Blumenwiesen: Natürliche Klimaanlagen für unsere Städte

Blumenwiesen: Natürliche Klimaanlagen für unsere Städte

Blumenwiesen sind mehr als nur hübsche Farbtupfer in der Landschaft. Sie spielen eine entscheidende Rolle für unser lokales Klima, besonders in Städten.

Das Wichtigste auf einen Blick: Blumenwiesen als Klimahelden

  • Blumenwiesen kühlen die Umgebung durch Verdunstung
  • Sie verbessern das Mikroklima in Städten
  • Blumenwiesen mildern den Urban Heat Island Effekt
  • Sie fördern die Biodiversität und binden CO2

Was genau ist eine Blumenwiese?

Eine Blumenwiese ist mehr als nur ein bunter Blumenteppich. Es handelt sich um ein komplexes Ökosystem aus verschiedenen Gräsern, Kräutern und Blumen. Im Gegensatz zum kurz geschnittenen Rasen bietet eine Blumenwiese eine Vielfalt an Pflanzenarten, die sich gegenseitig ergänzen und unterschiedliche ökologische Nischen besetzen.

Mikroklima in Städten: Warum es so wichtig ist

Das Mikroklima beschreibt die klimatischen Bedingungen in einem kleinen, abgegrenzten Bereich. In Städten ist das Mikroklima besonders relevant, da hier oft höhere Temperaturen herrschen als im Umland. Dieses Phänomen nennt man den städtischen Wärmeinseleffekt. Grünflächen wie Blumenwiesen können diesen Effekt abmildern und für angenehmere Temperaturen sorgen.

Blumenwiesen und lokales Klima: Eine natürliche Partnerschaft

Blumenwiesen beeinflussen das lokale Klima auf vielfältige Weise. Durch ihre Verdunstungsleistung kühlen sie die Umgebungsluft. Zudem speichern sie Regenwasser und geben es langsam wieder ab, was zu einer höheren Luftfeuchtigkeit führt. Die Pflanzen binden auch Staub und Schadstoffe aus der Luft, was die Luftqualität verbessert.

Die wissenschaftlichen Grundlagen: Mikroklima verstehen

Was ist ein Mikroklima?

Ein Mikroklima ist das Klima in einem räumlich begrenzten Bereich, der sich von seiner Umgebung unterscheidet. Es wird von Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Vegetation, Bebauung und Topografie beeinflusst. In Städten können sich Mikroklimata von Straße zu Straße unterscheiden.

Einflussfaktoren auf das Mikroklima

Verschiedene Faktoren beeinflussen das Mikroklima:

  • Oberflächenbeschaffenheit (z.B. Asphalt vs. Grünfläche)
  • Bebauungsdichte
  • Vorhandensein von Wasser
  • Vegetation
  • Windverhältnisse

Thermodynamik von Pflanzen und Böden

Pflanzen und Böden spielen eine wichtige Rolle in der Thermodynamik eines Mikroklimas. Pflanzen nehmen Sonnenergie auf und nutzen sie für die Photosynthese. Dabei verdunsten sie Wasser, was einen kühlenden Effekt hat. Böden speichern Wärme und geben sie langsam wieder ab, was zu einer Temperaturpufferung führt.

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Blumenwiesen als natürliche Klimaanlagen

Evapotranspiration: Der natürliche Kühleffekt

Evapotranspiration ist die Kombination aus Verdunstung von Wasser aus dem Boden und der Transpiration der Pflanzen. Dieser Prozess entzieht der Umgebung Wärme und kühlt sie ab. Eine Blumenwiese kann an einem heißen Sommertag bis zu 3 Liter Wasser pro Quadratmeter verdunsten, was einer Kühlleistung von etwa 2 kWh entspricht.

Der Albedo-Effekt von Blumenwiesen

Die Albedo beschreibt das Rückstrahlvermögen einer Oberfläche. Blumenwiesen haben eine höhere Albedo als dunkle Oberflächen wie Asphalt. Sie reflektieren mehr Sonnenlicht und erwärmen sich daher weniger stark. Dies trägt zusätzlich zur Kühlung der Umgebung bei.

Vergleich mit anderen Oberflächen

Im Vergleich zu anderen Oberflächen schneiden Blumenwiesen in Bezug auf ihre kühlende Wirkung sehr gut ab:

  • Asphalt: Erwärmt sich stark und speichert Hitze
  • Rasen: Kühlt durch Verdunstung, aber weniger effektiv als Blumenwiesen
  • Blumenwiese: Hohe Kühlleistung durch Verdunstung und Reflexion

Urban Heat Island Effekt: Die Herausforderung für Städte

Was ist der Urban Heat Island Effekt?

Der Urban Heat Island Effekt beschreibt das Phänomen, dass Städte oft wärmer sind als ihr Umland. Dies wird verursacht durch:

  • Dunkle Oberflächen, die Wärme speichern
  • Mangel an Vegetation
  • Abwärme von Gebäuden und Verkehr
  • Verringerte Luftzirkulation durch Bebauung

Auswirkungen auf die Stadtbevölkerung

Der Urban Heat Island Effekt hat erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität in Städten. Er führt zu:

  • Erhöhtem Energieverbrauch für Klimaanlagen
  • Gesundheitsrisiken, besonders für ältere Menschen und Kinder
  • Verschlechterung der Luftqualität
  • Stress für Stadtbäume und -pflanzen

Wie Blumenwiesen den UHI-Effekt mildern

Blumenwiesen können einen wichtigen Beitrag zur Milderung des Urban Heat Island Effekts leisten:

  • Sie kühlen durch Verdunstung und Reflexion
  • Sie verbessern die Luftqualität
  • Sie fördern die Biodiversität und schaffen Lebensräume für Tiere
  • Sie tragen zur CO2-Bindung bei

Durch die Integration von Blumenwiesen in die Stadtplanung können Städte nicht nur ästhetisch aufgewertet, sondern auch klimaresilienter gestaltet werden. Jeder Quadratmeter Blumenwiese trägt dazu bei, das städtische Mikroklima zu verbessern und die Lebensqualität der Bewohner zu steigern.

