Pac Choi kultivieren: Vom Samen zur Ernte

Pac Choi: Der asiatische Allrounder für Ihren Garten

Pac Choi, auch bekannt als Pak Choi oder Bok Choy, erfreut sich zunehmender Beliebtheit in unseren Gärten. Dieses vielseitige asiatische Blattgemüse besticht durch seinen milden Geschmack und die unkomplizierte Kultivierung. In meinem Garten hat es sich als echte Bereicherung erwiesen.

Wichtige Tipps für erfolgreichen Pac Choi-Anbau

  • Gedeiht am besten an halbschattigen Standorten
  • Bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden
  • Überrascht mit schnellem Wachstum, Ernte meist nach etwa 6 Wochen
  • Benötigt regelmäßige Bewässerung
  • Sollte vor Schädlingen wie Erdflöhen und Kohlweißlingen geschützt werden

Einführung zu Pac Choi

Herkunft und Bedeutung

Die Wurzeln des Pac Choi reichen weit zurück nach China, wo er seit über 1500 Jahren kultiviert wird. In der asiatischen Küche spielt er eine zentrale Rolle. Seit einiger Zeit erobert dieses Gemüse auch europäische Gärten und Küchen, nicht zuletzt wegen seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und des angenehm nussigen Geschmacks.

Botanische Merkmale

Botanisch betrachtet gehört Pac Choi zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist somit ein naher Verwandter unseres heimischen Kohls. Die Pflanze bildet lockere Rosetten aus hellgrünen bis weißlichen, löffelförmigen Blättern mit dicken, saftigen Stielen. Je nach Sorte kann Pac Choi eine Höhe von 15 bis 30 cm erreichen.

Nährwert und gesundheitliche Vorteile

Pac Choi ist nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein Gewinn für die Gesundheit. Er steckt voller Vitamine, besonders Vitamin C und K, sowie Mineralstoffe wie Kalium und Calcium. Darüber hinaus enthält er reichlich Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die möglicherweise entzündungshemmend wirken können. Mit seinem geringen Kaloriengehalt ist Pac Choi auch für figurbewusste Genießer eine ausgezeichnete Wahl.

Standortanforderungen

Lichtverhältnisse

Meiner Erfahrung nach entwickelt sich Pac Choi am prächtigsten an einem halbschattigen Standort. Zu viel direkte Sonne kann zum vorzeitigen Schossen führen, was den Geschmack beeinträchtigt. In meinem Garten habe ich die besten Resultate erzielt, wenn ich Pac Choi zwischen höher wachsenden Pflanzen anbaue, die für natürlichen Schatten sorgen.

Bodenbeschaffenheit

Der ideale Boden für Pac Choi sollte locker, humusreich und gut wasserdurchlässig sein. Schwere, lehmige Böden lassen sich vor der Aussaat mit Sand und Kompost verbessern. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 scheint optimal zu sein. Eine Bodenanalyse kann dabei helfen, die Bedingungen bestmöglich einzustellen.

Temperaturansprüche

Pac Choi überrascht mit seiner Kältetoleranz und kann bereits ab einer Bodentemperatur von 5°C ausgesät werden. Die optimale Wachstumstemperatur liegt zwischen 15°C und 20°C. Bei höheren Temperaturen neigt die Pflanze zum Schossen, weshalb sich der Anbau besonders für das Frühjahr und den Herbst eignet.

Aussaat und Anzucht

Saatgutauswahl

Bei der Auswahl des Saatguts empfiehlt es sich, auf qualitativ hochwertige, möglichst ökologisch erzeugte Samen zu setzen. Es gibt verschiedene Sorten, die sich in Größe, Farbe und Reifezeit unterscheiden. Für Einsteiger haben sich robuste Sorten wie 'Joi Choi' oder 'Mei Qing Choi' bewährt, die verhältnismäßig schossfest sind.

Aussaatzeitpunkt

Pac Choi lässt sich von März bis August aussäen. Für eine kontinuierliche Ernte empfehle ich, alle 2-3 Wochen eine kleine Menge auszusäen. So können Sie sich über einen langen Zeitraum an frischem Gemüse erfreuen. Im Hochsommer sollten Sie die Aussaat jedoch pausieren, da die Pflanzen bei zu hohen Temperaturen schnell in Blüte gehen.

Direktsaat im Freiland

Für die Direktsaat im Freiland lockern Sie den Boden gründlich auf und ziehen flache Rillen mit einem Abstand von etwa 30 cm. Die Samen werden dünn in die Reihen gestreut und leicht mit Erde bedeckt. Achten Sie darauf, dass der Boden gleichmäßig feucht bleibt, bis die Samen gekeimt sind. Nach dem Auflaufen sollten die Pflänzchen auf einen Abstand von 20-25 cm vereinzelt werden.

Anzucht in Töpfen oder Saatschalen

Die Vorkultur in Töpfen oder Saatschalen bietet den Vorteil, dass Sie die Bedingungen besser kontrollieren können. Verwenden Sie hierfür nährstoffarme Anzuchterde und füllen Sie die Gefäße bis etwa 1 cm unter den Rand. Drücken Sie die Samen leicht an und bedecken Sie sie dünn mit Erde. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht und stellen Sie die Gefäße an einen hellen, aber nicht zu sonnigen Ort. Bei einer Temperatur von 18-20°C keimen die Samen in der Regel innerhalb von 5-7 Tagen. Nach etwa 3-4 Wochen können die Jungpflanzen ins Freiland gepflanzt werden.

Mit diesen Grundlagen sind Sie gut gerüstet, um Ihren eigenen Pac Choi anzubauen. In den nächsten Abschnitten erfahren Sie mehr über die richtige Pflege und Ernte dieser vielseitigen Pflanze.

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Bodenvorbereitung und Pflanzung von Pac Choi

Bodenlockerung und -verbesserung

Ein gut vorbereiteter Boden ist der Schlüssel zum Erfolg bei Pac Choi. Graben Sie den Boden etwa 20-30 cm tief um oder fräsen Sie ihn, damit die Wurzeln sich optimal entwickeln können. Ich mische gerne gut verrotteten Kompost unter, was nicht nur die Bodenstruktur verbessert, sondern auch den Humusgehalt erhöht - ein wahrer Segen für diese asiatische Delikatesse.

