Blumen · Stauden & Ziergräser · Pflege

Blaukissen im Jahreslauf: Pflegeplan vom Frühjahrscheck bis zum Kahlfrost

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die Blaukissen-Mischung 'Superbissima' blüht im April und Mai.
  • Nach der Blüte schneidest du 'Superbissima' ab dem zweiten Jahr leicht zurück, sonst putzt du nur braune oder kranke Blätter aus.
  • Neue Pflanzungen gießt du in den ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit durchdringend, morgens und direkt an den Wurzeln.
  • Als Mulch nimmst du Kies oder Splitt, denn Kompost zur Bodenanreicherung ist bei Polsterstauden nicht sinnvoll.
  • Lässt die Blühleistung älterer Polster nach, verjüngst du sie im Frühjahr durch Teilung.
Ein dichtes Polster aus violetten Blaukissenblüten
Foto: Marcin Manka · Pexels License · Quelle ↗

Blaukissen brauchen wenig Pflege, aber jede Arbeit hat ihren Zeitpunkt. Wer die Polster im Spätwinter mit den übrigen Stauden bodennah abschneidet, meint es gut. Dasselbe gilt für eine Kompostdecke im Herbst oder das Gießen an jedem warmen Tag. Polsterstauden brauchen all das nicht. Ich arbeite meine Blaukissen deshalb nach einem Jahresplan ab, mit wenigen Handgriffen zur passenden Zeit. Zur Blütezeit vorweg: Die Mischung ‘Superbissima’ blüht im April und Mai, danach beginnt die eigentliche Pflegearbeit.

Blaukissen kurz eingeordnet

Blaukissen sind niedrige Polsterstauden für Steingärten, Trockenmauern sowie Beet- und Wegeinfassungen. Die Mischung ‘Superbissima’ wird etwa 10 bis 20 cm hoch und gilt als winterhart. Für andere Sorten nimmst du die Angaben von Etikett oder Saatguttüte, und was Stauden grundsätzlich ausmacht, beschreibt das Kurzporträt im Überblick zu Stauden und Ziergräsern.

Der Blaukissen-Jahresplan auf einen Blick

Die Tabelle zeigt die Arbeiten in der Reihenfolge, in der sie bei mir an den Polstern anfallen. Jeder Schritt wird in den Abschnitten darunter genauer erklärt.

Zeitraum Was ansteht Worauf du achtest
Zeitiges Frühjahr Braune und kranke Blätter auszupfen, Beikraut von Hand ziehen, Kies neu verteilen Kein bodennaher Rückschnitt; Erde erst bearbeiten, wenn sie abgetrocknet ist
Frühjahr Ältere Polster mit nachlassender Blühleistung teilen Jedes Teilstück braucht mindestens 1 austriebsfähiges Auge
März bis Juni Vorkultur der Mischung ‘Superbissima’ in Schalen Saatgut nur andrücken und gleichmäßig feucht halten
April und Mai Blüte der Mischung ‘Superbissima’ Junge Pflanzungen bei anhaltender Trockenheit gießen
Nach der Blüte Leichter Rückschnitt, bei ‘Superbissima’ ab dem zweiten Jahr Samenansätze abschneiden, wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist
Frühsommer Vorgezogene Jungpflanzen auspflanzen Vorher abhärten
Sommer Nach längeren Trockenphasen gießen Morgens, direkt im Wurzelbereich, keine Staunässe
Spätsommer Keine Stickstoffdüngung mehr Die Pflanzen sollen ausreichend aushärten
Herbst Pilzbefallene Blätter entfernen, Laub von den Polstern nehmen Kein Kompost als Mulch
Winter Bei Kahlfrost sonnige Polster locker mit Reisig beschatten, Saatgut prüfen Im Kübel den Topf isolieren, Gießen und Abfluss müssen möglich bleiben

Frühjahrscheck: Was im zeitigen Frühjahr ansteht

Sobald die Erde im zeitigen Frühjahr abgetrocknet ist, gehe ich jedes Polster einmal von Hand durch. Blaukissen behalten ihr Laub über den Winter. Deshalb gehören die Polster nicht zum bodennahen Rückschnitt, den die übrigen Stauden im Spätwinter bekommen. Winter- und immergrüne Stauden putzt du einzeln aus, und häufig reicht es, braune oder kranke Blätter zu entfernen. Ich zupfe vertrocknete Blattbüschel mit den Fingern heraus und nehme die Schere nur dort, wo ein Trieb ganz abgestorben ist.

