Alexandrinerklee: Natürlicher Bodenverbesserer für Ihren Garten

Alexandrinerklee: Ein vielseitiger Bodenverbesserer

Alexandrinerklee ist ein echtes Multitalent im Garten. Er reichert nicht nur den Boden an, sondern fördert auch das Bodenleben und lässt sich hervorragend als Gründüngung einsetzen.

Wichtige Erkenntnisse zum Alexandrinerklee

  • Reichert den Boden effektiv mit Stickstoff an durch Knöllchenbakterien
  • Verbessert die Bodenstruktur und erhöht die Nährstoffverfügbarkeit
  • Vielseitig einsetzbar, sei es als Zwischenfrucht oder Vorkultur
  • Sein tiefreichendes Wurzelsystem macht Nährstoffe zugänglich

Was verbirgt sich hinter dem Alexandrinerklee?

Der Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und ist eine einjährige Pflanze. Ursprünglich stammt er aus dem östlichen Mittelmeerraum, wird aber mittlerweile weltweit als Futterpflanze und zur Bodenverbesserung kultiviert.

Als Leguminose besitzt der Alexandrinerklee die bemerkenswerte Fähigkeit, in Symbiose mit Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden. Das macht ihn zu einem wertvollen Helfer im Garten, insbesondere wenn es darum geht, den Boden auf natürliche Weise mit Nährstoffen anzureichern.

Wie verbessert Alexandrinerklee den Boden?

Die positive Wirkung des Alexandrinerklees auf die Bodenqualität ist wirklich beeindruckend. In meinem eigenen Garten konnte ich beobachten, wie sich die Bodenstruktur nach dem Anbau dieser Pflanze deutlich verbessert hat.

Dank seines tiefreichenden Wurzelsystems lockert er verdichtete Böden auf und verbessert die Bodenstruktur merklich. Die Wurzeln erschließen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten und transportieren sie an die Oberfläche. Nach dem Absterben der Pflanze verbleiben diese Nährstoffe im oberen Bodenhorizont und stehen den nachfolgenden Kulturen zur Verfügung.

Darüber hinaus trägt Alexandrinerklee zur Humusbildung bei. Das organische Material, das er hinterlässt, wird von Bodenlebewesen zersetzt und in wertvollen Humus umgewandelt. Dies verbessert nachhaltig die Wasserspeicherfähigkeit und Nährstoffverfügbarkeit des Bodens.

Ein kurzer Blick in die Geschichte

Der Name 'Alexandrinerklee' leitet sich von der ägyptischen Stadt Alexandria ab, wo er schon seit Jahrtausenden angebaut wird. Von dort aus verbreitete sich seine Nutzung über den gesamten Mittelmeerraum.

In Europa wurde Alexandrinerklee erst im 19. Jahrhundert eingeführt, zunächst hauptsächlich als Futterpflanze. Seine Bedeutung als Gründüngungspflanze wurde interessanterweise erst später erkannt. Heute wird er in vielen Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut, sowohl in der Landwirtschaft als auch im Gartenbau.

Botanische Besonderheiten des Alexandrinerklees

Wie sieht die Pflanze aus?

Alexandrinerklee wächst aufrecht und buschig. Je nach Sorte und Wachstumsbedingungen kann er eine Höhe von 30 bis 80 cm erreichen. Die Stängel sind hohl und verzweigen sich stark, was zu einem dichten Pflanzenbestand führt.

Die Blätter sind typisch kleeblattförmig und bestehen aus drei ovalen Teilblättern. Sie haben eine hellgrüne Farbe und sind leicht behaart, was ihnen einen faszinierenden silbrigen Schimmer verleiht.

Blüten und Bestäubung

Die Blüten des Alexandrinerklees erscheinen in kugeligen Blütenständen an den Triebspitzen. Sie sind weiß bis zartrosa gefärbt und erinnern in ihrer Form an kleine Pompons. Die Blütezeit erstreckt sich je nach Aussaatzeitpunkt von Juni bis September.

Alexandrinerklee ist eine hervorragende Bienenweide. Die nektarreichen Blüten locken zahlreiche Insekten an, was nicht nur der Bestäubung dient, sondern auch die Biodiversität im Garten fördert. Als Imker schätze ich den Alexandrinerklee besonders, da er eine wichtige Nahrungsquelle für unsere fleißigen Honigbienen darstellt.

Das beeindruckende Wurzelsystem

Das Wurzelsystem des Alexandrinerklees ist wirklich faszinierend. Es besteht aus einer kräftigen Pfahlwurzel, die bis zu 2 Meter tief in den Boden eindringen kann. Von dieser Hauptwurzel zweigen zahlreiche Seitenwurzeln ab, die ein dichtes Netzwerk im Boden bilden.

Diese intensive Durchwurzelung hat mehrere positive Effekte:

  • Bodenlockerung: Die Wurzeln durchdringen auch verdichtete Bodenschichten und verbessern so die Bodenstruktur.
  • Erosionsschutz: Das dichte Wurzelnetz hält den Boden zusammen und schützt ihn vor Auswaschung.
  • Nährstoffmobilisierung: Durch die tiefreichenden Wurzeln werden Nährstoffe aus unteren Bodenschichten erschlossen.
  • Förderung des Bodenlebens: Im Wurzelbereich siedeln sich vermehrt nützliche Mikroorganismen an.

An den Wurzeln des Alexandrinerklees bilden sich zudem die charakteristischen Knöllchen, in denen die stickstofffixierenden Bakterien leben. Diese Symbiose ist entscheidend für die natürliche Stickstoffdüngung des Bodens.

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Wie der Alexandrinerklee den Boden mit Nährstoffen anreichert

Die faszinierende Stickstoff-Fixierung

Die Fähigkeit zur Stickstoff-Fixierung ist wohl eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des Alexandrinerklees. In Symbiose mit Rhizobium-Bakterien kann er erstaunliche Mengen an Luftstickstoff binden und in eine Form umwandeln, die Pflanzen nutzen können.

Der Prozess läuft etwa so ab: Die Bakterien dringen in die Wurzelhaare ein und vermehren sich dort. Als Reaktion darauf bildet die Pflanze die charakteristischen Wurzelknöllchen aus. In diesen Knöllchen wandeln die Bakterien den atmosphärischen Stickstoff in Ammonium um, welches die Pflanze direkt verwerten kann.

