Schattentolerante Ziergräser: Eine grüne Oase für Ihren Garten

Schattentolerante Ziergräser: Vielseitige Schönheiten für Ihren Garten

Die faszinierende Welt der schattentoleranten Ziergräser bietet ungeahnte Möglichkeiten, um Ihren Schattengarten in eine grüne Oase zu verwandeln.

Schattige Gartenbereiche gekonnt gestalten

  • Ziergräser bringen Struktur und Bewegung in den Schattengarten
  • Vielfältige Auswahl an robusten, schattentoleranten Sorten
  • Perfekte Lösung für schwierige Gartenbereiche
  • Kombinierbar mit anderen Schattenpflanzen

Die Bedeutung von Ziergräsern im Garten

Ziergräser sind wahre Alleskönner im Garten. Sie verleihen Beeten und Rabatten eine natürliche Eleganz und sorgen mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen für spannende Kontraste. Besonders in windigen Lagen entfalten Ziergräser ihre ganze Pracht, wenn sie sich sanft wiegen und dem Garten eine dynamische Note verleihen.

In meinem eigenen Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Ziergräser auch hervorragend als natürliche Raumteiler fungieren können. Sie schaffen optische Grenzen, ohne dabei zu dominant zu wirken. Zudem bieten viele Ziergräser Vögeln und Insekten wertvollen Lebensraum und tragen so zur Biodiversität bei.

Herausforderungen schattiger Standorte

Schattige Bereiche im Garten stellen Hobbygärtner oft vor Herausforderungen. Viele Pflanzen benötigen viel Sonnenlicht, um gut zu gedeihen. Gerade in städtischen Gärten, die von Gebäuden oder hohen Bäumen umgeben sind, gibt es oft ausgedehnte Schattenbereiche.

Die Schwierigkeiten reichen von geringerer Lichtverfügbarkeit über kühlere Temperaturen bis hin zu oft feuchteren Bodenverhältnissen. Diese Faktoren können das Pflanzenwachstum hemmen und die Auswahl geeigneter Pflanzen einschränken. Mit den richtigen Ziergräsern lassen sich jedoch auch diese Bereiche wunderschön gestalten.

Vorteile schattentoleranter Ziergräser

Schattentolerante Ziergräser sind praktische Helfer für schwierige Gartenbereiche. Sie hauchen sonst oft kargen Ecken Leben ein und sorgen für eine spannende Textur im Beet. Durch ihre Anpassungsfähigkeit gedeihen sie auch bei weniger Licht prächtig und bereichern den Garten das ganze Jahr über.

Ein weiterer Vorteil ist ihre Pflegeleichtigkeit. Die meisten schattentoleranten Ziergräser sind robust und kommen mit unterschiedlichen Bodenbedingungen zurecht. Sie benötigen wenig Düngung und sind resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge als viele andere Schattenpflanzen.

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Geeignete Ziergrasarten für den Schatten

Japangras (Hakonechloa macra)

Das Japangras, auch Hakone-Gras genannt, ist ein wahrer Blickfang im Schattengarten. Mit seinen elegant überhängenden Halmen erinnert es an einen grünen Wasserfall. Es wächst horstig und erreicht eine Höhe von 30 bis 60 cm. Besonders schön sind die goldgelb gestreiften Sorten wie 'Aureola', die selbst dunkle Ecken aufhellen können.

In meinem Garten habe ich Japangras erfolgreich am Rand eines Waldstücks angepflanzt. Dort bildet es einen sanften Übergang zwischen den Bäumen und den niedrigeren Stauden. Im Herbst verfärben sich die Blätter oft in warme Gelb- und Orangetöne, was für einen zusätzlichen Farbtupfer sorgt.

Waldschmiele (Deschampsia flexuosa)

Die Waldschmiele ist ein heimisches Gras, das sich gut für naturnahe Schattengärten eignet. Es bildet lockere Horste mit feinen, drahtigen Halmen, die im Sommer zarte, durchscheinende Blütenrispen tragen. Die Waldschmiele wird etwa 30 bis 60 cm hoch und verträgt sogar tieferen Schatten.

Besonders schön kommt die Waldschmiele in Kombination mit Farnen oder Funkien zur Geltung. Sie bringt Leichtigkeit in die Pflanzung und lässt sich auch gut in Staudenbeete integrieren. Im Winter bieten die trockenen Halme und Blütenstände einen reizvollen Anblick, besonders wenn sie mit Raureif überzogen sind.

Seggen (Carex-Arten)

Seggen sind vielseitige Gräser, die in fast jedem Garten einen Platz finden. Für schattige Bereiche eignen sich besonders Waldrandsegge (Carex sylvatica) und Japansegge (Carex morrowii). Sie bilden dichte, immergrüne Polster und bringen so auch im Winter Struktur in den Garten.

Die Japansegge 'Ice Dance' mit ihren weiß geränderten Blättern ist eine meiner Lieblingssorten. Sie leuchtet förmlich im Schatten und lässt sich gut mit dunkelgrünen Pflanzen kombinieren. Seggen sind zudem ideal als Bodendecker und helfen, den Boden vor Austrocknung zu schützen.

Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides)

Das Lampenputzergras ist zwar eher für sonnige Standorte bekannt, es gibt aber auch Sorten, die mit Halbschatten gut zurechtkommen. Es besticht durch seine flauschigen, zylindrischen Blütenstände, die an Lampenputzer erinnern. Die Pflanze wird je nach Sorte 60 bis 120 cm hoch und bildet dichte, rundliche Horste.

In meinem Garten habe ich die Sorte 'Hameln' in einem Bereich mit Morgensonne und Nachmittagsschatten angepflanzt. Sie gedeiht dort gut und bildet einen schönen Kontrast zu breitblättrigen Stauden. Im Spätsommer und Herbst, wenn die Blütenstände erscheinen, wird das Lampenputzergras zum Hingucker.