Häufiger Fehler

Blaukissen beim großen Staudenschnitt im Spätwinter mit abzuräumen. Abgestorbene Staudentriebe kommen dabei auf 3 bis 10 cm über dem Boden herunter. Winter- und immergrüne Stauden sind von diesem bodennahen Schnitt ausgenommen und werden einzeln ausgeputzt.

Danach kommt das Beikraut dran. Ich ziehe es zwischen den Polstern von Hand, denn in einer angelegten Pflanzung verzichtest du aufs Hacken. Es stört die Entwicklung der Stauden und den Flächenschluss. Ist der Kies über den Winter verrutscht oder Erde eingeschwemmt, verteile ich ihn neu.

Starthilfe heißt bei Blaukissen nicht Dünger, sondern Wasser für junge Pflanzungen. Bleibt das Frühjahr trocken, gießt du Polster aus dem Vorjahr durchdringend. Alte Polster, die in der Mitte licht geworden sind, teilst du jetzt. Wie das geht, steht weiter unten bei der Verjüngung.

Wann blühen Blaukissen?

Die Mischung ‘Superbissima’ blüht im April und Mai, für andere Sorten gilt die Angabe auf Etikett oder Tüte. Empfohlen ist ein sonniger Platz. Was die Blütenbildung fördert und wie du die Blühphase begleitest, steht im Ratgeber dazu, wie du Blaukissen für eine üppige Frühlingsblüte pflegst.

Neue Blaukissen aussäen

Blaukissen der Mischung ‘Superbissima’ ziehst du von März bis Juni in Schalen vor, das Saatgut drückst du nur an und hältst es gleichmäßig feucht. Nach der Keimung bei 15 bis 20 °C wachsen die Sämlinge hell und kühler weiter und kommen ab dem Frühsommer ins Beet. Den passenden Monat für jede Staude findest du im Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Nach der Blüte: Wie schneidest du Blaukissen zurück?

Ist die Blüte vorbei, greife ich zur Schere. Die Mischung ‘Superbissima’ schneidest du ab dem zweiten Jahr nach der Blüte leicht zurück. Ich halte es bei meinen anderen Blaukissen genauso und lasse die Polster im ersten Standjahr ungeschnitten. Leicht heißt bei mir: Ich nehme die verblühten Triebe samt Samenansätzen ab und lasse das grüne Laub darunter stehen. Dafür nutze ich eine scharfe, saubere Schere und arbeite mich vom Rand zur Mitte vor.

Wer die Samenansätze abschneidet, kann damit unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Bei vielen Stauden kann Samenbildung außerdem weitere Blüten vermindern. Eine feste zweite Blüte plane ich bei Blaukissen trotzdem nicht ein.

Möchtest du Samen ernten, lässt du an einem Polster die Samenstände ausreifen und schneidest es erst danach. Bei Hybridsorten können die Sämlinge aus eigener Ernte deutlich von der Mutterpflanze abweichen.

Marias Erfahrung

Beim Schnitt nach der Blüte stecke ich einen Holzstab neben jedes Polster, das in der Mitte licht wird. Im nächsten Frühjahr finde ich so die Kandidaten für die Teilung, ohne lange zu suchen.

Sommer: Wie viel Wasser brauchen Blaukissen?

An vollsonnigen Steingartenplätzen kann zusätzliches Gießen nötig sein, je nach Bodengüte in den Anfangsjahren und nach längeren Trockenphasen. Frisch bepflanzte Beete und Kübel brauchen dabei mehr Aufmerksamkeit als eingewachsene Staudenpflanzungen. Ein altes Polster gieße ich deshalb nur nach längerer Trockenheit, eine junge Pflanzung behalte ich enger im Blick.

