Peperoni in der Küche: Vielfältig und würzig

Die vielseitige Welt der Peperoni

Peperoni sind wahre Alleskönner in der Küche! Von mild bis feurig bieten sie eine unglaubliche Bandbreite an Geschmacksnuancen, die unsere Gerichte auf ganz besondere Weise bereichern.

Spannende Fakten über Peperoni

  • Stammen ursprünglich aus Südamerika
  • Botanisch gesehen Früchte, werden aber als Gemüse verwendet
  • Der Schärfegrad variiert je nach Sorte enorm
  • Lassen sich vielseitig einsetzen: frisch, getrocknet oder eingelegt

Wo kommen Peperoni eigentlich her?

Die Heimat der Peperoni liegt im tropischen Amerika. Stellt euch vor: Schon vor über 7000 Jahren haben indigene Völker in Mexiko diese tollen Früchte angebaut! Erst im 15. Jahrhundert brachte Kolumbus sie nach Europa, und von dort aus eroberten sie quasi die ganze Welt.

Heute werden Peperoni global angebaut. China, Mexiko und die Türkei gehören zu den größten Produzenten. Bei uns in Deutschland wachsen sie hauptsächlich in Gewächshäusern – klar, die Hitzköpfe brauchen's ja warm!

Peperoni: Botanisch gesehen echte Beeren

Wusstet ihr, dass Peperoni zur Gattung Capsicum aus der Familie der Nachtschattengewächse gehören? Botanisch gesehen sind sie tatsächlich Beeren, auch wenn wir sie in der Küche als Gemüse verwenden. Die Pflanzen selbst bilden buschige Stauden mit weißen oder violetten Blüten, aus denen sich dann die typischen Schoten entwickeln.

Was Größe, Form und Farbe angeht, gibt es eine unglaubliche Vielfalt – je nach Art und Sorte. Von winzigen runden Beeren bis hin zu langen spitzen Schoten ist alles dabei. Unreif sind die meisten Peperoni grün, aber beim Reifen zeigen sie ihre wahren Farben und werden oft rot, gelb oder orange.

Von der Aztekenküche in die weite Welt

Die Azteken und Maya waren echte Peperoni-Pioniere! Sie bauten sie schon früh an und nutzten sie nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel. Nach der Entdeckung Amerikas verbreiteten sich die feurigen Früchtchen rasend schnell in Europa und Asien.

In Ungarn wurden sie zur Basis für das leckere Gulasch, in Indien bereicherten sie die Currys. Heute sind Peperoni in vielen Landesküchen einfach nicht mehr wegzudenken – von der mexikanischen Salsa bis zum thailändischen Som Tam.

Produktbild von Sperli Paprika Lombardo mit roten Schoten auf Holzuntergrund und Verpackungsinformationen wie Premiumqualität und Eignung für das Gewächshaus in deutscher Sprache.
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Peperoni-Sorten: Von mild bis höllisch scharf

Es gibt Hunderte von Peperoni-Sorten, jede mit ihrem ganz eigenen Charakter. Manche sind mild und fruchtig, andere bringen selbst hartgesottene Chili-Fans ins Schwitzen. Lasst uns mal einen Blick auf ein paar beliebte Sorten werfen:

Milde Sorten zum Snacken

Padron-Peperoni aus Spanien sind wie eine Wundertüte – meistens mild, aber ab und zu versteckt sich eine scharfe dazwischen. Man isst sie frittiert als Tapa. Peppadew-Peperoni sind kirschgroß, süßlich und nur leicht pikant. Die sind super zum Füllen oder im Salat.

Mittelscharfe Klassiker

Jalapeños kennt ihr bestimmt aus der Tex-Mex-Küche. Sie haben eine angenehme Schärfe und lassen sich toll füllen. Serrano-Chilis sind einen Tick schärfer. Die hackt man gerne frisch in Salsas oder benutzt sie zum Würzen.

Scharfe Sorten für mutige Genießer

Habaneros gehören zu den schärfsten Sorten. Sie haben ein fruchtiges Aroma, aber Vorsicht: Die Schärfe hat's in sich! Scotch Bonnet sind ähnlich scharf, schmecken aber leicht süßlich. In der karibischen Küche sind die Kleinen der Hit.

Sehr scharfe Sorten für echte Hitzköpfe

Die Carolina Reaper galt lange als schärfste Chili der Welt. Sie hat zwar eine fruchtige Note, aber die Schärfe ist wirklich extrem. Auch die Bhut Jolokia oder Ghost Pepper ist nichts für schwache Nerven. Hier ist echt Vorsicht geboten!

Von mild bis höllisch scharf – es gibt Peperoni für jeden Geschmack. Mein Tipp: Tastet euch langsam an schärfere Sorten heran. So findet ihr garantiert eure Lieblings-Peperoni!

Die faszinierende Welt der Schärfe: Von mild bis höllisch

Wenn's um Peperoni geht, ist die Scoville-Skala der Goldstandard für Schärfe. Ein gewisser Wilbur Scoville, ein amerikanischer Pharmakologe, hat sie 1912 entwickelt. Aber wie funktioniert dieses Ding eigentlich?

Die Scoville-Skala: Nicht nur heiße Luft

Stellt euch vor: Die Skala reicht von 0 bis über 2 Millionen Scoville-Einheiten. Je höher der Wert, desto feuriger die Peperoni. Zum Vergleich: Eine harmlose Paprika dümpelt bei 0 Scoville vor sich hin, während die berüchtigte Carolina Reaper mit bis zu 2,2 Millionen Scoville selbst hartgesottene Chili-Fans zum Schwitzen bringt.

Hier ein paar Beispiele zum Schmunzeln:

  • Paprika: 0 Scoville (quasi Babykost)
  • Pepperoni: 100-500 Scoville (ein leichter Kitzel)
  • Jalapeño: 2.500-8.000 Scoville (jetzt wird's interessant)
  • Habanero: 100.000-350.000 Scoville (Vorsicht, es wird heiß!)
  • Carolina Reaper: 1.500.000-2.200.000 Scoville (Feuer frei!)

