Wasserbedarf von Kakteen und Palmen richtig einschätzen

Wasserbedarf von Kakteen und Palmen: Ein Balanceakt zwischen Trockenheit und Feuchtigkeit

Kakteen und Palmen stellen unterschiedliche Ansprüche an ihre Wasserversorgung. Während Kakteen erstaunlich gut mit Trockenperioden zurechtkommen, benötigen Palmen eine regelmäßigere Bewässerung für ihr Wohlbefinden.

Wesentliche Aspekte bei der Bewässerung von Kakteen und Palmen

  • Kakteen haben die faszinierende Fähigkeit, Wasser in ihrem Gewebe zu speichern und kommen mit längeren Trockenphasen zurecht
  • Palmen bevorzugen eine gleichmäßige Feuchtigkeit, reagieren jedoch empfindlich auf Staunässe
  • Jahreszeit, Standort und Wachstumsphase spielen eine entscheidende Rolle beim Wasserbedarf
  • Übermäßiges Gießen richtet oft mehr Schaden an als gelegentliche Trockenheit
  • Eine gute Drainage ist für beide Pflanzengruppen von großer Bedeutung

Die Kunst der richtigen Bewässerung für Kakteen und Palmen

Wasser ist zweifellos der Lebenssaft aller Pflanzen, aber bei Kakteen und Palmen kann die falsche Wassergabe schnell problematisch werden. Zu viel des Guten führt bei Kakteen häufig zu Fäulnis, während Palmen bei Wassermangel rasch ihre Blätter hängen lassen. Eine gut abgestimmte Bewässerung ist der Schlüssel zu gesunden und prächtigen Pflanzen.

Wasserbedarf im Vergleich: Kakteen und Palmen

Kakteen und Palmen haben sich an völlig unterschiedliche Lebensräume angepasst. Kakteen, diese faszinierenden Überlebenskünstler der Wüste, haben im Laufe der Evolution erstaunliche Fähigkeiten entwickelt, um mit wenig Wasser auszukommen. Ihr Gewebe funktioniert wie ein natürlicher Schwamm, der Feuchtigkeit speichert, und ihre Oberfläche ist oft mit einer wachsartigen Schicht überzogen, die die Verdunstung auf ein Minimum reduziert.

Palmen hingegen stammen meist aus tropischen und subtropischen Regionen, wo regelmäßige Regenfälle zur Tagesordnung gehören. Sie benötigen eine konstantere Wasserversorgung, um ihr üppiges Blattwerk zu erhalten und gesund zu gedeihen.

Wasserbedarf von Kakteen: Ein Blick in die Wüste

Natürlicher Lebensraum und clevere Anpassungen

Kakteen sind wahre Meister der Anpassung. In ihrer natürlichen Heimat, den kargen Wüsten und Halbwüsten Amerikas, haben sie gelernt, mit extremer Trockenheit umzugehen. Ihre fleischigen Stämme dienen als effiziente Wasserspeicher, und ihre Dornen – die eigentlich umgewandelte Blätter sind – reduzieren die Verdunstungsfläche auf ein absolutes Minimum. Manche Arten haben sogar ein besonders tiefreichendes Wurzelsystem entwickelt, um auch die letzten Wassertropfen aus dem Boden zu ziehen.

Einflussfaktoren auf den Wasserbedarf

Jahreszeit und Wachstumsphase

Der Wasserbedarf von Kakteen schwankt erheblich im Jahreslauf. In ihrer Hauptwachstumszeit von Frühjahr bis Herbst benötigen sie mehr Wasser als in der winterlichen Ruhephase. In dieser Zeit fahren sie ihren Stoffwechsel herunter und kommen mit minimaler Wasserzufuhr aus. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Winter mit Kakteen – ich war versucht, sie regelmäßig zu gießen, aber ein erfahrener Gärtnerfreund hielt mich davon ab. Er meinte, man solle sie in Ruhe lassen, da sie instinktiv wüssten, was sie brauchen.

Topfgröße und Substrat

Die Größe des Topfes und die Beschaffenheit des Substrats spielen eine wichtige Rolle bei der Wasserspeicherung. Ein zu großer Topf kann dazu führen, dass das Substrat zu lange feucht bleibt – ein Paradies für Fäulnisbakterien. Ein gut drainiertes, sandiges Substrat hingegen lässt überschüssiges Wasser schnell abfließen und beugt Staunässe vor.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Hohe Temperaturen und geringe Luftfeuchtigkeit erhöhen den Wasserbedarf der Kakteen. An heißen Sommertagen verdunstet mehr Wasser, und die Pflanzen benötigen häufiger einen Schluck. In kühlen, feuchten Umgebungen hingegen sollte man mit dem Gießen vorsichtiger umgehen.

Warnsignale: Unter- und Überwässerung bei Kakteen

Kakteen kommunizieren recht deutlich, wenn es um ihren Wasserbedarf geht – man muss nur die Zeichen richtig zu deuten wissen. Bei Wassermangel schrumpfen die Pflanzen leicht, ihre Haut wird faltig, und die Farbe kann sich zu einem blasseren Grün verändern. Überwässerte Kakteen hingegen wirken oft aufgedunsen, die Basis kann weich werden, und im schlimmsten Fall bilden sich dunkle, faulige Stellen.

Die Kunst des richtigen Gießens bei Kakteen

Durchdringendes Gießen

Wenn Kakteen Wasser brauchen, dann gründlich. Ein durchdringendes Gießen, bei dem das Wasser den gesamten Wurzelballen durchfeuchtet, ist ideal. Das regt die Wurzeln an, tiefer zu wachsen und macht die Pflanze insgesamt widerstandsfähiger. Allerdings sollte man darauf achten, dass kein Wasser in der Untertasse stehen bleibt.