Biodiversität und Mikroklima: Ein Zusammenspiel

Blumenwiesen sind nicht nur schön anzusehen, sondern spielen auch eine wichtige Rolle für unser lokales Klima. Aber wie hängen Artenvielfalt und Klimaregulierung zusammen?

Der Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Klimaregulierung

Je vielfältiger eine Blumenwiese ist, desto besser kann sie das Mikroklima beeinflussen. Verschiedene Pflanzenarten haben unterschiedliche Wurzelsysteme, Blattformen und Wuchshöhen. Diese Vielfalt sorgt für eine bessere Bodendurchlüftung und Wasserspeicherung. Zudem reflektieren verschiedene Pflanzen das Sonnenlicht unterschiedlich, was zu einer ausgewogeneren Temperaturverteilung führt.

Insekten und andere Kleintiere in Blumenwiesen

Eine artenreiche Blumenwiese bietet Insekten und Kleintieren Nahrung und Unterschlupf. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Krabbeltiere finden hier ein Zuhause. Diese Tierchen tragen zur Klimaregulierung bei, indem sie den Boden durchlüften oder Pflanzen bestäuben. Es entsteht ein kleines Ökosystem im Miniaturformat.

Ökosystemdienstleistungen von artenreichen Grünflächen

Blumenwiesen leisten viel für uns Menschen. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, speichern Kohlenstoff und regulieren den Wasserhaushalt. Besonders in Städten sind diese grünen Oasen wertvoll. Sie kühlen die Umgebung und verbessern das Leben in der Stadt - ganz ohne Stromverbrauch.

Frische Luft dank Blumenwiesen

In Städten kann die Luft oft stickig sein. Blumenwiesen können hier eine positive Wirkung haben.

Filterung von Luftschadstoffen

Die Blätter und Stängel der Wiesenpflanzen fangen Staub und Schadstoffe ein. Sie wirken wie ein natürlicher Luftfilter. Besonders effektiv sind Pflanzen mit rauen oder klebrigen Blättern. Sie fangen Feinstaub ein, der sonst in unseren Lungen landen würde.

Produktion von Sauerstoff

Durch Photosynthese produzieren die Pflanzen Sauerstoff. Eine 100 Quadratmeter große Blumenwiese kann den Tagesbedarf an Sauerstoff für eine Person decken. Eine Stadt voller Blumenwiesen könnte beachtliche Mengen frischer Luft produzieren.

Reduzierung von Feinstaub

Feinstaub ist besonders in Städten problematisch. Blumenwiesen können helfen, indem sie Partikel aus der Luft filtern und binden. Die Pflanzen fangen den Staub ein, der dann beim nächsten Regen abgewaschen wird. So gelangt er in den Boden statt in unsere Atemwege.

Wassermanagement: Blumenwiesen als natürliche Wasserspeicher

Wasser ist lebenswichtig - und Blumenwiesen gehen effizient damit um. Sie können Wasser speichern und verbessern die Bodenstruktur.

Wasserrückhaltevermögen von Blumenwiesen

Eine gesunde Blumenwiese kann große Mengen Wasser aufnehmen und speichern. Die verschiedenen Wurzelsysteme der Pflanzen bilden ein unterirdisches Netzwerk, das wie ein Schwamm wirkt. Bei starkem Regen verhindert dies Überschwemmungen, und in Trockenzeiten gibt der Boden das gespeicherte Wasser langsam wieder ab.

Verbesserung der Bodenstruktur

Die Wurzeln der Wiesenpflanzen lockern den Boden auf und machen ihn durchlässiger. Abgestorbene Pflanzenteile werden von Bodenlebewesen zersetzt und bilden Humus. Dieser speichert Wasser und Nährstoffe. So entsteht ein sich selbst erhaltender Kreislauf.

Auswirkungen auf den lokalen Wasserkreislauf

Blumenwiesen beeinflussen den gesamten Wasserkreislauf positiv. Sie fördern das Versickern von Regenwasser im Boden statt oberflächlichen Abflusses. Dies füllt das Grundwasser auf und hält die Feuchtigkeit in der Umgebung. An heißen Tagen verdunsten die Pflanzen Wasser und kühlen so die Umgebung - wie eine natürliche Klimaanlage.

Insgesamt sind Blumenwiesen vielseitig in Bezug auf Klimaregulierung und Umweltschutz. Sie bieten ein Zuhause für viele Tier- und Pflanzenarten und helfen uns, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Vielleicht finden auch Sie Platz für eine kleine Blumenwiese in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon?

Blumenwiesen in der Stadtplanung: Praktische Umsetzung und Vielfalt

Integration von Blumenwiesen in urbane Räume

Die Einbindung von Blumenwiesen in städtische Gebiete stellt Stadtplaner vor interessante Aufgaben. Während man bei urbanen Grünflächen oft an kurz gemähte Rasenflächen denkt, bieten Blumenwiesen mehr: Sie sind ästhetisch ansprechend und ökologisch wertvoll. In meiner Heimatstadt begannen wir, Verkehrsinseln und Straßenränder mit Wildblumen zu bepflanzen. Das Ergebnis war beeindruckend - überall summte und brummte es!

Herausforderungen und Lösungsansätze

Bei der Umsetzung gibt es natürlich Hürden. Manche Bürger äußern Bedenken wegen eines vermeintlich "ungepflegten" Aussehens. Aufklärung und Schaubeete helfen hier. Eine weitere Herausforderung ist die Anpassung der Pflegekonzepte. Statt wöchentlichem Mähen sind nun nur noch ein bis zwei Schnitte pro Jahr erforderlich. Dies erfordert ein Umdenken in den Grünflächenämtern.

