Chinakohl im Hochbeet: Erfolgreicher Anbau leicht gemacht

Chinakohl im Hochbeet: Der perfekte Start für Ihren Gemüsegarten

Entdecken Sie die Vorteile des Chinakohlanbaus im Hochbeet und steigern Sie Ihre Ernte.

Schlüssel zum Erfolg: Chinakohl im Hochbeet

  • Chinakohl ist nährstoffreich und wächst schnell
  • Hochbeete bieten optimale Wachstumsbedingungen
  • Einfache Pflege und erhöhter Ernteertrag

Was ist Chinakohl?

Chinakohl, auch bekannt als Napa-Kohl oder Pekingkohl, ist ein vielseitiges Blattgemüse, das zur Familie der Kreuzblütler gehört. Mit seinem milden, leicht süßlichen Geschmack und seiner knackigen Textur hat er sich einen festen Platz in der asiatischen Küche erobert und gewinnt auch in Europa zunehmend an Beliebtheit.

Dieses Gemüse zeichnet sich durch seine längliche Form und hellgrünen bis weißlichen Blätter aus. Chinakohl ist nicht nur schmackhaft, sondern auch äußerst gesund. Er ist reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C und K, sowie an Ballaststoffen und Antioxidantien. Zudem enthält er wenig Kalorien, was ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für eine ausgewogene Ernährung macht.

Ein besonderer Vorteil des Chinakohls ist seine kurze Wachstumszeit. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen in der Regel nur 60 bis 70 Tage, was ihn zu einer attraktiven Option für ungeduldige Gärtner macht. Diese Eigenschaft ermöglicht es auch, mehrere Ernten pro Saison einzufahren, was die Produktivität Ihres Gartens erheblich steigert.

Vorteile des Chinakohlanbaus im Hochbeet

Der Anbau von Chinakohl in einem Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem traditionellen Gartenbau am Boden. Hochbeete schaffen optimale Bedingungen für das Wachstum und die Entwicklung dieses anspruchsvollen Gemüses.

Verbesserte Bodenkontrolle

In einem Hochbeet haben Sie die volle Kontrolle über die Bodenzusammensetzung. Sie können den Boden speziell auf die Bedürfnisse des Chinakohls abstimmen, indem Sie eine lockere, nährstoffreiche Mischung verwenden. Dies fördert ein gesundes Wurzelwachstum und eine optimale Nährstoffaufnahme.

Erhöhte Bodentemperatur

Hochbeete erwärmen sich im Frühjahr schneller als der umgebende Boden. Dies ermöglicht einen früheren Start in die Saison und kann die Wachstumsperiode verlängern. Chinakohl gedeiht besonders gut bei gemäßigten Temperaturen, und ein Hochbeet hilft, diese Bedingungen länger aufrechtzuerhalten.

Bessere Drainage

Eine gute Drainage ist entscheidend für den Erfolg beim Chinakohlanbau. Hochbeete bieten von Natur aus eine ausgezeichnete Drainage, was die Gefahr von Staunässe und damit verbundenen Wurzelkrankheiten reduziert.

Reduzierter Schädlingsbefall

Die erhöhte Position des Hochbeets erschwert vielen Bodenschädlingen den Zugang zu Ihren Pflanzen. Dies kann den Befall durch Schnecken, Wühlmäuse und andere Schädlinge deutlich reduzieren und somit den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimieren.

Ergonomisches Gärtnern

Hochbeete erleichtern die Gartenarbeit erheblich. Sie müssen sich nicht bücken oder knien, was besonders für ältere Gärtner oder Menschen mit Rückenproblemen von Vorteil ist. Dies macht die Pflege und Ernte des Chinakohls zu einer angenehmen und entspannten Tätigkeit.

Verlängerte Anbausaison

Durch die Möglichkeit, das Hochbeet mit Folien oder Vlies abzudecken, können Sie die Anbausaison verlängern. So können Sie Chinakohl früher im Jahr anbauen und auch im Spätherbst noch ernten, wenn der Boden im traditionellen Garten bereits zu kalt wäre.

Zum Produkt
Produktbild von Sperli Chinakohl Emiko F1 mit Abbildungen des Kohls und Informationen zu resistenter Sommer- bis Herbstanbau F1-Hybride auf Deutsch.
Zum Produkt
Zum Produkt

Überblick über den Artikel

In diesem umfassenden Leitfaden zum Anbau von Chinakohl im Hochbeet werden wir Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess führen. Von der Vorbereitung bis zur Ernte – wir decken alle wichtigen Aspekte ab, um Ihren Anbau zum Erfolg zu führen.

Zunächst betrachten wir die Vorbereitungsphase. Hier erfahren Sie, wie Sie die richtige Chinakohlsorte für Ihr Hochbeet auswählen und welche Faktoren bei der Standortwahl zu berücksichtigen sind. Wir gehen detailliert auf die Bodenvorbereitung ein, einschließlich der idealen Zusammensetzung, der Bedeutung organischer Substanzen und der Anpassung des pH-Werts.

Im Anschluss widmen wir uns dem eigentlichen Anbauprozess. Wir vergleichen die Vor- und Nachteile von Direktsaat und Vorziehen der Setzlinge und erläutern die korrekten Pflanz- und Gießtechniken. Auch Themen wie Düngung und Mulchen werden ausführlich behandelt.

Der letzte Teil des Artikels konzentriert sich auf die Pflege und Ernte Ihres Chinakohls. Wir geben Ihnen Tipps zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung, zum Unkrautmanagement und zur richtigen Erntetechnik. Zusätzlich erhalten Sie Informationen zur Nacherntebehandlung, um die Qualität Ihres Chinakohls lange zu erhalten.

Mit diesem Wissen ausgestattet, werden Sie in der Lage sein, erfolgreich Chinakohl in Ihrem Hochbeet anzubauen und sich an einer reichen Ernte zu erfreuen. Lassen Sie uns gemeinsam die Welt des Chinakohlanbaus im Hochbeet erkunden und Ihren Garten in eine produktive Oase verwandeln.

Vorbereitung für den Anbau von Chinakohl im Hochbeet

Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Anbau von Chinakohl im Hochbeet. In diesem Abschnitt werden wir die wichtigsten Schritte durchgehen, um optimale Bedingungen für Ihren Chinakohl zu schaffen.

