Ziergräser: Vielfalt und Biodiversität im Garten fördern

Ziergräser: Vielfalt und Eleganz für Ihren Garten

Ziergräser bereichern moderne Gärten mit ihrer Formenvielfalt und natürlichen Ausstrahlung. Sie bieten ganzjährig attraktive Strukturen und fördern die Biodiversität.

Ziergräser auf einen Blick

  • Vielseitig einsetzbar in verschiedenen Gartenszenarien
  • Fördern die Artenvielfalt und bieten Lebensraum für Insekten
  • Pflegeleicht und trockenheitsresistent
  • Attraktiv in allen Jahreszeiten, besonders im Herbst und Winter

Was sind Ziergräser und warum sind sie so beliebt?

Ziergräser umfassen eine breite Palette von Grasarten und grasähnlichen Pflanzen, die aufgrund ihrer dekorativen Eigenschaften im Garten kultiviert werden. Anders als Rasengräser werden sie nicht kurz geschnitten, sondern dürfen ihre volle Pracht entfalten. Ihre Beliebtheit verdanken Ziergräser ihrer Vielseitigkeit und Pflegeleichtigkeit.

In meinem Garten habe ich verschiedene Ziergräser angepflanzt und bin immer wieder fasziniert, wie sie sich im Laufe der Jahreszeiten verändern. Besonders im Herbst, wenn die Halme golden schimmern und sich sanft im Wind wiegen, entfalten sie eine besondere Atmosphäre.

Die Vielfalt der Ziergräser

Die Welt der Ziergräser ist erstaunlich vielfältig. Von niedrigen, polsterbildenden Arten wie dem Blauen Schillergras bis hin zu hohen Riesengräsern wie dem Pampasgras gibt es für jeden Garten und Geschmack die passende Sorte. Einige beliebte Ziergräser sind:

  • Chinaschilf (Miscanthus)
  • Lampenputzergras (Pennisetum)
  • Rutenhirse (Panicum)
  • Federgras (Stipa)
  • Seggen (Carex)

Jede dieser Gattungen umfasst zahlreiche Arten und Sorten mit unterschiedlichen Wuchsformen, Blattfarben und Blütenständen. Diese Vielfalt ermöglicht es, für jeden Standort und Gestaltungswunsch das passende Ziergras zu finden.

Ziergräser als Element in der modernen Gartengestaltung

In den letzten Jahren haben Ziergräser einen Aufschwung in der Gartengestaltung erlebt. Dieser Trend lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen:

Natürlichkeit und Struktur

Ziergräser verleihen Gärten eine natürliche, entspannte Atmosphäre. Ihre filigranen Halme und Rispen bringen Bewegung und Leichtigkeit in die Gestaltung. Gleichzeitig bieten sie das ganze Jahr über interessante Strukturen, selbst im Winter, wenn andere Pflanzen kahl sind.

Pflegeleichtigkeit

Viele Gartenbesitzer schätzen Ziergräser für ihre Anspruchslosigkeit. Die meisten Arten benötigen nur wenig Pflege und sind robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr reicht oft aus, um sie in Form zu halten.

Vielseitigkeit in der Gestaltung

Ziergräser lassen sich vielfältig einsetzen: als Solitärpflanzen, in Gruppen, als Hintergrund für Stauden oder zur Strukturierung von Beeten. Sie eignen sich für moderne und naturnahe Gärten gleichermaßen und harmonieren gut mit anderen Pflanzen.

Beitrag von Ziergräsern zur Biodiversität

Neben ihren ästhetischen Qualitäten leisten Ziergräser einen wichtigen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt in unseren Gärten.

Ziergräser als Lebensraum für Insekten

Viele Insektenarten finden in Ziergräsern ideale Lebensbedingungen. Die Halme und Blätter bieten Versteckmöglichkeiten und Nistplätze. Besonders im Winter, wenn andere Pflanzen abgestorben sind, dienen die stehen gelassenen Gräser als wichtiger Überwinterungsort für Insekten und ihre Eier.

Ich habe in meinem Garten beobachtet, wie Schmetterlinge ihre Eier an den Grashalmen ablegen und wie Marienkäfer zwischen den Blättern Schutz suchen. Es ist spannend zu sehen, wie viel Leben sich in einem scheinbar ruhigen Grasbüschel abspielt.

Bedeutung für Vögel und Kleinsäuger

Auch für Vögel sind Ziergräser wertvoll. Sie finden hier nicht nur Nahrung in Form von Insekten, sondern auch Baumaterial für ihre Nester. Die Samen vieler Gräser dienen als Winterfutter für Vögel und kleine Säugetiere. In dichten Grasbüscheln finden Kleintiere wie Igel oder Mäuse Unterschlupf.

Förderung der Artenvielfalt im Garten

Durch die Anpflanzung verschiedener Ziergräser können wir die Strukturvielfalt in unseren Gärten erhöhen. Dies schafft unterschiedliche Mikroklimate und Lebensräume, was wiederum die Ansiedlung verschiedener Tier- und Pflanzenarten begünstigt. Besonders in Kombination mit heimischen Wildstauden und -gehölzen entsteht so ein vielfältiges Ökosystem im Kleinen.

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Ökologische Vorteile von Ziergräsern

Ziergräser bringen nicht nur ästhetische, sondern auch ökologische Vorteile mit sich.

Anpassungsfähigkeit an verschiedene Standorte

Eine der großen Stärken von Ziergräsern ist ihre Anpassungsfähigkeit. Es gibt Arten für nahezu jeden Standort - von sonnig-trocken bis schattig-feucht. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es, auch schwierige Gartenbereiche zu begrünen und ökologisch aufzuwerten.

Trockenheitsresistenz und Klimaanpassung

Viele Ziergräser, besonders solche aus Steppenregionen, sind ausgesprochen trockenheitsresistent. In Zeiten des Klimawandels mit zunehmend heißen und trockenen Sommern gewinnt diese Eigenschaft an Bedeutung. Gräser wie das Lampenputzergras oder bestimmte Federgras-Arten kommen wochenlang ohne Bewässerung aus und bleiben dennoch attraktiv.

