Mittagsgold: Praktische Anbauhilfe für Ihre Gartenoase

Mittagsgold: Ein sonniger Blickfang für Ihren Garten

Mittagsgold, auch als Gazania bekannt, fasziniert mit strahlenden Blüten und robustem Wuchs.

Sonnige Aussichten für Ihren Garten

  • Ursprünglich aus Südafrika stammend
  • Blüht von Juni bis Oktober
  • Ideal für sonnige Standorte
  • Pflegeleicht und vielseitig einsetzbar
  • Perfekt für Beete, Töpfe und Steingärten

Einführung zum Mittagsgold (Gazania)

Herkunft und Eigenschaften

Mittagsgold, botanisch als Gazania bekannt, ist eine faszinierende Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler. Ursprünglich in den sonnigen Regionen Südafrikas beheimatet, hat sich diese Schönheit auch in unseren Breitengraden etabliert. Mit ihren strahlenden Blüten, die sich bei Sonnenschein weit öffnen, bringt sie ein Stück afrikanische Wildnis in unsere Gärten.

Die Pflanze zeichnet sich durch ihre rosettenförmig angeordneten, lanzettlichen Blätter aus, die oft silbrig-grün schimmern. Dieser besondere Blattschmuck macht Mittagsgold auch ohne Blüten zu einem attraktiven Blickfang. Die Blüten selbst sind ein wahres Farbenspektakel: Je nach Sorte reichen sie von strahlendem Gelb über Orange und Rot bis hin zu zartem Rosa und Weiß. Häufig sind die Blütenblätter mehrfarbig gestreift oder haben einen dunklen Ring um die Mitte, was ihnen eine besondere Wirkung verleiht.

Eine Besonderheit des Mittagsgolds ist seine Reaktion auf Licht. Die Blüten öffnen sich nur bei direkter Sonneneinstrahlung und schließen sich bei bewölktem Himmel oder in der Nacht. Dieses Verhalten hat der Pflanze auch den Namen 'Mittagsgold' eingebracht - ein wahrer Sonnenschatz für den Garten.

Beliebte Sorten und Farben

Die Vielfalt der Mittagsgold-Sorten ist beeindruckend. Hier einige beliebte Varianten:

  • Gazania rigens 'Big Kiss White Flame': Eine Sorte mit großen, reinweißen Blüten und gelber Mitte.
  • Gazania 'Sunburst Orange': Leuchtet in kräftigem Orange und hat besonders große Blüten.
  • Gazania 'Talent Mix': Eine Mischung verschiedener Farben, ideal für bunte Beete.
  • Gazania 'Sunset Jane': Zeigt zweifarbige Blüten in Gelb und Rot.
  • Gazania 'Copper King': Mit kupferfarbenen Blüten, die einen dunklen Ring um die Mitte haben.

Ich muss gestehen, die Sorte 'Sunset Jane' hat es mir besonders angetan. Die Kombination aus Gelb und Rot erinnert mich an einen warmen Sommerabend und bringt selbst an trüben Tagen Farbe in den Garten.

Vorteile für Garten und Balkon

Mittagsgold ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine praktische Pflanze für den Garten und Balkon:

  • Trockenheitstoleranz: Dank ihrer sukkulenten Blätter speichert die Pflanze Wasser und übersteht auch längere Trockenperioden.
  • Pflegeleicht: Mittagsgold benötigt wenig Aufmerksamkeit und ist daher ideal für Einsteiger oder vielbeschäftigte Gärtner.
  • Lange Blütezeit: Von Juni bis Oktober sorgt Mittagsgold für Farbe im Garten.
  • Vielseitig einsetzbar: Ob im Beet, Topf oder Steingarten - Mittagsgold macht überall eine gute Figur.
  • Bienenfreundlich: Die offenen Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten.

Mittagsgold eignet sich hervorragend als Bodendecker in sonnigen Beeten oder als farbenfroher Akzent in Steingärten. In Balkonkästen oder Töpfen bringt es mediterranes Flair auf Terrasse und Balkon. In meiner langjährigen Gartenerfahrung habe ich es sogar schon erfolgreich in einer vertikalen Begrünung eingesetzt - ein echter Hingucker an einer sonnigen Hauswand!

Standortanforderungen

Lichtverhältnisse

Wie der Name schon vermuten lässt, liebt Mittagsgold die Sonne. Ein vollsonniger Standort ist ideal für ein üppiges Wachstum und eine reiche Blüte. Die Pflanze benötigt mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Je mehr Sonne, desto besser - Mittagsgold kann praktisch nicht zu viel Sonne bekommen.

An halbschattigen Standorten wächst Mittagsgold zwar auch, aber die Blütenbildung ist deutlich reduzierter. Die Blüten öffnen sich zudem nur bei direkter Sonneneinstrahlung vollständig, was den spektakulären Effekt der Pflanze schmälern würde. In meinem eigenen Garten habe ich beobachtet, dass Mittagsgold an der Südseite des Hauses, wo es den ganzen Tag Sonne bekommt, am prächtigsten gedeiht.

Bodenbeschaffenheit

Mittagsgold stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, solange dieser gut durchlässig ist. Staunässe ist der größte Feind dieser Pflanze und kann schnell zu Wurzelfäule führen. Ideal ist ein sandiger bis lehmiger Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0.

Für eine optimale Entwicklung empfiehlt es sich, den Boden vor der Pflanzung mit etwas Kompost oder gut verrottetem organischem Material anzureichern. Dies verbessert die Bodenstruktur und liefert wichtige Nährstoffe. Bei schweren, lehmigen Böden rate ich dazu, Sand oder feinen Kies unterzumischen, um die Drainage zu verbessern.

In Töpfen und Kübeln sollte man auf eine hochwertige, durchlässige Blumenerde setzen und unbedingt für einen guten Wasserabzug sorgen. In meiner Praxis hat sich bewährt, der Blumenerde etwas Perlite oder groben Sand beizumischen, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.