Trockenperioden zwischen den Bewässerungen

Nach dem Gießen ist vor der Trockenperiode. Kakteen bevorzugen es, wenn das Substrat zwischen den Wassergaben vollständig austrocknet. Das verhindert nicht nur Fäulnis, sondern stimuliert auch das Wurzelwachstum. Ein praktischer Trick, den ich oft anwende: Stecken Sie einen Holzspieß in die Erde. Wenn er beim Herausziehen trocken ist, ist es Zeit zum Gießen.

Die richtige Bewässerung von Kakteen und Palmen erfordert etwas Übung und einen aufmerksamen Blick. Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gespür dafür, was die Pflanzen brauchen. Es geht darum, die natürlichen Bedingungen ihrer Heimat so gut wie möglich nachzuahmen – sei es die trockene Wüste oder der feuchte Tropenwald.

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Produktbild von Sperli Kakteen SPERLIs Tropensortiment mit verschiedenen Kakteenarten in Töpfen beschriftet als Zimmerpflanze mehrjährig und einer Packung mit der Marke Sperli 1788 darauf
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Wasserbedarf von Palmen: So vielfältig wie ihre Arten

Palmen bringen einen Hauch von Exotik in unsere Gärten und Wohnzimmer, doch ihre Pflege erfordert einiges an Fingerspitzengefühl. Als langjährige Hobbygärtnerin habe ich festgestellt, dass jede Palmenart ihre eigenen Vorlieben hat, wenn es ums Gießen geht.

Palmenarten und ihre Wasseransprüche

Die Bedürfnisse variieren stark je nach Art:

  • Zimmerpalmen wie Kentia oder Areca gedeihen am besten in gleichmäßig feuchter Erde.
  • Dattelpalmen kommen mit kurzen Trockenphasen zurecht, sollten aber nicht völlig ausdörren.
  • Kokospalmen sind regelrechte Trinker während sie wachsen, im Winter genügt ihnen deutlich weniger.

Was beeinflusst den Wasserbedarf?

Drinnen oder draußen: Der Standort macht's

Logischerweise verdunstet bei Freilandpalmen mehr Wasser als bei ihren Verwandten im Wohnzimmer. Bei Regengüssen ist allerdings Vorsicht geboten – Staunässe mögen sie gar nicht.

Topfgröße und Substrat: Die Wurzeln entscheiden mit

Je größer der Topf, desto mehr Wasser kann gespeichert werden. Das Substrat sollte luftig sein, aber Feuchtigkeit halten können. Eine Mischung aus Palmenerde, Sand und Blähton hat sich in meinem Garten bewährt.

Klima: Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen mit

An heißen, trockenen Tagen brauchen Palmen mehr Wasser. Im Sommer gieße ich deutlich häufiger als im Winter. Ein kleiner Tipp für Zimmerpalmenfans: Ein Untersetzer mit feuchten Kieselsteinen sorgt für angenehme Luftfeuchtigkeit.

Warnsignale: Wenn Palmen dürsten oder ertrinken

Palmen können recht deutlich zeigen, wenn etwas nicht stimmt:

  • Zu wenig Wasser: Braune Blattspitzen, hängende oder eingerollte Blätter
  • Zu viel des Guten: Gelbe Blätter, fauliger Stammfuß, unangenehmer Geruch

Die Kunst des Palmengießens

Gleichmäßig, aber nicht übertreiben

Gießen Sie lieber gründlich, dafür seltener. Warten Sie, bis die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Im Hochsommer kann das alle paar Tage nötig sein, im Winter oft nur wöchentlich.

Drainage: Der Schlüssel zum Erfolg

Staunässe ist der Todfeind jeder Palme. Sorgen Sie für Abzugslöcher im Topf und eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies am Boden. Ihre Palmen werden es Ihnen danken!

Jahreszeitliche Anpassungen

Frühling und Sommer: Durstiges Wachstum

Wenn die Temperaturen steigen, legen Palmen richtig los und brauchen entsprechend mehr Wasser. In der Wachstumsphase gehört der morgendliche Gießrundgang zu meiner täglichen Routine.

Herbst und Winter: Zeit zum Durchatmen

Mit sinkenden Temperaturen verlangsamt sich das Wachstum. Reduzieren Sie die Wassergaben entsprechend. Bei Zimmerpalmen warte ich, bis die Erde deutlich abgetrocknet ist. Freilandpalmen brauchen jetzt eher Schutz vor Kälte als regelmäßiges Gießen.

Mit diesen Richtlinien sollten Ihre Palmen gut versorgt sein. Dennoch ist jede Pflanze ein Individuum. Beobachten Sie Ihre grünen Schützlinge genau und passen Sie die Pflege an. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Ihre Palmen brauchen – genau wie ich es über die Jahre gelernt habe.

Spezielle Bewässerungstechniken für Kakteen und Palmen

Für größere Exemplare von Kakteen und Palmen gibt es einige interessante Bewässerungsmethoden, die eine optimale Wasserversorgung sicherstellen können. In meiner langjährigen Erfahrung als Gärtnerin habe ich einige davon ausprobiert und möchte sie hier vorstellen.

Tropfbewässerung für große Exemplare

Die Tropfbewässerung ist eine clevere Methode, bei der das Wasser langsam und kontinuierlich an die Pflanze abgegeben wird. Besonders für stattliche Kakteen und Palmen hat sich das als vorteilhaft erwiesen:

  • Die Wasserversorgung bleibt über längere Zeit gleichmäßig
  • Das Wasser dringt tief in den Wurzelbereich ein
  • Staunässe an der Oberfläche wird vermieden
  • Es ist wassersparend, da kaum etwas verdunstet

Für die Tropfbewässerung kann man spezielle Tropfer oder perforierte Schläuche verwenden. Diese werden um den Stamm der Pflanze gelegt und an einen Wassertank angeschlossen. Mit einem Zeitschalter lässt sich die Bewässerung sogar automatisieren - praktisch, wenn man mal im Urlaub ist.