Bodenverbesserung und Erosionsschutz

Die dichten Wurzelsysteme vieler Ziergräser tragen zur Bodenverbesserung bei. Sie lockern verdichtete Böden auf, fördern das Bodenleben und verbessern die Wasserspeicherfähigkeit. An Hängen oder in Uferbereichen können Ziergräser effektiv vor Erosion schützen.

In meinem Garten habe ich an einem steilen Hang verschiedene Gräser gepflanzt. Nicht nur sieht es wunderschön aus, ich konnte auch beobachten, wie der vorher kahle Boden sich stabilisiert hat und nun viel weniger abgetragen wird.

Ziergräser sind mehr als nur dekorative Elemente in unseren Gärten. Sie verbinden Ästhetik mit Ökologie und tragen zu nachhaltigen, lebendigen Gärten bei. Ihre Vielseitigkeit, Pflegeleichtigkeit und ökologische Bedeutung machen sie zu wertvollen Begleitern in der modernen Gartengestaltung.

Gestaltungsmöglichkeiten mit Ziergräsern

Ziergräser bieten vielfältige Möglichkeiten, um Gärten und Grünflächen zu gestalten. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einem geschätzten Element in der Gartengestaltung. Hier einige Ideen, wie Sie Ziergräser effektiv einsetzen können:

Solitärpflanzen und Blickfänge

Große, imposante Ziergräser wie Pampasgras oder Chinaschilf eignen sich hervorragend als Solitärpflanzen. Einzeln gepflanzt, setzen sie markante Akzente im Garten. Besonders wirkungsvoll sind sie vor einer Hauswand oder am Rand einer Terrasse.

Gräser in Staudenbeeten und Mischpflanzungen

In Kombination mit Stauden entfalten Ziergräser ihre volle Schönheit. Sie lockern dichte Pflanzungen auf und sorgen für Struktur und Bewegung. Niedrige Gräser wie Seggen oder Schwingel eignen sich gut als Bodendecker oder Einfassung von Beeten.

Naturgarten und Präriegestaltung mit Gräsern

Für einen naturnahen Garten sind Ziergräser unverzichtbar. Sie vermitteln ein Gefühl von Wildnis und Unberührtheit. In Kombination mit Wildblumen lassen sich damit ansprechende Präriebeete gestalten, die nicht nur optisch reizvoll sind, sondern auch zahlreichen Insekten und Kleintieren Lebensraum bieten.

Ziergräser für Dachbegrünungen und Kübel

Viele Ziergräser kommen mit kargen Böden und Trockenheit gut zurecht. Das macht sie geeignet für Dachbegrünungen oder als Kübelpflanzen für Balkon und Terrasse. Hier können sie ihre strukturgebende Wirkung entfalten und gleichzeitig die Biodiversität in urbanen Räumen fördern.

Auswahl geeigneter Ziergräser

Bei der Auswahl von Ziergräsern sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, um optimale Wachstumsbedingungen und eine harmonische Gartengestaltung zu gewährleisten:

Standortgerechte Sortenauswahl

Jedes Gras hat seine Vorlieben bezüglich Boden, Licht und Feuchtigkeit. Während einige Arten volle Sonne bevorzugen, gedeihen andere im Halbschatten. Manche Gräser lieben feuchte Böden, andere kommen mit Trockenheit besser zurecht. Eine sorgfältige Analyse des Standorts ist daher wichtig.

Heimische vs. exotische Ziergräser

Heimische Gräser wie Federgras oder Pfeifengras sind gut an unsere Klimabedingungen angepasst und unterstützen die lokale Fauna. Exotische Arten wie Pampasgras oder Japanisches Blutgras können interessante Akzente setzen, benötigen aber oft mehr Pflege und können in manchen Fällen invasiv werden.

Biodiversitätsfördernde Arten

Einige Ziergräser sind attraktiv für Insekten und Vögel. Rispengräser, Federgras oder Lampenputzergras bieten Nahrung und Nistmöglichkeiten für verschiedene Tierarten. Ihre Samenstände sind nicht nur dekorativ, sondern auch wertvolle Futterquelle im Winter.

Gräser für spezielle Gartensituationen

Für schattige Bereiche eignen sich Arten wie Japanisches Waldgras oder Seggen. In feuchten Zonen fühlen sich Chinaschilf oder Pfeifengras wohl. Für trockene, sonnige Standorte sind Federgras oder Rutenhirse gute Kandidaten. Mit der richtigen Auswahl lässt sich jeder Gartenbereich aufwerten und die Biodiversität fördern.

Pflege und Erhaltung von Ziergräsern

Ziergräser sind relativ pflegeleicht, dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, um ihre Schönheit und Vitalität zu erhalten. Hier ein paar grundlegende Pflegetipps:

Grundlegende Pflegetipps

Ziergräser benötigen in der Regel wenig Pflege. Kontrollieren Sie sie regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten. Eine gute Drainage ist wichtig, da die meisten Ziergräser keine Staunässe vertragen. Im Frühjahr kann eine leichte Düngung mit einem stickstoffarmen Dünger erfolgen.

Schnitt und Teilung

Der richtige Schnitt ist wichtig für die Gesundheit und das Erscheinungsbild der Gräser. Immergrüne Arten sollten im Frühjahr nur leicht zurückgeschnitten werden, während sommergrüne Gräser bodennah abgeschnitten werden können. Die Teilung ist eine gute Methode zur Verjüngung und Vermehrung. Sie erfolgt am besten im Frühjahr oder Herbst, je nach Art.

Düngung und Bewässerung

Die meisten Ziergräser kommen mit den natürlichen Nährstoffen im Boden aus. Eine zu starke Düngung kann sogar zu übermäßigem Wachstum führen. Bei der Bewässerung gilt: Lieber seltener, dafür gründlich gießen. Viele Ziergräser sind trockenheitsresistent und vertragen kurze Trockenperioden gut.

