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Akelei: Arten, Sorten und Gestaltungsideen für deinen Garten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die Akelei (Aquilegia) gehört zu den Hahnenfußgewächsen, die heimische Gewöhnliche Akelei ist eine winterharte, krautige Staude.
  • Akeleien passen an überwiegend halbschattige bis schattige Plätze mit anhaltend feuchtem, gut durchlässigem Boden.
  • Die Gewöhnliche Akelei blüht von Mai bis August, ist besonders geschützt und in allen Pflanzenteilen giftig.
  • Gemeinsam gepflanzte Akeleien kreuzen sich leicht, Sorten bleiben über Selbstaussaat deshalb kaum dauerhaft rein.
  • Für den Topf eignet sich die kompakte Biedermeier Mischung, die etwa 30 bis 40 cm hoch wird.
Eine blaue Blüte der Gemeinen Akelei (Aquilegia vulgaris) mit ihren charakteristischen Spornen und mehreren Blütenknospen an einem behaarten Stängel
Foto: Hans · Pixabay Content License · Quelle ↗

Für eine halbschattige Ecke, die im Frühsommer blühen soll, suchen viele lange nach der passenden Staude. Ich setze dort gern Akeleien, weil ihre nickenden Blüten auch unter Gehölzen und neben Funkien Platz finden. Zwei Eigenheiten solltest du allerdings kennen, bevor du kaufst oder säst. Gemeinsam gepflanzte Akeleien kreuzen sich leicht, und die heimische Gewöhnliche Akelei ist in allen Pflanzenteilen giftig. Wer Arten, Sorten und Partner kennt, plant sie trotzdem gezielt ein: im Beet, im Topf und im naturnahen Garten.

Was macht die Akelei aus?

Botanische Einordnung und Herkunft

Botanisch heißt die Akelei Aquilegia, sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Wilde Arten wachsen in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, in Europa ebenso wie in Asien und Nordamerika. In Deutschland ist die Gewöhnliche Akelei, Aquilegia vulgaris, heimisch und besonders geschützt. Im Handel begegnet sie dir auch als Gemeine Akelei, im Englischen heißt die Gattung Columbine. Die Gewöhnliche Akelei ist eine krautige, mehrjährige Staude und gilt als winterhart.

Blüte, Sporn und Laub

Erkennbar ist die Akelei an ihren nickenden Blüten. Farbige Kelchblätter umgeben die Kronblätter, die nach hinten in hohle Nektarsporne auslaufen. Bei der Gewöhnlichen Akelei sind die Blüten meist blauviolett und die Sporne an der Spitze hakig eingerollt. Die Kanadische Akelei trägt dagegen schmale, hellrote Blüten mit geraden Spornen.

Das Laub ist mehrfach gefiedert und oft blaugrün. Nach der Blüte wirkt es weniger ansehnlich, deshalb planst du Nachbarn ein, die es später verdecken. Die Gewöhnliche Akelei blüht von Mai bis August.

Die Gewöhnliche Akelei im Steckbrief:

Merkmal Angabe
Botanischer Name Aquilegia vulgaris
Familie Hahnenfußgewächse
Lebensform krautige, mehrjährige Staude, winterhart
Blütezeit Mai bis August
Blüte meist blauviolett, nickend, Sporne hakig eingerollt
Wuchshöhe 30 bis 35 cm, teils auch 80 cm
Licht überwiegend Halbschatten bis Schatten
Boden fruchtbar, feucht, aber gut durchlässig; sauer, neutral oder alkalisch
Pflanzabstand 25 cm in der Reihe, 25 cm zwischen den Reihen
Samen Lichtkeimer, lagerfähig
Status heimisch, besonders geschützt, verwilderungsfähig
Giftigkeit in allen Pflanzenteilen giftig

Welche Akelei-Arten und Sorten gibt es?

