Pac Choi: Ideale Standortbedingungen für reiche Ernte

Pac Choi: Asiatisches Blattgemüse für Ihren Garten

Pac Choi, auch als Bok Choy bekannt, gewinnt zunehmend an Beliebtheit in unseren Gärten. Mit seinen knackigen Stielen und zarten Blättern ist es eine spannende Ergänzung für experimentierfreudige Hobbyköche und gesundheitsbewusste Gärtner.

Pac Choi im Überblick: Wissenswertes für Gärtner

  • Ursprünglich aus China stammend
  • Bevorzugt halbschattige Standorte
  • Gedeiht in lockeren, feuchten Böden
  • Geeignet für Kübel, Hochbeete und Fensterbänke
  • Kurze Kulturzeit von 6-8 Wochen

Was ist Pac Choi?

Pac Choi (Brassica rapa var. chinensis) gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eng mit Chinakohl und Senf verwandt. Die Pflanze zeichnet sich durch löffelförmige, dunkelgrüne Blätter und weiße, saftige Stiele aus. Je nach Sorte bildet Pac Choi kompakte Rosetten oder längliche Formen.

In meinem Garten baue ich seit Jahren verschiedene Pac Choi-Sorten an und bin immer wieder erstaunt über ihre Anpassungsfähigkeit. Selbst in meinem schattigen Stadtgarten liefern sie zuverlässig Erträge - ein echtes Multitalent!

Ursprung und Bedeutung in der asiatischen Küche

Pac Choi wird seit über 1500 Jahren in China kultiviert und ist aus der ostasiatischen Küche nicht mehr wegzudenken. In der traditionellen chinesischen Medizin schreibt man ihm sogar eine kühlende und entgiftende Wirkung zu.

In der modernen Küche schätzen wir Pac Choi für seinen milden, leicht pfeffrigen Geschmack und die vielseitige Verwendbarkeit. Er eignet sich hervorragend für Stir-Fries, Suppen und als knackige Rohkost. Seine knackige Textur und der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen machen ihn zu einem echten Superfood im Gemüsegarten.

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Vorteile des Anbaus im Hausgarten

Pac Choi ist ein dankbares Gemüse für uns Hobbygärtner. Seine kurze Kulturzeit von nur 6-8 Wochen ermöglicht mehrere Ernten pro Saison. Zudem lässt er sich problemlos in Kübeln oder auf der Fensterbank ziehen, was ihn zum perfekten Gemüse für Stadtgärtner und Balkonbesitzer macht.

Ein weiterer Pluspunkt ist seine Kältetoleranz. Pac Choi kann bereits im zeitigen Frühjahr ausgesät werden und verträgt sogar leichte Fröste. Das macht ihn zu einer willkommenen Ergänzung für die Vor- und Nachsaison im Gemüsegarten, wenn andere Pflanzen noch nicht so recht wollen.

Standortanforderungen

Lichtbedarf: Halbschatten vs. Vollsonne

Pac Choi gedeiht am besten an halbschattigen Standorten. Zu viel direkte Sonneneinstrahlung kann zum vorzeitigen Schossen führen, was den Geschmack beeinträchtigt. In meinem Garten habe ich die besten Erfahrungen gemacht, wenn die Pflanzen morgens Sonne und nachmittags Schatten bekommen - sie scheinen diesen Rhythmus regelrecht zu genießen.

An vollsonnigen Standorten ist besondere Aufmerksamkeit bei der Bewässerung gefragt. Eine Methode, die sich bei mir bewährt hat, ist das Mulchen mit Stroh oder Gras. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt die Wurzeln vor zu starker Erwärmung.

Bodenbeschaffenheit

Lockerer, humoser Boden

Pac Choi bevorzugt einen lockeren, humosen Boden. Schwere, verdichtete Böden sollten vor der Aussaat mit Kompost oder gut verrottetem Mist verbessert werden. Eine gute Bodenstruktur fördert nicht nur das Wachstum, sondern erleichtert auch die Ernte der zarten Pflanzen - und glauben Sie mir, nichts ist frustrierender als eine mühsame Ernte nach wochenlanger Pflege!

pH-Wert und Nährstoffbedarf

Der ideale pH-Wert für Pac Choi liegt zwischen 6,0 und 7,5. Die Pflanze hat einen mittleren Nährstoffbedarf. Bei guter Bodenvorbereitung ist in der Regel keine zusätzliche Düngung nötig. Falls Sie dennoch düngen möchten, eignet sich ein organischer Gemüsedünger in moderater Dosierung. Aber Vorsicht: Überdüngung kann zu Geschmackseinbußen führen.

Feuchtigkeit und Drainage

Gleichmäßige Feuchtigkeit

Pac Choi benötigt eine gleichmäßige Bodenfeuchte für optimales Wachstum. Zu trockene Bedingungen können zu bitterem Geschmack und vorzeitigem Schossen führen. Andererseits verträgt die Pflanze auch keine Staunässe. Aus meiner Erfahrung empfehle ich, lieber öfter und dafür weniger zu gießen, anstatt selten und viel. Das kommt dem natürlichen Wasserbedarf der Pflanze am nächsten.

Vermeidung von Staunässe

Gute Drainage ist entscheidend für gesunde Pac Choi-Pflanzen. In Töpfen und Kübeln achte ich penibel auf ausreichende Abzugslöcher. Im Freiland hilft das Anlegen leicht erhöhter Beete, um Staunässe zu vermeiden. Bei schweren Böden mische ich gerne Sand unter, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Es mag etwas Arbeit sein, aber Ihre Pac Choi-Pflanzen werden es Ihnen mit üppigem Wachstum danken!

Mit diesen Grundlagen zum Standort sind Sie bestens gerüstet, um Ihren eigenen Pac Choi anzubauen. Im nächsten Abschnitt werden wir uns den verschiedenen Anbaumethoden widmen und ich werde Ihnen zeigen, wie Sie dieses vielseitige asiatische Blattgemüse erfolgreich in Ihrem Garten kultivieren können. Freuen Sie sich auf knackige Ernte und kulinarische Entdeckungen!

