Optimaler pH-Wert für Rasenerde: Schlüssel zur Vitalität

Der pH-Wert im Rasen: Ein Schlüsselfaktor für vitales Wachstum

Als Gartenbauwissenschaftler mit Schwerpunkt Rasenkultivierung kann ich Ihnen versichern, dass der pH-Wert eine entscheidende Rolle für die Vitalität und Entwicklung Ihres Rasens spielt. Ein optimal eingestellter pH-Wert bildet das Fundament für eine satte, grüne Rasenfläche, die jedem Garten zur Zierde gereicht.

Essentielle Aspekte für einen ausgewogenen Rasen-pH

  • Angestrebter pH-Bereich: 6,0 bis 7,0
  • Empfehlung regelmäßiger Messungen
  • pH-Wert als Einflussfaktor auf die Nährstoffverfügbarkeit
  • Regulation durch gezielte Kalkung oder Schwefelzugabe

Die Bedeutung des pH-Werts

Der pH-Wert dient als Indikator für den Säuregehalt des Bodens. Er wird auf einer Skala von 0 bis 14 quantifiziert, wobei 7 den Neutralpunkt markiert. Werte unter 7 indizieren einen sauren, Werte über 7 einen alkalischen Boden. Meine langjährige Forschung hat gezeigt, dass dieser scheinbar simple Wert weitreichende Konsequenzen für Ihren Rasen hat.

Die Relevanz des pH-Werts für Ihre Rasenerde

Der pH-Wert Ihrer Rasenerde beeinflusst maßgeblich das Wachstum und die Gesundheit Ihres Rasens. Er steuert die Verfügbarkeit von Nährstoffen, reguliert die Aktivität von Bodenmikroorganismen und wirkt sich auf die Bodenstruktur aus. Lassen Sie mich das näher erläutern.

Nährstoffverfügbarkeit

Ein ausbalancierter pH-Wert ermöglicht es den Gräsern, Nährstoffe im Boden optimal zu assimilieren. Bei ungünstigen pH-Werten können bestimmte Nährstoffe für die Pflanzen nicht mehr zugänglich sein, was zu Mangelerscheinungen führen kann. In meiner Forschung habe ich oft beobachtet, wie selbst gut gedüngte Rasenflächen bei unpassendem pH-Wert nicht ihr volles Potenzial entfalten konnten.

Mikrobielles Leben

Die Bodenmikroorganismen, die für die Zersetzung organischer Substanzen und die Freisetzung von Nährstoffen verantwortlich sind, gedeihen am besten in einem neutralen bis leicht sauren Milieu. Meine Untersuchungen haben gezeigt, dass eine optimale mikrobielle Aktivität bei pH-Werten zwischen 6,0 und 7,0 stattfindet.

Der optimale pH-Bereich für Rasengräser

Basierend auf meinen langjährigen Studien kann ich bestätigen, dass für die meisten Rasengräser der ideale pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 liegt. In diesem Bereich können die Gräser Nährstoffe am effizientesten aufnehmen und zeigen das vitalste Wachstum.

Konsequenzen eines zu hohen pH-Werts

Ein pH-Wert über 7,5 kann problematisch sein:

  • Reduktion der Verfügbarkeit von Eisen, Mangan und Phosphor
  • Gelbliche Verfärbung der Gräser (Chlorose)
  • Erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Rasenkrankheiten

Auswirkungen eines zu niedrigen pH-Werts

Bei einem pH-Wert unter 5,5 können folgende Schwierigkeiten auftreten:

  • Verringerte Verfügbarkeit von Stickstoff, Phosphor und Kalium
  • Gesteigerte Löslichkeit von Aluminium, was toxisch für Pflanzenwurzeln sein kann
  • Schwächung der Gräser und erhöhte Krankheitsanfälligkeit

Der Einfluss des pH-Werts auf die Rasengesundheit

Nährstoffverfügbarkeit und pH-Wert

Der pH-Wert beeinflusst unmittelbar die Verfügbarkeit von Nährstoffen im Boden. Bei einem optimalen pH-Wert können die Rasengräser die erforderlichen Nährstoffe effizient aufnehmen. Ist der pH-Wert ungünstig, werden bestimmte Nährstoffe blockiert, was zu Mangelerscheinungen führen kann. In meiner Forschung habe ich festgestellt, dass selbst leichte pH-Abweichungen erhebliche Auswirkungen auf die Nährstoffaufnahme haben können.

