Mittagsblumen pflegen: Blütenpracht trotz Hitze

Mittagsblumen: Hitzeresistente Schönheiten für Ihren Garten

Mittagsblumen sind bemerkenswerte Gewächse, die selbst in extremen Hitzeperioden prächtig gedeihen können. Diese robusten Pflanzen haben die faszinierende Fähigkeit, Wasser in ihren Blättern zu speichern und benötigen erstaunlich wenig Pflege.

Schlüssel zu üppiger Blütenpracht

  • Sandiger Boden sorgt für optimale Drainage
  • Ein sonniger Standort fördert das Wachstum
  • Zurückhaltendes Gießen unterstützt die Trockenheitsresistenz
  • Vielseitig einsetzbar in Beeten und Balkonkästen

Heimat und Besonderheiten der Mittagsblume

Mittagsblumen, botanisch als Mesembryanthemum bekannt, haben ihre Wurzeln in den kargen Regionen Südafrikas. Im Laufe der Evolution haben diese Pflanzen erstaunliche Anpassungen entwickelt, um in ihren herausfordernden Lebensräumen zu gedeihen.

Eine bemerkenswerte Eigenschaft der Mittagsblume ist ihre Fähigkeit, Wasser in den fleischigen Blättern einzulagern. Diese sukkulenten Blätter dienen als natürliche Wasserspeicher und ermöglichen es der Pflanze, längere Trockenperioden zu überdauern. Interessanterweise ist die Oberfläche der Blätter oft mit einer wachsartigen Schicht überzogen, die zusätzlichen Schutz vor Verdunstung bietet.

Die Blüten der Mittagsblume sind ein wahrhaft bezaubernder Anblick. Typischerweise öffnen sie sich in der intensiven Mittagssonne - daher ihr treffender Name. Die leuchtenden Farben reichen von strahlendem Gelb über leuchtendes Orange bis hin zu kräftigem Pink und tiefem Violett. Diese Farbenpracht lockt zahlreiche Insekten an und gewährleistet so eine natürliche Bestäubung.

Vorteile in heißen Sommern

In Zeiten zunehmender Hitzeperioden und Trockenheit erweisen sich Mittagsblumen als wahre Schätze für den Garten. Ihre beeindruckende Anpassungsfähigkeit an extreme Bedingungen macht sie zu idealen Pflanzen für den modernen, klimaresilienten Garten.

Dank ihrer Wasserspeicherfähigkeit benötigen Mittagsblumen deutlich weniger Bewässerung als viele andere Zierpflanzen. Das spart nicht nur wertvolles Wasser, sondern auch Zeit und Mühe bei der Gartenpflege. Selbst wenn Sie gelegentlich das Gießen vergessen sollten, nehmen diese robusten Pflanzen in der Regel keinen Schaden.

Ein weiterer Pluspunkt ist ihre außergewöhnlich lange Blütezeit. Vom Frühsommer bis weit in den Herbst hinein sorgen Mittagsblumen für lebendige Farbtupfer im Garten. Dabei erweisen sie sich als relativ pflegeleicht und wenig anfällig für Krankheiten oder Schädlingsbefall.

Optimale Bodenbeschaffenheit für Mittagsblumen

Der richtige Boden spielt eine entscheidende Rolle für das Gedeihen von Mittagsblumen. Sie bevorzugen einen sandigen, gut durchlässigen Boden, der keine Staunässe zulässt. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen sie häufig in kargen, steinigen Böden.

Für Ihren Garten bedeutet das: Es empfiehlt sich, dem vorhandenen Gartenboden reichlich Sand beizumischen. Eine bewährte Mischung besteht aus zwei Teilen Gartenerde, einem Teil Sand und einem Teil Kies. Diese Zusammensetzung gewährleistet eine gute Drainage und beugt der Fäulnis der Wurzeln in nassem Boden vor.

Falls Ihr Gartenboden sehr lehmhaltig ist, können Sie alternativ auch Hochbeete oder Kübel mit der optimalen Erdmischung verwenden. Dies bietet den zusätzlichen Vorteil, dass Sie die Pflanzen bei Bedarf umstellen können.

Lichtbedarf und Sonnenexposition

Mittagsblumen sind wahre Sonnenanbeter. Je mehr Sonnenlicht sie erhalten, desto besser gedeihen sie und desto üppiger fällt ihre Blütenpracht aus. Ein Standort in voller Sonne ist ideal, mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag sollten es sein.

In meinem eigenen Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Mittagsblumen an einer nach Süden ausgerichteten Hauswand besonders gut gedeihen. Die Wand speichert zusätzlich Wärme und gibt sie nachts wieder ab, was die Pflanzen sichtlich zu schätzen wissen.

Es ist jedoch zu beachten, dass zu viel Schatten zu einem spindligen Wuchs führen und die Blütenbildung beeinträchtigen kann. Falls Sie keinen vollsonnigen Platz zur Verfügung haben, wäre es ratsam, andere, schattenverträglichere Pflanzen in Betracht zu ziehen.

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Temperaturtoleranz der Mittagsblume

Mittagsblumen zeigen eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber hohen Temperaturen und vertragen problemlos Werte von über 30°C. Selbst bei trockener Luft fühlen sie sich wohl. Diese Eigenschaft macht sie zu idealen Pflanzen für heiße Sommertage, wenn andere Blumen bereits zu welken beginnen.

Im Winter sieht die Situation allerdings anders aus. Die meisten Mittagsblumenarten sind nicht winterhart und vertragen keinen Frost. In Regionen mit milden Wintern können einige Arten im Freien überwintern, vorausgesetzt, sie stehen an einer geschützten Stelle und werden mit Vlies abgedeckt. In kälteren Gebieten ist es ratsam, die Pflanzen im Herbst auszugraben und frostfrei zu überwintern oder sie als einjährige Pflanzen zu behandeln.

Aussaat und Pflanzung von Mittagsblumen

Zeitpunkt der Aussaat

Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat von Mittagsblumen hängt davon ab, ob Sie sie im Haus vorziehen oder direkt ins Freiland säen möchten. Für die Vorkultur im Haus eignet sich der Zeitraum von Februar bis April. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich zu entwickeln, bevor sie nach den Eisheiligen ins Freie kommen.

Die Direktsaat ins Freiland ist ab Mai möglich, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Es ist jedoch zu bedenken, dass bei der Direktsaat die Blütezeit etwas später einsetzt als bei vorgezogenen Pflanzen.

