Blattdüngung: Nährstoffe direkt für die Pflanzen

Blattdüngung: Eine effektive Methode zur Nährstoffversorgung von Pflanzen

Blattdüngung ist eine faszinierende Technik, bei der Nährstoffe direkt über die Blätter aufgenommen werden. Sie ergänzt die Bodendüngung und kann in bestimmten Situationen besonders wirkungsvoll sein. Als erfahrene Gärtnerin habe ich diese Methode oft mit großem Erfolg angewendet.

Wichtige Erkenntnisse zur Blattdüngung

  • Schnelle Nährstoffaufnahme über die Blätter
  • Besonders effektiv bei Spurenelementen
  • Hilft bei akutem Nährstoffmangel und Stresssituationen
  • Kein Ersatz für gute Bodenpflege

Was ist Blattdüngung?

Bei der Blattdüngung werden Nährstoffe in Form einer Lösung direkt auf die Blätter der Pflanzen gesprüht. Die Nährstoffe werden dann über die Blattoberfläche aufgenommen und in den Stoffwechsel der Pflanze eingebaut. Diese Methode ist besonders effektiv bei der Versorgung mit Spurenelementen wie Eisen, Mangan oder Zink, kann aber auch für Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium verwendet werden.

Die Entwicklung der Blattdüngung

Die Idee, Pflanzen über ihre Blätter zu ernähren, ist nicht neu. Schon im 19. Jahrhundert gab es erste Versuche, doch erst in den 1950er Jahren wurde die Blattdüngung als praktikable Methode in der Landwirtschaft eingeführt. Seitdem hat sich die Technik stetig weiterentwickelt. Heute gibt es speziell formulierte Blattdünger und verfeinerte Ausbringungstechniken für eine optimale Nährstoffaufnahme.

Vorteile gegenüber herkömmlicher Bodendüngung

Blattdüngung bietet einige bemerkenswerte Vorteile:

  • Schnelle Wirkung: Die Nährstoffe stehen der Pflanze sofort zur Verfügung.
  • Gezielte Anwendung: Bestimmte Nährstoffe können präzise verabreicht werden.
  • Unabhängigkeit vom Boden-pH: Die Nährstoffaufnahme wird nicht durch ungünstige Bodenbedingungen beeinträchtigt.
  • Effiziente Nutzung: Es werden geringere Mengen an Dünger benötigt.

Trotz dieser Vorteile sollte Blattdüngung nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur Bodendüngung betrachtet werden. Eine gute Bodenpflege bleibt das Fundament für gesundes Pflanzenwachstum.

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Wann ist Blattdüngung sinnvoll?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen Blattdüngung besonders nützlich sein kann:

Bei akutem Nährstoffmangel

Wenn Pflanzen deutliche Mangelerscheinungen zeigen, kann Blattdüngung schnell Abhilfe schaffen. Typische Anzeichen sind Verfärbungen der Blätter oder verkümmertes Wachstum. Die direkte Zufuhr der fehlenden Nährstoffe über die Blätter lindert die Symptome oft überraschend schnell.

Zur Überbrückung von Stresssituationen

Pflanzen können durch verschiedene Faktoren wie Hitze, Trockenheit oder Schädlingsbefall unter Stress geraten. In solchen Situationen kann Blattdüngung helfen, die Widerstandskraft der Pflanzen zu stärken und die Stressphase besser zu überstehen.

Bei schlechter Bodenqualität oder eingeschränkter Wurzelaufnahme

Wenn der Boden zu kalt, zu trocken oder verdichtet ist, können die Wurzeln Nährstoffe nur schwer aufnehmen. Auch bei Wurzelschäden durch Krankheiten oder Schädlinge ist die Nährstoffaufnahme über den Boden eingeschränkt. Hier kann Blattdüngung die Versorgung der Pflanze sicherstellen.

Zur gezielten Versorgung mit Spurenelementen

Spurenelemente wie Eisen, Mangan oder Bor werden von Pflanzen nur in geringen Mengen benötigt, sind aber für viele Stoffwechselprozesse unerlässlich. Über Blattdüngung können diese Mikronährstoffe sehr effizient zugeführt werden. Das ist besonders bei kalkhaltigen Böden wichtig, wo manche Spurenelemente für die Wurzeln schwer verfügbar sind.

In meinem Garten habe ich bemerkenswerte Erfahrungen mit Blattdüngung bei Tomaten gemacht. Als meine Pflanzen letzten Sommer Anzeichen von Magnesiummangel zeigten, konnte ich das Problem mit einer gezielten Blattdüngung überraschend schnell beheben. Die Blätter wurden innerhalb weniger Tage wieder grün und die Pflanzen erholten sich erstaunlich rasch.

Blattdüngung ist zweifellos eine wertvolle Ergänzung für Gärtner. Sie ermöglicht es, flexibel und schnell auf die Bedürfnisse der Pflanzen zu reagieren. Allerdings sollte sie immer im Zusammenspiel mit einer guten Bodenpflege und ausgewogenen Grunddüngung eingesetzt werden. Nur so können Pflanzen langfristig gesund und kräftig wachsen. Experimentieren Sie ruhig ein wenig mit dieser Methode - Sie werden überrascht sein, wie effektiv sie sein kann!

Nährstoffe für die Blattdüngung: Ein Blick auf Makro- und Mikronährstoffe

Die Blattdüngung ist eine faszinierende Methode, bei der wir Pflanzen direkt über ihre Blätter mit wichtigen Nährstoffen versorgen können. Sie eignet sich besonders gut, um Nährstoffmängel schnell zu beheben oder unseren grünen Freunden in Stresssituationen unter die Arme zu greifen. Doch welche Nährstoffe kommen dabei eigentlich zum Einsatz?