Düngung vor der Pflanzung

Pac Choi ist kein Nährstoff-Vielfraß, aber eine Grunddüngung vor der Pflanzung kann Wunder bewirken. Vorsicht ist jedoch geboten: Zu viel des Guten, besonders Stickstoff, kann zu üppigem Blattwachstum führen und die Pflanzen anfälliger für ungebetene Gäste machen. In meinem Garten hat sich bewährt, etwa 2-3 Liter gut verrotteten Kompost pro Quadratmeter in die obere Bodenschicht einzuarbeiten.

Pflanzabstände

Beim Pflanzen von Pac Choi gilt: Abstand macht sympathisch. Setzen Sie die Setzlinge etwa 25-30 cm voneinander entfernt in Reihen, die 30-40 cm auseinander liegen. Bei der Direktsaat säen Sie dünn und vereinzeln später auf den empfohlenen Abstand. Diese großzügige Platzierung fördert nicht nur eine gute Luftzirkulation, sondern hält auch lästige Pilzerkrankungen in Schach.

Einpflanzen von Jungpflanzen

Beim Einpflanzen von Pac Choi-Jungpflanzen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Diese kleinen Kerlchen haben ein empfindliches Wurzelsystem. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwas größer als der Wurzelballen ist, und setzen Sie die Pflanze so ein, dass der Wurzelhals bündig mit der Erdoberfläche abschließt. Ein sanftes Andrücken der Erde und gründliches Angießen sorgen für einen guten Start. Ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung: Ein leichtes Anhäufeln nach dem Einsetzen verleiht den Pflanzen zusätzliche Stabilität.

Pflege während der Wachstumsphase

Bewässerung

Pac Choi liebt es feucht, aber nicht nass - eine Gratwanderung, die etwas Aufmerksamkeit erfordert. Zu wenig Wasser führt zu bitterem Geschmack und vorzeitigem Schossen, während Staunässe Wurzelfäule begünstigt. Es braucht also ein gewisses Fingerspitzengefühl, um die richtige Balance zu finden.

Wasserbedarf

Der Durst von Pac Choi variiert je nach Wachstumsphase und Wetterlage. In der Regel gönne ich meinen Pflanzen etwa 15-20 Liter pro Quadratmeter und Woche. Bei Hitze und Trockenheit kann der Bedarf auf bis zu 25-30 Liter steigen. Es lohnt sich, ein wachsames Auge auf die Pflanzen zu haben und bei Bedarf nachzujustieren.

Bewässerungstechniken

Für Pac Choi hat sich eine bodennahe Bewässerung als Königsweg erwiesen. Tröpfchenbewässerung oder gezieltes Gießen direkt am Boden halten die Blätter trocken und beugen Pilzerkrankungen vor. Ich gieße vorzugsweise morgens, damit die Pflanzen den Tag über ausreichend versorgt sind und überschüssige Feuchtigkeit bis zum Abend verdunsten kann.

Düngung

Eine ausgewogene Ernährung ist nicht nur für uns Menschen wichtig - auch Pac Choi profitiert davon enorm.

Nährstoffbedarf

Pac Choi hat einen mittleren Appetit auf Nährstoffe. Besonders wichtig sind Stickstoff für üppiges Blattwachstum und Kalium für den Geschmack. Auch Magnesium spielt eine wichtige Rolle für die Blattgrünbildung. Es ist wie bei einem guten Rezept - die richtige Mischung macht's.

Organische vs. mineralische Düngung

Bei der Düngung von Pac Choi kann man zwischen organischen und mineralischen Düngern wählen - oder beides kombinieren. Organische Dünger wie Kompost oder gut verrotteter Mist sind wahre Alleskönner: Sie verbessern langfristig die Bodenstruktur und liefern Nährstoffe. Mineralische Dünger wirken schneller, aber ohne die langfristigen Bodeneffekte. In meinem Garten setze ich auf eine Kombination: Eine Grunddüngung mit Kompost vor der Pflanzung und bei Bedarf eine Nachdüngung mit einem ausgewogenen organischen Flüssigdünger während der Wachstumsphase.

Unkrautbekämpfung

Regelmäßiges, vorsichtiges Hacken oder Jäten ist das A und O, um unerwünschte Konkurrenz fernzuhalten. Dabei ist Vorsicht geboten, denn die flachen Wurzeln von Pac Choi sind empfindlich. Eine clevere Alternative, die ich gerne nutze, ist das Mulchen mit organischem Material wie Rasenschnitt oder Stroh. Das unterdrückt nicht nur Unkraut, sondern hält den Boden auch schön feucht.

Mulchen

Mulchen ist für Pac Choi wie eine Wellnesskur. Es reduziert die Wasserverdunstung, hält Unkraut in Schach und sorgt für angenehm kühlen Boden. Organisches Mulchmaterial wie Stroh oder Grasschnitt hat den zusätzlichen Vorteil, dass es sich im Laufe der Zeit zersetzt und die Bodenstruktur verbessert. Eine Mulchschicht von etwa 5 cm Dicke reicht in der Regel aus. Ein kleiner, aber wichtiger Tipp: Achten Sie darauf, dass das Mulchmaterial nicht direkt den Pflanzenstängel berührt, um Fäulnis zu vermeiden.

Schädlinge und Krankheiten bei Pac Choi erfolgreich bekämpfen

Obwohl Pac Choi grundsätzlich recht robust ist, kann er dennoch von einigen Schädlingen und Krankheiten heimgesucht werden. Im Laufe der Jahre habe ich einige Strategien entwickelt, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Hier teile ich meine Erfahrungen mit den häufigsten Problemen und wie Sie sie in den Griff bekommen können.

