Beste Bodenvorbereitung für prachtvolle Edelwicken

Die richtige Bodenvorbereitung für Edelwicken: Grundlage für üppiges Wachstum

Edelwicken sind faszinierende Kletterpflanzen, die mit ihren duftenden Blüten jeden Garten in ein kleines Paradies verwandeln. Doch der Weg zur vollen Pracht beginnt tief im Boden - hier legen wir den Grundstein für gesunde, kräftige Pflanzen.

Das Wichtigste zur Bodenvorbereitung für Edelwicken

  • Sonniger bis halbschattiger Standort
  • Tiefgründiger, nährstoffreicher Boden
  • pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5
  • Gute Drainage unerlässlich
  • Organisches Material einarbeiten

Bedeutung der Bodenvorbereitung

Unsere geliebten Edelwicken, botanisch als Lathyrus odoratus bekannt, sind durchaus anspruchsvolle Gartenbewohner. Sie benötigen einen gut vorbereiteten Boden, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Eine sorgfältige Vorbereitung ist der Schlüssel zu gesunden Pflanzen und einer üppigen Blütenpracht.

Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und gut durchlässig sein. So können die Wurzeln tief genug wachsen und die Pflanze optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Ein lockerer Boden ermöglicht es den Edelwicken zudem, ihre charakteristischen langen Ranken auszubilden - ein wahrhaft bezaubernder Anblick!

Bodenanforderungen der Edelwicken

Edelwicken mögen es luftig und sonnig, aber nicht zu heiß. Sie gedeihen am besten in einem Boden mit folgenden Eigenschaften:

  • Leicht alkalisch bis neutral (pH 6,0-7,5)
  • Humusreich und nährstoffreich
  • Gut durchlässig, aber wasserspeichernd
  • Tiefgründig für die langen Wurzeln

Diese Ansprüche müssen wir bei der Bodenvorbereitung berücksichtigen, um optimales Wachstum und eine prachtvolle Blüte zu gewährleisten.

Den perfekten Standort finden

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für erfolgreiche Edelwicken. Sie lieben die Sonne, vertragen aber auch leichten Schatten - eine wahre Tugend dieser vielseitigen Pflanzen.

Sonnig bis halbschattig: Das ideale Plätzchen

Edelwicken brauchen viel Licht für kräftiges Wachstum und reiche Blüte. Ein Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist optimal. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein leicht schattiger Platz am Nachmittag sogar vorteilhaft sein, um die zarten Blüten vor der prallen Mittagssonne zu schützen.

Beobachten Sie Ihren Garten über den Tag hinweg. Wo scheint die Sonne am längsten? Wo gibt es vielleicht natürlichen Schatten durch Bäume oder Gebäude? Das sind potenzielle Standorte für Ihre Edelwicken. In meinem eigenen Garten habe ich festgestellt, dass ein Platz an der Ostseite des Hauses besonders gut funktioniert - hier bekommen die Pflanzen die milde Morgensonne, sind aber vor der intensiven Nachmittagshitze geschützt.

Windgeschützte Lage bevorzugt

Edelwicken mögen es zwar luftig, aber nicht stürmisch. Ein zu windiger Standort kann die zarten Ranken beschädigen und das Wachstum beeinträchtigen. Suchen Sie nach einem Platz, der etwas Schutz bietet, ohne die Luftzirkulation zu behindern.

Mauern, Zäune oder dichte Hecken können hervorragende Windbrecher sein. Sie bieten nicht nur Schutz, sondern dienen den Edelwicken auch als willkommene Kletterhilfe. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Platzieren Sie die Pflanzen nicht direkt an der Mauer, sondern etwa 30 cm davor. So haben die Wurzeln genug Platz und die Pflanzen profitieren trotzdem vom Windschutz. Diese Methode hat sich in meinem Garten bestens bewährt und zu wahren Blütenwänden geführt!

Fruchtwechsel beachten

Edelwicken sollten nicht Jahr für Jahr am gleichen Standort angebaut werden. Ein Fruchtwechsel alle 3-4 Jahre beugt Bodenmüdigkeit und Krankheiten vor. Dies ist ein wichtiger Aspekt, den viele Hobbygärtner leider oft übersehen.

Wenn Sie Edelwicken im Vorjahr angebaut haben, wählen Sie für die neue Saison einen anderen Platz. Gute Vorfrüchte für Edelwicken sind zum Beispiel Kohlarten oder Salate. Vermeiden Sie Standorte, an denen zuvor andere Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen standen. Diese Rotation hilft nicht nur den Edelwicken, sondern fördert auch die allgemeine Bodengesundheit in Ihrem Garten.

Bodenanalyse: Den Boden verstehen

Vor der eigentlichen Bodenvorbereitung ist eine Bodenanalyse ratsam. Sie gibt Aufschluss über die Beschaffenheit Ihres Bodens und hilft, gezielte Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen. Dies mag zunächst wie ein zusätzlicher Aufwand erscheinen, aber glauben Sie mir, es lohnt sich!

Den Bodentyp bestimmen

Edelwicken bevorzugen einen mittelschweren, lehmigen Boden. Um Ihren Bodentyp zu bestimmen, können Sie einen einfachen Test durchführen:

  • Nehmen Sie eine Handvoll feuchte Erde und versuchen Sie, sie zu einer Kugel zu formen.
  • Lässt sich die Erde leicht formen und zerfällt nicht sofort, haben Sie wahrscheinlich einen lehmigen Boden – ideal für Edelwicken.
  • Zerfällt die Kugel sofort, ist der Boden zu sandig. Klebt die Erde stark an den Händen, ist er zu tonhaltig.

In beiden Fällen müssen Sie den Boden verbessern. Bei sandigem Boden hilft das Einarbeiten von Kompost oder gut verrottetem Mist. Bei schwerem, tonigem Boden verbessert Sand die Struktur. Diese Anpassungen mögen etwas Arbeit erfordern, aber Ihre Edelwicken werden es Ihnen mit üppigem Wachstum danken.

Den pH-Wert messen

Edelwicken gedeihen am besten bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Mit einem einfachen pH-Testkit aus dem Gartencenter können Sie den Wert selbst messen. Diese kleinen Helfer sind wirklich praktisch und ersparen einem viel Rätselraten!

