Anbau von Herbstrüben: Ernte voller Aroma und Geschmack

Herbstrüben: Ein vielseitiges Gemüse mit langer Tradition

Herbstrüben sind ein oft unterschätztes Gemüse, das in vielen Gärten und auf Feldern gedeiht. Ihre Anspruchslosigkeit und schnelle Wachstumszeit machen sie zu einer beliebten Wahl für Gärtner und Landwirte.

Wichtige Erkenntnisse zum Anbau von Herbstrüben

  • Aussaat erfolgt von Juli bis August
  • Bevorzugen kühles Klima und vertragen leichte Fröste
  • Ernte nach 6-8 Wochen möglich
  • Benötigen feuchten, nährstoffreichen Boden
  • Eignen sich als Zwischenkultur und zur Gründüngung

Botanische Einordnung und Ursprung der Herbstrübe

Die Herbstrübe (Brassica rapa) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie ist eng verwandt mit anderen bekannten Gemüsesorten wie Raps, Kohlrabi und Chinakohl. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien, wo sie schon seit Jahrtausenden kultiviert wird.

Interessanterweise gibt es verschiedene regionale Bezeichnungen für Herbstrüben. In manchen Gegenden kennt man sie als Stoppelrüben, Wasserrüben oder Mairüben. Eine besondere Variante sind die 'Teltower Rübchen', eine Spezialität aus der Region um Berlin.

Bedeutung in der Landwirtschaft und im Gartenbau

Herbstrüben spielen sowohl in der Landwirtschaft als auch im Hobbygartenbau eine wichtige Rolle. In der Landwirtschaft werden sie oft als Zwischenfrucht angebaut. Das hat mehrere Vorteile: Sie lockern den Boden auf, unterdrücken Unkraut und dienen als Gründüngung. Dadurch verbessern sie die Bodenstruktur und erhöhen den Humusgehalt.

Im Gartenbau schätzt man Herbstrüben vor allem wegen ihrer Anspruchslosigkeit und schnellen Wachstumszeit. Sie eignen sich hervorragend für Anfänger und sind eine gute Wahl für Kinder, die erste Erfahrungen im Gemüseanbau sammeln möchten. Zudem passen sie gut in Mischkulturen und können als Lückenfüller zwischen anderen Gemüsesorten angebaut werden.

Nährwert und Verwendung in der Küche

Herbstrüben sind nicht nur einfach anzubauen, sondern auch äußerst gesund. Sie enthalten viele Vitamine, insbesondere Vitamin C, sowie Mineralstoffe wie Kalium und Calcium. Zudem sind sie kalorienarm und reich an Ballaststoffen, was sie zu einer guten Wahl für eine ausgewogene Ernährung macht.

In der Küche sind Herbstrüben vielseitig einsetzbar. Die jungen, zarten Blätter können roh im Salat verwendet werden. Die Rüben selbst schmecken gekocht, gedünstet oder gebraten. Ein klassisches Rezept ist der Steckrübeneintopf, aber auch als Püree oder in Aufläufen machen sich Herbstrüben gut. In manchen Regionen werden sie sogar zu Sauerkraut verarbeitet.

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Der optimale Aussaatzeitpunkt für Herbstrüben

Allgemeine Zeitspanne für die Aussaat

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Herbstrüben ist entscheidend für einen erfolgreichen Anbau. In der Regel erfolgt die Aussaat zwischen Juli und August. Diese Zeitspanne ermöglicht es den Pflanzen, die kühleren Temperaturen des Spätsommers und Frühherbstes optimal zu nutzen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Herbstrüben eine relativ kurze Wachstumszeit von etwa 6-8 Wochen haben. Das bedeutet, dass man bei einer Aussaat Anfang Juli bereits Ende August oder Anfang September mit der ersten Ernte rechnen kann. Bei einer späteren Aussaat im August verschiebt sich die Ernte entsprechend in den Herbst hinein.

Regionale Unterschiede beim Aussaatzeitpunkt

Der genaue Aussaatzeitpunkt kann je nach Region variieren. In wärmeren Gebieten Deutschlands, wie beispielsweise im Rheintal oder in geschützten städtischen Lagen, kann die Aussaat auch noch bis Mitte August erfolgen. In kühleren Regionen, etwa in höheren Lagen oder in Norddeutschland, empfiehlt es sich, eher früher, also Anfang bis Mitte Juli, auszusäen.

Ein alter Gärtnerspruch besagt: 'Säst du mich im Juli, so komm ich bald; säst du mich im August, so wachs ich wie du willst.' Dies unterstreicht die Flexibilität bei der Aussaat, weist aber auch darauf hin, dass eine frühere Aussaat oft zu einem schnelleren und kräftigeren Wachstum führt.

Faktoren, die den Aussaatzeitpunkt beeinflussen

Klimatische Bedingungen

Das Klima spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Aussaatzeitpunkts. Herbstrüben bevorzugen kühle Temperaturen und vertragen sogar leichte Fröste. Bei zu hohen Temperaturen während der Keimung und des frühen Wachstums besteht die Gefahr, dass die Pflanzen vorzeitig in die Blüte gehen ('schossen'), was die Rübenbildung beeinträchtigt.

In heißen Sommern kann es sinnvoll sein, die Aussaat etwas nach hinten zu verschieben, um den Pflanzen bessere Startbedingungen zu bieten. Andererseits sollte man in Regionen mit frühem Wintereinbruch nicht zu spät säen, damit die Rüben noch genug Zeit zum Wachsen haben.

Bodenbeschaffenheit

Die Bodenbeschaffenheit beeinflusst ebenfalls den optimalen Aussaatzeitpunkt. Schwere, lehmige Böden erwärmen sich im Frühjahr langsamer, halten aber die Feuchtigkeit besser. Hier kann eine etwas spätere Aussaat von Vorteil sein. Leichte, sandige Böden hingegen erwärmen sich schneller, trocknen aber auch schneller aus. In diesem Fall ist eine frühere Aussaat ratsam, um die Frühjahrsfeuchtigkeit optimal zu nutzen.

Generell gilt: Der Boden sollte zum Zeitpunkt der Aussaat gut bearbeitet, feucht, aber nicht zu nass sein. Ein Tipp aus der Praxis: Wenn sich der Boden gut harken lässt und nicht an den Werkzeugen klebt, ist er in der Regel bereit für die Aussaat.

