Lein als Gründüngung: Aussaat, Einarbeiten und Wirkung je Bodentyp
- Lein säst du von April bis August breitwürfig und rechst ihn 1–2 cm tief ein.
- Die Keimdauer beträgt 7–14 Tage, bis zum Auflaufen bleibt die Saat feucht.
- Lein wurzelt flach: Er liefert organisches Material, aber keine Tiefenlockerung.
- Gemäht wird kurz vor oder nach der Blüte, spätestens vor der Samenbildung.
- Nach dem flachen Einarbeiten wartest du meist etwa 2–3 Wochen bis zur Folgekultur.
- Lein ist keine Leguminose und braucht 6 Jahre Anbaupause, deshalb wechselt er sich mit anderen Gründüngern ab.

Ein abgeerntetes Beet, das im Sommer offen liegt, kann bei Regen verschlämmen und danach verkrusten. Lein als Gründüngung schließt diese Lücke, denn du säst ihn von April bis August direkt auf die freie Fläche. Eine verbreitete Erwartung erfüllt er allerdings nicht: Lein wurzelt flach und lockert keine verdichtete Schicht in der Tiefe. Ich plane ihn deshalb als Bodendecke und als Lieferanten von organischem Material ein.
Lein, auch Flachs genannt, heißt botanisch Linum usitatissimum und ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Leingewächse (Linaceae). Als Gründünger bindet er Nährstoffe in seiner Pflanzenmasse und liefert nach dem Einarbeiten organisches Material für den Boden. Was Gründüngung im Boden grundsätzlich leistet, steht im Überblick zu allen Gründüngern.
Was Lein im Boden verbessert und was nicht
Lockert Lein den Boden?
Lein gehört zu den flach wurzelnden Gründüngern. Seine Wurzeln durchziehen den Oberboden, und wenn sie verrotten, bleiben Kanäle zurück, durch die Wasser und Luft in den Boden gelangen können. In die Tiefe reicht diese Wirkung nicht. Dafür gibt es andere Arten: Lupinen und Sonnenblumen können als Gründüngung je nach Standort deutlich mehr als 1 m tief wurzeln.
Lein gilt oft als Tiefenlockerer für schwere Böden. Tatsächlich wurzelt er flach. Liegt die Verdichtung tiefer, kann ein tief wurzelnder Partner in der Mischung mehr beitragen als Lein allein.
Macht Lein den Boden fruchtbarer?
Lein zählt zu den Schwachzehrern. Während er wächst, nimmt er gelöste Nährstoffe auf und hält sie in seiner Pflanzenmasse fest. Nach dem Einarbeiten verrottet das Material, und die gespeicherten Nährstoffe werden wieder frei.
Neuen Stickstoff bringt Lein dabei nicht ins Beet. Luftstickstoff binden nur Leguminosen, alle anderen Gründünger nutzen den Stickstoff, der im Boden schon vorhanden ist. Lein gibt dem Beet also zurück, was er ihm vorher entnommen hat, und nicht mehr. Die Nährstoffwirkung einer Gründüngung ersetzt zusätzliche Düngung deshalb nicht automatisch. Welche Nährstoffe Lein liefert und wie du die Düngung der Folgekultur nach einer Bodenanalyse anpasst, zeigt ein eigener Ratgeber.
Speichert der Boden danach mehr Wasser?
Über die organische Substanz kann Gründüngung die Wasserspeicherung leichter Böden und die Durchlässigkeit schwerer Böden verbessern. Einen Sprung solltest du nicht erwarten. Mehr Humus kann den Wasserhaushalt verbessern, er garantiert aber keine ebenso große Zunahme des pflanzenverfügbaren Wassers.
Solange der Lein steht, wirkt er in zwei Richtungen. Der geschlossene Bestand beschattet den Boden und vermindert die Verdunstung, die Pflanzen verbrauchen beim Wachsen aber selbst Wasser. Bei Trockenheit kann eine lebende Gründüngung deshalb mit der HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant. um Wasser konkurrieren.
Was hat das Bodenleben davon?