Ist der pH-Wert zu niedrig (sauer), können Sie ihn durch Zugabe von Kalk erhöhen. Bei zu hohem pH-Wert hilft das Einarbeiten von Schwefel oder Torf. Allerdings empfehle ich, bei größeren Korrekturen einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Es ist erstaunlich, wie sehr sich der richtige pH-Wert auf das Wachstum und die Blütenpracht auswirken kann.

Nährstoffanalyse durchführen

Eine professionelle Bodenanalyse gibt Aufschluss über den Nährstoffgehalt Ihres Bodens. Sie zeigt, ob und welche Nährstoffe fehlen. Basierend darauf können Sie gezielt düngen. Dies mag auf den ersten Blick übertrieben erscheinen, aber es kann den Unterschied zwischen einem guten und einem außergewöhnlichen Edelwickenjahr ausmachen.

Edelwicken benötigen vor allem Phosphor und Kalium für eine gute Blütenbildung. Stickstoff sollte nur mäßig zugeführt werden, da zu viel davon das Blatt- statt des Blütenwachstums fördert. Ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis ist der Schlüssel zu gesunden, blühfreudigen Pflanzen.

Mit diesen Informationen sind Sie bestens gerüstet, um Ihren Boden optimal für Edelwicken vorzubereiten. Im nächsten Schritt geht es an die eigentliche Bodenbearbeitung – aber das ist eine andere Geschichte, die wir ein andermal erzählen werden. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Freude bei der Vorbereitung Ihres Edelwicken-Paradieses!

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Bodenbearbeitung für Edelwicken: Der Schlüssel zu üppigem Wachstum

Nun, da wir den perfekten Standort gefunden haben, geht es ans Eingemachte: die Bodenbearbeitung. Glauben Sie mir, dieser Schritt ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Edelwicken. Diese wunderschönen Kletterpflanzen sind zwar nicht übermäßig anspruchsvoll, aber sie danken Ihnen eine gründliche Vorbereitung mit einer wahren Blütenpracht.

Den Boden tiefgründig lockern

Edelwicken entwickeln ein erstaunlich tiefes Wurzelsystem. Daher empfehle ich, das Beet mindestens 30-40 cm tief umzugraben. Dies verbessert nicht nur die Durchlüftung, sondern gibt den Wurzeln auch den nötigen Raum zur Ausbreitung. Bei meinem lehmigen Gartenboden habe ich festgestellt, dass eine Beimischung von Sand wahre Wunder bewirken kann.

Auf Hindernisse achten

Beim Umgraben werden Sie wahrscheinlich auf allerlei Steine und Wurzelreste stoßen. Die größeren sollten Sie entfernen, da sie das Wachstum Ihrer Edelwicken beeinträchtigen könnten. Kleinere Steine können ruhig im Boden bleiben - sie tragen sogar zur Drainage bei. Sehen Sie es als kleine Schatzsuche!

Organisches Material einarbeiten

Edelwicken sind regelrechte Feinschmecker, wenn es um Nährstoffe geht. Arbeiten Sie großzügig gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist ein. Ich verwende pro Quadratmeter etwa 3-5 Liter Kompost. Das mag nach viel klingen, aber glauben Sie mir, Ihre Edelwicken werden es Ihnen danken.

Den Boden optimieren für prächtige Edelwicken

Den pH-Wert im Auge behalten

Edelwicken bevorzugen einen leicht alkalischen bis neutralen Boden. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 ist ideal. Ein Bodentestkit aus dem Gartencenter hilft Ihnen, den Wert zu bestimmen. Sollte Ihr Boden zu sauer sein, können Sie mit der Zugabe von Kalk nachhelfen. Es ist faszinierend, wie sehr sich der richtige pH-Wert auf das Wachstum auswirken kann!

Eine Nährstoffdecke auftragen

Zusätzlich zur Grundversorgung kann eine Schicht Kompost oder gut verrotteter Mist auf der Oberfläche Wunder bewirken. Diese dient als langsam wirkende Nährstoffquelle und hilft gleichzeitig, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. In meinem Garten hat sich diese Methode besonders in trockenen Sommern bewährt.

Kalk einarbeiten, wenn nötig

Sollte Ihr Boden zu sauer sein, ist die Zugabe von Gartenkalk ratsam. Als grobe Faustregel gilt: Pro Quadratmeter etwa 100-150 g für leichte und 150-200 g für schwere Böden. Verteilen Sie den Kalk gleichmäßig und harken Sie ihn leicht ein. Aber Vorsicht: Zu viel des Guten kann auch schaden. Im Zweifelsfall lieber etwas weniger als zu viel.

Drainage: Das A und O für gesunde Edelwicken

Warum gute Drainage so wichtig ist

Edelwicken mögen es zwar feucht, aber Staunässe ist ihr Todfeind. Eine gute Drainage ist daher unerlässlich für gesunde und kräftige Pflanzen. Ich habe schon erlebt, wie Edelwicken in zu nassen Böden regelrecht dahinsiechten - ein trauriger Anblick, den wir unbedingt vermeiden wollen.

Tipps zur Verbesserung der Drainage

Bei schweren, lehmigen Böden kann die Beimischung von grobkörnigem Sand oder feinem Kies Wunder wirken. In extremen Fällen könnte auch das Anlegen von Drainageröhren oder -gräben sinnvoll sein. Eine Drainage-Schicht aus Kies am Boden des Beetes hat sich in meinem Garten als sehr effektiv erwiesen.

Hochbeete als Alternative

Sollte Ihr Boden wirklich problematisch sein, könnte ein Hochbeet die Lösung sein. Hier haben Sie die volle Kontrolle über die Bodenzusammensetzung. Ich fülle meine Hochbeete mit einer Mischung aus guter Gartenerde, Kompost und etwas Sand. Meine Edelwicken gedeihen darin prächtig!

Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie die perfekte Grundlage für Ihre Edelwicken. Ja, es mag etwas Arbeit sein, aber glauben Sie mir, es lohnt sich. Wenn Sie im Sommer vor einer Wand aus duftenden Blüten stehen, werden Sie mir zustimmen. In meinem Garten habe ich festgestellt, dass gut vorbereitete Beete nicht nur zu besserem Wachstum führen, sondern auch die Pflege während der Saison erheblich erleichtern. Also, schnappen Sie sich Ihre Gartenhandschuhe und legen Sie los - Ihre Edelwicken werden es Ihnen danken!

Nährstoffversorgung für prachtvolle Edelwicken

Edelwicken sind wahre Schönheiten in unserem Garten, aber sie brauchen die richtige Ernährung, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zu üppigen Blüten und gesundem Wachstum.

Grunddüngung vor der Aussaat

Eine gründliche Bodenvorbereitung legt den Grundstein für einen gelungenen Start:

  • Etwa 4 Wochen vor der Aussaat arbeiten Sie am besten gut verrotteten Kompost oder reifen Stallmist in den Boden ein.
  • Pro Quadratmeter genügen etwa 3-4 Liter Kompost.
  • Vorsicht mit frischem Mist - er könnte die empfindlichen Wurzeln der Keimlinge schädigen.

Auswahl geeigneter organischer Dünger

Für die weitere Versorgung während der Wachstumsphase eignen sich organische Dünger hervorragend. Sie geben die Nährstoffe langsam und gleichmäßig ab:

  • Hornspäne: Reich an Stickstoff, kurbeln das Blattwachstum an
  • Knochenmehl: Liefert Phosphor für eine kräftige Wurzelentwicklung
  • Algenkalk: Versorgt die Pflanzen mit wichtigen Spurenelementen

Eine Mischung aus diesen Düngern können Sie etwa alle 4-6 Wochen vorsichtig in den Boden einarbeiten.

Vermeidung von Überdüngung

Zu viele Nährstoffe können den Edelwicken schaden. Eine Überdüngung führt oft zu:

  • Übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung
  • Erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge
  • Auswaschung von Nährstoffen, die das Grundwasser belasten können

Aus meiner Erfahrung rate ich: Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und düngen Sie nur, wenn die Blätter anfangen, hellgrün zu werden oder das Wachstum nachlässt.

Vorbereitung für die Aussaat von Edelwicken

Eine sorgfältige Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Edelwickenkultur. Hier einige wichtige Aspekte:

Zeitpunkt der Bodenvorbereitung

Der ideale Zeitpunkt für die Bodenvorbereitung hängt vom Klima ab. In meinem Garten in Süddeutschland fange ich damit meist Ende Februar bis Anfang März an. Wichtig ist:

  • Der Boden sollte nicht mehr gefroren und gut abgetrocknet sein.
  • Planen Sie die Vorbereitung etwa 3-4 Wochen vor der geplanten Aussaat ein.
  • Bei schwerem Boden kann eine Herbstvorbereitung sinnvoll sein, um die Frostgare zu nutzen.

Feinarbeiten vor der Aussaat

Kurz vor der Aussaat geht's an die Feinarbeit. Der Boden sollte eine feinkrümelige Struktur aufweisen, in die sich die Samen gut einbetten lassen.

  • Entfernen Sie Steine und grobe Erdklumpen.
  • Rechen Sie die Oberfläche glatt.
  • Schaffen Sie ein ebenes, aber nicht zu festes Saatbett.

Ein kleiner Trick aus meiner Praxis: Ich streue eine dünne Schicht feinen Sand über das Saatbeet. Das erleichtert das Einharken der Samen und beugt Verkrustungen vor.

Vorbereitung von Stützen oder Rankgerüsten

Edelwicken sind wahre Kletterkünstler und brauchen eine Stütze, um sich voll entfalten zu können. Die Rankhilfen sollten Sie bereits vor oder spätestens direkt nach der Aussaat aufstellen, um die Wurzeln nicht zu stören.

  • Klassisch sind Reisigzweige oder ein Gitter aus Haseldraht.
  • Für ein natürliches Aussehen eignen sich auch Äste oder Bambusrohre.
  • Die Rankhilfe sollte mindestens 1,5 bis 2 Meter hoch sein.

Mein persönlicher Favorit sind selbstgebaute Tipis aus Bambusstangen. Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern lassen sich auch leicht umsetzen oder neu arrangieren.

Spezielle Vorbereitungen für verschiedene Anbaumethoden

Je nach Anbaumethode gibt es einige spezifische Vorbereitungen zu treffen:

Bodenvorbereitung für Direktsaat

Die Direktsaat ist eine unkomplizierte Methode, Edelwicken anzubauen. Für gute Ergebnisse:

  • Lockern Sie den Boden 20-30 cm tief auf.
  • Mischen Sie großzügig Kompost unter, um die Bodenstruktur zu verbessern.
  • Ziehen Sie flache Rillen von etwa 2 cm Tiefe.

Ein Tipp aus meinem Garten: Säen Sie etwas dichter als empfohlen und vereinzeln Sie später. So können Sie die kräftigsten Pflanzen auswählen und haben eine bessere Chance auf eine prächtige Blütenpracht.

Vorbereitung für vorgezogene Pflanzen

Das Vorziehen von Edelwicken kann in kälteren Regionen vorteilhaft sein. Bereiten Sie dafür vor:

  • Tiefe Anzuchttöpfe oder -schalen mit guter Drainage
  • Nährstoffarme, lockere Anzuchterde
  • Einen hellen, kühlen Platz zum Keimen (ideal sind 10-15°C)

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Samen vor dem Einpflanzen über Nacht in lauwarmem Wasser einzuweichen. Das beschleunigt die Keimung erheblich und gibt den Pflänzchen einen Vorsprung.

Anpassungen für Topf- oder Kübelpflanzen

Edelwicken lassen sich auch wunderbar in Gefäßen kultivieren – ideal für Balkon oder Terrasse. Beachten Sie dabei:

  • Wählen Sie Töpfe mit mindestens 30 cm Durchmesser und guter Drainage.
  • Verwenden Sie eine hochwertige, nährstoffreiche Kübelpflanzenerde.
  • Mischen Sie etwa 20% Perlite oder groben Sand unter, um die Durchlüftung zu verbessern.

