Anemonen überwintern: Schutz für Ihre Blütenpracht

Anemonen: Faszinierende Vielfalt für Ihren Garten

Anemonen verzaubern mit ihrer Anmut und Vielfalt. Von Frühlingsboten bis zu herbstlichen Schönheiten bieten sie für jeden Garten etwas Passendes.

Wichtige Fakten zu Anemonen

  • Über 120 Arten mit unterschiedlicher Winterhärte
  • Frühblühende Sorten im Herbst pflanzen
  • Sonniger bis halbschattiger Standort ideal
  • Durchlässiger Boden wichtig
  • Winterschutz besonders in den ersten Jahren empfehlenswert

Anemonen: Mehr als nur Windröschen

Anemonen, auch als Windröschen bekannt, gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Mit über 120 Arten bieten sie eine beeindruckende Vielfalt. Von zarten Frühlingsblühern wie dem Busch-Windröschen bis zu den robusten Herbstanemonen findet sich für jeden Garten und Geschmack die passende Sorte.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Begegnung mit Anemonen. An einem kühlen Frühlingstag entdeckte ich in einem Waldstück eine Gruppe zartvioletter Blüten. Ihre anmutige Erscheinung faszinierte mich sofort.

Winterhärte: Von robust bis empfindlich

Die Winterhärte von Anemonen variiert stark je nach Art und Sorte. Während einige problemlos Temperaturen bis -20°C vertragen, benötigen andere besonderen Schutz.

Frühjahrsblühende Anemonen

Zu den beliebten Frühblühern zählen:

  • Busch-Windröschen (Anemone nemorosa): Sehr winterhart, blüht ab März
  • Kronen-Anemone (Anemone coronaria): In milden Regionen winterhart, sonst frostempfindlich
  • Apenninen-Windröschen (Anemone apennina): Winterhart bis etwa -15°C

Herbstblühende Anemonen

Die robusten Herbstanemonen bereichern den Garten im Spätsommer und Herbst:

  • Japanische Anemone (Anemone hupehensis): Winterhart bis etwa -20°C
  • Herbst-Anemone (Anemone tomentosa): Sehr robust, verträgt Temperaturen bis -25°C

Winterschutz: Mehr als nur Frostschutz

Obwohl viele Anemonen als winterhart gelten, ist ein angemessener Winterschutz besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung wichtig. Er hilft den Pflanzen, sich am neuen Standort zu etablieren und fördert eine kräftige Entwicklung im Frühjahr.

Ein guter Winterschutz schützt nicht nur vor Frost, sondern auch vor:

  • Austrocknung durch kalte Winde
  • Frostschäden durch wiederholtes Auftauen und Gefrieren
  • Schäden durch Schneedruck

Bei meinen Anemonen habe ich festgestellt, dass besonders junge Pflanzen von einer Mulchschicht aus Laub oder Reisig profitieren. Diese natürliche Decke schützt die Wurzeln und sorgt für ein ausgeglichenes Bodenklima.

Vorbereitung auf den Winter

Der richtige Standort: Schlüssel zum Erfolg

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für die Winterhärte und das Gedeihen von Anemonen. Die meisten Arten bevorzugen:

  • Sonnige bis halbschattige Lagen
  • Windgeschützte Bereiche
  • Humusreichen, durchlässigen Boden

Beachten Sie, dass Frühblüher oft natürliche Waldrandbewohner sind und daher lichte Schatten unter Bäumen oder Sträuchern schätzen. Herbstanemonen hingegen vertragen mehr Sonne, solange der Boden nicht austrocknet.

Bodenvorbereitung: Das A und O

Ein gut vorbereiteter Boden ist essenziell für gesunde, winterharte Anemonen:

  • Lockern Sie den Boden tiefgründig
  • Mischen Sie reichlich Kompost oder gut verrotteten Mist unter
  • Sorgen Sie für eine gute Drainage, Staunässe ist der größte Feind der Anemonen im Winter

In schweren Böden empfiehlt es sich, Sand oder feinen Kies unterzumischen, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Bei meinen Anemonen hat sich eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und Sand im Verhältnis 2:1:1 bewährt.

Pflanzzeit: Timing ist alles

Der Zeitpunkt der Pflanzung beeinflusst maßgeblich, wie gut Anemonen den Winter überstehen:

  • Frühjahrsblühende Anemonen: Pflanzen Sie diese im Herbst, idealerweise von September bis Oktober. So können sie vor dem Winter noch Wurzeln bilden.
  • Herbstanemonen: Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, von März bis Mai. Sie haben dann den ganzen Sommer Zeit, um sich zu etablieren.

Beachten Sie, dass zu spät gepflanzte Anemonen möglicherweise nicht genug Zeit haben, um sich vor dem Winter ausreichend zu verwurzeln. Dies kann ihre Winterhärte beeinträchtigen.

Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege werden Ihre Anemonen nicht nur den Winter gut überstehen, sondern Sie Jahr für Jahr mit ihrer Blütenpracht erfreuen. Denken Sie daran, dass jeder Garten seine eigenen Mikroklimata hat. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und passen Sie Ihre Pflegemaßnahmen entsprechend an.

Winterschutz-Methoden für Anemonen: Damit Ihre Pflanzen sicher durch die kalte Jahreszeit kommen

Es gibt verschiedene bewährte Methoden, um Anemonen gut durch den Winter zu bringen. Je nach Standort und Wetterbedingungen können Sie die passende Schutzmaßnahme für Ihre Pflanzen wählen. Lassen Sie uns einen Blick auf einige effektive Techniken werfen.

Mulchen: Der natürliche Schutzmantel

Mulchen ist eine wunderbare Methode, um Anemonen vor Frost zu schützen. Dabei bringen Sie eine Schicht aus organischem Material auf den Boden auf. Laub, Stroh oder Rindenmulch eignen sich hervorragend dafür. Eine lockere Schicht von etwa 10-15 cm Dicke schafft eine isolierende Luftschicht, die Boden und Wurzeln vor der Kälte bewahrt.