Häufige Schädlinge bei Pac Choi

Erdflöhe

Diese winzigen Springkünstler können besonders jungen Pac Choi-Pflanzen zusetzen. Sie hinterlassen charakteristische kleine Löcher in den Blättern, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch das Wachstum beeinträchtigen kann.

Tipp: Das Ausstreuen von Holzasche oder das Abdecken des Bodens mit einem Vlies hat sich bewährt. In meinem Garten setze ich gerne Algenkalk ein – er hält nicht nur die Erdflöhe fern, sondern verbessert nebenbei auch noch die Bodenqualität.

Kohlweißlinge

Die Raupen dieser Schmetterlinge können erstaunlich schnell ganze Blätter kahl fressen. Tückisch ist, dass die Eier oft unbemerkt an der Blattunterseite abgelegt werden.

Gegenmaßnahme: Regelmäßiges Kontrollieren der Blattunterseiten und manuelles Entfernen der Eier oder Raupen ist zwar etwas mühsam, aber effektiv. Alternativ können feinmaschige Netze einen Befall von vornherein verhindern.

Schnecken

Diese nachtaktiven Feinschmecker können eine Pac Choi-Pflanze über Nacht regelrecht verschwinden lassen. Besonders nach Regenfällen oder in feuchten Perioden sind sie auf Beutezug.

Bekämpfung: Ich schwöre auf natürliche Barrieren wie Schneckenzäune oder Streifen aus Sägemehl um die Beete. Auch Bierfallen haben sich in meinem Garten bewährt, um die Schneckenpopulation in Schach zu halten.

Krankheiten und ihre Prävention

Kohlhernie

Diese tückische Pilzerkrankung verursacht Wucherungen an den Wurzeln und kann das Wachstum massiv beeinträchtigen. Befallene Pflanzen welken trotz ausreichender Bewässerung dahin.

Vorbeugung: Eine durchdachte Fruchtfolge ist hier das A und O. Vermeiden Sie es, Pac Choi häufiger als alle vier Jahre am gleichen Standort anzubauen. Da der Erreger saure Böden liebt, kann eine gezielte Kalkung des Bodens Wunder wirken.

Falscher Mehltau

Dieser Pilz macht sich durch gelbliche Flecken auf der Blattoberseite und einen gräulichen Belag auf der Unterseite bemerkbar. Bei starkem Befall können ganze Blätter absterben.

Gegenmittel: Gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzen und Vermeidung von Überkopfbewässerung sind hier entscheidend. In meinem Garten habe ich überraschend gute Erfahrungen mit Schachtelhalmbrühe als vorbeugendes Spritzmittel gemacht.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Als überzeugte Anhängerin des naturnahen Gärtnerns setze ich auf biologische Methoden zur Schädlingsbekämpfung. Hier einige Strategien, die sich in meinem Garten bewährt haben:

  • Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen lassen sich durch geeignete Begleitpflanzen gezielt fördern.
  • Neemöl oder Pyrethrum-Präparate sind biologisch abbaubar und können bei akutem Befall helfen.
  • Eine verdünnte Schmierseifenlösung wirkt Wunder gegen Blattläuse und andere saugende Insekten.
  • Knoblauch oder Zwiebeln zwischen den Pac Choi-Reihen gepflanzt, können viele Schädlinge abschrecken.

Vorbeugende Maßnahmen

Wie so oft im Leben gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als heilen. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre Pac Choi-Pflanzen von Anfang an stärken können:

  • Entscheiden Sie sich für widerstandsfähige Sorten – manchmal ist die Wahl der richtigen Sorte schon der halbe Erfolg.
  • Optimale Standortbedingungen mit guter Drainage sind das Fundament für gesunde Pflanzen.
  • Eine regelmäßige, aber maßvolle Düngung mit Kompost oder Hornspänen stärkt die Pflanzen auf natürliche Weise.
  • Mulchen Sie den Boden – das hält nicht nur die Feuchtigkeit, sondern erschwert auch vielen Schädlingen den Zugang.
  • Eine durchdachte Rotation der Anbauflächen kann vielen Krankheiten vorbeugen.

Mit diesen Maßnahmen sollten Sie gut gerüstet sein, um die gängigsten Schädlinge und Krankheiten bei Pac Choi in den Griff zu bekommen. Letztendlich sind ein gesunder Boden und vitale Pflanzen die beste Versicherung für eine erfolgreiche Ernte.

Ernte und Lagerung von Pac Choi

Nach all der Pflege und Aufmerksamkeit, die Sie Ihren Pac Choi-Pflanzen gewidmet haben, kommt nun der Moment der Wahrheit: die Ernte. Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihren Pac Choi richtig ernten und aufbewahren.

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte

Der optimale Erntezeitpunkt ist entscheidend für Geschmack und Textur. In der Regel ist Pac Choi etwa 6-8 Wochen nach der Aussaat erntereif. Achten Sie auf diese Anzeichen:

  • Die äußeren Blätter sollten eine Länge von 15-20 cm erreicht haben.
  • Der Strunk fühlt sich fest und kompakt an.
  • Die Blätter sind saftig grün und knackig.

Tipp: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Pac Choi am besten schmeckt, wenn man ihn früh am Morgen erntet, solange die Blätter noch vom Tau benetzt sind. So bleibt das Gemüse länger frisch und knackig.

Wie man Pac Choi erntet

Es gibt zwei Hauptmethoden, Pac Choi zu ernten:

Die ganze Pflanze ernten

Hierbei schneiden Sie die gesamte Pflanze knapp über dem Boden ab. Diese Methode eignet sich besonders, wenn Sie den Pac Choi sofort verarbeiten möchten.

Blätter einzeln ernten

Bei dieser Methode pflücken Sie nach und nach die äußeren Blätter. So kann die Pflanze weiterwachsen, und Sie haben über einen längeren Zeitraum frisches Gemüse.

Mein persönlicher Tipp: Ich bevorzuge die zweite Methode, da sie mir erlaubt, über Wochen hinweg frischen Pac Choi zu genießen. Dabei achte ich darauf, immer einige innere Blätter stehen zu lassen, damit die Pflanze sich regenerieren kann.