Mit diesen vielseitigen Ziergräsern lassen sich schattige Gartenbereiche in attraktive Bereiche verwandeln. Sie bringen Bewegung, Textur und oft auch Farbe in den Schattengarten und sorgen das ganze Jahr über für Interesse. Probieren Sie verschiedene Kombinationen aus und entdecken Sie die Schönheit schattentoleranter Ziergräser für sich!

Standortanforderungen und Bodenvorbereitung für schattentolerante Ziergräser

Analyse des Schattengrades

Bevor Sie schattentolerante Ziergräser pflanzen, ist es ratsam, den Schattengrad in Ihrem Garten genau unter die Lupe zu nehmen. Meine Erfahrung zeigt, dass es verschiedene Abstufungen gibt, die das Gedeihen der Pflanzen beeinflussen:

  • Halbschatten: Hier genießen die Pflanzen etwa 3-6 Stunden direktes Sonnenlicht täglich - ein idealer Kompromiss für viele schattentolerante Gräser.
  • Lichter Schatten: Typisch für Bereiche unter lichten Baumkronen mit diffusem Licht. Waldschmiele und einige Seggen-Arten fühlen sich hier pudelwohl.
  • Vollschatten: Mit weniger als 3 Stunden direkter Sonne sind hier nur die robustesten Schattengräser wie bestimmte Carex-Arten glücklich.

Es lohnt sich, den Garten über mehrere Tage zu beobachten. Selbst in scheinbar einheitlichen Schattenbereichen können kleine Lichtunterschiede über Wohl und Wehe der Gräser entscheiden.

Bodenverbesserung für optimales Wachstum

Schattentolerante Ziergräser bevorzugen in der Regel einen humosen und lockeren Boden. Um ihnen den besten Start zu ermöglichen, empfehle ich folgende Schritte:

  • Lockern Sie den Boden gründlich, um Verdichtungen zu lösen.
  • Arbeiten Sie Kompost oder gut verrotteten Laubhumus ein - das verbessert Struktur und Nährstoffversorgung.
  • Bei schweren Böden kann etwas Sand Wunder wirken und die Durchlässigkeit verbessern.
  • Die meisten Schattengräser mögen einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7. Bei Bedarf können Sie den Boden aufkalken oder ansäuern.

Ein gut vorbereiteter Boden ist der Schlüssel zu üppig wachsenden Ziergräsern im Schatten - glauben Sie mir, die Mühe lohnt sich!

Drainage und Feuchtigkeit

Obwohl viele schattentolerante Ziergräser Feuchtigkeit lieben, kann Staunässe problematisch sein. Eine gute Drainage ist daher das A und O:

  • Prüfen Sie die Wasserdurchlässigkeit mit einem einfachen Test: Graben Sie ein 30 cm tiefes Loch und füllen Sie es mit Wasser. Ist es nach 24 Stunden nicht versickert, sollten Sie die Drainage verbessern.
  • Ein leichtes Anheben des Beetes oder eine Drainageschicht aus Kies unter der Pflanzerde können Wunder wirken.
  • In besonders feuchten Ecken haben sich erhöhte Beete oder Hügelpflanzungen bewährt.

Viele Schattengräser brauchen regelmäßige Feuchtigkeit. Ein Mulch aus Rindenhäcksel oder Laub hält nicht nur die Bodenfeuchtigkeit, sondern unterstreicht auch das natürliche Waldbodenambiente - ein Tipp aus meinem eigenen Garten!

Pflanzung und Pflege schattentoleranter Ziergräser

Richtige Pflanztechnik

Bei der Pflanzung von schattentoleranten Ziergräsern gibt es ein paar Kniffe zu beachten:

  • Pflanzen Sie im Frühjahr oder frühen Herbst bei milden Temperaturen.
  • Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit sein wie der Wurzelballen.
  • Setzen Sie die Pflanze auf gleicher Höhe wie im Topf ein, um Fäulnis vorzubeugen.
  • Füllen Sie das Loch mit der vorbereiteten Erde auf und drücken Sie leicht an.
  • Gießen Sie gründlich ein, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Gruppieren Sie die Gräser in ungeraden Zahlen - drei oder fünf Pflanzen pro Gruppe schaffen einen natürlichen, fast malerischen Eindruck.

Bewässerung in Schattenbereichen

Trotz oft feuchter Schattenbereiche kann der Wasserbedarf überraschend hoch sein:

  • Prüfen Sie regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit, besonders nach der Pflanzung.
  • Seltenes, aber durchdringendes Gießen fördert tiefes Wurzelwachstum.
  • Morgendliches Gießen reduziert Verdunstung und beugt Pilzkrankheiten vor.
  • In größeren Schattenbereichen kann ein Tropfbewässerungssystem Gold wert sein.

Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam - welkende Blätter oder braune Spitzen können auf Wassermangel hindeuten, während gelbe Blätter oft ein Zeichen für Staunässe sind.

Düngung schattentoleranter Ziergräser

Auch Schattengräser brauchen eine angemessene Nährstoffversorgung:

  • Verwenden Sie im Frühjahr einen langsam wirkenden organischen Dünger.
  • Hornspäne oder gut verrotteter Kompost sind meiner Meinung nach ideale natürliche Dünger.
  • Vorsicht mit stickstoffbetonten Düngern - sie können zu übermäßigem Blattwachstum führen.
  • Eine leichte Düngergabe im Spätsommer kann die Winterhärte verbessern.

Eine zurückhaltende, aber regelmäßige Düngung führt zu gesünderen und widerstandsfähigeren Pflanzen - das habe ich in meinem Garten immer wieder beobachtet.

Schnitt und Formgebung

Der richtige Schnitt erhält nicht nur die Form, sondern fördert auch die Gesundheit der Gräser:

  • Die meisten Schattengräser sollten Sie im späten Winter oder zeitigen Frühjahr bodennah zurückschneiden.
  • Entfernen Sie regelmäßig abgestorbene Blätter und Halme, um Pilzbefall vorzubeugen.
  • Einige immergrüne Arten wie bestimmte Seggen benötigen nur gelegentliches Auskämmen.
  • Formschnitte während der Wachstumsperiode können bei manchen Arten das Erscheinungsbild verbessern.