Anbaumethoden für Pac Choi: Vielfältige Möglichkeiten im Garten

Pac Choi ist ein wahres Multitalent im Garten. Seine Anpassungsfähigkeit ermöglicht den Anbau auf verschiedene Arten, sei es im Freiland, in Kübeln oder sogar auf der Fensterbank. Mit den richtigen Methoden können Sie dieses köstliche asiatische Blattgemüse nahezu überall kultivieren.

Freilandanbau: Der klassische Weg

Der Freilandanbau ist wohl die traditionellste Methode für Pac Choi. Hier ein paar Punkte, die Sie beachten sollten:

Vorbereitung des Beetes

Eine gründliche Beetvorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg:

  • Lockern Sie den Boden etwa 20-30 cm tief auf
  • Befreien Sie das Beet von Unkraut und groben Steinen
  • Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost ein - Ihre Pac Choi-Pflanzen werden es Ihnen danken
  • Streben Sie einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 an

Glauben Sie mir, eine sorgfältige Bodenvorbereitung kann den Unterschied zwischen kümmerlichen Pflänzchen und einer üppigen Ernte ausmachen.

Aussaat und Pflanzabstände

Für die Direktsaat ins Freiland empfehle ich Folgendes:

  • Säen Sie von April bis August in Reihen mit 30-40 cm Abstand
  • Die optimale Saattiefe liegt bei etwa 1-2 cm
  • Nach dem Aufgehen vereinzeln Sie die Pflanzen auf 20-25 cm Abstand
  • Bei einer Herbstaussaat können Sie etwas enger pflanzen, da die Pflanzen kompakter bleiben

Alternativ können Sie auch vorgezogene Jungpflanzen setzen. Das spart nicht nur Zeit, sondern ermöglicht auch eine frühere Ernte - perfekt für ungeduldige Gärtner wie mich!

Anbau in Kübeln und Hochbeeten: Flexibel und platzsparend

Pac Choi eignet sich hervorragend für den Anbau in Gefäßen. Das ist besonders interessant für Balkongärtner oder alle, die flexibel bleiben möchten.

Vorteile der Kultivierung in Gefäßen

  • Platzsparend und flexibel - ideal für kleine Gärten oder Balkone
  • Bessere Kontrolle über Bodenbedingungen
  • Einfacheres Management von Schädlingen und Krankheiten
  • Möglichkeit, die Pflanzen bei Frost oder Starkregen zu schützen

Spezielle Anforderungen

Beim Anbau in Kübeln oder Hochbeeten gibt es einige Besonderheiten:

  • Wählen Sie Gefäße mit mindestens 20 cm Tiefe und guter Drainage
  • Verwenden Sie nährstoffreiche, lockere Pflanzerde
  • Gießen Sie regelmäßig - die Erde in Gefäßen trocknet schneller aus als im Freiland
  • Düngen Sie alle 2-3 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger

In meinem Hochbeet gedeiht Pac Choi besonders gut in Gesellschaft von Radieschen oder Salat - eine wunderbare Kombination für frische Sommersalate!

Fensterbank-Kultur: Frisches Gemüse das ganze Jahr

Sogar auf der Fensterbank lässt sich Pac Choi anbauen - eine tolle Option für Stadtbewohner ohne Garten oder Balkon.

Geeignete Sorten für den Indoor-Anbau

Nicht alle Pac Choi-Sorten eignen sich gleich gut für den Anbau drinnen. Achten Sie auf folgende Eigenschaften:

  • Kompakter Wuchs
  • Schnelle Reife
  • Toleranz gegenüber geringerer Lichteinstrahlung

Mini-Pac-Choi-Sorten oder Baby-Leaf-Varianten haben sich bei mir auf der Fensterbank bewährt.

Licht- und Temperaturmanagement

Der Erfolg beim Indoor-Anbau hängt stark von den richtigen Lichtverhältnissen ab:

  • Wählen Sie einen hellen Standort, idealerweise ein Südfenster
  • Bei zu wenig natürlichem Licht können Pflanzenlampen Wunder wirken
  • Streben Sie eine Raumtemperatur zwischen 15-22°C an
  • Vermeiden Sie Zugluft und direkte Heizungswärme - Pac Choi mag es nicht zu trocken

Mit den richtigen Methoden können Sie Pac Choi in fast jeder Wohnsituation anbauen. Ob im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank - dieses vielseitige Gemüse belohnt Ihre Mühen mit frischem Grün und knackigem Geschmack. Probieren Sie es aus - Sie werden begeistert sein!

Pac Choi pflegen: So gedeiht Ihr asiatisches Blattgemüse prächtig

Pac Choi ist ein dankbares Gemüse, das mit der richtigen Pflege eine reiche Ernte verspricht. Lassen Sie uns einen Blick auf die wichtigsten Aspekte der Aussaat, Bewässerung und Düngung werfen.

Pac Choi aussäen: Timing ist alles

Die Aussaat von Pac Choi ist erstaunlich unkompliziert und funktioniert sowohl im Freiland als auch in Töpfen wunderbar.

Wann ist die beste Zeit für die Aussaat?

Pac Choi lässt sich vom Frühjahr bis in den Herbst aussäen. Für eine frühe Ernte können Sie ab März im Gewächshaus oder ab April im Freiland loslegen. Möchten Sie im Herbst ernten, säen Sie von Juli bis August aus. In milden Gegenden übersteht Pac Choi sogar den Winter - ein echter Allrounder!

Direkt säen oder vorziehen?

Beide Methoden haben ihre Vorzüge. Die direkte Aussaat ins Freiland spart zwar Zeit und Mühe, birgt aber bei früher Aussaat das Risiko von Frostschäden. Persönlich bevorzuge ich die Vorkultur im Haus oder Gewächshaus. So kann ich die Pflänzchen besser im Auge behalten und sie vor den Launen des Wetters schützen. Außerdem macht es mir einfach Spaß, das Wachstum von Anfang an zu beobachten!