Temperatur und Klimaansprüche

Mittagsgold stammt aus den warmen Regionen Südafrikas und liebt dementsprechend Wärme. Die ideale Temperatur für ein gutes Wachstum liegt zwischen 18°C und 25°C. Die Pflanze verträgt auch höhere Temperaturen problemlos, solange sie ausreichend mit Wasser versorgt wird.

In Bezug auf Frost ist Mittagsgold empfindlich. Leichte Nachtfröste bis -2°C werden zwar oft überstanden, doch bei tieferen Temperaturen stirbt die Pflanze ab. In den meisten Regionen Deutschlands wird Mittagsgold daher als einjährige Sommerpflanze kultiviert. In milden Weinbauklimaten oder an geschützten Standorten kann sie mit etwas Glück auch überwintern.

Wind verträgt Mittagsgold recht gut, solange der Standort sonnig und warm ist. An windigen Standorten empfiehlt es sich jedoch, kompaktere Sorten zu wählen oder die Pflanzen etwas zu stutzen, um ein Auseinanderfallen zu vermeiden.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Mittagsgold besonders gut in heißen, trockenen Sommern gedeiht. In Jahren mit viel Regen und kühlen Temperaturen blüht es zwar auch, aber nicht ganz so üppig. Als ich einige Jahre an der Ostseeküste lebte, musste ich die Pflanzen an windexponierten Stellen etwas schützen, aber interessanterweise machte ihnen die salzhaltige Luft erstaunlich wenig aus.

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Aussaat und Anzucht von Mittagsgold

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Die ideale Zeit für die Aussaat von Mittagsgold (Gazania) liegt zwischen Februar und April. Erfahrungsgemäß liefert eine Aussaat Ende März oft die besten Ergebnisse. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich zu kräftigen, bevor sie ins Freie kommen.

Methoden der Aussaat: Vorkultur und Direktsaat

Bei der Aussaat von Mittagsgold stehen uns zwei Wege offen: die Vorkultur im Haus oder die Direktsaat im Garten. Die Vorkultur bietet mehr Kontrolle über die Wachstumsbedingungen. Hierfür eignen sich Anzuchtschalen oder kleine Töpfe mit durchlässiger Aussaaterde. Da Mittagsgold ein Lichtkeimer ist, sollten die Samen nur hauchdünn mit Erde bedeckt werden.

Die Direktsaat im Garten ist ab Mitte Mai möglich, wenn Fröste unwahrscheinlich geworden sind. Dafür lockern Sie den Boden gründlich auf, streuen die Samen dünn aus und drücken sie leicht an - aber nicht mit Erde bedecken.

Optimale Keimungsbedingungen

Für eine erfolgreiche Keimung braucht Mittagsgold:

  • Gleichmäßige Feuchtigkeit (nicht zu nass)
  • Temperaturen um 20°C
  • Hellen Standort, aber keine direkte Sonne

 

Halten Sie die Aussaat gleichmäßig feucht, vermeiden Sie aber Staunässe. Bei günstigen Bedingungen keimen die Samen meist innerhalb von 10-14 Tagen. In meiner Erfahrung zeigen sich die ersten Keimlinge manchmal schon nach einer Woche - ein wirklich aufregender Moment!

Pikieren und Abhärten der Jungpflanzen

Sobald die Sämlinge zwei bis drei echte Blätter entwickelt haben, ist es Zeit zum Pikieren. Setzen Sie die Pflänzchen behutsam in einzelne Töpfe um. Verwenden Sie dafür nährstoffarme, aber gut durchlässige Erde. Das Pikieren fördert die Wurzelbildung und führt zu kräftigeren Pflanzen.

Etwa zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanzen beginnt die Abhärtungsphase. Stellen Sie die Jungpflanzen tagsüber für einige Stunden nach draußen, zunächst an einen geschützten Platz. Dehnen Sie die Zeit draußen schrittweise aus und gewöhnen Sie die Pflanzen langsam an mehr Sonne. So bereiten Sie Ihr Mittagsgold bestmöglich auf das Leben im Freien vor.

Pflanzung und Pflege von Mittagsgold

Die richtige Pflanztechnik

Ab Mitte Mai, wenn Nachtfröste unwahrscheinlich geworden sind, können Sie Ihr Mittagsgold ins Freie pflanzen. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit durchlässigem Boden. Graben Sie Pflanzlöcher, die etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen sind. Setzen Sie die Pflanzen auf gleicher Höhe wie im Topf ein und drücken Sie die Erde vorsichtig an. Ein kleiner Tipp aus meiner Praxis: Gießen Sie die Pflanzen vor dem Einsetzen gut an, das erleichtert das Anwachsen erheblich.

Abstände und Gruppierung

Für eine optimale Entwicklung braucht Mittagsgold ausreichend Platz. Bewährt haben sich folgende Abstände:

  • Zwischen den Pflanzen: 20-30 cm
  • Zwischen den Reihen: 30-40 cm

 

Mittagsgold entfaltet seine volle Pracht besonders in Gruppen. Versuchen Sie es mal mit 3-5 Exemplaren zusammen, um einen wirkungsvollen Blickfang zu schaffen. Die Kombination verschiedener Farbvarianten ergibt oft ein atemberaubendes Blütenmeer.

Richtige Bewässerung

Obwohl Mittagsgold Trockenheit gut verträgt, benötigt es in der Anwachsphase regelmäßige Bewässerung. In den ersten Wochen nach der Pflanzung empfiehlt sich ein gründliches Gießen alle 2-3 Tage, besonders bei trockenem Wetter. Später genügt es meist, bei anhaltender Trockenheit zu wässern.

