Tithonien natürlich vor Schädlingen schützen

Tithonien: Natürliche Schädlingsbekämpfung für prachtvolle Sommerblüher

Tithonien, auch als Mexikanische Sonnenblumen bekannt, sind wunderschöne Sommerblumen, die jeden Garten in ein Blütenmeer verwandeln können. Doch wie schützt man diese prächtigen Pflanzen vor unerwünschten Besuchern?

Tithonien-Tipps auf einen Blick

  • Standortwahl: sonnig und windgeschützt
  • Häufige Schädlinge: Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen, Schnecken
  • Vorbeugung: Mischkultur, gesunde Ernährung, Nützlingsförderung
  • Natürliche Bekämpfung: Neem-Öl, Knoblauchbrühe, Brennnesseljauche

Tithonien: Sommerblüher aus Mexiko

Tithonien, botanisch Tithonia diversifolia, sind wahre Hinguckpflanzen im Sommergarten. Mit ihren strahlend orangefarbenen oder gelben Blüten und der beeindruckenden Wuchshöhe von bis zu 2 Metern ziehen sie nicht nur bewundernde Blicke auf sich, sondern locken auch zahlreiche Schmetterlinge und andere Bestäuber an. In meinem Garten habe ich sie letztes Jahr zum ersten Mal angepflanzt und war schlichtweg begeistert von ihrer Wirkung.

Warum natürliche Schädlingsbekämpfung bei Tithonien?

Obwohl Tithonien recht robust sind, können sie von verschiedenen Schädlingen heimgesucht werden. Der Einsatz chemischer Pestizide ist jedoch oft kontraproduktiv: Er schadet nicht nur den Schädlingen, sondern auch nützlichen Insekten und kann das ökologische Gleichgewicht im Garten empfindlich stören. Natürliche Methoden hingegen sind umweltfreundlich und fördern ein gesundes Garten-Ökosystem.

Häufige Schädlinge bei Tithonien

Trotz ihrer Widerstandsfähigkeit können Tithonien von einigen Plagegeistern befallen werden. Hier die häufigsten Übeltäter:

Blattläuse

Diese kleinen Sauger sind oft die ersten Schädlinge, die man an Tithonien entdeckt. Sie sitzen meist an jungen Trieben und Blütenknospen und saugen den Pflanzensaft. Dabei scheiden sie klebrigen Honigtau aus, auf dem sich oft Rußtaupilze ansiedeln. Ein starker Befall kann zu verkrüppelten Blättern und Wachstumsstörungen führen.

Spinnmilben

Bei warmem, trockenem Wetter können sich Spinnmilben rasant vermehren. Sie saugen ebenfalls an den Blättern und hinterlassen feine Gespinste. Befallene Blätter zeigen zunächst kleine helle Punkte, später verfärben sie sich gelblich bis bräunlich und fallen schließlich ab.

Weiße Fliegen

Diese winzigen, weißen Insekten sitzen meist an der Blattunterseite. Ähnlich wie Blattläuse saugen sie Pflanzensaft und scheiden Honigtau aus. Bei starkem Befall können die Blätter vergilben und absterben.

Schnecken

Besonders junge Tithonien-Pflanzen sind für Schnecken ein Leckerbissen. Sie können über Nacht ganze Pflanzen kahlfressen. In meinem Garten habe ich beobachtet, dass Schnecken vor allem nach Regenfällen aktiv werden und man dann besonders wachsam sein muss.

Vorbeugende Maßnahmen

Um Schädlingsbefall vorzubeugen, gibt es einige wirkungsvolle Strategien:

Standortwahl und Bodenvorbereitung

Tithonien gedeihen am besten an einem sonnigen, windgeschützten Standort mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. Eine gute Drainage ist wichtig, da Staunässe die Pflanzen schwächt und anfälliger für Krankheiten macht. Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, den Boden mit reifem Kompost anzureichern. Dies fördert nicht nur das Wachstum, sondern stärkt auch die natürliche Widerstandskraft der Pflanzen.