Geplanter Erntezeitpunkt

Der gewünschte Erntezeitpunkt spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Wahl des Aussaattermins. Möchte man beispielsweise eine kontinuierliche Ernte über einen längeren Zeitraum, empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat. Dabei sät man alle 2-3 Wochen eine kleine Menge aus, beginnend ab Anfang Juli bis Mitte August.

Für eine Herbsternte, etwa für die Einlagerung oder Verarbeitung größerer Mengen, ist eine einmalige, spätere Aussaat Anfang August oft sinnvoll. So kann man die Ernte gezielt planen und hat zum Beispiel für das traditionelle 'Rübenschnitzen' zu Halloween die perfekt gewachsenen Rüben zur Hand.

Abschließend lässt sich sagen, dass der optimale Aussaatzeitpunkt für Herbstrüben von verschiedenen Faktoren abhängt und etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Mit ein bisschen Erfahrung und Beobachtung findet man schnell den idealen Zeitpunkt für den eigenen Garten oder Anbauort.

Klimaansprüche von Herbstrüben: Optimale Bedingungen für üppiges Wachstum

Herbstrüben sind erstaunlich anpassungsfähige Pflanzen, die sich in verschiedenen Klimazonen wohlfühlen. Dennoch gibt es einige Faktoren, die ihr Wachstum und ihre Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Schauen wir uns die wichtigsten Klimaansprüche dieser robusten Gemüsepflanze genauer an.

Temperaturanforderungen: Von kühl bis mild

Herbstrüben sind wahre Meister der Anpassung, wenn es um Temperaturen geht. Sie gedeihen am besten bei milden Temperaturen, zeigen aber auch bei kühleren Bedingungen noch gute Wachstumsraten.

Optimale Wachstumstemperaturen

Die ideale Temperaturspanne für Herbstrüben liegt zwischen 15°C und 20°C. In diesem Bereich entwickeln sie sich am schnellsten und bilden die zartesten Rüben aus. Aber keine Sorge, wenn Ihr Thermometer mal andere Werte anzeigt – Herbstrüben sind nicht allzu wählerisch.

Frosttoleranz und -grenzen

Eine bemerkenswerte Eigenschaft von Herbstrüben ist ihre Frosttoleranz. Sie können problemlos leichte Fröste bis -3°C überstehen. Bei länger anhaltenden Minusgraden oder Temperaturen unter -5°C kann es allerdings kritisch werden. Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Wenn starker Frost droht, können Sie Ihre Rüben mit einer Lage Stroh oder Vlies schützen. So überstehen sie auch mal eine kältere Nacht ohne Schaden.

Lichtbedarf: Sonnig, aber nicht zu heiß

Herbstrüben mögen es hell, aber nicht unbedingt pralle Sonne den ganzen Tag. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal. Zu viel direkte Sonneneinstrahlung, besonders in Kombination mit hohen Temperaturen, kann zu einem bitteren Geschmack der Rüben führen. In meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Herbstrüben, die leicht beschattet wachsen, oft aromatischer schmecken.

Wasserbedarf und Feuchtigkeit: Gleichmäßig feucht ist Trumpf

Wenn es um Wasser geht, sind Herbstrüben etwas anspruchsvoller. Sie bevorzugen einen gleichmäßig feuchten Boden. Zu viel Nässe kann allerdings zu Fäulnis führen, während Trockenheit das Wachstum verlangsamt und die Rüben holzig werden lässt.

Ein guter Richtwert ist, den Boden stets leicht feucht zu halten. In trockenen Perioden sollten Sie regelmäßig gießen, am besten morgens oder abends. Mulchen kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Ich verwende dafür gerne Grasschnitt oder Stroh – das spart nicht nur Wasser, sondern unterdrückt auch gleich das Unkraut.

Windverträglichkeit: Robust, aber dankbar für Schutz

Herbstrüben sind im Allgemeinen recht windresistent. Trotzdem können starke Winde das Wachstum beeinträchtigen und den Boden schneller austrocknen. Ein windgeschützter Standort ist daher von Vorteil. In meinem Garten habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Herbstrüben in der Nähe von niedrigen Hecken oder Zäunen anzubauen. Das bietet ihnen etwas Schutz, ohne sie zu sehr zu beschatten.

Bodenbedingungen für optimales Wachstum: Der Schlüssel zum Erfolg

Neben den klimatischen Bedingungen spielt der Boden eine entscheidende Rolle für das Gedeihen von Herbstrüben. Die richtigen Bodenbedingungen können den Unterschied zwischen einer mageren und einer üppigen Ernte ausmachen.

Bodenstruktur und -typ: Locker und nährstoffreich

Herbstrüben bevorzugen einen lockeren, gut durchlässigen Boden. Schwere, lehmige Böden können zu Problemen führen, da sie die Entwicklung der Rüben behindern und zu Verformungen führen können. Sandige Böden hingegen neigen dazu, schnell auszutrocknen.

Der ideale Boden für Herbstrüben ist ein humusreicher, sandiger Lehmboden. Er sollte locker sein, um den Rüben genug Raum zum Wachsen zu geben, aber auch genügend Nährstoffe und Feuchtigkeit speichern können. Wenn Ihr Gartenboden nicht optimal ist, keine Sorge – mit ein paar Maßnahmen können Sie ihn verbessern:

  • Arbeiten Sie Kompost oder gut verrotteten Mist in den Boden ein, um die Struktur zu verbessern und Nährstoffe zuzuführen.
  • Bei schweren Böden kann die Zugabe von Sand hilfreich sein, um die Drainage zu verbessern.
  • Lockern Sie den Boden vor der Aussaat gründlich, aber vermeiden Sie es, ihn zu fein zu zerkleinern – eine gewisse Krümelstruktur ist erwünscht.

pH-Wert des Bodens: Leicht sauer bis neutral

Herbstrüben gedeihen am besten in einem leicht sauren bis neutralen Boden. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0. In diesem Bereich können die Pflanzen Nährstoffe am besten aufnehmen.

