Portulakröschen: Farbenprächtiger Schmuck für Steingärten und Trockenmauern

Portulakröschen: Farbenfrohe Schönheiten für Steingärten und Trockenmauern

Wenn Sie auf der Suche nach einer wunderbaren Pflanze für sonnige, trockene Stellen in Ihrem Garten sind, sollten Sie unbedingt einen Blick auf die Portulakröschen werfen. Diese kleinen Juwelen sind geradezu prädestiniert für Steingärten und Trockenmauern und werden Sie mit ihren leuchtenden Blüten und ihrer erstaunlichen Trockenheitsresistenz begeistern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ursprung: Südamerika
  • Standort: sonnig und trocken
  • Blütezeit: Sommer bis Herbst
  • Pflege: pflegeleicht und anspruchslos
  • Besonderheit: fleischige Blätter als Wasserspeicher

Einführung zu Portulakröschen

Herkunft und botanische Eigenschaften

Die Portulakröschen (Portulaca grandiflora) stammen ursprünglich aus den trockenen Gebieten Südamerikas. Diese einjährigen Pflanzen gehören zur Familie der Portulakgewächse und haben sich im Laufe der Evolution perfekt an heiße und trockene Standorte angepasst. Ein faszinierender Aspekt ihrer Überlebensstrategie sind die fleischigen Blätter und Stängel, die als natürliche Wasserspeicher fungieren. Diese clevere Anpassung ermöglicht es ihnen, selbst längere Trockenperioden unbeschadet zu überstehen.

Was die Portulakröschen zu echten Hinguckern macht, sind zweifellos ihre Blüten. Bei Sonnenschein öffnen sie sich und präsentieren ihre leuchtenden Farben in Rot, Pink, Gelb, Orange oder Weiß. Manche Sorten trumpfen sogar mit mehrfarbigen oder gefüllten Blüten auf. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis in den Oktober hinein, wobei sich die Blüten meist am Vormittag öffnen und am Nachmittag wieder schließen - ein faszinierendes Schauspiel, das man im eigenen Garten beobachten kann.

Vorteile für Steingärten und Trockenmauern

In meinen Jahren als Hobbygärtnerin habe ich festgestellt, dass Portulakröschen wie geschaffen für Steingärten und Trockenmauern sind. Ihre Anspruchslosigkeit und Trockenheitsresistenz machen sie zu idealen Pflanzen für diese oft herausfordernden Standorte. Lassen Sie mich Ihnen einige Gründe nennen, warum Portulakröschen so gut in diese Bereiche passen:

  • Trockenheitstoleranz: Dank ihrer fleischigen Blätter können sie längere Trockenperioden überstehen.
  • Flacher Wuchs: Mit einer Höhe von nur 10-20 cm breiten sie sich teppichartig aus.
  • Farbenpracht: Die leuchtenden Blüten bringen Leben in karge Steinlandschaften.
  • Pflegeleicht: Sie benötigen kaum Pflege und kommen mit nährstoffarmen Böden zurecht.
  • Hitzeresistenz: Je wärmer es ist, desto besser gedeihen sie.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich vor einigen Jahren Portulakröschen in meinem eigenen Steingarten gepflanzt habe. Ich war regelrecht verblüfft, wie schnell sie sich ausgebreitet haben. Sogar in den kleinsten Ritzen zwischen den Steinen haben sie sich wohlgefühlt und für bunte Farbtupfer gesorgt. Es ist wirklich erstaunlich, wie diese kleinen Pflänzchen selbst die kargen Bedingungen in einen blühenden Miniatur-Garten verwandeln können.

Standortanforderungen

Lichtbedarf und Sonneneinstrahlung

Wenn es um Portulakröschen geht, kann man gar nicht genug betonen, wie sehr sie die Sonne lieben. Sie brauchen einen vollsonnigen Standort, um ihre volle Pracht zu entfalten. Je mehr Sonne, desto besser! Ideal ist ein Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. In schattigen Bereichen werden die Pflanzen leider schnell spindelig und blühen kaum - ein trauriger Anblick für jeden Gärtner.

Ein faszinierender Aspekt der Portulakröschen ist, dass sich ihre Blüten nur bei Sonnenschein öffnen. An bewölkten Tagen oder im Schatten bleiben sie geschlossen. Das macht sie zu einer Art natürlicher Wetteranzeige im Garten. Ich finde es immer wieder spannend zu beobachten, wie diese kleinen Pflanzen auf die Sonneneinstrahlung reagieren - es ist, als würden sie mit der Sonne kommunizieren.

Bodenbeschaffenheit und Drainage

Der Traumstandort für Portulakröschen hat einen sandigen, kiesigen und vor allem gut durchlässigen Boden. Staunässe ist ihr größter Feind und kann schnell zu Wurzelfäule führen - ein Albtraum für jede Pflanze. In meinem Garten habe ich dem normalen Gartenboden etwas Sand und feinen Kies beigemischt, um die Drainage zu verbessern. Dieser kleine Trick hat sich wirklich bewährt!

Ein wichtiger Hinweis: Portulakröschen kommen mit nährstoffarmen Böden erstaunlich gut zurecht. Tatsächlich kann eine zu gute Nährstoffversorgung sogar kontraproduktiv sein und zu weniger Blüten und mehr Blattmasse führen. Also lieber sparsam mit dem Dünger umgehen. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese Pflanzen selbst unter kargen Bedingungen gedeihen und blühen können.

Temperaturtoleranz und Frostempfindlichkeit

Wärme ist das A und O für Portulakröschen. Sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius pudelwohl. Kälte hingegen mögen sie überhaupt nicht. Bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius stellen sie das Wachstum ein, und Frost überleben sie in der Regel nicht.

In milderen Regionen kann es vorkommen, dass Portulakröschen überwintern, wenn sie an einer geschützten Stelle stehen. Ich hatte einmal das große Glück, dass einige meiner Pflanzen einen milden Winter überlebt haben und im nächsten Jahr wieder austrieben. Das war allerdings eher die Ausnahme als die Regel und hat mich ziemlich überrascht. Es zeigt aber, wie widerstandsfähig diese kleinen Schönheiten sein können, wenn die Bedingungen stimmen.