Je nach Wachstumsbedingungen kann Alexandrinerklee zwischen 100 und 200 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr fixieren. Ein Großteil dieses Stickstoffs verbleibt nach dem Absterben der Pflanze im Boden und steht Folgekulturen zur Verfügung.

Nährstoffe aus der Tiefe

Neben der Stickstoff-Fixierung leistet Alexandrinerklee einen weiteren wichtigen Beitrag zur Nährstoffversorgung: Durch sein tiefreichendes Wurzelsystem kann er Nährstoffe aus Bodenschichten erschließen, die für viele andere Pflanzen unerreichbar sind.

Besonders effektiv ist er bei der Mobilisierung von Phosphor und Kalium. Diese Nährstoffe werden von den Wurzeln aufgenommen und in der oberirdischen Biomasse eingelagert. Wenn die Pflanzenreste später in den Boden eingearbeitet werden, stehen diese Nährstoffe in den oberen Bodenschichten zur Verfügung.

Dieser 'Nährstofflift' ist besonders wertvoll auf nährstoffarmen oder ausgelaugten Böden. Er hilft, die Fruchtbarkeit des Bodens nachhaltig zu verbessern, ohne auf synthetische Düngemittel zurückgreifen zu müssen.

Ein Boost für die organische Substanz im Boden

Alexandrinerklee produziert eine beachtliche Menge an Biomasse. Bei guten Wachstumsbedingungen kann er innerhalb weniger Monate eine Grünmasse von 20 bis 30 Tonnen pro Hektar bilden. Diese organische Substanz ist äußerst wertvoll für den Boden.

Wird der Alexandrinerklee als Gründüngung in den Boden eingearbeitet, liefert er wertvolles organisches Material. Dieses wird von Bodenlebewesen zersetzt und in Humus umgewandelt. Humus verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und fördert die Nährstoffverfügbarkeit.

Zudem dient die organische Substanz als Nahrungsgrundlage für Bodenorganismen. Ein aktives Bodenleben ist entscheidend für einen gesunden, fruchtbaren Boden. Regenwürmer, Mikroorganismen und andere Bodenlebewesen sorgen für eine gute Durchlüftung, lockern den Boden auf und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar.

In meinem eigenen Garten konnte ich beobachten, wie sich nach dem Anbau von Alexandrinerklee die Bodenstruktur deutlich verbessert hat. Der Boden wurde lockerer, krümeliger und ließ sich leichter bearbeiten. Auch die Wasserhaltefähigkeit hat sich spürbar erhöht, was besonders in trockenen Sommern von Vorteil ist.

Wie Alexandrinerklee die Bodenstruktur verbessert

Es ist wirklich erstaunlich, was Alexandrinerklee für unseren Gartenboden leisten kann. Bei meinem ersten Anbauversuch war ich geradezu verblüfft von den sichtbaren Veränderungen.

Ein natürlicher Bodenauflockerer

Die Wurzeln des Alexandrinerklees sind wahre Meister im Durchdringen des Bodens. Sie schaffen es, selbst in tiefere Schichten vorzudringen und dabei verdichtete Böden aufzulockern. Das Resultat? Ein feinporiges Bodengefüge, das die Durchlüftung deutlich verbessert und es Wasser leichter macht einzudringen. Ein zusätzlicher Bonus: Nachfolgende Kulturen können ihre Wurzeln besser ausbreiten.

Krümelstruktur - der Schlüssel zu fruchtbarem Boden

Durch seine intensive Durchwurzelung und die Anreicherung mit organischem Material fördert Alexandrinerklee die Bildung einer stabilen Krümelstruktur. Das bringt einige Vorteile mit sich:

  • Der Boden kann mehr Wasser speichern
  • Nährstoffe sind leichter verfügbar
  • Bodenlebewesen fühlen sich wohler und werden aktiver

Ein Boden mit guter Krümelstruktur ist zudem widerstandsfähiger gegen Erosion und Verschlämmung - ein echter Gewinn für jeden Gärtner.

Wasserspeicher im Boden

Die organische Substanz, die der Alexandrinerklee bildet, funktioniert quasi wie ein Schwamm im Boden. Sie kann beachtliche Mengen Wasser aufnehmen und speichern. Das ist besonders in Trockenperioden Gold wert, da die Pflanzen länger mit Wasser versorgt werden. Gleichzeitig verbessert sich die Drainage bei Starkregen - eine Win-win-Situation für unsere Gartenpflanzen.

Wie Alexandrinerklee das Bodenleben ankurbelt

Ein gesunder Boden steckt voller Leben. Und Alexandrinerklee schafft genau die richtigen Bedingungen, damit sich eine vielfältige Bodenbiologie entwickeln kann.

Ein Fest für Mikroorganismen

Als Leguminose geht Alexandrinerklee eine Partnerschaft mit Knöllchenbakterien ein. Diese siedeln sich an den Wurzeln an und fixieren Luftstickstoff, der dann der Pflanze und später den Folgekulturen zur Verfügung steht. Aber nicht nur das - auch andere nützliche Mikroorganismen wie Mykorrhiza-Pilze finden hier ein gemütliches Zuhause.

Regenwürmer - die stillen Helfer

Regenwürmer sind wahre Bodenverbesserer. Sie lockern den Boden, mischen organisches Material durch und hinterlassen nährstoffreiche Ausscheidungen. Alexandrinerklee liefert ihnen reichlich Nahrung in Form von abgestorbenen Pflanzenteilen. In meinem eigenen Garten konnte ich beobachten, wie die Regenwurmpopulation nach dem Anbau von Alexandrinerklee spürbar zunahm.

Ein Boost für die biologische Aktivität

Durch die Anreicherung mit organischer Substanz und die Verbesserung der Bodenstruktur schafft Alexandrinerklee ideale Bedingungen für eine Vielzahl von Bodenlebewesen. Das führt zu einer gesteigerten biologischen Aktivität, die sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit auswirkt. Ein aktives Bodenleben sorgt für:

  • Schnelleren Abbau organischer Substanz
  • Bessere Nährstoffverfügbarkeit
  • Natürliche Unterdrückung von Krankheitserregern

Tipps zum Anbau von Alexandrinerklee

Der Anbau von Alexandrinerklee ist relativ unkompliziert, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet.

Aussaat und optimale Bedingungen

Alexandrinerklee lässt sich von März bis August aussäen. Für eine gute Keimung sollte der Boden feucht, aber nicht zu nass sein. Die Samen werden etwa 1-2 cm tief in den Boden gebracht. Meist reicht eine Saatmenge von 20-25 g/m² aus. Der Klee mag es sonnig bis halbschattig und gedeiht am besten auf lehmigen bis sandig-lehmigen Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5.

