Der Neuseeländer Spinat: Ein robustes Gemüse für Ihren Garten

Neuseeländer Spinat: Ein robustes Gemüse für Ihren Topfgarten

Wenn Sie auf der Suche nach einer vielseitigen und pflegeleichten Pflanze für Ihren Topfgarten sind, könnte der Neuseeländer Spinat genau das Richtige für Sie sein. Ich habe dieses interessante Gewächs vor einigen Jahren entdeckt und möchte Ihnen gerne mehr über seine Herkunft, Vorteile und Anbaumethoden erzählen.

Was Sie über den Anbau wissen sollten

  • Es ist eine wärmeliebende und robuste Pflanze
  • Eignet sich hervorragend für Topf- und Containeranbau
  • Bevorzugt einen sonnigen Standort und nährstoffreichen Boden
  • Pflegeleicht mit langer Erntezeit

Woher kommt der Neuseeländer Spinat und was macht ihn besonders?

Der Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonioides) stammt, wie der Name schon verrät, ursprünglich aus Neuseeland und Australien. Botanisch gesehen gehört er zur Familie der Eiskrautgewächse und ist überraschenderweise nicht mit unserem heimischen Spinat verwandt. Die Pflanze entwickelt lange, kriechende Triebe mit fleischigen, dreieckigen Blättern. Diese haben einen interessanten Geschmack - leicht salzig mit einer milden Spinatnote.

Im Gegensatz zu unserem heimischen Spinat ist der Neuseeländer Spinat erstaunlich hitzebeständig. Er schießt selbst bei hohen Temperaturen nicht, was ihn zu einem dankbaren Sommergemüse macht. Die Pflanze kann beachtlich groß werden, bis zu einem Meter hoch, und sich dabei weit ausbreiten. Seine Blüten sind zwar eher unscheinbar, aber die essbaren Früchte sehen wie kleine Hörnchen aus und sind eine nette Zugabe.

Warum sich der Anbau in Töpfen und Containern lohnt

Aus meiner Erfahrung bietet der Anbau von Neuseeländer Spinat in Töpfen und Containern einige beachtliche Vorteile:

  • Platzersparnis: Ideal für kleine Gärten, Balkone oder Terrassen
  • Bessere Kontrolle: Sie können Bewässerung und Nährstoffversorgung leichter steuern
  • Flexibilität: Bei Bedarf können Sie die Pflanzen problemlos umstellen
  • Längere Anbausaison: Schutz vor Frost durch Umstellen in geschützte Bereiche
  • Dekorativ: Attraktive Begrünung für Wohnbereiche

Besonders praktisch finde ich den Containeranbau, wenn man den Neuseeländer Spinat als Beeteinfassung oder hängende Pflanze nutzen möchte. Die langen Triebe können über den Topfrand wachsen und schaffen so ein üppiges, grünes Erscheinungsbild, das jedem Balkon oder jeder Terrasse einen tropischen Touch verleiht.

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Produktbild von Sperli Spinat Carlas Bester mit Details zum Neuseeländer Spinat Aufführung der Erntezeit von März bis Mai und Hinweis auf die Eignung zum Einfrieren auf deutschem Etikett.
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Wie unterscheidet er sich vom herkömmlichen Spinat?

Obwohl der Neuseeländer Spinat oft als Alternative zum herkömmlichen Spinat angebaut wird, gibt es einige wesentliche Unterschiede, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

  • Wachstumsform: Während der Neuseeländer Spinat lange Ranken bildet, wächst echter Spinat kompakt
  • Hitzetoleranz: Der Neuseeländer Spinat gedeiht auch bei hohen Temperaturen, echter Spinat neigt dann zum Schießen
  • Erntezeit: Sie können Neuseeländer Spinat über Monate hinweg ernten, echter Spinat hat eine relativ kurze Ernteperiode
  • Geschmack: Der Neuseeländer Spinat schmeckt milder und hat eine leicht salzige Note
  • Zubereitung: Neuseeländer Spinat wird häufig roh verzehrt, echter Spinat wird meist gekocht

Ein weiterer Vorteil des Neuseeländer Spinats ist, dass er oft weniger Probleme mit Schädlingen hat als herkömmlicher Spinat. Das macht ihn zu einer pflegeleichten Alternative, besonders für Einsteiger im Gemüseanbau.

So bereiten Sie sich auf den Anbau vor

Die richtigen Gefäße und Container auswählen

Für einen erfolgreichen Anbau von Neuseeländer Spinat in Töpfen und Containern ist die Wahl des richtigen Gefäßes entscheidend. Hier einige Tipps, die sich bei mir bewährt haben:

  • Größe: Mindestens 30 cm Durchmesser und 30 cm Tiefe
  • Material: Ton, Kunststoff oder Holz - alles geht, solange eine gute Drainage gewährleistet ist
  • Form: Breite, flache Gefäße eignen sich gut für die ausladenden Triebe
  • Drainage: Achten Sie auf ausreichende Abzugslöcher im Boden

Persönlich bevorzuge ich große Tontöpfe für Neuseeländer Spinat. Sie speichern die Wärme gut und lassen überschüssiges Wasser verdunsten, was der Pflanze sehr entgegenkommt.

Die ideale Bodenmischung für Topfkulturen

Die richtige Bodenmischung ist für das Gedeihen des Neuseeländer Spinats in Töpfen entscheidend. Hier ist meine bewährte Rezeptur:

  • Basis: Hochwertige, nährstoffreiche Pflanzerde
  • Zusätze: Reifer Kompost für zusätzliche Nährstoffe
  • Drainage: Sand oder Perlite zur Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit
  • pH-Wert: Leicht sauer bis neutral (pH 6,0-7,0)

Eine Mischung, die sich bei mir bewährt hat, besteht aus zwei Teilen guter Pflanzerde, einem Teil reifem Kompost und einem Teil grobem Sand. Diese Kombination bietet dem Neuseeländer Spinat optimale Wachstumsbedingungen.

