Sonnenblumenfeld: Nützlinge fördern, Schädlinge naturnah steuern
- Kritisch ist die Jugend: Nacktschnecken und Blattläuse, vor allem die Kleine Pflaumenlaus, können junge Sonnenblumen beträchtlich schädigen.
- Danach ist gegen tierische Schaderreger an Sonnenblumen im Allgemeinen keine Behandlung nötig.
- Ein Marienkäfer frisst während seines Lebens etwa 5000 Blattläuse.
- Gegen die Blattlauskräuselung brachte chemische Bekämpfung in mehrjährigen Versuchen keinen Ertragsvorteil.
- Ein Vogelschutznetz schützt Saat und Sämlinge und kommt nach der Sämlingsphase wieder ab.
- Gegen Sklerotinia ist eine weite Fruchtfolge die wichtigste Vorbeugung.

Ein Sonnenblumenfeld zieht Tiere an, und nicht alle sind dir willkommen. Die heikle Zeit liegt ganz am Anfang. Während des Auflaufens und der Jugendentwicklung können Nacktschnecken und Blattläuse einen jungen Bestand beträchtlich schädigen. Sind die Pflanzen aus dieser Phase heraus, ist gegen tierische Schaderreger im Allgemeinen keine Behandlung mehr nötig. Ich lege meine Kontrollgänge deshalb in die Zeit vom Auflaufen bis zur Jugendentwicklung und lasse die Tiere danach weitgehend in Ruhe.
Naturnah steuern heißt für mich zweierlei. Ich stärke die Nützlinge, die von den Schädlingen leben, und greife bei den Schädlingen nur dort ein, wo der junge Bestand wirklich leidet.
Welche Tiere leben im Sonnenblumenfeld?
Im Feld triffst du auf drei Gruppen. Schädlinge fressen oder saugen an Saat, Keimlingen und Triebspitzen. Nützlinge fressen oder parasitieren vor allem die Blattläuse. Bestäuber wie Honig- und Wildbienen besuchen die Blüten. Die Übersicht zeigt, woran du die einzelnen Tiere erkennst.
| Tier | Rolle | Woran du es bemerkst |
|---|---|---|
| Nacktschnecken | Schädling | Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren, vor allem in der Auflaufphase |
| Blattläuse, besonders die Kleine Pflaumenlaus | Schädling | starke Kräuselung der Blätter in der Triebspitze junger Pflanzen |
| Vögel wie Tauben und Fasane | Schädling | Fraß an frischer Saat und Sämlingen, ausgedünnter Bestand |
| Hasen und Kaninchen | Schädling | abgefressene Jungpflanzen, ausgedünnter Bestand |
| Marienkäfer | Nützling | Käfer und Larven an den Blattlauskolonien |
| Schwebfliegen | Nützling | Erwachsene an Korb- und Doldenblüten, Larven in den Kolonien |
| Florfliegen | Nützling | Larven in den Kolonien, sie fressen auch Thripse und SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. |
| SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. | Nützling | Erwachsene an ungefüllten Blüten, Eier in den Blattläusen |
| Spinnen, Laufkäfer und Kurzflügler | Nützling | räuberisch, in einem Kohlversuch mit Begleitblumen häufiger beobachtet |
| Honigbienen und Wildbienen | Bestäuber | an den offenen Blüten |
Schädlinge und Nützlinge findest du oft an derselben Stelle. Die Blattlauskolonie in der Triebspitze ist zugleich der Ort, an dem Marienkäfer fressen und Schwebfliegen ihre Eier ablegen.
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, humusreicher, feuchter, gut durchlässiger, neutraler bis alkalischer Boden. Ein vollsonniger Standort ist geeignet; beste Blüte bei langem, heißem Sommer, gegebenenfalls stützen.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist mäßig fruchtbar, humusreich, feucht und gut durchlässig.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.
Aussaat und Vermehrung
- Vermehrung
Direktsaat oder frühe Gewächshausanzucht mit zwei bis drei Samen pro Topf; auf den kräftigsten Sämling vereinzeln.