Zahl im Blick

Neu angelegte Staudenpflanzungen wässerst du während der ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend, mit etwa 25 l/m² je Gießgang. Das gilt auch für trockenheitsverträgliche Stauden in der Anwachsphase.

Mehr Wasser ist dabei nicht automatisch besser. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Bevor ich gieße, fühle ich mit dem Finger unter dem Kies nach, ob die Erde noch feucht ist.

So gießt du Blaukissen richtig

Gieße morgens und direkt im Wurzelbereich, dann verdunstet weniger Wasser und das Laub wird nicht unnötig nass. Ich setze die Kanne ohne Brause am Rand des Polsters an und gieße langsam, bis die Erde das Wasser aufgenommen hat.

Für lange Wegeinfassungen kannst du einen Tropfschlauch verlegen. Tropfbewässerung versorgt die Pflanzen gezielt und kann Wasser sparen. Sie braucht aber einen Filter, weil Tropfer verstopfen oder verkalken können. Beim Perlschlauch tritt dagegen entlang des Schlauchs unterschiedlich viel Wasser aus, deshalb ermittelst du die passende Laufzeit durch Beobachten der Pflanzen.

Kontrollgang auf Schnecken und Mehltau

Pflanzenschutz im Staudenbeet folgt einer Stufenfolge aus vorbeugen, kontrollieren und mechanisch eingreifen: Schnecken sammelst du ab, geschützte Weinbergschnecken bleiben verschont. Gegen Echten Mehltau können ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung vorbeugen, und auch trockenes Wetter schließt einen Befall nicht aus. Welche Krankheiten an Blaukissen auftreten können und wie du ihnen vorbeugst, beschreibt der Ratgeber zur Frühlingsblüte ausführlicher.

Bodenpflege und Mulchen: Welcher Mulch passt zu Blaukissen?

Blaukissen wachsen in durchlässigen, steinigen und meist nährstoffarmen Böden. Bodenpflege heißt bei ihnen deshalb vor allem, den Boden durchlässig zu halten und nicht anzureichern.

Mythos-Check

„Eine Decke aus Kompost schützt Blaukissen über den Winter.“ Für Polsterstauden ist eine Kompostgabe zur Bodenanreicherung nicht sinnvoll. Als Mulch bekommen Blaukissen deshalb Kies statt Kompost.

Für trockene Freiflächen eignen sich mineralische Mulchmaterialien, Rindenhumus oder Rindenkompost gehören eher in feuchtere und gehölznahe Pflanzungen. Für trockenheitsliebende Pflanzen im Kiesbeet ist Rindenmulch wegen des feucht-sauren Milieus ungeeignet. Ich nehme für meine Blaukissen deshalb Kies und ziehe ihn bis an den Rand der Polster, aber nicht darüber. Eine Mulchdecke hemmt die Verdunstung aus dem Boden und vermindert seine Erwärmung.

Zahl im Blick

Steht dein Blaukissen in einem Kiesbeet oder einer Staudenpflanzung der trockenen Freifläche, hat sich Kies oder Splitt mit einer Körnung von 8 bis 16 mm bewährt. Die Schicht ist dort mindestens 5 cm stark, besser 7 cm.

Steht nach Regen Wasser zwischen den Polstern, kann eine Verdichtung im Untergrund dahinterstecken. Bei Staunässe lockerst du auch tiefer liegende Verdichtungen, bevor du bei Bedarf mineralisches Material für mehr Durchlässigkeit einarbeitest. Lehmigen Boden kannst du mit Sand, Kies und Splitt verbessern. Solche Arbeiten erledige ich, wenn ich ein Polster ohnehin zum Teilen aufnehme.

Kalk gibst du nur, wenn eine Messung für deine Bodenart einen zu niedrigen pH-Wert zeigt. Liegt der Wert oberhalb des passenden Zielbereichs, bleiben Kalk und kalkhaltige Dünger weg.