Vorbereitung des Bodens

Bevor Sie Mittagsblumen aussäen oder pflanzen, ist eine gründliche Bodenvorbereitung unerlässlich. Lockern Sie die Erde etwa 20 cm tief auf und entfernen Sie Steine und Wurzeln. Mischen Sie dann, wie bereits erwähnt, Sand und gegebenenfalls Kies unter die Gartenerde, um die Drainage zu verbessern.

Es empfiehlt sich, auf stickstoffreiche Dünger oder frischen Kompost zu verzichten. Zu viele Nährstoffe fördern zwar das Blattwachstum, gehen aber oft auf Kosten der Blütenbildung. Ein eher magerer Boden regt die Pflanzen an, mehr Blüten zu produzieren.

Richtige Pflanzdichte

Bei der Aussaat oder Pflanzung von Mittagsblumen spielt der richtige Abstand eine wichtige Rolle. Er variiert je nach Art, da einige Sorten kompakt wachsen, während andere sich teppichartig ausbreiten.

Als Faustregel gilt: Säen Sie die Samen mit einem Abstand von etwa 20 cm. Bei vorgezogenen Pflanzen oder gekauften Jungpflanzen sollten Sie je nach Sorte 25 bis 40 cm Abstand einhalten. Es empfiehlt sich, die Angaben auf der Samenpackung oder dem Pflanzetikett zu beachten.

Zu eng gepflanzte Mittagsblumen konkurrieren um Licht und Nährstoffe, was zu schwächerem Wuchs führen kann. Andererseits kann eine zu weite Pflanzung dazu führen, dass der Boden zwischen den Pflanzen schneller austrocknet und sich Unkraut leichter ansiedelt.

Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege werden Ihre Mittagsblumen zu einem farbenfrohen Blickfang in Ihrem Garten, der selbst heißesten Sommertagen trotzt.

Wassermanagement bei Trockenheit: Saftige Mittagsblumen auch in Hitzephasen

Mittagsblumen sind wahre Meister im Umgang mit Trockenheit. Ihre erstaunliche Fähigkeit, Wasser zu speichern, macht sie zu idealen Pflanzen für heiße Sommer. In meinem eigenen Garten habe ich immer wieder beobachtet, wie unglaublich robust diese Pflanzen selbst in extremen Hitzeperioden sind. Hier ein paar Einblicke, wie Mittagsblumen mit Wasser haushalten und wie Sie sie dabei unterstützen können.

Wasserspeicherung in Blättern und Stängeln

Die fleischigen Blätter und Stängel der Mittagsblumen fungieren als effektive Wasserspeicher. Sie können beachtliche Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und über lange Zeit hinweg abgeben. Diese clevere Anpassung ermöglicht es den Pflanzen, selbst längere Trockenperioden zu überstehen. Die Zellen in Blättern und Stängeln sind mit einer gelartigen Substanz gefüllt, die das Wasser bindet und vor Verdunstung schützt - faszinierend, nicht wahr?

Richtige Gießtechnik für Mittagsblumen

Bei der Bewässerung von Mittagsblumen gilt überraschenderweise: Weniger ist oft mehr. Zu viel Wasser kann den Pflanzen sogar schaden. Hier ein paar Tipps, die Ihnen bei der richtigen Gießtechnik helfen:

  • Gießen Sie direkt an der Wurzel und vermeiden Sie möglichst Wasser auf den Blättern
  • Verwenden Sie am besten lauwarmes Wasser, um einen Temperaturschock zu vermeiden
  • Gießen Sie vorzugsweise morgens oder abends, wenn die Sonne nicht zu stark scheint
  • Achten Sie auf guten Wasserabzug im Topf oder Beet - stehende Nässe mögen die Pflanzen gar nicht

Häufigkeit des Gießens

Wie oft Sie gießen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab - Standort, Temperatur und Bodenbeschaffenheit spielen alle eine Rolle. Als grobe Richtlinie gilt: Lassen Sie die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. In heißen Sommermonaten kann das bedeuten, dass Sie alle 7-10 Tage gießen. Im Winter reicht oft eine monatliche Wassergabe. Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam - wenn die Blätter leicht schrumpeln, ist es höchste Zeit zum Gießen.

Düngung von Mittagsblumen: Zurückhaltung ist gefragt

Mittagsblumen sind erstaunlich genügsame Pflanzen, die auch auf nährstoffarmen Böden prächtig gedeihen. Dennoch können sie von einer gezielten Düngung profitieren. Hier ein paar Tipps zur richtigen Nährstoffversorgung:

Nährstoffbedarf von Mittagsblumen

Der Nährstoffbedarf von Mittagsblumen ist vergleichsweise gering. Sie benötigen hauptsächlich:

  • Stickstoff für gesundes Blattwachstum
  • Phosphor für kräftige Wurzeln und Blüten
  • Kalium für Frosthärte und Widerstandsfähigkeit

Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 7,0 scheint ideal für die Nährstoffaufnahme zu sein.

Zeitpunkt und Art der Düngung

Die beste Zeit zur Düngung ist wohl das Frühjahr, wenn die Pflanzen ihr Wachstum beginnen. Eine zweite, leichte Düngergabe kann im Frühsommer erfolgen. Ich persönlich schwöre auf organischen Langzeitdünger oder gut verrotteten Kompost. Diese geben die Nährstoffe langsam ab und verhindern eine Überdüngung.

Vorsicht vor Überdüngung

Zu viel des Guten kann bei Mittagsblumen schnell zu Problemen führen. Eine Überdüngung zeigt sich oft durch übermäßiges Blattwachstum, weniger Blüten und erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten. Im schlimmsten Fall können die Wurzeln durch zu hohe Salzkonzentrationen im Boden geschädigt werden. Daher mein Rat: Lieber etwas weniger düngen als zu viel.

Pflege während Hitzeperioden: So bleiben Ihre Mittagsblumen fit

Obwohl Mittagsblumen ausgesprochen hitzetolerant sind, können extreme Temperaturen auch ihnen zusetzen. Mit den richtigen Pflegemaßnahmen helfen Sie Ihren Pflanzen, gut durch Hitzeperioden zu kommen.