Sprühnebel für erhöhte Luftfeuchtigkeit

Viele tropische Palmenarten lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Mit einer Sprühnebelanlage lässt sich diese einfach erzeugen:

  • Feine Wassertröpfchen werden versprüht
  • Die Luftfeuchtigkeit steigt, ohne die Blätter zu durchnässen
  • Es entsteht ein angenehmes Mikroklima für tropische Pflanzen
  • An heißen Tagen sorgt es auch für willkommene Abkühlung

In meinem Wintergarten habe ich eine kleine Sprühnebelanlage installiert. Die Palmen gedeihen seitdem prächtig und auch meine Besucher sind von dem tropischen Flair begeistert. Es fühlt sich an, als wäre man im Urlaub!

Hydrokultur als Alternative für Palmen

Eine besondere Form der Pflanzenhaltung ist die Hydrokultur. Dabei werden die Pflanzen nicht in Erde, sondern in einem speziellen Substrat wie Blähton kultiviert. Die Wurzeln stehen teilweise im Wasser. Für einige Palmenarten eignet sich diese Methode gut:

  • Die Wasser- und Nährstoffversorgung ist gleichmäßig
  • Man muss nicht umtopfen
  • Es besteht eine geringere Gefahr von Schädlingen und Krankheiten
  • Ideal für große Kübelpflanzen

Allerdings ist Hydrokultur nicht für alle Palmenarten geeignet. Man sollte sich vor der Umstellung genau über die Bedürfnisse der jeweiligen Palme informieren. Ich habe es bei einer meiner Kentia-Palmen ausprobiert und bin überrascht, wie gut es funktioniert.

Wasserqualität und -aufbereitung für Kakteen und Palmen

Nicht nur die Menge, auch die Qualität des Gießwassers spielt eine wichtige Rolle für das Gedeihen von Kakteen und Palmen. Das habe ich im Laufe der Jahre immer wieder festgestellt.

Bedeutung der Wasserqualität

Kakteen und Palmen reagieren unterschiedlich empfindlich auf die Inhaltsstoffe im Gießwasser:

  • Kalk kann bei Kakteen zu unschönen Verkrustungen führen
  • Chlor und andere Chemikalien können Palmen schädigen
  • Ein zu hoher Salzgehalt beeinträchtigt das Wachstum

Ideal ist weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7. In meinem Garten verwende ich am liebsten Regenwasser, das ich in Tonnen sammle.

Regenwasser vs. Leitungswasser

Regenwasser ist in der Regel die beste Wahl zum Gießen von Kakteen und Palmen:

  • Es ist weich und kalkarm
  • Es enthält keine Zusätze wie Chlor
  • Oft ist es leicht sauer, was viele Pflanzen mögen

Leitungswasser kann je nach Region sehr unterschiedliche Qualitäten haben. In Gebieten mit hartem Wasser sollte es für empfindliche Pflanzen aufbereitet werden. Bei mir zuhause ist das Leitungswasser zum Glück recht weich, sodass ich es unbedenklich verwenden kann.

Wasseraufbereitung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Wasserqualität zu verbessern:

  • Enthärtung: Reduziert den Kalkgehalt
  • Filterung: Entfernt Schadstoffe und Verunreinigungen
  • Umkehrosmose: Erzeugt sehr reines Wasser

Für die meisten Hobby-Gärtner reicht es, das Wasser über Nacht stehen zu lassen. So können Chlor und andere flüchtige Stoffe entweichen. Das mache ich oft, wenn ich kein Regenwasser zur Verfügung habe.

Bewässerung in verschiedenen Lebensräumen

Je nachdem, wo Kakteen und Palmen kultiviert werden, ergeben sich unterschiedliche Herausforderungen bei der Bewässerung. Hier ein paar Tipps aus meiner Erfahrung:

Zimmer- und Balkonpflanzen

In Innenräumen und auf dem Balkon ist die Wasserversorgung vollständig vom Gärtner abhängig:

  • Man muss regelmäßig die Substratfeuchte kontrollieren
  • Auf Staunässe in Untersetzern achten
  • Die Luftfeuchtigkeit für tropische Arten eventuell erhöhen

Ein praktischer Tipp: Stellen Sie einen Kiesel in den Topf. Wenn er feucht aussieht, ist noch genügend Wasser im Substrat. Das hat mir schon oft geholfen, die richtige Balance zu finden.

Gewächshaus und Wintergarten

In geschützten Räumen lassen sich die Bedingungen gut kontrollieren:

  • Automatische Bewässerungssysteme sind möglich
  • Die Luftfeuchtigkeit kann reguliert werden
  • Regenempfindliche Kakteen sind vor Nässe geschützt

Achten Sie auf gute Belüftung, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. In meinem Wintergarten habe ich zusätzlich zur Sprühnebelanlage auch Ventilatoren installiert, die für eine gute Luftzirkulation sorgen.

Freiland-Kakteen und -Palmen

Im Freiland spielen die natürlichen Bedingungen eine große Rolle:

  • Für empfindliche Kakteen sollte man einen Regenschutz vorsehen
  • Die Drainage des Bodens verbessern
  • Für nicht winterharte Arten einen Frostschutz einplanen

Robuste Kakteen und winterharte Palmen können oft ohne zusätzliche Bewässerung auskommen. Bei längeren Trockenperioden sollte man aber aufmerksam sein und gegebenenfalls wässern. Letzten Sommer hatte ich einige Yucca-Palmen, die trotz der Hitze kaum zusätzliches Wasser brauchten - erstaunliche Überlebenskünstler!

Häufige Fehler bei der Bewässerung

Im Laufe meiner Gärtnerjahre habe ich festgestellt, dass bei der Pflege von Kakteen und Palmen einige Fehler immer wieder auftauchen. Diese können das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen erheblich beeinträchtigen. Lassen Sie mich Ihnen die häufigsten Stolpersteine aufzeigen:

Überwässerung als Hauptproblem

Der wohl gravierendste Fehler, den wir Pflanzenliebhaber machen können, ist die Überwässerung. Besonders Kakteen reagieren darauf äußerst empfindlich. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule und kann im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze führen. Ein deutliches Anzeichen für Überwässerung sind gelbliche, weiche Stellen am Kaktus - ein Anblick, der mir schon das ein oder andere Mal das Herz gebrochen hat.