Beachten Sie die spezifischen Schnittbedürfnisse jeder Grasart. So sollten Sie beispielsweise Japangras (Hakonechloa macra) erst im zeitigen Frühjahr zurückschneiden, da seine trockenen Halme einen wunderschönen Winteraspekt bieten.

Mit guter Vorbereitung, Pflanzung und Pflege werden Ihre schattentoleranten Ziergräser zu echten Hinguckern in Ihrem Garten - selbst in den dunkelsten Ecken. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von der Schönheit dieser vielseitigen Pflanzen verzaubern!

Gestaltungsideen mit schattentoleranten Ziergräsern

Die faszinierende Welt der schattentoleranten Ziergräser eröffnet uns eine Fülle von Möglichkeiten, selbst die dunkelsten Ecken unseres Gartens in wahre Schmuckstücke zu verwandeln. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu unschätzbaren Verbündeten in der Gartengestaltung.

Harmonische Partnerschaften: Gräser und klassische Schattenpflanzen

In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Ziergräser wunderbar mit klassischen Schattenpflanzen harmonieren. Stellen Sie sich das Zusammenspiel von zarten Japangräsern (Hakonechloa macra) mit den großblättrigen Funkien vor - ein wahrer Augenschmaus! Die unterschiedlichen Blattformen und -texturen ergänzen sich auf eine Weise, die man gesehen haben muss. Probieren Sie auch Kombinationen mit Farnen oder Astilben aus - Sie werden überrascht sein, wie lebendig Ihr Schattengarten dadurch wird.

Grüne Teppiche: Gräser als Bodendecker

Viele schattentolerante Gräser eignen sich hervorragend als Bodendecker. Sie unterdrücken nicht nur lästiges Unkraut, sondern schaffen auch eine einheitliche, beruhigende Fläche. Die Waldschmiele (Deschampsia flexuosa) beispielsweise bildet dichte, horstige Polster und ist ideal für größere Flächen. Für kleinere Bereiche empfehle ich niedrig wachsende Seggen-Arten wie Carex morrowii 'Ice Dance' - sie wirken wie ein lebendiger, grüner Teppich im Schatten.

Lebendige Strukturen im Schattengarten

Gräser bringen eine ganz besondere Dynamik in schattige Bereiche. Höher wachsende Arten wie das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) setzen wunderbare Akzente. Ihre aufrechten Halme und fedrigen Blütenstände sorgen für vertikale Linien und lockern dichte Pflanzungen auf erstaunliche Weise auf. In Gruppen gepflanzt, können sie sogar als natürliche, sich sanft bewegende Raumteiler fungieren - ein Effekt, den ich in meinem eigenen Garten sehr schätze.

Schattige Balkone und Terrassen: Gräser in Gefäßen

Glauben Sie mir, auch auf schattigen Balkonen oder Terrassen können Sie mit Ziergräsern wahre Wunder bewirken. Viele Arten gedeihen prächtig in Kübeln oder Trögen. Das Japangras 'Aureola' mit seinen goldgelb gestreiften Blättern ist geradezu prädestiniert dafür, dunkle Ecken aufzuhellen. Kombinieren Sie es mit hängenden Pflanzen wie Efeu oder Fuchsien - das Ergebnis wird Sie begeistern!

Der Jahreskreis schattentoleranter Ziergräser

Eine der faszinierendsten Eigenschaften schattentoleranter Ziergräser ist ihre Fähigkeit, das ganze Jahr über für Abwechslung und Interesse im Garten zu sorgen.

Frühlingszauber: Wenn Gräser erwachen

Es ist jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis, wenn die Gräser im Frühjahr aus ihrer Winterruhe erwachen. Die Waldschmiele beispielsweise treibt früh aus und bildet frische, grüne Horste, während das Japangras sich etwas mehr Zeit lässt. Der Neuaustrieb vieler Arten zeigt oft besonders intensive Farben - ein Schauspiel, das man nicht verpassen sollte. Und haben Sie schon einmal die unscheinbaren, aber höchst interessanten Blüten mancher Seggen-Arten im Frühjahr beobachtet? Eine wahre Entdeckungsreise für Gartenliebhaber!

Sommerliche Fülle: Wachstum und Blüte

Im Sommer entfalten die meisten Gräser ihre volle Pracht. Das Lampenputzergras entwickelt seine charakteristischen, flauschigen Blütenstände, die tatsächlich an kleine Flaschenbürsten erinnern - ein Anblick, der mich jedes Jahr aufs Neue fasziniert. Die Waldschmiele bildet zarte, fast durchsichtige Rispen, die im Sommerlicht geradezu magisch wirken. Und die Japangräser? Sie wachsen zu üppigen Horsten heran, deren Blätter sich sanft im Wind wiegen - ein beruhigendes Schauspiel an heißen Sommertagen.

Herbstliches Farbenspiel und winterliche Schönheit

Der Herbst bringt oft eine überraschende Farbenpracht mit sich. Viele Gräser verwandeln sich in warme Gold- und Brauntöne. Das Laub des Japangrases kann sich in leuchtendes Orange oder sogar Rot kleiden - ein echter Hingucker! Die Blütenstände des Lampenputzergrases nehmen eine sanfte Beige-Färbung an und bleiben oft bis weit in den Winter hinein erhalten. Und apropos Winter: Die trockenen Halme und Fruchtstände vieler Gräser bieten nicht nur faszinierende Strukturen, sondern fangen auch Raureif ein - ein zauberhafter Anblick an frostigen Morgen. Übrigens: Diese vertrockneten Pflanzenteile sind nicht nur optisch reizvoll, sondern bieten auch wertvollen Schutz für Insekten und Vögel. Ein guter Grund, den Rückschnitt bis zum Frühjahr hinauszuzögern!