Makronährstoffe: Das Fundament des Pflanzenwachstums

Makronährstoffe sind sozusagen die Grundbausteine, die Pflanzen in größeren Mengen benötigen. Sie spielen eine zentrale Rolle für Wachstum und Entwicklung. Zu den wichtigsten Makronährstoffen zählen:

  • Stickstoff (N): Der Turbokraftstoff für Blattwachstum und Chlorophyllbildung.
  • Phosphor (P): Unser Wurzelhelfer und Energielieferant.
  • Kalium (K): Der Bodyguard der Pflanze, stärkt die Widerstandskraft und reguliert den Wasserhaushalt.
  • Magnesium (Mg): Der Herzspieler im Chlorophyll.
  • Calcium (Ca): Unser Maurer für starke Zellwände und kräftige Wurzeln.
  • Schwefel (S): Der stille Helfer bei Eiweißsynthese und Chlorophyllbildung.

Bei der Blattdüngung mit Makronährstoffen ist allerdings Vorsicht geboten. Zu viel des Guten kann zu Blattverbrennungen führen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine schrittweise Erhöhung der Konzentration oft bessere Ergebnisse liefert als eine einmalige, hochdosierte Anwendung.

Mikronährstoffe: Die kleinen Wunder im Pflanzenleben

Mikronährstoffe werden zwar in geringeren Mengen benötigt, sind aber für viele lebenswichtige Prozesse in der Pflanze unerlässlich. Die Blattdüngung eignet sich besonders gut für die Zufuhr dieser Nährstoffe, da sie über die Blätter sehr effektiv aufgenommen werden können. Zu den wichtigsten Mikronährstoffen gehören:

  • Eisen (Fe): Der Chlorophyll-Booster und Photosynthese-Helfer.
  • Mangan (Mn): Unser Enzym-Aktivator und Stoffwechsel-Experte.
  • Zink (Zn): Der Wachstumsförderer und Fruchtbildungs-Spezialist.
  • Kupfer (Cu): Ein weiterer Photosynthese- und Stoffwechsel-Unterstützer.
  • Bor (B): Unser Blüten- und Fruchtbildungs-Förderer.
  • Molybdän (Mo): Der Stickstoff-Verwerter.

In meinem Garten habe ich besonders gute Erfahrungen mit der Anwendung von Eisen und Zink als Blattdünger gemacht, vor allem bei Pflanzen, die zu Chlorosen neigen. Es ist erstaunlich, wie schnell man Verbesserungen sehen kann!

Spezielle Blattdünger: Maßgeschneiderte Lösungen

Der Markt bietet eine Vielzahl spezieller Blattdünger, die auf bestimmte Pflanzenarten oder Wachstumsphasen abgestimmt sind. Diese enthalten oft eine ausgewogene Mischung aus Makro- und Mikronährstoffen. Einige Beispiele sind:

  • Blütendünger: Reich an Phosphor und Kalium für prachtvolle Blüten.
  • Grünpflanzendünger: Mit hohem Stickstoffanteil für üppiges Blattwachstum.
  • Tomatendünger: Eine ausgewogene NPK-Mischung mit extra Mikronährstoffen.
  • Eisendünger: Der Spezialist zur Behebung von Eisenmangel und Chlorosen.

Bei der Auswahl des richtigen Blattdüngers sollte man die spezifischen Bedürfnisse der Pflanzen berücksichtigen. Ein Bodentest kann sehr hilfreich sein, um Nährstoffmängel zu identifizieren und gezielt zu behandeln.

Die Kunst der Blattdüngung: Tipps für optimale Ergebnisse

Die Wirksamkeit der Blattdüngung hängt stark von der richtigen Anwendung ab. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:

Der richtige Zeitpunkt macht's

Meiner Erfahrung nach ist der beste Zeitpunkt für die Blattdüngung in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Zu diesen Zeiten sind die Spaltöffnungen der Blätter geöffnet, was die Nährstoffaufnahme begünstigt. Vermeiden Sie die Anwendung bei starker Sonneneinstrahlung oder hohen Temperaturen - das kann zu unschönen Verbrennungen führen.

Besonders effektiv ist eine Blattdüngung kurz vor oder während intensiver Wachstumsphasen. Bei Gemüsepflanzen kann dies beispielsweise kurz vor der Blüte oder Fruchtbildung sein. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau, sie werden Ihnen zeigen, wann sie einen Extra-Schub gebrauchen können.

Die richtige Dosis: Weniger ist oft mehr

Die korrekte Dosierung ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Blattdüngung. Zu hohe Konzentrationen können die Blätter schädigen, während zu niedrige Dosierungen möglicherweise wirkungslos bleiben. Folgen Sie den Anweisungen auf der Verpackung des Blattdüngers, aber scheuen Sie sich nicht, etwas zu experimentieren.

Ich rate dazu, öfter und in geringerer Konzentration zu düngen, anstatt selten und hoch dosiert. Beginnen Sie mit einer niedrigeren Konzentration als empfohlen und steigern Sie diese langsam, wenn keine negativen Reaktionen auftreten. So finden Sie die perfekte Balance für Ihre Pflanzen.

Die richtige Technik: Fein verteilt zum Erfolg

Für eine effektive Blattdüngung ist es wichtig, dass die Nährstofflösung fein auf den Blättern verteilt wird. Verwenden Sie einen Drucksprüher oder eine Rückenspritze, um einen feinen Nebel zu erzeugen. Achten Sie darauf, sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Blätter zu benetzen, da sich dort die meisten Spaltöffnungen befinden.

Ein kleiner Tipp aus meiner Praxis: Fügen Sie der Nährstofflösung einen Tropfen Spülmittel hinzu. Dies verringert die Oberflächenspannung und verbessert die Benetzung der Blätter. Sie werden überrascht sein, wie viel besser sich die Lösung verteilt!

