Ernte und Lagerung von Fruchtgemüse: So bleiben die Früchte länger frisch

Ernte und Lagerung von Fruchtgemüse: Optimale Frische bewahren

Frisches Fruchtgemüse aus dem eigenen Garten ist eine wahre Köstlichkeit. Doch wie erntet und lagert man es richtig?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Richtiger Erntezeitpunkt entscheidend für Geschmack und Haltbarkeit
  • Schonende Erntetechniken verhindern Beschädigungen
  • Sorgfältige Vorbereitung zur Lagerung verlängert die Haltbarkeit

Die Bedeutung der richtigen Ernte und Lagerung

Für viele Hobbygärtner ist die Ernte der Höhepunkt monatelanger Pflege. Doch mit dem Pflücken allein ist es nicht getan. Die richtige Ernte und Lagerung von Fruchtgemüse entscheidet maßgeblich über Geschmack, Nährwert und Haltbarkeit. Bei falscher Handhabung können selbst prächtige Tomaten oder knackige Gurken schnell an Qualität verlieren.

Gängige Fruchtgemüsearten im Überblick

Zu den beliebtesten Fruchtgemüsearten in deutschen Gärten zählen:

  • Tomaten in all ihren Variationen
  • Paprika und Chili
  • Gurken (Salat- und Einlegegurken)
  • Zucchini und andere Kürbisgewächse
  • Auberginen
  • Bohnen und Erbsen

Jede dieser Arten hat ihre eigenen Ansprüche an Ernte und Lagerung. Wer diese kennt, kann die Früchte seiner Arbeit optimal genießen.

Grundlagen der Fruchtgemüseernte

Den optimalen Erntezeitpunkt bestimmen

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte ist wichtig. Zu früh gepflückt, haben viele Fruchtgemüse noch nicht ihr volles Aroma entwickelt. Zu spät geerntet, können sie überreif und mehlig werden.

Visuelle Indikatoren

Oft verrät schon die Farbe, ob ein Fruchtgemüse erntereif ist. Tomaten beispielsweise sollten eine gleichmäßige, sortentypische Färbung aufweisen. Bei Paprika ist der Farbumschlag von Grün zu Rot, Gelb oder Orange ein sicheres Zeichen der Reife.

Haptische Merkmale

Der Tastsinn kann ebenfalls helfen, den richtigen Erntezeitpunkt zu bestimmen. Eine reife Zucchini fühlt sich fest an, gibt aber leicht nach, wenn man sanft drückt. Gurken sollten prall und fest sein, ohne weiche Stellen.

Verwendung von Refraktometern und anderen Hilfsmitteln

Für den ambitionierten Hobbygärtner gibt es technische Hilfsmittel wie Refraktometer. Diese messen den Zuckergehalt und können bei Früchten wie Melonen nützlich sein. Allerdings ist für die meisten Heimgärtner die Kombination aus Erfahrung und den oben genannten Methoden völlig ausreichend.

Erntetechniken für verschiedene Fruchtgemüsearten

Schonende Ernte von empfindlichen Früchten

Bei der Ernte gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Besonders empfindliche Früchte wie Tomaten sollten behutsam gepflückt werden. Am besten dreht man sie vorsichtig vom Stiel ab, statt sie abzureißen. Bei Paprika und Auberginen empfiehlt es sich, ein scharfes Messer oder eine Schere zu verwenden, um den Stiel sauber abzuschneiden.

Werkzeuge und Hilfsmittel für die Ernte

Neben den bloßen Händen können verschiedene Werkzeuge die Ernte erleichtern:

  • Gartenschere für Paprika, Auberginen und dickere Stiele
  • Erntekorb oder -eimer für größere Mengen
  • Handschuhe beim Ernten von stacheligen Gurken oder Chilis

Vermeidung von Ernteschäden

Selbst kleine Verletzungen können zu schnellem Verderb führen. Daher sollte man beim Ernten darauf achten, die Früchte nicht zu quetschen oder fallen zu lassen. Besonders bei Tomaten und weichen Zucchini ist Vorsicht geboten. Auch das Wetter spielt eine Rolle: Ernten Sie möglichst bei trockenem Wetter, da nasse Früchte anfälliger für Fäulnis sind.

Vorbereitung zur Lagerung

Sortierung und Qualitätskontrolle

Nach der Ernte ist vor der Lagerung. Eine sorgfältige Sortierung hilft, die Haltbarkeit zu verlängern. Trennen Sie reife von unreifen Früchten und sortieren Sie beschädigte oder angefaulte Exemplare aus. Diese können Sie entweder sofort verarbeiten oder kompostieren.

Reinigung und Trocknung

Viele Hobbygärtner fragen sich, ob sie ihr Fruchtgemüse vor der Lagerung waschen sollten. In den meisten Fällen ist das nicht nötig und kann sogar kontraproduktiv sein. Wenn Sie sich doch fürs Waschen entscheiden, etwa bei erdverschmutzten Gurken, ist gründliches Abtrocknen unerlässlich. Feuchte Früchte sind ein Paradies für Schimmelpilze.

Entfernung beschädigter oder kranker Früchte

Ein fauler Apfel verdirbt den ganzen Korb – diese alte Weisheit gilt auch für Fruchtgemüse. Entfernen Sie konsequent alle Früchte mit Druckstellen, Faulflecken oder Schädlingsbefall. Diese könnten sonst schnell ihre gesunden Nachbarn anstecken.

Mit diesen Grundlagen sind Sie gut vorbereitet, um Ihr Fruchtgemüse optimal zu ernten und für die Lagerung vorzubereiten. Im nächsten Abschnitt werden wir uns den spezifischen Lagerbedingungen für verschiedene Fruchtgemüsearten widmen.