Die richtige Chinakohl-Sorte wählen

Die Wahl der richtigen Chinakohl-Sorte ist entscheidend für den Erfolg Ihres Anbaus. Es gibt verschiedene Sorten, die sich in Wuchsform, Reifezeit und Geschmack unterscheiden:

  • Michihili: Eine beliebte Sorte mit länglichen Köpfen, die etwa 60-70 Tage bis zur Ernte benötigt.
  • Napa: Zeichnet sich durch kompakte, fassförmige Köpfe aus und reift in etwa 70-80 Tagen.
  • Pak Choi: Eine schnellwachsende Variante, die bereits nach 45-50 Tagen geerntet werden kann.
  • Frühlingskohl: Ideal für den Anbau im Frühjahr, mit einer kurzen Reifezeit von etwa 50-60 Tagen.

Wählen Sie eine Sorte, die zu Ihrem Klima und Ihren Anbauzielen passt. Frühreife Sorten eignen sich besonders gut für Regionen mit kürzeren Sommern, während spätreife Sorten oft einen intensiveren Geschmack entwickeln.

Der optimale Standort für das Hochbeet

Die Wahl des richtigen Standorts für Ihr Hochbeet ist entscheidend für das Wachstum und die Gesundheit Ihres Chinakohls. Beachten Sie folgende Faktoren:

  • Sonnenlicht: Chinakohl benötigt mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag. Wählen Sie einen Standort, der diese Anforderung erfüllt, aber auch leichten Schatten in den heißesten Stunden des Tages bietet.
  • Windschutz: Ein windgeschützter Standort hilft, die Verdunstung zu reduzieren und schützt die Pflanzen vor Beschädigungen.
  • Wasserversorgung: Stellen Sie sicher, dass der Standort eine gute Wasserversorgung ermöglicht, da Chinakohl regelmäßige Bewässerung benötigt.
  • Rotation: Vermeiden Sie Standorte, an denen im Vorjahr bereits Kreuzblütler wie Kohl oder Radieschen angebaut wurden, um Krankheiten vorzubeugen.

Die Bodenvorbereitung

Eine sorgfältige Bodenvorbereitung ist entscheidend für den Erfolg Ihres Chinakohl-Anbaus im Hochbeet. Folgende Aspekte sollten Sie berücksichtigen:

Bodenzusammensetzung

Chinakohl gedeiht am besten in einem lockeren, nährstoffreichen Boden mit guter Wasserspeicherkapazität. Eine ideale Mischung besteht aus:

  • 40% hochwertiger Gartenerde
  • 30% Kompost
  • 20% Sand oder Perlite für gute Drainage
  • 10% gut verrotteter Mist

Diese Mischung bietet eine ausgewogene Nährstoffversorgung und sorgt für eine gute Bodenstruktur, die das Wurzelwachstum fördert.

Zugabe von organischem Material

Die Anreicherung des Bodens mit organischem Material ist entscheidend für den Erfolg Ihres Chinakohl-Anbaus:

  • Kompost: Fügen Sie etwa 2-3 cm gut gereiften Kompost in die oberste Bodenschicht ein. Dies verbessert die Bodenstruktur und liefert wichtige Nährstoffe.
  • Mulch: Eine 5 cm dicke Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
  • Gründüngung: Pflanzen Sie vor dem Chinakohl-Anbau stickstoffbindende Pflanzen wie Klee oder Erbsen an und arbeiten Sie diese vor der Pflanzung in den Boden ein.

pH-Wert und Anpassungen

Der optimale pH-Wert für Chinakohl liegt zwischen 6,0 und 7,0. Um den pH-Wert Ihres Bodens zu bestimmen, verwenden Sie einen Boden-pH-Test aus dem Gartenfachhandel. Je nach Ergebnis können Sie folgende Anpassungen vornehmen:

  • Zu saurer Boden (pH unter 6,0): Fügen Sie Kalk oder Dolomit hinzu, um den pH-Wert zu erhöhen. Pro Quadratmeter können Sie etwa 100-200 g einarbeiten.
  • Zu alkalischer Boden (pH über 7,0): Verwenden Sie Schwefel oder Torf, um den pH-Wert zu senken. Etwa 50-100 g Schwefel pro Quadratmeter können ausreichen.
  • Idealer pH-Bereich (6,0-7,0): Keine Anpassung notwendig. Fügen Sie lediglich organisches Material hinzu, um die Bodenqualität zu verbessern.

Beachten Sie, dass Änderungen des pH-Werts Zeit benötigen. Führen Sie die Anpassungen mindestens zwei Wochen vor der Pflanzung durch und überprüfen Sie den pH-Wert erneut, bevor Sie Ihren Chinakohl anbauen.

Mit diesen gründlichen Vorbereitungsschritten schaffen Sie optimale Bedingungen für Ihren Chinakohl im Hochbeet. Eine sorgfältige Auswahl der Sorte, die richtige Standortwahl und eine gute Bodenvorbereitung bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Ernte. Im nächsten Abschnitt werden wir uns dem eigentlichen Anbau und der Pflege Ihres Chinakohls widmen.

Chinakohl im Hochbeet anbauen: Vom Samen bis zur Ernte

Der Anbau von Chinakohl im Hochbeet ist eine lohnende Erfahrung für Hobbygärtner. Mit der richtigen Herangehensweise können Sie eine reiche Ernte dieses vielseitigen Gemüses erzielen. Lassen Sie uns die wichtigsten Schritte beim Pflanzen und Pflegen von Chinakohl im Hochbeet betrachten.

Aussaat oder Jungpflanzen: Was ist besser?

Bei der Kultivierung von Chinakohl haben Sie zwei Möglichkeiten: die direkte Aussaat oder das Einsetzen vorgezogener Jungpflanzen.

  • Direkte Aussaat: Diese Methode ist kostengünstiger und erlaubt es den Pflanzen, sich von Anfang an an die Bedingungen im Hochbeet anzupassen. Säen Sie die Samen im Frühjahr (April bis Mai) oder für eine Herbsternte im Juli aus.
  • Jungpflanzen: Das Einsetzen vorgezogener Setzlinge spart Zeit und kann besonders für Anfänger vorteilhaft sein. Kaufen Sie robuste Jungpflanzen und setzen Sie diese nach den letzten Frösten ein.

Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Die direkte Aussaat fördert oft kräftigere Pflanzen, während Jungpflanzen einen Vorsprung in der Wachstumsphase bieten.

