Zitronengras: Probleme meistern, Ernte genießen

Zitronengras: Exotisches Aroma für den heimischen Garten

Zitronengras ist ein faszinierendes Gewürz, das asiatischen Gerichten diesen unverwechselbaren Geschmack verleiht. Allerdings kann der Anbau in unseren Breiten durchaus seine Tücken haben - aber keine Sorge, mit ein paar Tricks klappt's!

Zitronengras-Anbau: Herausforderungen und Lösungen auf einen Blick

  • Wärmebedürftige Pflanze: Frostschutz und Winterquartier sind ein Muss
  • Sonnenhungrig: Je heller der Standort, desto besser
  • Empfindlich gegen Staunässe: Gute Drainage ist der Schlüssel
  • Nährstoffbedarf im Auge behalten: Regelmäßige Düngung tut Not

Die Bedeutung von Zitronengras in der Küche

In der asiatischen Küche ist Zitronengras nicht wegzudenken. Seine zitronig-frische Note bringt Currys, Suppen und Tees erst richtig zum Leuchten. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Tom Kha Gai - der intensive Duft des Zitronengras hat mich regelrecht umgehauen!

Inzwischen hat das aromatische Gras auch in der europäischen Küche Fuß gefasst. Von erfrischenden Cocktails bis hin zu ausgefallenen Desserts - Zitronengras zaubert eine ganz besondere Note in viele Gerichte.

Herausforderungen beim Anbau in gemäßigten Klimazonen

Wer Zitronengras in unseren Breiten anbauen möchte, der muss sich auf einige Herausforderungen einstellen. Aber keine Angst, mit ein bisschen Knowhow und Geduld ist es durchaus machbar!

Ungeeignete Temperaturen

Zitronengras stammt ursprünglich aus den Tropen und Subtropen. Logisch, dass es dementsprechend wärmeliebend ist. In Deutschland erreichen wir selbst im Hochsommer oft nicht die optimalen Wachstumstemperaturen von 25-30°C.

Symptome von Kältestress

Wird es dem Zitronengras zu kalt, zeigt es deutliche Stresssymptome:

  • Die Blätter verfärben sich gelblich oder bräunlich
  • Die Blattspitzen werden welk
  • Die Blätter rollen sich ein
  • Das Wachstum kommt zum Stillstand

Im schlimmsten Fall kann Frost die Pflanze komplett dahinraffen.

Lösungen: Gewächshaus, Kübelhaltung, Winterschutz

Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, um Zitronengras auch in unserem Klima erfolgreich zu kultivieren:

  • Gewächshaus: Hier lässt sich ein optimales Mikroklima für die wärmeliebende Pflanze schaffen. Denken Sie aber an gute Belüftung, sonst droht Pilzbefall.
  • Kübelhaltung: Zitronengras gedeiht prima in Töpfen oder Kübeln. So können Sie die Pflanzen bei Bedarf ins Haus oder an einen geschützten Ort bringen.
  • Winterschutz: Wenn Sie Zitronengras im Freiland kultivieren, ist ein guter Winterschutz das A und O. Mulchen Sie den Wurzelbereich dick mit Laub oder Stroh und packen Sie die Pflanze in Vlies ein.

Aus meiner Erfahrung hat sich die Kübelhaltung als besonders praktisch erwiesen. Im Sommer kann das Zitronengras auf der sonnigen Terrasse stehen, im Winter kommt es in einen hellen Wintergarten.

Mangelnde Sonneneinstrahlung

Neben der Wärme braucht Zitronengras auch jede Menge Licht. In unseren Breiten kann es besonders in den Wintermonaten zu Lichtmangel kommen.

Auswirkungen auf das Wachstum

Bei zu wenig Licht zeigt Zitronengras folgende Symptome:

  • Die Blätter werden blass und gelblich
  • Die Triebe werden lang und dünn (man nennt das Vergeilen)
  • Das Wachstum verlangsamt sich
  • Das Aroma wird weniger intensiv

Lösungen: Standortwahl, künstliche Beleuchtung

Um dem Lichtmangel entgegenzuwirken, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Optimale Standortwahl: Suchen Sie den hellsten Platz in Ihrem Garten oder auf dem Balkon aus. Südausrichtung ist ideal.
  • Künstliche Beleuchtung: Besonders in den Wintermonaten kann eine Pflanzenlampe Wunder wirken. LED-Grow-Lights sind energieeffizient und liefern das richtige Lichtspektrum.

Ein kleiner Tipp: Drehen Sie die Pflanzen regelmäßig, damit alle Seiten gleichmäßig Licht abbekommen und ein einseitiges Wachstum vermieden wird.

Bodenprobleme und Lösungen

Neben Temperatur und Licht spielt auch der Boden eine entscheidende Rolle für das Gedeihen von Zitronengras.

Staunässe

Zitronengras mag es zwar feucht, aber Staunässe ist der absolute Killer für die Pflanze. In schweren, verdichteten Böden kann es schnell zu Problemen kommen.

Anzeichen von Wurzelfäule

Wenn die Wurzeln zu lange im Wasser stehen, droht Fäulnis. Achten Sie auf folgende Warnsignale:

  • Unangenehmer Geruch im Wurzelbereich
  • Weiche, braune Wurzeln
  • Welke Blätter trotz feuchten Bodens
  • Die ganze Pflanze wird gelblich

Lösungen: Drainage verbessern, erhöhte Beete

Um Staunässe zu vermeiden, gibt es einige bewährte Methoden:

  • Drainage verbessern: Mischen Sie dem Boden Sand oder Kies bei, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Eine Drainageschicht aus Kies am Topfboden hilft ebenfalls.
  • Erhöhte Beete: In Hochbeeten fließt überschüssiges Wasser leichter ab. Zudem erwärmt sich der Boden hier schneller.
  • Richtige Topfwahl: Verwenden Sie Töpfe mit Abzugslöchern und stellen Sie sicher, dass diese nicht verstopft sind.