Capsaicin: Der heimliche Star der Show

Der Grund, warum uns Peperoni manchmal Tränen in die Augen treiben, ist ein kleiner Teufel namens Capsaicin. Dieses Alkaloid spielt mit unseren Wärme- und Schmerzrezeptoren und sorgt für das typische "Hilfe, mein Mund brennt!"-Gefühl. Je mehr Capsaicin eine Peperoni hat, desto höher klettert sie auf der Scoville-Skala.

Lustigerweise lässt Capsaicin Vögel völlig kalt. Vermutlich haben schlaue Chilipflanzen das als Schutz entwickelt: Vögel verteilen die Samen weit und breit, während Säugetiere, die die Schärfe spüren, lieber die Pfoten davon lassen.

Gesundheit durch Schärfe? Na klar!

Capsaicin ist nicht nur ein Spaßmacher, sondern hat auch gesundheitliche Vorteile. Studien deuten auf einige coole Wirkungen hin:

  • Fördert die Durchblutung (wer hätte das gedacht?)
  • Lindert Schmerzen bei äußerlicher Anwendung (Wundermittel?)
  • Kurbelt den Stoffwechsel an (Chili-Diät, anyone?)
  • Hat antibakterielle Eigenschaften (Auf Wiedersehen, Bakterien!)

Aber Vorsicht: Übertreibt es nicht mit der Schärfe. Zu viel des Guten kann Magenbeschwerden verursachen und im Extremfall sogar die Schleimhäute angreifen. Also immer schön vorsichtig ran an die scharfen Schoten!

Peperoni in der Küche: Ein Feuerwerk der Möglichkeiten

Peperoni sind wahre Alleskönner in der Küche. Ihre Vielseitigkeit macht sie zum Liebling in den unterschiedlichsten Gerichten. Lasst uns mal ein paar leckere Ideen durchgehen!

Peperoni im Salat: Frisch, frech, feurig

Frische Peperoni bringen Farbe und Pfiff in jeden Salat. Je nachdem, wie mutig ihr seid, könnt ihr milde Sorten wie Padron oder feurige wie Jalapeños verwenden. Hier ein paar Anregungen:

  • Fein gewürfelte Peperoni in einem griechischen Salat (Opa!)
  • Peperoni-Streifen in einem bunten Rohkostteller (Knackig und lecker)
  • Gegrillte und geschälte Peperoni in einem Nudelsalat (Mama mia, che buono!)

Kleiner Tipp von mir: Bei schärferen Sorten einfach die Kerne und Trennwände entfernen, wenn ihr es etwas milder mögt.

Peperoni vom Grill: Rauchig-scharfer Genuss

Gegrillte Peperoni sind einfach der Hammer! Ihr süßlich-rauchiges Aroma passt perfekt zu Fleisch, Fisch oder als vegetarische Option. So zaubert ihr sie auf den Grill:

  • Peperoni halbieren und entkernen (sofern nötig)
  • Mit Olivenöl einpinseln und nach Herzenslust würzen
  • Auf dem Grill oder in der Pfanne rösten, bis die Haut leicht schwarz wird
  • Nach dem Grillen in einer Tüte schwitzen lassen - so könnt ihr die Haut ganz einfach abziehen

Peperoni in Saucen und Dips: Geschmacksexplosion garantiert

Peperoni verleihen Saucen und Dips das gewisse Etwas. Ob mild oder scharf, sie passen zu vielen Geschmacksrichtungen:

  • Fein gehackte Jalapeños in einer Guacamole (Hola, México!)
  • Geröstete rote Peperoni für eine cremige Paprikasauce (Perfekt zu Pasta)
  • Scharfe Chilisauce mit Habaneros für die ganz Mutigen unter euch

Experimentiert mit verschiedenen Sorten und findet eure persönliche Lieblingsmischung!

Peperoni in Suppen und Eintöpfen: Wärme von innen

In Suppen und Eintöpfen können Peperoni ihr volles Aroma entfalten. Sie geben den Gerichten Tiefe und je nach Sorte eine angenehme Schärfe:

  • Milde Peperoni in einer Gazpacho für eine sommerliche Erfrischung
  • Schärfere Sorten in einem herzhaften Chili con Carne (oder sin Carne für die Vegetarier)
  • Geröstete Peperoni als Basis für eine cremige Suppe (Perfekt für kalte Tage)

Noch ein Tipp zum Schluss: Die Schärfe verstärkt sich beim Kochen oft noch. Fangt lieber mit weniger an und schmeckt nach – es sei denn, ihr wollt eure Gäste auf eine feurige Überraschungsreise schicken!

Konservierungsmethoden für Peperoni: Trocknen und Einlegen

Wisst ihr, was das Tolle an Peperoni ist? Man kann sie wunderbar konservieren und so das ganze Jahr über genießen! Zwei meiner Lieblingsmethoden sind das Trocknen und Einlegen. Damit bleibt der würzige Geschmack und die Schärfe erhalten – perfekt für alle Chili-Fans!

Peperoni trocknen: So einfach geht's!

Das Trocknen ist eine super Methode, um Peperoni haltbar zu machen. Dabei bleiben Aroma und Schärfe erhalten, und ihr könnt die getrockneten Schoten platzsparend aufbewahren. Hier ein paar Möglichkeiten:

Methoden zum Trocknen

  • Lufttrocknen: Fädelt die halbierten Peperoni auf eine Schnur und hängt sie an einem warmen, luftigen Ort auf. Das dauert zwar etwa 3-4 Wochen, ist aber wirklich einfach.
  • Im Ofen: Legt die Peperoni-Hälften auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und trocknet sie bei 50-60°C für 6-8 Stunden. Lasst die Ofentür einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann – das funktioniert super!
  • Mit dem Dörrgerät: Falls ihr eins habt, verteilt die Peperoni-Stücke auf den Gittern und trocknet sie bei 50-55°C für etwa 8-12 Stunden. Das geht am schnellsten.