Clever kombiniert: Blattdüngung und Pflanzenschutz

In vielen Fällen lässt sich die Blattdüngung wunderbar mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln kombinieren. Das spart Zeit und reduziert den Stress für die Pflanzen durch wiederholte Behandlungen. Allerdings sollten Sie vorher prüfen, ob die Mittel kompatibel sind.

Beachten Sie, dass nicht alle Kombinationen sinnvoll oder erlaubt sind. Im Zweifel sollten Sie die Mittel getrennt anwenden oder einen Fachmann konsultieren. In meinem Garten habe ich besonders gute Erfahrungen mit der Kombination von Blattdüngern und biologischen Pflanzenstärkungsmitteln gemacht - eine echte Win-win-Situation für meine grünen Schützlinge!

Die richtige Anwendung der Blattdüngung erfordert etwas Übung und Fingerspitzengefühl. Beobachten Sie Ihre Pflanzen genau und passen Sie die Behandlung bei Bedarf an. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür dafür, wann und wie Ihre Pflanzen von einer Blattdüngung am meisten profitieren. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Pflanzen unter der richtigen Pflege entwickeln - viel Spaß beim Experimentieren!

Blattdüngung bei verschiedenen Pflanzenarten: Ein Streifzug durch den Garten

Gemüsepflanzen: Kleine Helfer für große Erträge

Wer hätte gedacht, dass eine simple Blattdüngung bei Gemüsepflanzen wahre Wunder bewirken kann? Nehmen wir Tomaten als Beispiel: Ein bisschen Magnesium auf die Blätter gesprüht, und schon verschwinden die gelblichen Verfärbungen zwischen den Blattadern wie von Zauberhand. Bei Kohlarten habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine gezielte Bor- oder Molybdän-Blattdüngung Wachstumsstörungen vorbeugen kann. Und wer freut sich nicht über knackige Salate? Ein Spritzer Stickstoff-Blattdünger kann hier wahre Blattmassen hervorbringen.

Obstbäume und Beerensträucher: Spurenelemente für süße Früchte

Unsere Obstbäume und Beerensträucher sind oft regelrechte Feinschmecker, wenn es um Spurenelemente geht. Bei blassen Blättern hat sich eine Eisen-Blattdüngung als wahrer Glücksbringer erwiesen. Für Kernobst empfehle ich eine Calcium-Blattdüngung - sie beugt der gefürchteten Stippigkeit vor. Und was wären unsere Himbeeren und Brombeeren ohne kräftige, grüne Blätter? Hier leisten Magnesium und Eisen als Blattdünger ganze Arbeit.

Zierpflanzen und Rasen: Schönheit durch die richtige Pflege

Auch unsere Zierpflanzen verdienen ab und an eine kleine Extraportion Pflege. Rosen zum Beispiel danken es uns mit üppiger Blütenpracht, wenn wir ihnen eine ausgewogene Mischung aus Stickstoff, Phosphor und Kalium gönnen. Bei Blattpflanzen wie Farnen kann ein Hauch von Stickstoff-Blattdünger wahre Grünwunder bewirken. Und wer träumt nicht von einem sattgrünen, widerstandsfähigen Rasen? Eine Eisen-Blattdüngung kann hier der Schlüssel zum Erfolg sein.

Nutzpflanzen: Spezielle Bedürfnisse, spezielle Lösungen

Bei Nutzpflanzen wie Getreide oder Kartoffeln wird es oft etwas komplizierter. Hier kommen häufig komplexe Nährstoffmischungen zum Einsatz. Beim Weizen beispielsweise kann eine Blattdüngung mit Stickstoff und Schwefel die Proteinbildung ankurbeln - ein echter Mehrwert für die Qualität. Bei Kartoffeln habe ich gute Erfahrungen mit Magnesium- und Mangan-Blattdüngung gemacht. Sie scheinen die Photosyntheseleistung und den Ertrag spürbar zu steigern.

Die zwei Seiten der Medaille: Vor- und Nachteile der Blattdüngung

Schnell und gezielt: Die Stärken der Blattdüngung

Der große Vorteil der Blattdüngung liegt auf der Hand: Sie wirkt schnell, da die Nährstoffe direkt über die Blätter aufgenommen werden. Das macht sie zu einem wertvollen Werkzeug bei akuten Mangelerscheinungen oder Stress. Zudem erlaubt die gezielte Anwendung, genau die benötigten Nährstoffe zuzuführen, ohne den Boden unnötig zu belasten. In meinem Garten hat sich das besonders bei empfindlichen Pflanzen bewährt.

Vorsicht ist geboten: Die Schattenseiten der Blattdüngung

Doch wie so oft im Leben gibt es auch hier eine Kehrseite der Medaille. Eine Überdosierung kann schnell zu Blattverbrennungen führen - ein Anblick, den kein Gärtnerherz gerne sieht. Besondere Vorsicht ist bei hohen Temperaturen oder starker Sonne geboten. Hier besteht erhöhte Schadensgefahr. Außerdem können Rückstände auf den Blättern die Photosynthese beeinträchtigen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur raten: Halten Sie sich genau an die empfohlenen Konzentrationen und meiden Sie ungünstige Wetterbedingungen.

Der größere Zusammenhang: Ökologische Aspekte und Nachhaltigkeit

Auf den ersten Blick scheint Blattdüngung sehr effizient zu sein und kann Auswaschungen vermindern. Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass überschüssige Nährstoffe ins Grundwasser gelangen - ein Aspekt, den wir nicht außer Acht lassen sollten. In der biologischen Landwirtschaft wird sie daher oft kritisch gesehen. Für einen nachhaltigen Gartenbau sollten wir Blattdüngung als das verstehen, was sie ist: eine wertvolle Ergänzung zur Bodenpflege, aber kein Ersatz dafür. In meinem Garten setze ich sie gezielt ein, ohne dabei die Grundlagen guter Bodenpflege zu vernachlässigen.