In meinem Garten hat sich ein kleines Hochbeet speziell für asiatische Kräuter als wahre Wunderwaffe erwiesen. Hier gedeiht das Zitronengras prächtig, und ich habe die Bodenverhältnisse optimal im Griff.

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Wenn das Zitronengras nicht mehr so richtig will: Nährstoffmangel erkennen und beheben

Zitronengras ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, kann aber durchaus mal unter Nährstoffmangel leiden. Typische Anzeichen sind gelbliche oder hellgrüne Blätter, ein eher lahmes Wachstum und weniger intensives Aroma. Eine regelmäßige, aber nicht übertriebene Düngung kann hier Wunder wirken.

Wie Sie erkennen, dass Ihrem Zitronengras etwas fehlt

Folgende Symptome könnten auf einen Nährstoffmangel hindeuten:

  • Blassgrüne oder gelbliche Blätter (wahrscheinlich Stickstoffmangel)
  • Rötliche Verfärbungen an Blatträndern (könnte Phosphormangel sein)
  • Braune Blattränder (möglicherweise Kaliummangel)
  • Kümmerliche Neuaustriebe (eventuell Zinkmangel)

Was tun, wenn die Nährstoffe fehlen?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihrem Zitronengras etwas fehlt, würde ich zu einer Bodenanalyse raten. Das mag sich nach viel Aufwand anhören, aber so wissen Sie genau, was Sache ist. Basierend darauf können Sie dann gezielt nachdüngen:

  • Ein organischer Volldünger versorgt die Pflanze rundum gut
  • Hornspäne geben langsam Stickstoff ab
  • Knochenmehl bringt Phosphor in den Boden
  • Algenkalk liefert Kalium und wichtige Spurenelemente

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, das Zitronengras alle 4-6 Wochen mit einem flüssigen Kräuterdünger zu verwöhnen. Das kurbelt das Wachstum an und macht das Aroma intensiver.

Zu viel des Guten? Bewässerungsprobleme beim Zitronengras

Die richtige Bewässerung ist gar nicht so einfach - zu wenig ist schlecht, zu viel aber auch.

Wenn's zu trocken oder zu nass wird

Bei Wassermangel zeigt das Zitronengras folgende Anzeichen:

  • Die Blätter hängen traurig herunter
  • Die Blattspitzen werden trocken und braun
  • Die Blätter verfärben sich gelb
  • Das Wachstum kommt quasi zum Erliegen

Zu viel Wasser äußert sich so:

  • Die Blätter werden gelblich und schlaff
  • Am Stängelgrund bildet sich Fäulnis
  • Auf der Erde wächst Schimmel

So finden Sie die richtige Balance

Ein fester Gießplan kann helfen, die Bewässerung im Griff zu behalten. In der Wachstumsphase braucht Zitronengras regelmäßig Wasser, aber übertreiben sollten Sie es nicht. Der Boden sollte sich immer leicht feucht anfühlen, aber nie richtig nass sein.

Feuchtesensoren können eine große Hilfe sein. Sie zeigen an, wann es Zeit zum Gießen ist und helfen so, Über- oder Unterwässerung zu vermeiden.

Ich persönlich mache es so: Ich stecke einfach einen Finger etwa 5 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zum Gießen. Mit der Zeit bekommt man ein gutes Gefühl dafür.

Nicht jedes Wasser ist gleich: Wasserqualität beim Zitronengras

Es geht nicht nur darum, wie viel Wasser Sie geben, sondern auch welches.

Wenn das Wasser zu hart oder chlorhaltig ist

Hartes Wasser mit viel Kalk kann auf Dauer zu einer Versalzung des Bodens führen. Das macht es der Pflanze schwer, Nährstoffe aufzunehmen und zu wachsen. Chlorhaltiges Wasser kann die empfindlichen Wurzeln schädigen und zu Verbrennungen an den Blättern führen.

Alternativen zum Leitungswasser

Am besten ist Regenwasser. Es ist weich und hat keine schädlichen Zusätze. Wenn Sie keinen Zugang zu Regenwasser haben, gibt es noch andere Möglichkeiten:

  • Lassen Sie Leitungswasser einfach über Nacht stehen (das Chlor verfliegt)
  • Nutzen Sie gefiltertes Wasser
  • Destilliertes Wasser ist auch eine Option, aber nur sparsam einsetzen, da es kaum Nährstoffe enthält

Es gibt auch Wasseraufbereiter, die Kalk und andere unerwünschte Stoffe aus dem Leitungswasser entfernen.

Ungebetene Gäste: Schädlinge und Krankheiten beim Zitronengras

Zitronengras ist zwar recht robust, aber manchmal kommen doch unerwünschte Besucher vorbei.

Die üblichen Verdächtigen: Spinnmilben und Blattläuse

Besonders häufig machen Spinnmilben und Blattläuse Ärger. Sie saugen an den Blättern und schwächen so die Pflanze.

Wie Sie den Befall erkennen

Spinnmilben verraten sich durch feine Gespinste auf der Blattunterseite und gelbliche Verfärbungen. Blattläuse sitzen meist an jungen Trieben und hinterlassen klebrige Spuren.

Was Sie dagegen tun können

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Plagegeister loszuwerden:

  • Bei leichtem Befall reicht oft schon kräftiges Abspritzen mit Wasser
  • Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen können helfen
  • Neem-Öl oder eine Schmierseifenlösung können Wunder wirken
  • Bei hartnäckigem Befall greifen Sie am besten zu biologischen Pflanzenschutzmitteln

Ich selbst setze vor allem auf Vorbeugung: Ich beobachte meine Pflanzen regelmäßig und greife sofort ein, wenn ich etwas Verdächtiges sehe. Außerdem versuche ich, die Pflanzen durch optimale Pflege fit zu halten - das macht sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge.