Pflege
- Pflege
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich.
- Düngung
Die angebotene kompakte Topf-Sonnenblume Sunsation während der Blüte regelmäßig düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist einjährig.
- Verwendung
Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich zur Gründüngung. Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.
Schnecken an jungen Sonnenblumen: erkennen und absammeln
Auf Schneckenfraß achtest du bei Sonnenblumen vor allem in der Auflaufphase. Fraß vom Blattrand und silbrige Schleimspuren sprechen für Schnecken. Auch eingetrocknete Schleimspuren neben Fraßschäden sind ein Hinweis. Die erste Maßnahme ist das Absammeln. Ich sammle in dieser Phase gezielt ab und schaue dabei auch unter die untersten Blätter.
Wandern immer neue Schnecken zu, umgibst du das Beet mit einem Schneckenzaun. Einzelne gefährdete Pflanzen schützt ein Schneckenkragen. Bereitest du die Fläche vor, arbeitest du vorhandenes Pflanzenmaterial gründlich ein, denn das senkt das Schneckenrisiko. Bei feuchtem Wetter verzichtest du auf eine dicke Mulchschicht, weil sie fault und Schnecken einen idealen Unterschlupf bietet.
Tagetes zwischen die Sonnenblumen setzen, damit sie die Schnecken fernhält. Tagetes kann Schnecken anlocken, und in einem Versuch zur Artenauswahl fiel die Polsterstudentenblume durch Schneckenfraß komplett aus. Setzt du Tagetes trotzdem, nutzt du sie als Stelle, an der du gezielt absammelst.
Blattläuse und Kleine Pflaumenlaus: abwarten oder eingreifen?
Blattläuse sitzen bei Sonnenblumen in der Triebspitze und verursachen dort eine starke Kräuselung der Blätter. In der Jugend kann vor allem die Kleine Pflaumenlaus einem Bestand erheblich zusetzen. An Zierpflanzen sitzen Blattläuse außerdem häufig an den Blattunterseiten.
In mehrjährigen Versuchen minderte eine chemische Bekämpfung der Läuse zwar die Symptome. Beim Ertrag brachte sie aber keinen Vorteil. Wer gegen die Kräuselung spritzt, gewinnt also keinen Ertrag und kann genau die Marienkäfer und Larven treffen, die von den Läusen leben.
Deshalb schaust du zuerst, ob schon Nützlinge an der Kolonie sitzen. Bei schwachem Befall reicht meist ein Wasserstrahl, der die Läuse abspült. Ich halte den Strahl dabei von unten in die Spitze, damit auch die Blattunterseiten erreicht werden.
Schneide bei eintriebigen Sorten eine verlauste Triebspitze nicht ab. Eintriebige Sorten werden nicht entspitzt, nur bei verzweigenden Sorten fördert das Entfernen der zentralen Spitze die Seitentriebe. Spüle die Läuse stattdessen mit Wasser ab.
Gekräuselte Blätter in der Triebspitze sprechen für Blattläuse, wenn du die Tiere dort findest. Faltige Blätter mit Gelbfärbungen zwischen den Blattadern entlang des Blattrandes können dagegen auf Bormangel hinweisen.
Vögel, Hasen und Kaninchen: Fraß an Saat und Jungpflanzen
Nach Aussaat und Auflaufen holen sich Vögel gern die Saat und die Keimlinge. Tauben und Fasane, aber auch Hasen und Kaninchen können den Bestand durch Abfressen ausdünnen. Ein Vogelschutznetz schützt frisch gesäte Sonnenblumen und junge Sämlinge vor Fraß. Nach der Sämlingsphase nimmst du es wieder ab. Vogelscheuchen und ähnliche Schreckmittel halten Vögel nur einigermaßen fern, deshalb verlasse ich mich auf das Netz.