Ein Geheimtipp aus meiner Praxis: Ich stelle in die Mitte des Topfes ein Drainagerohr aus Ton. Das erleichtert das Gießen und sorgt für eine gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung - ein kleiner Trick, der große Wirkung zeigt.

Mit diesen Vorbereitungen schaffen Sie beste Voraussetzungen für prachtvolle Edelwicken, ob im Garten oder auf dem Balkon. Geduld und Sorgfalt zahlen sich aus – Ihre Edelwicken werden es Ihnen mit einer Fülle duftender Blüten danken, die Ihren Garten in ein wahres Blütenparadies verwandeln!

Pflege nach der Bodenvorbereitung

Nachdem wir den Boden für unsere Edelwicken sorgfältig vorbereitet haben, geht es nun an die richtige Pflege. Diese ist entscheidend für gesundes Wachstum und eine üppige Blütenpracht. Lassen Sie mich Ihnen ein paar wichtige Aspekte näherbringen:

Bewässerung des vorbereiteten Bodens

Edelwicken sind wahre Durstlöscher und benötigen eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Der Boden sollte feucht, aber nicht durchnässt sein. Gießen Sie regelmäßig und gründlich, besonders wenn es längere Zeit nicht regnet. Aus meiner Erfahrung ist der frühe Morgen die beste Zeit zum Wässern. So können die Pflanzen den ganzen Tag über die Feuchtigkeit aufnehmen und sind bestens versorgt.

Mulchen zur Feuchtigkeitserhaltung

Ein alter Gärtnertrick, den ich sehr schätze, ist das Mulchen. Eine Schicht aus organischem Material wie Stroh oder Rindenmulch wirkt wahre Wunder. Sie hält nicht nur die Feuchtigkeit im Boden, sondern unterdrückt auch lästiges Unkraut. Warten Sie, bis Ihre Pflänzchen etwa 10 cm hoch sind, und bringen Sie dann eine ca. 5 cm dicke Mulchschicht auf. Aber Vorsicht: Halten Sie etwas Abstand zu den Stängeln, sonst droht Fäulnis.

Regelmäßige Bodenpflege während der Wachstumsperiode

Ihre Edelwicken werden es Ihnen danken, wenn Sie den Boden um sie herum regelmäßig etwas auflockern. Ich verwende dafür gerne eine kleine Handhacke. Das verbessert die Belüftung der Wurzeln und entfernt gleichzeitig unerwünschtes Unkraut. Gehen Sie dabei behutsam vor, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu verletzen. Alle 4-6 Wochen gönne ich meinen Edelwicken eine Extraportion Nährstoffe in Form eines ausgewogenen, organischen Düngers. Das fördert kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte.

Häufige Fehler bei der Bodenvorbereitung

In meinen Jahren als Hobbygärtnerin sind mir einige Stolpersteine bei der Bodenvorbereitung für Edelwicken begegnet. Lassen Sie mich die häufigsten mit Ihnen teilen:

Vernachlässigung der Drainage

Ein Fehler, den ich anfangs selbst gemacht habe, ist die Unterschätzung einer guten Drainage. Edelwicken mögen es feucht, aber Staunässe ist ihr Feind. Wenn sich nach einem Regenguss lange Pfützen bilden, müssen Sie handeln. Mischen Sie grobkörnigen Sand oder feinen Kies unter die obere Bodenschicht, das verbessert die Durchlässigkeit enorm. In Extremfällen kann sogar die Anlage von Drainagerohren nötig sein - ein bisschen Aufwand, der sich aber lohnt!

Unzureichende Lockerung des Bodens

Edelwicken sind wahre Tiefwurzler und brauchen einen gut gelockerten Boden. Oberflächliches Umgraben reicht da nicht aus. Lockern Sie den Boden mindestens 30-40 cm tief auf. Ich verwende dafür am liebsten eine Grabegabel, aber ein Spaten tut's auch. Bei sehr schwerem Boden kann eine Motorhacke hilfreich sein. Die gründliche Lockerung ermöglicht es den Wurzeln, tief in den Boden einzudringen und sich optimal zu entwickeln. Ihre Edelwicken werden es Ihnen mit kräftigem Wuchs danken!

Falsche pH-Wert-Einstellung

Edelwicken sind in Sachen Boden-pH etwas wählerisch. Sie mögen es leicht alkalisch bis neutral, idealerweise zwischen 6,5 und 7,5. Ein zu saurer Boden kann zu Nährstoffmangel und kümmerlichem Wachstum führen. Ich empfehle, den pH-Wert mit einem Bodentestset zu messen. Ist der Boden zu sauer, hilft Kalk. Bei zu alkalischem Boden können Sie Schwefel oder sauren Torf einarbeiten. Bedenken Sie aber, dass Änderungen des pH-Werts ihre Zeit brauchen - planen Sie das rechtzeitig vor der Pflanzung ein.