Den richtigen Platz auf Balkon oder Terrasse finden

Der richtige Standort ist entscheidend für das Wachstum und den Ertrag des Neuseeländer Spinats. Hier einige Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Licht: Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal, mindestens 6 Stunden direkte Sonne täglich
  • Windschutz: Ein geschützter Platz hilft, Austrocknung zu vermeiden
  • Temperatur: Die Pflanze liebt Wärme, optimal sind Temperaturen zwischen 15-25°C
  • Platz: Denken Sie daran, ausreichend Raum für die ausladenden Triebe einzuplanen

Auf meinem Balkon habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, die Töpfe mit Neuseeländer Spinat an der Südseite zu platzieren. Dort profitieren sie von der Morgensonne, sind aber vor der intensiven Mittagshitze geschützt. So kann man über Monate hinweg eine reiche Ernte an frischen, saftigen Blättern genießen.

Aussaat und Anzucht von Neuseeländer Spinat

Der Zeitpunkt für die Aussaat von Neuseeländer Spinat spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg. In der Regel empfiehlt es sich, die Samen zwischen Mitte April und Ende Mai auszusäen. Wenn Sie in einer kühleren Region leben, könnte es ratsam sein, bis Anfang Juni zu warten, um mögliche Frostschäden zu vermeiden.

Methoden der Vorkultur

Eine Vorkultur lohnt sich beim Neuseeländer Spinat aufgrund seiner langen Keimzeit. Hier einige bewährte Methoden, die ich selbst erfolgreich angewendet habe:

  • Aussaat in Anzuchttöpfen: Verwenden Sie torffreie Anzuchterde und säen Sie 2-3 Samen pro Topf in etwa 1-2 cm Tiefe. Dies hat bei mir immer gut funktioniert.
  • Quellverfahren: Die Samen 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen. Dies beschleunigt die Keimung spürbar.
  • Keimschale: Legen Sie die Samen zwischen feuchte Küchenpapierlagen und halten Sie sie bei etwa 20°C warm. Eine simple, aber effektive Methode.

Nach der Keimung, die etwa 10-14 Tage dauern kann, pikieren Sie die Sämlinge in größere Töpfe. Seien Sie dabei vorsichtig mit den zarten Wurzeln.

Direktsaat in Container

Für die Direktsaat eignen sich Container mit mindestens 5 Litern Volumen. Füllen Sie diese mit nährstoffreicher, lockerer Erde. Ich säe normalerweise 3-4 Samen pro Container in etwa 2 cm Tiefe und achte darauf, den Boden gleichmäßig feucht zu halten.

Keimungsbedingungen und Pflege der Sämlinge

Neuseeländer Spinat keimt am besten bei Temperaturen zwischen 18 und 22°C. Platzieren Sie die Aussaatgefäße an einem hellen, aber nicht vollsonnigen Ort. Sobald die ersten Blätter erscheinen, können Sie die Sämlinge behutsam vereinzeln. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, aber vermeiden Sie unbedingt Staunässe - das mögen die Pflanzen gar nicht.

Pflege von Neuseeländer Spinat in Gefäßen

Die richtige Pflege ist entscheidend für üppiges Wachstum und eine reiche Ernte. Hier meine wichtigsten Erkenntnisse:

Bewässerung und Feuchtigkeit

Neuseeländer Spinat bevorzugt gleichmäßig feuchte Erde, verträgt aber keine Staunässe. In Containern ist regelmäßiges Gießen besonders wichtig, da die Erde schneller austrocknet als im Freiland. Ein simpler Trick: Stecken Sie den Finger etwa 2 cm tief in die Erde - fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

Düngung und Nährstoffversorgung

Als Starkzehrer benötigt Neuseeländer Spinat eine gute Nährstoffversorgung. Ich mische vor der Pflanzung gerne reifen Kompost unter die Erde. Während der Hauptwachstumszeit hat sich eine zusätzliche Düngung alle 3-4 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger oder selbst angesetzter Brennnesseljauche bewährt.

Stützen und Rankhilfen für üppiges Wachstum

Obwohl Neuseeländer Spinat eher kriechend wächst, kann er in Gefäßen von Rankhilfen profitieren. Kleine Gitter oder Stäbe helfen, die Pflanze aufrecht zu halten und ermöglichen eine bessere Luftzirkulation. Dies beugt nicht nur Pilzkrankheiten vor, sondern erleichtert auch die Ernte erheblich.

Umgang mit begrenztem Platz

In Containern ist der Platz natürlich begrenzt. Um das Wachstum zu optimieren, schneide ich regelmäßig die Triebspitzen zurück. Dies fördert die Verzweigung und hält die Pflanze kompakt. Nutzen Sie auch vertikale Flächen, indem Sie die Ranken an Gittern oder Schnüren hochleiten - das sieht nicht nur schön aus, sondern spart auch Platz.

Mit diesen Pflegetipps wird Ihr Neuseeländer Spinat auch in Töpfen und Containern prächtig gedeihen und Sie mit einer reichen Ernte belohnen. Und das Beste daran: Je mehr Sie ernten, desto mehr wächst nach - also greifen Sie ruhig beherzt zu!

Besonderheiten beim Containeranbau von Neuseeländer Spinat

Der Anbau von Neuseeländer Spinat in Töpfen und Containern bringt einige interessante Herausforderungen mit sich. Mit ein paar cleveren Tricks können Sie jedoch auch im Topf eine üppige Ernte erzielen.

Temperaturregulierung in Gefäßen

Neuseeländer Spinat mag es bekanntlich warm, was beim Containeranbau sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Töpfe erwärmen sich zwar schneller als der Gartenboden, was dem wärmeliebenden Spinat entgegenkommt. Bei intensiver Sonneneinstrahlung besteht jedoch die Gefahr, dass die Wurzeln überhitzen. Mein Tipp: Greifen Sie zu hellen Gefäßen und schützen Sie diese bei extremer Hitze mit einem hellen Tuch. Ein gelegentlicher Platzwechsel hilft zudem, die Temperatur im optimalen Bereich zu halten.