Gesunde Pflanzenernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist für Tithonien, wie für alle Pflanzen, entscheidend. Übermäßige Stickstoffdüngung macht die Pflanzen zwar üppig, aber auch weich und anfällig für Schädlinge. Stattdessen sollte man auf eine ausgewogene organische Düngung setzen. Kompost, gut verrotteter Mist oder spezielle organische Dünger für Blühpflanzen sind ideal. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh hält den Boden feucht und nährstoffreich.

Mischkultur und Begleitpflanzen

Die richtige Nachbarschaft kann Tithonien vor Schädlingen schützen. Ringelblumen, Tagetes oder Lavendel in der Nähe gepflanzt, verwirren durch ihren intensiven Duft viele Schädlinge. Kapuzinerkresse lockt Blattläuse an und fungiert so als Ablenkungspflanze. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen den Tithonien gepflanzt, können durch ihre ätherischen Öle abschreckend auf manche Schädlinge wirken.

In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen mit einer Mischung aus Tithonien, Ringelblumen und Basilikum gemacht. Diese Kombination sieht nicht nur hübsch aus, sondern scheint auch die Schädlinge in Schach zu halten.

Mit diesen vorbeugenden Maßnahmen legen Sie den Grundstein für gesunde, widerstandsfähige Tithonien. Dennoch kann es vorkommen, dass Schädlinge Ihre Pflanzen befallen. In diesem Fall gibt es eine Reihe natürlicher Bekämpfungsmethoden, die ich Ihnen in den folgenden Abschnitten vorstellen werde.

Biologische Bekämpfungsmethoden für Tithonien

Beim Anbau von Tithonien, oder Mexikanischen Sonnenblumen, wie sie auch genannt werden, bieten sich biologische Bekämpfungsmethoden als umweltfreundliche und wirksame Möglichkeit an, um Schädlinge in Schach zu halten. Diese Methoden nutzen die natürlichen Feinde der Schädlinge und fördern das ökologische Gleichgewicht im Garten – ein Aspekt, der mir persönlich sehr am Herzen liegt.

Förderung von Nützlingen

Eine Schlüsselstrategie ist die Unterstützung von Nützlingen. Diese natürlichen Helfer unterstützen uns bei der Schädlingsbekämpfung, ohne dass wir selbst eingreifen müssen – quasi eine kostenlose Gartenpolizei.

Marienkäfer

Marienkäfer sind wahre Blattlaus-Vertilgungsmaschinen. Ein einziger Marienkäfer kann täglich bis zu 150 Blattläuse verspeisen – beeindruckend, nicht wahr? Um sie anzulocken, empfiehlt es sich, Blühpflanzen wie Kornblumen oder Ringelblumen in der Nähe der Tithonien zu pflanzen. Ein kleiner Haufen Reisig oder Laub bietet ihnen zudem einen gemütlichen Unterschlupf.

Schwebfliegen

Die Larven der Schwebfliegen sind ebenfalls unersättliche Blattlausvertilger. Die erwachsenen Fliegen hingegen naschen gerne an Nektar und Pollen. Dill, Fenchel und andere Doldenblütler sind wahre Magneten für Schwebfliegen. Ein paar dieser Pflanzen zwischen den Tithonien sorgen für eine natürliche Schädlingskontrolle – und sehen dabei noch hübsch aus.

Schlupfwespen

Schlupfwespen sind faszinierende Kreaturen. Sie parasitieren verschiedene Schädlinge, indem sie ihre Eier in deren Larven legen – eine etwas gruselige, aber höchst effektive Methode. Um sie zu fördern, sollten wir auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten und stattdessen Blühstreifen mit Kräutern und Wildblumen anlegen.

Einsatz von Nematoden

Nematoden, diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer, sind wahre Alleskönner im Boden. Einige Arten haben sich als natürliche Feinde von Schädlingen wie Dickmaulrüsslern oder Trauermückenlarven erwiesen. Bei starkem Befall können spezielle Nematoden-Präparate in den Boden eingebracht werden. Die Nematoden machen sich dann auf die Suche nach Schädlingslarven und parasitieren diese – quasi eine unterirdische Spezialeinheit.