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Optimale Lagerbedingungen für Fruchtgemüse: Frische bewahren

Viele kennen das Problem: Man kauft oder erntet eine Menge leckeres Fruchtgemüse, doch schon nach wenigen Tagen sieht es nicht mehr appetitlich aus. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Früchte länger frisch zu halten. Es kommt auf die richtigen Lagerbedingungen an.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Ein Balanceakt

Die optimale Lagertemperatur für Fruchtgemüse variiert je nach Sorte:

Kühle Lagerung (0-10°C)

Manche Fruchtgemüse bevorzugen kühle, aber nicht zu kalte Temperaturen. Brokkoli, Blumenkohl und grüne Bohnen fühlen sich bei 0 bis 4°C wohl. Vorsicht ist jedoch geboten: Zu lange im Kühlschrank können sie Kälteschäden erleiden.

Mittlere Temperaturen (10-15°C)

Für viele Fruchtgemüse ideal. Paprika, Zucchini und Auberginen halten sich bei diesen Temperaturen am längsten. Ein kühler Keller oder eine Speisekammer eignen sich dafür gut.

Warme Lagerung (über 15°C)

Tomaten und Gurken mögen es warm. Bei Zimmertemperatur entfalten sie ihr volles Aroma. Im Kühlschrank verlieren sie schnell Geschmack und werden matschig.

Die Luftfeuchtigkeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Zu trocken, und das Gemüse schrumpelt. Zu feucht, und es schimmelt. Eine Luftfeuchtigkeit von 85-95% ist für die meisten Sorten optimal. Ein feuchtes Tuch über dem Gemüse in einer offenen Plastiktüte kann hilfreich sein.

Lichtbedingungen: Dunkel ist nicht immer besser

Entgegen der verbreiteten Meinung brauchen nicht alle Fruchtgemüse absolute Dunkelheit. Tomaten reifen sogar bei Licht nach. Für die meisten anderen gilt jedoch: Je dunkler, desto besser. Licht beschleunigt den Reifeprozess und damit auch das Verderben.

Luftzirkulation: Atmen lassen!

Fruchtgemüse braucht Luft zum Atmen. Auch nach der Ernte atmen Früchte noch. Eine gute Luftzirkulation verhindert die Bildung von Kondenswasser und Schimmel. Lagern Sie Ihr Gemüse daher nie zu eng und vermeiden Sie luftdichte Verpackungen.

Ethylenmanagement: Der unsichtbare Reifemacher

Ethylen ist ein Pflanzenhormon, das die Reifung beschleunigt. Einige Früchte produzieren es in größeren Mengen, andere sind besonders empfindlich darauf. Geschicktes Ethylenmanagement kann die Haltbarkeit Ihres Fruchtgemüses deutlich verlängern.

Ethylenproduzierende Früchte

Tomaten, Äpfel und Bananen produzieren viel Ethylen. Sie beschleunigen die Reifung anderer Früchte in ihrer Umgebung. Man kann sich dies zunutze machen, um unreife Früchte schneller reifen zu lassen.

Ethylenempfindliche Früchte

Gurken, Paprika und grüne Bohnen reagieren empfindlich auf Ethylen. In der Nähe von Ethylenproduzenten altern sie schneller und werden schneller weich oder welk.

Trennung verschiedener Fruchtgemüsearten

Um die Haltbarkeit zu maximieren, sollten Sie ethylenproduzierende und ethylenempfindliche Früchte getrennt lagern. Ein separater Obstkorb für Äpfel und Bananen kann sehr nützlich sein.

Spezifische Lagerempfehlungen für gängige Fruchtgemüsearten

Jedes Fruchtgemüse hat seine eigenen Vorlieben. Hier einige Tipps für die gängigsten Sorten:

Tomaten: Anspruchsvolle Früchte

Tomaten sind empfindlich. Sie mögen es warm (15-20°C) und hell. Im Kühlschrank verlieren sie schnell ihr Aroma. Lagern Sie sie bei Zimmertemperatur, aber nicht in direkter Sonne. Ein Körbchen auf der Küchentheke ist ideal.

Paprika und Chili: Farbenfrohe Langzeitlagerung

Diese bunten Gemüse halten sich bei 7-10°C am längsten. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch. Wickeln Sie sie in ein Küchentuch, um überschüssige Feuchtigkeit aufzufangen.

Gurken: Kühl, aber nicht zu kalt

Gurken mögen es kühl, aber nicht kalt. Die ideale Temperatur liegt bei 10-12°C. Im Kühlschrank werden sie schnell matschig. Wickeln Sie sie in ein feuchtes Tuch und lagern Sie sie im wärmsten Teil des Kühlschranks.

Zucchini und Kürbisse: Unkomplizierte Lagerung

Diese Früchte sind recht pflegeleicht. Sie halten sich bei Zimmertemperatur etwa eine Woche. Im Kühlschrank sogar bis zu zwei Wochen. Achten Sie darauf, dass sie trocken gelagert werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Auberginen: Empfindliche Schönheiten

Auberginen sind kälteempfindlich. Bei Temperaturen unter 10°C werden sie schnell braun und bitter. Am besten lagern Sie sie bei 12-15°C, etwa in einer kühlen Speisekammer. Verwenden Sie sie innerhalb von 3-5 Tagen.

Bohnen und Erbsen: Frisch ist am besten

Frische Bohnen und Erbsen sollten so schnell wie möglich verbraucht werden. Sie halten sich im Kühlschrank 3-5 Tage. Lagern Sie sie in einer perforierten Plastiktüte im Gemüsefach.

Mit diesen Tipps bleiben Ihre Fruchtgemüse länger frisch und lecker. Probieren Sie verschiedene Methoden aus und finden Sie heraus, was in Ihrem Haushalt am besten funktioniert. Bedenken Sie: Auch bei optimaler Lagerung ist frisches Gemüse immer am besten. Also, ab in den Garten oder auf den Markt!