Die Peperoni sind fertig, wenn sie komplett trocken und brüchig sind. Glaubt mir, der Duft in der Küche ist einfach herrlich!

So könnt ihr getrocknete Peperoni verwenden

Getrocknete Peperoni sind wahre Alleskünstler in der Küche:

  • Mahlt sie zu Chilipulver für eure eigenen Gewürzmischungen – ich liebe das!
  • Zerbröselt sie über Pizzen, Suppen oder Eintöpfe für einen Extra-Kick.
  • Weicht sie in warmem Wasser ein und verwendet sie wie frische Peperoni. Das ist super praktisch!

Peperoni einlegen: Knackig und aromatisch

Eingelegte Peperoni sind mein absoluter Favorit! Sie behalten ihre knackige Textur und entwickeln durch die Marinade ein ganz besonderes Aroma. Probiert das unbedingt aus!

Zwei leckere Einlegemethoden

  • In Essig: Kocht einen Sud aus Essig, Wasser, Salz und Zucker. Gießt ihn heiß über die in Gläser geschichteten Peperoni. Das ergibt eine wunderbar würzige Note!
  • In Öl: Bratet die Peperoni kurz an und legt sie dann in Öl ein. Fügt Kräuter wie Oregano oder Thymian hinzu – das schmeckt einfach traumhaft!

Achtet beim Einlegen immer auf saubere, sterilisierte Gläser und luftdichten Verschluss. Sicher ist sicher!

Mein Lieblingsrezept für süß-scharfe eingelegte Peperoni

Hier ist mein absoluter Geheimtipp für süß-scharfe eingelegte Peperoni:

  • 500g Peperoni, in Ringe geschnitten
  • 500ml Weißweinessig
  • 250ml Wasser
  • 100g Zucker
  • 1 EL Salz
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 TL Senfkörner

Bringt Essig, Wasser, Zucker und Salz zum Kochen. Gebt die Peperoni-Ringe, Knoblauch und Senfkörner in saubere Gläser. Gießt den heißen Sud darüber und verschließt die Gläser sofort. Nach ein paar Tagen habt ihr ein tolles Antipasti-Häppchen!

Peperoni als vielseitiges Gewürz: Mehr als nur scharf!

Peperoni sind nicht nur als Gemüse ein Knaller, sondern auch als Gewürz in vielen Küchen weltweit beliebt. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einem echten Allrounder in der Würzküche. Lasst uns mal schauen, was man damit alles anstellen kann!

Gemahlene Peperoni (Chilipulver): Der Klassiker

Chilipulver ist der Klassiker unter den Gewürzen. Es wird aus getrockneten, gemahlenen Peperoni hergestellt und verleiht Gerichten eine angenehme Schärfe und ein fruchtiges Aroma. Hier ein paar Ideen:

  • Würzt euer Chili con Carne, Gulasch oder Curry damit – einfach lecker!
  • Mischt es unter Hackfleisch für würzige Burger. Meine Familie liebt das!
  • Streut es über Popcorn für einen pikanten Snack. Perfekt für den nächsten Filmabend!

Tipp aus meiner Küche: Stellt euer eigenes Chilipulver her, indem ihr getrocknete Peperoni in einer Gewürzmühle fein mahlt. Der Duft ist einfach unvergleichlich!

Peperoni-Flocken: Für die Extra-Portion Kick

Peperoni-Flocken, auch als Chiliflocken bekannt, bestehen aus getrockneten, grob zerkleinerten Peperoni. Sie bringen Textur und konzentrierten Geschmack in eure Gerichte. Probiert mal Folgendes:

  • Streut sie über Pizza oder Pasta. Das gibt dem Essen den letzten Schliff!
  • Verfeinert Marinaden und Dressings damit. Eure Salate werden nie wieder langweilig sein.
  • Gebt sie in den Brotteig für würziges Brot. Mein selbstgebackenes Peperoni-Brot ist immer der Renner!

Achtet auf die Schärfe der verwendeten Peperoni-Sorte, um die richtige Intensität zu erzielen. Fangt lieber mit weniger an, ihr könnt immer noch nachwürzen!

Peperoni-Öl und -Essig: Aromatische Würzmittel

Peperoni-Öl und -Essig sind meine geheimen Waffen in der Küche. Sie verleihen euren Gerichten eine ganz besondere Note. Hier sind meine Lieblingsrezepte:

Peperoni-Öl: Einfach, aber genial

Für ein einfaches Peperoni-Öl:

  • Erhitzt hochwertiges Olivenöl mit frischen oder getrockneten Peperoni.
  • Lasst es abkühlen und ziehen. Der Duft ist einfach himmlisch!
  • Filtert die Peperoni-Stücke ab.

Verwendet das Öl zum Braten, für Dressings oder als Dip für Brot. Es verleiht allem eine wunderbare Schärfe!

Peperoni-Essig: Fruchtig-scharf

Peperoni-Essig verleiht Salaten und Marinaden eine fruchtig-scharfe Note:

  • Füllt frische Peperoni in eine Flasche.
  • Übergießt sie mit hochwertigem Weinessig.
  • Lasst den Essig 2-3 Wochen ziehen. Die Vorfreude ist fast das Beste!

Der Peperoni-Essig eignet sich hervorragend für Vinaigrettes oder zum Verfeinern von Saucen. Ich verwende ihn sogar manchmal in Cocktails – probiert es aus!