Pac Choi richtig gießen: Der Schlüssel zum Erfolg

Gleichmäßige Feuchtigkeit ist für das Wachstum von Pac Choi unerlässlich. Hier ein paar Tipps, wie Sie es richtig machen:

Die Kunst der Bewässerung

Gießen Sie Pac Choi am besten bodennah, um die Blätter trocken zu halten. Das beugt Pilzerkrankungen vor - glauben Sie mir, damit möchten Sie sich nicht herumschlagen! Ein Tropfschlauch oder eine Gießkanne mit Brause tun hier gute Dienste. Achten Sie aber darauf, Staunässe zu vermeiden. Pac Choi mag es feucht, aber nicht mit den Füßen im Wasser zu stehen.

Wie oft und wie viel gießen?

Die Häufigkeit des Gießens hängt stark vom Wetter und Ihrem Bodentyp ab. Der Boden sollte stets leicht feucht sein, aber nicht nass. In Trockenperioden, besonders bei sandigen Böden, kann tägliches Gießen nötig sein. Bei lehmigen Böden reicht oft ein gründliches Wässern alle zwei bis drei Tage. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau - sie werden Ihnen schon zeigen, wenn sie Durst haben!

Pac Choi düngen: Nährstoffe für üppiges Wachstum

Pac Choi hat einen mittleren Nährstoffbedarf und gedeiht am besten in einem gut vorbereiteten Boden. Hier einige Tipps zur optimalen Versorgung:

Was braucht Pac Choi zum Wachsen?

Vor allem Stickstoff für üppiges Blattwachstum, aber auch Kalium und Phosphor spielen eine wichtige Rolle. Ein ausgewogener Gemüsedünger deckt in der Regel alle Bedürfnisse ab. Achten Sie aber darauf, es nicht zu übertreiben - zu viel des Guten kann auch schaden!

Organisch oder mineralisch düngen?

Beide Methoden haben ihre Berechtigung. Organische Dünger wie gut verrotteter Kompost oder Hornspäne geben Nährstoffe langsam ab und verbessern nebenbei die Bodenstruktur. Mineralische Dünger wirken schneller, erfordern aber eine vorsichtige Dosierung. In meinem Garten nutze ich eine Kombination: Vor der Aussaat arbeite ich Kompost ein und dünge bei Bedarf mit einem flüssigen Bio-Dünger nach. So bekommt der Pac Choi alles, was er braucht, und ich habe ein gutes Gewissen!

Unkraut in Schach halten und mulchen

Unkrautkontrolle ist wichtig, damit Ihr Pac Choi nicht um Nährstoffe und Wasser konkurrieren muss. Jäten Sie regelmäßig, aber vorsichtig - die flachen Wurzeln des Pac Choi nehmen es Ihnen übel, wenn Sie zu grob vorgehen. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und fördert ein gesundes Bodenleben. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Achten Sie darauf, dass der Mulch nicht direkt an den Pflanzenstängeln anliegt. Sonst riskieren Sie Fäulnis, und das wäre doch schade um die schönen Pflanzen!

Mit diesen Pflegetipps sind Sie gut gerüstet für eine reiche Pac Choi-Ernte. Probieren Sie ruhig verschiedene Methoden aus - jeder Garten ist anders, und mit der Zeit werden Sie ein Gefühl dafür entwickeln, was bei Ihnen am besten funktioniert. Viel Spaß beim Gärtnern und guten Appetit!

Erntezeit und Verarbeitung von Pac Choi: Ein kulinarisches Abenteuer

Vom Beet auf den Teller: Erntetipps

Die Ernte von Pac Choi ist wirklich eine Freude für uns Gemüsegärtner. Je nach Sorte und wie wir ihn gepflegt haben, können wir nach etwa 6 bis 8 Wochen ernten. Ein gutes Zeichen ist, wenn die äußeren Blätter ungefähr 15-20 cm lang sind. Wir haben zwei Möglichkeiten zu ernten: Entweder schneiden wir die ganze Pflanze ab oder wir pflücken nur die äußeren Blätter und lassen das Herz für einen Neuaustrieb stehen.

Wenn Sie die ganze Pflanze ernten möchten, schneiden Sie sie knapp über dem Boden ab. Verwenden Sie dabei saubere, scharfe Werkzeuge - das schont die Pflanze und verhindert Verletzungen. Bei der Blatternte pflücken wir vorsichtig die äußeren Blätter ab. So kann das Herzstück weiterwachsen und wir können mehrmals ernten. Das ist besonders praktisch, wenn wir nicht gleich die ganze Pflanze verwerten möchten.

Frisch hält sich's am besten

Frisch geernteter Pac Choi schmeckt natürlich am allerbesten, aber er lässt sich auch ein paar Tage aufbewahren. Wickeln Sie die Pflanzen oder Blätter in ein feuchtes Tuch und lagern Sie sie im Gemüsefach des Kühlschranks. So bleiben sie etwa 3-5 Tage frisch. Vermeiden Sie es, den Pac Choi vor der Lagerung zu waschen - die zusätzliche Feuchtigkeit führt nur zu schnellerem Verderb.

Für eine längere Haltbarkeit eignet sich auch das Einfrieren. Blanchieren Sie dafür die Blätter kurz in kochendem Wasser, schrecken Sie sie in Eiswasser ab und frieren Sie sie portionsweise ein. So können wir auch im Winter unseren selbst angebauten Pac Choi genießen - ein kleines Stück Sommer in der kalten Jahreszeit!

Pac Choi in der Küche: Vielseitig und lecker

Traditionelle asiatische Gerichte

In der asiatischen Küche ist Pac Choi ein echtes Multitalent. Oft wird er in Wok-Gerichten verwendet, wo er kurz angebraten wird und seine knackige Textur behält. Ein klassisches Gericht, das ich besonders mag, ist gebratener Pac Choi mit Knoblauch und Ingwer, serviert als Beilage zu Reis und Fleisch. In Suppen gibt Pac Choi eine leichte Würze und eine angenehme Konsistenz - probieren Sie es aus, Sie werden begeistert sein!