Vorgezogene Sonnenblumen kommen erst nach dem letzten Frost ins Beet, also Mitte bis Ende Mai. Wer vorzieht, lässt die frische Saat damit gar nicht erst draußen liegen, wo Vögel sie finden. Beim Auspflanzen, gerade bei verzweigenden Sorten, störst du die Wurzeln möglichst wenig. Säst du lieber direkt, übernimmt das Netz den Schutz der Saat. Wie du Sonnenblumen direkt ins Freiland säst, zeigt der Aussaat-Ratgeber.
Für die reifen Körbe im Spätsommer zählt dann die Ernte. Wie du Feldsonnenblumen erntest, trocknest und lagerst, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Welche Nützlinge fressen die Blattläuse?
Marienkäfer und Florfliegen
Marienkäfer gehören zusammen mit den Larven von Florfliegen und Schwebfliegen zu den natürlichen Feinden der Blattläuse. Ein Marienkäfer frisst während seiner gesamten Lebenszeit etwa 5000 Blattläuse. Die Larven der Florfliegen sind nach ihrer Verzehrmenge sehr wichtige Regulierer in Blattlauskolonien. Daneben fressen sie Thripse, Spinnmilben und andere Insekten.
Schwebfliegen und Schlupfwespen
Schlupfwespen und Schwebfliegen gelten als die wichtigsten Blattlausfeinde. Erwachsene Schwebfliegen besuchen häufig Korb- und Doldenblüten. Die Weibchen legen ihre Eier in die Nähe von Blattlauskolonien, und die Larven saugen dort die Läuse aus. Schlupfwespen legen bis zu 50 Eier in Blattläuse. Als erwachsene Tiere brauchen beide leicht zugängliche Pollen- und Nektarnahrung aus ungefüllt blühenden Korbblüten und Dillgewächsen.
Der Nachwuchs entwickelt sich also bei den Läusen, die eigene Nahrung finden die Erwachsenen an Blüten. Ob diese Gegenspieler bei deinen Sonnenblumen ankommen, hängt deshalb auch vom Blütenangebot am Feldrand ab.
Spinnen, Laufkäfer und Kurzflügler
In einem Kohlversuch mit Kornblume, Ringelblume und Steinkraut als BegleitpflanzenEine Begleitpflanze ergänzt im Beet eine auffälligere Leitpflanze; sie ist niedriger und wächst in kleineren Gruppen daneben. Im Gemüsebeet nennt man so auch einen Mischkulturpartner, der neben der Hauptkultur wächst. wurden mehr räuberische Nützlinge beobachtet. Dazu gehörten Spinnen, Laufkäfer und Kurzflügler. Der Schädlingsdruck lag dort aber nur etwas niedriger. Begleitblumen können die Räuber unterstützen, einen befallsfreien Bestand garantieren sie nicht.
Bienen und andere Bestäuber
Die Sonnenblume gilt selbst als nützlingsfreundlich. Außerdem zählt sie zu den Sommerblumen, die sich als bienenfreundliche Lückenfüller im Gemüsegarten eignen. Für Insekten wählst du Sorten mit ungefüllten Blüten. Bei stark gefüllten Zierblüten erreichen Insekten Nektar und Pollen häufig nur schwer. Die Füllung allein bestimmt den Bienenwert allerdings nicht sicher, und einzelne Farbsorten innerhalb einer Art werden unterschiedlich stark besucht.
Wie förderst du Nützlinge rund um das Feld?
Vielerorts fehlt es an Blütenangebot im zeitigen Frühjahr und vor allem im Spätsommer. Sonnenblumen blühen von Juni bis Oktober und können damit einen Teil der späten Lücke schließen. Für die Blattlausfeinde zählen aber auch Blüten neben dem Feld, Verstecke und Nistplätze.