Frostschutz und Überwinterung

Obwohl Neuseeländer Spinat frostempfindlich ist, müssen Sie Ihre Pflanzen im Winter nicht aufgeben. Bei Topfkulturen haben Sie den Vorteil, die Pflanzen bei Frostgefahr ins Haus oder an einen geschützten Ort bringen zu können. Zur Überwinterung eignet sich ein heller, kühler Raum mit etwa 10°C. Reduzieren Sie in dieser Zeit die Wassergaben deutlich. Sobald der Frühling naht, können Sie die Pflanzen wieder nach draußen bringen und mit regelmäßigem Gießen und Düngen zu neuem Leben erwecken.

Schädlinge und Krankheiten im Topf managen

Erfahrungsgemäß sind Gefäßpflanzen oft weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten als ihre Freiland-Verwandten. Dennoch sollten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig im Auge behalten. Blattläuse lassen sich meist durch Abspritzen mit Wasser oder natürliche Feinde wie Marienkäfer in Schach halten. Bei Pilzbefall, der sich durch braune Blattflecken bemerkbar macht, hilft oft schon eine Reduzierung der Feuchtigkeit. Entfernen Sie befallene Blätter umgehend und sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzen.

Mischkultur im Container

Auch im Container lässt sich Neuseeländer Spinat wunderbar mit anderen Pflanzen kombinieren. Besonders gut harmonieren Kräuter wie Basilikum oder Thymian, da sie ähnliche Ansprüche an Boden und Wasser haben. Diese Mischkultur bietet nicht nur optische Vorteile, sondern kann auch Schädlinge abwehren und den Geschmack des Spinats positiv beeinflussen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Begleitpflanzen nicht zu dominant werden und dem Spinat Licht und Nährstoffe streitig machen.

Ernte und Verwendung von Neuseeländer Spinat aus dem Container

Die Ernte von Neuseeländer Spinat aus dem Topf unterscheidet sich kaum von der im Freiland. Mit ein paar Kniffen können Sie die Ernte maximieren und die Qualität optimal nutzen.

Erntetechnik für kontinuierliches Wachstum

Für eine lange Ernteperiode empfehle ich behutsames Vorgehen. Pflücken Sie nur die äußeren, größeren Blätter und lassen Sie die inneren, jüngeren stehen. So regen Sie die Pflanze zu neuem Wachstum an. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass regelmäßiges Ernten in kleinen Mengen die Gesamternte deutlich steigert. Am besten schneiden Sie die Blätter mit einer sauberen Schere ab, um Verletzungen der Pflanze zu vermeiden.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Frisch geernteter Neuseeländer Spinat hält sich im Kühlschrank etwa 3-5 Tage. Ein Tipp aus meiner Küche: Wickeln Sie die Blätter locker in ein feuchtes Küchentuch und bewahren Sie sie in einem Plastikbeutel auf. Zum Einfrieren blanchieren Sie die Blätter kurz in kochendem Wasser, schrecken Sie sie in Eiswasser ab und frieren Sie sie portionsweise ein. So können Sie auch im Winter Ihre sommerliche Ernte genießen.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten in der Küche

Neuseeländer Spinat ist ein wahres Multitalent in der Küche - sowohl roh als auch gekocht. Roh eignet er sich hervorragend für Salate oder als Sandwichbelag. Gekocht lässt er sich wie herkömmlicher Spinat zubereiten - als Beilage, in Aufläufen oder als Füllung für Quiches und Teigtaschen. Ein persönlicher Favorit von mir: Probieren Sie die jungen Triebspitzen in Öl angebraten als knackige Gemüsebeilage. Der leicht säuerliche Geschmack harmoniert wunderbar mit fettigen Speisen wie gegrilltem Fleisch oder Fisch.

Gesundheitliche Vorteile

Neuseeländer Spinat ist nicht nur lecker, sondern auch äußerst gesund. Er enthält reichlich Vitamin C, Eisen und Ballaststoffe. Ein interessanter Aspekt: Im Vergleich zum herkömmlichen Spinat weist er einen geringeren Oxalsäuregehalt auf, was ihn für Menschen mit Neigung zu Nierensteinen attraktiv macht. Zudem ist er reich an Antioxidantien, die unser Immunsystem unterstützen können. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass regelmäßiger Verzehr sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

Praktische Tipps für den Containeranbau von Neuseeländer Spinat

Der Anbau von Neuseeländer Spinat in Töpfen und Containern ist eine wunderbare Möglichkeit, auch auf begrenztem Raum eine reiche Ernte zu erzielen. Basierend auf meinen Erfahrungen möchte ich Ihnen einige bewährte Methoden vorstellen, die zu guten Ergebnissen führen können:

Clever mit dem verfügbaren Raum umgehen

Neuseeländer Spinat wächst bekanntlich üppig und kann schnell viel Platz einnehmen. Um den vorhandenen Raum optimal zu nutzen, empfehle ich Folgendes:

  • Verwenden Sie tiefe, breite Töpfe oder Pflanzenkübel mit mindestens 30 cm Durchmesser. Diese bieten den Wurzeln genügend Platz zur Entfaltung.
  • Bringen Sie Rankhilfen oder Gitter an, an denen die Pflanzen hochklettern können. Das spart nicht nur Platz, sondern sieht auch dekorativ aus.
  • Schneiden Sie überhängende Triebe regelmäßig zurück. Das fördert ein kompaktes Wachstum und verhindert, dass die Pflanze zu ausladend wird.

Vertikale Anbaumöglichkeiten nutzen

Der rankende Wuchs des Neuseeländer Spinats eignet sich hervorragend für vertikale Anbausysteme. Hier ein paar kreative Ideen:

  • Nutzen Sie Balkongeländer oder Zäune als natürliche Rankhilfen. Die Pflanzen werden diese dankbar annehmen.
  • Probieren Sie mehrstöckige Pflanzenregale oder Etageren aus. Diese ermöglichen es, mehrere Pflanzen übereinander anzuordnen.
  • Experimentieren Sie mit hängenden Blumentöpfen oder selbstgebauten Pflanzenwänden. Das kann nicht nur platzsparend, sondern auch ein echter Hingucker sein.