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Vorbereitung des Pflanzbereichs

Bodenaufbereitung für Steingärten

Die richtige Vorbereitung eines Steingartens für Portulakröschen ist entscheidend für ihr Gedeihen. Aus meiner Erfahrung haben sich folgende Schritte bewährt:

  • Entfernen Sie zunächst die oberste Erdschicht und lockern Sie den Untergrund gründlich auf.
  • Bringen Sie eine etwa 10 cm dicke Schicht aus grobem Kies oder Schotter ein, um die Drainage zu verbessern.
  • Mischen Sie den Oberboden mit Sand und feinem Kies im Verhältnis 1:1:1.
  • Formen Sie leichte Erhebungen und Mulden, um eine natürlich wirkende Steingartenlandschaft zu imitieren.

Ein wichtiger Tipp: Weniger ist oft mehr. Portulakröschen gedeihen in kargen Böden tatsächlich besser als in zu nährstoffreichen Substraten. Es ist erstaunlich zu sehen, wie diese genügsamen Pflanzen selbst unter scheinbar widrigen Bedingungen aufblühen können.

Gestaltung von Pflanzfugen in Trockenmauern

Trockenmauern bieten fantastische Bedingungen für Portulakröschen. Bei der Gestaltung der Pflanzfugen sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Planen Sie beim Bau der Mauer genügend breite Fugen (mindestens 2-3 cm) für die Bepflanzung ein.
  • Füllen Sie die Fugen mit einem mageren Substrat aus Sand, feinem Kies und einer kleinen Menge humoser Erde.
  • Achten Sie darauf, dass die Fugen leicht nach hinten geneigt sind. Das ermöglicht es dem Regenwasser, in die Mauer einzudringen.
  • Platzieren Sie größere Steine so, dass sie kleine Pflanzterassen bilden.

Eine interessante Beobachtung aus meiner eigenen Trockenmauer: Portulakröschen gedeihen besonders gut in den oberen, sonnigeren Bereichen. In den unteren Lagen, wo es etwas feuchter ist, setze ich eher andere Steingartenpflanzen. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die individuellen Bedürfnisse jeder Pflanze zu berücksichtigen.

Substratzusammensetzung für optimales Wachstum

Die richtige Substratzusammensetzung ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Kultivierung von Portulakröschen. Ein Rezept, das sich bei mir bewährt hat, ist:

  • 1 Teil grober Sand
  • 1 Teil feiner Kies oder Splitt
  • 1 Teil durchlässige Gartenerde
  • Optional: Eine Handvoll Urgesteinsmehl für zusätzliche Mineralien

Mischen Sie diese Komponenten gründlich durch. Das Ergebnis sollte locker und krümelig sein. Vermeiden Sie zu viel organisches Material, da dies die Drainage beeinträchtigen und zu üppigem Wachstum führen kann.

Ein praktischer Tipp aus meiner Erfahrung: Wenn Sie Portulakröschen in Töpfen oder Balkonkästen kultivieren möchten, können Sie dem Substrat etwas Blähton oder zerkleinerten Lavagrus beimischen. Das verbessert die Drainage zusätzlich und verhindert ein zu schnelles Austrocknen. Ich habe festgestellt, dass diese Methode besonders bei der Kultivierung auf Balkonen oder Terrassen, wo die Pflanzen oft stärkeren Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, sehr hilfreich sein kann.

Aussaat und Pflanzung von Portulakröschen

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Portulakröschen sind echte Sonnenanbeter. Sie gedeihen am besten, wenn man sie nach den Eisheiligen, also etwa Mitte Mai, direkt ins Freiland sät. Wer es kaum erwarten kann, dem empfehle ich, die Samen schon ab April in Töpfen auf der Fensterbank vorzuziehen. Dabei sollten Sie beachten, dass die Keimtemperatur nicht unter 15°C fallen sollte - diese kleinen Südamerikaner mögen es eben warm!

Methoden der Direktsaat im Steingarten

Für die Aussaat im Steingarten haben sich zwei Methoden bewährt:

  • Breitwürfige Aussaat: Verteilen Sie die winzigen Samen einfach über die vorbereitete Fläche. Drücken Sie sie sanft an, aber bedecken Sie sie nicht mit Erde. Portulakröschen sind Lichtkeimer und brauchen den direkten Kontakt zur Sonne.
  • Reihensaat: Ziehen Sie flache Rillen und säen Sie die Samen dünn darin aus. Ein Reihenabstand von etwa 20 cm hat sich in meinem Garten als ideal erwiesen.

Technik zum Einbringen in Mauerfugen

Für Mauerfugen habe ich einen kleinen Trick: Mischen Sie die Samen mit feinem Sand. Das erleichtert das Einbringen in die Fugen ungemein. Gießen Sie danach vorsichtig an, damit die Samen nicht davonschwimmen. In den ersten Wochen sollten Sie ein wachsames Auge darauf haben, dass die Fugen nicht austrocknen - die kleinen Keimlinge sind da noch etwas empfindlich.

Pikieren und Auspflanzen vorgezogener Sämlinge

Sobald die vorgezogenen Pflänzchen vier bis sechs Blätter haben, ist es Zeit zum Pikieren. Sie können sie entweder in einzelne Töpfe setzen oder direkt ins Freiland pflanzen. Ich halte einen Abstand von etwa 15-20 cm zwischen den Pflanzen für optimal. Vergessen Sie nicht, den Boden vor dem Auspflanzen gut zu lockern und etwas Sand einzuarbeiten - Portulakröschen lieben eine gute Drainage.