Erfolgreiche Beispiele aus verschiedenen Städten

Mittlerweile gibt es bemerkenswerte Projekte. In München wurden große Flächen im Olympiapark in blühende Wiesen umgewandelt. Frankfurt am Main initiierte das Programm "Frankfurt frischt auf", bei dem Bürger Patenschaften für Baumscheiben übernehmen und diese mit Wildblumen bepflanzen. Meine Nachbarstadt bietet sogar einen "Blühenden Wanderweg", der durch verschiedene Blumenwiesen führt.

Vielfalt der Blumenwiesen für jeden Standort

Trockenwiesen

Trockenwiesen sind robust und kommen mit kargen Böden und wenig Wasser zurecht. Typische Arten sind Wiesensalbei, Thymian und Karthäusernelke. In meinem Garten habe ich eine kleine Trockenwiesenfläche angelegt - es ist faszinierend zu beobachten, wie die Pflanzen auch in heißen Sommern gedeihen.

Feuchtwiesen

Feuchtwiesen hingegen bevorzugen nasse Standorte. Sie eignen sich ideal für Senken oder Uferbereiche. Hier fühlen sich Sumpfdotterblume, Blutweiderich und verschiedene Seggenarten wohl. Ein nahegelegenes Naturschutzgebiet beherbergt wunderschöne Feuchtwiesen - ein Paradies für Libellen und Amphibien.

Schattentolerante Mischungen

Auch im Schatten können Blumenwiesen gedeihen. Waldmeister, Akelei und Buschwindröschen sind typische Vertreter. In einem schattigen Bereich unter alten Bäumen säte ich vor Jahren eine solche Mischung aus. Inzwischen hat sich dort ein kleines Blütenparadies entwickelt, das besonders im Frühling bezaubert.

Angepasste Mischungen für extreme urbane Bedingungen

Städte stellen besondere Anforderungen an Pflanzen. Hitze, Trockenheit und manchmal auch Salzbelastung durch Streusalz im Winter sind Herausforderungen. Spezielle Mischungen mit robusten Arten wie Schafgarbe, Hornklee und Färberkamille trotzen diesen Bedingungen. Auf einem alten Industriegelände in unserer Stadt wurde eine solche Mischung ausgebracht - es ist beeindruckend, wie die Natur auch unwirtliche Orte zurückerobert.

Pflege und Erhaltung von Blumenwiesen

Mähregime und dessen Auswirkungen auf das Mikroklima

Die richtige Pflege ist wichtig für den Erfolg einer Blumenwiese. Anders als beim Rasen gilt hier: Weniger ist mehr. Ein bis zwei Schnitte pro Jahr genügen meist. Der erste Schnitt erfolgt üblicherweise Ende Juni, der zweite im September. Dies ermöglicht den Pflanzen zu blühen und Samen zu bilden. Gleichzeitig beeinflusst es das Mikroklima positiv: Die höhere Vegetation speichert mehr Feuchtigkeit und kühlt die Umgebung.

Bewässerung in Trockenperioden

Etablierte Blumenwiesen kommen in der Regel ohne zusätzliche Bewässerung aus. In extremen Dürreperioden kann eine gelegentliche Wassergabe jedoch sinnvoll sein. Dabei gilt: Lieber selten, dafür aber durchdringend gießen. So werden die Pflanzen angeregt, tiefer zu wurzeln. In meinem Garten habe ich beobachtet, dass eine Mulchschicht aus Grasschnitt die Feuchtigkeit im Boden länger hält.

Nachsaat und Regeneration

Mit der Zeit können einzelne Arten aus der Wiese verschwinden oder andere dominant werden. Hier hilft eine gezielte Nachsaat. Besonders effektiv ist das Ausbringen von Samen im Herbst oder zeitigen Frühjahr. Eine andere Methode, die ich selbst ausprobiert habe, ist das Einbringen von "Heublumen". Dabei wird Mahdgut von artenreichen Wiesen auf die zu regenerierende Fläche aufgebracht. So gelangen nicht nur Samen, sondern auch wertvolle Kleinstlebewesen in die Wiese.

Die Pflege von Blumenwiesen mag anfangs ungewohnt erscheinen, besonders wenn man an akkurat gepflegte Rasenflächen gewöhnt ist. Doch mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür, wann und wie eingegriffen werden muss. Es ist eine Freude zu beobachten, wie sich die Wiese im Laufe der Jahre entwickelt und welche neuen Arten sich einfinden. Jede Blumenwiese ist ein kleines Ökosystem für sich - und ein wichtiger Baustein für mehr Biodiversität und ein besseres Stadtklima.

Messbare Auswirkungen auf das lokale Klima

Blumenwiesen beeinflussen das lokale Klima, besonders in städtischen Gebieten. Dieser Effekt lässt sich anhand verschiedener messbarer Faktoren nachweisen.

Temperaturunterschiede zwischen Blumenwiesen und versiegelten Flächen

Studien zeigen, dass Blumenwiesen im Vergleich zu versiegelten Flächen wie Asphalt oder Beton deutlich kühlere Oberflächentemperaturen aufweisen. An heißen Sommertagen kann der Unterschied bis zu 10°C betragen. Dies liegt an der Verdunstungskühlung der Pflanzen und der geringeren Wärmeabsorption des natürlichen Bodens.

Luftfeuchtigkeitsveränderungen

Blumenwiesen erhöhen die Luftfeuchtigkeit in ihrer Umgebung. Durch die Transpiration der Pflanzen wird Wasser in die Atmosphäre abgegeben, was zu einem angenehmeren Mikroklima führt. In trockenen Sommermonaten kann dies den Unterschied zwischen stickiger Hitze und erträglichen Temperaturen ausmachen.