Mit diesen vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten bringen Peperoni Würze und Schärfe in jede Küche. Ob getrocknet, eingelegt oder als Gewürz - Peperoni sind einfach toll für alle, die es gerne würzig mögen. Experimentiert ein bisschen herum und findet eure Lieblingsverwendung. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Sicherheit beim Umgang mit Peperoni: Nicht nur ein heißes Thema!

Peperoni sind toll, aber manchmal können sie uns auch ganz schön ins Schwitzen bringen – und zwar nicht nur beim Essen! Beim Verarbeiten dieser feurigen Früchtchen ist nämlich etwas Vorsicht angesagt. Das Capsaicin, das für die Schärfe verantwortlich ist, kann auf der Haut und besonders in den Augen ziemlich unangenehme Überraschungen verursachen. Aber keine Sorge, mit ein paar einfachen Tipps bleibt die Küche Ihre Wohlfühloase!

Schutzmaßnahmen beim Schneiden: Handschuhe sind Ihre neuen besten Freunde

Wenn Sie richtig scharfe Peperoni verarbeiten, greifen Sie am besten zu Einweghandschuhen. Glauben Sie mir, Ihre Hände werden es Ihnen danken! Nach dem Schneiden heißt es: Hände waschen, waschen, waschen. Und bitte nicht ins Gesicht oder an die Augen fassen, solange Sie mit den kleinen Feuerteufelchen hantieren. Ich spreche da aus Erfahrung – autsch!

Erste Hilfe bei Capsaicin-Attacken: Kühlen, kühlen, kühlen!

Sollte es Sie trotz aller Vorsicht erwischt haben, ist schnelles Handeln gefragt. Spülen Sie die betroffenen Stellen sofort mit viel kaltem Wasser. Ein echter Geheimtipp: Milch oder Joghurt können wahre Wunder bewirken, wenn's auf der Haut brennt. Bei starken Beschwerden gilt natürlich: Lieber einmal zu viel zum Arzt als einmal zu wenig!

Lagerung von Peperoni: So bleiben sie scharf und lecker

Damit Ihre Peperoni ihr volles Aroma und ihre Schärfe behalten, braucht es die richtige Aufbewahrung. Hier ein paar Tipps aus meiner Küche:

Frische Peperoni: Kühl und trocken, bitte!

Im Gemüsefach des Kühlschranks fühlen sich frische Peperoni richtig wohl. Wickeln Sie sie locker in ein Küchentuch – das nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf. So halten sie sich etwa 1-2 Wochen. Werfen Sie ab und zu einen Blick darauf, ob sich Schimmel oder weiche Stellen bilden. Faule Exemplare verderben bekanntlich den ganzen Korb!

Getrocknete und gemahlene Peperoni: Dunkel und luftdicht ist Trumpf

Getrocknete Peperoni oder Chilipulver sind echte Langzeitvorräte. In einem luftdichten Glas oder einer Dose bleiben sie monatelang aromatisch. Stellen Sie sie an einen dunklen Ort und achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit reinkommt. So haben Sie immer etwas Scharfes zur Hand, wenn's mal wieder feurig werden soll!

Eingelegte Peperoni: Im Kühlschrank gut aufgehoben

Eingelegte Peperoni sind im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar. Wichtig ist, dass sie immer von Flüssigkeit bedeckt sind – quasi wie ein scharfes Unterwasser-Abenteuer! Nach dem Öffnen des Glases sollten Sie sie zügig verbrauchen. Das fällt mir persönlich nie schwer, die sind einfach zu lecker!

Peperoni in der Küche: Eine Geschmacksexplosion wartet auf Sie!

Peperoni sind echte Alleskönner in der Küche. Sie peppen nicht nur Ihre Gerichte auf, sondern bringen auch eine Portion Abenteuer auf den Teller:

Verwendungsmöglichkeiten: Von mild bis wild

Ob frisch, getrocknet oder eingelegt – Peperoni machen fast alles besser! Sie geben Salaten den gewissen Kick, bringen Saucen zum Singen und lassen Suppen vor Geschmack explodieren. Grillfans aufgepasst: Ein paar Peperonischeiben auf dem Fleisch oder Gemüse, und schon wird aus dem Grillen eine Fiesta! Als Gewürz in Form von Flocken oder Pulver setzen sie pikante Akzente. Und für die ganz Mutigen: Probieren Sie mal scharfe Peperoni in süßen Gerichten wie Schokolade oder Marmelade. Klingt verrückt, schmeckt aber fantastisch!

Neues ausprobieren: Auf Entdeckungsreise gehen

Mein Tipp: Probieren Sie sich durch die bunte Welt der Peperoni! Starten Sie mit milderen Sorten und arbeiten Sie sich langsam zu den Feuerteufelchen vor. So finden Sie ganz entspannt heraus, welcher Schärfegrad Ihnen am besten schmeckt. Und wagen Sie sich an neue Kombinationen! Peperoni mit Knoblauch, Ingwer oder Zitrone ergeben spannende Geschmackserlebnisse. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