Lagerungsmethoden und -orte für Fruchtgemüse

Je nach Fruchtgemüseart gibt es verschiedene Möglichkeiten zur optimalen Lagerung. Hier ein Überblick über die gängigsten Methoden:

Kühlschranklagerung

Viele Fruchtgemüsesorten halten sich im Kühlschrank am längsten frisch. Dabei sollte man beachten:

  • Gurken, Zucchini und Auberginen gehören ins Gemüsefach bei 8-10°C
  • Paprika und Chili vertragen kühlere Temperaturen um 5°C
  • Tomaten schmecken am besten, wenn sie bei Zimmertemperatur gelagert werden

Tipp: Wickeln Sie empfindliches Gemüse in ein feuchtes Tuch, um Austrocknung zu vermeiden.

Kellerlagerung

Ein kühler, dunkler Keller eignet sich hervorragend für die Lagerung vieler Fruchtgemüsesorten:

  • Kürbisse halten sich hier bei 10-15°C mehrere Monate
  • Auch Tomaten können im Keller nachreifen
  • Achten Sie auf gute Belüftung, um Schimmelbildung zu vermeiden

Speisekammer und Vorratsraum

Trockene, kühle Räume sind ideal für:

  • Reife Tomaten (kurzfristig)
  • Getrocknete Chilischoten
  • Eingemachtes Fruchtgemüse in Gläsern

Freiluftlagerung

Manche Sorten vertragen sogar eine Lagerung im Freien:

  • Kürbisse können bei mildem Herbstwetter draußen gelagert werden
  • Chilis lassen sich zu dekorativen Zöpfen flechten und an der Luft trocknen

Verlängerung der Haltbarkeit von Fruchtgemüse

Um Fruchtgemüse länger haltbar zu machen, gibt es verschiedene Methoden:

Natürliche Konservierungsmethoden

Trocknen

Besonders geeignet für Tomaten, Paprika und Chili:

  • In Scheiben schneiden und bei 40-50°C im Dörrgerät oder Backofen trocknen
  • In Öl eingelegt halten getrocknete Tomaten monatelang

Einlegen in Öl oder Essig

Eine leckere Methode für Paprika, Zucchini und Auberginen:

  • Gemüse blanchieren oder grillen
  • Mit Kräutern und Gewürzen in Öl oder Essig einlegen
  • Kühl und dunkel gelagert mehrere Wochen haltbar

Fermentation

Probieren Sie mal fermentierte Tomaten oder Gurken:

  • In Salzlake einlegen und mit Gewürzen verfeinern
  • Bei Zimmertemperatur 3-7 Tage gären lassen
  • Anschließend kühl lagern

Einfrieren von Fruchtgemüse

Eine praktische Methode für größere Mengen:

Vorbereitung zum Einfrieren

  • Gemüse waschen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden
  • Bei Bedarf blanchieren (z.B. Paprika, Zucchini)

Blanchieren

Kurzes Erhitzen in kochendem Wasser:

  • Inaktiviert Enzyme, die Farbe und Geschmack verändern
  • 1-2 Minuten je nach Gemüseart
  • Anschließend in Eiswasser abschrecken

Richtige Verpackung für die Tiefkühllagerung

  • Luftdichte Gefrierbeutel oder -dosen verwenden
  • Möglichst viel Luft herausdrücken
  • Portionsweise einfrieren erleichtert die spätere Verwendung

Einkochen und Einmachen

Klassische Methode zur Haltbarmachung:

  • Besonders geeignet für Tomaten und Paprika
  • Gemüse in Gläser füllen, mit heißem Sud übergießen
  • Im Wasserbad oder Backofen sterilisieren
  • Kühl und dunkel gelagert bis zu einem Jahr haltbar

Umgang mit überreifem Fruchtgemüse

Kreative Verwertungsmöglichkeiten

Auch überreifes Gemüse muss nicht weggeworfen werden:

  • Überreife Tomaten eignen sich perfekt für Soßen oder Suppen
  • Aus weichen Zucchini lässt sich leckeres Zucchini-Brot backen
  • Paprika und Auberginen können zu Aufstrichen verarbeitet werden

Kompostierung

Ist das Gemüse nicht mehr genießbar, ab auf den Kompost:

  • Kleinschneiden beschleunigt die Zersetzung
  • Nicht zu viel auf einmal kompostieren, um Fäulnis zu vermeiden
  • Tomaten- und Paprikasamen keimen oft im Kompost - kostenlose Jungpflanzen für die nächste Saison!

Mit diesen Methoden lässt sich die Haltbarkeit von Fruchtgemüse deutlich verlängern. So können Sie Ihre Ernte optimal nutzen und Lebensmittelverschwendung vermeiden. Experimentieren Sie mit verschiedenen Techniken und finden Sie Ihre bevorzugte Methode!

Lagerkrankheiten erkennen und vermeiden

Beim Lagern von Fruchtgemüse können leider verschiedene Krankheiten auftreten. Wer diese kennt und rechtzeitig erkennt, kann größere Schäden vermeiden.

Pilzerkrankungen im Lager

Häufig machen uns Pilze einen Strich durch die Rechnung. Der Grauschimmel ist ein bekannter Übeltäter, der gerne Tomaten und Paprika befällt. Er zeigt sich als grauer, pelziger Belag. Um ihn zu vermeiden, sollten Sie auf gute Belüftung und nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit achten.

Auch der Alternaria-Pilz kann Probleme bereiten. Er verursacht dunkle, eingesunkene Flecken auf Tomaten und Paprika. Hier hilft es, beschädigte Früchte auszusortieren und die Lagertemperatur möglichst niedrig zu halten.

Bakterielle Infektionen

Bakterien können ebenfalls Ärger machen. Die Weichfäule ist eine häufige bakterielle Erkrankung, die Gurken und Zucchini heimsucht. Sie äußert sich durch weiche, wässrige Stellen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie die Früchte trocken lagern und Verletzungen vermeiden.