Zur Gattung gehören zahlreiche Wildarten, dazu kommen Mischungen und Hybriden aus der Züchtung. Für die Auswahl zählen Blütenfarbe, Wuchshöhe und der Platz, den eine Art mag.

Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris)

Die heimische Art ist der Ausgangspunkt vieler Gartenformen. Von Mai bis August stehen ihre meist blauvioletten Blüten über dem gefiederten Laub. Verwenden kannst du sie im Staudenbeet, in der Wildblumenwiese und als Unterpflanzung von Rosen und Gehölzen. Eine weiße Form, ‘Alba’, gehört zur Staudenmischung Schattenjuwelen.

Gold-Akelei (Aquilegia chrysantha)

Die Gold-Akelei ist eine hohe, gelb blühende Art. An der Entstehung der langspornigen McKana-Hybriden war sie beteiligt. Im Beet setzt sie einen hellen Akzent neben blauen und dunklen Akeleien.

Dunkle Akelei (Aquilegia atrata)

Nahezu schwarz wirken die Blüten der Dunklen Akelei. Passend sind für sie feucht-kühle, halbschattige Plätze. Vor hellem Laub oder neben weißen Blüten hebt sich die dunkle Farbe deutlich ab.

Alpen-Akelei (Aquilegia alpina)

Die Alpen-Akelei trägt blaue Blüten und bevorzugt kühle Standorte. Der Boden sollte dort tiefgründig sein und auch im Sommer nicht völlig austrocknen. Einen heißen, trockenen Platz mutest du ihr deshalb besser nicht zu.

Kanadische Akelei (Aquilegia canadensis)

Schmale, hellrote Blüten mit geraden Spornen unterscheiden die Kanadische Akelei auf den ersten Blick von der heimischen Art. Ob sie und weitere Sorten in dein Schattenbeet passen, liest du im Ratgeber darüber, welche Akeleien sich für schattige Gärten eignen.

Mischungen und Hybriden

Für Beet und Topf gibt es Mischungen, die mehrere Farben in einer Saatgutpackung vereinen. Die Biedermeier Mischung bleibt kompakt, wird etwa 30 bis 40 cm hoch und blüht im Juni und Juli. Winterhart ist die Mischung Barlow Choice, die an sonnige oder halbschattige Plätze mit gut gelockertem, durchlässigem Boden gehört. Zu den Barlow-Formen mit gefüllten Blüten zählt auch ‘Black Barlow’, eine Sorte von Aquilegia vulgaris var. stellata. Lange Sporne kennzeichnen die McKana-Hybriden. Ich säe Mischungen an eine Stelle, an der sich die Farben mischen dürfen, und setze reine Sorten an einen eigenen Platz.

Kurz erklärt

Hybriden gehen aus der Kreuzung verschiedener Elternpflanzen hervor. Aus selbst geernteten Samen einer Hybridsorte können Pflanzen wachsen, die deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Eine Mischung ist dagegen von vornherein eine Sammlung verschiedener Farben.

Welche Rolle spielt die Akelei in der Gartenkultur?

Als Gartenpflanze hat die Akelei eine lange Geschichte. Die Gewöhnliche Akelei wurde als Marienblume in der Gartenkultur verwendet. In der mittelalterlichen Symbolik stand sie für die Gaben des Heiligen Geistes, und Albrecht Dürer nahm sie in seine Pflanzenstudien auf. Heute findest du sie in Cottage-Gärten, in naturnahen Staudenbeeten und in Waldgärten.

Aus der Wildform haben Züchter viele Gartenformen entwickelt. Die Blüten der Gartenformen reichen von Weiß, Gelb, Rosa und Rot bis zu Blau, Violett und fast Schwarz, oft sind sie zweifarbig. Wildform und Gartenform haben beide ihren Platz, verlangen aber unterschiedliche Rücksicht. Die Wildform fügt sich in naturnahe Pflanzungen ein und gehört zur heimischen Flora. Gartenformen bringen mehr Farben und Formen, können sich aber in Wildbestände einkreuzen und deren genetische Zusammensetzung verändern.