Bodenstruktur und pH-Wert

Der pH-Wert beeinflusst auch die physikalische Struktur des Bodens. Ein ausgewogener pH-Wert fördert die Bildung stabiler Bodenaggregate, was die Durchlüftung und Wasserspeicherkapazität des Bodens verbessert. Bei extremen pH-Werten kann die Bodenstruktur beeinträchtigt werden, was zu Verdichtung und mangelhafter Drainage führen kann. Diese Zusammenhänge sind oft unterschätzt, aber für die langfristige Rasengesundheit von großer Bedeutung.

Mikrobielle Aktivität im Boden

Bodenmikroorganismen spielen eine zentrale Rolle bei der Zersetzung organischer Substanzen und der Freisetzung von Nährstoffen. Meine Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten nützlichen Bodenmikroben einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 bevorzugen. In diesem Bereich ist ihre Aktivität am höchsten, was zu einer verbesserten Bodenfruchtbarkeit und Rasengesundheit führt. Die Förderung eines gesunden Bodenmikrobioms sollte daher ein zentrales Anliegen jedes Rasenexperten sein.

Ein gesunder, gut gepflegter Rasen mit optimalem pH-Wert ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten, Schädlinge und Umweltstress. Regelmäßige pH-Messungen und gegebenenfalls Anpassungen sind daher ein unverzichtbarer Bestandteil der professionellen Rasenpflege. Als Wissenschaftler kann ich Ihnen versichern, dass die Investition in ein ausgeglichenes Boden-pH sich in Form eines vitalen, robusten Rasens auszahlt.

Messung und Anpassung des pH-Werts in der Rasenerde

Methoden zur pH-Wert-Bestimmung

Eine präzise pH-Wert-Messung ist für einen vitalen Rasen unerlässlich. In meiner langjährigen Praxis haben sich folgende Methoden bewährt:

  • pH-Teststreifen: Eine kostengünstige Option für den Hausgebrauch. Man mischt etwas Erde mit destilliertem Wasser und taucht den Streifen ein. Der Farbvergleich gibt Aufschluss über den pH-Wert, wenngleich die Genauigkeit begrenzt ist.
  • Digitale pH-Meter: Diese bieten eine höhere Präzision. Das Gerät wird in eine Boden-Wasser-Suspension getaucht und liefert einen digitalen Messwert. Für den ambitionierten Rasenliebhaber durchaus empfehlenswert.
  • Professionelle Bodenanalyse: Mein persönlicher Favorit für eine umfassende Beurteilung. Eine Laboranalyse liefert nicht nur exakte pH-Werte, sondern auch wertvolle Informationen über Nährstoffgehalte und andere Bodenparameter.

Häufigkeit der Messungen

Basierend auf meinen Forschungsergebnissen rate ich zu folgenden Messintervallen:

  • Mindestens einmal jährlich, vorzugsweise im Frühjahr vor Beginn der Wachstumsphase
  • Nach substanziellen Eingriffen wie Neuanlage oder Umgestaltung des Rasens
  • Bei Anzeichen von Problemen wie Verfärbungen oder Wachstumsstörungen

Interpretation der Messergebnisse

Meine Studien haben gezeigt, dass der optimale pH-Bereich für die meisten Rasengräser zwischen 6,0 und 7,0 liegt. Bei der Auswertung der Messungen gilt es zu beachten:

  • pH < 6,0: Der Boden tendiert zur Übersäuerung, was Nährstoffmangel und Wachstumsprobleme nach sich ziehen kann.
  • pH 6,0 - 7,0: Ideale Bedingungen für die Nährstoffaufnahme und mikrobiologische Aktivität.
  • pH > 7,0: Ein zu alkalisches Milieu kann die Verfügbarkeit bestimmter Nährstoffe einschränken.

Anpassung des pH-Werts in der Rasenerde

Erhöhung des pH-Werts

Bei übermäßig sauren Böden empfehle ich eine behutsame pH-Wert-Anhebung, typischerweise durch Kalkung.

Verwendung von Kalk

Kalk neutralisiert Bodensäuren effektiv. In meiner Praxis haben sich folgende Kalkdünger bewährt:

  • Kohlensaurer Kalk: Meine bevorzugte Wahl für eine langsame, aber nachhaltige Wirkung.
  • Branntkalk: Reagiert schneller, erfordert jedoch eine sorgfältige Dosierung.
  • Algenkalk: Ein interessanter Ansatz, der zusätzliche Spurenelemente liefert und besonders umweltverträglich ist.