Langzeiteffekte auf das Stadtklima

Bei großflächiger Anwendung können Blumenwiesen das Stadtklima nachhaltig verbessern. Sie tragen zur Reduzierung des Urban Heat Island Effekts bei, indem sie die durchschnittliche Temperatur in Städten senken. Langzeitstudien deuten darauf hin, dass eine Zunahme von Grünflächen um 10% die Durchschnittstemperatur einer Stadt um bis zu 0,6°C senken kann.

Wirtschaftliche Aspekte

Die Anlage von Blumenwiesen hat nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile.

Kosten-Nutzen-Analyse: Blumenwiesen vs. konventionelle Grünflächen

Obwohl die Erstanlage einer Blumenwiese etwas teurer sein kann als die eines Standardrasens, sind die Pflegekosten auf lange Sicht deutlich geringer. Blumenwiesen benötigen weniger Mähvorgänge, keine Düngung und meist keine Bewässerung. Über einen Zeitraum von fünf Jahren können die Pflegekosten um bis zu 70% niedriger ausfallen als bei konventionellen Grünflächen.

Potenzielle Einsparungen bei Klimaanlagen und Energiekosten

Der kühlende Effekt von Blumenwiesen kann zu erheblichen Energieeinsparungen führen. Gebäude in der Nähe von Grünflächen benötigen weniger Klimatisierung. Schätzungen zufolge können die Kühlkosten um 10-30% gesenkt werden, abhängig von der Größe und Lage der Grünflächen.

Wertsteigerung von Immobilien in der Nähe von Blumenwiesen

Immobilien in der Nähe von attraktiven Grünflächen erzielen oft höhere Preise. Studien zeigen, dass der Wert von Wohnimmobilien in der Umgebung von gut gepflegten Grünflächen um 5-20% steigen kann. Blumenwiesen tragen nicht nur zur Ästhetik bei, sondern verbessern auch die Lebensqualität, was sich positiv auf den Immobilienmarkt auswirkt.

Zukunftsperspektiven

Die Bedeutung von Blumenwiesen für das Stadtklima wird in Zukunft weiter zunehmen.

Forschungsbedarf und laufende Studien

Aktuell laufen mehrere Forschungsprojekte, die die langfristigen Auswirkungen von Blumenwiesen auf das Stadtklima untersuchen. Besonders interessant sind Studien zur Optimierung von Saatgutmischungen für verschiedene städtische Mikroklimate und zur Quantifizierung der CO2-Bindung durch urbane Blumenwiesen.

Potenzial für großflächige Umsetzung in Städten

Viele Städte erkennen das Potenzial von Blumenwiesen und integrieren sie in ihre Stadtplanungskonzepte. Es gibt Bestrebungen, ungenutzte Flächen, Verkehrsinseln und sogar Dachflächen in blühende Oasen zu verwandeln. Einige Städte haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil an Blumenwiesen in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln.

Integration in Klimaanpassungsstrategien

Blumenwiesen werden zunehmend als wichtiger Bestandteil von Klimaanpassungsstrategien anerkannt. Sie helfen nicht nur bei der Temperaturregulierung, sondern tragen auch zum Hochwasserschutz und zur Luftreinhaltung bei. Städteplaner arbeiten daran, Blumenwiesen systematisch in Konzepte zur Klimaresilienz einzubinden.

Blumenwiesen: Wichtige Elemente für eine lebenswerte Stadt

Blumenwiesen sind weit mehr als nur schöne Naturelemente in unseren Städten. Sie sind wichtige Werkzeuge im Kampf gegen den Klimawandel und für eine lebenswerte Umwelt. Ihre Fähigkeit, das Mikroklima zu regulieren, Biodiversität zu fördern und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile zu bieten, macht sie zu einem wichtigen Element nachhaltiger Stadtentwicklung.

Als Stadtplaner, Politiker oder engagierte Bürger haben wir die Möglichkeit, aktiv zur Verbreitung von Blumenwiesen beizutragen. Jede neu angelegte Blumenwiese, sei sie noch so klein, ist ein Schritt in Richtung einer grüneren, kühleren und lebendigeren Stadt. Gemeinsam können wir daran arbeiten, unsere urbanen Räume in blühende Landschaften zu verwandeln – für uns und für zukünftige Generationen.