Pflege und Wachstum

Alexandrinerklee ist ziemlich pflegeleicht. In trockenen Zeiten sollte man bei Bedarf gießen, um ein gutes Wachstum zu gewährleisten. Düngen ist normalerweise nicht nötig, da der Klee selbst Stickstoff fixiert. Bei starkem Unkrautdruck kann ein einmaliges Mulchen oder Mähen etwa 6-8 Wochen nach der Aussaat helfen. Das fördert die Bestockung und hält unerwünschte Beikräuter in Schach.

Einarbeitung in den Boden

Um die volle bodenverbessernde Wirkung zu erzielen, ist die Einarbeitung des Alexandrinerklees in den Boden ein wichtiger Schritt. Der beste Zeitpunkt dafür ist kurz vor oder zu Beginn der Blüte, wenn die Biomasse am größten ist. Die Pflanzen werden oberflächlich eingearbeitet oder gemulcht. Dabei sollte man sie nicht zu tief unterpflügen, sonst droht Fäulnis. Nach der Einarbeitung empfiehlt es sich, dem Boden etwa zwei Wochen Zeit zu geben, bevor man die Folgekultur pflanzt. So können sich die Nährstoffe optimal im Boden verteilen.

Mit gezieltem Einsatz von Alexandrinerklee kann man die Bodenqualität nachhaltig verbessern. Seine positiven Auswirkungen auf Bodenstruktur und Bodenleben machen ihn zu einem wertvollen Helfer im Garten. Ob als Gründüngung, Zwischenfrucht oder Bienenweide - Alexandrinerklee ist vielseitig einsetzbar und eine echte Bereicherung für jeden Garten.

Alexandrinerklee als Gründüngung: Ein Multitalent im Einsatz

Wer hätte gedacht, dass eine einzige Pflanze so viel Gutes für unseren Gartenboden tun kann? Alexandrinerklee ist nicht nur ein hervorragender Nährstofflieferant, sondern verbessert nebenbei auch noch die Bodenstruktur. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wie wir diesen grünen Helfer am besten einsetzen können.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Einarbeitung?

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zur Einarbeitung des Alexandrinerklees ist nicht ganz einfach zu beantworten. In der Regel empfiehlt es sich, die Pflanzen kurz vor oder während der Blüte in den Boden einzuarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt hat der Klee eine beachtliche Biomasse entwickelt, ist aber noch nicht verholzt. Bei meinen Versuchen hat sich gezeigt, dass eine Einarbeitung etwa 6-8 Wochen nach der Aussaat oft die besten Ergebnisse liefert.

Wie bringen wir den Klee in den Boden?

Es gibt verschiedene Wege, den Alexandrinerklee dem Boden zuzuführen:

  • Fräsen oder Umgraben: Der klassische Ansatz, bei dem die Pflanzen vollständig in den Boden eingearbeitet werden.
  • Mulchen: Hier wird der Klee gemäht und als nährstoffreiche Mulchschicht auf dem Boden belassen.
  • Flaches Einarbeiten: Bei dieser schonenden Methode werden die Pflanzen nur oberflächlich in die obere Bodenschicht eingebracht.

Welche Methode am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Persönlich bevorzuge ich das flache Einarbeiten, da es den Boden und die darin lebenden Organismen schont.

Ein Nährstoffschub für die Folgekulturen

Nach der Einarbeitung beginnt der Alexandrinerklee, seine gesammelten Nährstoffe freizugeben. Besonders wertvoll ist dabei der fixierte Stickstoff, der nun den nachfolgenden Kulturen zur Verfügung steht. Die Nährstofffreisetzung erfolgt über einen längeren Zeitraum, was den Pflanzen zugutekommt. Starke Stickstoffzehrer wie Kohl oder Kürbisse profitieren besonders von dieser natürlichen Düngung.

Alexandrinerklee in der Fruchtfolge: Ein cleverer Schachzug

Die Integration von Alexandrinerklee in die Fruchtfolge kann die Bodengesundheit und die Erträge erheblich verbessern. Hier ein paar Möglichkeiten, wie Sie den Klee in Ihren Anbauplan einbinden können:

Als Zwischenfrucht

Alexandrinerklee eignet sich hervorragend als Zwischenfrucht. Er kann nach der Ernte der Hauptkultur ausgesät werden und den Boden bis zur nächsten Saison bedecken. Dies verhindert nicht nur Nährstoffauswaschung und Bodenerosion, sondern hält den Boden auch lebendig. In milderen Regionen kann der Klee sogar überwintern und im Frühjahr als Gründüngung dienen.

Als Vorkultur

Als Vorkultur gesät, bereitet Alexandrinerklee den Boden für nährstoffhungrige Hauptkulturen vor. Er lockert den Boden, reichert ihn mit Stickstoff an und unterdrückt Unkräuter. Ich habe besonders gute Erfahrungen gemacht, wenn ich ihn als Vorkultur für Tomaten, Gurken oder Kürbisse einsetze.

In Gründüngungsmischungen

Alexandrinerklee lässt sich wunderbar mit anderen Gründüngungspflanzen kombinieren. Mischungen mit Phacelia, Buchweizen oder Senf können die positiven Effekte verstärken. Jede Pflanze bringt ihre eigenen Vorteile mit ein, was zu einer umfassenden Bodenverbesserung führt. Eine Mischung aus Alexandrinerklee, Phacelia und Ölrettich hat sich in meinem Garten besonders bewährt.

Ökologische Vorteile: Mehr als nur Gründüngung

Neben seiner Funktion als Gründüngung bietet Alexandrinerklee weitere ökologische Vorteile für den naturnahen Garten.

Natürliche Unkrautunterdrückung

Durch sein schnelles Wachstum und die dichte Blattmasse unterdrückt Alexandrinerklee Unkräuter auf natürliche Weise. Er beschattet den Boden und entzieht unerwünschten Kräutern Licht und Nährstoffe. Dies reduziert den Pflegeaufwand im Garten und ist eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Unkrautbekämpfungsmitteln.

Schutz vor Erosion

Die tiefreichenden Wurzeln des Alexandrinerklees stabilisieren den Boden und schützen ihn vor Erosion durch Wind und Wasser. Dies ist besonders auf leichten oder geneigten Böden von Vorteil. Zudem verbessert die intensive Durchwurzelung die Bodenstruktur, was die Wasserspeicherfähigkeit erhöht und die Durchlüftung verbessert.