Pilzkrankheiten bei Zitronengras: Erkennen und Gegensteuern

Obwohl Zitronengras als recht robust gilt, ist es nicht völlig immun gegen Pilzkrankheiten. Besonders häufig machen Rost und Blattfleckenkrankheiten Probleme.

Woher kommen die Pilze und wie erkennt man sie?

Pilzerkrankungen treten meist bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Durchlüftung auf. Typische Anzeichen sind:

  • Rostbraune oder dunkle Flecken auf Blättern und Stängeln
  • Gelbliche Verfärbungen, die sich ausbreiten
  • Braune, trockene Blattspitzen
  • Welke oder schlaffe Pflanzenteile

Was können wir dagegen tun?

Um Pilzbefall vorzubeugen und zu behandeln, empfehle ich folgende Maßnahmen:

  • Für gute Luftzirkulation sorgen - das mögen die Pilze gar nicht
  • Genügend Abstand zwischen den Pflanzen lassen
  • Regelmäßig zurückschneiden, um Luft an alle Pflanzenteile zu lassen
  • Befallene Teile sofort großzügig entfernen
  • Schachtelhalmbrühe oder verdünnte Milch als natürliche Stärkungsmittel einsetzen

Bei starkem Befall bleibt leider oft nur, die ganze Pflanze zu entfernen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Das ist zwar schade, aber manchmal der einzige Weg.

Wenn die Ernte enttäuscht: Probleme und Lösungen beim Zitronengras

Warum wächst da so wenig?

Eine magere Ernte kann verschiedene Gründe haben:

  • Zu wenig Sonne und Wärme - Zitronengras liebt es heiß!
  • Nährstoffmangel im Boden
  • Unregelmäßige Bewässerung
  • Überalterte Pflanzen
  • Ungebetene Gäste in Form von Schädlingen

So kurbeln Sie die Ernte an

Um mehr aus Ihrem Zitronengras herauszuholen, sollten Sie:

  • Einen möglichst sonnigen, windgeschützten Platz wählen
  • Regelmäßig mit organischem Dünger versorgen
  • Auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten - nicht zu nass, nicht zu trocken
  • Die Pflanzen alle paar Jahre teilen und neu einsetzen
  • Ein wachsames Auge auf mögliche Schädlinge haben

Mit diesen Tipps sollte sich der Ertrag deutlich verbessern. Geben Sie nicht auf, manchmal braucht es etwas Geduld und Experimentierfreude!

Wenn das Aroma fehlt: Qualitätsprobleme bei der Zitronengras-Ernte

Wo ist der Geschmack hin?

Manchmal sieht die Ernte zwar üppig aus, aber der Geschmack enttäuscht. Das kann mehrere Gründe haben:

  • Zu späte Ernte - die Halme waren schon zu hart
  • Falsche Lagerung - frisch ist am besten!
  • Nährstoffmangel im Boden
  • Stress durch Trockenheit oder Kälteeinbrüche

So wird's wieder aromatisch

Für bestes Aroma empfehle ich:

  • Rechtzeitig ernten, bevor die Halme zu hart werden
  • Am besten frisch verarbeiten oder richtig einfrieren
  • Ausgewogen düngen, besonders Kalium ist wichtig
  • Die Pflanzen vor Kälte und Trockenheit schützen
  • Morgens ernten, wenn der Tau abgetrocknet ist

Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, wann der beste Zeitpunkt für die Ernte ist. Vertrauen Sie auf Ihre Nase - wenn es intensiv duftet, ist es soweit!

Zitronengras und der Winter: Frostschäden vermeiden

Was passiert bei Frost?

Zitronengras ist leider nicht winterhart und reagiert empfindlich auf Frost:

  • Die Blätter werden braun und welk
  • Die Stängel werden weich und faulig
  • Bei starkem Frost können sogar die Wurzeln absterben
  • Im schlimmsten Fall geht die ganze Pflanze ein

So bringen Sie Ihr Zitronengras gut durch den Winter

Für eine erfolgreiche Überwinterung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Kübelpflanzen an einen hellen, frostfreien Ort bringen (ideal sind 5-15°C)
  • Freilandpflanzen dick mit Laub einpacken und mit Vlies abdecken
  • Die Pflanzen ausgraben und in Töpfen im Haus überwintern
  • Ein Gewächshaus oder Heizmatten als Frostschutz nutzen

Wichtig ist auch, im Winter sparsamer zu gießen. Wenn Sie alles richtig machen, treibt Ihr Zitronengras im Frühjahr wieder kräftig aus. Und glauben Sie mir, das Warten lohnt sich!

Wenn die Vermehrung nicht klappt: Herausforderungen beim Zitronengras-Anbau

Die Vermehrung von Zitronengras kann manchmal recht knifflig sein. Keine Sorge, mit ein paar Tricks klappt's auch bei Ihnen!

Warum will das Zitronengras nicht keimen?

Oft liegt's an den Samen oder den Bedingungen:

  • Manchmal sind die Samen einfach zu alt
  • Zu kalt oder zu warm - Zitronengras mag's gemäßigt
  • Zu nass oder zu trocken - die richtige Balance ist gefragt
  • Zu dunkel - ohne Licht geht wenig

So klappt's mit der Aussaat

Ein paar simple Tricks können Wunder wirken:

  • Frische Samen von seriösen Anbietern verwenden
  • Temperatur zwischen 20 und 25°C halten - ein Gewächshaus oder eine Fensterbank können ideal sein
  • Gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden
  • Helles, indirektes Licht anbieten

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Samen vor der Aussaat einzuweichen. Einfach 24 Stunden in lauwarmem Wasser quellen lassen, dann in ein feuchtes Tuch wickeln und an einen warmen Ort legen. Sobald sich die ersten Keimlinge zeigen, ab in die Anzuchttöpfe damit!