Frischen Pac Choi richtig lagern

Um Ihren Pac Choi möglichst lange frisch zu halten, bewahren Sie ihn am besten so auf:

  • Waschen Sie die Blätter vorsichtig und trocknen Sie sie gründlich ab.
  • Wickeln Sie die Blätter locker in ein leicht feuchtes Küchentuch.
  • Legen Sie sie in einen Plastikbeutel und bewahren Sie sie im Gemüsefach des Kühlschranks auf.

So gelagert hält sich Pac Choi etwa 3-5 Tage. Vermeiden Sie es, die Blätter zu quetschen oder zu drücken, da sie sonst schneller verderben können.

Pac Choi haltbar machen

Falls Sie mehr geerntet haben, als Sie frisch verbrauchen können, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Pac Choi haltbar zu machen:

Einfrieren

Blanchieren Sie die Blätter kurz in kochendem Wasser, schrecken Sie sie in Eiswasser ab und frieren Sie sie portionsweise ein. So halten sie sich bis zu 6 Monate und sind immer griffbereit für eine schnelle Mahlzeit.

Fermentieren

Pac Choi eignet sich hervorragend zum Fermentieren. Schneiden Sie ihn in Streifen, mischen Sie ihn mit Salz und anderen Gewürzen und lassen Sie ihn in einem Gärtopf fermentieren. Das Ergebnis ist ein leckeres, probiotisches Gemüse, das sich gekühlt mehrere Monate hält.

Trocknen

Obwohl es nicht die gängigste Methode ist, kann man Pac Choi durchaus trocknen. Die getrockneten Blätter eignen sich gut für Suppen oder können zu einem Gewürzpulver verarbeitet werden.

Mein Geheimtipp: Eine meiner Lieblingsvarianten sind Pac Choi-Chips. Dafür bestreiche ich die Blätter mit etwas Öl, würze sie nach Geschmack und trockne sie bei niedriger Temperatur im Ofen. Das Ergebnis ist ein gesunder und überraschend leckerer Snack!

Mit diesen Methoden können Sie sicherstellen, dass Sie das ganze Jahr über von Ihrer Pac Choi-Ernte profitieren. Ob frisch aus dem Garten oder konserviert - dieses vielseitige Gemüse wird Ihre Küche mit Sicherheit bereichern.

Gefäße und Balkone: Der ideale Ort für Pac Choi

Wenn Sie keinen Garten haben, kein Problem! Pac Choi gedeiht prächtig in Gefäßen und auf dem Balkon. Hier ein paar Erkenntnisse, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe:

Welche Gefäße eignen sich?

Pac Choi ist erstaunlich genügsam, was den Platz angeht. Töpfe oder Kästen mit einer Tiefe von 15-20 cm und einem Durchmesser von mindestens 20 cm reichen völlig aus. Pro Pflanze sollten Sie etwa 3-4 Liter Volumen einplanen - das ist weniger, als man denkt!

Besondere Pflege für Topfkulturen

  • Greifen Sie zu nährstoffreicher, lockerer Erde - Ihr Pac Choi wird es Ihnen danken.
  • Gute Drainage ist das A und O - stehende Nässe mag niemand, auch kein Pac Choi.
  • Gießen Sie regelmäßig, aber lassen Sie die Erde zwischendurch leicht abtrocknen.
  • Alle 2-3 Wochen eine Portion Flüssigdünger sorgt für kräftiges Wachstum.
  • Ein halbschattiger Platz ist ideal - zu viel pralle Sonne und Ihr Pac Choi wird schnell müde.

Welche Sorten eignen sich besonders für den Balkon?

Aus eigener Erfahrung kann ich kompakte Sorten wie 'Green Fortune' oder 'Joi Choi' wärmstens empfehlen. Sie bleiben schön kompakt, liefern aber trotzdem eine Fülle knackiger Blätter.

Pac Choi durchs Jahr: Saisonale Anbauplanung

Eine der Stärken von Pac Choi ist seine Vielseitigkeit - Sie können ihn praktisch das ganze Jahr über anbauen. Allerdings gibt es je nach Jahreszeit ein paar Kniffe zu beachten:

Frühjahrsfreuden

Sobald der März ins Land zieht, können Sie loslegen. Säen Sie direkt ins Freiland, aber seien Sie wachsam: Bei Frostgefahr ein Vlies über die Beete, und Ihre Pflänzchen bleiben mollig warm. Mit etwas Glück können Sie schon ab Mai ernten.

Sommerliche Herausforderungen

Im Hochsommer neigt Pac Choi zum Schossen - er will eben auch mal hoch hinaus. Wählen Sie hitzetolerante Sorten und gönnen Sie den Pflanzen einen Platz im Halbschatten. Und vergessen Sie das Gießen nicht, jetzt ist es besonders wichtig!

Herbstlicher Genuss

Für eine Herbsternte säen Sie von Juli bis August aus. Die milderen Temperaturen kommen Pac Choi sehr entgegen, und Sie können sich bis in den späten Herbst hinein an frischem Gemüse erfreuen.

Winterschlaf? Nicht unbedingt!

In milden Regionen kann Pac Choi draußen überwintern. Ein bisschen Schutz in Form von Vlies oder Stroh, und er trotzt selbst frostigen Temperaturen. Im Gewächshaus fühlt er sich ohnehin pudelwohl.

Pac Choi in der Küche: Ein kulinarisches Abenteuer

Pac Choi ist nicht nur im Garten ein Allrounder, sondern auch in der Küche. Lassen Sie uns ein wenig in die Welt der Aromen eintauchen:

Gesund und lecker

Pac Choi ist ein echtes Kraftpaket: kalorienarm, aber vollgepackt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders Vitamin C, Kalium und Folsäure sind reichlich vorhanden. Geschmacklich überrascht er mit einer mild-würzigen Note und einem Hauch von Senf - eine spannende Komposition!

Vielfältige Zubereitung

  • Roh in Salaten oder Smoothies bringt er eine knackige Frische.
  • Sanft gedünstet entfaltet er sein volles Aroma als Beilage.
  • Kurz angebraten im Wok - ein Klassiker der asiatischen Küche.
  • Gegrillter Pac Choi? Unbedingt probieren, eine sommerliche Offenbarung!