Der Weg zur Edelwickenpracht

Die sorgfältige Bodenvorbereitung ist der Grundstein für prachtvolle Edelwicken. Mit der richtigen Pflege danach und dem Vermeiden häufiger Fehler schaffen Sie beste Bedingungen für Ihre Pflanzen. Beobachten Sie Ihre Edelwicken aufmerksam und reagieren Sie auf ihre Bedürfnisse. Ich verspreche Ihnen, mit etwas Geduld werden Sie mit einer überwältigenden Blütenpracht belohnt, die Ihren Garten in ein duftendes Paradies verwandelt. Genießen Sie den Prozess und die Früchte Ihrer Arbeit - Ihre Edelwicken werden es Ihnen mit einem Meer aus Farben und Düften danken!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Bodenart eignet sich am besten für Edelwicken?
    Edelwicken gedeihen am besten in einem mittelschweren, lehmigen Boden. Dieser Bodentyp vereint die idealen Eigenschaften: Er ist tiefgründig, nährstoffreich und gut durchlässig, speichert aber gleichzeitig ausreichend Feuchtigkeit. Ein einfacher Test hilft bei der Bestimmung: Formen Sie feuchte Erde zu einer Kugel - lässt sie sich gut formen ohne zu zerfallen, haben Sie den idealen lehmigen Boden. Zu sandige Böden trocknen schnell aus und benötigen Kompost-Zugaben, während schwere Tonböden durch Sand-Beimischung verbessert werden müssen. Wichtig ist auch die Humusversorgung - organisches Material wie gut verrotteter Kompost oder Stallmist sollte großzügig eingearbeitet werden. Die richtige Bodenart bildet das Fundament für kräftige Pflanzen und üppige Blütenpracht bei diesen anspruchsvollen Kletterpflanzen.
  2. Wie tief sollte der Boden für Lathyrus odoratus vorbereitet werden?
    Für Lathyrus odoratus (Edelwicken) sollte der Boden mindestens 30-40 cm tief bearbeitet werden. Diese Tiefe ist essentiell, da Edelwicken ein ausgeprägtes Tiefwurzelsystem entwickeln und ihre Wurzeln tief in den Boden eindringen müssen, um sich optimal mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Eine oberflächliche Bearbeitung reicht keinesfalls aus. Bei der Tiefenlockerung werden Verdichtungen aufgebrochen und die Bodenstruktur nachhaltig verbessert. Gleichzeitig können Sie in dieser Tiefe organisches Material wie Kompost oder gut verrotteten Stallmist einarbeiten, das den Wurzeln langfristig zur Verfügung steht. Verwenden Sie eine Grabegabel oder einen Spaten für die gründliche Auflockerung. Bei sehr schwerem Lehmboden kann eine Motorhacke hilfreich sein. Diese tiefe Vorbereitung mag arbeitsaufwändig erscheinen, ist aber der Grundstein für gesunde, kräftige Edelwicken mit üppiger Blütenpracht.
  3. Welcher pH-Wert ist optimal für das Wachstum von Edelwicken?
    Edelwicken bevorzugen einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5, wobei der optimale Bereich bei 6,5 bis 7,5 liegt - also leicht alkalisch bis neutral. Dieser pH-Bereich gewährleistet die beste Nährstoffverfügbarkeit und fördert gesundes Wachstum sowie reiche Blütenbildung. Mit einem pH-Testkit aus dem Gartencenter können Sie den Wert selbst messen. Ist der Boden zu sauer (unter pH 6,0), hilft die Zugabe von Gartenkalk - etwa 100-150 g pro Quadratmeter bei leichten Böden, 150-200 g bei schweren Böden. Bei zu alkalischem Boden (über pH 7,5) können Sie sauren Torf oder Schwefel einarbeiten. Wichtig: pH-Wert-Änderungen brauchen Zeit, planen Sie daher rechtzeitig vor der Pflanzung. Ein falscher pH-Wert kann zu Nährstoffmangel, Chlorose und kümmerlichem Wachstum führen. Die richtige pH-Einstellung ist daher entscheidend für das Gedeihen Ihrer Edelwicken.
  4. Was bedeutet Fruchtwechsel bei der Kultivierung von Wickenpflanzen?
    Fruchtwechsel bedeutet, dass Edelwicken nicht Jahr für Jahr am selben Standort angebaut werden sollten. Empfohlen wird eine Anbaupause von 3-4 Jahren am gleichen Platz. Diese Praxis beugt Bodenmüdigkeit vor und reduziert das Risiko von Krankheiten und Schädlingen, die sich im Boden ansammeln können. Edelwicken gehören zu den Hülsenfrüchten (Leguminosen) und sollten daher nicht nach anderen Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen oder Lupinen gepflanzt werden. Gute Vorfrüchte sind hingegen Kohlarten, Salate oder andere Blattkulturen. Der Fruchtwechsel fördert nicht nur die Pflanzengesundheit, sondern verbessert auch die Bodenstruktur und das Nährstoffgleichgewicht. Nach Hülsenfrüchten ist der Boden oft mit Stickstoff angereichert, was nachfolgenden Kulturen zugutekommen kann. Diese alte Gärtnerweisheit ist besonders wichtig für nachhaltiges Gärtnern und langfristig gesunde Böden.
  5. Warum sind 30-40 cm Bearbeitungstiefe bei Duftwicken notwendig?
    Die Bearbeitungstiefe von 30-40 cm ist bei Duftwicken essentiell, da diese Pflanzen ausgesprochen tiefe Wurzelsysteme entwickeln. Edelwicken sind echte Tiefwurzler, deren Wurzeln weit in den Boden eindringen müssen, um sich optimal mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Eine tiefe Bodenlockerung verbessert die Durchlüftung des Bodens erheblich, was die Wurzelatmung fördert und Staunässe verhindert. Außerdem können in dieser Tiefe Bodenverdichtungen aufgebrochen werden, die das Wurzelwachstum behindern würden. Bei der tiefen Bearbeitung lassen sich auch organische Materialien wie Kompost oder gut verrotteter Stallmist optimal einarbeiten - sie stehen dann den Wurzeln langfristig zur Verfügung. Oberflächliche Bearbeitung würde zu schwachem Wurzelwachstum, schlechter Nährstoffaufnahme und letztendlich zu kümmerlichen Pflanzen mit geringer Blütenpracht führen. Die Investition in gründliche Tiefenlockerung zahlt sich durch kräftige, gesunde Pflanzen aus.
  6. Worin unterscheiden sich Edelwicken von anderen Hülsenfrüchten bei der Bodenvorbereitung?