Wenn die Teilung nicht klappt

Die Vermehrung durch Teilung oder Stecklinge ist oft einfacher als die Aussaat, aber auch hier kann's hapern:

  • Die Teilstücke fangen an zu faulen
  • Es bilden sich keine Wurzeln
  • Die Pflanzenteile trocknen einfach aus

So gelingt die Teilung

Mit diesen Tipps klappt's besser:

  • Am besten im Frühjahr teilen, wenn die Pflanzen aus der Winterruhe erwachen
  • Scharfe, saubere Werkzeuge verwenden - das minimiert Verletzungen
  • Gesunde, kräftige Teilstücke mit mindestens 3-4 Trieben wählen
  • Abgestorbene oder kranke Teile großzügig entfernen
  • Die Schnittstellen kurz antrocknen lassen, bevor's wieder in die Erde geht

Nach der Teilung ist die richtige Pflege entscheidend. Ich verwende immer eine gut durchlässige, nährstoffreiche Erde. Die Feuchtigkeit sollte gleichmäßig sein, aber Vorsicht vor Staunässe! Ein heller, warmer Platz ist ideal, aber direkte Sonne mögen die frisch geteilten Pflanzen nicht so gern. Mit etwas Geduld zeigen sich nach 4-6 Wochen neue Wurzeln und Triebe.

Zitronengras im Garten: Herausforderungen meistern

Zitronengras anzubauen kann zwar manchmal frustrierend sein, aber glauben Sie mir, es lohnt sich! Mit ein bisschen Knowhow und Durchhaltevermögen klappt's auch bei Ihnen. Hier nochmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Einen sonnigen, geschützten Platz wählen
  • Für gute Drainage sorgen - Zitronengras mag's nicht zu nass
  • Im Winter gut einpacken oder reinholen
  • Regelmäßig nach Schädlingen und Krankheiten Ausschau halten
  • Bei der Vermehrung den richtigen Zeitpunkt und die passende Methode wählen