Inspirationen für Ihre Küche

Pac Choi harmoniert wunderbar mit asiatischen Gewürzen. Versuchen Sie mal gebratenen Pac Choi mit einem Hauch Sesamöl und einem Spritzer Sojasauce - himmlisch! Oder wie wäre es mit einer cremigen Pac Choi-Suppe, verfeinert mit Kokosmilch und roten Linsen? Die Möglichkeiten sind endlos!

Fazit: Pac Choi - Ein Gemüse, das begeistert

Ob Sie nun erfahrener Gärtner sind oder gerade erst anfangen: Pac Choi ist ein dankbarer Begleiter. Seine kurze Kulturzeit und die Vielseitigkeit in der Küche machen ihn zu einem echten Gewinn für jeden Garten oder Balkon. Mit ein bisschen Pflege und den richtigen Tipps werden Sie garantiert viel Freude an dieser faszinierenden asiatischen Kohlsorte haben. Also, worauf warten Sie noch? Auf in das Pac Choi-Abenteuer!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Pac Choi und woher stammt dieses asiatische Blattgemüse?
    Pac Choi, auch bekannt als Pak Choi oder Bok Choy, ist ein vielseitiges asiatisches Blattgemüse aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Die Wurzeln des Pac Choi reichen weit zurück nach China, wo er seit über 1500 Jahren kultiviert wird. In der asiatischen Küche spielt er eine zentrale Rolle. Botanisch gesehen ist er ein naher Verwandter unseres heimischen Kohls. Die Pflanze bildet lockere Rosetten aus hellgrünen bis weißlichen, löffelförmigen Blättern mit dicken, saftigen Stielen. Je nach Sorte kann Pac Choi eine Höhe von 15 bis 30 cm erreichen. Seit einiger Zeit erobert dieses Gemüse auch europäische Gärten und Küchen, nicht zuletzt wegen seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und des angenehm nussigen, mild-würzigen Geschmacks mit einem Hauch von Senf.
  2. Welche Standortanforderungen benötigt Pak Choi für optimales Wachstum?
    Pak Choi entwickelt sich am besten an einem halbschattigen Standort, da zu viel direkte Sonne zum vorzeitigen Schossen führen kann. Der ideale Boden sollte locker, humusreich und gut wasserdurchlässig sein. Schwere, lehmige Böden lassen sich vor der Aussaat mit Sand und Kompost verbessern. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 ist optimal. Pak Choi überrascht mit seiner Kältetoleranz und kann bereits ab einer Bodentemperatur von 5°C ausgesät werden. Die optimale Wachstumstemperatur liegt zwischen 15°C und 20°C. Bei höheren Temperaturen neigt die Pflanze zum Schossen, weshalb sich der Anbau besonders für das Frühjahr und den Herbst eignet. Eine gute Luftzirkulation und regelmäßige, gleichmäßige Bewässerung sind weitere wichtige Faktoren für erfolgreiches Wachstum.
  3. Wie erfolgt die richtige Aussaat und Anzucht von Bok Choy?
    Bok Choy lässt sich sowohl durch Direktsaat im Freiland als auch durch Vorkultur in Töpfen anziehen. Für die Direktsaat lockern Sie den Boden gründlich auf und ziehen flache Rillen mit 30 cm Abstand. Die Samen werden dünn ausgestreut und leicht mit Erde bedeckt. Nach dem Auflaufen auf 20-25 cm Abstand vereinzeln. Bei der Vorkultur verwenden Sie nährstoffarme Anzuchterde in Töpfen oder Saatschalen. Die Samen leicht andrücken, dünn mit Erde bedecken und bei 18-20°C aufstellen. Die Keimung erfolgt in 5-7 Tagen. Die Erde gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden. Nach 3-4 Wochen können die Jungpflanzen ins Freiland gepflanzt werden. Die Aussaatzeit erstreckt sich von März bis August, wobei alle 2-3 Wochen kleine Mengen für kontinuierliche Ernte gesät werden sollten.
  4. Warum ist die kurze Kulturzeit von 6-8 Wochen bei Pac Choi so vorteilhaft?
    Die kurze Kulturzeit von 6-8 Wochen macht Pac Choi zu einem echten Allrounder im Gemüsegarten. Diese Eigenschaft ermöglicht mehrere Ernten pro Saison und eine flexible Anbauplanung. Gärtner können kontinuierlich alle 2-3 Wochen nachsäen und sich so über einen langen Zeitraum an frischem Gemüse erfreuen. Die schnelle Entwicklung eignet sich perfekt für die Mischkultur und als Lückenfüller zwischen anderen Kulturen. Besonders vorteilhaft ist dies für Balkon- und Kleingärtner mit begrenztem Platz, die mehrmals im Jahr dieselbe Fläche nutzen können. Die kurze Kulturzeit reduziert auch das Risiko von Schädlings- und Krankheitsbefall, da die Pflanzen weniger Zeit im Beet verbringen. Zudem können Gärtner schnell experimentieren und bei Misserfolg kurzfristig nachbessern, ohne eine ganze Saison zu verlieren.
  5. Eignet sich asiatisches Kohlgemüse auch für den Balkonanbau in Töpfen?
    Ja, asiatisches Kohlgemüse wie Pac Choi eignet sich hervorragend für den Balkonanbau in Töpfen. Durch seine kompakte Wuchsform und das geringe Platzangebot benötigt er nur Töpfe mit 15-20 cm Tiefe und mindestens 20 cm Durchmesser. Pro Pflanze sollten etwa 3-4 Liter Volumen eingeplant werden. Besonders empfehlenswert sind kompakte Sorten wie 'Green Fortune' oder 'Joi Choi', die schön kompakt bleiben aber dennoch eine Fülle knackiger Blätter liefern. Wichtig ist nährstoffreiche, lockere Erde und gute Drainage, da stehende Nässe schädlich ist. Ein halbschattiger Platz ist ideal, da zu viel pralle Sonne die Pflanzen zum Schossen bringt. Die Bewässerung sollte regelmäßig erfolgen, wobei die Erde zwischendurch leicht abtrocknen darf. Alle 2-3 Wochen empfiehlt sich eine Düngung mit Flüssigdünger für kräftiges Wachstum.