Schutz vor extremer Sonneneinstrahlung

Auch wenn Mittagsblumen Sonne lieben, kann zu viel davon schaden. Bei extremer Hitze können Sie folgende Schutzmaßnahmen in Betracht ziehen:

  • Aufstellen eines temporären Schattensegels in den heißesten Mittagsstunden
  • Umsetzen von Topfpflanzen an einen halbschattigen Standort
  • Verwendung von hellem Mulch, um die Bodentemperatur zu senken

Bodenbedeckung zur Feuchtigkeitserhaltung

Eine Mulchschicht aus Kies, Splitt oder hellem Steinmaterial kann wahre Wunder bewirken. Sie hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und leitet gleichzeitig überschüssiges Wasser ab. Die Mulchschicht sollte etwa 2-3 cm dick sein und nicht direkt an den Pflanzenstängeln anliegen, um Fäulnis zu vermeiden.

Umgang mit Hitzestress

Bei anhaltender Hitze können selbst robuste Mittagsblumen Stresssymptome zeigen. Achten Sie auf:

  • Welke oder schlaffe Blätter
  • Verfärbungen oder Verbrennungen an Blättern
  • Vorzeitiges Abwerfen von Blüten

In solchen Fällen kann eine leichte Bewässerung am frühen Morgen oder späten Abend oft Wunder bewirken. Entfernen Sie beschädigte Pflanzenteile, um die Regeneration zu fördern. Nach Hitzeperioden erholen sich Mittagsblumen in der Regel erstaunlich schnell und treiben neu aus.

Mit diesen Tipps zur Wassergabe, Düngung und Hitzepflege werden Ihre Mittagsblumen auch extreme Sommertage gut überstehen und Sie mit ihrer Blütenpracht erfreuen. Diese robusten Pflanzen verzeihen auch mal einen Pflegefehler - also keine Angst vor dem Experimentieren! Ich bin immer wieder überrascht, wie viel diese Pflanzen aushalten können.

Krankheiten und Schädlinge bei Mittagsblumen erfolgreich bekämpfen

Obwohl Mittagsblumen im Allgemeinen recht robust sind, können sie in trockenen Perioden durchaus von einigen Problemen heimgesucht werden. Zu den typischen Schwierigkeiten zählen Wurzelfäule bei zu feuchtem Boden, Blattläuse und Spinnmilben. Um diese Probleme zu vermeiden, ist eine gute Drainage unerlässlich. Der Boden sollte mit Sand oder Kies angereichert werden, um Staunässe zu verhindern.

Präventive Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle für gesunde Pflanzen. Regelmäßige Kontrollen helfen, Schädlinge frühzeitig zu erkennen. Bei ersten Anzeichen von Befall sollten betroffene Pflanzenteile umgehend entfernt werden. Eine ausgewogene Düngung stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Zu viel Stickstoff kann die Pflanzen anfälliger für Schädlinge machen.

Für die natürliche Bekämpfung von Schädlingen haben sich einige Methoden als besonders wirksam erwiesen:

  • Eine Sprühlösung aus Wasser und mildem Spülmittel kann gegen Blattläuse helfen.
  • Spinnmilben lassen sich oft mit einem kräftigen Wasserstrahl abspülen.
  • Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen können bei der Schädlingsbekämpfung unterstützen.

In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit Neem-Öl gemacht. Es wirkt gegen viele Schädlinge und ist dabei schonend für die Umwelt. Allerdings sollte man es sparsam und gezielt einsetzen.

Mittagsblumen richtig überwintern

Die Überwinterung von Mittagsblumen erfordert etwas Vorbereitung und hängt stark von der jeweiligen Art ab. Nicht alle Sorten sind winterhart, daher ist es wichtig, die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze zu kennen. Generell gilt: Je trockener die Pflanze in den Winter geht, desto besser übersteht sie die kalte Jahreszeit.

Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit

Ab Oktober sollten Sie die Wassergaben deutlich reduzieren. Abgestorbene Pflanzenteile müssen entfernt werden, um Fäulnis vorzubeugen. Bei Topfpflanzen empfiehlt es sich, überschüssiges Wasser aus den Untersetzern zu entfernen, da Staunässe im Winter besonders problematisch sein kann.

Schutzmaßnahmen für mehrjährige Arten

Winterharte Sorten können mit einer Mulchschicht aus Laub oder Reisig geschützt werden. Diese Deckschicht schützt die Wurzeln vor Frost. In Regionen mit strengen Wintern hat sich eine zusätzliche Abdeckung mit Vlies bewährt. Besonders empfindliche Arten sollten in frostfreie Räume gebracht werden.

Überwinterung in Töpfen und Kübeln

Topfpflanzen sind oft frostempfindlicher als ihre Artgenossen im Beet. Kübel mit Mittagsblumen sollten an eine geschützte Hauswand oder in einen unbeheizten Wintergarten gestellt werden. Wichtig ist, dass der Standort hell und kühl ist. Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius sind ideal. Es sollte nur minimal gegossen werden, gerade so viel, dass die Wurzeln nicht austrocknen.

Vermehrung von Mittagsblumen leicht gemacht

Die Vermehrung von Mittagsblumen ist erstaunlich einfach und kann auf verschiedene Arten erfolgen. Je nach Sorte und persönlichen Vorlieben kann zwischen Aussaat, Stecklingen oder Teilung gewählt werden.

Aussaat von selbst geerntetem Saatgut

Viele Mittagsblumen-Arten bilden reichlich Samen. Lassen Sie einfach einige Blüten verblühen und sammeln Sie die Samenkapseln, sobald sie trocken sind. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr in Anzuchtschalen mit sandiger Aussaaterde. Die Samen werden nur leicht bedeckt, da sie Lichtkeimer sind. Bei Temperaturen um 20 Grad Celsius keimen die Samen meist innerhalb von zwei Wochen.

Stecklinge und Teilung

Die Vermehrung über Stecklinge ist besonders einfach und eine meiner bevorzugten Methoden. Im Frühjahr oder Sommer werden 5-10 cm lange Triebspitzen abgeschnitten und die unteren Blätter entfernt. Die Stecklinge werden in sandige Erde gesteckt und gleichmäßig feucht gehalten. Nach etwa drei Wochen haben sich Wurzeln gebildet.

Ältere Pflanzen können auch durch Teilung vermehrt werden. Die Pflanze wird im Frühjahr ausgegraben und der Wurzelballen vorsichtig mit einem scharfen Messer geteilt. Jedes Teilstück sollte mehrere Triebe und gesunde Wurzeln haben.