Über den Tellerrand: Alternativen und Ergänzungen zur Blattdüngung

Blattdüngung ist zweifellos ein nützliches Werkzeug im Gärtnerkästchen, aber sie ist längst nicht das einzige Ass im Ärmel eines erfahrenen Gärtners. Lassen Sie uns einen Blick auf einige andere Methoden werfen, die unseren grünen Freunden zu Gesundheit und Wachstum verhelfen können.

Der Boden - das Fundament des Gartens

Ein gesunder Boden ist das A und O für kräftige Pflanzen. Regelmäßige Bodenanalysen geben uns wertvolle Einblicke in die Nährstoffzusammensetzung. In meinem Garten setze ich gerne auf organische Dünger wie Kompost oder gut abgelagerten Mist. Sie sind wahre Alleskönner: Sie versorgen den Boden nicht nur mit Nährstoffen, sondern verbessern auch seine Struktur und fördern das Bodenleben. Ein Tipp aus der Praxis: Achten Sie beim Einarbeiten des Komposts darauf, ihn nicht zu tief unterzugraben. Die wertvollen Mikroorganismen fühlen sich in den oberen Bodenschichten am wohlsten.

Kluge Köpfe planen voraus: Fruchtfolge und Mischkultur

Eine durchdachte Fruchtfolge ist wie ein Drei-Gänge-Menü für unseren Boden. Indem wir Pflanzen mit unterschiedlichen Nährstoffbedürfnissen nacheinander anbauen, beugen wir einer einseitigen Auslaugung vor. Leguminosen wie Bohnen oder Erbsen sind dabei wahre Stickstoff-Wunderkinder. Sie reichern den Boden ganz natürlich mit diesem wichtigen Nährstoff an. Bei Mischkulturen nutzen wir die Synergieeffekte verschiedener Pflanzenarten. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich Pflanzen gegenseitig unterstützen können. Tiefwurzler wie Pastinaken oder Schwarzwurzeln sind regelrechte Nährstoffdetektive - sie erschließen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten und machen sie für ihre flachwurzelnden Nachbarn verfügbar.

Kompost und Mulch - die stillen Helfer im Garten

Eigener Kompost ist Gold wert! Er enthält eine Fülle von Nährstoffen in gut pflanzenverfügbarer Form. Mulchen mit organischem Material wie Rasenschnitt oder Laub ist eine weitere Methode, die ich in meinem Garten nicht mehr missen möchte. Es schützt den Boden vor Austrocknung, hält lästiges Unkraut in Schach und versorgt die Pflanzen ganz nebenbei mit Nährstoffen. Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Achten Sie beim Mulchen darauf, dass das Material nicht direkt an den Pflanzenstängeln anliegt, um Fäulnis zu vermeiden.

Das große Ganze: Blattdüngung im Konzert der Pflanzenernährung

Blattdüngung ist ein wertvolles Instrument, aber sie sollte immer Teil eines umfassenderen Pflegekonzepts sein. In meinem Garten setze ich auf einen Mix verschiedener Methoden. Die Basis bildet eine gute Bodenpflege mit regelmäßiger Kompostgabe und Gründüngung. Bei Bedarf ergänze ich dies durch gezielte Blattdüngung, besonders wenn es um Spurenelemente geht oder meine Pflanzen unter Stress stehen. Diese Kombination hat sich bei mir bewährt und führt zu gesunden, ertragreichen Pflanzen. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie die verschiedenen Methoden ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken.

Ein Blick in die Kristallkugel: Die Zukunft der Blattdüngung

Die Forschung im Bereich der Blattdüngung steht nicht still. Es ist spannend zu beobachten, wie neue Erkenntnisse über die Aufnahmemechanismen der Pflanzen zur Entwicklung immer effektiverer Blattdünger führen. Der Trend geht zu Produkten, die mehrere Nährstoffe in optimal aufeinander abgestimmten Verhältnissen enthalten. Auch die Kombination von Blattdüngern mit Pflanzenstärkungsmitteln oder Biopestiziden wird zunehmend erforscht - ein vielversprechender Ansatz, wie ich finde. Ein weiterer Fokus liegt auf der Verbesserung der Umweltverträglichkeit. Es werden Formulierungen entwickelt, die eine bessere Haftung an den Blättern ermöglichen und somit Auswaschungen reduzieren. Sogar die Nanotechnologie könnte künftig eine Rolle spielen, um die Effizienz der Nährstoffaufnahme zu steigern. Es bleibt spannend!

Fazit: Blattdüngung - ein Werkzeug unter vielen

Die Blattdüngung ist und bleibt ein wertvolles Instrument für uns Gärtner. Sie ermöglicht eine schnelle und gezielte Nährstoffversorgung, besonders in Notfallsituationen oder bei spezifischen Mangelerscheinungen. Allerdings sollten wir sie immer als Ergänzung zu einer guten Bodenpflege und nachhaltigen Anbaumethoden sehen. Nur im Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen können wir langfristig gesunde, widerstandsfähige Pflanzen und ertragreiche Gärten erzielen. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz tragen wir nicht nur zu einer besseren Pflanzengesundheit bei, sondern fördern auch die Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit in unseren Gärten. Und mal ehrlich - gibt es etwas Schöneres, als einen Garten voller Leben und Vielfalt?