Wie gestaltest du mit Akelei im Beet?

Welcher Platz passt?

Akeleien setze ich an überwiegend halbschattige bis schattige Plätze mit anhaltend feuchtem Boden. Der Boden darf sauer, neutral oder alkalisch reagieren, sollte aber fruchtbar und gut durchlässig sein. Wie du den passenden Platz für deine Akelei findest, auch unter Gehölzen, im Steingarten oder im Topf, erklärt der Ratgeber dazu.

Abstand und Staffelung

In der Reihe planst du für die Gewöhnliche Akelei 25 cm Abstand ein. Zwischen den Reihen beträgt der Abstand ebenfalls 25 cm. In Beeten, die du nur von einer Seite siehst, stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorne. Kompakte Formen wie die Biedermeier Mischung rücken deshalb nach vorn, hohe Arten wie die Gold-Akelei weiter nach hinten. Mit dem Beetplaner skizzierst du deine Pflanzung, bevor du Pflanzen kaufst.

Partner und Kombinationen

Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchte, Nährstoffe und Licht haben. Bei der Akelei kommt eine zweite Aufgabe dazu. Die Nachbarn sollen das Laub nach der Blüte verdecken, ohne die Akelei zu überwuchern. Ich kombiniere sie deshalb mit Funkien, Purpurglöckchen, Farnen und Frauenmantel. Unter Rosen und Gehölzen nutze ich sie als Unterpflanzung.

Wald-Vergissmeinnicht wächst gut in humusreichem, gleichmäßig feuchtem und gut durchlässigem Boden. Die Akelei verlangt fruchtbaren, feuchten und ebenfalls gut durchlässigen Boden. Weil beide so ähnliche Ansprüche haben, passt das Wald-Vergissmeinnicht gut in den Vordergrund vor deine Akeleien.

Marias Erfahrung

Ich markiere im Frühjahr die Stellen meiner Akeleien mit kurzen Stäben. So sehe ich beim Nachpflanzen von Funkien und Farnen, wo die Horste sitzen.

Farbkonzepte mit Akelei

Die Farbpalette der Akelei erlaubt ruhige und kontrastreiche Bilder. Ton in Ton wirken die meist blauvioletten Gewöhnlichen Akeleien neben der blau blühenden Alpen-Akelei. Kontrast entsteht, wenn du die gelbe Gold-Akelei neben die nahezu schwarze Dunkle Akelei setzt. Weiße Formen wie ‘Alba’ hellen schattige Partien auf. Gemischte Saatgutpackungen wie die Biedermeier Mischung ergeben dagegen ein buntes Bild ohne feste Ordnung.

Gemeinsam kultivierte Akeleien kreuzen sich allerdings leicht, und ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Samenbildung. Soll dein Farbkonzept über Jahre gleich bleiben, schneidest du die Stängel deshalb ab, bevor Samen reifen.

Akelei zwischen Steinen

Für Steinpartien wähle ich niedrige Arten wie Aquilegia flabellata und Aquilegia einseleana. Ich setze sie an kleine, frische Plätze im Halbschatten in Verbindung mit Stein. In welchen Gartenstilen die Akelei sonst noch passt und wie du sie dort gestaltest, zeigt der Ratgeber zur Akelei in verschiedenen Gartenstilen.

Akelei in naturnahen und modernen Pflanzkonzepten

In Staudenmischpflanzungen werden Arten mit ähnlichen Ansprüchen zu einer Gemeinschaft zusammengestellt. Ein Beispiel ist die geprüfte Staudenmischung Schattenjuwelen. Darin wächst die weiße Aquilegia vulgaris ‘Alba’ unter anderem mit Hosta ‘Blue Angel’ und Heuchera ‘Mocha’. Vorgesehen ist die Mischung für Standorte ohne oder mit mäßigem Wurzeldruck.

Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Die genaue Dichte hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab. Ist die Pflanzung angelegt, verzichtest du aufs Hacken, weil es die Entwicklung der Stauden und den Flächenschluss stört.

Im naturnahen Garten darf die heimische Wildform verwildern, in der Wildblumenwiese ebenso wie unter Gehölzen. Ich lasse an einer Gehölzkante einige Pflanzen aussamen und schneide die Akeleien im Staudenbeet nach der Blüte zurück.

Akelei im Topf und Kübel

Auf Balkon und Terrasse brauchst du eine Akelei, die kompakt bleibt. Für dauerhaft bepflanzte Kübel eignen sich schwach und niedrig wachsende Sorten mit kompaktem Wurzelwerk besonders. Die Biedermeier Mischung passt dazu, denn sie wird etwa 30 bis 40 cm hoch und ist für die Topfkultur geeignet. Im Topf verträgt sie sonnige bis halbschattige Plätze. Weil die Mischung nicht trockenheitstolerant ist und ein größeres Erdvolumen mehr Wasser bevorratet, greifst du zum größeren Gefäß.

Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Für eine langjährige Bepflanzung nimmst du strukturstabile Kübelpflanzenerde, die Verdichtung und Vernässung im unteren Bereich entgegenwirkt. Poröse mineralische Zuschläge wie Lava, Bims oder Ziegelsplitt stabilisieren die Struktur zusätzlich, ihr Anteil kann bei 10 bis 40 % liegen.

Als allgemeines Prüfkriterium für die nächste Wassergabe gilt eine obere Erdschicht, die 1 bis 2 cm tief abgetrocknet ist. Bei torffreier Erde prüfst du zusätzlich die Feuchte unten im Topf, denn eine trockene Oberfläche kann Nässe darunter verdecken. Nach der ersten Blüte kann ein Rückschnitt bei der Biedermeier Mischung einen weiteren Blütenflor bringen.

Mini-Checkliste

kompakte Sorte wie die Biedermeier Mischung, eher großes Gefäß, freie Abzugslöcher, strukturstabile Kübelpflanzenerde, Feuchteprobe unten im Topf vor dem Gießen.

Auch eine winterharte Staude kann im Kübel erfrieren, wenn der Wurzelballen durchfriert. Draußen isolierst du deshalb das Gefäß, entfernst den Untersetzer und gießt bei Bedarf an frostfreien Tagen. Weitere Grundlagen zur Kübel-Überwinterung stehen im Stauden-Ratgeber im Abschnitt Topf und Balkonkasten.

Welche Bedeutung hat die Akelei für Insekten?

Die Akelei gilt als nützlingsfreundliche Staude. Den Nektar trägt sie in ihren Spornen, und Länge und Krümmung der Sporne beeinflussen, welche Bestäuber ihn erreichen. Die Gewöhnliche Akelei hat hakig eingerollte Sporne, die Kanadische Akelei gerade. Weil die Spornform den Zugang zum Nektar mitbestimmt, sprechen beide Arten nicht unbedingt dieselben Besucher an.

An der Gewöhnlichen Akelei sind oft Hummeln unterwegs. Manche beißen den Sporn von außen an und kommen so an den Nektar, ohne die Blüte von vorn anzufliegen. Ich schaue mir im Frühsommer an, welche Insekten meine Akeleien besuchen, und notiere es im Gartenheft. Als heimische, verwilderungsfähige Art fügt sich die Gewöhnliche Akelei in naturnahe Gärten und Wildblumenwiesen ein.

Wie erhältst du seltene Arten und Sorten?

Wer seltene Arten und reine Sorten erhalten will, vermeidet Kreuzungen. Pflanze sie deshalb an einen eigenen Platz, getrennt von anderen Akeleien. In der Nähe natürlicher Vorkommen gilt das besonders, denn Gartenformen können sich einkreuzen und die genetische Zusammensetzung heimischer Wildbestände verändern. Dort setzt du besser auf die heimische Wildform als auf bunte Gartenformen.