Beste Zeit für die Vermehrung

Der ideale Zeitpunkt für die Vermehrung von Mittagsblumen ist das Frühjahr. Die Pflanzen haben dann den ganzen Sommer Zeit, um sich zu etablieren. Stecklinge können auch im Sommer genommen werden, allerdings sollten diese dann vor praller Sonne geschützt werden, bis sie angewachsen sind.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich aus einem kleinen Triebstück eine vollständige Pflanze entwickelt. In meinem Garten konnte ich aus einer einzigen Mutterpflanze über zwanzig neue Mittagsblumen ziehen. Diese Vermehrungsmethode ist nicht nur kosteneffizient, sondern macht auch einfach Spaß!

Mittagsblumen: Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten für Ihren Garten

Mittagsblumen sind wahre Alleskönner im Garten. Ihre leuchtenden Blüten und sukkulenten Blätter machen sie zu idealen Partnern für verschiedenste Gartenkonzepte. Ich bin immer wieder erstaunt, wie vielfältig einsetzbar diese robusten Pflänzchen sind.

Harmonische Kombinationen mit anderen Trockenheitskünstlern

In meinem Garten habe ich festgestellt, dass Mittagsblumen besonders gut mit anderen Pflanzen harmonieren, die ähnliche Standortbedingungen lieben. Einige meiner Favoriten sind:

  • Die immergrüne Fetthenne (Sedum)
  • Die faszinierende Hauswurz (Sempervivum)
  • Der duftende Lavendel
  • Der aromatische Thymian
  • Die robuste Schafgarbe

Diese Kombinationen sorgen für spannende Strukturen und Farben, ohne dass man ständig zur Gießkanne greifen muss.

Steingärten und Rockeries: Ein Paradies für Mittagsblumen

In Steingärten fühlen sich Mittagsblumen richtig wohl. Ihr flaches Wurzelsystem erlaubt es ihnen, selbst in kleinsten Felsspalten Fuß zu fassen. Hier ein paar Ideen, wie Sie Ihren Steingarten mit Mittagsblumen aufpeppen können:

  • Platzieren Sie die Pflanzen zwischen größeren Steinen - das sieht unglaublich natürlich aus
  • Spielen Sie mit verschiedenen Arten und Farben für ein lebendiges Gesamtbild
  • Nutzen Sie Höhenunterschiede, um Ihrem Garten mehr Tiefe zu verleihen

Bodendecker mit Charakter

Viele Mittagsblumenarten eignen sich hervorragend als Bodendecker. Sie breiten sich flach aus und bilden dichte Teppiche, die nicht nur Unkraut unterdrücken, sondern auch den Boden vor Austrocknung schützen. Besonders effektiv sind sie meiner Erfahrung nach:

  • An Hängen, wo sie den Boden festhalten
  • Zwischen Trittplatten als grüne Fugen
  • Als lebendiger Teppich in Kübeln und Balkonkästen

Mittagsblumen für Extremsituationen

Nicht alle Mittagsblumen sind gleich geschaffen. Einige Arten haben sich besonders gut an extreme Bedingungen angepasst - echte Überlebenskünstler für spezielle Gartenecken.

Hitzewunder unter den Mittagsblumen

Für Standorte, die besonders heiß und trocken sind, kann ich folgende Arten wärmstens empfehlen:

  • Delosperma cooperi (Rasen-Mittagsblume): Bildet dichte Polster mit leuchtend pinkfarbenen Blüten - ein echter Hingucker!
  • Lampranthus spectabilis (Strahlende Mittagsblume): Große, auffällige Blüten in verschiedenen Farben, die selbst in der prallen Sonne nicht schlapp machen
  • Mesembryanthemum crystallinum (Eiskraut): Mit faszinierenden, eisartig glitzernden Blättern - sieht aus, als hätte jemand Glitzer verstreut

Wassersparmeister unter den Mittagsblumen

Einige Mittagsblumen kommen mit erstaunlich wenig Wasser aus. Diese Sorten haben mich besonders beeindruckt:

  • Lithops (Lebende Steine): Ahmen in Form und Farbe Kieselsteine nach - manchmal muss ich zweimal hinschauen, um sie zu entdecken
  • Aptenia cordifolia (Herzblattige Mittagsblume): Eine kriechende Art mit herzförmigen Blättern - richtig niedlich
  • Carpobrotus edulis (Hottentottenfeige): Eine robuste Art mit essbaren Früchten - zwei Fliegen mit einer Klappe!

Ein Farbspektakel das ganze Jahr über

Die Palette der Blütenfarben bei Mittagsblumen ist wirklich beeindruckend. Von Weiß über Gelb und Orange bis hin zu Pink und Purpur ist alles dabei. Einige Arten, wie die Delosperma, blühen sogar mehrmals im Jahr - ein echtes Dauerfeuerwerk! Andere, wie die Lampranthus, haben ihre Hauptblütezeit im Frühsommer. Durch geschickte Kombination verschiedener Arten können Sie sich ein lang anhaltendes Blütenmeer schaffen.

Mittagsblumen: Zukunftsfähige Stars im Garten

Pflege leicht gemacht

Um lange Freude an Ihren Mittagsblumen zu haben, beachten Sie diese einfachen Tipps:

  • Sonniger Standort mit durchlässigem Boden - je sandiger, desto besser
  • Sparsam, aber regelmäßig gießen - lieber zu wenig als zu viel
  • Zurückhaltend düngen - einmal im Frühjahr reicht meist völlig aus
  • Verblühte Blüten entfernen - das regt zu neuer Blütenbildung an
  • Nicht winterharte Arten schützen oder in Töpfen kultivieren - so überleben sie auch kältere Winter

Nachhaltig gärtnern mit Mittagsblumen

Mittagsblumen sind echte Ressourcenschoner. Ihr geringer Wasserbedarf macht sie zu idealen Pflanzen für Regionen mit Wasserknappheit oder für Gärtner, die ihren Wasserverbrauch reduzieren möchten. Zudem benötigen sie kaum Pflege und Dünger - das spart nicht nur Zeit, sondern schont auch die Umwelt.