Bakterien, Pilze und Regenwürmer zersetzen die Leinreste und tragen so zur Humusbildung bei. Dazu kommt eine Eigenschaft, die Lein von Senf und Ölrettich unterscheidet. Lein kann arbuskuläre MykorrhizaMykorrhiza ist eine Lebensgemeinschaft zwischen bestimmten Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln zum beiderseitigen Nutzen. Die Pilzfäden liefern der Pflanze Wasser und Nährsalze und erhalten dafür einen Teil der Kohlenhydrate, die die Pflanze durch Photosynthese bildet. bilden, Kreuzblütler gehören zu den Nichtwirten. Diese Pilze brauchen lebende WirtspflanzenWirtspflanzen sind die Pflanzen, die ein bestimmter Schädling oder Krankheitserreger befällt und von denen er lebt. Ein Schädling oder Erreger hat oft mehrere Wirtspflanzen, darunter auch verwandte Wildkräuter., um zu wachsen und sich zu vermehren. Unter Lein finden sie also einen Wirt, unter Senf nicht.
Arbuskuläre Mykorrhizapilze leben in Gemeinschaft mit Pflanzenwurzeln. Sie können die Phosphor- und Wasseraufnahme ihrer Wirtspflanze verbessern und erhalten dafür Zucker.
Lein als Gründünger säen: Zeitpunkt, Saatbett und Saattiefe
| Merkmal | Wert für Lein |
|---|---|
| Aussaat | April bis August |
| Saattiefe | 1–2 cm |
| Keimdauer | 7–14 Tage |
| Blütezeit | Juni bis August |
| Wuchshöhe | 20–100 cm |
| Wurzeltyp | flach wurzelnd |
| Nährstoffbedarf | schwachzehrend |
| Standort | sonnig bis halbschattig, geschützt |
| Boden-pH | 5 bis 7 |
| Winterhärte | nicht winterhart, einjährig |
| Anbaupause | 6 Jahre |
Wann säe ich Lein?
Das SaatfensterDas Aussaatfenster ist der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanzenart sinnvoll ausgesät werden kann. Es richtet sich vor allem nach dem Temperaturanspruch der Art, der Bodentemperatur und der Frostgefahr. für Lein reicht von April bis August. Für die Nachkultur ergibt sich daraus eine Grenze. Gründüngung nach der Gemüseernte wird bis in den September gesät, das Fenster für Lein endet aber im August. Wird dein Beet erst im September frei, nimmst du eine Art mit späterem Saatfenster wie Inkarnatklee.
Der Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken zeigt dir die Saatfenster im Überblick.
Wie bereite ich das Saatbett vor?
Ich räume zuerst die Erntereste ab und grabe Wurzelunkräuter vollständig aus, weil zerteilte Wurzelstücke wieder austreiben können. Danach lockere ich die abgetrocknete Fläche oberflächlich mit der Grabegabel. Zum Schluss harke ich sie feinkrümelig und eben. Dünger bekommt das Beet vor Lein nicht.
Zu hohe Bodenfruchtbarkeit kann bei Lein übermäßiges Längenwachstum fördern, besonders auf sehr leichten Böden. Die Stängel knicken dann leichter um. Säe Lein deshalb nicht auf frisch gedüngte Flächen.
Wie säe ich, und wie viel Saatgut brauche ich?
Lein säst du direkt an Ort und Stelle, denn die Sämlinge werden nicht verpflanzt. Ich streue das Saatgut breitwürfig über die Fläche, reche es 1–2 cm tief ein und drücke den Boden an. Lein ist kein Lichtkeimer, die Körner brauchen also Erdbedeckung. Die Keimdauer beträgt 7–14 Tage.
Leinkörner sind je nach Herkunft unterschiedlich schwer. Halte dich an die Angabe auf der Saatguttüte deiner Sorte und wiege die Menge für deine Fläche ab.
Ich teile das Saatgut vor dem Streuen in zwei Portionen. Die erste verteile ich längs über das Beet, die zweite quer dazu. Lücken sehe ich so, bevor ich einreche.
Welche Pflege braucht der Bestand?