Neue Wege in der Küche

Auch in unserer Küche findet Pac Choi immer mehr Verwendung. Haben Sie ihn schon mal gegrillt probiert? Mit etwas Olivenöl und Zitronensaft beträufelt ist er ein herrlich leichtes Sommergericht. Roh und fein geschnitten passt er wunderbar in Salate und gibt ihnen einen knackigen Biss. Sogar in Smoothies lässt sich Pac Choi verarbeiten - er verleiht ihnen einen milden, leicht pfeffrigen Geschmack. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen, Pac Choi verträgt sich mit vielen Zutaten!

Herausforderungen beim Pac Choi-Anbau und wie wir sie meistern

Kleine Plagegeister und wie wir sie abwehren

Obwohl Pac Choi recht robust ist, kann er von einigen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Zu den häufigsten Problemen gehören:

  • Erdflöhe: Diese kleinen Käfer hinterlassen typische Löcher in den Blättern. Eine Mulchschicht oder Vliesabdeckung kann helfen, sie fernzuhalten.
  • Kohlweißlinge: Ihre Raupen können ganz schön gefräßig sein. Regelmäßiges Absammeln und der Einsatz von Nützlingen wie Schlupfwespen sind gute Gegenmaßnahmen.
  • Schnecken: Besonders junge Pflanzen sind ein Festmahl für sie. Schneckenzäune oder Bierfallen können Abhilfe schaffen.
  • Mehltau: Tritt vor allem bei zu hoher Luftfeuchtigkeit auf. Ausreichender Pflanzabstand und gute Durchlüftung beugen vor.

Bei all diesen Problemen ist es wichtig, dass wir unsere Pflanzen regelmäßig kontrollieren. So können wir frühzeitig eingreifen, bevor größerer Schaden entsteht.

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Pac Choi ist zwar recht anpassungsfähig, stellt aber dennoch einige Ansprüche an das Klima:

  • Hitze: Bei zu hohen Temperaturen neigt Pac Choi zum Schossen. Planen Sie den Anbau für das Frühjahr oder den Herbst oder sorgen Sie für etwas Schatten.
  • Frost: Leichte Fröste werden toleriert, stärkerer Frost kann jedoch zu Schäden führen. Bei Spätfrösten sollten wir die Pflanzen mit Vlies schützen.
  • Starkregen: Kann zu Staunässe führen, die Pac Choi gar nicht mag. Eine gute Drainage des Bodens ist wichtig.

Tipps für eine erfolgreiche Kultur

Um Ihren Pac Choi-Anbau zum Erfolg zu führen, beachten Sie folgende Punkte:

  • Wählen Sie einen halbschattigen Standort - dort fühlt sich Pac Choi am wohlsten.
  • Achten Sie auf eine gleichmäßige Bewässerung, aber vermeiden Sie Staunässe. Pac Choi mag es feucht, aber nicht nass.
  • Düngen Sie maßvoll - zu viel Stickstoff fördert das Schossen.
  • Praktizieren Sie Fruchtfolge, um Bodenmüdigkeit und Krankheiten vorzubeugen.
  • Setzen Sie auf Mischkultur, z.B. mit Zwiebeln oder Karotten. Das hält Schädlinge auf natürliche Weise fern.
  • Ernten Sie regelmäßig - das regt die Pflanzen zu stetigem Nachwuchs an.