Pflege und Wartung von Portulakröschen

Bewässerungsrichtlinien für trockene Standorte

Portulakröschen sind wahre Überlebenskünstler, wenn es um Trockenheit geht. Dennoch brauchen sie in der Anwachsphase regelmäßige Bewässerung. Später reicht es, sie nur bei länger anhaltender Trockenheit zu gießen. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Gießen Sie möglichst direkt den Boden und vermeiden Sie es, die Blätter zu befeuchten. Zu viel Nässe kann nämlich Fäulnis verursachen - und das mögen unsere kleinen Freunde gar nicht.

Düngung: Zurückhaltung üben

Weniger ist oft mehr - das gilt besonders für die Düngung von Portulakröschen. Sie kommen mit nährstoffarmen Böden bestens zurecht. Zu viel des Guten fördert das Blattwachstum, geht aber auf Kosten der Blütenbildung. Falls Sie dennoch düngen möchten, reicht eine einmalige Gabe von Kompost oder einem schwach dosierten Flüssigdünger zu Beginn der Wachstumsperiode völlig aus.

Rückschnitt und Entfernen verblühter Blüten

Für eine längere Blütezeit lohnt es sich, regelmäßig die verblühten Blüten zu entfernen. Das verhindert die Samenbildung und regt die Pflanze zu erneutem Blühen an - ein kleiner Trick, um den Blütenflor zu verlängern. Mitte des Sommers kann ein leichter Rückschnitt zu einem kompakteren Wuchs beitragen. Ich habe festgestellt, dass die Pflanzen dadurch oft noch üppiger nachwachsen.

Überwinterung und Frostschutz

Portulakröschen sind von Natur aus einjährige Pflanzen und überleben in der Regel keinen Frost. In milden Regionen können sie sich durch Selbstaussaat erhalten - ein faszinierendes Naturschauspiel! Um dies zu fördern, lassen Sie einfach gegen Ende der Saison einige Blüten zur Samenreife kommen. In kälteren Gebieten können Sie ein paar Pflanzen im Herbst in Töpfe setzen und an einem hellen, kühlen Ort überwintern. So haben Sie im nächsten Jahr Mutterpflanzen zur Vermehrung - ein kleiner Gartenkniff, den ich gerne anwende.

Gestaltungsideen mit Portulakröschen: Farbenfroh und vielseitig

Ich bin immer wieder begeistert, wie vielseitig Portulakröschen in Steingärten und Trockenmauern eingesetzt werden können. Ihre leuchtenden Blüten in einer Vielzahl von Farben machen sie zu echten Hinguckern. Lassen Sie mich Ihnen ein paar Ideen vorstellen, wie Sie diese farbenfrohen Pflänzchen in Ihrem Garten in Szene setzen können.

Farbkombinationen und Sortenvielfalt

Die Palette der Portulakröschen reicht von Weiß über Gelb und Orange bis hin zu Pink und Rot. Einige Sorten überraschen sogar mit mehrfarbigen Blüten. In meinem Garten habe ich festgestellt, dass Ton-in-Ton-Kombinationen, beispielsweise verschiedene Rosatöne, besonders harmonisch wirken. Wer es etwas auffälliger mag, könnte gelbe und violette Sorten nebeneinander pflanzen - der Kontrast ist wirklich beeindruckend!

Kombination mit anderen trockenheitsresistenten Pflanzen

Portulakröschen vertragen sich hervorragend mit Pflanzen, die ähnliche Ansprüche haben. Hier ein paar Kombinationen, die sich in meinem Garten bewährt haben:

  • Sedumarten: Ihre sukkulenten Blätter harmonieren optisch wunderbar mit den fleischigen Blättern der Portulakröschen.
  • Thymian: Der würzige Duft ergänzt die Blütenpracht der Portulakröschen auf eine ganz besondere Weise.
  • Steingartenstauden wie Blaukissen oder Polsterphlox: Diese blühen früher und verlängern so die Blütezeit im Steingarten - ein echter Gewinn!

Cascading-Effekte an Mauern und Abhängen

An Trockenmauern und Abhängen zeigen Portulakröschen meiner Erfahrung nach ihre volle Pracht. Ihre überhängenden Triebe bilden wunderschöne Blütenkaskaden. Ich habe gute Ergebnisse erzielt, indem ich sie in den oberen Reihen einer Trockenmauer oder am oberen Rand eines Hangs gepflanzt habe. Sie wachsen dann nach unten und formen einen bezaubernden Blütenvorhang.

Einsatz als Bodendecker in Steingärten

In Steingärten eignen sich Portulakröschen hervorragend als flächendeckende Bepflanzung zwischen Steinen und anderen Pflanzen. Sie breiten sich recht schnell aus und unterdrücken dabei unerwünschtes Unkraut. Besonders attraktiv finde ich die Kombination verschiedener Sorten als Bodendecker - das ergibt ein regelrechtes Blütenmeer, das jeden Steingarten zum Leben erweckt.

Vermehrung und Erhaltung von Portulakröschen

Eine der Eigenschaften, die ich an Portulakröschen besonders schätze, ist ihre Pflegeleichtigkeit. Sie lassen sich mit einfachen Methoden vermehren und über Jahre hinweg erhalten.

Samenernte und -aufbewahrung

Die winzigen Samen der Portulakröschen sind erstaunlich einfach zu ernten. Ich warte, bis die Samenkapseln braun und trocken sind, dann breche ich sie vorsichtig auf und bewahre die Samen in einem Papiertütchen oder luftdichten Glas auf. An einem kühlen, trockenen Ort halten sie sich problemlos mehrere Jahre. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Vor der Aussaat mische ich die Samen mit feinem Sand - das sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung.

Stecklinge und vegetative Vermehrung

Neben der Aussaat habe ich gute Erfahrungen mit der Vermehrung über Stecklinge gemacht. Im Sommer schneide ich einfach 5-10 cm lange Triebspitzen ab, entferne die unteren Blätter und stecke die Stecklinge in feuchte Anzuchterde. Bei warmem Wetter bewurzeln sie sich innerhalb weniger Wochen. Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn man bestimmte Sorten erhalten möchte.