Bis zum Auflaufen halte ich die Saat feucht. Bei trockener Witterung gieße ich in der Keimphase wiederholt und mit weichem Strahl, damit die Oberfläche nicht verschlämmt.
Junge Leinpflanzen setzen sich schlecht gegen Unkraut durch. Ich kontrolliere den Bestand deshalb anfangs gezielt und jäte von Hand, bis er sich geschlossen hat. Bei dieser Kontrolle schaue ich auch nach dem Leinerdfloh. Im Ölleinanbau werden junge Bestände schon während der Keimung auf seinen Befall kontrolliert.
Wann arbeite ich Lein ein?
Der Zeitpunkt: zwischen Blüte und Samenbildung
Die Blütezeit von Lein liegt zwischen Juni und August. Für den Schnitt gibt es ein Fenster mit festem Ende. Im Hausgarten wird Gründüngung gewöhnlich kurz vor der Blüte geschnitten, Lein kann aber auch nach der Blüte abgemäht werden. Spätestens vor der Samenbildung ist Schluss, sonst sät sich der Bestand selbst aus.
Welchen Termin du wählst, hängt von der FolgekulturEine Folgekultur ist das Gemüse, das auf einem Beet als Nächstes angebaut wird, sobald die vorige Kultur abgeerntet ist – noch im selben Gartenjahr oder im nächsten. ab. Soll das Beet bald wieder belegt werden, mähst du kurz vor der Blüte. Junge Pflanzen haben ein engeres C/N-Verhältnis als ältere und werden deshalb schneller umgesetzt. Lässt du den Lein ausblühen, rechne mit langsamerer Rotte: Verholzte Reste verrotten langsamer und können dabei vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden. Ich kontrolliere meinen Lein gegen Ende der Blüte und mähe, bevor sich Samen bilden.
Auch die Jahreszeit entscheidet mit. Im Frühherbst arbeite ich Grünmasse nicht ein, weil frei werdende Nährstoffe sonst ausgewaschen werden können, bevor eine Folgekultur sie aufnimmt. Einen spät gesäten Bestand lasse ich stehen. Lein ist nicht winterhart, und abgefrorene Gründüngung bleibt über Winter als Mulch auf dem Beet liegen. Setzt der Bestand vorher Samen an, mähe ich ihn und lasse das Schnittgut liegen. Im Frühjahr arbeite ich die Reste flach ein.
Mulchen oder einarbeiten?
Für die Technik gilt bei Lein dasselbe wie bei jeder Gründüngung. Frische Masse wird nur flach eingearbeitet oder bleibt als Mulch liegen, weil sie tief vergraben unter Luftabschluss faulen kann. Die Handgriffe im Einzelnen stehen im Gründünger-Überblick im Abschnitt zum Mähen und Einarbeiten.
Wie schnell zersetzt sich Lein, und wann sind die Nährstoffe frei?
Eine feste Frist gibt es dafür nicht. Wie schnell die Nährstoffe frei werden, hängt von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Als Orientierung für den Garten gelten meist etwa 2–3 Wochen zwischen dem Einarbeiten und der nächsten Aussaat oder Pflanzung. Ich verlasse mich dabei nicht allein auf den Kalender. Vor der Folgekultur grabe ich an einer Stelle nach und schaue, wie weit die Reste zerfallen sind.
Für die Folgekultur zählt außerdem, wann die Nährstoffe kommen. Die Stickstoffmenge im Aufwuchs bestimmt die Versorgung nicht allein, denn die Freisetzung muss zeitlich zum Bedarf der Folgekultur passen.
Wie wirkt Lein auf Sand, Lehm und Ton?
Lein bevorzugt leichten, gut durchlässigen, humusreichen und mäßig fruchtbaren Boden. Was er beiträgt und worauf du achtest, unterscheidet sich deshalb je nach Bodentyp.
Sandboden
Leichter Sandboden passt zu Lein. Sand lässt Wasser durch seine weiten Grobporen schnell versickern und hält im Wurzelraum wenig pflanzenverfügbares Wasser. Hier setzt die Gründüngung an: Ihre organische Substanz kann die Wasserspeicherung leichter Böden verbessern.