Pac Choi: Ein Gemüse mit Zukunft

Pac Choi ist wirklich ein vielseitiges Gemüse. Seine Verwendbarkeit in der Küche, die einfache Kultivierung und der hohe Nährwert machen ihn zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Gemüsegarten. Mit den richtigen Standortbedingungen und etwas Pflege werden wir mit einer guten Ernte belohnt. Ob als knackige Zutat in Salaten, als aromatische Komponente in Wok-Gerichten oder als gesunde Ergänzung zu Smoothies - Pac Choi bietet zahlreiche Möglichkeiten, unsere Mahlzeiten zu bereichern. Geben Sie diesem asiatischen Kohlgemüse eine Chance in Ihrem Garten und lassen Sie sich von seiner Vielfalt überraschen. Mit den hier gegebenen Tipps steht einer erfolgreichen Ernte nichts mehr im Wege. Und wer weiß - vielleicht wird Pac Choi ja bald zu Ihrem neuen Lieblingsgemüse!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Pac Choi und woher stammt dieses asiatische Blattgemüse?
    Pac Choi (Brassica rapa var. chinensis), auch als Bok Choy bekannt, ist ein ursprünglich aus China stammendes Blattgemüse aus der Familie der Kreuzblütler. Die Pflanze wird seit über 1500 Jahren kultiviert und ist eng mit Chinakohl und Senf verwandt. Pac Choi zeichnet sich durch charakteristische löffelförmige, dunkelgrüne Blätter und weiße, saftige Stiele aus. Je nach Sorte bildet er kompakte Rosetten oder längliche Formen. Das Gemüse besticht durch seinen milden, leicht pfeffrigen Geschmack und seine knackige Textur. In der traditionellen chinesischen Medizin wird ihm eine kühlende und entgiftende Wirkung zugeschrieben. Heute ist Pac Choi aus der ostasiatischen Küche nicht wegzudenken und erfreut sich auch in europäischen Gärten zunehmender Beliebtheit. Seine vielseitige Verwendbarkeit macht ihn zum echten Superfood - reich an Vitaminen und Mineralstoffen, eignet er sich für Stir-Fries, Suppen und sogar als knackige Rohkost.
  2. Welche Standortanforderungen hat Pac Choi für optimales Wachstum?
    Pac Choi bevorzugt halbschattige Standorte für optimales Wachstum. Zu viel direkte Sonneneinstrahlung kann zu vorzeitigem Schossen führen und den Geschmack beeinträchtigen. Ideal sind Standorte mit Morgensonne und Nachmittagsschatten. Das Gemüse benötigt einen lockeren, humosen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Schwere, verdichtete Böden sollten mit Kompost oder gut verrottetem Mist verbessert werden. Gleichmäßige Bodenfeuchte ist entscheidend - der Boden sollte stets leicht feucht, aber niemals nass sein. Gute Drainage ist wichtig, da Staunässe nicht vertragen wird. An vollsonnigen Standorten ist besonders auf regelmäßige Bewässerung und Mulchen zu achten. Der Nährstoffbedarf ist moderat, bei guter Bodenvorbereitung ist meist keine zusätzliche Düngung erforderlich. Diese Standortanforderungen machen Pac Choi zu einem dankbaren Gemüse für verschiedene Gartensituationen.
  3. Wie lange dauert die Kulturzeit von Pac Choi bis zur Ernte?
    Die Kulturzeit von Pac Choi bis zur Ernte beträgt nur 6-8 Wochen, was ihn zu einem der schnellwachsenden Blattgemüse im Garten macht. Diese kurze Entwicklungszeit ermöglicht mehrere Ernten pro Saison und macht Pac Choi besonders attraktiv für ungeduldige Gärtner. Je nach Sorte, Witterungsbedingungen und Anbaumethode kann die Kulturzeit leicht variieren. Bei optimalen Bedingungen - ausreichend Feuchtigkeit, passende Temperaturen und guter Nährstoffversorgung - entwickeln sich die Pflanzen besonders zügig. Die kurze Kulturzeit ist auch ein Vorteil für Stadtgärtner mit begrenztem Platz, da schnell Platz für neue Kulturen geschaffen wird. Bereits nach etwa 4 Wochen können die ersten jungen Blätter als Baby Leaf geerntet werden. Die Haupternte erfolgt, wenn die äußeren Blätter eine Länge von 15-20 cm erreicht haben. Diese Schnellwüchsigkeit macht Pac Choi ideal für kontinuierliche Nachsaaten und eine verlängerte Ernteperiode.
  4. Warum lässt sich Pac Choi auch in Kübeln und auf Fensterbänken anbauen?
    Pac Choi eignet sich hervorragend für den Anbau in Kübeln und auf Fensterbänken aufgrund seiner kompakten Wuchsform und geringen Platzansprüche. Das flache Wurzelsystem benötigt nur etwa 20 cm Substrattiefe, wodurch bereits kleinere Gefäße ausreichen. Die kurze Kulturzeit von 6-8 Wochen macht ihn ideal für Container-Gardening. Besonders Mini-Pac-Choi-Sorten und Baby-Leaf-Varianten sind perfekt für die Fensterbank geeignet. Die Pflanzen tolerieren auch weniger optimale Lichtverhältnisse, was den Indoor-Anbau erleichtert. In Kübeln lassen sich Bodenbedingungen, Bewässerung und Nährstoffversorgung gezielt steuern. Diese Flexibilität ermöglicht es Stadtgärtnern und Balkonbesitzern, frisches asiatisches Blattgemüse anzubauen. Der Anbau in Gefäßen bietet zudem besseren Schutz vor Schädlingen und ermöglicht es, die Pflanzen bei extremen Wetterbedingungen zu schützen. Sogar auf der Fensterbank kann ganzjährig geerntet werden.
  5. Welche Kältetoleranz zeigt Pac Choi im Vergleich zu anderen Blattgemüsen?
    Pac Choi zeigt eine bemerkenswerte Kältetoleranz und übertrifft viele andere Blattgemüse in dieser Hinsicht. Das Gemüse verträgt leichte Fröste bis etwa -2°C problemlos und kann bereits im zeitigen Frühjahr ausgesät werden. Diese Frosthärte macht ihn zu einer wertvollen Ergänzung für die Vor- und Nachsaison, wenn empfindlichere Kulturen wie Basilikum oder Zucchini noch nicht angebaut werden können. Im Vergleich zu Salat oder Spinat ist Pac Choi deutlich widerstandsfähiger gegen Kälte. In milden Wintern kann er sogar überwintern und im Frühjahr wieder austreiben. Die Kältetoleranz ermöglicht Aussaaten von April bis August mit Ernten bis in den späten Herbst hinein. Bei stärkerem Frost sollten die Pflanzen allerdings mit Vlies geschützt werden. Diese Eigenschaft macht Pac Choi besonders wertvoll für Gärtner in kühleren Klimazonen und verlängert die Anbausaison erheblich. Die robusten Pflanzen liefern auch bei niedrigen Temperaturen noch zarte, schmackhafte Blätter.