Achten Sie darauf, dass kein Wasser auf den Blättern stehen bleibt, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Am besten gießen Sie morgens oder am frühen Abend direkt an der Wurzel. Ein praktischer Tipp aus meinem Garten: Mulchen Sie den Boden um die Pflanzen herum mit Rindenmulch oder Kies. Das hält nicht nur die Feuchtigkeit im Boden, sondern unterdrückt gleichzeitig unerwünschtes Unkraut.

Mit der richtigen Pflege wird Ihr Mittagsgold Sie von Juni bis in den Oktober hinein mit vielen leuchtenden Blüten belohnen. Genießen Sie die farbenfrohe Pracht in Ihrem Garten oder auf dem Balkon - es ist jedes Jahr aufs Neue ein bezaubernder Anblick!

Düngung und Nährstoffversorgung für gesunde Mittagsgold-Pflanzen

Eine angemessene Nährstoffversorgung ist der Schlüssel zu gesundem Wachstum und üppigen Blüten bei Mittagsgold. Lassen Sie mich Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Gazanien optimal mit Nährstoffen versorgen können.

Grunddüngung für einen guten Start

Vor der Pflanzung oder Aussaat empfiehlt sich eine gute Grunddüngung. Mischen Sie etwa 3-4 Liter reifen Kompost pro Quadratmeter unter die obere Bodenschicht. Das verbessert nicht nur die Bodenstruktur, sondern versorgt die Pflanzen auch mit wichtigen Nährstoffen. Wenn Sie keinen Kompost zur Hand haben, tut es auch ein organischer Langzeitdünger. Etwa 50-60 g pro Quadratmeter sollten ausreichen.

Für Mittagsgold in Töpfen oder Balkonkästen habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, der Blumenerde bei der Pflanzung etwas Hornspäne beizumischen. Das sorgt für eine langsame, aber stetige Nährstoffabgabe über mehrere Wochen.

Nachdüngung während der Wachstumsphase

Obwohl Mittagsgold recht genügsam ist, profitiert es von einer gelegentlichen Nachdüngung während der Hauptwachstumszeit von Mai bis August. Im Freiland reicht meist eine einmalige Gabe von Kompost oder organischem Dünger Mitte Juni aus.

Bei Topfpflanzen rate ich zu einer Düngung mit flüssigem Blumendünger alle 3-4 Wochen. Verdünnen Sie den Dünger etwas stärker als auf der Packung angegeben, da Mittagsgold empfindlich auf Überdüngung reagieren kann. Eine zu starke Düngung fördert zwar das Blattwachstum, geht aber oft auf Kosten der Blütenbildung.

Behalten Sie Ihre Pflanzen im Auge - besonders bei Topfpflanzen. Gelbliche Blätter oder nachlassende Blühfreudigkeit könnten auf Nährstoffmangel hindeuten. In diesem Fall ist es Zeit für eine Extraportion Dünger.

Krankheiten und Schädlinge bei Mittagsgold erkennen und bekämpfen

Mittagsgold ist zwar grundsätzlich recht robust, kann aber dennoch von einigen Problemen betroffen sein. Hier die häufigsten Krankheiten und Schädlinge sowie einige Tipps zu ihrer Bekämpfung:

Typische Probleme und ihre Symptome

  • Grauschimmel (Botrytis): Graue, pelzige Beläge auf Blättern und Blüten, besonders bei feuchter Witterung.
  • Echte Mehltau: Weißer, mehliger Belag auf Blättern und Trieben.
  • Blattläuse: Kleine grüne oder schwarze Insekten, die sich oft an jungen Trieben und Knospen ansiedeln.
  • Spinnmilben: Feine Gespinste und gelbliche Verfärbungen auf den Blättern, besonders bei trockener, warmer Witterung.

Präventive Maßnahmen

Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als heilen. Hier einige Tipps aus meiner langjährigen Erfahrung, wie Sie Krankheiten und Schädlinge von vornherein vermeiden können:

  • Wählen Sie einen sonnigen, luftigen Standort für Ihre Mittagsgold-Pflanzen.
  • Achten Sie auf ausreichende Abstände zwischen den Pflanzen, um gute Durchlüftung zu gewährleisten.
  • Gießen Sie morgens und vermeiden Sie es, die Blätter zu befeuchten.
  • Entfernen Sie regelmäßig welke Blüten und kranke Pflanzenteile.
  • Verwenden Sie nährstoffreiche, gut durchlässige Erde.

Biologische und chemische Bekämpfungsmöglichkeiten

Sollte es trotz vorbeugender Maßnahmen zu einem Befall kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung:

Biologische Methoden:

  • Bei Blattläusen haben sich Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen bewährt. Ein starker Wasserstrahl kann auch helfen, die Läuse abzuspülen.
  • Gegen Spinnmilben können Raubmilben eingesetzt werden.
  • Bei leichtem Mehltaubefall kann eine Spritzung mit verdünnter Magermilch (1:10 mit Wasser) helfen.

Chemische Bekämpfung:

Wenn biologische Methoden nicht ausreichen, können als letztes Mittel auch chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Achten Sie dabei auf umweltfreundliche Produkte und befolgen Sie genau die Anwendungshinweise.

In meiner Erfahrung reichen bei Mittagsgold in den meisten Fällen biologische Methoden aus. Chemische Mittel sollten wirklich nur in Ausnahmefällen bei massivem Befall zum Einsatz kommen.

Mit der richtigen Pflege, Düngung und vorbeugenden Maßnahmen werden Sie sicher viel Freude an Ihren Mittagsgold-Pflanzen haben. Die leuchtenden Blüten verwandeln Ihren Garten oder Balkon den ganzen Sommer über in ein wahres Farbenmeer - ein Anblick, der mich jedes Jahr aufs Neue begeistert!