Beim Mulchen ist es wichtig, nicht direkt an den Pflanzenstängeln anzuhäufen, da dies zu Fäulnis führen kann. Lassen Sie einen kleinen Abstand zu den Pflanzen. Im Frühjahr können Sie die Mulchschicht vorsichtig entfernen oder in den Boden einarbeiten - Ihre Anemonen werden es Ihnen danken!

Laub und Reisig: Kostengünstiger Naturschutz

Eine weitere Möglichkeit ist das Abdecken der Anemonen mit Laub oder Reisig. Diese natürlichen Materialien bieten nicht nur guten Schutz vor Frost und Austrocknung, sondern versorgen den Boden auch mit Nährstoffen, wenn sie im Frühjahr verrotten. Sammeln Sie im Herbst trockenes Laub und verteilen Sie es großzügig um die Pflanzen herum. Alternativ können Sie auch Tannenzweige oder anderes Reisig verwenden.

Diese Methode ist besonders kostengünstig und naturnah. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung nicht zu dicht wird, damit Ihre Anemonen atmen können.

Vlies und Jutesäcke: Für besonders empfindliche Sorten

Für empfindlichere Anemonen-Arten oder in Regionen mit strengen Wintern empfiehlt sich die Verwendung von Vlies oder Jutesäcken. Diese Materialien schützen nicht nur vor Frost, sondern auch vor kalten Winden und starker Wintersonne.

Wickeln Sie die Pflanzen locker in Vlies ein oder stülpen Sie Jutesäcke darüber. Befestigen Sie das Material vorsichtig am Boden, damit es nicht davonfliegt. Diese Methode eignet sich besonders gut für höhere Anemonen-Sorten oder für Pflanzen an exponierten Standorten.

Topfkulturen: Besondere Aufmerksamkeit erforderlich

Anemonen in Töpfen oder Kübeln sind besonders frostgefährdet, da ihre Wurzeln nicht durch das Erdreich geschützt sind. Hier sind spezielle Schutzmaßnahmen nötig:

  • Stellen Sie die Töpfe an eine geschützte Stelle, beispielsweise an eine Hauswand.
  • Wickeln Sie die Töpfe in Luftpolsterfolie oder Jutesäcke ein.
  • Platzieren Sie die Töpfe auf eine isolierende Unterlage wie Styropor.
  • Bei sehr empfindlichen Sorten können Sie die Töpfe in ein frostfreies Gewächshaus oder einen kühlen Keller bringen.

Vergessen Sie nicht, die Pflanzen auch im Winter gelegentlich zu gießen, besonders wenn sie unter Dach stehen.

Winterpflege: Kleine Aufmerksamkeiten, große Wirkung

Auch wenn Anemonen im Winter ruhen, benötigen sie eine gewisse Pflege, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Hier ein paar wichtige Tipps:

Bewässerung: Weniger ist mehr

Anemonen brauchen auch im Winter ab und zu Wasser. Besonders in frostfreien Perioden und an sonnigen Wintertagen kann der Boden austrocknen. Gießen Sie an frostfreien Tagen mäßig, aber durchdringend. Vermeiden Sie dabei, Wasser auf die Blätter zu bringen, da dies zu Frostschäden führen kann.

Bei Topfpflanzen ist die Kontrolle der Feuchtigkeit besonders wichtig. Fühlen Sie regelmäßig mit dem Finger in die Erde und gießen Sie, wenn sie sich trocken anfühlt.

Schnee und Eis: Freund und Feind zugleich

Schnee kann für Anemonen durchaus nützlich sein, da er isolierend wirkt. Eine leichte Schneedecke können Sie getrost liegen lassen. Bei schwerer Schneelast sollten Sie die Pflanzen jedoch vorsichtig befreien, um Bruchschäden zu vermeiden.

Gefährlicher als Schnee ist Eis. Bildet sich eine Eisschicht auf den Pflanzen, kann dies zu Verbrennungen und Erstickung führen. Entfernen Sie Eis behutsam, indem Sie es mit lauwarmem Wasser abspülen oder warten, bis es von selbst taut.

Frostschäden: Wachsam bleiben

Regelmäßige Kontrollen Ihrer Anemonen im Winter sind wichtig, um frühzeitig auf Frostschäden reagieren zu können. Achten Sie auf:

  • Verfärbungen oder Verfaulungen an Blättern und Stängeln
  • Risse in der Rinde oder an Stängeln
  • Pflanzen, die aus dem Boden gehoben wurden (Frosthebungen)

Bei leichten Frostschäden können Sie betroffene Teile vorsichtig entfernen. Bei schweren Schäden warten Sie am besten bis zum Frühjahr ab, ob sich die Pflanze erholt. Oft treiben Anemonen auch nach starken Frostschäden wieder aus - die Natur ist erstaunlich widerstandsfähig!

Mit diesen Methoden und Pflegetipps sind Ihre Anemonen gut für den Winter gerüstet. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und passen Sie die Schutzmaßnahmen bei Bedarf an. Mit der richtigen Pflege werden Sie sich im Frühjahr an kräftigen, gesunden Pflanzen erfreuen können. Und glauben Sie mir, es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn die ersten Anemonenblüten nach einem langen Winter ihre Köpfe aus der Erde strecken!

Besonderheiten bei verschiedenen Anemonen-Arten

Die Vielfalt der Anemonen spiegelt sich in ihren unterschiedlichen Winterbedürfnissen wider. Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf die Eigenheiten einiger Arten werfen.