Herbst: Was ist bei Blaukissen im Herbst zu tun?

Im Herbst schneide ich Blaukissen nicht mehr ins Polster, sondern räume nur auf. Pilzbefallene Blätter entfernst du bereits im Herbst und nicht erst beim Frühjahrscheck. Ich gehe die Polster dafür noch einmal durch und zupfe Blätter heraus, die nach Pilzbefall aussehen. Laub, das von Gehölzen auf die Polster weht, nehme ich von Hand ab und lasse es lieber zwischen höheren Stauden liegen.

In jungen Steingartenpflanzungen entfernst du Beikräuter und überzählige Sämlinge rechtzeitig, auch im Winter. Nach einem Sommer mit Selbstaussaat ziehe ich dabei auch kleine Blaukissen aus den Fugen, in denen sie nicht wachsen sollen.

Brauchen Blaukissen eine Herbstdüngung?

Standortgerecht gepflanzte Steingartenpflanzen wie Blaukissen brauchen normalerweise keinen Zusatzdünger. Wie viele Nährstoffe dein Boden tatsächlich liefert, zeigt eine Bodenuntersuchung, aus der sich der Bedarf nach Nährstoffart und Menge ableiten lässt. Wann eine Gabe doch sinnvoll ist und womit, erklärt der Ratgeber dazu, wann, womit und wie viel du Blaukissen düngst.

Winter: Brauchen Blaukissen Winterschutz?

Winterschutz für empfindliche Polster

Die Mischung ‘Superbissima’ gilt als winterhart, im Beet packe ich solche Polster nicht ein. Anders halte ich es bei Sorten ohne klare Angabe zur Winterhärte und bei Polstern, die erst im Sommer gepflanzt wurden. Über diese Pflanzen lege ich locker Reisig, sodass Luft und Licht noch an das Laub kommen.

Der erste Schritt zum Winterschutz fällt aber schon in den Spätsommer. Bei Stauden nährstoffarmer Standorte kann übermäßige Düngung die Winterhärte verschlechtern. Stickstoff unterbleibt ab dem Spätsommer, damit die Pflanzen ausreichend aushärten. Wer im Spätsommer auf Dünger verzichtet, gibt dem Polster also Zeit, sich auf den Winter einzustellen.

Was tun bei Kahlfrost?

Kurz erklärt

Kahlfrost nennt man Frost ohne schützende Schneedecke. Der Boden friert, während Sonne und Wind ungebremst auf die Pflanzen treffen.

Für wintergrüne Polster ist diese Lage heikel. Das Laub kann in Wintersonne und Wind Wasser verlieren, das die Wurzeln aus dem gefrorenen Boden nicht nachliefern. Man spricht dann von Frosttrockenheit. Luftdurchlässige Beschattung kann immergrüne Pflanzen in der Wintersonne davor schützen.

Ich lege deshalb bei Kahlfrost Reisig locker über die Polster, die in voller Sonne liegen, vor allem auf Mauerkronen und in Kübeln. Sobald Schnee liegt oder der Frost nachlässt, nehme ich das Reisig wieder ab. Im Kübel isolierst du zusätzlich den Topf, damit der Wurzelballen geschützt ist. Gießen und Wasserabfluss müssen dabei weiter möglich bleiben.

Planung: Was du im Winter für das nächste Gartenjahr vorbereitest

Die ruhigen Wochen im Winter nutze ich für drei Aufgaben: Saatgut prüfen, neue Plätze planen und Teilungen vormerken.

Selbst gesammelte Blumen- und Staudensamen halten bei kühler, dunkler und trockener Lagerung meist etwa 3 Jahre ihre Keimfähigkeit. Das ist eine Orientierung und keine Garantie für jede Art. Günstig ist ein luftdicht verschlossenes Gefäß bei weniger als 10 °C. Ist die Keimfähigkeit eines Rests fraglich, machst du etwa 4 Wochen vor der geplanten Aussaat eine Keimprobe.