Pflanztechniken für optimales Wachstum

Unabhängig davon, ob Sie sich für die Aussaat oder Jungpflanzen entscheiden, sind die richtigen Pflanztechniken entscheidend für den Erfolg Ihres Chinakohlanbaus im Hochbeet.

  • Bereiten Sie den Boden gründlich vor, indem Sie ihn lockern und von Steinen oder Wurzelresten befreien.
  • Bei der Aussaat: Ziehen Sie flache Rillen von etwa 1 cm Tiefe und säen Sie die Samen dünn aus.
  • Bei Jungpflanzen: Graben Sie Löcher, die groß genug sind, um den Wurzelballen aufzunehmen, ohne ihn zu beschädigen.
  • Drücken Sie die Erde sanft an, um einen guten Kontakt zwischen Wurzeln und Boden herzustellen.

Der richtige Abstand: Platz zum Wachsen

Chinakohl benötigt ausreichend Platz, um sich voll zu entfalten. Ein zu enger Stand kann zu Konkurrenzdruck und vermindertem Wachstum führen.

  • Reihenabstand: 30-40 cm
  • Abstand zwischen den Pflanzen: 25-30 cm
  • Pflanztiefe: Bei Sämlingen etwa 1 cm, bei Jungpflanzen so tief, dass der Wurzelballen vollständig bedeckt ist

Diese Abstände ermöglichen eine gute Luftzirkulation und reduzieren das Risiko von Pilzerkrankungen.

Bewässerung: Der Schlüssel zu saftigem Chinakohl

Chinakohl hat einen hohen Wasserbedarf, besonders während der Kopfbildung. Eine gleichmäßige Feuchtigkeit ist entscheidend für die Entwicklung zarter, saftiger Blätter.

  • Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe.
  • Morgens gießen ist ideal, da die Pflanzen über den Tag trocknen können.
  • Bei Trockenheit erhöhen Sie die Gießfrequenz, besonders wenn sich die Köpfe zu bilden beginnen.
  • Nutzen Sie einen Gießrand um die Pflanzen, um das Wasser gezielt zu den Wurzeln zu leiten.

Eine Faustregel ist: Der Boden sollte feucht, aber nicht durchnässt sein. Ein Finger-Test hilft bei der Beurteilung der Bodenfeuchtigkeit.

Düngung: Nährstoffe für gesundes Wachstum

Chinakohl ist ein Starkzehrer und benötigt regelmäßige Nährstoffzufuhr für optimales Wachstum. Eine ausgewogene Düngung fördert die Blattbildung und stärkt die Pflanze gegen Krankheiten.

  • Vor der Pflanzung: Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost oder organischen Dünger in den Boden ein.
  • Während der Wachstumsphase: Düngen Sie alle 2-3 Wochen mit einem stickstoffbetonten organischen Flüssigdünger.
  • Vermeiden Sie Überdüngung, da dies zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Kopfbildung führen kann.

Ein Tipp: Komposttee ist eine hervorragende natürliche Düngemethode, die auch die Bodenstruktur verbessert.

Mulchen: Feuchtigkeit bewahren und Unkraut unterdrücken

Das Mulchen ist eine effektive Methode, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und gleichzeitig das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken. Dies ist besonders wichtig für Chinakohl, der empfindlich auf Wasserstress und Konkurrenz reagiert.

  • Verwenden Sie organisches Mulchmaterial wie Stroh, Grasschnitt oder Holzhäcksel.
  • Bringen Sie eine 5-7 cm dicke Mulchschicht um die Pflanzen herum auf, aber lassen Sie einen kleinen Abstand zum Stängel, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Erneuern Sie die Mulchschicht bei Bedarf, besonders nach starkem Regen.

Mulchen hilft nicht nur bei der Feuchtigkeitsregulierung, sondern fördert auch ein gesundes Bodenleben und verbessert langfristig die Bodenstruktur.

Fazit: Der Weg zum perfekten Chinakohl im Hochbeet

Der Anbau von Chinakohl im Hochbeet erfordert Aufmerksamkeit und Pflege, belohnt Sie aber mit einer reichen Ernte an knackigem, schmackhaftem Gemüse. Durch die Beachtung der richtigen Pflanztechniken, angemessene Bewässerung, ausgewogene Düngung und effektives Mulchen schaffen Sie optimale Bedingungen für Ihren Chinakohl. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und Anbaumethoden, um herauszufinden, was in Ihrem Hochbeet am besten funktioniert. Mit etwas Übung und Geduld werden Sie bald Ihren eigenen, perfekten Chinakohl ernten können.

Pflege und Ernte von Chinakohl im Hochbeet

Schädlings- und Krankheitskontrolle

Häufige Schädlinge

Chinakohl im Hochbeet ist zwar weniger anfällig für Schädlinge als im Freiland, dennoch können einige Plagegeister auftreten:

  • Kohlweißling: Die Raupen dieses Schmetterlings fressen Löcher in die Blätter.
  • Kohlerdflöhe: Kleine, springende Käfer, die charakteristische Löcher in die Blätter fressen.
  • Kohlfliege: Ihre Larven befallen die Wurzeln und können die Pflanze zum Welken bringen.
  • Blattläuse: Sie saugen an den Blättern und können Viruskrankheiten übertragen.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Um Ihren Chinakohl im Hochbeet auf natürliche Weise zu schützen, können Sie folgende Methoden anwenden:

  • Kulturschutznetze: Diese feinen Netze halten fliegende Schädlinge fern, ohne das Wachstum zu beeinträchtigen.
  • Nützlinge fördern: Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen sind natürliche Feinde vieler Schädlinge. Pflanzen Sie Blumen wie Ringelblumen oder Kornblumen in der Nähe des Hochbeets, um sie anzulocken.
  • Kräuterbegleitung: Pflanzen Sie stark duftende Kräuter wie Thymian oder Lavendel neben dem Chinakohl. Ihr Geruch verwirrt die Schädlinge.
  • Jauchen und Brühen: Brennnesseljauche oder Knoblauchauszüge können als natürliche Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden.

Unkrautmanagement

Unkraut kann dem Chinakohl Nährstoffe und Wasser streitig machen. Im Hochbeet haben Sie den Vorteil, dass Unkraut seltener auftritt. Dennoch sollten Sie regelmäßig kontrollieren und aufkommendes Unkraut vorsichtig von Hand entfernen. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt kann das Unkrautwachstum zusätzlich unterdrücken.