Bakterien und Pilze als Biocontrol-Agenten

Bestimmte Mikroorganismen können gezielt gegen Schädlinge eingesetzt werden. Der Bacillus thuringiensis ist ein Bakterium, das speziell gegen Schmetterlingsraupen wirkt. Es wird als Spritzbrühe auf die Pflanzen aufgebracht und ist für Menschen und Nützlinge unbedenklich.

Entomopathogene Pilze wie Beauveria bassiana infizieren verschiedene Schadinsekten und können bei starkem Befall zum Einsatz kommen. Sie sind besonders effektiv gegen Weiße Fliegen und Thripse – sozusagen die Scharfschützen unter den biologischen Bekämpfungsmitteln.

Pflanzliche Schädlingsbekämpfungsmittel für Tithonien

Neben den biologischen Methoden gibt es auch verschiedene pflanzliche Mittel, die wir zur Schädlingsbekämpfung bei Tithonien einsetzen können. Diese natürlichen Präparate lassen sich meist einfach selbst herstellen und sind obendrein umweltfreundlich.

Neem-Öl-Präparate

Neem-Öl, gewonnen aus den Samen des Neem-Baums, enthält den Wirkstoff Azadirachtin. Es wirkt gegen eine Vielzahl von Schadinsekten, indem es deren Entwicklung und Fortpflanzung stört. Für eine Spritzbrühe mischen wir 5 ml Neem-Öl mit 1 Liter Wasser und einem Tropfen Spülmittel als Emulgator. Die Lösung wird auf die Pflanzen gesprüht, wobei die Blattunterseiten nicht vergessen werden sollten – dort verstecken sich die Schädlinge besonders gerne.

Knoblauch-Spray

Knoblauch hat eine abschreckende Wirkung auf viele Schädlinge – und leider manchmal auch auf menschliche Besucher! Für ein Knoblauch-Spray zerkleinern wir 3-4 Knoblauchzehen und übergießen sie mit einem Liter heißem Wasser. Nach dem Abkühlen wird die Lösung gefiltert und kann direkt auf die Tithonien gesprüht werden. Der Geruch hält Blattläuse und andere Schädlinge fern, aber keine Sorge, er verfliegt schnell wieder.

Brennnessel-Jauche

Brennnesseln sind wahre Alleskönner im Garten. Eine Jauche aus Brennnesseln stärkt die Pflanzen und hält gleichzeitig Schädlinge fern. Wir füllen einen Eimer zu einem Drittel mit frischen Brennnesseln und gießen Wasser darüber. Nach etwa zwei Wochen Gärzeit wird die Jauche gefiltert und im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Diese Lösung kann dann auf die Tithonien gesprüht oder gegossen werden – ein echtes Kraftpaket für unsere Pflanzen.

Schachtelhalm-Sud

Schachtelhalm enthält viel Kieselsäure, die die Zellwände der Pflanzen stärkt und sie widerstandsfähiger gegen Pilzerkrankungen macht. Für einen Sud kochen wir 150 g frischen oder 15 g getrockneten Schachtelhalm in einem Liter Wasser für etwa 30 Minuten. Nach dem Abkühlen wird der Sud gefiltert und im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnt. Diese Lösung sprühen wir vorbeugend alle zwei Wochen auf unsere Tithonien – eine Art natürlicher Schutzschild.

Mit diesen biologischen und pflanzlichen Methoden können wir unsere Tithonien effektiv vor Schädlingen schützen, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Es braucht manchmal etwas Geduld, bis sich ein natürliches Gleichgewicht eingestellt hat, aber langfristig profitieren wir von einem gesunden und lebendigen Garten-Ökosystem. In meinem eigenen Garten habe ich festgestellt, dass diese Methoden nicht nur wirksam sind, sondern auch zu einem tieferen Verständnis und einer größeren Wertschätzung für die komplexen Zusammenhänge in der Natur führen.

Physikalische Methoden zur Schädlingsbekämpfung bei Tithonien

Bei der Pflege von Tithonien gibt es einige bewährte physikalische Methoden, die ohne den Einsatz von Chemikalien auskommen und trotzdem effektiv gegen Schädlinge vorgehen. Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass diese Methoden nicht nur umweltfreundlich sind, sondern oft auch überraschend wirksam.