  6. Worin unterscheidet sich Pak Choi von anderen Kreuzblütlern wie Chinakohl oder Kohlrabi?
    Pak Choi unterscheidet sich von anderen Kreuzblütlern hauptsächlich in seiner Wuchsform und Textur. Während Chinakohl feste, geschlossene Köpfe bildet, entwickelt Pak Choi lockere Rosetten aus löffelförmigen Blättern mit charakteristischen dicken, saftigen Stielen. Diese Stiele sind das markanteste Merkmal und haben eine fleischige, knackige Konsistenz. Im Gegensatz zu Kohlrabi, der eine verdickte Knolle ausbildet, bleibt Pak Choi oberirdisch und entwickelt keine Speicherorgane. Geschmacklich ist Pak Choi milder als viele andere Kreuzblütler und hat eine angenehm nussige Note mit einem leichten Senfgeschmack. Die Kulturzeit ist mit 6-8 Wochen deutlich kürzer als bei Kohlrabi oder Chinakohl. Auch die Verwendung in der Küche unterscheidet sich: Pak Choi wird meist komplett verwendet - sowohl Blätter als auch Stiele - und eignet sich besonders für die asiatische Küche.
  7. Welche Gemeinsamkeiten haben Pac Choi und Brokkoli als Mitglieder der Brassicaceae-Familie?
    Als Mitglieder der Brassicaceae-Familie teilen Pac Choi und Brokkoli mehrere wichtige Eigenschaften. Beide bevorzugen ähnliche Standortbedingungen mit lockeren, humusreichen Böden und einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Sie gedeihen bei kühlen bis mäßig warmen Temperaturen am besten und neigen bei zu großer Hitze zum Schossen. Beide Kulturen sind anfällig für typische Kreuzblütler-Schädlinge wie Kohlweißlinge, Erdflöhe und Schnecken sowie für Krankheiten wie Kohlhernie oder Falschen Mehltau. In der Fruchtfolge müssen beide Kulturen gleich behandelt werden - eine Anbaupause von mindestens vier Jahren auf derselben Fläche ist empfehlenswert. Nutritiv betrachtet sind beide reich an Vitamin C und K sowie wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Auch die Kultivierungsansprüche ähneln sich: regelmäßige Bewässerung, Schutz vor extremen Temperaturen und eine ausgewogene Nährstoffversorgung sind für beide Kulturen essentiell.
  8. Welche Nährstoffe und Vitamine machen Bok Choy zu einem gesunden Gemüse?
    Bok Choy ist ein wahres Kraftpaket an Nährstoffen und verdient seinen Ruf als Superfood. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin C, das das Immunsystem stärkt und als natürliches Antioxidans wirkt. Vitamin K ist ebenfalls reichlich vorhanden und unterstützt die Knochengesundheit und Blutgerinnung. Unter den Mineralstoffen sticht Kalium hervor, das wichtig für Herzfunktion und Blutdruckregulation ist. Calcium trägt zur Knochengesundheit bei, während Folsäure besonders für schwangere Frauen von Bedeutung ist. Bok Choy enthält zudem reichlich Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die möglicherweise entzündungshemmend wirken können. Mit seinem geringen Kaloriengehalt ist er auch für figurbewusste Genießer eine ausgezeichnete Wahl. Die Kombination aus hoher Nährstoffdichte bei gleichzeitig niedrigem Kaloriengehalt macht Bok Choy zu einem idealen Gemüse für eine gesunde, ausgewogene Ernährung.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertiges Pac Choi Saatgut kaufen?
    Qualitativ hochwertiges Pac Choi Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die sich auf Gemüsesaatgut spezialisiert haben. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an bewährten Sorten und können kompetent beraten, welche Varietäten sich für Ihre Anbaubedingungen am besten eignen. Online-Gartenshops haben oft ein größeres Sortiment und detaillierte Sortenbeschreibungen verfügbar. Auch gut sortierte Gartencenter führen häufig Pac Choi Saatgut, wobei die Auswahl vor Ort meist begrenzter ist. Bio-Gärtnereien und spezialisierte Versandhändler für asiatisches Gemüse bieten oft seltene oder besonders robuste Sorten an. Wichtig ist, auf die Herkunft des Saatguts zu achten - deutsche oder europäische Produzenten gewährleisten meist bessere Qualitätsstandards und Anpassung an unsere Klimabedingungen. Achten Sie beim Kauf auf Keimfähigkeitsangaben und bevorzugen Sie nach Möglichkeit ökologisch erzeugtes Saatgut.
  10. Welche Auswahlkriterien sollten beim Kauf von asiatischen Gemüsesamen beachtet werden?
    Beim Kauf von asiatischen Gemüsesamen sollten Sie mehrere wichtige Kriterien beachten. Die Keimfähigkeit und das Mindesthaltbarkeitsdatum sind grundlegende Qualitätsmerkmale - frisches Saatgut mit hoher Keimrate ist essentiell. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de achten auf optimale Lagerbedingungen und bieten meist Keimfähigkeitsgarantien. Wählen Sie nach Möglichkeit Sorten, die an mitteleuropäische Klimabedingungen angepasst sind, da diese robuster und erfolgreicher gedeihen. Bio-Saatgut ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Achten Sie auf Sortenbeschreibungen bezüglich Schossfestigkeit, Kulturzeit und Hitzetoleranz - besonders wichtig bei asiatischen Gemüsesorten. Die Herkunft des Saatguts sollte nachvollziehbar sein, deutsche oder europäische Züchtungen sind meist besser an unser Klima adaptiert. Berücksichtigen Sie auch Ihre Anbaubedingungen: Für Balkonkulturen eignen sich kompakte Sorten, für den Freilandanbau robuste Varietäten.
  11. Wie beeinflusst die Zugehörigkeit zur Kreuzblütler-Familie die Fruchtfolge im Gemüsegarten?