Wissen Sie, was das Schöne am Gärtnern ist? Man lernt nie aus! Jede Saison bringt neue Erfahrungen und Aha-Momente. Bleiben Sie neugierig und probieren Sie ruhig mal was Neues aus. Klar, manchmal klappt nicht alles auf Anhieb, aber das gehört dazu. Und wenn Sie dann das erste Mal Ihr selbst gezogenes Zitronengras in der Küche verwenden, werden Sie sehen: Es war jede Mühe wert!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche besonderen Herausforderungen gibt es beim Zitronengras-Anbau in Deutschland?
    Der Zitronengras-Anbau in Deutschland bringt mehrere klimatische Herausforderungen mit sich. Die größte Hürde sind die ungeeigneten Temperaturen, da Zitronengras optimale Wachstumstemperaturen von 25-30°C benötigt, die hierzulande selbst im Hochsommer oft nicht erreicht werden. Mangelnde Sonneneinstrahlung, besonders in den Wintermonaten, führt zu Lichtmangel und schwächerem Aromaufbau. Staunässe in schweren, verdichteten Böden kann schnell zu Wurzelfäule führen, da die tropische Pflanze zwar Feuchtigkeit liebt, aber keine nassen Füße verträgt. Die fehlende Winterhärte macht Frostschutz oder Überwinterung im Innenbereich zwingend erforderlich. Zusätzlich können Nährstoffmangel durch ungeeignete Böden und erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge wie Spinnmilben und Blattläuse bei suboptimalen Bedingungen auftreten. Diese Herausforderungen lassen sich jedoch durch gezielte Maßnahmen wie Gewächshäuser, Kübelhaltung und angepasste Pflege erfolgreich meistern.
  2. Wie kann man Zitronengras erfolgreich pflegen und anbauen?
    Erfolgreiches Zitronengras-Anbauen erfordert eine durchdachte Herangehensweise. Wählen Sie zunächst den hellsten, sonnigsten Standort mit Südausrichtung. Sorgen Sie für lockere, gut durchlässige Erde mit organischem Dünger - Staunässe ist der häufigste Killer für Zitronengras. Die Kübelhaltung hat sich als besonders praktisch erwiesen, da Sie die Pflanzen flexibel positionieren und im Winter ins Haus holen können. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nie richtig nass - ein Feuchtesensor kann hierbei helfen. Düngen Sie alle 4-6 Wochen mit organischem Volldünger oder flüssigem Kräuterdünger für intensiveres Aroma. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Schädlinge wie Spinnmilben oder Blattläuse. Bei ersten Anzeichen von Kältestress die Pflanzen sofort schützen oder ins warme Winterquartier bringen. Mit Geduld und konsequenter Pflege belohnt Sie Zitronengras mit aromatischen Ernten für die asiatische Küche.
  3. Welche Standortbedingungen benötigt Lemongras für optimales Wachstum?
    Lemongras benötigt für optimales Wachstum sehr spezifische Standortbedingungen. Der ideale Platz ist vollsonnig mit mindestens 6-8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich - Südausrichtung ist perfekt. Die Temperatur sollte konstant zwischen 25-30°C liegen, mindestens aber über 15°C. Ein windgeschützter Standort verhindert Austrocknung und mechanische Schäden. Der Boden muss gut durchlässig sein mit einem pH-Wert zwischen 6,0-7,5. Schwere, lehmige Böden sollten mit Sand oder Kies aufgelockert werden. Eine gleichmäßige Bodenfeuchte ist wichtig, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden. In Deutschland sind Gewächshäuser, Wintergärten oder sehr geschützte Südterrassen ideal. Bei Kübelhaltung können Sie flexibel auf Wetterwechsel reagieren. Erhöhte Standorte oder Hochbeete erwärmen sich schneller und bieten bessere Drainage. Ein Mikroklima durch umgebende Wände oder andere Pflanzen kann zusätzlichen Schutz bieten und die Wachstumsbedingungen verbessern.
  4. Welche Symptome zeigen Kältestress und Lichtmangel bei Zitronengras?
    Kältestress und Lichtmangel zeigen bei Zitronengras charakteristische Symptome, die sich klar unterscheiden lassen. Bei Kältestress verfärben sich die Blätter gelblich oder bräunlich, die Blattspitzen werden welk und braun. Typisch ist auch das Einrollen der Blätter und ein kompletter Wachstumsstopp. Im Extremfall führt Frost zum Absterben der ganzen Pflanze. Lichtmangel äußert sich anders: Die Blätter werden blass und gelblich, die Triebe werden unnatürlich lang und dünn - ein Prozess namens Vergeilung. Das Wachstum verlangsamt sich deutlich und das charakteristische Zitronenaroma wird schwächer oder verschwindet ganz. Bei beiden Problemen ist schnelles Handeln gefragt. Gegen Kältestress hilft sofortiger Schutz durch Vlies, Umzug ins Gewächshaus oder in warme Innenräume. Lichtmangel bekämpfen Sie durch bessere Standortwahl oder künstliche Beleuchtung mit LED-Pflanzenlampen. Regelmäßiges Drehen der Pflanzen sorgt für gleichmäßige Lichtverteilung.
  5. Wie erkennt und behandelt man Nährstoffmangel bei Cymbopogon citratus?
    Nährstoffmangel bei Cymbopogon citratus lässt sich an spezifischen Symptomen erkennen. Blassgrüne oder gelbliche Blätter deuten auf Stickstoffmangel hin, rötliche Verfärbungen an Blatträndern können Phosphormangel signalisieren. Braune Blattränder sprechen für Kaliummangel, während kümmerliche Neuaustriebe auf Zinkmangel hinweisen können. Allgemein schwaches Wachstum und weniger intensives Aroma sind weitere Alarmsignale. Zur genauen Diagnose empfiehlt sich eine Bodenanalyse, die den Nährstoffstatus objektiv bewertet. Die Behandlung erfolgt je nach identifiziertem Mangel: Organische Volldünger versorgen die Pflanze umfassend, Hornspäne geben langsam Stickstoff ab, Knochenmehl liefert Phosphor und Algenkalk bringt Kalium sowie wichtige Spurenelemente. Bewährt hat sich eine regelmäßige Düngung alle 4-6 Wochen mit flüssigem Kräuterdünger während der Wachstumsphase. Wichtig ist die richtige Dosierung - Überdüngung schadet mehr als sie nutzt. Bei ausgewogener Nährstoffversorgung entwickelt Zitronengras kräftiges Wachstum und intensives Aroma.
  6. Worin unterscheidet sich Zitronengras von anderen asiatischen Kräutern im Anbau?