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was sind Blumenwiesensamen und welche Vorteile bieten sie für das Stadtklima?
    Blumenwiesensamen enthalten Mischungen verschiedener Wildblumen, Gräser und Kräuter, die natürliche Ökosysteme bilden. Sie bieten erhebliche Vorteile für das Stadtklima: Durch Evapotranspiration kühlen sie die Umgebung um bis zu 10°C gegenüber versiegelten Flächen. Die entstehenden Blumenwiesen wirken als natürliche Klimaanlagen mit einer Kühlleistung von etwa 2 kWh pro Quadratmeter. Sie mildern den Urban Heat Island Effekt, verbessern die Luftqualität durch Filterung von Schadstoffen und Feinstaub, und fördern die Biodiversität. Zusätzlich speichern sie Regenwasser wie ein natürlicher Schwamm, produzieren Sauerstoff und binden CO2. Qualitätsorientierte Anbieter wie samen.de bieten speziell zusammengestellte Mischungen für verschiedene urbane Standortbedingungen.
  2. Wie funktioniert die Evapotranspiration bei Blumenwiesen und welche Auswirkungen hat sie auf das Mikroklima?
    Evapotranspiration ist die Kombination aus Bodenverdunstung und Pflanzentranspiration. Blumenwiesen nehmen Wasser über ihre Wurzeln auf und geben es über Blätter und Stängel an die Atmosphäre ab. Dieser Prozess entzieht der Umgebung Wärme und erzeugt einen natürlichen Kühleffekt. An heißen Sommertagen kann eine Blumenwiese bis zu 3 Liter Wasser pro Quadratmeter verdunsten, was einer Kühlleistung von etwa 2 kWh entspricht. Die verschiedenen Pflanzenarten in einer artenreichen Mischung haben unterschiedliche Wurzeltiefen und Blattstrukturen, was die Evapotranspiration optimiert. Das Mikroklima wird durch erhöhte Luftfeuchtigkeit, niedrigere Temperaturen und verbesserte Luftzirkulation positiv beeinflusst. Diese natürliche Klimatisierung funktioniert ohne Energieverbrauch und trägt zur Temperaturregulierung in städtischen Bereichen bei.
  3. Welche Rolle spielen Wildblumenwiesen bei der Bekämpfung des Urban Heat Island Effekts?
    Wildblumenwiesen sind ein wirksames Instrument gegen den Urban Heat Island Effekt, bei dem Städte wärmer werden als ihr Umland. Sie bekämpfen diesen Effekt durch mehrere Mechanismen: Die Verdunstungskühlung senkt die Oberflächentemperaturen erheblich, während der höhere Albedo-Wert mehr Sonnenlicht reflektiert als dunkle Oberflächen. Wildblumenwiesen ersetzen wärmespeichernde Materialien wie Asphalt durch kühlende Vegetation. Bei großflächiger Anwendung können sie die Durchschnittstemperatur einer Stadt um bis zu 0,6°C senken, wenn der Grünflächenanteil um 10% erhöht wird. Sie verbessern die Luftzirkulation, reduzieren die Wärmeabstrahlung und schaffen kühlere Mikroklimate. Zudem filtern sie Schadstoffe aus der Luft und produzieren Sauerstoff, was zusätzlich zur Verbesserung des städtischen Klimas beiträgt.
  4. Welche messbaren Temperaturunterschiede entstehen zwischen Blumenwiesen und versiegelten Flächen?
    Studien zeigen deutliche messbare Temperaturunterschiede zwischen Blumenwiesen und versiegelten Flächen. An heißen Sommertagen können Blumenwiesen bis zu 10°C kühlere Oberflächentemperaturen aufweisen als Asphalt oder Beton. Diese erheblichen Unterschiede entstehen durch die Verdunstungskühlung der Pflanzen und die geringere Wärmeabsorption des natürlichen Bodens. Während sich Asphalt stark erwärmt und Hitze speichert, reflektieren Blumenwiesen mehr Sonnenlicht und kühlen durch Evapotranspiration. Die Lufttemperatur über Blumenwiesen liegt typischerweise 2-5°C niedriger als über versiegelten Flächen. Zusätzlich erhöhen Blumenwiesen die relative Luftfeuchtigkeit um 5-15%, was das Wärmegefühl weiter reduziert. Diese messbaren Effekte machen Blumenwiesen zu wertvollen Elementen der klimaangepassten Stadtplanung.
  5. Wie hoch ist die Kühlleistung einer Blumenwiese pro Quadratmeter?
    Die Kühlleistung einer Blumenwiese beträgt etwa 2 kWh pro Quadratmeter an heißen Sommertagen. Diese beeindruckende Leistung entsteht durch die Evapotranspiration, bei der bis zu 3 Liter Wasser pro Quadratmeter verdunstet werden können. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Klimaanlage verbraucht für die gleiche Kühlleistung erheblich mehr Energie. Die Kühlleistung variiert je nach Pflanzenartenzusammensetzung, Bodenfeuchtigkeit und Witterungsbedingungen. Artenreiche Mischungen mit verschiedenen Wurzeltiefen und Blattstrukturen optimieren diese Leistung. Die natürliche Klimatisierung funktioniert dabei vollkommen energiefrei und nachhaltig. Bei großflächiger Anwendung können Blumenwiesen die Kühlkosten von Gebäuden um 10-30% reduzieren. Diese Effizienz macht sie zu kostengünstigen und umweltfreundlichen Alternativen zu technischen Kühlsystemen in der Stadtplanung.
  6. Worin unterscheiden sich Trockenwiesen von Feuchtwiesen in ihrer klimatischen Wirkung?