Winterschutz und Überwinterung

Viele Ziergräser sind winterhart, dennoch kann ein Schutz in strengen Wintern sinnvoll sein. Das Zusammenbinden der Halme schützt das Herz der Pflanze. Eine Mulchschicht um die Basis kann empfindliche Arten zusätzlich schützen.

Kombination mit anderen Pflanzen

Ziergräser lassen sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren und bereichern die Gartengestaltung.

Farbkombinationen und Kontrastbildung

Durch geschickte Farbkombinationen können interessante Kontraste geschaffen werden. Silbrige Gräser wie das Pampasgras harmonieren gut mit lilafarbenen Stauden. Rotblättrige Gräser setzen Akzente neben gelbblühenden Pflanzen.

Strukturelle Ergänzungen im Garten

Die filigranen Strukturen der Gräser bilden einen Kontrast zu breitblättrigen Stauden oder kompakten Gehölzen. Sie können als Hintergrund für niedrige Blütenstauden dienen oder als lockere Raumteiler eingesetzt werden.

Gräser in Staudenbeeten und Präriepflanzungen

In naturnahen Pflanzungen spielen Gräser eine wichtige Rolle. Sie verleihen Staudenbeeten einen natürlichen, lockeren Charakter. In Präriepflanzungen sind sie unverzichtbar und bilden zusammen mit robusten Stauden pflegeleichte, ökologisch wertvolle Pflanzgemeinschaften.

Ziergräser im Jahreslauf

Ziergräser bereichern den Garten das ganze Jahr über mit wechselnden Aspekten.

Frühjahrsaspekte und Neuaustrieb

Im Frühjahr treiben viele Gräser mit frischem Grün aus. Besonders schön sind früh austreibende Arten wie manche Seggen oder das Japanische Berggras. Sie bringen Leben in den noch winterlichen Garten.

Sommerliche Blüte und Textur

Im Sommer entfalten viele Gräser ihre volle Pracht. Die zarten Blütenstände des Federborstgrases oder die Wedel des Chinaschilfs sorgen für Bewegung und Leichtigkeit im Garten.

Herbstfärbung und Samenstände

Der Herbst ist eine besondere Zeit für Gräser. Viele Arten färben sich in warmen Gold- und Bronzetönen. Die Samenstände bleiben oft bis in den Winter stehen und bieten nicht nur optischen Reiz, sondern auch Nahrung für Vögel.

Winterstruktur und Raureif

Auch im Winter haben Gräser ihren Reiz. Die trockenen Halme und Blütenstände bilden interessante Strukturen, besonders wenn sie mit Raureif überzogen sind. Sie bringen Bewegung in den Wintergarten und bieten Unterschlupf für Insekten.

Vermehrung und Anzucht von Ziergräsern

Ziergräser lassen sich auf verschiedene Arten vermehren. Die Aussaat ist oft die einfachste Methode. Viele Arten keimen relativ problemlos, wenn man einige Grundregeln beachtet.

Aussaat und Keimung

Die meisten Ziergräser können im Frühjahr direkt ins Freiland gesät werden. Für eine frühere Blüte bietet sich eine Vorkultur ab Februar/März an. Säen Sie die feinen Samen nur oberflächlich aus und drücken Sie sie leicht an. Halten Sie die Aussaat gleichmäßig feucht. Je nach Art dauert die Keimung 1-4 Wochen.

Vegetative Vermehrung durch Teilung

Viele mehrjährige Ziergräser lassen sich im Frühjahr oder Herbst durch Teilung vermehren. Graben Sie dazu die ganze Pflanze aus und teilen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke. Jedes Teilstück sollte mindestens 3-5 Triebe haben. Pflanzen Sie die Teilstücke sofort wieder ein und wässern Sie sie gut an.

Pflege von Jungpflanzen

Junge Ziergräser brauchen in den ersten Wochen regelmäßige Bewässerung. Halten Sie den Boden feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Ein lockerer, humoser Boden fördert die Wurzelentwicklung. Sobald die Pflanzen gut angewachsen sind, sind die meisten Arten recht pflegeleicht.

Herausforderungen und Lösungen

So robust viele Ziergräser auch sind, ganz ohne Probleme geht es manchmal nicht. Hier einige typische Herausforderungen und wie man damit umgeht:

Invasives Potenzial einiger Arten

Manche Ziergräser neigen dazu, sich stark auszubreiten und können in sensiblen Ökosystemen problematisch werden. Besonders Arten wie das Pampasgras oder manche Chinaschilf-Sorten sollten mit Bedacht gepflanzt werden. Wählen Sie vorzugsweise sterile Sorten oder solche mit geringem Ausbreitungspotenzial. Regelmäßiges Zurückschneiden und das Entfernen von Samenständen kann ebenfalls helfen, die Ausbreitung zu kontrollieren.

Krankheiten und Schädlinge bei Ziergräsern

Ziergräser sind im Allgemeinen recht widerstandsfähig, können aber manchmal von Pilzkrankheiten oder Schädlingen befallen werden. Rostpilze und Mehltau können bei feuchtwarmem Wetter auftreten. Gute Durchlüftung und nicht zu enger Stand beugen vor. Bei starkem Befall hilft oft nur das Entfernen befallener Pflanzenteile. Von Schädlingen können vor allem Blattläuse und Spinnmilben problematisch werden. Hier helfen meist schon Abspritzen mit Wasser oder der Einsatz von Nützlingen.

Umgang mit Selbstaussaat und Ausbreitung

Viele Ziergräser säen sich gerne selbst aus. Das kann einerseits erwünscht sein, um den Bestand zu vergrößern, andererseits aber auch lästig werden. Um die Selbstaussaat zu begrenzen, schneiden Sie die Samenstände rechtzeitig ab. Bei stark wuchernden Arten wie manchen Seggen oder Reitgräsern hilft eine Rhizomsperre aus stabiler Folie oder Blech, die 40-50 cm tief in den Boden eingelassen wird.