  6. Worin unterscheidet sich Pac Choi von Chinakohl und anderen Kreuzblütlern?
    Pac Choi unterscheidet sich von Chinakohl und anderen Kreuzblütlern hauptsächlich durch seine charakteristische Blattform und Wuchsweise. Während Chinakohl feste, kopfähnliche Strukturen bildet, wächst Pac Choi in offenen Rosetten mit löffelförmigen, dunkelgrünen Blättern und auffallend weißen, fleischigen Stielen. Die Kulturzeit ist mit 6-8 Wochen deutlich kürzer als beim Chinakohl, der 10-12 Wochen benötigt. Geschmacklich ist Pac Choi milder und weniger kohlkrautartig als viele Verwandte. Seine Stiele bleiben auch nach dem Kochen knackig, während die Blätter zart werden. Im Gegensatz zu Grünkohl oder Rosenkohl bildet Pac Choi keine derben Blätter und ist auch roh gut genießbar. Die Pflanze ist weniger anfällig für Kohlhernie als andere Kreuzblütler und zeigt eine bessere Hitzetoleranz als Chinakohl. Diese Eigenschaften machen Pac Choi zu einem einzigartigen Vertreter der Brassica-Familie mit besonderen Anbau- und Verwendungsvorteilen.
  7. Was unterscheidet Bok Choy von anderen Wok-Gemüsen in der asiatischen Küche?
    Bok Choy hebt sich von anderen Wok-Gemüsen durch seine einzigartige Textur und Garzeit ab. Während viele asiatische Gemüse entweder komplett zart oder durchweg fest sind, bietet Bok Choy eine Kombination aus knackigen weißen Stielen und zarten grünen Blättern. Diese Dualität ermöglicht interessante Texturen in Wok-Gerichten. Im Gegensatz zu Chinakohl wird Bok Choy meist nicht fermentiert verwendet, sondern frisch verarbeitet. Seine milden, leicht pfeffrigen Aromen sind subtiler als die von Pak Choi oder chinesischem Brokkoli. Die Garzeiten sind kürzer als bei festem Gemüse wie Karotten oder Bambus, aber länger als bei Blattgemüsen wie Spinat. In der traditionellen chinesischen Küche symbolisiert Bok Choy Wohlstand und wird oft zu Feiertagen serviert. Seine Fähigkeit, Aromen aufzunehmen, ohne den eigenen Geschmack zu verlieren, macht ihn zum idealen Partner für intensive Würzungen mit Sojasauce, Ingwer und Knoblauch. Diese Eigenschaften etablieren Bok Choy als Grundpfeiler der asiatischen Wok-Küche.
  8. Welche Bodenbeschaffenheit und welcher pH-Wert sind optimal für Pac Choi?
    Für optimales Wachstum benötigt Pac Choi einen lockeren, humosen Boden mit guter Drainage und ausreichender Wasserspeicherfähigkeit. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5, wobei ein leicht saurer bis neutraler Bereich bevorzugt wird. Schwere, verdichtete Lehmböden sollten mit Kompost, gut verrottetem Mist oder Sand aufgelockert werden, um die Bodenstruktur zu verbessern. Ein humusreicher Boden fördert das Wachstum und liefert gleichzeitig wichtige Nährstoffe. Die Wasserspeicherfähigkeit ist entscheidend, da Pac Choi gleichmäßige Feuchtigkeit benötigt, aber Staunässe nicht verträgt. Sandige Böden sollten mit organischem Material angereichert werden, um die Wasserhaltekraft zu erhöhen. Der Nährstoffbedarf ist moderat - ein mittlerer Stickstoffgehalt fördert gesundes Blattwachstum ohne übermäßiges Schossen. Bei der Bodenvorbereitung sollte eine etwa 20-30 cm tiefe Lockerung erfolgen, um den flachen Wurzeln optimale Bedingungen zu schaffen. Eine Mulchschicht hilft, die Bodenfeuchte zu regulieren und die Struktur zu erhalten.
  9. Wo kann man hochwertiges Pac Choi Saatgut für den Gemüsegarten kaufen?
    Hochwertiges Pac Choi Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern wie samen.de, die ein breites Sortiment an asiatischen Gemüsesamen führen. Etablierte Online-Gartenshops bieten meist verschiedene Pac Choi-Sorten von bewährten Saatgutherstellern an. Dabei sollten Sie auf Qualitätsmerkmale wie hohe Keimfähigkeit, Sortenreinheit und aktuelle Erntejahre achten. Samen.de als erfahrener Gartenfachhändler führt sowohl klassische als auch moderne Züchtungen und bietet kompetente Beratung zur Sortenauswahl. Lokale Gartencenter haben oft grundlegende Sorten vorrätig, während Online-Anbieter eine größere Sortenvielfalt bieten. Besonders empfehlenswert sind zertifizierte Bio-Samen, die ohne chemische Beizen auskommen. Beim Kauf sollten Sie auf luftdichte Verpackung und deutliche Kennzeichnung mit Aussaatzeit und Haltbarkeit achten. Gartenfachhändler wie samen.de informieren auch über regionale Anpassungen und optimale Anbauzeiten für Ihre Klimazone. Qualitätssaatgut ist die Grundlage für eine erfolgreiche Pac Choi-Kultur.
  10. Welche Kriterien sollten beim Kauf von Bok Choy Samen beachtet werden?
    Beim Kauf von Bok Choy Samen sollten Sie zunächst auf die Keimfähigkeit achten - diese sollte mindestens 80% betragen und aktuell datiert sein. Spezialisierte Anbieter wie samen.de garantieren meist hohe Qualitätsstandards und bieten Keimtests an. Die Sortenauswahl ist entscheidend: Für Anfänger eignen sich robuste Standardsorten, während erfahrene Gärtner auch spezielle Züchtungen ausprobieren können. Bio-zertifizierte Samen sind frei von chemischen Beizen und nachbaubar. Achten Sie auf die Herkunft - europäisches Saatgut ist oft an die lokalen Klimabedingungen angepasst. Die Verpackung sollte luftdicht und lichtgeschützt sein, um die Keimfähigkeit zu erhalten. Gartenfachgeschäfte wie samen.de bieten oft detaillierte Sortenbeschreibungen mit Angaben zu Kulturdauer, Resistenzen und Verwendung. Prüfen Sie das Erntejahr - frisches Saatgut keimt besser als mehrere Jahre altes. Resistenzen gegen Krankheiten wie Kohlhernie können regional wichtig sein. Samen.de und andere Fachkaufleute beraten gezielt zu lokalen Gegebenheiten und optimalen Sorten für Ihren Standort.
  11. Welche botanischen Eigenschaften machen Brassica rapa chinensis besonders?