Richtige Anwendung und Dosierung

Die erforderliche Kalkmenge variiert je nach aktuellem pH-Wert und angestrebter Erhöhung. Als Faustregel hat sich bewährt: Um den pH-Wert um 0,5 Einheiten anzuheben, benötigt man etwa 150-200 g Kalk pro Quadratmeter. Eine gleichmäßige Ausbringung und leichtes Einarbeiten sind entscheidend. Ich empfehle die Kalkung im Herbst oder frühen Frühling vorzunehmen.

Senkung des pH-Werts

Die Absenkung eines zu alkalischen pH-Werts gestaltet sich oft komplexer und zeitaufwändiger als eine Erhöhung. Hier ist besondere Sorgfalt geboten.

Einsatz von schwefelhaltigen Produkten

Schwefel und schwefelhaltige Verbindungen können den pH-Wert effektiv senken:

  • Elementarer Schwefel: Meine bevorzugte Methode für eine schonende, langfristige pH-Senkung.
  • Eisensulfat: Wirkt schneller, birgt aber bei unsachgemäßer Anwendung das Risiko von Verbrennungen.
  • Aluminiumsulfat: Rasche Wirkung, sollte jedoch nur in moderaten Mengen eingesetzt werden.

Organische Methoden zur pH-Wert-Senkung

Neben chemischen Mitteln gibt es auch naturnahe Ansätze, die ich in bestimmten Situationen empfehle:

  • Nadelstreu: Das Ausbringen von Kiefernnadeln kann eine leichte Ansäuerung bewirken.
  • Torfmoos: Ähnlich wie Nadelstreu, wobei ich aus Nachhaltigkeitsgründen zurückhaltend bin.
  • Kompost: Regelmäßige Kompostgaben können langfristig zur pH-Stabilisierung beitragen.

Vorsichtsmaßnahmen bei der pH-Wert-Senkung

Bei der Absenkung des pH-Werts rate ich zu besonderer Umsicht:

  • Veränderungen sollten graduell über mehrere Vegetationsperioden erfolgen.
  • Regelmäßige Kontrollmessungen sind unerlässlich, um eine Übersäuerung zu vermeiden.
  • Bei stark alkalischen Böden empfehle ich, einen Fachmann zu konsultieren.

Die Optimierung des pH-Werts erfordert Geduld und Fingerspitzengefühl. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass mit dem richtigen Ansatz und konsequenten Kontrollen ein idealer pH-Wert für Ihren Rasen erreichbar ist. Dies schafft die Grundlage für einen vitalen und widerstandsfähigen Rasen, der Ihrem Garten zur Zierde gereicht.

Dauerhafte pH-Wert-Optimierung für einen vitalen Rasen

In meiner langjährigen Erfahrung als Rasenexperte hat sich gezeigt, dass eine kontinuierliche pH-Wert-Optimierung das A und O für einen gesunden, widerstandsfähigen Rasen ist. Lassen Sie mich Ihnen einige bewährte Strategien vorstellen.

Regelmäßige Bodenanalysen: Der Schlüssel zum Erfolg

Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig regelmäßige Bodenanalysen sind. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie eine professionelle Untersuchung durchführen lassen. Diese liefert nicht nur den aktuellen pH-Wert, sondern gibt auch Aufschluss über Nährstoffgehalte und Bodenstruktur. So können wir frühzeitig Veränderungen erkennen und gezielt gegensteuern.

Intelligente Düngung: Mehr als nur Nährstoffzufuhr

Die Düngung spielt eine entscheidende Rolle bei der pH-Wert-Regulierung. Stickstoffdünger beispielsweise können den Boden ansäuern, während kalkhaltige Dünger ihn alkalisieren. Ein ausgewogenes Düngekonzept, das auf den Ergebnissen der Bodenanalyse basiert, hilft uns, den pH-Wert in der Schwebe zu halten.

Die richtige Graswahl: Anpassung an lokale Bedingungen

Es mag Sie überraschen, aber nicht alle Gräser mögen denselben pH-Wert. Bei Neuanlagen oder Nachsaaten empfehle ich, Sorten zu wählen, die gut zum vorhandenen Boden-pH passen. Straußgras und Rotschwingel beispielsweise kommen mit leicht sauren Böden besser zurecht als ihre Artgenossen.

Besondere Herausforderungen beim pH-Management

In meiner Karriere bin ich auf einige knifflige Situationen gestoßen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Lassen Sie mich ein paar Beispiele nennen.

Rasen-Neuanlagen: Die Chance für einen Neuanfang

Bei einer Neuanlage haben wir die einzigartige Gelegenheit, optimale Startbedingungen zu schaffen. Ich rate dringend zu einer gründlichen Bodenanalyse vor der Aussaat. Mit der richtigen Vorbereitung – ausreichend organische Substanz und passende Nährstoffe – legen wir den Grundstein für einen robusten, vitalen Rasen.