Ein Paradies für die Biodiversität

Als Bienenweide leistet Alexandrinerklee einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Seine nektarreichen Blüten locken viele Insekten an, darunter Honigbienen, Wildbienen und Schmetterlinge. Dies unterstützt nicht nur die Bestäuber, sondern schafft auch Nahrungsgrundlagen für Vögel und andere Tiere. Ein blühender Alexandrinerklee-Bestand summt und brummt vor Leben - ein wahres Spektakel für jeden Naturliebhaber.

Durch den gezielten Einsatz von Alexandrinerklee als Gründüngung, seine Integration in die Fruchtfolge und die Nutzung seiner ökologischen Vorteile können wir Gärtner aktiv zur Verbesserung der Bodengesundheit und zur Förderung der Artenvielfalt beitragen. Es ist faszinierend zu sehen, wie eine einzelne Pflanze so viele positive Effekte haben kann. Probieren Sie es aus - Ihr Garten wird es Ihnen danken!

Alexandrinerklee im Vergleich: Ein Blick auf die Konkurrenz

Wenn wir Alexandrinerklee mit seinen Verwandten vergleichen, fallen einige interessante Unterschiede ins Auge. Er wächst deutlich schneller und produziert mehr Biomasse als Rot- oder Weißklee. Das macht ihn zu einem echten Sprinter unter den Gründüngern - ideal für kurzfristige Bodenverbesserungen oder als Zwischenfrucht. Allerdings ist er etwas empfindlicher, wenn es um Frost geht. Da hat der Inkarnatklee die Nase vorn.

Die Stärken und Schwächen im Kleevergleich

Ein großes Plus des Alexandrinerklees ist sein rasantes Wachstum. Innerhalb weniger Wochen bildet er einen dichten grünen Teppich, der den Boden schützt und Unkräuter in Schach hält. Allerdings müssen wir ihn jedes Jahr neu aussäen, im Gegensatz zu mehrjährigen Arten wie Weißklee.

Was die Wurzeln angeht, dringt unser Alexandrinerklee tiefer in den Boden ein als viele seiner Verwandten. Das ist toll für verdichtete Böden und holt Nährstoffe aus der Tiefe. An die Luzerne, den Tiefwurzelchampion, kommt er aber nicht heran.

Teamplayer Alexandrinerklee: Mischungen, die sich bewährt haben

Alexandrinerklee versteht sich gut mit anderen Gründüngungspflanzen. Eine Kombination, die ich sehr schätze, ist Alexandrinerklee mit Phacelia und Buchweizen. Jeder bringt seine Stärken ein: Der Klee liefert Stickstoff, Phacelia verbessert mit ihrem feinen Wurzelwerk die Bodenstruktur, und Buchweizen macht schwer zugängliche Phosphate verfügbar.

Für die kalte Jahreszeit empfehle ich eine Mischung aus Alexandrinerklee und winterharten Arten wie Winterwicke oder Inkarnatklee. So bleibt der Boden auch nach dem ersten Frost geschützt und gut versorgt.

Alexandrinerklee in Aktion: Praktische Anwendungen im Garten

Unser grüner Helfer ist vielseitig einsetzbar. Hier ein paar Ideen, wie Sie ihn in Ihrem Garten nutzen können:

Im Gemüsebeet

Alexandrinerklee eignet sich hervorragend als Lückenfüller zwischen zwei Gemüsekulturen. Nach der Ernte von Frühgemüse wie Salat oder Radieschen säen Sie einfach den Klee aus. Schon nach 6-8 Wochen können Sie ihn wieder einarbeiten - rechtzeitig für Ihre Herbstkultur wie Feldsalat oder Spinat.

Besonders dankbar sind nährstoffhungrige Gemüsearten wie Kohl oder Kürbisse für eine Vorkultur mit Alexandrinerklee. Der Boden wird mit Stickstoff angereichert und die Struktur verbessert sich spürbar.

Unter Obstbäumen

In Obstanlagen macht sich Alexandrinerklee als Untersaat zwischen den Bäumen gut. Er hält Unkraut in Schach, lockert den Boden und fördert das Bodenleben. Dabei ist er weniger durstig als beispielsweise Gras. Wichtig ist regelmäßiges Mähen oder Mulchen, bevor der Klee blüht, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern.

In meinem eigenen Obstgarten habe ich beobachtet, wie die Bäume von der verbesserten Bodenstruktur und dem Stickstoffschub profitierten. Allerdings sollte man aufpassen, dass der Klee nicht zu dicht an die Stämme heranwächst - das könnte Pilzerkrankungen begünstigen.

Auf brachliegenden Flächen

Auf Brachflächen leistet Alexandrinerklee wertvolle Dienste. Er bedeckt den Boden schnell, hält Unkräuter in Schach und verbessert nebenbei die Bodenfruchtbarkeit. Ein zusätzlicher Bonus: Er bietet Nahrung für Bienen und andere Insekten. Wenn Sie ihn zur Blüte kommen lassen, verwandelt er Ihre Brachfläche in ein summendes Blütenmeer.

Für eine längerfristige Begrünung bracher Flächen empfehle ich, Alexandrinerklee mit anderen Pflanzen zu mischen. Eine Kombination aus Alexandrinerklee, Phacelia und einjährigem Weidelgras hat sich in meinem Garten bewährt. So bleibt die Fläche auch nach dem Abfrieren des Klees grün.

Fazit: Ein grüner Allrounder für den nachhaltigen Garten

Alexandrinerklee erweist sich als echter Tausendsassa im Garten. Seine Fähigkeit, den Boden schnell zu bedecken, Stickstoff anzureichern und die Bodenstruktur zu verbessern, macht ihn zu einem wertvollen Werkzeug für jeden, der auf natürliche Weise die Bodenfruchtbarkeit steigern möchte.

Seine Rolle in der nachhaltigen Bodenbewirtschaftung ist nicht zu unterschätzen. Er hilft, den Einsatz von Kunstdünger zu reduzieren, fördert das Bodenleben und trägt zum Humusaufbau bei - alles wichtige Aspekte eines ökologisch orientierten Gartenbaus.