Selbstaussaat und natürliche Ausbreitung kontrollieren

Portulakröschen säen sich gerne selbst aus, was einerseits praktisch sein kann, andererseits manchmal zu einer zu starken Ausbreitung führt. Um die Selbstaussaat zu kontrollieren, entferne ich meist die verblühten Blüten regelmäßig. Manchmal lasse ich aber auch gezielt einige Samenstände stehen, dort wo ich im nächsten Jahr neue Pflanzen möchte. Es ist immer wieder spannend zu sehen, dass manchmal Sämlinge mit neuen Blütenfarben erscheinen - eine der kleinen Überraschungen, die das Gärtnern so faszinierend machen.

Wenn's mal nicht so rund läuft: Problemlösungen bei Portulakröschen

Zu nass? So helfen Sie Ihren Pflanzen

Portulakröschen sind echte Trockenheitskünstler, aber zu viel Nässe kann ihnen schnell zusetzen. Ein gut drainierter Boden ist das A und O. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Mischung aus Gartenerde mit etwas Sand oder feinem Kies wahre Wunder bewirkt. Bei Topfpflanzen achte ich immer darauf, dass die Gefäße ausreichend Abzugslöcher haben. Mein Tipp: Gießen Sie erst, wenn die oberste Erdschicht richtig trocken ist. Die Pflanzen verzeihen eher etwas zu wenig als zu viel Wasser.

Kleine Plagegeister fernhalten

Obwohl Portulakröschen ziemlich robust sind, haben Schnecken manchmal einen Narren an ihnen gefressen. Ein alter Gärtnertrick ist ein Kranz aus Schneckenkorn oder Kaffeesatz um die Pflanzen herum. Ich persönlich schwöre auf Kupferbänder oder selbstgebaute Bierfallen - die sind nicht nur effektiv, sondern auch noch umweltfreundlich. Sollten sich mal Blattläuse eingenistet haben, hilft oft schon eine sanfte Dusche mit milder Seifenlösung.

Gesund durch dick und dünn

Zum Glück sind Portulakröschen nicht besonders krankheitsanfällig. Trotzdem kann es bei zu feuchten Bedingungen zu Pilzerkrankungen kommen. Ich achte immer auf gute Luftzirkulation und gieße maßvoll - das beugt den meisten Problemen vor. Sollten Sie dennoch mal Anzeichen von Mehltau oder Grauschimmel entdecken, entfernen Sie am besten sofort die betroffenen Pflanzenteile und reduzieren Sie die Feuchtigkeit. Meistens erholen sich die Pflanzen dann schnell wieder.

Portulakröschen im Jahreslauf: Was wann zu tun ist

Frühlingserwachen und Aussaat

Die spannendste Zeit für mich ist immer die Aussaat ab Mitte April. Sie können die Samen direkt ins Freiland oder in Anzuchttöpfe säen. Denken Sie daran: Portulakröschen sind Lichtkeimer, also die Samen nur leicht andrücken. Wer es kaum erwarten kann, startet mit der Vorkultur im Haus schon ab März. Die kleinen Kerlchen lieben es warm - eine Keimtemperatur von 20-25°C ist ideal.

Sommerliche Blütenpracht

Für eine wahre Blütenexplosion habe ich einen einfachen Trick: Zupfen Sie regelmäßig die verblühten Blumen ab. Mitte des Sommers wage ich oft einen leichten Rückschnitt - das regt die Pflanzen zu neuem Wachstum an. In Trockenperioden gieße ich mäßig, aber regelmäßig. Alle 4-6 Wochen gönne ich meinen Portulakröschen eine kleine Extra-Portion phosphorreichen Dünger - das unterstützt die Blütenbildung enorm.

Herbstliche Vorbereitungen

Auch wenn es schwerfällt: Portulakröschen sind Einjährige und verabschieden sich bei Frost. Ich lasse immer ein paar Samenstände stehen - oft überraschen mich im nächsten Jahr selbst ausgesäte Pflänzchen. Für die gezielte Aussaat im Frühling sammle ich reife Samen. Die abgestorbenen Pflanzenteile entferne ich, um Pilzerkrankungen vorzubeugen.

Winterschutz für Frostmuffel

In milderen Gegenden können Portulakröschen manchmal überwintern - ein spannendes Experiment! Ich decke die Pflanzen mit einer dicken Mulchschicht ab. Topfpflanzen überwintern am besten an einem frostfreien, hellen Ort. Dabei reduziere ich das Gießen stark, lasse die Erde aber nie komplett austrocknen. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie widerstandsfähig diese kleinen Schönheiten sein können.