Überwinterung von Herbstanemonen

Herbstanemonen, insbesondere die Japanische Anemone, gelten als recht robust. Sie halten Temperaturen bis zu -20°C stand, profitieren aber dennoch von etwas Winterschutz. Eine lockere Mulchschicht aus Laub oder Reisig um den Pflanzenfuß schützt den Boden vor dem Durchfrieren. In Regionen mit besonders strengen Wintern kann zusätzlich ein Vlies hilfreich sein.

Ich erinnere mich noch gut an den Winter, in dem ich eine junge, ungeschützte Herbstanemone an einem exponierten Standort verlor. Seitdem achte ich besonders auf den Schutz dieser Pflanzen.

Schutz für frühjahrsblühende Anemonen

Frühjahrsblühende Arten wie das Busch-Windröschen oder die Balkan-Anemone reagieren oft empfindlicher auf Winterfeuchtigkeit als auf Kälte. Hier ist eine gute Drainage entscheidend. Eine Schicht Kies oder feiner Splitt um die Pflanzen beugt Staunässe vor und bietet gleichzeitig einen gewissen Frostschutz.

Für Topfkulturen empfiehlt es sich, die Gefäße an einen geschützten Ort zu bringen und mit Jutesäcken oder Styropor zu umwickeln. So bleiben die Wurzeln vor dem Einfrieren geschützt.

Spezielle Maßnahmen für empfindliche Arten

Einige Anemonen-Arten, wie die Kronen-Anemone oder die Mittelmeer-Anemone, sind in unseren Breiten nicht vollständig winterhart. Diese empfindlichen Schönheiten überwintern am besten im Haus oder in einem frostfreien Gewächshaus. Reduzieren Sie während der Ruhezeit das Gießen und sorgen Sie für gute Belüftung, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Alternativ können Sie die Knollen dieser Arten im Herbst ausgraben und frostfrei lagern. Eine Kiste mit leicht feuchtem Sand oder Torf bei Temperaturen zwischen 5 und 10°C bietet ideale Bedingungen.

Frühjahrsbehandlung nach dem Winter

Wenn die Frostgefahr vorüber ist, erwachen die Anemonen aus ihrem Winterschlaf. Hier einige wichtige Schritte für einen gelungenen Start in die neue Wachstumsperiode.

Entfernen des Winterschutzes

Mit steigenden Temperaturen und länger werdenden Tagen entfernen Sie den Winterschutz schrittweise. Gehen Sie behutsam vor, um möglicherweise schon austreibende Pflanzen nicht zu beschädigen. Entfernen Sie zunächst die obere Schutzschicht wie Vlies oder Reisig. Die Mulchschicht kann noch eine Weile bleiben, bis die Gefahr von Spätfrösten endgültig gebannt ist.

Achten Sie beim Freilegen der Pflanzen auf Anzeichen von Frostschäden oder Krankheiten. Braune oder schwarze Stellen sollten umgehend entfernt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Rückschnitt und Säuberung

Ein Frühjahrsputz im Anemonenbeet fördert gesundes Wachstum. Entfernen Sie abgestorbene Blätter und Stängel, die den Winter überdauert haben. Dies verbessert nicht nur das Erscheinungsbild, sondern beugt auch Pilzerkrankungen vor.

Herbstanemonen vertragen einen kräftigen Rückschnitt. Schneiden Sie die alten Stängel bis kurz über dem Boden ab, um die Bildung neuer, kräftiger Triebe anzuregen. Frühjahrsblühende Arten benötigen in der Regel keinen starken Rückschnitt. Hier genügt es, verwelkte Blätter und Blüten zu entfernen.

Düngung und Bodenverbesserung

Nach dem Winter brauchen Anemonen einen Nährstoffschub für kräftiges Austreiben. Eine Düngung mit einem organischen Langzeitdünger im zeitigen Frühjahr unterstützt das Wachstum optimal. Verteilen Sie den Dünger vorsichtig um die Pflanzen herum und arbeiten Sie ihn leicht in den Boden ein.

Zur Bodenverbesserung eignet sich gut verrotteter Kompost hervorragend. Er lockert die Erde auf und versorgt die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen. Eine Schicht von etwa 2-3 cm Kompost, die Sie vorsichtig in die obere Bodenschicht einarbeiten, reicht in der Regel aus.

Beachten Sie, dass verschiedene Anemonen-Arten unterschiedliche Bodenansprüche haben. Während Herbstanemonen einen nährstoffreichen, humosen Boden lieben, gedeihen frühjahrsblühende Arten oft besser in einem durchlässigeren, eher mageren Substrat.

Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie die Grundlage für ein prächtiges Blütenjahr Ihrer Anemonen. Die Zeit und Mühe, die Sie im Frühjahr investieren, wird sich in Form von gesunden, blühfreudigen Pflanzen über die gesamte Saison auszahlen. In meinem Garten habe ich festgestellt, dass gut gepflegte Anemonen oft noch üppiger blühen und länger durchhalten als in den Vorjahren.

Vermehrung und Teilung von Anemonen: Ein Weg zu mehr Blütenpracht

Anemonen lassen sich auf verschiedene Arten vermehren, wobei die Teilung eine besonders effektive Methode ist. Mit etwas Geschick können Sie aus einer Mutterpflanze mehrere neue Exemplare gewinnen - ein faszinierender Prozess, den ich in meinem Garten immer wieder gerne beobachte.

Der richtige Zeitpunkt macht's

Für die Teilung von Anemonen gibt es keinen universellen Zeitpunkt. Es hängt von der jeweiligen Art ab. Frühjahrsblühende Sorten fühlen sich im Spätsommer oder frühen Herbst am wohlsten bei dieser Prozedur. Herbstanemonen hingegen bevorzugen das Frühjahr für ihre Teilung. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich vor der nächsten Blütezeit zu erholen und kräftig einzuwurzeln.