Wenn Sie Alexandrinerklee in Ihrem Garten ausprobieren möchten, rate ich, mit kleinen Flächen zu beginnen. So können Sie ein Gefühl für seine Wachstumsdynamik entwickeln und sehen, wie er sich auf Ihren spezifischen Boden auswirkt. Beobachten Sie, wie nachfolgende Kulturen reagieren und passen Sie Ihre Anbauplanung entsprechend an.

Mit etwas Erfahrung wird Alexandrinerklee zu einem wertvollen Helfer in Ihrem Garten - für gesunde Böden, reiche Ernten und eine blühende Vielfalt. Probieren Sie es aus, Ihr Garten wird es Ihnen danken!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Alexandrinerklee und wie unterscheidet er sich von anderen Kleearten?
    Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) ist eine einjährige Leguminose aus der Familie der Hülsenfrüchtler, die ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt. Im Gegensatz zu Rot- oder Weißklee wächst er deutlich schneller und produziert mehr Biomasse. Sein aufrechter, buschiger Wuchs erreicht 30-80 cm Höhe mit charakteristischen kleeblattförmigen, leicht behaarten Blättern, die einen silbrigen Schimmer aufweisen. Die weißen bis zartrosa Blüten erscheinen in kugeligen Blütenständen. Während mehrjährige Kleearten wie Weißklee langfristige Bestände bilden, ist Alexandrinerklee ein echter Sprinter unter den Gründüngern - ideal für kurzfristige Bodenverbesserungen zwischen Kulturen. Seine Pfahlwurzel dringt bis zu 2 Meter tief ein, deutlich tiefer als die meisten anderen Kleearten, was ihn besonders wertvoll für die Auflockerung verdichteter Böden macht.
  2. Wie funktioniert die Stickstoff-Fixierung beim Alexandrinerklee?
    Die Stickstoff-Fixierung erfolgt durch eine faszinierende Symbiose zwischen Alexandrinerklee und Rhizobium-Bakterien. Die Bakterien dringen in die Wurzelhaare ein und vermehren sich dort. Als Reaktion bildet die Pflanze charakteristische Wurzelknöllchen aus. In diesen Knöllchen wandeln die Bakterien atmosphärischen Stickstoff (N₂) in pflanzenverfügbares Ammonium um. Der Klee versorgt die Bakterien im Gegenzug mit Kohlenhydraten aus der Photosynthese. Dieser Prozess ermöglicht es dem Alexandrinerklee, zwischen 100 und 200 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr zu fixieren. Nach dem Absterben der Pflanze verbleibt ein Großteil dieses Stickstoffs im Boden und steht Folgekulturen zur Verfügung. Diese biologische Stickstoffbindung macht den Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern überflüssig und trägt zur nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit bei.
  3. Welche Auswirkungen hat Alexandrinerklee auf die Bodenstruktur?
    Alexandrinerklee wirkt als natürlicher Bodenauflockerer und verbessert die Bodenstruktur nachhaltig. Sein tiefreichendes Pfahlwurzelsystem durchdringt selbst verdichtete Bodenschichten und schafft dabei Kanäle für bessere Durchlüftung und Wassereindringung. Die intensive Durchwurzelung fördert die Bildung einer stabilen Krümelstruktur, die mehrere Vorteile bietet: erhöhte Wasserspeicherfähigkeit, verbesserte Nährstoffverfügbarkeit und optimale Lebensbedingungen für Bodenorganismen. Nach dem Absterben der Wurzeln entstehen Hohlräume, die das Porensystem des Bodens erweitern. Die organische Substanz aus abgestorbenen Pflanzenteilen wird von Bodenlebewesen zu wertvollem Humus umgewandelt. Dieser wirkt wie ein Schwamm und kann beachtliche Wassermengen speichern. Ein Boden mit guter Krümelstruktur ist zudem widerstandsfähiger gegen Erosion und Verschlämmung - ein echter Gewinn für jeden Gärtner.
  4. Wie tief können die Wurzeln des Alexandrinerklees in den Boden eindringen?
    Das Wurzelsystem des Alexandrinerklees ist beeindruckend tiefreichend. Die kräftige Pfahlwurzel kann bis zu 2 Meter tief in den Boden eindringen - deutlich tiefer als die meisten anderen Kleearten. Von dieser Hauptwurzel zweigen zahlreiche Seitenwurzeln ab, die ein dichtes Netzwerk im Boden bilden. Diese intensive Durchwurzelung bringt mehrere Vorteile: Bodenlockerung auch in tieferen Schichten, Erschließung von Nährstoffen aus normalerweise unzugänglichen Bodenhorizonten, Erosionsschutz durch Bodenstabilisierung und Förderung des Bodenlebens im Wurzelbereich. Die Tiefenwurzelung macht Alexandrinerklee besonders wertvoll auf verdichteten oder nährstoffarmen Böden. Durch diesen 'Nährstofflift' werden Phosphor, Kalium und andere Mineralien aus der Tiefe mobilisiert und nach dem Absterben der Pflanze in den oberen Bodenschichten verfügbar gemacht. An den Wurzeln bilden sich zudem die charakteristischen Knöllchen mit den stickstofffixierenden Bakterien.
  5. Welche Biomasse kann Alexandrinerklee pro Hektar produzieren?
    Alexandrinerklee ist ein beeindruckender Biomasseprodutzent. Bei guten Wachstumsbedingungen kann er innerhalb weniger Monate eine Grünmasse von 20 bis 30 Tonnen pro Hektar bilden. Diese hohe Biomasseproduktion macht ihn besonders wertvoll als Gründüngungspflanze. Die oberirdische Masse besteht aus nährstoffreichen Pflanzenteilen, die bei der Einarbeitung wertvolle organische Substanz liefern. Zusätzlich zur sichtbaren Biomasse produziert er eine beachtliche Wurzelmasse, die ebenfalls zur organischen Substanz im Boden beiträgt. Die schnelle Biomasseproduktion ermöglicht es, bereits 6-8 Wochen nach der Aussaat eine dichte Pflanzendecke zu erhalten. Diese organische Substanz wird von Bodenlebewesen zersetzt und in wertvollen Humus umgewandelt, der die Bodenstruktur verbessert und die Wasserspeicherfähigkeit erhöht. Die hohe Biomasseproduktion in kurzer Zeit macht Alexandrinerklee ideal für den Einsatz als Zwischenfrucht zwischen Hauptkulturen.
  6. Worin unterscheidet sich Alexandrinerklee von Rotklee und Weißklee?