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was ist Blattdüngung und wie funktioniert sie?
    Blattdüngung ist eine Methode, bei der Nährstoffe in flüssiger Form direkt auf die Blätter der Pflanzen gesprüht werden. Die Nährstoffe werden dann über die Blattoberfläche und durch die Spaltöffnungen aufgenommen und direkt in den Stoffwechsel der Pflanze eingebaut. Diese Technik ermöglicht eine schnelle Nährstoffversorgung, da die Substanzen nicht erst durch den Boden zu den Wurzeln transportiert werden müssen. Besonders effektiv ist die Blattdüngung bei Spurenelementen wie Eisen, Mangan oder Zink, kann aber auch für Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium verwendet werden. Sie ergänzt die herkömmliche Bodendüngung und ist besonders nützlich bei akutem Nährstoffmangel oder in Stresssituationen.
  2. Welche Nährstoffe eignen sich besonders gut für die Blattdüngung?
    Für die Blattdüngung eignen sich sowohl Makro- als auch Mikronährstoffe. Bei den Makronährstoffen sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und Schwefel relevant. Besonders effektiv ist jedoch die Blattdüngung bei Mikronährstoffen: Eisen eignet sich hervorragend gegen Chlorosen, Mangan aktiviert Enzyme und unterstützt den Stoffwechsel, Zink fördert Wachstum und Fruchtbildung, Kupfer unterstützt die Photosynthese, Bor verbessert Blüten- und Fruchtbildung, und Molybdän hilft bei der Stickstoffverwertung. Spurenelemente werden über die Blätter besonders effizient aufgenommen, da sie nicht durch ungünstige Bodenbedingungen wie pH-Wert-Schwankungen beeinträchtigt werden. Bei Makronährstoffen ist hingegen Vorsicht geboten, da zu hohe Konzentrationen zu Blattverbrennungen führen können.
  3. Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Nährstoffversorgung über die Blätter?
    Der optimale Zeitpunkt für die Blattdüngung liegt in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, wenn die Spaltöffnungen der Blätter geöffnet sind und die Temperaturen moderat sind. Vermeiden Sie die Anwendung bei starker Sonneneinstrahlung oder hohen Temperaturen, da dies zu Blattverbrennungen führen kann. Besonders effektiv ist eine Blattdüngung während intensiver Wachstumsphasen, beispielsweise kurz vor der Blüte oder Fruchtbildung bei Gemüsepflanzen. Bei akutem Nährstoffmangel oder Stresssituationen durch Hitze, Trockenheit oder Schädlingsbefall kann eine sofortige Anwendung sinnvoll sein. Auch bei schlechter Bodenqualität, verdichteten Böden oder eingeschränkter Wurzelaufnahme ist der Zeitpunkt weniger kritisch, da die Versorgung über die Blätter die problematische Bodenaufnahme umgeht.
  4. Warum wird in dem Artikel die Kombination mit Spülmittel erwähnt?
    Die Zugabe eines Tropfens Spülmittel zur Nährstofflösung dient als Benetzungshilfsmittel und verbessert die Wirksamkeit der Blattdüngung erheblich. Spülmittel verringert die Oberflächenspannung der Lösung, wodurch sie sich gleichmäßiger auf der Blattoberfläche verteilt und nicht mehr in großen Tropfen abperlt. Diese bessere Benetzung führt zu einer größeren Kontaktfläche zwischen Nährstofflösung und Blatt, was die Aufnahme der Nährstoffe deutlich verbessert. Ohne Benetzungshilfe würde die Lösung oft nur punktuell auf den Blättern verbleiben oder schnell abfließen. Das Spülmittel wirkt als Spreizmittel und sorgt dafür, dass auch schwer benetzbare Blattoberflächen gleichmäßig mit der Nährstofflösung bedeckt werden. Wichtig ist dabei, nur einen sehr geringen Anteil zu verwenden, um die Pflanzen nicht zu schädigen.
  5. Welche Rolle spielen Amazon-Affiliate-Links bei der Produktauswahl?
    Amazon-Affiliate-Links im Artikel dienen der Monetarisierung der Inhalte und ermöglichen dem Autor eine Provision beim Verkauf empfohlener Produkte. Diese Links führen zu spezifischen Gartenprodukten wie Blattdüngern, Drucksprühern und Bodentestern, die für die praktische Umsetzung der beschriebenen Blattdüngung relevant sind. Für Leser bieten sie den Vorteil direkter Produktverweise und Verfügbarkeitsinformationen. Allerdings sollten Verbraucher bei Affiliate-Links kritisch bleiben und Produktempfehlungen hinterfragen, da diese nicht immer vollständig objektiv sind. Es empfiehlt sich, zusätzliche Produktbewertungen und Preisvergleiche durchzuführen. Die im Artikel verlinkten Produkte wie der Substral Universaldünger oder der Gloria Drucksprüher sind durchaus sinnvolle Werkzeuge für die Blattdüngung, jedoch sollten auch alternative Anbieter und Produkte in Betracht gezogen werden.
  6. Worin unterscheidet sich Blattdüngung von der herkömmlichen Bodendüngung?
    Blattdüngung und Bodendüngung unterscheiden sich grundlegend in ihrem Wirkungsmechanismus und ihrer Anwendung. Bei der Blattdüngung werden Nährstoffe direkt über die Blattoberfläche aufgenommen und stehen sofort zur Verfügung, während bei der Bodendüngung die Nährstoffe erst von den Wurzeln aus dem Boden aufgenommen werden müssen. Die Blattdüngung wirkt schneller, ist aber in ihrer Wirkungsdauer begrenzt und eignet sich besonders für Spurenelemente und akute Mangelerscheinungen. Bodendüngung hingegen bietet eine langfristige Nährstoffversorgung und verbessert die gesamte Bodenstruktur. Während die Wirksamkeit der Bodendüngung stark vom pH-Wert und der Bodenqualität abhängt, ist die Blattdüngung davon unabhängig. Allerdings kann Blattdüngung die Grundversorgung durch den Boden nicht ersetzen, sondern sollte als wertvolle Ergänzung verstanden werden.