Begleitblumen am Feldrand
Ungefüllte Ringelblumen und Kosmeen bieten erwachsenen Schlupfwespen und Schwebfliegen gut zugängliche Blütennahrung. Auf die Kornblume fliegen neben Honigbienen und Hummeln auch Schlupfwespen. Die Schlupfwespen nutzen dort den Nektar und parasitieren die Larven des Kohlweißlings. Die Wilde Möhre lockt Schlupfwespen, Schwebfliegen, Spinnen und blattlausfressende Blumenwanzen an, dazu 24 Wildbienenarten. Allerdings ist sie konkurrenzstark. In kleineren Gärten steht sie deshalb besser für sich, und ihre Samenstände entfernst du rechtzeitig, bevor sie andere Pflanzen durch SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat. verdrängt.
Einen Streifen aus einjährigen Sommerblumen legst du als Mischung an. Wie die Direktsaat von Sommerblumenmischungen gelingt, beschreibt der Sommerblumen-Überblick. Säst du gestaffelt von Ende April bis Anfang Juni, kann das Nahrungsangebot für Tiere bis in den nahrungsarmen Herbst reichen. Die Termine trägst du dir in den Aussaatkalender für Sommerblumen ein.
Liegt dein Sonnenblumenfeld in der freien Landschaft, nimmst du für den Blühstreifen regionales, artenreiches Wildpflanzensaatgut mit zertifizierter Herkunft. Dort darf Saat- und Pflanzgut nur innerhalb seines Vorkommensgebiets ausgebracht werden, und bei geförderten Streifen gelten zusätzlich die Fördervorgaben. Der Garten am Haus gehört dagegen nicht zur freien Natur.
Verstecke und Winterquartiere
Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten fördern die Ansiedlung von Nützlingen, die Blattläuse dezimieren. Marienkäfern dienen Laubschichten und PolsterstaudenPolsterstauden sind niedrige, winterharte Stauden, die flach in die Breite wachsen und dabei dichte Polster oder Teppiche bilden. Sie werden vor allem im Steingarten und als Bodendecker verwendet. als Überwinterungsschutz. Über Winter stehen gelassene Staudenstängel bieten Insekten Quartiere, ihre Samenstände können Vögeln Nahrung liefern. Ich lasse am Feldrand eine Laubschicht liegen und schneide die vorjährigen Staudenstängel dort erst im Frühjahr ab.
Nistplätze für Wildbienen
Mehr als die Hälfte der Wildbienenarten nistet im Boden. Diese Arten profitieren von offenen, besonnten und langfristig ungestörten Bodenstellen. Totholz sowie Stein- und Holzhaufen ergänzen das Angebot um Nist- und Überwinterungsplätze. Bohrst du ein Nistholz, setzt du die Bohrungen splitterfrei ins Längsholz und lässt die Rückseite geschlossen. Einige spezialisierte Wildbienen brauchen bestimmte heimische Pflanzen. Deshalb ergänzt du das Blütenangebot um heimische Arten regionaler Herkunft.
Mischkultur mit Augenmaß
Manche Partnerpflanzen erschweren Schädlingen mit ihren Duftstoffen das Auffinden der Wirtspflanze. Der Effekt ist allerdings schwer belegbar und nur bei guter Bodenverbesserung, richtigem Abstand und ausreichender Wasserversorgung zu erwarten. Stangenbohnen können an Sonnenblumen hochranken; passende Nachbarn findest du im Mischkultur-Planer, die Grundlagen im Sommerblumen-Überblick.
In welcher Reihenfolge steuerst du Schädlinge naturnah?
Ich gehe bei jedem Befall in derselben Reihenfolge vor. Zuerst bestimme ich, was ich sehe, denn ein Symptom ist ein Hinweis und noch keine Diagnose. Bei unklaren Blattflecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose und die Wahl passender Maßnahmen klären.
Im zweiten Schritt prüfe ich, ob Nützlinge schon vor Ort sind. Erst danach greife ich von Hand ein. Schädlinge absammeln und erkrankte Pflanzenteile entfernen gehören zu den empfohlenen mechanischen Pflegemaßnahmen. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du Werkzeug und Handschuhe, bevor du an gesunde gehst.