Wenn Sie unsicher sind, wie es um den pH-Wert Ihres Bodens bestellt ist, lohnt sich ein Bodentest. Diese sind in Gartencentern erhältlich oder können von professionellen Laboren durchgeführt werden. Basierend auf den Ergebnissen können Sie den Boden anpassen:

  • Ist der Boden zu sauer (pH unter 6,0), können Sie ihn mit Kalk anheben.
  • Bei zu alkalischen Böden (pH über 7,0) hilft die Zugabe von Schwefel oder saurem Torf.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass regelmäßiges Mulchen mit organischem Material wie Laub oder Kompost nicht nur die Bodenstruktur verbessert, sondern auch hilft, den pH-Wert im optimalen Bereich zu halten.

Nährstoffbedarf und Düngung: Weniger ist oft mehr

Herbstrüben gehören zu den Gemüsearten mit einem eher geringen Nährstoffbedarf. Sie kommen oft mit den im Boden vorhandenen Nährstoffen aus, besonders wenn der Boden im Vorjahr gut gedüngt wurde. Eine Überdüngung, vor allem mit Stickstoff, kann sogar kontraproduktiv sein und zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Rübenbildung führen.

Wenn Sie düngen möchten, empfiehlt sich eine ausgewogene Grunddüngung vor der Aussaat:

  • Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost oder Mist in den Boden ein.
  • Alternativ können Sie einen organischen Volldünger mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis verwenden.
  • Vermeiden Sie stickstoffreiche Dünger, da diese das Blattwachstum auf Kosten der Rübenbildung fördern können.

Ein kleiner Tipp aus meinem Garten: Ich habe festgestellt, dass Herbstrüben besonders gut gedeihen, wenn ich sie nach Erbsen oder Bohnen anbaue. Diese Hülsenfrüchte hinterlassen nämlich Stickstoff im Boden, von dem die Rüben profitieren können.

Beobachten Sie Ihre Pflanzen während der Wachstumsphase. Gelbe Blätter können auf einen Nährstoffmangel hindeuten. In diesem Fall kann eine vorsichtige Nachdüngung mit einem ausgewogenen organischen Flüssigdünger helfen.

Denken Sie daran: Bei der Düngung von Herbstrüben gilt oft das Motto 'Weniger ist mehr'. Ein zu üppiges Nährstoffangebot kann zu großen, holzigen Rüben führen, die weniger schmackhaft sind. Mit der richtigen Balance aus Bodenvorbereitung und zurückhaltender Düngung schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine reiche Ernte zarter und aromatischer Herbstrüben.

Anbautechniken für Herbstrüben: Der Weg zum perfekten Gemüsebeet

Wer Herbstrüben erfolgreich anbauen möchte, sollte einige wichtige Anbautechniken beachten. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die entscheidenden Schritte werfen, die Ihnen zu einer reichen Ernte verhelfen werden.

Vorbereitung des Saatbeets: Der Grundstein für gesundes Wachstum

Bevor Sie mit der Aussaat beginnen, ist die richtige Vorbereitung des Bodens unerlässlich. Herbstrüben bevorzugen einen lockeren, gut durchlüfteten Boden. Graben Sie das Beet etwa 20-30 cm tief um und entfernen Sie dabei Steine und Wurzelreste. Arbeiten Sie etwas reifen Kompost ein, um die Bodenstruktur zu verbessern und Nährstoffe bereitzustellen. Achten Sie darauf, den Boden nicht zu stark zu verdichten – Herbstrüben mögen es luftig!

Aussaatmethoden: Direktsaat oder Jungpflanzen?

Bei Herbstrüben haben Sie die Wahl zwischen zwei Aussaatmethoden. Beide haben ihre Vor- und Nachteile:

Direktsaat: Die natürliche Variante

Die Direktsaat ist die gängigste Methode für Herbstrüben. Säen Sie die Samen direkt ins vorbereitete Beet, etwa 1-2 cm tief. Der Reihenabstand sollte etwa 25-30 cm betragen. In der Reihe können Sie die Samen zunächst dichter säen und später auf etwa 10-15 cm vereinzeln. Diese Methode ist besonders schonend für die empfindlichen Wurzeln der Rüben.

Pflanzung von Jungpflanzen: Der schnelle Weg

Alternativ können Sie auch vorgezogene Jungpflanzen setzen. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie etwas später dran sind oder eine Lücke im Beet füllen möchten. Setzen Sie die Jungpflanzen im Abstand von 15-20 cm. Achten Sie darauf, die zarten Wurzeln nicht zu beschädigen und gießen Sie nach dem Einpflanzen gründlich.

Pflanzabstände und Reihenabstände: Raum zum Wachsen

Für ein optimales Wachstum benötigen Herbstrüben ausreichend Platz. Halten Sie folgende Abstände ein:

  • Reihenabstand: 25-30 cm
  • Abstand in der Reihe: 10-15 cm

Diese Abstände gewährleisten, dass jede Pflanze genügend Licht, Luft und Nährstoffe erhält. Bei zu engem Stand konkurrieren die Pflanzen miteinander, was zu kleineren Rüben führen kann.

Bewässerungstechniken: Die richtige Menge zur richtigen Zeit

Herbstrüben benötigen eine gleichmäßige Feuchtigkeit, um zart und schmackhaft zu bleiben. Zu wenig Wasser führt zu holzigen, scharfen Rüben, während zu viel Nässe Fäulnis begünstigen kann. Hier einige Tipps zur richtigen Bewässerung:

  • Gießen Sie regelmäßig, aber nicht zu viel auf einmal.
  • Morgendliches Gießen ist ideal, da die Pflanzen über den Tag das Wasser gut aufnehmen können.
  • Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
  • Tröpfchenbewässerung ist besonders effektiv und wassersparend.

Pflege während der Wachstumsphase: Ihre Herbstrüben in guten Händen

Nach der Aussaat beginnt die spannende Phase des Wachstums. Mit der richtigen Pflege unterstützen Sie Ihre Herbstrüben dabei, sich zu prächtigen Pflanzen zu entwickeln.

Unkrautbekämpfung: Freie Bahn für Ihre Rüben

Unkraut kann Ihren Herbstrüben Wasser und Nährstoffe streitig machen. Regelmäßiges, vorsichtiges Jäten ist daher wichtig. Achten Sie dabei darauf, die Wurzeln der Rüben nicht zu beschädigen. Ein Trick aus meinem Garten: Nutzen Sie einen sonnigen Tag zum Jäten. Das Unkraut trocknet dann schnell aus und kann nicht wieder anwachsen.