Problematische Rasenflächen: Geduld ist gefragt

Bei stark vernachlässigten Flächen ist oft eine umfassende Sanierung nötig. Hier spielt die pH-Korrektur eine Schlüsselrolle. Aus Erfahrung weiß ich, dass manchmal eine schrittweise Anpassung über Monate oder sogar Jahre nötig ist. Wir wollen den Boden ja nicht überfordern und die wertvollen Mikroorganismen schonen.

Regionale Besonderheiten: Jeder Standort ist einzigartig

In meiner Forschung habe ich festgestellt, dass die natürlichen Bodenbedingungen stark variieren können. In Regionen mit Kalkgestein tendieren die Böden zu hohen pH-Werten, während in Gebieten mit saurem Ausgangsgestein niedrige pH-Werte vorherrschen können. Unser pH-Management muss diese lokalen Gegebenheiten berücksichtigen.

Das komplexe Zusammenspiel von pH-Wert und anderen Bodenfaktoren

Der pH-Wert ist nur ein Teil des großen Ganzen. Er beeinflusst und wird beeinflusst von zahlreichen anderen Bodeneigenschaften.

Bodenart: Sand, Lehm oder Ton?

Die Bodenart spielt eine entscheidende Rolle für den pH-Wert und dessen Stabilität. Sandböden neigen zu schnelleren pH-Schwankungen als lehmige oder tonige Böden – ein Phänomen, das ich in zahlreichen Studien beobachtet habe. Bei sandigen Böden rate ich daher zu häufigeren Kontrollen und gegebenenfalls Korrekturen.

Organische Substanz: Der natürliche pH-Puffer

Ein hoher Humusgehalt ist Gold wert für unseren Rasen. Er puffert pH-Schwankungen ab und sorgt für eine stabilere Bodenreaktion. Ich empfehle regelmäßige Gaben von gut verrottetem Kompost oder speziellem Rasenhumus – das verbessert nicht nur die pH-Pufferung, sondern fördert auch ein gesundes Bodenleben.

Wasserhaushalt: Die oft übersehene Komponente

In meiner Forschung hat sich immer wieder gezeigt, wie eng der Wasserhaushalt mit dem pH-Wert verknüpft ist. Staunässe kann zu Versauerung führen, während Trockenheit die Nährstoffverfügbarkeit und damit indirekt den pH-Wert beeinflusst. Eine ausgewogene Bewässerung und gute Drainage sind daher unerlässlich für ein stabiles pH-Niveau in Ihrem Rasen.

Praxisnahe Strategien zur pH-Wert-Optimierung

Behutsame Anpassung des pH-Werts

Meine Erfahrung zeigt, dass bei der pH-Wert-Optimierung im Rasen Geduld der Schlüssel zum Erfolg ist. Eine überhastete Änderung kann das empfindliche Bodenökosystem aus dem Gleichgewicht bringen. Stattdessen rate ich zu einem behutsamen Vorgehen:

  • Beginnen Sie mit einer umfassenden Bodenanalyse, um den Ist-Zustand zu erfassen.
  • Planen Sie die Anpassung über einen längeren Zeitraum - mitunter sogar über eine ganze Vegetationsperiode.
  • Verteilen Sie die benötigte Menge an Kalk oder Schwefel auf mehrere kleinere Gaben.
  • Bringen Sie diese in regelmäßigen Intervallen aus, etwa alle 4-6 Wochen.
  • Führen Sie nach jeder Anwendung Kontrollmessungen durch, um den Fortschritt im Auge zu behalten.

Aufmerksame Beobachtung der Rasenentwicklung

Während der pH-Wert-Anpassung ist es entscheidend, die Reaktion des Rasens genau zu verfolgen:

  • Ein satteres Grün deutet oft auf eine Verbesserung hin - achten Sie auf solche Farbveränderungen.
  • Ein gleichmäßiger, kräftiger Wuchs ist ein gutes Zeichen für vitale Gräser.
  • Werfen Sie auch einen Blick auf die Wurzelentwicklung - gesunde Wurzeln sind ein Indikator für optimale Bodenbedingungen.
  • Beobachten Sie, ob Unkräuter oder Moos zurückgehen - dies kann auf eine erfolgreiche pH-Wert-Regulierung hindeuten.