    Trockenwiesen und Feuchtwiesen haben unterschiedliche klimatische Wirkungen aufgrund ihrer Standortanpassung und Pflanzenartenzusammensetzung. Trockenwiesen mit Arten wie Wiesensalbei, Thymian und Karthäusernelke sind robust und kommen mit kargen Böden zurecht. Sie haben eine moderate Evapotranspiration und wirken hauptsächlich durch Reflexion und Luftfilterung. Ihre Kühlleistung ist geringer, aber sie benötigen keine zusätzliche Bewässerung. Feuchtwiesen hingegen, mit Sumpfdotterblume und Blutweiderich, haben eine deutlich höhere Verdunstungsleistung und stärkeren Kühleffekt. Sie speichern mehr Wasser und geben kontinuierlich Feuchtigkeit ab, was zu einem kühleren und feuchteren Mikroklima führt. Feuchtwiesen sind besonders effektiv bei der Temperaturregulierung, benötigen aber geeignete feuchte Standorte. Beide Wiesentypen tragen wertvoll zur Klimaregulierung bei, je nach den örtlichen Gegebenheiten.
  7. Welche Unterschiede bestehen zwischen einer Wildblumenwiese und einem konventionellen Rasen bezüglich der Klimaregulierung?
    Wildblumenwiesen übertreffen konventionellen Rasen deutlich in der Klimaregulierung. Während kurz geschnittener Rasen eine begrenzte Verdunstungsleistung hat, bieten Wildblumenwiesen durch ihre Artenvielfalt und verschiedene Vegetationsschichten eine wesentlich höhere Evapotranspiration. Die unterschiedlichen Wurzeltiefen ermöglichen besseren Zugang zu Bodenfeuchtigkeit und kontinuierliche Wasserverdunstung. Wildblumenwiesen reflektieren Sonnenlicht effektiver durch ihre variierende Blattstruktur und erreichen eine deutlich höhere Kühlleistung pro Quadratmeter. Zudem speichern sie mehr CO2, filtern Schadstoffe besser aus der Luft und bieten Lebensraum für bestäubende Insekten. Konventioneller Rasen benötigt regelmäßiges Mähen, Düngen und oft Bewässerung, während Wildblumenwiesen pflegeextensiv sind. Die höhere Biodiversität in Wildblumenwiesen schafft stabilere Ökosysteme mit verbesserter Widerstandsfähigkeit gegen Klimaextreme.
  8. Was ist der Albedo-Effekt von Blumenwiesen und wie trägt er zur Kühlung bei?
    Der Albedo-Effekt beschreibt das Rückstrahlvermögen einer Oberfläche - also wie viel Sonnenlicht reflektiert wird. Blumenwiesen haben einen deutlich höheren Albedo-Wert als dunkle Oberflächen wie Asphalt oder Beton. Während Asphalt nur etwa 5-15% des Sonnenlichts reflektiert, erreichen Blumenwiesen Werte von 20-30%. Die verschiedenen Blattformen, -farben und -strukturen in einer artenreichen Mischung optimieren diese Reflexion. Helle Blüten und silbrig-grüne Blätter vieler Wildpflanzen verstärken diesen Effekt zusätzlich. Durch die höhere Reflexion erwärmen sich Blumenwiesen weniger stark als versiegelte Flächen, was direkt zur Umgebungskühlung beiträgt. Dieser physikalische Effekt wirkt unabhängig von der Bodenfeuchtigkeit und ergänzt die Verdunstungskühlung. Die Kombination aus Albedo-Effekt und Evapotranspiration macht Blumenwiesen zu besonders effizienten natürlichen Kühlsystemen für städtische Bereiche.
  9. Wo kann man hochwertige Blumenwiesensamen für klimafreundliche Stadtbegrünung kaufen?
    Für klimafreundliche Stadtbegrünung sollten Sie auf spezialisierte Anbieter setzen, die qualitativ hochwertige und standortangepasste Mischungen anbieten. Samen.de, als etablierter Saatgutspezialist, führt ein breites Sortiment an Blumenwiesensamen für verschiedene urbane Bedingungen. Wichtige Bezugsquellen sind Gartenfachgeschäfte, spezialisierte Online-Shops und regionale Saatgutproduzenten. Achten Sie auf Anbieter, die regionaltypische Mischungen anbieten und Beratung zu Standortbedingungen bieten. Qualitätskriterien sind zertifiziertes Saatgut, hohe Keimfähigkeit und Anpassung an lokale Klimabedingungen. Viele Kommunen arbeiten mit Fachbetrieben zusammen, die spezielle Mischungen für Hitzemilderung entwickelt haben. Wildpflanzengärtnereien und Bioland-Betriebe sind weitere gute Quellen. Beim Kauf sollten Sie auf Herkunft, Reinheit und Eignung für urbane Stressfaktoren wie Hitze, Trockenheit und Streusalzbelastung achten.
  10. Welche Wildblumensamen eignen sich am besten für die Verbesserung des Stadtklimas?
    Für die Stadtklima-Verbesserung eignen sich besonders robuste Arten mit hoher Verdunstungsleistung und Stresstoleranz. Empfehlenswerte Arten sind Schafgarbe, Hornklee und Färberkamille, die extremen urbanen Bedingungen wie Hitze und Streusalzbelastung trotzen. Wiesensalbei und Thymian sind trockenheitsverträglich und bieten gute Albedo-Eigenschaften. Für feuchtere Bereiche eignen sich Blutweiderich und Sumpfdotterblume mit hoher Evapotranspiration. Kornblume, Mohnblumen und Margeriten sind klimatisch wertvoll und ästhetisch ansprechend. Wichtig ist die Kombination verschiedener Wuchshöhen und Wurzeltiefen für optimale Klimawirkung. Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten angepasste Mischungen für urbane Mikroklimate. Die Auswahl sollte lokale Bedingungen berücksichtigen: Schattentolerante Arten für Bereiche unter Bäumen, salztolerante für straßennahe Flächen und trockenheitsresistente für exponierte Standorte.
  11. Wie beeinflussen verschiedene Pflanzenarten in Blühflächen das Wassermanagement in Städten?