Zukunftsperspektiven

Ziergräser haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen - nicht nur im privaten Garten, sondern auch im öffentlichen Grün. Dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen, besonders unter dem Aspekt des Klimawandels und der zunehmenden Verstädterung.

Ziergräser in der nachhaltigen Stadtbegrünung

In Zeiten von Klimawandel und zunehmender Verstädterung werden Ziergräser für die Stadtbegrünung wichtiger. Viele Arten kommen mit Trockenheit und Hitze gut zurecht und können so einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas leisten. In Kombination mit anderen trockenheitsverträglichen Stauden lassen sich attraktive, pflegeleichte Pflanzungen für Verkehrsinseln, Parkanalagen oder Dachgärten gestalten.

Forschung und Züchtung biodiversitätsfördernder Sorten

Die Forschung arbeitet an der Entwicklung neuer Ziergrassorten, die nicht nur optisch attraktiv sind, sondern auch einen hohen ökologischen Wert haben. Dabei geht es zum einen um Sorten, die besonders viele Insekten anlocken, zum anderen aber auch um solche, die sich gut in naturnahe Pflanzkonzepte integrieren lassen. Auch die Züchtung kompakter Sorten für den Einsatz in kleinen Gärten oder auf Balkonen wird vorangetrieben.

Integration in Konzepte des Klimagartens

Angesichts der Klimaveränderungen gewinnen Konzepte für klimaangepasste Gärten an Bedeutung. Ziergräser spielen dabei eine wichtige Rolle. Viele Arten kommen mit Trockenperioden gut zurecht und können helfen, den Wasserbedarf im Garten zu reduzieren. In Kombination mit Stauden und Gehölzen lassen sich attraktive, naturnahe Pflanzungen gestalten, die gleichzeitig robust und pflegeleicht sind.

Ziergräser: Unverzichtbar für die Gartenvielfalt

Ziergräser haben sich zu einem wichtigen Element moderner Gartengestaltung entwickelt. Ihre Vielseitigkeit, Robustheit und ihr Beitrag zur Biodiversität machen sie zu wertvollen Pflanzen für jeden Garten. Von der einfachen Vermehrung über die meist unkomplizierte Pflege bis hin zu ihrem Potenzial für zukunftsfähige Gartenkonzepte - Ziergräser haben viel zu bieten.

Ob als Solitär, in Gruppen oder in naturnahen Pflanzungen - Ziergräser bereichern jeden Garten das ganze Jahr über. Ihre Blüten und Samenstände bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten und Vögel. Gleichzeitig trotzen viele Arten Trockenheit und Hitze und sind damit gut für die Herausforderungen des Klimawandels gerüstet.