Integration in ein ganzheitliches Pflegekonzept

In meiner langjährigen Praxis hat sich gezeigt, dass die pH-Wert-Optimierung am effektivsten ist, wenn sie Teil eines umfassenden Pflegeansatzes ist:

  • Passen Sie Ihre Düngerstrategie an den sich ändernden pH-Wert an - die Nährstoffverfügbarkeit variiert je nach pH-Bereich.
  • Beobachten Sie den Wasserbedarf Ihres Rasens - er könnte sich mit optimiertem pH-Wert ändern.
  • Regelmäßige Belüftungsmaßnahmen unterstützen die pH-Wert-Anpassung und verbessern die Bodenstruktur.
  • Bei Nachsaaten empfehle ich, Grassorten zu wählen, die gut zum angestrebten pH-Wert passen.

Typische Fallstricke beim pH-Management

Die Verlockung der übermäßigen Kalkung

Ein Fehler, den ich in meiner Karriere häufig beobachtet habe, ist die übereifrige Anwendung von Kalk in der Hoffnung auf schnelle Resultate:

  • Zu viel des Guten kann den pH-Wert über das Optimum hinaus treiben und Nährstoffungleichgewichte hervorrufen.
  • Eine Überkalkung kann Mangelsymptome bei wichtigen Mikronährstoffen wie Eisen und Mangan auslösen.
  • Im Extremfall droht eine Alkalisierung des Bodens - ein Zustand, der sich nur schwer korrigieren lässt.

Mein dringender Rat: Halten Sie sich strikt an die Empfehlungen der Bodenanalyse und die Anweisungen der Produkthersteller.

Die Gefahr sporadischer Kontrollen

Aus meiner Erfahrung weiß ich: Eine einmalige Messung und Anpassung des pH-Werts reicht bei Weitem nicht aus:

  • Der pH-Wert ist ein dynamischer Parameter, der sich durch verschiedene Faktoren wie Düngung, Niederschläge und mikrobielle Aktivität im Laufe der Zeit verändern kann.
  • Ohne regelmäßige Überprüfung besteht die Gefahr, dass der pH-Wert unbemerkt in einen ungünstigen Bereich abdriftet.
  • Saisonale Schwankungen können leicht übersehen werden, was zu Fehleinschätzungen führt.

Meine Empfehlung: Führen Sie mindestens einmal jährlich, idealerweise im Frühjahr, eine gründliche Bodenanalyse durch.

Die Vernachlässigung regionaler Besonderheiten

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass jeder Rasen denselben pH-Wert benötigt. Meine Forschung hat gezeigt, dass regionale Faktoren eine entscheidende Rolle spielen:

  • Klimatische Bedingungen können die optimale pH-Spanne für Rasengräser beeinflussen.
  • Die natürliche Bodenart und -zusammensetzung variieren je nach Region und erfordern unterschiedliche Anpassungsstrategien.
  • Selbst die lokale Wasserqualität, insbesondere bei regelmäßiger Bewässerung, kann den pH-Wert beeinflussen.

Mein Rat: Informieren Sie sich über die spezifischen Anforderungen Ihrer Region und passen Sie Ihre pH-Management-Strategie entsprechend an.

Der pH-Wert: Schlüssel zur Rasengesundheit

In meinen jahrzehntelangen Studien hat sich immer wieder gezeigt: Die Optimierung des pH-Werts ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der Geduld und Aufmerksamkeit erfordert. Ein ausgewogener pH-Wert bildet das Fundament für einen gesunden, widerstandsfähigen Rasen, der nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch wichtige ökologische Funktionen erfüllt.

Durch die sorgfältige Beachtung der hier vorgestellten Praxistipps, die Vermeidung häufiger Fehler und die Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten schaffen Sie optimale Voraussetzungen für einen prächtigen Rasen. Vergessen Sie nicht: Ein gesunder Boden ist die unabdingbare Basis für gesunde Pflanzen. Mit dem richtigen pH-Management legen Sie den Grundstein für einen Rasen, der nicht nur gut aussieht, sondern auch robust genug ist, um den Herausforderungen des Klimawandels und intensiver Nutzung standzuhalten.

Abschließend möchte ich betonen: Beim pH-Management geht es um weit mehr als nur um einen ansehnlichen Rasen. Es ist ein Beitrag zum Umweltschutz, zur Förderung der Biodiversität in unserem Lebensumfeld und zur nachhaltigen Nutzung unserer wertvollen Grünflächen. Mit diesem Wissen und der richtigen Herangehensweise können Sie Ihren Rasen zu einem blühenden Mikrokosmos entwickeln, der nicht nur Ihnen, sondern auch der Umwelt zugutekommt. Das ist eine Perspektive, die mich als Wissenschaftler und Rasenexperte besonders fasziniert und motiviert.

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