Bunter geht's nicht: Portulakröschen als Farbtupfer in Ihrem Garten

Ich bin immer wieder begeistert, wie vielseitig Portulakröschen einsetzbar sind. Ihre Anspruchslosigkeit macht sie zum Traumbesatz für Steingärten und Trockenmauern. Mit ihrer Farbenpracht zaubern sie Leben in die kargsten Ecken. Ob als flauschige Bodenpolster oder in Ampeln und Balkonkästen hängend - sie ziehen alle Blicke auf sich. Gerade in heißen Sommern, wenn andere Pflanzen schlapp machen, laufen Portulakröschen zur Höchstform auf. Mein Rat: Probieren Sie verschiedene Sorten aus! Mit den richtigen Bedingungen werden Portulakröschen zu treuen Gartenbegleitern, die Sie Jahr für Jahr mit einem Feuerwerk an Farben belohnen. Es ist einfach eine Freude, diese kleinen Überlebenskünstler im Garten zu haben!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Portulakröschen und woher stammen sie ursprünglich?
    Portulakröschen (Portulaca grandiflora) sind einjährige Pflanzen aus der Familie der Portulakgewächse, die ursprünglich aus den trockenen Gebieten Südamerikas stammen. Diese farbenfrohen Blütenpflanzen haben sich perfekt an heiße und trockene Standorte angepasst. Charakteristisch sind ihre fleischigen Blätter und Stängel, die als natürliche Wasserspeicher fungieren. Die leuchtenden Blüten erscheinen in den Farben Rot, Pink, Gelb, Orange oder Weiß, manche Sorten haben sogar mehrfarbige oder gefüllte Blüten. Portulakröschen werden auch als Sonnentaler oder Mittagsblume bezeichnet, da sich ihre Blüten nur bei Sonnenschein öffnen. Mit einer Wuchshöhe von nur 10-20 cm breiten sie sich teppichartig aus und sind aufgrund ihrer extremen Trockenheitsresistenz ideale Kandidaten für Steingärten und Trockenmauern.
  2. Welche besonderen Eigenschaften machen Portulakröschen für Steingärten geeignet?
    Portulakröschen verfügen über mehrere Eigenschaften, die sie zu idealen Steingartenpflanzen machen. Ihre extreme Trockenheitstoleranz ermöglicht es ihnen, dank der fleischigen Blätter längere Trockenperioden zu überstehen. Der flache Wuchs von nur 10-20 cm Höhe bei gleichzeitig teppichartiger Ausbreitung macht sie perfekt für die Bepflanzung zwischen Steinen. Sie gedeihen besonders gut in nährstoffarmen, durchlässigen Böden und sind ausgesprochen hitzeresistent - je wärmer, desto besser. Ihre leuchtenden Blüten bringen Farbe in karge Steinlandschaften und blühen den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein. Zudem sind sie extrem pflegeleicht und können sich durch Selbstaussaat eigenständig vermehren. Diese Kombination aus Anspruchslosigkeit, Schönheit und Langlebigkeit der Blüte macht sie zu unschätzbaren Bereicherungen für jeden Steingarten.
  3. Wie funktionieren die fleischigen Blätter als Wasserspeicher bei Portulakröschen?
    Die fleischigen Blätter und Stängel der Portulakröschen funktionieren nach dem Prinzip der Sukkulenz - einer evolutionären Anpassung an trockene Standorte. In den verdickten Pflanzenteilen befindet sich spezialisiertes Gewebe, das große Mengen Wasser speichern kann. Diese Wasserspeicher werden bei Regenfällen oder Bewässerung gefüllt und geben das gespeicherte Wasser langsam an die Pflanze ab, wenn Trockenheit herrscht. Zusätzlich haben die Blätter oft eine wachsartige Oberfläche, die die Verdunstung reduziert. Diese clevere Überlebensstrategie ermöglicht es Portulakröschen, selbst längere Trockenperioden ohne zusätzliche Bewässerung zu überstehen. Das macht sie nicht nur zu perfekten Steingartenpflanzen, sondern auch zu idealen Kandidaten für pflegeleichte Gärten und wassersparende Gartenkonzepte. Die sukkulente Eigenschaft ist auch der Grund, warum die Pflanzen bei zu viel Nässe schnell faulen können.
  4. Warum öffnen sich die Blüten von Portulakröschen nur bei Sonnenschein?
    Die Blüten von Portulakröschen reagieren auf Lichtintensität und Temperatur - ein Phänomen, das als Nyktinastie bezeichnet wird. Diese evolutionäre Anpassung dient mehreren wichtigen Zwecken. Bei Sonnenschein und Wärme sind bestäubende Insekten am aktivsten, weshalb sich die Blüten öffnen, um Nektar und Pollen anzubieten. An bewölkten Tagen oder bei kühlen Temperaturen bleiben die Blüten geschlossen, um Energie zu sparen und die empfindlichen Fortpflanzungsorgane zu schützen. Typischerweise öffnen sich die Blüten am Vormittag und schließen sich am Nachmittag wieder. Diese Eigenschaft macht Portulakröschen zu einer Art natürlicher Wetteranzeige im Garten. Für Gärtner bedeutet dies, dass die Pflanzen unbedingt einen vollsonnigen Standort benötigen - im Schatten bleiben die Blüten dauerhaft geschlossen und die Pflanze verliert ihre dekorative Wirkung. Mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung sind für die optimale Blütenentfaltung erforderlich.
  5. Welche Blütezeit haben Portulakröschen und wie lange dauert diese an?
    Portulakröschen haben eine außergewöhnlich lange Blütezeit, die sich von Juni bis in den Oktober hinein erstreckt - also etwa vier bis fünf Monate. Diese lange Blühdauer macht sie zu wertvollen Dauerblühern für Steingärten und Trockenmauern. Die Blütezeit beginnt etwa 8-10 Wochen nach der Aussaat, weshalb eine Aussaat ab April für eine Blüte ab Juni sorgt. Während der gesamten Blütezeit öffnen sich täglich neue Blüten, die allerdings nur einen Tag lang geöffnet bleiben. Durch regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten lässt sich die Blütezeit verlängern, da die Pflanze dann keine Energie in die Samenbildung investiert, sondern weiter neue Blüten produziert. Ein leichter Rückschnitt Mitte des Sommers kann zu einem zweiten Blütenflor führen. Die Blütezeit endet erst mit den ersten Frösten, da Portulakröschen als einjährige Pflanzen frostempfindlich sind.