Wassersparende Techniken anwenden

Obwohl Neuseeländer Spinat recht trockenheitsresistent ist, benötigt er im Container regelmäßige Bewässerung. Folgende Methoden haben sich bei mir bewährt, um Wasser zu sparen:

  • Verwenden Sie Wasserspeichergefäße oder selbstbewässernde Töpfe. Diese geben kontinuierlich Feuchtigkeit an die Pflanzen ab.
  • Decken Sie die Bodenoberfläche mit organischem Material wie Stroh oder Rindenmulch ab. Das reduziert die Verdunstung erheblich.
  • Gießen Sie in den frühen Morgenstunden oder am Abend. So verdunstet weniger Wasser durch die Sonneneinstrahlung.
  • Fangen Sie Regenwasser für die Bewässerung auf. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch gut für die Pflanzen.

Nachhaltige Praktiken im Containergarten

Für einen umweltfreundlichen Anbau von Neuseeländer Spinat in Gefäßen empfehle ich folgende Maßnahmen:

  • Greifen Sie zu torffreier, biologischer Pflanzerde. Das schont die Moore und ist besser für die Umwelt.
  • Stellen Sie eigenen Kompost aus Küchenabfällen her. Das ist eine wunderbare Möglichkeit für eine natürliche Düngung.
  • Fördern Sie die Biodiversität durch Mischkultur mit Kräutern oder Blumen. Das kann Schädlinge fernhalten und die Bestäubung verbessern.
  • Verzichten Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel und nutzen Sie stattdessen natürliche Alternativen. Oftmals reicht schon ein kräftiger Wasserstrahl, um Blattläuse loszuwerden.

Mit diesen Tipps lässt sich Neuseeländer Spinat auch auf kleinstem Raum gut kultivieren. Ich bin immer wieder erstaunt, wie ergiebig diese Pflanzen sein können, wenn man ihnen die richtige Pflege zukommen lässt.

Neuseeländer Spinat: Ein Gemüse mit Zukunft

Der Anbau von Neuseeländer Spinat in Töpfen und Containern ist nicht nur praktisch, sondern meiner Meinung nach auch zukunftsweisend. Diese robuste Pflanze eignet sich hervorragend für den urbanen Gartenbau und bietet einige beachtliche Vorteile:

  • Sie liefert hohe Erträge auf kleinem Raum, ideal für Stadtgärten.
  • Die Ernteperiode erstreckt sich vom Frühsommer bis in den Herbst hinein.
  • Der Geschmack ist angenehm mild und der Nährwert beachtlich.
  • Die Pflanze zeigt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegen viele Krankheiten und Schädlinge.
  • Sie passt sich gut an verschiedene Klimabedingungen an, was in Zeiten des Klimawandels von Vorteil sein kann.

Mit seiner Hitzetoleranz und dem vergleichsweise geringen Wasserbedarf scheint der Neuseeländer Spinat gut für die Herausforderungen des Klimawandels gerüstet zu sein. Es ist durchaus denkbar, dass er in Zukunft eine größere Rolle in unserer Ernährung spielen könnte, besonders in Regionen, die zunehmend mit Trockenheit zu kämpfen haben.

Der Trend zum urbanen Gärtnern und zur Selbstversorgung wird vermutlich weiter an Bedeutung gewinnen. Pflanzen wie der Neuseeländer Spinat, die sich gut für den Anbau in Gefäßen eignen, werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglichen es auch Menschen ohne eigenen Garten, frisches Gemüse anzubauen und so zu einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion beizutragen.