    Brassica rapa chinensis, der wissenschaftliche Name für Pac Choi, weist mehrere bemerkenswerte botanische Eigenschaften auf. Als Varietät von Brassica rapa gehört sie zu den Kreuzblütlern und zeigt die typische vierzählige Blütenstruktur mit kreuzförmig angeordneten Blütenblättern. Besonders charakteristisch sind die löffelförmigen, dunkelgrünen Blätter mit den weißen, fleischigen Blattstielen. Diese Stiele fungieren als Wasserspeicher und verleihen der Pflanze ihre typische Textur. Das flache, faserige Wurzelsystem ermöglicht schnelle Nährstoffaufnahme und macht die Pflanze ideal für den Containeranbau. Die genetische Vielfalt innerhalb der Art ist bemerkenswert - von kompakten Mini-Sorten bis zu großblättrigen Varianten. Botanisch interessant ist auch die C3-Photosynthese, die bei kühlen Temperaturen effizient arbeitet. Die Pflanze ist selbstkompatibel und kann sich sowohl durch Kreuz- als auch Selbstbestäubung vermehren. Diese Eigenschaften machen Brassica rapa chinensis zu einer robusten, anpassungsfähigen Art mit vielseitigen Anbaumöglichkeiten.
  12. Wie wirkt sich die Zugehörigkeit zu den Kreuzblütlern auf den Anbau aus?
    Die Zugehörigkeit zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae) bringt spezielle Anbauanforderungen mit sich, die beim Pac Choi-Anbau beachtet werden müssen. Kreuzblütler sind anfällig für typische Schädlinge wie Erdflöhe, Kohlweißlinge und die Kohlfliege. Krankheiten wie Kohlhernie, Falscher Mehltau und Schwarzbeinigkeit können problematisch werden. Deshalb ist eine Fruchtfolge von mindestens 3-4 Jahren zu anderen Kreuzblütlern einzuhalten. Der hohe Nährstoffbedarf, besonders an Stickstoff und Kalium, erfordert gut vorbereitete Böden. Positiv wirkt sich die natürliche Produktion von Glucosinolaten aus - diese Schwefelverbindungen verleihen nicht nur den typischen Geschmack, sondern wirken auch als natürliche Abwehrstoffe. Die Familie zeigt generell gute Kältetoleranz, was späte Aussaaten ermöglicht. Mischkulturen mit Nicht-Kreuzblütlern wie Zwiebeln oder Karotten können Schädlingsdruck reduzieren. Die schnelle Entwicklung vieler Kreuzblütler, einschließlich Pac Choi, ermöglicht mehrere Kulturen pro Saison, erhöht aber auch den Wasserbedarf während der Wachstumsphasen.
  13. Welche Rolle spielt Shanghai-Kohl in der traditionellen chinesischen Medizin?
    In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird Shanghai-Kohl, eine Pac Choi-Variante, seit über 1500 Jahren geschätzt und gilt als wichtiges Heilmittel mit kühlenden Eigenschaften. Nach TCM-Lehre wirkt er kühlend und entgiftend auf den Körper und hilft bei übermäßiger Hitze im Organismus. Er wird der Geschmacksrichtung süß-bitter zugeordnet und soll Lunge, Magen und Dickdarm positiv beeinflussen. Shanghai-Kohl gilt als hilfreich bei Entzündungen, Verdauungsproblemen und zur Stärkung des Qi. Die reichlich enthaltenen Glucosinolate unterstützen aus moderner Sicht die Entgiftung der Leber. Traditionell wird er bei Husten, Halsschmerzen und zur Fiebersenkung eingesetzt. In der Fünf-Elemente-Lehre wird er dem Element Metall zugeordnet. Die TCM empfiehlt Shanghai-Kohl besonders in den heißen Sommermonaten zur inneren Kühlung. Moderne Forschung bestätigt viele traditionelle Anwendungen - die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften machen ihn zu einem wertvollen Bestandteil einer gesunden Ernährung, der Ost und West verbindet.
  14. Wie beeinflusst die Photoperiode das Schossverhalten von asiatischem Mangold?
    Die Photoperiode, also die Tageslichtlänge, hat einen entscheidenden Einfluss auf das Schossverhalten von asiatischem Mangold wie Pac Choi. Diese Pflanzen sind sogenannte Langtagpflanzen, die bei zunehmender Tageslichtlänge im Frühjahr und Sommer zum Schossen neigen. Überschreitet die Tageslänge etwa 14-15 Stunden, beginnt die generative Phase und die Pflanzen bilden Blütenstände statt weiterer Blätter. Besonders problematisch sind die langen Tage von Mai bis Juli. Gleichzeitig wirken hohe Temperaturen verstärkend auf das Schossverhalten. Aus diesem Grund ist die Anbauzeit entscheidend - Frühjahrs- und Herbstaussaaten sind oft erfolgreicher. Moderne Züchtungen weisen oft verbesserte Schossresistenz auf. Praktische Gegenmaßnahmen umfassen Beschattung während der heißesten Tagesstunden und die Wahl halbschattiger Standorte. Durch geschickte Anbauplanung mit gestaffelten Aussaaten kann die kritische Langtagphase umgangen werden. Gewächshaus- oder Indoor-Kultur ermöglicht zusätzlich die Kontrolle der Lichtbedingungen und verlängert die Ernteperiode erheblich.
  15. Welche Bewässerungstechniken eignen sich am besten für chinesisches Blattgemüse?
    Für chinesisches Blattgemüse wie Pac Choi eignen sich Bewässerungstechniken, die gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Blattnässe gewährleisten. Tropfbewässerung ist ideal, da sie gezielt die Wurzelzone versorgt und die Blätter trocken hält, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Bodennah geführte Tropfschläuche oder Perlschläuche ermöglichen eine effiziente Wassernutzung. Bei der Handbewässerung sollten Sie eine Gießkanne mit Brause verwenden und bodennah gießen. Wichtig ist die richtige Taktung: häufigeres, moderates Gießen ist besser als seltenes, intensives Wässern. Mulchen mit Stroh oder Grasschnitt reduziert die Verdunstung und hält die Feuchtigkeit konstant. Bei Kübelpflanzen sind Untersetzer oder selbstbewässernde Systeme hilfreich. Vermeiden Sie Überkopfbewässerung, besonders bei warmem Wetter, da dies Pilzbefall fördert. Die beste Gießzeit ist früh morgens, damit überschüssige Feuchtigkeit tagsüber abtrocknen kann. Regenwasser ist ideal, da es weicher ist als Leitungswasser. Bei heißem Wetter kann eine leichte Beschattung den Wasserbedarf reduzieren.