Überwinterung und mehrjährige Kultur von Mittagsgold

Mittagsgold, ursprünglich aus Südafrika stammend, wird in unseren Breiten meist einjährig kultiviert. Doch mit ein paar Kniffen lässt sich diese farbenfrohe Schönheit durchaus überwintern und mehrjährig pflegen.

Möglichkeiten der Überwinterung in milden Klimazonen

In Regionen mit milderen Wintern besteht eine gute Chance, Mittagsgold im Freien zu überwintern. Dafür empfiehlt es sich, die Pflanzen im Herbst zurückzuschneiden und großzügig mit einer Mulchschicht aus Laub oder Stroh abzudecken. Besonders geschützte Standorte, etwa an einer Hauswand, bieten die besten Voraussetzungen fürs Überwintern.

Eine Alternative bietet die Überwinterung in Töpfen oder Kübeln. Diese können an einem kühlen, aber frostfreien Ort wie einem Keller oder einer Garage untergebracht werden. Hier gilt es, sparsam zu gießen, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Behandlung als einjährige Pflanze

Viele Hobbygärtner entscheiden sich dafür, Mittagsgold als einjährige Pflanze zu kultivieren. Dies eröffnet die Möglichkeit, jedes Jahr mit neuen Sorten zu experimentieren. Zudem zeigen sich einjährig kultivierte Pflanzen oft vitaler und blühfreudiger als ihre überwinterten Artgenossen.

Bei einjähriger Kultur beginnt man im Frühjahr mit der Aussaat und genießt den Sommer über die prächtige Blüte. Zum Herbst hin lässt man einige Samenstände ausreifen - eine kostengünstige Methode, um im Folgejahr wieder aussäen zu können.

Verwendung im Garten und auf dem Balkon

Die Vielseitigkeit des Mittagsgolds zeigt sich sowohl im Garten als auch auf Balkon und Terrasse. Diese Pflanze passt sich verschiedenen Gestaltungskonzepten mühelos an.

Gestaltungsideen für Beete und Rabatten

In Beeten und Rabatten eignet sich Mittagsgold hervorragend als Vordergrundpflanze. Seine leuchtenden Blüten setzen reizvolle Farbakzente und harmonieren wunderbar mit anderen Sommerblumen. Eine besonders attraktive Kombination ergibt sich mit Zinnien, Tagetes oder Schmuckkörbchen.

Auch im Steingarten fühlt sich Mittagsgold ausgesprochen wohl. Hier kommt seine Trockenheitstoleranz voll zur Geltung. Zwischen Steinen und Kies bildet es ansprechende Polster, die den ganzen Sommer über Farbe ins Beet bringen.

Einsatz in Töpfen und Balkonkästen

Für Balkongärtner erweist sich Mittagsgold als dankbare Wahl. In Töpfen und Kästen gedeiht es prächtig und sorgt für farbenfrohe Akzente. Wichtig ist hierbei, auf eine gute Drainage zu achten, da Mittagsgold Staunässe überhaupt nicht verträgt.

Für Balkonkästen empfehlen sich besonders niedrig wachsende Sorten. Diese bilden dichte Polster und hängen dekorativ über den Kastenrand. In größeren Kübeln lässt sich Mittagsgold geschmackvoll mit anderen Balkonpflanzen kombinieren.

Kombination mit anderen Pflanzen

Mittagsgold harmoniert hervorragend mit anderen Sommerblumen. Farblich abgestimmte Partner wie Löwenmäulchen, Petunien oder Lobelien ergeben reizvolle Arrangements. Auch die Kombination mit Gräsern schafft interessante Kontraste.

In Staudenbeeten findet Mittagsgold als Lückenfüller Verwendung. Es bringt Farbe in Bereiche, in denen die Stauden bereits verblüht sind. Besonders reizvoll wirkt Mittagsgold auch in Kombination mit Kräutern - etwa neben Lavendel oder Thymian.

Warum Mittagsgold eine ideale Pflanze für Anfänger ist

Für Garten-Neulinge erweist sich Mittagsgold als ideale Wahl. Diese robuste und pflegeleichte Pflanze verzeiht auch mal einen Fehler. Sie wächst zügig und erfreut mit monatelanger Blütenpracht.

Die Vielseitigkeit des Mittagsgolds erlaubt seine Anpassung an verschiedene Gartenstile. Ob im Bauerngarten, auf dem modernen Balkon oder im mediterranen Kiesbeet - überall macht es eine gute Figur.

Mit seiner bemerkenswerten Trockenheitstoleranz erweist sich Mittagsgold zudem als zukunftsfähige Pflanze. In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Trockenperioden gewinnt diese Eigenschaft zunehmend an Bedeutung.