    Zitronengras unterscheidet sich in mehreren wichtigen Aspekten von anderen asiatischen Kräutern. Als Gras benötigt es deutlich mehr Wasser als typische Blattkräuter wie Thai-Basilikum oder Koriander, verträgt aber gleichzeitig keine Staunässe - eine heikle Balance. Die Temperaturansprüche sind extremer: Während viele asiatische Kräuter bereits bei 18-20°C gut wachsen, braucht Zitronengras konstant 25-30°C für optimales Gedeihen. Die Lichtansprüche sind höher als bei schattentoleranten Kräutern wie Vietnamese Coriander. Zitronengras wächst horstig und braucht mehr Platz als kompakte Kräuter. Bei der Ernte werden die ganzen Halme verwendet, nicht nur Blätter. Die Überwinterung ist anspruchsvoller - während einige asiatische Kräuter als einjährige Kulturen gehalten werden können, lohnt sich bei Zitronengras die mehrjährige Kultur durch Überwinterung im Haus. Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Teilung, nicht durch Aussaat wie bei vielen anderen Kräutern. Diese Besonderheiten machen Zitronengras zu einer der anspruchsvolleren asiatischen Gewürzpflanzen.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Zitronengras und anderen tropischen Pflanzen bei der Überwinterung?
    Bei der Überwinterung zeigt Zitronengras einige Besonderheiten gegenüber anderen tropischen Pflanzen. Anders als viele tropische Blütenpflanzen, die komplette Winterruhe einlegen, wächst Zitronengras bei ausreichend Licht und Wärme auch im Winter weiter, allerdings deutlich langsamer. Die optimale Überwinterungstemperatur liegt mit 5-15°C niedriger als bei vielen anderen Tropenpflanzen, die 18-22°C benötigen. Zitronengras verträgt kurzzeitig sogar leichte Minusgrade, während andere tropische Pflanzen bereits bei 5°C Schäden erleiden. Die Gießmengen müssen drastischer reduziert werden als bei anderen Tropenpflanzen - Zitronengras neigt schneller zu Wurzelfäule. Ein heller Standort ist wichtiger als bei ruhenden Tropenpflanzen, da Zitronengras bei Lichtmangel stark vergeilt. Die Rückschnitttoleranz ist höher - Sie können Zitronengras vor der Überwinterung stark zurückschneiden, was bei vielen anderen tropischen Pflanzen problematisch wäre. Nach der Überwinterung treibt Zitronengras meist zuverlässiger aus als empfindlichere Tropenpflanzen, vorausgesetzt die Wurzeln sind gesund geblieben.
  8. Welche Rolle spielt Drainage bei der Vermeidung von Wurzelfäule beim Zitronengras?
    Drainage spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Wurzelfäule - einem der häufigsten Todesursachen für Zitronengras. Obwohl die Pflanze konstante Feuchtigkeit liebt, reagiert sie extrem empfindlich auf stehende Nässe. Bei mangelhafter Drainage entstehen anaerobe Bedingungen im Wurzelbereich, die Fäulnisbakterien fördern und die Wurzeln schädigen. Erkennbar wird Wurzelfäule an unangenehmen Gerüchen, weichen braunen Wurzeln und welken Blättern trotz feuchter Erde. Effektive Drainage erreichen Sie durch verschiedene Maßnahmen: Mischen Sie schwere Böden mit Sand oder Kies auf, schaffen Sie Drainageschichten aus Kies am Topfboden und verwenden Sie erhöhte Beete oder Kübel mit ausreichend Abzugslöchern. Bei Topfkultur sollten die Löcher regelmäßig kontrolliert und von Wurzeln freigehalten werden. Hochbeete bieten natürliche Drainage und erwärmen sich schneller. Die richtige Balance zwischen Feuchtigkeit und Drainage ist der Schlüssel für gesunde Wurzeln und kräftiges Wachstum. Bei ersten Anzeichen von Staunässe sofort die Drainage verbessern.
  9. Wo kann man qualitatives Zitronengras und passendes Anzucht-Zubehör kaufen?
    Für qualitatives Zitronengras und das passende Anzucht-Zubehör gibt es mehrere vertrauenswürdige Quellen. Spezialisierte Gartenfachgeschäfte wie samen.de bieten oft die beste Beratung und hochwertigste Samen von renommierten Züchtern. Diese etablierten Anbieter führen in der Regel auch das komplette Zubehör von Anzuchttöpfen über spezielle Kräutererden bis hin zu Gewächshausausstattung. Gut sortierte Gartencenter haben meist eine Auswahl an Zitronengras-Pflanzen und Grundausstattung. Online-Shops ermöglichen den Vergleich verschiedener Sorten und Anbieter, wobei auf Versandbedingungen für lebende Pflanzen zu achten ist. Beim Saatgutkauf sollten Sie auf Frische, Keimfähigkeit und biologische Qualität achten. Empfehlenswert ist auch der Kauf von bereits vorgezogenen Pflanzen für Anfänger. Wichtiges Zubehör umfasst durchlässige Pflanzerde, geeignete Töpfe mit Drainagelöchern, Dünger und bei Bedarf Pflanzenlampen. Erfahrene Gartenfachhändler können individuell beraten, welche Sorten für Ihre klimatischen Bedingungen am besten geeignet sind.
  10. Welche Ausrüstung benötigt man für den erfolgreichen Zitronengras-Anbau im Gewächshaus?
    Für erfolgreichen Zitronengras-Anbau im Gewächshaus benötigen Sie spezielle Ausrüstung zur Klimakontrolle. Ein Thermometer und Hygrometer sind essentiell zur Überwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Automatische Lüftungsöffner sorgen für optimale Belüftung und verhindern Hitzestau. Bei ungeheizten Gewächshäusern sind Heizmatten oder eine Gewächshausheizung für die Überwinterung wichtig. LED-Pflanzenlampen kompensieren Lichtmangel in dunklen Wintermonaten. Samen.de und andere Gartenfachhändler führen auch Bewässerungssysteme wie Tropfbewässerung oder automatische Sprühsysteme, die gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe gewährleisten. Schattierungsgewebe schützt vor zu intensiver Sommersonne. Zur Grundausstattung gehören außerdem geeignete Pflanzgefäße mit Drainageöchern, hochwertige Kräutererde und organische Düngemittel. Ein pH-Messgerät hilft bei der Bodenkontrolle. Nützlich sind auch Gelbsticker zur Schädlingskontrolle und ein Handsprüher für erhöhte Luftfeuchtigkeit. Mit dieser Ausstattung lässt sich ein optimales Mikroklima für Zitronengras schaffen.
  11. Welche biochemischen Prozesse beeinflussen das Aroma von Zitronengras während der Kultivierung?
