für eine umfassende Orchideenpflege. Zunächst sollten Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Substrat lösen und die Wurzeln gründlich inspizieren. Entfernen Sie faulige, braune oder beschädigte Wurzelteile mit einer desinfizierten Schere. Gesunde Wurzeln sind fest und grün oder silbrig. Lassen Sie die Schnittstellen kurz antrocknen, bevor Sie in frisches Orchideensubstrat umtopfen. Das neue Substrat sollte aus hochwertigen Komponenten wie Rindenteilen, Kokosraspeln und etwas Sphagnum-Moos bestehen. Wählen Sie einen Topf, der nur geringfügig größer ist als der Wurzelballen - Orchideen mögen es eher eng. Nach dem Umtopfen sollten Sie etwa eine Woche mit dem Gießen warten, damit sich die Wurzeln regenerieren können. Die erste Düngung erfolgt erst, wenn deutliche Wachstumszeichen sichtbar sind. Transparente Töpfe erleichtern die Kontrolle der Wurzelgesundheit und des Substratfeuchtigkeitsniveaus.
  16. Welche Bewässerungstechnik eignet sich am besten für gedüngte Orchideen?
    Die richtige Bewässerungstechnik ist entscheidend für die optimale Aufnahme der Nährstoffe aus der Düngung. Das Tauchverfahren hat sich als besonders effektiv erwiesen: Stellen Sie den Orchideentopf für etwa 10-15 Minuten in lauwarmes, weiches Wasser, das den Dünger enthält. Dadurch können die Wurzeln die Nährstoffe gleichmäßig aufnehmen. Lassen Sie den Topf anschließend gut abtropfen, um Staunässe zu vermeiden. Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser sind ideal, da sie weniger Kalk enthalten. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Gießen Sie niemals direkt in die Blattachseln, da dies zu Fäulnis führen kann. Bei der Bewässerung mit Düngerlösung gilt: lieber seltener, dafür gründlich. Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben fast vollständig abtrocknen. Eine gleichmäßige Wasserverteilung im Substrat gewährleistet, dass alle Wurzelteile die Nährstoffe erreichen. Vermeiden Sie kaltes oder sehr warmes Wasser, da dies die Wurzeln schocken kann.
  17. Ist es richtig, dass Orchideen nach der Blüte komplett aufhören zu wachsen?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Mythos. Orchideen hören nach der Blüte nicht komplett auf zu wachsen, sondern verlangsamen lediglich ihre Wachstumsaktivität. Sie treten in eine Ruhephase ein, in der sich der Fokus von der Blütenproduktion auf Regeneration und Energiespeicherung verlagert. Während dieser Zeit bilden viele Orchideen neue Wurzeln und manchmal auch neue Blätter aus, allerdings in einem langsameren Tempo. Die Photosynthese läuft weiter, wenn auch reduziert. Verschiedene Orchideenarten zeigen unterschiedliche Verhaltensmuster: Phalaenopsis wachsen fast kontinuierlich und haben nur kurze Ruhepausen, während Cattleya und Dendrobium ausgeprägtere Ruhephasen einlegen. Selbst während der Ruhephase finden wichtige biochemische Prozesse statt, die für die nächste Wachstums- und Blütephase essentiell sind. Diese Phase ist also keinesfalls ein Stillstand, sondern eine aktive Vorbereitungszeit. Das Verständnis dieses natürlichen Zyklus ist wichtig für eine angepasste Pflege.
  18. Wie unterscheidet sich die Orchideenpflege in verschiedenen Klimazonen nach der Blüte?
    Die Orchideenpflege nach der Blüte muss an die jeweiligen Klimabedingungen angepasst werden. In tropischen Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit können Orchideen ganzjährig im Freien kultiviert werden, benötigen aber Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und starkem Regen. Die Düngung kann hier kontinuierlicher erfolgen. In gemäßigten Klimazonen müssen Orchideen als Zimmerpflanzen gehalten werden, was besondere Herausforderungen mit sich bringt: niedrigere Luftfeuchtigkeit, künstliche Beleuchtung und Heizungsluft. Hier ist eine angepasste Düngung mit reduzierten Intervallen im Winter wichtig. In trockenen Klimazonen ist die Luftfeuchtigkeit oft zu niedrig - Wasserschalen oder Luftbefeuchter können helfen. Kalte Klimazonen erfordern zusätzliche Wärmequellen und reduzierte Winterdüngung. Die Wachstumsphasen können sich je nach Klima verschieben - beobachten Sie Ihre Pflanzen genau. Generell benötigen Orchideen in künstlichen Umgebungen mehr Aufmerksamkeit und angepasste Pflegemaßnahmen als in ihren natürlichen Habitaten.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Regenerationsphase und Wachstumsperiode bei Orchideen?
    Die Regenerationsphase und Wachstumsperiode sind zwei distinkte Phasen im Orchideen-Lebenszyklus mit unterschiedlichen Charakteristika. Die Regenerationsphase folgt unmittelbar auf die Blüte und dient der Erholung der Pflanze. In dieser Zeit verlangsamt sich der Stoffwechsel, und die Orchidee konzentriert sich darauf, ihre durch die Blüte erschöpften Energiereserven wieder aufzubauen. Neue Wurzeln können gebildet werden, aber das Wachstum ist insgesamt reduziert. Die Düngung sollte zurückhaltend erfolgen. Die Wachstumsperiode beginnt, wenn die Orchidee deutliche Signale neuer Aktivität zeigt: neue Triebe, Blätter oder Wurzelspitzen. Jetzt läuft die Photosynthese auf Hochtouren, der Nährstoffbedarf steigt, und die Düngung kann intensiviert werden. Die Pflanze baut aktiv neue Strukturen auf, die später die Basis für die nächste Blüte bilden. Beide Phasen sind essentiell für den Orchideen-Zyklus und erfordern angepasste Pflegemaßnahmen für optimale Entwicklung.
  20. Wie unterscheidet sich die Nährstoffversorgung von der allgemeinen Düngergabe bei Orchideen?
    Die Nährstoffversorgung von Orchideen ist ein ganzheitlicher Ansatz, der weit über die reine Düngergabe hinausgeht. Während die Düngergabe lediglich die Zufuhr von Mineralstoffen bedeutet, umfasst die Nährstoffversorgung das gesamte System der Nährstoffaufnahme und -verwertung. Dazu gehören die Qualität des Substrats, der pH-Wert, die Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung und Temperatur. Das Substrat beeinflusst maßgeblich, wie gut die Wurzeln die zugeführten Nährstoffe aufnehmen können. Ein luftiges, gut drainierendes Medium ist essentiell. Die Nährstoffversorgung berücksichtigt auch die natürlichen Wachstumszyklen und passt die Gaben entsprechend an. Spurenelemente, die oft in normalen Düngern fehlen, sind Teil einer umfassenden Nährstoffversorgung. Zusätzlich spielen symbiotische Mykorrhiza-Pilze eine Rolle, die in der Natur die Nährstoffaufnahme verbessern. Eine optimale Nährstoffversorgung bedeutet also, alle Faktoren zu berücksichtigen, die die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen beeinflussen, nicht nur deren reine Zufuhr.
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