Absammeln von Schädlingen

Eine simple, aber erstaunlich effektive Methode ist das manuelle Absammeln von Schädlingen. Bei größeren Plagegeistern wie Schnecken oder Raupen kann dies wahre Wunder bewirken. Früh morgens oder in der Abenddämmerung, wenn die Tiere am aktivsten sind, schnappe ich mir einen Eimer und Handschuhe und mache mich auf die Jagd. Es ist fast schon meditativ, und man bekommt nebenbei einen guten Überblick über den Zustand der Pflanzen.

Einsatz von Kulturschutznetzen

Kulturschutznetze sind wie eine Schutzburg für unsere Tithonien. Diese feinen Netze lassen Licht und Luft durch, halten aber lästige Insekten fern. Man kann sie direkt über die Pflanzen legen oder an einem Gestell befestigen. Wichtig ist, dass die Ränder gut abgedichtet sind, sonst finden die cleveren Schädlinge doch einen Weg hinein. Besonders gut eignen sich diese Netze zum Schutz vor der Möhrenfliege, die überraschenderweise auch Tithonien auf ihrem Speiseplan hat.

Klebefallen für fliegende Insekten

Klebefallen sind eine weitere Möglichkeit, fliegende Schädlinge in Schach zu halten. Sie bestehen aus farbigen Tafeln oder Bändern mit einer klebrigen Beschichtung. Die Farbe lockt bestimmte Insekten an, die dann buchstäblich kleben bleiben. Gelbe Klebetafeln sind wahre Magneten für Weiße Fliegen und Blattläuse, während blaue eher Thripse anziehen. Ich hänge sie regelmäßig zwischen meinen Tithonien auf und staune immer wieder, wie viele unerwünschte Gäste daran hängenbleiben.

Gartenhygiene und Kulturmaßnahmen für gesunde Tithonien

Neben den physikalischen Methoden spielen auch Gartenhygiene und gezielte Kulturmaßnahmen eine wichtige Rolle bei der Schädlingsbekämpfung. Diese Aspekte werden oft unterschätzt, sind aber meiner Erfahrung nach entscheidend für einen gesunden Garten.

Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen

Eine regelmäßige Inspektion der Tithonien hilft, Schädlingsbefall frühzeitig zu erkennen. Ich nehme mir jede Woche Zeit für einen gründlichen Check. Besonders die Blattunterseiten und Blattachseln haben es mir angetan – dort verstecken sich die kleinen Biester nämlich besonders gern. Verfärbungen, Fraßspuren oder verformte Blätter sind oft die ersten Alarmzeichen. Je früher man die ungebetenen Gäste entdeckt, desto einfacher ist es, sie loszuwerden.

Entfernen befallener Pflanzenteile

Befallene Pflanzenteile sollten zügig entfernt werden. Ich schneide stark befallene Blätter oder Triebe großzügig ab und entsorge sie im Hausmüll – nicht auf dem Kompost, sonst gibt's dort eine Schädlings-Party! Bei der Entfernung ist allerdings Vorsicht geboten, um die gesunden Teile der Pflanze nicht zu beschädigen. Es ist wie eine kleine Operation am offenen Herzen der Pflanze.

Fruchtfolge und Anbaupausen

Eine durchdachte Fruchtfolge kann den Schädlingsdruck deutlich reduzieren. Tithonien sollten nicht jedes Jahr am gleichen Fleck stehen. Ein Wechsel mit anderen Pflanzenarten tut dem Boden und den Pflanzen gut. Ich halte eine Anbaupause von mindestens zwei bis drei Jahren für Tithonien am selben Standort ein. Das unterbricht die Lebenszyklen vieler Schädlinge und reduziert das Befallsrisiko spürbar.