Physiologische Störungen

Manchmal sind es keine Erreger, sondern ungünstige Lagerbedingungen, die Probleme verursachen. Kälteschäden zeigen sich oft als eingesunkene, dunkle Flecken auf der Schale. Das passiert, wenn empfindliche Sorten zu kalt gelagert werden. Tomaten und Gurken mögen's zum Beispiel nicht unter 10°C.

Zu trockene Luft kann bei Wurzelgemüse wie Möhren zu Schrumpeln und Welken führen. Ein feuchtes Tuch über der Lagerkiste kann Abhilfe schaffen.

Nachernteverfahren für Top-Qualität

Nach der Ernte ist vor dem Genuss - mit den richtigen Maßnahmen bleiben Ihre Früchte länger frisch und lecker.

Klimakterische Früchte nachreifend

Manche Früchte wie Tomaten reifen nach der Ernte noch nach. Man nennt sie klimakterisch. Wenn Sie diese bei Zimmertemperatur lagern, reifen sie schön durch. Ein alter Trick: Legen Sie eine unreife Tomate neben einen reifen Apfel. Das vom Apfel abgegebene Ethylen beschleunigt die Reifung.

Nicht-klimakterische Früchte bremsen

Gurken, Paprika und Zucchini gehören zu den nicht-klimakterischen Früchten. Sie reifen nach der Ernte nicht mehr nach. Hier gilt: Je kühler die Lagerung, desto langsamer die Alterung. Aber Vorsicht vor Kälteschäden!

Wirtschaftliche Aspekte der Lagerung

Gute Lagerung rechnet sich - nicht nur für Profis, sondern auch im Hobbygarten.

Nachernteverluste reduzieren

Wer sein Gemüse richtig lagert, hat länger was davon. Das spart Geld und schont die Umwelt. In meinem Garten konnte ich die Verluste durch bessere Lagerung von etwa 20% auf unter 10% senken. Das macht sich bei der Ernte von 50 kg Tomaten schon bemerkbar!

Saisonale Verfügbarkeit nutzen

Geschickte Lagerung ermöglicht es, saisonales Überangebot zu nutzen. Wenn die Zucchini im Sommer reichlich wachsen, friere ich einen Teil ein oder mache Zucchini-Chutney. So habe ich auch im Winter noch was von der Sommerernte.

Fruchtgemüse: Vom Garten auf den Teller

Die richtige Ernte und Lagerung von Fruchtgemüse erfordert Aufmerksamkeit. Mit etwas Übung und den richtigen Techniken gelingt es aber jedem Hobbygärtner, die Früchte seiner Arbeit lange zu genießen.

Wichtig sind der optimale Erntezeitpunkt, schonende Handhabung und die passenden Lagerbedingungen für jede Gemüseart. Dabei spielt nicht nur die Temperatur eine Rolle, sondern auch Luftfeuchtigkeit und Lichteinfluss.