Gärtner und Gartenbesitzer können die Vielfalt der Ziergräser nutzen und in ihre Gestaltungen einbeziehen. Ob im privaten Garten, auf dem Balkon oder im öffentlichen Grün - Ziergräser können unsere Umgebung nachhaltiger, lebendiger und schöner machen. Lassen Sie sich von der Schönheit und Vielfalt der Ziergräser inspirieren und entdecken Sie ihre Möglichkeiten für Ihren ganz persönlichen Gartentraum!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Ziergräser und warum werden sie in der Gartengestaltung so geschätzt?
    Ziergräser umfassen eine breite Palette von Grasarten und grasähnlichen Pflanzen, die aufgrund ihrer dekorativen Eigenschaften im Garten kultiviert werden. Anders als Rasengräser werden sie nicht kurz geschnitten, sondern dürfen ihre volle Pracht entfalten. Ihre Beliebtheit verdanken sie ihrer außergewöhnlichen Vielseitigkeit und Pflegeleichtigkeit. Sie verleihen Gärten eine natürliche, entspannte Atmosphäre und bringen mit ihren filigranen Halmen und Rispen Bewegung und Leichtigkeit in die Gestaltung. Besonders geschätzt werden Ziergräser für ihre ganzjährig attraktiven Strukturen - selbst im Winter, wenn andere Pflanzen kahl sind, bieten sie interessante Formen und Texturen. Von niedrigen, polsterbildenden Arten wie dem Blauen Schillergras bis hin zu hohen Riesengräsern wie dem Pampasgras gibt es für jeden Garten und Geschmack die passende Sorte. Diese Vielfalt ermöglicht es, für jeden Standort und Gestaltungswunsch das ideale Ziergras zu finden.
  2. Welche Ziergräser eignen sich besonders gut als pflegeleichte Strukturpflanzen?
    Als besonders pflegeleichte Strukturpflanzen haben sich verschiedene Ziergrasarten bewährt. Chinaschilf (Miscanthus) gilt als robust und anspruchslos, während Lampenputzergras (Pennisetum) mit seiner charakteristischen Blütenform überzeugt. Rutenhirse (Panicum) und Federgras (Stipa) sind trockenheitsresistent und benötigen nur minimale Pflege. Seggen (Carex) eignen sich hervorragend für schattigere Bereiche und sind oft wintergrün. Diese Gräser benötigen meist nur einen jährlichen Rückschnitt im Frühjahr und sind robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Viele Arten vertragen kurze Trockenperioden problemlos und kommen mit den natürlichen Nährstoffen im Boden aus. Ihre Anspruchslosigkeit macht sie ideal für Gärtner, die attraktive Strukturen ohne hohen Pflegeaufwand wünschen. Dabei bieten sie das ganze Jahr über interessante Aspekte - von frischem Austrieb im Frühjahr bis zu dekorativen Samenständen im Winter.
  3. Wie fördern Ziergräser die Biodiversität und Artenvielfalt im Garten?
    Ziergräser leisten einen wertvollen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt in Gärten. Sie schaffen unterschiedliche Lebensräume für verschiedene Tierarten. Viele Insektenarten finden in den Halmen und Blättern ideale Versteckmöglichkeiten und Nistplätze. Besonders im Winter dienen die stehen gelassenen Gräser als wichtiger Überwinterungsort für Insekten und ihre Eier. Schmetterlinge nutzen die Grashalme zur Eiablage, während Marienkäfer zwischen den Blättern Schutz suchen. Für Vögel sind Ziergräser ebenfalls wertvoll - sie finden hier Nahrung in Form von Insekten und Baumaterial für ihre Nester. Die Samen vieler Gräser dienen als wichtige Winternahrung für Vögel und kleine Säugetiere. Durch die Anpflanzung verschiedener Ziergrasarten erhöht sich die Strukturvielfalt im Garten, was unterschiedliche Mikroklimate schafft und die Ansiedlung verschiedener Arten begünstigt. In Kombination mit heimischen Wildstauden entsteht so ein vielfältiges Ökosystem im Kleinen.
  4. Welche besonderen ökologischen Vorteile bieten winterharte Ziergräser für Insekten und Vögel?
    Winterharte Ziergräser bieten gerade in der kalten Jahreszeit entscheidende ökologische Vorteile. Ihre stehen gelassenen Strukturen dienen als essentieller Überwinterungsschutz für Insekten, Spinnen und andere Kleintiere. Viele Insektenarten überwintern als Eier, Larven oder Puppen in den hohlen Halmen oder zwischen den Blättern der Gräser. Die trockenen Samenstände sind eine wichtige Nahrungsquelle für körnerfressende Vögel wie Finken, Meisen und Spatzen, wenn andere Futterquellen knapp werden. Zudem bieten dichte Grasbüschel Schutz vor Wind und Kälte für Kleinsäuger wie Igel oder Mäuse. Die Wurzelsysteme bleiben auch im Winter aktiv und stabilisieren den Boden, während sie gleichzeitig Nährstoffe speichern. Anders als einjährige Pflanzen müssen winterharte Gräser nicht jährlich neu etabliert werden, was kontinuierliche Lebensräume schafft. Diese Beständigkeit ist besonders wichtig für Arten, die mehrjährige Zyklen haben oder standorttreue Populationen bilden.
  5. Wie zeigen sich Ziergräser im Jahreslauf von der Frühjahrsblüte bis zur Winterstruktur?
    Ziergräser durchlaufen einen faszinierenden Jahreszyklus mit wechselnden Aspekten. Im Frühjahr treiben viele Arten mit frischem, zartem Grün aus. Früh austreibende Arten wie bestimmte Seggen oder das Japanische Berggras bringen Leben in den noch winterlichen Garten. Der Sommer ist die Zeit der vollen Pracht - zarte Blütenstände des Federborstgrases oder die eleganten Wedel des Chinaschilfs sorgen für Bewegung und Leichtigkeit. Die Blütezeit variiert je nach Art von Juni bis September. Der Herbst ist besonders reizvoll, wenn sich viele Gräser in warme Gold-, Bronze- und Kupfertöne färben. Die Samenstände entwickeln sich zu dekorativen Elementen, die oft bis in den Winter bestehen bleiben. Im Winter zeigen Ziergräser ihre strukturelle Schönheit - die trockenen Halme und Blütenstände bilden interessante Silhouetten, besonders wenn sie mit Raureif überzogen sind. Diese ganzjährige Attraktivität macht Ziergräser zu wertvollen Gartenpflanzen für alle Jahreszeiten.
  6. Worin unterscheiden sich Ziergräser von herkömmlichen Stauden in der Gartengestaltung?