Überwachung von Wachstum und Gesundheit

Regelmäßige Kontrollen sind der Schlüssel zu gesundem Chinakohl:

  • Beobachten Sie das Blattwachstum. Gesunde Pflanzen bilden kräftige, hellgrüne Blätter.
  • Achten Sie auf Verfärbungen oder Flecken, die auf Nährstoffmangel oder Krankheiten hindeuten können.
  • Überprüfen Sie die Blattunterseiten auf Schädlingsbefall.
  • Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit des Bodens, um Unter- oder Überwässerung zu vermeiden.

Erntetechniken

Die Ernte von Chinakohl im Hochbeet ist ein besonderer Moment. Hier einige Tipps für den richtigen Erntezeitpunkt und die richtige Technik:

  • Erntezeitpunkt: Chinakohl ist etwa 8-12 Wochen nach der Aussaat erntereif. Die Köpfe sollten fest und kompakt sein.
  • Erntemethode: Schneiden Sie den gesamten Kopf knapp über dem Boden ab. Verwenden Sie dafür ein scharfes Messer oder eine Gartenschere.
  • Selektive Ernte: Bei lockeren Sorten können Sie auch einzelne äußere Blätter ernten und die Pflanze weiterwachsen lassen.
  • Morgenernte: Ernten Sie am besten früh am Morgen, wenn die Pflanzen noch kühl und knackig sind.

Nacherntebehandlung

Um die Frische und Qualität Ihres Chinakohls zu erhalten, beachten Sie folgende Punkte:

  • Entfernen Sie beschädigte oder verfärbte äußere Blätter.
  • Waschen Sie den Kohl vorsichtig und lassen Sie ihn gut abtropfen.
  • Lagern Sie den Chinakohl im Gemüsefach des Kühlschranks. Er hält sich dort etwa eine Woche.
  • Für längere Haltbarkeit können Sie den Chinakohl auch blanchieren und einfrieren.

Chinakohl im Hochbeet: Ein Genuss für Gärtner und Feinschmecker

Der Anbau von Chinakohl im Hochbeet ist eine lohnende Erfahrung für jeden Hobbygärtner. Mit der richtigen Vorbereitung, Pflege und Ernte können Sie sich über eine reiche Ernte dieses vielseitigen Gemüses freuen. Die erhöhte Position des Hochbeets erleichtert nicht nur die Pflege, sondern schützt den Chinakohl auch vor vielen Bodenschädlingen.

Denken Sie daran, dass jeder Garten einzigartig ist. Experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten und Anbaumethoden, um herauszufinden, was in Ihrem Hochbeet am besten funktioniert. Mit ein wenig Geduld und Aufmerksamkeit werden Sie bald Ihren eigenen, knackigen Chinakohl ernten können – ein Genuss, der jede Mühe wert ist.

Ob in einem knackigen Salat, als Einlage in einer würzigen Suppe oder fermentiert als Kimchi – Ihr selbst angebauter Chinakohl wird Ihre Küche bereichern und Ihnen die Freude des Gärtnerns näherbringen. Also, worauf warten Sie noch? Starten Sie Ihr Chinakohl-Abenteuer im Hochbeet und lassen Sie sich von den Ergebnissen überraschen!