Achtung

Die Gewöhnliche Akelei ist in Deutschland besonders geschützt. Grab deshalb keine Pflanzen aus der Natur aus und sammle dort keine Samen, sondern nimm Saatgut oder Jungpflanzen aus Gärtnerei und Handel.

Für eine eigene Saatgutreserve eignen sich Akeleisamen gut, denn sie gelten als orthodox und vertragen also das Trocknen. Geerntet wird bei trockenem Wetter, sobald die Samen ausgereift sind und sich leicht aus ihrer Hülle lösen. Danach trocknest du sie auf Papier nach, beschriftest sie und lagerst sie kühl, dunkel und trocken. Günstig ist eine Lagerung unter Luftabschluss bei weniger als 10 °C. Die meisten selbst gesammelten Blumen- und Staudensamen bleiben so als Orientierung etwa 3 Jahre keimfähig, eine Garantie für jede Art ist das nicht. Bei Resten mit fraglicher Keimfähigkeit machst du etwa 4 Wochen vor der geplanten Aussaat eine Keimprobe.

Nachkommen von Hybridsorten können deutlich von der Mutterpflanze abweichen, und gemeinsam kultivierte Akeleien kreuzen sich leicht. Für die Erhaltung lohnt das Sammeln deshalb vor allem bei Wildarten, die getrennt von anderen Akeleien stehen.

Aussaat, Pflege und Gesundheit im Überblick

Aussaat

Akelei ist ein Lichtkeimer, die Samen der Biedermeier Mischung drückst du deshalb nur an. Ich ziehe sie von März bis Juni in Schalen vor und setze die Jungpflanzen ab dem Spätsommer ins Beet. Wann welche Staude gesät wird, zeigt der Aussaatkalender für Stauden zum Ausdrucken, das Kaltkeimer-Verfahren mit Warm- und Kältephase beschreibt der Stauden-Ratgeber unter Aussaat und Vorkultur.

Selbstaussaat und Vermehrung

Akeleien säen sich selbst aus und können im Garten verwildern. Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Samenbildung und begrenzt so die Ausbreitung. Wie Selbstaussaat, Teilen und Stecklinge bei Stauden zusammenhängen, erklärt der Abschnitt Teilen, Stecklinge und Selbstaussaat im Stauden-Ratgeber.

Pflege im Jahreslauf

Nach der Blüte schneide ich die Akeleien zurück, ansonsten kommen sie mit wenig Pflege aus. Gedüngt wird nach Bodenuntersuchung, für die Sorte ‘Black Barlow’ ist eine Düngung im Frühjahr und im Herbst möglich. Welche Pflegearbeiten an der Akelei von Frühling bis Winter anfallen, liest du im Ratgeber dazu, die Grundlagen zum Düngen stehen im Stauden-Ratgeber.

Krankheiten und Schädlinge

Ein weißlicher, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite kann auf Echten Mehltau hindeuten, vorbeugend helfen ausreichende Abstände, gute Belichtung und Durchlüftung. Schwachen Blattlausbefall spritze ich mit einem Wasserstrahl ab, Schnecken sammle ich auch innerhalb eines Schneckenzauns regelmäßig ab. Woran du Krankheiten und Schädlinge an der Akelei erkennst und wie du vorbeugst, findest du im eigenen Ratgeber.

Giftigkeit

Die Gewöhnliche Akelei ist in allen Pflanzenteilen giftig, deshalb gehört sie nicht in die Küche und taugt auch nicht als Heilkraut zur Selbstbehandlung. Hat jemand Pflanzenteile gegessen, rufst du ein Giftinformationszentrum an oder holst ärztliche Hilfe und löst kein Erbrechen aus. Wie du im Garten mit Kindern, Katzen und Hunden sicher mit der Akelei umgehst, erklärt der Ratgeber dazu.