    Das charakteristische Zitronenaroma von Zitronengras wird durch komplexe biochemische Prozesse während der Kultivierung beeinflusst. Die Hauptaromakomponente Citral wird durch die Terpenbiosynthese in den ätherischen Öldrüsen der Blätter gebildet. Temperatur spielt dabei eine Schlüsselrolle - bei 25-30°C läuft die Enzymaktivität optimal ab. Lichtintensität und -qualität beeinflussen die Photosynthese, die Energie für die Aromabildung liefert. UV-Strahlung kann die Produktion sekundärer Pflanzenstoffe anregen, die zum Aromaprofil beitragen. Wasserstress reduziert zwar das Wachstum, kann aber die Konzentration ätherischer Öle erhöhen. Die Nährstoffversorgung, besonders Kalium und Phosphor, beeinflusst die Enzymfunktionen der Aromabildung. Junge, wachsende Blätter haben höhere Aromagehalte als alte. Die Tageszeit der Ernte spielt ebenfalls eine Rolle - morgens nach dem Tautrocknen ist der Aromagehalt oft am höchsten. Stress durch Trockenheit oder Nährstoffmangel kann die Aromaqualität negativ beeinflussen, weshalb optimale Kulturbedingungen für bestes Aroma essentiell sind.
  12. Wie beeinflusst die Temperaturregulation das Mikroklima für Zitronengras?
    Temperaturregulation ist fundamental für die Schaffung eines optimalen Mikroklimas für Zitronengras. Die ideale Temperatur von 25-30°C beeinflusst alle physiologischen Prozesse der Pflanze. Bei korrekter Temperaturführung erhöht sich die Enzymaktivität, wodurch Photosynthese, Nährstoffaufnahme und Aromabildung optimal ablaufen. Zu niedrige Temperaturen unter 15°C verlangsamen den Stoffwechsel drastisch und können Kälteschäden verursachen. Temperaturen über 35°C stressen die Pflanze und können zu Hitzeschäden führen. Die Temperaturregulation beeinflusst auch die Luftfeuchtigkeit - warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was für das tropische Zitronengras vorteilhaft ist. Nächtliche Temperatursenkung auf 18-20°C simuliert natürliche Verhältnisse und kann das Wachstum fördern. In Gewächshäusern ermöglichen Heizung, Lüftung und Schattierung präzise Temperaturkontrolle. Bodenwärme durch Heizmatten fördert die Wurzelaktivität. Die Temperaturregulation muss mit anderen Klimafaktoren wie Belüftung und Bewässerung abgestimmt werden, um das ideale Mikroklima zu erreichen.
  13. Welche physiologischen Anpassungen zeigt Sereh bei suboptimalen Lichtbedingungen?
    Sereh (Zitronengras) zeigt bei suboptimalen Lichtbedingungen charakteristische physiologische Anpassungen. Die auffälligste Reaktion ist das Vergeilungsphänomen - die Internodien werden übermäßig gestreckt, wodurch die Triebe lang und dünn werden. Die Blätter verlieren ihre sattgrüne Farbe und werden blass bis gelblich, da die Chlorophyllproduktion reduziert wird. Gleichzeitig vergrößert die Pflanze die Blattfläche, um mehr Licht einfangen zu können. Die Blattstellung verändert sich - die Blätter richten sich stärker zum verfügbaren Licht aus. Der Stoffwechsel verlangsamt sich erheblich, was zu reduziertem Wachstum und schwächerer Aromabildung führt. Die Zellwände werden dünner und schwächer, wodurch die Pflanze anfälliger für mechanische Schäden und Krankheiten wird. Bei anhaltendem Lichtmangel können untere Blätter absterben, um Energie zu sparen. Die Wurzelentwicklung wird eingeschränkt, da die Pflanze ihre Energie vorrangig in die Lichtsuche investiert. Diese Anpassungen sind größtenteils reversibel - bei verbesserter Lichtversorgung normalisiert sich das Wachstum wieder.
  14. Wie wirken sich verschiedene Bewässerungsmethoden auf die Nährstoffaufnahme aus?
    Verschiedene Bewässerungsmethoden beeinflussen die Nährstoffaufnahme von Zitronengras erheblich. Oberflächenbewässerung kann zu ungleichmäßiger Nährstoffverteilung führen, da Wasser und gelöste Nährstoffe hauptsächlich die oberen Bodenschichten erreichen. Tropfbewässerung ermöglicht kontrollierte, gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung direkt an den Wurzeln und reduziert Verdunstungsverluste. Staunässe durch Überbewässerung hemmt die Sauerstoffversorgung der Wurzeln und beeinträchtigt die aktive Nährstoffaufnahme. Bei zu geringer Bewässerung konzentrieren sich Salze im Boden, was die Nährstoffaufnahme erschwert. Die Wasserqualität spielt eine entscheidende Rolle - hartes, kalkhaltiges Wasser kann den pH-Wert erhöhen und bestimmte Nährstoffe unlöslich machen. Regenwasser ist optimal, da es weich ist und keine störenden Salze enthält. Die Bewässerungsfrequenz beeinflusst die Nährstoffmobilität - zu häufiges Gießen kann Nährstoffe auswaschen, während seltenes, aber gründliches Gießen die Durchwurzelung und damit die Nährstofferschließung fördert. Eine Kombination aus gleichmäßiger Feuchtigkeit und guter Drainage optimiert die Nährstoffverfügbarkeit.
  15. Welche praktischen Schritte sind bei der Teilung von Zitronengras-Pflanzen zu beachten?
    Die Teilung von Zitronengras-Pflanzen erfordert sorgfältige Vorbereitung und richtige Technik. Der optimale Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn die Pflanzen aus der Winterruhe erwachen und neue Triebe zeigen. Wässern Sie die Pflanze 24 Stunden vor der Teilung gründlich, um Stress zu reduzieren. Graben Sie den kompletten Wurzelstock vorsichtig aus und schütteln Sie lose Erde ab. Verwenden Sie scharfe, desinfizierte Werkzeuge, um Infektionen zu vermeiden. Teilen Sie nur gesunde, kräftige Horste mit mindestens 3-4 Trieben pro Teilstück. Entfernen Sie alle abgestorbenen, kranken oder beschädigten Wurzeln und Blätter großzügig. Lassen Sie die Schnittstellen 30 Minuten antrocknen, bevor Sie neu pflanzen. Verwenden Sie frische, nährstoffreiche und durchlässige Erde. Pflanzen Sie die Teilstücke in der gleichen Tiefe wie zuvor und wässern Sie vorsichtig an. Stellen Sie die geteilten Pflanzen an einen hellen, aber nicht vollsonnigen Platz für 2-3 Wochen. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Erste neue Triebe zeigen sich nach 4-6 Wochen.
  16. Wie erstellt man einen effektiven Pflegeplan für Citronellgras in Kübelhaltung?