Mit etwas Übung und den richtigen Vorsichtsmaßnahmen wird das Kochen mit Peperoni zum echten Vergnügen. Entdecken Sie die Vielfalt dieser scharfen Früchtchen und bringen Sie etwas Feuer in Ihre Küche! Aber Vorsicht: Suchtgefahr! Einmal auf den Geschmack gekommen, wollen Sie vielleicht gar nicht mehr ohne kochen. Viel Spaß beim Experimentieren!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Peperoni und wie unterscheiden sie sich von normalen Paprikas?
    Peperoni gehören zur Gattung Capsicum aus der Familie der Nachtschattengewächse und sind botanisch gesehen tatsächlich Beeren, auch wenn wir sie als Gemüse verwenden. Der entscheidende Unterschied zu normalen Paprikas liegt im Capsaicin-Gehalt - dem Stoff, der für die Schärfe verantwortlich ist. Während normale Paprikas bei 0 Scoville-Einheiten liegen und völlig mild sind, können Peperoni je nach Sorte von leicht pikant bis extrem scharf variieren. Optisch zeigen Peperoni oft kleinere, länglichere Formen und entwickeln beim Reifen intensive Farben von grün über rot bis hin zu gelb oder orange. Ursprünglich stammen sie aus Südamerika und wurden bereits vor über 7000 Jahren von den Azteken und Maya kultiviert, bevor sie im 15. Jahrhundert durch Kolumbus nach Europa gelangten.
  2. Wie wird die Schärfe von Peperoni gemessen und was bedeutet die Scoville-Skala?
    Die Scoville-Skala wurde 1912 vom amerikanischen Pharmakologen Wilbur Scoville entwickelt und ist heute der internationale Standard zur Schärfemessung von Peperoni. Die Skala reicht von 0 bis über 2 Millionen Scoville-Einheiten und misst den Capsaicin-Gehalt der Früchte. Eine normale Paprika liegt bei 0 Scoville, Pepperoni bei 100-500, Jalapeños bei 2.500-8.000, während Habaneros bereits 100.000-350.000 erreichen. Die derzeit schärfste bekannte Sorte, die Carolina Reaper, kann bis zu 2,2 Millionen Scoville-Einheiten erreichen. Capsaicin ist das Alkaloid, das unsere Wärme- und Schmerzrezeptoren aktiviert und das typische Brenngefühl auslöst. Interessant ist, dass Vögel diese Schärfe nicht spüren - ein evolutionärer Vorteil der Pflanzen, da Vögel die Samen weiträumig verbreiten.
  3. Welche verschiedenen Peperoni-Sorten gibt es und welche Schärfegrade haben sie?
    Die Vielfalt der Peperoni-Sorten ist beeindruckend und reicht von milden bis zu extrem scharfen Varianten. Bei den milden Sorten sind Padron-Peperoni aus Spanien beliebt - meist mild, aber gelegentlich mit einer scharfen Überraschung. Peppadew-Peperoni sind kirschgroß und nur leicht pikant. Zu den mittelscharfen Klassikern gehören Jalapeños (2.500-8.000 Scoville) und Serrano-Chilis (etwas schärfer). Scharfe Sorten wie Habaneros (100.000-350.000 Scoville) und Scotch Bonnet bieten bereits intensive Schärfe mit fruchtigem Aroma. Für echte Hitzköpfe gibt es die Carolina Reaper (bis 2,2 Millionen Scoville) und die berüchtigte Bhut Jolokia (Ghost Pepper). Jede Sorte hat ihre eigenen Geschmacksnuancen - von süßlich-fruchtig bis intensiv-rauchig. Die Wahl der richtigen Sorte hängt von der gewünschten Schärfe und dem Verwendungszweck ab.
  4. Warum gehören Peperoni zu den Nachtschattengewächsen und sind botanisch gesehen Beeren?
    Peperoni gehören zur Gattung Capsicum aus der Familie der Solanaceae (Nachtschattengewächse), zu der auch Tomaten, Kartoffeln und Auberginen zählen. Diese Einordnung basiert auf gemeinsamen botanischen Merkmalen wie der Blütenstruktur und den charakteristischen Alkaloiden. Botanisch sind Peperoni tatsächlich Beeren, da sie aus einer einzigen Blüte entstehen und ihre Samen von saftigem Fruchtfleisch umschlossen sind - auch wenn wir sie kulinarisch als Gemüse behandeln. Die Pflanzen bilden buschige Stauden mit weißen oder violetten Blüten, aus denen sich die typischen Schoten entwickeln. Unreif sind die meisten Peperoni grün, zeigen aber beim Reifen ihre charakteristischen Farben. Diese botanische Klassifizierung als Nachtschattengewächse erklärt auch, warum Peperoni warme Klimabedingungen bevorzugen und in unseren Breitengraden hauptsächlich im Gewächshaus kultiviert werden.
  5. Welche historische Rolle spielten Peperoni in der aztekischen und Maya-Kultur?
    Peperoni spielten eine zentrale Rolle in den präkolumbianischen Kulturen Mittel- und Südamerikas. Die Azteken und Maya kultivierten bereits vor über 7000 Jahren verschiedene Capsicum-Arten und nutzten sie weit über die reine Ernährung hinaus. In der aztekischen Kultur dienten Peperoni nicht nur als wichtiges Gewürz für die tägliche Küche, sondern auch als Heilmittel bei verschiedenen Beschwerden. Die Maya entwickelten ausgeklügelte Anbaumethoden und züchteten verschiedene Sorten für unterschiedliche Zwecke. Nach rituellen Überlieferungen wurden scharfe Peperoni auch bei religiösen Zeremonien eingesetzt. Mit der Entdeckung Amerikas im 15. Jahrhundert brachte Kolumbus diese wertvollen Früchte nach Europa, von wo aus sie sich rasend schnell in der ganzen Welt verbreiteten. Diese historische Bedeutung macht Peperoni zu einem der ersten global gehandelten Gewürze der Menschheitsgeschichte.
  6. Wie unterscheiden sich Peperoni von Chili und Pfefferoni in der Verwendung?