    Ziergräser unterscheiden sich grundlegend von herkömmlichen Stauden in ihrer Gestaltungswirkung und ihren Eigenschaften. Während Stauden oft durch ihre Blütenpracht punkten, überzeugen Ziergräser durch ihre Struktur, Textur und Bewegung im Wind. Sie bringen eine natürliche Dynamik in den Garten, die Stauden so nicht bieten können. Ziergräser wirken das ganze Jahr über attraktiv, während die meisten Stauden nach der Blüte an Zierwert verlieren. Ihre filigranen Halme und Rispen schaffen luftige, transparente Effekte und können als verbindende Elemente zwischen verschiedenen Gartenräumen fungieren. In der Pflege sind Ziergräser oft anspruchsloser - sie benötigen meist nur einen jährlichen Schnitt und kommen ohne regelmäßige Düngung aus. Während Stauden oft alle 3-4 Jahre geteilt werden müssen, können viele Ziergräser jahrelang am selben Standort bleiben. In Kombination miteinander ergänzen sich beide Pflanzengruppen perfekt: Stauden sorgen für Farbakzente, während Gräser Struktur und ganzjährige Präsenz bieten.
  7. Was ist der Unterschied zwischen einem Naturgarten und einem Präriegarten bei der Verwendung von Gräsern?
    Naturgarten und Präriegarten unterscheiden sich in ihrer Philosophie und Gestaltung, auch bei der Gräserverwendung. Ein Naturgarten orientiert sich an heimischen Ökosystemen und verwendet bevorzugt einheimische Grasarten wie Pfeifengras, Reitgras oder heimische Seggen. Ziel ist es, natürliche Lebensgemeinschaften nachzuahmen und lokale Biodiversität zu fördern. Die Gestaltung wirkt oft unregelmäßig und spontan, mit fließenden Übergängen zwischen verschiedenen Bereichen. Ein Präriegarten hingegen ist von nordamerikanischen Graslandschaften inspiriert und kann auch nicht-heimische Präriepflanzen einschließen. Hier dominieren hochwüchsige Gräser wie Rutenhirse, bestimmte Miscanthus-Arten oder Prärie-Dropseeds in Kombination mit robusten Wildstauden. Die Gestaltung ist oft großflächiger und dramatischer, mit wellenförmigen Grasmeeren und markanten Solitären. Beide Ansätze fördern die Biodiversität, unterscheiden sich aber in der Artenwahl: Der Naturgarten setzt auf regionale Ökologie, der Präriegarten auf die ästhetische und ökologische Wirkung von Graslandschaften.
  8. Welche Rolle spielen trockenheitsresistente Ziergräser bei der modernen Landschaftsgestaltung?
    Trockenheitsresistente Ziergräser spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der modernen Landschaftsgestaltung, besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels. Sie sind unverzichtbar für wassersparende Gartenkonzepte und klimaangepasste Pflanzungen. Arten wie Federgras, Lampenputzergras oder bestimmte Miscanthus-Sorten kommen wochenlang ohne Bewässerung aus und bleiben dabei attraktiv. In der Stadtbegrünung werden sie für Verkehrsinseln, Kreisverkehre und öffentliche Grünanlagen eingesetzt, wo Bewässerung aufwendig und kostenintensiv wäre. Ihre Robustheit gegen Hitze, Trockenheit und Luftverschmutzung macht sie ideal für urbane Räume. In der privaten Gartengestaltung ermöglichen sie attraktive, pflegeleichte Bereiche auch an schwierigen Standorten wie Südhängen oder sandigen Böden. Dachgärten und Balkongestaltungen profitieren ebenfalls von ihrer Anspruchslosigkeit. Durch ihre strukturelle Wirkung und ganzjährige Präsenz schaffen trockenheitsresistente Ziergräser auch bei minimaler Pflege ansprechende Landschaftsbilder und tragen zur nachhaltigen Grünflächengestaltung bei.
  9. Wo kann man winterharte Ziergräser für pflegeleichte Gartengestaltung kaufen?
    Winterharte Ziergräser für pflegeleichte Gartengestaltung sind in verschiedenen Verkaufsstellen erhältlich. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine breite Auswahl an hochwertigen Ziergrassamen und -pflanzen, oft mit detaillierter Beratung zu Standortansprüchen und Pflegeeigenschaften. Online-Gartenshops haben den Vorteil größerer Sortimente und können auch seltene Arten anbieten. Etablierte Gartencenter vor Ort ermöglichen es, die Pflanzen vor dem Kauf zu begutachten und direkte Beratung zu erhalten. Staudengärtnereien sind oft auf mehrjährige Pflanzen spezialisiert und führen hochwertige, gut durchwurzelte Exemplare. Beim Kauf sollte man auf gesunde, kräftige Pflanzen achten und sich über die spezifischen Ansprüche der gewählten Arten informieren. Wichtig ist die Auswahl standortgerechter Sorten - für sonnige, trockene Plätze andere als für schattige, feuchte Bereiche. Die beste Pflanzzeit ist meist das Frühjahr oder der frühe Herbst, damit die Gräser vor dem Winter gut anwachsen können.
  10. Welche Ziergräser sollte man online bestellen für einen insektenfreundlichen Garten?
    Für einen insektenfreundlichen Garten eignen sich besonders heimische und ökologisch wertvolle Ziergräser. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de empfehlen oft Arten wie Pfeifengras (Molinia), das mit seinen späten Blüten wichtige Herbstnahrung bietet. Verschiedene Seggen-Arten (Carex) sind ganzjährig wertvoll und bieten Nistmöglichkeiten. Reitgras (Calamagrostis) und heimisches Federgras (Stipa) locken mit ihren Samen körnerfressende Vögel an, die auch Insekten vertilgen. Blauschwingel (Festuca glauca) ist kompakt und strukturreich, während Wimper-Perlgras (Melica ciliata) auch in trockenen Bereichen Insekten anzieht. Beim Online-Kauf sollte man auf die Herkunft achten - heimische Arten oder lang etablierte Sorten sind meist wertvoller für die lokale Fauna als exotische Neuzüchtungen. Wichtig ist auch, verschiedene Blühzeiten zu wählen, um ganzjährig Nahrung zu bieten. Samenstände sollten über Winter stehen bleiben, da sie Überwinterungsquartiere und Winterfutter darstellen. Eine Kombination verschiedener Wuchsformen schafft unterschiedliche Mikrohabitate.
  11. Wie beeinflusst die Wuchsform verschiedener Gräser die Mikroklimate im Garten?