    Die Zugehörigkeit zur Kreuzblütler-Familie hat erheblichen Einfluss auf die Fruchtfolgeplanung im Gemüsegarten. Alle Brassicaceae-Arten, einschließlich Pac Choi, sollten maximal alle vier Jahre auf derselben Fläche angebaut werden. Diese Anbaupause ist entscheidend, um bodenbürtige Krankheiten wie Kohlhernie zu verhindern, die sich im Boden ansammeln und alle Kreuzblütler befallen können. Nach Pac Choi eignen sich Kulturen aus anderen Pflanzenfamilien wie Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen), Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika) oder Doldenblütler (Möhren, Petersilie) als Nachkultur. Eine durchdachte Fruchtfolge verhindert auch die Ansammlung spezifischer Schädlinge wie Kohlweißlinge oder Erdflöhe. Zusätzlich kann eine gezielte Bodenverbesserung zwischen den Kreuzblütler-Kulturen durch Gründüngung oder Kompostgaben den Boden regenerieren. Die Einhaltung der Fruchtfolge ist eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen für gesunde Pflanzen und reiche Ernten.
  12. Welche Rolle spielt die Bodentemperatur bei der erfolgreichen Keimung von Pak Choi?
    Die Bodentemperatur spielt eine entscheidende Rolle für die erfolgreiche Keimung von Pak Choi. Die Samen können bereits ab einer Mindestbodentemperatur von 5°C ausgesät werden, was Pak Choi zu einem der kältetolerantesten Gemüse macht. Optimal für die Keimung sind Bodentemperaturen zwischen 15°C und 20°C - bei diesen Bedingungen keimen die Samen zuverlässig innerhalb von 5-7 Tagen. Bei niedrigeren Temperaturen verzögert sich die Keimung erheblich, kann aber noch bei 8-10°C erfolgen, dauert dann jedoch 2-3 Wochen. Zu hohe Bodentemperaturen über 25°C können die Keimfähigkeit beeinträchtigen und zu ungleichmäßigem Auflaufen führen. Die Bodentemperatur beeinflusst auch die weitere Entwicklung: Bei optimalen Temperaturen entwickeln sich kräftige, gleichmäßige Jungpflanzen. Ein Bodentherometer hilft dabei, den idealen Aussaatzeitpunkt zu bestimmen und die Erfolgsrate zu maximieren.
  13. Warum neigt asiatisches Blattgemüse bei hohen Temperaturen zum Schossen?
    Das Schossen bei hohen Temperaturen ist ein natürlicher Überlebensmechanismus asiatischer Blattgemüse wie Pac Choi. Diese Pflanzen stammen ursprünglich aus gemäßigten Klimazonen und sind evolutionär an kühlere Bedingungen angepasst. Bei Temperaturen über 25°C interpretiert die Pflanze dies als Stresssignal und aktiviert ihr Fortpflanzungsprogramm - sie bildet schnell Blütenstände und Samen, um ihre Art zu erhalten. Lange Tage in Kombination mit hohen Temperaturen verstärken diesen Effekt zusätzlich. Beim Schossen werden die Blätter bitter und die Stiele hart und faserig, was die Ernte ungenießbar macht. Zusätzlich investiert die Pflanze ihre gesamte Energie in die Blüten- und Samenbildung, wodurch das Blattwachstum eingestellt wird. Dieser Mechanismus erklärt, warum Pac Choi besonders im Frühjahr und Herbst bei milderen Temperaturen optimal gedeiht und im Hochsommer oft Anbauprobleme auftreten.
  14. Welche biologischen Schädlingsbekämpfungsmethoden funktionieren bei Kohlgemüse besonders gut?
    Bei Kohlgemüse wie Pac Choi haben sich verschiedene biologische Schädlingsbekämpfungsmethoden bewährt. Nützlingsförderung ist eine der effektivsten Strategien: Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen bekämpfen natürlich Blattläuse und andere saugende Insekten. Diese lassen sich durch geeignete Begleitpflanzen wie Dill, Fenchel oder Ringelblumen anlocken. Neemöl wirkt als natürliches Insektizid gegen verschiedene Schädlinge und ist biologisch abbaubar. Schmierseifenlösungen helfen effektiv gegen Blattläuse. Physische Barrieren wie feinmaschige Kulturschutznetze halten Kohlweißlinge, Kohlfliegen und andere fliegende Schädlinge fern. Algenkalk oder Holzasche gestreut um die Pflanzen wirkt gegen Erdflöhe und Schnecken. Knoblauch- oder Zwiebelpflanzungen zwischen den Reihen schrecken viele Schädlinge ab. Schachtelhalmbrühe als Spritzmittel stärkt die Pflanzen und beugt Pilzkrankheiten vor. Diese Methoden kombiniert ergeben ein wirkungsvolles, umweltfreundliches Schädlingsmanagement.
  15. Wie kann man Pac Choi erfolgreich in einem kleinen Topfgarten kultivieren?
    Pac Choi lässt sich hervorragend in kleinen Topfgärten kultivieren und ist ideal für urbanes Gärtnern. Verwenden Sie Töpfe mit mindestens 15-20 cm Tiefe und 20 cm Durchmesser - etwa 3-4 Liter Volumen pro Pflanze sind ausreichend. Wählen Sie kompakte Sorten wie 'Green Fortune' oder 'Joi Choi', die speziell für den Containeranbau geeignet sind. Verwenden Sie hochwertige, nährstoffreiche Gemüseerde mit guter Drainage - Staunässe ist der größte Feind im Topf. Ein halbschattiger Standort ist ideal, da zu viel direkte Sonne zum Schossen führt. Gießen Sie regelmäßig, aber lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Alle 2-3 Wochen sollten Sie mit einem ausgewogenen Flüssigdünger nachdüngen, da Nährstoffe im Topf schneller ausgewaschen werden. Durch gestaffelte Aussaat alle 2-3 Wochen können Sie kontinuierlich ernten. Ein Vlies schützt bei kühlen Nächten und verlängert die Anbausaison erheblich.
  16. Welche Bewässerungstechniken eignen sich am besten für den Anbau von Bok Choy?