Stärkung der Pflanzengesundheit bei Tithonien

Gesunde, vitale Pflanzen sind wie ein natürliches Abwehrsystem gegen Schädlinge. Daher ist die Stärkung der Pflanzengesundheit ein Kernaspekt der vorbeugenden Schädlingsbekämpfung. Hier ein paar Tricks, die sich bei mir bewährt haben:

Optimale Bewässerung

Tithonien mögen es gleichmäßig feucht, aber Vorsicht vor Staunässe – die mögen sie gar nicht. Ich gieße am liebsten morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können. Eine Tröpfchenbewässerung kann wahre Wunder bewirken, da sie das Wasser gezielt an die Wurzeln bringt, ohne die Blätter zu benetzen. So bleiben die Pflanzen gesund und die Schädlinge haben es schwerer.

Mulchen zur Förderung der Bodengesundheit

Eine Mulchschicht aus organischem Material wie Stroh oder Rasenschnitt ist wie eine Wellneskur für den Boden. Sie hält die Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und fördert das Bodenleben. Ein gesunder Boden mit vielen Mikroorganismen stärkt die Widerstandskraft der Tithonien gegen Schädlinge und Krankheiten. Ich halte die Mulchschicht etwa 5 cm dick, aber Vorsicht: Nicht direkt an den Pflanzenstängeln anlegen, sonst droht Fäulnis.

Verwendung von Pflanzenstärkungsmitteln

Pflanzenstärkungsmittel können die Abwehrkräfte von Tithonien ordentlich pushen. Präparate auf Basis von Algen oder Schachtelhalm haben sich bei mir bewährt. Diese enthalten wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, die die Pflanzen kräftigen. Auch Komposttee, selbst gebraut aus reifem Kompost, ist ein tolles natürliches Stärkungsmittel. Aber Vorsicht bei der Anwendung: Weniger ist oft mehr, also immer schön die Herstellerangaben beachten.

Mit diesen Methoden lässt sich der Schädlingsbefall bei Tithonien auf natürliche Weise eindämmen. Die Kombination verschiedener Ansätze und etwas Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg. Natürliche Schädlingsbekämpfung braucht zwar manchmal etwas mehr Zeit als die chemische Keule, ist dafür aber nachhaltiger und schont unsere Umwelt. Und mal ehrlich: Was gibt es Schöneres, als zu sehen, wie die eigenen Tithonien prächtig gedeihen, ohne dass man die Chemiekeule schwingen muss?

Integrierter Pflanzenschutz bei Tithonien

Bei der Kultivierung von Tithonien hat sich ein ganzheitlicher Ansatz als besonders wirksam erwiesen. Der integrierte Pflanzenschutz vereint verschiedene Methoden, um die Gesundheit der Pflanzen zu fördern und Schädlinge in Schach zu halten.

Kombination verschiedener Methoden

Eine effektive Strategie umfasst sowohl vorbeugende als auch direkte Maßnahmen:

  • Standortwahl: Tithonien lieben sonnige, luftige Plätze - dort fühlen sie sich am wohlsten
  • Bodenvorbereitung: Ein lockerer, nährstoffreicher Boden ist das A und O für kräftiges Wachstum
  • Mischkultur: Tithonien vertragen sich prächtig mit Begleitpflanzen wie Tagetes oder Basilikum
  • Nützlingsförderung: Blühstreifen sind wie ein Magnet für die natürlichen Verbündeten im Kampf gegen Schädlinge
  • Mechanischer Schutz: Bei Bedarf können Kulturschutznetze wahre Wunder bewirken
  • Pflanzenstärkung: Regelmäßige Düngung und Kompostgaben halten die Tithonien fit und vital

Diese Methodenkombination schafft robuste Pflanzen in einem ausbalancierten Gartenökosystem - quasi ein Schlaraffenland für Tithonien.

Beobachtung und Anpassung der Strategie

Regelmäßige Kontrollen sind das Um und Auf. Ich nehme mir zweimal die Woche Zeit, um mein Tithonienbeet genau unter die Lupe zu nehmen. Je nach Bedarf passe ich meine Vorgehensweise an:

  • Bei Trockenheit heißt es: Mehr Wasser marsch!
  • Zeigen sich erste Mangelerscheinungen, gibt's eine Extra-Portion Dünger
  • Sobald sich Schädlinge blicken lassen, kommen Pflanzenjauchen zum Einsatz
  • Stark befallene Pflanzenteile werden großzügig zurückgeschnitten

Flexibilität ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Schließlich bringt jede Gartensaison ihre eigenen Herausforderungen mit sich.