Fit für die Zukunft: Gärten im Klimawandel

Angesichts des Klimawandels und zunehmender Hitzeperioden werden Pflanzen wie Mittagsblumen in Zukunft wohl eine immer wichtigere Rolle in unseren Gärten spielen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie sich Gärten an veränderte Bedingungen anpassen können, ohne an Schönheit und Vielfalt einzubüßen. Mit Mittagsblumen beweisen Sie, dass Trockenheit kein Hindernis für einen blühenden Garten sein muss. Ihre Farbenpracht und Robustheit machen sie nicht nur zu einer praktischen Lösung für heiße Sommer, sondern auch zu einer echten Bereicherung für jeden Garten. Ich bin schon gespannt, wie sich unsere Gärten in den nächsten Jahren entwickeln werden - mit Mittagsblumen sind wir jedenfalls bestens gerüstet!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was macht Mittagsblumen so hitzeresistent und trockenheitstolerant?
    Mittagsblumen verdanken ihre außergewöhnliche Hitzeresistenz mehreren cleveren botanischen Anpassungen. Ihre fleischigen Blätter und Stängel fungieren als effektive Wasserspeicher, die beachtliche Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und über lange Zeit abgeben können. Die Zellen sind mit einer gelartigen Substanz gefüllt, die das Wasser bindet und vor Verdunstung schützt. Zusätzlich ist ihre Oberfläche oft mit einer wachsartigen Schicht überzogen, die zusätzlichen Verdunstungsschutz bietet. Diese südafrikanischen Pflanzen haben sich über Jahrtausende an extreme Bedingungen angepasst und können problemlos Temperaturen von über 30°C vertragen. Ihre Trockenheitstoleranz zeigt sich auch daran, dass sie deutlich weniger Bewässerung benötigen als andere Zierpflanzen - ein wertvoller Vorteil in heißen Sommern und Zeiten der Wasserknappheit.
  2. Wie funktioniert die Wasserspeicherung in den Blättern von Mittagsblumen?
    Die Wasserspeicherung in Mittagsblumen-Blättern funktioniert durch ein faszinierendes biologisches System. Die fleischigen Blätter und Stängel enthalten spezielle Zellen, die mit einer gelartigen Substanz gefüllt sind, welche große Wassermengen binden kann. Diese Substanz wirkt wie ein natürlicher Wasserspeicher, der die Feuchtigkeit über längere Zeiträume hinweg langsam wieder abgibt. Das Gewebe ist so strukturiert, dass es bei Wasserzufuhr aufquillt und das kostbare Nass konserviert. Zusätzlich reduziert die wachsartige Schutzschicht auf der Blattoberfläche die Verdunstung erheblich. Dieses geniale System ermöglicht es den Pflanzen, selbst längere Trockenperioden zu überdauern, ohne Schaden zu nehmen. Bei Wassermangel können die Blätter leicht schrumpfen, erholen sich aber schnell wieder, sobald Feuchtigkeit verfügbar ist. Diese Anpassung macht Mittagsblumen zu idealen Pflanzen für wassersparende Gartenkonzepte.
  3. Welche Bodenverhältnisse bevorzugen Mittagsblumen für optimales Wachstum?
    Mittagsblumen gedeihen am besten in sandigen, gut durchlässigen Böden, die keine Staunässe zulassen. In ihrer südafrikanischen Heimat wachsen sie natürlicherweise in kargen, steinigen Substraten. Für optimales Wachstum sollten Sie eine Mischung aus zwei Teilen Gartenerde, einem Teil Sand und einem Teil Kies verwenden. Diese Zusammensetzung gewährleistet perfekte Drainage und verhindert Wurzelfäulnis. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral zwischen 6,0 und 7,0 liegen. Wichtig ist, dass der Boden nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich ist - zu viele Nährstoffe fördern das Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung. Bei schweren Lehmböden empfiehlt sich die Anlage von Hochbeeten oder die Kultivierung in Kübeln. Eine dünne Mulchschicht aus Kies oder Splitt unterstützt die Drainage zusätzlich und verhindert das Aufkommen von Unkraut.
  4. Warum öffnen sich die Blüten der Mittagsblume nur zur Mittagszeit?
    Die Mittagsblume verdankt ihren Namen der faszinierenden Eigenschaft, ihre Blüten bevorzugt in der intensiven Mittagssonne zu öffnen. Dieses Verhalten ist eine evolutionäre Anpassung an die südafrikanischen Ursprungsregionen, wo die stärkste Sonnenintensität zur Mittagszeit herrscht. Die Blütenöffnung wird durch Temperatur und Lichtintensität gesteuert - je heller und wärmer es wird, desto weiter öffnen sich die Blüten. Dieses Phänomen, auch Photonastie genannt, dient mehreren wichtigen Funktionen: Zum einen werden die Bestäuberinsekten angelockt, die in der warmen Mittagssonne besonders aktiv sind. Zum anderen schützen sich die empfindlichen Blütenorgane vor extremer Hitze, indem sie sich bei zu hohen Temperaturen wieder schließen können. An bewölkten Tagen oder bei kühlerem Wetter bleiben die Blüten häufig geschlossen, öffnen sich aber sofort wieder, wenn optimale Licht- und Temperaturbedingungen herrschen.
  5. Welche wachsartige Schutzschicht haben Mittagsblumen und wozu dient sie?
    Die wachsartige Schutzschicht der Mittagsblumen, botanisch als Cuticula bezeichnet, ist eine bemerkenswerte Anpassung an trockene Lebensräume. Diese dünne, aber effektive Beschichtung überzieht Blätter und Stängel und besteht hauptsächlich aus wasserabweisenden Wachsverbindungen. Sie dient als natürliche Barriere gegen Wasserverlust durch Verdunstung und reduziert die Transpiration erheblich. Zusätzlich bietet diese Schicht Schutz vor intensiver UV-Strahlung und schädlichen Umwelteinflüssen. Bei manchen Arten wie dem Eiskraut (Mesembryanthemum crystallinum) sind zusätzlich kristalline Strukturen eingelagert, die der Pflanze ihr charakteristisches, wie mit Eis überzogenes Aussehen verleihen. Diese Wachsschicht ist besonders bei jungen Trieben und Blättern ausgeprägt und trägt maßgeblich zur außergewöhnlichen Trockenheitsresistenz bei. Sie ermöglicht es den Pflanzen, auch bei extremer Hitze und niedrigster Luftfeuchtigkeit zu überleben.