    Edelwicken unterscheiden sich von anderen Hülsenfrüchten hauptsächlich durch ihre besonderen Ansprüche an Bodenstruktur und pH-Wert. Während die meisten Hülsenfrüchte auch in leicht sauren Böden gedeihen, bevorzugen Edelwicken deutlich alkalischere Bedingungen mit einem pH-Wert von 6,5-7,5. Die Bearbeitungstiefe muss bei Edelwicken außergewöhnlich tief sein (30-40 cm), da sie als Kletterpflanzen ein besonders ausgeprägtes Wurzelsystem entwickeln. Im Gegensatz zu Buschbohnen oder Erbsen benötigen sie außerdem von Anfang an Rankhilfen, die bereits bei der Bodenvorbereitung eingeplant werden müssen. Der Nährstoffbedarf ist höher als bei vielen anderen Hülsenfrüchten, da sie über eine ganze Saison hinweg kontinuierlich wachsen und blühen. Drainage ist kritischer als bei bodennah wachsenden Verwandten, da Staunässe bei den langen Ranken schnell zu Pilzkrankheiten führt. Diese besonderen Anforderungen machen eine sorgfältigere und spezifischere Bodenvorbereitung erforderlich.
  7. Wie unterscheidet sich die Vorbereitung für Direktsaat gegenüber der Vorkultur?
    Die Vorbereitung für Direktsaat erfordert eine besonders feine und sorgfältige Bearbeitung der obersten Bodenschicht. Der Boden muss 20-30 cm tief gelockert und zu einer feinkrümeligen Struktur gebracht werden, damit die Samen optimal keimen können. Steine und grobe Erdklumpen müssen gründlich entfernt werden. Flache Saatrillen von etwa 2 cm Tiefe werden gezogen, und eine dünne Sandschicht kann das Einharken erleichtern. Bei der Vorkultur hingegen liegt der Fokus auf der Vorbereitung des späteren Pflanzplatzes - die Bodenbearbeitung kann etwas gröber ausfallen, da bereits entwickelte Wurzelballen eingepflanzt werden. Für die Anzucht selbst benötigen Sie spezielle Anzuchterde, die nährstoffarm und locker sein sollte. Tiefe Töpfe mit guter Drainage sind wichtig, da die Pfahlwurzeln schon früh tief wachsen. Der Vorteil der Vorkultur: Sie haben mehr Kontrolle über die Keim- und Anfangsbedingungen und können bei ungünstiger Witterung flexibler reagieren.
  8. Welche Rolle spielt die Drainage bei der Bodenvorbereitung für Kletterpflanzen?
    Drainage ist bei Kletterpflanzen wie Edelwicken von entscheidender Bedeutung, da diese besonders anfällig für Staunässe und die daraus resultierenden Wurzel- und Pilzkrankheiten sind. Durch ihre lange Wachstumsperiode und das ausgedehnte Wurzelsystem sind sie längere Zeit feuchtigkeitsbedingten Risiken ausgesetzt. Eine gute Drainage verhindert, dass sich Wasser im Wurzelbereich staut, was zu Wurzelfäule und anderen Krankheiten führen könnte. Bei schweren Lehmböden sollten Sie grobkörnigen Sand oder feinen Kies einarbeiten. In extremen Fällen kann eine Drainageschicht aus Kies am Beetboden oder sogar die Installation von Drainagerohren nötig sein. Hochbeete bieten eine natürliche Lösung für Drainage-Probleme. Gleichzeitig muss die Drainage so gestaltet sein, dass der Boden nicht zu schnell austrocknet - Edelwicken benötigen konstante, aber nicht stauende Feuchtigkeit. Das richtige Gleichgewicht zwischen Wasserspeicherung und Ableitung ist der Schlüssel zum Erfolg.
  9. Wo kann man hochwertiges Saatgut für Gartenwicken erwerben?
    Hochwertiges Saatgut für Gartenwicken erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Qualitätssaatgut spezialisiert haben. Etablierte Anbieter wie samen.de führen ein breites Sortiment verschiedener Edelwicken-Sorten und können durch ihre Erfahrung bei der Sortenauswahl beraten. Achten Sie auf Anbieter, die Informationen über Keimfähigkeit, Herkunft und Behandlung des Saatguts liefern. Qualitätssaatgut zeichnet sich durch hohe Keimraten, sortenreine Eigenschaften und oft auch durch biologische Erzeugung aus. Lokale Gartencenter bieten den Vorteil persönlicher Beratung und oft auch regionale Sorten. Online-Fachshops haben meist eine größere Auswahl und detaillierte Sortenbeschreibungen. Vermeiden Sie billiges Saatgut unbekannter Herkunft - die Keimrate und Sortenreinheit können enttäuschend sein. Investieren Sie lieber in geprüfte Qualität, die sich durch bessere Keimung, kräftigere Pflanzen und reichere Blütenpracht auszahlt. Auch Tauschbörsen und Saatgutbibliotheken können interessante alte Sorten anbieten.
  10. Welche Bodenhilfsmittel sind für optimale Nährstoffversorgung empfehlenswert?
    Für die optimale Nährstoffversorgung von Edelwicken sind verschiedene organische Bodenhilfsmittel empfehlenswert. Gut verrotteter Kompost ist das wichtigste Hilfsmittel - er verbessert die Bodenstruktur und liefert ausgewogene Nährstoffe. Pro Quadratmeter sollten 3-5 Liter eingearbeitet werden. Reifer Stallmist eignet sich ebenfalls hervorragend, niemals aber frischen Mist verwenden. Hornspäne liefern langfristig Stickstoff, Knochenmehl versorgt die Wurzeln mit Phosphor für kräftige Entwicklung. Algenkalk bringt wichtige Spurenelemente ein und kann den pH-Wert positiv beeinflussen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft aufeinander abgestimmte Dünger-Systeme für Blühpflanzen an. Gesteinsmehl verbessert die Bodenstruktur und liefert Mineralien. Wichtig ist die richtige Dosierung - Überdüngung führt zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Organische Dünger wirken langsam und gleichmäßig, was für die lange Kulturdauer von Edelwicken ideal ist.
  11. Wie beeinflusst die Bodenstruktur die Wurzelentwicklung von Rankpflanzen?