Gartenfreunde, die Mittagsgold in ihr grünes Reich aufnehmen möchten, werden bei ausreichend Sonnenschein und angemessener Pflege viel Freude an dieser farbenfrohen Sommerblume haben.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Mittagsgold und welche besonderen Eigenschaften hat Gazania?
    Mittagsgold, botanisch als Gazania bekannt, ist eine faszinierende Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler. Ursprünglich in den sonnigen Regionen Südafrikas beheimatet, zeichnet sich diese Pflanze durch ihre rosettenförmig angeordneten, lanzettlichen Blätter aus, die oft silbrig-grün schimmern. Die Blüten sind ein wahres Farbenspektakel und reichen von strahlendem Gelb über Orange und Rot bis hin zu zartem Rosa und Weiß. Häufig sind die Blütenblätter mehrfarbig gestreift oder haben einen dunklen Ring um die Mitte. Eine besondere Eigenschaft ist die lichtabhängige Blütenöffnung - die Blüten öffnen sich nur bei direkter Sonneneinstrahlung und schließen sich bei bewölktem Himmel oder in der Nacht. Diese Reaktion auf Licht hat der Pflanze auch den Namen 'Mittagsgold' eingebracht und macht sie zu einem wahren Sonnenschatz für den Garten.
  2. Welche Standortanforderungen hat Mittagsgold für optimales Wachstum?
    Mittagsgold benötigt für optimales Wachstum einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Je mehr Sonne, desto besser - die Pflanze kann praktisch nicht zu viel Sonne bekommen. An halbschattigen Standorten ist die Blütenbildung deutlich reduziert. Bezüglich des Bodens ist Mittagsgold recht anspruchslos, solange dieser gut durchlässig ist. Staunässe ist der größte Feind und kann schnell zu Wurzelfäule führen. Ideal ist ein sandiger bis lehmiger Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0. Bei schweren, lehmigen Böden sollte Sand oder feiner Kies untergemischt werden, um die Drainage zu verbessern. Die Pflanze liebt Wärme mit idealen Temperaturen zwischen 18°C und 25°C und ist frostempfindlich. Wind wird gut vertragen, solange der Standort sonnig und warm ist.
  3. Wie erfolgt die Aussaat und Anzucht von Gazania richtig?
    Die ideale Aussaatzeit für Gazania liegt zwischen Februar und April, wobei Ende März oft die besten Ergebnisse liefert. Bei der Vorkultur im Haus eignen sich Anzuchtschalen oder kleine Töpfe mit durchlässiger Aussaaterde. Da Mittagsgold ein Lichtkeimer ist, sollten die Samen nur hauchdünn mit Erde bedeckt werden. Für erfolgreiche Keimung sind gleichmäßige Feuchtigkeit, Temperaturen um 20°C und ein heller, aber nicht vollsonniger Standort erforderlich. Die Keimung erfolgt meist innerhalb von 10-14 Tagen. Sobald die Sämlinge zwei bis drei echte Blätter entwickelt haben, werden sie in einzelne Töpfe pikiert. Etwa zwei Wochen vor dem Auspflanzen beginnt die Abhärtungsphase, bei der die Jungpflanzen schrittweise an die Außenbedingungen gewöhnt werden. Ab Mitte Mai, nach den letzten Frösten, können die Pflanzen ins Freie gepflanzt werden.
  4. Warum öffnen sich die Blüten von Mittagsgold nur bei Sonnenschein?
    Das besondere Verhalten der Mittagsgold-Blüten, sich nur bei Sonnenschein zu öffnen, ist eine evolutionäre Anpassung an ihre südafrikanische Herkunft. Diese Reaktion auf Licht dient mehreren Zwecken: Zum einen schützt sie die empfindlichen Blütenorgane vor Feuchtigkeit und damit vor möglichen Pilzinfektionen, die bei feuchten Bedingungen auftreten könnten. Zum anderen optimiert dieses Verhalten die Bestäubung, da Bienen und andere Bestäuber hauptsächlich bei sonnigem Wetter aktiv sind. Die Blüten präsentieren sich also genau dann in voller Pracht, wenn die meisten Bestäuber unterwegs sind. Dieses Phänomen wird als Nyktinastie bezeichnet - eine durch Lichtreize ausgelöste Bewegung der Blütenblätter. Bei bewölktem Himmel, in der Nacht oder bei Regenwetter schließen sich die Blüten vollständig, um ihre wertvollen Pollen und Nektar zu schützen. Dieses faszinierende Verhalten hat der Pflanze auch ihren deutschen Namen 'Mittagsgold' eingebracht.
  5. Welche Rolle spielt die Herkunft aus Südafrika für die Pflege von Gazania?
    Die südafrikanische Herkunft von Gazania prägt entscheidend ihre Pflegeansprüche und erklärt viele ihrer besonderen Eigenschaften. Aus den heißen, trockenen Regionen Südafrikas stammend, hat sich Mittagsgold an extreme Sonneneinstrahlung und Wassermangel angepasst. Diese Anpassung zeigt sich in den sukkulenten Eigenschaften der Blätter, die Wasser speichern können, und in der außergewöhnlichen Trockenheitstoleranz. Die intensive Sonneneinstrahlung in der Heimat erklärt, warum Mittagsgold vollsonnige Standorte benötigt und bei zu wenig Licht nicht richtig blüht. Die natürlichen Bodenverhältnisse Südafrikas - oft sandig und gut drainiert - machen deutlich, warum Staunässe für Gazania so schädlich ist. Gleichzeitig erklärt die Herkunft die Frostempfindlichkeit, da in Südafrika keine Minustemperaturen auftreten. Diese Kenntnisse helfen dabei, optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen und die Pflanze erfolgreich zu kultivieren, indem man ihre natürlichen Lebensbedingungen nachahmt.
  6. Worin unterscheiden sich Mittagsgold und andere Sommerblumen in der Pflege?