Blühbirne

Häufige Fragen und Antworten

  1. Welche Vorteile bietet der Anbau von Chinakohl im Hochbeet gegenüber dem herkömmlichen Gartenbeet?
    Der Chinakohl-Anbau im Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile: Hochbeete erwärmen sich im Frühjahr schneller, was einen früheren Saisonstart ermöglicht und die Wachstumsperiode verlängert. Die verbesserte Bodenkontrolle erlaubt es, eine lockere, nährstoffreiche Mischung speziell für Chinakohl zu erstellen. Die natürlich bessere Drainage reduziert das Risiko von Staunässe und Wurzelkrankheiten erheblich. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist der reduzierte Schädlingsbefall, da die erhöhte Position vielen Bodenschädlingen wie Schnecken und Wühlmäusen den Zugang erschwert. Zudem ermöglicht die ergonomische Arbeitshöhe eine rückenschonende Pflege ohne lästiges Bücken oder Knien. Das Hochbeet kann außerdem mit Folien oder Vlies abgedeckt werden, wodurch sich die Anbausaison weiter verlängern lässt und auch im Spätherbst noch geerntet werden kann.
  2. Wie lange dauert es vom Pflanzen bis zur Ernte von Chinakohl im Hochbeet?
    Die Entwicklungszeit von Chinakohl im Hochbeet variiert je nach Sorte und Anbaubedingungen zwischen 60 und 80 Tagen. Schnellwachsende Sorten wie Pak Choi sind bereits nach 45-50 Tagen erntereif, während Frühlingskohl etwa 50-60 Tage benötigt. Die beliebte Sorte Michihili reift in 60-70 Tagen, und Napa-Kohl braucht etwa 70-80 Tage bis zur Vollreife. Im Hochbeet können diese Zeiten durch die optimalen Wachstumsbedingungen sogar etwas verkürzt werden. Die erhöhte Bodentemperatur und bessere Nährstoffversorgung fördern ein zügigeres Wachstum. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen insgesamt meist 8-12 Wochen. Diese relativ kurze Entwicklungszeit macht Chinakohl zu einer attraktiven Option für ungeduldige Gärtner und ermöglicht sogar mehrere Ernten pro Saison bei gestaffelter Aussaat.
  3. Welche Chinakohlsorten eignen sich am besten für den Hochbeet-Anbau?
    Für den Hochbeet-Anbau eignen sich verschiedene Chinakohlsorten besonders gut: Michihili ist eine bewährte Sorte mit länglichen Köpfen und einer Reifezeit von 60-70 Tagen, die sehr zuverlässig im Hochbeet gedeiht. Napa-Kohl bildet kompakte, fassförmige Köpfe und benötigt 70-80 Tage bis zur Ernte. Pak Choi ist ideal für Anfänger, da er schnell wächst (45-50 Tage) und sehr robust ist. Frühlingskohl eignet sich perfekt für den Frühjahrsanbau mit nur 50-60 Tagen Reifezeit. Für Regionen mit kürzeren Sommern sind frühreife Sorten wie Pak Choi oder Frühlingskohl optimal, während spätreife Sorten wie Napa oft einen intensiveren Geschmack entwickeln. Die Sortenwahl sollte auch nach dem gewünschten Verwendungszweck erfolgen: Pak Choi ist ideal für Pfannengerichte, während Napa-Kohl sich hervorragend für Salate und Kimchi eignet. Fachkundige Gartenhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an bewährten Sorten speziell für den Hochbeet-Anbau.
  4. Was sind die besonderen ergonomischen Vorteile beim Chinakohl-Anbau im Hochbeet?
    Die ergonomischen Vorteile beim Chinakohl-Anbau im Hochbeet sind besonders für ältere Gärtner und Menschen mit Rückenproblemen von enormer Bedeutung. Die erhöhte Arbeitsposition eliminiert das ständige Bücken und Knien, was die Belastung für Wirbelsäule, Knie und Hüften erheblich reduziert. Sämtliche Pflegearbeiten wie Säen, Pflanzen, Gießen, Unkraut jäten und Ernten können in aufrechter oder nur leicht gebeugter Haltung durchgeführt werden. Dies macht die Gartenarbeit zu einer angenehmen und entspannten Tätigkeit statt zu einer körperlichen Belastung. Besonders bei der Chinakohl-Ernte, die präzises Arbeiten erfordert, ist die ergonomische Arbeitshöhe vorteilhaft. Die bessere Übersicht über die Pflanzen erleichtert auch die Schädlingskontrolle und Pflanzenpflege. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können durch rollstuhlgerechte Hochbeete sogar wieder aktiv gärtnern. Diese Barrierefreiheit macht den Chinakohl-Anbau für alle Altersgruppen zugänglich.
  5. Wie kann die Anbausaison für Chinakohl im Hochbeet verlängert werden?
    Die Anbausaison für Chinakohl im Hochbeet lässt sich durch verschiedene Maßnahmen erheblich verlängern: Abdeckungen mit Folien oder Vlies ermöglichen einen früheren Start im Frühjahr und eine spätere Ernte im Herbst, da sie die Pflanzen vor Frost schützen. Frühbeete oder kleine Gewächshausaufsätze schaffen ein Mikroklima, das die Saison um mehrere Wochen verlängert. Die erhöhte Bodentemperatur im Hochbeet sorgt bereits für einen natürlichen Saisonvorsprung. Gestaffelte Aussaaten alle 2-3 Wochen sichern kontinuierliche Ernten von Frühjahr bis Spätherbst. Kälteresistente Sorten wie bestimmte Pak Choi-Varianten überstehen auch leichte Fröste. In milden Regionen ist sogar eine Überwinterung unter Vlies möglich. Die Verwendung von Mulch hilft, die Bodentemperatur zu stabilisieren. Kombiniert mit der Auswahl früh- und spätreifer Sorten kann die Erntezeit von April bis November ausgedehnt werden.
  6. Worin unterscheidet sich der Chinakohl-Anbau im Hochbeet vom Kohlanbau allgemein?
    Der Chinakohl-Anbau im Hochbeet unterscheidet sich in mehreren wichtigen Aspekten vom allgemeinen Kohlanbau: Chinakohl ist weniger kältetolerant als andere Kohlarten und profitiert daher besonders von der wärmeren Bodentemperatur im Hochbeet. Die Wachstumszeit ist deutlich kürzer (60-80 Tage statt 90-120 Tage bei anderen Kohlsorten), was mehrere Ernten pro Saison ermöglicht. Chinakohl bildet lockere Blattköpfe statt der festen Köpfe von Weiß- oder Rotkohl und benötigt daher eine konstantere Wasserversorgung. Die Anfälligkeit für Schädlinge ist bei Chinakohl höher, weshalb die natürliche Barriere des Hochbeets besonders vorteilhaft ist. Chinakohl reagiert empfindlicher auf Temperaturschwankungen und Stress, profitiert also von den stabileren Bedingungen im Hochbeet. Der Nährstoffbedarf ist spezifischer - Chinakohl bevorzugt stickstoffbetonte Düngung für die Blattentwicklung. Anders als bei anderen Kohlarten ist bei Chinakohl eine kontinuierliche Ernte einzelner Blätter möglich, ohne die gesamte Pflanze zu entfernen.