Problemlösungen und Pflanzenschutz bei schattentoleranten Ziergräsern

Schattentolerante Ziergräser sind zwar relativ pflegeleicht, trotzdem können hier und da Herausforderungen auftreten. Aus meiner Erfahrung lassen sich viele Probleme mit ein paar einfachen Tricks lösen:

Umgang mit Feuchtigkeit und Staunässe

Schattenbereiche neigen oft zu erhöhter Feuchtigkeit - das kann für manche Gräser problematisch werden. Um Staunässe vorzubeugen, empfehle ich folgende Maßnahmen:

  • Eine Verbesserung der Drainage durch das Einarbeiten von Sand oder feinem Kies in den Boden
  • Eine leicht erhöhte Pflanzung der Gräser
  • Die Wahl besonders feuchtigkeitstoleranter Arten wie verschiedener Seggen

Vorbeugung und Bekämpfung von Pilzkrankheiten

Wo Feuchtigkeit ist, sind Pilze meist nicht weit. Um Pilzerkrankungen vorzubeugen, hat sich in meinem Garten bewährt:

  • Genügend Abstand zwischen den Pflanzen zu lassen, damit die Luft gut zirkulieren kann
  • Regelmäßig abgestorbenes Pflanzenmaterial zu entfernen
  • Beim Gießen darauf zu achten, dass das Wasser direkt an den Boden kommt und nicht über die Blätter läuft

Sollte es trotzdem zu einem Befall kommen, entferne ich befallene Pflanzenteile großzügig und behandle die Gräser mit Pflanzenstärkungsmitteln. Das hat sich bisher als recht effektiv erwiesen.

Schutz vor Schnecken und anderen Schädlingen

Schnecken lieben schattige, feuchte Ecken genauso wie wir Gärtner. Um unsere Gräser vor ihnen zu schützen, kann man verschiedene Methoden ausprobieren:

  • Das Ausbringen von Schneckenkorn oder das Aufstellen von Bierfallen
  • Das Anlegen von Barrieren aus Kupferband oder Sägespänen
  • Die Förderung natürlicher Fressfeinde wie Igel oder Vögel

In meinem Garten hat sich eine Kombination aus diesen Methoden bewährt - probieren Sie aus, was bei Ihnen am besten funktioniert!

Vermehrung und Teilung schattentoleranter Ziergräser

Die meisten Ziergräser lassen sich zum Glück recht einfach vermehren. Das spart nicht nur Geld, sondern macht auch noch Spaß!

Methoden zur Vermehrung

  • Die Teilung etablierter Horste
  • Die Aussaat bei samenfesten Sorten
  • Bei einigen Arten sogar die Vermehrung über Stecklinge

Richtiger Zeitpunkt und Technik der Teilung

Meiner Erfahrung nach ist der beste Zeitpunkt zur Teilung das zeitige Frühjahr, kurz bevor die Gräser neu austreiben. So gehe ich dabei vor:

  • Ich grabe den gesamten Horst vorsichtig aus
  • Dann teile ich ihn mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke
  • Die Teilstücke pflanze ich sofort wieder ein und wässere sie gründlich

Bei besonders großen Horsten kann man übrigens auch nur Randstücke abstechen, ohne die ganze Pflanze auszugraben. Das ist weniger aufwendig und schont die Mutterpflanze.

Schattentolerante Ziergräser - eine echte Bereicherung für jeden Garten

Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr schattentolerante Ziergräser einen Garten bereichern können:

  • Sie bringen Leben in sonst oft schwierige Gartenbereiche mit ihrer Struktur und Bewegung
  • Viele Arten sind wunderbar pflegeleicht und robust
  • Sie harmonieren hervorragend mit anderen Schattenpflanzen
  • Die Auswahl an geeigneten Sorten ist tatsächlich größer, als viele denken