    Die Begriffe Peperoni, Chili und Pfefferoni werden oft synonym verwendet, haben aber regional unterschiedliche Bedeutungen und Verwendungszwecke. 'Peperoni' ist der deutsche Oberbegriff für alle scharfen Capsicum-Varianten und wird sowohl für milde als auch scharfe Sorten verwendet. 'Chili' stammt aus dem Aztekischen und bezeichnet meist die schärferen Varianten, besonders in der internationalen Küche. 'Pfefferoni' wird häufig für die länglichen, mittelscharfen italienischen Varianten verwendet, die oft eingelegt serviert werden. In der praktischen Verwendung werden mildere Peperoni-Sorten häufig frisch in Salaten oder zum Füllen genutzt, während schärfere Chilis eher als Gewürz in geringen Mengen eingesetzt werden. Pfefferoni finden sich klassisch als Antipasti oder Pizza-Belag. Die Übergänge sind fließend, und die Verwendung hängt oft mehr von der Schärfe und Größe als von der botanischen Klassifizierung ab.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Capsicum und normaler Paprika?
    Capsicum ist der botanische Gattungsname für alle Paprika- und Peperoni-Arten, umfasst also sowohl milde Paprikas als auch scharfe Peperoni. Normale Paprikas sind ebenfalls Capsicum-Arten, jedoch Sorten ohne nennenswerten Capsaicin-Gehalt (0 Scoville-Einheiten). Der wesentliche Unterschied liegt im Capsaicin-Gehalt: Während normale Paprikas durch Züchtung ihre Schärfe verloren haben, enthalten Peperoni je nach Sorte unterschiedlich hohe Mengen dieses Alkaloids. Paprikas wurden auf Größe, Fleischigkeit und milden Geschmack selektiert, während Peperoni ihre ursprüngliche Schärfe behielten oder sogar verstärkt wurden. Beide gehören zur gleichen botanischen Gattung Capsicum und sind Nachtschattengewächse. In der Küche werden Paprikas meist als Gemüse verwendet - roh, gekocht oder gefüllt - während Peperoni häufiger als Gewürz oder in kleineren Mengen zur Schärfung von Gerichten eingesetzt werden.
  8. Ist Capsaicin gesund und hat es wirklich medizinische Wirkungen?
    Capsaicin, der scharfmachende Stoff in Peperoni, besitzt tatsächlich mehrere wissenschaftlich belegte gesundheitliche Eigenschaften. Studien zeigen, dass Capsaicin die Durchblutung fördert, was zu dem charakteristischen Wärmegefühl beim Verzehr führt. Bei äußerlicher Anwendung kann es Schmerzen lindern und wird deshalb in medizinischen Salben gegen Rheuma oder Neuralgien eingesetzt. Capsaicin regt den Stoffwechsel an und kann beim Abnehmen unterstützend wirken, da es die Thermogenese erhöht. Zusätzlich zeigt es antibakterielle Eigenschaften und kann bei der Konservierung von Lebensmitteln helfen. Einige Studien deuten auf positive Effekte bei der Herzgesundheit und beim Blutdruck hin. Wichtig ist jedoch Maß zu halten: Übermäßiger Konsum kann Magenbeschwerden verursachen und im Extremfall die Schleimhäute reizen. Menschen mit empfindlichem Magen sollten vorsichtig mit sehr scharfen Sorten umgehen.
  9. Wo kann man hochwertige Peperoni und Chilisamen online kaufen?
    Für hochwertige Peperoni- und Chilisamen gibt es verschiedene spezialisierte Anbieter, die auf Qualität und Sortenvielfalt setzen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten oft eine breite Auswahl an Peperoni-Samen verschiedener Schärfegrade und Sorten - von milden Snack-Paprikas bis hin zu extrem scharfen Specialty-Chilis. Beim Online-Kauf sollten Sie auf die Keimfähigkeit, das Erntejahr und möglichst detaillierte Sortenbeschreibungen achten. Seriöse Anbieter geben Informationen zu Schärfegraden, Wuchseigenschaften und Anbauhinweisen. Bewertungen anderer Gärtner können bei der Auswahl helfen. Besonders wichtig ist die Lagerung der Samen - sie sollten kühl und trocken aufbewahrt worden sein. Spezialisierte Gartenshops bieten oft auch seltene Sorten und Bio-Saatgut an. Achten Sie auf realistische Preise und vermeiden Sie verdächtig günstige Angebote, da diese oft minderwertige Qualität haben.
  10. Worauf sollte man beim Kauf von getrockneten Peperoni und Chilipulver achten?
    Beim Kauf von getrockneten Peperoni und Chilipulver sind mehrere Qualitätskriterien entscheidend. Achten Sie auf eine intensive, gleichmäßige Farbe - ausgeblichene oder fleckige Produkte deuten auf unsachgemäße Lagerung oder mindere Qualität hin. Das Aroma sollte frisch und intensiv sein; muffige oder fade Gerüche sind Warnsignale. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de informieren über Herkunft, Schärfegrad und Verarbeitungsmethoden. Bei Chilipulver ist die Mahlung wichtig - es sollte fein und gleichmäßig gemahlen sein, ohne große Stücke oder Stängel. Überprüfen Sie das Verfallsdatum und bevorzugen Sie luftdicht verpackte Produkte. Bio-Qualität garantiert den Verzicht auf Pestizide. Lesen Sie die Zutatenliste: Reines Chilipulver sollte nur aus gemahlenen Chilis bestehen, ohne Füllstoffe oder Aromastoffe. Lagern Sie getrocknete Peperoni nach dem Kauf dunkel, trocken und luftdicht, um Aroma und Schärfe zu erhalten.
  11. Wie wirkt Capsaicin auf den menschlichen Körper und warum spüren Vögel keine Schärfe?