Schritt für Schritt zur erfolgreichen Teilung

Die Teilung von Anemonen ist gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Hier meine bewährte Vorgehensweise:

  • Graben Sie die gesamte Pflanze behutsam aus. Vorsicht ist hier das A und O, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
  • Befreien Sie die Wurzeln sanft von überschüssiger Erde. Das erleichtert die Teilung enorm.
  • Nun kommt der spannende Teil: Teilen Sie den Wurzelstock mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer Gartenschere in mehrere Stücke. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück mindestens 2-3 Triebe und gesunde Wurzeln hat.
  • Ein kritischer Blick ist wichtig: Entfernen Sie alle abgestorbenen oder kranken Teile. Das fördert das gesunde Wachstum der neuen Pflanzen.

Pflege nach der Teilung: Entscheidend für den Erfolg

Nach der Teilung brauchen Ihre neuen Anemonen-Ableger besondere Aufmerksamkeit:

  • Pflanzen Sie die Teilstücke zügig an ihren neuen Standort. Je schneller, desto besser.
  • Wässern Sie die frisch geteilten Pflanzen gründlich und halten Sie den Boden in den folgenden Wochen gleichmäßig feucht. Aber Vorsicht: Staunässe mögen sie gar nicht.
  • Eine Mulchschicht um die Pflanzen herum hilft, die Feuchtigkeit zu speichern. Das spart nicht nur Gießarbeit, sondern fördert auch das Wachstum.
  • Im ersten Jahr nach der Teilung sollten Sie auf eine Düngung verzichten. Das mag kontraintuitiv erscheinen, fördert aber die Wurzelbildung.

Wenn's mal nicht so läuft: Häufige Probleme und Lösungen

Auch robuste Pflanzen wie Anemonen können gelegentlich Probleme bereiten. Hier einige Situationen, die mir in meiner gärtnerischen Praxis begegnet sind, und wie ich damit umgegangen bin:

Frostschäden: Erkennen und richtig reagieren

Frostschäden zeigen sich oft durch braune, welke Blätter oder abgestorbene Triebspitzen. Kein Grund zur Panik - so gehen Sie am besten vor:

  • Haben Sie Geduld: Entfernen Sie beschädigte Pflanzenteile erst im Frühjahr, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.
  • Lernen Sie daraus: Verbessern Sie den Winterschutz für die Zukunft. Eine gute Mulchschicht im Herbst und bei Bedarf eine Vliesabdeckung können Wunder wirken.
  • Beobachten Sie Ihre Pflanzen im Frühjahr genau. Oft erholen sich Anemonen von leichten Frostschäden überraschend gut von selbst.

Staunässe: Der heimliche Feind

Staunässe ist besonders bei schweren Böden ein häufiges Problem und kann zu Wurzelfäule führen. So beugen Sie vor:

  • Verbessern Sie die Drainage des Bodens durch Einarbeiten von Sand oder Kies. Das kann zwar etwas Arbeit machen, lohnt sich aber langfristig.
  • Pflanzen Sie Anemonen leicht erhöht. Das hilft, Wasseransammlungen zu vermeiden.
  • Passen Sie Ihre Bewässerung dem Wetter an. Bei anhaltend nassem Wetter sollten Sie das Gießen reduzieren.

Pilzkrankheiten im Winter: Vorbeugen ist besser als heilen

Pilzkrankheiten können besonders im Winter problematisch werden. Mit diesen Maßnahmen bleiben Ihre Anemonen gesund:

  • Herbstputz ist wichtig: Entfernen Sie altes Laub und abgestorbene Pflanzenteile gründlich.
  • Achten Sie auf gute Luftzirkulation. Zu dicht gesetzte Pflanzen sind anfälliger für Pilzbefall.
  • Ein Tipp aus meinem Garten: Eine Mulchschicht aus Kiefernnadeln oder Rindenmulch wirkt leicht pH-Wert-senkend und hat eine pilzhemmende Wirkung.

Anemonen: Ein Fest für die Sinne durch alle Jahreszeiten

Mit der richtigen Pflege und ein paar Vorsichtsmaßnahmen können Anemonen zu echten Hinguckern in Ihrem Garten werden. Hier noch einige persönliche Erfahrungen und Tipps:

  • Experimentieren Sie mit verschiedenen Anemonen-Arten. So können Sie eine längere Blütezeit im Garten erreichen und sich über Monate an den wunderschönen Blüten erfreuen.
  • Jeder Garten ist anders. Probieren Sie ruhig verschiedene Standorte aus, um den optimalen Platz für Ihre Pflanzen zu finden. Manchmal überraschen einen die Pflanzen mit ihren Vorlieben.
  • Regelmäßige Beobachtung ist der Schlüssel zum Erfolg. So erkennen Sie Probleme frühzeitig und können rechtzeitig eingreifen.
  • Lassen Sie sich von gelegentlichen Rückschlägen nicht entmutigen. Gärtnern ist ein ständiger Lernprozess, und jeder Fehlschlag bringt neue Erkenntnisse.