Schädlinge und Krankheiten: Wachsam bleiben

Auch wenn Herbstrüben recht robust sind, können sie von einigen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Hier die häufigsten Probleme und wie Sie damit umgehen:

Häufige Schädlinge bei Herbstrüben

  • Erdflöhe: Diese kleinen, springenden Käfer können die Blätter durchlöchern. Ein Vlies über den Pflanzen oder eine Mulchschicht kann helfen.
  • Kohlhernie: Diese Pilzerkrankung lässt die Wurzeln anschwellen. Wichtig ist ein ausgewogener pH-Wert und eine gute Fruchtfolge.
  • Rübenfliege: Ihre Larven fressen Gänge in die Rüben. Kulturschutznetze können einen Befall verhindern.

Typische Krankheiten und deren Prävention

  • Mehltau: Tritt oft bei Trockenheit auf. Regelmäßiges Gießen und ausreichende Abstände zwischen den Pflanzen beugen vor.
  • Alternaria: Diese Pilzkrankheit zeigt sich durch braune Flecken auf den Blättern. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort und vermeiden Sie Überkopfbewässerung.

Ein Tipp aus meiner langjährigen Erfahrung: Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig. Je früher Sie ein Problem erkennen, desto einfacher ist es zu beheben.

Zwischenkulturtechniken: Clever kombiniert

Herbstrüben eignen sich hervorragend für Zwischenkulturtechniken. Sie können sie beispielsweise zwischen langsam wachsenden Gemüsesorten wie Kohl oder Kürbis anbauen. Oder nutzen Sie sie als Nachkultur nach frühen Kartoffeln oder Salaten. Dabei profitieren Sie nicht nur von der effizienten Flächennutzung, sondern auch von den positiven Wechselwirkungen zwischen den Pflanzen.

Ein persönlicher Favorit von mir ist die Kombination von Herbstrüben mit Ringelblumen. Die Ringelblumen locken nützliche Insekten an und ihre Wurzeln lockern den Boden, was den Rüben zugutekommt. Zudem sieht es einfach wunderschön aus!

Mit diesen Anbautechniken und Pflegetipps sind Sie bestens gerüstet, um Ihre eigenen, knackigen Herbstrüben zu ziehen. Denken Sie daran: Jeder Garten ist anders, und manchmal braucht es ein bisschen Experimentierfreude, um die perfekte Methode für Ihren Standort zu finden. Aber glauben Sie mir, wenn Sie zum ersten Mal in Ihre selbst gezogene Herbstrübe beißen, wissen Sie, dass sich die Mühe gelohnt hat!

Ernte und Lagerung: Der krönende Abschluss

Wann sind Herbstrüben erntereif?

Die Erntezeit für Herbstrüben ist gekommen, wenn die Knollen etwa faustgroß sind. Das ist in der Regel 6 bis 8 Wochen nach der Aussaat der Fall. Ein sicheres Zeichen ist, wenn die oberen Blätter anfangen, sich gelb zu verfärben. Aber Vorsicht: Warten Sie nicht zu lange mit der Ernte! Überreife Rüben werden holzig und verlieren an Geschmack.

So ernten Sie richtig

Beim Ernten von Herbstrüben gibt's ein paar Tricks:

  • Lockern Sie den Boden um die Rüben vorsichtig mit einer Grabegabel.
  • Ziehen Sie die Rüben am Blattansatz aus der Erde. Keine Angst, die sind robuster als sie aussehen!
  • Entfernen Sie überschüssige Erde, aber waschen Sie die Rüben nicht ab – das macht sie länger haltbar.
  • Schneiden Sie das Blattwerk bis auf etwa 2 cm ab. Die Blätter können Sie übrigens als leckeres Gemüse zubereiten!

 

Richtig lagern: So bleiben Ihre Rüben knackig

Herbstrüben sind keine Langzeit-Lagerkünstler, aber mit ein paar Tricks halten sie sich eine ganze Weile:

  • Ideal ist ein kühler, dunkler Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit – der Keller ist perfekt.
  • Wickeln Sie die Rüben in feuchtes Zeitungspapier und legen Sie sie in eine Holzkiste.
  • Bei 0-4°C und hoher Luftfeuchtigkeit halten sich die Rüben bis zu 4 Monate.
  • Tipp: Einfrieren geht auch! Dafür die Rüben blanchieren, in Würfel schneiden und ab in den Gefrierschrank.

 

Herbstrüben als Zwischenfrucht und Gründüngung

Fruchtwechsel leicht gemacht

Herbstrüben sind echte Multitalente im Garten. Als Zwischenfrucht passen sie perfekt in Fruchtfolgen:

  • Sie wachsen schnell und unterdrücken Unkraut.
  • Ihr tiefes Wurzelwerk lockert den Boden.
  • Sie sind resistent gegen viele Schädlinge und Krankheiten.
  • Nach der Ernte können Sie gleich die nächste Kultur anbauen.

So bringen Sie Leben in Ihren Garten, auch wenn die Hauptsaison vorbei ist!

 

Bodenverbesserer par excellence

Als Gründüngung sind Herbstrüben ein echter Segen für Ihren Gartenboden:

  • Sie produzieren viel organische Masse, die den Humusgehalt erhöht.
  • Ihre Pfahlwurzel durchbricht Verdichtungen und verbessert die Bodenstruktur.
  • Sie binden Nährstoffe, die sonst ausgewaschen würden.
  • Nach dem Einarbeiten geben sie diese Nährstoffe an die Folgekultur ab.

Ein echter Rundum-Segen für Ihren Gartenboden!