Für alle, die ein pflegeleichtes, ertragsreiches Gemüse für Balkon oder Terrasse suchen, kann ich den Neuseeländer Spinat wärmstens empfehlen. Mit ein wenig Pflege und den richtigen Anbaumethoden wird man mit einer guten Ernte belohnt – und hat nebenbei die Freude, etwas Besonderes im Topf zu ziehen. Probieren Sie es aus, Sie werden überrascht sein, wie viel Freude diese ungewöhnliche Pflanze bereiten kann!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Neuseeländer Spinat und wie unterscheidet er sich von herkömmlichem Spinat?
    Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonioides) stammt ursprünglich aus Neuseeland und Australien und gehört botanisch zur Familie der Eiskrautgewächse, nicht zu den echten Spinatgewächsen. Im Gegensatz zu herkömmlichem Spinat entwickelt er lange, kriechende Triebe mit fleischigen, dreieckigen Blättern, die einen milden, leicht salzigen Geschmack haben. Während echter Spinat kompakt wächst und bei Hitze zum Schießen neigt, bleibt Neuseeländer Spinat auch bei hohen Temperaturen produktiv. Seine Wachstumsform ist rankend und ausladend - er kann bis zu einem Meter hoch werden. Der größte Vorteil liegt in seiner außergewöhnlichen Hitzetoleranz und der deutlich längeren Ernteperiode vom Frühsommer bis in den Herbst. Zudem enthält er weniger Oxalsäure als herkömmlicher Spinat, was ihn für Menschen mit Neigung zu Nierensteinen verträglicher macht.
  2. Welche Vorteile bietet der Topfgarten-Anbau von Neuseeländer Spinat?
    Der Containeranbau von Neuseeländer Spinat bietet zahlreiche praktische Vorteile. Platzsparend eignet er sich ideal für Balkone, Terrassen und kleine Gärten, wo begrenzter Raum optimal genutzt werden kann. Die Kontrolle über Bewässerung und Nährstoffversorgung ist in Töpfen deutlich einfacher als im Freiland. Bei Frostgefahr lassen sich die mobilen Pflanzen problemlos an geschützte Orte bringen, was die Anbausaison verlängert. Containerkultur ermöglicht zudem flexible Standortoptimierung - die Töpfe können je nach Sonnenstand oder Witterung umgestellt werden. Besonders dekorativ wirken die rankenden Triebe, die über Topfränder wachsen und jedem Wohnbereich einen üppigen, grünen Touch verleihen. Schädlings- und Krankheitsprobleme sind in Gefäßen oft geringer als im Freiland. Die vertikale Nutzung von Rankhilfen maximiert den Ertrag auf kleiner Grundfläche.
  3. Wie erfolgt die richtige Aussaat und Anzucht von Tetragonia tetragonioides?
    Die Aussaat von Neuseeländer Spinat erfolgt am besten zwischen Mitte April und Ende Mai, in kühleren Regionen bis Anfang Juni. Aufgrund der langen Keimzeit von 10-14 Tagen empfiehlt sich eine Vorkultur in Anzuchttöpfen. Die Samen sollten 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen, um die Keimung zu beschleunigen. Säen Sie 2-3 Samen pro Topf in torffreie Anzuchterde, etwa 1-2 cm tief. Optimale Keimtemperaturen liegen bei 18-22°C an einem hellen, nicht vollsonnigen Standort. Bei der Direktsaat in Container verwenden Sie mindestens 5-Liter-Gefäße und säen 3-4 Samen pro Behälter. Qualitätssaatgut von erfahrenen Gartenfachhändlern wie samen.de gewährleistet hohe Keimraten. Nach dem Erscheinen der ersten Blätter können die Sämlinge vorsichtig vereinzelt werden. Gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe ist während der gesamten Anzuchtphase entscheidend für den Erfolg.
  4. Warum gehört Neuseeländer Spinat zur Familie der Eiskrautgewächse und nicht zu den echten Spinatgewächsen?
    Neuseeländer Spinat gehört botanisch zur Familie der Aizoaceae (Eiskrautgewächse), während echter Spinat zur Familie der Amaranthaceae (früher Chenopodiaceae) zählt. Diese Klassifizierung beruht auf fundamental unterschiedlichen botanischen Merkmalen. Eiskrautgewächse zeichnen sich durch fleischige, sukkulente Blätter und charakteristische Blüten- und Fruchtstrukturen aus. Der Neuseeländer Spinat entwickelt typische hornförmige Früchte, die bei echten Spinatgewächsen nicht vorkommen. Seine dreieckigen, dickfleischigen Blätter und die kriechende Wuchsform sind weitere Unterscheidungsmerkmale. Die Verwandtschaft zu anderen Eiskrautgewächsen zeigt sich auch in der ausgeprägten Trockenheits- und Salztoleranz. Trotz des ähnlichen Geschmacks und der vergleichbaren Verwendung in der Küche handelt es sich um völlig verschiedene Pflanzenfamilien, die durch konvergente Evolution ähnliche Eigenschaften als Blattgemüse entwickelt haben. Der Name 'Spinat' ist daher irreführend und bezieht sich nur auf die kulinarische Nutzung.
  5. Was macht die hornförmigen Früchte des Neuseeländer Spinats so besonders?
    Die charakteristischen hornförmigen Früchte des Neuseeländer Spinats sind ein faszinierendes botanisches Merkmal, das ihn deutlich von echtem Spinat unterscheidet. Diese kleinen, gehörnten Strukturen entstehen aus den unscheinbaren Blüten und enthalten die Samen der Pflanze. Besonders interessant ist ihre essbare Eigenschaft - die jungen, zarten Früchte können roh oder gekocht verzehrt werden und bieten eine knackige Textur mit mildem Geschmack. Sie entwickeln sich kontinuierlich während der gesamten Wachstumsperiode, was eine zusätzliche Erntequelle neben den Blättern darstellt. Die hornförmige Gestalt ist ein evolutionärer Vorteil zur Samenverbreitung in der natürlichen Umgebung Neuseelands und Australiens. In der Küche werden sie oft als dekorative Garnitur verwendet oder in Salaten als interessante Texturkomponente geschätzt. Diese Früchte sind reich an Nährstoffen und verleihen Gerichten eine besondere optische und geschmackliche Note, die bei herkömmlichem Spinat völlig fehlt.
  6. Worin unterscheiden sich Eiskrautspinath und echter Spinat bei der Hitzetoleranz?