Wer seine Ernte gut behandelt, wird mit besserem Geschmack und längerer Haltbarkeit belohnt. Gleichzeitig schont man Ressourcen und den Geldbeutel. In diesem Sinne: Ran an die Früchte und guten Appetit!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wann ist der optimale Erntezeitpunkt für verschiedenes Fruchtgemüse?
    Der optimale Erntezeitpunkt variiert je nach Fruchtgemüseart und zeigt sich durch verschiedene Indikatoren. Tomaten sollten eine gleichmäßige, sortentypische Färbung aufweisen, während Paprika den Farbumschlag von Grün zu Rot, Gelb oder Orange zeigen. Gurken sind erntereif, wenn sie prall und fest sind ohne weiche Stellen. Zucchini fühlen sich fest an, geben aber bei sanftem Druck leicht nach. Auberginen glänzen bei optimaler Reife und haben eine tiefviolette Farbe. Neben visuellen Merkmalen helfen auch haptische Eigenschaften: Reife Früchte haben die richtige Festigkeit und lösen sich leicht vom Stiel. Für den ambitionierten Gärtner gibt es technische Hilfsmittel wie Refraktometer zur Zuckergehaltsmessung, jedoch reichen für Hobbygärtner meist Erfahrung und Sinnesprüfungen aus. Wichtig ist, bei trockenem Wetter zu ernten, da nasse Früchte anfälliger für Fäulnis sind.
  2. Wie lagert man Fruchtgemüse richtig, um die Haltbarkeit zu verlängern?
    Die richtige Lagerung von Fruchtgemüse erfordert angepasste Bedingungen für jede Sorte. Grundsätzlich sind drei Faktoren entscheidend: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Ethylenmanagement. Tomaten benötigen warme Lagerung bei 15-20°C und mögen keine Kühlung, da sie dadurch Aroma verlieren. Paprika und Zucchini halten sich bei mittleren Temperaturen von 10-15°C am längsten. Eine Luftfeuchtigkeit von 85-95% ist für die meisten Sorten optimal, wobei gute Luftzirkulation Schimmelbildung verhindert. Besonders wichtig ist die Trennung von ethylenproduzierenden Früchten wie Tomaten von ethylenempfindlichen wie Gurken und Paprika. Nach der Ernte sollten Früchte sortiert, beschädigte Exemplare entfernt und bei Bedarf schonend gereinigt werden. Ein feuchtes Tuch über empfindlichem Gemüse in perforierten Beuteln kann die Haltbarkeit zusätzlich verlängern.
  3. Welche Lagerbedingungen benötigen Tomaten, Paprika und Gurken?
    Tomaten, Paprika und Gurken haben unterschiedliche Lageransprüche, die beachtet werden müssen. Tomaten bevorzugen warme Lagerung bei 15-20°C und sollten niemals in den Kühlschrank, da sie dort schnell ihr Aroma verlieren und matschig werden. Sie benötigen mittleres Licht zum Nachreifen und vertragen eine normale Luftfeuchtigkeit bei guter Belüftung. Paprika lagern optimal bei 7-10°C im Gemüsefach des Kühlschranks und bleiben so bis zu zwei Wochen frisch. Sie sollten in ein Küchentuch eingewickelt werden, um überschüssige Feuchtigkeit aufzufangen. Gurken mögen es kühl bei 10-12°C, aber nicht kalt - im Kühlschrank werden sie schnell matschig. Am besten wickelt man sie in ein feuchtes Tuch und lagert sie im wärmsten Teil des Kühlschranks. Alle drei Sorten benötigen gute Luftzirkulation und sollten von ethylenproduzierenden Früchten getrennt gelagert werden.
  4. Was sind klimakterische und nicht-klimakterische Früchte bei der Lagerung?
    Die Unterscheidung zwischen klimakterischen und nicht-klimakterischen Früchten ist fundamental für die richtige Lagerung. Klimakterische Früchte wie Tomaten reifen nach der Ernte weiter und produzieren dabei das Reifehormon Ethylen. Sie können unreif geerntet und bei Zimmertemperatur nachgereift werden. Ein bewährter Trick ist, unreife Tomaten neben einen reifen Apfel zu legen, da das vom Apfel abgegebene Ethylen die Reifung beschleunigt. Nicht-klimakterische Früchte wie Gurken, Paprika und Zucchini reifen dagegen nach der Ernte nicht mehr nach. Sie sollten im optimalen Reifegrad geerntet und möglichst kühl gelagert werden, um die Alterung zu verlangsamen. Dabei ist Vorsicht vor Kälteschäden geboten. Diese Unterscheidung beeinflusst sowohl den Erntezeitpunkt als auch die Lagerungsstrategie erheblich und hilft dabei, die Haltbarkeit optimal zu nutzen.
  5. Wie funktioniert Ethylenmanagement bei der Fruchtgemüselagerung?
    Ethylenmanagement ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Fruchtgemüselagerung. Ethylen ist ein natürliches Pflanzenhormon, das die Reifung und Alterung beschleunigt. Einige Früchte wie Tomaten, Äpfel und Bananen produzieren große Mengen Ethylen, während andere wie Gurken, Paprika und grüne Bohnen sehr empfindlich darauf reagieren. Geschicktes Ethylenmanagement bedeutet, diese beiden Gruppen räumlich zu trennen. Ethylenproduzenten können gezielt zur Nachreifung unreifer Früchte eingesetzt werden, indem man sie zusammen in einem geschlossenen Behälter lagert. Umgekehrt verlängert die Trennung von Ethylenproduzenten und -empfängern die Haltbarkeit ethylensensibler Früchte erheblich. Praktisch bedeutet das: Tomaten getrennt von Gurken lagern, einen separaten Obstkorb für Äpfel verwenden und bei der Lagerplanung die Ethylen-Eigenschaften berücksichtigen. Gute Belüftung kann Ethylenkonzentrationen zusätzlich reduzieren.
  6. Worin unterscheiden sich Kühlschranklagerung und Kellerlagerung für Gemüse?
    Kühlschrank- und Kellerlagerung bieten unterschiedliche Vorteile für verschiedene Gemüsesorten. Die Kühlschranklagerung ermöglicht präzise Temperaturkontrolle, meist bei 2-8°C, und konstante Bedingungen. Sie eignet sich besonders für empfindliche Sorten wie Paprika, die bei 5-7°C optimal gelagert werden. Das Gemüsefach bietet oft höhere Luftfeuchtigkeit, die für viele Sorten vorteilhaft ist. Nachteile sind begrenzte Lagerkapazität und die Gefahr von Kälteschäden bei empfindlichen Sorten wie Tomaten. Kellerlagerung bietet größere Lagerkapazität bei natürlich kühlen Temperaturen von 10-15°C. Sie eignet sich hervorragend für Kürbisse, die hier monatelang haltbar bleiben, und für die Nachreifung von Tomaten. Wichtig sind gute Belüftung und Schutz vor Schimmelbildung. Die Kellerlagerung ist kostengünstig und energieeffizient, erfordert aber mehr Kontrolle der Bedingungen. Die Wahl hängt von der Gemüseart, verfügbarem Platz und gewünschter Lagerdauer ab.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Gemüseernte und Gemüselagerung?