  6. Worin unterscheiden sich Mittagsblumen von Fetthenne und Hauswurz?
    Obwohl alle drei Pflanzengruppen zu den Sukkulenten gehören, unterscheiden sie sich in mehreren wichtigen Aspekten. Mittagsblumen (Mesembryanthemum) stammen aus der Familie der Mittagsblumengewächse und sind hauptsächlich südafrikanischen Ursprungs. Ihre Blüten öffnen sich charakteristisch zur Mittagszeit und zeigen leuchtende Farben von Gelb bis Violett. Fetthenne (Sedum) gehört zur Familie der Dickblattgewächse und ist vorwiegend in der nördlichen Hemisphäre beheimatet. Sie bildet meist kleine, sternförmige Blüten in Doldentrauben. Hauswurz (Sempervivum) aus derselben Familie wie Sedum bildet kompakte Rosetten und vermehrt sich über Ausläufer. Während Mittagsblumen oft frostempfindlich sind, überstehen Fetthenne und Hauswurz auch strenge Winter problemlos. Alle drei bevorzugen gut durchlässige Böden, unterscheiden sich aber in ihrer Winterhärte und Blütenform erheblich. Mittagsblumen punkten mit der längsten und farbenprächtigsten Blütezeit.
  7. Wie unterscheiden sich Mittagsblumen von anderen Sukkulenten im Garten?
    Mittagsblumen heben sich von anderen Sukkulenten durch mehrere charakteristische Eigenschaften ab. Ihr markantestes Merkmal ist die zeitabhängige Blütenöffnung - sie öffnen ihre Blüten bevorzugt bei stärkster Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit, während andere Sukkulenten wie Kakteen oft nachts oder zu anderen Tageszeiten blühen. Die Farbpalette ihrer Blüten ist außergewöhnlich vielfältig und reicht von strahlendem Weiß über leuchtendes Gelb und Orange bis zu intensivem Pink und tiefem Violett. Morphologisch zeigen sie meist flache, fleischige Blätter, während andere Sukkulenten wie Agaven spitze Blätter oder Kakteen Dornen aufweisen. Ihre Wachstumsform ist überwiegend niedrig und teppichartig, was sie zu idealen Bodendeckern macht. Ein wichtiger Unterschied liegt auch in der Frosttoleranz - während viele andere Sukkulenten winterhart sind, benötigen die meisten Mittagsblumen Frostschutz oder müssen als einjährige Pflanzen kultiviert werden.
  8. Welche Temperaturtoleranz haben Mittagsblumen und vertragen sie Frost?
    Mittagsblumen zeigen eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber hohen Temperaturen und vertragen problemlos Werte von über 30°C, selbst bei sehr trockener Luft. Diese außergewöhnliche Hitzeresistenz macht sie zu idealen Pflanzen für heiße Sommertage, wenn andere Blumen bereits welken. Bei der Frosttoleranz sieht die Situation jedoch völlig anders aus - die meisten Mittagsblumenarten sind nicht winterhart und nehmen bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Schaden. Nur wenige Arten wie manche Delosperma-Sorten können leichte Fröste bis etwa -5°C überstehen, vorausgesetzt sie stehen trocken und geschützt. In milderen Klimazonen können sie mit entsprechendem Schutz durch Vlies oder Reisig im Freien überwintern. In kälteren Regionen sollten sie als einjährige Pflanzen behandelt oder in frostfreien Räumen bei 5-10°C überwintert werden. Ihre südafrikanische Herkunft erklärt diese Temperaturpräferenzen - sie sind an warme, trockene Sommer und milde Winter angepasst.
  9. Wo kann man robuste Mittagsblumen für den Steingarten kaufen?
    Robuste Mittagsblumen für den Steingarten erhalten Sie in spezialisierten Gartenfachgeschäften, die ein breites Sukkulenten-Sortiment führen. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten eine ausgewählte Palette winterharter und besonders robuster Sorten, die sich ideal für Steingärten eignen. Achten Sie beim Kauf besonders auf Arten wie Delosperma cooperi (Rasen-Mittagsblume) oder Delosperma nubigenum, die zu den frosthärteren Vertretern gehören. Gartencenter führen oft eine Grundausstahl, für seltene Sorten lohnt sich der Blick in spezialisierte Sukkulenten-Gärtnereien. Bei der Auswahl sollten Sie auf gesunde, kräftige Pflanzen mit dichtem Wuchs achten. Samen.de als erfahrener Gartenfachhändler informiert detailliert über die Winterhärte einzelner Sorten und deren spezifische Standortansprüche. Der beste Kaufzeitpunkt ist das Frühjahr, damit die Pflanzen genügend Zeit haben, sich vor dem Winter zu etablieren. Online-Käufe bieten oft den Vorteil einer größeren Sortenauswahl und fachkundiger Beratung.
  10. Welche Mittagsblumen-Sorten eignen sich am besten für Balkonkästen?
    Für Balkonkästen eignen sich kompakt wachsende Mittagsblumen-Sorten besonders gut, die nicht zu stark überhängen und dennoch reichlich blühen. Ideal sind Delosperma cooperi mit ihren leuchtend pinkfarbenen Blüten und dichtem, polsterartigem Wuchs. Aptenia cordifolia (Herzblattige Mittagsblume) überzeugt mit herzförmigen Blättern und hängenden Trieben, die über den Kastenrand fallen. Lampranthus spectabilis eignet sich für größere Kästen und bildet auffällige, große Blüten in verschiedenen Farben. Mesembryanthemum crystallinum (Eiskraut) punktet mit den charakteristischen, kristallin glitzernden Blättern. Wichtig ist bei der Balkonkultur eine perfekte Drainage - verwenden Sie spezielle Sukkulentenerde oder mischen Sie normale Blumenerde mit Sand. Stellen Sie die Kästen vollsonnig auf und gießen Sie zurückhaltend. Überschüssiges Wasser muss unbedingt abfließen können. In kälteren Regionen sollten Sie die Kästen im Winter geschützt aufstellen oder die Pflanzen als einjährige Bepflanzung behandeln.
  11. Welche botanischen Anpassungen ermöglichen Mesembryanthemum das Überleben in kargen Böden?