    Verschiedene Pflanzenarten in Blühflächen optimieren das städtische Wassermanagement durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften. Tiefwurzelnde Arten wie Wilde Möhre und Wegwarte erschließen untere Bodenschichten und verbessern die Wasserspeicherkapazität. Flachwurzelnde Arten wie Klatschmohn nutzen Oberflächenwasser effizient. Gräser bilden dichte Wurzelmatten, die Erosion verhindern und Wasserabfluss reduzieren. Kräuter mit großen Blättern wie Beinwell verdunsten viel Wasser und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Die Artenvielfalt schafft verschiedene Wurzelebenen, die wie ein mehrstufiger Schwamm wirken. Bei starken Regenfällen verhindern die verschiedenen Pflanzenstrukturen Oberflächenabfluss und fördern das Versickern. In Trockenperioden geben tief verwurzelte Pflanzen gespeicherte Feuchtigkeit ab. Diese natürliche Wasserspeicherung entlastet die städtische Kanalisation, füllt das Grundwasser auf und schafft ein ausgeglichenes Mikroklima mit höherer Luftfeuchtigkeit.
  12. Welche Rolle spielt die Bodendurchlüftung bei der Klimawirkung von Naturwiesen?
    Die Bodendurchlüftung ist entscheidend für die Klimawirkung von Naturwiesen. Verschiedene Wurzelsysteme der Wiesenpflanzen lockern den Boden auf und schaffen ein Porensystem, das Luftaustausch ermöglicht. Tiefe Pfahlwurzeln von Arten wie Wilde Möhre durchbrechen verdichtete Schichten, während faserige Wurzeln der Gräser ein feines Netzwerk bilden. Gut durchlüftete Böden speichern mehr Wasser und ermöglichen besseres Pflanzenwachstum, was die Verdunstungsleistung steigert. Die Bodendurchlüftung fördert die Aktivität von Bodenmikroorganismen, die organisches Material zersetzen und CO2-Bindung verbessern. Durchlüftete Böden erwärmen sich gleichmäßiger und speichern Wärme besser, was zu einer Temperaturpufferung führt. Die verbesserte Bodenstruktur erhöht die Infiltrationsrate bei Regenfällen und reduziert Oberflächenabfluss. Insekten und Kleintiere, die in gut durchlüfteten Böden leben, tragen zusätzlich zur Bodenlockerung und zum funktionierenden Ökosystem bei.
  13. Wie funktioniert die CO2-Bindung in artenreichen Blumenwiesen?
    CO2-Bindung in artenreichen Blumenwiesen erfolgt durch Photosynthese und Humusaufbau. Die verschiedenen Pflanzenarten nehmen atmosphärisches CO2 auf und wandeln es in Biomasse um. Dabei spielen mehrjährige Arten eine besondere Rolle, da sie kontinuierlich Kohlenstoff in Wurzeln, Stängeln und Blättern speichern. Verschiedene Wurzeltiefen optimieren die CO2-Aufnahme: Tiefwurzler speichern Kohlenstoff in unteren Bodenschichten, wo er länger gebunden bleibt. Abgestorbene Pflanzenteile werden von Bodenmikroorganismen zersetzt und bilden Humus, der stabilen Kohlenstoff über Jahre im Boden speichert. Die Artenvielfalt erhöht die Gesamtbiomasse und damit das CO2-Bindungspotential. Gräser tragen durch ihre dichten Wurzelsysteme besonders zur Humusbildung bei. Eine etablierte Blumenwiese kann jährlich 2-5 Tonnen CO2 pro Hektar binden. Die kontinuierliche CO2-Bindung macht Blumenwiesen zu wertvollen Klimaschutzmaßnahmen, die zusätzlich zur direkten Kühlung durch Verdunstung beitragen.
  14. Welche Ökosystemdienstleistungen erbringen Wildblumenmischungen zusätzlich zur Klimaregulierung?
    Wildblumenmischungen erbringen vielfältige Ökosystemdienstleistungen über die Klimaregulierung hinaus. Sie filtern Luftschadstoffe und Feinstaub durch ihre Blätter und Stängel, was die Luftqualität erheblich verbessert. Die Blüten bieten Nahrung für Bestäuber wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und fördern so die Biodiversität. Wildblumenwiesen funktionieren als natürliche Wasserspeicher, die Regenwasser aufnehmen und langsam wieder abgeben, was Hochwasserrisiken reduziert. Sie produzieren täglich Sauerstoff - eine 100 Quadratmeter große Wiese deckt den Tagesbedarf einer Person. Die Pflanzen stabilisieren den Boden durch ihre Wurzelsysteme und verhindern Erosion. Zusätzlich bieten sie Lebensraum für Kleintiere und fördern die Bodengesundheit durch Symbiosen mit Mikroorganismen. Ästhetisch verbessern sie die Lebensqualität und können Immobilienwerte um 5-20% steigern. Diese vielfältigen Leistungen machen Wildblumenmischungen zu wertvollen Investitionen in nachhaltige Stadtentwicklung.
  15. Wie legt man eine pflegeextensive Blumenwiese zur Hitzemilderung richtig an?
    Für eine pflegeextensive Blumenwiese zur Hitzemilderung ist die richtige Anlage entscheidend. Zunächst sollten Sie den Boden vorbereiten: Entfernen Sie vorhandene Vegetation und lockern Sie verdichtete Bereiche. Magere Böden sind ideal, da sie verhindern, dass nährstoffliebende Gräser die Blumen verdrängen. Die Aussaat erfolgt am besten im Frühjahr oder Herbst bei feuchter Witterung. Wählen Sie eine standortangepasste Mischung - Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten spezielle Zusammenstellungen für klimaoptimierte Blumenwiesen. Säen Sie dünn aus (etwa 2-5 g pro Quadratmeter) und drücken Sie das Saatgut nur leicht an, ohne es zu bedecken, da viele Wildblumen Lichtkeimer sind. In den ersten Wochen sollten Sie bei Trockenheit vorsichtig wässern. Ein sogenannter Schröpfschnitt im ersten Jahr auf 5-7 cm Höhe fördert die Bestockung. Nach der Etablierung reichen 1-2 Schnitte pro Jahr für optimale Klimawirkung.
  16. Welches Mähregime ist optimal für die klimatische Wirkung von Blühstreifen?