  16. Wie kann Mulchen beim Anbau von Pac Choi optimal eingesetzt werden?
    Mulchen ist beim Pac Choi-Anbau eine wertvolle Technik zur Verbesserung der Anbaubedingungen. Organische Mulchmaterialien wie Stroh, Grasschnitt oder Laub regulieren die Bodentemperatur, halten Feuchtigkeit konstant und unterdrücken Unkraut effektiv. Eine 3-5 cm dicke Mulchschicht sollte etwa 5-10 cm Abstand zum Pflanzenstängel halten, um Fäulnis zu vermeiden. Stroh eignet sich besonders gut, da es luftdurchlässig ist und langsam verrottet. Grasschnitt sollte angetrocknet verwendet werden, um Gärung und Wärmestau zu vermeiden. Mulchen reduziert die Verdunstung um bis zu 70% und macht häufiges Gießen überflüssig. Gleichzeitig werden die flachen Wurzeln vor Temperaturschwankungen geschützt. Beim Abbau des organischen Mulchs werden Nährstoffe freigesetzt und das Bodenleben gefördert. In Kübeln kann auch Rindenmulch oder Kokosfaser verwendet werden. Der Mulch sollte bei der Ernte vorsichtig zur Seite geschoben werden. Nach der Ernte kann das Material als Kompostgrundlage dienen und den Nährstoffkreislauf im Garten schließen.
  17. Stimmt es, dass Pac Choi nur in der asiatischen Küche verwendet werden kann?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum - Pac Choi ist keineswegs nur auf die asiatische Küche beschränkt, sondern zeigt sich äußerst vielseitig in verschiedenen Küchenstilen. Während er traditionell in Wok-Gerichten, Suppen und gedämpft verwendet wird, eignet er sich hervorragend für moderne westliche Küche. Gegrillt mit Olivenöl und Zitrone wird er zu einer mediterran angehauchten Beilage. Roh und fein geschnitten bereichert er Salate mit seinem knackigen Biss und milden Geschmack. In Smoothies verleiht er einen leicht pfeffrigen Akzent und wertvolle Nährstoffe. Als Zutat für Eintöpfe, Pasta oder sogar Pizza zeigt sich seine Anpassungsfähigkeit. Die zarten Blätter können wie Spinat verwendet werden, während die knackigen Stiele eine interessante Textur in verschiedene Gerichte bringen. Auch in der vegetarischen und veganen Küche ist Pac Choi ein geschätzter Ersatz für andere Blattgemüse. Seine kurze Garzeit und der milde Geschmack machen ihn zum idealen Einsteiger-Gemüse für experimentierfreudige Köche aller Küchenrichtungen.
  18. Wann ist die beste Anbauzeit für Pak Choi in deutschen Klimazonen?
    In deutschen Klimazonen sind die optimalen Anbauzeiten für Pak Choi das Frühjahr und der Herbst, da die Pflanze kühle Temperaturen bevorzugt und bei Hitze zum Schossen neigt. Die erste Aussaat kann bereits ab März im geschützten Bereich oder ab April im Freiland erfolgen. Für eine kontinuierliche Ernte sind gestaffelte Aussaaten alle 2-3 Wochen von April bis Mai empfehlenswert. Nach einer Sommerpause können von Juli bis August weitere Aussaaten für die Herbsternte erfolgen. Diese Herbstkulturen profitieren von kühleren Temperaturen und längerer Lagerfähigkeit. In milden Regionen sind sogar Wintersaaten möglich, die mit Vliesschutz überwintert werden können. Die kurze Kulturzeit von 6-8 Wochen ermöglicht mehrere Ernten pro Jahr. Bei der Frühjahrsaussaat sollte auf Spätfröste geachtet werden, während Herbstkulturen oft bis zum ersten Frost geerntet werden können. In Gewächshäusern oder auf der Fensterbank ist ganzjähriger Anbau möglich. Die kühle Witterung in deutschen Klimazonen kommt dem Pac Choi entgegen und ermöglicht auch Sommeranbau in halbschattigen Lagen.
  19. Was sind die Unterschiede zwischen Mini Pac Choi und Shanghai Bok Choy?
    Mini Pac Choi und Shanghai Bok Choy unterscheiden sich in mehreren wichtigen Aspekten, die für Anbau und Verwendung relevant sind. Mini Pac Choi ist eine kompakte Zuchtform, die nur etwa 10-15 cm hoch wird und perfekt für kleine Gärten, Kübel oder die Fensterbank geeignet ist. Shanghai Bok Choy hingegen kann 25-30 cm erreichen und bildet größere, fleischigere Stiele aus. Die Kulturzeit unterscheidet sich ebenfalls: Mini-Sorten sind bereits nach 5-6 Wochen erntereif, während Shanghai Bok Choy 7-8 Wochen benötigt. Geschmacklich ist Mini Pac Choi oft zarter und milder, Shanghai Bok Choy entwickelt intensivere Aromen und knackigere Stiele. Bei der Verwendung eignen sich Mini-Sorten hervorragend für ganze Portionen pro Person, während Shanghai Bok Choy meist geteilt wird. Der Platzbedarf variiert erheblich - Mini-Sorten können auf 10-15 cm Abstand gepflanzt werden, Shanghai Bok Choy benötigt 20-25 cm. Beide Varianten zeigen ähnliche Standortansprüche, aber Mini-Sorten sind oft hitzetoleranter und schossresistenter, was sie für Sommeranbau geeigneter macht.
  20. Wie lässt sich chinesischer Spinat von anderen orientalischen Gemüsen unterscheiden?
    Chinesischer Spinat, oft als Bezeichnung für Pac Choi verwendet, lässt sich durch charakteristische Merkmale von anderen orientalischen Gemüsen unterscheiden. Im Gegensatz zu echtem Spinat (Spinacia oleracea) gehört Pac Choi zur Familie der Kreuzblütler und zeigt deutlich fleischigere, weiße Stiele. Die löffelförmigen, dunkelgrünen Blätter unterscheiden ihn von Chinakohl, der kopfähnliche Strukturen bildet. Verglichen mit asiatischem Senf sind die Blätter weniger gezähnt und milder im Geschmack. Wasserspinat hingegen hat längliche, pfeilförmige Blätter und wächst rankend. Chinesischer Brokkoli bildet deutliche Blütenstände, während Pac Choi in der Blattphase geerntet wird. Die charakteristischen weißen, knackigen Stiele sind das Hauptunterscheidungsmerkmal zu fast allen anderen orientalischen Blattgemüsen. Mizuna zeigt stark gefiederte, zarte Blätter ohne die typischen Pac Choi-Stiele. Geschmacklich ist chinesischer Spinat milder und weniger bitter als viele andere asiatische Gemüse. Diese eindeutigen Merkmale erleichtern die Identifikation und richtige Verwendung in der Küche erheblich.
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