    Alexandrinerklee unterscheidet sich in mehreren wichtigen Punkten von Rot- und Weißklee. Als einjährige Pflanze wächst er deutlich schneller und erreicht seine maximale Biomasse bereits nach wenigen Monaten, während Rot- und Weißklee mehrjährig sind und langsamer wachsen. Seine Pfahlwurzel dringt mit bis zu 2 Metern tiefer in den Boden ein als die anderen Arten. Optisch zeigt Alexandrinerklee einen aufrechten, buschigen Wuchs von 30-80 cm Höhe, während Weißklee kriechend wächst und Rotklee meist niedriger bleibt. Die Blätter haben einen charakteristischen silbrigen Schimmer durch ihre leichte Behaarung. Die Blüten sind weiß bis zartrosa und erscheinen in kugeligen Köpfchen. Ein Nachteil ist seine Frostempfindlichkeit - im Gegensatz zu winterharten Arten wie Inkarnatklee übersteht er keine strengen Winter. Dafür produziert er in kurzer Zeit mehr Biomasse und eignet sich hervorragend als schnellwirksende Gründüngung zwischen Kulturen.
  7. Lässt sich Alexandrinerklee gut mit Phacelia und Buchweizen kombinieren?
    Alexandrinerklee lässt sich hervorragend mit Phacelia und Buchweizen zu einer effektiven Gründüngungsmischung kombinieren. Jede Pflanze bringt ihre spezifischen Stärken ein: Der Alexandrinerklee fixiert Stickstoff und lockert mit seiner Pfahlwurzel tiefere Bodenschichten auf. Phacelia verbessert mit ihrem feinen, dichten Wurzelwerk die Bodenstruktur in oberen Schichten und bietet zusätzlich eine hervorragende Bienenweide. Buchweizen macht schwer zugängliche Phosphate verfügbar und wächst auch auf ärmeren Böden gut. Diese Kombination schafft einen optimalen Nährstoffmix und verbessert die Bodenstruktur umfassend. Alle drei Arten sind schnellwüchsig und passen zeitlich gut zusammen. Die unterschiedlichen Wurzelsysteme ergänzen sich ideal: tiefe Pfahlwurzeln des Klees, feine Wurzeln der Phacelia und das oberflächliche Wurzelsystem des Buchweizens. Eine bewährte Mischung besteht aus etwa 40% Alexandrinerklee, 40% Phacelia und 20% Buchweizen. Diese Kombination hat sich in der Praxis als besonders effektiv für die Bodenverbesserung erwiesen.
  8. Wie viel Stickstoff kann Alexandrinerklee pro Jahr fixieren?
    Alexandrinerklee ist ein sehr effizienter Stickstoffsammler. Je nach Wachstumsbedingungen kann er zwischen 100 und 200 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr fixieren. Diese beeindruckende Leistung verdankt er der Symbiose mit Rhizobium-Bakterien in den Wurzelknöllchen. Die Stickstoffmenge hängt von verschiedenen Faktoren ab: Bodenqualität, Wasserversorgung, Temperatur und Wachstumsdauer. Bei optimalen Bedingungen können die höchsten Werte erreicht werden. Ein Großteil des fixierten Stickstoffs verbleibt nach dem Absterben der Pflanze im Boden und steht nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Diese biologische Stickstoffquelle entspricht etwa dem Nährstoffwert von 300-600 kg Hornmehl pro Hektar. Der fixierte Stickstoff liegt in organisch gebundener Form vor und wird langsam freigesetzt, was eine nachhaltige Nährstoffversorgung gewährleistet. Diese natürliche Stickstoffanreicherung macht den Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern überflüssig und trägt zur ökologischen Bodenbewirtschaftung bei.
  9. Wo kann man qualitätsvolles Alexandrinerklee-Saatgut erwerben?
    Qualitätsvolles Alexandrinerklee-Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern und etablierten Online-Shops. Samen.de gehört zu den erfahrenen Anbietern, die sich auf hochwertiges Saatgut spezialisiert haben und eine breite Auswahl an Gründüngungspflanzen führen. Professionelle Saatgut-Händler bieten meist geprüfte Qualität mit hoher Keimfähigkeit und sortenreinem Saatgut. Achten Sie beim Kauf auf Anbieter, die ihre Samen regelmäßig auf Keimfähigkeit testen lassen und entsprechende Qualitätszertifikate vorweisen können. Landwirtschaftliche Genossenschaften und Gartencenter vor Ort führen oft ebenfalls Alexandrinerklee-Saatgut. Online-Bestellungen bieten den Vorteil größerer Sortenauswahl und detaillierter Produktinformationen. Wichtig ist, dass der Anbieter frisches Saatgut aus der aktuellen Ernte anbietet, da die Keimfähigkeit mit der Zeit abnimmt. Seriöse Händler geben Keimraten und Aussaatempfehlungen an und bieten kompetente Beratung bei Fragen zur Aussaat und Anwendung.
  10. Welche Qualitätskriterien sind beim Kauf von Alexandrinerklee-Samen wichtig?
    Beim Kauf von Alexandrinerklee-Samen sollten Sie auf mehrere wichtige Qualitätskriterien achten. Die Keimfähigkeit ist das wichtigste Kriterium - sie sollte mindestens 80%, besser 90% betragen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de geben die aktuellen Keimraten auf der Verpackung an und führen regelmäßige Tests durch. Achten Sie auf das Erntejahr - frisches Saatgut keimt besser als älteres. Die Reinheit des Saatguts ist ebenfalls entscheidend: Es sollte frei von Unkrautsamen und anderen Verunreinigungen sein. Seriöse Händler bieten sortenreines Saatgut mit entsprechenden Zertifizierungen. Die äußere Beschaffenheit gibt Hinweise auf die Qualität: Die Samen sollten gleichmäßig groß, unbeschädigt und frei von Schimmel sein. Informationen zur Herkunft und Aufbereitung sind weitere Qualitätsmerkmale. Professionelle Anbieter stellen zudem detaillierte Aussaat- und Anbauanleitungen zur Verfügung. Ein fairer Preis bei gleichzeitig hoher Qualität deutet auf seriöse Anbieter hin - extrem billige Angebote sind oft qualitativ minderwertiger.
  11. Welche Rolle spielen Rhizobium-Bakterien bei der Stickstoffbindung?