 

Das Herbstrüben-Einmaleins: Tipps für Ihren Gartenerfolg

Nun haben wir gemeinsam eine Reise durch die Welt der Herbstrüben gemacht. Von der Aussaat bis zur Ernte, vom Klimabedarf bis zur Bodenverbesserung – diese unscheinbaren Knollen haben es wirklich in sich! Hier noch einmal die wichtigsten Punkte für Ihren Anbau-Erfolg:

  • Aussaatzeit: Juli bis August für eine Herbsternte
  • Klima: Mögen's kühl, vertragen sogar leichten Frost
  • Boden: Locker und nährstoffreich, pH-Wert um 6,5
  • Pflege: Regelmäßig gießen, Unkraut im Zaum halten
  • Ernte: Nach 6-8 Wochen, wenn faustgroß
  • Lagerung: Kühl und feucht, bis zu 4 Monate haltbar

Ob als knackiges Gemüse, Zwischenfrucht oder Bodenverbesserer – Herbstrüben sind echte Allrounder im Garten. Sie sind pflegeleicht, wachsen schnell und belohnen Sie mit einer reichen Ernte. Also, worauf warten Sie noch? Greifen Sie zur Saat und lassen Sie Ihren Garten auch im Herbst noch einmal so richtig aufblühen. Ihre Böden werden es Ihnen danken, und Ihr Gaumen erst recht!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Herbstrüben?
    Der optimale Aussaatzeitpunkt für Herbstrüben liegt zwischen Juli und August. Diese Zeitspanne ermöglicht es den Pflanzen, die kühleren Temperaturen des Spätsommers und Frühherbstes optimal zu nutzen. Bei einer Aussaat Anfang Juli können Sie bereits Ende August oder Anfang September mit der ersten Ernte rechnen. Regional gibt es Unterschiede: In wärmeren Gebieten wie dem Rheintal kann bis Mitte August gesät werden, während in kühleren Regionen Norddeutschlands eine frühere Aussaat von Anfang bis Mitte Juli empfehlenswert ist. Ein alter Gärtnerspruch besagt: 'Säst du mich im Juli, so komm ich bald; säst du mich im August, so wachs ich wie du willst.' Für eine gestaffelte Ernte empfiehlt sich eine Aussaat alle 2-3 Wochen. Der Boden sollte zum Zeitpunkt der Aussaat gut bearbeitet, feucht aber nicht zu nass sein.
  2. Wie lange brauchen Herbstrüben von der Aussaat bis zur Ernte?
    Herbstrüben haben eine bemerkenswert kurze Wachstumszeit von nur 6-8 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte. Diese schnelle Entwicklung macht sie zu einer beliebten Wahl für Gärtner, die schnelle Erfolge sehen möchten. Die genaue Wachstumsdauer hängt von verschiedenen Faktoren ab: Temperatur, Bodenbedingungen und Sorte. Bei optimalen Bedingungen mit Temperaturen zwischen 15-20°C wachsen sie am schnellsten. Die Erntezeit ist erreicht, wenn die Knollen etwa faustgroß sind - ein sicheres Zeichen ist, wenn die oberen Blätter sich gelb verfärben. Dank dieser kurzen Wachstumszeit eignen sich Herbstrüben hervorragend als Zwischenfrucht oder Nachkultur nach frühen Kartoffeln oder Salaten. Sie können so eine Fläche zweimal im Jahr nutzen und trotzdem eine reiche Ernte einfahren.
  3. Welche Bodenbedingungen benötigen Herbstrüben für optimales Wachstum?
    Herbstrüben gedeihen am besten in einem lockeren, gut durchlässigen und humusreichen Boden. Ideal ist ein sandiger Lehmboden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Der Boden sollte ausreichend Nährstoffe enthalten, aber nicht überdüngt sein. Schwere, lehmige Böden können zu Verformungen der Rüben führen, während zu sandige Böden schnell austrocknen. Eine gute Bodenstruktur ist entscheidend - arbeiten Sie vor der Aussaat Kompost oder gut verrotteten Mist ein. Der Boden sollte etwa 20-30 cm tief gelockert werden, dabei Steine und Wurzelreste entfernen. Wichtig ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hilft, die Feuchtigkeit zu halten und das Unkraut zu unterdrücken. Bei ungünstigen Bodenverhältnissen können Sie diese durch Kompostgaben und regelmäßige Bodenbearbeitung langfristig verbessern.
  4. Sind Herbstrüben frostresistent und wie kalt können sie vertragen?
    Ja, Herbstrüben sind bemerkenswert frostresistent und gehören zu den kältetolerantesten Gemüsesorten. Sie können problemlos leichte Fröste bis -3°C überstehen, ohne Schaden zu nehmen. Bei länger anhaltenden Minusgraden oder Temperaturen unter -5°C kann es allerdings kritisch werden. Diese Frosttoleranz macht sie zu idealen Herbst- und Wintergemüse. Die optimalen Wachstumstemperaturen liegen zwischen 15-20°C, aber auch bei kühleren Bedingungen zeigen sie noch gute Wachstumsraten. Wenn starker Frost droht, können Sie Ihre Rüben mit einer Lage Stroh oder Gartenvlies schützen. Interessant ist, dass leichte Fröste sogar den Geschmack verbessern können - die Rüben werden süßer, da Stärke in Zucker umgewandelt wird. Diese Kälteresistenz ermöglicht eine Ernte bis weit in den Herbst hinein und macht Herbstrüben zu einer verlässlichen Nahrungsquelle auch in der kalten Jahreszeit.
  5. Warum haben Herbstrüben einen so geringen Nährstoffbedarf?
    Herbstrüben haben einen geringen Nährstoffbedarf, weil sie als schnell wachsende Pflanzen effizient mit verfügbaren Bodennährstoffen umgehen. Ihre kurze Wachstumszeit von nur 6-8 Wochen bedeutet, dass sie nicht über Monate hinweg kontinuierlich Nährstoffe benötigen. Zudem stammen sie ursprünglich aus nährstoffärmeren Standorten und haben sich evolutionär an diese Bedingungen angepasst. Als Kreuzblütler verfügen sie über ein effizientes Wurzelsystem, das auch bei geringem Nährstoffangebot gut funktioniert. Eine Überdüngung, besonders mit Stickstoff, kann sogar kontraproduktiv sein und zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Rübenbildung führen. Sie kommen oft mit den im Boden bereits vorhandenen Nährstoffen aus, besonders wenn der Boden im Vorjahr gut gedüngt wurde. Diese Anspruchslosigkeit macht sie zu idealen Kandidaten für nachhaltige Anbaumethoden und Standorte mit weniger fruchtbaren Böden.