  6. Wie unterscheiden sich Portulakröschen von anderen Sukkulenten im Garten?
    Portulakröschen unterscheiden sich in mehreren wichtigen Punkten von anderen Sukkulenten. Während die meisten Sukkulenten wie Sedum oder Sempervivum mehrjährig und winterhart sind, handelt es sich bei Portulakröschen um einjährige Pflanzen, die keinen Frost überstehen. Ihre Blütenpracht ist deutlich auffälliger als bei den meisten anderen Sukkulenten - sie produzieren den ganzen Sommer über große, farbenfrohe Blüten in Rosa, Rot, Gelb, Orange oder Weiß. Während andere Sukkulenten oft kompakte, rosettenförmige Strukturen bilden, wachsen Portulakröschen niedrig und teppichartig ausbreitend. Zudem sind sie ausgesprochene Lichtkeimer, die zur Aussaat nicht mit Erde bedeckt werden dürfen, was bei den meisten anderen Sukkulenten anders ist. Ein weiterer Unterschied liegt in der Vermehrung: Portulakröschen vermehren sich hauptsächlich über Samen und Selbstaussaat, während andere Sukkulenten meist über Ableger oder Blattstecklinge vermehrt werden.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Portulakröschen und anderen Steingartenpflanzen?
    Portulakröschen unterscheiden sich deutlich von anderen Steingartenpflanzen durch ihre einjährige Natur und ihre besonderen Ansprüche. Während klassische Steingartenpflanzen wie Blaukissen, Polsterphlox oder Thymian mehrjährig und winterhart sind, müssen Portulakröschen jedes Jahr neu ausgesät oder gepflanzt werden. Sie sind extreme Wärmeliebhaber und benötigen Temperaturen über 20°C für optimales Gedeihen, während viele andere Steingartenpflanzen auch kühlere Temperaturen vertragen. Ihre Blütezeit ist außergewöhnlich lang - von Juni bis Oktober - was bei den meisten anderen Steingartenpflanzen nicht der Fall ist. Als echte Sukkulenten mit fleischigen Blättern speichern sie Wasser, während andere Steingartenpflanzen meist andere Trockenheitsanpassungen haben. Ihre Blüten öffnen sich nur bei Sonnenschein, was sie zu einer besonderen Attraktion macht. Zudem sind sie als Lichtkeimer in der Aussaat anspruchsvoller als die meisten anderen Steingartenpflanzen, die tiefer gesät werden können.
  8. Welche Bodenverhältnisse benötigen Portulakröschen für optimales Wachstum?
    Portulakröschen stellen spezielle Anforderungen an den Boden, die ihrer südamerikanischen Herkunft entsprechen. Ideal ist ein sandiger, kiesiger und vor allem gut durchlässiger Boden. Staunässe ist ihr größter Feind und führt schnell zu Wurzelfäule. Der pH-Wert sollte neutral bis leicht alkalisch sein (6,5-7,5). Ein mageres Substrat ist bevorzugt - zu nährstoffreiche Böden fördern das Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung. Eine bewährte Mischung besteht aus gleichen Teilen Sand, feinem Kies und durchlässiger Gartenerde. Für Steingärten und Trockenmauern kann zusätzlich grobes Material wie Schotter untergemischt werden, um die Drainage zu verbessern. Der Boden sollte sich schnell erwärmen können, da Portulakröschen Wärme lieben. In schweren, lehmigen Böden ist eine Verbesserung mit Sand und Kies unbedingt erforderlich. Eine dünne Mulchschicht aus feinem Kies kann zusätzlich helfen, Staunässe zu vermeiden und gleichzeitig die Bodentemperatur zu erhöhen.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige Portulakröschen-Samen kaufen?
    Qualitativ hochwertige Portulakröschen-Samen erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Saatgut und Gartenbedarf konzentrieren. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten oft eine besonders große Sortenauswahl und garantieren frisches Saatgut mit hoher Keimfähigkeit. Beim Kauf sollten Sie auf das Abfülldatum achten - Samen sollten nicht älter als 2-3 Jahre sein. Seriöse Anbieter geben Keimfähigkeit und Reinheitsgrade an. Lokale Gärtnereien und Gartencenter führen meist eine Grundausstattung, haben aber oft begrenzte Sortenvielfalt. Spezialisierte Samenhändler bieten manchmal seltene Sorten oder Mischungen an. Achten Sie auf Anbieter, die auch Anbauanleitungen und Pflegetipps bereitstellen. Samen von renommierten Züchtern haben meist eine bessere Keimrate und gleichmäßigere Eigenschaften. Bei der Bestellung sollten Sie auch passendes Anzuchtsubstrat und gegebenenfalls Aussaathilfen mit einplanen, um optimale Startbedingungen zu gewährleisten.
  10. Welche Kriterien sollten beim Kauf von Steingarten-Pflanzen beachtet werden?
    Beim Kauf von Steingarten-Pflanzen sind mehrere Kriterien entscheidend für den späteren Erfolg. Zunächst sollte die Standorteignung geprüft werden - die Pflanzen müssen zu den Lichtverhältnissen, Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen Ihres Steingartens passen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de informieren detailliert über Standortansprüche und Pflegeeigenschaften. Achten Sie auf die Winterhärte der Pflanzen in Ihrer Region und bevorzugen Sie trockenheitsresistente Arten. Bei Samen ist die Keimfähigkeit entscheidend - frisches Saatgut mit hoher Keimrate spart Zeit und Frustration. Die Wuchsform sollte zum geplanten Einsatzbereich passen: niedrige Polsterpflanzen für Flächen, überhängende Arten für Mauerkronen. Prüfen Sie auch die Blütezeit verschiedener Arten, um eine Staffelung zu erreichen. Seriöse Fachhändler bieten oft Steingarten-Sets oder beraten bei der Zusammenstellung geeigneter Pflanzenkombinationen. Zuverlässige Anzucht- und Pflegeanleitungen sind ein weiteres Qualitätsmerkmal guter Anbieter.