    Mittagsgold unterscheidet sich in mehreren wesentlichen Punkten von anderen Sommerblumen. Der größte Unterschied liegt in der ausgeprägten Trockenheitstoleranz - während die meisten Sommerblumen regelmäßige Bewässerung benötigen, kommt Gazania auch längere Zeit ohne Wasser aus. Dies macht sie besonders pflegeleicht und wassersparend. Ein weiterer Unterschied ist der extreme Sonnen-Bedarf: Mittagsgold benötigt deutlich mehr direkte Sonneneinstrahlung als die meisten anderen Sommerblumen und öffnet seine Blüten nur bei Sonnenschein. Bei der Düngung ist Gazania genügsamer - Überdüngung schadet eher und reduziert die Blühfreudigkeit, während andere Sommerblumen oft üppige Düngung schätzen. Auch in Bezug auf Bodenverhältnisse ist Mittagsgold anspruchsloser, verträgt aber absolut keine Staunässe. Die Frostempfindlichkeit ist ausgeprägter als bei vielen anderen Sommerblumen. Dafür ist Mittagsgold resistenter gegen Hitze und trockene Winde, was es ideal für sonnige, exponierte Standorte macht.
  7. Wie unterscheidet sich Gazania von anderen Korbblütlern im Garten?
    Gazania unterscheidet sich in mehreren charakteristischen Merkmalen von anderen Korbblütlern im Garten. Während viele Korbblütler wie Gänseblümchen oder Astern auch bei bewölktem Wetter blühen, öffnen sich Gazania-Blüten ausschließlich bei direkter Sonneneinstrahlung. Die Blattstruktur ist ebenfalls besonders: Die rosettenförmig angeordneten, oft silbrig-grünen Blätter sind dicker und fleischiger als bei den meisten anderen Korbblütlern, da sie Wasser speichern können. Die Blütenfärbung ist besonders intensiv und oft mehrfarbig mit auffälligen Streifenmustern oder dunklen Ringen, was bei anderen Korbblütlern seltener vorkommt. In der Pflege ist Gazania deutlich trockenheitstoleranter als Verwandte wie Ringelblumen oder Zinnien. Die Herkunft aus Südafrika macht sie wärmeliebender und sonnenhungriger als heimische oder europäische Korbblütler. Auch die kompakte, polsterförmige Wuchsform unterscheidet Gazania von aufrechter wachsenden Vertretern dieser Pflanzenfamilie.
  8. Welche Blütezeit hat Mittagsgold und wie lange blüht es?
    Mittagsgold erfreut mit einer außergewöhnlich langen Blütezeit von Juni bis Oktober und gehört damit zu den ausdauerndsten Sommerblumen. Diese lange Blühdauer von etwa fünf Monaten macht Gazania besonders wertvoll für die Gartengestaltung. Die Blütezeit beginnt etwa 10-12 Wochen nach der Aussaat, wenn die Pflanzen ausreichend entwickelt sind. Einzelne Blüten halten je nach Witterung 3-7 Tage, aber die Pflanze bildet kontinuierlich neue Knospen nach, wodurch der blühende Eindruck über die gesamte Saison erhalten bleibt. Bei optimalen Bedingungen - viel Sonne, Wärme und mäßiger Feuchtigkeit - ist die Blühfreudigkeit am stärksten ausgeprägt. Regelmäßiges Ausputzen verwelkter Blüten fördert die Bildung neuer Knospen und verlängert die Blütezeit. In milden Herbsten kann die Blüte sogar bis in den November hinein anhalten. Die ersten Fröste beenden jedoch die Blütezeit abrupt, da Mittagsgold nicht winterhart ist.
  9. Wo kann man qualitative Gazania Samen und Jungpflanzen kaufen?
    Für qualitative Gazania Samen und Jungpflanzen stehen verschiedene Bezugsquellen zur Verfügung. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine besonders große Sortenauswahl und garantieren oft keimfähiges, qualitätsgeprüftes Saatgut. Online-Gartenshops haben den Vorteil eines umfangreichen Sortiments und detaillierter Produktbeschreibungen. Lokale Gartencenter und Baumschulen führen besonders in der Frühjahrs- und Sommersaison verschiedene Gazania-Jungpflanzen, haben aber oft eine begrenzte Sortenauswahl. Auch gut sortierte Baumärkte bieten in der Gartensaison Mittagsgold-Jungpflanzen an. Beim Kauf sollte man auf die Qualität achten: Samen sollten aktuell datiert und trocken gelagert sein, Jungpflanzen sollten kräftig, gesund und frei von Schädlingen sein. Für seltene Sorten empfehlen sich spezialisierte Saatgut-Händler oder Tauschbörsen unter Gartenfreunden. Der beste Kaufzeitpunkt für Samen ist das zeitige Frühjahr, für Jungpflanzen ab Mitte Mai nach den Eisheiligen.
  10. Welche Mittagsgold Sorten bieten spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de an?
    Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de führen eine beeindruckende Vielfalt an Mittagsgold-Sorten für verschiedene Gestaltungswünsche. Zu den beliebten Sorten gehören 'Big Kiss White Flame' mit großen, reinweißen Blüten und gelber Mitte sowie 'Sunburst Orange' mit besonders großen, leuchtend orangefarbenen Blüten. Die 'Talent Mix'-Serie bietet eine bunte Mischung verschiedener Farben und ist ideal für abwechslungsreiche Beete. 'Sunset Jane' begeistert mit zweifarbigen Blüten in Gelb und Rot, während 'Copper King' mit kupferfarbenen Blüten und dunklem Ring um die Mitte besticht. Weitere Sorten umfassen kompakte Varianten für Balkonkästen, großblütige Typen für Beete und besonders hitzeresistente Züchtungen. Fachkundige Anbieter bieten oft auch seltene Farbvarianten in Rosa, Weiß oder mehrfarbigen Kombinationen. Die Sortenauswahl variiert je nach Saison, wobei bewährte Standardsorten meist ganzjährig verfügbar sind. Viele Händler bieten auch Sortenmischungen an, die verschiedene Farben kombinieren.
  11. Welche ökologische Bedeutung haben Gazanien für Bienen und andere Bestäuber?