    Die Bodenstruktur hat enormen Einfluss auf die Wurzelentwicklung von Rankpflanzen wie Edelwicken. Eine lockere, krümelige Struktur ermöglicht es den Wurzeln, leicht in die Tiefe zu wachsen und sich optimal auszubreiten. Verdichtete Böden hingegen behindern das Wurzelwachstum erheblich - die Wurzeln können nicht tief genug eindringen und bleiben oberflächlich. Dies führt zu schlechter Nährstoff- und Wasseraufnahme. Eine gute Bodenstruktur gewährleistet außerdem optimale Belüftung der Wurzeln, was für die Wurzelatmung essentiell ist. Zu feste Böden können Sauerstoffmangel im Wurzelbereich verursachen. Die richtige Struktur reguliert auch die Wasserspeicherung - lockerer Boden hält Feuchtigkeit, lässt aber überschüssiges Wasser abfließen. Humus spielt eine Schlüsselrolle: Er verbessert die Krümelstruktur und schafft Hohlräume für Luft und Wasser. Rankpflanzen mit ihren langen Wachstumszeiten sind besonders auf eine stabile, durchlässige Bodenstruktur angewiesen, die ihnen langfristig optimale Bedingungen bietet.
  12. Welche mikrobiologischen Prozesse verbessern die Nährstoffverfügbarkeit?
    Mikrobiologische Prozesse sind entscheidend für die Nährstoffverfügbarkeit im Boden. Bodenbakterien und Pilze zersetzen organisches Material wie Kompost oder Laub und machen dabei Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar. Besonders wichtig sind stickstofffixierende Bakterien, die als Hülsenfrucht auch Edelwicken zugutekommen - sie können atmosphärischen Stickstoff in pflanzenverfügbare Form umwandeln. Mykorrhiza-Pilze gehen symbiotische Verbindungen mit Pflanzenwurzeln ein und erweitern deren Nährstoffaufnahme-Fähigkeit erheblich, besonders für Phosphor und Spurenelemente. Regenwürmer und andere Bodenorganismen durchmischen und belüften den Boden, wodurch mikrobielle Aktivität gefördert wird. Organisches Material wie Kompost füttert diese Mikroorganismen und hält sie aktiv. Ein lebendiger Boden mit hoher mikrobieller Aktivität kann Nährstoffe viel effizienter bereitstellen als sterile Substrate. Die Förderung des Bodenlebens durch organische Düngung und schonende Bearbeitung ist daher langfristig wichtiger als reine Mineraldüngung.
  13. Wie wirkt sich organisches Material auf die Wasserspeicherfähigkeit aus?
    Organisches Material verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erheblich und ist besonders für durstiges Gewächse wie Edelwicken von großer Bedeutung. Humus und Kompost können das Mehrfache ihres Eigengewichts an Wasser speichern - bis zum 20-fachen bei gut verrottetem organischem Material. Durch die schwammartige Struktur entstehen Hohlräume, die Wasser aufnehmen und langsam wieder abgeben. Gleichzeitig verbessert organisches Material die Bodenstruktur, wodurch mehr Poren entstehen, die als Wasserspeicher fungieren. In sandigen Böden wirkt organisches Material wie ein Schwamm und verhindert das schnelle Versickern von Gießwasser. In schweren Lehmböden lockert es die Struktur auf und schafft Drainage, wodurch Staunässe verhindert wird. Regelmäßige Kompostgaben schaffen ein optimales Wassermanagement: Der Boden hält ausreichend Feuchtigkeit für trockene Perioden, lässt aber überschüssiges Wasser abfließen. Diese natürliche Regulierung reduziert den Gießaufwand und schafft gleichmäßige Feuchtigkeitsbedingungen.
  14. Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Humusgehalt und Blütenbildung?
    Der Humusgehalt beeinflusst die Blütenbildung von Edelwicken auf verschiedene Weise entscheidend. Humus ist ein Langzeit-Nährstoffspeicher, der kontinuierlich Stickstoff, Phosphor und Kalium freisetzt - essentiell für die Blütenentwicklung. Besonders Phosphor ist für die Blütenknospenbildung unverzichtbar, und humusreiche Böden stellen diesen Nährstoff gleichmäßig zur Verfügung. Humus verbessert außerdem die Bodenstruktur, wodurch die Wurzeln besser wachsen und mehr Nährstoffe aufnehmen können. Eine gute Humusversorgung fördert das Bodenleben, welches wiederum Nährstoffe mobilisiert und die Wurzelgesundheit stärkt. Böden mit ausreichend Humus (3-5%) speichern Wasser besser, was für die kontinuierliche Blütenproduktion wichtig ist. Allerdings kann zu viel Stickstoff aus übermäßiger Humusdüngung auch kontraproduktiv sein - er fördert dann das Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Das richtige Gleichgewicht ist entscheidend: Ausreichend Humus für Nährstoffe und Bodengesundheit, aber nicht so viel, dass übermäßiges Blattwachstum die Blüte unterdrückt.
  15. Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Bodenvorbereitung?
    Der optimale Zeitpunkt für die Bodenvorbereitung hängt von der geplanten Aussaat und den klimatischen Bedingungen ab. Idealerweise beginnt die Vorbereitung 3-4 Wochen vor der geplanten Aussaat oder Pflanzung. In milderen Regionen kann bereits Ende Februar bis Anfang März mit der Bodenbearbeitung begonnen werden, wenn der Boden nicht mehr gefroren und gut abgetrocknet ist. Der Boden sollte 'begehbar' sein - das bedeutet, er darf nicht an den Schuhen kleben oder matschig sein. Bei schwerem Lehmboden ist oft eine Herbstvorbereitung sinnvoll, um die Frostgare zu nutzen - der Frost lockert verdichtete Bereiche auf natürliche Weise. Die Feinarbeiten wie das Einharken und Glätten sollten erst kurz vor der Aussaat erfolgen, damit die Oberfläche nicht verschlämmt. Kompost und organische Dünger können bereits im Herbst eingearbeitet werden, sie haben dann Zeit zu reifen. Kalk sollte ebenfalls rechtzeitig ausgebracht werden, da pH-Wert-Änderungen Zeit brauchen. Beobachten Sie die Wettervorhersage und nutzen Sie trockene Perioden für die Bodenarbeiten.
  16. Wie bereitet man schweren Lehmboden für Schlingpflanzen vor?