  11. Welche Rolle spielen Xerophyten in der modernen Gartengestaltung?
    Xerophyten, also trockenheitsliebende Pflanzen wie Portulakröschen, gewinnen in der modernen Gartengestaltung zunehmend an Bedeutung. Angesichts des Klimawandels mit häufigeren Trockenperioden und strengeren Wassersparauflagen werden wassersparende Gartenkozepte immer wichtiger. Xerophyten ermöglichen es, attraktive Gärten mit minimalem Wasserbedarf zu gestalten. Sie sind ideal für pflegeleichte Gärten, die auch bei Abwesenheit oder wenig Zeit für die Gartenpflege attraktiv bleiben. In urbanen Räumen, wo Hitze und Trockenheit besonders ausgeprägt sind, bieten sie verlässliche Grünlösungen für Dächer, Balkone und schwierige Standorte. Gestalterisch ermöglichen sie interessante Strukturen und Texturen - von sukkulenten Rosetten bis zu farbenprächtigen Blütenteppichen. Xerophyten unterstützen auch die Biodiversität, da sie spezialisierte Lebensräume für Insekten bieten. Ökologisch tragen sie zur nachhaltigen Gartengestaltung bei, indem sie Ressourcen schonen und trotzdem ästhetische Ansprüche erfüllen.
  12. Wie beeinflusst die südamerikanische Herkunft die Pflege von Portulakröschen?
    Die südamerikanische Herkunft prägt die Pflegeansprüche von Portulakröschen entscheidend. Aus den trockenen Gebieten Südamerikas stammend, sind sie an intensive Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen und längere Trockenperioden angepasst. Dies bedeutet, dass sie in unseren Breiten unbedingt vollsonnige Standorte benötigen - Schatten führt zu schwachem Wuchs und ausbleibender Blüte. Sie gedeihen am besten bei Temperaturen über 20°C und reagieren empfindlich auf Kälte unter 10°C. Ihre natürliche Vegetationsperiode entspricht unserem Sommer, weshalb sie als einjährige Pflanzen kultiviert werden. Die Anpassung an nährstoffarme Böden macht sie anspruchslos, aber empfindlich gegen Überdüngung. Ihre Herkunft erklärt auch, warum sie Staunässe nicht vertragen - in ihrer Heimat fallen Niederschläge meist kurz und intensiv, gefolgt von längeren Trockenperioden. Das Verständnis ihrer ursprünglichen Wachstumsbedingungen hilft dabei, optimale Pflegebedingungen zu schaffen und typische Pflegefehler zu vermeiden.
  13. Warum gedeihen Portulakröschen in nährstoffarmen Böden besser?
    Portulakröschen haben sich in ihrer südamerikanischen Heimat an nährstoffarme Standorte angepasst und zeigen in solchen Böden ihre beste Leistung. In zu nährstoffreichen Böden investieren sie ihre Energie hauptsächlich in das Blattwachstum, was zu üppigem Grün, aber wenigen Blüten führt - ein unerwünschter Effekt für Zierpflanzen. Magere Böden zwingen die Pflanzen zur Blüten- und Samenbildung als Überlebensstrategie, was zu reicherer Blütenpracht führt. Zudem sind nährstoffarme, durchlässige Böden oft besser drainiert, was Staunässe verhindert - der Hauptfeind der Portulakröschen. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen sie oft auf steinigen, sandigen Böden mit geringem Humusanteil. Diese Anpassung macht sie zu idealen Pflanzen für Steingärten und schwierige Standorte, wo andere Pflanzen versagen würden. Ein zu nährstoffreicher Boden kann auch zu weicherem Gewebe führen, das anfälliger für Krankheiten und Schädlinge ist. Daher sollte auf Düngung weitgehend verzichtet oder nur sehr sparsam gedüngt werden.
  14. Welche jahreszeitlichen Pflegemaßnahmen sind bei Portulakröschen wichtig?
    Die Pflege von Portulakröschen folgt einem klaren jahreszeitlichen Rhythmus. Im Frühjahr erfolgt ab Mitte April die Aussaat, entweder direkt ins Freiland oder zur Vorkultur. Nach den Eisheiligen können vorgezogene Pflanzen ins Freie. Im Frühsommer ist regelmäßiges, aber mäßiges Gießen wichtig, bis die Pflanzen etabliert sind. Der Sommer ist die Hauptblütezeit - regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten verlängert die Blühdauer erheblich. Ein leichter Rückschnitt Mitte des Sommers fördert kompakteren Wuchs und eine zweite Blütenwelle. Bei längeren Trockenperioden sollte sparsam gegossen werden. Im Herbst können Samen für das nächste Jahr gesammelt werden, wobei einige Samenstände für Selbstaussaat stehen gelassen werden sollten. Nach dem ersten Frost sterben die Pflanzen ab und können kompostiert werden. Der Winter ist die Zeit für Planung und Samenbestellung. Diese einfache, an die Jahreszeiten angepasste Pflege sorgt für optimale Ergebnisse mit minimalem Aufwand.
  15. Wie erstellt man eine funktionierende Drainage für Trockenmauern?
    Eine funktionierende Drainage ist das Herzstück jeder Trockenmauer. Beginnen Sie mit einem etwa 30-40 cm tiefen Fundamentgraben, der mit einer 20 cm dicken Schicht aus grobem Schotter oder Kies gefüllt wird. Darauf folgt eine Schicht aus mittelfeinem Kies, um Hohlräume zu füllen. Beim Mauerbau sollten die Fugen nicht vollständig verfüllt werden - Lufttaschen ermöglichen Wasserdurchfluss. Verwenden Sie ein durchlässiges Substrat aus Sand, feinem Kies und wenig Erde im Verhältnis 2:2:1 für die Bepflanzung. Wichtig ist eine leichte Rückneigung der Mauer (etwa 10°), damit Regenwasser ins Mauerinnere eindringen kann. Eine Drainage-Schicht hinter der Mauer aus grobem Kies verhindert Staunässe. Weep-Holes (Abflusslöcher) in regelmäßigen Abständen leiten überschüssiges Wasser ab. Die oberste Schicht kann aus feinerem Material bestehen, sollte aber dennoch gut durchlässig bleiben. Diese Konstruktion gewährleistet, dass Portulakröschen und andere Trockenmauerpflanzen optimale Bedingungen vorfinden.
  16. Welche Methoden der Selbstaussaat lassen sich bei Portulakröschen fördern?