Für neue Polster plane ich Plätze in Steingarten, Trockenmauer und an Beet- und Wegrändern ein. Als Pflanzabstand nennen die Saatgutangaben 20 bis 25 cm. In einer Wegeinfassung setzt du die Polster in einer Reihe mit diesem Abstand. Als Nachbarn im Steingarten eignen sich weitere Polsterstauden wie Schleifenblume, Polsterphlox und Silberwurz. In einseitig betrachteten Beeten stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorne, die niedrigen Blaukissen gehören dort also an den vorderen Rand. Deinen Plan kannst du vorab im Beetplaner aufzeichnen.

Polster mit nachlassender Blühleistung merke ich mir im Winter für die Teilung im Frühjahr vor.

Der richtige Platz für neue Polster

Blaukissen brauchen einen sonnigen Platz und gut wasserdurchlässigen Boden. Vor dem Pflanzen beseitigst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen. Mehr dazu, welcher Standort mit welchem Licht und Boden zu Blaukissen passt, liest du im eigenen Ratgeber.

Wenn es nicht rund läuft: Wachstum, Verjüngung, Problemzeichen

Was tun, wenn Blaukissen zu üppig werden?

Wächst ein Polster auffällig breit und weich, schaue ich zuerst auf die Versorgung. Bei Stauden nährstoffarmer Standorte kann übermäßige Düngung untypisch starkes Wachstum auslösen. Blaukissen sind auf meist nährstoffarme Böden eingestellt, ein mastiges Polster kann also ein Hinweis auf zu viel Versorgung sein. Das betrifft auch Dünger oder Kompost, der aus Nachbarbeeten hinüberkommt. In diesem Fall stelle ich jede Düngung an dieser Stelle ein.

Zu dicht gewordene Polster lichte ich beim Schnitt nach der Blüte aus. Abgestorbene, braune Partien kommen heraus, und Triebe, die über Weg oder Nachbarpflanzen wachsen, kürze ich gleich mit ein.

Wie verjüngst du ältere Blaukissen?

Bei dafür geeigneten Stauden kann Teilen und Neupflanzen nach 3 bis 5 Jahren nötig werden, wenn die Blühleistung nachlässt. Bei meinen älteren Polstern zeigt sich das oft zuerst in der Mitte, die licht wird und verholzt. Ältere Polster der Mischung ‘Superbissima’ lassen sich im Frühjahr durch Teilung verjüngen, und ich verfahre bei anderen Blaukissen genauso.

Mini-Checkliste

Teilen zum Verjüngen

  • Im Frühjahr das ganze Polster mit der Grabgabel ausheben.
  • Mit einem scharfen Spaten in etwa faustgroße Stücke teilen.
  • Jedes Stück braucht mindestens 1 austriebsfähiges Auge oder eine vitale Triebspitze.
  • Verholzte, kahle Teile aus der Mitte aussortieren.
  • Nassen, lehmigen Boden vor dem Einsetzen lockern und mit Splitt durchlässiger machen.
  • Die oberen Wurzeln 1 cm hoch mit Erde bedecken und angießen.

Danach behandelst du die Teilstücke wie eine Neupflanzung und gießt sie bei anhaltender Trockenheit durchdringend.

Neben der Teilung kannst du Blaukissen aus Samen vorziehen, wie beim Aussäen beschrieben. Wie du Stauden teilst, über Stecklinge vermehrst und Selbstaussaat lenkst, erklärt der Überblick zu Stauden und Ziergräsern.

Kahle Polster, Blütenflaute, gelbe Blätter

Wird ein Polster von unten oder in der Mitte kahl, setze ich auf den leichten Schnitt nach der Blüte und, wenn die Mitte schon verholzt ist, auf die Teilung. Bleibt die Blüte aus, kann das auf zu wenig Sonne oder zu viel Dünger hindeuten. Gelbe Blätter können ein Hinweis auf Staunässe sein. Eisenmangelchlorosen können außerdem durch einen zu hohen Boden-pH oder durch verdichteten, vernässten Boden entstehen. Prüfe deshalb zuerst Drainage und pH-Wert, bevor du an Dünger denkst.