Ich kann nur jedem empfehlen, in seinem Schattengarten mit Ziergräsern zu experimentieren. Mit ein bisschen Auswahl und Pflege werden Sie bald einen lebendigen, strukturreichen Gartenbereich genießen können, der das ganze Jahr über interessant bleibt. Selbst in den schattigsten Ecken können Ziergräser unerwartete Akzente setzen und Ihren Garten auf eine ganz besondere Art bereichern.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind schattentolerante Ziergräser und welche Vorteile bieten sie?
    Schattentolerante Ziergräser sind speziell angepasste Gräser, die auch bei weniger als 6 Stunden direktem Sonnenlicht täglich gut gedeihen. Sie sind praktische Helfer für schwierige Gartenbereiche und hauchen oft kargen Schattenecken Leben ein. Diese Gräser bieten zahlreiche Vorteile: Sie bringen Struktur, Bewegung und spannende Texturen in den Schattengarten, sind pflegeleichter als viele andere Schattenpflanzen und benötigen wenig Düngung. Durch ihre Anpassungsfähigkeit gedeihen sie prächtig auch bei geringerer Lichtverfügbarkeit und bereichern den Garten das ganze Jahr über. Sie sind resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge, kommen mit unterschiedlichen Bodenbedingungen zurecht und lassen sich hervorragend mit klassischen Schattenpflanzen wie Funkien oder Farnen kombinieren. Zudem schaffen sie optische Grenzen als natürliche Raumteiler und bieten Vögeln sowie Insekten wertvollen Lebensraum.
  2. Welche Ziergras-Arten eignen sich besonders gut für schattige Gartenbereiche?
    Für schattige Gartenbereiche eignen sich mehrere bewährte Ziergras-Arten hervorragend. Das Japangras (Hakonechloa macra) ist ein wahrer Blickfang mit seinen elegant überhängenden Halmen und erreicht 30-60 cm Höhe. Besonders die Sorte 'Aureola' mit goldgelb gestreiften Blättern hellt dunkle Ecken auf. Die Waldschmiele (Deschampsia flexuosa) ist ein heimisches Gras für naturnahe Schattengärter, das sogar tieferen Schatten verträgt und zarte, durchscheinende Blütenrispen bildet. Seggen (Carex-Arten) wie Waldrandsegge und Japansegge sind vielseitige, immergrüne Gräser, die dichte Polster bilden. Die Sorte 'Ice Dance' mit weiß geränderten Blättern leuchtet förmlich im Schatten. Das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides), besonders die Sorte 'Hameln', kommt mit Halbschatten gut zurecht und besticht durch flauschige, zylindrische Blütenstände.
  3. Wie können schattentolerante Gräser bei der Gartengestaltung eingesetzt werden?
    Schattentolerante Gräser bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Als natürliche Raumteiler schaffen höher wachsende Arten wie Lampenputzergras optische Grenzen ohne dominante Wirkung. In harmonischen Partnerschaften ergänzen sie klassische Schattenpflanzen perfekt - Japangräser mit großblättrigen Funkien schaffen faszinierende Kontraste durch unterschiedliche Blattformen und Texturen. Als Bodendecker unterdrücken niedrig wachsende Seggen-Arten Unkraut und schaffen einheitliche, beruhigende Flächen. Die Waldschmiele eignet sich für größere Flächenbepflanzungen. Für lebendige Strukturen sorgen aufrechte Arten mit ihren vertikalen Linien und fedrigen Blütenständen, die dichte Pflanzungen auflockern. Auf schattigen Balkonen und Terrassen gedeihen viele Arten prächtig in Kübeln oder Trögen. Besonders Japangras 'Aureola' hellt dunkle Ecken auf und lässt sich gut mit hängenden Pflanzen kombinieren.
  4. Welche besonderen Eigenschaften hat das Japangras (Hakonechloa macra)?
    Das Japangras (Hakonechloa macra) ist ein außergewöhnliches Ziergras mit ganz besonderen Eigenschaften. Es wächst horstig und erreicht eine Höhe von 30-60 cm. Seine elegant überhängenden Halme erinnern an einen grünen Wasserfall und schaffen eine beruhigende, fließende Optik. Besonders bemerkenswert sind die goldgelb gestreiften Sorten wie 'Aureola', die selbst dunkelste Gartenecken aufhellen können. Das Japangras eignet sich perfekt als sanfter Übergang zwischen Bäumen und niedrigeren Stauden am Waldrand. Ein herausragendes Merkmal ist die herbstliche Farbentwicklung - die Blätter verwandeln sich in warme Gelb-, Orange- und sogar Rottöne. Die trockenen Halme bieten auch im Winter einen reizvollen Anblick, besonders mit Raureif überzogen. Das Gras ist äußerst schattenverträglich und gedeiht auch in Kübeln auf schattigen Balkonen prächtig. Seine weiche Textur und die elegante Wuchsform machen es zu einem der beliebtesten Schattengräser.
  5. Warum sind Seggen (Carex-Arten) als immergrüne Strukturpflanzen so wertvoll?
    Seggen (Carex-Arten) sind als immergrüne Strukturpflanzen besonders wertvoll, da sie das ganze Jahr über für Struktur und Farbe im Schattengarten sorgen. Sie bilden dichte, dauerhafte Polster und bringen selbst im Winter Grün in den Garten, wenn andere Pflanzen eingezogen sind. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu perfekten Gartenpartnern - sie eignen sich für fast jeden Standort und lassen sich ausgezeichnet mit anderen Schattenpflanzen kombinieren. Besonders Waldrandsegge (Carex sylvatica) und Japansegge (Carex morrowii) sind für Schattenbereiche ideal. Die Sorte 'Ice Dance' mit weiß geränderten Blättern leuchtet förmlich im Schatten und schafft attraktive Kontraste zu dunkelgrünen Pflanzen. Seggen fungieren auch als ideale Bodendecker und schützen den Boden vor Austrocknung. Ihre unterschiedlichen Wuchsformen - von niedrig-kissenförmig bis aufrecht-horstig - ermöglichen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem sind sie äußerst pflegeleicht und robust.
  6. Worin unterscheiden sich Waldschmiele und andere schattenverträgliche Gräser?