    Die unterschiedlichen Wuchsformen von Ziergräsern schaffen vielfältige Mikroklimate im Garten. Horstbildende Gräser wie Chinaschilf oder Pampasgras bilden dichte, geschlossene Bestände, die Windschutz bieten und in ihrem Inneren ein feuchteres, kühleres Klima schaffen. Diese Bereiche sind ideal für feuchtigkeitsliebende Kleintiere und Pflanzen. Niedrige, teppichbildende Gräser wie Blauschwingel oder manche Seggen erwärmen sich schnell in der Sonne und schaffen warme Mikrohabitate, die von wärmeliebenden Insekten geschätzt werden. Aufrecht wachsende, luftige Gräser wie Rutenhirse lassen Wind und Licht durch und schaffen halbschattige Bereiche am Boden. Überhängende Grasarten bilden natürliche Unterstände und schützen vor direkter Sonneneinstrahlung. Die verschiedenen Wurzeltiefen beeinflussen die Bodenfeuchtigkeit - tiefwurzelnde Arten wie Federgras lockern den Boden und verbessern die Wasserspeicherfähigkeit, während flachwurzelnde Arten die oberste Bodenschicht stabilisieren. Diese Vielfalt an Mikroklimaten fördert die Ansiedlung unterschiedlichster Organismen.
  12. Welche Bedeutung haben die Wurzelsysteme von mehrjährigen Gräsern für die Bodenverbesserung?
    Die Wurzelsysteme mehrjähriger Ziergräser leisten einen enormen Beitrag zur Bodenverbesserung. Ihre dichten, oft tiefreichenden Wurzelgeflechte lockern verdichtete Böden auf und verbessern die Bodenstruktur nachhaltig. Durch die kontinuierliche Durchwurzelung entstehen Kanäle, die die Wasserspeicherfähigkeit und Drainage des Bodens erhöhen. Tiefwurzelnde Arten wie Federgras oder Miscanthus erschließen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten und machen sie durch Laubfall für oberflächlichere Wurzeln verfügbar. Die feinen Haarwurzeln bilden Symbiosen mit Bodenpilzen (Mykorrhiza), was die Nährstoffaufnahme verbessert und das Bodenleben aktiviert. Absterbende Wurzelteile werden zu wertvollem Humus, der die Bodenqualität langfristig steigert. Bei Erosionsgefahr an Hängen oder Uferbereichen stabilisieren die Wurzelmatten den Boden effektiv. Im Gegensatz zu einjährigen Pflanzen bleibt das Wurzelsystem mehrjähriger Gräser bestehen und kann seine bodenverbessernde Wirkung über Jahre entfalten. Diese nachhaltigen Effekte machen Ziergräser zu wertvollen Bodenverbesserern.
  13. Wie wirken sich verschiedene Ziergrasarten auf das Ökosystem im Vergleich zu Rasenflächen aus?
    Ziergrasarten haben eine deutlich positivere Ökosystemwirkung als herkömmliche Rasenflächen. Während Rasen meist aus wenigen Grasarten besteht und regelmäßig geschnitten wird, bieten Ziergräser strukturelle Vielfalt und bleiben ungestört. Ihre unterschiedlichen Wuchshöhen schaffen verschiedene Lebensräume für Insekten, Spinnen und Kleintiere. Die Samenstände dienen als Nahrungsquelle für Vögel und Kleinsäuger, während Rasenflächen durch häufiges Mähen keine Samen entwickeln können. Ziergräser benötigen weniger Pflege - keine wöchentliche Mahd, seltener Düngung und weniger Bewässerung, was Ressourcen schont und Umweltbelastungen reduziert. Ihre Wurzelsysteme sind meist tiefer und vielfältiger als die von Rasengräsern, was die Bodenstruktur und das Bodenleben fördert. Viele Ziergrasarten sind heimisch oder gut etabliert und unterstützen die lokale Biodiversität besser als Zuchtrasen. Sie bieten Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten und schaffen ganzjährige Habitate, während Rasenflächen im Winter meist strukturlos sind. Der reduzierte Pflegeaufwand bedeutet auch weniger Maschineneinsatz und damit weniger Lärm und Abgase.
  14. Welche ökologischen Vorteile bieten heimische Gräser gegenüber exotischen Arten?
    Heimische Ziergräser bieten deutliche ökologische Vorteile gegenüber exotischen Arten. Sie sind perfekt an das lokale Klima und die Bodenverhältnisse angepasst, benötigen daher weniger Wasser, Dünger und Pflege. Heimische Arten wie Pfeifengras, Reitgras oder einheimische Seggen haben co-evolutionäre Beziehungen zu lokalen Insekten, Vögeln und anderen Tieren entwickelt. Viele heimische Schmetterlingsarten sind auf bestimmte Grasarten als Futterpflanzen für ihre Raupen angewiesen. Lokale Vogelarten kennen die Samenerträge und Nistmöglichkeiten heimischer Gräser und können sie optimal nutzen. Heimische Arten fügen sich harmonisch in bestehende Ökosysteme ein, ohne diese zu dominieren oder zu verdrängen. Sie haben meist natürliche Feinde und Regulationsmechanismen, die ein Gleichgewicht aufrechterhalten. Exotische Arten können hingegen invasiv werden, da ihnen natürliche Begrenzungen fehlen. Heimische Gräser unterstützen die genetische Vielfalt lokaler Populationen und tragen zum Erhalt regionaler Ökosysteme bei. Sie bieten authentische Lebensräume, die über Jahrtausende gewachsene Nahrungsnetze und Abhängigkeiten widerspiegeln.
  15. Wie führt man den richtigen Rückschnitt bei verschiedenen Gräsern durch?
    Der richtige Rückschnitt hängt von der jeweiligen Grasart ab. Sommergrüne Gräser wie Chinaschilf, Rutenhirse oder Lampenputzergras werden im späten Winter oder zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb bodennah zurückgeschnitten. Der beste Zeitpunkt ist Februar bis März, bevor die ersten grünen Spitzen erscheinen. Mit einer scharfen Gartenschere oder bei größeren Beständen mit einer Heckenschere werden die Halme etwa 10-15 cm über dem Boden abgeschnitten. Wintergrüne oder immergrüne Gräser wie viele Seggen-Arten benötigen nur einen vorsichtigen Putzschnitt - hierbei werden nur abgestorbene oder beschädigte Halme entfernt. Bei horstbildenden Gräsern kann man die Halme vor dem Schnitt zusammenbinden, um das Schnittgut leichter zu entfernen. Das Schnittgut eignet sich gut für den Kompost oder als Mulchmaterial. Wichtig ist, nicht im Herbst zu schneiden, da die Halme als Winterschutz und Überwinterungsquartier für Insekten dienen. Bei älteren Horsten kann alle 3-4 Jahre zusätzlich eine Teilung sinnvoll sein.
  16. Welche Methoden gibt es für die Teilung und Vermehrung von Ziergräsern?