  7. Wie verhält sich Foliarapplikation im Vergleich zur Wurzelaufnahme bei der Nährstoffversorgung?
    Foliarapplikation und Wurzelaufnahme unterscheiden sich erheblich in Geschwindigkeit und Effizienz der Nährstoffversorgung. Die Foliarapplikation ermöglicht eine direkte und schnelle Nährstoffaufnahme über die Spaltöffnungen und Blattoberfläche, wodurch Nährstoffe innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen verfügbar sind. Die Wurzelaufnahme dagegen ist ein langsamerer Prozess, der von Bodenbedingungen wie pH-Wert, Feuchtigkeit und Temperatur abhängt. Bei der Foliarapplikation werden geringere Nährstoffmengen benötigt, da keine Verluste durch Auswaschung oder Bodenfixierung auftreten. Allerdings ist die Aufnahmekapazität über die Blätter begrenzt und die Wirkung temporär. Die Wurzelaufnahme ermöglicht hingegen eine kontinuierliche Nährstoffversorgung und kann größere Nährstoffmengen verarbeiten. Optimal ist eine Kombination beider Methoden: Wurzelaufnahme für die Grundversorgung und Foliarapplikation für gezielte, schnelle Intervention.
  8. Welche Erfolge wurden bei Tomaten mit Magnesiummangel erzielt?
    Im Artikel wird ein konkreter Praxiserfolg bei Tomaten mit Magnesiummangel beschrieben. Die Pflanzen zeigten typische Symptome eines Magnesiummangels - gelbliche Verfärbungen zwischen den Blattadern, während die Adern selbst grün blieben. Durch eine gezielte Magnesium-Blattdüngung konnte das Problem überraschend schnell behoben werden. Die Blätter wurden bereits innerhalb weniger Tage wieder grün und die Pflanzen erholten sich erstaunlich rasch von den Mangelsymptomen. Dieser Erfolg zeigt die besondere Stärke der Blattdüngung bei akuten Nährstoffmängeln: Während eine Bodendüngung mit Magnesium deutlich länger gedauert hätte, bis die Nährstoffe über die Wurzeln aufgenommen und zu den Blättern transportiert worden wären, ermöglichte die direkte Blattapplikation eine sofortige Versorgung der betroffenen Pflanzenteile. Magnesium ist ein zentraler Bestandteil des Chlorophylls und daher essentiell für die Photosynthese.
  9. Wo kann man hochwertigen Blattdünger kaufen und worauf sollte man dabei achten?
    Hochwertigen Blattdünger erhalten Sie in Gartenfachgeschäften, Baumärkten mit Gartenabteilung und bei spezialisierten Online-Händlern. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl professioneller Blattdünger mit detaillierter Beratung zu Anwendung und Dosierung. Beim Kauf sollten Sie auf eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung achten, die zu Ihren Pflanzen und deren aktuellen Bedürfnissen passt. Wichtige Qualitätskriterien sind: vollständige Löslichkeit ohne Rückstände, pH-optimierte Formulierung, Zusatz von Benetzungshilfsmitteln und klare Dosierungsangaben. Vermeiden Sie Billigprodukte mit unklaren Inhaltsstoffangaben. Chelat-Dünger sind besonders wertvoll, da die Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form vorliegen. Achten Sie auf eine umweltschonende Zusammensetzung ohne bedenkliche Zusatzstoffe. Ein guter Blattdünger sollte verschiedene Spurenelemente enthalten und für verschiedene Pflanzenarten geeignet sein.
  10. Welche Auswahlkriterien sind beim Kauf von Spurenelementen wichtig?
    Beim Kauf von Spurenelementen für die Blattdüngung sind mehrere Qualitätskriterien entscheidend. Etablierte Gartencenter wie samen.de führen Spurenelementdünger mit optimaler Bioverfügbarkeit und detaillierter Produktinformation. Achten Sie auf chelatierte Spurenelemente, da diese von Pflanzen besser aufgenommen werden können als anorganische Formen. Die Konzentration sollte den Pflanzenbedürfnissen entsprechen - zu niedrig dosierte Produkte sind unwirksam, zu hoch konzentrierte können Schäden verursachen. Wichtig ist eine vollständige Deklaration aller Inhaltsstoffe mit genauen Prozentangaben. Der pH-Wert des Produkts sollte pflanzenverträglich sein, idealerweise im leicht sauren bis neutralen Bereich. Löslichkeit ohne Rückstände ist essentiell für die Blattanwendung. Qualitätshersteller geben klare Anwendungshinweise, Dosierungsempfehlungen und Wartezeiten an. Vermeiden Sie Produkte mit bedenklichen Zusatzstoffen oder unvollständigen Angaben zur Zusammensetzung.
  11. Welche Rolle spielt die Photosynthese bei der Aufnahme von Nährstoffen über die Blattoberfläche?
    Die Photosynthese spielt eine zentrale Rolle bei der Nährstoffaufnahme über die Blattoberfläche, da sie die metabolischen Prozesse antreibt, die für die Nährstoffverwertung notwendig sind. Während der Photosynthese öffnen sich die Spaltöffnungen zur CO₂-Aufnahme, was gleichzeitig die Aufnahme von Nährstoffen aus Blattdüngerlösungen erleichtert. Die durch Photosynthese erzeugte Energie (ATP) wird für aktive Transportprozesse benötigt, die Nährstoffe in die Pflanzenzellen schleusen. Bestimmte Nährstoffe wie Eisen und Magnesium sind direkt an der Photosynthese beteiligt - Eisen als Bestandteil der Elektronentransportkette und Magnesium als zentraler Baustein des Chlorophylls. Eine optimale Blattdüngung sollte daher zu Zeiten erfolgen, in denen die Photosynthese aktiv ist, aber starke Sonneneinstrahlung vermieden wird. Die photosynthetische Aktivität beeinflusst auch die Stoffwechselintensität der Pflanze und damit ihre Fähigkeit, aufgenommene Nährstoffe zu verwerten.