    Gazanien haben eine wichtige ökologische Bedeutung als wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber. Die offenen, schalenförmigen Blüten ermöglichen einen leichten Zugang zu Nektar und Pollen, was sie besonders bienenfreundlich macht. Da sich die Blüten nur bei Sonnenschein öffnen, stimmt die Verfügbarkeit der Nahrung optimal mit der Hauptaktivitätszeit der Bestäuber überein. Die lange Blütezeit von Juni bis Oktober sorgt für eine kontinuierliche Nahrungsversorgung über einen großen Teil der Gartensaison. Neben Honigbienen werden auch Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen von den leuchtenden Blüten angezogen. Besonders wertvoll ist Mittagsgold in Zeiten, in denen andere Blütenpflanzen bereits verblüht sind, etwa im Spätsommer und Frühherbst. Die verschiedenen Blütenfarben sprechen unterschiedliche Bestäubergruppen an und erhöhen so die Biodiversität im Garten. In naturnahen Gärten und auf extensiven Dachbegrünungen trägt Gazania zur Förderung der Insektenvielfalt bei.
  12. Wie wirkt sich die Trockenheitstoleranz von Mittagsgold auf die Gartenpflege aus?
    Die ausgeprägte Trockenheitstoleranz von Mittagsgold revolutioniert die Gartenpflege und macht sie deutlich pflegeleichter und wassersparender. Dank der sukkulenten Blätter, die Wasser speichern können, übersteht die Pflanze auch längere Trockenperioden ohne zusätzliche Bewässerung. Dies reduziert den Pflegeaufwand erheblich und macht Gazania ideal für pflegeleichte Gärten oder für Gärtner, die häufig verreisen. Die Trockenheitstoleranz ermöglicht den Anbau an problematischen Standorten wie sonnigen Südhängen, in Steingärten oder auf Dachterrassen, wo andere Pflanzen regelmäßig gegossen werden müssten. Gleichzeitig sinken die Bewässerungskosten spürbar. Besonders in Zeiten des Klimawandels mit zunehmenden Trockenperioden wird diese Eigenschaft immer wertvoller. Die Pflanze verzeiht auch mal vergessenes Gießen und ist daher perfekt für Gartenanfänger. Allerdings bedeutet Trockenheitstoleranz nicht, dass die Pflanze gar kein Wasser braucht - in der Anwachsphase und bei extremer Hitze sollte dennoch gelegentlich gewässert werden.
  13. Welche Bodenverhältnisse fördern die Wurzelentwicklung bei Gazania?
    Für eine optimale Wurzelentwicklung bei Gazania sind gut durchlässige Bodenverhältnisse entscheidend. Der Boden sollte sandig bis lehmig sein mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0. Schwere, lehmige Böden müssen unbedingt mit Sand oder feinem Kies verbessert werden, um die Drainage zu optimieren. Staunässe ist der größte Feind der Wurzeln und führt schnell zu Wurzelfäule. Eine lockere Bodenstruktur ermöglicht es den Wurzeln, sich gut auszubreiten und Nährstoffe effizient aufzunehmen. Eine Anreicherung mit Kompost oder gut verrottetem organischem Material verbessert die Bodenstruktur und liefert wichtige Nährstoffe für das Wurzelwachstum. In Töpfen und Kübeln sollte hochwertige, durchlässige Blumenerde mit Perlite oder grobem Sand gemischt werden. Ein guter Wasserabzug durch Drainagelöcher ist unerlässlich. Mulchen um die Pflanzen herum mit Kies oder Rindenmulch hält die Bodenfeuchtigkeit konstant und schützt die oberflächennahen Wurzeln vor Temperaturschwankungen.
  14. Wie beeinflusst die ursprüngliche Heimat die Anpassungsfähigkeit von Mittagsgold?
    Die ursprüngliche Heimat Südafrika hat die Anpassungsfähigkeit von Mittagsgold entscheidend geprägt und macht sie zu einer robusten, aber spezialisierten Gartenpflanze. Die Anpassung an das mediterrane Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern erklärt die außergewöhnliche Hitze- und Trockenheitstoleranz. Die intensive Sonneneinstrahlung in Südafrika hat dazu geführt, dass Mittagsgold nur bei direktem Sonnenlicht optimal funktioniert und seine Blüten öffnet. Die natürlichen Bodenverhältnisse - oft sandig und mineralisch - haben eine Vorliebe für gut drainierte Böden entwickelt. Gleichzeitig limitiert die südafrikanische Herkunft die Anpassung an kältere Klimazonen, da die Pflanze keinen Frost verträgt. Die ursprünglichen Niederschlagsmuster mit ausgeprägten Trocken- und Regenzeiten haben zu einer effizienten Wasserspeicherung in den Blättern geführt. Diese evolutionäre Prägung macht Mittagsgold besonders wertvoll für trockene, sonnige Standorte, schränkt aber die Verwendungsmöglichkeiten in schattigen oder feuchten Gartenbereichen ein.
  15. Welche praktischen Methoden gibt es für die Vermehrung von Gazania?
    Für die Vermehrung von Gazania stehen verschiedene praktische Methoden zur Verfügung. Die Aussaat ist die häufigste Methode: Samen können von reifen Blütenständen gesammelt und im folgenden Frühjahr ausgesät werden. Die Aussaat erfolgt idealerweise im Februar bis April bei 20°C in durchlässiger Aussaaterde. Da Gazania ein Lichtkeimer ist, werden die Samen nur minimal mit Erde bedeckt. Die Stecklingsvermehrung ist ebenfalls möglich, aber aufwendiger. Hierfür werden im Frühjahr etwa 8-10 cm lange, nicht blühende Triebe geschnitten und in Anzuchterde gesteckt. Die Bewurzelung dauert 3-4 Wochen bei konstanter Feuchtigkeit und warmem Standort. Bei mehrjährigen Pflanzen ist auch die Teilung möglich: Im Frühjahr können größere Horste vorsichtig geteilt und die Teilstücke separat eingepflanzt werden. Für die Saatgutgewinnung lässt man einige Blütenstände vollständig ausreifen. Die Samen sind etwa 6-8 Wochen nach der Blüte reif und können dann geerntet und trocken gelagert werden.
  16. Wie lässt sich Mittagsgold erfolgreich in Balkonkästen kultivieren?