    Für den erfolgreichen Anbau von Bok Choy haben sich bodennahe Bewässerungstechniken als optimal erwiesen. Tröpfchenbewässerung ist die Königsklasse - sie liefert gezielt Wasser an die Wurzeln und hält die Blätter trocken, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Alternativ eignet sich gezieltes Gießen direkt am Boden mit der Gießkanne, wobei der Wasserstrahl auf die Erde gerichtet werden sollte. Der Wasserbedarf liegt bei etwa 15-20 Liter pro Quadratmeter und Woche, bei Hitze bis zu 30 Liter. Wichtig ist gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe - der Boden sollte zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen können. Morgens zu gießen ist ideal, da die Pflanzen den Tag über optimal versorgt sind und überschüssige Feuchtigkeit bis zum Abend verdunsten kann. Mulchen hilft dabei, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und reduziert den Gießaufwand. Überkopfbewässerung sollte vermieden werden, da nasse Blätter anfälliger für Krankheiten sind.
  17. Stimmt es, dass schnell wachsendes Gemüse grundsätzlich weniger Nährstoffe enthält?
    Diese weit verbreitete Annahme ist ein Mythos und trifft auf schnell wachsendes Gemüse wie Pac Choi nicht zu. Der Nährstoffgehalt hängt primär von der Genetik der Pflanze, den Bodenbedingungen und der Kulturführung ab, nicht von der Wachstumsgeschwindigkeit. Pac Choi ist trotz seiner kurzen Kulturzeit von 6-8 Wochen reich an Vitamin C, K, Kalium, Calcium und sekundären Pflanzenstoffen. Tatsächlich kann schnelles, gesundes Wachstum unter optimalen Bedingungen sogar zu höheren Nährstoffkonzentrationen führen, da die Pflanze effizient Nährstoffe aus dem Boden aufnimmt und umwandelt. Entscheidend für den Nährstoffgehalt sind vielmehr Faktoren wie Bodenqualität, ausgewogene Düngung, Wasserversorgung und Erntezeitpunkt. Ein humusreicher, gut mit Kompost versorgter Boden liefert alle Grundlagen für nährstoffreiches Gemüse. Die kurze Kulturzeit von Pac Choi ist daher kein Nachteil, sondern ermöglicht mehrere nährstoffreiche Ernten pro Saison.
  18. Seit wann wird Pak Choi in europäischen Gärten angebaut?
    Pak Choi ist ein relativ neuer Gast in europäischen Gärten. Während das Gemüse in China seit über 1500 Jahren kultiviert wird, begann die Verbreitung in Europa erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zunächst wurde Pak Choi hauptsächlich in botanischen Gärten und von Liebhabern exotischer Gemüsesorten angebaut. Der verstärkte Einzug in private Gärten erfolgte erst ab den 1980er und 1990er Jahren, als das Interesse an der asiatischen Küche und gesunder Ernährung zunahm. Die wachsende asiatische Bevölkerung in Europa und die Globalisierung der Esskultur trugen wesentlich zur Popularität bei. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich Pak Choi vom Exoten zum etablierten Gemüse entwickelt. Heute ist er in vielen europäischen Gärten zu finden und das Saatgut ist widely verfügbar. Diese relativ kurze Anbaugeschichte in Europa erklärt auch, warum viele Gärtner noch Erfahrungen mit diesem vielseitigen asiatischen Gemüse sammeln.
  19. Was unterscheidet Shanghai Green von anderen Pac Choi Sorten?
    Shanghai Green ist eine besonders charakteristische Pac Choi Sorte, die sich durch mehrere Merkmale von anderen Varietäten unterscheidet. Diese Sorte zeichnet sich durch ihre kompakte Wuchsform und die charakteristischen hellgrünen bis weißlichen, löffelförmigen Blätter aus. Shanghai Green entwickelt besonders dicke, fleischige Blattstiele, die eine wichtige kulinarische Komponente darstellen. Die Sorte ist für ihre Schossfestigkeit bekannt und verträgt höhere Temperaturen besser als viele andere Pac Choi Varietäten, was sie für den Sommeranbau geeigneter macht. Geschmacklich ist Shanghai Green mild und zart, mit weniger ausgeprägtem Senfgeschmack als andere Sorten. Die Kulturzeit ist mit etwa 45-50 Tagen relativ kurz, und die Pflanzen bleiben kompakt, was sie ideal für den Balkonanbau macht. Shanghai Green eignet sich sowohl für die traditionelle asiatische Zubereitung als auch für europäische Kochmethoden und wird wegen seiner Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit geschätzt.
  20. Wie grenzt sich chinesischer Senfkohl von anderen orientalischen Gemüsesorten ab?
    Chinesischer Senfkohl, zu dem auch Pac Choi gehört, grenzt sich von anderen orientalischen Gemüsesorten durch charakteristische Merkmale ab. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Blattgemüsen wie Mizuna oder Mibuna bildet chinesischer Senfkohl typische dicke, fleischige Blattstiele aus, die ein wichtiges Qualitätsmerkmal darstellen. Während Tatsoi flach wächst und runde Blätter entwickelt, wächst chinesischer Senfkohl aufrecht in Rosettenform mit löffelförmigen Blättern. Geschmacklich ist er milder als scharfe Senfblätter und weniger bitter als viele Kohlarten. Die Textur unterscheidet sich deutlich von faserreichen orientalischen Gemüsesorten - chinesischer Senfkohl bleibt auch bei der Zubereitung knackig und saftig. Kulturell betrachtet ist er in der chinesischen Küche unverzichtbarer als andere orientalische Gemüse und wird sowohl roh als auch gekocht vielseitig verwendet. Seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimabedingungen und die relative Pflegeleichtigkeit grenzen ihn von anspruchsvolleren asiatischen Gemüsesorten ab.
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