Akelei in der Vase

Die Akelei eignet sich auch als Schnittblume. Ich schneide sie morgens oder abends bei trockenem Wetter und stelle die Stiele sofort kühl ins Wasser. Wie du Akelei für die Vase schneidest und arrangierst, zeigt der Ratgeber dazu.

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Häufige Fragen

Was ist die Akelei, und woran erkennst du sie?
Die Akelei, botanisch Aquilegia, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die heimische Gewöhnliche Akelei ist eine krautige, mehrjährige und winterharte Staude. Erkennbar ist die Akelei an ihren nickenden Blüten, deren Kronblätter nach hinten in Nektarsporne auslaufen. Bei der Gewöhnlichen Akelei sind die Blüten meist blauviolett und die Sporne an der Spitze hakig eingerollt.
Welcher Standort passt zur Akelei?
Akeleien passen an überwiegend halbschattige bis schattige Plätze mit anhaltend feuchtem Boden. Der Boden sollte fruchtbar und gut durchlässig sein und darf sauer, neutral oder alkalisch reagieren. Die Gewöhnliche Akelei eignet sich außerdem zur Unterpflanzung von Rosen und Gehölzen.
Ist die Akelei winterhart?
Die Gewöhnliche Akelei gilt als winterhart, ebenso die Mischung Barlow Choice. Im Kübel kann allerdings auch eine winterharte Staude erfrieren, wenn der Wurzelballen durchfriert. Draußen isolierst du deshalb das Gefäß, entfernst den Untersetzer und gießt bei Bedarf an frostfreien Tagen.
Ist die Akelei giftig, und was tust du bei Verdacht auf eine Vergiftung?
Die Gewöhnliche Akelei ist in allen Pflanzenteilen giftig und enthält unter anderem Magnoflorin sowie Spuren cyanogener Glykoside. Die Pflanze gehört deshalb weder in die Küche noch als Heilkraut in die Selbstbehandlung. Hat jemand Pflanzenteile gegessen, rufst du ein Giftinformationszentrum an oder holst ärztliche Hilfe und löst kein Erbrechen aus.
Warum blühen selbst ausgesäte Akeleien oft in anderen Farben?
Gemeinsam kultivierte Akeleien kreuzen sich leicht, deshalb entstehen über die Selbstaussaat neue Farbvarianten. Sorten bleiben auf diesem Weg kaum dauerhaft rein. Bei Hybridsorten können auch Pflanzen aus selbst geernteten Samen deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Willst du die Selbstaussaat begrenzen, schneidest du die Akeleien nach der Blüte zurück, bevor sich Samen bilden.
Was unterscheidet Gartenformen der Akelei von der heimischen Wildform?
Die Gewöhnliche Akelei ist in Deutschland heimisch, besonders geschützt und blüht meist blauviolett. Gartenformen wie die kompakte Biedermeier Mischung, die gefüllten Barlow-Formen oder die langspornigen McKana-Hybriden bringen mehr Farben und Formen ins Beet. Kreuzen sich Gartenformen in Wildbestände ein, kann das deren genetische Zusammensetzung verändern.
Kannst du Akelei im Topf halten?
Ja, für den Topf eignet sich zum Beispiel die kompakte Biedermeier Mischung, die etwa 30 bis 40 cm hoch wird. Weil sie nicht trockenheitstolerant ist, wählst du ein größeres Gefäß mit freien Abzugslöchern und strukturstabiler Kübelpflanzenerde. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen die Feuchte auch unten im Topf.
Welche Insekten nutzen die Blüten der Akelei?
Die Akelei gilt als nützlingsfreundlich und trägt ihren Nektar in den Blütenspornen. Länge und Krümmung der Sporne beeinflussen, welche Bestäuber den Nektar erreichen. An der Gewöhnlichen Akelei sind oft Hummeln zu sehen, manche beißen den Sporn von außen an und holen sich den Nektar so.
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