  12. Wie beeinflusst der Stoffwechsel der Pflanze die Wirksamkeit verschiedener Nährstofflösungen?
    Der Stoffwechsel der Pflanze ist entscheidend für die Wirksamkeit von Blattdüngerlösungen, da er bestimmt, wie effizient Nährstoffe aufgenommen, transportiert und verwertet werden. Ein aktiver Stoffwechsel mit hoher metabolischer Rate ermöglicht eine schnellere Nährstoffaufnahme und -verteilung in der Pflanze. Verschiedene Wachstumsphasen erfordern unterschiedliche Nährstoffe: Während der Blattbildung ist Stickstoff besonders wichtig, bei der Blüte werden Phosphor und Kalium verstärkt benötigt. Stresssituationen verlangsamen den Stoffwechsel und können die Aufnahme beeinträchtigen. Temperatur und Lichtbedingungen beeinflussen die Stoffwechselintensität erheblich - bei niedrigen Temperaturen ist der Metabolismus reduziert, bei optimalen Bedingungen maximal. Chelat-Nährstoffe werden aufgrund ihrer molekularen Struktur oft besser vom Stoffwechselsystem erkannt und aufgenommen. Die enzymatische Aktivität der Pflanze bestimmt, welche Nährstoffformen sie am besten verwerten kann. Daher sollten Blattdüngerlösungen auf die jeweilige Stoffwechselsituation der Pflanze abgestimmt werden.
  13. Welchen Einfluss haben Spaltöffnungen auf die Konzentration der Düngerlösung?
    Die Spaltöffnungen haben einen direkten Einfluss auf die optimale Konzentration von Blattdüngerlösungen, da sie den Hauptaufnahmeweg für gelöste Nährstoffe darstellen. Bei geöffneten Spaltöffnungen können niedrigere Konzentrationen verwendet werden, da die Aufnahme effizienter erfolgt. Geschlossene Stomata erfordern höhere Konzentrationen oder längere Einwirkzeiten, da die Aufnahme hauptsächlich über die Blattoberfläche erfolgen muss. Die Öffnungsweite der Spaltöffnungen variiert je nach Tageszeit, Luftfeuchtigkeit und Wasserstatus der Pflanze - morgens und abends sind sie typischerweise weiter geöffnet. Zu hohe Konzentrationen bei geöffneten Spaltöffnungen können zu einer Überdosierung und Blattschäden führen, da der direkte Zugang zu den Blattzellen eine intensive Wirkung ermöglicht. Verschiedene Pflanzenarten haben unterschiedliche Spaltöffnungsdichten und -größen, was die Konzentrationswahl beeinflusst. Die optimale Strategie ist eine angepasste Konzentration je nach Witterungsbedingungen und erwarteter Stomata-Aktivität.
  14. Wie wirken sich verschiedene Aufnahmemechanismen auf die Benetzung der Blätter aus?
    Die verschiedenen Aufnahmemechanismen der Blattdüngung stellen unterschiedliche Anforderungen an die Benetzung der Blätter. Bei der stomatären Aufnahme durch die Spaltöffnungen ist eine gleichmäßige Verteilung der Lösung entscheidend, um möglichst viele Stomata zu erreichen. Die kutikuläre Aufnahme über die Wachsschicht erfordert längere Benetzungszeiten und Benetzungshilfsmittel, da die Kutikula von Natur aus wasserabweisend ist. Hydrophile (wasserlösliche) Stoffe benötigen eine andere Benetzungsstrategie als lipophile (fettlösliche) Substanzen. Junge Blätter mit dünnerer Kutikula können bei geringerer Benetzungsintensität Nährstoffe aufnehmen, während ältere Blätter mit dicker Wachsschicht intensivere Benetzung benötigen. Die Blattoberfläche selbst variiert zwischen Pflanzenarten - glatte Blätter erfordern Benetzungshilfsmittel, während behaarte Blätter die Lösung länger halten. Aktive Transportprozesse in den Blattzellen werden durch optimale Benetzung gefördert, da sie eine konstante Nährstoffverfügbarkeit gewährleisten.
  15. Wie wendet man einen Drucksprüher korrekt für die Pflanze düngen an?
    Die korrekte Anwendung eines Drucksprühers für die Blattdüngung erfordert eine systematische Vorgehensweise. Zunächst sollten Sie den Sprüher gründlich reinigen und die Düse auf feinen Nebel einstellen, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten. Mischen Sie die Nährstofflösung nach Herstellerangaben an und füllen Sie sie in den gereinigten Behälter. Bauen Sie den erforderlichen Druck langsam auf und testen Sie die Sprühverteilung an einer kleinen Stelle. Sprühen Sie systematisch von oben nach unten und vergessen Sie nicht die Blattunterseiten, da dort die meisten Spaltöffnungen sitzen. Halten Sie einen Abstand von etwa 20-30 cm zu den Pflanzen ein, um eine gleichmäßige Benetzung ohne Übersättigung zu erreichen. Arbeiten Sie bei windstillen Bedingungen, um Abdrift zu vermeiden. Reinigen Sie den Sprüher nach jeder Anwendung gründlich, um Verstopfungen und Korrosion zu verhindern. Tragen Sie bei der Anwendung Schutzausrüstung und vermeiden Sie das Einatmen des Sprühnebels.
  16. Welche praktischen Schritte sind bei einer Stresssituation der Pflanzen zu beachten?