    Capsaicin aktiviert spezielle Rezeptoren (TRPV1) in den Schleimhäuten, die normalerweise auf Hitze und Schmerz reagieren. Deshalb empfinden wir die Schärfe als brennendes Gefühl, obwohl keine tatsächliche Hitze vorliegt. Diese Aktivierung löst eine Kaskade von Reaktionen aus: Durchblutung wird gesteigert, Endorphine freigesetzt und die Schweißproduktion angeregt. Das erklärt, warum scharfes Essen gleichzeitig schmerzhaft und euphorisierend wirken kann. Vögel besitzen diese TRPV1-Rezeptoren nicht oder in anderer Form, weshalb sie keine Schärfe spüren. Das ist evolutionär sinnvoll: Vögel verdauen die Samen nicht und verbreiten sie über weite Strecken, während Säugetiere die Samen zerkauen würden. So haben Peperoni-Pflanzen einen natürlichen Selektionsmechanismus entwickelt. Die schmerzlose Aufnahme durch Vögel sichert die Verbreitung der Art, während die abschreckende Wirkung auf andere Tiere die Samen vor der Zerstörung schützt.
  12. Welche biochemischen Prozesse laufen beim Trocknen von Peperoni ab?
    Beim Trocknen von Peperoni laufen komplexe biochemische Veränderungen ab, die Geschmack und Haltbarkeit beeinflussen. Der Wasserentzug konzentriert nicht nur die Aromastoffe, sondern verändert auch deren Zusammensetzung durch enzymatische Reaktionen. Capsaicin bleibt dabei weitgehend stabil, weshalb getrocknete Peperoni ihre Schärfe behalten oder sogar intensivieren. Die Maillard-Reaktion zwischen Aminosäuren und Zuckern entwickelt neue Geschmacksnuancen und die charakteristische dunklere Farbe. Enzyme bauen bestimmte Zellstrukturen ab, was die Textur verändert und Aromastoffe freisetzt. Carotinoide, die für die rote Färbung verantwortlich sind, können sich teilweise zersetzen, was zu Farbveränderungen führt. Die langsame Trocknung bei niedrigen Temperaturen (50-60°C) erhält mehr Aromastoffe als schnelle, heiße Verfahren. Während des Trocknungsprozesses sinkt der Wassergehalt von etwa 90% auf unter 10%, wodurch Mikroorganismen keine Wachstumsgrundlage mehr haben.
  13. Wie entwickelt sich der Capsaicin-Gehalt während der Reifung der Peperoni?
    Der Capsaicin-Gehalt von Peperoni verändert sich während der Reifung erheblich und folgt meist einem charakteristischen Verlauf. In den frühen Entwicklungsstadien ist der Capsaicin-Gehalt noch gering, steigt dann während der Fruchtentwicklung kontinuierlich an und erreicht oft seinen Höhepunkt, bevor die Früchte vollreif sind. Bei vielen Sorten ist der Capsaicin-Gehalt in grünen, unreifen Früchten höher als in den reifen, farbigen Stadien. Das liegt daran, dass die Pflanze Capsaicin als Schutz vor Fressfeinden produziert, während reife Früchte für die Samenverbreitung durch Vögel attraktiv sein sollen. Die Capsaicin-Produktion findet hauptsächlich in den Plazentargeweben statt - dem weißen, schwammigen Gewebe, an dem die Samen hängen. Umweltfaktoren wie Temperatur, Wasserstress und Nährstoffversorgung beeinflussen ebenfalls die Capsaicin-Bildung. Trockenstress kann die Schärfe verstärken, während optimale Wachstumsbedingungen oft zu milderen Früchten führen.
  14. Welche Rolle spielt die Genetik bei der Schärfeentwicklung verschiedener Peperoni-Sorten?
    Die Genetik ist der entscheidende Faktor für die Schärfeentwicklung bei Peperoni-Sorten. Das Capsaicin wird durch spezielle Gene kontrolliert, die die Produktion der entsprechenden Enzyme regulieren. Verschiedene Allele (Genvarianten) bestimmen, ob und in welchen Mengen Capsaicin und verwandte Verbindungen wie Dihydrocapsaicin gebildet werden. Milde Paprika-Sorten haben durch Mutationen die Fähigkeit zur Capsaicin-Produktion verloren oder stark reduziert. Bei scharfen Sorten bestimmen genetische Variationen die maximale Schärfe-Intensität - von wenigen tausend bis zu mehreren Millionen Scoville-Einheiten. Erfahrene Gartenfachhändler wie die von samen.de wissen, dass die Genetik auch die Verteilung der Schärfe in der Frucht beeinflusst - manche Sorten sind gleichmäßig scharf, andere konzentrieren die Schärfe in bestimmten Bereichen. Durch gezielte Kreuzung können Züchter neue Sorten mit gewünschten Schärfegraden entwickeln, wobei die genetischen Grundlagen meist dominant vererbt werden.
  15. Wie stellt man selbst Peperoni-Öl und Chiliessig her?
    Die Herstellung von Peperoni-Öl und Chiliessig ist einfach und ermöglicht individuelle Schärfegrade. Für Peperoni-Öl erhitzen Sie hochwertiges Olivenöl mit frischen oder getrockneten Peperoni bei niedriger Temperatur (nicht über 80°C), lassen es abkühlen und etwa 2-3 Wochen ziehen. Filtern Sie anschließend die Peperoni-Stücke ab. Alternativ können Sie die Peperoni kalt in Öl einlegen und länger ziehen lassen. Für Chiliessig füllen Sie frische, saubere Peperoni in sterilisierte Flaschen und übergießen sie mit hochwertigem Weinessig. Nach 2-3 Wochen Ziehzeit entwickelt sich das volle Aroma. Je nach gewünschter Schärfe verwenden Sie mehr oder weniger Peperoni. Wichtige Tipps: Verwenden Sie immer saubere, trockene Peperoni und sterile Gefäße. Bei der Verarbeitung scharfer Sorten unbedingt Handschuhe tragen. Beide Produkte sind mehrere Monate haltbar und intensivieren mit der Zeit ihr Aroma. Beschriften Sie die Flaschen mit Datum und Schärfegrad.
  16. Welche Methoden gibt es zum professionellen Trocknen und Konservieren von Peperoni?