Vernachlässigung der Drainage

Eine gute Drainage ist für beide Pflanzenarten unerlässlich. Stehendes Wasser im Topf ist Gift für die Wurzeln. Achten Sie unbedingt auf ausreichend Löcher im Topfboden und verwenden Sie ein durchlässiges Substrat. Ein Trick, den ich gerne anwende: Ich mische dem Substrat etwas groben Sand oder feine Kiesel bei. Das verbessert die Drainage erheblich.

Ignorieren saisonaler Veränderungen

Viele von uns vergessen, dass Kakteen und Palmen je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedürfnisse haben. Im Winter brauchen sie deutlich weniger Wasser als im Sommer. Eine Anpassung des Gießverhaltens ist daher unerlässlich. Ich habe mir angewöhnt, für jede Saison einen eigenen Gießplan zu erstellen - das hilft mir, den Überblick zu behalten.

Hilfsmittel zur optimalen Bewässerung

Um unsere grünen Schützlinge optimal mit Wasser zu versorgen, gibt es glücklicherweise einige nützliche Werkzeuge:

Feuchtigkeitsmesser

Diese Geräte sind wahre Alltagshelden in meinem Garten. Sie messen die Bodenfeuchtigkeit und helfen, den richtigen Zeitpunkt zum Gießen zu bestimmen. Besonders für Anfänger sind sie eine große Hilfe. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Versuche ohne Feuchtigkeitsmesser - das war ein Abenteuer!

Automatische Bewässerungssysteme

Für größere Sammlungen oder bei längerer Abwesenheit sind automatische Systeme praktisch unerlässlich. Sie versorgen die Pflanzen regelmäßig mit der richtigen Wassermenge. Ich habe ein solches System in meinem Wintergarten installiert und bin begeistert, wie gut es funktioniert.

Selbstbewässernde Töpfe

Diese cleveren Töpfe haben ein Wasserreservoir, aus dem sich die Pflanze nach Bedarf selbst versorgt. Sie sind ideal für Urlaubszeiten oder für jene unter uns, die manchmal etwas vergesslich sind. Ich muss zugeben, dass ich zu dieser Kategorie gehöre - die selbstbewässernden Töpfe haben schon so manchen meiner Kakteen gerettet!

Wichtige Aspekte zur Bewässerung von Kakteen und Palmen

Lassen Sie mich zum Schluss noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen:

Richtlinien für die Bewässerung von Kakteen

  • Weniger ist mehr: Lieber seltener, dafür durchdringend gießen
  • Auf Trockenperioden zwischen den Bewässerungen achten
  • Im Winter die Wassergaben stark reduzieren
  • Stets auf Anzeichen von Über- und Unterwässerung achten

Richtlinien für die Bewässerung von Palmen

  • Gleichmäßige Feuchtigkeit im Wurzelbereich gewährleisten
  • Luftfeuchtigkeit beachten und gegebenenfalls erhöhen
  • Wasserbedarf je nach Palmenart anpassen
  • Staunässe unbedingt vermeiden - das ist der Todfeind jeder Palme

