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Wann Buschbohnen säen: Bodentemperatur, Frost und Staffeltermine

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 6 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Buschbohnen säst du von Mai bis Juli, den Start setzt du ab Mitte Mai nach den letzten Frösten.
  • Für die Direktsaat sollte der Boden über 10 °C warm sein.
  • Nach dem Auflaufen brauchen die Pflanzen Lufttemperaturen von mindestens 12 °C.
  • Ein Satz liefert in wärmeren Regionen je nach Saattermin und Sorte etwa 7 bis 14 Tage lang, deshalb lohnt sich die Staffelsaat.
  • Die letzte Aussaat liegt zwischen Anfang und Mitte Juli, dann mit frühen Sorten.
Ein Haufen frischer grüner Bohnen, die bereit zur Zubereitung sind.
Foto: Ram Kondisetti · Pexels License · Quelle ↗

Wer Buschbohnen zu früh in kalte Erde legt, wartet lange auf die ersten Keimlinge. Ich richte den Termin deshalb nach dem Thermometer im Beet und nicht nach dem Kalender. Die kurze Antwort auf die Frage, wann du Buschbohnen säst: von Mai bis Juli. Der Start liegt ab Mitte Mai nach den letzten Frösten, sobald der Boden über 10 °C warm ist. Die letzten Sätze kommen zwischen Anfang und Mitte Juli in die Erde. Dazwischen kannst du mehrere Sätze staffeln, damit du nicht nur einmal kurz erntest.

Wann säst du Buschbohnen? Die Termine im Überblick

Das Aussaatfenster für Buschbohnen reicht von Mai bis Juli. Wo du darin einsteigst, entscheiden die Frostgefahr an deinem Ort und die Temperatur im Boden. Die Tabelle zeigt die Werte, nach denen ich meine Aussaat plane.

Frage Wert
Aussaatzeit im Freiland Mai bis Juli
Regeltermin für den Start ab Mitte Mai, nach den letzten Frösten
Früherer Start ab Anfang Mai, wenn örtlich keine Frostgefahr mehr besteht
Bodentemperatur für die Direktsaat über 10 °C
Lufttemperatur nach dem Auflaufen mindestens 12 °C
Keimdauer 7 bis 21 Tage
Letzte Aussaat zwischen Anfang und Mitte Juli, mit frühen Sorten
Kulturdauer 56 bis 112 Tage
Erntezeit Juli bis September
Aussaatkalender Buschbohnen
GartenkalenderVorkultur: April, Mai; Aussaat: Mai, Juni, Juli; Blüte: Juni, Juli, August; Ernte: Juli, August, September; Pflanzung: MaiJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustErnteErnte: JuliErnte: AugustErnte: SeptemberPflanzungPflanzung: MaiVorkulturAussaatBlüteErntePflanzung

Wie warm muss der Boden für Buschbohnen sein?

Für die Direktsaat im Hausgarten sollte der Boden über 10 °C warm sein. Diese Schwelle ist eine Untergrenze, denn je wärmer die Erde danach wird, desto schneller keimen die Bohnen. Bei frühen Terminen muss der Boden außerdem ausreichend abgetrocknet sein. Ich stecke vor der Aussaat ein Bodenthermometer dort in die Erde, wo später die Bohnen liegen, und säe erst, wenn der Wert passt.

Zahl im Blick

Gartenbohnen keimen bei 12 °C in etwa 30 Tagen, bei 20 °C in etwa 11 Tagen. Die Keimdauer von Buschbohnen liegt insgesamt bei 7 bis 21 Tagen.

Über 10 °C kannst du säen, in kühler Erde keimen die Samen aber deutlich langsamer. Ein früher Termin in gerade eben warmem Boden bringt deshalb weniger Vorsprung, als der Kalender verspricht.

Häufiger Fehler

Nur nach dem Datum säen. Maßgeblich für die Direktsaat ist die Temperatur im Boden, nicht die Luft an einem warmen Nachmittag. Weitere Stolpersteine beim Start sammelt der Beitrag über typische Anfängerfehler bei Buschbohnen.

Was tust du, wenn nach der Aussaat noch kalte Nächte kommen?

Buschbohnen sind nicht winterhart, deshalb gehört die Aussaat hinter die letzten Fröste. Nach dem Auflaufen brauchen die jungen Pflanzen Lufttemperaturen von mindestens 12 °C, damit sie sich günstig entwickeln. Steht nach deinem Saattermin noch eine Frostnacht im Wetterbericht, säst du die nächste Reihe erst danach.

In kühlen Lagen kann Vlies über der Saatreihe den Aufgang unterstützen. Ich lege es locker über die frisch gesäte Reihe und beschwere die Ränder mit Erde, damit der Wind es nicht wegträgt.