    Für das professionelle Trocknen und Konservieren von Peperoni stehen mehrere bewährte Methoden zur Verfügung. Die traditionelle Lufttrocknung erfolgt durch Aufhängen der halbierten Peperoni an warmen, luftigen Orten für 3-4 Wochen. Beim Ofentrocknen werden sie bei 50-60°C für 6-8 Stunden getrocknet, wobei die Ofentür leicht geöffnet bleiben sollte. Dörrgeräte arbeiten präziser bei 50-55°C für 8-12 Stunden und erhalten mehr Aromastoffe. Professionelle Betriebe nutzen Klimakammern mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Für die Konservierung eignet sich das Einlegen in Essig-Sud (mit Salz, Zucker und Gewürzen) oder in hochwertigem Öl nach kurzem Anbraten. Fermentation in Salzlake entwickelt komplexe Geschmäcker. Spezialisierte Gartenshops, darunter samen.de, bieten oft Beratung zu professionellen Trocknungs- und Konservierungsmethoden. Wichtig sind sterile Arbeitsbedingungen, richtige Lagerung in luftdichten Behältern und die Kontrolle der Restfeuchtigkeit.
  17. Stimmt es, dass schärfere Peperoni automatisch gesünder sind?
    Die Annahme, dass schärfere Peperoni automatisch gesünder sind, ist nur teilweise richtig. Zwar steigt mit dem Capsaicin-Gehalt das Potenzial für bestimmte gesundheitliche Vorteile wie Stoffwechselanregung, Schmerzlinderung und antibakterielle Wirkung. Jedoch haben auch milde Peperoni-Sorten wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Carotinoide und Antioxidantien, die unabhängig von der Schärfe wirken. Tatsächlich können sehr scharfe Sorten bei empfindlichen Personen Magenbeschwerden oder Schleimhautreizungen verursachen, was gesundheitlich kontraproduktiv wäre. Die gesundheitlichen Vorteile hängen mehr von der regelmäßigen, maßvollen Aufnahme ab als von extremer Schärfe. Milde bis mittelscharfe Sorten bieten oft den besten Kompromiss zwischen gesundheitlichen Vorteilen und Verträglichkeit. Wichtiger als der reine Schärfegrad sind Faktoren wie Bio-Qualität, frische Verarbeitung und die individuelle Toleranz. Eine ausgewogene Ernährung mit verschiedenen Peperoni-Sorten in angemessenen Mengen ist gesünder als der Fokus auf maximale Schärfe.
  18. In welchen Klimazonen wachsen Peperoni am besten und wie hat sich ihr Anbau entwickelt?
    Peperoni gedeihen optimal in warmen, subtropischen bis tropischen Klimazonen mit Temperaturen zwischen 20-30°C und ausreichender Sonneneinstrahlung. Ihre ursprüngliche Heimat liegt im tropischen Amerika, wo sie noch heute wild wachsen. Für optimales Wachstum benötigen sie eine lange, warme Vegetationsperiode ohne Frost. Heute sind China, Mexiko und die Türkei die größten Produzenten weltweit, während in Europa Spanien und die Niederlande führend sind. In Deutschland erfolgt der Anbau hauptsächlich in beheizten Gewächshäusern oder als Kübelpflanzen. Der globale Anbau hat sich seit der Einführung durch Kolumbus im 15. Jahrhundert explosionsartig entwickelt. Moderne Züchtung hat Sorten für verschiedene Klimazonen und Anbaumethoden hervorgebracht. Innovative Anbautechniken wie Hydrokultur und Vertical Farming ermöglichen heute sogar den Anbau in klimatisch ungünstigen Regionen. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de bieten Sorten an, die für mitteleuropäische Bedingungen optimiert sind.
  19. Wie unterscheiden sich Peperoncini von Pfefferoni und anderen scharfen Paprika-Varianten?
    Die Begriffe Peperoncini, Pfefferoni und scharfe Paprika-Varianten werden oft verwechselt, haben aber regionale und kulinarische Unterschiede. Peperoncini bezeichnen meist kleine, längliche, mittelscharfe italienische Sorten, die traditionell eingelegt als Antipasti serviert werden. Sie haben eine charakteristische gebogene Form und moderate Schärfe von etwa 100-500 Scoville-Einheiten. Pfefferoni ist ein vor allem im deutschsprachigen Raum verwendeter Begriff für scharfe Paprika-Varianten mittlerer Schärfe, oft gelb-grünlich und länglicher Form. Diese werden häufig auf Pizza verwendet oder eingelegt gegessen. Andere scharfe Paprika-Varianten umfassen eine große Bandbreite von milden Snack-Paprikas bis zu extrem scharfen Chili-Sorten. Die Unterschiede liegen in Form, Größe, Schärfegrad und typischer Verwendung. Während Peperoncini meist konserviert genossen werden, finden Pfefferoni oft frische Verwendung. Die Übergänge sind fließend, und regional können die Bezeichnungen variieren. Entscheidend sind letztendlich Geschmack, Schärfe und Verwendungszweck.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Chilischoten und Pfefferschoten?
    Der Begriff Chilischoten und Pfefferschoten führt häufig zu Verwirrung, da er botanisch und sprachlich verschiedene Pflanzen beschreibt. Chilischoten gehören zur Gattung Capsicum (Nachtschattengewächse) und umfassen alle scharfen und milden Paprika-Varianten von Peperoni bis zu extrem scharfen Sorten. Sie enthalten Capsaicin als Scharfstoff und stammen ursprünglich aus Amerika. Pfefferschoten hingegen können zweierlei bedeuten: Zum einen werden umgangssprachlich manchmal scharfe Capsicum-Sorten als Pfefferschoten bezeichnet, was botanisch jedoch ungenau ist. Echter Pfeffer (Piper nigrum) ist eine völlig andere Pflanzenfamilie und produziert die bekannten schwarzen, weißen oder grünen Pfefferkörner mit dem Schärfestoff Piperin. Diese Verwechslung geht auf Kolumbus zurück, der die scharfen amerikanischen Früchte wegen ihrer ähnlichen Schärfe 'Pfeffer' nannte. In der modernen Küche sind beide Gewürze etabliert: Chilischoten für frische, fruchtige Schärfe und Pfefferkörner für die charakteristische Pfefferschärfe mit ätherischen Ölen.
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