    Rhizobium-Bakterien sind die Schlüssel zur Stickstoffbindung beim Alexandrinerklee. Diese speziellen Bodenbakterien gehen eine symbiotische Beziehung mit der Pflanze ein, von der beide Partner profitieren. Die Bakterien dringen über die Wurzelhaare in die Wurzel ein und vermehren sich dort. Als Reaktion bildet der Klee die charakteristischen rosafarbenen Wurzelknöllchen aus. In diesen geschützten 'Bioreaktoren' wandeln die Bakterien atmosphärischen Stickstoff (N₂) mithilfe des Enzyms Nitrogenase in Ammonium um, das die Pflanze direkt verwerten kann. Im Gegenzug versorgt der Klee die Bakterien mit Kohlenhydraten aus der Photosynthese. Dieser Austausch ist hocheffizient: Die Bakterien erhalten Energie und Kohlenstoff, während die Pflanze kostenlosen Stickstoff erhält. Ohne diese Bakterien könnte Alexandrinerklee keinen atmosphärischen Stickstoff fixieren. Die rosafarbene Farbe der Knöllchen zeigt aktive Stickstoffbindung an - graue oder weiße Knöllchen sind inaktiv.
  12. Wie beeinflusst Alexandrinerklee die Mykorrhiza-Pilze im Boden?
    Alexandrinerklee fördert indirekt die Entwicklung von Mykorrhiza-Pilzen im Boden, obwohl er selbst als Leguminose weniger stark auf diese Pilzpartnerschaft angewiesen ist als andere Pflanzen. Die Bodenverbesserung durch den Klee schafft optimale Lebensbedingungen für Mykorrhiza-Pilze: Er lockert den Boden auf, verbessert die Durchlüftung und reichert organische Substanz an. Diese Faktoren fördern das gesamte Bodenleben, einschließlich der Pilznetzwerke. Nach der Einarbeitung des Alexandrinerklees profitieren nachfolgende Kulturen von den verbesserten Mykorrhiza-Verhältnissen im Boden. Die organische Substanz dient als Nahrungsgrundlage für verschiedene Bodenorganismen und fördert so ein komplexes Netzwerk aus Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen. Besonders wertvoll ist dies in Fruchtfolgen: Der Alexandrinerklee bereitet den Boden so vor, dass mykorrhiza-abhängige Pflanzen wie Tomaten, Paprika oder Obstbäume bessere Wachstumsbedingungen vorfinden. Das verbesserte Bodenleben trägt langfristig zur Stabilität des gesamten Ökosystems bei.
  13. Welchen Einfluss hat die Krümelstruktur auf die Bodenfruchtbarkeit?
    Eine gute Krümelstruktur ist der Schlüssel zur Bodenfruchtbarkeit und wird durch Alexandrinerklee nachhaltig gefördert. Die Krümelstruktur entsteht durch die Verkittung von Bodenteilchen mit organischen Substanzen und Schleimstoffen von Bodenlebewesen. Diese Struktur bietet optimale Bedingungen für Pflanzenwurzeln: Die Krümel schaffen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Poren für Luftaustausch und feinen Hohlräumen für Wasserretention. Dadurch können Pflanzenwurzeln leichter eindringen und sich ausbreiten. Die Wasserspeicherfähigkeit steigt erheblich - Böden mit guter Krümelstruktur halten mehr Wasser, geben es aber auch bei Bedarf wieder ab. Nährstoffe werden besser gespeichert und sind gleichzeitig pflanzenverfügbar. Bodenlebewesen wie Regenwürmer und Mikroorganismen finden ideale Lebensbedingungen vor. Eine stabile Krümelstruktur schützt zudem vor Erosion und Verschlämmung. Alexandrinerklee fördert diese Struktur durch seine intensive Durchwurzelung und die Anreicherung mit organischer Substanz, die von Bodenorganismen zu strukturstabilem Humus verarbeitet wird.
  14. Wie wirkt sich die organische Substanz auf das Bodenleben aus?
    Die organische Substanz aus Alexandrinerklee wirkt wie ein Turbo für das Bodenleben. Sie dient als Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Bodenorganismen - von Bakterien und Pilzen bis hin zu Regenwürmern und Springschwänzen. Diese Lebewesen zersetzen das organische Material und wandeln es in wertvollen Humus um. Der Humus verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und schafft optimale Lebensbedingungen für weitere Organismen. Ein aktives Bodenleben bringt viele Vorteile: Bodenorganismen lockern den Boden auf, verbessern die Durchlüftung und sorgen für eine gleichmäßige Nährstoffverteilung. Sie produzieren Enzyme und andere Stoffe, die Nährstoffe für Pflanzen verfügbar machen. Regenwürmer beispielsweise produzieren nährstoffreiche Ausscheidungen und schaffen durch ihre Röhren ein verzweigtes Gangsystem. Die biologische Aktivität unterdrückt auch schädliche Krankheitserreger auf natürliche Weise. Die von Alexandrinerklee gelieferte organische Substanz setzt eine positive Spirale in Gang, die zur langfristigen Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit führt.
  15. Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Alexandrinerklee?
    Der optimale Aussaatzeitpunkt für Alexandrinerklee erstreckt sich von März bis August, wobei der ideale Zeitpunkt von der geplanten Nutzung abhängt. Für eine Frühjahrsaussaat eignet sich der Zeitraum von März bis Mai, sobald der Boden frostfrei und ausreichend erwärmt ist (mindestens 8°C Bodentemperatur). Diese frühe Aussaat ermöglicht eine lange Wachstumsperiode bis zum Herbst. Für den Einsatz als Zwischenfrucht nach der Ernte von Frühgemüse ist eine Aussaat von Juni bis August ideal. Der Klee kann dann noch vor dem Winter eingearbeitet werden. Bei späten Aussaaten ab Juli sollte man bedenken, dass Alexandrinerklee frostempfindlich ist. Eine Aussaat im Spätsommer (August) eignet sich besonders gut, da der Klee dann im milden Herbstklima optimal wächst. Wichtig sind feuchte Bodenverhältnisse für die Keimung - in trockenen Perioden sollte nach der Aussaat bewässert werden. Der Boden sollte gut abgesetzt, aber nicht verdichtet sein. Eine Aussaat bei bedecktem Wetter oder vor erwartetem Regen ist ideal.
  16. Wie sollte Alexandrinerklee richtig in den Boden eingearbeitet werden?