Achtung

Steigen die Temperaturen stark an, nimmst du Vlies oder Folie ab, am besten an einem trüben oder regnerischen Tag. So vermeidest du Hitzestau unter der Abdeckung und eine abrupte Sonnenbelastung der jungen Pflanzen.

Warum bestimmt dein Garten den Starttermin mit?

Je nach Lage beginnt die Saat zwischen Anfang und Mitte Mai. Ab Anfang Mai kannst du dort säen, wo örtlich keine Frostgefahr mehr besteht. Wo noch Frost droht, wartest du bis nach den letzten Frösten ab Mitte Mai. Welcher Termin zu deinem Garten passt, zeigen dir die Frostnächte vor Ort und das Thermometer im Beet.

Im Hochbeet wird die Erde schneller warm, wenn Sonne auf die Seitenwände fällt. Weil die Aussaat an der Bodentemperatur hängt, kann ein Hochbeet die Schwelle von 10 °C früher erreichen als das Beet daneben. Die Frostgefahr prüfst du dort trotzdem genauso. Worauf du dabei achtest, erklärt der Beitrag, wie du Buschbohnen im Hochbeet anbaust.

Marias Erfahrung

Ich notiere jedes Frühjahr, an welchem Tag ich im Beet über 10 °C gemessen habe und wann die letzte Frostnacht war. Diese Notizen lege ich neben den Aussaatkalender für Hülsenfrüchte zum Ausdrucken, wenn ich die Sätze für das nächste Jahr plane.

Wie planst du eine Staffelaussaat bei Buschbohnen?

Ein einzelner Satz Buschbohnen trägt nur kurz. In wärmeren Regionen liegt die Erntedauer je nach Saattermin und Sorte bei etwa 7 bis 14 Tagen. Weil ein Satz so kurz trägt und das Aussaatfenster bis Juli reicht, verteilst du die Saat besser auf mehrere Termine.

Bei der Sorte ‚Stanley‘ kannst du die Direktsaat ab Mai im Abstand von zwei Wochen wiederholen. Bei anderen Sorten hältst du dich an die Angaben auf der Saattüte. Der letzte Satz kommt zwischen Anfang und Mitte Juli in die Erde, dann mit einer frühen Sorte. Ich teile das Bohnenbeet in Streifen, säe jeden Streifen zu einem eigenen Termin und stecke ein Schild mit dem Datum an den Reihenanfang.

Tipp

Zeichne die Streifen vorher im Beetplaner ein. Dann siehst du, welche Fläche im Mai frei sein muss und welche erst im Juli belegt wird.

Was vor und nach den Bohnen ins Beet kommt

Als Vorkultur für Buschbohnen eignen sich Salat oder Blumenkohl, als Nachkultur Spinat. So nutzt du die Fläche vor dem Bohnentermin und nach der letzten Ernte. Nach Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten liegt vor dem nächsten Bohnenanbau auf derselben Fläche eine Anbaupause von mindestens 4 Jahren. Welche Nachbarn neben deine Bohnenreihen passen, prüfst du im Mischkultur-Planer.

Wie tief und mit welchem Abstand säst du Buschbohnen?

Buschbohnen säst du direkt ins Beet. Ich säe in Reihen, auf schweren Böden ist die Horstsaat mit mehreren Samen zusammen eine Alternative. Die Samen kommen 2 bis 4 cm tief in die Erde. Eine Kletterstütze brauchst du nicht, weil Buschbohnen kompakt wachsen.

Punkt Wert
Saattiefe 2 bis 4 cm
Reihensaat 7 cm Abstand in der Reihe, 45 cm Reihenabstand, ohne Kletterstütze
Horstsaat 4 bis 5 Samen je Horst, 55 × 35 cm zwischen den Horsten, ohne Kletterstütze
Saatgutbedarf etwa 125 bis 150 g je 10 m² Anbaufläche
Vorquellen, wenn gewünscht etwa 12 bis 24 Stunden in Wasser

Vorquellen in Wasser kann die Keimung beschleunigen. Nach dem Säen drücke ich die Erde über der Rille mit der flachen Hand an. Bis zur Keimung halte ich die Saat gleichmäßig feucht, ohne dass Wasser steht.

Mini-Checkliste

Boden abgetrocknet und über 10 °C warm. Keine Frostnacht mehr angekündigt. Rillen 2 bis 4 cm tief gezogen. Samen im gewählten Abstand gelegt. Saat bis zur Keimung gleichmäßig feucht, ohne Staunässe.

Kannst du Buschbohnen vorziehen?

Ja: Wer früher starten will, zieht Buschbohnen etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanzen in Töpfen vor und setzt sie im Mai ins Beet. Das Vorziehen kann außerdem helfen, Schäden durch die Bohnenfliege zu vermeiden. Topf, Erde und den passenden Moment zum Auspflanzen erklärt die Anleitung, wie du Buschbohnen im Topf vorziehst und auspflanzt.