  6. Worin unterscheiden sich Stoppelrüben von gewöhnlichen Herbstrüben?
    Stoppelrüben sind eigentlich nur eine regionale Bezeichnung für Herbstrüben und botanisch identisch mit ihnen (Brassica rapa). Der Name 'Stoppelrüben' bezieht sich auf die traditionelle Anbaupraxis, sie nach der Getreideernte auf den Stoppelfeldern anzubauen. Diese Bezeichnung ist besonders in Norddeutschland und den Niederlanden verbreitet. Es gibt also keinen botanischen Unterschied zwischen Stoppelrüben und Herbstrüben - es handelt sich um dieselbe Pflanze. Regional können sich allerdings die bevorzugten Sorten unterscheiden, die an die jeweiligen klimatischen und bodentechnischen Bedingungen angepasst sind. In der Landwirtschaft werden Stoppelrüben häufig als Zwischenfrucht nach der Getreideernte angebaut, um den Boden zu lockern und als Gründüngung zu dienen. Diese Nutzung erklärt auch den Namen - sie wachsen buchstäblich aus den Stoppeln des geernteten Getreides heraus. Sowohl Stoppelrüben als auch Herbstrüben haben dieselben Anbauanforderungen und Verwendungsmöglichkeiten.
  7. Was ist der Unterschied zwischen Mairüben und Teltower Rübchen?
    Mairüben und Teltower Rübchen sind beide Varietäten der Herbstrübe (Brassica rapa), unterscheiden sich aber in einigen wichtigen Punkten. Mairüben werden traditionell im Frühjahr ausgesät und sind für die frühe Ernte bestimmt. Sie haben eine besonders zarte Textur und einen milden, süßlichen Geschmack. Teltower Rübchen hingegen sind eine historische Spezialität aus der Region um Berlin und Teltow. Sie zeichnen sich durch ihre kleine, runde Form und einen intensiv-aromatischen, leicht scharfen Geschmack aus. Teltower Rübchen gelten als Delikatesse und werden traditionell im Herbst geerntet. Sie haben eine längere Reifezeit und entwickeln durch die kühleren Herbsttemperaturen ihren charakteristischen Geschmack. Beide Sorten gehören zur gleichen botanischen Art, wurden aber über Generationen für unterschiedliche Anbauzeiten und Geschmacksprofile selektiert. Während Mairüben eher als alltägliches Frühjahrsgemüse verwendet werden, gelten Teltower Rübchen als kulinarische Spezialität mit geschützter regionaler Herkunftsbezeichnung.
  8. Gehören Herbstrüben wirklich zur Familie der Kreuzblütler?
    Ja, Herbstrüben gehören definitiv zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Botanisch werden sie als Brassica rapa klassifiziert und sind damit eng verwandt mit anderen bekannten Kreuzblütlern wie Kohl, Raps, Senf und Rettich. Die Zugehörigkeit zu den Kreuzblütlern erkennt man an mehreren charakteristischen Merkmalen: Die Blüten haben vier Blütenblätter, die kreuzförmig angeordnet sind - daher der Familienname. Die Früchte sind typische Schoten, und die Blätter haben oft eine leicht behaarte Oberfläche. Diese Verwandtschaft hat praktische Auswirkungen für den Anbau: Alle Kreuzblütler sind anfällig für ähnliche Schädlinge wie die Kohlhernie oder den Kohlweißling. Deshalb ist bei der Fruchtfolge darauf zu achten, dass nicht mehrere Jahre hintereinander Kreuzblütler auf derselben Fläche angebaut werden. Die Familie der Kreuzblütler umfasst über 3.000 Arten weltweit und ist eine der wichtigsten Gemüsefamilien für die menschliche Ernährung.
  9. Wo kann man hochwertiges Herbstrüben-Saatgut kaufen?
    Hochwertiges Herbstrüben-Saatgut erhalten Sie bei spezialisierten Gartenfachhändlern, die auf Qualitätssaatgut setzen. Etablierte Online-Gartenshops wie samen.de bieten eine große Auswahl verschiedener Herbstrüben-Sorten mit garantierter Keimfähigkeit und Sortenechtheit. Dort finden Sie sowohl traditionelle als auch moderne Züchtungen, oft mit detaillierten Anbauanleitungen. Auch gut sortierte Gartencenter vor Ort führen meist verschiedene Sorten im Sortiment. Besonders empfehlenswert sind Anbieter, die ihre Samen regelmäßig auf Keimfähigkeit testen und diese Information auf der Verpackung angeben. Bio-Saatgut ist eine gute Wahl für nachhaltigen Anbau. Regionale Sorten erhalten Sie oft bei örtlichen Gärtnereien oder auf Saatgutbörsen. Achten Sie beim Kauf auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und lagern Sie das Saatgut kühl und trocken. Samen.de gehört zu den Fachgeschäften, die nicht nur eine große Sortenvielfalt anbieten, sondern auch kompetente Beratung zu Anbau und Pflege.
  10. Welche Kriterien sollten beim Kauf von Herbstrüben-Samen beachtet werden?
    Beim Kauf von Herbstrüben-Samen sollten Sie mehrere wichtige Qualitätskriterien beachten. Zunächst ist die Keimfähigkeit entscheidend - seriöse Anbieter wie samen.de geben diese auf der Verpackung an und testen sie regelmäßig. Das Erntejahr sollte möglichst aktuell sein, da die Keimfähigkeit mit der Zeit abnimmt. Achten Sie auf Sortenechtheit und wählen Sie Sorten, die für Ihre Klimaregion geeignet sind. Bio-zertifizierte Samen sind frei von chemischen Behandlungen und unterstützen nachhaltigen Gartenbau. Die Verpackung sollte luftdicht und lichtgeschützt sein, um die Samenqualität zu erhalten. Informieren Sie sich über die Sorteneigenschaften: Reifezeit, Größe, Geschmack und Lagerfähigkeit der Rüben. Resistente Sorten sind weniger anfällig für Krankheiten. Kaufen Sie nur so viel Saatgut, wie Sie in 2-3 Jahren verbrauchen können. Fachkundige Gartenhändler bieten oft auch Anbauberatung und können Ihnen bei der Sortenwahl helfen, basierend auf Ihren spezifischen Anbaubedingungen und Wünschen.
  11. Wie wirkt sich der Anbau von Herbstrüben auf die Bodenbiologie aus?