Mit etwas Geduld und Aufmerksamkeit werden Ihre Anemonen zu einem besonderen Blickfang in Ihrem Garten, der Sie Jahr für Jahr mit seiner Blütenpracht verzaubert. Genießen Sie die verschiedenen Facetten dieser vielseitigen Pflanze und ihre Schönheit durch die Jahreszeiten. In meinem Garten sind die Anemonen zu treuen Begleitern geworden, die mich immer wieder aufs Neue faszinieren und erfreuen.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Anemonen-Arten sind besonders winterhart und überstehen auch strenge Fröste?
    Besonders winterharte Anemonen-Arten sind die Herbst-Anemone (Anemone tomentosa), die Temperaturen bis -25°C verträgt, und die Japanische Anemone (Anemone hupehensis), die bis etwa -20°C standhält. Das Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) gilt ebenfalls als sehr frostfest und blüht bereits ab März. Das Apenninen-Windröschen (Anemone apennina) übersteht Temperaturen bis etwa -15°C. Diese robusten Arten haben sich über Jahre als verlässliche Gartenbewohner bewährt und benötigen nur minimalen Winterschutz. Während empfindlichere Arten wie die Kronen-Anemone (Anemone coronaria) besonderen Schutz brauchen, überstehen die genannten Sorten auch harte Winter problemlos, wenn der Standort stimmt und eine gute Drainage gewährleistet ist.
  2. Wie bereitet man Windröschen optimal auf den Winter vor?
    Die optimale Wintervorbereitung beginnt mit der Wahl des richtigen Standorts: sonnig bis halbschattig mit humusreichem, durchlässigem Boden. Eine tiefgründige Bodenlockerung und das Einarbeiten von Kompost schaffen ideale Bedingungen. Frühjahrsblühende Windröschen sollten im Herbst zwischen September und Oktober gepflanzt werden, damit sie vor dem Winter ausreichend einwurzeln können. Eine Mulchschicht aus Laub oder Reisig um die Pflanzen schützt vor Frost und Austrocknung. Besonders wichtig ist eine gute Drainage, da Staunässe der größte Feind der Windröschen im Winter ist. In schweren Böden empfiehlt sich das Untermischen von Sand oder Kies. Junge Pflanzen profitieren zusätzlich von einer lockeren Abdeckung mit Vlies oder Reisig, bis sie sich etabliert haben.
  3. Was ist beim Winterschutz von Anemonen im ersten Jahr nach der Pflanzung zu beachten?
    Im ersten Jahr nach der Pflanzung sind Anemonen besonders schutzwürdig, da sie noch nicht vollständig eingewurzelt sind. Eine 10-15 cm dicke Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Rindenmulch isoliert den Boden und schützt die noch zarten Wurzeln. Wichtig ist, nicht direkt an den Pflanzenstängeln anzuhäufen, um Fäulnis zu vermeiden. Bei empfindlicheren Arten kann zusätzlich ein lockeres Vlies über die Pflanzen gelegt werden. Die Drainage muss besonders gut funktionieren, da junge Anemonen auf Staunässe sehr empfindlich reagieren. Windschutz durch strategisch platzierte Äste oder temporäre Schutzwände verhindert Austrocknung durch kalte Winde. Gießen Sie nur an frostfreien Tagen mäßig, aber durchdringend. Diese intensive Erstjahrespflege zahlt sich in den Folgejahren durch robuste, gut etablierte Pflanzen aus.
  4. Warum ist eine gute Drainage bei der Überwinterung von Anemonen so wichtig?
    Eine effektive Drainage ist für Anemonen überlebenswichtig, da Staunässe zu Wurzelfäule führt - dem häufigsten Grund für Winterverluste. Während der kalten Monate können die Pflanzen überschüssiges Wasser nicht schnell genug verarbeiten, wodurch die Wurzeln in der nassen, kalten Erde absterben. Anemonen reagieren oft empfindlicher auf Winternässe als auf Frost selbst. In schweren Böden sammelt sich Wasser besonders leicht, weshalb das Einarbeiten von Sand, Kies oder Kompost die Bodenstruktur verbessert. Eine Kiesschicht unter und um die Pflanzen wirkt wie ein Drainagesystem. Erhöhte Pflanzung auf kleinen Hügeln oder in Beeten mit Gefälle verhindert zusätzlich Wasseransammlungen. Diese Maßnahmen schaffen optimale Bedingungen, damit die Wurzeln auch bei feuchten Wintermonaten gesund bleiben und im Frühjahr kräftig austreiben können.
  5. Welche speziellen Maßnahmen benötigen empfindliche Anemonen-Arten wie die Kronen-Anemone im Winter?
    Die Kronen-Anemone (Anemone coronaria) und andere mediterrane Arten sind nicht vollständig winterhart und benötigen besonderen Schutz. In milden Regionen können sie mit einer dicken Mulchschicht und Vliesabdeckung draußen bleiben. Sicherer ist jedoch die Überwinterung im frostfreien Gewächshaus oder kühlen Keller bei 5-10°C. Alternativ können die Knollen im Herbst ausgegraben und in leicht feuchtem Sand oder Torf gelagert werden. Topfkulturen lassen sich einfacher schützen: Die Gefäße werden in Luftpolsterfolie oder Jutesäcke gehüllt und an eine geschützte, frostfreie Stelle gebracht. Während der Ruhephase sollte das Gießen stark reduziert, aber nicht komplett eingestellt werden. Gute Belüftung verhindert Schimmelbildung. Diese Arten danken die zusätzliche Mühe im Frühjahr mit besonders prächtigen, farbintensiven Blüten.
  6. Worin unterscheiden sich Herbstanemonen und Frühblüher bei der Winterpflege?