Blaukissen im Topf, im Steingarten und als Bodendecker

Im Topf brauchen Blaukissen wie andere Steingartenpflanzen ein lockeres, nährstoffarmes Substrat, und wie du Blaukissen in Töpfen und Balkonkästen ziehst, erklärt ein eigener Ratgeber. In Trockenmauern wachsen die Polster in Fugen, Spalten und über Mauerkronen, und wie du Blaukissen in Steingarten, Mauer und Steintrog gestaltest, zeigt der Ratgeber zum Steingarten. Wer eine Böschung begrünen will, findet im Ratgeber dazu, wie du Blaukissen als flächigen Bodendecker an Hängen pflanzt, die passende Anleitung.

Beliebt im Shopaus dem samen.de Shop
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Zum Shop
ReNatura Blumenwiese
ReNatura Blumenwiese
Zum Shop
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Zum Shop
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Zum Shop

Häufige Fragen

Was sind Blaukissen und was zeichnet diese Polsterstauden aus?
Blaukissen sind niedrige Polsterstauden für Steingärten, Trockenmauern sowie Beet- und Wegeinfassungen. Die Mischung 'Superbissima' wird etwa 10 bis 20 cm hoch und gilt als winterhart. Sie blüht im April und Mai. Empfohlen ist ein sonniger Platz mit gut wasserdurchlässigem, eher nährstoffarmem Boden.
Welche Blütezeit haben Blaukissen und was beeinflusst die Blühdauer?
Die Blaukissen-Mischung 'Superbissima' blüht im April und Mai, für andere Sorten gilt die Angabe auf Etikett oder Saatguttüte. Empfohlen ist ein sonniger Standort. Bildet eine Staude Samen, kann das bei vielen Arten weitere Blüten vermindern, deshalb kann das Entfernen welker Blüten die Blüte fördern. Zu viel Dünger kann bei Stauden magerer Standorte dagegen untypisch starkes Wachstum auslösen.
Welche Pflegearbeiten fallen bei Blaukissen im Lauf des Jahres an?
Im zeitigen Frühjahr putzt du braune oder kranke Blätter aus und ziehst Beikraut von Hand. Nach der Blüte schneidest du die Polster leicht zurück und gießt junge Pflanzungen bei anhaltender Trockenheit durchdringend. Im Herbst entfernst du pilzbefallene Blätter, im Winter legst du bei Kahlfrost locker Reisig über Polster in voller Sonne. Ältere Polster mit nachlassender Blühleistung teilst du im Frühjahr.
Wie schneidest du Blaukissen richtig zurück?
Nach der Blüte schneidest du Blaukissen leicht zurück, bei der Mischung 'Superbissima' ab dem zweiten Jahr. Dabei nimmst du die verblühten Triebe samt Samenansätzen ab und lässt das grüne Polster stehen. Einen bodennahen Rückschnitt wie bei Stauden, die im Winter einziehen, bekommen Blaukissen nicht. Im Herbst und Frühjahr genügt es meist, braune oder kranke Blätter einzeln auszuputzen.
Wie lassen sich Blaukissen vermehren?
Ältere Polster teilst du im Frühjahr in etwa faustgroße Stücke, von denen jedes mindestens 1 austriebsfähiges Auge oder eine vitale Triebspitze haben muss. Aus Samen ziehst du die Mischung 'Superbissima' von März bis Juni in Schalen vor. Das Saatgut wird dabei nur angedrückt und gleichmäßig feucht gehalten.
Was ist bei der Neuanlage eines Blaukissen-Beetes zu beachten?
Wähle einen sonnigen Platz und beseitige vor dem Pflanzen Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen. Lehmigen Boden machst du mit Sand, Kies und Splitt durchlässiger, denn Blaukissen brauchen gut wasserdurchlässigen Boden. Für eine Einfassung setzt du die Polster in einer Reihe mit 20 bis 25 cm Pflanzabstand. Bei anhaltender Trockenheit gießt du die junge Pflanzung in den ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden wiederholt durchdringend.
Zuletzt geprüft:
↑