  7. Was sind die Unterschiede zwischen Napa-Kohl und Pekingkohl im Hochbeet-Anbau?
    Napa-Kohl und Pekingkohl sind tatsächlich zwei Namen für dieselbe Pflanzenart (Brassica rapa subsp. pekinensis), wobei regional unterschiedliche Bezeichnungen verwendet werden. In der Praxis gibt es jedoch verschiedene Varietäten dieser Art mit unterschiedlichen Eigenschaften für den Hochbeet-Anbau: Napa-Typ-Sorten bilden eher kompakte, fassförmige Köpfe und sind oft robuster gegen Temperaturschwankungen. Pekingkohl-Varietäten entwickeln häufig länglichere, lockerere Köpfe und wachsen oft etwas schneller. Die Napa-Typen sind meist besser für die Lagerung geeignet, während Pekingkohl-Varietäten oft zarter im Geschmack sind. Beide gedeihen gleich gut im Hochbeet, jedoch bevorzugen Napa-Typen etwas kühlere Bedingungen und eignen sich daher besser für den Herbstanbau. Pekingkohl-Varietäten können besser mit der Wärme im Frühjahr umgehen. Die Wahl hängt von der gewünschten Verwendung ab: Napa-Typen sind ideal für Kimchi, Pekingkohl-Varietäten hervorragend für Salate und Pfannengerichte.
  8. Welche Nährstoffe und gesundheitlichen Vorteile bietet selbst angebauter Chinakohl?
    Selbst angebauter Chinakohl ist ein wahres Superfood mit beeindruckenden gesundheitlichen Vorteilen: Er enthält hohe Mengen an Vitamin C (bis zu 45mg pro 100g), das das Immunsystem stärkt und als Antioxidans wirkt. Vitamin K unterstützt die Knochengesundheit und Blutgerinnung. Der hohe Gehalt an Folsäure ist besonders für Schwangere wichtig. Chinakohl liefert wichtige Mineralstoffe wie Kalium für Herzgesundheit, Calcium für starke Knochen und Eisen für die Blutbildung. Die enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Antioxidantien wie Beta-Carotin und Flavonoide schützen vor freien Radikalen und können Entzündungen reduzieren. Mit nur 13 Kalorien pro 100g ist Chinakohl ideal für eine kalorienbewusste Ernährung. Selbst angebauter Chinakohl ist besonders nährstoffreich, da er vollreif geerntet wird und keine langen Transportwege hat. Die Glucosinolate können sogar krebshemmende Eigenschaften haben.
  9. Wo kann hochwertiges Chinakohl-Saatgut für den Hochbeet-Anbau erworben werden?
    Hochwertiges Chinakohl-Saatgut für den Hochbeet-Anbau erhalten Sie bei verschiedenen Anbietern: Spezialisierte Gartenfachhändler wie samen.de bieten eine große Auswahl an bewährten Sorten mit hoher Keimfähigkeit und detaillierten Anbauhinweisen. Regionale Gartencenter führen oft klimaangepasste Sorten, die für die örtlichen Bedingungen optimiert sind. Online-Saatguthändler haben meist das breiteste Sortiment verschiedener Varietäten und seltener Sorten. Bio-Saatgutproduzenten bieten samenfestes, unbehandeltes Saatgut für nachhaltiges Gärtnern. Beim Kauf sollten Sie auf Faktoren wie Keimfähigkeit (mindestens 80%), Haltbarkeitsdatum und Sortenreinheit achten. Zertifizierte Händler garantieren meist geprüfte Qualität. Samen.de punktet beispielsweise mit fachkundiger Beratung und sortenspezifischen Anbauempfehlungen für Hochbeete. Tauschwww.börsen und Saatgutfestivals sind weitere Quellen für seltene Sorten. Wichtig ist, nur von vertrauenswürdigen Quellen zu kaufen, um gesundes, kräftiges Saatgut zu erhalten.
  10. Welche Gartenwerkzeuge und Materialien sind für den professionellen Chinakohl-Anbau im Hochbeet erforderlich?
    Für den professionellen Chinakohl-Anbau im Hochbeet benötigen Sie eine Grundausstattung an Werkzeugen und Materialien: Eine hochwertige Gartenschere für präzise Erntearbeiten und das Entfernen beschädigter Blätter ist unverzichtbar. Kleine Handschaufeln und Pflanzkellen erleichtern das Setzen von Jungpflanzen. Ein pH-Testset hilft bei der Bodenoptimierung. Gießkannen mit feiner Brause oder Tropfbewässerungssysteme sorgen für gleichmäßige Wasserversorgung. Kulturschutznetze schützen vor Schädlingen wie Kohlweißling. Hochwertigen Kompost und organischen Dünger für die Nährstoffversorgung. Mulchmaterial wie Stroh oder Holzhäcksel zur Feuchtigkeitsregulierung. Vlies oder Folie für Saisonverlängerung. Ein Bodenthermometer überwacht die wichtige Bodentemperatur. Gartenhandschuhe schützen bei der Arbeit. Etablierte Gartenfachhändler wie samen.de führen professionelle Werkzeuge und beraten bei der optimalen Ausstattung für Hochbeet-Gärtnerei. Die Investition in Qualitätswerkzeuge zahlt sich durch bessere Arbeitsergebnisse und Langlebigkeit aus.
  11. Wie beeinflusst die Bodentemperatur im Hochbeet das Wachstum von Chinakohl?
    Die Bodentemperatur im Hochbeet hat einen entscheidenden Einfluss auf das Chinakohl-Wachstum: Hochbeete erwärmen sich durch ihre erhöhte Position und bessere Sonneneinstrahlung 2-4°C schneller als Gartenbeete. Die optimale Bodentemperatur für Chinakohl liegt zwischen 15-20°C. Bei Temperaturen unter 10°C stoppt das Wachstum nahezu vollständig, während Temperaturen über 25°C Stress verursachen und zum Schossen führen können. Die wärmeren Bodenbedingungen im Hochbeet fördern die Keimung - Samen keimen bereits bei 12-15°C statt der sonst erforderlichen 16-18°C. Die Wurzelaktivität wird durch die höhere Bodentemperatur gesteigert, was zu besserer Nährstoffaufnahme führt. Im Frühjahr ermöglicht die schnellere Erwärmung einen früheren Anbaustart um 2-3 Wochen. Die konstanter warmen Bedingungen fördern gleichmäßiges Wachstum und verkürzen die Entwicklungszeit um bis zu 10 Tage. Mulchen hilft zusätzlich, die Bodentemperatur zu stabilisieren und extreme Schwankungen zu vermeiden.
  12. Welche Rolle spielt der pH-Wert des Bodens für die optimale Chinakohl-Entwicklung?