    Herbstanemonen und frühjahrsblühende Anemonen haben unterschiedliche Winterbedürfnisse aufgrund ihrer verschiedenen Wachstumszyklen. Herbstanemonen wie die Japanische Anemone sind meist robuster und vertragen Temperaturen bis -20°C. Sie benötigen eine lockere Mulchschicht und profitieren von einem Rückschnitt der alten Stängel im Frühjahr. Frühblüher hingegen ziehen bereits im Sommer ein und ruhen als Rhizome oder Knollen unter der Erde. Sie reagieren empfindlicher auf Winternässe und benötigen besonders gute Drainage. Während Herbstanemonen einen nährstoffreichen Boden schätzen, gedeihen viele Frühblüher besser in magerem, durchlässigem Substrat. Der Pflanzzeit punkt unterscheidet sich ebenfalls: Frühblüher werden im Herbst gesetzt, Herbstanemonen idealerweise im Frühjahr. Diese unterschiedlichen Ansprüche zu berücksichtigen ist entscheidend für erfolgreiches Überwintern beider Gruppen.
  7. Was unterscheidet winterharte Stauden von Knollenpflanzen bei der Überwinterung?
    Winterharte Stauden-Anemonen wie Herbstanemonen überwintern mit ihrem oberirdischen oder bodennahen Wurzelstock und treiben aus der Basis wieder aus. Ihre Wurzeln bleiben aktiv und nehmen auch im Winter gelegentlich Nährstoffe auf. Sie benötigen kontinuierlich leichte Feuchtigkeit und vertragen völliges Austrocknen schlecht. Knollenpflanzen hingegen ziehen sich in ihre Speicherorgane zurück und ruhen komplett. Die oberirdischen Teile sterben ab, während die Knolle alle Nährstoffe speichert. Diese vertragen trockenere Bedingungen und sind oft frostempfindlicher. Knollen können zur sicheren Überwinterung ausgegraben und frostfrei gelagert werden - bei Stauden ist das nicht möglich. Stauden benötigen eine gleichmäßige Mulchschicht, während Knollen eher punktuellen Schutz brauchen. Diese Unterschiede zu kennen hilft bei der richtigen Winterpflege der jeweiligen Anemonen-Art.
  8. Welche Temperaturbereiche vertragen verschiedene Anemonen-Arten im Winter?
    Die Frosttoleranz variiert erheblich zwischen den Anemonen-Arten. Besonders robuste Arten wie die Herbst-Anemone (Anemone tomentosa) verkraften bis zu -25°C problemlos. Die Japanische Anemone (Anemone hupehensis) ist bis etwa -20°C winterhart. Das einheimische Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) übersteht Temperaturen bis -20°C und gilt als sehr zuverlässig. Das Apenninen-Windröschen (Anemone apennina) verträgt bis -15°C. Deutlich empfindlicher sind mediterrane Arten: Die Kronen-Anemone (Anemone coronaria) ist nur bis etwa -5°C frosthart und benötigt in Deutschland besonderen Schutz oder frostfreie Überwinterung. Wichtig ist zu beachten, dass diese Werte nur bei optimalen Bedingungen gelten - gute Drainage, Windschutz und etablierte Pflanzen sind Voraussetzung. Junge Pflanzen sind generell frostempfindlicher als gut eingewurzelte Exemplare.
  9. Wo kann man hochwertiges Winterschutz-Material für Anemonen kaufen?
    Qualitatives Winterschutz-Material für Anemonen erhalten Sie in gut sortierten Gartencentern und bei spezialisierten Online-Händlern. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten neben einem breiten Sortiment an Schutzprodukten auch die nötige Beratung für die richtige Materialwahl. Benötigt werden atmungsaktive Vliese, die vor Frost schützen aber Feuchtigkeit regulieren, sowie Mulchmaterial wie Rindenmulch, Kokosmatten oder spezielle Winterschutz-Folien. Hochwertige Jutesäcke und Bambusmatten eignen sich besonders für empfindliche Arten. Wichtig ist, auf Qualität zu achten: Billiges Material kann durch Kondensation oder schlechte Atmungsaktivität mehr Schaden anrichten als nutzen. Viele Anbieter stellen praktische Winterschutz-Sets zusammen, die alle notwendigen Materialien enthalten. Regional verfügbare Materialien wie Tannenzweige oder Laub vom eigenen Garten ergänzen gekaufte Produkte optimal und kostengünstig.
  10. Welche Winterschutz-Sets eignen sich besonders für Anfänger im Anemonengarten?
    Für Einsteiger eignen sich komplette Winterschutz-Sets, die alle wichtigen Materialien enthalten und einfach anzuwenden sind. Etablierte Gartenshops wie samen.de stellen oft praktische Starter-Pakete zusammen, die atmungsaktives Vlies, Kokosmatten, Jutesäcke und organisches Mulchmaterial enthalten. Ideal für Anfänger sind Sets mit beigelegten Anleitungen, die Schritt-für-Schritt erklären, welche Schutzmaßnahme für welche Anemonen-Art geeignet ist. Empfehlenswert sind Pakete mit verschiedenen Vlies-Stärken für unterschiedliche Frostgrade und wiederverwendbaren Materialien wie Kokosfaser-Matten. Viele Sets enthalten auch praktisches Befestigungszubehör wie Erdanker oder Clips. Besonders wertvoll für Neulinge sind Kombinationen aus natürlichen Materialien wie Rindenmulch mit modernen Schutzvliesen. So können Anfänger verschiedene Methoden ausprobieren und herausfinden, was in ihrem Garten am besten funktioniert, ohne große Einzelinvestitionen tätigen zu müssen.
  11. Wie wirken sich verschiedene Mikroklimata im Garten auf die Frosttoleranz von Anemonen aus?