    Für optimale klimatische Wirkung sollten Blühstreifen ein extensives Mähregime erhalten. Ein bis zwei Schnitte pro Jahr sind ideal: Der erste Schnitt erfolgt Ende Juni nach der Hauptblüte, der zweite im September. Diese Häufigkeit ermöglicht den Pflanzen vollständige Entwicklungszyklen und Samenbildung. Die Schnitthöhe sollte 5-8 cm betragen, um Überwinterungsstrukturen zu erhalten. Ein gestaffeltes Mähen ist besonders wertvoll - mähen Sie nur die Hälfte der Fläche, damit immer blühende Bereiche vorhanden sind. Das Mahdgut sollten Sie nach ein bis zwei Tagen entfernen, um Nährstoffanreicherung zu vermeiden. In trockenen Jahren kann der erste Schnitt auch entfallen, um die Verdunstungsleistung zu maximieren. Verzichten Sie auf Mulchmäher, da diese die Pflanzenstruktur zerstören. Die höhere Vegetation nach diesem extensiven Regime verstärkt die Evapotranspiration und damit die Kühlwirkung erheblich gegenüber häufig gemähten Flächen.
  17. Stimmt es, dass Wildblumenwiesen mehr Pflege benötigen als herkömmlicher Rasen?
    Nein, das ist ein weit verbreiteter Mythos. Wildblumenwiesen benötigen tatsächlich deutlich weniger Pflege als herkömmlicher Rasen. Während Rasen wöchentliches Mähen, regelmäßiges Düngen, häufige Bewässerung und gelegentliche Neueinsaat braucht, kommen etablierte Wildblumenwiesen mit ein bis zwei Schnitten pro Jahr aus. Sie benötigen keine Düngung - im Gegenteil, zu viele Nährstoffe schaden der Artenvielfalt. Eine zusätzliche Bewässerung ist nach der Etablierung meist überflüssig, da die tief wurzelnden Pflanzen Trockenperioden überstehen. Die Pflegekosten können über fünf Jahre um bis zu 70% niedriger ausfallen als bei Rasenflächen. Lediglich die Anlage erfordert mehr Aufmerksamkeit: sorgfältige Bodenvorbereitung und im ersten Jahr gelegentliche Unkrautentfernung. Nach zwei bis drei Jahren hat sich ein stabiles Ökosystem entwickelt, das sich weitgehend selbst reguliert. Diese Pflegeextensivität macht Wildblumenwiesen besonders für große Flächen und kommunale Grünflächenämter interessant.
  18. Welche regionalen Unterschiede gibt es bei der Auswahl von Blumenwiesensamen für das Stadtklima?
    Regionale Unterschiede bei Blumenwiesensamen für das Stadtklima sind erheblich und sollten unbedingt berücksichtigt werden. In Norddeutschland eignen sich feuchtigkeitsliebende Arten wie Wiesen-Schaumkraut und Kuckucks-Lichtnelke, die mit kühleren, feuchteren Bedingungen zurechtkommen. Süddeutsche Städte benötigen hitze- und trockenheitstolerante Arten wie Kornblume, Klatschmohn und verschiedene Steppen-Arten. Gebirgsregionen erfordern kälteresistente Mischungen mit alpinen Arten. Küstenregionen brauchen salztolerante Pflanzen, die Seewind und gelegentliche Salzgischt vertragen. Continentale Klimazonen mit extremen Temperaturschwankungen erfordern besonders robuste Mischungen. Bodenbedingungen variieren ebenfalls regional: Sandboden in Brandenburg, Lehm in Bayern oder kalkhaltige Böden in Kalkgebieten. Samen.de, als erfahrener Gartenfachhändler, bietet regionalspezifische Mischungen, die an lokale Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. Die Verwendung gebietseigener Arten ist oft gesetzlich vorgeschrieben und ökologisch sinnvoll.
  19. Was ist der Unterschied zwischen einer Bienenweide und einer klimaoptimierte Blumenwiese?
    Bienenweide und klimaoptimierte Blumenwiesen haben verschiedene Schwerpunkte, obwohl sie sich überschneiden können. Eine Bienenweide fokussiert primär auf die Förderung von Bestäubern durch nektarreiche Blüten über eine lange Blühperiode. Typische Arten sind Phacelia, Sonnenblumen, Borretsch und Bienenfreund mit hohem Nektargehalt. Klimaoptimierte Blumenwiesen hingegen werden gezielt für maximale Temperaturregulierung und Verdunstungsleistung zusammengestellt. Hier stehen Arten mit hoher Evapotranspiration, gutem Albedo-Effekt und Robustheit gegenüber urbanen Stressfaktoren im Vordergrund. Während Bienenwiesen oft einjährige, nektarreiche Arten enthalten, setzen klimaoptimierte Mischungen auf mehrjährige Arten mit ausgeprägten Wurzelsystemen. Idealerweise kombinieren moderne Mischungen beide Ansätze: Sie bieten sowohl Nahrung für Bestäuber als auch optimale Klimawirkung. Eine klimaoptimierte Bienenweide würde beispielsweise Wiesensalbei, Schafgarbe und wilde Malve enthalten - Arten, die sowohl kühlen als auch Bienen fördern.
  20. Wie unterscheidet sich eine Ökowiese von einer herkömmlichen Grünfläche in der Stadtplanung?
    Ökowiesen unterscheiden sich grundlegend von herkömmlichen Grünflächen in Konzeption und Wirkung. Während traditionelle Stadtgrünflächen oft aus Zierrasen, exotischen Stauden und nicht-heimischen Gehölzen bestehen, basieren Ökowiesen auf einheimischen Wildpflanzen und natürlichen Pflanzengemeinschaften. Sie sind multifunktional angelegt: Sie dienen gleichzeitig der Klimaregulierung, Biodiversitätsförderung, Regenwassermanagement und CO2-Bindung. Herkömmliche Grünflächen erfordern intensive Pflege mit regelmäßigem Mähen, Bewässerung und Düngung, während Ökowiesen pflegeextensiv sind. In der Stadtplanung werden Ökowiesen strategisch positioniert, um mikroklimatische Effekte zu maximieren - etwa als Vernetzungskorridore oder Kühlinseln. Sie berücksichtigen Bodenverhältnisse, Wasserführung und lokale Klimabedingungen. Ökowiesen sind kostengünstiger im Unterhalt und ökologisch wertvoller. Sie schaffen Lebensräume für heimische Arten und tragen zur grünen Infrastruktur bei, die Städte klimaresilienter macht.
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