    Der pH-Wert spielt eine zentrale Rolle für die optimale Chinakohl-Entwicklung im Hochbeet: Der ideale pH-Bereich liegt zwischen 6,0 und 7,0 (leicht sauer bis neutral). In diesem Bereich sind alle wichtigen Nährstoffe optimal verfügbar. Bei zu sauren Böden (pH unter 6,0) können Nährstoffe wie Phosphor und Calcium schlecht aufgenommen werden, was zu Mangelerscheinungen führt. Zusätzlich steigt das Risiko für Kohlhernie, eine gefährliche Pilzkrankheit. Bei zu alkalischen Böden (pH über 7,5) werden Spurenelemente wie Eisen und Mangan weniger verfügbar, was Chlorosen verursachen kann. Der pH-Wert beeinflusst auch die Bodenbiologie - im optimalen Bereich sind mikrobielle Aktivität und Humusabbau ideal. Hochbeete bieten den Vorteil, dass der pH-Wert durch gezielte Bodenmischung eingestellt werden kann. Regelmäßige pH-Tests mit entsprechenden Teststreifen sind empfehlenswert. Korrekturen erfolgen durch Kalk bei zu sauren oder Schwefel/Torf bei zu alkalischen Böden, jedoch immer schrittweise über mehrere Wochen.
  13. Wie wirkt sich die Drainage im Hochbeet auf die Wurzelentwicklung von Chinakohl aus?
    Die Drainage im Hochbeet hat einen fundamentalen Einfluss auf die Wurzelentwicklung von Chinakohl: Gute Drainage verhindert Staunässe, die zu Wurzelfäule und Sauerstoffmangel führen würde. Chinakohl entwickelt ein relativ flaches, aber dichtes Wurzelsystem, das auf gut durchlüftete Böden angewiesen ist. Bei optimaler Drainage können die Wurzeln tief ins Substrat eindringen und sich horizontal ausbreiten, was die Nährstoff- und Wasseraufnahme maximiert. Hochbeete bieten naturgemäß bessere Drainage als ebenerdige Beete, da überschüssiges Wasser nach unten abfließen kann. Eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton am Boden des Hochbeets verstärkt diesen Effekt. Wichtig ist die Balance: Zu durchlässige Böden trocknen schnell aus und führen zu Wasserstress. Die ideale Struktur speichert Feuchtigkeit, lässt aber überschüssiges Wasser abfließen. Organisches Material wie Kompost verbessert sowohl Drainage als auch Wasserspeicherung. Gut durchlüftete Wurzeln nehmen Nährstoffe effizienter auf und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
  14. Welche mikrobiologischen Prozesse im Hochbeet-Boden fördern das Chinakohl-Wachstum?
    Verschiedene mikrobiologische Prozesse im Hochbeet-Boden fördern das Chinakohl-Wachstum erheblich: Nützliche Bakterien wie Rhizobien und Pseudomonaden bilden Symbiosen mit den Wurzeln und verbessern die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Stickstoff und Phosphor. Mykorrhiza-Pilze erweitern das Wurzelsystem virtuell und erhöhen die Nährstoff- und Wasseraufnahme um bis zu 40%. Der Abbau organischen Materials durch Destruenten setzt kontinuierlich Nährstoffe frei und verbessert die Bodenstruktur. Probiotische Bodenbakterien produzieren wachstumsfördernde Hormone und Enzyme. Antagonistische Mikroorganismen schützen vor bodenbürtigen Krankheitserregern durch Konkurrenz und antibiotische Substanzen. Die höhere Bodentemperatur im Hochbeet beschleunigt alle mikrobiologischen Prozesse. Kompostierung im Boden durch Mikroorganismen schafft Humus und stabilisiert die Bodenstruktur. Die diverse Mikrobengemeinschaft puffert pH-Schwankungen ab und schafft ein optimales Rhizosphären-Milieu. Diese biologische Aktivität macht Hochbeet-Böden besonders fruchtbar und selbstregulierend.
  15. Wie wird die optimale Bewässerungsfrequenz für Chinakohl im Hochbeet bestimmt?
    Die optimale Bewässerungsfrequenz für Chinakohl im Hochbeet hängt von mehreren Faktoren ab: Der Finger-Test ist die einfachste Methode - stecken Sie den Finger 3-5 cm tief in die Erde. Ist sie dort trocken, ist Bewässerung nötig. Grundsätzlich benötigt Chinakohl gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe. In der Wachstumsphase ist der Wasserbedarf höher als bei der Keimung. Hochbeete trocknen schneller aus als ebenerdige Beete, daher ist häufigere Bewässerung nötig. Bei heißem Wetter täglich früh morgens gießen, bei gemäßigten Temperaturen alle 2-3 Tage. Mulchen reduziert die Verdunstung und verlängert die Intervalle zwischen den Gießvorgängen. Junge Pflanzen brauchen häufigere, aber kleinere Wassergaben. Während der Kopfbildung ist konstante Feuchtigkeit besonders wichtig - Wasserstress führt zu Schossen oder bitter schmeckenden Blättern. Tropfbewässerung ist ideal, da sie gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Blattnässe gewährleistet. Bodenfeuchtigkeitsmessgeräte helfen bei der präzisen Überwachung.
  16. Welche Mulchtechniken sind für Chinakohl im Hochbeet am effektivsten?
    Verschiedene Mulchtechniken haben sich für Chinakohl im Hochbeet als besonders effektiv erwiesen: Strohmulch ist der Klassiker - eine 5-7 cm dicke Schicht hält Feuchtigkeit optimal und unterdrückt Unkraut zuverlässig. Grasschnitt ist kostenlos verfügbar, sollte aber angetrocknet und dünn aufgebracht werden, um Fäulnis zu vermeiden. Holzhäcksel eignen sich für langfristige Anwendung, entziehen jedoch initial Stickstoff - daher zusätzlich düngen. Kompost als Mulch liefert gleichzeitig Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur. Lebender Mulch aus niedrigwachsenden Pflanzen wie Klee kann zwischen den Chinakohl-Reihen gesät werden. Vlies oder Mulchfolien sind bei extremer Trockenheit effektiv, aber weniger biologisch wertvoll. Wichtig ist, einen Abstand von 5-10 cm zum Stängel zu lassen, um Fäulnis und Schädlinge zu vermeiden. Die Mulchschicht sollte regelmäßig aufgefrischt werden. Im Hochbeet ist Mulchen besonders wichtig, da die erhöhte Position stärkere Verdunstung verursacht. Organische Mulchstoffe fördern zusätzlich das Bodenleben.
  17. Stimmt es, dass Chinakohl im Hochbeet weniger Schädlingsprobleme hat als im normalen Garten?