    Mikroklimata haben enormen Einfluss auf die Winterhärte von Anemonen. Geschützte Bereiche an Südhängen oder vor Mauern können 2-3°C wärmer sein als offene Flächen und ermöglichen das Überwintern empfindlicherer Arten. Senken sammeln Kaltluft und sind frostgefährdeter, während erhöhte Lagen oft windexponiert aber weniger frostbetroffen sind. Unter immergrünen Gehölzen herrscht ausgeglicheneres Klima mit weniger extremen Temperaturschwankungen, was Anemonen schätzen. Bereiche mit Morgensonne können nach Frostnächten problematisch sein, da schnelles Auftauen Zellschäden verursacht. Windgeschützte Ecken zwischen Hecken oder Gebäuden bieten ideale Bedingungen. Auch die Bodenbeschaffenheit schafft Mikroklimas: Steinige Böden speichern Wärme, während schwere Lehmböden kälter bleiben. Diese natürlichen Gegebenheiten zu nutzen und bei der Standortwahl zu berücksichtigen, kann den Unterschied zwischen erfolgreichem Überwintern und Totalverlust ausmachen.
  12. Welche Rolle spielen Hahnenfußgewächse in der winterlichen Gartenökologie?
    Hahnenfußgewächse, zu denen Anemonen gehören, spielen eine wichtige Rolle im winterlichen Gartenökosystem. Viele Arten ziehen früh ein und überlassen anderen Pflanzen den Platz, wodurch eine natürliche Schichtung entsteht. Ihre Wurzeln lockern den Boden und verbessern die Bodenstruktur für nachfolgende Kulturen. Abgestorbene Pflanzenteile bieten Insekten Überwinterungsplätze und zersetzung liefert wichtige Nährstoffe. Frühjahrsblühende Arten wie Busch-Windröschen sind erste Nahrungsquellen für erwachende Insekten im Vorfrühling. Die Familie zeigt große Anpassungsfähigkeit an verschiedene Standorte - von feuchten Waldrändern bis zu trockenen Steingärten. Diese Vielfalt stabilisiert das Gartenökosystem und bietet verschiedenen Lebewesen Nischen. Anemonen fungieren als Zeigerpflanzen für Bodenqualität und Mikroklima. Ihre erfolgreiche Überwinterung zeigt ausgeglichene Bodenverhältnisse und intakte Gartenökologie an. Als heimische Wildpflanzen fördern sie die biologische Vielfalt und unterstützen regionale Bestäuber.
  13. Wie beeinflusst die Bodenverbesserung die Winterruhe von mehrjährigen Pflanzen?
    Eine gezielte Bodenverbesserung schafft optimale Bedingungen für die Winterruhe mehrjähriger Pflanzen wie Anemonen. Humusreiche, gut strukturierte Böden halten Feuchtigkeit gleichmäßig und verhindern sowohl Staunässe als auch Austrocknung. Dies ermöglicht den Wurzeln eine ruhige, stressfreie Überwinterung. Kompost und organische Materialien puffern Temperaturschwankungen ab und schaffen ein ausgeglichenes Bodenklima. Verbesserte Drainage durch Sand oder Kies verhindert Wurzelfäule, während Humus Nährstoffe langsam freisetzt. Ein lockerer Boden ermöglicht bessere Sauerstoffversorgung der Wurzeln auch bei niedrigen Temperaturen. Die erhöhte biologische Aktivität in gesunden Böden produziert Wärme und schützt vor Durchfrieren. Gut gepflegte Böden fördern tiefere Durchwurzelung, was die Winterhärte erhöht. Pflanzen in optimierten Böden starten vitaler ins Frühjahr und zeigen bessere Widerstandskraft gegen Krankheiten und Schädlinge. Die Investition in Bodenverbesserung zahlt sich langfristig in gesünderen, robusteren Pflanzen aus.
  14. Welchen Einfluss hat der Wurzelschutz auf die Pflanzengesundheit im Frühjahr?
    Effektiver Wurzelschutz ist entscheidend für die Vitalität von Anemonen im Frühjahr. Gut geschützte Wurzeln überstehen den Winter ohne Schäden und können sofort mit dem Austrieb beginnen, sobald die Temperaturen steigen. Mulchschichten isolieren nicht nur vor Frost, sondern halten auch die Bodentemperatur ausgeglichener, was Frostschäden an den empfindlichen Haarwurzeln verhindert. Geschützte Wurzelsysteme bleiben während der Wintermonate teilweise aktiv und können bereits früh im Jahr Nährstoffe aufnehmen. Dies führt zu kräftigerem Wachstum und früherer Blüte. Ohne ausreichenden Wurzelschutz können Frost-Tau-Zyklen die feinen Wurzelhaare beschädigen, was die Nährstoff- und Wasseraufnahme beeinträchtigt. Gut geschützte Pflanzen entwickeln im Frühjahr mehr Blütentriebe und zeigen insgesamt bessere Widerstandskraft gegen Frühjahrsschädlinge und -krankheiten. Der Aufwand für Winterschutz macht sich durch gesündere, blühfreudige Anemonen bezahlt, die jahrelang Freude bereiten.
  15. Wie mulcht man Anemonen richtig und welche Materialien eignen sich am besten?
    Richtiges Mulchen schützt Anemonen effektiv vor Winterschäden. Tragen Sie eine 10-15 cm dicke Schicht organisches Material auf, lassen aber einen Freiraum von etwa 5 cm um die Pflanzenstängel, um Fäulnis zu vermeiden. Ideal sind Laub von Eiche oder Buche, da es langsam verrottet und nicht zu schwer auf den Pflanzen liegt. Rindenmulch eignet sich gut für etablierte Stauden-Anemonen, sollte aber nicht zu frisch sein. Stroh ist leicht und luftig, muss aber gegen Verwehen befestigt werden. Kompost bietet zusätzliche Nährstoffe, sollte aber nur als dünne Schicht verwendet werden. Tannenzweige oder Fichtenreisig sind hervorragend für empfindliche Arten - sie isolieren gut und lassen Luft zirkulieren. Kokosfasern und spezielle Mulchmatten sind praktisch und wiederverwendbar. Wichtig ist, dass das Material atmungsaktiv bleibt und im Frühjahr leicht zu entfernen ist. Zu dichte oder nasse Mulchschichten können mehr schaden als nutzen.
  16. Wie erkennt man Frostschäden bei Windblumen und wie reagiert man richtig?