Was zählt nach der Aussaat?

Buschbohnen brauchen einen sonnigen, warmen Platz und einen Boden ohne Staunässe. Wie du das Beet lockerst und vorbereitest, zeigt die Anleitung zur Beetvorbereitung für Buschbohnen von der Lockerung bis zum Saatbeet.

Bis zur Keimung hältst du die Saat gleichmäßig feucht, wichtig wird Wasser dann wieder zur Hülsenbildung. Als Schwachzehrer brauchen Bohnen auf ausreichend versorgtem Boden keine zusätzliche Düngung, frischen Stallmist gibst du nicht direkt zur Kultur. Konkurrierendes Unkraut entfernst du besonders in den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat gründlich. Mehr dazu findest du in den Grundlagen zu Gießen, Düngen und Hacken bei Hülsenfrüchten.

Die Erreger der Fettfleckenkrankheit vermehren sich bei etwa 20 °C gut, deshalb ist gesundes Saatgut eine wichtige Vorbeugung. Gegen Schäden durch die Bohnenfliege können Kulturschutznetze die Pflanzen schützen. Woran du Befall erkennst, steht im selben Hülsenfrüchte-Überblick im Abschnitt zu Krankheiten und Schädlingen.

Ab wann erntest du Buschbohnen?

Geerntet wird von Juli bis September. Pflückreif sind grüne Bohnen, wenn die Hülsen beim Biegen glatt brechen und die Bruchstellen grün und saftig sind. Alles Weitere zur Pflücktechnik steht im Beitrag, woran du erntereife Buschbohnen erkennst.

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Häufige Fragen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Buschbohnen?
Buschbohnen säst du von Mai bis Juli. Der Regeltermin liegt ab Mitte Mai nach den letzten Frösten, sobald der Boden über 10 °C warm ist. Wo örtlich keine Frostgefahr mehr besteht, kannst du schon ab Anfang Mai beginnen. Die letzten Sätze kommen zwischen Anfang und Mitte Juli mit frühen Sorten in die Erde.
Welche Bodentemperatur brauchen Buschbohnen zum Keimen?
Für die Direktsaat sollte der Boden über 10 °C warm sein. Je wärmer die Erde danach wird, desto schneller keimen die Bohnen; in kühler Erde liegen sie deutlich länger, bevor sie aufgehen. Miss mit einem Bodenthermometer dort, wo die Samen liegen sollen.
Wie legst du eine Staffelaussaat bei Buschbohnen an?
Teile das Beet in Streifen und säe jeden Streifen zu einem eigenen Termin. Ein Satz liefert in wärmeren Regionen je nach Saattermin und Sorte nur etwa 7 bis 14 Tage lang Bohnen. Bei der Sorte ‚Stanley‘ kannst du die Direktsaat ab Mai im Abstand von zwei Wochen wiederholen. Der letzte Satz folgt zwischen Anfang und Mitte Juli.
Wovon hängt der Aussaattermin in deiner Region ab?
Entscheidend sind die örtliche Frostgefahr und die Temperatur im Boden. Wo keine Frostgefahr mehr besteht, geht es ab Anfang Mai los, sonst ab Mitte Mai nach den letzten Frösten. Im Hochbeet wird die Erde schneller warm, wenn Sonne auf die Seitenwände fällt. Ob dein Boden über 10 °C hat, zeigt dir ein Bodenthermometer im eigenen Beet.
Wie lange dauert es von der Aussaat bis zur Ernte?
Die Kulturdauer von Buschbohnen liegt bei 56 bis 112 Tagen. Allein die Keimung dauert 7 bis 21 Tage und geht in warmer Erde schneller. Geerntet wird von Juli bis September, sobald die Hülsen beim Biegen glatt brechen und die Bruchstellen grün und saftig sind.
Was unterscheidet Buschbohnen und Stangenbohnen beim Aussaattermin?
Buschbohnen säst du von Mai bis Juli ohne Kletterstütze, Stangenbohnen von Mai bis Juni an vorher aufgestellte Kletterhilfen. Ein Buschbohnensatz trägt in wärmeren Regionen je nach Saattermin und Sorte nur etwa 7 bis 14 Tage, deshalb lohnt sich bei ihnen die Staffelsaat. Für einen Stangenbohnensatz gelten dort etwa 30 Tage Erntedauer als Richtwert, abhängig von Sorte und Pflanzengesundheit.
Wachsen Buschbohnen bei kühlem Wetter besser?
Nein. Nach dem Auflaufen brauchen Buschbohnen Lufttemperaturen von mindestens 12 °C für eine günstige Entwicklung. Auch die Keimung läuft in warmer Erde schneller als in kühler. Deshalb säst du erst nach den letzten Frösten in Boden, der über 10 °C warm ist.
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