    Ja, Chinakohl im Hochbeet hat tatsächlich deutlich weniger Schädlingsprobleme als im normalen Garten: Die erhöhte Position erschwert vielen Bodenschädlingen den Zugang erheblich. Schnecken haben größere Schwierigkeiten, ins Hochbeet zu gelangen, besonders bei glatten Seitenwänden. Wühlmäuse und andere grabende Schädlinge erreichen die Pflanzen schwerer. Drahtwürmer und Engerlinge, die im Boden überwintern, sind seltener anzutreffen. Die bessere Drainage reduziert pilzliche Erkrankungen, die oft durch Staunässe gefördert werden. Allerdings sind fliegende Schädlinge wie Kohlweißling, Kohlerdflöhe oder Blattläuse weiterhin problematisch. Hier helfen Kulturschutznetze besonders effektiv. Die bessere Übersicht im Hochbeet ermöglicht früheres Erkennen von Schädlingsbefall. Die kontrollierte Bodenumgebung reduziert auch bodenbürtige Krankheitserreger. Nützlinge wie Marienkäfer oder Schlupfwespen finden durch gezielte Blütenpflanzen am Hochbeet-Rand bessere Bedingungen. Insgesamt ist der Schädlingsdruck um etwa 30-50% reduziert, was den Pflanzenschutzmitteleinsatz minimiert.
  18. Zu welcher Jahreszeit ist der Chinakohl-Anbau im Hochbeet in Deutschland am erfolgreichsten?
    In Deutschland ist der Chinakohl-Anbau im Hochbeet zu zwei Jahreszeiten besonders erfolgreich: Der Herbstanbau (Juli bis September) gilt als optimal, da Chinakohl kühlere Temperaturen und kürzere Tage für die Kopfbildung bevorzugt. Aussaat im Juli/August führt zur Ernte im September bis November. Die Pflanzen entwickeln in der kühleren Jahreszeit feste, schmackhafte Köpfe ohne zu schossen. Der Frühjahrsanbau (April bis Juni) ist im Hochbeet durch die schnellere Erwärmung ebenfalls sehr erfolgreich. Hier ist Aussaat ab April möglich, Ernte erfolgt im Juni/Juli. Wichtig ist, vor den heißesten Sommermonaten zu ernten, da Hitze zum vorzeitigen Schossen führt. Das Hochbeet ermöglicht durch Abdeckungen eine Verlängerung beider Saisons. Herbstkulturen können bis in den Dezember hinein geerntet werden. Die Zwischensaison (Mai bis Juli) ist schwieriger, da die Gefahr des Schossens bei Hitze steigt. Regional gibt es Unterschiede: In Norddeutschland ist auch Sommeranbau möglich, in Süddeutschland ist der Herbstanbau deutlich erfolgreicher.
  19. Was unterscheidet Chinakohl von anderen Kreuzblütlern beim Anbau im Hochbeet?
    Chinakohl unterscheidet sich in mehreren wichtigen Aspekten von anderen Kreuzblütlern beim Hochbeet-Anbau: Die Wachstumsgeschwindigkeit ist deutlich höher - während Weißkohl 120-150 Tage benötigt, reift Chinakohl in nur 60-80 Tagen. Chinakohl ist weniger kältetolerant und profitiert daher stärker von der wärmeren Bodentemperatur im Hochbeet. Der Wasserbedarf ist höher und konstanter als bei robusten Kreuzblütlern wie Grünkohl. Die Schossgefahr bei Hitze und langen Tagen ist bei Chinakohl ausgeprägter, weshalb der Anbau zeitlich kritischer ist. Chinakohl bildet lockere Blattköpfe statt fester Köpfe wie Weiß- oder Rotkohl. Die Anfälligkeit für Erdflöhe ist höher, aber andere typische Kohlschädlinge wie Kohlraupen befallen ihn weniger stark. Der Nährstoffbedarf ist spezifischer - Chinakohl benötigt mehr Stickstoff für die Blattentwicklung. Anders als bei anderen Kohlarten ist eine kontinuierliche Beerntung einzelner Blätter möglich. Die Lagerungsfähigkeit ist deutlich geringer als bei traditionellen Kohlsorten.
  20. Wie unterscheidet sich der Nährstoffbedarf von Chinakohl von anderen Gemüsesorten im Hochbeet?
    Der Nährstoffbedarf von Chinakohl unterscheidet sich markant von anderen Gemüsesorten im Hochbeet: Als Starkzehrer hat Chinakohl einen hohen Nährstoffbedarf, besonders an Stickstoff für die schnelle Blattentwicklung. Der N-P-K-Bedarf liegt bei etwa 150-200-150 kg/ha, deutlich höher als bei Wurzelgemüse. Chinakohl benötigt konstante Stickstoffversorgung, während Tomaten nach der Fruchtbildung weniger Stickstoff brauchen. Der Calciumbedarf ist hoch zur Vorbeugung von Blattrandnekrosen, wichtiger als bei den meisten anderen Blattgemüsen. Chinakohl reagiert empfindlich auf Bormangel, der Herzfäule verursacht - ein Problem, das bei Kohlrabi oder Radieschen seltener auftritt. Die Nährstoffaufnahme erfolgt sehr schnell aufgrund der kurzen Kulturzeit, daher sind leicht verfügbare Nährstoffe wichtiger als Langzeitdünger. Im Gegensatz zu Hülsenfrüchten kann Chinakohl keinen Luftstickstoff fixieren und ist völlig auf Bodennährstoffe angewiesen. Der pH-optimierte Nährstoffbereich (6,0-7,0) ist enger als bei robusten Gemüsesorten wie Mangold. Organische Dünger werden bevorzugt, da sie gleichmäßige Nährstofffreisetzung gewährleisten.
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zur Kategorie Chinakohl
Topseller
Kiepenkerl Chinakohl Michihili Kiepenkerl Chinakohl Michihili
Inhalt 1 Portion
1,09 € *
Kiepenkerl Chinakohl Kilakin F1 Kiepenkerl Chinakohl Kilakin F1
Inhalt 1 Portion
3,89 € *
Produktbild von Sperli Chinakohl Emiko F1 mit Abbildungen des Kohls und Informationen zu resistenter Sommer- bis Herbstanbau F1-Hybride auf Deutsch. Sperli Chinakohl Emiko, F1
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Passende Artikel
Kiepenkerl Chinakohl Kilakin F1 Kiepenkerl Chinakohl Kilakin F1
Inhalt 1 Portion
3,89 € *
Kiepenkerl Chinakohl Michihili Kiepenkerl Chinakohl Michihili
Inhalt 1 Portion
1,09 € *
Produktbild von Sperli Chinakohl Emiko F1 mit Abbildungen des Kohls und Informationen zu resistenter Sommer- bis Herbstanbau F1-Hybride auf Deutsch. Sperli Chinakohl Emiko, F1
Inhalt 1 Portion
3,39 € *
Produktbild von Sperli Young Generation Paket Hochbeet mit bunten Blumen und Verpackungsinformationen in deutscher Sprache. Sperli Young Generation Paket Hochbeet
Inhalt 55 Stück (0,18 € * / 1 Stück)
9,89 € *
Produktbild des dobar Hochbeets aus Holz auf Beinen mit sichtbarer Innenplane ohne Pflanzen oder Erde dobar Hochbeet
Inhalt 1 Stück
90,79 € *
Produktbild eines dobar Eck-Hochbeets aus Holz. dobar Eck-Hochbeet
Inhalt 1 Stück
228,40 € *
Produktbild eines dobar Hochbeets in Obstkistenoptik braun mit Pflanzen und gestell in grau dobar Hochbeet Obstkiste braun
Inhalt 1 Stück
83,19 € *
Produktbild eines dobar Hochbeets aus Kiefernholz mit sichtbaren Schrauben und einer Ablage unten. dobar Hochbeet Kiefer
Inhalt 1 Stück
78,79 € *
Angebot
Produktbild des Florissa Hochbeet-Duengers 1kg in einer Verpackung mit Bildern von Gemuese und Blumen sowie Hinweisen zu Bio und veganen Eigenschaften. Florissa Hochbeet-Dünger 1kg
Inhalt 1 Kilogramm
6,49 € * 12,99 € *