    Gemüseernte und Gemüselagerung sind zwei aufeinanderfolgende, aber grundlegend verschiedene Prozesse. Die Gemüseernte umfasst alle Tätigkeiten vom Bestimmen des optimalen Erntezeitpunkts bis zum schonenden Pflücken oder Schneiden der Früchte. Dabei stehen richtige Erntetechniken, Vermeidung von Beschädigungen und optimale Tageszeit im Fokus. Wichtige Faktoren sind die Erkennung der Reife durch visuelle und haptische Merkmale sowie die Verwendung geeigneter Werkzeuge. Die Gemüselagerung beginnt nach der Ernte und konzentriert sich auf die Erhaltung der Qualität über längere Zeiträume. Hier sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Ethylenmanagement und Lagermethoden entscheidend. Während die Ernte einen Moment darstellt, ist die Lagerung ein fortlaufender Prozess, der ständige Aufmerksamkeit erfordert. Beide Bereiche müssen optimal aufeinander abgestimmt sein, da Erntefehler die spätere Lagerung beeinträchtigen können und umgekehrt die geplante Lagerung die Ernteentscheidungen beeinflusst.
  8. Welche wirtschaftlichen Vorteile bietet die richtige Fruchtgemüselagerung?
    Die richtige Fruchtgemüselagerung bietet erhebliche wirtschaftliche Vorteile, die sich sowohl für Hobbygärtner als auch gewerbliche Anbauer rechnen. Der wichtigste Aspekt ist die Reduzierung von Nachernteverlusten, die bei unsachgemäßer Lagerung 20-30% betragen können. Durch optimierte Lagertechniken lassen sich diese Verluste auf unter 10% senken - bei einer Tomatenernte von 50kg bedeutet das 5-10kg weniger Verlust. Zusätzlich ermöglicht geschickte Lagerung die Nutzung saisonaler Überangebote, etwa durch Einfrieren von Zucchini oder Trocknen von Tomaten für die Wintermonate. Die verlängerte Verfügbarkeit reduziert Einkaufskosten und schafft Unabhängigkeit von Marktpreisen. Professionelle Lagermethoden können Früchte wochenlang frischhalten, was den Zeitdruck beim Verzehr reduziert. Langfristig amortisieren sich auch Investitionen in Lagerausstattung wie Kühlgeräte oder Trocknungsanlagen durch geringere Lebensmittelverschwendung und bessere Ressourcennutzung. Umweltaspekte wie reduzierte CO2-Bilanz durch weniger Transporte kommen hinzu.
  9. Wo kann man professionelle Lagercontainer für Fruchtgemüse kaufen?
    Professionelle Lagercontainer und Lagerzubehör für Fruchtgemüse sind bei verschiedenen Anbietern erhältlich. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten ein breites Sortiment an Lagerlösungen, von einfachen Lagerkisten bis hin zu professionellen Kühlcontainern. Online-Gartenshops punkten oft mit detaillierter Beratung und Produktvergleichen, was bei der Auswahl passender Lagersysteme hilft. Landwirtschaftliche Fachgeschäfte führen spezialisierte Lagertechnik für größere Mengen, während Baumärkte grundlegende Lagercontainer und Zubehör anbieten. Bei der Auswahl sollten Material, Belüftung, Größe und Stapelbarkeit beachtet werden. Kunststoffcontainer sind leicht und pflegeleicht, während Holzkisten natürliche Atmungsaktivität bieten. Wichtig sind ausreichende Belüftungslöcher, um Schimmelbildung zu vermeiden. Für größere Investitionen lohnt sich der Vergleich verschiedener Anbieter, da Preise und Qualität stark variieren können. Gebrauchte Lagertechnik kann eine kostengünstige Alternative darstellen, sollte aber vor dem Kauf auf Sauberkeit und Funktionalität geprüft werden.
  10. Welche Gartenwerkzeuge braucht man für die schonende Fruchtgemüseernte?
    Für die schonende Fruchtgemüseernte sind verschiedene Gartenwerkzeuge essentiell, um Beschädigungen zu vermeiden und die Haltbarkeit zu maximieren. Eine hochwertige Gartenschere ist unverzichtbar für Paprika, Auberginen und dickere Stiele, da sie saubere Schnitte ermöglicht, die schneller heilen. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de führen verschiedene Scherentypen für unterschiedliche Ansprüche. Erntekörbе oder -eimer aus luftdurchlässigem Material verhindern Druckstellen bei größeren Mengen. Gartenhandschuhe schützen beim Ernten von stacheligen Gurken oder scharfen Chilis und bieten besseren Halt. Ein scharfes Küchenmesser ergänzt die Ausrüstung für präzise Schnitte bei empfindlichen Früchten. Kleine Transportbehälter oder flache Kisten verhindern, dass sich Früchte gegenseitig drücken. Bei der Werkzeugauswahl sollten ergonomische Griffe, rostfreie Materialien und einfache Reinigung beachtet werden. Saubere Werkzeuge reduzieren das Infektionsrisiko, daher ist regelmäßige Desinfektion wichtig. Die Investition in qualitatives Erntewerkzeug zahlt sich durch längere Haltbarkeit der Früchte und angenehmeres Arbeiten aus.
  11. Welche biologischen Prozesse beeinflussen die Haltbarkeit nach der Ernte?
    Nach der Ernte laufen verschiedene biologische Prozesse ab, die die Haltbarkeit von Fruchtgemüse maßgeblich beeinflussen. Die Atmung ist der wichtigste Prozess - Früchte verbrauchen weiterhin Sauerstoff und produzieren Kohlendioxid, wobei sie ihre Energiereserven abbauen. Je höher die Atmungsrate, desto schneller die Alterung. Enzymatische Reaktionen führen zum Abbau von Vitaminen, Farb- und Aromastoffen. Polyphenoloxidasen verursachen die bekannte Bräunung aufgeschnittener Äpfel und Auberginen. Pektinabbauende Enzyme machen Früchte weich und matschig. Die Transpiration, also Wasserverlust über die Oberfläche, führt zum Welken und Schrumpfen. Mikrobielle Aktivität durch Pilze und Bakterien beschleunigt den Verderb, besonders bei Verletzungen. Ethylenproduktion und -empfindlichkeit reguliert die Reifung und Alterung. Diese Prozesse sind temperaturabhängig - niedrigere Temperaturen verlangsamen sie erheblich, was die Grundlage der Kühllagerung bildet. Das Verständnis dieser Vorgänge ermöglicht gezielte Maßnahmen zur Haltbarkeitsverlängerung.