Herausforderungen und Lösungen

Trotz aller Vorsorge kann es manchmal knifflig werden. Hier ein paar typische Problemfälle und mögliche Lösungsansätze:

Umgang mit hartnäckigen Schädlingsproblemen

Wenn Blattläuse oder Spinnmilben überhand nehmen, hilft oft eine Kombination aus mechanischer Entfernung und dem Einsatz von Nützlingen. Marienkäferlarven oder Raubmilben können wahre Wunder bewirken. In besonders kniffligen Fällen greife ich auf selbstgemachte Pflanzenschutzmittel zurück:

  • Brennnesseljauche als Blattlaus-Schreck
  • Knoblauch-Öl-Emulsion gegen lästige Spinnmilben
  • Schachtelhalm-Sud als Allround-Stärkungsmittel

Diese natürlichen Mittel sind nicht nur umweltfreundlich, sondern in den meisten Fällen auch richtig effektiv.

Anpassung an klimatische Bedingungen

Tithonien stammen ursprünglich aus Mexiko und sind echte Sonnenanbeter. In kühleren Regionen oder bei nasskalten Sommern kann es schon mal Probleme geben. Hier ein paar Tipps aus meiner Erfahrung:

  • Windgeschützte, sonnige Plätzchen sind der Schlüssel zum Erfolg
  • Bei Spätfrösten tut's eine kuschelige Vliesdecke
  • Kübelpflanzen lassen sich bei Bedarf schnell in Sicherheit bringen
  • Bei Dauerregen hilft manchmal ein improvisiertes Dach

Mit ein bisschen Kreativität und Fingerspitzengefühl lassen sich auch in unserem Klima prachtvolle Tithonien ziehen.

Nachhaltiger Anbau von Tithonien

Zum Schluss noch die wichtigsten Punkte für einen erfolgreichen und umweltfreundlichen Tithonienanbau:

  • Vielfalt im Garten fördern: Mischkulturen und Blühstreifen sind das Salz in der Suppe
  • Natürliche Kreisläufe nutzen: Kompost und organische Dünger sind das A und O
  • Vorbeugend handeln: Gesunde Pflanzen sind wie ein natürliches Immunsystem
  • Geduld haben: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut - natürliche Methoden brauchen manchmal etwas Zeit
  • Flexibel bleiben: Die Strategie sollte so anpassungsfähig sein wie ein Chamäleon

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz gedeihen nicht nur gesunde Tithonien, sondern es entsteht ein lebendiger Garten voller Nützlinge und Bestäuber - ein wahres Paradies für Gartenliebhaber.

Tithonien - Fragen und Antworten

Zum Abschluss noch einige häufig gestellte Fragen zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei Tithonien:

Frage: Lassen sich Tithonien auch im Topf kultivieren?
Antwort: Aber sicher! Tithonien fühlen sich auch im Topf pudelwohl. Achten Sie auf einen ausreichend großen Topf (mindestens 30 cm Durchmesser) und verwöhnen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen.

Frage: Wie oft sollte ich meine Tithonien auf Schädlinge kontrollieren?
Antwort: Eine wöchentliche Inspektion ist ratsam. So können Sie frühzeitig eingreifen, bevor sich Probleme zu einer echten Plage auswachsen.

Frage: Sind Tithonien frosthart?
Antwort: Leider nein, Tithonien sind eher Frostmimosen. In milden Regionen können Sie versuchen, die Wurzeln mit einer dicken Mulchschicht zu schützen. Sicherer ist es jedoch, die Pflanzen als einjährige Sommerblumen zu behandeln.

Frage: Welche Nützlinge sind besonders hilfreich bei Tithonien?
Antwort: Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen sind wie eine Spezialeinheit im Tithonienbeet. Sie helfen besonders effektiv gegen Blattläuse und andere lästige Plagegeister.

Mit diesen Tipps und Tricks steht einer erfolgreichen und nachhaltigen Tithonienkultur nichts mehr im Wege. Viel Spaß beim Gärtnern und lassen Sie es blühen!

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