    Die Waldschmiele (Deschampsia flexuosa) unterscheidet sich in mehreren Punkten von anderen schattenverträglichen Gräsern. Als heimisches Gras ist sie perfekt an das mitteleuropäische Klima angepasst und eignet sich besonders für naturnahe Schattengärten. Ihre lockeren Horste mit feinen, drahtigen Halmen schaffen eine sehr natürliche, filigrane Optik. Ein besonderes Merkmal sind ihre zarten, durchscheinenden Blütenrispen im Sommer, die fast schwebend wirken und bei Lichteinfall magische Effekte erzeugen. Die Waldschmiele verträgt sogar tieferen Schatten als viele andere Ziergräser und wird 30-60 cm hoch. Im Gegensatz zu immergrünen Seggen zieht sie im Winter ein, bietet aber mit ihren trockenen Halmen und Blütenständen einen reizvollen Winteraspekt, besonders mit Raureif. Sie lässt sich hervorragend mit Farnen oder Funkien kombinieren und bringt Leichtigkeit in schwere Pflanzungen. Ihre Anspruchslosigkeit und hohe Schattentoleranz machen sie zu einem idealen Gras für schwierige Standorte.
  7. Wie unterscheiden sich Halbschatten und Vollschatten für Ziergräser?
    Die Unterscheidung zwischen Halbschatten und Vollschatten ist entscheidend für die richtige Auswahl schattentoleranter Ziergräser. Halbschatten bedeutet etwa 3-6 Stunden direktes Sonnenlicht täglich - ein idealer Kompromiss für viele schattentolerante Gräser wie das Lampenputzergras oder verschiedene Seggen-Arten. Diese Bedingungen ermöglichen oft noch eine gute Blütenbildung und kräftigeres Wachstum. Lichter Schatten mit diffusem Licht unter lichten Baumkronen eignet sich perfekt für Waldschmiele und viele Seggen-Arten. Vollschatten mit weniger als 3 Stunden direkter Sonne stellt höhere Anforderungen - hier gedeihen nur die robustesten Schattengräser wie bestimmte Carex-Arten. Im Vollschatten ist das Wachstum generell langsamer, die Blütenbildung kann reduziert sein, und die Pflanzen werden oft etwas lockerer im Wuchs. Wichtig ist, den Garten über mehrere Tage zu beobachten, da selbst kleine Lichtunterschiede über das Gedeihen der Gräser entscheiden können.
  8. Welche Standortanforderungen haben schattentolerante Ziergräser bezüglich Boden und Drainage?
    Schattentolerante Ziergräser haben spezifische Boden- und Drainage-Anforderungen für optimales Gedeihen. Sie bevorzugen humosen, lockeren Boden mit guter Struktur. Die Bodenverbesserung durch Kompost oder verrotteten Laubhumus ist empfehlenswert, ebenso das Auflockern verdichteter Böden. Bei schweren Böden verbessert eine Sandbeimischung die Durchlässigkeit. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 7. Eine gute Drainage ist entscheidend, obwohl viele Schattengräser Feuchtigkeit lieben - Staunässe kann problematisch werden. Ein einfacher Drainage-Test: Ein 30 cm tiefes, wassergefülltes Loch sollte nach 24 Stunden versickert sein. Ist dies nicht der Fall, helfen Drainageschichten aus Kies oder erhöhte Beete. In feuchten Bereichen haben sich Hügelpflanzungen bewährt. Ein Mulch aus Rindenhäcksel oder Laub hält die Bodenfeuchtigkeit und unterstreicht das natürliche Waldbodenambiente. Regelmäßige Feuchtigkeit ist wichtig, aber ohne Staunässe.
  9. Wo kann man qualitativ hochwertige schattentolerante Ziergräser kaufen?
    Qualitativ hochwertige schattentolerante Ziergräser erhalten Sie bei verschiedenen Bezugsquellen. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an bewährten Arten und Sorten mit fundierter Beratung. Spezialisierte Gartencenter punkten mit sachkundiger Beratung und gesunden, kräftigen Pflanzen. Staudengärtnereien haben oft ein besonders vielfältiges Sortiment und können auch seltene Sorten beschaffen. Online-Shops bieten den Vorteil größerer Sortenvielfalt und detaillierter Beschreibungen. Wichtige Qualitätskriterien sind kräftige Wurzelentwicklung, gesundes Laub ohne Krankheitsanzeichen und sortenechte Pflanzen. Achten Sie auf die Herkunft - Pflanzen aus regionalen Gärtnereien sind oft besser an das lokale Klima angepasst. Gute Anbieter kennzeichnen ihre Pflanzen mit detaillierten Informationen zu Standortansprüchen und Wuchseigenschaften. Der Kauf im Frühjahr oder frühen Herbst bietet die besten Pflanztermine. Lassen Sie sich von erfahrenen Gärtnern beraten, welche Arten für Ihre speziellen Standortbedingungen geeignet sind.
  10. Was sollte man beim Bestellen von Schattengräsern online beachten?
    Beim Online-Bestellen von Schattengräsern sind verschiedene Aspekte zu beachten. Etablierte Gartenshops wie samen.de gewährleisten sichere Verpackung und fachgerechten Versand der empfindlichen Pflanzen. Achten Sie auf detaillierte Sortenbeschreibungen mit Angaben zu Wuchshöhe, Standortansprüchen und Winterhärte. Prüfen Sie die Pflanzenqualität - Topfgröße, Alter und Wurzelentwicklung sind wichtige Kriterien. Seriöse Anbieter zeigen Bilder der tatsächlichen Pflanzenqualität. Bestellzeitpunkt ist entscheidend: Frühjahr und früher Herbst sind optimal für die Pflanzung. Informieren Sie sich über Versandkosten und Lieferzeiten - lebende Pflanzen benötigen schnellen Versand. Achten Sie auf Anwachsgarantien und Rückgaberechte bei Problemen. Lesen Sie Kundenbewertungen zu Pflanzenqualität und Service. Wetterbedingungen beim Versand sind wichtig - extreme Temperaturen können schädlich sein. Planen Sie die Pflanzung direkt nach Erhalt oder sorgen Sie für fachgerechte Zwischenlagerung. Seriöse Händler bieten Nachberatung bei Anwachsproblemen.
  11. Welche Rolle spielen schattentolerante Gräser in der modernen Landschaftsarchitektur?