    Die Hitzetoleranz ist der markanteste Unterschied zwischen Eiskrautspinath (Neuseeländer Spinat) und echtem Spinat. Echter Spinat ist eine Kühlewetter-Pflanze, die bei Temperaturen über 20°C schnell zum Schießen neigt - dabei streckt sich der Stängel, die Pflanze bildet Blüten und die Blätter werden bitter und ungenießbar. Neuseeländer Spinat hingegen gedeiht bei Temperaturen zwischen 15-25°C optimal und bleibt selbst bei extremer Sommerhitze produktiv. Seine Herkunft aus den warmen Klimazonen Australiens und Neuseelands hat ihn an hohe Temperaturen angepasst. Die fleischigen Blätter speichern Wasser und können Hitzeperioden problemlos überstehen. Während echter Spinat im Sommer praktisch unanbaubar ist, liefert Neuseeländer Spinat gerade dann seine Haupterntezeit. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem wertvollen Sommerspinat für Regionen mit heißen Klimabedingungen. In Töpfen und Containern profitiert er zusätzlich von der schnelleren Erwärmung der Gefäße, was seinem Wachstum förderlich ist.
  7. Welche Unterschiede bestehen zwischen Sommerspinat und herkömmlichen Blattgemüse-Sorten?
    Sommerspinat wie der Neuseeländer Spinat unterscheidet sich fundamental von herkömmlichen Blattgemüse-Sorten durch seine außergewöhnliche Hitzeresistenz und kontinuierliche Produktivität. Während klassische Blattgemüse wie echter Spinat, Feldsalat oder Rucola kühle Temperaturen bevorzugen und bei Hitze schnell schießen oder bitter werden, bleibt Sommerspinat auch bei hohen Temperaturen zart und schmackhaft. Seine Wuchsform ist rankend und ausladend, im Gegensatz zu kompakten Rosetten herkömmlicher Blattgemüse. Die Ernteweise unterscheidet sich ebenfalls erheblich: Während traditionelle Sorten meist komplett geerntet werden, kann Neuseeländer Spinat kontinuierlich beerntet werden - je mehr geerntet wird, desto mehr wächst nach. Die Blätter sind fleischiger und saftiger als bei herkömmlichen Sorten. Zudem ist die Anbausaison deutlich länger - von Frühsommer bis Herbst versus kurze Frühjahrs- oder Herbstperioden bei klassischen Blattgemüsen. Für den Containeranbau eignet sich Sommerspinat besonders gut, da er Temperaturschwankungen besser verkraftet.
  8. Welche Wachstumsbedingungen bevorzugt die wärmeliebende Pflanze in Töpfen und Containern?
    Neuseeländer Spinat benötigt in Töpfen und Containern spezielle Wachstumsbedingungen für optimales Gedeihen. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne täglich ist ideal. Die wärmeliebende Pflanze bevorzugt Temperaturen zwischen 15-25°C und profitiert von der schnelleren Erwärmung in Gefäßen. Die Erde sollte nährstoffreich, gut drainiert und leicht sauer bis neutral (pH 6,0-7,0) sein. Container mit mindestens 30 cm Durchmesser und entsprechender Tiefe bieten den ausladenden Wurzeln genügend Platz. Eine Mischung aus hochwertiger Pflanzerde, reifem Kompost und Sand gewährleistet optimale Bedingungen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten passende Substrate und Beratung für Containerkultur. Gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe ist essentiell, da Töpfe schneller austrocknen. Windschutz verhindert übermäßige Austrocknung, während gute Luftzirkulation Pilzkrankheiten vorbeugt. Rankhilfen unterstützen das natürliche Wachstum und maximieren den verfügbaren Raum.
  9. Wo kann man qualitative Neuseeländer Spinat-Samen für den Balkonanbau kaufen?
    Qualitative Neuseeländer Spinat-Samen für den Balkonanbau erhält man am besten bei spezialisierten Gartenfachhändlern und etablierten Online-Shops. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an hochwertigem Saatgut mit detaillierter Anbauberatung speziell für Containerkultur. Bei der Auswahl sollten Sie auf Keimfähigkeit, Herkunft und Sortenreinheit achten. Seriöse Anbieter garantieren hohe Keimraten und bieten oft spezielle Balkon- oder Topfgarten-Sortimente. Gartencenter vor Ort haben den Vorteil persönlicher Beratung, während Online-Shops meist eine größere Sortenvielfalt bieten. Achten Sie auf aktuelle Erntejahre und ordnungsgemäße Lagerung der Samen. Bio-zertifizierte Samen gewährleisten pestizidfreie Anzucht. Viele Fachhändler bieten auch Anzucht-Sets mit passendem Substrat und Töpfen an. Tauschen Sie sich in Gärtner-Communities aus - oft können erfahrene Balkongärtner bewährte Bezugsquellen empfehlen. Kaufen Sie rechtzeitig vor der Aussaatzeit, da speziellere Sorten schnell vergriffen sein können.
  10. Welche Töpfe und Container eignen sich am besten für den Neuseeländer Spinat-Anbau?
    Für den erfolgreichen Neuseeländer Spinat-Anbau eignen sich Töpfe und Container mit mindestens 30 cm Durchmesser und entsprechender Tiefe am besten. Breite, flache Gefäße sind ideal für die ausladenden Triebe der Pflanze. Tontöpfe bieten hervorragende Eigenschaften: Sie speichern Wärme gut, lassen Wasser verdunsten und schaffen ein optimales Wurzelklima. Kunststoff- oder Holzcontainer sind ebenfalls geeignet, sollten aber UV-beständig sein. Entscheidend sind ausreichende Drainagelöcher im Boden, um Staunässe zu vermeiden. Container mit mindestens 5 Litern Volumen pro Pflanze gewährleisten genügend Wurzelraum. Die Gartenexperten von samen.de empfehlen oft spezielle Pflanzkübel mit integrierten Wasserspeichern für kontinuierliche Feuchtigkeitsversorgung. Helle Töpfe heizen sich weniger auf als dunkle, was bei extremer Sommerhitze vorteilhaft ist. Für vertikales Gärtnern eignen sich auch tiefe Balkonkästen oder modulare Pflanzensysteme. Achten Sie auf stabile Konstruktion, da die Pflanzen beachtlich groß werden können.
  11. Wie wirkt sich der geringere Oxalsäuregehalt auf die Gesundheit aus?