    Ein effektiver Pflegeplan für Citronellgras in Kübelhaltung berücksichtigt saisonale Unterschiede und regelmäßige Kontrollen. Frühjahr: Umtopfen in frische Erde alle 2-3 Jahre, Rückschnitt alter Halme, erste Düngung nach dem Austrieb. Sommer: Tägliche Feuchtigkeitskontrolle - die Erde sollte nie ganz austrocknen, aber auch nicht nass sein. Düngen alle 4-6 Wochen mit Flüssigdünger. Wöchentliche Kontrolle auf Schädlinge, besonders Spinnmilben. Bei Temperaturen über 30°C für Beschattung sorgen. Herbst: Bewässerung reduzieren, Düngung einstellen, Vorbereitung auf Überwinterung. Winter: Drastisch weniger gießen, hellen Standort bei 5-15°C wählen, regelmäßig auf Krankheiten kontrollieren. Ganzjährig: Abzugslöcher der Töpfe freihalten, regelmäßig drehen für gleichmäßiges Wachstum, bei Bedarf stützen. Dokumentieren Sie Gießtermine und Düngerbehandlungen in einem Kalender. Ein Feuchtesensor hilft bei der richtigen Bewässerung. Bei Problemen wie Schädlingsbefall oder Nährstoffmangel sofort reagieren. Flexible Anpassung des Plans je nach Witterung und Pflanzenverhalten.
  17. Welche verbreiteten Mythen gibt es über die Winterhärte von Zitronengras?
    Über die Winterhärte von Zitronengras kursieren mehrere hartnäckige Mythen. Ein weitverbreiteter Irrglaube besagt, dass Zitronengras in Deutschland winterhart sei - tatsächlich ist es absolut frostempfindlich und stirbt bereits bei leichtem Frost ab. Manche behaupten, dass erwachsene Pflanzen frostresistenter seien als junge, aber das Alter spielt keine Rolle bei der Kältetoleranz. Ein anderer Mythos ist, dass starkes Mulchen ausreicht, um Zitronengras draußen zu überwintern. Selbst dickste Laubschichten schützen nicht vor strengen Frösten. Falsch ist auch die Annahme, dass die Pflanze wie Gras einfach im Frühjahr wieder austreibt - ohne Schutz der Wurzeln vor Frost ist die Pflanze tot. Manche glauben, dass bestimmte "winterharte" Zitronengras-Sorten existieren - diese gibt es nicht, alle Cymbopogon citratus-Arten sind tropisch. Der Mythos, dass Zitronengras in milden Wintern draußen bleiben kann, ist gefährlich - schon wenige Minusgrade können tödlich sein. Sicherheit bietet nur die Überwinterung bei mindestens 5°C in Innenräumen oder beheizten Gewächshäusern.
  18. Wie unterscheiden sich die Anbaubedingungen für Zitronella in verschiedenen deutschen Klimazonen?
    Die Anbaubedingungen für Zitronella variieren deutlich zwischen deutschen Klimazonen. In milderen Regionen wie dem Rheintal oder den Weinbaugebieten ist die Freilandkultur von Mai bis September möglich, während in rauheren Gebieten wie den Mittelgebirgen oder Norddeutschland Gewächshäuser oft unverzichtbar sind. Küstenregionen profitieren von ausgeglicheneren Temperaturen, aber höhere Luftfeuchtigkeit kann Pilzkrankheiten fördern. In kontinentalen Klimazonen sind die Temperaturschwankungen extremer - heiße Sommer fördern das Wachstum, aber frühe Fröste erfordern zeitiges Einräumen. Süddeutsche Regionen ermöglichen längere Vegetationsperioden und oft bessere Erträge. Die Niederschlagsmuster beeinflussen die Bewässerungsstrategie - in trockenen Gebieten ist intensive Bewässerung nötig, in feuchten Regionen steht Drainage im Vordergrund. Höhenlagen verkürzen die Wachstumszeit erheblich. Urbane Wärmeinseln in Großstädten schaffen günstigere Mikroklimazonen als das Umland. Die Überwinterungsdauer variiert von 4-5 Monaten in milden bis zu 6-7 Monaten in kalten Regionen. Anpassung an lokale Bedingungen durch Sortenauswahl und Kulturmethoden ist essentiell.
  19. Worin unterscheidet sich Zitronengras von anderen Aromapflanzen hinsichtlich Schädlingsbefall?
    Zitronengras zeigt charakteristische Unterschiede zu anderen Aromapflanzen beim Schädlingsbefall. Im Gegensatz zu den meisten Kräutern, die durch ihre ätherischen Öle natürlich abwehrend wirken, ist Zitronengras anfälliger für Spinnmilben, besonders bei trockener Luft und Hitzestress. Während typische Küchenkräuter wie Rosmarin oder Thymian selten von Blattläusen befallen werden, sind die weichen, saftigen Triebe des Zitronengrases beliebte Ziele. Die grasartige Struktur begünstigt das Verstecken von Schädlingen zwischen den Halmen. Anders als bei buschigen Kräutern ist die Schädlingskontrolle aufwendiger, da Spritzbehandlungen nicht alle Pflanzenteile erreichen. Thripse finden in den röhrenförmigen Blattscheiden ideale Verstecke. Positiv ist, dass Zitronengras weniger anfällig für Schnecken ist als weichlaubige Kräuter. Wurzelschädlinge wie Dickmaulrüssler sind seltener als bei anderen Topfkräutern. Die Schädlingsbekämpfung muss vorsichtiger erfolgen, da Zitronengras empfindlicher auf Spritzmittel reagiert als robuste mediterrane Kräuter. Biologische Bekämpfungsmethoden und Nützlinge sind oft effektiver als chemische Behandlungen.
  20. Was unterscheidet Thai-Kräuter wie Zitronengras von europäischen Gartenkräutern in der Pflege?
    Thai-Kräuter wie Zitronengras unterscheiden sich fundamental von europäischen Gartenkräutern in ihren Pflegeansprüchen. Während mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian Trockenheit schätzen, benötigt Zitronengras konstante Feuchtigkeit ohne Staunässe. Die Temperaturansprüche sind extremer - europäische Kräuter gedeihen oft schon ab 15°C, Thai-Kräuter brauchen 25-30°C optimal. Winterhärte ist der größte Unterschied: Heimische Kräuter überstehen Frost problemlos, tropische Thai-Kräuter müssen frostfrei überwintert werden. Der Nährstoffbedarf ist höher - während Mittelmeerkräuter magere Böden bevorzugen, brauchen Thai-Kräuter nährstoffreiche, humose Erde und regelmäßige Düngung. Die Lichtansprüche sind intensiver - europäische Kräuter kommen mit weniger Licht aus. Europäische Kräuter sind oft mehrjährig und winterhart, Thai-Kräuter werden meist einjährig kultiviert oder aufwendig überwintert. Die Ernte erfolgt unterschiedlich - bei europäischen Kräutern werden meist Blätter geerntet, bei Zitronengras die ganzen Halme. Schädlingsanfälligkeit ist bei Thai-Kräutern in unserem Klima oft höher aufgrund des Kulturstresses.
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