  12. Wie wirken sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf verschiedene Gemüsesorten aus?
    Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen verschiedene Gemüsesorten unterschiedlich stark. Niedrige Temperaturen verlangsamen enzymatische Reaktionen und Atmung, können aber bei kälteempfindlichen Sorten wie Tomaten und Gurken Kälteschäden verursachen. Diese zeigen sich durch braune Flecken und Geschmacksverlust. Tomaten verlieren bereits unter 12°C ihr typisches Aroma. Paprika vertragen kühlere Lagerung bei 7-10°C problemlos. Zu hohe Temperaturen beschleunigen die Reifung und fördern mikrobiellen Verderb. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt meist bei 85-95%. Zu niedrige Werte führen zu Wasserverlust und Welken, erkennbar am Schrumpeln von Gurken und Zucchini. Überhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigt Schimmelwachstum und bakterielle Infektionen. Die Kombination beider Faktoren ist entscheidend: Bei höheren Temperaturen wird meist niedrigere Luftfeuchtigkeit toleriert, um Schimmelrisiko zu reduzieren. Mediterrane Sorten wie Auberginen bevorzugen wärmere, trockenere Bedingungen als nordeuropäische Arten. Die Anpassung dieser Parameter an die spezifischen Bedürfnisse jeder Sorte ist der Schlüssel zu erfolgreicher Lagerung.
  13. Welche Rolle spielen Enzyme bei der Gemüsealterung nach der Ernte?
    Enzyme spielen eine zentrale Rolle bei der Gemüsealterung nach der Ernte und sind maßgeblich für Qualitätsverluste verantwortlich. Polyphenoloxidasen katalysieren die Bräunungsreaktionen, die bei verletzten Früchten auftreten - sichtbar wird dies bei angeschnittenen Äpfeln oder Auberginen. Pektinabbauende Enzyme wie Pektinase und Cellulase zerstören die Zellwandstruktur und machen Früchte weich und matschig. Diese Texturveränderungen sind besonders bei überreifen Tomaten und Zucchini erkennbar. Lipasen bauen Fette ab und können zu unerwünschten Geschmacksveränderungen führen. Vitamin C-abbauende Enzyme reduzieren den Nährwert kontinuierlich. Chlorophyllase baut Chlorophyll ab, was zur Vergilbung grüner Gemüse führt. Die Enzymaktivität ist stark temperaturabhängig - Kühlung verlangsamt sie erheblich, während Wärme sie beschleunigt. Blanchieren inaktiviert viele Enzyme durch Hitzedenaturierung, weshalb es vor dem Einfrieren angewendet wird. Das Verständnis der Enzymaktivität ermöglicht gezielte Lagerungsstrategien zur Qualitätserhaltung. Antioxidantien können enzymatische Bräunung teilweise verhindern.
  14. Wie entstehen Lagerkrankheiten und welche Faktoren fördern sie?
    Lagerkrankheiten entstehen durch verschiedene Erreger und werden durch ungünstige Lagerbedingungen gefördert. Pilzerkrankungen wie Grauschimmel (Botrytis) und Alternaria-Fäule sind häufige Probleme, die sich durch grauen Pilzbelag oder dunkle, eingesunkene Flecken zeigen. Diese Pilze benötigen Feuchtigkeit und bevorzugen verletztes Gewebe als Eintrittspforte. Hohe Luftfeuchtigkeit über 95% begünstigt ihr Wachstum erheblich. Bakterielle Weichfäule tritt besonders bei Gurken und Zucchini auf und verursacht wässrige, weiche Stellen. Schlechte Belüftung, Kondenswasserbildung und zu enge Lagerung fördern die Ausbreitung. Physiologische Störungen entstehen durch Stress: Kälteschäden zeigen sich als braune Flecken bei zu kalter Lagerung empfindlicher Sorten. Zu trockene Luft führt zu Schrumpeln und Welken. Ethylenschäden beschleunigen die Alterung. Vorbeugende Maßnahmen umfassen: optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit, gute Belüftung, Entfernung beschädigter Früchte, saubere Lagerbehälter und regelmäßige Kontrollen. Schnelle Kühlung nach der Ernte und schonende Behandlung reduzieren das Krankheitsrisiko erheblich.
  15. Wie richtet man einen optimalen Lagerraum für Hobbygärtner ein?
    Ein optimaler Lagerraum für Hobbygärtner sollte verschiedene Klimazonen für unterschiedliche Gemüsesorten bieten. Der Grundaufbau umfasst einen kühlen, gut belüfteten Raum mit konstanten Temperaturen zwischen 8-15°C. Wichtig ist eine gute Luftzirkulation durch Ventilatoren oder natürliche Belüftung, um Schimmelbildung zu verhindern. Regale aus Holz oder Metall ermöglichen gestapelte Lagerung, wobei perforierte Kisten oder Körbe die Luftzirkulation unterstützen. Ein Thermometer und Hygrometer zur Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind unverzichtbar. Verschiedene Lagerzonen können durch Trennwände oder separate Behälter geschaffen werden: kühlere Bereiche für Paprika und Zucchini, wärmere für Tomaten. Dunkle Bereiche verlangsamen die Reifung, während kontrollierte Lichtquellen das Nachreifen fördern können. Wasserschalen erhöhen die Luftfeuchtigkeit, während Luftentfeuchter bei zu hoher Feuchtigkeit helfen. Saubere, waschbare Oberflächen erleichtern die Hygiene. Ein Sortier- und Arbeitsplatz mit guter Beleuchtung komplettiert die Ausstattung. Regelmäßige Reinigung und Kontrolle der Früchte sind essentiell für den Erfolg.
  16. Welche Methoden gibt es zur Konservierung von überreifem Fruchtgemüse?