    Schwerer Lehmboden erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung für Schlingpflanzen wie Edelwicken. Die wichtigste Maßnahme ist die Strukturverbesserung durch groben Sand oder feinen Kies - etwa 2-3 Liter pro Quadratmeter in die oberen 30-40 cm einarbeiten. Niemals feinen Sand verwenden, da dieser den Boden noch dichter macht. Großzügige Kompostgaben (5-7 Liter pro Quadratmeter) lockern den Boden biologisch auf und fördern die Krümelbildung. Eine Herbstvorbereitung ist bei Lehmboden besonders vorteilhaft - grobe Schollen können über Winter durch Frost-Tau-Zyklen natürlich zerfallen. Bei der Bearbeitung den Boden niemals in nassem Zustand bearbeiten, da sonst Verdichtungen entstehen. Eine Drainage-Schicht aus grobem Kies am Beetboden kann in extremen Fällen nötig sein. Hochbeete sind eine alternative Lösung, wenn der Lehmboden zu problematisch ist. Regelmäßige organische Düngung über Jahre hinweg verbessert die Struktur nachhaltig. Geduld ist wichtig - Lehmböden brauchen Zeit für strukturelle Verbesserungen, belohnen dann aber mit hervorragender Nährstoffversorgung.
  17. Führt häufiges Düngen wirklich zu besserer Blütenpracht?
    Häufiges Düngen führt nicht automatisch zu besserer Blütenpracht - oft ist sogar das Gegenteil der Fall. Edelwicken reagieren auf Überdüngung, besonders mit Stickstoff, mit verstärktem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung. Die Pflanzen werden zwar üppig grün, blühen aber spärlich. Eine ausgewogene, maßvolle Düngung ist wesentlich effektiver. Eine Grundversorgung mit Kompost bei der Bodenvorbereitung, gefolgt von gelegentlichen organischen Düngergaben alle 4-6 Wochen, ist optimal. Wichtig ist das richtige Nährstoffverhältnis: Phosphor fördert die Blütenbildung, Kalium stärkt die Pflanze, während Stickstoff nur mäßig gegeben werden sollte. Organische Dünger sind ideal, da sie Nährstoffe langsam und gleichmäßig freisetzen. Beobachten Sie Ihre Pflanzen: Hellgrüne Blätter oder nachlassendes Wachstum signalisieren Nährstoffbedarf, während dunkelgrüne, üppige Blätter mit wenig Blüten auf Überdüngung hindeuten. Weniger ist oft mehr - eine zurückhaltende, bedarfsgerechte Düngung führt zu gesünderen Pflanzen und reicherer Blüte.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es bei der Bodenbearbeitung?
    Regionale Unterschiede bei der Bodenbearbeitung ergeben sich hauptsächlich durch Klima, Bodentyp und lokale Bedingungen. In milderen Regionen wie dem Rheingraben kann bereits früh im Jahr mit der Bodenvorbereitung begonnen werden, während in höheren Lagen oder kontinentalen Gebieten erst später optimale Bedingungen herrschen. Küstenregionen mit sandigen Böden erfordern verstärkte Humusgaben für bessere Wasserspeicherung, während alpine Regionen mit kurzen Vegetationszeiten oft Hochbeete oder geschützte Standorte benötigen. In regenreichen Gebieten ist die Drainage kritischer als in trockenen Regionen, wo Wasserspeicherung im Vordergrund steht. Schwere Lehmböden in Flussniederungen brauchen andere Bearbeitungsmethoden als leichte Sandböden in Norddeutschland. Auch der pH-Wert variiert regional - kalkhaltige Gebiete haben oft alkalische Böden, während Gebiete mit viel Nadelwald eher saure Bedingungen aufweisen. Lokale Gartencenter und Gartenvereine kennen die regionalen Besonderheiten am besten und können spezifische Empfehlungen geben. Klimawandel-bedingt verschieben sich auch die optimalen Bearbeitungszeitpunkte regional unterschiedlich.
  19. Wie unterscheidet sich die Vorbereitung für Hochbeete von der für Freiland?
    Die Vorbereitung für Hochbeete unterscheidet sich grundlegend von der Freilandvorbereitung und bietet mehrere Vorteile für Edelwicken. Bei Hochbeeten haben Sie die volle Kontrolle über die Bodenzusammensetzung und können die ideale Mischung aus Gartenerde, Kompost und Sand schaffen. Die Drainage ist automatisch besser, da überschüssiges Wasser nach unten abfließen kann. Eine typische Hochbeet-Füllung besteht aus einer unteren Drainageschicht aus grobem Material, darüber halbverrottetes organisches Material und oben eine Mischung aus hochwertiger Gartenerde mit 30-40% Kompostanteil. Hochbeete erwärmen sich früher, wodurch die Saison verlängert wird. Der Boden sackt im ersten Jahr erheblich, weshalb Nachfüllungen nötig sind. Die Bewässerung muss intensiver erfolgen, da Hochbeete schneller austrocknen. Dafür sind Drainage-Probleme praktisch ausgeschlossen. Rankhilfen lassen sich leichter am Hochbeet-Rand befestigen. Die Investition in ein Hochbeet lohnt sich besonders bei problematischen Böden oder für Gärtner mit Rückenproblemen.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Zierpflanzen- und Gemüsegarten-Bodenvorbereitung?
    Die Bodenvorbereitung für Zierpflanzen wie Edelwicken unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Gemüsegarten-Vorbereitung. Zierpflanzen-Beete werden meist langfristiger angelegt und benötigen eine stabilere Bodenstruktur, da sie oft mehrere Jahre am gleichen Standort stehen. Die Nährstoffversorgung ist ausgewogener - weniger Stickstoff-betont als bei Blattgemüsen, dafür mehr Phosphor für Blütenbildung. Ästhetische Aspekte spielen eine größere Rolle: Der Boden sollte gleichmäßiger vorbereitet sein, da Zierpflanzungen meist repräsentativen Charakter haben. Mulchen ist bei Zierpflanzen oft wichtiger für das optische Erscheinungsbild. Die pH-Wert-Anforderungen können spezifischer sein - viele Zierpflanzen haben engere pH-Toleranzen als Gemüse. Fruchtwechsel ist bei Zierpflanzen weniger kritisch, da sie nicht zur gleichen Pflanzenfamilie gehören wie typische Gemüse. Dafür ist die Bodenbearbeitung oft tiefer, da Zierpflanzen wie Edelwicken ausgeprägteWurzelsysteme entwickeln. Die Langfristigkeit der Anpflanzung erfordert sorgfältigere Grundlagen-Vorbereitung, die sich über Jahre bewähren muss.
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