    Mittagsgold lässt sich ausgezeichnet in Balkonkästen kultivieren, wenn einige wichtige Punkte beachtet werden. Der wichtigste Faktor ist ein vollsonniger Standort - Balkone mit Süd- oder Südwestausrichtung sind ideal. Die Balkonkästen sollten unbedingt über Drainagelöcher verfügen, da Staunässe fatal für Gazania ist. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies am Kastenboden ist empfehlenswert. Verwenden Sie hochwertige, durchlässige Balkonpflanzenerde, eventuell mit etwas Sand oder Perlite gemischt. Der Pflanzabstand sollte etwa 20 cm betragen, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können. Niedrig wachsende, kompakte Sorten eignen sich besonders gut für Kästen. Die Bewässerung muss regelmäßig, aber mäßig erfolgen - die Erde sollte zwischen den Gießgängen antrocknen. Bei extremer Hitze kann täglich gewässert werden. Eine monatliche Düngergabe mit verdünntem Flüssigdünger fördert die Blühfreudigkeit. Verwelkte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden, um die Nachblüte zu fördern.
  17. Stimmt es, dass Mittagsgold ohne direkte Sonne nicht blüht?
    Ja, es stimmt tatsächlich, dass Mittagsgold ohne direkte Sonneneinstrahlung praktisch nicht blüht - dies ist eine seiner charakteristischsten Eigenschaften. Die Blüten öffnen sich ausschließlich bei direktem Sonnenlicht und schließen sich bei bewölktem Himmel, in der Nacht oder bei Schatten vollständig. Dieses Verhalten wird als Nyktinastie bezeichnet und ist eine evolutionäre Anpassung an die südafrikanische Herkunft. An halbschattigen Standorten bildet Mittagsgold zwar Knospen, aber diese öffnen sich nur selten oder gar nicht. Die Pflanze benötigt mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung täglich für eine reiche Blüte. Selbst an sonnigen Standorten bleiben die Blüten an trüben Tagen geschlossen, was manchmal zu der irrigen Annahme führt, die Pflanze sei krank. Diese Eigenschaft macht Mittagsgold zu einem zuverlässigen 'Wetter-Indikator' im Garten. Für schattige Gartenbereiche ist Gazania daher völlig ungeeignet - hier sollte man auf andere Sommerblumen zurückgreifen, die auch bei weniger Licht blühen.
  18. In welchen deutschen Klimazonen gedeiht Gazania am besten?
    Gazania gedeiht in Deutschland am besten in den wärmeren Klimazonen, insbesondere in den Weinbaugebieten und milderen Regionen. Optimal sind die Klimazonen entlang des Rheins, in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und in geschützten Lagen Nordrhein-Westfalens. Auch in Teilen Bayerns, Hessens und den wärmeren Gebieten Sachsens wächst Mittagsgold sehr gut. An der Ostseeküste profitiert die Pflanze vom ausgeglichenen Meeresklima, während an der rauen Nordseeküste windgeschützte Standorte bevorzugt werden sollten. In höheren Lagen der Mittelgebirge und in kontinental geprägten Regionen Ostdeutschlands ist die Kultur schwieriger, aber in geschützten Südlagen dennoch möglich. Entscheidend sind nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Sonnenscheindauer - Gebiete mit vielen Sonnenstunden wie der Oberrhein oder das Mosel-Saar-Tal sind ideal. In allen Klimazonen ist der Standort entscheidender als die geografische Lage: Ein sonniger, windgeschützter Südbalkon kann auch in kühleren Regionen optimale Bedingungen bieten.
  19. Was unterscheidet Mittagsblume von Sonnentaler in der Bezeichnung?
    Bei Mittagsblume, Mittagsgold und Sonnentaler handelt es sich um verschiedene deutsche Bezeichnungen für dieselbe Pflanzengattung Gazania, die sich regional und umgangssprachlich etabliert haben. 'Mittagsgold' ist der gebräuchlichste deutsche Name und bezieht sich auf das charakteristische Verhalten der Blüten, sich hauptsächlich zur Mittagszeit bei stärkster Sonneneinstrahlung zu öffnen, sowie auf die häufig goldgelben Blütenfarben. 'Sonnentaler' beschreibt ebenfalls das sonnenhungrige Verhalten und die runden, münzenähnlichen Blüten, die wie kleine goldene Taler aussehen. 'Mittagsblume' ist eine weitere Bezeichnung, die das zeitliche Öffnungsverhalten beschreibt. Alle diese Namen spiegeln die beiden wichtigsten Eigenschaften der Pflanze wider: die Abhängigkeit von direkter Sonneneinstrahlung und die oft goldgelbe Blütenfarbe. Botanisch korrekt ist jedoch ausschließlich der wissenschaftliche Name Gazania. In der Gärtnerpraxis werden die Begriffe oft synonym verwendet, wobei 'Mittagsgold' am häufigsten in der deutschen Gartenliteratur und im Handel anzutreffen ist.
  20. Worin unterscheiden sich Gazanien von anderen mediterranen Pflanzen?
    Gazanien unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Punkten von anderen mediterranen Pflanzen. Während viele mediterrane Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin zu den Halbsträuchern oder Sträuchern gehören, ist Gazania eine krautige Staude, die in Deutschland meist einjährig kultiviert wird. Ein markanter Unterschied liegt im Blütenverhalten: Gazania-Blüten öffnen sich ausschließlich bei direkter Sonneneinstrahlung, während andere mediterrane Blüten meist dauerhaft geöffnet bleiben. Die Blattstruktur ist besonders: Die sukkulenten, oft silbrig-grünen Blätter von Gazania speichern Wasser effizienter als die meist nadeligen oder ledrigen Blätter anderer Mediterran-Pflanzen. Auch die Frostverträglichkeit unterscheidet sich erheblich - viele mediterrane Pflanzen vertragen leichten Frost, Gazania ist jedoch deutlich frostempfindlicher. Die Blütenfarben sind bei Gazania oft intensiver und vielfarbiger als bei klassischen mediterranen Pflanzen. Gemeinsam ist allen die Trockenheitstoleranz und der Sonnenhunger, aber Gazania stammt aus Südafrika und nicht aus dem Mittelmeerraum.
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