    Der deutlich geringere Oxalsäuregehalt von Neuseeländer Spinat im Vergleich zu echtem Spinat bringt mehrere gesundheitliche Vorteile mit sich. Oxalsäure kann bei empfindlichen Personen die Bildung von Nierensteinen fördern, da sie mit Kalzium unlösliche Kristalle bildet. Menschen mit Neigung zu Nierensteinen oder Nierenproblemen können Neuseeländer Spinat daher häufiger und in größeren Mengen verzehren. Zudem wird die Aufnahme wichtiger Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium nicht durch hohe Oxalsäurewerte beeinträchtigt. Säuglinge und Kleinkinder profitieren besonders, da ihr Stoffwechsel Oxalsäure schlechter verarbeitet. Der mildere Geschmack ohne die charakteristische Säure macht den Neuseeländer Spinat auch für empfindliche Gaumen attraktiver. Dennoch ist er reich an Vitamin C, Eisen, Ballaststoffen und Antioxidantien, die das Immunsystem stärken. Auch Menschen mit empfindlichem Magen vertragen ihn oft besser als herkömmlichen Spinat. Dies macht ihn zu einer wertvollen Alternative für gesundheitsbewusste Ernährung ohne Verzicht auf wichtige Nährstoffe.
  12. Welche Rolle spielt Urban Gardening bei der modernen Selbstversorgung mit Gemüse?
    Urban Gardening spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der modernen Selbstversorgung mit Gemüse, besonders in dicht besiedelten Gebieten. Balkone, Terrassen, Dächer und kleine Innenhöfe werden zu produktiven Anbauflächen, die frisches Gemüse direkt vor der Haustür liefern. Pflanzen wie Neuseeländer Spinat eignen sich ideal für diese Anbauweise, da sie in Containern gedeihen und hohe Erträge auf kleinem Raum ermöglichen. Urban Gardening reduziert Transportwege, CO2-Emissionen und Verpackungsmüll erheblich. Die Selbstversorgung stärkt das Bewusstsein für saisonale Ernährung und Nahrungsmittelqualität. In Krisenzeiten bietet sie zusätzliche Ernährungssicherheit. Besonders wertvoll ist die pädagogische Komponente für Familien mit Kindern, die so den Ursprung ihrer Nahrung kennenlernen. Community-Gärten und Nachbarschaftsprojekte fördern sozialen Zusammenhalt. Der Trend zu nachhaltiger Lebensweise und reduzierter Abhängigkeit von industrieller Landwirtschaft wird durch Urban Gardening unterstützt. Moderne Technologien wie Bewässerungssysteme und LED-Beleuchtung optimieren die städtische Gemüseproduktion zusätzlich.
  13. Wie beeinflusst die Hitzebeständigkeit die Anbauplanung für Sommermonate?
    Die außergewöhnliche Hitzebeständigkeit von Neuseeländer Spinat revolutioniert die Anbauplanung für die Sommermonate fundamental. Während herkömmlicher Spinat und viele Blattgemüse bei Temperaturen über 20°C unbrauchbar werden, liefert Neuseeländer Spinat gerade in den heißesten Monaten seine Haupternte. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Versorgung mit frischem Blattgemüse vom Frühjahr bis zum Herbst ohne Unterbrechung. Die Anbauplanung kann auf eine verlängerte Ernteperiode ausgerichtet werden, was besonders für Selbstversorger wertvoll ist. In Regionen mit heißen Sommern ersetzt er komplett die klassischen Spinatsorten. Containeranbau profitiert zusätzlich von der Mobilität - Töpfe können bei extremer Hitze in den Halbschatten gestellt werden. Die Hitzeresistenz reduziert auch den Bewässerungsaufwand, da die fleischigen Blätter Wasser speichern. Mischkulturen mit anderen hitzetoleranten Pflanzen werden möglich. Für kommerzielle Balkongemüse-Produzenten erschließt sich ein völlig neues Marktsegment. Die klimawandelbedingt steigenden Temperaturen machen hitzebeständige Sorten wie Neuseeländer Spinat zukunftsweisend.
  14. Warum entwickeln sich kriechende Triebe bei Rankgemüse anders als bei Kübelpflanzen?
    Kriechende Triebe bei Rankgemüse wie Neuseeländer Spinat entwickeln sich in Kübeln anders als im Freiland aufgrund der begrenzten Wurzel- und Ausbreitungsmöglichkeiten. Im Container konzentriert sich das Wachstum auf verfügbaren Raum, was zu kompakterem, aber intensiverem Triebwachstum führt. Die Wurzeln können sich nicht horizontal ausbreiten, wodurch die Pflanze ihre Energie verstärkt in vertikale und überhängende Triebe investiert. Kübelpflanzen entwickeln oft stärkere, fleischigere Triebe, da die Nährstoffkonzentration im begrenzten Substrat höher ist. Die schnellere Erwärmung von Containern beschleunigt das Triebwachstum, kann aber auch zu schnellerem Wasserverlust führen. Rankhilfen werden in Töpfen essentieller, da natürliche Stützen fehlen. Die kontrollierte Umgebung ermöglicht gezielte Triebführung und -beschneidung für optimale Raumnutzung. Überhängende Triebe über Topfränder schaffen attraktive Kaskaden-Effekte. Wind und Witterungsschutz in geschützten Bereichen fördern gleichmäßigeres Triebwachstum. Die Mobilität von Kübeln erlaubt optimale Lichtanpassung für die Triebentwicklung.
  15. Wie kann man die Bewässerung von Balkongemüse bei langer Erntezeit optimieren?
    Die optimale Bewässerung von Balkongemüse mit langer Erntezeit erfordert durchdachte Strategien und moderne Hilfsmittel. Selbstbewässernde Systeme oder Wasserspeicher-Container reduzieren den täglichen Aufwand erheblich und gewährleisten gleichmäßige Feuchtigkeit. Mulchen mit organischem Material wie Stroh oder Rindenmulch verringert die Verdunstung drastisch. Tropfbewässerung oder Bewässerungscomputer ermöglichen präzise, bedarfsgerechte Wassergaben auch bei mehrtägiger Abwesenheit. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen komplette Bewässerungslösungen für Balkongärten. Das Gießen in den frühen Morgen- oder Abendstunden minimiert Verdunstungsverluste. Regenwasser-Sammelsysteme reduzieren Kosten und sind umweltfreundlich. Die Fingerprobe - 2 cm tief in die Erde - zeigt zuverlässig den Wasserbedarf an. Wasserspeichernde Granulate im Substrat puffern Trockenperioden ab. Bei längerer Erntezeit sollten Container mit Untersetzer ausgestattet werden, um Staunässe zu kontrollieren. Verschiedene Pflanzen können nach ihrem Wasserbedarf gruppiert werden, um die Bewässerung zu optimieren.
  16. Welche Mischkultur-Kombinationen funktionieren im Containergarten besonders gut?