    Bei Pflanzenstress durch Hitze, Trockenheit oder Schädlingsbefall ist eine durchdachte Blattdüngungsstrategie besonders wichtig. Identifizieren Sie zunächst die Art des Stresses und wählen Sie entsprechende Nährstoffe: Bei Hitzestress helfen Kalium und Calcium zur Stärkung der Zellwände, bei Trockenstress unterstützen Magnesium und Spurenelemente den Wasserhaushalt. Reduzieren Sie die Nährstoffkonzentration, da gestresste Pflanzen empfindlicher reagieren können. Wählen Sie für die Anwendung die kühleren Tagesstunden, idealerweise früh morgens oder spät abends, um zusätzlichen Stress zu vermeiden. Kombinieren Sie die Nährstoffgabe mit sanfter Bewässerung, um die Wasserversorgung zu sichern. Beobachten Sie die Pflanzenreaktion genau und passen Sie die Behandlung entsprechend an. Bei schwerem Stress können mehrere kleine Gaben über wenige Tage effektiver sein als eine einmalige intensive Behandlung. Ergänzen Sie die Blattdüngung durch Stressreduzierung mittels Beschattung oder Windschutz. Warten Sie mit weiteren Pflegemaßnahmen, bis sich die Pflanzen erholt haben.
  17. Stimmt es, dass Blattverbrennungen bei ordnungsgemäßer Anwendung nicht auftreten?
    Bei korrekter Anwendung sind Blattverbrennungen durch Blattdüngung tatsächlich sehr selten, aber nicht völlig ausgeschlossen. Ordnungsgemäße Anwendung bedeutet die Einhaltung der empfohlenen Konzentrationen, die Wahl günstiger Witterungsbedingungen und die Berücksichtigung der Pflanzenart. Verbrennungen entstehen meist durch Überdosierung, Anwendung bei starker Sonneneinstrahlung oder hohen Temperaturen, sowie durch die Verwendung ungeeigneter Produkte. Besonders empfindliche Pflanzen oder junge Blätter können auch bei korrekter Dosierung reagieren. Salzhaltige Dünger sind problematischer als chelatierte Formen. Die Zugabe von Benetzungshilfsmitteln kann das Risiko sowohl verringern (durch gleichmäßigere Verteilung) als auch erhöhen (durch intensivere Penetration). Ein schrittweises Vorgehen mit zunächst niedrigeren Konzentrationen ist daher ratsam. Bei ersten Anzeichen von Blattschäden sollte die Behandlung sofort eingestellt und die betroffenen Blätter mit klarem Wasser abgespült werden. Präventiv ist es besser, öfter mit niedrigeren Konzentrationen zu behandeln als selten und hoch dosiert.
  18. Seit wann wird Blattdüngung in der modernen Gartenpflege eingesetzt?
    Die Blattdüngung als praktikable Methode wurde in den 1950er Jahren in der Landwirtschaft etabliert und fand von dort aus Eingang in die private Gartenpflege. Obwohl erste Experimente mit Blattdüngung bereits im 19. Jahrhundert dokumentiert sind, fehlten damals die technischen Möglichkeiten und das wissenschaftliche Verständnis für eine effektive Anwendung. In den 1950er und 60er Jahren entwickelte sich mit der Verfügbarkeit spezieller Sprühgeräte und verbesserter Düngerformulierungen die moderne Blattdüngung. Die Entdeckung der Bedeutung von Spurenelementen und die Entwicklung chelatierter Nährstoffe in den 1970er Jahren revolutionierte die Methode zusätzlich. In der Hobbygärtnerei etablierte sich die Blattdüngung besonders ab den 1980er Jahren, als entsprechende Produkte für Privatanwender verfügbar wurden. Heute ist sie ein standardisiertes Verfahren sowohl im professionellen Gartenbau als auch in der privaten Gartenpflege, mit kontinuierlicher Weiterentwicklung in Richtung umweltschonender und pflanzenschonender Formulierungen.
  19. Was unterscheidet Spritzung von anderen Formen der Blatternährung?
    Spritzung ist die häufigste Form der Blatternährung und zeichnet sich durch die direkte Applikation flüssiger Nährstofflösungen mittels Sprühgeräten aus. Im Gegensatz zu anderen Methoden wie dem Tauchen oder Streichen ermöglicht die Spritzung eine großflächige, gleichmäßige Behandlung vieler Pflanzen in kurzer Zeit. Die Tröpfchengröße lässt sich durch verschiedene Düsen kontrollieren - feiner Nebel für zarte Blätter, gröbere Tropfen für robuste Pflanzen. Anders als bei der Staubapplikation (selten verwendet) oder der Begasung ist bei der Spritzung eine präzise Dosierung möglich. Die Spritzung ermöglicht auch die Behandlung der Blattunterseiten, wo sich die meisten Spaltöffnungen befinden. Im Vergleich zur Tauchanwendung, die bei Topfpflanzen möglich ist, ist die Spritzung auch bei großen, fest verwurzelten Pflanzen anwendbar. Die Methode erlaubt außerdem die Kombination mit anderen Pflanzenschutzmaßnahmen in einem Arbeitsgang. Moderne Spritzverfahren können auch Zusätze wie Benetzungsmittel oder Haftverbesserer einschließen.
  20. Wie grenzt sich Sprühdüngung von der klassischen Oberflächendüngung ab?
    Sprühdüngung und klassische Oberflächendüngung unterscheiden sich fundamental in Anwendungsweise und Wirkungsmechanismus. Bei der Sprühdüngung werden flüssige Nährstofflösungen direkt auf die Blattoberfläche aufgebracht und über Spaltöffnungen sowie die Blattkutikula aufgenommen. Die klassische Oberflächendüngung hingegen bringt feste oder flüssige Dünger auf die Bodenoberfläche aus, von wo sie über Regenwasser oder Bewässerung in den Boden eindringen und von den Wurzeln aufgenommen werden. Die Sprühdüngung wirkt innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen, während Oberflächendüngung Tage bis Wochen für die volle Wirkung benötigt. Bei der Sprühdüngung sind deutlich geringere Nährstoffmengen erforderlich, da keine Bodenverluste durch Auswaschung oder Fixierung auftreten. Die Oberflächendüngung bietet hingegen eine längerfristige Nährstoffversorgung und verbessert gleichzeitig die Bodenstruktur. Optimal ist eine Kombination beider Methoden: Oberflächendüngung für die Grundversorgung und Sprühdüngung für gezielte, schnelle Interventionen.
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