Zwei Dinge beachte ich auf Sand. Ich dünge vor der Saat nicht, weil sehr leichter und zugleich sehr fruchtbarer Boden lageranfälligen Wuchs fördert. Auf humusarmen Flächen mische ich außerdem Phacelia dazu, denn dort eignen sich Arten mit reichlicher Grünmasse.
Lehmboden
Gut drainierter Lehm ist für Lein geeignet. Auf die Durchlässigkeit kommt es an: Lehmiger Boden passt, wenn er gut durchlässig und humusreich ist. Das Saatbett bereite ich auf Lehm erst vor, wenn die Fläche abgetrocknet ist. Nach dem Einarbeiten liefert der Lein organische Substanz, die Bodenleben und Porenbildung unterstützt, sodass Regenwasser besser eindringen kann.
Tonboden
Tonreichen Boden erkennst du mit der Fingerprobe. Er klebt, lässt sich gut formen und ausrollen und zeigt eine glatte, glänzende Oberfläche. Auf solchen Flächen säe ich Lein nicht allein. Er wurzelt flach und braucht durchlässigen Boden, während für schwere oder verdichtete Standorte unter anderem Ölrettich und Phacelia infrage kommen. In einer Mischung trägt Lein trotzdem etwas bei, denn organische Substanz fördert in schweren Böden eine KrümelstrukturKrümelstruktur bedeutet: Die Bodenteilchen halten zu lockeren, mit bloßem Auge sichtbaren Krümeln zusammen, zwischen denen viele Hohlräume bleiben. Der Boden baut sie selbst auf, getragen von aktivem Bodenleben, gutem Humus und ausreichend Ton und Kalk. mit besserer Durchlüftung und Wasserversickerung.
Zwei Regeln gelten auf Ton unabhängig von der Art. Bearbeite den Boden nicht in feuchtem Zustand, denn dann ist die Verdichtungsgefahr besonders hoch. Die Gründüngung kann auf schweren Böden außerdem bis zum Frühjahr stehen bleiben.
Lein mit anderen Gründüngern kombinieren
Eine Mischung lohnt sich bei Lein aus zwei Gründen. Unterschiedliche Wurzelformen können mehrere Bodenschichten erschließen, zum flach wurzelnden Lein passt deshalb ein tief wurzelnder Partner. Außerdem sind junge Leinpflanzen konkurrenzschwach. In Feldversuchen konnten Mischungen mit unterschiedlichen Wuchsformen Bestandslücken ausgleichen und Unkraut besser unterdrücken als einzelne Reinkomponenten.
| Partner | Familie | Wurzeltyp | Was er beisteuert | Worauf du achtest |
|---|---|---|---|---|
| Phacelia | Boraginaceae | tief wurzelnd | Saattiefe 1–2 cm und Keimdauer 7–14 Tage wie bei Lein, reichlich Grünmasse | im Hausgarten wird keine besondere Tiefenwirkung angesetzt |
| Inkarnatklee | FabaceaeFabaceae ist der botanische Name der Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler, die auch Leguminosen heißen. Dazu gehören etwa Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen und Klee. Sie versorgen sich mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst mit Stickstoff aus der Luft., Leguminose | tief wurzelnd | bindet Luftstickstoff | Saattiefe nur 0,5–1 cm, Keimdauer 14–21 Tage, in Gemengen konkurrenzschwach |
| Buchweizen | Polygonaceae | flach wurzelnd | kann im Boden gebundenes Phosphat mobilisieren | wurzelt flach wie Lein, Aussaat erst von Mai bis Juli |
| Gelbsenf | Brassicaceae, Kreuzblütler | tief wurzelnd | bedeckt den Boden rasch und kann Unkraut unterdrücken | zählt zur Kreuzblütlerpause, kein Wirt für Mykorrhiza |
| Ölrettich | Brassicaceae, Kreuzblütler | tief wurzelnd | kommt für schwere oder verdichtete Standorte infrage | zählt zur Kreuzblütlerpause, kann nach dem Winter durchwachsen |
Am einfachsten zu säen ist die Paarung mit Phacelia. Beide Arten haben dieselbe Saattiefe und dieselbe Keimdauer, du bringst sie also in einem Arbeitsgang aus. Klee säe ich getrennt: Erst reche ich den Lein ein, dann streue ich den Klee auf und arbeite ihn nur flach ein.