    Die Selbstaussaat von Portulakröschen lässt sich durch gezielte Maßnahmen fördern. Der wichtigste Schritt ist es, gegen Ende der Blütezeit bewusst einige Blütenstände zur Samenreife kommen zu lassen, anstatt alle verblühten Blüten zu entfernen. Die reifen Samenkapseln platzen bei Trockenheit auf und verstreuen die winzigen Samen. Um optimale Keimbedingungen zu schaffen, sollten offene Bodenstellen zwischen Steinen oder in Fugen erhalten bleiben. Ein lockerer, sandiger Boden erleichtert das Eindringen der Samen. Vermeiden Sie Mulchen in Bereichen, wo Selbstaussaat erwünscht ist. Die natürliche Samenausbreitung erfolgt hauptsächlich durch Wind und Regen. Um die Keimlinge zu schützen, sollten diese Bereiche im zeitigen Frühjahr nicht zu intensiv bearbeitet werden. Bei günstigen Bedingungen keimen die Samen bereits im Herbst, überwintern als kleine Rosetten und blühen im nächsten Sommer früher. Diese natürliche Vermehrung sorgt oft für überraschende neue Farbkombinationen und interessante Standorte.
  17. Stimmt es, dass Portulakröschen nur einjährig sind und nicht überwintern können?
    Ja, Portulakröschen sind grundsätzlich einjährige Pflanzen, die in ihrem natürlichen Zyklus nach der Samenreife absterben und keinen Frost überleben. Sie stammen aus tropischen und subtropischen Gebieten Südamerikas, wo kein Frost auftritt. In unseren Breiten beenden die ersten Herbstfröste zuverlässig ihre Vegetationsperiode. Allerdings gibt es interessante Ausnahmen: In sehr milden Regionen oder besonders geschützten Lagen können einzelne Pflanzen überwintern, besonders wenn sie sich in Mauerfugen oder unter Dachvorsprüngen befinden. Dies ist jedoch eher die Ausnahme und sollte nicht erwartet werden. Viel häufiger ist die Überwinterung über Selbstaussaat - Samen, die im Herbst keimen, können als kleine Rosetten überwintern und blühen dann im nächsten Jahr besonders früh und kräftig. Wer sicher Portulakröschen überwintern möchte, kann einzelne Pflanzen vor dem Frost in Töpfe setzen und an einem hellen, frostfreien Ort bei etwa 10-15°C überwintern. Diese Methode eignet sich besonders für seltene Sorten.
  18. In welchen Regionen Deutschlands gedeihen Portulakröschen am besten?
    Portulakröschen gedeihen am besten in den wärmeren, sonnigeren Regionen Deutschlands. Besonders günstig sind die Weinbaugebiete entlang des Rheins, die Oberrheinische Tiefebene, das Rhein-Main-Gebiet und Teile Bayerns. Diese Regionen bieten die bevorzugten warmen, trockenen Sommer mit viel Sonnenschein. Auch das Mitteldeutsche Trockengebiet um Halle und Magdeburg sowie die märkischen Gebiete Brandenburgs mit ihrem kontinentalen Klima sind geeignet. In alpinen Regionen wachsen sie gut in sonnigen, windgeschützten Lagen, profitieren hier von der intensiven Höhensonne. Küstenregionen sind weniger ideal, da die gemäßigten Temperaturen und die höhere Luftfeuchtigkeit nicht optimal sind. Generell gilt: Je mehr Sonnenstunden und je weniger Niederschlag, desto besser gedeihen Portulakröschen. In ungünstigen Lagen kann die Kultur in Töpfen und Kübeln auf sonnigen Terrassen und Balkonen eine Alternative sein. Wichtig ist überall ein vollsonniger, windgeschützter Standort mit gut drainiertem Boden.
  19. Worin unterscheiden sich Portulaca grandiflora und andere Mittagsblumen?
    Portulaca grandiflora ist die botanisch korrekte Bezeichnung für das großblütige Portulakröschen, das zur Familie der Portulakgewächse gehört. Der Begriff "Mittagsblume" wird jedoch oft für verschiedene Pflanzen verwendet, was zu Verwirrung führt. Echte Mittagsblumen (Mesembryanthemum) gehören zur Familie der Mittagsblumengewächse und stammen hauptsächlich aus Afrika. Sie haben ähnliche fleischige Blätter, aber andere Blütenformen und Wuchseigenschaften. Portulaca grandiflora zeichnet sich durch ihre charakteristischen fünfblättrigen Blüten mit seidiger Textur aus, während echte Mittagsblumen oft vielblättrige, gänseblümchenähnliche Blüten haben. Die Blätter von Portulakröschen sind rundlicher und fleischiger, Mittagsblumen haben oft längliche oder dreieckige Blätter. Beide Gruppen teilen die Eigenschaft, dass sich ihre Blüten nur bei Sonnenschein öffnen, daher die Namensverwirrung. Portulakröschen sind einjährig, während viele echte Mittagsblumen mehrjährig, aber meist nicht winterhart sind. Beide eignen sich für ähnliche Standorte in Steingärten.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Sonnentaler und mediterranen Pflanzen?
    Sonnentaler ist ein weiterer gebräuchlicher Name für Portulakröschen (Portulaca grandiflora), der auf ihre sonnengelben Blüten und die runde Blütenform anspielt. Im Gegensatz zu echten mediterranen Pflanzen stammen Sonnentaler aus Südamerika und sind einjährig. Mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Rosmarin oder Thymian sind meist mehrjährig und haben sich an die spezifischen Bedingungen des Mittelmeerraums angepasst - heiße, trockene Sommer und milde, regenreiche Winter. Sonnentaler benötigen konstante Wärme über 15°C und sterben bei Frost ab, während viele mediterrane Pflanzen kurze Fröste überstehen. Beide Pflanzengruppen bevorzugen sonnige, trockene Standorte und durchlässige Böden, unterscheiden sich aber in der Überwinterungsfähigkeit. Sonnentaler bilden fleischige Wasserspeicher, mediterrane Pflanzen haben oft andere Trockenheitsanpassungen wie kleine, behaarte oder ledrige Blätter. Gestalterisch ergänzen sie sich gut - mediterrane Pflanzen bieten Struktur und Wintergrün, Sonnentaler sorgen für intensive Sommerfarben. Beide eignen sich für pflegeleichte, wassersparende Gärten.
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