    Mesembryanthemum hat im Laufe der Evolution faszinierende botanische Anpassungen entwickelt, die das Überleben in nährstoffarmen, kargen Böden ermöglichen. Das ausgeprägte, fleischige Blattsystem dient nicht nur der Wasserspeicherung, sondern auch der effizienten Nährstoffkonservierung. Die Pflanzen haben einen reduzierten Stoffwechsel entwickelt, der es ihnen erlaubt, mit minimalen Nährstoffmengen auszukommen. Ihre Wurzelsysteme sind oft flach, aber weitreichend angelegt, um auch geringe Niederschlagsmengen optimal zu nutzen. Die CAM-Photosynthese (Crassulacean Acid Metabolism) ist eine weitere wichtige Anpassung - dabei öffnen sich die Spaltöffnungen nachts zur Kohlendioxidaufnahme, was Wasserverluste minimiert. Die wachsartige Cuticula schützt nicht nur vor Verdunstung, sondern auch vor dem Verlust wichtiger Mineralstoffe. Zusätzlich können viele Arten Nährstoffe in ihren fleischigen Blättern speichern und bei Bedarf mobilisieren. Diese Anpassungen erklären, warum Mittagsblumen auch auf sehr mageren Böden gedeihen können.
  12. Wie beeinflusst die südafrikanische Herkunft die Eigenschaften heutiger Mittagsblumen?
    Die südafrikanische Herkunft hat die Eigenschaften heutiger Mittagsblumen fundamental geprägt. In den kargen, halbwüstenartigen Regionen des Kaplandes entwickelten sie ihre charakteristische Hitze- und Trockenheitsresistenz. Das mediterrane bis subtropische Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchteren Wintern erklärt ihre ausgeprägte Sonnenliebe und geringe Frosttoleranz. Die intensive UV-Strahlung der südafrikanischen Sonne führte zur Entwicklung der schützenden Wachsschicht und der robusten Blattstruktur. Die natürliche Vegetationsperiode im südlichen Frühling und Sommer (September bis März) spiegelt sich in der Blütezeit unserer Kultursorten wider. Die ursprünglichen Bodenverhältnisse - steinig, sandig und nährstoffarm - erklären ihre Präferenz für gut durchlässige, eher magere Substrate. Viele Wildformen wachsen an Küstenstandorten, was ihre Salztoleranz erklärt. Diese genetischen Prägungen sind auch nach jahrhundertelanger Kultivierung erhalten geblieben und machen Mittagsblumen zu idealen Pflanzen für klimaresistente Gärten in ähnlichen Bedingungen.
  13. Welche ökologischen Funktionen erfüllen Mittagsblumen als Bodendecker?
    Mittagsblumen erfüllen als Bodendecker wichtige ökologische Funktionen, die weit über ihren dekorativen Wert hinausgehen. Ihr dichter, flacher Wuchs unterdrückt effektiv Unkrautwachstum und reduziert dadurch den Pflegeaufwand sowie den Bedarf an Herbiziden. Die teppichartige Ausbreitung schützt den Boden vor Erosion, besonders an Hängen und exponierten Standorten. Ihre Wurzelsysteme stabilisieren das Erdreich und verhindern Bodenabtrag bei Starkregen. Als Wasserspeicher fungieren sie als natürliche Puffer bei Niederschlägen und geben Feuchtigkeit langsam wieder ab. Die längere Blütezeit von Frühsommer bis Herbst bietet Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern eine verlässliche Nektar- und Pollenquelle. Besonders wertvoll ist ihre Funktion als Überwinterungsschutz für kleine Bodentiere und Insekten. In Steingärten schaffen sie Mikrohabitate und tragen zur Biodiversität bei. Ihre geringe Wuchshöhe ermöglicht es anderen Pflanzen, über sie hinwegzuwachsen, ohne sie zu verdrängen. Gleichzeitig reduzieren sie durch ihren geringen Wasserbedarf die Konkurrenz um Feuchtigkeit.
  14. Wie wirken sich verschiedene Lichtintensitäten auf die Blütenbildung von Lampranthus aus?
    Die Lichtintensität hat einen entscheidenden Einfluss auf die Blütenbildung von Lampranthus. Diese Gattung ist extrem lichtbedürftig und erreicht ihre optimale Blütenproduktion erst bei mindestens 6-8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Je höher die Lichtintensität, desto üppiger und farbintensiver fallen die Blüten aus. Bei Vollsonne entwickeln sich die charakteristischen, großen Einzelblüten in ihrer ganzen Pracht - die Farben leuchten intensiver und die Blütengröße erreicht ihr Maximum. Bei reduzierter Lichtintensität, etwa im Halbschatten, verringert sich die Blütenzahl drastisch, und die Pflanzen neigen zu einem gestreckten, spindligen Wuchs. Die Farbintensität lässt nach, und die Blüten bleiben kleiner. In zu schattigen Standorten kann die Blütenbildung vollständig ausbleiben. Interessant ist auch die tagesperiodische Reaktion - die Blüten öffnen sich nur bei ausreichender Lichtintensität, typischerweise zur Mittagszeit. An trüben Tagen oder bei bedecktem Himmel bleiben sie geschlossen. Für optimale Blütenbildung sollte Lampranthus daher immer an den sonnigsten verfügbaren Standort gepflanzt werden.
  15. Wie legt man einen pflegeleichten Trockenheitsgarten mit Mittagsblumen an?
    Die Anlage eines pflegeleichten Trockenheitsgartens mit Mittagsblumen erfordert durchdachte Planung, zahlt sich aber durch geringen Pflegeaufwand aus. Wählen Sie zunächst den sonnigsten Standort im Garten - mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung sind essentiell. Verbessern Sie schwere Böden durch Einarbeitung von Sand, Kies und Splitt im Verhältnis 2:1:1 zur Gartenerde. Eine Drainageschicht aus grobem Kies verhindert Staunässe. Erstellen Sie einen Pflanzplan mit verschiedenen Mittagsblumen-Arten: niedrige Bodendecker wie Delosperma für Flächenbegrünung, höhere Arten wie Lampranthus als Blickfang. Kombinieren Sie mit anderen trockenheitsliebenden Pflanzen wie Lavendel, Thymian und Fetthenne. Mulchen Sie die Pflanzflächen mit hellem Kies oder Splitt - das speichert Wärme und reduziert Unkrautwuchs. Installieren Sie bei Bedarf eine sparsame Tropfbewässerung. Nach der Etablierung ist nur minimale Pflege nötig: gelegentliches Entfernen verblühter Triebe und sehr sparsames Gießen nur bei extremer Trockenheit.
  16. Welche Pflegeschritte sind bei der Kultivierung von Delosperma in Kübeln zu beachten?