Erfolgreiche Pflege exotischer Pflanzen

Mit dem richtigen Maß an Wasser und Aufmerksamkeit gedeihen Kakteen und Palmen prächtig. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und lernen Sie ihre individuellen Bedürfnisse kennen. So entwickeln Sie mit der Zeit ein Gespür für den optimalen Wasserbedarf. Jede Pflanze ist einzigartig und braucht ihre ganz persönliche Pflege. Mit etwas Übung und den richtigen Hilfsmitteln werden Sie bald zum Experten für die Bewässerung Ihrer exotischen Pflanzen. Und glauben Sie mir, es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als zu sehen, wie die eigenen Kakteen und Palmen unter Ihrer Pflege gedeihen und wachsen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie unterscheidet sich der Wasserbedarf von Kakteen und Palmen grundsätzlich?
    Kakteen und Palmen haben völlig unterschiedliche Wasseransprüche aufgrund ihrer evolutionären Anpassung. Kakteen sind Überlebenskünstler der Wüste mit fleischigen Stämmen, die als effiziente Wasserspeicher fungieren. Sie speichern Feuchtigkeit in ihrem Gewebe und kommen mit längeren Trockenphasen zurecht. Palmen hingegen stammen meist aus tropischen und subtropischen Regionen mit regelmäßigen Regenfällen. Sie benötigen eine konstantere Wasserversorgung, um ihr üppiges Blattwerk zu erhalten. Während Kakteen lieber seltener, dafür durchdringend gegossen werden sollten, bevorzugen Palmen eine gleichmäßige Feuchtigkeit im Substrat. Übermäßiges Gießen richtet bei Kakteen oft mehr Schaden an als gelegentliche Trockenheit, während Palmen bei Wassermangel schnell ihre Blätter hängen lassen.
  2. Welche Rolle spielt die Drainage bei der Bewässerung von Kakteen und Palmen?
    Die Drainage ist für beide Pflanzengruppen von entscheidender Bedeutung, da Staunässe der Todfeind gesunder Wurzeln ist. Eine gute Drainage verhindert, dass überschüssiges Wasser im Topf steht und Wurzelfäule verursacht. Für Kakteen ist dies besonders kritisch, da sie in ihrer natürlichen Umgebung an gut durchlässige, sandige Böden angepasst sind. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies am Topfboden sowie ausreichend Abzugslöcher sind unerlässlich. Bei Palmen sorgt eine gute Drainage dafür, dass trotz regelmäßiger Wassergaben keine schädliche Staunässe entsteht. Das Substrat sollte durchlässig sein, aber gleichzeitig Feuchtigkeit halten können. Eine bewährte Mischung aus Palmenerde, Sand und Blähton gewährleistet optimale Drainage bei gleichzeitiger Wasserspeicherung. Ohne angemessene Drainage können selbst richtige Gießgewohnheiten zum Pflanzenverlust führen.
  3. Warum ist durchdringendes Gießen bei Kakteen wichtiger als häufiges Bewässern?
    Durchdringendes Gießen ahmt die natürlichen Bedingungen der Kakteen-Heimat nach, wo seltene, aber intensive Regenfälle auftreten. Wenn Kakteen Wasser brauchen, sollte das Gießwasser den gesamten Wurzelballen durchfeuchten. Dies regt die Wurzeln an, tiefer zu wachsen und macht die Pflanze widerstandsfähiger. Häufiges, oberflächliches Gießen führt dagegen zu schwachen, oberflächlichen Wurzelsystemen. Nach dem durchdringenden Gießen sollte das Substrat zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen. Diese Trockenperioden sind essentiell, da sie nicht nur Fäulnis verhindern, sondern auch das Wurzelwachstum stimulieren. Ein praktischer Test: Ein Holzspieß, der trocken aus der Erde kommt, zeigt den richtigen Zeitpunkt für die nächste Wassergabe an. Diese Methode entspricht dem natürlichen Rhythmus der Wüstenpflanzen und fördert ihre charakteristische Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit.
  4. Welche saisonalen Anpassungen sind bei der Bewässerung von Kakteen und Palmen wichtig?
    Saisonale Anpassungen sind entscheidend für gesunde Kakteen und Palmen. In der Hauptwachstumszeit von Frühjahr bis Herbst benötigen beide Pflanzengruppen mehr Wasser als in der winterlichen Ruhephase. Kakteen fahren im Winter ihren Stoffwechsel stark herunter und kommen mit minimaler Wasserzufuhr aus - teilweise reicht einmaliges Gießen pro Monat. Palmen reduzieren ebenfalls ihren Wasserbedarf, benötigen aber weiterhin regelmäßige, wenn auch seltenereBewässerung. Im Sommer steigt der Wasserbedarf beider Pflanzentypen durch höhere Temperaturen und verstärkte Verdunstung. Während der Wachstumsphase kann bei Palmen alle paar Tage gewässert werden, Kakteen benötigen auch dann nur wöchentliche Wassergaben. Die Anpassung an jahreszeitliche Rhythmen unterstützt die natürlichen Wachstums- und Ruhezyklen und verhindert Stress durch unsachgemäße Bewässerung. Ein saisonaler Gießplan hilft dabei, den Überblick zu behalten.
  5. Wie erkennt man Warnsignale für Über- und Unterwässerung bei diesen Pflanzen?
    Kakteen und Palmen kommunizieren deutlich ihre Wasserbedürfnisse durch charakteristische Warnsignale. Bei Wassermangel schrumpfen Kakteen leicht, ihre Haut wird faltig und die Farbe verblasst zu einem blasseren Grün. Überwässerte Kakteen wirken aufgedunsen, die Basis wird weich und es bilden sich dunkle, faulige Stellen. Palmen zeigen Wassermangel durch braune Blattspitzen, hängende oder eingerollte Blätter. Überwässerung äußert sich bei Palmen durch gelbe Blätter, einen fauligen Stammfuß und unangenehmen Geruch. Generell gilt: Weiche, gelbliche Stellen deuten auf Überwässerung hin, während Schrumpfung und braune Spitzen Wassermangel signalisieren. Ein aufmerksamer Blick auf diese Anzeichen ermöglicht rechtzeitige Korrekturen der Bewässerungsgewohnheiten. Regelmäßige Kontrollen der Pflanzen und des Substrats helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor dauerhafter Schaden entsteht.
  6. Worin unterscheiden sich Sukkulenten von anderen Zimmerpflanzen bei der Wasserversorgung?