    Im Containergarten funktionieren Mischkultur-Kombinationen mit Neuseeländer Spinat besonders gut, wenn die Begleitpflanzen ähnliche Ansprüche an Wasser und Nährstoffe haben. Kräuter wie Basilikum, Thymian und Oregano harmonieren ideal, da sie ähnliche Standortbedingungen bevorzugen und sich geschmacklich ergänzen. Diese Kombination wirkt auch schädlingsabwehrend und schafft ein attraktives Arrangement. Niedrige Blumen wie Ringelblumen oder Kapuzinerkresse fördern die Bestäubung und halten Schädlinge fern, während sie optische Akzentuierung bieten. Salate mit kurzer Kulturdauer können als Lückenfüller zwischen den ausladenden Spinattrieben gepflanzt werden. Erfahrene Gartenfachhändler wie samen.de bieten oft spezielle Mischkultur-Pakete für Container an. Vermeiden sollten Sie starkzehrende Konkurrenzkulturen wie Tomaten oder Paprika im selben Gefäß. Flach wurzelnde Pflanzen ergänzen die tiefer reichenden Spinatwurzeln optimal. Duftende Kräuter wie Lavendel können Schädlinge fernhalten. Wichtig ist ausreichender Platz für alle Pflanzen und regelmäßige Nährstoffversorgung bei intensiver Bepflanzung.
  17. Ist es ein Mythos, dass alle Spinatarten bei Hitze sofort schießen?
    Es ist tatsächlich ein weit verbreiteter Mythos, dass alle Spinatarten bei Hitze sofort schießen. Echter Spinat (Spinacia oleracea) neigt zwar bei Temperaturen über 20°C zum schnellen Schießen, aber der sogenannte Neuseeländer Spinat verhält sich völlig anders. Als Mitglied der Eiskrautgewächse ist er genetisch so programmiert, dass er hohe Temperaturen nicht nur toleriert, sondern bei Wärme optimal gedeiht. Selbst bei extremer Sommerhitze bleibt er produktiv und schmackhaft. Diese hitzetolerante Eigenschaft macht ihn zu einem wertvollen Sommerspinat für warme Klimazonen. Es gibt weitere hitzeresistente 'Spinat'-Alternativen wie Malabar-Spinat oder Amaranth-Spinat, die ebenfalls nicht zum echten Spinat gehören. Der Mythos entsteht durch die verallgemeinernde Verwendung des Begriffs 'Spinat' für verschiedene Blattgemüse. Echte Innovation liegt in der Entdeckung dieser alternativen Arten, die Gemüsegärtnern ganzjährige Blattgemüse-Versorgung ermöglichen. Die Botanik zeigt: Nicht alle 'Spinats' sind gleich - die Artenzugehörigkeit bestimmt die Hitzetoleranz maßgeblich.
  18. Seit wann wird Neuseeländer Spinat in Europa als Gemüsepflanze kultiviert?
    Die Kultivierung von Neuseeländer Spinat in Europa begann bereits im 18. Jahrhundert, nachdem europäische Seefahrer und Entdecker die Pflanze aus ihrer Heimat Neuseeland und Australien mitbrachten. Captain James Cook und seine Mannschaft entdeckten die Pflanze während ihrer Pazifikreisen und erkannten ihren Wert als antiskorbutisches Gemüse aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts. Bereits um 1770 gelangten erste Samen nach Europa. In botanischen Gärten wurde sie zunächst als Kuriosität kultiviert, bevor ihr kulinarischer Wert erkannt wurde. Die breite gärtnerische Nutzung etablierte sich im 19. Jahrhundert, als Gewächshaus-Technologien die Anzucht erleichterten. In Großbritannien und Frankreich wurde sie zunächst als exotisches Gemüse in adeligen Gärten angebaut. Die kommerzielle Verbreitung erfolgte erst im 20. Jahrhundert. Heute ist sie in Europa als Spezialität für Liebhaber und als Alternative zu herkömmlichem Spinat etabliert, wobei das Interesse an hitzetoleranten Gemüsesorten durch den Klimawandel wieder steigt. Die über 250-jährige Kulturgeschichte in Europa zeigt ihre bewährte Eignung für gemäßigte Klimazonen.
  19. Was unterscheidet hitzeresistenten Spinat von anderen Sommergemüse-Arten?
    Hitzeresistenter Spinat wie der Neuseeländer Spinat unterscheidet sich von anderen Sommergemüse-Arten durch seine einzigartige Kombination aus Eigenschaften. Während klassische Sommergemüse wie Tomaten, Paprika oder Auberginen Früchte entwickeln, liefert hitzeresistenter Spinat kontinuierlich erntbare Blätter. Seine kriechende, rankende Wuchsform kontrastiert mit aufrecht wachsenden Sommergemüsen. Die kurze Zeit von der Aussaat bis zur ersten Ernte (6-8 Wochen) ist deutlich kürzer als bei fruchtbildenden Sommergemüsen. Besonders bemerkenswert ist die 'Cut-and-come-again'-Eigenschaft - je mehr geerntet wird, desto mehr wächst nach, während andere Sommergemüse begrenzte Erntefenster haben. Die Salztoleranz und der geringere Wasserbedarf unterscheiden ihn von durstigen Sommergemüsen wie Gurken. Hitzeresistenter Spinat benötigt keine Bestäubung für die Ernte, während die meisten Sommergemüse auf Bestäuber angewiesen sind. Seine Flexibilität bei der Verwendung - roh und gekocht - übertrifft viele spezialisierte Sommergemüse. Die kompakte Eignung für Containeranbau macht ihn idealer für Balkongärten als großwüchsige Sommergemüse.
  20. Wie lassen sich verschiedene Balkonpflanzen von Rankpflanzen unterscheiden?
    Die Unterscheidung zwischen verschiedenen Balkonpflanzen und Rankpflanzen erfolgt anhand charakteristischer Wuchsformen und Eigenschaften. Rankpflanzen wie Neuseeländer Spinat entwickeln lange, flexible Triebe, die sich an Stützen festhalten oder am Boden entlangkriechen. Sie benötigen Rankhilfen oder lassen ihre Triebe über Topfränder hängen. Klassische Balkonpflanzen wachsen meist kompakt, buschig oder aufrecht ohne ausladende Triebe. Rankpflanzen zeigen oft spiralige oder schlingende Wuchsbewegungen, während Balkonpflanzen statisch bleiben. Die Blattstellung bei Rankgemüse ist meist wechselständig entlang der Triebe, Balkonpflanzen bilden oft Rosetten oder gleichmäßige Verzweigungen. Rankpflanzen nutzen vertikalen Raum effizient und können mehrere Meter erreichen, während typische Balkonpflanzen in definierten Größen bleiben. Bei der Pflege unterscheiden sich die Anforderungen: Rankpflanzen brauchen regelmäßigen Rückschnitt und Führung, Balkonpflanzen benötigen hauptsächlich Grundpflege. Die Ernte bei Rankgemüse erfolgt kontinuierlich entlang der Triebe, bei anderen Balkonpflanzen oft punktuell oder komplett.
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