    Schattentolerante Gräser spielen eine wichtige Rolle in der modernen Landschaftsarchitektur, besonders in urbanen Räumen mit vielen schattigen Bereichen zwischen Gebäuden. Sie lösen das Problem schwierig bepflanzbare Flächen elegant und nachhaltig. Ihre strukturgebenden Eigenschaften machen sie zu wertvollen Gestaltungselementen - sie schaffen Rhythmus, Bewegung und natürliche Übergänge. In naturnahen Gartenkonzepten bilden sie authentische Waldrandgesellschaften nach und unterstützen das Konzept des ökologischen Gärtnerns. Ihre ganzjährige Präsenz ist besonders in der Vier-Jahreszeiten-Gestaltung geschätzt. Als pflegearme Pflanzen entsprechen sie dem Trend zu nachhaltigen, ressourcenschonenden Gärten. In öffentlichen Grünanlagen reduzieren sie Pflegeaufwand und Kosten erheblich. Moderne Landschaftsarchitekten setzen sie gezielt als Raumteiler, Sichtschutz oder zur Strukturierung großer Flächen ein. Ihre Kombination mit anderen Schattenpflanzen schafft vielschichtige, naturnahe Pflanzungen, die dem wachsenden Bewusstsein für Biodiversität und ökologische Gärten entsprechen.
  12. Wie entwickeln sich schattentolerante Ziergräser über mehrere Vegetationsperioden?
    Die Entwicklung schattentoleranter Ziergräser über mehrere Vegetationsperioden ist faszinierend zu beobachten. Im ersten Jahr nach der Pflanzung etablieren sich die Pflanzen und entwickeln ihr Wurzelsystem - das Wachstum ist oft noch verhalten. Ab dem zweiten Jahr zeigen sie deutlicheres Wachstum und bilden kräftigere Horste. Viele Arten erreichen erst im dritten bis vierten Jahr ihre volle Pracht und charakteristische Wuchsform. Horstbildende Arten wie Japangras werden über die Jahre immer dichter und imposanter. Die Waldschmiele bildet mit der Zeit lockere, naturnahe Bestände. Seggen entwickeln sich zu dauerhaften, strukturgebenden Elementen. Die Blühwilligkeit nimmt meist mit dem Alter zu - etablierte Pflanzen blühen reicher. Die Winterhärte verbessert sich mit zunehmendem Alter deutlich. Viele Gräser können nach 4-6 Jahren geteilt werden, was zur Verjüngung beiträgt. Die herbstlichen Farben werden oft intensiver, je älter die Pflanzen werden. Langfristig bilden sich naturnahe, selbstregulierende Pflanzengesellschaften.
  13. Welche ökologischen Funktionen erfüllen Schattengräser im Garten-Ökosystem?
    Schattengräser erfüllen wichtige ökologische Funktionen im Garten-Ökosystem. Als Bodenschutz verhindern sie Erosion und Austrocknung, besonders in schattigen Hanglagen. Ihre Wurzelsysteme lockern den Boden und verbessern die Bodenstruktur nachhaltig. Sie bieten wertvollen Lebensraum für verschiedene Tierarten - Vögel nutzen Samen als Nahrung und die dichten Horste als Nistplätze. Insekten finden in den Blütenständen Nahrung und Unterschlupf, was die Biodiversität fördert. Die Gräser fungieren als CO2-Speicher und tragen zur Klimaregulation bei. Im Winter bieten die stehen gelassenen Halme Überwinterungsquartiere für Insekten und kleine Säugetiere. Ihre Blätter und Halme werden zu wertvollem Mulchmaterial und speisen den natürlichen Nährstoffkreislauf. In naturnahen Pflanzungen bilden sie zusammen mit anderen Schattenpflanzen komplexe Pflanzengesellschaften. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft und verbessern das Mikroklima durch Verdunstungskühlung. Als pflegearme Pflanzen reduzieren sie den Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln erheblich.
  14. Wie wirken sich verschiedene Mikroklimata auf schattenliebende Ziergräser aus?
    Verschiedene Mikroklimata haben erheblichen Einfluss auf schattenliebende Ziergräser. Windgeschützte Bereiche schaffen stabilere Temperaturen und reduzierte Verdunstung, was besonders feinen Gräsern wie der Waldschmiele zugutekommt. Windige Schattenlagen können hingegen austrocknend wirken und erfordern angepasste Bewässerung. Kaltluftsenken mit längerer Frostdauer beeinflussen die Austriebszeiten - hier empfehlen sich besonders winterharte Arten wie robuste Seggen. Bereiche mit Morgensonne und Nachmittagsschatten bieten ideale Bedingungen für viele Schattengräser, da sie das sanfte Morgenlicht nutzen können, aber vor heißer Mittagssonne geschützt sind. Die Luftfeuchtigkeit variiert stark - unter dichten Baumkronen ist sie höher, was manchen Arten wie Japangras entgegenkommt, aber Pilzkrankheiten fördern kann. Bodenwärme unterscheidet sich je nach Beschattung: Unter Laubbäumen ist sie im Frühjahr höher als unter immergrünen Gehölzen. Schneelage und -dauer beeinflussen den Winterschutz. Diese Mikroklimaunterschiede erfordern eine standortspezifische Artenwahl für optimale Ergebnisse.
  15. Wie wird die richtige Pflanztiefe bei schattentoleranten Gräsern bestimmt?
    Die richtige Pflanztiefe bei schattentoleranten Gräsern ist entscheidend für erfolgreiches Anwachsen. Grundregel ist: Die Pflanzen werden auf gleicher Höhe gesetzt, wie sie im Topf standen. Der Wurzelhals sollte ebenerdig mit der Bodenoberfläche abschließen - weder zu tief noch zu hoch. Bei zu tiefer Pflanzung können Wurzelhals und Triebansätze faulen, besonders in feuchten Schattenbereichen. Zu hohe Pflanzung führt zum Austrocknen der Wurzeln. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen und nur so tief sein, dass die Pflanze in korrekter Höhe steht. Bei Containerpflanzen den Wurzelballen vor der Pflanzung leicht auflockern. In schweren Böden kann eine geringfügig erhöhte Pflanzung vorteilhaft sein, um Staunässe zu vermeiden. Nach dem Einsetzen wird mit der vorbereiteten Erde aufgefüllt und leicht angedrückt - nicht festtrampeln! Abschließend gründlich einwässern, um Lufteinschlüsse zu vermeiden und den Bodenschluss herzustellen. Die ersten Wochen nach der Pflanzung regelmäßige Kontrolle der Feuchtigkeit.
  16. Welche Werkzeuge und Materialien werden für die Pflanzung von Schattengräsern benötigt?