    Sukkulenten, zu denen auch Kakteen gehören, haben einzigartige Anpassungen entwickelt, die sie grundlegend von anderen Zimmerpflanzen unterscheiden. Ihr fleischiges Gewebe fungiert als natürlicher Wasserspeicher, der Feuchtigkeit über längere Zeiträume vorhält. Diese Fähigkeit erlaubt es ihnen, mit deutlich weniger häufigen Wassergaben auszukommen als herkömmliche Zimmerpflanzen. Während normale Zimmerpflanzen oft wöchentlich oder gar täglich Wasser benötigen, reicht bei Sukkulenten oft eine monatliche Bewässerung. Ihre wachsartige Oberfläche reduziert zusätzlich die Verdunstung. Sukkulenten bevorzugen das 'Soak and Dry'-Prinzip: intensives Gießen gefolgt von vollständiger Austrocknung des Substrats. Normale Zimmerpflanzen hingegen mögen meist gleichmäßig feuchte Erde. Diese unterschiedlichen Wasseransprüche erfordern angepasste Pflegeroutinen und speziell durchlässige Substrate für Sukkulenten, um ihrer natürlichen Lebensweise gerecht zu werden.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Wüstenpflanzen und tropischen Pflanzen in der Bewässerung?
    Wüstenpflanzen wie Kakteen und tropische Pflanzen wie viele Palmenarten haben völlig gegensätzliche Bewässerungsstrategien entwickelt. Wüstenpflanzen sind an extreme Trockenheit angepasst und speichern Wasser in ihren Geweben. Sie benötigen seltene, aber intensive Wassergaben mit langen Trockenperioden dazwischen. Ihre Wurzelsysteme sind darauf ausgelegt, schnell große Wassermengen aufzunehmen und zu speichern. Tropische Pflanzen hingegen sind an konstante Feuchtigkeit gewöhnt, da in ihren natürlichen Lebensräumen regelmäßige Regenfälle auftreten. Sie benötigen gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und hohe Luftfeuchtigkeit. Während Wüstenpflanzen Staunässe nicht tolerieren, können tropische Pflanzen kurzfristig auch in feuchterem Substrat stehen. Die Bewässerungsfrequenz unterscheidet sich dramatisch: Wüstenpflanzen alle paar Wochen, tropische Pflanzen mehrmals wöchentlich. Diese Unterschiede spiegeln die extremen klimatischen Bedingungen ihrer jeweiligen Herkunftsgebiete wider.
  8. Welche verschiedenen Bewässerungstechniken werden im Artikel für größere Exemplare erwähnt?
    Für größere Exemplare von Kakteen und Palmen werden drei hauptsächliche Bewässerungstechniken vorgestellt. Die Tropfbewässerung ist ideal für große Pflanzen, da sie Wasser langsam und kontinuierlich abgibt. Spezielle Tropfer oder perforierte Schläuche werden um den Stamm gelegt und an einen Wassertank angeschlossen. Mit einem Zeitschalter lässt sich das System automatisieren. Sprühnebelanlagen erzeugen feine Wassertröpfchen für tropische Palmenarten, die hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, ohne die Blätter zu durchnässen. Diese Technik schafft ein angenehmes Mikroklima und sorgt an heißen Tagen für Abkühlung. Als dritte Methode wird die Hydrokultur erwähnt, bei der Pflanzen in speziellem Substrat wie Blähton kultiviert werden und ihre Wurzeln teilweise im Wasser stehen. Diese Technik gewährleistet gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung, eignet sich aber nicht für alle Palmenarten. Alle Methoden zielen darauf ab, größere Pflanzen effizienter und bedarfsgerechter zu versorgen.
  9. Wo kann man automatische Bewässerungssysteme für Kakteen und Palmen kaufen?
    Automatische Bewässerungssysteme für Kakteen und Palmen sind heute in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten spezialisierte Tropfbewässerungssysteme, Zeitschaltuhren und Bewässerungscomputer an, die sich optimal für die Bedürfnisse von Sukkulenten und Palmen eignen lassen. Diese Systeme umfassen einstellbare Tropfer, perforierte Schläuche und programmierbare Steuerungseinheiten. Online-Gartenshops haben oft eine größere Auswahl verschiedener Hersteller und Preisklassen im Sortiment. Baumärkte führen grundlegende Bewässerungssysteme, während spezialisierte Pflanzencenter oft professionellere Lösungen anbieten. Wichtig beim Kauf ist die Anpassbarkeit der Bewässerungsintervalle und -mengen, da Kakteen und Palmen sehr unterschiedliche Wasseransprüche haben. Achten Sie auf Systeme mit verschiedenen Tropfertypen und programmierbaren Zeitintervallen. Für größere Sammlungen oder Gewächshäuser empfehlen sich professionelle Anlagen mit Sensoren für Bodenfeuchtigkeit.
  10. Welche Bewässerungszubehör sollte man für die optimale Pflege bestellen?
    Für die optimale Bewässerung von Kakteen und Palmen ist spezielles Zubehör empfehlenswert. Feuchtigkeitsmesser sind unverzichtbare Helfer, um den richtigen Gießzeitpunkt zu bestimmen - besonders für Anfänger eine große Hilfe. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen präzise Bodenmessgeräte mit langen Sonden für tiefere Messungen. Gießkannen mit feiner Brause ermöglichen kontrolliertes Wässern ohne Überschwemmung. Für die Drainage sollten Blähton, Kies oder spezielle Drainageschichten bestellt werden. Selbstbewässernde Töpfe mit Wasserreservoir sind ideal für Urlaubszeiten oder vergessliche Pflanzenpfleger. Sprühflaschen helfen bei der Luftfeuchtigkeitsregulierung für tropische Palmen. Zeitschaltuhren für automatische Bewässerung und verschiedene Tropfer-Aufsätze erweitern die Möglichkeiten erheblich. Für größere Sammlungen empfehlen sich komplette Tropfbewässerungssets mit verschiedenen Komponenten. Ein Sortiment unterschiedlicher Substrate - von durchlässiger Kakteenerde bis zu feuchtigkeitsspeichernder Palmenerde - komplettiert die Grundausstattung für erfolgreiche Pflanzenpflege.
  11. Wie beeinflusst die Wasserqualität das Wachstum von Kakteen und Palmen?