    Der Anbau von Herbstrüben wirkt sich sehr positiv auf die Bodenbiologie aus. Ihre tiefe Pfahlwurzel durchbricht Bodenverdichtungen und schafft Poren, die auch anderen Bodenorganismen zugutekommen. Das extensive Wurzelsystem fördert die Aktivität von Bodenmikroorganismen wie Bakterien und Pilzen, die für die Nährstoffverfügbarkeit wichtig sind. Als Kreuzblütler produzieren Herbstrüben bestimmte Wurzelausscheidungen, die das Bodenleben stimulieren und zur Bildung stabiler Bodenaggregate beitragen. Nach der Ernte verbleiben feine Wurzelreste im Boden, die langsam abgebaut werden und dabei organische Substanz liefern. Dies erhöht den Humusgehalt und verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Herbstrüben fungieren als natürliche 'Bodenlockerer' und bereiten den Boden optimal für nachfolgende Kulturen vor. Ihre kurze Standzeit bedeutet weniger Belastung für den Boden, während sie gleichzeitig zur biologischen Vielfalt beitragen. Regenwürmer profitieren besonders von den zarten Blättern und Wurzelresten.
  12. Welche biochemischen Prozesse laufen beim Wachstum von Herbstrüben ab?
    Beim Wachstum von Herbstrüben laufen komplexe biochemische Prozesse ab, die für ihre Entwicklung entscheidend sind. Zunächst erfolgt die Photosynthese in den Blättern, bei der Kohlendioxid und Wasser mithilfe von Sonnenlicht zu Glukose umgewandelt werden. Diese Glukose wird als Energie- und Baustoffquelle verwendet. In der Speicherwurzel werden überschüssige Kohlenhydrate in Form von Stärke eingelagert - dies macht die Rüben nahrhaft und süß. Enzyme spielen eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Nährstoffen und beim Zellaufbau. Besonders interessant ist die Biosynthese von Glucosinolaten, sekundären Pflanzenstoffen, die den charakteristischen Geschmack der Kreuzblütler verursachen und gleichzeitig als natürlicher Schutz vor Schädlingen dienen. Bei kühlen Temperaturen verstärkt sich die Umwandlung von Stärke zu Zucker, wodurch die Rüben süßer werden. Nitrat wird aus dem Boden aufgenommen und zu Aminosäuren und Proteinen umgebaut. Der Wasserhaushalt wird durch osmotische Prozesse reguliert, die das charakteristische knackige Gewebe entstehen lassen.
  13. Wie beeinflusst die Pfahlwurzel der Herbstrüben das Bodengefüge?
    Die Pfahlwurzel der Herbstrüben hat einen erheblich positiven Einfluss auf das Bodengefüge. Sie kann bis zu 60-80 cm tief in den Boden eindringen und durchbricht dabei Verdichtungsschichten, die für oberflächlich wurzelnde Pflanzen unüberwindbar wären. Diese tiefe Durchwurzelung schafft natürliche Drainagekanäle, die die Wasserdurchlässigkeit des Bodens erheblich verbessern. Nach dem Absterben der Wurzel bleiben Hohlräume zurück, die von Bodentieren wie Regenwürmern als Gänge genutzt werden. Die Wurzelausscheidungen fördern die Bildung stabiler Bodenkrümel und verbessern die Bodenstruktur langfristig. Durch die mechanische Auflockerung können nachfolgende Kulturen leichter wurzeln und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten aufnehmen. Die Pfahlwurzel fungiert auch als 'biologischer Untergrundlockerer' und kann in verdichteten Böden ähnliche Effekte erzielen wie mechanische Bodenbearbeitung. Zudem holen Herbstrüben Nährstoffe aus tieferen Schichten nach oben und machen sie für oberflächennähere Pflanzen verfügbar.
  14. Warum entwickeln Herbstrüben bei Trockenheit einen bitteren Geschmack?
    Bei Trockenheit entwickeln Herbstrüben einen bitteren Geschmack aufgrund verschiedener physiologischer Stressreaktionen. Wassermangel führt zur verstärkten Produktion von Glucosinolaten, sekundären Pflanzenstoffen, die als natürliche Abwehrmechanismen gegen Fraßfeinde dienen. Diese schwefeligen Verbindungen verleihen der Rübe den charakteristisch bitteren, scharfen Geschmack. Gleichzeitig verlangsamt sich unter Trockenstress die normale Zuckerproduktion und -einlagerung, wodurch das Gleichgewicht zwischen süßen und bitteren Komponenten gestört wird. Der Wasserverlust konzentriert auch andere geschmacksintensive Inhaltsstoffe in den Zellen. Zudem werden bei Stress vermehrt phenolische Verbindungen gebildet, die ebenfalls bitter schmecken. Um diesen bitteren Geschmack zu vermeiden, ist eine gleichmäßige Wasserversorgung während der gesamten Wachstumsphase wichtig. Mulchen hilft dabei, die Bodenfeuchtigkeit zu halten. Regelmäßiges, aber nicht übermäßiges Gießen sorgt für zarte, süßliche Rüben mit angenehmem Geschmack.
  15. Wie bereitet man frisch geerntete Herbstrüben richtig zu?
    Frisch geerntete Herbstrüben lassen sich vielseitig und schmackhaft zubereiten. Zunächst sollten Sie die Rüben gründlich waschen und bei Bedarf schälen - junge Rüben können oft mit Schale verwendet werden. Die zarten Blätter nicht wegwerfen - sie sind essbar und nährstoffreich! Für die klassische Zubereitung schneiden Sie die Rüben in Würfel oder Scheiben und dünsten sie etwa 15-20 Minuten in wenig Wasser oder Brühe. Gewürzt mit Salz, Pfeffer und etwas Butter entwickeln sie ihr volles Aroma. Herbstrüben schmecken auch roh geraspelt im Salat oder als knackige Rohkost. Ein traditionelles Rezept ist Steckrübeneintopf mit Kartoffeln und Fleisch. Als Püree zubereitet sind sie eine gesunde Beilage, ähnlich wie Kartoffelbrei. Die jungen Blätter können wie Spinat gedünstet oder roh in Salaten verwendet werden. Wichtig: Nicht zu lange kochen, da sie sonst ihre knackige Textur verlieren. Mit Ingwer, Muskat oder Majoran gewürzt entfalten Herbstrüben besonders aromatische Nuancen.
  16. Welche Begleitpflanzen eignen sich für den Mischanbau mit Herbstrüben?