Bei Klee und anderen Leguminosen behalte ich den Stickstoff im Blick. Im Ölleinanbau können Leguminosen als Vorfrucht ungünstig sein, weil ihre hohe Stickstoffnachwirkung die Lagergefahr erhöht. Buchweizen ergänzt Lein in der Tiefe nicht, denn beide wurzeln flach.
Bei fertigen Mischungen richtet sich die Saatmenge nach der Angabe auf der Verpackung. Jede Mischung bringt außerdem ihre Pflanzenfamilien mit: Alle enthaltenen Familien müssen zur bisherigen und zur geplanten Gemüsefolge passen. Ob das für dein Beet zutrifft, prüfst du im Mischkultur-Werkzeug mit Nachbarn und passenden Gründüngern.
Lein an deinen Standort anpassen
Lein steht am besten sonnig und geschützt, Halbschatten verträgt er. Beim Boden bevorzugt er einen pH-Wert von 5 bis 7. Liegt dein Beet darunter, kalke nicht auf Verdacht. Gekalkt wird nur, wenn der pH-Wert für die Bodenart zu niedrig ist, und das zeigt dir eine Bodenuntersuchung.
Auch der Leintyp spielt mit. Faserlein braucht während des Wachstums reichlich Feuchtigkeit und kühle Witterung, bei Ölleinsorten ist die Standortspanne größer. Für einen warmen, trockenen Garten wähle ich deshalb Öllein.
Im Hochbeet lohnt sich Lein, wenn die Fläche nach der Ernte mehrere Wochen frei bleibt. In kleinen Gefäßen ist Gründüngung dagegen meist wenig sinnvoll, weil sich die Erde dort einfach austauschen lässt.
Und die Fruchtfolge?
In der Fruchtfolge braucht Lein Abstand zu sich selbst: Für ihn ist eine Anbaupause von 6 Jahren angesetzt, und Leinmüdigkeit bei zu kurzen Pausen ist als Risiko aus dem Ölleinanbau bekannt. Bei der Planung hilft dir der Beetplaner für deine Beetbelegung. Wie du Lein als Vor- und Zwischenfrucht einbaust und mit welchen Pausen er gesund bleibt, behandelt ein eigener Ratgeber.
Typische Fehler
Die typischen Fehler sind bei Lein dieselben wie bei anderen Gründüngern: zu spät gemäht, zu tief vergraben, zu früh nachgesät. Im Gründünger-Überblick sind sie im Abschnitt zum Mähen und Einarbeiten zusammengestellt.
Was bleibt langfristig im Boden?
Beim Abbau der Leinreste wird ein Teil der organischen Substanz weiter umgesetzt, ein stabilerer Anteil bleibt länger als Dauerhumus im Boden. Dieser Humus kann das Wasserhalte- und Nährstoffspeichervermögen deines Gartenbodens verbessern. Der Effekt hat Grenzen. Die zusätzliche Humusspeicherung durch regelmäßigen Zwischenfruchtanbau ist begrenzt und kann wieder verloren gehen, wenn du damit aufhörst.
Für Lein folgt daraus eine Planung über mehrere Jahre. Der Humusgewinn braucht regelmäßige Gründüngung, Lein selbst kommt aber erst nach 6 Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Ich wechsle deshalb die Art von Jahr zu Jahr und achte darauf, dass Gründünger derselben Familie nicht unmittelbar aufeinander folgen.
Schon der stehende Bestand nützt dem Boden. Die Pflanzendecke schützt ihn vor VerschlämmungVerschlämmung bedeutet, dass sich die oberste Bodenschicht nach starkem Regen dicht zusetzt. Die Oberfläche verliert ihre offenen Poren, nimmt Wasser schlechter auf und kann beim Abtrocknen verkrusten., Verkrustung und Erosion. Wie sich Nährstoffe und pH-Wert entwickeln, zeigt dir eine Bodenuntersuchung alle 3–5 Jahre.