    Die Wasserqualität hat erheblichen Einfluss auf das Gedeihen von Kakteen und Palmen. Kalkreiches, hartes Wasser kann bei Kakteen zu unschönen weißlichen Verkrustungen auf der Oberfläche führen und langfristig die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen. Chlor und andere Chemikalien im Leitungswasser können empfindliche Palmen schädigen und Blattschäden verursachen. Ein zu hoher Salzgehalt beeinträchtigt bei beiden Pflanzengruppen das Wachstum und kann zu Verbrennungserscheinungen führen. Ideal ist weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7. Regenwasser ist meist die beste Wahl, da es natürlich weich und kalkarm ist sowie keine chemischen Zusätze enthält. Bei der Verwendung von Leitungswasser hilft es, dieses über Nacht stehen zu lassen, damit Chlor entweichen kann. In Gebieten mit sehr hartem Wasser sollte eine Aufbereitung durch Filterung oder Enthärtung erwogen werden. Die richtige Wasserqualität fördert gesundes Wachstum und verhindert Mangelerscheinungen.
  12. Welche Mikroklima-Bedingungen sind für verschiedene Standorte zu beachten?
    Mikroklima-Bedingungen variieren stark je nach Standort und beeinflussen die Bewässerungsstrategie erheblich. In Innenräumen herrscht meist niedrigere Luftfeuchtigkeit und konstantere Temperaturen, was besonders bei tropischen Palmen berücksichtigt werden muss. Ein Untersetzer mit feuchten Kieselsteinen kann die lokale Luftfeuchtigkeit erhöhen. Auf Balkonen sind Pflanzen Wind und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, was den Wasserbedarf steigert. Gewächshäuser und Wintergärten erlauben kontrolliertere Bedingungen, benötigen aber gute Belüftung zur Pilzvorbeugung. Hier können Sprühnebelanlagen für optimale Luftfeuchtigkeit sorgen. Im Freiland spielen natürliche Witterungsbedingungen eine große Rolle - Regenschutz für empfindliche Kakteen und Windschutz für große Palmen können notwendig werden. Süd- und Westlagen erhalten mehr Sonneneinstrahlung und benötigen häufigere Bewässerung als schattige Nord- oder Ostlagen. Die Bodenbeschaffenheit im Garten beeinflusst zusätzlich Drainage und Wasserspeicherung. Beobachten Sie die spezifischen Bedingungen Ihres Standortes und passen Sie die Pflege entsprechend an.
  13. Wie wirkt sich die Wurzelballenstruktur auf die Bewässerungsfrequenz aus?
    Die Wurzelballenstruktur hat direkten Einfluss auf die Bewässerungsfrequenz und -strategie. Kakteen entwickeln oft weitreichende, aber oberflächennahe Wurzelsysteme, die darauf ausgelegt sind, schnell größere Wassermengen aufzunehmen und zu speichern. Diese Struktur erfordert seltene, aber durchdringende Wassergaben. Palmen hingegen haben meist tiefere, dichtere Wurzelballen, die kontinuierlich Feuchtigkeit benötigen. Die Topfgröße spielt dabei eine entscheidende Rolle: Größere Töpfe speichern mehr Wasser, können aber bei Kakteen zu lange Feuchtigkeit halten und Fäulnis fördern. Kleinere Töpfe trocknen schneller aus, erfordern aber häufigere Kontrollen. Junge Pflanzen mit kleineren Wurzelballen benötigen häufigere, aber geringere Wassermengen als etablierte Exemplare. Die Substratbeschaffenheit beeinflusst zusätzlich, wie schnell Wasser aufgenommen und gespeichert wird. Durchlässige Kakteenerde trocknet schneller als humusreiche Palmenerde. Eine angepasste Bewässerung berücksichtigt diese strukturellen Unterschiede für optimales Pflanzenwachstum.
  14. Warum reagieren Pflanzen unterschiedlich auf Bewässerungsintervalle in verschiedenen Wachstumsphasen?
    Pflanzen durchlaufen verschiedene Wachstumsphasen mit unterschiedlichen Stoffwechselaktivitäten, was ihre Wasseransprüche stark beeinflusst. In aktiven Wachstumsphasen (Frühjahr bis Herbst) ist der Stoffwechsel hochaktiv: Neue Zellen werden gebildet, Nährstoffe transportiert und Photosynthese betrieben. Dies erfordert mehr Wasser als Transportmedium und für die Zellerneuerung. Kakteen und Palmen benötigen dann häufigere Wassergaben zur Unterstützung ihres Wachstums. In Ruhephasen (meist Winter) fahren Pflanzen ihren Stoffwechsel stark herunter. Kakteen stellen das Wachstum nahezu ein und benötigen minimal Wasser. Palmen reduzieren ebenfalls ihre Aktivität erheblich. Zu viel Wasser in Ruhephasen kann zu Fäulnis führen, da es nicht verbraucht wird. Junge Pflanzen haben generell einen höheren Wasserbedarf als ausgewachsene Exemplare. Blüh- und Fruchtphasen erhöhen ebenfalls den Wasserbedarf temporär. Die Anpassung der Bewässerungsintervalle an diese natürlichen Rhythmen unterstützt gesundes Wachstum und verhindert Stress durch unpassende Wasserversorgung.
  15. Wie lässt sich ein Feuchtigkeitsmesser richtig einsetzen?
    Ein Feuchtigkeitsmesser ist ein unverzichtbares Werkzeug für die präzise Bewässerung von Kakteen und Palmen. Für den korrekten Einsatz führen Sie die Sonde etwa zwei Drittel tief in das Substrat ein, nicht nur oberflächlich. Bei größeren Töpfen sollten Sie an mehreren Stellen messen, da die Feuchtigkeit ungleichmäßig verteilt sein kann. Die Messsonde muss sauber sein, um genaue Werte zu erhalten. Bei Kakteen warten Sie mit dem Gießen, bis der Messer trocken oder im niedrigsten Bereich anzeigt. Palmen sollten gegossen werden, wenn der Wert im unteren bis mittleren Bereich liegt, aber nicht völlig austrocknet. Beachten Sie, dass verschiedene Substrate unterschiedliche Messwerte ergeben können. Lehmige Erde hält Feuchtigkeit länger als sandige Kakteenerde. Digital-Messgeräte zeigen oft präzisere Werte als analoge Varianten. Führen Sie regelmäßige Messungen durch, um ein Gefühl für die Trocknungszyklen Ihrer Pflanzen zu entwickeln. Mit der Zeit ergänzt der Feuchtigkeitsmesser Ihr natürliches Gespür für die Pflanzenbedürfnisse perfekt.
  16. Welche praktischen Schritte sind für die Installation einer Tropfbewässerung erforderlich?