    Ziergräser lassen sich auf verschiedene Weise vermehren. Die Teilung ist die häufigste Methode bei mehrjährigen, horstbildenden Arten. Sie erfolgt am besten im Frühjahr vor dem Austrieb oder im frühen Herbst. Dabei wird der gesamte Wurzelstock ausgegraben und mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Teile geteilt. Jedes Teilstück sollte mindestens 3-5 kräftige Triebe besitzen. Die Teilstücke werden sofort wieder eingepflanzt und gut gewässert. Die Aussaat ist bei vielen Arten ebenfalls möglich. Samen werden im Frühjahr direkt ins Freiland oder in Aussaatschalen gesät. Die meisten Ziergrassamen sind Lichtkeimer und werden nur oberflächlich mit Erde bedeckt. Die Keimung erfolgt meist nach 1-4 Wochen bei gleichmäßiger Feuchtigkeit. Einige Arten benötigen eine Kältebehandlung (Stratifikation) für bessere Keimraten. Ausläuferbildende Arten wie manche Seggen vermehren sich von selbst und können durch Abtrennung der Ausläufer vermehrt werden. Stecklinge sind bei wenigen Grasarten möglich, meist bei immergrünen Arten.
  17. Stimmt es, dass alle Ziergräser invasiv sind und sich unkontrolliert ausbreiten?
    Nein, es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass alle Ziergräser invasiv sind. Die meisten in Gärten verwendeten Ziergräser sind gut beherrschbar und breiten sich kontrolliert aus. Horstbildende Arten wie Chinaschilf, Lampenputzergras oder Federgras wachsen in kompakten Büscheln und erweitern sich nur langsam. Viele Zuchtsorten sind zudem steril und können sich gar nicht über Samen vermehren. Problematisch können einige wenige Arten werden - besonders in sensiblen Ökosystemen. Pampasgras kann in milden Regionen verwildern, und manche Miscanthus-Arten säen sich gelegentlich aus. Durch bewusste Sortenwahl lässt sich das Risiko minimieren: Sterile Sorten, heimische Arten oder bewährte Gartensorten sind meist unproblematisch. Bei der Gartengestaltung können Rhizomsperren bei ausläuferbildenden Arten wie manchen Seggen die Ausbreitung begrenzen. Das rechtzeitige Entfernen von Samenständen verhindert Selbstaussaat. Regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls das Entfernen unerwünschter Sämlinge hält die Bestände in Grenzen. Die allermeisten Ziergräser sind wertvolle, beherrschbare Gartenpflanzen ohne invasive Eigenschaften.
  18. Welche Ziergräser eignen sich besonders für die Dachbegrünung in städtischen Gebieten?
    Für Dachbegrünungen in städtischen Gebieten eignen sich besonders trockenheits- und windresistente Ziergräser mit geringen Bodenansprüchen. Blauschwingel (Festuca glauca) ist ideal für extensive Dachbegrünungen - er bleibt niedrig, ist extrem trockenheitstolerant und winterhart. Verschiedene Seggen-Arten wie Sand-Segge (Carex arenaria) kommen mit kargen Böden zurecht und bilden dichte Matten. Federgräser (Stipa) sind perfekt für sonnige, trockene Dachflächen und bringen mit ihren filigranen Blütenwedeln Bewegung ins Spiel. Schwingel-Arten (Festuca) bilden kompakte Horste und vertragen Hitze und Trockenheit gut. Für intensivere Dachbegrünungen können auch kleinere Lampenputzergras-Sorten oder kompakte Miscanthus-Hybriden verwendet werden. Wichtig ist eine gute Drainage und ein entsprechendes Substrat. Die Gräser sollten an extreme Temperaturschwankungen, starke Winde und längere Trockenperioden angepasst sein. Kombiniert mit anderen trockenheitsverträglichen Stauden und Sukkulenten entstehen attraktive, pflegeleichte Dachlandschaften, die zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.
  19. Was unterscheidet Ornamentalgräser von gewöhnlichen Rasengräsern in der Pflege?
    Ornamentalgräser und Rasengräser unterscheiden sich grundlegend in ihren Pflegeanforderungen. Während Rasengräser wöchentlich gemäht werden müssen, um kurz und dicht zu bleiben, dürfen Ornamentalgräser ihre natürliche Wuchsform entwickeln. Sie benötigen meist nur einen jährlichen Rückschnitt im Spätwinter oder Frühjahr. Rasengräser brauchen regelmäßige Düngung alle 6-8 Wochen in der Wachstumszeit, während Ornamentalgräser oft mit einer leichten Frühjahrsdüngung oder sogar ganz ohne zusätzliche Nährstoffe auskommen. Die Bewässerung ist bei etablierten Ornamentalgräsern meist nur in extremen Trockenperioden nötig, Rasen hingegen benötigt regelmäßige Wassergaben. Ornamentalgräser sind oft robuster gegen Krankheiten und Schädlinge als die züchterisch stark bearbeiteten Rasengräser. Vertikutieren, Nachsäen und Unkrautbekämpfung - typische Rasenpflegearbeiten - entfallen bei Ornamentalgräsern weitgehend. Stattdessen steht gelegentliche Teilung zur Verjüngung an. Die extensive Pflege von Ornamentalgräsern spart Zeit, Wasser und Düngemittel und ist damit nachhaltiger und kostengünstiger als intensive Rasenpflege.
  20. Worin liegt der Unterschied zwischen Dekogräsern und Strukturgräsern bei der Verwendung in Staudenbeeten?
    Dekogräser und Strukturgräser erfüllen unterschiedliche Funktionen in Staudenbeeten, obwohl die Grenzen fließend sind. Dekogräser wie buntes Japangras, rotblättriges Liebesgras oder buntlaubige Seggen werden hauptsächlich wegen ihrer besonderen Farben, Muster oder auffälligen Eigenschaften gepflanzt. Sie setzen Akzente und ziehen Blicke auf sich, ähnlich wie Blütenstauden. Strukturgräser wie Chinaschilf, Rutenhirse oder Pfeifengras dienen primär der räumlichen Gliederung und schaffen das 'Gerüst' der Pflanzung. Sie bilden Hintergründe, trennen Bereiche ab oder verbinden verschiedene Pflanzengruppen miteinander. Strukturgräser bleiben meist das ganze Jahr präsent und geben dem Beet auch in blütenarmen Zeiten Form. Dekogräser können saisonale Highlights setzen, während Strukturgräser für Kontinuität sorgen. In der Praxis ergänzen sich beide Typen: Strukturgräser bilden das Grundgerüst, Dekogräser sorgen für besondere Effekte. Viele Ziergräser können je nach Verwendung beide Rollen übernehmen - ein großes Chinaschilf als Strukturelement, ein kleines als dekorativer Akzent.
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