    Überreifes Fruchtgemüse lässt sich durch verschiedene Konservierungsmethoden noch sinnvoll verwerten. Trocknen eignet sich hervorragend für Tomaten, Paprika und Chilis - im Dörrgerät bei 40-50°C oder im Backofen entstehen aromatische Trockenfrüchte. Einfrieren ist praktisch für größere Mengen: Zucchini und Paprika sollten vorher blanchiert werden, um Enzyme zu inaktivieren. Einkochen in Gläser funktioniert besonders gut bei Tomaten - als Soße, passierte Tomaten oder ganze Früchte in eigenem Saft. Fermentation erzeugt probiotische Produkte wie fermentierte Gurken oder Tomaten in Salzlake. Einlegen in Öl oder Essig konserviert gegrillte Paprika, Zucchini oder Auberginen monatelang. Überreife Tomaten eignen sich perfekt für Soßen, Suppen oder Chutneys. Aus weichen Zucchini entstehen leckere Zucchini-Brote oder -Kuchen. Paprika und Auberginen lassen sich zu würzigen Aufstrichen verarbeiten. Wichtig ist, nur einwandfreie Teile zu verwenden und auf Hygiene zu achten. Diese Methoden vermeiden Lebensmittelverschwendung und schaffen Vorräte für die gemüsearme Zeit.
  17. Ist es ein Mythos, dass alle Gemüsesorten im Kühlschrank gelagert werden sollten?
    Ja, es ist definitiv ein weit verbreiteter Mythos, dass alle Gemüsesorten im Kühlschrank gelagert werden sollten. Viele Fruchtgemüsesorten leiden sogar unter zu kalter Lagerung und verlieren Geschmack, Textur oder entwickeln Kälteschäden. Tomaten sind das prominenteste Beispiel - sie verlieren bei Kühlschranktemperaturen ihr charakteristisches Aroma und werden mehlig. Optimal lagern sie bei 15-20°C. Gurken werden bei zu kalter Lagerung schnell matschig und entwickeln braune Flecken. Auch Auberginen sind kälteempfindlich und werden unter 10°C bitter und fleckig. Paprika vertragen zwar kühlere Temperaturen, aber Zimmertemperatur schadet ihnen nicht. Zucchini halten sich bei Zimmertemperatur etwa eine Woche problemlos. Die Kühlschranklagerung ist sinnvoll für bereits angeschnittenes Gemüse oder wenn die Raumtemperatur sehr hoch ist. Wichtig ist, die individuellen Bedürfnisse jeder Sorte zu kennen. Der Mythos entstammt wahrscheinlich der Annahme, dass kalt gleich länger haltbar bedeutet - was nur bedingt stimmt. Richtige Lagerung berücksichtigt Herkunft, Kälteempfindlichkeit und gewünschte Verwendung der Früchte.
  18. Gibt es regionale Unterschiede bei der Fruchtgemüselagerung in Deutschland?
    Regionale Unterschiede bei der Fruchtgemüselagerung in Deutschland ergeben sich hauptsächlich durch klimatische Bedingungen und bauliche Gegebenheiten. In Nord- und Ostdeutschland ermöglichen kühlere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit oft eine natürliche Kellerlagerung über längere Zeiträume. Traditionelle Gewölbekeller in älteren Häusern bieten ideale Bedingungen für Kürbisse und andere lagerfähige Sorten. In südlicheren Regionen mit wärmeren Temperaturen ist die Kühlschranklagerung häufiger notwendig, da Raumtemperaturen für viele Sorten zu hoch werden. Alpine Regionen nutzen traditionell kühle Bergspeicher oder Almhütten zur natürlichen Kühlung. Unterschiede zeigen sich auch bei der Sortenwahl: In wärmeren Gebieten werden oft hitzeverträglichere Sorten angebaut, die andere Lageransprüche haben. Die Erntezeiten variieren regional - in südlichen Lagen beginnt sie früher, was längere Lagerzeiten erfordert. Lokale Traditionen wie Erdmieten oder spezielle Lagerkeller spiegeln regionale Anpassungen wider. Moderne Haushalte gleichen regionale Unterschiede durch technische Lösungen aus, aber traditionelle Methoden bleiben besonders in ländlichen Gebieten relevant und oft energieeffizienter.
  19. Worin unterscheidet sich das Aufbewahren von Erntegut und industrieller Gemüselagerung?
    Das Aufbewahren von Erntegut im Hobbygarten unterscheidet sich grundlegend von industrieller Gemüselagerung. Industrielle Lagerung nutzt hoch spezialisierte Technologien wie kontrollierte Atmosphären mit reduziertem Sauerstoff- und erhöhtem CO2-Gehalt, um die Atmung zu verlangsamen. Professionelle Kühlhäuser arbeiten mit präzisen Temperatur- und Feuchtigkeitskontrollen sowie kontinuierlicher Überwachung. Ethylenfilter und -absorber entfernen das Reifegas aktiv aus der Lagerluft. Die Mengen erfordern mechanisierte Handhabung und automatisierte Sortiersysteme. Chemische Behandlungen zur Haltbarkeitsverlängerung sind in der Industrie teilweise zugelassen. Hobbygärtner arbeiten dagegen mit natürlichen Methoden und kleineren Mengen. Die Lagerung erfolgt meist in Kellern, Kühlschränken oder einfachen Lagerräumen mit grundlegender Klimakontrolle. Vorteil der Hobbylagerung: frischeres Ausgangsmaterial, da zwischen Ernte und Lagerung weniger Zeit vergeht. Die Kontrolle ist intensiver, da kleinere Mengen regelmäßig begutachtet werden können. Industrielle Methoden zielen auf maximale Haltbarkeit für Transport und Handel, während Hobbygärtner Geschmack und Qualität priorisieren können.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Gemüse konservieren und Fruchtgemüse aufbewahren?
    Gemüse konservieren und Fruchtgemüse aufbewahren bezeichnen zwei grundlegend verschiedene Ansätze der Haltbarmachung. Aufbewahren bezieht sich auf die kurzfristige Lagerung frischer Früchte in ihrem natürlichen Zustand, um ihre ursprünglichen Eigenschaften zu erhalten. Dies umfasst optimale Temperatur-, Feuchtigkeits- und Lichtbedingungen für wenige Tage bis Wochen. Das Gemüse bleibt dabei unverändert und kann roh verzehrt werden. Konservieren hingegen bedeutet die langfristige Haltbarmachung durch Veränderung der Gemüsestruktur oder -zusammensetzung. Methoden wie Einkochen, Trocknen, Einfrieren oder Fermentation verändern Textur, Geschmack oder Nährstoffgehalt, ermöglichen aber monatelange bis jahrelange Haltbarkeit. Beim Aufbewahren bleiben Vitamine und Aromastoffe weitgehend erhalten, während beim Konservieren teilweise Verluste auftreten, dafür aber neue Aromen entstehen können. Aufbewahren ist energieärmer und einfacher, begrenzt aber die Lagerdauer. Konservieren erfordert mehr Aufwand und Equipment, schafft aber Unabhängigkeit von Erntezeiten und ermöglicht Vorratswirtschaft. Beide Methoden ergänzen sich optimal in der Küche des Hobbygärtners.
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