    Für den Mischanbau mit Herbstrüben eignen sich verschiedene Begleitpflanzen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Besonders bewährt haben sich Ringelblumen, die mit ihren Wurzeln den Boden lockern und nützliche Insekten anlocken, die Schädlinge der Herbstrüben bekämpfen. Radieschen passen gut als schnell wachsende Nachbarn und nutzen den Platz zwischen den noch jungen Rübenpflanzen optimal aus. Dill und Kümmel verbessern durch ihre ätherischen Öle das Aroma der Rüben und halten gleichzeitig Schädlinge fern. Spinat eignet sich als Unterpflanzung, da er wenig Licht benötigt und den Boden mit seinen flachen Wurzeln nicht konkurrenziert. Kresse kann als Markierungssaat zwischen den Herbstrüben gesät werden. Gute Nachbarn sind auch Zwiebeln und Knoblauch, die durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen Schädlinge abwehren. Vermeiden sollten Sie andere Kreuzblütler wie Kohl oder Rettich, da sie ähnliche Nährstoffansprüche haben und gleiche Krankheiten fördern können. Leguminosen wie Buschbohnen bereichern den Boden mit Stickstoff, von dem die Herbstrüben profitieren.
  17. Stimmt es, dass Herbstrüben nur ein Arme-Leute-Essen waren?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Mythos! Auch wenn Herbstrüben aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und guten Lagerfähigkeit tatsächlich ein wichtiges Grundnahrungsmittel für alle Gesellschaftsschichten waren, waren sie keineswegs nur 'Arme-Leute-Essen'. Historisch betrachtet wurden sie in ganz Europa von Bauern bis Adligen geschätzt. Die Teltower Rübchen beispielsweise galten als Delikatesse und wurden sogar an Fürstenhöfen serviert. Goethe schwärmte von ihnen in seinen Briefen. Herbstrüben waren ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Küche und wurden in vielfältigen, raffinierten Zubereitungen verwendet. Ihr hoher Nährwert mit viel Vitamin C machte sie besonders in den Wintermonaten wertvoll - für alle Menschen, nicht nur für arme Schichten. Die Bezeichnung als 'Arme-Leute-Essen' entstammt wahrscheinlich der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als sie aufgrund ihrer Verfügbarkeit häufig gegessen wurden. Heute erleben Herbstrüben eine Renaissance als gesundes, regionales Gemüse und werden von Spitzenköchen wiederentdeckt.
  18. Welche regionalen Besonderheiten gibt es beim Herbstrüben-Anbau in Deutschland?
    Deutschland weist verschiedene regionale Besonderheiten beim Herbstrüben-Anbau auf, die sich aus klimatischen und kulturellen Unterschieden ergeben. In Norddeutschland, besonders in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, werden sie traditionell als 'Stoppelrüben' nach der Getreideernte angebaut. Hier profitieren sie vom maritimen Klima mit ausreichend Feuchtigkeit. In der Region um Berlin und Brandenburg sind die berühmten 'Teltower Rübchen' beheimatet - eine kleine, aromatische Sorte mit geschützter Herkunftsbezeichnung, die auf den sandigen Böden der Mark Brandenburg ihre einzigartige Würze entwickelt. In Bayern und Baden-Württemberg werden Herbstrüben oft in Kombination mit anderen Wintergemüsen angebaut und sind Bestandteil traditioneller Eintöpfe. Im Rheinland bevorzugt man frühe Sorten aufgrund der wärmeren Temperaturen. In höheren Lagen wie dem Schwarzwald oder der Eifel muss früher gesät werden, da der Winter früher einsetzt. Jede Region hat ihre bewährten Lokalsorten entwickelt, die optimal an die jeweiligen Boden- und Klimaverhältnisse angepasst sind.
  19. Wie unterscheiden sich Herbstrüben von Kohlrabi im Anbau?
    Obwohl beide zur Familie der Kreuzblütler gehören, unterscheiden sich Herbstrüben und Kohlrabi deutlich im Anbau. Herbstrüben werden hauptsächlich im Sommer für die Herbsternte gesät, während Kohlrabi mehrere Aussaattermine pro Jahr ermöglicht. Die Wachstumszeit ist bei Herbstrüben mit 6-8 Wochen kürzer als bei Kohlrabi mit 8-12 Wochen. Herbstrüben sind deutlich frosttoleranter und können bis -3°C vertragen, während Kohlrabi empfindlicher auf Kälte reagiert. Beim Nährstoffbedarf sind Herbstrüben genügsamer - Kohlrabi benötigt mehr Dünger, besonders Stickstoff. Die Wasseransprüche unterscheiden sich ebenfalls: Kohlrabi braucht gleichmäßigere Bewässerung, da er sonst platzt, während Herbstrüben Schwankungen besser vertragen. Kohlrabi bildet seine verdickte Sprossachse oberirdisch, Herbstrüben entwickeln ihre Speicherwurzel im Boden. Im Pflanzabstand braucht Kohlrabi mit 25-30 cm mehr Platz als Herbstrüben mit 15-20 cm. Beide sind anfällig für ähnliche Schädlinge wie Kohlhernie, sollten daher nicht in derselben Fruchtfolge stehen.
  20. Was ist der Unterschied zwischen Wasserrüben und Chinakohl?
    Wasserrüben und Chinakohl sind beides Varietäten von Brassica rapa, unterscheiden sich aber grundlegend in ihrer Entwicklung und Verwendung. Wasserrüben (eine regionale Bezeichnung für Herbstrüben) bilden eine verdickte Speicherwurzel aus, während Chinakohl einen festen, länglichen Kohlkopf entwickelt. Wasserrüben wachsen mit ihrer Rübe hauptsächlich im Boden, Chinakohl bildet seine Blattrosette oberirdisch. Die Anbauzeit variiert: Wasserrüben werden für die Herbsternte im Juli-August gesät, Chinakohl oft später im Jahr. Geschmacklich sind Wasserrüben süßlich-scharf mit festem Fleisch, während Chinakohl mild und knackig ist. In der Küche werden Wasserrüben gekocht, gebraten oder roh verwendet, Chinakohl hauptsächlich als Salat oder kurz gegart. Wasserrüben sind deutlich kältetoleranter und können leichte Fröste überstehen, Chinakohl ist frostempfindlicher. Beide haben ähnliche Bodenansprüche, aber unterschiedliche Wachstumsformen. Wasserrüben eignen sich besser für die Lagerung, während Chinakohl frisch verbraucht werden sollte.
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