    Die Installation einer Tropfbewässerung erfordert systematische Planung und Vorbereitung. Zunächst messen Sie die zu bewässernde Fläche und bestimmen die Anzahl der benötigten Pflanzen. Besorgen Sie sich ein Tropfbewässerungsset mit Hauptschlauch, Tropfern, T-Stücken und einem Zeitschalter. Verbinden Sie den Hauptschlauch mit der Wasserquelle - entweder direkt am Wasserhahn oder an einem Wassertank. Verlegen Sie den Hauptschlauch entlang der Pflanzreihen und verwenden Sie T-Stücke für Abzweigungen. An jeden Tropfer-Ausgang schließen Sie dünne Schläuche an, die zu den einzelnen Pflanzen führen. Positionieren Sie die Tropfer nahe am Stamm, aber nicht direkt darauf. Testen Sie das System zunächst ohne Zeitschalter, um Durchfluss und Tropfgeschwindigkeit zu überprüfen. Stellen Sie unterschiedliche Tropfer-Typen ein: langsamere für Kakteen, schnellere für durstigere Palmen. Programmieren Sie den Zeitschalter entsprechend den saisonalen Bedürfnissen. Kontrollieren Sie regelmäßig die Funktion und reinigen Sie verstopfte Tropfer bei Bedarf.
  17. Ist es ein Mythos, dass Kakteen überhaupt kein Wasser brauchen?
    Es ist definitiv ein weit verbreiteter Mythos, dass Kakteen überhaupt kein Wasser brauchen. Dieser Irrglaube entsteht durch ihre bemerkenswerte Anpassung an trockene Lebensräume und ihre Fähigkeit, längere Trockenperioden zu überstehen. Tatsächlich benötigen Kakteen durchaus Wasser, nur in anderen Mengen und Intervallen als andere Pflanzen. In ihrer natürlichen Heimat erhalten sie Wasser durch seltene, aber intensive Regenfälle, die sie effizient in ihrem fleischigen Gewebe speichern. Ohne jegliche Wasserversorgung würden auch Kakteen langfristig eingehen. Der Schlüssel liegt in der richtigen Dosierung und Timing: seltenes, aber durchdringendes Gießen mit langen Trockenperioden dazwischen. In der Wachstumsperiode benötigen sie sogar regelmäßige Wassergaben, während sie im Winter mit minimaler Wasserversorgung auskommen. Dieser Mythos hat leider schon zu vielen vertrockneten Kakteen geführt. Die Kunst liegt darin, ihre natürlichen Bedürfnisse zu verstehen und nachzuahmen, nicht sie völlig zu ignorieren.
  18. Wie unterscheidet sich die Bewässerung in Gewächshäusern von der Freilandpflege?
    Die Bewässerung in Gewächshäusern unterscheidet sich grundlegend von der Freilandpflege durch die kontrollierten Umgebungsbedingungen. In Gewächshäusern ist die Wasserversorgung vollständig vom Gärtner abhängig, da kein natürlicher Regen die Pflanzen erreicht. Die Luftfeuchtigkeit kann gezielt reguliert werden, was besonders für tropische Palmen vorteilhaft ist. Automatische Bewässerungssysteme und Sprühnebelanlagen lassen sich einfach installieren und programmieren. Die Temperaturen sind meist konstanter, wodurch der Wasserbedarf berechenbarer wird. Gleichzeitig ist gute Belüftung essentiell, um Pilzerkrankungen durch zu hohe Luftfeuchtigkeit zu verhindern. Im Freiland spielen natürliche Witterungsbedingungen eine große Rolle: Regen, Wind und schwankende Temperaturen beeinflussen den Wasserbedarf stark. Robuste Kakteen können oft ohne zusätzliche Bewässerung auskommen, während sie im Gewächshaus regelmäßig gegossen werden müssen. Freilandpflanzen benötigen wetterabhängige Anpassungen der Bewässerung, während Gewächshauspflanzen gleichmäßigere Pflege erhalten. Winterharte Arten überstehen Frost im Freiland, brauchen aber Schutz vor Nässe.
  19. Was ist der Unterschied zwischen Wasserversorgung und Befeuchtung bei der Pflanzenpflege?
    Wasserversorgung und Befeuchtung erfüllen unterschiedliche Funktionen in der Pflanzenpflege von Kakteen und Palmen. Die Wasserversorgung bezieht sich auf die direkte Bewässerung des Wurzelbereichs durch Gießen, wodurch die Pflanze Wasser über ihre Wurzeln aufnimmt. Dies ist essentiell für den Wassertransport, die Nährstoffaufnahme und alle Stoffwechselprozesse. Kakteen speichern dieses Wasser in ihrem Gewebe, während Palmen es für ihr aktives Wachstum nutzen. Befeuchtung hingegen erhöht die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum durch Sprühnebel, feuchte Untersetzer oder Luftbefeuchter. Diese Methode ist besonders für tropische Palmen wichtig, die in ihrer Heimat an hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt sind. Befeuchtung reduziert die Verdunstung über die Blätter und schafft ein optimales Mikroklima. Während Kakteen meist nur Wasserversorgung über die Wurzeln benötigen, profitieren viele Palmen von einer Kombination beider Methoden. Die richtige Balance zwischen direkter Wasserversorgung und Luftbefeuchtung entspricht den natürlichen Bedingungen der jeweiligen Pflanzenart am besten.
  20. Wie grenzt sich Wässern von anderen Bewässerungsmethoden ab?
    Wässern als direkte Gießmethode unterscheidet sich deutlich von anderen Bewässerungstechniken in Ausführung und Wirkung. Beim klassischen Wässern wird Wasser gezielt und meist manuell auf das Substrat gegeben, wodurch eine sofortige, intensive Wasserversorgung erfolgt. Diese Methode ermöglicht flexible Anpassung an die aktuellen Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanze. Tropfbewässerung hingegen gibt kontinuierlich kleine Wassermengen über längere Zeiträume ab, was eine gleichmäßigere Versorgung gewährleistet. Sprühbewässerung verteilt Wasser fein über eine größere Fläche und eignet sich für die Luftfeuchtigkeitserhöhung. Kapillarbewässerung nutzt den Docht-Effekt für selbstregulierte Wasseraufnahme. Hydrokultur verzichtet ganz auf Substrat und lässt Wurzeln direkt im Wasser stehen. Während direktes Wässern die natürlichen Regenfall-Bedingungen nachahmt und schnelle Korrekturen erlaubt, bieten automatische Systeme Kontinuität und Zeitersparnis. Für Kakteen ist direktes Wässern oft ideal, da es intensive Wassergaben mit Trockenperioden kombiniert. Palmen profitieren manchmal von konstanteren Bewässerungsmethoden.
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