    Frostschäden an Windblumen zeigen sich durch verschiedene Symptome: braune oder schwarze Verfärbungen an Blättern und Stängeln, matschige, eingefallene Pflanzenteile oder Risse in dickeren Stängeln. Blätter können glasig aussehen oder plötzlich welken. Bei Rhizomen und Knollen sind faule, weiche Stellen ein Alarmsignal. Wichtig ist, nicht vorschnell zu handeln - warten Sie bis zum Frühjahr ab, da viele Anemonen aus scheinbar toten Wurzelstöcken wieder austreiben. Entfernen Sie erst nach dem letzten Frost eindeutig abgestorbene Pflanzenteile mit sauberen, scharfen Werkzeugen. Bei leichten Schäden regenerieren sich die Pflanzen oft selbst. Schwer beschädigte Exemplare können durch Teilung gesunder Wurzelstücke gerettet werden. Vorbeugen ist besser: Verbessern Sie für die nächste Saison den Winterschutz durch bessere Drainage, Mulchschichten oder Vliesabdeckung. Dokumentieren Sie betroffene Standorte, um dort gezielteren Schutz zu etablieren.
  17. Stimmt es, dass alle Anemonen frostempfindlich sind und Winterschutz brauchen?
    Nein, das ist ein weitverbreiteter Mythos. Viele Anemonen-Arten sind ausgesprochen winterhart und überstehen auch strenge Fröste problemlos. Heimische Arten wie das Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) oder robuste Herbstanemonen vertragen Temperaturen bis -20°C oder sogar -25°C. Diese benötigen keinen speziellen Winterschutz, wenn sie am richtigen Standort mit guter Drainage stehen. Empfindlich sind hauptsächlich mediterrane Arten wie die Kronen-Anemone oder andere südländische Formen. Die Winterhärte hängt stark von der botanischen Art, dem Standort und dem Alter der Pflanze ab. Junge, frisch gepflanzte Exemplare profitieren immer von etwas Schutz, unabhängig von der Art. Grundsätzlich gilt: Je näher eine Anemonen-Art ihrer natürlichen Heimat entsprechende Bedingungen vorfindet, desto winterhärter ist sie. Statt pauschalem Winterschutz ist es wichtiger, die richtige Art für den jeweiligen Standort zu wählen und optimale Bodenbedingungen zu schaffen.
  18. Gibt es regionale Unterschiede beim Winterschutz von Anemonen in Deutschland?
    Ja, Deutschland zeigt erhebliche klimatische Unterschiede, die den Winterschutz beeinflussen. In milden Regionen wie dem Rheintal oder Norddeutschen Tiefland reicht oft eine leichte Mulchschicht, während in den Mittelgebirgen oder Alpenvorland verstärkter Schutz nötig ist. Maritime Gebiete haben ausgeglichenere Temperaturen aber mehr Feuchtigkeit, was andere Schutzmaßnahmen erfordert als kontinentale Bereiche mit extremeren Frost-Tau-Wechseln. Höhenlagen über 500m benötigen generell intensiveren Winterschutz. Besonders in Senken und Tälern, wo sich Kaltluft sammelt, sind zusätzliche Vorkehrungen wichtig. Stadtgebiete profitieren vom Wärmeinsel-Effekt und ermöglichen das Überwintern empfindlicherer Arten. Weinbaugebiete mit ihrem begünstigten Mikroklima erlauben oft den Anbau sonst zu empfindlicher Sorten. Regionale Gartenerfahrungen und der Austausch mit örtlichen Gärtnern sind wertvoll, da sie die spezifischen Bedingungen vor Ort am besten kennen. Klimawandel verändert zusätzlich traditionelle Schutzmuster.
  19. Was unterscheidet Bodendecker-Anemonen von anderen Gartenpflanzen bei der Winterpflege?
    Bodendecker-Anemonen wie das Busch-Windröschen bilden durch ihre Rhizome dichte Teppiche und haben spezielle Überwinterungsbedürfnisse. Im Gegensatz zu Solitärpflanzen schaffen sie durch ihren geschlossenen Wuchs ein eigenes Mikroklima, das den Boden vor extremen Temperaturschwankungen schützt. Ihre flachen Wurzelsysteme sind stärker frostgefährdet als tiefwurzelnde Stauden, profitieren aber vom Schutz der eigenen Blattmasse. Bei der Winterpflege sollte das natürliche Laub als Schutzschicht belassen werden - ein Rückschnitt ist meist unnötig und sogar schädlich. Zusätzlicher Mulch kann bei dichten Beständen zu Fäulnis führen, da die Luftzirkulation behindert wird. Stattdessen reicht oft eine dünne Schicht Kompost zwischen den Pflanzen. Bodendecker reagieren empfindlicher auf Betreten bei Frost, da die Pflanzenmasse zusammengedrückt wird. Ihre Ausbreitungsfreude macht sie aber sehr regenerationsfähig - selbst bei lokalen Frostschäden erholen sich die Bestände schnell aus den intakten Randbereichen.
  20. Wie unterscheidet sich die Überwinterung von Zwiebelpflanzen und Blütenpflanzen wie Anemonen?
    Zwiebelpflanzen und Anemonen zeigen grundlegend verschiedene Überwinterungsstrategien. Echte Zwiebelpflanzen wie Tulpen oder Narzissen speichern alle Nährstoffe in ihrer kompakten Zwiebel und ruhen völlig. Die oberirdischen Teile sterben komplett ab. Anemonen hingegen überwintern meist mit Rhizomen oder Wurzelstöcken, die weniger kompakt sind und teilweise aktiv bleiben. Zwiebeln vertragen trockenere Winterbedingungen und können sogar völlig ohne Wasser auskommen. Anemonen-Wurzelstöcke benötigen dagegen kontinuierliche, leichte Feuchtigkeit. Zwiebeln sind oft tiefer gepflanzt und dadurch besser vor Frost geschützt, während Anemonen-Rhizome oberflächennäher liegen. Bei der Pflege bedeutet das: Zwiebelbereiche können im Winter trockener gehalten werden, während Anemonen gelegentliches Gießen brauchen. Beide Gruppen profitieren von Mulch, aber aus verschiedenen Gründen - Zwiebeln wegen des Frostschutzes, Anemonen zusätzlich wegen der Feuchtigkeitsregulierung. Diese Unterschiede bei der Winterpflege zu beachten erhöht die Erfolgsaussichten erheblich.
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