    Für die professionelle Pflanzung von Schattengräsern benötigen Sie verschiedene Werkzeuge und Materialien. Einen scharfen Spaten zum Ausheben der Pflanzlöcher und zur Bodenlockerung - qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de führen robuste Gartenspaten mit ergonomischen Griffen. Eine Grabegabel hilft beim vorsichtigen Lockern verdichteter Böden ohne Wurzelschäden. Für die Bodenverbesserung sind Kompost, verrotteter Laubhumus oder spezielle Pflanzerde erforderlich. Ein Gartenvlies oder Mulchmaterial schützt vor Unkraut und hält die Feuchtigkeit. Zur Bewässerung benötigen Sie eine Gießkanne oder einen Gartenschlauch mit Brause. Eine Schubkarre erleichtert den Transport von Erde und Pflanzen. Handschuhe schützen vor Verletzungen, besonders bei stacheligen Seggen. Ein Maßband hilft bei der richtigen Pflanzabstände. Für die Nachpflege sind eine scharfe Gartenschere und eventuell ein Laubbesen nützlich. Bei größeren Projekten kann ein Bodenfräse die Vorbereitung erleichtern. Hochwertige Werkzeuge zahlen sich durch Langlebigkeit und einfachere Handhabung aus.
  17. Stimmt es, dass Ziergräser im Schatten nicht blühen können?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Viele schattentolerante Ziergräser können durchaus blühen, auch wenn die Blüte im Schatten oft dezenter ausfällt als in sonnigen Lagen. Die Waldschmiele bildet im Sommer zarte, durchscheinende Blütenrispen, die bei Lichteinfall besonders reizvoll wirken. Das Lampenputzergras entwickelt auch im Halbschatten seine charakteristischen, flauschigen Blütenstände, wenn auch etwas weniger üppig. Seggen-Arten zeigen oft unscheinbare, aber durchaus vorhandene Blütenstände. Entscheidend ist der Schattengrad: Im Halbschatten mit 3-6 Stunden Sonnenlicht blühen die meisten Arten noch gut, im Vollschatten kann die Blütenbildung reduziert sein. Interessant ist, dass manche Schattengräser ihre Energie mehr in attraktives Laubwerk stecken - das Japangras beeindruckt beispielsweise hauptsächlich durch seine eleganten, überhängenden Blätter. Die Blüten sind oft dezent, aber durchaus vorhanden und tragen zur Samenbildung bei. Wichtig ist die richtige Artenwahl für den jeweiligen Standort.
  18. Welche schattentoleranten Ziergräser eignen sich für mitteleuropäische Klimazonen?
    Für mitteleuropäische Klimazonen eignen sich verschiedene bewährte, winterharte Ziergräser-Arten hervorragend. Die einheimische Waldschmiele (Deschampsia flexuosa) ist perfekt an unser Klima angepasst und verträgt selbst strenge Winter problemlos. Seggen-Arten wie die Waldrandsegge (Carex sylvatica) und Japansegge (Carex morrowii) sind äußerst winterhart und bleiben immergrün. Das Japangras (Hakonechloa macra) ist trotz asiatischer Herkunft in Mitteleuropa gut winterhart, besonders in geschützten Lagen. Viele Pennisetum-Arten sind bedingt winterhart und benötigen eventuell leichten Winterschutz in rauen Lagen. Wichtig ist die Auswahl klimaangepasster Sorten und Herkünfte. Pflanzen aus regionalen Gärtnereien sind oft besser an lokale Bedingungen angepasst. Die meisten schattentoleranten Ziergräser vertragen Temperaturen bis -20°C und darunter. Entscheidend für die Winterhärte ist oft weniger die absolute Kälte als vielmehr Wechselfrost und Staunässe. Ein guter Drainage und geschützte Standorte verbessern die Winterhärte erheblich.
  19. Was unterscheidet schattentolerante Ziergräser von Schattenpflanzen wie Funkien oder Farnen?
    Schattentolerante Ziergräser unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Punkten von anderen Schattenpflanzen wie Funkien oder Farnen. Der wichtigste Unterschied liegt in der Wuchsform: Gräser bilden aufrechte, lineare Blätter und schaffen vertikale Strukturen, während Funkien breite, rundliche Blätter und Farne gefiederte Wedel entwickeln. Diese Formenvielfalt ermöglicht spannende Kombinationen. Gräser bringen Bewegung in den Schattengarten - sie wiegen sich im Wind und schaffen Dynamik, während Funkien und Farne eher statisch wirken. Die Textur unterscheidet sich erheblich: Gräser haben schmale, oft feine Blätter, Funkien große, strukturierte Blattflächen und Farne filigrane Wedel. Jahreszeitlich zeigen Gräser oft spektakuläre Herbstfärbungen und attraktive Winteraspekte mit trockenen Halmen, während Funkien einziehen und Farne meist immergrün bleiben. Pflegeansprüche variieren: Gräser sind oft genügsamer und benötigen weniger Düngung als Funkien. Die ökologische Funktion unterscheidet sich - Gräser bieten Samen für Vögel und Überwinterungsplätze für Insekten.
  20. Wie grenzen sich schattenverträgliche Gräser von anderen Bodendecker-Pflanzen ab?
    Schattenverträgliche Gräser grenzen sich durch ihre besonderen Eigenschaften deutlich von anderen Bodendecker-Pflanzen ab. Während klassische Bodendecker wie Efeu oder Pachysandra hauptsächlich flächig und niedrig wachsen, schaffen Gräser auch in bodendeckender Funktion vertikale Strukturen und Höhenunterschiede. Ihre horstige oder rasenbildende Wuchsform unterscheidet sich von den meist kriechenden oder ausläuferbildenden Bodendeckern. Gräser bieten Bewegung und Dynamik durch ihre im Wind wiegenden Halme, was statischen Bodendeckern fehlt. Jahreszeitlich punkten Gräser mit Blüten, Herbstfärbung und attraktiven Winteraspekten, während viele Bodendecker ganzjährig ähnlich aussehen. Die Textur ist völlig anders: schmale, lineare Blätter statt breiter oder rundlicher Formen. Ökologisch sind Gräser wertvoller - sie bieten Nahrung für Vögel und Lebensraum für Insekten. Pflegetechnisch sind sie oft anspruchsloser und benötigen weniger Rückschnitt als viele Bodendecker. Ihre Kombination mit klassischen Bodendeckern schafft interessante, vielschichtige Pflanzungen mit unterschiedlichen Höhen und Texturen.
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