Der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz schont im Garten auch die nützlichen Insekten. Zugelassene Präparate sind im Biogarten nur selten nötig. Das gilt für den Fall, dass ein Schaderreger zuverlässig bestimmt ist und sanftere Methoden versagt haben.
Selbst angesetzter PflanzenjauchePflanzenjauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Pflanzen wie Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch, die in Wasser gären. Ihre Nährstoffe stehen den Pflanzen schnell zur Verfügung. wird nachgesagt, sie mache Pflanzen widerstandsfähiger gegen Läuse. Die Nährstoffgehalte einer solchen Jauche schwanken jedoch mit Pflanzenart, Pflanzenzustand und Erntezeitpunkt, und eine allgemein gültige Menge oder Häufigkeit gibt es nicht. Ich verlasse mich bei Blattläusen deshalb auf Nützlinge und den Wasserstrahl.
Kommt ein chemisches Mittel als letzter Schritt doch infrage, nimm nur eines mit Zulassung für den Haus- und Kleingarten. Halte dich genau an die Gebrauchsanweisung, trage Schutzkleidung, beachte die Wartezeit und entsorge Reste sachgerecht. Bedenke, dass ein solches Mittel auch Marienkäfer, Schwebfliegen und Bienen treffen kann.
Beim Kontrollgang in der Jugendphase prüfst du die Blattränder auf Fraß und Schleimspuren. Die Triebspitzen siehst du auf Kräuselung und Läuse durch, die Kolonien auf Marienkäfer und Larven. Das Vogelschutznetz nimmst du nach der Sämlingsphase ab, und nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du das Werkzeug.
Pilzkrankheiten: vorbeugen statt bekämpfen
Eine Bekämpfung pilzlicher Schaderreger ist bei Sonnenblumen in der Regel nicht notwendig. Botrytis-Graufäule, Sonnenblumenkrebs durch Sklerotinia und Phoma lassen sich im ökologischen Anbau nicht direkt bekämpfen. Vorgebeugt wird mit passender Sortenwahl, guter Durchlüftung und sauber eingearbeiteten Ernterückständen. Ausreichender Pflanzabstand verbessert die Luftzirkulation, die Blätter trocknen schneller ab, und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt.
Gegen Sklerotinia ist eine weite Fruchtfolge die wichtigste Vorbeugung. Die Standorte deiner Sonnenblumen hältst du dafür im Beetplaner fest.
Zwischen Sonnenblumen und Raps, Erbsen und Kartoffeln liegen mindestens 4 Jahre Anbaupause.
Ein weißer Pilzbelag auf der Blattoberseite kann auf Echten Mehltau hinweisen. Weichfaule Flecken mit grauem Pilzbelag oder eine StängelfäuleStängelfäule ist eine Pflanzenkrankheit, bei der der Stängel meist am Stängelgrund fault: Schwarze, eingesunkene Flecken umfassen ihn, die Leitungsbahnen werden unterbrochen, die Pflanze welkt plötzlich und stirbt ab. Bei Tomaten löst sie ein Pilz aus. können auf GrauschimmelGrauschimmel ist eine häufige Pilzkrankheit an Gemüse, Obst und Zierpflanzen, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Typisch ist ein grauer, stäubender Pilzbelag auf befallenen Pflanzenteilen, etwa auf Früchten. deuten. Bei der Düngung hältst du Maß: Überhöhte Stickstoffgaben fördern im Feldanbau das vegetative Wachstum, erhöhen die Anfälligkeit für Korbfäule und verzögern die Reife. Wie du Sonnenblumen über die Saison pflegst und vor Krankheiten schützt, zeigt der Pflege-Ratgeber.
Ich notiere nach jeder Saison, wo die Sonnenblumen standen und was vorher auf der Fläche wuchs. Erbsen und Kartoffeln wechseln bei mir durch dieselben Beete, deshalb plane ich die Pause zu ihnen ein, bevor ich säe.