    Die richtige Einarbeitung von Alexandrinerklee ist entscheidend für den Erfolg als Gründüngung. Der optimale Zeitpunkt ist kurz vor oder zu Beginn der Blüte, wenn die Biomasse maximal, aber die Pflanzen noch nicht verholzt sind. Bei der Einarbeitung gibt es verschiedene schonende Methoden: Das flache Einarbeiten mit einer Gartenfräse oder Hacke in die oberen 10-15 cm ist besonders bodenschonend. Dabei bleiben die Bodenlebewesen weitgehend ungestört. Alternativ kann der Klee gemäht und als Mulchschicht auf der Bodenoberfläche belassen werden - er verrottet dann langsam und gibt kontinuierlich Nährstoffe frei. Wichtig ist, die Pflanzen nicht zu tief unterzupflügen, da sonst Fäulnis droht. Nach der Einarbeitung sollte dem Boden etwa zwei Wochen Ruhe gegönnt werden, damit sich die Nährstoffe optimal verteilen können. In dieser Zeit zersetzen Bodenorganismen das organische Material und wandeln es in pflanzenverfügbare Nährstoffe um. Bei der Einarbeitung sollte der Boden weder zu nass noch zu trocken sein.
  17. Ist es ein Mythos, dass alle Leguminosen gleich viel Stickstoff fixieren?
    Ja, es ist tatsächlich ein weit verbreiteter Mythos, dass alle Leguminosen gleich viel Stickstoff fixieren. Die Stickstoffbindungsleistung variiert erheblich zwischen verschiedenen Arten und sogar zwischen Sorten derselben Art. Alexandrinerklee gehört mit 100-200 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr zu den sehr effektiven Stickstoffsammlern. Zum Vergleich: Rotklee fixiert etwa 150-300 kg, Weißklee nur 50-150 kg, während Luzerne bis zu 400 kg schaffen kann. Diese Unterschiede hängen von verschiedenen Faktoren ab: der Effizienz der jeweiligen Rhizobium-Bakterien, der Wachstumsdauer, der Biomasseproduktion und den Umweltbedingungen. Auch die Wurzeltiefe spielt eine Rolle - tiefwurzelnde Arten wie Luzerne können längere Wachstumsperioden nutzen. Einjährige Arten wie Alexandrinerklee müssen ihre Stickstoffbindung in kürzerer Zeit leisten, sind aber oft effizienter pro Zeiteinheit. Standortfaktoren wie pH-Wert, Wasserversorgung und Bodenstruktur beeinflussen zusätzlich die Fixierungsleistung. Daher sollte die Leguminosenwahl gezielt nach den spezifischen Anforderungen und Standortbedingungen erfolgen.
  18. Aus welcher Region stammt Alexandrinerklee ursprünglich?
    Alexandrinerklee stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum, wobei sein Name von der ägyptischen Stadt Alexandria abgeleitet ist. In dieser Region wird er bereits seit Jahrtausenden angebaut und hat dort eine lange Tradition als Futter- und Bodenverbesserungspflanze. Von Alexandria aus verbreitete sich die Nutzung über den gesamten Mittelmeerraum, wo das warme, trockene Klima ideale Wachstumsbedingungen bietet. Die Pflanze ist perfekt an das mediterrane Klima angepasst: Sie verträgt Hitze gut, kommt mit wenig Wasser aus und wächst auch auf ärmeren Böden. In Europa wurde Alexandrinerklee erst im 19. Jahrhundert eingeführt, zunächst hauptsächlich als Futterpflanze für die Tierhaltung. Seine Bedeutung als Gründüngungspflanze wurde interessanterweise erst später erkannt. Heute wird er in vielen Ländern mit gemäßigtem bis warmem Klima angebaut - von Südeuropa über Nordafrika bis nach Asien und Australien. In Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern gedeiht er gut als Sommerfrucht, ist aber aufgrund seiner Herkunft nicht winterhart.
  19. Was unterscheidet Ägyptischen Klee von Bersiemklee?
    Ägyptischer Klee und Bersiemklee sind tatsächlich unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe Pflanze - den Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum). Diese verschiedenen Namen entstanden durch die geografische Verbreitung und unterschiedliche regionale Traditionen. 'Ägyptischer Klee' bezieht sich auf das Herkunftsland Ägypten, wo die Pflanze seit Jahrtausenden kultiviert wird. 'Bersiemklee' oder 'Berseem' ist die arabische Bezeichnung (برسیم), die in der gesamten arabischen Welt verwendet wird und sich von dort aus verbreitet hat. 'Alexandrinerklee' leitet sich von der ägyptischen Stadt Alexandria ab, dem historischen Handelszentrum, von wo aus die Pflanze vermutlich nach Europa gelangte. Alle drei Namen bezeichnen dieselbe botanische Art mit identischen Eigenschaften: einjährigen Wuchs, tiefreichende Pfahlwurzel, hohe Stickstoffbindung und charakteristische weiß-rosa Blüten. In der Fachliteratur wird meist der botanische Name Trifolium alexandrinum verwendet, während im Handel alle drei Bezeichnungen vorkommen können. Die unterschiedlichen Namen spiegeln die weite Verbreitung und kulturelle Bedeutung dieser wertvollen Pflanze wider.
  20. Wie lässt sich Alexandrinerklee von Luzerne unterscheiden?
    Alexandrinerklee und Luzerne lassen sich trotz ihrer Verwandtschaft als Leguminosen gut unterscheiden. Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) ist einjährig und erreicht 30-80 cm Höhe, während Luzerne (Medicago sativa) mehrjährig ist und bis zu 100 cm hoch werden kann. Die Blätter unterscheiden sich deutlich: Alexandrinerklee hat die typischen dregeteilten Kleeblätter mit leichter Behaarung und silbrigem Schimmer, Luzerne besitzt kleinere, länglich-ovale Fiederblättchen zu dritt. Bei den Blüten zeigt Alexandrinerklee weiße bis zartrosa kugelförmige Blütenköpfe, Luzerne entwickelt violett-blaue traubenförmige Blütenstände. Das Wurzelsystem ist bei beiden tiefreichend, aber Luzerne kann mit bis zu 4 Metern deutlich tiefer wurzeln. Luzerne ist winterhart und kann mehrere Jahre am gleichen Standort bleiben, während Alexandrinerklee frostempfindlich ist und jährlich neu gesät werden muss. Beide sind hervorragende Stickstoffsammler, aber Luzerne hat mit bis zu 400 kg pro Hektar und Jahr eine höhere Fixierungsleistung. Für kurzfristige Bodenverbesserung eignet sich Alexandrinerklee besser, für langfristige Nutzung ist Luzerne vorteilhafter.
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