    Die erfolgreiche Kübelkultivierung von Delosperma erfordert spezielle Aufmerksamkeit bezüglich Substrat, Bewässerung und Standort. Verwenden Sie ausschließlich durchlässige Sukkulentenerde oder mischen Sie Blumenerde mit Sand und Perlite im Verhältnis 2:1:1. Sorgen Sie für perfekte Drainage durch Abzugslöcher und eine Schicht Tonscherben am Topfboden. Der Standort sollte vollsonnig sein - Südbalkone oder Terrassen sind ideal. Gießen Sie nur, wenn die oberste Erdschicht völlig trocken ist, dann aber durchdringend. Überschüssiges Wasser aus Untersetzern sofort entfernen. Düngen Sie sparsam - eine leichte Düngergabe im Frühjahr mit Sukkulentendünger reicht völlig aus. Im Winter reduzieren Sie die Wassergaben drastisch und stellen die Kübel frostfrei bei 5-10°C auf. Ein heller, unbeheizter Wintergarten ist ideal. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Schädlinge wie Spinnmilben, die bei trockener Luft auftreten können. Im Frühjahr können Sie die Pflanzen durch Teilung vermehren oder umtopfen, falls der Kübel zu klein geworden ist.
  17. Stimmt es, dass Mittagsblumen viel Wasser benötigen, weil sie so fleischige Blätter haben?
    Das ist ein weit verbreiteter Irrtum - tatsächlich verhält es sich genau umgekehrt! Die fleischigen Blätter der Mittagsblumen sind eine evolutionäre Anpassung an Wassermangel, nicht an Wasserreichtum. Diese sukkulenten Pflanzenorgane dienen als effiziente Wasserspeicher, die es den Pflanzen ermöglichen, längere Trockenperioden zu überdauern. Die verdickten Blätter und Stängel sind mit wasserspeicherndem Gewebe gefüllt, das Feuchtigkeit über Wochen hinweg langsam wieder abgibt. Mittagsblumen benötigen deutlich weniger Wasser als herkömmliche Gartenpflanzen - zu viel Gießen schadet ihnen sogar und kann zu Wurzelfäulnis führen. Als Faustregel gilt: Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben immer leicht antrocknen. Die wachsartige Blattoberfläche reduziert zusätzlich die Verdunstung. Diese wassersparende Eigenschaft macht Mittagsblumen zu idealen Pflanzen für trockene Gärten und wasserarme Standorte. Ihr Wasserbedarf ist vergleichbar mit dem von Kakteen - sparsames, aber gezieltes Gießen ist der Schlüssel zum Erfolg.
  18. In welchen Regionen Deutschlands gedeihen Mittagsblumen am besten?
    Mittagsblumen gedeihen in Deutschland am besten in klimatisch begünstigten Regionen mit viel Sonnenschein und milden Wintern. Besonders geeignet sind das Rheintal, die Pfalz, Baden-Württemberg und Teile Bayerns, wo das Klima mediterrane Züge aufweist. Weinbauregionen bieten oft ideale Bedingungen mit warmen, trockenen Sommern und relativ milden Wintern. Küstenregionen von Nord- und Ostsee profitieren vom maritimen Klima, benötigen aber windgeschützte Standorte. In höheren Lagen der Mittelgebirge und in kontinental geprägten Regionen Ostdeutschlands ist Frostschutz unerlässlich. Entscheidend ist nicht nur die geografische Lage, sondern auch der Mikrostandort - sonnige, südexponierte Hanglagen und wärmespeichernde Hauswände schaffen oft günstige Kleinklimate. Stadtregionen sind oft wärmer als das Umland und bieten daher bessere Bedingungen. Generell gilt: Je sonniger und wärmer der Standort, desto besser entwickeln sich die Pflanzen. In kälteren Regionen sollten Mittagsblumen als Kübelpflanzen kultiviert oder mit entsprechendem Winterschutz versehen werden.
  19. Was unterscheidet Eiskraut von anderen Mittagsblumen-Arten?
    Eiskraut (Mesembryanthemum crystallinum) hebt sich durch seine charakteristischen, kristallartig glitzernden Blätter deutlich von anderen Mittagsblumen-Arten ab. Diese faszinierende Eigenschaft verdankt es den Blasenzellen, die mit salzigen Kristallen gefüllt sind und der Pflanze ihr namensgebendes, wie mit Eis überzogenes Aussehen verleihen. Diese Salzdrüsen dienen der Exkretion überschüssiger Salze und ermöglichen es der Pflanze, auch auf salzigen Böden zu wachsen. Morphologisch unterscheidet sich Eiskraut durch seine größeren, fleischigeren Blätter und den mehr aufrechten Wuchs von niedrig-kriechenden Arten wie Delosperma. Die Blüten sind meist weiß bis zartrosa und deutlich kleiner als die der prächtigen Lampranthus-Arten. Eiskraut ist einjährig und muss jedes Jahr neu ausgesät werden, während andere Mittagsblumen mehrjährig sind. Seine Salztoleranz ist außergewöhnlich hoch, was es für Standorte nahe Straßen mit Streusalz geeignet macht. Das Eiskraut wird teilweise auch als Salatpflanze genutzt, da die Blätter essbar und leicht salzig schmecken - ein kulinarischer Aspekt, den andere Mittagsblumen nicht bieten.
  20. Wie lassen sich Mittagsgold und Livingstone-Gänseblümchen voneinander unterscheiden?
    Mittagsgold und Livingstone-Gänseblümchen sind beide populäre Namen für Mittagsblumen-Arten, unterscheiden sich aber in mehreren wichtigen Merkmalen. Mittagsgold (meist Gazania-Arten) bildet große, gänseblümchenähnliche Blüten in leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen mit oft dunklen Zentren und markanten Zeichnungen. Die Blätter sind meist graugrün, oft unterseits filzig behaart und weniger fleischig als typische Sukkulentenblätter. Livingstone-Gänseblümchen (Dorotheanthus bellidiformis) hingegen zeigen kleinere, aber unglaublich farbintensive Blüten in fast allen Spektralfarben von Weiß über Rosa, Rot, Orange bis Violett. Ihre Blätter sind deutlich fleischiger und sukkulenter. Ein wesentlicher Unterschied liegt im Wuchs: Mittagsgold bildet kompakte Rosetten, während Livingstone-Gänseblümchen niedrige Teppiche bilden. Beide öffnen ihre Blüten nur bei Sonnenschein, unterscheiden sich aber in der Winterhärte - Mittagsgold ist oft mehrjährig kultivierbar, während Livingstone-Gänseblümchen einjährig sind und jährlich neu ausgesät werden müssen.
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